Der Windows Installationsdienst

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Betriebssystem
Der Windows-Installationsdienst
Whitepaper
Überblick
Dieses Dokument behandelt den Installationsdienst des Microsoft® Windows®-Betriebssystems,
dessen Anforderungen und die angewandten Methoden, um diesen Anforderungen gerecht zu
werden.
Der Windows Installer ist ein neuer Installationsdienst, der sich folgendermaßen zusammensetzt:



Betriebssystem-residenter Installationsdienst
Standardformat für die Komponentenverwaltung
Management-API für Anwendungen und Tools
© 1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen die behandelten Themen
aus der Sicht der Microsoft Corporation zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar. Da
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Dieses Whitepaper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST
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0399
INHALT
EINFÜHRUNG .............................................................................. 1
BETRIEBSSYSTEM-RESIDENTER INSTALLATIONSDIENST ...... 2
STANDARDFORMAT FÜR DIE KOMPONENTENVERWALTUNG . 3
Windows Installer-Komponenten
3
Windows Installer-Features
5
Windows Installer-Produkte
6
Windows Installer-Paketdatei
7
MANAGEMENT-API...................................................................... 8
Installation bei Bedarf: Featureebene
8
Installation bei Bedarf: Produktebene
10
LAUFZEITRESSOURCENSTABILITÄT ...................................... 13
SONSTIGE VORTEILE VON WINDOWS INSTALLER ................. 14
Durchgeführte Installation (Rückgängigmachen)
14
Quellenstabilität
16
Updates und Patching
16
Anpassungstransformationen
17
Betrieb in gesperrten Umgebungen
17
Windows Installer-Dienste in verwalteten Umgebungen
18
WEITERE INFORMATIONEN ..................................................... 20
Verwaltungs- und Übersichtsdokumente
20
Technische Dokumente
21
EINFÜHRUNG
Microsoft entwickelte den Installationsdienst des Microsoft® Windows®Betriebssystems als Antwort auf Kundenfeedback zu bestehenden
Installationstechnologien. Die Kunden wünschten ein Installationsprogramm, das
besser an den Installationsanforderungen der Firmen ausgerichtet war und
konsistenter und stabiler als die verschiedenen verfügbaren
Installationstechnologien ist. Die Kunden verwiesen im Einzelnen auf die Mängel
der bestehenden Installationsprogramme bezüglich folgender Funktionen:





Angemessene Verwaltung gemeinsam genutzter Ressourcen
Konsistente Durchsetzung der gleichen Installationsregeln
Einfache Anpassung
Unterstützung der Benutzer bei der Entscheidung bezüglich der benötigten
Anwendungskomponenten
Diagnostizieren und Reparieren von Konfigurationsproblemen zur Laufzeit der
Anwendung
Der Windows Installer ist ein neuer Installationsdienst, der sich folgendermaßen
zusammensetzt:



Betriebssystem-residenter Installationsdienst
Standardformat für die Komponentenverwaltung
Management-API für Anwendungen und Tools
Diese Komponenten werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.
Whitepaper zur Windows-Plattform
1
BETRIEBSSYSTEMRESIDENTER
INSTALLATIONSDIENST
Der Windows-Installationsdienst ist eine Betriebssystemkomponente. Er ist im
Lieferumfang von Windows 2000 enthalten und wird ebenfalls als Service Pack für
die Betriebssysteme Windows 95, Windows 98 und Windows NT® 4.0 erhältlich
sein1.
In der Vergangenheit wies jede Anwendung ein eigenes Installationsprogramm oder
-skript auf. Daher musste jede Anwendung die Einhaltung der entsprechenden
Installationsregeln sicherstellen (z. B. Regeln für den Vergleich von
Dateiversionen). Darüber hinaus gab es keine zentrale Stelle für Installationsregeln,
weil die Installation nicht als Bestandteil des Entwicklungsprozesses betrachtet
wurde; für Entwickler, die die Installationsroutinen schrieben, gab es allenfalls ein
paar Richtlinien zur empfohlenen Vorgehensweise.
Anwendungen führten bei der Installation oft falsche Funktionen aus.
Beispielsweise installierten viele Anwendungen eine ältere Version einer Datei über
eine neuere Version derselben Datei. Darüber hinaus verwalteten ältere
Installationsprogramme nur selten Verweiszähler für gemeinsam genutzte DLLs.
Demzufolge wurden beim Installieren oder Deinstallieren einer Anwendung oft
Anwendungen auf dem Computer beschädigt.
Bei dem Windows-Installationsdienst hat Microsoft viel Mühe investiert, um
sicherzustellen, dass alle entsprechenden Installationsregeln durch das
Betriebssystem implementiert werden. Zur Einhaltung dieser Regeln und zur
Vermeidung der oben beschriebenen Probleme müssen sich die Anwendungen
lediglich im Standardformat beschreiben. Dieses Format wird als Windows InstallerFormat bezeichnet. Der Windows-Installationsdienst führt dann die
Installationsschritte für die Anwendungen aus.
Zukünftige Versionen des Designed for Microsoft Windows Logo Program werden
für die Installation durch Windows Installer standardisiert sein.
1
Das Windows Installer Service Pack für diese Plattformen wird zur Verfügung gestellt werden.
Nach der Installation des Windows-Installationsprogramms auf dem Betriebssystem kann es
Installationsanforderungen von jeder mit Windows Installer kompatiblen Anwendung verarbeiten.
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2
STANDARDFORMAT FÜR
DIE KOMPONENTENVERWALTUNG
Während existierende Installationsprogramme Prozedurskripts verwenden, um eine
lose Sammlung von Dateien, Registrierungsschlüsseln und sonstigen Ressourcen
bereitzustellen, betrachtet der Windows-Installationsdienst alle Anwendungen als
drei logische Bausteine: Komponenten, Features und Produkte.
Zunächst ein Hinweis zur Terminologie: Im Rahmen dieses Whitepapers wird eine
installierbare Ressource (im Folgenden Ressource) als eine Datei, ein
Registrierungsschlüssel, eine Verknüpfung oder jede andere Komponente, die ein
Installationsprogramm normalerweise für einen Computer bereitstellt, definiert.
Windows Installer-Komponenten
Eine Windows Installer-Komponente ist der kleinste und grundlegendste der drei
logischen Container. Eine Komponente besteht aus Dateien,
Registrierungsschlüsseln und sonstigen Ressourcen, die zusammen installiert oder
deinstalliert werden. Wenn eine Komponente für die Installation oder Deinstallation
ausgewählt wird, werden alle anderen Ressourcen dieser Komponente installiert
bzw. deinstalliert. Komponenten sind die Bausteine, die für den Benutzer nicht
angezeigt werden; nur der Entwickler des Installationsprogramms muss die
Zusammensetzung der Komponenten einer Anwendung kennen.
Eine bestimmte Ressource kann nur Bestandteil einer einzigen Komponente sein.
Beispielsweise teilen nie zwei Komponenten dieselbe Datei, egal ob sie zum selben
Produkt oder zu anderen Produkten gehören. Zur Bereitstellung einer
gemeinsamen Datei müssen zwei Anwendungen die gleiche gemeinsame
Komponente verwenden. Aufgrund dieser Einschränkung sind Komponenten
gewöhnlich von geringem Umfang und bestehen aus einer Datei und sonstigen eng
damit verknüpften Ressourcen, wie z. B. Registrierungsinformationen. Von einer
Komponente kann gesagt werden, dass sie Eigentümer der Ressourcen ist.
Schlüsselpfad
Eine der Ressourcen einer Komponente lässt sich als Schlüsselpfad für diese
Komponente bezeichnen. Normalerweise wird eine Datei als Schlüsselpfad
gewählt. Ein Registrierungswert ist jedoch ebenfalls möglich.
Der Schlüsselpfad repräsentiert den Pfad zu einer bestimmten Komponente. Wenn
eine Anwendung einen Pfad zu einer Komponente anfordert, gibt der WindowsInstallationsdienst den Pfad zu der Schlüsselpfadressource zurück (normalerweise
der Pfad zur Schlüsseldatei).
Der Windows-Installationsdienst überprüft das Vorhandensein des Schlüsselpfads,
wenn er die ordnungsgemäße Installation einer Windows Installer-Komponente
verifiziert. Sollte die Schlüsselpfadressource aus irgendeinem Grund fehlen,
behandelt der Windows-Installationsdienst diese Komponente als beschädigt.
Weitere Informationen finden Sie unter Laufzeitressourcenstabilität weiter unten in
diesem Dokument.
Komponentencode
Die globale Eindeutigkeit von Komponenten ist ein weiteres wichtiges Konzept. Dies
Whitepaper zur Windows-Plattform
3
bedeutet, dass eine bestimmte Komponente garantiert immer die gleichen
Ressourcen aufweist, egal mit welcher Anwendung sie geliefert wird. Zur
Aufrechterhaltung der globalen Eindeutigkeit wird jeder Komponente eine GUI
(Globally Unique Identifier; global eindeutige ID) zugewiesen, die als
Komponentencode bezeichnet wird. Der global eindeutige Komponentencode
verhindert Kollisionen zwischen Komponenten, die unterschiedlich sein sollen.
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4
Im Gegensatz zu anderen Installationstechnologien verwaltet der WindowsInstallationsdienst Dateien und sonstige Ressourcen auf dem Computer nicht direkt.
Stattdessen verwaltet der Windows-Installationsdienst Anwendungen auf
Komponentenebene – eine Ressource wird nur installiert oder deinstalliert, wenn
die Komponente, zu der diese Ressource gehört, installiert oder deinstalliert wird.
Entwickler von Installationsprogrammen können daher festlegen, dass zwei
Ressourcen nie separat installiert oder deinstalliert werden, indem sie diese in
derselben Komponenten zusammenfassen.
Durch die Möglichkeit einer effektiven Verwaltung von anderen Ressourcen als
Dateien überwinden die Windows Installer-Komponenten darüber hinaus eine
traditionelle Einschränkung des Betriebssystems. Bestehende
Installationsprogramme verwalten gemeinsam genutzte Dateien mit Hilfe eines
gemeinsamen Verweiszählers (refcount) für jede gemeinsam genutzte Datei in der
Systemregistrierung und dadurch, dass eine Datei erst deinstalliert wird, wenn
dieser refcount Null erreicht. Dies gilt jedoch nicht für andere Ressourcen, wie z. B.
Registrierungsschlüssel, da es hierbei keine Funktion für die Verwaltung eines
gemeinsamen refcount gibt.
Da der Windows-Installationsdienst einen gemeinsamen Zähler nicht auf
Dateiebene, sondern auf Komponentenebene verwaltet und Komponenten
zusammengesetzte Einheiten sind, wird für alle Ressourcen ein entsprechender
refcount verwaltet. Der Windows-Installationsdienst entfernt eine Komponente nur,
wenn keine anderen von dieser Komponente abhängige Anwendungen mehr
vorhanden sind.
Der Windows Installer verwaltet refcounts für Komponenten in Form einer Clientliste
mit Produktcodes (statt ganzen Zahlen). Dies bedeutet, dass Windows Installer
Clients der Ressource identifizieren und die Zähler synchronisieren kann.
Das Modell des Windows-Installationsdienstes für die Installation und Deinstallation
ist wesentlich einfacher als die Prozedurmethode traditioneller
Installationsprogramme. Den bestehenden Installationstechnologien fehlt das
Komponentenkonzept, sie verwenden andere Prozeduren für Installation und
Deinstallation und können keinen refcount für andere Ressourcen als Dateien
verwalten. Demzufolge verbleiben nach der Installation oder Deinstallation einer
Anwendung normalerweise viele Ressourcen auf dem Computer. Der WindowsInstallationsdienst arbeitet dagegen wesentlich sauberer. Da der WindowsInstallationsdienst genau verfolgen kann, was eine bestimmte Komponente
installiert hat und wann diese Komponente entfernt werden kann, ist die
Deinstallation von Anwendungen, die mit dem Windows-Installationsdienst installiert
wurden, wesentlich sauberer.
Windows Installer-Features
Die Windows Installer-Features sind die Bestandteile einer Anwendung, die der
Benutzer installieren kann. Sie repräsentieren normalerweise die funktionalen
Features der Anwendung selbst. Wenn der Benutzer heutzutage in einem Setup-
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5
Programm die Option Benutzerdefiniert wählt, entsprechen die
Anwendungskomponenten, die er für die Installation auswählen kann, in etwa
Features.
Im Prinzip sind Features Komponentengruppierungen. Sie können ein Feature als
bequeme Möglichkeit betrachten, um eine Komponentengruppe für die Installation
auszuwählen. Darüber hinaus können Features auch andere Features enthalten,
was eine hierarchische Organisation der Anwendungen gestattet. Beispielsweise
könnte das Microsoft Word-Feature in Microsoft Office ein untergeordnetes Feature
aufweisen, wie z. B. die Korrekturhilfen. Wenn ein bestimmtes Feature für die
Installation ausgewählt wird, werden automatisch alle zugehörigen Komponenten
für die Installation ausgewählt.
Der Windows-Installationsdienst führt die gesamte Verwaltung auf
Komponentenebene durch, wodurch die Notwendigkeit entfällt, dass ein Feature
exklusiver Eigentümer seiner Komponenten ist. Zwei Features, egal ob aus einer
einzigen Anwendung oder aus verschiedenen Anwendungen, können eine
Komponente gemeinsam nutzen, ohne dass davon das Verwaltungsschema von
Windows Installer betroffen ist. Entsprechend ist es nicht notwendig, dass ein
Feature global eindeutig ist; daher besitzen sie keine GUIDs.
Während bestehende Installationsprogramme dem Benutzer normalerweise eine
binäre Auswahl zwischen „installiert“ und „nicht installiert“ für ein Feature anbieten,
sind für die Windows Installer-Features vier verschiedene Zustände möglich:




Installiert auf lokaler Festplatte – die Dateien werden auf die Festplatte des
lokalen Computers kopiert.
Installiert zur Ausführung von Quelle – die Dateien verbleiben auf der Quelle
(normalerweise eine CD oder eine Netzwerkfreigabe). Die Anwendung greift
von der Quelle auf die Dateien zu.
Installieren bei Bedarf – die Dateien verbleiben auf der Quelle, können jedoch
bei der ersten Verwendung automatisch kopiert werden. Die Installation bei
Bedarf wird im Abschnitt „Installation bei Bedarf“ dieses Dokuments erläutert.
Nicht installiert – es werden keine Dateien kopiert.
Windows Installer-Produkte
Ein Windows Installer-Produkt repräsentiert ein einzelnes Produkt, wie z. B.
Microsoft Office. Produkte bestehen aus einem oder mehreren Windows InstallerFeatures. Jedes Produkt wird für den Windows-Installationsdienst in Form einer
einzelnen Paketdatei (MSI-Datei) beschrieben. Die Produkte besitzen keine
direkten eigenen Ressourcen, weisen jedoch GUIDs auf, die als Produktcodes
bezeichnet werden. Mit diesen Produktcodes kann der Windows-Installationsdienst
Anwendungen, die Clients einer bestimmten Komponente sind, eindeutig
identifizieren (der Windows-Installationsdienst verwaltet für jede Komponente eine
Liste der Clientprodukte) und schnell entscheiden, ob ein bestimmtes Produkt
bereits auf einem Computer installiert ist.
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6
Das Beispiel einer vereinfachten Microsoft Office-Version in der folgenden
Abbildung veranschaulicht die Beziehungen zwischen Windows InstallerKomponenten, -Features, -Produkten und -Ressourcen.
Product
Microsoft Office
Feature 1
Word
Feature 4
Speller
Component 4
Speller engine
Component 1
Word core
Winword.exe
Shortcut
Feature 2
Excel
Feature 3
Powerpoint
Component 2
Excel core
Component 3
Powerpoint core
Excell.exe
Reg Key
Powerpnt.exe
Powerpnt.dll
Mssp.dll
Windows Installer-Paketdatei
Jedes Windows Installer-Produkt wird wie bereits erwähnt in Form einer einzelnen
Windows Installer-Paketdatei beschrieben.
Die Paketdatei ist ein für die Installationsleistung optimiertes Datenbankformat und
beschreibt unter anderem die Beziehungen zwischen Features, Komponenten und
Ressourcen für ein bestimmtes Produkt.
Die Paketdatei befindet sich normalerweise zusammen mit den Produktdateien im
Stammverzeichnis der Produkt-CD oder des Netzwerkabbilds, kann jedoch auch die
Produktdateien in internen komprimierten Kabinettdateien (CAB-Dateien) enthalten.
Bei der Installation öffnet der Windows-Installationsdienst die Paketdatei für das
betreffende Produkt und ermittelt anhand der darin enthaltenen Informationen alle
erforderlichen Installationsschritte für dieses Produkt. Die Benutzer, die mit der
früheren Installationstechnologie von Microsoft Office vertraut sind, werden
bemerken, dass die Paketdatei die STF-, INF- und LST-Dateien ersetzt.
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7
MANAGEMENT-API
Der Windows-Installationsdienst enthält eine Management-API, mit der Tools und
Anwendungen Folgendes programmatisch ausführen können:



Auflisten der auf dem Computer installierten Produkte, Features und
Komponenten
Installieren und Konfigurieren der Windows Installer-Produkte und -Features
Festlegen des Pfads zu bestimmten auf dem Computer installierten Windows
Installer-Komponenten
Die Management-API soll dem Windows-Installationsdienst in erster Linie die
Verwaltung aller Dateipfade für die Anwendung ermöglichen. Zur Laufzeit kann eine
Windows Installer-Anwendung vom Windows-Installationsdienst den Pfad für eine
bestimmte Komponente anfordern. Durch diese indirekte Vorgehensweise entfällt
für Anwendungen eine durch den Code festgelegte Abhängigkeit von statischen
Dateipfaden, die von Computer zu Computer oft unterschiedlich sind oder
manchmal auf fehlende Dateien verweisen.
Anwendungen, die für die Architektur des Windows-Installationsdienstes ausgelegt
sind, nutzen die Vorteile von wechselnder Benutzerunterstützung,
bedarfsgesteuerter Installation und der Laufzeitressourcenstabilität.
Installation bei Bedarf: Featureebene
Wenn beim traditionellen Anwendungsinstallationsmodell ein Installationsschritt
ausgeführt werden musste, war es erforderlich, die Anwendung zu beenden und
Setup erneut auszuführen. Am häufigsten trat diese Situation ein, wenn Benutzer
Anwendungsfeatures verwenden wollten, die sie bei der Erstinstallation nicht
installiert hatten. Beim traditionellen Modell mussten die Benutzer vorher wissen,
welche Anwendungsfeatures sie benötigen werden, bevor sie die Anwendung
überhaupt verwendet hatten.
Im Gegensatz zum vorherigen Szenario müssen die Benutzer bei Anwendungen,
die die Management-API des Windows-Installationsdienstes verwenden, nicht
erneut Setup ausführen, wenn sie später zusätzliche Funktionen benötigen. Wenn
ein Benutzer bei einer solchen Anwendung Funktionen anfordert, die zuvor nicht
installiert wurden, kann die Anwendung den Windows-Installationsdienst aufrufen,
um die erforderlichen Features für den Benutzer zu installieren; d. h., der Benutzer
muss das Installationsprogramm nicht explizit erneut ausführen.
Im Prinzip sind alle Features einer Anwendung verfügbar, selbst wenn sie nicht
installiert sind. Dieses Konzept der Verfügbarkeit in Abwesenheit der installierten
Dateien wird als Installation bei Bedarf bezeichnet.
Ein Beispiel für die Installation bei Bedarf auf Featureebene ist Microsoft
Office 2000, das die Management-API des Windows-Installationsprogramms in
vollem Umfang nutzt. Bei der Installation kann der Benutzer ein
Dateikonvertierungsprogramm für die Installation bei Bedarf angeben. Dieses
Dateikonvertierungsprogramm wird durch ein einziges Windows Installer-Feature
repräsentiert. Falls Microsoft Word dieses Konvertierungsprogramm benötigt, kann
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8
es installiert werden, ohne das ursprüngliche Installationsprogramm auszuführen.
Beachten Sie, dass Sie festlegen können, ob Anwendungen den Benutzer zu einer
Installation bei Bedarf auffordern sollen.
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Im Gegensatz zur Installation bei Bedarf auf Produktebene ist für die Installation bei
Bedarf auf der Featureebene von Windows Installer keine Unterstützung durch das
Betriebssystem erforderlich. Sie wird als solche in Windows 95 und Windows 98
und in Windows NT 4.0 und höher unterstützt. Die Installation bei Bedarf auf
Produktebene wird im nächsten Abschnitt behandelt.
Die folgende Abbildung veranschaulicht die grundlegende Interaktion zwischen
einer Anwendung und dem Windows-Installationsdienst.
Installer package and
f iles
Applications
Windows Installer API
Windows Installer Service
File
System
Registry
Conf iguration
Data
Installation bei Bedarf: Produktebene
Der Windows-Installationsdienst unterstützt auch die Installation bei Bedarf auf
Produktebene. Während für die Installation bei Bedarf auf Featureebene die
Anwendung die Management-API von Windows Installer benötigt, um die eigenen
Features für die laufende Anwendung zu installieren, muss für die Installation bei
Bedarf auf Produktebene das Betriebssystem dieselbe Windows InstallerManagement-API ausführen, um Anwendungen, die für die Installation bei Bedarf
ausgewählt sind, zu installieren. Da eine solche Anwendung nicht installiert ist, kann
sie natürlich nicht verwendet werden, um sich selbst zu installieren.
In Windows 2000 verwenden sowohl Windows Shell als auch Windows OLE die
Management-API von Windows Installer. Demzufolge kann ein komplettes Produkt
in Windows 2000 für die Installation bei Bedarf festgelegt werden. Bei diesem
Vorgang werden nur die Einsprungpunkte für dieses Produkt installiert, wie z. B.
Desktop- und Startmenüverknüpfungen, Dateierweiterungszuordnungen und OLE-
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Registrierung.
Wenn ein Benutzer die Anwendung über einen dieser Einsprungpunkte aktiviert, ruft
das Betriebssystem den Windows-Installationsdienst auf, um das angeforderte
Produkt zu installieren. Nach Abschluss der Installation gibt der WindowsInstallationsdienst den Pfad zu der neu installierten Anwendung an das
Betriebssystem zurück, das die Anwendung startet.
Die Installation bei Bedarf auf Produktebene ist eine zentrale Komponente der
Zuweisungs- und Publikationsszenarios2, die Windows 2000 durch die
IntelliMirror™-Technologie unterstützt3.
2
Systemadministratoren können mit der Softwareinstallation und -wartung Anwendungen
Benutzern zuweisen, die diese Anwendungen benötigen. Administratoren können auch
Anwendungen publizieren, die Benutzer hilfreich finden, wobei die Benutzer entscheiden können,
ob die Anwendung installiert werden soll. In beiden Fällen ist die Anwendung verfügbar, ohne dass
der Administrator die Anwendung auf jedem Desktop installieren muss.
3
IntelliMirror ist eine Funktion der Änderungs- und Konfigurationsverwaltung von Windows 2000,
die die Vorteile einer zentralen Datenverarbeitung mit der Leistung und Flexibilität der verteilten
Datenverarbeitung vereint. IntelliMirror spiegelt die Daten und Informationen von Benutzern, die
Anwendungen und individuellen Benutzereinstellungen mit Hilfe von intelligenter
Zwischenspeicherung und zentraler Synchronisation auf einen Windows 2000-basierten Server.
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Die folgende Abbildung veranschaulicht die Interaktion zwischen dem
Betriebssystem, dem Windows-Installationsdienst, der Windows Installer-API und
Anwendungen.
Active Directory
Installer package and
f iles
Applications
Window s Shell, COM,
and Application
Management Client
Windows Installer API
Windows Installer Service
File
System
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12
Registry
Conf iguration
Data
LAUFZEITRESSOURCENSTABILITÄT
Die Management-API von Windows Installer ermöglicht die dynamische Reparatur
von Anwendungen auf ähnliche Weise, wie sie die Installation bei Bedarf
ermöglicht. Wenn eine Anwendung den Windows-Installationsdienst zur Auflösung
eines Pfads aufruft, nimmt dieser zwei Überprüfungen vor.
Einerseits überprüft der Windows-Installationsdienst, ob die angeforderte
Komponente und das angeforderte Feature installiert sind. Bei einem Feature oder
Produkt, das bei Bedarf installiert wird, werden die Komponente und das Feature
nicht installiert und eine Installation bei Bedarf kann durchgeführt werden.
Andererseits wird überprüft, ob alle Komponenten des angeforderten Features
ordnungsgemäß installiert sind. Windows Installer überprüft wie bereits weiter oben
erwähnt das Vorhandensein des Schlüsselpfads einer Komponente, um
festzustellen, ob diese Komponente beschädigt ist. Falls die
Schlüsselpfadressource fehlt, kann eine Reparatur bei Bedarf auf dieselbe Weise
wie eine Installation bei Bedarf ausgeführt werden. Eine Anwendung kann sich
daher normalerweise selbst reparieren.
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Durchgeführte Installation (Rückgängigmachen)
SONSTIGE VORTEILE
VON WINDOWS
INSTALLER
Wenn ein bestehendes Installationsprogramm bei der Installation einen
schwerwiegenden Fehler feststellt, verbleibt der Computer oft in einem
Übergangsstadium; zuvor installierte Anwendungen sind nun möglicherweise
beschädigt, und das neue Produkt ist noch nicht vollständig installiert. In diesen
Fällen kann der Benutzer seine Arbeit oft nicht fortsetzen. Außerdem hat der
Benutzer möglicherweise weder die Zeit noch das Wissen, um den Fehler zu
beheben. Die Möglichkeit, den Computer in den betriebsbereiten Zustand vor der
fehlgeschlagenen Installation zurückzuversetzen, würde dem Benutzer gestatten,
seine Arbeit mit den bisherigen Anwendungen fortzusetzen.
Der Windows-Installationsdienst bietet diese Möglichkeit, indem jede Operation, die
während einer Installation, Deinstallation oder einer sonstigen
Konfigurationsänderung ausgeführt wird, rückgängig gemacht werden kann. Sollte
bei einer Installation etwas schief gehen, kann der Windows-Installationsdienst
genau den vorherigen Zustand des Computers wiederherstellen. Dazu gehört auch
die Wiederherstellung gelöschter oder überschriebener Dateien,
Registrierungsschlüssel und sonstiger Ressourcen. Dateien, die während einer
Installation oder Deinstallation gelöscht oder überschrieben werden, werden
temporär in einem Backupverzeichnis gespeichert, von wo sie bei Bedarf
wiederhergestellt werden können. Nach einer erfolgreichen Installation werden alle
temporären Backupdateien gelöscht.
Eine erfolgreiche Installation kann im Prinzip nicht rückgängig gemacht werden;
eine durchgeführte Installation dient als Sicherheitsvorrichtung, die den Computer
während einer Installationssitzung schützt. Wenn z. B. ein Benutzer eine installierte
Anwendung entfernen möchten, sollte er die Anwendung deinstallieren.
Eine der am häufigsten gestellten Fragen bezüglich durchgeführter Installationen
bezieht sich auf den benötigten Festplattenspeicherplatz. Stellen Sie sich
beispielsweise ein Aktualisierungsszenario vor, bei dem eine Anwendung 50 MB
Festplattenspeicher für die Dateien benötigt, jedoch 30 MB an Dateien einer älteren
Version dieser Anwendung gelöscht werden können, falls diese auf dem Computer
gefunden werden. In dieser Situation hat die Anwendung unter dem Strich einen
Speicherplatzbedarf von 20 MB. Da jedoch die 30 MB an gelöschten Dateien
temporär gespeichert werden, stehen diese 30 MB an zusätzlichem Speicher erst
nach Abschluss der Installation zur Verfügung.
Daher benötigt die Anwendung vorübergehend 50 MB an Speicherplatz für die
Installation, belegt jedoch nach der vollständigen Installation weiterhin nur 20 MB an
Festplattenspeicherplatz. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass eine
Anwendung nie mehr Festplattenspeicherplatz (temporär oder anderweitig) als die
Summe der installierten Ressourcen benötigt. In Situationen, in denen ausreichend
Speicherplatz für eine Installation vorhanden ist, wenn gelöschte Dateien nicht
temporär gespeichert würden, jedoch nicht ausreichend Speicherplatz, wenn sie
gespeichert werden, kann die durchgeführte Installation optional deaktiviert werden,
damit die Installation fortgesetzt werden kann.
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Die Entwickler von Installationsprogrammen müssen keinen zusätzlichen Aufwand
betreiben, damit ihre Installation von der durchgeführten Installation profitiert; alle
Operationen des Windows-Installationsdienstes ermöglichen systemintern für alle
Betriebssysteme das Rückgängigmachen.
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Quellenstabilität
Immer wenn der Windows-Installationsdienst Zugriff auf die Quellenmedien
benötigt, um eine Installation bei Bedarf, eine Neuinstallation oder eine sonstige
Konfigurationsoperation auszuführen, kann er nach Backupquellen suchen, falls die
ursprüngliche Quelle aufgrund eines Netzwerkausfalls oder sonstiger
vorübergehender Probleme nicht verfügbar ist. Bei der Bereitstellung können
Systemadministratoren dem Windows-Installationsdienst eine Liste der
Backupquellverzeichnisse für das jeweilige Produkt liefern. Darüber hinaus kann
der Windows-Installationsdienst, falls er eine verfügbare Quelle nicht in dieser Liste
findet, den Benutzer auffordern, nach einer Quelle zu suchen. Der WindowsInstallationsdienst fügt dann alle „gefundenen“ Quellen der vorhandenen Liste für
dieses Produkt hinzu.
Systemadministratoren haben mit Gruppenrichtlinien die Möglichkeit, Benutzer
daran zu hindern, nach neuen Quellen zu suchen.
Für die Quellenstabilität ist es nicht erforderlich, dass die Anwendung die
Management-API von Windows Installer verwendet; außerdem ist die
Quellenstabilität nicht von der Windows-Version abhängig.
Updates und Patching
Entwickler von Installationsprogrammen können verwandte Produktgruppen durch
die Definition von Updatecodes (GUIDs) für die verschiedenen Gruppen
identifizieren. In Kombination mit einer Produktversion identifiziert ein Updatecode
ein Produkt eindeutig (ähnlich wie ein Produktcode) und kann zur Identifizierung
älterer oder neuerer Versionen einer Anwendung herangezogen werden. Auf diese
Weise können Entwickler von Installationsprogrammen angeben, ob eine ältere
Version einer Anwendung entfernt oder eine Anwendung nicht installiert werden
soll, falls bereits eine neuere Version installiert ist.
Neben der systeminternen Updateunterstützung bietet der WindowsInstallationsdienst eine integrierte Patchingtechnologie. Ähnlich wie ein Windows
Installer-Paket an den Windows-Installationsdienst zur Installation übermittelt wird,
kann ein Windows Installer-basierter Patch auf ein vorhandenes mit Windows
Installer installiertes Produkt angewandt werden, um dieses Produkt zu
aktualisieren oder zu reparieren. Nach der Ausführung eines Windows InstallerPatches, verbleibt dieser auf dem Computer und wird in Verbindung mit dem
ursprünglichen Quellenmedium verwendet, um die Bits für eine Installation bei
Bedarf und die Stabilität zu liefern.
In einer Firmenumgebung wird erwartet, dass die Systemadministratoren Patches
nicht auf die einzelnen Benutzercomputer, sondern auf die Installationsquelle im
Netzwerk anwenden. Falls es sich bei dem Patch um einen QFE-Patch (Quick Fix
Engineering) handelt, bietet Windows Installer sowohl eine Befehlszeile als auch
eine API, mit der Systemadministratoren die Clientarbeitsstationen benachrichtigen
können, dass neue Bits verfügbar sind.
Whitepaper zur Windows-Plattform
16
Für den Fall, dass der Patch ein Produkt tatsächlich aktualisiert (z. B. bei einem
vollständigen Microsoft Office Service Release), muss eine normale Installation mit
dem Netzwerkabbild, auf das der Patch angewandt wurde, vorgenommen werden.
Der Windows-Installationsdienst behandelt diese Situation als einfache
Aktualisierung und wendet daher die oben beschriebene Aktualisierungslogik an.
Anpassungstransformationen
Wenn Systemadministratoren in der Vergangenheit das Verhalten einer Installation
anpassen wollten, änderten Sie direkt das Setupskript, um das gewünschte
Ergebnis zu erzielen. Falls ähnliche Änderungen an vielen unterschiedlichen
Setupskripts nötig waren, mussten die Systemadministratoren diese Schritte für
jedes Skript wiederholen.
Die Anpassungstransformationen des Windows-Installationsdienstes ändern die
Windows Installer-Paketdatei bei der Installation und können daher dynamisch das
Installationsverhalten beeinflussen. Universelle Änderungen können in eine einzige
Transformation integriert und auf viele verschiedene Pakete angewandt werden,
vorausgesetzt diese Änderungen sind für die betreffenden Paketdateien zulässig.
Beispielsweise ist eine Transformation, die den Schlüsselpfad einer Komponente
ändert, zulässig, vorausgesetzt die Komponente ist in dem geänderten Paket
vorhanden.
Anpassungstransformationen werden ähnlich wie Patches auf dem Computer
zwischengespeichert. Diese Transformationen werden auf die Basispaketdatei
angewandt, wenn der Windows-Installationsdienst eine Konfigurationsänderung
(einschließlich Neuinstallation) für das betreffende Produkt vornehmen muss.
Transformationen werden bei der Erstinstallation angewandt; die Ausführung für
eine bereits installierte Anwendung ist nicht möglich.
Betrieb in gesperrten Umgebungen
Zur Reduzierung der Supportkosten haben viele Organisationen die Desktops
gesperrt, indem sie die Möglichkeit der Benutzer steuern, auf das Dateisystem und
in die Registrierung zu schreiben. Dies hindert zwar einen Benutzer daran,
versehentlich oder absichtlich die Systemkonfiguration zu ändern, aber andererseits
ist das Eingreifen des Systemadministrators erforderlich, wenn eine neue
Anwendung installiert werden muss.
Da Windows Installer als Systemdienst in Windows NT 4.0 und Windows 2000
ausgeführt wird, kann er in zwei verschiedenen Kontexten ausgeführt werden:


Als lokales Systemkonto, das mehr Berechtigungen als der Benutzer besitzt
Als Benutzer, was der Standardeinstellung entspricht
In einer Windows 2000-Umgebung kann der Systemadministrator mit Hilfe der auf
Whitepaper zur Windows-Plattform
17
Gruppenrichtlinien basierten4 Änderungs- und Konfigurationsverwaltung bestimmte
Anwendungen genehmigen und angeben, dass alle Konfigurationsschritte für diese
Anwendungen (Installation, Deinstallation und Reparatur) mit dem lokalen
Systemkonto ausgeführt werden. Auf diese Weise sperren Systemadministratoren
das Dateisystem und die Registrierung wie oben beschrieben, und der WindowsInstallationsdienst kann weiterhin Installationen für den Benutzer ausführen. Nur die
vom Systemadministrator genehmigten Anwendungen werden mit erhöhten
Berechtigungen ausgeführt.
In einer Windows NT 4.0-Umgebung können Systemadministrator angeben, dass
alle Windows Installer-Transaktionen mit lokalen Systemberechtigungen ausgeführt
werden; einzelne Produkte können sie jedoch nicht genehmigen.
Windows Installer-Dienste in verwalteten Umgebungen
Windows Installer ist in Windows 95, Windows 98 und Windows NT 4.0 verfügbar
und in Windows 2000 integriert. Mit Windows Installer können Installationen lokal
ausgeführt werden; Windows Installer kann aber auch mit Systems Management
Server 2.0 zur zentral gesteuerten Verteilung und Installation von Software
eingesetzt werden.
Windows Installer ist wie bereits weiter oben erwähnt ein fester Bestandteil von
IntelliMirror, einer Schlüsselkomponente der auf Richtlinien basierten Änderungsund Konfigurationsverwaltung von Windows 2000. IntelliMiror unterstützt
Gruppenrichtlinien und Active Directory von Windows 20005, damit der
Systemadministrator Anwendungen Benutzer- oder Computergruppen innerhalb
des Unternehmens zuweisen oder für diese bereitstellen kann. Auf der
Clientarbeitsstation ist der Windows-Installationsdienst eine Kernkomponente des
Softwareinstallations- und -wartungsfeatures.
Der Windows-Installationsdienst bietet auf Windows 2000-Desktops bestimmte
erweiterte Stabilitätsfeatures, unabhängig davon, ob dieser Desktop in einer von
Windows 2000 Server verwalteten Umgebung existiert. Die Installation bei Bedarf
auf Produktebene erfordert wie weiter oben beschrieben die
Betriebssystemunterstützung, aber diese Betriebssystemunterstützung ermöglicht
4
Systemadministratoren können mit Gruppenrichtlinien Einstellungen für Benutzer- und
Computergruppen definieren. Zu diesen Einstellungen zählen Registrierungseinstellungen auf dem
Desktop (z. B. Betriebssystemkomponenten und Anwendungen), Skripts (zum Starten und
Herunterfahren des Computers und zum Anmelden und Abmelden des Benutzers),
Softwareinstallationsoptionen (z. B. die Anwendungen, die für die Benutzer verfügbar sind oder auf
ihren Desktops angezeigt werden) und Sicherheitseinstellungen (z. B. für den lokalen Computer,
die Domäne und das Netzwerk).
5
Active Directory ist ein sicherer, verteilter, partitionierter und replizierter Verzeichnisdienst, der
zwei weit verbreitete Verwaltungsdienste unterstützt. Active Directory bietet einen standardisierten
Suchdienst an; d. h. eine Standardfunktion, um Ressourcen auf Computersystemen zu suchen.
Active Directory liefert außerdem die Grundlage für die Ausführung von Gruppenrichtlinien auf die
von Active Directory verwalteten Objekte.
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gleichzeitig die Ressourcenstabilität, wenn ein Produkt mit Hilfe einer Windows
Installer-kompatiblen Verknüpfung, einer Dateizuordnungsregistrierung, eines OLEServers oder eines sonstigen Einsprungpunkts aktiviert wird. Für diese
Verknüpfungs- und Dateizuordnungsfeatures ist Internet Explorer 4.01 SP 1 (oder
höher) erforderlich. Diese Ebene der automatischen Installation und Reparatur ist
daher auch für andere Windows-Clients, einschließlich Windows 98, verfügbar.
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WEITERE
INFORMATIONEN
Die neuesten Informationen zu Windows NT Server finden Sie auf der MicrosoftWebsite unter http://www.microsoft.com/ntserver/ oder im Windows NT Server
Forum im MSN™ (GO WORD: MSNTS).
Verwaltungs- und Übersichtsdokumente
In der folgenden Tabelle sind Dokumente aufgeführt, die eine Einführung in die
Verwaltungsdienste und die Änderungs- und Konfigurationsverwaltung von
Microsoft Windows liefern. Diese Dokumente richten sich an Manager und
technische Entscheidungsträger, die die Unternehmensanforderungen an und die
Vorteile von Verwaltungsfeatures sowie die Verwaltungsarchitektur, -tools und lösungen von Microsoft verstehen müssen. Wir empfehlen die Lektüre dieser
Whitepaper in der angegebenen Reihenfolge.
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Titel
Inhalt
Internetadresse:
Windows Management
Services
Ein Überblick über die
Verwaltungsrollen und -diszipline
sowie die Architektur von
Verwaltungslösungen, die als
Bestandteil des Betriebssystems
oder als Add-On verfügbar sind.
http://www.microsoft.com
/ntserver/management
Introduction to Change
and Configuration
Management
Ein Überblick über die Änderungsund Konfigurationsverwaltung und
eine Einführung, wie MicrosoftProdukte, wie z. B. Windows 2000
IntelliMirror, die Remoteinstallation
des Betriebssystems und Systems
Management Server, diese
Verwaltungsaufgaben lösen.
http://www.microsoft.com
/ntserver/management
IntelliMirror
Ein Überblick über die Features
von Windows 2000 IntelliMirror
und Beispiele, wie Organisationen
von IntelliMirror profitieren können.
http://www.microsoft.com
/ntserver/management
Remote OS Installation
Ein Überblick über die Features
der Remoteinstallation des
Betriebssystems und Beispiele,
wie Organisationen von
IntelliMirror profitieren können.
http://www.microsoft.com
/ntserver/management
Systems Management
Server
Ein Überblick über die Features
von Systems Management Server
und eine Erläuterung der Vorteile.
http://www.microsoft.com
/ntserver/management
Technische Dokumente
In der folgenden Tabelle sind zusätzliche technische Dokumente aufgeführt, die für
Systemadministratoren und IT-Manager, die an den Details der
Verwaltungsdienstfeatures und -technologien von Windows interessiert sind, zur
Verfügung stehen bzw. stehen werden.
Weitere Informationen zu
Website mit Informationen:
Active Directory
http://www.microsoft.com/ntserver/manage
ment
Gruppenrichtlinien
http://www.microsoft.com/ntserver/window
snt5/techdetails/techspecs
Softwareinstallation und -wartung
http://www.microsoft.com/ntserver/manage
ment
Remoteinstallation des Betriebssystems
http://www.microsoft.com/ntserver/manage
ment
Benutzerdokumente und Einstellungen
http://www.microsoft.com/ntserver/manage
ment
Windows Management Instrumentation
(WMI)
http://www.microsoft.com/ntserver/manage
ment
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