Windows 2000 Professional

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Betriebssystem
Bereitstellungsdokument:
Automatisieren der Windows 2000-Aktualisierung
Whitepaper
Überblick
Dieses Dokument enthält Informationen sowie Tipps und Tricks, um die Aktualisierung auf das
Betriebssystem Microsoft® Windows® 2000 zu automatisieren. Dieses Dokument richtet sich an EDVMitarbeiter, die für die Installation von Windows 2000 Professional oder eines der Produkte aus der
Windows 2000 Server Family auf vielen Computern verantwortlich sind.
© 1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen die behandelten Themen
aus der Sicht der Microsoft Corporation zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar. Da
Microsoft auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine
Verpflichtung seitens Microsoft dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier
dargelegten Informationen nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht
garantieren.
Dieses Whitepaper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST
FÜR DIESES DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS, SEI SIE
AUSDRÜCKLICH ODER KONKLUDENT.
Microsoft, Active Directory, BackOffice, IntelliMirror, MSN, Windows, das WindowsLogo und Windows NT sind entweder eingetragene Marken oder Marken der
Microsoft Corporation in den USA und/oder anderen Ländern.
Weitere in diesem Dokument aufgeführte Produkt- und Firmennamen können
geschützte Marken ihrer jeweiligen Inhaber sein.
Microsoft Corporation • One Microsoft Way • Redmond, WA 98052-6399 • USA
0699
INHALT
EINFÜHRUNG .............................................................................. 1
WAS SIE WISSEN SOLLTEN ........................................................ 2
Unterstützte Aktualisierungsmöglichkeiten
2
Entscheidung zwischen Aktualisierung und Neuinstallation
4
Push-Installation und Installation bei Bedarf
6
Aktualisieren von Windows NT
7
Aktualisieren von Windows 9x
7
Wie Setup Inkompatibilitäten erkennt
9
Erkennen von Inkompatibilitäten in Windows NT 3.51 und 4.0
9
Erkennen von Inkompatibilitäten in Windows 9x
9
Überprüfen der Kompatibilität von Computern
10
Überprüfen von Windows 9x-Systemen
10
Überprüfen von Windows NT-Systemen
11
Ausführen der Winnt32-Befehlszeile für die Überprüfung
11
Windows 2000-Kompatibilitätslisten
11
Überprüfungen vor der Aktualisierung
12
PLANEN DER AKTUALISIERUNG ............................................. 14
Microsoft Solutions Framework
14
Auswertungen und Pilotprojekte
14
Desktopverwaltung und Änderungskontrolle
15
Einbindung und Beteiligung des Managements
15
Microsoft Consulting Services und Microsoft Solutions Provider
15
Planen, planen und nochmals planen
16
AKTUALISIERUNGSTOOLS UND -MECHANISMEN .................. 17
WINNT32
17
Vorbereiten des Verteilungspunkts
18
AKTUALISIERUNGEN VON WINDOWS 9X-SYSTEMEN ............ 20
Verwenden einer Antwortdatei
20
[Unattended]
20
[Win9xUpg]
21
Weitere Überlegungen bei der Aktualisierung von Windows 9x
24
Installationsverzeichnis
24
Computerkonten
24
Benutzerkonten und -profile
28
Auswählen des Dateisystems
28
AKTUALISIEREN VON WINDOWS NT-SYSTEMEN ................... 30
Verwenden einer Antwortdatei
30
Verwenden von „Dosnet.inf“ zum Erkennen von Inkompatibilitäten
31
Aufbau von „Dosnet.inf“
31
Einträge zum Erkennen von Inkompatibilitäten
31
Auswählen des Dateisystems
33
FUNKTIONSWEISE VON WINDOWS 2000 SETUP .................... 34
WINNT32-Phase
34
Spezifische Schritte für die Windows 9x-Aktualisierung
34
Spezifische Schritte für die Windows NT-Aktualisierung
36
Textmodusphase
36
GUI-Modusphase
36
ANPASSEN DER WINDOWS 2000-INSTALLATION ................... 38
$OEM$-Verzeichnisstruktur
38
$OEM$-Ordner
39
$OEM$\Textmode-Ordner
39
$OEM$\$$-Ordner
40
$OEM$\Laufwerkbuchstabe-Ordner
40
$OEM$\$1-Ordner
40
$OEM$\$1\Treiber-Ordner
40
$$Rename.txt-Datei
40
Hinzufügen der Unterstützung für Plug & Play-Geräte
41
Verwenden von „Cmdlines.txt“ zur Installation optionaler Komponenten
41
Einschränkungen und Verwendungshinweise zu „Cmdlines.txt“
42
Verwenden einer Stapelverarbeitungsdatei zur Installation von Anwendungen
über die Autostart-Gruppe
42
WEITERE INFORMATIONEN ..................................................... 44
EINFÜHRUNG
Dieses Dokument enthält Informationen sowie Tipps und Tricks, um die
Aktualisierung auf das Betriebssystem Microsoft® Windows® 2000 zu
automatisieren. Dieses Dokument richtet sich an EDV-Mitarbeiter, die für die
Installation von Windows 2000 Professional oder eines der Produkte aus der
Windows 2000 Server Family auf vielen Computern verantwortlich sind.
Der Begriff Aktualisierung bedeutet in diesem Dokument die Ersetzung des
bestehenden Betriebssystems mit Hilfe der Aktualisierungsfeatures von
Windows 2000. Eine Migration oder Neuinstallation bezeichnet die Formatierung
der Festplatte und die Neuinstallation des Betriebssystems und aller Anwendungen.
Windows 9x bezeichnet in diesem Dokument Microsoft Windows 95 und Microsoft
Windows 98.
Die meisten Informationen gelten sowohl für Desktops als auch für Server. In
Fällen, in denen es Unterschiede gibt, wird speziell darauf hingewiesen. Dieses
Dokument konzentriert sich außerdem nicht speziell auf die Aktualisierung auf
Windows 2000 Advanced Server oder Windows 2000 Datacenter Server.
Das Windows 2000-Installationsverzeichnis für Intel-basierte Computer lautet i386.
Für Alpha-basierte Computer heißt dieses Verzeichnis Alpha. Bei Verweisen auf
das Verzeichnis i386 kann der Leser dieses für Alpha-basierte Computer durch
Alpha ersetzen.
Dieses Dokument behandelt keine Neuinstallation auf neuen Computern, auf neu
formatierten Festplatten oder in einem neuen Verzeichnis einer vorhandenen
Installation. Weitere Informationen zur Festplattenduplizierung, einschließlich
Klonen, finden Sie unter http://www.microsoft.com/windows
Darüber hinaus befasst sich dieses Dokument nicht mit der Aktualisierung von
Serverinfrastrukturen oder mit der Aktualisierung auf den Windows 2000 Active
Directory™-Verzeichnisdienst.
Sie sollten dieses Dokument in Verbindung mit dem Windows 2000 Planning and
Design Guide im Windows 2000 Server Resource Kit verwenden.
Whitepaper zu Windows 2000
1
WAS SIE WISSEN
SOLLTEN
Zunächst müssen Sie entscheiden, ob vorhandene Installationen aktualisiert
werden sollen oder ob Sie eine Neuinstallation von Windows 2000 ausführen
möchten. Die Aktualisierung ist von den folgenden Versionen der Microsoft
Windows- und Microsoft Windows NT®-Betriebssysteme möglich.
Unterstützte Aktualisierungsmöglichkeiten
Die Aktualisierung auf Windows 2000 Professional ist von den folgenden
Betriebssystemen möglich:





Windows 95. Alle erhältlichen Versionen einschließlich OSR2.x. Siehe
Anmerkung 1.
Windows 98
Windows NT 3.51 Workstation
Windows NT 4.0 Workstation
Windows 2000 Professional. Siehe Anmerkung 2.
Die Aktualisierung auf Windows 2000 Server ist von den folgenden
Betriebssystemen möglich:




Windows NT 3.51 Server
Windows NT 4.0 Server
Windows NT 4.0 Terminal Server. Siehe Anmerkung 3.
Windows 2000 Server. Siehe Anmerkung 2.
Die Aktualisierung auf Windows 2000 Advanced Server ist von allen im vorherigen
Abschnitt für die Aktualisierung auf Windows 2000 Server aufgeführten
Betriebssystemen sowie von den folgenden Betriebssystemen möglich:


Windows NT 4.0 Enterprise Edition
Windows 2000 Advanced Server. Siehe Anmerkung 2.
Aktualisierungen von den folgenden Betriebssystemen sind nicht möglich:




Windows 3.x, einschließlich Windows für Workgroups
Windows NT-Versionen vor Version 3.51
BackOffice® Small Business Server
Andere als Microsoft-Betriebssysteme
Anmerkungen
1.
indows 95 unterstützt netzwerkbasierte Installationen, bei denen das
Computerbetriebssystem über einen Server gemeinsam genutzt wird.
Windows 2000 unterstützt diese Installationsmethode nicht. Wenn Sie
netzwerkbasierte Installationen von Windows 95 ausführen, müssen Sie eine
Neuinstallation von Windows 2000 vornehmen und die Anwendungen auf dem
Computer neu installieren.
2.
orabversionen von Windows 2000 vor Beta 3 ermöglichen keine
Aktualisierungen.
Whitepaper zu Windows 2000
2
3.
ie Aktualisierung von Windows NT 3.51 Server mit Citrix wird nicht unterstützt.
Whitepaper zu Windows 2000
3
Entscheidung zwischen Aktualisierung und Neuinstallation
Die Entscheidung für eine Aktualisierung oder eine Neuinstallation hängt von den
folgenden Faktoren ab.

Der Grad der Änderungs- und Konfigurationsverwaltung, die Sie für die
Systeme ausführen können. Falls Ihre Umgebung strikt verwaltet wird, wobei
die Anwendungen über das Netzwerk gemeinsam genutzt werden und alle
Benutzerdaten zentral gespeichert werden, könnte eine Aktualisierung die
optimale Wahl sein. Falls Ihre Konfiguration jedoch nicht streng kontrolliert wird,
könnte eine Neuinstallation die beste Lösung sein. Die Neuformatierung der
Festplatte und die Installation von Windows 2000 und allen Anwendungen führt
zu einer vollständig bekannten Konfiguration. Danach können Sie mit den
verbesserten Verwaltungsfeatures von Windows 2000 und mit Active Directory
die Konfiguration genau kontrollieren und sicherstellen, dass bei der Installation
neuer Anwendungen und Aktualisierungen ein bekannter Status
aufrechterhalten wird.
Anmerkung Wenn Sie von Windows 3.x oder Windows für Workgroups auf Windows 9x
aktualisiert haben (anstatt eine Neuinstallation durchzuführen), sollten Sie möglicherweise eine
Neuinstallation von Windows 2000 in Betracht ziehen. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass
aufgrund dieser Aktualisierungen alte Probleme bestehen, die bei der Aktualisierung auf
Windows 2000 weitergegeben werden. In diesem Fall könnte eine Neuinstallation von
Windows 2000 die bevorzugte Vorgehensweise sein.
Whitepaper zu Windows 2000
4

Benutzereinstellungen und Anwendungsdaten. Selbst wenn alle Benutzerdaten
und Anwendungen zentral gespeichert werden, gibt es immer bestimmte
Benutzereinstellungen und Anwendungsdaten, die auf dem lokalen Computer
gespeichert werden; z. B. die in der Systemregistrierung gespeicherten
Benutzereinstellungen. Bei einer Neuinstallation müssen diese Einstellungen
und Daten beibehalten werden und nach der Installation wieder auf das System
übertragen werden. Nicht alle diese Daten sind leicht auffindbar und
ausführliche Tests sind erforderlich, um sicherzustellen, dass Sie alle Daten
identifiziert haben, die beibehalten werden müssen. Beispielsweise speichern
viele Anwendungen Daten außerhalb der Systemregistrierung in INI-Dateien
oder internen Konfigurationsspeichern.

Vorhandene Betriebssysteme: Windows 9x oder eine frühere Version von
Windows NT. Die Aktualisierung von früheren Windows NT-Versionen
(Version 3.51 und höher) ist einfacher als die Aktualisierung von Windows 9x.
Der Grund hierfür sind Gemeinsamkeiten bei der Kernelarchitektur der
Betriebssysteme, den Gerätetreibermodellen, der Registrierungsdatenbank, der
Sicherheitsarchitektur und den Dateisystemen. Die Aktualisierung von
bestehenden Windows 9x-Installationen kann zusätzliche Probleme aufwerfen,
die behoben werden müssen.

Kombination von Desktopbetriebssystemen und Netzwerkbetriebssystemtypen.
Es kann sehr wohl der Fall sein, dass eine Kombination aus Aktualisierungen
und Neuinstallationen für Ihre Umgebung angebracht ist. Viele der in diesem
Dokument enthaltenen Informationen gelten auch für Neuinstallationen von
Windows 2000 Professional und der Windows 2000 Server Family.
Whitepaper zu Windows 2000
5
Push-Installation und Installation bei Bedarf
Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Setup auszuführen. Im Prinzip lassen sich diese
Vorgehensweisen in zwei Installationsarten unterteilen: Push und bei Bedarf. Im
Allgemeinen wird Setup bei einer Push-Installation auf dem Zielcomputer (der als
Client bezeichnet wird) unter Leitung eines Mastercomputers ausgeführt, wie z. B.
Microsoft Systems Management Server (SMS). Bei einer Installation bei Bedarf wird
die Befehlszeile des Setup-Programms auf dem Clientcomputer als Reaktion auf
eine auf diesem Clientcomputer ausgelöste Aktion ausgeführt – z. B. über ein
Anmeldeskript oder einen Stapelverarbeitungsauftrag auf einem
Netzwerkstartdatenträger.
Für die Ausführung von Setup gibt es die folgenden üblichen Methoden:






Durch Ausführen von Winnt32.exe in einer Befehlszeile in Windows 9x und
Windows NT.
Mit einem Netzwerkinstallationspaket, das von SMS oder ähnlichen Produkten
verteilt wird.
Von einer startfähigen CD-ROM, die auf dem Clientcomputer eingelegt wird.
Von einem Netzwerkstartdatenträger, der normalerweise von einem
Supporttechniker verwaltet wird.
Über eine Verknüpfung oder einen Stapelverarbeitungsauftrag, die bzw. der an
eine E-Mail angehängt ist.
Über einen in einem Benutzeranmeldeskript ausgeführten Befehl.
Die letzten beiden Methoden entsprechen nicht der bevorzugten Vorgehensweise,
da sie keine Kontrolle über das Datum oder die Uhrzeit, wann Setup ausgeführt
wird, oder über die Anzahl gleichzeitiger Installationen ermöglichen. Wenn Sie eine
Befehlszeile für die Aktualisierung auf Windows 2000 in ein Benutzeranmeldeskript
eingeben müssten, wann würde dieses Skript ausgeführt? Stellen Sie sich vor, dass
sich 300 Benutzer mehr oder weniger zur gleichen Zeit anmelden (z. B. gleich in der
Früh) und dadurch die Serverressourcen und die Netzwerkbandbreite stark
beanspruchen. Das gleiche gilt für ein Objekt oder eine Verknüpfung, das bzw. die
an eine E-Mail angehängt ist. Sie haben keine Kontrolle darüber, wann die
Aktualisierungen ausgeführt werden.
Die bevorzugte Methode, um die Aktualisierung zu initiieren, ist die Verteilung des
Pakets mit einem Netzwerkverwaltungssoftwarepaket oder auf dem Desktop mit
einer durch einen Supportingenieur initiierten Aktualisierung. Durch die Initiierung
der Aktualisierung über ein mit SMS oder einer sonstigen
Netzwerkverwaltungssoftware verteiltes Installationspaket können Sie steuern, wie
viele gleichzeitige Aktualisierungen ausgeführt werden und wann diese stattfinden.
Außerdem können Sie den Lastenausgleich zwischen mehreren Verteilungsservern
nutzen und die verfügbare Netzwerkbandbreite optimal nutzen.
Dadurch dass ein Ingenieur die Aktualisierung von einem Netzwerkstartdatenträger
oder einer CD-ROM initiiert, haben Sie die volle Kontrolle über die Aktualisierung.
Dies gewährleistet, dass beim Auftreten von Problemen ein Ingenieur verfügbar ist.
Whitepaper zu Windows 2000
6
Wenn Sie sich für Ingenieure entscheiden, sollten Sie dafür Sorge tragen, dass
diese persönlich mit dem Kunden arbeiten, damit sie eine positive Wirkung auf die
Zufriedenheit der Kunden haben. Diese Vorgehensweise ist natürlich teurer als die
zentrale Aktualisierung.
Das Erstellen und Verteilen von SMS-Paketen geht über den Rahmen dieses
Dokuments hinaus, aber SMS-Pakete verteilen im Prinzip eine Befehlszeile an
Clientcomputer. Die Aspekte des Lastenausgleichs, der Planung der Ausführung
dieser Befehlszeile, der Verwendung der verfügbaren Bandbreite usw. werden
durch SMS gesteuert. Dieses Dokument konzentriert sich darauf, wie ein
Windows 2000 Setup-Verteilungspunkt und die zugehörige Antwortdatei für die
unbeaufsichtigte Installation eingerichtet werden. Die Befehlszeile für die Initiierung
einer unbeaufsichtigten Aktualisierung ist demnach für alle
Verteilungsmechanismen und für Push-Installationen und Installationen bei Bedarf
identisch. Nur die Art und Weise, wie die Installationsbefehlszeile ausgeführt wird,
ist verschieden.
Aktualisieren von Windows NT
Die Aktualisierung von früheren Windows NT-Versionen ist zwar einfacher als die
Aktualisierung von Windows 9x, aber die folgenden Features und Anwendungen
können nicht ordnungsgemäß aktualisiert werden:
Anwendungen, die von Dateisystemfiltern abhängen, wie z. B. Antivirussoftware
und Datenträgerkontingentsoftware. Der Grund dafür sind Änderungen am
Windows Installable File System-Modell. Weitere Informationen finden Sie
unter http://www.microsoft.com/hwdev/ntifskit/
 Netzwerkprotokolle und Clients, für die es keine Aktualisierungen auf der
Windows 2000-CD gibt. Aktualisierte Komponenten finden Sie im Ordner
Winntupg des Verzeichnisses i386.
 Benutzerdefinierte Energieverwaltungslösungen und -tools. Diese werden
durch die Windows 2000-Unterstützung für Advanced Configuration and Power
Interface (ACPI) und Advanced Power Management (APM) ersetzt. Sie sollten
die benutzerdefinierten Tools und Lösungen vor der Aktualisierung entfernen.
 Benutzerdefinierte Plug & Play-Lösungen. Diese sind nicht mehr erforderlich,
da Windows 2000 Plug & Play vollständig unterstützt. Sie sollten die
benutzerdefinierten Lösungen vor der Aktualisierung entfernen.
Um weitere Informationen zur Verfügbarkeit von Windows 2000-kompatiblen
Aktualisierungen zu erhalten, wenden Sie sich an den Softwarehersteller.
Aktualisieren von Windows 9x
Die folgenden Windows 9x-Features und -Anwendungen können nicht aktualisiert
werden:

Systemdienstprogramme und Features, die in Windows 2000 nicht unterstützt
werden. Beispielsweise komprimierte Laufwerke, die DriveSpace oder
Whitepaper zu Windows 2000
7





Anwendungen und Festplattendienstprogramme von Drittanbietern verwenden,
wie z. B. ScanDisk, Defragmentierungsprogramme und Antivirussoftware.
Komprimierte Laufwerke müssen vor der Aktualisierung dekomprimiert werden.
Anwendungen und Dienstprogramme, die virtuelle Gerätetreiber (VxDs) und
.386-Treiber verwenden. Überprüfen Sie im Abschnitt [386Enh] der Datei
System.ini, ob virtuelle Treiber geladen werden. Beachten Sie, dass einige
Gerätetreiber VxDs für Eigenschaftenseiten in Eigenschaftendialogfeldern
verwenden.
Systemsteuerungsanwendungen von Drittanbietern. Diese werden oft von
Gerätetreiberinstallationsprogrammen aufgrund von zusätzlichen Funktionen
installiert, die in Windows 9x nicht enthalten sind, wie z. B. gerätespezifische
Funktionen für Grafikkartentreiber. Sie sollten die Funktionalität von
Systemsteuerungsanwendungen im Rahmen der Windows 2000-Auswertung
testen.
Netzwerkkomponenten, die nicht auf der Windows 2000-CD geliefert werden.
Für einige dieser Komponenten gibt es möglicherweise im Ordner WIN9XUPG
des Verzeichnisses i386 Aktualisierungen.
Benutzerdefinierte Energieverwaltungslösungen und -tools. Diese werden
durch die Windows 2000 ACPI- und APM-Unterstützung ersetzt. Sie sollten die
benutzerdefinierten Tools und Lösungen vor der Aktualisierung entfernen.
Benutzerdefinierte Plug & Play-Lösungen. Diese sind nicht mehr erforderlich,
da Windows 2000 Plug & Play vollständig unterstützt. Sie sollten die
benutzerdefinierten Lösungen vor der Aktualisierung entfernen.
Falls die Funktionen dieser Features nicht durch Windows 2000 ersetzt werden und
weiterhin erforderlich sind, wenden Sie sich an den Softwarehersteller, um weitere
Informationen zur Verfügbarkeit von Windows 2000-kompatiblen Versionen zu
erhalten.
Aufgrund der Art und Weise, wie Anwendungsentwickler ihre Installationsroutinen
gestalten, werden viele Anwendungen unter Windows 9x anders installiert als unter
Windows 2000. Beispielsweise können Anwendungen:



Registrierungsdaten in Windows 9x und Windows 2000 oder Windows NT in
unterschiedlichen Pfaden speichern
Windows 9x–spezifische Anwendungsprogrammierschnittstellen (Application
Programming Interface, API) aufrufen
Unter Windows 9x bzw. unter Windows 2000 oder Windows NT
unterschiedliche Dateien installieren
Zur Behebung dieser Probleme können Softwarehersteller und Firmenentwickler
Aktualisierungspakete implementieren, die Registrierungsschlüssel verschieben,
neue Dateiversionen installieren oder Dateien innerhalb des Dateisystems
verschieben. Diese Aktualisierungspakete werden bei der Installation von
Windows 2000 zur Behebung dieser Inkompatibilitäten eingesetzt. Das
Aktualisierungspaket enthält eine Migrations-DLL, die Setup zur Aktualisierung der
Anwendungsinstallation aufruft. Die Migrations-DLL ist vollständig erweiterbar.
Whitepaper zu Windows 2000
8
Weitere Informationen für Entwickler finden Sie im neuesten Windows-PlattformSDK oder unter http://msdn.microsoft.com/developer/windows2000/default.asp
Da Windows 9x-Aktualisierungen unter Umständen ein gründlicheres Planen und
Testen erfordern als Aktualisierungen von Windows NT, bietet Windows 2000 Setup
einen Berichtsmodus an, der Kompatibilitätsberichte erstellt und zentral speichert.
Diese Berichte können Sie anschließend analysieren, um herauszufinden, ob Sie
Migrations-DLLs und/oder neue Anwendungsversionen benötigen.
Die Aktualisierung von Windows 9x wird weiter unten in diesem Dokument
ausführlich behandelt.
Wie Setup Inkompatibilitäten erkennt
Erkennen von Inkompatibilitäten in Windows NT 3.51 und 4.0
Mit der Datei Dosnet.inf können Sie die Erkennung inkompatibler Komponenten
und die weitere Vorgehensweise von Setup, falls solche Komponenten gefunden
werden, festlegen. Setup verarbeitet die Datei Dosnet.inf zu Beginn der
Installation. Diese Datei lässt sich so konfigurieren, dass Windows 2000 Setup die
Aktualisierung abbricht oder aber fortsetzt, wenn Inkompatibilitäten gefunden
werden. Handelt es sich bei der inkompatiblen Komponente um einen Dienst, kann
Setup angewiesen werden, fortzufahren und den inkompatiblen Dienst zu
deaktivieren.
Sie können diese Datei bearbeiten, um bekannte inkompatible Komponenten
aufzunehmen, die in Windows 2000 nicht berücksichtigt sind. Weitere Informationen
zu diesen Features von Dosnet.inf finden Sie weiter unten in diesem Dokument.
Erkennen von Inkompatibilitäten in Windows 9x
Die Erkennung von Inkompatibilitäten durch Setup ist in Windows 9x komplizierter.
Bei Hardware vergleicht Setup alle Plug & Play-IDs in der Windows 9xRegistrierung mit einer Datenbank der Plug & Play-Geräte, die auf der
Windows 2000-CD unterstützt werden. Falls ein Gerät nicht unterstützt wird und es
sich nicht um das Gerät handelt, das das Bootgerät steuert, fordert ein Assistent
Windows 2000-Treiber für diese Geräte vom Benutzer an. Setup überprüft
außerdem die Einträge in der Datei Config.sys des Computers, um
herauszufinden, ob auf 16-Bit-Gerätetreiber verwiesen wird. Sollten solche
Gerätetreiber gefunden werden, wird eine Warnung in den Kompatibilitätsbericht
aufgenommen.
Bei Software durchsucht Setup den Computer und ermittelt, ob Anwendungen
Windows 9x–spezifische APIs verwenden, die in Windows 2000 nicht verfügbar
sind. Außerdem werden alle ausführbaren Dateien mit einer Datenbank bekannter
Probleme verglichen. Findet Setup eine Inkompatibilität, erfolgt ein Eintrag im
Kompatibilitätsbericht für die folgenden Kategorien:

Programme, die unter Windows 2000 nicht ausgeführt werden können. Diese
Programme müssen aktualisiert oder ersetzt werden. Möglicherweise gibt es
für diese Anwendungen Aktualisierungspakete.
Whitepaper zu Windows 2000
9




Programme, die mit kleineren Problemen ausgeführt werden können. Einige
Programme können zwar ausgeführt werden, weisen jedoch kleinere Probleme
auf; z. B. kann Microsoft Magic School Bus Human Body Darstellungsprobleme
bei Vollbildanimationen aufweisen.
Programme, die vor der Aktualisierung entfernt werden müssen. Einige
Programme beeinträchtigen Windows 2000 Setup und können eine
erfolgreiche Aktualisierung verhindern. Diese Anwendungen müssen vor der
Aktualisierung entfernt werden.
Programme, die von Setup entfernt werden. Einige Programme sind aufgrund
zusätzlicher Funktionen in Windows 2000 nicht mehr erforderlich.
Beispielsweise werden nun Adobe-Schriften über die Anwendung Schriftarten
in der Systemsteuerung verwaltet. Die Systemsteuerungsanwendung Adobe
Type Manager wird daher bei der Installation entfernt.
Programme, die neu installiert werden sollten. Einige Programme werden unter
Windows 9x und Windows 2000 unterschiedlich installiert. Diese Programme
sind einsatzbereit, wenn sie nach Abschluss der Installation von Windows 2000
neu installiert werden. Beispielsweise muss Microsoft Close Combat 1.0 nach
der Installation von Windows 2000 neu installiert werden. Denn für Microsoft
Close Combat gibt es kein Aktualisierungspaket.
Diese Probleme werden gemeldet, wenn Sie Windows 2000 Setup im
Aktualisierungsprüfmodus ausführen. Weitere Informationen zu Anwendungen, die
eine erfolgreiche Aktualisierung verhindern können, finden Sie in den
Windows 2000-Anmerkungen zur Version.
Überprüfen der Kompatibilität von Computern
Im frühen Stadium der Aktualisierungsplanung müssen Sie unbedingt die
Kompatibilität Ihrer Software und Hardware mit Windows 2000 überprüfen. Anhand
dieser Überprüfung werden Anwendungen und Hardwarekomponenten ermittelt, die
aktualisiert oder ersetzt werden müssen. Systemverwaltungssoftware, wie z. B.
Microsoft Systems Management Server, weist diese Funktion meist auf. Darüber
hinaus besitzt Windows 2000 Setup einen Berichtsmodus, mit dem Sie die
Kompatibilitätsüberprüfung starten können.
Überprüfen von Windows 9x-Systemen
Bei der Ausführung unter Windows 9x kann Windows 2000 Setup den erstellten
Bericht zentral speichern. Verwenden Sie dazu die folgende Befehlszeile.
Winnt32.exe /unattend:Antwortdatei
Dabei ist Antwortdatei der vollqualifizierte Name einer minimalen Windows 2000
Setup-Antwortdatei:
[Unattended]
Win9xUpgrade=yes
[Win9xUpg]
ReportOnly=Yes
SaveReportTo=Berichtdatei
Whitepaper zu Windows 2000
10
Berichtdatei ist der vollqualifizierte Name der zu erstellenden Berichtdatei. Beachten
Sie, dass Sie %computername% überall im Pfad verwenden können.
Windows 2000 Setup erweitert diese Variable auf den Computernamen des
Systems, auf dem die Aktualisierungsprüfung ausgeführt wird. Beispiel:
SaveReportTo=\\server\share\%computername%.txt
Wenn Windows 2000 Setup auf einem System mit dem Computernamen „Caroline“
ausgeführt wird, wird eine Berichtdatei mit dem folgenden vollqualifizierten
Dateinamen erstellt:
\\server\share\caroline.txt
Wenn die Antwortdatei nicht vorhanden ist, speichert Windows 2000 Setup den
Kompatibilitätsbericht in der Datei mit der Bezeichnung Upgrade.txt im WindowsVerzeichnis der lokalen Festplatte. Beachten Sie, dass Setup nur nach bekannten
Inkompatibilitäten suchen kann. Sie sollten daher alle Ihre Programme testen, um
festzustellen, ob sie mit Windows 2000 kompatibel sind.
Überprüfen von Windows NT-Systemen
Bei der Ausführung unter Windows NT bietet Windows 2000 Setup keine Option an,
um die Berichtdatei zentral zu speichern. Der Bericht wird in der Datei Winnt32.log
im Windows-Verzeichnis gespeichert. Mit Hilfe der folgenden Befehle in einer
Stapelverarbeitungsdatei kann die Datei zentral gespeichert werden. Beachten Sie
die verwendete Option CheckUpgradeOnlyQ (statt CheckUpgradeOnly). Dadurch
wird Winnt32 veranlasst, die Protokolldatei zu erstellen, ohne den
Kompatibilitätsüberprüfungs-Assistenten zu öffnen.
winnt32.exe /CheckUpgradeOnlyQ
copy %windir%\winnt32.log \\server\share\%computername%.txt
del %windir%\winnt32.log
Ausführen der Winnt32-Befehlszeile für die Überprüfung
Die Überprüfung wird bei Windows NT-Systemen ziemlich schnell ausgeführt, bei
Windows 9x-kann sie jedoch eine Weile in Anspruch nehmen. Daher können Sie
die Überprüfung bei Windows NT-Systemen in einem Benutzeranmeldeskript
ausführen. Sie sollten die Überprüfung jedoch nur einmal ausführen; daher muss
das Skript Code enthalten, damit sie nur einmal ausgeführt wird. Beispielsweise
können Sie eine Dummydatei zentral speichern, um anzuzeigen, dass die
Überprüfung durchgeführt wurde. Das Skript würde dann das Vorhandensein dieser
Dummydatei überprüfen, bevor Winnt32 ausgeführt wird.
Alternativ können Sie die Befehlszeile und die Datei Unattend.txt mit Microsoft
Systems Management Server verteilen. Dadurch haben Sie eine größere Kontrolle
darüber, wie und wann die Kompatibilitätsüberprüfung ausgeführt wird.
Beachten Sie, dass der Benutzer die Aktualisierung oder Installation nicht fortsetzen
kann, wenn Windows 2000 Setup im Berichtsmodus gestartet wird.
Windows 2000-Kompatibilitätslisten
Im Idealfall sollte die Hardware und Software, die Sie für Windows 2000 verwenden
Whitepaper zu Windows 2000
11
möchten, in den Windows 2000-Kompatibilitätslisten aufgeführt sein. Diese
Kompatibilitätslisten finden Sie unter
http://www.microsoft.com/windows/compatible/default.asp und
http://www.microsoft.com/hwtest/hcl
Wenn Sie Hardware oder Software verwenden, die nicht in diesen Listen aufgeführt
ist, sollten Sie sich mit dem Hersteller in Verbindung setzen, um weitere
Informationen zur Verfügbarkeit von Windows 2000-kompatiblen Versionen oder
Aktualisierungen zu erhalten. Möglicherweise ist Hardware oder Software
kompatibel und wurde nur nicht getestet. Führen Sie dazu mit Hilfe des Herstellers
eigene Tests durch.
Falls Sie neue Hardware oder Software kaufen möchten, sollten Sie sicherstellen,
dass sie kompatibel ist, damit Windows 2000 möglichst zuverlässig arbeitet und
einfach zu verwenden ist. Sie sollten dies zu einem Kriterium für
Kaufentscheidungen der Einkaufsabteilung machen.
Überprüfungen vor der Aktualisierung
Vor der Aktualisierung auf Windows 2000 sollten Sie die folgenden Informationen
vorliegen haben oder kennen:






Kenntnis über die Hardware und Software, die in Ihrer Organisation verwendet
wird. Sie erhalten diese Informationen durch eine Überprüfung der Computer
Ihrer Benutzer oder durch eine Kompatibilitätsüberprüfung.
Festlegen der Vorgehensweise zum Aktualisieren oder Ersetzen inkompatibler
Hardware und Software.
Kenntnis über die Mindestanforderungen an die Hardware für Windows 2000.
Diese Informationen finden Sie in den Anmerkungen zur Version auf der
Windows 2000-CD und unter
http://ntbeta.microsoft.com/support/updates.asp
Aufbau des Netzwerks. Die Verteilung der Standorte und die verfügbare
Bandbreite zwischen diesen spielt bei der Entscheidung für eine PushInstallation oder eine Installation bei Bedarf eine wichtige Rolle. Sie sollten
auch die Anzahl der Benutzer an den verschiedenen Standorten festhalten.
Berücksichtigen Sie dabei auch Remotebenutzer, und zwar sowohl Benutzer
mit Laptopcomputern als auch Benutzer, die zu Hause arbeiten.
Festhalten der Anzahl der Server an den verschiedenen Standorten und
Ermitteln des verfügbaren Speicherplatzes.
Kenntnis darüber, wie die Planung von Aktualisierungen festgelegt wird und ob
diese durch die zentralen IT-Einrichtungen oder das lokale Management
gesteuert werden.
Achten Sie außerdem auf die folgenden Aspekte (die häufig übersehen werden):


Whitepaper zu Windows 2000
12
Zugang zu Computern, einschließlich den im CMOS festgelegten
Aktivierungskennwörtern.
Angekündigte Stromzufuhr- und Betriebsunterbrechungen.




Staatliche Feiertage und religiöse Feste, die internationale Bereitstellungen
beeinträchtigen können.
Geplante Berichtszeiträume; z. B. am Ende des Jahres (Kalender- oder
Finanzjahr) und am Ende des Monats. Diese variieren oft zwischen Abteilungen
und politischen Gruppierungen der Organisationen.
Mitarbeiterurlaub. Normalerweise entspricht es nicht dem Idealfall, wenn der
Computer eines Benutzers aktualisiert wird, während er im Urlaub ist.
Auf Abteilungs- oder lokaler Ebene bereitgestellte Anwendungen. Sie werden
fast immer Anwendungen finden, die nicht zu den Kernanwendungen gehören.
Im Rahmen einer gründlichen Überprüfung können Sie diese Anwendungen
finden.
Sie sollten unbedingt alle Anmerkungen zur Versionen und die Infodateien auf der
Windows 2000-CD lesen. Außerdem sollten Sie das Windows 2000 Resource Kit
besitzen. Dieses Resource Kit enthält neue und aktualisierte Tools und
Dienstprogramme, die bei der Installation und Anpassung von Windows 2000
nützlich sein können.
Whitepaper zu Windows 2000
13
PLANEN DER
AKTUALISIERUNG
MCS-Beratern (Microsoft Consulting Services) werden häufig Fragen gestellt wie
z. B. „was können Organisationen tun, um eine erfolgreiche Aktualisierung zu
gewährleisten?“. Dieses Dokument erläutert zwar nicht die Details der
Planungsphase, enthält jedoch die folgenden Kurztipps. Wenn Sie diese Punkte
beachten und die angesprochenen Probleme bewältigen, erhöht sich die Chance,
dass die Aktualisierung problemlos abläuft.
Microsoft Solutions Framework
Das Microsoft Solutions Framework (MSF) liefert Modelle für das Erstellen von
Projektteams und die Projektplanung. MSF ist jedoch keine Methodik. Wie schon
der Name andeutet, handelt es sich um ein Framework, das auf den optimalen
Methoden der Entwicklungsteams von Microsoft und MCS basiert. Der MSFBereitstellungsplanung liegt eine Vorgehensweise mit Milestones und
gleichwertigen Teammitgliedern zugrunde. Im MSF-Teammodell gibt es kaum eine
Hierarchie.
Weitere Informationen zu MSF finden Sie unter
http://www.microsoft.com/SolutionsFramework/AboutMSF.htm
Microsoft Consulting Services kann Ihnen bei der Implementierung einer
Vorgehensweise auf MSF-Basis helfen.
Auswertungen und Pilotprojekte
Sie sollten eine gründliche Auswertung von Windows 2000 im Rahmen eines
Pilotprojekts durchführen. Testen Sie eine repräsentative Anzahl von PCs, die in
Ihrer Organisation verwendet werden, im Rahmen eines Pilotprojekts. Umfassende
Tests auf jeder Hardwareplattform können zusammen mit Tests der Installation und
der Funktionsweise von Anwendungen das Vertrauen der Projektteams und
Entscheider in der Firma erheblich steigern, was letztlich die Qualität der
Bereitstellung steigert. Denken Sie jedoch daran, dass Microsoft sehr viel Zeit und
Geld in das Testen der in der Industrie eingesetzten Hardware und Software
investiert hat. Ergänzen Sie dies durch Ihre eigenen Tests.
Führen Sie begrenzte Pilotprojekte durch. Das Hauptziel von Pilotprojekten sollte
nicht das Testen von Windows 2000 sein. Sie sollten vielmehr Pilotprojekte in
einem frühen Stadium mit ca. maximal 50 Benutzern durchführen, um dem
Projektteam Feedback zu liefern. Anhand dieses Feedbacks werden die Features
ermittelt, die Sie in Windows 2000 aktivieren oder deaktivieren müssen. Dies ist
besonders wichtig, wenn Sie von Windows 9x aktualisieren, wo Features wie
Computerkonten auf Domänenbasis, lokale Sicherheit und Dateisystemsicherheit
vorher nicht existierten. Die für Pilotprojekte gewählten Benutzer sollten einen
Querschnitt Ihrer Organisation darstellen, sowohl bezüglich der ausgeübten
Tätigkeit als auch bezüglich der IT-Fertigkeiten.
Dieses Feedback ist in der Tat so wichtig, dass Sie möglicherweise nicht
notwendigerweise den Aktualisierungsprozess testen müssen. Sie können
Whitepaper zu Windows 2000
14
Pilotprojektsysteme manuell von CD oder von einem Netzwerkinstallationspunkt
aktualisieren. Wenn Sie alle erforderlichen Entwurfsentscheidungen getroffen
haben, testen Sie den Aktualisierungsprozess anhand eines endgültigen
Pilotprojekts.
Die Ergebnisse des Pilotprojekts sollten sorgfältig ausgewertet werden. Diese
Ergebnisse können als Grundlage zur Einschätzung der Aktualisierungszeitdauer,
der Anzahl der möglichen gleichzeitigen Aktualisierungen und der
Spitzenauslastungen für den Benutzersupport hergenommen werden.
Desktopverwaltung und Änderungskontrolle
Planen und testen Sie die Vorgehensweise für die Umsetzung von Aktualisierungen
bezüglich Windows 2000 und den Anwendungen. Der Microsoft WindowsInstallationsdienst ist neu in Windows 2000 und kann ein effektiver Bestandteil
dieser Strategie sein. Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.microsoft.com/windows/professional/technical/whitepapers
Weitere Information zur Änderungs- und Konfigurationsverwaltung finden Sie unter
http://www.microsoft.com/windows/server/Technical/management/default.asp
Beachten Sie, dass Microsoft Systems Management Server für die Verwaltung von
Netzwerken, die aus Computern unter Windows 2000 bestehen, ideal geeignet ist.
Einbindung und Beteiligung des Managements
Abteilungsleiter, Produktmanager und der Support sollten an allen Phasen des
Prozesses beteiligt sein. Veröffentlichen Sie Ihr Projekt, und schicken Sie
regelmäßige Aktualisierungen zu dessen Stand an alle Geschäftsbereiche. Eine
frühe Präsenz des Projekts regt nützliches Feedback an, oft sogar zu Aspekten, die
Sie überhaupt nicht berücksichtigt haben. Wenn darüber hinaus die Manager an
dem Prozess beteiligt sind, schätzen sie das Projekt eher positiv ein und helfen
Ihnen nach Möglichkeit.
Achten Sie darauf, dass die Benutzer geschult werden und das Supportpersonal
entsprechend geschult wird, um die Aktualisierung, einschließlich der Pilotprojekte,
zu unterstützen.
Microsoft Consulting Services und Microsoft Solutions
Provider
Es ist fast sicher, dass MCS und Microsoft Solutions Provider die Probleme, vor
denen Sie stehen, erkannt haben. Nutzen Sie deren Dienste, um das Risiko und die
Kosten für Ihr Projekt zu reduzieren. Weitere Informationen zu MCS und Microsoft
Solutions Provider finden Sie unter
http://www.microsoft.com/enterprise/support/support/consult/consult_home.h
tm
http://www.microsoft.com/enterprise/support/support/partner/partner_home.h
Whitepaper zu Windows 2000
15
tm
Beteiligen Sie MCS in einem frühen Stadium Ihrer Entscheidungsfindung. Sie
können Sie auf bestimmte Probleme für Ihre spezielle Umgebung hinweisen und
dazu beitragen, dass Sie die richtigen Entscheidungen für die Bereitstellung treffen.
MCS ist weniger hilfreich in späteren Projektphasen, um Probleme zu behandeln,
und wenn vorgeschlagene Änderungen an Entwürfen schwieriger und teurer zu
implementieren sind. Microsoft Solutions Provider sind ideal dafür ausgestattet,
Ihnen bei der längerfristigen Implementierung Ihres Plans zu helfen, und verfügen
über die Erfahrung und das Wissen, das Sie effektiv nutzen können.
Planen, planen und nochmals planen
Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen: alle Investitionen in die Planung
machen sich vielfach bezahlt. Fehlerhafte Aktualisierungen und Bereitstellungen
sind fast immer das Ergebnis einer unzureichenden Planung.
Whitepaper zu Windows 2000
16
AKTUALISIERUNGSTOOLS UND
-MECHANISMEN
Das Verzeichnis $OEM$ und weitere Anpassungsfeatures werden in den folgenden
Kapiteln erwähnt. Diese Features werden im Abschnitt „Anpassen der
Windows 2000-Installation“ weiter unten in diesem Dokument ausführlich behandelt.
Windows 2000 Setup wird entweder mit Winnt.exe oder Winnt32.exe gestartet.
(Winnt.exe startet Setup nur unter 16-Bit-Microsoft-Betriebssystemen und wird in
diesem Dokument nicht weiter berücksichtigt.)
WINNT32
Die Befehlszeilenoptionen für Winnt32.exe, die am häufigsten für eine
Aktualisierung verwendet werden, werden im Folgenden beschrieben. Um eine
vollständige Aufstellung aller Optionen zu erhalten, geben Sie
winnt32 /?
an der Eingabeaufforderung ein.
Ziel der Verwendung von Antwortskripts und der Befehlszeilenoptionen von
Winnt32.exe ist die vollständige Automatisierung des Aktualisierungsvorgangs. Es
sollte kein Benutzereingriff erforderlich sein. Vergessen Sie nicht, dass die
Ausführung von Winnt32.exe von einer unterstützten Windows 9x- oder Windows
NT-Installation eine Aktualisierung ausführen und installierte Programme und
Benutzereinstellungen beibehalten kann.
winnt32 [/s:Quellpfad][/unattend[:Antwortdatei]][/m:Ordnername]
Parameter
/m:Ordnername
Gibt an, dass Setup die zu ersetzenden Dateien von einem alternativen
Speicherort kopiert. Setup wird angewiesen, zunächst an dem alternativen
Speicherort zu suchen und, falls Dateien vorhanden sind, diese statt den
Dateien am Standardspeicherort zu verwenden.
/s:Quellpfad
Gibt den Speicherort der Windows 2000-Dateien an. Um Dateien von mehreren
Servern gleichzeitig zu kopieren, geben Sie mehrere /s-Quellen an. Wenn Sie
die Option /s mehrmals verwenden, muss der zuerst angegebene Server
verfügbar sein, andernfalls meldet Setup einen Fehler.
/unattend
Aktualisiert das vorherige Betriebssystem im unbeaufsichtigten
Installationsmodus. Alle Benutzereinstellungen werden von der vorherigen
Installation übernommen, weshalb während der Installation kein
Benutzereingriff erforderlich ist.
Durch die Verwendung der Option /unattend zur Automatisierung bestätigt
Setup, dass Sie die Endbenutzerlizenzvereinbarung (End User License
Agreement, EULA) für Windows 2000 gelesen und akzeptiert haben. Vor der
Verwendung dieser Option zur Installation von Windows 2000 für eine andere
als Ihre Organisation müssen Sie bestätigen, dass der Benutzer (Einzelperson
Whitepaper zu Windows 2000
17
oder Organisation) die Bestimmungen der Windows 2000-EULA erhalten,
gelesen und akzeptiert hat.
/unattend:[Antwortdatei]
Führt eine Installation im unbeaufsichtigten Installationsmodus aus. Die
Antwortdatei enthält Ihre benutzerdefinierten Setup-Spezifikationen.
Die Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Installation kann alle für die
Automatisierung von Windows 2000 Setup erforderlichen Informationen liefern.
Alle bestehenden Benutzereinstellungen, wie z. B. Laufwerkzuordnungen,
Desktopeinstellungen und Drucker, bleiben erhalten.
Eine vollständige Referenz für die Antwortdatei für die unbeaufsichtigte
Installation (die Standarddatei lautet Unattend.txt) würde den Rahmen dieses
Dokuments sprengen. Weitere Informationen finden Sie im Windows 2000
Resource Kit und in der Datei Unattend.doc auf der Windows 2000-CD.
Anmerkung Einige Abschnitte sind für Aktualisierungen nicht relevant und werden daher nicht
berücksichtigt.
Vorbereiten des Verteilungspunkts
Dieser Vorgang ist ähnlich wie bei der Bereitstellung früherer Versionen von
Windows NT.
So erstellen Sie einen Verteilungspunkt
1.
rstellen Sie auf einem Server einen Ordner.
2.
eben Sie diesen Ordner im Netzwerk frei. Deaktivieren Sie die Berechtigungen
zum Erstellen und Schreiben für Standardbenutzer.
3.
rstellen Sie eine Benutzergruppe für jene Personen, die den Verteilungspunkt
anpassen, und erteilen Sie die Berechtigungen, damit diese Gruppe den
Verteilungspunkt anpassen kann.
4.
opieren Sie den Inhalt des Verzeichnisses i386 in den freigegebenen Ordner.
5.
rstellen Sie mit dem Installations-Manager die Antwortdatei für die
unbeaufsichtigte Installation. Der Standardname für diese Datei lautet
Unattend.txt.
Anmerkung Alle Treiber auf der Windows 2000-CD befinden sich nun in einer einzigen Datei,
Driver.cab. Diese Datei wird im Verzeichnis %windir%\driver cache\i386 installiert und die darin
enthaltenen Dateien werden in der Datei Drvindex.inf aufgelistet. Dafür gab es die folgenden Gründe:
 Für die Installation neuer Geräte auf Laptops ist kein Zugriff auf die CD oder den ursprünglichen
Netzwerkinstallationspunkt erforderlich.
 Dies reduziert die Belegung der Festplatte bei Verteilungsfreigaben mit umfangreichen
Clustergrößen. Tausende von Dateien wurden durch eine CAB-Datei ersetzt.
Whitepaper zu Windows 2000
18


Dies reduziert die Installationszeit im Netzwerk. Es ist wesentlich effizienter, eine einzige große
Datei statt vielen kleinen Dateien zu kopieren.
Die meisten Druckertreiber verwenden die Windows 2000-Standarddruckertreiber. Bei der
Installation eines neuen Druckers ist kein Zugriff auf die Windows 2000-CD oder den
ursprünglichen Netzwerkinstallationspunkt erforderlich.
Um die unbeaufsichtigte Aktualisierung durchzuführen, greifen Sie auf den
freigegebenen Ordner zu und führen die folgenden Befehlszeile aus:
Winnt32.exe /s:Ordnername /unattend:Ordnername\Antwortdatei
Dabei ist Ordnername der Name des freigegebenen Ordners mit dem
Verteilungspunkt und Antwortdatei ist der Name der Antwortdatei, die Sie mit dem
Installations-Manager angelegt haben.
Beispielsweise stellen die folgenden Befehle eine Verbindung zu einem
Verteilungsordner her, der als i386 auf einem Server mit der Bezeichnung WIN2000
freigegeben ist, und führen die unbeaufsichtigte Installation aus. Beachten Sie die
Doppelpunkte nach jeder Befehlszeilenoption.
net use x: \\WIN2000\i386
x:\winnt32 /s:x:\ /unattend:x:\unattend.txt
Bei der Ausführung von Winnt32 von einem Windows 9x-System können Probleme
auftreten, wenn der freigegebene Verteilungspunkt dem Stammverzeichnis eines
Laufwerkbuchstabens zugeordnet ist. Setup wird möglicherweise mit einer
Fehlermeldung unterbrochen, dass der Zugriff auf die Windows 2000-Quelldateien
nicht möglich war. Um dies zu vermeiden, erstellen Sie einen Verteilungspunkt in
einem Unterordner des freigegebenen Ordners, und geben Sie in der Befehlszeile
diesen Pfad an. Im nächsten Beispiel heißt der freigegebene Ordner INSTALLS
und der Unterordner mit dem Verteilungspunkt i386.
net use x: \\WIN2000\INSTALLS
x:\i386\winnt32 /s:x:\i386 /unattend:x:\i386\unattend.txt.
Durch die Verwendung der Schlüssel OemFilesPath und OemPnPDriversPath im
Abschnitt [Unattended] der Antwortdatei können Sie einen schreibgeschützten
Verteilungsfreigabepunkt erstellen. Damit schützen Sie die Installation und stellen
sicher, dass der Verteilungspunkt nicht versehentlich geändert werden kann.
Spezifische Zugriffsberechtigungen für die OEM-Dateien und Plug & Play-Treiber
können anschließend Benutzern und Benutzergruppen, die Zugriff benötigen, erteilt
werden.
Beachten Sie, dass Sie die beiden Schlüssel Win9xUpgrade und NtUpgrade in der
Antwortdatei angeben können. Setup verwendet nur den entsprechenden
Schlüssel. Das Vorhandensein des Abschnitts [Win9xUpg] wird ebenfalls ignoriert,
wenn Sie eine Aktualisierung von Windows NT vornehmen. Dies bedeutet, dass Sie
für beide Aktualisierungen eine einzige Antwortdatei verwenden können.
Whitepaper zu Windows 2000
19
AKTUALISIERUNGEN
VON WINDOWS 9XSYSTEMEN
Mit Windows 2000 können Sie alle Versionen von Windows 95, Windows 95 OSR2
und Windows 98 aktualisieren.
Verwenden einer Antwortdatei
Mit der Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Installation steuern Sie, wie die
Windows 9x-Aktualisierung ausgeführt wird. Wenn Sie ein Windows 9x-System
aktualisieren und wissen, dass die gesamte Hardware und Software unter
Windows 2000 unterstützt wird, nehmen Sie mit der folgenden Befehlszeile eine
unbeaufsichtigte Aktualisierung vor:
winnt32.exe /unattend /s:Quelldateien
Dabei ist Quelldateien der Speicherort des Verteilungsfreigabepunkts. Beachten
Sie, dass in diesem Fall keine Antwortdatei erforderlich ist.
Falls Sie die Aktualisierung genauer steuern müssen – um z. B. benutzerdefinierte
Aktualisierungspakete oder zusätzliche Plug & Play-Gerätetreiber zu verarbeiten –,
können Sie eine Antwortdatei zur Steuerung der Aktualisierung verwenden.
Die wichtigsten Abschnitte und Schlüssel der Antwortdatei, die bei Aktualisierungen
verwendet werden, werden im Folgenden behandelt. (Ausführliche Informationen zu
allen verfügbaren Optionen finden Sie im Windows 2000 Resource Kit.) Beachten
Sie, dass es im Vergleich zu früheren Versionen von Windows NT beachtliche
Unterschiede gibt. Die Verwendung der $OEM$-Struktur wird nun bei
Aktualisierungen (zusammen mit der Verarbeitung von Cmdlines.txt) unterstützt,
um zusätzliche Plug & Play-Gerätetreiber für Setup zur Verfügung zu stellen. Mit
den folgenden Abschnitten und Schlüsseln der Antwortdatei für die unbeaufsichtigte
Installation nutzen Sie diese Features.
[Unattended]




OemPreinstall. Verwenden Sie diesen Schlüssel, um zusätzliche Software zu
installieren oder den Aktualisierungsvorgang anzupassen. Weitere
Informationen zum OemPreinstall-Mechanismus finden Sie weiter unten in
diesem Dokument. Die $OEM$-Struktur und die Datei Cmdlines.txt werden
während der Aktualisierung verarbeitet.
Win9xUpgrade. Dieser Schlüssel wird in Verbindung mit dem Abschnitt
Win9xUpg der Antwortdatei verwendet.
OemFilesPath. Dieser Schlüssel bezeichnet den Pfad zum Ordner $OEM$
(der OEM-Dateien enthält), falls er nicht ein Unterordner des Ordners i386 des
Verteilungsfreigabepunkts ist. Für den Pfad sind UNC-Namen zulässig.
OemPnpDriversPath. Bezeichnet den Pfad zu Ordnern mit Plug & PlayTreibern, die sich nicht auf der Windows 2000-CD befinden. Die Ordner
müssen alle erforderlichen Dateien zur Installation der jeweiligen Geräte
aufweisen (Treiber, Katalog und INF-Datei).
Wenn Sie beispielsweise einen Ordner Treiber und die Unterordner Audio und
Netz verwenden, geben Sie in der Antwortdatei OemPnPDriversPath =
"Treiber\Audio;Treiber\Netz" ein. Setup fügt jedem Ordnernamen
Whitepaper zu Windows 2000
20
%systemdrive% hinzu und fügt diese Pfade dem Plug & Play-Gerätesuchpfad
hinzu.
Achten Sie bei der Verwendung dieses Parameters darauf, dass die Ordner im
GUI-Modus Setup verfügbar sind; verwenden Sie dazu die $OEM$\$1Verzeichnissstrukturfunktion.
[Win9xUpg]

MigrationDLLs. Dieser Schlüssel bezeichnet den Speicherort von
Aktualisierungspaketen, die Setup bei der Aktualisierung auf Windows 2000
kopieren und verarbeiten muss. Bei der Angabe mehrerer Pfade müssen die
Pfade durch Kommas getrennt werden. Setup durchsucht jeden dieser Pfade
(einschließlich Unterordnern) nach Aktualisierungspaketen. Jeder Pfad kann
mehrere Aktualisierungspakete aufweisen, aber jedes Aktualisierungspaket
muss in einem eigenen Unterordner dieses Pfads existieren. Kopieren Sie nicht
mehr als ein Aktualisierungspaket in einen Ordner.
Ein Aktualisierungspaket besteht aus einer Migrations-DLL (Migrate.dll) und
etwaigen zusätzlichen Dateien, die für eine ordnungsgemäße Aktualisierung
einer bestimmten Softwarekomponente von Windows 9x auf Windows 2000
benötigt werden.
Firmenentwicklern können damit interne Aktualisierungspakete für
benutzerdefinierte Anwendungen erstellen. Migrations-DLLs sind
standardmäßige Win32-DLLs. Windows 2000 Setup ruft diese DLLs während
der Aktualisierung mit Hilfe von standardmäßigen publizierten
Einsprungpunkten auf. Die Migrations-DLL kann dann die Systemregistrierung
bearbeiten, Dateien installieren, verschieben oder löschen, Verknüpfungen zu
Anwendungskomponenten neu erstellen und sonstige Verarbeitungen
ausführen, die für die Aktualisierung einer Anwendung auf Windows 2000
notwendig sind. Ausführliche Informationen für Entwickler finden Sie unter:
http://msdn.microsoft.com/developer/windows2000/default.asp
Um benutzerdefinierte Aktualisierungspakete zu erstellen, installieren Sie die
Migrations-DLL und alle zugehörigen erforderlichen Dateien in einem
Unterordner des Pfads, der im Schlüssel MigrationDLLs angegeben ist. In der
Antwortdatei müssen Sie keine weiteren Informationen angeben.
Windows 2000 Setup sucht automatisch nach der Migrations-DLL und ruft
diese dann auf.
Beispiele für Aktualisierungspakete finden Sie auf der Windows 2000-CD im
Ordner i386\Win9xUpg.
Eine einzige Migrations-DLL kann mehrere Sprachen unterstützen. Sie müssen
nicht für jede Sprachaktualisierung separate DLLs entwickeln. Migrations-DLLs
können so codiert werden, dass sie von Setup für jeden Benutzer einmal
aufgerufen werden (auf der Grundlage des Vorhandenseins von
Benutzerprofilen). Dadurch können Aktualisierungspakete benutzerspezifische
Einstellungen für alle Benutzer des Computers verarbeiten.
Whitepaper zu Windows 2000
21

UserPassword. Dieser Schlüssel informiert Setup über die Kennwörter, die für
spezifische lokale Konten erstellt werden müssen. Da Setup die WindowsKennwörter von Benutzern bei der Aktualisierung eines Systems nicht
migrieren kann, müssen Kennwörter für andere als Domänenkonten während
der Migration erstellt werden. Mit diesem Schlüssel kann der
Systemadministrator vorab die Kennwörter für spezifische Benutzer festlegen.
Mit der Verwendung dieses Schlüssels sind einige Sicherheitsbedenken
verbunden, da das Kennwort im Textformat in der Antwortdatei gespeichert
wird. Nach Abschluss der Aktualisierung werden jedoch alle Kennwortschlüssel
aus der Kopie der Antwortdatei auf dem Computer gelöscht. Die ursprüngliche
Kopie der Antwortdatei, mit der Sie Setup gestartet haben, wird nicht
bearbeitet.
Wenn ein lokales Konto für einen Benutzer erstellt werden muss, für den kein
UserPassword-Eintrag und kein DefaultPassword angegeben ist, erstellt
Setup ein Kennwort nach dem Zufallsprinzip. Nach dem ersten Neustart öffnet
Setup ein Dialogfeld, in dem Sie aufgefordert werden, ein einziges Kennwort für
das Administratorkonto und alle anderen lokalen Benutzerkonten, für die
zufällige Kennwörter eingerichtet wurden, auszuwählen. Dieses Kennwort gilt
für alle Benutzer, bis sich der Systemadministrator anmeldet und das Kennwort
bzw. die Kennwörter ändert.

DefaultPassword. Dieser Schlüssel liefert ein Standardkennwort für alle
lokalen Konten, die während einer Migration erstellt werden. Da Setup die
Windows-Kennwörter von Benutzern bei der Aktualisierung eines Systems
nicht migrieren kann, müssen Kennwörter für andere als Domänenkonten
während der Migration erstellt werden. Wenn Setup eines dieser Kennwörter
zuweisen muss, wird zunächst überprüft, ob ein UserPassword-Eintrag (siehe
oben) für diesen Benutzer vorhanden ist. Falls dies nicht der Fall ist, wird der
Wert dieses Schlüssels verwendet.
Mit der Verwendung dieses Schlüssels sind einige Sicherheitsbedenken
verbunden, da das Kennwort im Textformat in der Antwortdatei gespeichert
wird. Nach Abschluss der Aktualisierung werden jedoch alle Kennwortschlüssel
aus der Kopie der Antwortdatei auf dem Computer gelöscht. Die ursprüngliche
Kopie der Antwortdatei, mit der Sie Setup gestartet haben, wird nicht
bearbeitet.
Wenn ein lokales Konto für einen Benutzer erstellt werden muss, für den kein
UserPassword-Eintrag und kein DefaultPassword angegeben ist, erstellt
Setup ein Kennwort nach dem Zufallsprinzip. Nach dem ersten Neustart öffnet
Setup ein Dialogfeld, in dem Sie aufgefordert werden, ein einziges Kennwort für
das Administratorkonto und alle anderen lokalen Benutzerkonten, für die
zufällige Kennwörter eingerichtet wurden, auszuwählen. Dieses Kennwort gilt
für alle Benutzer, bis sich der Systemadministrator anmeldet und das Kennwort
bzw. die Kennwörter ändert.
Whitepaper zu Windows 2000
22

ForcePasswordChange. Dieser Schlüssel informiert Setup, automatisch eine
Kennwortänderung für alle lokalen Konten zu erzwingen, die während der
Migration erstellt werden. Wenn sich ein Benutzer zum ersten Mal mit einem
dieser Konten anmeldet, wird er darauf hingewiesen, dass das aktuelle
Kennwort abgelaufen ist, und der Benutzer wird gezwungen, vor der
Anmeldung ein neues Kennwort auszuwählen. Beachten Sie, dass die
Standardeinstellung für diese Option Yes lautet.

MigrateUsersAsAdmin. Dieser Schlüssel informiert Setup, alle
Benutzerkonten, die während der Migration erstellt werden, der Gruppe Lokale
Administratoren hinzuzufügen, wodurch diese Benutzer die vollständige
Kontrolle über den Computer erhalten. Beachten Sie, dass die
Standardeinstellung für diese Option Yes lautet.

MigrateUsersAsPowerUsers. Dieser Schlüssel informiert Setup, alle
Benutzerkonten, die während der Migration erstellt werden, der Gruppe
Hauptbenutzer hinzuzufügen, wodurch diese Benutzer die vollständige
Kontrolle über den Computer erhalten.

MigrateDefaultUser. Dieser Schlüssel informiert Setup, die standardmäßigen
Windows 9x-Benutzerkontoeinstellungen in das standardmäßige
Windows 2000-Benutzerkonto zu migrieren. Beachten Sie, dass die
Standardeinstellung für diese Option No lautet.

UseLocalAccountOnError. Dieser Schlüssel weist Setup an, ein lokales
Konto zu erstellen, falls ein Netzwerkkonto nicht automatisch ermittelt oder
aufgelöst werden kann. Dies trifft nur für Computer zu, auf denen die Microsoft
Networking Client-Software installiert ist. Beachten Sie, dass die
Standardeinstellung für diese Option No lautet.
Windows 9x speichert jedoch nur die Domäne des zuletzt angemeldeten
Benutzers in der Registrierung. Die Domänen von anderen Benutzern, die sich
an dem Computer angemeldet haben, werden nicht gespeichert. Daher
durchsucht Windows 2000 Setup standardmäßig alle vertrauenswürdigen
Domänen im Netzwerk und verwendet automatisch ein Domänenkonto, wenn
eine genaue Übereinstimmung gefunden wird.
Wird ein Benutzer in keiner vertrauenswürdigen Domäne oder in mehreren
Domänen im Netzwerk gefunden, wird für den Benutzer, der die Aktualisierung
vornimmt, ein Dialogfeld zur Behebung des Konflikts geöffnet. Dieses
Dialogfeld wird auch geöffnet, wenn Netzwerkfehler auftreten.
Die Angabe von UseLocalAccountOnError=Yes in der Antwortdatei
gewährleistet eine vollständige unbeaufsichtigte Installation. Damit wird Setup
angewiesen, ein lokales Konto zu erstellen, falls ein Netzwerkkonto nicht
automatisch aufgelöst werden kann.
Ein lokales Konto impliziert, dass der Benutzer nicht seine ursprünglichen
Netzwerkberechtigungen hat. Darüber hinaus werden alle Benutzerkonten zu
Whitepaper zu Windows 2000
23
lokalen Konten, falls ein Computer während der Installation des Netzwerks
unter Windows 2000 nicht der Computerdomäne hinzugefügt werden kann.

UserDomain. Dieser Schlüssel gibt die Benutzerdomäne für einen Benutzer
an. Mit mehreren UserDomain-Zeilen können Sie verschiedene Domänen für
unterschiedliche Benutzer angeben. Dieser Schlüssel verhindert, dass Setup
alle vertrauenswürdigen Domänen im Netzwerk nach einem passenden
Benutzerkonto durchsucht. (Der Suchvorgang kann sehr lange dauern, falls
sehr viele vertrauenswürdige Domänen im Netzwerk vorhanden sind.)
Wird das Konto nicht in der angegebenen Domäne gefunden (weil das Konto
nicht existiert oder weil der Zugriff auf die Domäne nicht möglich ist), wird ein
Dialogfeld geöffnet und der Benutzer muss das Konto auflösen, außer der
Schlüssel UseLocalAccountOnError ist auf Yes festgelegt.
Weitere Überlegungen bei der Aktualisierung von
Windows 9x
Installationsverzeichnis
Es ist nicht möglich, während der Aktualisierung das Installationsverzeichnis
anzugeben. Windows 2000 wird in dem Verzeichnis installiert, in dem Windows 9x
installiert wurde. Wenn z. B. Windows 95 im Verzeichnis c:\windows installiert ist
und diese Installation auf Windows 2000 aktualisiert wird, wird auch Windows 2000
im Verzeichnis c:\windows installiert. Der Schlüssel TargetPath im Abschnitt
[Unattended] der Antwortdatei wird ignoriert.
Computerkonten
Im Gegensatz zu Windows 9x benötigen Computer unter Windows 2000, die an
einer Microsoft-Netzwerkdomäne teilhaben sollen, ein entsprechendes
Computerkonto. Dadurch können die Domänencontrollerserver den Computer
identifizieren und den Zugriff auf Domänenressourcen gewähren. Ohne dieses
Computerkonto müssen sich Benutzer an der lokalen Arbeitsstationsdomäne oder
Arbeitsgruppe anmelden und sich dann bei der Verbindungsherstellung zu den
Domänenressourcen explizit authentifizieren. Computerkonten sind für Computer
unter Windows 2000 nicht für den Zugriff an andere als Microsoft-Netzwerkserver
erforderlich.
Es gibt drei Möglichkeiten, um Computerkonten für Computer unter Windows 9x zu
erstellen, die auf Windows 2000 aktualisiert werden:



Erstellen des Computerkontos in der Domäne, bevor die Aktualisierung
ausgeführt wird
Erstellen des Computerkontos, während der Winnt32-Phase der Installation
Erstellen des Computerkontos, nachdem die Aktualisierung ausgeführt wurde
Jede dieser drei Methoden ist manuell oder automatisch möglich.
Erstellen von Computerkonten vor der Aktualisierung
Anmerkung Wenn Sie keine Microsoft Windows NT-Server verwenden, benötigen Desktopcomputer
Whitepaper zu Windows 2000
24
keine Computerkonten.
Domänenadministratoren können Computerkonten manuell mit Hilfe des ServerManager-Verwaltungsprogramms auf einem Windows NT- oder Windows 2000Domänenserver erstellen. Die manuelle Vorgehensweise wäre jedoch extrem
zeitaufwendig, wenn mehr als nur ein paar Computer vorhanden sind. Das Erstellen
von Computerkonten sollte daher automatisiert werden.
Dazu benötigen Sie eine Aufstellung oder Datenbank der Computernamen und der
Domänen, in denen die Computerkonten erstellt werden. Es gibt mehrere
Möglichkeiten, um das Erstellen von Computerkonten zu automatisieren. Active
Directory Services Interface (ADSI) stellt eine flexible Lösung dar.
Wichtig Trotz des Namens unterstützt ADSI mehr Verzeichnisse als Active Directory. Beispielsweise
werden NTDS-, NDS- und LDAP-kompatible Datenspeicher unterstützt. Sie können daher mit ADSI
eine Schnittstelle zum Verzeichnis in einer Windows NT-Domäne herstellen.
ADSI abstrahiert die zugrunde liegenden Verzeichnisdienste durch die Verwendung
eines Standardprogrammierungsmodells, das in Windows Scripting Host, Microsoft
Visual Basic und sonstigen Entwicklungsprogrammen, die die Automatisierung von
COM-Objekten unterstützen, einsetzbar ist. Weitere Informationen zu ADSI finden
Sie unter: http://www.microsoft.com/NTServer/nts/exec/overview/ADSIfaqs.asp
Mit Hilfe von ADSI können Sie ein Skript oder Dienstprogramm erstellen, um die
Computer- und Domänennamen aus der Datenbank zu extrahieren und die
Computerkonten automatisch zu erstellen. Die Datenbank mit den Computernamen
und Domänen kann im Rahmen der Überwachung kompiliert werden, wie z. B. mit
SMS.
Anmerkung Das Erstellen von Computerkonten vor der Aktualisierung ist die bevorzugte Methode.
Erstellen von Computerkonten während der Aktualisierung
Es gibt drei grundlegende Möglichkeiten, um ein Computerkonto während der
Aktualisierung zu erstellen.



Angeben der beizutretenden Domäne in der Antwortdatei für die
unbeaufsichtigte Installation
Eingabe der erforderlichen Informationen durch den Benutzer
Verwenden des Netdom Resource Kit-Dienstprogramms in einer Befehlszeile,
die einmal ausgeführt wird
Der Nachteil aller drei Methoden ist, dass ein Benutzername und ein Kennwort für
ein Konto erforderlich ist, das die Berechtigungen zum Erstellen von
Computerkonten hat. Bei Verwendung der Antwortdatei oder bei der
Automatisierung des Netdom- Dienstprogramms könnten diese Namen und
Kennwörter zentral gespeichert werden. Sie sollten auf jeden Fall die
Sicherheitsaspekte berücksichtigen, die die Speicherung dieser Informationen in
einer Datei oder das Erstellen der eigenen Computerkonten durch die Anwender mit
sich bringen.
Whitepaper zu Windows 2000
25
Wenn Sie ein Domänenkonto und ein Kennwort in der Antwortdatei für die
unbeaufsichtigte Installation eingeben, löscht Setup diese Angaben automatisch in
den lokalen Kopien der Antwortdatei, die nach der Aktualisierung auf dem
Computer vorhanden sind. Es könnte daher akzeptabel sein, ein spezielles Konto
für Aktualisierungen zu erstellen und dieses Konto dann nach Abschluss der
Aktualisierungen zu löschen.
Erstellen von Computerkonten nach der Aktualisierung
Wenn vor oder während der Aktualisierung kein Computerkonto erstellt wird, kann
der Computer keiner Domäne beitreten. Stattdessen tritt er einer Arbeitsgruppe bei.
Das Beitreten zu einer Arbeitsgruppe kann mit der Antwortdatei für die
unbeaufsichtigte Installation gesteuert werden. Eine Domäne authentifiziert
Benutzer, die sich an einem Computer unter Windows 2000 anmelden, nicht in
einer Arbeitsgruppe. Vielmehr werden sie nach der lokalen Domäne oder der
Arbeitsstationsdomäne des Computers mit Hilfe eines lokalen Benutzerkontos
authentifiziert. Für den Zugriff auf Domänenressourcen müssen sich die Benutzer
mit ihrem Domänenkonto explizit für die Domäne authentifizieren. Einer der größten
Vorteile des Domänenmodells ist, dass mit einem einzigen Anmeldenamen die
Benutzer für den lokalen Computer, die Anmeldedomäne (die Domäne, die das
Benutzerdomänenkonto enthält) und alle Domänen, die der Anmeldedomäne
vertrauen, authentifiziert werden können. Auf diese Weise erhalten die Benutzer
Zugriff auf mehrere Ressourcen in verschiedenen Domänen.
Ein Computer kann nach Abschluss der Installation einer Domäne beitreten (und
ein Computerkonto erstellen).
So treten Sie einer Domäne bei
1.
licken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol Arbeitsplatz.
2.
licken Sie im Kontextmenü auf Eigenschaften.
3.
licken Sie auf die Registerkarte Netzwerkidentifikation, und klicken Sie dann
auf Ändern.
Der Assistent für die Netzwerkanmeldung führt Sie schrittweise durch den Prozess
zum Beitreten einer Domäne. Alternativ könnten Sie das Netdom-Dienstprogramm
in einer Befehlszeile oder in einem Skript verwenden. Beachten Sie, dass der
Benutzer (oder das Skript) den Benutzernamen und das Kennwort für ein Konto mit
den entsprechenden Berechtigungen benötigt.
Es ist auch möglich, Dienstprogramme zu erstellen, die einen zentralen
Servercomputer auffordern, ein Computerkonto zu erstellen, ohne dass ein
Benutzername und ein Kennwort eingegeben werden müssen. Beispielsweise gibt
es bei Microsoft webbasierte Dienstprogramme im Microsoft-Intranet, mit denen
Benutzer ihre eigenen Computerkonten verwalten. Der Serveranwendung werden
dazu die entsprechenden Berechtigungen erteilt, wodurch die Notwendigkeit
Whitepaper zu Windows 2000
26
entfällt, dass der Clientcomputer (oder Benutzer) die Kontoinformationen kennt.
Dies bedeutet jedoch, dass jeder Benutzer mit Zugang zu einem Computer im
Netzwerk und einem Domänenbenutzerkonto ein Computerkonto erstellen und
dadurch in unbefugter Weise Zugriff auf einen Computer erlangt.
Aus diesen Gründen sollte das Computerkonto vor der Aktualisierung erstellt
werden. Dadurch ist sichergestellt, dass die Aktualisierung vollständig
unbeaufsichtigt ist und Benutzerprofile ordnungsgemäß migriert werden.
Whitepaper zu Windows 2000
27
Benutzerkonten und -profile
Während der Aktualisierung werden Benutzerprofile auf dem Computer unter
Windows 9x nach Windows 2000-Profilen migriert. Windows 2000 verwaltet zwei
Typen von Benutzerkonten: Domänenkonten und lokale Konten. Darüber hinaus
können Konten zu Gruppen gehören: entweder globale Gruppen, die für alle
Computer in der Domäne zugänglich sind, oder lokale Gruppen, die nur für den
Computer zugänglich sind, auf dem sie definiert sind.
Wenn während der Aktualisierung der Zugriff auf einen Domänencontroller der
Domäne, die das Domänenkonto des Benutzers enthält, nicht möglich ist, weil
entweder der Domänencontroller nicht verfügbar ist oder ein Netzwerkproblem auf
dem Computer vorliegt, kann Windows 2000 Setup kein Profil für dieses
Domänenkonto einrichten. In diesem Fall wird das Windows 9x-Profil nach einem
lokalen Benutzerkontoprofil migriert. Aus diesem Grund sollten Sie sicherstellen,
dass der Computer mit der Domäne verbunden ist und dass die Domänencontroller
während der Aktualisierung verfügbar sind.
Nach Abschluss der Installation kann dieses lokale Kontoprofil in das
Domänenkontoprofil des Benutzers kopiert werden, Desktopeinstellungen und
sonstige Einstellungen gehen dabei jedoch möglicherweise verloren.
So kopieren Sie ein Profil
1.
licken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol Arbeitsplatz.
2.
licken Sie im Kontextmenü auf Eigenschaften.
3.
licken Sie auf die Registerkarte Benutzerprofile.
4.
ählen Sie das zu kopierende Profil aus, und klicken Sie auf Kopieren.
Windows 2000 gestattet Ihnen nicht, einen Benutzerkontonamen zu verwenden, der
mit den integrierten Konten oder Gruppen identisch ist. Beispielsweise ist das
Windows 9x-Benutzerkonto „Administratoren“ in Windows 2000 nicht zulässig.
Dieses Konto wird daher während der Installation umbenannt. Bei einer
unbeaufsichtigten Aktualisierung erstellt Windows 2000 kompatible Namen. Die zu
verwendenden Namen werden im Kompatibilitätsbericht gespeichert.
Vergewissern Sie sich, dass der Computer mit dem Netzwerk verbunden und der
Domänencontroller während der Aktualisierung verfügbar ist. Bei der Aktualisierung
von Laptops sollte dieser Vorgang für einen Zeitpunkt geplant werden, zu dem der
Benutzer Zugriff auf das Firmennetzwerk hat.
Auswählen des Dateisystems
Mit dem Schlüssel FileSystem im Abschnitt Unattended der Antwortdatei legen Sie
fest, wie Windows 2000 Setup das Dateisystem behandelt. Windows 2000 erkennt
FAT16, FAT32 und NTFS. Mit Hilfe des Schlüssels FileSystem können Sie das
Dateisystem unverändert lassen oder in NTFS konvertieren. Da NTFS von
Whitepaper zu Windows 2000
28
Windows 9x nicht unterstützt wird, können Sie entweder das bestehende FATDateisystem beibehalten oder eine Konvertierung in NTFS vornehmen. Für die
Verwendung von NTFS sprechen die folgenden Vorteile:




Verbesserte Stabilität: NTFS ist ein Transaktionsdateisystem und kann bei
vielen Fehlern eine automatische Wiederherstellung vornehmen.
Verbesserte Sicherheit: Der Zugriff auf Dateien kann gesichert und Dateien und
Ordner können verschlüsselt werden.
Unterstützung großer Datenträger.
Schnellerer Zugriff.
Microsoft empfiehlt die Formatierung aller Windows 2000-Partitionen mit NTFS,
ausgenommen die Systempartition von Alpha-basierten Computern und Dual-BootKonfigurationen.
Einen gründlichen Vergleich dieser Dateisysteme finden Sie im Windows 2000
Resource Kit oder in den Anmerkungen zur Version.
Whitepaper zu Windows 2000
29
AKTUALISIEREN VON
WINDOWS NTSYSTEMEN
Mit Windows 2000 können Windows NT 3.51- und Windows NT 4.0-Server und
-Arbeitsstationen aktualisiert werden.
Verwenden einer Antwortdatei
Mit der Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Installation steuern Sie, wie die
Windows NT-Aktualisierung ausgeführt wird. Wenn Sie ein Windows NT-System
aktualisieren und wissen, dass die gesamte Hardware und Software unter
Windows 2000 unterstützt wird, nehmen Sie mit der folgenden Befehlszeile eine
unbeaufsichtigte Aktualisierung vor:
winnt32.exe /unattend /s:Quelldateien
Dabei ist Quelldateien der Speicherort des Verteilungsfreigabepunkts. Beachten
Sie, dass in diesem Fall keine Antwortdatei erforderlich ist.
Falls Sie die Aktualisierung genauer steuern müssen – um z. B. zusätzliche
Plug & Play-Gerätetreiber zu verarbeiten –, können Sie eine Antwortdatei zur
Steuerung der Aktualisierung verwenden.
Die wichtigsten Abschnitte und Schlüssel der Antwortdatei, die bei Aktualisierungen
verwendet werden, werden im Folgenden behandelt. (Ausführliche Informationen zu
allen verfügbaren Optionen finden Sie im Windows 2000 Resource Kit oder in der
Datei Unattend.doc auf der Windows 2000-CD.) Beachten Sie, dass es im
Vergleich zu früheren Versionen von Windows NT beachtliche Unterschiede gibt.

OemPreinstall. Verwenden Sie diesen Schlüssel, um zusätzliche Software zu
installieren oder den Aktualisierungsvorgang anzupassen. Weitere
Informationen zum OemPreinstall-Mechanismus finden Sie weiter unten in
diesem Dokument. Die $OEM$-Struktur und die Datei Cmdlines.txt werden
während der Aktualisierung verarbeitet.

NTUpgrade. Dieser Schlüssel bestimmt, ob Setup ein bestehendes
Windows NT-System aktualisiert oder eine Neuinstallation in einem neuen
Verzeichnis durchführt.

OemFilesPath. Dieser Schlüssel bezeichnet den Pfad zum Ordner $OEM$
(der OEM-Dateien enthält), falls er nicht ein Unterordner des Ordners i386 des
Verteilungsfreigabepunkts ist. Für den Pfad sind UNC-Namen zulässig.

OemPnpDriversPath. Bezeichnet den Pfad zu Ordnern mit Plug & PlayTreibern, die sich nicht auf der Windows 2000-CD befinden. Die Ordner
müssen alle erforderlichen Dateien zur Installation der jeweiligen Geräte
aufweisen (Treiber, Katalog und INF-Datei).
Wenn Sie beispielsweise einen Ordner Treiber und die Unterordner Audio und
Netz verwenden, geben Sie in der Antwortdatei OemPnPDriversPath =
"Treiber\Audio;Treiber\Netz" ein. Setup fügt jedem Ordnernamen
%systemdrive% hinzu und fügt diese Pfade dem Plug & Play-Gerätesuchpfad
hinzu.
Whitepaper zu Windows 2000
30
Achten Sie bei der Verwendung dieses Parameters darauf, dass die Ordner im
GUI-Modus Setup verfügbar sind; verwenden Sie dazu die $OEM$\$1Verzeichnissstrukturfunktion.
Verwenden von „Dosnet.inf“ zum Erkennen von
Inkompatibilitäten
Windows 2000 Setup ermittelt mit Hilfe von Dosnet.inf, welche Dienste, Treiber
oder Anwendungen mit Windows 2000 inkompatibel sind. Wenn Winnt32
ausgeführt wird, wird Dosnet.inf geladen und analysiert, und Setup ermittelt auf der
Grundlage der Einträge in dieser Datei, welche Schritte ausgeführt werden müssen.
Aufbau von „Dosnet.inf“
Dosnet.inf ist ähnlich aufgebaut wie jede andere INF-Datei. Diese Datei enthält
Abschnitte, die durch eckige Klammern angezeigt werden, und Schlüssel innerhalb
dieser Abschnitte, um den Installationsvorgang zu steuern. Unter anderem werden
die folgenden beiden Abschnitte verwendet, um die Erkennung von
Inkompatibilitäten zu steuern:
[ServicesToDisable]
[ServicesToStopInstallation]
Winnt32 sucht mit Hilfe von Einträgen in diesen Abschnitten nach
Inkompatibilitäten. Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, um Inkompatibilitäten
zu erkennen und zu melden:



Registrierungseinträge
Vorhandensein von Dateien
Vorhandensein eines Windows NT-Dienstes (bevorzugte Methode)
Die Schritte, die Winnt32 ausführt, hängen vom Eintrag und dem zugehörigen
Abschnitt ab. Falls sich der Eintrag im Abschnitt ServicesToDisable befindet und
sich der Eintrag auf einen Windows NT-Dienst bezieht, wird der Benutzer gewarnt
(falls die Aktualisierung nicht im unbeaufsichtigten Modus ausgeführt wird) und der
Dienst deaktiviert. Handelt es sich bei dem Eintrag nicht um einen Dienst, wird der
Benutzer zwar vor einer möglichen Inkompatibilität gewarnt, aber es werden keine
weiteren Maßnahmen ergriffen.
Befindet sich der Eintrag im Abschnitt ServicesToStopInstallation, wird der
Benutzer gewarnt und die Aktualisierung unterbrochen. Dies passiert bei allen vier
Eintragstypen. Setup kann erst fortgesetzt werden, wenn die Inkompatibilität
behoben wurde, gewöhnlich durch Entfernen der Komponente oder durch
Ausführen einer Aktualisierung.
Beachten Sie, dass mit Ausnahme der Deaktivierung von Diensten keine Änderung
am System vorgenommen wird; z. B. werden keine Dateien gelöscht,
Registrierungsschlüssel werden nicht aktualisiert usw.
Einträge zum Erkennen von Inkompatibilitäten
Um das Vorhandensein eines bestimmten Registrierungsschlüssels oder -wertes zu
erkennen, fügen Sie in einem der Abschnitte den folgenden Eintrag hinzu.
Whitepaper zu Windows 2000
31
r, Schlüsselname, Wertname, erwarteter_Wert, html_Datei, Textdatei,
%description%
f, Dateiname, Version, html_Datei, Textdatei, %description%
s, Dienstname, html_Datei, Textdatei, %description%
Dabei gilt Folgendes:

Schlüsselname ist der Registrierungsschlüssel, nach dem gesucht werden soll.
Beachten Sie, dass als Schlüsselname keine Abkürzung, sondern der
vollständige Name verwendet werden soll:
Richtig: HKEY_LOCAL_MACHINE
Falsch: HKLM
 Wertname ist der Wertname, nach dem im mit Schlüsselname angegebenen
Schlüssel gesucht werden soll.
erwarteter_Wert ist der Registrierungswert, nach dem gesucht werden soll. Falls er
gefunden wird, werden die entsprechenden Maßnamen ergriffen, je nachdem
in welchem Abschnitt der Eintrag vorhanden ist.
 html_Datei ist der Name einer HTM-Datei, die angezeigt wird, wenn der Eintrag
gefunden wird.
 Textdatei ist der Name einer TXT-Datei, die angezeigt wird, wenn der Eintrag
gefunden wird.
 %description% ist der angezeigte Name der Inkompatibilität, der für den
Benutzer angezeigt wird. Wie bei allen INF-Dateien wird dieser angezeigte
Name durch einen entsprechenden Eintrag im Abschnitt [Strings] der Datei
Dosnet.inf erweitert.
[Strings]
Description = “Eine Beschreibung der Inkompatibilität”
 Dateiname ist der vollqualifizierte Dateiname einer zu löschenden Datei.
 Version ist die gesuchte Dateiversion von Dateiname; z. B. 5.1. Falls diese
Version nicht gefunden wird, werden keine Maßnahmen ergriffen. Sie können
mehrere Dateieinträge verwenden, um mehrere Versionen zu erkennen.
 Dienstname ist der Name eines Windows NT-Dienstes, der in der Registrierung
angezeigt wird. Dies ist der Name, der in der Anwendung Dienste der
Systemsteuerung angezeigt wird. Falls der Dienst deaktiviert werden soll,
speichert Winnt32 einen Eintrag in der Datei Winnt.sif für die Installation im
Textmodus, um den Dienst zu deaktivieren. Beachten Sie, dass die meisten
Gerätetreiber als Dienste ausgeführt werden.
Die html_Datei und die Textdatei werden verwendet, um dem Benutzer mehr
Informationen anzubieten, wenn er auf die Inkompatibilität klickt und dann auf der
Assistentenseite auf Details klickt. Mit der HTML-Datei kann der Benutzer auf
Aktualisierungen verwiesen werden, um die Inkompatibilität zu beheben. Um die
HTM-Datei anzuzeigen, müssen Sie Internet Explorer 3.0 oder höher installiert
haben. Andernfalls wird stattdessen die Textdatei angezeigt. Diese Parameter
müssen angegeben werden, selbst wenn sie auf Dummydateien verweisen, da der
Eintrag ansonsten nicht verarbeitet werden kann.
Der Standardspeicherort für Dateien ist das Quelldateienverzeichnis.
Whitepaper zu Windows 2000
32
Beispielsweise enthält die Standarddatei Dosnet.inf Informationen zu
Kompatibilitätsproblemen im Unterordner COMPDATA des Ordners i386. Um eine
Datei im Unterordner COMPDATA anzugeben, verwenden Sie
compdata\myfile.htm. Bei der Suche nach Dateien und Diensten können Sie auch
%systemroot% und %windir% verwenden.
Dosnet.inf wird geladen und analysiert, wenn eine Aktualisierungsprüfung im
Berichtsmodus ausgeführt wird. Daher können Sie diese Datei bearbeiten und Ihre
eigenen bekannten Inkompatibilitäten vor der Überprüfung aufnehmen.
Weitere Informationen zum Erkennen von Inkompatibilitäten finden Sie unter:
http://www.microsoft.com/HWDev/desinit/NTSetup.htm
Auswählen des Dateisystems
Wenn Windows 2000 auf einer NTFS-Partition installiert wird, wird die Partition
automatisch in NTFS 5 konvertiert. FAT-Partitionen können Sie mit Hilfe des
Schlüssels FileSystem im Abschnitt [Unattended] der Antwortdatei konvertieren
oder unverändert belassen.
Whitepaper zu Windows 2000
33
FUNKTIONSWEISE VON
WINDOWS 2000 SETUP
Wie bei früheren Versionen von Windows NT gibt es auch bei der Installation von
Windows 2000 drei Phasen:
 Die Winnt32-Phase
 Die Textmodusphase
 Die GUI-Modusphase
Jede dieser Phasen wird im Folgenden separat beschrieben.
WINNT32-Phase
Die Winnt32-Phase lädt Dosnet.inf, führt die Kompatibilitätsüberprüfung aus und
bereitet das System für die Installation im Textmodus vor. Falls Winnt32 mit der
Option /checkupgradeonly ausgeführt wird, wird Winnt32 nach der
Kompatibilitätsüberprüfung beendet.
Wenn Winnt für eine Installation im Realmodus ausgeführt wird, hat der Benutzer
die Möglichkeit, vier Startdisketten zu erstellen, die zur Initialisierung der Installation
hergenommen werden. Dies passiert bei einer Aktualisierung oder einer
unbeaufsichtigten Installation nicht. Stattdessen kopiert Winnt32 diese Dateien in
den temporären Ordner $win-nt$.~bt auf der Installationsfestplatte. Diese Dateien
werden zum Starten des Computers nach dem Neustart am Ende der Winnt32Phase verwendet. Mit der $OEM$-Struktur und einigen erforderlichen Schlüsseln in
der Antwortdatei können Sie benutzerdefinierte Bootgeräte unterstützen. Weitere
Informationen finden Sie im nächsten Abschnitt.
Die Datei Boot.ini wird erstellt und Bootsect.dat in n$win_nt$.~bt nach dem
Neustart am Ende der Winnt32-Phase geladen. Bootsect.dat enthält einen
Bootstrap-Loader für die Textmodusphase der Installation.
Winnt32 kann auch die Windows 2000-Quelldateien in das temporäre Verzeichnis
$win_nt$.~ls auf der Installationsfestplatte kopieren. Falls die Aktualisierung von
einer von Windows 2000 unterstützten CD-ROM durchgeführt wird, werden diese
Kopiervorgänge nicht durchgeführt (dies spart Zeit und temporären Speicherplatz
auf der Festplatte). Dieses Verzeichnis ist eine Kopie des Verzeichnisses i386 und
dessen Unterverzeichnissen im Verteilungsfreigabepunkt.
Spezifische Schritte für die Windows 9x-Aktualisierung
Bei der Aktualisierung von Windows 9x-Systemen führt die Winnt32-Phase der
Installation die folgenden Schritte aus:
1.
ufforderung des Benutzers zur Angabe von Migrations-DLLs und Dateien, um
Windows 2000-Inkompatibilitäten zu beheben.
2.
urchsuchen des Windows 9x-Systems nach installierten Anwendungen und
Geräten.
3.
ufzeichnen etwaiger Inkompatibilitäten mit Windows 2000.
4.
Whitepaper zu Windows 2000
34
urchsuchen der Windows 9x-Installation nach allen Benutzerprofilen,
einschließlich des Standardbenutzerprofils.
5.
nzeigen eines Berichts für den Benutzer (falls die Aktualisierung nicht im
unbeaufsichtigten Modus ausgeführt wird) zu Inkompatibilitäten bei Geräten und
Anwendungen.
Whitepaper zu Windows 2000
35
Spezifische Schritte für die Windows NT-Aktualisierung
Bei der Aktualisierung von Windows NT-Systemen führt die Winnt32-Phase der
Installation die folgenden Schritte aus:
1.
aden und Analysieren der Datei Dosnet.inf.
2.
nzeigen eines Berichts für den Benutzer (falls die Aktualisierung nicht im
unbeaufsichtigten Modus ausgeführt wird) zu Inkompatibilitäten bei Geräten und
Anwendungen.
3.
orbereitung von Winnt.sif (eine von Setup angepasste Form der Antwortdatei),
um Dienste zu deaktivieren, die im Abschnitt ServicesToDisable der Datei
Dosnet.inf aufgeführt sind.
Textmodusphase
Diese Phase beginnt nach dem ersten Neustart im Anschluss an die Winnt32Phase. Die Textmodusphase installiert den Betriebssystemkernel von
Windows 2000 und bereitet den Computer auf die GUI-Modusphase der Installation
vor.
Windows 2000 wird im gleichen Verzeichnis installiert wie das zu aktualisierende
Betriebssystem und der Computer für den Start in der GUI-Modusphase, der letzten
Phase der Installation, vorbereitet.
Das Stammverzeichnis enthält nun Ntldr, Ntdetect.com, TxtSetup.sif und
Pagefile.sys. Die Datei Boot.ini wird so konfiguriert, dass die neue Windows 2000Installation mit einer Zeitüberschreitung von 0 Sekunden gestartet wird (um zu
verhindern, dass der Benutzer ein anderes Bootsystem auswählt). Diese
Zeitüberschreitung wird während der GUI-Modusphase auf den Standardwert von
30 Sekunden geändert. Anschließend wird der Computer neu gestartet.
GUI-Modusphase
GUI-Modus Setup erkennt Geräte und listet Plug & Play-Geräte auf. Eine Liste der
zu installierenden Geräte wird für die spätere Verwendung in dieser Phase
kompiliert. Alle INF-Dateien werden nun vorab in PNF-Dateien kompiliert, und das
System versucht dann, zuvor erkannte Geräte zu laden und zu initialisieren.
Dienste, die nach Abschluss der Installation ausgeführt werden, werden ebenfalls
gestartet.
In dieser Phase passt Setup Windows 2000 anhand der Antworten an, die in der
Antwortdatei vorhanden sind bzw. die der Benutzer während der Aktualisierung
eingegeben hat. Dazu zählen z. B. das Benutzer- und das Tastaturgebietsschema,
die Ländereinstellungen, die Zeitzone usw. Beachten Sie, dass bei einer
Aktualisierung die meisten Einstellungen von der vorherigen Installation
übernommen werden. Das Ziel ist es, dass Windows 2000 nach der Aktualisierung
Whitepaper zu Windows 2000
36
so weit wie möglich mit der vorherigen Installation übereinstimmt.
Die Anwendungsmigration wird durchgeführt. Alle Migrations-DLLs, die während der
Windows 9x-Aktualisierung angegeben wurden, werden aufgerufen und verarbeitet.
Das Windows 2000-Netzwerk wird installiert und gestartet. Der Computer tritt ggf.
der Domäne bei.
DLLs werden registriert und die entsprechenden Registrierungsschlüssel erstellt.
Die Systemregistrierungsschlüsselnamen werden erstellt und in
%windir%\system32\config gespeichert. Windows 9x-Profile werden migriert.
Windows 9x-CAB-Dateien werden ggf. gelöscht. Alle abschließenden
Dateikopiervorgänge werden durchgeführt und die temporären Verzeichnisse
gelöscht.
Das System ist nun installiert. Der Computer wird neu gestartet und ist für die erste
Anmeldung bereit.
Whitepaper zu Windows 2000
37
ANPASSEN DER
WINDOWS 2000INSTALLATION
Es gibt mehrere Mechanismen, um die Windows 2000-Aktualisierung anzupassen.
$OEM$-Verzeichnisstruktur
Falls im Abschnitt [Unattended] der Antwortdatei der Schlüssel OemPreinstall =
Yes vorhanden ist, werden die $OEM$-Verzeichnisstruktur und die Datei
Cmdlines.txt verarbeitet. Falls die Option /unattend von Winnt32 ohne
Antwortdatei angegeben ist, wird diese Struktur nicht verarbeitet.
Die $OEM$-Struktur kann zum Installieren zusätzlicher Software oder zum Ersetzen
von Windows 2000-Komponenten verwendet werden. Eine $OEM$-Struktur
erstellen Sie mit dem Setup-Manager von Windows 2000, oder aber Sie erstellen
die Ordner und Unterordner manuell. Das Stammverzeichnis der $OEM$-Struktur
befindet sich im Unterordner $OEM$ des Verzeichnisses i386.
Die vollständige Struktur mit der Verwendung der einzelnen Unterordner ist in
Abbildung 1 veranschaulicht. Beachten Sie, dass Sie mit dem Schlüssel
OemFilesPath im Abschnitt [Unattended] der Antwortdatei den Speicherort der
$OEM$-Struktur bearbeiten können.
Whitepaper zu Windows 2000
38
Abbildung 1. $OEM$-Struktur
$OEM$-Ordner
Dieser Ordner, den Sie im Verteilungsordner direkt unterhalb des Ordners i386
erstellen, enthält alle benötigten zusätzlichen Dateien.
Der Ordner $OEM$ kann die optionale Datei Cmdlines.txt aufweisen, die eine Liste
der Befehle enthält, die im GUI-Modus Setup ausgeführt werden sollen. Diese
Befehle können beispielsweise Windows 95-INF-Datei, einen
Anwendungssetupbefehl, Sysdiff.exe oder eine andere Programmdatei ausführen.
$OEM$\Textmode-Ordner
Dieser Ordner enthält die hardwareabhängigen Dateien, die der Setup-Loader und
die Installation im Textmodus während der Textmodusinstallation auf dem
Zielcomputer installieren. Zu diesen Dateien zählen beispielsweise OEM-HALs,
Whitepaper zu Windows 2000
39
SCSI-Gerätetreiber und TxtSetup.oem, die das Laden und Installieren dieser
Komponenten steuert.
Geben Sie für x86-basierte Computer unbedingt die Datei TxtSetup.oem und alle
darin aufgeführten Dateien (HALs und Treiber) im Abschnitt [OEMBootFiles] der
Datei Unattend.txt ein.
$OEM$\$$-Ordner
Dieser Ordner enthält die Systemdateien (entweder neue Dateien oder
Ersatzdateien), die bei der Installation von Windows 2000 in die verschiedenen
Unterordner kopiert werden. Die Struktur dieses Ordners muss mit der Struktur
einer standardmäßigen Windows 2000-Installation übereinstimmen; dabei gilt:
\$OEM$\$$ entspricht \%Windir%, \$OEM$\$$\System32 entspricht
\%Windir%\System32 usw. Jeder Unterordner sollte die Dateien aufweisen, die in
den entsprechenden Systemordner auf dem Zielcomputer kopiert werden müssen.
$OEM$\Laufwerkbuchstabe-Ordner
Jeder $OEM$\Laufwerkbuchstabe-Ordner enthält eine Unterordnerstruktur, die
während der Installation im Textmodus in das Stammverzeichnis des
entsprechenden Laufwerks auf dem Zielcomputer kopiert wird.
Beispielsweise werden Dateien im Ordner $OEM$\C in das Stammverzeichnis von
Laufwerk C: kopiert. Sie können in diesen Ordnern auch Unterordner erstellen.
Beispielsweise erstellt $OEM$\D\Misc den Ordner Misc auf Laufwerk D:.
Bei der Installation im Textmodus können nur Dateien mit kurzen Dateinamen im
8.3-Format kopiert werden. Dateien, die umbenannt werden müssen, sollten in der
Datei $$Rename.txt aufgeführt sein.
$OEM$\$1-Ordner
Dieser Ordner entspricht der Umgebungsvariablen %systemdrive%. Wenn z. B.
das Betriebssystem auf Laufwerk C: installiert wird, verweist der Ordner $OEM$\$1
auf Laufwerk C:. Die Verwendung von Variablen ermöglicht die Neuanordnung von
Laufwerkbuchstaben, ohne dass in Anwendungen, die auf einen durch den Code
festgelegten Laufwerkbuchstaben verweisen, Fehler gemeldet werden.
$OEM$\$1\Treiber-Ordner
Dieser Ordner ersetzt die Ordner \Display und \Net, die in einem Windows NT 4.0Verteilungsfreigabepunkt verwendet werden. Er enthält zusätzliche Treiber, die
nicht im Lieferumfang von Windows 2000 enthalten sind.
$$Rename.txt-Datei
Die Datei $$Rename.txt ändert während der Installation von Windows 2000 kurze
Dateinamen in lange Dateinamen. Diese Datei listet alle Dateien in einem
bestimmten Ordner auf, die umbenannt werden müssen. Jeder Ordner mit kurzen
Dateinamen, die umbenannt werden sollten, muss eine eigene Datei $$Rename.txt
aufweisen.
Um die Datei $$Rename.txt zu verwenden, kopieren Sie die Datei in einen Ordner,
in dem sich Dateien befinden, die konvertiert werden müssen.
Weitere Informationen zur Syntax von und zu zusätzlichen Informationen zur Datei
Whitepaper zu Windows 2000
40
$$Rename.txt finden Sie im Windows 2000 Resource Kit.
Hinzufügen der Unterstützung für Plug & Play-Geräte
Plug & Play-Geräte, die keine Massenspeichergeräte sind und nicht auf der
Windows 2000-CD vorhanden sind, können mit den folgenden Schritten auf
einfache Weise vorinstalliert werden. Diese Methode funktioniert für Audio-, Video-,
Modem- und Druckergeräte.
So installieren Sie ein Plug & Play-Gerät vorab
1.
rstellen Sie im Verteilungsordner einen Unterordner für spezielle Plug & PlayGeräte und deren INF-Dateien. Erstellen Sie beispielsweise den Ordner
PnPDrvs:
$OEM$\$1\PnPDrvs
2.
ügen Sie den Pfad der Liste der Plug & Play-Suchlaufwerke hinzu, indem Sie die
folgende Zeile in die Datei Unattend.txt eingeben:
OEMPnPDriversPath = "PnPDrvs"
3.
alls Unterordner im Ordner PnPDrvs vorhanden sind, müssen Sie den Pfad zu
den verschiedenen Unterordnern angeben. Die Pfade müssen durch Semikolons
getrennt werden. Wenn z. B. der Ordner PnpDrvs die Unterordner Net und
Audio aufweist, sollte in der Antwortdatei die folgende Zeile vorhanden sein:
OEMPnPDriversPath = "PnPDrvs\Net;PnPDrvs\Audio"
Verwenden von „Cmdlines.txt“ zur Installation optionaler
Komponenten
Die Datei Cmdlines.txt enthält die Befehle, die GUI-Modus Setup bei der
Installation optionaler Komponenten ausführt, wie z. B. Anwendungen.
Beispielsweise können die in dieser Datei angegebenen Befehle eine INF-Datei mit
dem Befehl Rundll32.exe ausführen, Sysdiff.exe ausführen oder andere
erforderliche Schritte durchführen. Falls Sie beabsichtigen, Cmdlines.txt für die
Installation einer Anwendung zu verwenden, kopieren Sie die Anwendung, die Sie
installieren, unbedingt in den Unterordner $OEM$ des Verteilungsordners.
Die Syntax für Cmdlines.txt ist wie folgt:
[Commands]
"Befehl_1"
"Befehl_2"
"Befehl_3"
.
.
.
"Befehl_x"
Whitepaper zu Windows 2000
41
Dabei bezeichnen Befehl_1, Befehl_2, Befehl_3 usw. die Befehle, die Sie ausführen
möchten (und die Reihenfolge für deren Ausführung), wenn der GUI-Modus Setup
Cmdlines.txt aufruft. Achten Sie darauf, dass alle Befehle in Anführungszeichen
stehen müssen.
Einschränkungen und Verwendungshinweise zu „Cmdlines.txt“
Bei der Verwendung von Cmdlines.txt sollten Sie Folgendes wissen:

Cmdlines.txt wird als Dienst und nicht als angemeldeter Benutzer mit
Netzwerkfunktionalität ausgeführt. Daher werden alle benutzerspezifischen
Informationen in die standardmäßige Benutzerregistrierung geschrieben. Alle
später erstellten Benutzer erhalten diese Informationen ebenfalls.
 Für Cmdlines.txt müssen die Dateien, die für die Ausführung einer
Anwendung oder eines Dienstprogramms erforderlich sind, in die
Verteilungsordner kopiert werden.
 Bei der Installation von Anwendungen mit Hilfe der Datei Cmdlines.txt sollten
Sie die Anwendung im stillen Modus (unbeaufsichtigt) oder über Sysdiff
installieren. Der Benutzer sollte nicht mit der Anwendung interagieren oder
Fragen zu dieser beantworten müssen.
Wenn Sie ein Sysdiff-Paket ausführen, sollten Sie die Option /m für Sysdiff
verwenden. Wenn Sie z. B. bei der Installation einer Anwendung als
Administrator angemeldet sind und eine Vergleichsdatei erstellen, können
Daten im Ordner Profiles\Administrator gespeichert werden. Während GUIModus Setup ist dieser Ordner jedoch möglicherweise nicht vorhanden. Die
Option /m kopiert die benutzerbezogenen Daten in die standardmäßige
Benutzerprofilstruktur.
Verwenden einer Stapelverarbeitungsdatei zur Installation
von Anwendungen über die Autostart-Gruppe
Sie können, wie im folgenden Abschnitt beschrieben, mit einer
Stapelverarbeitungsdatei Anwendungen über die Autostart-Gruppe installieren.
So verwenden Sie eine Stapelverarbeitungsdatei
1.
rstellen Sie eine Stapelverarbeitungsdatei, die solche oder ähnliche Einträge wie
im folgenden Beispiel aufweist:
Start /wait Pfad\Setup
Start /wait Del C:\Winnt\Profiles\All Users\Startup\Dateiname.lnk
Exit
Dabei gilt Folgendes:



Whitepaper zu Windows 2000
42
Pfad ist der Pfad zu der ausführbaren Datei, die die Installation startet.
Setup ist der Name der ausführbaren Datei, die die Installation startet.
Dateiname.lnk ist der Name der Verknüpfung zu der
Stapelverarbeitungsdatei.
2.
opieren Sie die Stapelverarbeitungsdatei in den Verteilungsordner oder einen
anderen Ordner, auf den während der Installation der Zugriff möglich ist.
3.
rstellen Sie die Datei Dateiname.lnk (Verknüpfung) im 8.3-Format, die auf die
Stapelverarbeitungsdatei im Verteilungsordner verweist.
4.
opieren Sie die Datei Dateiname.lnk vom Quellcomputer in den Ordner
$oem$\$1\docume~1\alluse~1\startm~1\programs\startup.
Wenn der Computer neu gestartet und in GUI-Modus Setup ausgeführt wird, wird
die Anwendung installiert. Anschließend wird die Datei Dateiname.lnk aus der
Autostart-Gruppe gelöscht.
Whitepaper zu Windows 2000
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WEITERE
INFORMATIONEN
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Die neuesten Informationen zu Windows 2000 finden Sie auf der Microsoft-Website
unter http://www.microsoft.com/windows/, im Windows NT Server Forum im
MSN™ und in The Microsoft Network-Onlinedienst (GO WORD: MSNTS).
44
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