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Gefühle in Aufruhe
-1Willkommen Zuhause
„Weißt du was, ich bin so glücklich wieder hier zu sein“ sagte Harry und warf seine
Tasche auf sein Himmelbett. Ron der neben ihm stand sah ihn etwas traurig an und
senkte den Kopf „Mir werden unsere Gespräche über Mädels, Quidditch und Flüche die
wir Malfoy an den Hals wünschen fehlen. Harry sah ihn an und lächelte „Ach Ron, Kopf
hoch, freu dich doch das du ein eigenes Zimmer hast.“
Für sie hatte gerade das 7. und letzte Schuljahr auf Hogwarts begonnen und da Ron zum
neuen Schulsprecher ernannt wurde, stand ihm ein eigenes Schlafzimmer zu. „Denk nur
mal an die Mädels. Jetzt kannst du wenigsten ungestört sein und du weißt schon…“. Ron
lief rot an und musste grinsen. Auch Harry grinste übers ganze Gesicht. Sex hatte
gedanklich bei den beiden zwar eine sehr große Rolle eingenommen aber mit
Erfahrungen konnten beide dennoch nicht prahlen. Jedenfalls dachten sie das über den
jeweils anderen. „Lass uns doch mal sehen wie Hermine ihr Zimmer gefällt.“ Ron und
Harry verließen den Schlafsaal und machten sich auf den Weg zum Zimmer von
Hermine. Wie Ron besaß nun auch sie das Privileg ein Schlafzimmer ihr Eigen zu
nennen.
Die Beiden machten sich nicht einmal die Mühe an die Tür zu klopfen und traten einfach
ein. Doch was sie sahen schockierte sie beide. Hermine stand nur mit Rock und BH
bekleidet vor dem großen Spiegel den sie aufgestellt hatte und probierte Blusen an.
Nebenbei sang sie ein Lied und schwang ihre Hüften umher. Als sie die Beiden
entdeckte, schrak sie zusammen und versuchte ihren Oberkörper mit einer Bluse zu
bedecken.
“ Sag mal spinnt ihr? Könnt ihr nicht anklopfen… ich , ich bin doch…“ doch bevor Harry
hörte was Hermine ist, fiel ihr Ron ins Wort und sagte“ Aber Hermine, hast du dich etwa
für mich so schick gemacht? Das wäre doch nicht nötig gewesen. Obwohl mir dein Outfit
ohne Rock besser gefallen würde.“ Er ließ Hermine nicht einmal die Gelegenheit sich ein
Wortgefecht mit ihm zu liefern, denn er schritt auf sie zu, nahm ihre Hände und legte ein
Tänzchen mit ihr vor dem Spiegel hin. Beide mussten lachen und Ron sang aus voller
Kehle sodass Harry vor lachen fast umgefallen wäre.
Die erste Stunde die sie im neuen Schuljahr hatten, war eine Doppelstunde
Zaubertränke. Alles verlief erstaunlich ruhig, so ganz gegen ihre Gewöhnungen.
Professor Snape schien heute keine Lust zu Haben, die Gryffindor bei jeder Kleinigkeit
zur Schnecke zu machen.
Die nächsten Stunden hatten sie frei, denn der neue Lehrer für Verteidigung gegen die
dunklen Künste war noch nicht im Schloss eingetroffen. Und so genossen Hermine, Ron
und Harry die Sonne und lagen draußen auf dem Rasen rum. Sie redeten über die
Zukunft, das Leben nach Hogwarts und Hermine sagte etwas, das auch Harry schon eine
Zeit lang im Kopf herumschwirrte „Denkt ihr, wir werden auch nach der Schule unsere
Zeit miteinander verbringen?“ sie sah die beiden mit großen Augen an und Ron
entgegnete ihr nur „Ach Hermine, wusste ich’s doch, du kannst ohne mich nicht leben.“
Er streckte seinen Arm aus legte ihn um ihre Schulter und drückte sie an sich „Was
solltest du nur ohne mich machen?“ Hermine konnte nicht antworten, denn Ron hatte
ihr Gesicht an seine Brust gedrückt. „Mir ist klar, dass ich der Mittelpunkt deines
Lebend bin und sich dein Universum nur um mich dreht aber langsam musst du mal den
Planeten Ron verlassen und eine Volllandung in der Realität wagen.“ Er sah Harry an,
der sich auf dem Boden schon kugelte vor lachen und Hermine versuchte weiterhin sich
aus Rons Umklammerung zu lösen. Als sie es endlich schaffte, warf sie sich auf Ron und
fing an ihn zu kitzeln und die Beiden kugelten sich auf dem Rasen rum.
Harrys Blick richtete sich in der Zwischenzeit in Richtung Ferne. Er dachte über
Hermines Worte nach und richtete seinen Blick Ron und Hermine zu, die sich zwar nicht
mehr kitzelten aber jetzt saß Hermine auf Rons Brust, presste seine Arme am Boden fest
und sagte „Ich lass dich erst los, wenn du versprichst, dass du aufhörst mich zu ärgern.“
„Na gut, ich kann meine ganze Energie nicht an dich verschwenden, denn Harry und ich
wollen nachher auch noch unseren Spaß haben.“ Hermine sah Ron an musste schon
wieder lachen. Sie ließ seine Hände los und das war ein Fehler. Er richtete sich auf und
viel schneller als es Hermine erahnen konnte, umklammerte er ihre Hüfte und hob sie
hoch. „Harry, was denkst du über ein Bad für Hermine?“ Ron deutet auf den See und
Harry sah ihn verschmitzt an „Ok , auf geht’s.“ Hermine rief Harry zu „ Bei Ron war das
ja klar, aber Harry, ich rede nicht mehr mit dir wenn du das tust.“ Harry sah sie an und
sagte „Das Risiko muss ich eingehen.“
Sie warfen Hermine in den See und sprangen dann selber rein. Die drei hatten soviel
Spaß wie schon lange nicht mehr. Sie erinnerten sich an Schneeballschlachten und
Kitzelorgien von früher. Irgendwann hatten die drei beschlossen, dass sie für so etwas
eindeutig zu alt waren.
Als der Gong zum Mittag läutete machten sich die Drei auf den Weg zum Schloss. Harry
dachte nur Jetzt bin ich endlich wieder Zuhause.
-2Es ist nicht alles Gold was glänzt
Die ersten zwei Wochen vergingen wie im Fluge und Hermine, Ron und Harry genossen
täglich das immer besser werdende Wetter. Sie lagen nach dem Unterricht meist unten
am See, spazierten über die Ländereien. Sie waren entspannt und gelöst. Ihr 7. Schuljahr
war bis jetzt besser als alle vorherigen um diese Zeit. Kein Streit mit Snape, Malfoy
machte keinen Ärger und Nevills Kröte verschwand nicht mehr alle zwei Tage.
„Sag mal, wie läuft so ein Treffen eigentlich ab?“ fragte Ron Hermine, denn heute war
das erste Zusammenkommen aller Vertrauensschüler und Schülersprecher. „Das kann
was werden sag ich dir. Du weißt ja wer vom Slytherinhaus Sprecher ist, oder?“ „Draco
Malfoy, mir wird schlecht“ erwiderte Ron und seine Augen hatten nun einen zornigen
Blick in sich.
„Vielleicht wird es ja doch ganz gut“ sagte Harry etwas gelangweilt. Ron und Hermine
sahen ihn an und sagten nichts zu seiner Reaktion. Beide wussten, dass er es immer
noch nicht verstand, warum er nicht Vertrauensschüler oder Schulsprecher war. Er sah
sich selbst manchmal als Besten von allem. Hermine drehte ihr Gesicht zu Ron,
verdrehte die Augen und sagte „Lass uns los.“
Ron sprang auf, zog Hermine an der Hand hoch und ließ sein Blick zu Harry schweifen
„Kommst mit ins Schloss? Die Treffen sollen eigentlich nicht lange dauern.“
„Ach lass mal, ich werde wohl mal zu Hagrid gehen, oder so.“
Mit einem Seitenblick auf ihn verabschiedeten sich Ron und Hermine und schlenderten
gemeinsam zum Schloss.
Harry sah ihnen nach und sah noch, wie Ron Hermine in die Seite piekte und die anfing
zu quicken. Ron rannte los und Hermine lief so schnell hinter ihm her wie sie konnte.
Dann waren beide verschwunden. Harry wusste nicht so recht wo er hin sollte und
schlug einfach den Weg du Hagrids Hütte ein. Er Klopfte an die Tür, aber niemand
öffnete. Er versuchte es noch einmal „Hagrid, ich bin es Harry. Bist du da?“ Da Hagrid
offensichtlich nicht da war, ging Harry mit hängenden Schultern zurück zum Schloss.
Ron und Hermine kamen indes am Besprechungsraum an. Alle anderen
Vertrauensschüler und Schulsprecher waren schon da. Hermine rief „ Bindusa Alonso“
und aus der Decke löste sich eine Treppe. „Oh nein“ stöhnte Ron. „Was ist denn?“ „Das
erinnert mich an die alte Fledermaus Trylawne.“ Hermine musste grinsen und ging als
erstes die Treppe hoch. Alle anderen folgten ihr und setzten sich auf die Stuhle die bereit
standen. Professor Dumbledore hatte sich bereit erklärt, der Schülervertretung einen
eigenen Raum zur Verfügung zu stellen. Die Treffen die sonst abgehalten wurden,
fanden meistens in der Großen Halle statt aber Hermine fand, dass ein eigener Raum
besser war. Hier sollte von nun an einmal die Woche ein Treffen veranstaltet werden.
Jede Woche übernahm ein anderes Haus den Vorsitz und diesmal war Gryffindor dran.
Und nur die Schülersprecher waren befugt den Raum zu öffnen und das waren sechs
Leute.
Nach etwa einer Stunde erklärte Hermine das Treffen für beendet und die Treppe
eröffnete den Weg nach unten. Alle waren bester Laune und redeten über das Fest,
welches die 7. Klassen als Abschied planten. Es sollte zu Ostern stattfinden und alle
hatten diesen Vorschlag sehr begeistert aufgenommen. Hermine schlenderte mit Ron
den Weg zur Großen Halle entgegen. „Wartest du hier auf mich? Ich muss noch mal was
erledigen.“ Ron nickte Hermine zu und die verschwand.
Sie ging den Korridor entlang und hörte aus einem Nebenflur plötzlich Stimmen. „Lass
das, lass mich in Ruhe.“ Diese Stimme kam Harry sehr bekannt vor und dann hörte sie
noch eine weitere „Du bist echt ein Baby, du Lahmarsch. Heul doch am besten.“
Hermine ging zu dem Nebenflur und sah, wie Malfoy Neville im Schwitzkasten hatte und
dieser den Tränen nahe war. „Lass ihn los.“ Malfoy sah sich um und ließ Neville los. Der
nahm seine Beine in die Hand und rannte los. Er sah nicht mal Hermine ins Gesicht.
„Ah, Granger. Mal wieder auf Friedensmission?“ Malfoy sah sie mit einem Lächeln auf
den Lippen an, dass von Kälte nicht zu übertreffen war. Dann drehte er sich um und
ging.
-3Die Wut der Amazone
„Bleib sofort stehen. Du Schwein“ rief Hermine hinter Malfoy der aber der ging weiter
und kümmerte sich nicht darum. Sie rannte hinter ihm her und hatte ihn auf dem
nächsten Flur eingeholt. „Sag mal spinnst du? Kannst du die Leute nicht mal in Ruhe
lassen?“ Hermine sah Malfoy mit einem Wut verzehrtem Gesicht an und ihre Augen
blitzten.
„Ach Granger, verschwinde doch.“ Seine Stimme blieb ruhig und er wurde nicht mal ein
bisschen lauter. Während hingegen Hermine den Aufstand ihres Lebens probte.
Plötzlich öffnete sie eine Tür und Professor McGonagal steckte ihren Kopf aus der Tür.
„Miss Granger, was soll dieser Lärm? Von ihnen als Schulsprecherin hätte ich wirklich
mehr erwartet.“ „Aber ich wollte doch nur…“ „Nichts da, sollten sie weiterhin so ein
Aufstand machen, werde ich Gryffindor Punkte abziehen. Haben sie mich verstanden?“
Sie schloss die Tür und Hermine starrte fassungslos auf den Boden.
„Na Granger, nicht mehr der Liebling der alten Schachtel?“
Sie hob ihren Kopf und sah Malfoy mit einem Blick an, der Eisberge hätte versetzten
können.
Hermine griff sich Malfoy am Kragen und schliff ihn zu einem leeren Klassenzimmer,
weit entfernt von Professor McGonagal. Sie öffnete die Tür, schubste Malfoy hinein und
donnerte sie hinter sich zu. „Du bist echt das Letzte. Das Allerletzte.“ „Oh Granger, dann
haben wir ja was gemeinsam.“ Hermine warf Malfoy einen giftigen Blick zu und sprach
weiter „ Warum kannst du nicht mal aufhören alle Leute zu ärgern? Lass Neville doch in
Ruhe. Zeig doch mal ein bisschen Verständnis.“ Draco sah sehr verletzt aus und sprach
zu Hermine mit fast zottriger Stimme: „Du meinst soviel Verständnis wie du und deine
Freunde mir immer entgegen bringen?“
Das hatte Hermine geschockt. Sie hatte erwartet, dass Malfoy sie mit sarkastischen
Kommentaren bombadieren würde. Sie sah ihn an und sagte „Aber ich, ich dachte.. oh
Malfoy es, es tut mir....“ doch sie konnte ihren Satz nicht zu ende bringen denn Malfoy
war in einen lauten Lachanfall ausgebrochen. „Granger, du glaubst auch alles.“ Er
musste sich den Bauch halten und Hermine sah ihn nur zornig an „Du mieses Schwein“
dann holte sie mit ihrer Hand aus und schlug Malfoy ins Gesicht.
Der verzog keine Miene und starrte Hermine an. Dann ging er eine Schritt vorwärts auf
sie zu und automatisch ging sie einen Schritt rückwärts. Sie sahen sich in die Augen und
Hermine erschrak, also sie mit dem Rücken gegen die Wand prallte. Malfoy näherte sein
Gesicht dem ihren und Hermine sagte mit aufgebrachter Stimme „Wenn du mir was
tust, dann schrei ich ganz Hogwarts zusammen.“ Sein Gesicht kam näher und Hermine
schloss ihre Augen. Wie von einer Tarantel gestochen öffnete sie sie wieder und sah, das
Malfoy sie küsste. Sie schubste ihn weg und schrie ihn an“ Was soll das?“ „Ich dachte, du
würdest dann endlich deinen Mund halten.“ Gab Malfoy ganz trocken zurück. Hermine
sah ihn an, sah in seine Augen, auf seine Lippen und spürte plötzlich ein Kribbeln am
ganzen Körper. Sie beugte sich nach vorne und küsste Malfoy auf den Mund.
Sie ging einige Schritte vorwärts und schob ihn so vor sich her bis er gegen einen Tisch
prallte. Hermine nahm ihre Hände und spielte mir seinen Haaren und seine Hände
glitten hinab zu ihren Hüften. Er zog sie näher an sich heran und verstärkte den Druck
auf den Lippen. Sie küssten sich, als hänge davon ihr Leben ab. Beide füllten die Küsse
mit Leidenschaft und Lust, dass es den Beiden die Lust aus den Lungen trieb. Hermine
löste ihre Lippen von den seinen und sprach ganz außer Atem „Draco, wir sollten das
lassen.“ Er sah sie wie vom Donner gerührt an Seid wann nennt sie mich Draco? Doch er
ließ seinen Mund zu ihrem Hals gleiten und saugte sich an ihrer Halsschlagader fest. Er
hielt sie noch fester und drückte sie an sich. Hermine würde unter seinen Händen weich
wie Butter und lag wie besinnungslos in seinen Armen. Draco richtete seinen Kopf auf
und sah ihr in die Augen. Beide mussten nach Lust schnappen und dann fing Hermine
an seinen Hals mit Küssen zu überfluten. Dracos Hände glitten unter ihren Pullover und
er strich ihr mit viel Gefühl den Rücken entlang. Hermines eines Bein war zwischen die
seinen gerutscht und ihr Knie rieb die Innenseite seiner Schenkel. Sie zog den Saum
seines Pullovers hoch und streifte ihn über den Kopf. Sie lief ihn fallen und zog auch das
T-Shirt, welches Draco noch trug aus der Hose und zog es ihm ebenfalls aus.
Ihre Hände glitten über seinen nackten Oberkörper und sie krallte sich an seinem
Rücken fest. Hermine glaubte den Boden unter den Füßen zu verlieren und hatte das
Gefühl zu schweben. Doch als sie merkte, das Draco dabei war ihren BH zu öffnen,
wurde sie klar im Kopf. Sie stieß ihn weg und musste einige Augenblicke nach Luft
schnappen. „Das war einfach super“ stieß er hervor und musste erst einmal tief
einatmen.
Hermine sah ihn an „Wenn du es jemanden erzählst, dann bring ich dich um.“ Sie nahm
ihre Sachen und ging.
Hermine machte sich ganz verwirrt auf den Weg zur Großen Halle und richtete ihre
Haare zuvor noch mit einem Zauber in die richtige Richtung.
Am Gryffindortisch fand sie Ron und Hermine recht schnell und setzte sich zu ihnen.
„Wo warst du denn? Ich hab wie blöde auf dich gewartet.“ Hermine sah Ron verlegen an
und entschuldigte sich sogleich bei ihm „Es tut mir leid. Ich wollte gerade zu dir zurück
und da kam ich an Myrtes Toilette vorbei und sie hat mich die ganze Zeit nicht wieder
gehen lassen.“
„Zum Glück bist du sie ja doch losgeworden, wie eigentlich?“ Hermine sah Harry
schuldbewusst an und sagte „ich hab ihr versprochen du besuchst sie mal wieder.“ Harry
sah sie an und verschluckte sich am Kürbissaft. Ron lachte laut auf und zog so den Blick
seiner Mitschüler auf sich.
„So aber jetzt wieder zu mir. Ich frag mich, wie du das wieder gut machen willst“. Ron
sah Hermine beleidigt an und sagte dann „Ich hätte da eigentlich eine tolle Idee. Wie
wäre es wenn du diesmal nackt mit mir tanzt?“ Er sah Hermine in die Augen und
musste sich dann schnell duckten um die Pfefferminzbonbons die Hermine nach ihm
warf nicht abzubekommen. Alle drei mussten so laut anfangen zu lachen, dass selbst die
Lehrer von ihren Tellern aufsahen und sie mit bösen Blicken tadelten.
Als Hermine, Ron und Harry sich wieder beruhigt hatten, füllten sie ihre Teller voll und
schwiegen eine Weile. Hermine ließ ihren Blick durch die Große Halle schweifen und
ihre Augen trafen die von Malfoy. Beide starrten einander an und schon kurze zeit später
wendete Malfoy seinen Blick ab und erzählten an seinem Tisch etwas, das alle zum
lachen brachte. Was finde ich nur an dem? Sie wendete ihr Gesicht ihrem Teller zu und
stocherte lustlos in dem Essen. Er ist ein Schwein. Er ist ein MALFOY. Irgendwas führt
der im Schilde. Hermine nahm sich vor, ihn auf jeden Fall zu ignorieren, wenn er sie
auch nur ansprach. “Was ist los?“ fragte Ron und Hermine erschrak „Nichts, ich hab
bloß Kopfschmerzen.“ Sie stand auf und ging aus der alle. Ron und Harry sahen ihn nach
und Ron sprach das aus, was auch Harry dachte: „WEIBER!“
-4Im not an girl
Nach dem Essen machten sich Ron und Harry auf um Hermine zu suchen. Sie fanden sie
nicht auf der Krankenstation oder in der Bibliothek. Die beiden gingen nun gemütlich
zum Griffindor Turm. Als sie der Fetten Dame das Passwort sagten (Grünspan) und in
den Gemeinschaftsraum eintraten, sahen sie Hermine nachdenklich in einem der Sessel
sitzen. Sie reagierte nicht auf ihre Rufe und sah nur wie gebannt ins Feuer. Harry trat in
großen Schritten an sie heran und fragte sie mit sanfter Stimme „Alles in Ordnung?“ „Ja
,alles klar.“
Hermine stand auf und machte sich auf den Weg zu ihrem Schlafzimmer. Ron sah Harry
eindringlich an aber auch der wusste sich nicht zu helfen. Die beiden beschlossen,
morgen mit Hermine zu reden falls sie dann immer noch so merkwürdig sein würde,
aber jetzt redeten sie über Gott und die Welt.
„Stell dir mal vor, welches Gesicht Malfoy machen würde?“ „ Das kann ich mir gut
vorstellen“, sagte Harry. Er und Ron redeten über die bevorstehenden Quidittch Spiele
und hofften auf einen Sieg. „Oh man, es ist schon voll spät. Ich wird jetzt auch mal in
mein Zimmer gehen“ sagte Ron und stand auf. „Nacht“ ,„Gute Nacht“.
Seiner und Harrys Weg trennten sich, denn Rons Zimmer lag auf der
gegenüberliegenden Seite von den großen Gemeinschaftsschlafzimmern. Auf dem Weg
zu seinem Zimmer hielt er bei Hermines Tür an und klopfte leise. Er öffnete die Tür und
sah Hermine vollkommen angezogen, alle viere von sich gestreckt auf dem Bett liegen
und die Decke anstarren. Sie rührte sich nicht.
Ron ging auf sie zu und fragte „Hey Herm, kleine Aufmunterung gefällig?“ Hermine sah
ihn an, lächelte und sagte “Danke nein“ „Hermine, du machst einem echt sorgen.“ Ron
setzte sich zu ihr aufs Bett und schloss seine Augen. „Wenn was nicht in Ordnung ist,
dann sagst du es aber, ok?“ Ron hatte es sich inzwischen auf ihrem Bett gemütlich
gemacht und von Hermine war nur ein „ MMhhmm…“ zu hören. Sie schlief ein. Ron
wollte eigentlich aufstehen und in sein eigenes Bett gehen aber er war zu müde. Er
schloss seine Augen.
„Was ist denn hier los?“ Hermine und Ron schreckten beide aus dem Schlaf. Sie offneten
die Augen und sahen Harry im Türrahmen stehen. Seine Augenlider zuckten. „Morgen“
sagte Ron und Hermine zog ihren Arm von Rons Brust der dort wohl die ganze Nacht
lag. „Könnt ihr mir mal sagen was ihr hier macht?“ „Oh Harry, wir haben bloß
geschlafen!“ „sag mir jetzt bloß nicht ihr beide hättet…“ Ron sah ihn verwundert an und
gab zurück „Doch Harry, es war die reinste Sexorgie. Hermine und ich waren die ganze
Nacht mit nichts anderem beschäftigt. Und wir dachten uns, mit Klamotten wäre es
noch schöner.“ Er schüttelte den Kopf, erhob sich vom Bett und ging aus dem Zimmer.
Harry folgte ihm und rief ihm hinterher „Was maulst du denn jetzt so rum?“ Ron drehte
sich um sprach“ Mein Gott Harry, wenn du was von Hermine willst, dann sag es ihr
doch. Du glaubst doch nicht im Ernst wir hätten was miteinander.“ Harry sah ihn
irritiert an und brachte vollkommen erstaunt hervor „Ihr zwei habt also nicht..?“ „Oh
man, nein. Natürlich nicht. Sie ist meine beste Freundin.“ Ron drehte sich um und
machte sich auf den Weg zu den Waschräumen der Vertrauensschüler und
Schulsprecher und schüttelte immer während den Kopf. Harry stand immer noch
verwirrt im Flur.
Nachdem endlich zwei langweilige Stunden Verwandlung und zwei nervtötende Stunden
Geschichte der Zauberei vorbei waren, saßen Harry und Ron zusammen im
Gemeinschaftsraum und erledigten Hausaufgaben. Hermine saß einen Tisch weiter mit
Ginny, Lavender und Pavarti zusammen und sie redeten über Jungs. Lavender erzählte
gerade von ihrer Sommerliebe namens Patrik mit dem sie lange Stunden am Meer
verbracht hat. „Und Lavender, hab ihr beide…“ „Oh Gott, müsst ihr Weiber eigentlich
immer über so was reden?“ kam es mit entrüsteter Stimme von Ron. Die vier Mädchen
sahen ihn verwundert an und mussten anfangen zu lachen.
„Ron, komm mal wieder runter“ war jetzt von Harry zu hören. „Sei doch ehrlich, Jungs
reden nie über so was aber Mädchen müssen immer tratschen und alles haarklein
erzählen.“ Er sah zu der Mädchengruppe, die anfing sich aufzulösen und sah dann, wie
Hermine sich auf Ihn und Harry zu bewegte. „Tolles Auftritt, Ron“ sagte Hermine mit
einem dicken Grinsen auf dem Gesicht. „Ich bin sicher, du triffst auch mal auf ein
Mädchen, das mit deinen Vorgehensweisen prahlt.“ Sie sah die beiden an und ging.
Was ist denn nur mit ihr los? Fragte sich Ron aber Harry war mit seinen Gedanken ganz
wo anders. Hatte Ron recht und er war verliebt in Hermine? Könnte das wahr sein und
sie ist seine Auserwählte? Wenn er sie manchmal ansah, lief es ihm kalt den Rücken
runter. Nein, er liebte sie aber nicht. Das stand völlig außer Frage.
-5-
Auch Helden wollen Ruhm
Am nächsten Morgen ging Harry sehr unausgeschlafen zum Frühstück. Er hatte die
ganze Nacht wach gelegen und musste an Hermine denken. Ron ist echt ein
Riesenarsch, dass er mir so ein Müll einredet. Harry setzte sich an den Gryffindortisch
und begrüßte die Anderen. Hermine und Ron saßen schon am Tisch und schwiegen. Ron
war dabei Hermine die ganze Zeit mit dem Fuß gegen ihr Schienbein zu trete. „Ron, lass
das!“ schrei Hermine plötzlich. „Ich bekomme 5 Galleonen von dir meine liebe
Hermine.“ Ron sah sie grinsend an und aß weiter seine Pfannkuchen Von Harry kam nur
sehr gelangweilt „Könnt ihr mir mal sagen, was das soll?“
„Also gut, ich habe mir Ron gewettet, dass er es nicht schafft mich zur Weißglut zu
bringen und da ich verloren hab, schulde ich 5 Galleonen.“ Hermine sagte das mit wenig
Enthusiasmus in ihrer Stimme und nippte am Glas, in dem sich Kürbissaft befand. Sie
sah wie Harry die Augen verdrehte. „Was ist denn los?“ „Gar nichts!“ Harry sah Ron und
Hermine an, schüttelte den Kopf und stand auf. Kurze Zeit später war er aus der Großen
Halle verschwunden.
„Ich glaube dein Freund fühlt sich einsam.“ „Immer wenn er Probleme macht ist er
mein Freund, na danke Hermine!“ Hermine stockte der Atem als sie das hörte und
wollte Ron gerade zurecht weisen als sie sein Gesicht sah, auf dem ein fettes Grinsen lag.
„Ron, du machst mich fertig. Kannst du nicht mal aufhören mit deinem scheiß
Sarkasmus!“ „Hattest du schlechten Sex letzte Nacht, oder warum bist du so
unausgeglichen?“ Hermine verschluckte sich an ihrem Trinken und hörte Neville neben
sich vom Stuhl fallen. „Das zahl ich dir heim, Ron. Verlass dich drauf.“ Hermine sah Ron
mit einem Blitzen in den Augen an und musste sich ein Lachen verkneifen. Ron ist echt
ein Schwein. Haben Jungs eigentlich immer nur Sex im Kopf? Ronald Weasley ich
werde dich das nächste Mal zu Tode blamieren. Verlass dich drauf.
Die Beiden gingen zusammen aus der Großen Halle und steuerten auf den
Gryffindorturm zu. Die ersten Stunden waren ausgefallen, denn Professor Snape war für
1-2 Monate unterwegs und so hatten sie keine Zaubertrankunterricht.
Sie fanden Harry in einem Sessel sitzend und sahen, das er etwas las ohne die Augen zu
bewegen. „Hey Harry, hast Lust auf Quittitch?“ „Nein, lass mich in Ruhe man.“ Hermine
sah Ron mit großen Augen an und zuckte die Schultern. „Alles klar?“ war von Ron zu
hören. „Alles bestens. Könnte nicht besser sein. Ich liebe mein Leben.“ Harry richtete
sich auf und rauschte an den beiden vorbei, hinaus aus dem Gemeinschaftsraum. „Weißt
du was er hat?“ fragte Hermine besorgt. „Wäre er du, würde ich sagen akutes PMS aber
so…“ Hermine stieß Ron etwas unsanft in die Rippen und die beiden machten sich auf
den Weg in die Bücherei.
„Was suchst du eigentlich für ein Buch?“ „Ron, muss ich dir eigentlich alles dreimal
erzählen, bevor zu es kapierst?“ „Was redest du so mit mir? Du verletzt meine Gefühle.“
Ron griff sich an seine Brust und gab merkwürdige laute von sich. „Wir wollen mal
nichts dramarisieren meine lieber Ron.“ Ron sah Hermine an und musste grinsen „Was
ist denn jetzt schon wieder los?“ war gereizt von Hermine zu hören „Du klingst wie
meine Großmutter und wenn ich mir dich so angucke, einen Hüfthalter könntest du
auch vertragen.“ Dann rannte er los und bevor Hermine die Anspielung überhaupt
begriff, war er um die nächste Ecke verschwunden. Sie rannte hinter ihm her und ihre
Schultasche schlackerte wie wild um ihre Beine. Sie sah nicht wo sie hinlief sondern
rannte einfach nur um Ron zu erwischen.
KRACH!!!!!!!! „Pass doch auf du Blödian.“ Hermine war mit Draco Malfoy
zusammengestoßen und beide lagen jetzt auf der Erde. Draco sah sie an, stand auf und
reichte ihr seine Hand um Hermine beim aufstehen zu helfen. „Lass mich in Ruhe.“ Er
zuckte mit den Schultern und ging. Zurück ließ er eine ratlos wirkende Hermine.
Sie fang Ron schließlich vor der Bücherei, der sich vor lachen krümmte und schritt mit
energischen Gang auf ihn zu. „Ist das eine Krankheit bei dir oder was ist los?“ Ron
konnte nicht mal antworten und hielt sich den Bauch. Er deutete mit dem Finger nur auf
die Tür zur Bücherei und machte eine Handbewegung, dass Hermine hineingehen soll.
Ein wenig unsicher öffnete sie die schweren Türen und steckte den Kopf durch die Tür.
Ihr Blick viel auf Neville, der in einem Sessel saß und auf ihm drauf….Millicent
Bullstrudt. Hermine biss sich auf die Lippen um nicht zu brüllen. Wie Neville hilflos
Millicent ausgeliefert war und sie in küsste. Auf einmal stieß Hermine einen spitzen
Schrei aus und nicht mal eine Sekunde später tauchte die Bibliothekarin neben ihr auf.
„Miss Granger, ich muss doch sehr bitten. Verlassen sich umgehend die Bücherei.“ Sie
packte Hermine am Arm und beförderte diese unsanft nach draußen. Vor der Tür brach
Hermine zusammen und sang mit Ron auf dem Boden zusammen und die Beiden
lachten aus vollem Halse.
-6Männer…
Am Ende des Schultages hatte Harry kein weiteres Wort mit Ron und Hermine
gewechselt und die beiden machten sich ernsthaft Sorgen. Aber zunächst mussten sie
wieder zu einem der Schülervertretungstreffen. Alles lief scheinbar wie immer nur
Hermine kam mit finsterem Gesicht in den Gemeinschaftsraum und auf die Frage von
Ginny, was denn sein soll, fauchte sie diese an und versetzte ihr einen mörderischen
Blick. Hermine stampfte in ihr Zimmer und blickte sich nicht um. „Was ist denn mit der
los?“ kam es mit zittriger Stimme von Ginny. „Ach keine Panik, sie hat nur vergessen
ihre Leck- Mich- Am- Arsch- Pillen zu nehmen und bekam es dann auch noch mit Draco
Malfoy zu tun.“ Er verdrehte die Augen und folgte Hermine in ihr Zimmer.
Das Wetter hatte sich zum Abend hin zunehmst verschlechtert und jetzt hingen dunkle
Wolken über Hogwart. Ron saß auf Hermines Schreibtisch und blickte auf den See, der
mit Regenwasser aufgefüllt wurde. „Dieser verfluchte Regen“ war von Hermine zu
hören, die bäuchlings auf dem Bett lag und das Fest der diesjährigen Hogwartsabgänger
plante. Statt an Ostern, sollte es jetzt in der Weihnachtszeit gefeiert werden. Hermine
kümmerte sich um die Dekoration zusammen mit Draco Malfoy und schien darüber
nicht besonders erfreut zu sein. „Warum so mies gelaunt?“ fragte Ron zurück. Das
miserable Wetter hatte keinerlei Einfluss auf sein Gemüt. Er war fröhlich wie immer.
„Immer nur Regen, Regen, Regen. Das kotzt mich an und dann auch noch Draco
Malfoy.“
Sie betonte das Malfoy so stark, dass es wie eine ekelhaft juckende Hautkrankheit klang.
Ron kluckste und erwiderte „Tja. Pech gehabt. Ich find es lustig, dass er sich freiwillig
dazu gemeldet hat.“ Draco und Ron hatten ihre Feinschaft nahezu beigelegt, denn als
Schülersprecher wollten sie kein kindisches Verhalten an den Tag legen. Sie hatten dies
ziemlich zu Beginn des Schuljahres erklärt. Seitdem hassten sich die Gryffindors und die
Slytherins nicht mehr wie die Pest.
Ron und Hermine knurrte der Magen und so beschlossen sie, sich auf den Weg in die
Große Halle zu begeben. Harry und Ginny schlossen sich den beiden an und so gingen
sie zusammen zum Essen. „Hey Granger, warte mal.“ Hermine drehte sich um und sah
Draco Malfoy auf sie zuschreiten. „Was denn?“ fragte sie ihn gereizt. „Ich wollte ja nur
fragen ob wir uns treffen wegen der Dekoration“ sagte Draco mit einem gehässigen
Grinsen auf dem Gesicht.
„Du hast doch schon wieder was vor du Schleimbeutel. Kannst du eigentlich nicht mal
eine Sache angehen ohne Hintergedanken? Du machst mich krank.“
„Granger, du hast zwar einen netten Arsch aber an deiner Einstellungt musst du noch
mal arbeiten.“ Draco sah sie an und ging weiter. „Bilde dir bloß nichts ein auf deinen
Vater und hör auf so zu stolzieren. Ich bekomme schon raus was du vorhast. Du
schleimiger Idiot.“ „Wie du meinst Hammerzahn, also heute um 8 Uhr.“ Kam es
gelangweilt von Draco. Hermine blickte ihm mit einem finsteren Blick nach und sprach
mit sich selber. „Warum muss er bloß immer so selbstsicher sein. Das macht mich ganz
wahnsinnig.“
„Hey Herm, Rührei?“ Harry wedelte mit einer Schüssel vor ihrem Gesicht rum. „Hast du
dich entschlossen wieder mit uns zu reden oder was ist los“ antwortete Hermine etwas
gereizt. „Mein Gott, lass mich doch in Ruhe.“ Harry stand auf und setzte sich mit seinem
Teller in der Hand zu Pavarti und Lavender, die weiter unten am Tisch saßen.
„Super Herm, jetzt hasst er uns.“ Ron sprach mit einer Stimme, die mehr Desintresse
nicht hätte aufweisen können. „Mal ernsthaft Ron, was ist denn los mit ihm? Er spinnt
doch völlig.“ „Vielleicht ist heute Tag des Arschlochs“ schlug Ron vor und erntete dafür
einige laute Lache vom Gryffindortisch.
Hermine sah indes zu Harry und redete weiter „Irgendwas ist doch los. Vielleicht sollte
ich mal mit ihm über seine Gefühle reden“ „Aber sonst ist alles klar ja? Mit ihm über
seine Gefühle reden? Wir sind Männer, keine Memmen.“ Hermine sah Ron an der eine
sehr entsetzte Miene aufsetzte. „Was soll das denn heißen?“ „Weiber stehen auf böse
Typen und nicht auf Heulbojen. Gibs doch zu. Ihr Mädels werdet vom Bösen angezogen
und deswegen reden Männer wie Harry und ich nicht über Gefühle.“ „Scheint ja nicht
besonders viel Wirkung zu zeigen“ gab Hermine zurück und aß weiter. Dafür bekam sich
von Ron einen tritt gegen ihr Schienbein.
Sie schrie auf , rieb sich das Bein und fragte Ron mit schmerz verzerrten Gesicht „Über
was redet ihr denn sonst so?“ „Titten!“ Dean und Seamus klatschten Beifall und
schlugen Ron auf die Schulter und nickten Hermine nur zu. „Männer sind ja so
primitiv.“ Sie stand auf und ging aus der Halle. „Coole Aktion, Ron.“ „Danke, danke. Sie
nennt uns primitiv? Dabei küsst sie jedes Mal vorm Schlafen gegen eine Bild von einem
Muggelstar. Irgendwas mit DiCaprio…oder so.“
-7…und Frauen
„Harry, bist du hier?“ Hermine klopfte an die Tür des Jungenschlafsaales und öffnete die
Tür. „Hey Harry, was ist eigentlich los?“ Sie sah ihn auf dem Bett sitzend und er sah sehr
traurig aus. Hermine schritt auf das Bett hinzu und setzte sich neben ihn. „Verschwinde
Hermine, lass mich in Ruhe.“ „Ich werde erst gehen, wenn du mir sagst was du hast. Du
hast schlechte Laune und mit dir ist nichts anzufangen.“
„Du willst wissen was los ist?“ Harry sah sie zornig an und dann nah er blitzschnell ihr
Gesicht in seine Hände und küsste sie auf den Mund. Hermine konnte gar nicht glauben
was dort passierte, stieß Harry weg und gab ihn eine Ohrfeige. „Sag mal spinnst du
denn?“ „Ich, ich….also. Hermine es ist….“ „Was soll das denn? Ich dachte, wir hätten uns
geeinigt.“ „Aber jetzt ist es was anderes!“ Ach jetzt ist es was anderes. Als ich in dich
verliebt war, da hast du dich ein Scheißdreck um meine Gefühle gekümmert. Und jetzt
….!“ „Hermine, es ist nur so…jetzt wo wir so wenig Zeit miteinander verbringen, da
merke ich erst wie viel mir an dir liegt.“ „Du meinst, du bist allein und da soll ich dir
helfen!“
Harry sah sie zornig an und sprach mit fester Stimme „Gut, verschwinde aus dem
Schlafsaal und sprich mich niemals wieder an.“ Hermine dachte, sie hätte sich verhört
und drehte ihr Gesicht dem von Harry zu „Aber Harry, du verstehst mich nicht.“ „Doch
ich verstehe dich sehr gut. Dich und Ron!!! Ihr denkt wohl ihr seid etwas besseres weil
ihr Schulsprecher seid. Ihr wurdet doch nur auf Mitleid gewählt.“ Sein Kopf war ganz rot
vor Zorn und Aufregung. „Wenn du so denkst, dann ist es wohl wirklich besser, wenn wir
und nicht mehr unterhalten.“ Sie stand auf, ging zur Tür. Als sie verschwinden wollte
drehte sie sich noch einmal um und sprach mit Harry und sah ihm dabei tief in seine
grünen Augen „Neid zerstört soviel. Und gerade von dir,Harry, hätte ich mehr erwartet.“
Dann ging sie und ließ einen nachdenklichen Jungen zurück.
Hermine verschwand in ihrem Zimmer und schlief sofort ein. Sie träumte von Harry, der
als Stripper in London sein Geld verdient. Da schreckte sie hoch und fragte sich, ob
Harry wirklich so einen gut gebauten Oberkörper hat. Sie zog sich einen Morgenmantel
an und ging in den Gemeinschaftsraum, aus dem heitere Stimmen kamen.
Ron spielte mit Neville Zauberschach „Neville, du spielt wie ein Anfänger. Ist es dir nicht
peinlich so oft zu verlieren?“ „Oh danke Ron, wie nett, das du meiner Persönlichkeit mal
wieder einen Schub gibst“ gab Neville sarkastisch zurück und er sah aus wie das reinste
Nervenbündel. Ron war unschlagbar in Zauberschach aber er war so blöd und ließ sich
wieder überreden. „Kein Problem, tu ich doch gerne. Hey Hermine, hast du Lust Neville
zu helfen? Gegen zwei zu gewinnen würde mein Ego noch mehr stärken.“ Er grinste sie
an und Hermine kam auf ihn zu. „So nett dein Angebot auch ist, ich muss mal mit dir
reden.“ Mit Seitenblick auf Neville fügte sie hinzu „…Allein!“
Neville stand auf und nuschelte im Gehen etwas von „… Weiber, Probleme und
krank….“ Hermine sah ihm nach und staunte nicht schlecht. Woher hatte er nur zu so
einer Einstellung gefunden? Sein Blich fiel auf die Person vor ihr, natürlich RONALD
WEASLEY, die Ursache allen Übels. „Was hast du mit Neville gemacht?“ Sie setzte sich
ihm gegenüber und wartete auf eine Antwort. „Ich geb dir mal ein Paar Hinweise, den
Rest musst du dann selber zusammenreimen, Millicent, Neville ist 17, er hat
Bedürfnisse….na fällt der Groschen?“ „Du meinst, Neville und Millicent haben…?“
„Sprich es ruhig aus Hermine, SEX.“ Hermine sah ihn an und schüttelte wieder den
Kopf. „Sag mal, warum bist du eigentlich so?“ „Wie bin ich denn?“ „Na so ohne Skrupel,
ohne Peinlichkeitsgrenze und einfach nur so auf Sex fixiert.“
„ In deiner Gegenwart kann ich einfach nicht die Kontrolle bewahren. Deine Beine sind
der Wahnsinn und am liebsten würde ich dich mit in mein Zimmer nehme.“ Hermine
sah ihn an, und warf eine Schachfigur nach ihm. Sie traf Ron am Ohr und der sprang
wild auf und nahm Hermine in den Schwitzkasten. „Ron, Ron, lass das sein!!!“ „Sag erst
ich bin ein Gott…sag Ronald Weasley, du bist ein Gott“. „Niemals, du spinnst doch“ kam
es etwas dumpf von Hermine zurück aber dann gab sie sich geschlagen und rief laut
„…Ronald Weasley, du bist ein Gott“. Aus der Ecke des Einganges kam eine Welle von
Gelächter auf die Beiden zu. Hermine drehte ihren Kopf hoch und sah, das der
Gemeinschaftsraum voller Schüler war.
Seamuis rief „Hey Ron, denkst sie du bist DiCaprio?“ Hermine sah Ron an und wollte
ihm am liebsten an die Kehle springen aber sagte dann ganz ruhig „Ron, nimm dich in
Acht. Der nächste peinlich Auftritt gehört dir.“ Dann ging sie in ihr Zimmer zurück und
hörte noch, wie Ron, Dean und Seamus Witze rissen. „Männer“ sagte sie zu sich selber.
Als sie im Bett lag und gerade am einschlafen war, dachte sie darüber nach, wie sie Ron
so richtig vorführen konnte. Und da kam ihr die perfekte Idee. An Draco und das Treffen
dachte sie nicht eine Minute.
-8schuldige Jungfrau
Hermine machte sich am nächsten Morgen auf den Weg zur Großen Halle. Sie war
alleine, denn Harry und Ron waren schon früher runter gegangen. Eigentlich gut, dachte
sie. Dann hätte sie Zeit, sich ihren Plan durch den Kopf gehen zu lassen. „Heute ist Ron
fällig, jetzt blamiere ich ihn bis auf die Knochen.“
Hermine betrat die Große Halle und erblickte Ron und Harry am Ende der Tisches. Sie
ging auf die Beiden zu und als Harry sie sah, stand er auf und verlies die Große Halle.
Ron blickte ihm hinterher und als Hermine sich neben ihm niederließ sagte er „Na
super, deine bloße Anwesenheit bereitet ihm schon einen Brechreiz.“ Hermine sah ihn
an und setzte ihr Du – Kannst- Mich- Mal- Miene auf. Ron nahm das sehr amüsiert zur
Kenntnis und beschäftigte sich wieder mit seinem Schinken.
Hermine sah ihre große Chance und rief mit lauter Stimme, so dass es alle hören
konnten „Du hast Tripper?“
Ron sah sie an und grinste. Ach so läuft das jetzt. Hermine versucht mich zu blamieren.
„Du hast doch zu mir gesagt es wäre kein Problem ohne Kondom. Kann ich was dafür,
dass einer deiner vielen Beischlafopfern unrein war?“
Hermine blickte ihm ins Gesicht und verfluchte den Tag, an dem Ron selbstbewusst
wurde. Jetzt saß sie ganz schön in der Scheiße. Mit Ausnahmen von wenigen Schülern
blickten alle zu ihr und Ron und tuschelten.
Sie hörte nur Wörter wie „Schlampe!…mit der?....iiigittt!“
Ron grinste immer weiter und ihm schien die Tatsache, hunderter Augen auf sich
gerichtet zu haben, kein bisschen beunruhigend zu finden.
Hermine lief scharlachrot an und senkte den Kopf. Vom eigenen Tisch konnte sich
Deans Stimme wahrnehmen, die aus einem Lachanfall nicht mehr herauskam. Und
Neville lief Milch aus seiner Nase. Lavender und Pavarti blickten schockiert aus ihren
Augenhöhlen und tuschelten miteinander.
„Miss Granger, Mister Weasley, was soll dieses Theater?“ Professor McGonagal war vom
Lehrertisch aufgestanden und stand nun hinter den Beiden. „Ich verlange eine
Erklärung. Die eigenen Schulsprecher veranstalten so einen Tumult. Und das am
Morgen.“
Sie sah von einem zum anderen und beugte sich dann zu Hermine „Wenn sie Fragen
haben, wie sie sich vor Geschlechtskrankheiten schützen können, dann kommen sie am
besten heute Abend in mein Büro.“ Dann ging sie wieder.
Hermine fühlte sich, als wäre ihr der Boden unter den Füßen genommen worden. So
blamiert hatte sie sich noch nie. Nicht mal damals, als Ron laut verkündetet, sie rieche
wie eingelegtes Sauerkraut.
Als das Frühstück zu ende war, ging sie in ihr Zimmer und dort blieb sie auch für den
Rest des Tages.
Sie nahm sich vor, niemals wieder ein Wort mit Ron zu wechseln.
Gegen Abend bekam sie eine Eule und wunderte sich wem dieser schöne Vogel wohl
gehörte. Sie öffnete den Brief und staunte nicht schlecht als sie den Absender las.
Hermine
Sag mal, wo warst du denn Gestern. Ich hab gestern die ganze Zeit auf dich gewartet und
wer kam nicht. Wenn du schon keine Lust hast mit mir zusammen zu arbeiten, dann sag
mir nächstes mal vorher bescheid.
Draco
PS: Von wem willst du den Tripper haben???
Hermine zerknüllte den Brief und war im ersten Moment sehr sauer auf Draco Malfoy.
„Warum denkt er eigentlich, dass ich keinen abbekomme?“ aber dann fühlte sie sich
schuldig, denn sie hatte ihn total vergessen. Sie entschloss sich, einen neuen Termin
abzumachen. Am besten heute Abend.
Draco
Tut mir sehr leid. Lass uns das heute Abend machen. Wir treffen uns um 9 Uhr im
Besprechungszimmer der Schülervertretung.
Hermine
PS: Als würdest du nicht noch ne Jungfrau sein!!!
Hermine befand den Brief für sehr gut und schickte die Eule damit wieder los. Sie sah
ihr noch nach als es an ihre Zimmertür klopfte. Ron steckte seine Kopf durch den
Türspalt und sah Hermine freundlich an.
„Immer noch beleidigt oder was?“ Hermine sah ihn mit eiskaltem Blick an und sagte
nichts.
„Hast du dir vorgenommen nie wieder mit mir zu sprechen?“ Ron sah Hermine an, die
immer noch nichts sagte und ihn weiterhin nur anstarrte. „Ich deute das mal als ja. Ich
frag mich was du hast. Jetzt stehst du bei der Hälfte der männlichen Schüler hoch im
Kurs. Und ich glaube auch Professor Snape wäre dir gegenüber nicht abgeneigt.“
Hermine könnte nicht mehr und musste lachen. So laut, das draußen vorbei fliegende
Eulen merkwürdige Laute von sich gaben. „Ron, ich könnte dich dafür töten.“ „Ich weiß.
Rate mal warum mir das so viel Spaß macht!“ „Ich wette, Peinlichkeiten dieser Art
können zum Tod führen, das ist bestimmt medizinisch erwiesen!“ Ron ging auf sie zu
und reichte ihr die Hand. „Ok, schließen wir ein Friedensbündnis. Peinlichkeiten sind
verboten!“ Sie sah ihn misstrauisch an, nahm dann aber doch seine Hand. Hermine
zuckte wie verrückt als sich ihre Handflächen berührten. „Ron, was war das schon
wieder?“ „Nur ein kleiner elektrisierender Zauber.“ Dann ergriff er schnell die Flucht.
Hermine rannte wie eine Furie hinter ihm her.
-9Die Stunde des Drachen
„Wartest du schon lange?“ Hermine kam am Fuß der Dachtreppe an und sah einen
ungeduldigen Draco dort stehen. „Bin es ja schon gewohnt von dir stehen gelassen zu
werden.“ „Es tut mir leid. Ich musste Ron noch einige Bücher an den Kopf werfen und
ihm ein Furunkel überzogenes Gesicht verpassen.“ „So eine Schönheitskur hatte er
wirklich mal nötig.“ Hermine musste lachen und war erstaunt über sich selber. Draco
Malfoy reißt Witze über Ron und du lachst? Also bitte! „Na dann lass uns mal
hochgehen.“ Draco ließ Hermine die Treppe zu erst hochgehen und folgte ihr dann
rasch. Die beiden machten es sich an einem großen Tisch gemütlich und Hermine packte
ihre Zettel, Mappen, Stifte und alle weiteren Unterlagen aus. Draco staunte nicht
schlecht. Er hatte nur ein Blatt und einen Stift mit.
„Hast du dir schon Gedanken gemacht oder müssen wir von ganz vorne anfangen?“
„Also ich..ähm..ich hab noch nicht.“ „Warum hast du dich eigentlich gemeldet wenn du
nichts zu Stande bringst.“ Hermines Stimmung war sehr gereizt. Was wollte Draco
eigentlich hier. Und warum nannte sie ihn Draco.
Draco sah sie an und erwiderte etwas stockend „Wenn du das nicht weißt…!“ „Was soll
ich wissen?“ „Du glaubst du nicht etwas ich interessiere mich für Dekorationen.“ „Ach ja,
für was interessierst du dich denn dann?“ Draco sah Hermine in die Augen und
antwortete „Für dich“.
„Man Harry, sag schon was los ist.“ Ron versuchte verzweifelt Worte aus Harry heraus
zu kriegen nachdem er sein Gesicht furunkelfrei gezaubert hatte.. „Es ist nichts.“ „Ach ja,
mach mir doch nichts vor. Hat doch mit Sicherheit mit irgendwelchen Weibern zu tun,
oder?“ „Woher weißt du das?“ Ron zog seine Augenbrauen hoch. Harry fällt genau wie
Hermine auf alles hinein. Hoffentlich haben die beiden niemals was miteinander. „Gibt
es denn etwas zu wissen?“ Ron sah Harry grinsend an und dieser verfluchte seine
Blödheit. „Du musst mir schwören, dass du es niemanden erzählst!“ „Ok mein
Häuptling, ich schwöre feierlich beim Leben von Percy, dass ich dein Geheimnis mit
niemanden teile.“ „Percys Leben? Das ist ja keine besondere Absicherung!“ „Also erzähl
schon.“
Harry erzählte Ron die Geschichte mit dem Kuss und beschrieb Hermines Verhalten
darauf. „Du hast was?“ „Warum bist du so schockiert? Etwas eifersüchtig?“ antwortete
Harry etwas gereizter als nötig. „Ja, sogar sehr, aber wenn es dich nicht stört, können
wir auch eine dreier machen.“ „Ron, lass die dummen Witze. Es ist mir ernst mit diesem
Thema.“ „Mir doch auch. Stell dir nur mal die sexuelle Befriedigung vor die man durch
eine Dreier erlangen kann.“
Harry sah Ron beleidigt an und sprach wieder „Was soll ich denn jetzt tun? Sie wird
niemals wieder mit mir reden.“ „Natürlich wird sie das. Sie war doch letztes Jahr so
verliebt in dich. Das ändert sich doch nicht so schlagartig.“ „Wenn ich das nur wüsste.
Kannst du nicht mal ein bisschen nachforschen. Du verbringst die meiste Zeit mit ihr.“
Ron sah Harry etwas zweifelnd an und erwiderte „Na ich weiß nicht. Kannst du das nicht
selber klären?“ „Das wird kaum gehen. Wir haben beschlossen niemals mehr
miteinander zu sprechen.“ „Und das nennst du Hindernis? Das sagt sie mindestens
dreimal in der Woche zu mir. Und ich bin trotzdem ihr Gott. Frag Seamus!“
„Ich meine es ernst. Warum glaubst du mir nicht?“ „Dreimal darfst du raten.“ „Hermine
glaub mir, ich mag dich sehr.“ Hermine sah ihn an und blickte in seine grauen Augen.
Sie wusste nicht, ob Draco überhaupt zu Gefühlen fähig war, aber in seinen Augen lag
eine solche Klarheit, dass sie nichts böses vermuten konnte. „Du warst immer so gemein
zu mir. Du wirst dich niemals ändern.“ Draco war aufgestanden und griff nach Hermines
Arm. „ich habe mich geändert.“ Dann küsste er sie.
Hermines Welt drehte sich und in ihrem Kopf schossen so viel glückliche Gedanken
umher, dass sie die Umgebung um sich nicht mehr wahrnahm. Sie fühlte den Kuss.
Diesen Kuss, der so sanft und zugleich so leidenschaftlich war. Der ihre Welt zum beben
brachte und zugleich alles aufrichtete. Und dann Draco. Draco Malfoy, der um keine
Gemeinheit verlegen war. Dieser Draco Malfoy gab ihr den besten Kuss den sie jemals
gespürt hatte. Als seine Lippen sich von den ihren entfernten, schloss sie die Augen um
ihre Gedanken wieder zu ordnen.
Sie öffnete die Augen und sah ihn. Groß, blond und schön. Ja, er war schön. Unglaublich
schön. Er hatte nichts nettes an sich aber zweifellos war er das schönste männliche
Wesen, dass sie je gesehen hatte. Sie neigte ihren Kopf nach vorne und küsste ihn sanft
zurück.
„Du geht’s jetzt zu Hermine und wirst mit ihr reden.“ „Aber ich weiß doch gar nicht wo
sie ist.“ „Ach bitte, wozu hast du denn mich als besten Freund? Sie ist im Zimmer der
Schülervertretung. Ich werde dir das Passwort sagen. Aber verrat er niemandem. Nach
der Tripper- Aktion hab ich eh schlechte Karten bei den Lehrern.“ „Bei was für einer
Aktion?“ „Ach vergiss es.“
Ron begleitete Harry noch bis zum Porträt und nuschelte ihn dann das Passwort zu
(Vilsistra) und wünschte ihm viel Glück. Harry machte sich schnell auf den Weg und
Ron ging zu Lavender und Pavarti, die damit beschäftigt waren, Neville über seinen
Knutschfleck am Hals auszufragen.
Harry rannte den Weg zum Besprechungsraum und konnte es kaum erwarten mit
Hermine zu sprechen.
Hermine hingegen genoss den Kuss sichtlich und spielte mit ihren Finger in Dracos
Haaren. Der war gerade damit beschäftigt, Hermine am Hals zu küssen, dass dort ein
Knutschfleck entstand. „Hermine….“ Hermine nah diese Stimme wahr. Aber so sprach
Draco doch nicht. Diese Stimme klang so verbittert und nicht nach dem wohl besten
Küsser der Welt. Sie öffnete die Augen und sah Harry am Rande der Treppe stehen.
-10Neutral sein, heißt tot sein
„Harry, was ist denn los?“ Ron sah seinen Freund sehr schockierend an. „Ich glaub das
nicht, ich glaub das einfach nicht.“ Harry ließ sich auf einem Stuhl fallen und senkte den
Kopf.
„Sag schon, wie ist es gelaufen? Du siehst so aus als hätte sie dir noch eine Ohrfeige
verpasst.“ „Schlimmer!“ „Noch schlimmer? Hat sie etwas gesagt, du wärst zu klein um
sie im Bett auf touren zu bringen?“ „Ron, ich muss mich doch sehr wundern. Ich würde
mich am liebsten umbringen und du redest über Sex? Du solltest das mal untersuchen
lassen.“
Harry starrte auf seine Hände und musste ein paar Mal schlucken. „Man, nun sag schon.
Was ist passiert.“ „Sie, sie hat….als ich in den Raum ging, hat sie jemanden geküsst.“
„Sie hat was? Jemanden geküsst? Wir reden doch hier von Hermine Granger, oder? Wen
denn?“ „Draco Malfoy!“
„Oh Gott, Draco. Ich muss gehen. Was wird er nur denken?“ „Was machst du dir
eigentlich Gedanken über Potter?“ „Er ist doch mein bester Freund!“ „So hat er sich aber
nicht gerade verhalten.“ „Hermine sah ihn an „Du verstehst das nicht.“ „Ach ich versteh
das nicht. Du meinst ich hab keine Freunde, oder was.“ Draco sah sie leicht gekränkt an
und blickte ihr tief in die Augen. „So meine ich das gar nicht, du hast mich falsch
verstanden.“
„So wie du dich aufführst, könnte man denken, du hegst Gefühle für Potter.“ Hermine
sah Draco an und wollte antworten, Draco sagen, dass das nicht stimmte, aber aus ihrem
Mund kamen keine Worte.
„Für mich ist das kein Problem. Vergiss am besten was ich dir gesagt hab. Ich will meine
zeit nicht verschwenden für jemanden, der am Ende den Helden will.“ Draco nahm sein
Blatt und seinen Stift und ging die Treppe hinunter. Eine ratlos wirkende Hermine
starrte ihm hinterher.
„Ach komm, hör auf mich zu verarschen. Draco Malfoy? So nötig hat es selbst Herm
nicht!“
„Ich bin doch nicht blöd. Ich hab sie gesehen. Gott wie peinlich, dass ich tatsächlich
annahm, sie würde immer noch in mich verliebt sein.“ „Draco ist doch gar nicht fähig
eine menschliche Beziehung einzugehen. Ich hätte immer gedacht, er würde mal was mit
einem Vampir anfange, oder so.“
„Ron, ich hab die beiden gesehen und es sah sehr nach leidenschaftlichen Gefühlen aus.“
„Wie lange hast du den beiden denn zugeguckt?“ antwortete Ron ein wenig belustigt. Er
konnte sich Draco und Hermine gar nicht zusammen vorstellen. „Wie kann sie nur was
mit Malfoy anfangen. Offiziell hassen wir ihn ja nicht mehr, aber er ist doch einfach
schleimig.“
„Man Harry, jetzt komm mal wieder runter. Im Grunde kann es und doch egal sein. Es
ist ihr Leben und sie ist nicht verpflichtet uns darüber Rechenschaft abzulegen.“ „Ich
glaub ich hör nicht richtig. Du heißt das auch noch gut?“ „Davon hab ich nichts gesagt.
Aber sie kann doch machen was sie will.“ „Ron, du kannst doch nicht einfach neutral
sein in diesem Punkt! Du warst doch auch mal in sie verliebt.“ „Harry, das ist ewig her.
Wir waren uns dann einig, es bei einer auf Beleidigungen basierenden Freundschaft zu
belassen.“ Harry stand wutentbrannt auf und schrie Ron an „Ich glaub das nicht. Ich
dachte, du würdest mich unterstützen.“ Ron antwortete völlig überrumpelt „Was
erwartest du denn jetzt von mir?“ „Das wir erst wieder mit ihr reden, wenn sie sich
Malfoy aus dem Kopf geschlagen hat. Dann kann sie wieder mit uns befreundet sein!“
„Mit uns? Du denkst ja wohl nicht im ernst, dass ich da mit mache.“
Harry glaubte sich verhört zu haben und sagte mit einer Stimmer, die Wasser zu Eis
hätte gefrieren lassen können „Du bist es nicht wert, als mein Freund bezeichnet zu
werden.“ Dann ging er mit ruhigen Schritten zu seinem Schlafsaal.
Hermine öffnete die Tür von ihrem Zimmer. Im Gemeinschaftsraum hatte sie weder Ron
noch Harry gefunden und aus Rons Zimmer kamen keine Geräusche, so nahm sie an, er
würde schon schlafen. „Ron! Was machst du denn hier?“ Ron saß auf Hermines Bett und
hatte die Augen geschlossen. „Hey.“ Seine Stimme klang sehr bedrückt und Hermine
ging auf ihn zu und fragte ihn „Was ist denn los?“ „Harry hat mir gerade klar gemacht,
wie viel wert ich im Vergleich zu ihm bin. Und weißt du was. Er hat recht!“ „Ron, du
spinnst doch. Erzähl erstmal alles. Ron erzählte ihr die Geschichte mit Harry, das dieser
sie und Draco gesehen hatte und darüber sehr bestürzt war, von Harrys Plan, sie wieder
zur Vernunft zu bringen und vom Streit der Beiden.
„Harry ist manchmal echt ein Arsch.“ Hermine verspürte eine Erleichterung als sie das
sagte und sah Ron an „Findest du, ich bin schlecht weil ich Draco geküsst hab?“ „Ach
quatsch. Ist doch deine Sache. Aber Malfoy? Naja.“ Hermine sah auf ihre Füße legte
ihren Kopf auf Rons Schulter und schloss ihre Augen. „Danke“ „Wofür?“ „Dafür, das du
mein Freund bist!“
Ron legte seine Arm um sie und sagte mit leiser Stimme „Ich bin ja so froh, dass wir
beide nie was miteinander hatten. Wir hätten uns wahrscheinlich gegenseitig
umgebracht!“ Hermine lächelte und schlief ein. Ron kurze zeit später auch.
Am nächsten morgen gingen Hermine und Ron gemeinsam die Treppe runter um in den
Waschraum der Schülervertretung zu kommen. Auf dem Weg trafen sie Harry der, als er
an ihnen vorbei ging, nuschelte „Ach, jetzt treibt sie es schon mit dir!“
Ron wollte Harry am liebsten einen Pickelfluch auf den Hals jagen aber Hermine zog ihn
weiter und beachtete Harry nicht weiter.
-11Eifersucht, Liebe und ein Pudel
Das Frühstück war an diesem Morgen eine recht wortkarge Angelegenheit. Harry
ignorierte seine beiden besten Freunde total und saß weit entfernt von ihnen. Ron und
Hermine saßen sich gegenüber und aßen still ihre Schinkenbrote, währen Neville
versuchte, seinen Hals knutschfleckfrei zu bekommen. „Neville, lass es doch einfach
sein.“ Riet ihm Dean, der neben ihm saß. Doch er schien ihn gar nicht zu hören und
versuchte es weiter. „Meine Oma wird mich umbringen!“ An diesem Wochenende stand
wieder ein Hogsmead Besuch auf dem Programm und Nevilles Großmutter wollte sich
mit ihrem Enkel treffen. „Mach dir nichts draus, dann fragt deine Oma dich wenigstens
nicht wie es so mit den Mädels auszieht.“ Seamus, Ron und Hermine mussten lachen.
Ron, dessen schleckte Laune wie weggeflogen war, setzte noch einen drauf. „Deine Oma
denkt dann wenigstens nicht mehr ihr kleiner Neville wäre schwul wenn du mit Millicent
auftauchst.“ Wäre aber wohl besser wenn du es wärest, dachte er sich selber hinzu.
Nevilles Gesicht verfärbte sich dunkelrot und um ihn herum brachen alle in Gelächter
aus. „ich freue mich für dich“ kam es von Hermine. Neville sah sie glücklich an und sagte
„Danke, denn ich fühle mich jetzt wie ein richtiger Mann.“
Ron, Hermine, Dean und Seamus schreckten plötzlich zusammen. Als hinter ihnen eine
schrille Stimmer ertönte. „Neville, los komm schon. Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“
Neville sprang schnell auf und sah in Millicents Gesicht. „Millicent…ich…“ „Du lässt
mich warten? Mich?“ Sie sah ihn zornig an und Ron brach in Gelächter aus, sodass
Hermine ihm heftig in die Rippen hauen musste. Neville stand jetzt verschüchtert vor
seiner Freundin und als diese mit arrogantem Blick davon stolzierte, folgte er ihr mit
hängenden Schultern und sah dabei aus wie ein geprügelter Hund.
„Jetzt kann er sich echt wie ein Mann fühlen“ gab Ron von sich. „Sagt mal, hat Millicent
sie nicht mehr alle beieinander?“ „Hermine, wie kannst du so was sagen. Sie ist doch do
nett und geht mit Neville so überaus freundlich um“ antwortete Dean in sarkastischem
Ton. „Also ich finde, Neville hat Ähnlichkeit mit einem dressierten Pudel.“ „Da kann ich
dir nur beipflichten, Ron!“ Ron sah Hermine an und sagte mit engelsgleicher Stimme
„Na Hermine, wo Neville doch jetzt so männlich ist, willst du dich da nicht an ihn
ranmachen?“ „Oh Ron, das würde ich ja gerne, aber dann müsste ich ja aufhören 24
Stunden am Tag an dich zu denken.“ „Ich fühle mich geehrt“ antwortete Ron zuckersüß.
Dean und Seamus machten sich auf den Weg Richtung Hogsmead und wurden von Ron
beauftragt, eine riesengroße Menge Süßigkeiten aus dem Honigtopf mitzubringen.
Unterdessen saß Hermine mit Ron in der Bücherei und die beiden unterhielten sich über
Harry. „Er fühlt sich sicher einsam!“ „Aber mit Beleidigungen erreicht er doch nur das
Gegenteil.“ Ron hatte keine Lust über dieses Thema zu reden und wurde auch sogleich
erlöst. Draco Malfoy stand vor den beiden. „Was habt ihr denn nur mit Potter gemacht?
Er hat eben zu mir gesagt, ich solle meine Finger von unschuldigen Mädchen lassen und
mir lieber einen runterholen.“ „Das hat er gesagt?“ „Oh ja, macht Potter jetzt einen auf
Rebell oder was?“
Ron und Hermine zuckten nur mit den Schultern. „Ach ja, weswegen ich hier bin. Kann
ich mal mit dir reden?“ Er blickte auf Ron und der sah ihn eigentümlich an. „Ich hoffe,
du willst nicht dass ich dir einen runterhole!“ „Nettes Angebot aber so weit sind wir noch
nicht. Komm einfach nur mit.“
Die Beiden entfernten sich und Hermine saß alleine am Tisch. Was wollte Draco nur von
Ron?
-12Von Tratschtanten und Selbstüberschätzern
Draco und Ron standen nun draußen vor der Bücherei. Da Ron sich nicht vorstellen
konnte, dass Draco wirklich was mit ihm zu besprechen hatte, stellte er sich schon auf
ein Gespräch über Hermine ein. „Also, was willst du?“ Draco sah so aus, als hätte er
Hemmungen zu sprechen. „Es ist, na ja also…“ „Du willst wissen, ob Hermine über dich
spricht?“ „Nein! Ich wollte dich nur fragen, ob sie mich umbringen würde, wenn ich die
Sache mit der Dekoration fallen lasse.“ Ron glaubte sich verhört zu haben und sah ihn
an.
„Dekoration? Was?“ „Du weißt doch, dass Hermine und ich die Dekoration planen
müssen für das Abschlussfest der Abgänger.“ Ron, der immer noch irritiert war, sagte
nur „Na ja, also umbringen? Ich weiß nicht. Ist ja deine Entscheidung. Aber würdest du
es nicht für besser halten, unter diesen Umständen weiter zu machen?“ Nun war es
Draco, der sehr verwirrt guckte „Unter welchen Umständen denn?“ „Weil du und
Hermine doch….du weißt schon!“ „Aber es ist nichts zwischen uns. Rein gar nichts. Wir
haben uns geküsst wie du bestimmt schon weißt aber mehr nicht. Und Hermine will ja
auch nicht, dass da mehr ist!“ „Ach ja?“ „Etwa nicht?“
Ron bereute es sogleich wieder, etwas gesagt zu haben, denn jetzt saß er schön in der
Scheiße. Liebestipps waren nun nicht gerade sein Spezialgebiet, obwohl, dachte er, das
eigentlich unverständlich ist. „Bitte Ron, sag schon. Gibt es da etwas, was ich wissen
müsste?“ „Kannst du sie nicht lieber selber fragen?“ „Sie ist deine beste Freundin! Du
weißt doch alles über sie. Bitte hilf mir!“
Ron wurde dieses Gespräch immer unangenehmer. „ich weiß nicht….ich will mich da
nicht einmischen.“ „Sag mir nur, wie sie reagiert hat, als sie vom Kuss erzählt hat.“
Scheiße, Scheiße, Scheiße…warum bin ich nur so blöd, dachte Ron. „Na gut, sie schien
sehr verwirrt durch den Kuss. Nicht das du denkst, sie fand es schlecht oder so. das hat
sie nicht gesagt, aber sie schien nicht sie selbst zu sein.“ „Meine Küsse haben eben diese
magische Wirkung“ sagte Draco mit der üblichen Selbstüberschätzung in seiner Stimme.
„Du bist echt ein riesengroßer Angeber!“ „Danke, ich weiß dass ich toll bin! Los, rede
schon weiter!“ „Sie hat mich gefragt, ob ich es schlecht finden würde, wenn sie dich
küsst.“ „Warum fragt sie so etwas? Bist du etwas eifersüchtig, weil du in Wahrheit in
mich verliebt bist?“ fragte Draco mit einer Stimme, die angewidert und zugleich belustigt
klang. „Oh ja natürlich, ich liebe dich Draco Malfoy. Und wenn wir nicht vor der
Bücherei wären, sondern
in einem leeren Klassenzimmer, dann würde ich am liebsten über dich herfallen.“ „Ich
wusste gar nicht, dass diese animalische Anziehung auch bei Männern wirkt.“ „Das
wüsstest du nicht? Dann sieh dir Mal Snape genauer an!“
Draco versetzte Ron einen giftigen Blich und verdrehte dann die Augen. „Warum fragt
sie denn eigentlich so was? Wir haben uns davor doch schon einmal geküsst!“ „Was?“
„Oh, ich dachte du wüsstest das.“ „Nein, aber jetzt. Sieh mal, du bist ein Slytherin und
die sind schlecht.“ Jetzt blickte Draco ziemlich beleidigt aus der Wäsche aber Ron sprach
weiter „Und da Hermine immer noch eine Anziehung zu Harry verspürt, fühlte sie sich
schuldig.“ „Also hatte ich Recht, sie will was von Potter.“ „So direkt nicht, sie hatte mal
echte Gefühle für ihn aber damals wollte er davon nichts wissen. Und ich denke, ein Rest
Gefühle bleiben bei so etwas immer da.“
„Ist doch komisch oder? Potter und Malfoy in einem Duell um Granger.“ „Ja, das finde
ich allerdings auch etwas merkwürdig. Harry, der Held gegen Draco, das personifizierte
Böse!“ Draco versetzte Ron einen leichten Schlag in dessen Rippenbereich. „Hör auf mit
dem Scheiß und sag mir lieber was ich tun soll!“ „Rede mit Hermine.“ „Sie wird das nicht
wollen, oder doch?“ „Lass es auf einen Versuch ankomme, dann weißt du mehr.“ „Gut,
dann sag ihr, wir treffen uns heute um 9 Uhr im Verwandlungen Klassenzimmer.“
Draco entfernte sich aber Ron rief ihm hinterher „Warum gerade da?“ „Da ist es so
ungemütlich, dass wir her reden als das wir uns küssen.“ Draco entschwand schnellen
Schrittes und und Ron verfluchte sich selber „Warum muss ich nur so blöd sein und
mich da einmischen? Ich werde niemals wieder Tipps geben. Niemals, niemals,
niemals.“
Ron ging in die Bücherei zurück und setzte sich wieder zu Hermine. „Und was wollte
er?“ „Triff dich heute Abend um 9 Uhr mit ihm im Klassenzimmer für Verwandlungen.“
Sie wollte gerade zu Ron sagen, was das soll aber dann musste sie grinsen. Draco Malfoy
will sich echt wieder mit mir treffen?
-13Das Ende einer Freundschaft?!
Nachdem Hermine und Ron nichts Gescheites in der Bücherei gefunden hatte, machten
die Beiden sich auf den Weg in Richtung Große Halle zum Mittagessen.
Die Hogsmead Besucher waren schon fast alle wieder zurück und Hermine hoffte, Harry
hatte sich wieder beruhigt. Doch ihre Erwartungen wurden sofort enttäuscht, als sie die
Halle betrat. Harry saß lachend mit Lavender und Pavarti zusammen und sprach über
etwas, was Hermine nicht verstand. „Ron, denkst du nicht, wir sollten das mit ihm
klären?“ Ron sah sie an und schüttelte den Kopf „Er muss langsam mal erwachsen
werden. Er führt sich auf wie ein Baby und wenn wir ankommen, denkt er, dass alles
vergessen ist was er gesagt hat.“
Die Beiden gingen an Harry vorbei, der sie nicht mal eines Blickes würdigte und setzten
sich. Kurze Zeit später setzten sich Dean und Seamus zu ihnen. „Und wie war es?“ Dean
fing an zu lachen und deutete Seamus an zu erzählen. „Nevilles Großmutter hat ihren
kleinen süßen Enkel voll runter gemacht als sie den Knutschfleck sah, aber dann lernte
sie Millicent kennen und war fasziniert. Ihr müsst euch das mal vorstellen. Von
Millicent!“ Ron brach in Gelächter aus und musste erstmal tief durchatmen,bevor er
darauf antworten konnte „Die Großmutter muss ja echt eine echten Knall haben.“ „Ron,
red nicht so!“ antwortet Hermine, setzte dabei aber eine belustigte Miene auf. „Ich bitte
dich, wir reden hier von Millicent Bullstod. Niemand mag sie. Außer vielleicht sie selber.
Und das wäre doch schon zuviel.“
Dean, der sich gar nicht mehr einkriegen konnte, verschluckte sich an seiner eigenen
Lacherei und fiel hinten über von seinem von seinem Stuhl. „Nevilles Großmutter hat
erst mal alle peinlichen Geschichten von ihrem Schatzi erzählt und das so laut, das es im
gesamten „Drei Besen“ zu hören war.“ Jetzt fing Seamus wie wild an zu lachen und
während Dean sich wieder aufrichtete und Platz nahm, redete er weiter „Und dann hat
sie noch seinen Spitznamen verraten.“ „Welchen denn? Sag schon!“ „Süße Erbse!“ Ron
blieb sein Steak im Hals stecken, Hermine spucke Kürbissaft über den gesamten Tisch
und Seamus liefen Tränen die Wange herunter.Die Lacherei nahm ein jähes Ende, als
Professor Snape, der schon früher von seiner Exkursion wieder in Hogwarts war, zu den
Vieren trat. „Was erlauben sie sich eigentlich.“ zischte er mit seiner üblichen, von Hass
erfüllten Stimme „Ich werde Gryffindor 20 Punkte abziehen. Und sie beide“ dabei blickte
er zu Ron und Hermine „sie werden nachsitzen. Heute Abend werden sie um 8.30 zu mir
kommen. Als Schülersprecher erwarte ich wirklich mehr von ihnen.“ Dann ging er und
setzte sich auf seinen Platz.
„So ein Mist, Nachsitzen, und das am Samstag. An jeden anderen Tag hatte ich mich ja
schon gewöhnt aber Samstag?!“ Ron schüttelte den Kopf und sprach wüste
Beschimpfungen in Snapes Richtung. „Wir müssen bestimmt Kröten zerlegen oder
Kessel schrubben.“ Hermines Stimmung hatte den Nullpunkt erreicht und sie saß nun
mit hängenden Schultern über ihrem Teller. Als das Mahl zu ende war, gingen Dean und
Seamus in Richtung Bibliothek und Hermine und Ron machten sich auf den Weg zum
Gemeinschaftsraum.
Die Beiden betraten den Raum und sahen zu Harry, Lavender und Pavarti die an einem
Tisch saßen und lachten. „Da hat Harry ja schnell neue Freunde gefunden.“kam es
enttäuscht von Hermine. „Du meinst wohl eher zwei Hühner mehr, die ihn anhimmeln.
Ich hab die Beiden gehört als sie sich unterhalten haben. Sie haben sich gestritten, wird
den höher in der Gunst bei Harry steht.“ Hermine traute ihren Ohren nicht, sagte aber
nichts. Sie setzte sich an den Kamin und starrte ins Feuer. „Ron, ich werde mit ihm
reden. Wenn du nicht mitkommt, gut, aber ich will das aus der Welt haben.“ „Gut, ich
komme mit.“ Sie standen auf und gingen zu Harry. „Können wir mal mit dir reden?
Unter sechs Augen!“ Lavender und Pavarti sahen mit missbilligenden Blich zu Hermine
und drehten dann ihre Köpfe weg. „Warum?“ „Wir müssen halt mal mit dir reden!“
„Gut.“ Er stand auf und folgte Ron und Hermine in Hermines Schlafzimmer.
„Also was ist?“ sagte Harry etwas unwirsch und setzte sich auf das Bett. „Was ist denn
mit dir los? Du redest nicht mehr mit uns und wirkst so verwandelt.“ Harry stand auf
und wollte den Raum verlassen „Auf so einen Scheiß habe ich keine Lust!“ Doch Ron
stellte sich vor ihn und versperrte so den Weg. „Ron, lass mich durch.“ „Nein! Du wirst
jetzt mit uns reden. Du benimmst dich wie ein Idiot und beleidigst uns. Uns! Deine
angeblich besten Freunde.“
„Ich dachte ich hätte mich klar ausgedrückt. Falls nicht, noch mal, ich kann auf eure
Freundschaft scheißen. Ihr seid nichts wert im Vergleich zu mir. Seht mich an. Ich bin
ein Held auf dieser Schule und was seid ihr? Eine Streberin mit einen Faibel für
Wichtigtuer und Idioten und ein Schulsprecher, der nur gewählt wurde, weil er dem
Schulleiter Leid tat. Denkst du echt, du weißt irgendwelche Qualitäten auf. Man kann
halt auch in der Zauberwelt mit Armut weit kommen. Durch Mitleid!“ Dann ging er und
ließ zwei völlig verstörte Personen zurück.
Hermine hatte den Kopf gesenkt und hörte nur ein hohles Lachen von Ron „Weißt du
was. In einem Punkt hatte Harry ganz Recht. Vielleicht hast du echt ein Faibel für
Wichtigtuer und Idioten. Immerhin warst du mal in ihn verliebt.“
-14Dr. Love, stets zu Diensten
Als Hermine und Ron am selben Abend vom Nachsitzen wiederkamen, sie mussten
Froschaugen in Flaschen abfüllen, setzen sie sich in einen der Sessel des
Gemeinschaftsraumes und legten ihre Beine hoch. „Ich hasse Snape, Harry hätte ich es
gegönnt so eine Arbeit zu erledigen.“ Hermine sah zu Ron und sprach mit ruhiger
Stimme „Kopf hoch Ron, Harry wird sich wieder einkriegen und sich entschuldigen. Er
ist zurzeit nur leider absolut nicht er selbst und hat einen Vollknall, aber das legt sich
schon wieder.“ Ron sah sie an, als wollte er die ganze Sache gerne Glauben, senkte dann
aber wieder seinen Kopf. „Ich geh jetzt schlafen. Gute Nacht.“
Am nächsten Morgen ging Hermine nicht zum Frühstück, um Harry nicht über den Weg
zu laufen. Sie schlief deswegen länger und machte sich dann auf den Weg in die
Bibliothek. „Hey Granger“ Hermine zuckte zusammen, denn sie war ganz in Gedanken,
und drehte sich um „Was?“ antwortete sie gereizt aber, als sie Draco Malfoy sah, fiel es
ihr wie Schuppen von den Augen. Sie wollte sich ja mit ihm treffen. „Oh Hallo Draco.“
„Denk bloß nicht ein nettes Lächeln und eine freundliche Stimme lässt das
entschuldigen!“ „Komm schon Draco, es tut mir leid. Ich musste doch nachsitzen und ich
hab das Treffen völlig vergessen.“ Draco sah sie an, immer noch finster, aber dann
zuckte er mit den Schultern und ging.
Hermine lehnte sich mit ihrem Rücken an die Wand und musste tief atmen. Draco
kreiste plötzlich durch ihre Gedanken. Er hatte nicht nach einem neuen Termin gefragt.
Es schien ihm egal zu sein. Aber er hat ja recht. Jetzt werde ich das mal in die Hand
nehmen. „Draco? Komm mal bitte zurück!“ Draco drehte sich auf dem Absatz um und
schlenderte zu ihr zurück. Seine Miene spiegelte, nach Hermines Ansicht, keine Freude
wieder, eher Desinteresse. „Also, was ist los?“ „Es tut mir leid, dass ich die Treffen
immer verpasse. Wir holen alles nach, ok? Wie wäre es mit heute Nachmittag?“ „Geht
nicht.“ Damit hatte sie nicht gerechnet. Hermine wirkte plötzlich etwas enttäuscht und
befürchtete, Draco sah ihr das an „Heute Abend wäre es besser. Ich hab noch Training.“
„Oh, ok. Dann bis dann So um 8 Uhr?“ „Geht klar, also dann…“ Draco drehte sich wieder
um und ging.
Er ließ Hermine zurück, die am zittern war und keinen klaren Gedanken mehr fassen
konnte. Warum interessiere ich mich dafür, ob er sich freut mich zu sehen. Er ist
schlecht und ich mag ihn eigentlich nicht, oder doch? Sie beschloss Ron mal zu fragen,
ob das von Draco nur Fasade war, oder nicht. Sie musste langsam mal lernen, wie Jungs
ticken.
Hermine drehte um und schlug den Weg in den Gryffindorturm ein und dachte weiter an
das merkwürdige Verhalten von männlichen Wesen. Ob Ronald Weasley der richtige
Gesprächspartner war? Er dachte nur an Sex, immer, überall und konnte sich es auch
mit jedem weiblichen Wesen von Hogwarts vorstellen, außer natürlich Millicent, seine
Leben bestand förmlich aus sexuellen Gedanken. Aber wenn Männer alle so sind, dann
ist er wahrscheinlich die größte Hilfe.
„Hey Herm, was gibt’s?“ Ron saß gemütlich in einem Sessel und rieb sich den Bauch.
Das Frühstück am Sonntag war immer eine Köstlichkeit. Da langte er immer besonders
zu.
„Hilf mir bitte, weih mich in das Geheimnis der Männer ein!“ Ron sah Hermine an und
fing laut an zu lachen. So laut, dass alle zu ihm sahen, ihn regelrecht anstarrten und
Harry ihm finstere Blicke zuwarf. „Ron, lass das sein!“ Hermine packte ihn am Arm und
zog ihn mit zu ihrem Schlafzimmer. Sie spürte förmlich die Blicke ihrer Mitschüler und
aller anderen Gryffindorschüler. Was die wohl denken müssen?
„Also, warum willst du das Geheimnis des stärkeren Geschlechtes wissen?“ Hermine sah
Ron verächtlich an, der sich langsam über Hermines Süßigkeiten Vorrat hermachte und
sich auf ihr Bett fallen ließ. „Ich will nur wissen, ob Männer eigentlich nie Gefühle
zeigen, weil sie cool rüber kommen wollen. Ober ob sie Angst haben, sie könnten
ausgelacht werden. Oder weil sie es nie gelernt haben oder weil….“ „Hermine, bitte nur
eine Frage nach der anderen. Dr. Love ist auch nur ein Mensch.“
Hermine sah Ron an und lachte als sie den Namen Dr. Love hörte. „Dr. Love? Hab ich da
richtig gehört?“ „Oh ja meine Liebe, also was ist das Problem?“ Hermine erzählte Ron
das Gespräch mit Draco und erklärte ihm genau seine Reaktion. Sie berichtete alles
haarklein, doch als sie fertig war, schien sie Ron nicht überzeugt zu haben. Er blickte ein
wenig, gelangweilt, verständnislos und zugleich verwirrt aus der Wäsche.
„Hermine, was erwartest du denn? Du vergisst ihn einfach und erwartest dann, dass er
dir um den Hals fällt, wenn du einen neuen Termin abmachst? So läuft das nicht.“
„Warum stellt ihr Jungs euch immer so kompliziert an?“ „Wir und kompliziert? Würde
er dich so warten lasse, hättest du ihn zusammengefaltet und beleidigt und würdest
selbst nach einer Entschuldigung, Rosen und einem Ständchen noch beleidigt sein.“
„Das stimmt nicht!“ „Oh doch das stimmt, ihr Weiber seid doch alle gleich.“ Als er den
letzten Satz sagte, nahm er sich sogleich in Deckung, denn Hermine wollte im eigentlich
mit einem Buch am Kopf treffen.
„Gut, ok, wir Mädchen spinnen dann halt, aber warum zeigt ihr niemals Gefühle?
Warum müsst ihr cool belieben auch in Situationen, bei denen Mädchen schon am
durchdrehen wären?“ „Hast du Angst vor Gewitter?“ Hermine sah zu Ron und füllte sich
verarscht. „Was?“ „Hast du Angst vor Gewitter?“ „Ja“ erwiderte Hermine. „Was würdest
du denken, wenn ich dir sagen würde, dass ich ins Bett mache wenn es blitzt?“ „Ich
denke, ich würde dich für nicht gerade erwachsen halten und niemals in deinem Bett
schlafen.“
„Siehst du! Über solche Dinge zu sprechen, macht aus Männern Memmen!“
„Aber doch nicht immer!“ „Nein natürlich nicht. Aber nimm doch nur mal Draco. Es ist
doch nicht seine Schuld, dass er so ist. Sein Vater ist doch eine so schreckliche Person
und seine Mutter ihrem Mann völlig hörig. Wie soll er Gefühle zeigen, wenn sein Vater
ihm so etwas niemals gestatten würde. Denkst du, er hat einmal in seinem Leben ‚ich
liebe dich’ vom ihm gehört? Bestimmt nicht und er hat noch dazu keine Geschwister, mit
denen er über so etwas sprechen könnte.“
Hermine starrte Ron an und konnte gar nicht glauben was sie gerade gehört hatte.
„Ron, das klingt jetzt vielleicht blöd, aber wie schaffst du es, nach allem was Draco dir
jemals an den Kopf geschmissen hat, plötzlich so viel Verständnis zu zeigen?“
Ron sah sie an und erwiderte mit matte Stimme „Als wir mit dem Zug nach Hogwarts
kamen , da musste ich doch kurz zu Draco ins Abteil. Du weißt schon, wegen
Schulsprecher und so und da zog er sich gerade um und ich habe ganz viele blaue
Flecken an seinem Körper gesehen. Ich hab ihn gefragt was er denn hätte und er sagte zu
mir, ich solle mein Maul halten. Das fand ich doch komisch, den Crabbe und Goyle
würden ihn niemals was antun und wer sonst. Ich fragte ihn, ob sein Vater das war und
er blickte mich an und senkte den Kopf.
Er sprach anfangs nicht darüber, aber als ich ihm sagte, er kann sich so etwas nicht
gefallen lassen und er soll am besten nach der Schule sofort zuhause ausziehen, da
sprach er völlig ausdruckslos zu mir und meinte ‚man gewöhnt sich an alles und Narben
verblassen nun mal mit der Zeit’. Ich bin dann gegangen, aber das hat mir doch zu
denken gegeben. Obwohl er mich im Schloss gleich wieder angebrüllt hat und sich über
meine Familie lustig gemacht hat.“
Er sah Hermine an, deren Augen einen feuchten Film bildeten. „Nur du weißt schon,
erzähl es nicht weiter oder so.“ „Natürlich nicht!“
Die Beiden saßen eine Weile schweigend im Zimmer als Ron wieder anfing zu sprechen
„Hast du wirklich ein echtes Interesse an ihm?“ Hermine sah in direkt in die Augen und
fragte ebenfalls „Warum? Hättest du was dagegen?“ „Nein das nicht, aber ich denke,
wenn es nicht ehrlich wäre und Harry dich so weit bekommen würde, dass du was mit
ihm anfängst, dann würde selbst ein Draco Malfoy innerlich zerbrechen!“
Hermine glaubte sich verhört zu haben und schüttelte zögerlich mit dem Kopf „Ich habe
ein Interesse an ihm. Wirklich aber ich weiß nicht genau, ob es so intensiv ist, wie
damals bei Harry. Ich kenne Draco nicht so gut. Aber ich möchte es auf einen Versuch
ankommen lassen. Und Harry ist für mich eh tabu.“
Ron sah sie etwas ungläubig an und flüsterte so leise, dass Hermine es nicht hören
konnte „Wer weiß, wer weiß. Der Held bekommt am Ende immer das was er will.“
„Also Dr. Love, wie wäre es mit einem Besuch bei Hagrid? Er würde sich sicher freuen.“
„Das ist eine gute Idee, hoffentlich hat er keine Kekse gebacken!
-15Die glorreichen Drei
„Das ist ja schön, dass man euch auch mal wieder sieht“ dröhnte Hagrid mit lauter
Stimme, als er Ron und Hermine die Tür öffnete. „Nun ja, wir hatten viel..“ „Ist doch nur
sonn Spruch, ich weiß doch das ihr viel zu tun habt“ fügte er schnell hinzu. „Kommt rinn,
kommt rinn. Wollt ihr ein paar Kekse?“
Hagrid, Ron und Hermine sprachen über die Schule, Quittitch, die neue Brut
Alandigasons, die Hagrid züchtete und schließlich auch über Harry. „Ja, ich hab schon
gemerkt, dass er ´n bisschen komisch is. Man sieht euch nich mehr so zusammen und
so. Was ´n los?“ Ron sah Hermine an und deutete ihr, sie solle erzählen.
„Nun ja, wir denken, er fühlt sich ausgeschlossen. Ron und ich sind doch jetzt
Schulsprecher und er wurde gar nicht in Betracht gezogen und ich denke, das wurmt ihn
schon sehr.“ Sie sah zu Hagrid auf uns wartete auf eine Antwort. „Na das kann sein, aber
das legt sich bestimmt bald. Ihr habt doch schon schlimmeres durchgemacht. Und ihr
seid Freunde.“ „Da wäre ich mir nicht so sicher!“ „Ron, sach so was nich. Wahre Freunde
sind schwer zu finden und Harry is schon ein guter Junge. Der gibt so eine Freundschaft
nic so einfach auf. Und das solltet ihr auch nicht!“
Er sah Ron eindringlich an und schüttelte den Kopf „Is alles nich so leicht für ihn. Er war
doch immer der umwunderte Star von euch dreien. Und jetzt steht ihr im Mittelpunkt.“
„Aber Hagrid, es ist doch nicht unsere Schuld, dass er ein Knick in seinem Ego hat.
Sollen wir etwa unser Ämter als Schulsprecher aufgeben, nur damit er sich wieder
beruhigt?“ „Nein, natürlich nich. Niemals! Aber gebt die Sache nich ganz auf.“
Ron sah zu Hermine, die aber auch keine Antwort mehr wusste und schließlich sagte
„Hat er mal mit dir über uns gesprochen?“ „Ja, er war ´n paa mal hier. Sagte, dass alles
sich verändert hat und er damit nicht klar kommt. Er dachte immer, ihr alle würdet bis
an euer Lebensende befreundet sein. Ihr seid doch seine ersten Freunde die er je hatte.
So was verbindet!“ „Aber deswegen muss er uns noch lange nicht beleidigen und uns die
Freundschaft kündigen.“
Ron sah jetzt sehr zornig aus und fürchtet, seine Wut an Hagrid auszulassen, sodass er
den Mund hielt. Hermine meldete sich zu Wort und sagte mit fester und entschlossener
Stimme „Wir werden ihn zwingen mit uns zu reden. Und wenn wir ihn fesseln müssen.
Er wir sagen was er hat!“ Dann stand sie auf, nuschelte ein ‚Tschüß’ zu Hagrid und zog
Ron mit sich, der sich umdrehte und ihrem Waldhüterfreund zu winkte.
„Meinst du echt, dass ist eine gute Idee? Er wird davon bestimmt genauso erfreut sein
wie ich.“ „Ron! Er ist unser Freund und ich hab langsam keine Lust mehr auf diesen
Kinderkram.“ „Du hast ja recht, aber ….ach du hast einfach recht!“ Die Beiden machten
sich auf die Suche nach Harry und beschlossen im Gemeinschaftsraum anzufangen. Und
sie hatten sogleich Glück. Harry saß alleine an einem Tisch und blickte ins Leere. Sie
schritten auf ihn zu und Hermine setzte zum reden an, als Harry sich umdrehte und die
Hand hob. „Sag jetzt nichts. Ich will es gar nicht hören. Ich muss euch erst etwas sagen.
Es tut mir leid. Ich weiß, dass ich das was ich gesagt hab nicht wieder gut machen kann,
aber es tut mir alles so leid.“
Ron und Hermine starrten sich gegenseitig an und blickten dann zu Harry, der weiter
sprach.
„Es ging mir in letzter Zeit einfach scheiße und ich dachte, ihr seid der Auslöser dafür.
Aber das stimmt nicht. Ich bin selber das Problem. Ich alleine und niemand sonst. Ich
war so eifersüchtig auf euch. Ihr zwei habt das erreicht was ihr wolltet und ich hatte das
Gefühl, auf der Strecke zu bleiben. Ich wollte einfach nicht wahrhaben, dass ihr es
verdient habt. Ihr Beide seid einfach so wichtig für mich. Sogar die beiden wichtigsten
Menschen in meinem Leben. Ich will euch nicht als meine besten Freunde und als mein
Bruder und meine Schwester verlieren, denn ihr seid die einzige Familie die ich jemals
richtig hatte! Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwann einmal verzeihen.“
Er verstummte und sah in zwei völlig irritierte Gesichter. Ron, der sich als erster wieder
gefasst hatte, trat einen Schritt nach vorne und umarmte Harry brüderlich. Hermine tat
es ihm nach und umarmte die Beiden ebenfalls. Da standen sie. Zu dritt. Zusammen.
Wieder vereint als Freunde.
-16Verletzte Gefühle
Harry erzählte Hermine und Ron die Zeit bis zum Mittagessen über alles, was er in der
letzten Zeit alles gemacht hat. Und redete über Lavender, Pavarti, über Quittitch und
über das Leben nach der Schule. Er redete und Hermine dachte schon, er würde niemals
wieder verstummen. Harry redete sich alles von der Seele, was es in der Zeit ohne seine
besten Freunde niemanden erzählen konnte.
Die Drei machten sich auf und gingen zum Mittagessen. Auf dem Weg dorthin, trafen sie
Draco Malfoy, der sich kurz mit Hermine unterhalten wollte. „Kann ich mal kurz mir dir
sprechen?“ „Ja klar.“ Er zog sie mit sich und Harry und Ron blickten ihr nach. „Macht
dir das nichts aus, wenn sie mit Malfoy abhaut?“ „Harry, nein. Warum auch?“
„Immerhin ist es Hermine und er ein Slytherin und du weißt schon..Nachher fällt er
noch über sie her.“ „Genau, auf dem Weg zum Essen schieben die Beiden nochmal
schnell eine Nummer. Am besten unten in der Küche bei den Hauselfen. Die geben
ihnen dann auch nach getaner Arbeit noch was zu essen.“ Harry sah Ron an und musste
grinsen, dann gingen sie in die große Halle und setzten sich zu ihren Mitschülern.
„Habt ihr euch endlich wieder vertragen?“ fragte Dean die Beiden. „War ja nicht mehr
zu ertragen, denn die ganze Zeit mussten wir Hermines Gerede über die Schule
ertragen“ mischte Seamus sich ein und bekam dafür auch gleich ein Löffel Kartoffelbrei
von Ron ins Gesicht geschossen. „Hee, was soll das denn?“ „Red nicht so über sie,
immerhin bekomme ich von ihr alle Hausaufgaben! So was darf man sich nicht
verbauen.“ Die vier Jungen lachten laut.
Hermine tauchte kurze Zeit später auf und ihre Wangen waren gerötet. „Und wie war
es?“ Hermine sah Ron fragend an und wusste nicht, was sie mit dieser Frage anfangen
sollte „Wieso, was meinst du?“ „Hast du Dobby von mir gegrüßt?“ kam es jetzt von
Harry. „Könnt ihr mir mal sagen was das soll? Was meint ihr denn?“ „Also ich nenne das
Verleugnung oder nicht Harry?“ „Doch, total. Und dann tut sie so, als wüsste sie von
nichts…ja, ja, ja!“ Hermine sah nun von Ron zu Harry und wieder zurück. Dann tat sie
sich Gulasch auf und schüttelte den Kopf. „Neville, setzt dich zu uns“ rief Dean seinem
Freund zu. „Danke, ich wäre fast noch zu spät gekommen.“ Ron sah Neville von oben bis
unten an und musste sich ein Lachen verkneifen.
Nevilles Hemd war nicht in die Hose gesteckt und er hatte seinen Pullover falsch rum an.
Seine Haare waren verwuschelt und Schweißperlen waren auf seiner Stirn zu sehen. Ron
blickte zu Hermine und die zwinkerte ihm zu. „Sag mal Neville, wo warst du denn?“
fragte Ron ihn mit einem fiesen Grinsen auf den Lippe. „Ich, ich, also ich war eben mit
Millicent…,also ich..“ „Lass mich raten, ihr wart in der Küche!“ Harry brach in lautes
Gelächter aus und verstand nun auch was Ron meinte.
Von Neville und Millicent wusste er noch gar nichts. Neville lief unterdessen rot an und
setzte sich und tat sich seinen Teller voll. „Sag mal Dean, hast du schon von dem Gerücht
gehört, Filch hätte zwei Schüler gestern Nacht in einem der Klassenräume erwischt. Die
Beiden waren wohl voll im Gange.“ Auf Deans Gesicht breitete sich ein Lachen aus und
er sah Neville von der Seite an. „Ja, das hab ich auch gehört. Neville weißt du mehr
darüber?“ Neville lief daraufhin Kürbissaft aus der Nase und er brach in einem
Hustenanfall aus. Nun gab auch Seamus seinen Senf dazu „Ich hörte, dass das Mädchen
von Slytherin sei. Aber wer war das bloß? Es soll eine aus der siebten gewesen sein.“
Neville bekam seine Husterei gar nicht in den Griff und stand auf und entschuldigte sich.
Er verschwand schnell aus der Halle.
„Wir sind ja so gemein!“ Dann aßen sie genüsslich weiter und redeten ununterbrochen
von Millicent.
Den Tag verbrachten Ron, Hermine und Harry in der Bibliothek und lernten. Hermine
machte den Beiden Vorwürfe, denn Ron und auch Harry hingen weit mit dem Stoff in
Zaubertränke hinterher. Harry war das egal, denn auch ohne Zaubertränke konnte er
sich Hoffnungen auf eine Stelle als Auror machen. „Sei doch nicht dumm, Zaubertränke
ist enorm wichtig. Und Ron, unterstütze Harry nicht auch noch. Das du faul bist ist ja
klar, aber Harry!“ „Oh Hermine, du brichst mir das Herz wenn du so über mich redest.
Ich dachte immer, du würdest mich lieben.“ Ron senkte seinen Kopf und gab ein paar
gekünzelte Schluchzer von sich.
„Denk bloß nicht, ich falle darauf rein.“ Doch Ron hörte gar nicht mehr auf und Hermine
sah Harry Hilfe suchend an. Der aber zuckte nur mit den Armen und schüttelte ratlos
den Kopf. Hermine legte den Arm um Ron und sagte tröstend „Ich hab es nicht so
gemeint, es tut mir leid.“ Ron sagte nichts und schluchzte nun noch heftiger „Ron, bitte
hör auf. Es tut mir leid. Du bist nicht faul und es ist mir auch egal ob du lernst. Bitte hör
auf!“ Hermines Stimme klang nun hysterisch und sie versuchte verzweifelt, Ron dazu zu
bringen ihre Entschuldigung anzunehmen.
Dann hob er den Kopf und sagte mit einem neckischen Grinsen auf dem Gesicht „Ich
steh drauf wenn Frauen mich anflehen.“ Harry brach in lautes Gelächter aus und
Hermine war damit beschäftigt, Ron auf den Oberarm zu schlagen. „Du Arsch, hör auf
mich immer so zu veräppeln.“ Ron schloss sich Harry an und lachte nun auch aus vollem
Halse, was die Folge hatte, dass die Leiterin der Bibliothek die Drei unsanft hinaus
beförderte.
„Wie kannst du mir das nur antun? Ich denke, ich verletzte deine Gefühle und was
machst du? Du spielst nur mit mir!“ Hermine warf Ron einen vernichtenden Blick zu
und ging. Ihre Schritte halten noch mehrere Gänge nach aber Harry und Ron überhörten
sie fast, denn ihr Gelache übertönte fast alles. „Weißt du was Harry, ich steh noch mehr
drauf wenn Frauen so richtig in Fahrt sind. Bei Hermine hat das ganze doch irgendwie
was diabolisches oder etwa nicht?“
-17Schwäche bleibt Schwäche
Hermine verzichtete auf das Abendessen. Sie war immer noch sauer auf Ron und auch
auf Harry, denn er unterstütze ihn auch noch bei so einem Mist. Sie legte ihre Sachen
zurecht, die sie brauchte für das Treffen mit Draco. Ihre Gedanken streiften um Harry
und Draco. Harry war offensichtlich eifersüchtig gewesen als ich Draco küsste, aber
trotzdem scheint er kein Interesse an mir zu haben. Männer, echt zu kompliziert.
Nachdem sie sich etwa sechs mal umzog –Warum mache ich das eigentlich? – machte
sie sich auf den Weg und als sie durch den Gemeinschaftsraum ging, fiel ihr ein, dass sie
gar nicht wusste wo die Beiden sich treffen wollten. Sie beschloss zum Raum der
Schülervertretung zu gehen. Draco würde da mit Sicherheit hinkommen.
Sie ging an ihren beiden besten Freunden vorbei und Ron rief ihr zu „Herm, noch
beleidigt?“ Hermine sah sich um und warf Ron einen verachtenden Blick zu. „Was soll
ich tun, damit du mir verzeihst? Sag es mir!“ Ron stand auf und warf sich vor Hermines
Füße und nahm ihre Hand und bettelte weiter „Ich kauf dir ein Pony, wenn du aufhörst
mich zu verachten.“ Hermine fing an zu lachen und musste sich zwingen, wieder ein
ernstes Gesicht auf zu setzten. „Ich werde für dich tanzen, dir Geschenke kaufen, alle
Hausaufgaben für dich erledigen!“ „Du ärgerst mich und willst mir als Entschuldigung
schlechte Noten verpassen?“ Ron fing an, Hermines Hände zu küssen und setzte einen
Hundeblick auf, der jede Schwiegermutter zum schmelzen bringen würde.
“Ron, lass das sein. Alle gucken uns schon an!“ Aber er hörte nicht auf. Im Gegenteil,
jetzt umklammerte er Hermines Beine und schmiegte seinen Kopf an diese. „Bitte, bitte,
bitte! Denk daran, was du mit mir als besten Freund verpasst. Wer macht sich über
deine Haare lustig? Wer sagt dir, du hast einen fetten Arsch?“ „Du hast nie gesagt ich
hätte einen fetten Arsch“ kam es sehr erstaunt von Hermine. „Dann hole ich das hier mit
nach! Und bedenke, ohne mich bleibt dir nur noch der Langweiler Harry!“ „Hey!“
schaltete sich Harry ein,wobei er nicht aufhören konnte zu lachen. Er warf sich zu Ron
auf den Boden und umklammerte ebenfalls Hermines Beine „Bitte, verzeih uns. Wir
vergöttern dich doch. Wer macht sonst unsere Hausaufgaben?“ „Wie nett, dafür bin ich
euch also gut genug!“ „Denkst du etwa, sonst würden wir was mit dir zu tun haben
wollen?“ Hermine blickte pikiert auf Ron hinab aber als dieser ein Grinsen auf sein
Gesicht zauberte, konnte sie nichts anderes als laut zu rufen „Ok, ok . Aber lasst mich
endlich los!“
Ron und Harry standen auf und hielten ihre Bäuche vor lachen. „Ich muss gehen.“ „Wo
willst du denn hin?“ „Ich muss mich noch mit Draco treffen.“ Harry sah sie mit einem
Ausdruck an, den Hermine nicht entschlüsseln konnte und wand sich von den Beiden
ab. „Also bis dann. Wir sehen uns nachher.“
„Sie trifft sich mit Malfoy?“ fragte Harry etwas verwirrt Ron. „Ja und?“ „Du weißt doch
was beim letzten mal passiert ist!“ „Und du weißt, dass mir das egal ist! Harry, denk
nicht mal dran und komm wieder runter. Sie ist nicht dein Eigentum und noch mal
werde ich mich deswegen nicht mit dir streiten!“ dann setzte er sich wieder an den Tisch
zurück und arbeitete weiter an seinen Hausaufgaben. Harry sah ihn an und wusste nicht
was er sagen sollte.
Hermine kam unterdessen im Raum der Schülervertretung an und fand Draco ebenfalls
dort. Er saß anscheinend schon eine Weile dort, denn seine Beine lagen auf dem Tisch
und zwei aufgegessene Äpfel lagen neben seinen Füßen. „Oh du? Ich dachte schon, du
würdest mal wieder nicht kommen.“ „Quatsch, das passiert mir nicht noch mal.“ Sie
lächelte ihn an und war sich dessen gar nicht bewusst. Hermine setzte sich neben Draco
und fing an mit ihm zu diskutieren, welche Dekoration die Beste sein. Nach einer Zeit,
hatte Beide keine Lust mehr und sie lehnten sich zurück. Hermine schloss ihre Augen
und dachte an ihren letzten Kuss mit Draco, den sie als unbeschreiblich empfand. Die
stellte sich vor, wie es wäre, das er sie noch einmal so küssen würde. So ohne
Vorbereitung und genau so stürmisch. Dann öffnete sie ihre Augen und sah, dass Draco
sie von der Seite ansah „Alles on Ordnung?“ fragte er sie. „Was sollte nicht in Ordnung
sein?“ „Ich hab eben mit dir gesprochen, aber du hast nicht reagiert. Warst du so in
Gedanken?“
Hermine errötete und blickte zu Boden. „Ich musste nur gerade an etwas denken.“ „An
was?“ „An… an den Kuss von dir.“ Draco sah sie sehr erstaunt an und lehnte sich dann
zufrieden zurück „Mir war schon klar, dass meine Küsse diese Wirkung auf Frauen
haben!“ „Sei doch nicht immer so verflucht selbstsicher!“ schrie Hermine ihn an und
küsste ihn schließlich auf den Mund. Nicht sanft, so wie sie es beim letzten mal getan
hatte, nein mit einer solchen Wucht, dass Dracos Kopf nach hinten schlug und sein Stuhl
anfing zu kippen. Hermine hielt ihn fest und spürte, dass Draco sie zurück küsste. Er
nahm ihre Hüften und setzte sie auf den Tisch, der vor ihnen stand und hielt ihren Kopf
fest um ihr eine Kuss zu verpassen, der an Leidenschaft kaum zu übertreffen war.
Durch Hermines Kopf schossen Gedanken, solche die ihr zu peinlich wären, jemals
auszusprechen. Vor ihren geschlossenen Augen sah sie kleine Lichtblitze und sie fühlte
sich als würde Draco ihr die Luft zum atmen nehmen. Und sie dachte an Harry. Sein Bild
sah sie nun vor sich,aber je mehr sie sich Draco hingab, desto mehr verblasste Harrys
Bild und sie wurde vollkommen von ihrer Umgebung aufgesogen.
Draco fühlte sich, als würde er in ein Loch fallen. Ein tiefes Loch,das niemals endet. Aber
eines, das ihm keine Angst machte. Er war hier und küsste Hermine. Schon wieder. Und
er fühlte sich gut. Er wollte sich von ihr fernhalten,aber sie küssten sich trotzdem. Draco
wollte, dass dieses Gefühl niemals endet und hatte zugleich die Befürchtung, Hermine
würde ihre Sinne wieder sammeln und ihn von sich stoßen. Doch sie tat es nicht. Er
spürte die Hitze, die in ihr aufstieg und übte noch mehr Druck auf ihre Lippen aus.
Doch dann lösten die Beiden ihre Lippen und sahen sich an. Hermine fand als ersten
wieder zu Worten „Draco….“ „Sag nichts, sag nicht, es würde dir leid tun und du würdest
dich für Potter entscheiden und das eben wäre falsch gewesen!“ Hermine sah ihn
erstaunt an und näherte sich seinem Gesicht „Sei still, das war das Beste was ich jemals
erlebt habe!“ Dann küsste sie ihn wieder und stürzte zurück in die Tiefe der
Leidenschaft.
-18Indianerherz kennt kein Schmerz
„Wann kommt Hermine denn endlich wieder?“ Ron und Harry saßen immer noch im
mittlerweile leeren Gemeinschaftsraum. Harry zuckte mit den Schultern und packte
seine Sachen zusammen. „Du hast doch gesagt, sie kann tun was sie will!“ „Darum geht
es mir ja auch nicht. Ich muss noch die Hausaufgaben für Geschichte der Zauberei
machen und sie wollte mir dabei helfen.“ „Schreib doch einfach ab.“ „Sie würde mich
töten“ und Ron erschauderte bei dem Gedanken, wenn er Hermine sagen würde, er hätte
ihre Hausaufgaben abgeschrieben. „Dann lies es durch und ändere alles um.“ Ron nahm
diesen Vorschlag an, ging in Hermines Zimmer und holte ihre Notizen, lass diese durch
und schrieb seinen Aufsatz über die Abenteuer von Haltoris Woltran.
Nachdem Ron fertig war, beschlossen Harry und er ins Bett zu gehen. Es war nun schon
nach Mitternacht und Hermine war noch immer nicht da. „Also schlaf schön, bis
morgen.“ „Gute Nacht.“
„Draco, ich muss gehen. Es ist schon spät.“ Hermine sammelte ihre Sachen zusammen
und verabschiedete sich von Draco. „Hermine, was ist denn nun…?“ „Was meinst du?“
Draco sah sie an und sprach mit einer Stimme, die Hermine noch nicht von ihm kannte.
Sie war so nett, einfach zauberhaft „Na ja, was ist jetzt mit uns?“ Doch er bekam keine
Antwort, denn Hermine sah ihn mit einem strahlenden Lächeln an und zwinkerte ihm
zu. „Wir sehen uns.“
Hermine ging durch das Portraitloch und machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer.
Sie öffnete die Tür und warf ihre Tasche in einem hohen Boden in das Zimmer. Sie
machte sich Licht und erschreckte sich fast zu Tode, als sie sah, dass jemand auf ihrem
Bett lag.
„Ron was zur Hölle machst du hier?“ Sie schrie fast, denn der Schock steckte ihr immer
noch in den Knochen. „Ich, oh ich bin eingeschlafen. Ich wollte dir deine Sachen für
Geschichte der Zauberei wiederbringen und wollte dann auf dich warten.“ „Warum?“
„Also bitte, was denkst du denn? Sieh mal auf die Uhr. Ich wollte nur wissen ob alles klar
ist, weil die ganze Sache mit der Dekoration so lange gedauert hat.“ „Was denkst du
denn was das für eine Arbeit ist? Das schafft man nicht in einer halben Stunde. So was
dauert.“
Ron sah sie sehr misstrauisch an und grinste dann über sein ganzes Gesicht. „Ron,
warum grinst du wie so ein Schwachkopf?“ „Muss ja echt anstrengend gewesen sein,
wenn deine Haare ganz verwuschelt sind und sich an deinem Hals ein Knutschfleck
abzeichnet!“ Hermine wurde über das ganze Gesicht rot und senkte ihren Blick zu
Boden. „Das brauch dir doch nicht peinlich sein. Ist doch nett, wenn ihr euch gegenseitig
auffresst.“ „Ron, so war das nicht!“ „Nein, natürlich nicht. Sieht echt harmlos aus. Sehr
sogar.“ Und mit einem Grinsen auf seinem Gesicht fügte er hinzu „Und übrigens, deine
Bluse hat einen Riss.“ Dann stand er auf, streifte Hermines Schulter mit der seinen und
bevor er den Raum verließ, sagte er noch zu Hermine „Hoffentlich war es schön.“. Dann
war er verschwunden.
Hermine zog sich um und legte sich in ihr Bett. Aber sie konnte nicht schlafen. Draco
wanderte immer wieder durch ihre Gedanken und bei der Erinnerung an sein schönes,
makelloses Gesicht, spürte Hermine immer noch wie ihre Lippen kribbelten. Als wären
Ameisen darin gefangen. Sie empfang ein Gefühl in ihrem Bauch, etwas das sie bislang
nur einmal gefühlt hatte. Ein einziges Mal. Und sie war sich nicht mal sicher, ob sich das
Gefühl für diese andere Person überhaupt verändert hatte.
Harry wälzte sich im Schlaf hin und her und fand keine Ruhe. Er dachte an den Tag als
er Hermine und Draco gesehen hatte, als diese sich küssten. Hermine, immer nur
Hermines Gesicht war vor seinem inneren Auge zu sehen. Bilder aus ihrem ersten
Schuljahr, vom Weihnachtsball, als sie die Schönste des Abends war.
Ron schlief tief und fest. Wie ein Stein. Er hatte keine unangenehmen Gedanken. Im
Gegenteil. Er träumte von einer vollbusigen Blondine, einer vollbusigen Brünette. Und
wie sollte es auch anders sein, von einer schwarzhaarigen mit vollem Busen.
Hermine stand auf und machte sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Sie
wickelte den Morgenmantel um ihren Körper und schlich leise die Stufen hinab.
Harry saß in einem Sessel im Gemeinschaftsraum und starrte in den Kamin, der nicht
mehr brannte. Er versank in seinen Gedanken und hörte nicht, als eine ihm nur zu
bekannte Stimme mit ihm sprach.
„Harry, warum bist du noch auf?“ Hermine schritt auf den Sessel zu und fragte erneut
„Harry, was machst du hier?“ „Ich…oh entschuldige bitte. Ich war eben ganz in
Gedanken.“ Harry stand auf und sah Hermine eindringlich an. „Ich konnte nicht
schlafen.“ „Ich auch nicht. Ich war mit den Gedanken die ganze Zeit wo anders.“ Harry
hielt mit Hermines Blick stand und fühlte sich plötzlich, als würde ein Stromschlag
durch seinen Körper geleitet. Er tat einen Schritt auf sie zu und küsste sie. Er umfasste
ihre Schultern und als Hermine sich zur Wehr setzte, hielt er nur noch fester.
Ron träumte von einer ganzen Gruppe von Vollbusigen. Alle waren um ihn
versammelten und vergötterten ihn.
Hermine gab nach und leistete keinen Widerstand mehr. Sie gab sich einem Gefühl hin,
dass für sie wie ein Feuerwerk war. So unwirklich, so schön, so spannend. Sie war
gedanklich hin und her gerissen und plötzlich tauchte Draco vor ihrem inneren Auge
auf. Sie erschrak. Sie küsste nicht Draco, sie lies sich von Harry küssen. Und sie genoss
es, aber es war anders als bei Draco. Es war wie ein Feuerwerk aber eines, dass einem
Angst macht. Man genießt es aber man befürchtet, dass etwas Schlimmes passiert.
Sie löste sich von Harry und stieß ihn weg.
Ron schreckte auf dem Schlaf. Er war nass vor Schweiß und musste tief Luft holen. Er
atmete schwer. Was hatte er geträumt? Er versuchte sich zu erinnern und dann fiel es
ihm wie Schuppen von den Augen. Er war eingekreist von den schönsten Frauen die er
jemals gesehen hat. Alle liebten ihn, ohne Ausnahme. Doch plötzlich öffnete sich der
Kreis und eine andere Person trat auf ihn zu. Die Frauen verblassten und die Person
lächelte ihm zu. Und er war erfreut, sie zu sehn. Und dann schreckte er hoch, als er sah
wer ihn anlächelte. Es war Snape.
„Hermine, was hast du?“ „Warum hast du mich geküsst?“ Hermine sah ihn eindringlich
an und holte tief Luft. „Was regst du dich so auf? Dir hat es doch auch gefallen!“ „Ja,
dass hat es. Aber ich will das alles nicht. Ich war mal in dich verliebt aber die Zeiten
ändern sich!“ Harry sah sie nun zornig an und stand nur ein Stückchen von ihr entfernt.
„Du genießt den Kuss, aber willst mich nicht? Was soll das denn? Denk doch mal an
mich!“ „An dich? Spinnst du? Ich würde dich niemals absichtlich verletzten und das
weißt du auch, aber ich habe nicht mehr die Gefühle für dich wie früher.“ „Das glaub ich
nicht. Reagierst du so, weil du jetzt die Freundin von Malfoy bist oder was?“ „Ich bin
nicht seine Freundin. Und selbst wenn, das geht dich ja wohl überhaupt nichts an!“ „Oh
doch, das tut es. Hermine, ich bin in dich verliebt.“ Hermine sah ihn an und senkte ihren
Kopf. „Harry, es tut mir leid. Ich nicht in dich. Jedenfalls nicht mehr so wie früher.“
„Aber Gefühle sind noch da oder wie?“ „Nicht wirklich.“ „Hermine, ich will mit dir
zusammen sein. Es tut mir leid, dass ich dir damals nicht zugehört habe als du mir
sagtest, dass du mich liebst. Aber ich will dich.“
Hermine sagte für kurze Zeit nichts und sah Harry eindringlich an. „Ich werde jetzt
gehen.“ Sie ging sehr verwirrt in ihr Schlafzimmer zurück und konnte immer noch nicht
fassen, was Harry ihr eben sagte, während dieser ihr nachblickte und enttäuscht seinen
Kopf senkte.
Als Harry kurze Zeit später wieder in seinem Bett lag, dachte er an Hermine. Er fühlte,
dass er noch nicht verloren hatte. Er würde um sie kämpfen. Und gewinnen.
Hermine war eingeschlafen und träumte von einem Zauberduell zwischen Draco und
Harry. Und am Ende des Kampfes hatte keiner gewonnen, denn keiner wollte aufgeben,
und dann waren Beide tot.
Ron hatte sich in der Zwischenzeit einen neuen Schlafanzug und hatte das Gefühl, als
würde er beobachtet werden. Er war angewidert gewesen von dem Gefühl,
Empfindungen für einen Lehrer, der noch dazu männlich war, zu haben. Aber
Albträume haben so was anscheinend an sich. Dann schlief er ein und träumte von einer
Mädchenumkleidekabine.
-19Wer die Wahl hat….
Die nächsten Tage vergingen so schnell und alle Schüler der 7. Klasse hatten soviel zu
tun, dass Hermine und Draco sich, außer im Unterricht, nicht mehr trafen. Hermine
schien nicht unglücklich sonder eher erfreut darüber zu sein. Mit Harry gestaltete sich
das Ganze aber schwieriger. Sich sahen sich immer, sprachen aber nicht großartig
miteinander. Ron, der das nicht verstand, fragte die Beiden immer wieder, bekam aber
keine Antworten. Und die ganze Sache erschien ihm noch verwunderlicher, als Draco ihn
eines Tages nach dem Nachmittagsunterricht aufhielt und mit ihm sprechen wollte.
Die Beiden gingen in ein leeres Klassenzimmer und als Draco die Tür hinter sich
verschloss, sah er Ron eindringlich und sehr besorgt an. Er wirkte fast schuldbewusst.
„Also, was willst du?“ fragte Ron ihn und ihm stand die Neugier ins Gesicht geschrieben.
„Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht weißt was mit Hermine los ist.“ Draco sah Ron
an und in seinen Augen konnte man einen flehenden Blick erhaschen. „Nein!“ „Was
heißt nein? Sag es mir doch!“ „Ich kann es dir nicht sagen.“ „Warum nicht?“ „Weil ich
nichts über diese Geschichte oder was immer zwischen euch los ist, weiß.“
Draco glaubte Ron nicht „Du lügst.“ In seiner Stimme lag eine, Ron nur allzu gut
bekannte, Kälte. „Das tue ich nicht! Ich hab gefragt was los ist aber sie ist immer
ausgewichen.“ „Hat sie gesagt ich hätte was falsch gemacht. Hat sie was angedeutet?
Irgendwas?“ „Nein, aber solltest du etwas falsch gemacht haben?“ Rons Blick wechselte
von Neugier über Unverständnis zu Misstrauen. „Ich weiß ja nicht was sie darüber
denkt, aber ich glaube nicht. Wir haben uns doch nur geküsst.“ „Schon wieder?“ „Was
heißt hier schon wieder?“ „Sie hat nichts zu mir gesagt, aber rede doch einfach mal mit
ihr.“ Draco schüttelte den Kopf und sprach weiter „Aber ich habe das Gefühl, dass sie
mir schon die ganze Woche aus dem Weg geht.“ „Du weißt doch wie kompliziert Frauen
sind. Niemand versteht sie!“ „Kannst du nicht noch mal mit ihr reden? Bitte Ron, tu mir
doch den Gefallen.“
Ron sah Draco eigentümlich an und zog zweifelnd seine Augenbrauen hoch. „Warum
sollte ich eigentlich?“ Draco sah zu Boden und senkte seine Stimme „Wenn ich etwas
falsch gemacht habe, dann möchte ich das auf jeden Fall klären, denn mir liegt sehr, sehr
viel an Hermine.“ „Dir liegt viel an Hermine? Wirklich?“ „Ist das so ungewöhnlich?“ „Ich
weiß nicht. Das du sie magst ist ja nicht zu übersehen, aber ich hätte nicht gedacht, dass
es dir so ernst ist.“ „Das ist es aber. Also tust du mir den Gefallen und redest mit ihr?“
„Ich tue dir einen viel größeren Gefallen wenn ich dir sage, du solltest das selber mit ihr
klären. Ich fühle ihr nur aus meinem eigenen Interesse auf den Zahn und falls es so sein
sollte, dass sie nicht mit dir reden will, dann werde ich sie dazu schon bringen.“ Dann
stand er auf und ging zur Tür doch bevor er verschwand, hörte er Draco noch sagen,
„Danke Ron, du bist ein wahrer Freund.“
Er drehte sich wieder um und sagte in einer Stimme, die nicht beleidigend eher
hoffnungsvoll klang „Ich liebe Hermine. Sie ist wie eine Schwester für mich. Ich würde
fast alles für sie tun aber bis wir beide Freunde werden, ist es noch ein langer Weg.“
Dann ging er und ließ einen Draco zurück, der zwar immer noch hängende Schultern
hatte, dessen Gesichtausdruck aber um einiges erfreuter wirkte.
Ron versuchte zwar sein Glück aber aus Hermine war nichts rauszuholen. Sie schwieg zu
dem Thema aber als Ron ihr erklärte, dass Draco schon nach ihr gefragt hätte, wurde sie
ganz blass und musste sich setzten. „Willst du mir nicht endlich sagen was los ist? Hat er
dir irgendwas angetan? Wenn ja, dann werde ich ihn für dich umbringen.“ Von Hermine
war ein trockenes Lachen zu hören, aber ihr Blick verfinsterte sich zu merklich. „Nein,
Draco hat gar nichts falsch gemacht. Es ist nur, also, wie soll ich es sagen…“ „Sag schon!
Er wollte dir an die Wäsche aber du wolltest nicht? Er hat schrecklichen Mundgeruch?
Er ist unten rum nicht besonders gut ausgestattet?“ „Nein Ron, nichts von alledem.
Harry hat mich geküsst!“
„Harry hat was?“ Ron musste sich setzen. „Harry Potter? Der kleine Zwerg mit Brille?
Wir reden von unserem Freund? Wann? Wo? Warum?“ „Findest du mich so abstoßend,
dass nicht mal Harry mich küssen würde oder was soll das Theater?“
Ron sah Hermine an und musste grinsen. „Ich soll dich abstoßend finden? Ja
klar,Hermine. Wo ich doch der erste Junge war,der ernsthaft in dich verliebt war. Oder
hast du das etwa schon wieder vergessen?“ „Wie könnte ich, du hast mir hundert
verzauberte rote Rosen geschenkt. Alle sind explodiert und meine Augenbrauen sind nur
mit Hilfe der Magie wieder nachgewachsen.“ Ron brach in schallendes Gelächter aus
„Tut mir Leid Herm, ich dachte dir würde so was gefallen. Aber jetzt zurück zu Harry.
Wann war das denn?“ „An dem Tag, wo ich mich mit Draco getroffen habe um die
Dekoration zu besprechen. Was daraus geworden ist, hast du ja gesehen.“
„Aber warum gehst du ihm aus dem Weg?“ Hermine sah ihn eindringlich an „Dreimal
darfst du raten.“ „Tut mir leid, keine Ahnung.“ „Mann Ron, es ist so kompliziert. Harry
hat mir gesagt, dass er mich liebt und mit mir zusammen sein will. Einfach so. Ich hab
ihm vorher klar gemacht, dass ich so was nicht will, aber er hat mir trotzdem seine
Gefühle offenbart. Ich bin mir nicht sicher ob da nicht wirklich noch ein Funken
Zuneigung über ist.“ Ron blickte zu Boden und atmete tief durch „Denkst du nicht, das
diese Zuneigung nur auf freundschaftlicher Basis basiert?“ „Ich denke nicht, es hat mir
ja schon gefallen von ihm geküsst zu werden!“ „Von ihm geküsst zu werden? Hast du ihn
auch geküsst?“ „Nein.“
„Aber was ist mit Draco?“ „Ich weiß es nicht. Als Harry mich küsste, fiel es mir plötzlich
wie Schuppen von den Augen. Draco war vor meinen Augen, aber dieses kribbelige
Gefühl war bei Harry wirklich stark. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich mag Draco, aber
manchmal habe ich das Gefühl, dass beruht nur einseitig. Er ist oft so kalt uns so…“
„…anders als Harry?“ „Ja! Aber dann guckt er so, dass man alles um einen herum
vergisst. Und wenn er mich küsst, dann ist es als würde ich schweben, als würde es im
Sommer schneien und als wäre Professor Snape nicht mehr an dieser Schule. Einfach
magisch, unglaublich und freudig.“
Hermine machte eine Pause und sah Ron tief in die Augen „Was soll ich machen? Ich
finde es nicht gut, dass Harry mich geküsst hat, aber auch er soll seine wahren Gefühle
nicht unterdrücken.“ „Überleg dir genau, wer besser für dich ist, wer dein Herz berührt
und wer dich glücklich macht. Es hilft wohl auch der beste Küsser nicht, wenn er dich
wie den letzten Dreck behandelt.“ „Denkst du, Draco Malfoy wäre gut für mich?“ „Es
liegt ihm sehr viel an dir, das kannst du mir glauben.“
„Wirklich?“ „Oh ja, aber es ist deine Entscheidung. Nur beeile dich ein bisschen. Auch
wir Männer wollen wissen wo wir stehen.“
„Danke Ron, ich bin so froh, dass ich dich hab. Schon mal überlegt, ob du Psychologe für
Hexen werden solltest?“ „Gelegentlich. Und hier noch ein gratis Tipp von mir: Wenn du
keinen von den Beiden willst, ich stehe dir gerne jederzeit als Knutschpartner zur
Verfügung.“ „Ron, mach das du verschwindest!“ Hermine war aufgesprungen und war
davor Ron mit einem Buch zu bewerfen. „Keine Aufregung. Falls du was brauchst um
deine Spannungen abzubauen, als Sexpartner stehe ich dir auch allzeit bereit!“ Er konnte
gerade noch den Raum verlassen, ohne dass ihn eine Verletzung heimsuchte.
-20Zwei sind besser als Keiner
Hermine verbrachte die nächsten Wochen mit Nachdenken. Sie erhielt fast täglich Briefe
von Harry und Draco und hielt so Kontakt mit den Beiden aber mit ihnen sprechen, dass
wollte Hermine nicht. Ron erzählte ihr immer, dass Draco und Harry sich nach ihr
erkundigten. Sie ging zum Unterricht aber nicht zum Essen und blieb eigentlich die
ganze Zeit in ihrem Zimmer. Ron brachte ihr immer etwas Geklautes vom Tisch mit und
saß bei ihr rum, wenn sie ihn nicht rausschmiss.
„Man Ron, ich weiß nicht was ich tun soll.“ Hermine warf ein Buch in Richtung Fenster,
hatte aber nicht damit gerechnet das sie traf und erschrak als die Scheibe zersplitterte
und das Buch nach unten fiel. „Super ,auch das noch!“ „Herm, ganz locker. Was regst du
dich eigentlich so auf?“ „Bald ist der Ball und ich hab nicht mal jemanden mit dem ich
hingehen kann obwohl ich zwei männliche Wesen habe, die eine Beziehung mit mir
wollen.“ „Such dir einfach einen von Beiden aus.“ „Das ist gar nicht so leicht! Wenn ich
den einen nehme, ist der andere beleidigt und abgesehen davon, hat mich noch keiner
gefragt.“
„Ist ja auch kein Wunder, wenn du dich hier in deinem Zimmer vergräbst. Geh doch mal
wieder runter und genieß das Wetter. Der Schnee liegt jetzt schon schön hoch und es
riecht auch nach Weihnachten.“
Rons Überredungskünste hatten Erfolg und Hermine erschien wieder in der lauten Welt
von Hogwarts. Durch die weihnachtliche Stimmung,besserte sich auch merklich ihre
Laune. Eine Einladung zum Schulball hatte sie trotzdem noch nicht.
Hermine saß gerade in der Bibliothek als zwei kleine Eulen vor ihr landeten. Sie waren
eindeutig Schuleulen, was man am Bändchen an ihren Füßen erkennen konnte. Sie
öffnete den ersten Brief und war erstaunt bei dem was sie da las.
Liebe Hermine
Hiermit möchte ich dich bitten, mich zum Weihnachtsball zu begleiten. Er würde mich
sehr freuen. Hoffentlich schickst du mir ein positive Antwort.
Wir sehen uns.
Draco Malfoy
PS: Ich denke ganz oft an dich…
Sie konnte nicht anders. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Draco dachte
oft an sie. Nun ja, sie dachte auch oft an ihn. Sehr oft sogar. Mit einem Grinsen, dem
wohl breitesten der letzten Wochen, öffnete sie den zweiten Brief…und ihr blieb der
Mund öffen als sie ihn las.
Liebe Hermine
Es würde mich freuen, wenn du mich zum Ball begleiten würdest. Ich will so gerne mit
dir da hin. Schreib mir bitte eine Antwort…eine hoffentlich Gute.
Dein Harry
PS: Ich vermisse Dich.
Jetzt hatte sie ein Problem. Zwei sogar. Draco und Harry. Zwei Einladungen zum Ball,
aber welche sollte sie annehmen? Wen wollte sie begleiten? „Scheiße, scheiße, scheiße.“
Am nächsten Tag ging sie mal wieder nicht zum Frühstück, sondern gleich zum
Klassenzimmer für Geschichte der Zauberei. Ron kam nach kurzer Zeit auch. „Na, alles
klar?“ „Mmhhh…“ „Ja klar, sag schon was los ist!“
Hermine erzählte ihm alles und Ron musste lachen. „Freu dich, zwei Verehrer. Du hast
jetzt wenigstens Einladungen, das ist doch schon mal ein Anfang.“ „Aber mir wem soll
ich gehen?“ „Keine Ahnung.“ Hermine lies den Kopf sinken und verbrachte die nächsten
zwei Stunden wieder mit Nachdenken.
Auch nach zwei weiteren Stunden Zauberkunst wusste sie es immer noch nicht. Auf den
Weg zum Mittagessen sah sie Harry und Draco, aber sie verschwand schleunigst in der
Großen Halle. Hermine setzte sich zu Dean und Seamus und hörte deren Gesprächen zu.
Aber die Beiden hatten auch nichts Neues zu berichten. Als Ron sich zu den Dreien
setzte,besserte sich ihre Laune zwar nicht, aber die Stimmung am Tisch wurde merklich
heiterer. So war Ron, immer gut drauf.
Als sie fertig gegessen hatten, ging sie zusammen mit Ron in die Bibliothek. „Ach Mist,
was soll ich nur machen.“ „Kopf hoch, du entscheidest dich schon richtig.“ „Ich gehe am
besten gar nicht hin.“ „Hermine, der Ball ist in fünf Tagen. Natürlich gehst du hin.“
„Aber mit wem?“ Darauf wusste selbst Ron keine Antwort und zuckte mit den Schultern.
„Also, bevor du gar nicht hingehst, gehen wir Beide zusammen hin. Du musst dich
einfach nur entscheiden.“
Das besserte Hermines Laune nicht gerade aber sie schwor sich, Harry und Draco bald
Bescheid zu geben. Nachher suchten sich die Beiden noch jemand anderes.
Hermine hatte sich entschieden, jetzt wusste sie was das Beste für sie, Harry und Draco
war. Sie würde die richtige Entscheidung treffen. Jedenfalls hoffte sie das.
Am nächsten Tag ging sie mit entschlossenem Gesicht zu Harry und sagte ihm, sie würde
nicht mit ihm auf das Fest gehen. „Ich denke so ist es am besten.“ Harry glaubte sich
verhört zu haben. „Aber Hermine…“ „So ist es das Beste.“ Dann entfernte sie sich von
ihm und ging zu Draco. Sie wusste jedoch nicht, dass Harry dies genau beobachtete.
Harry traute seinen Augen nicht. Sie ging tatsächlich mit Draco Malfoy. Wie gerne
würde er ihn jetzt verprügeln. So richtig, dass er im Krankenflügel landete. Er schwor
Rache, so leicht kommt ihm ein Malfoy nicht davon.
-21Geheimniskrämerei
Die Tage vergingen und Harry war sehr niedergeschlagen. Was sollte er nur ohne
Hermine machen. Jetzt hatte sie sich endgültig gegen ihn entschieden. Harry hoffte,
Draco Malfoy würde dafür später einmal in der Hölle schmoren, dafür, dass er ihm
Hermine wegnahm.
Das Quittich Training war härte als sonst. Da es jetzt um die Weihnachtszeit viel Schnee
gab und es eisig kalt war, fror man sich auf dem Besen fast alles ab. Harry übte für sich
alleine und genoss, trotz der Kälte die Einsamkeit, die er auf seinem Besen spürte. Hier
fühlte er sich frei und unbezwungen. So wie selten in der letzten Zeit. Er probte
Spielzüge, die in realen Spielen meist nicht gebracht wurde, jedenfalls nicht bei den
Spielen in der Schule. Manchmal spielte auch Ron mit, der im Steine, Äpfel und alle
anderen möglichen Dinge zuwarf, die er dann fangen musste bevor sie auf den Boden
schlugen.
Da die Weihnachtsferien jetzt begonnen hatten, waren nicht allzu viele Schüler mehr da
im Vergleich zu sonst aber es waren immer noch eine große Anzahl, was genau richtig
war für einen Ball. Die Schüler, die in diesem Jahr entlassen wurde, blieben fast alle in
Hogwarts. Immerhin war es ihr Abschlussball. Auf den Ball waren alle sehr gespannt
und das Weihnachtsfest war hier immer eine Attraktion. Mit all den verzauberten
Rüstungen, den Chören und der festlichen Dekoration. Aber am meisten freuten sich die
Schüler wie immer auf das Essen. In den Weihnachtstagen übertrafen sich die Hauselfen
immer selbst.
Harry beschäftigte sich aber mit einer anderen Frage. Mit wem sollte er auf den Ball
gehen? War es an der Zeit noch ein anderes Mädchen zu fragen oder sollte er alleine
gehen? Vielleicht wäre es aber das Beste einfach im Bett zu bleiben und den Ball an sich
vorbei ziehen zu lassen. Aber damit würde er nur zeigen, dass er im Vergleich zu Malfoy
nichts war. Harry beschloss mal wieder, sich Rat bei seinem besten Freund zu holen.
Ron würde bestimmt die richtige Antwort wissen.
„Sag mal, kennst du jemanden, der mit mir zum Ball gehen könnte?“ Ron starrte ihm
irritiert an und zog zweifelnd seine Augenbrauen zusammen. „Jetzt noch? Der Ball ist in
zwei Tagen. Ein bisschen spät, oder?“ „Du sollst mir keine Vorträge halten sondern mir
einfach auf meine Frage antworten!“ „Ist ja schon gut. Aber es tut mir leid, ich weiß nicht
mit wem du zum Ball gehen könntest. Eigentlich haben alle schon einen Partner. Es sein
denn, du möchtest vielleicht mit Crabbe gehen.“ „Haha, furchtbar witzig. Dann gehe ich
am besten gar nicht hin.“ „Man Harry, das ist unser Abschlussball. Es geht nicht darum,
ob wir einen Partner haben oder wer das beste Mädchen abbekommt. Wir feiern alle
zusammen. Vielleicht das letzte Mal. Wir können so viel trinken wie wir wollen und wir
haben Spaß. Überleg doch mal, unser letztes Weihnachten in Hogwarts. Vielleicht das
Letzte was du, ich und Hermine zusammen feiern.“
Gleich nachdem Ron diesen Satz aussprach bereute er es auch schon. Harry senkte den
Kopf und sah mit betrübten Augen auf den Boden. „Es tut mir leid. Ich wollte zu dem
Thema nichts sagen.“ „Schon gut.“ „Also überleg es dir. Ich muss noch was erledigen.
Wir sehen uns dann.“ „Mit wem gehst du eigentlich zum Ball?“ doch Harry bekam keine
Antwort, denn Ron war schon verschwunden und hörte ihn nicht mehr.
Harry saß nun niedergeschlagen im Gemeinschaftsraum, ganz versunken in seinen
finsteren Gedanken, aus denen er sich erst losreißen konnte, als er ein Schluchzen aus
der anderen Ecke des Raumes wahrnahm. Er sah auf und beobachtete Lavender Brown
und Parvarti Patil.
Beide sahen sehr geschockt aus und aus Parvartis Augenlid floss eine kleine Träne herab.
Harry ging zu den Beiden und setzte sich mit an den Tisch. „Alles in Ordnung? Warum
weinst du denn Parvati?“ „Es ist nichts Harry.“ Doch nichts konnte es nicht sein denn
Beide brachen augenblicklich in Tränen aus und vergruben ihre Gesichter in ihren
Händen. „Nun sagt schon was los ist. Ist etwas Schlimmes passiert?“ „Das könnte man
so sagen“ gab Lavender unter heftigem Geschluchze von sich. „Wir wurden versetzt.
Unsere Ballpartner haben uns abgesagt. Verstehst du? Uns! Und das zwei Tage vor dem
Ball. Was sollen wir denn jetzt machen?“ „Am besten bleiben wir Beide die restlichen
Ferien im Schlafsaal,um den demütigenden Blicken der anderen zu entgehen.“ Harry
musste sich ein Grinsen verkneifen und sah die beiden verschmitzt an. Endlich mal eine
gute Nachricht, dachte er sich.
Der Abend vor dem Ball war gekommen. Jetzt waren es noch 24 Stunden. Die Aufregung
war überall zu spüren. Ob in der Großen Halle beim Essen, in der Bibliothek oder in den
Gemeinschaftsräumen. Überall sah man Schüler mit einem frohen Ausdruck im Gesicht
herumlaufen. Im Raum der Gryffindors war hingegen höchste Anspannung zu spüren.
Die Mädchen liefen fast alle hysterisch umher und das machte wiederum die Jungen
ganz wahnsinnig. „Wo hab ich die Lockenwickler denn hingetan? So ein Mist, Parvarti,
wo sind die?“ „Ginny, hilf mir mal bitte. Da ist was mit dem Kleid nicht in Ordnung!“
Neville war ebenfalls mit den Nerven am Ende, weil Millicent ihn gezwungen hatte, eine
äußerst scheußliche Festtagsrobe anzuziehen, nur weil die zu der Ihren passte. So ging
das stundenlang, aber dann herrschte mit mal eine trügerische Ruhe. Harry sah in einem
Sessel am Kamin der schön brannte und lauschte. Es war nichts zu hören. Das
hysterische Gekreische war verstummt und somit hatte die Jungen endlich ein paar
Stunden Ruhe. Da aber Harry mittlerweile alleine am Feuer saß, bekam die anderen von
dieser Erholung nicht besonders viel mit.
Warum müssen Mädchen immer so einen Zirkus um einen Ball machen? Harry wurde
jäh aus seinen Gedanken gerissen, als er eine laute Stimme hinter sich vernahm.
„Scheiße, so ein Mist. Alleine bekomm ich das nie hin.“ Harry erstarrte und konnte die
Stimme niemanden zuordnen als sie plötzlich noch lauter wurde. „Ist das schwer. Mein
Gott.“ „Ron?“ „Man Harry, erschreck mich doch nicht so!“ Ron lies einen großen Sack
der mit irgendwas voll gefüllt war, zu Boden gleiten und fasste sich vor Schreck an die
Brust. „Was zur Hölle machst du so spät noch im Gemeinschaftsraum?“ „Dasselbe
könnte ich dich wohl auch fragen. Was trägst du da eigentlich mit dir herum?“ Ron sah
Harry etwas zweifelnd in die Augen und überlegte einen Moment. „Du musst schwören,
dass du es nicht weiter erzählst, in Ordnung?“ „Ehrensache, also leg los.“
-22Die Weihnachtsüberraschung
Es schneite. Ron, Harry, Dean und Seamus veranstalteten draußen eine
Schneeballschlacht und waren völlig aus dem Häuschen. So als hätten sie in ihrem
Leben noch nie etwas Besseres erlebt als das. Die Vier wollten eigentlich auch Neville
überreden mitzumachen, aber als Ron mit ihm sprach, bekam Millicent einen Anfall und
machte Neville Vorwürfe, er würde sich überhaupt nicht für sie interessieren. Wo sollte
das nur enden, dachten sich die vier Jungen und alle wollten beim Ball schleunigst mit
Neville reden, er solle sich auf der Stelle von dieser schrecklichen Person trennen. Doch
große Hoffnungen machte sich keiner von ihnen, denn sie wussten wie sehr die Liebe
blind machte.
Dean, Harry und Seamus zogen sich im Schlafsaal um als Neville wie vom Teufel geritten
herein stürmte. „Hallo, ihr seid schon fertig?“ rief er ganz außer Atem und zog sich so
schnelle es ging seine Festtagsrobe über. „Neville, alles in Ordnung?“ „Ja klar, was sollte
denn nicht in Ordnung sein?“ „Du hast deine Robe falsch herum an und dir fehlt ein
Schuh.“ Neville lief rot an und drehte den dreien den Rücken zu. „War Millicent mal
wieder ganz wild oder was?“ „Seamus, hör auf ihn zu ärgern. Er kann doch nichts dafür,
wenn er eine Hyäne als Freundin hat.“ „Was willst du damit sagen?“ Neville sah Seamus
böse an und brachte sich in eine für ihn ganz untypische, bedrohliche Position. „Denkst
du nicht, es wäre das beste mit Millicent Schluss zu machen?“ „Wie kommst du darauf?
Nur weil du keine Freundin hast, gönnst du mir mein Glück nicht oder was?“ „Beruhige
dich Neville!“ Harry versuchte ihn zu besänftigen, wurde aber ebenfalls mit einem
giftigen Blick gestraft. „Beruhigen? Du denkst wohl auch so was?“ „Du lässt dich schon
ziemlich viel rumkommandieren von ihr.“ Dean versuchte jetzt sein Glück beim
beschwichtigen „Hör zu Neville, wir meinen es ja nur gut mit dir. Du bist gar nicht mehr
du selbst. Millicent kann doch alles von dir verlangen. Du tust es, ohne Ausnahmen.“
„Und ihr denkt tatsächlich, ich würde auf Ratschläge von euch hören? Ihr Drei hattet
entweder noch nie eine Freundin oder die Sache war nach zwei Wochen beendet.“
Daraufhin stürmte er die Tür hinaus und versuchte dabei, seine Robe zurecht zu rücken.
„Wo er Recht hat, hat er Recht. Besonders erfolgreich waren wir ja nun wirklich noch
nicht,was die Frauen angeht.“ Harry, Seamus und Dean verstummten und machten sich
weiter fertig für den Ball.
„Hey Hermine. Was machst du heute Abend?“ Ron war in ihr Zimmer gegangen und
fand dort eine Hermine vor, die wie üblich über irgendwelchen Büchern ging und lernte.
„Das sieht man doch wohl, oder?“ Sie sah auf und blickte Ron erstaunt an. „Warum bist
du eigentlich nicht unten bei den anderen? Und wo hast du diese neue Robe her? Die
sieht echt klasse aus.“
„Danke sehr, tja die hab ich mir neu gekauft.“ Er ging zu ihrem Schreibtisch und
überreichte ihr ein Päckchen. „Was ist das?“ „Dein Geschenk. Weihnachten ist zwar erst
morgen aber dann wirst du damit nicht mehr viel anfangen können.“ Hermine nahm es
und packte es aus und es verschlug ihr die Sprache. „Ron, was soll das denn? Spinnst du
jetzt völlig?“ Auf dem Päckchen zog sie ein Umhang von solcher Schönheit, wie sie ihn
noch nie gesehen hatte. Er funkelte über und über und man hatte den Eindruck als
wären alle Diamanten dieser Welt darauf verewigt. Hermine starrte Ron verwundert an
und stotterte ihm entgegen „Was soll ich damit? Ich gehe doch nicht zum Ball.“ „Doch
natürlich.“ „Ach ja, und mit wem?“ „Dumme Frage, mit mir natürlich!“
„Fertig Mädels?“ „Natürlich.“ Lavender und Parvarti hackten sich bei Harry ein und
gingen mit einem strahlenden Lächeln den Gang zur Großen Halle entlang. So Hermine,
wenn du dabei nicht eifersüchtig wirst, dachte er sich und zog die Beiden noch fester an
sich. „Ihr seht einfach umwerfend aus. Der reinste Wahnsinn.“ „Danke schön“ kam im
Chor zurück und das Grinsen auf ihren Gesichtern wurde noch ein bisschen größer,
soweit dies überhaupt möglich war.
Draco Malfoy saß alleine am Rand der Großen Halle und beobachtete das Geschehen. Er
war alleine. Außer mit Hermine wollte er mit niemandem zum Ball. Natürlich war er von
vielen gefragt worden, aber jedes der Angebote hatte er dankend abgelehnt. Lieber
würde er den Abend alleine über die Runden bringen, als mit irgend so einem Mädchen,
dass nichts anderes im Kopf hat als Kichern. Draco dachte an Hermine. Was sie wohl
heute anziehen wird? Doch er erstarrt als er seinen Blick durch den Festsaal schweifen
ließ. Harry Potter hatte zwei Mädchen an seiner Seite und keine von Beiden war
Hermine Granger. Draco setzte seinen üblichen Gesichtsausdruck auf, dass niemand
ihm etwas anmerken konnte und beobachtete die umstehenden Personen weiter.
Hermine ging also nicht mit Potter? Aber mit wem denn sonst?
Harry genoss die Aufmerksamkeit die ihm von Lavender und Parvarti zugeteilt wurde
sehr. Doch als er Draco Malfoy am Ende der Halle sah, drehte es ihm der Magen um.
Dieses Schwein mit seinem selbstgefälligen Gesichtsausdruck. Das er sich überhaupt
traut mit so einem lockeren Blick heute Abend aufzutreten. Harry schwor sich wieder
einmal zu rächen, musste seine bösen Gedanken aber fort schieben, denn seine
Begleiterinnen zogen ihn zu einen der vielen kleinen Tische in einer der dunkelsten
Ecken.
„Ron, das ist wirklich lieb von dir aber ich werde nicht mitgehen.“ Hermine sah Ron mit
traurigen Augen an und senkte ihren Kopf. „Quatsch, du kommst mit. Hermine, das ist
unser Abschlussball. Unser Letzter. Du kannst nicht in deinem Zimmer bleiben.“ „Aber
Ron versteh doch, ich habe Harry und Draco abgesagt. Da kann ich doch nicht einfach
mit dir hingehen.“
„Was hält dich davon ab? Du hast mich als Begleiter und einen Festumhang hast du
auch. In ein paar Minuten lässt sich an deinem Aussehen sicher auch noch was
verbessern. Wozu gibt es schließlich die Magie.“ Hermine sah mit weit aus heiteren Blich
zu ihm aus und widersprach im sogleich. „Ich kann doch nicht einmal den Umhang von
dir annehmen. Der hat doch sicher ein Vermögen gekostet. Es geht einfach nicht.“ „Jetzt
stell dich nicht so an. Der Umhang ist zwar schön, aber durchaus als
Weihnachtsgeschenk drin. Mach dir da mal keine Sorgen. Ich werde jetzt nach unten
gehen und in 15 Minuten erwarte ich dich im Gemeinschaftsraum.“ Dann ging er aus
dem Raum und schloss die Tür hinter sich.
Harry ging zur Getränkebar um für seine Begleiterinnen eine Erfrischung zu holen. Das
Angebot war natürlich riesig. Von Himbeer- Brause- Limette Getränken bis NougatSahne Shakes über Blaue Stimmungsheber gab es einfach alles. Er nahm zwei von den
Grünen Leuchten, die die Augen zum strahlen brachten und wollte gerade wieder gehen
als neben ihm Draco Malfoy auftauchte.
„Harry.“ „Draco.“ Draco nahm sich einen Punsch und ein paar Brausedrops und wollte
gerade wieder gehen, als Harry mit ihm zu sprechen begann. „Ich hoffe, du hast
trotzdem einen schönen Abend, obwohl Hermine wahrscheinlich nur von mir reden
wird.“ „Wovon redest du eigentlich?“ warf Draco in einem gereizten Ton zurück und
drehte sich augenblicklich um. „Nur weil sie mit dir zum Ball gegangen ist, heißt das
doch nicht das sie mich vergessen wird!“ „Bist du so dumm oder tust du nur so? Ich bin
nicht mir Hermine zum Ball gegangen. Sie hat mir abgesagt.“
„Du lügst doch!“ „Wenn du meinst.“ Harry standen die Augen so weit offen, dass man
befürchten musste, sie fielen heraus. „Sag das nochmal.“ „Sie hat mir abgesagt.“ „Und
wo ist sie jetzt?“ Draco wollte ihr gerade antworten, doch er konnte nicht. Er musste zur
Eingangstür starren und sich dieses schöne Wesen angucken das geradezu den Raum
betrat. Harry folgte seinem Blick und ihm verschlug es auch die Sprache. In einem
perfekt gleichstimmigen Ton fiel beiden nur ein Wort ein. „Hermine!“
-23Liebeskummer lohnt sich (nicht)
„Was macht sie mit Ron hier?“ Harry und Draco hatte es einen Schock versetzt. Sie
starrten immer noch auf das Paar, dass sich auf einen der Tische zu bewegte. „Aber, aber
ich dachte…!“ „Ist wohl nicht gerade deine Stärke, Malfoy.“ Harry versetzte ihm einen
fiesen Blick und guckte dann wieder schnell zur Tür. Aber er hatte Ron und Hermine aus
den Augen verloren.
„Alle starren uns an.“ Hermine sah ein wenig verwirrt und zugleich etwas ängstlich zu
Ron. „Kein Wunder, wir geben ja auch wirklich ein umwerfendes Paar ab. In meiner
Begleitung würde jede strahlen wie eine Königin.“ „Na da hab ich ja Glück mit dir hier zu
sein.“ „Sei mir einfach bis auf alle Ewigkeit untergeben und die Sache ist vergessen.“
Ron zog Hermine weiter mit sich und schlug seinen Weg zu einem der Tische hinten in
der Ecke ein, an dem auch Dean und Seamus saßen. „Hey Hermine, wer ist der hässliche
Vogel neben dir?“ „Hab ich gefunden und nachdem ich den Dreck runtergekratzt habe,
sah er schlimmer aus als vorher!“ Ron zog ein gespielt beleidigtes Gesicht und sprach
mit hochgezogener Unterlippe „Wie nett Hermine, dass ist also der Dank für meine
aufopfernde Tat mit dir zum Ball zu gehen.“ Hermine musste anfangen zu lachen und
kniff Ron in die Wange. „Das werde ich dir niemals vergessen Ronny- Schatz.“ „Ich bitte
darum. Willst du was trinken? Ich mache heute mal einen auf Gentleman.“ Sie nickte
und er verschwand in der Menge der anderen Paare.
Ron kam am Buffet an und sah Harry und Draco. „Na ihr, wie gefällt euch das Fest?“
„Sag mal spinnst du? Warum bist du mit Hermine hier?“ Harry sah seinen Freund
wutentbrannt an und ihn stieg die Röte ins Gesicht. „Komm mal wieder runter!“ „Du
weißt genau, dass ich mit ihr hingehen wollte. Und jetzt tauchst du mit ihr auf!“ „Sie hat
dir und Draco abgesagt und da hab ich sie gefragt. Sonst wäre sie gar nicht hingegangen.
Es brauchte gar nicht so lange wie erwartet sie zu überreden. Ihr wisst ja wie die meisten
Frauen sind. Nur mit Überredungskunst, Blumen und einen Haufen Pralinen kann man
sie auf ihre Seite ziehen.
Aber zum Glück hat Hermine mehr Ähnlichkeit mit einem Pavianweibchen als mit
einem Vollzeitgirlie.“ Draco, der die ganze Zeit über geschwiegen hatte, meldete sich
jetzt zu Wort „Wenn sie mit Potter hingegangen wäre, dann hätte ich es ja noch
verstanden aber Weasley? Wie kann sie mit so einem Wiesel wie dir gehen? Da kann
man ja froh sein, das sie abgesprungen ist, bei so einem schlechten Geschmack.“ Ron
verdrehte die Augen und erwiderte mit einem höhnischen Grinsen auf dem Gesicht
„Stimmt, wo es ja so viel besser ist den Abend alleine zu verbringen. Hat sich keiner der
Schwachmaten aus deinem Haus bereiterklärt sich mit dir abzugeben? Welche Schande,
du tut mir ja so leid, Malfoy!“
Er nahm sich zwei der gefüllten Gläser und ein paar Anti- Mundgeruch- Bonbons vom
Tisch und verschwand mit einem diabolischen Grinsen in der Menge. „Na toll Potter,
super gemacht. Nur weil du so einen Riesenarsch bist hat Weasley jetzt was mit ihr.“
„Ich ein Riesenarsch? Spinnt du jetzt völlig. Ist doch nicht meine Schuld. Ich kann es
wenigstens verkraften nicht mit ihr herzukommen. Ich vergnüge mich anderseits.“ „Oh
ja, sicher. Mit den beiden Barbies aus deinem Haus. Ja, super Sache. Nur wo sind die
Beiden denn jetzt? Sieht so aus als wollten sie nicht ewig auf den kleiner Potty warten.“
Harry guckte sich im Saal um und fand Lavender und Pavarti in gesellschaft zweier
Jungs aus Ravenclaw. „
Entschuldige mich bitte, ich muss meinen Pflichten als Gentleman nachkommen und
mich um meine Begleiterinnen kümmern. Zu dumm, dass du das von dir nicht sagen
kannst. Also bis dann.“ Daraufhin verschwand er in der Menge und Draco sah nur, wie
er mit einem charmanten Lächeln an den Tisch der beiden Mädchen kam und den
fremden Jungs einen bösen Blick zuwarf, worauf hin die lieber das Feld räumten.
Lavender und Pavarti strahlten Harry förmlich an und ihre Augen fingen an zu glänzen.
„Hühner, nichts als dumme Hühner!“ Draco wand sich dem Buffet zu und verschlang
einige Leber-Pasteten mit den bloßen Händen. Weiber, dachte er nur noch.
„Oh danke, Ron.“ Hermine nahm ihr Glas entgegen und ließ sich sogleich wieder in
ihren Stuhl sinken. Ron blickte sich in der Menge um und seine Augen blieben bei einem
Tisch hängen, an dem sich die gesamte Lehrerschaft versammelt hatte. „Seht euch mal
die Treylawne an. Was will sie denn hier unten? Ich denke solche Veranstaltungen
stören ihr inneres Auge! Hoffentlich tun sie das echt, dann muss ich mich nicht mehr
mit Wahrsagen rumschlagen.“ „Recht hast du, Ron“ war jetzt von Seamus zu hören. Er
sah nun auch zum Tisch der Lehrer hinüber. „Welch gute Stimmung die Erwachsenen
verbreiten. Snape sieht aus als hätte es soeben von Flitwick ein eindeutiges Angebot
bekommen und er hatte ihr daraufhin mitteilen müssen, dass er als Vampir nicht an
menschlichen Wesen interessiert sein.“ „Ist ´ne Überlegung wert, Alter“ erwiderte jetzt
Dean nun aber während er sprach sahen seine Augen jedoch zu Hermine. „Was ist denn?
Warum starrst du mich so an?“ „ Hermine, sei jetzt nicht gleich wieder zickig, aber jetzt
ist mir klar warum Harry und Draco sich wegen dir streiten. Du siehst so verändert aus.
So erwachsen.“ Hermines Wangen nahmen ein etwas dunkleres Rot an, jedoch sah man,
dass sie sich durch solche Komplimente im Algemeinen nicht einschüchtern ließ. „Hey
Dean, willst du etwas meine Begleiterin anmachen?“ Ron grinste seinen
Klassenkameraden an und fing an zu lachen. „Was ist denn jetzt schon wieder so lustig?
Ehrlich Ron, dagegen musst du dringend mal was unternehmen. Hat dir jemand
vielleicht einen Lachfluch aufgehalst, oder so was?“ „Man Hermine. Nur weil du so eine
Spaßbremse bist, heißt das ja nicht gleich, dass du anderen Leuten die Freude am Leben
nehmen sollst. Würde dir auch mal ganz gut tun, wenn du nicht immer so verkrampft
wärest.“ Doch bevor sie Rons Redeschwall etwas entgegen setzten konnte, griff Dieser
sie an der Hand und zog sie auf die Tanzfläche. „Los, zeigen wir den Anderen mal was
tanzen heißt.“ „Ron lass das. Nein, ich will nicht tanzen.“
Doch es war zu spät. Ron hatte sie bereits mitten auf die Tanzfläche gezogen und
wirbelte Hermine nun im Takte der Musik umher. Die Menge um sie herum blieb
augenblicklich stehen und alle hielten förmlich die Luft an. „Ron, alle halten uns für
völlig verrückt.“ „Quatsch, die finden nur, dass wir toll tanzen können.“ Und damit hatte
er nicht ganz Unrecht. Um die beiden Tanzenden entstand ein großer Kreis und die
Umstehenden fingen an zu klatschen. „Siehst du, alle Welt liebt mich.“ „Als ob, Ron. Alle
Welt hält dich für einen Deppen. Aber du hast Recht, sie finden unsere Tanzerei gar
nicht so schlecht.“
„Danke mir später, liebste Hermine. Genieße es einfach mit mir gesehen zu werden.
Niemals wieder wird dir soviel Aufmerksamkeit geschenkt wie jetzt.“
-24Ein Feuerwerk der Liebe
„Entschuldige mich bitte für einen Moment Hermine, ich bin gleich wieder da.“ Ron
erhob sich von seinem Platz und begab sich aus der Großen Halle. Hermine sah ihm
nach, entschied sich aber nicht weiter darüber nachzudenken, schließlich sind selbst
Jungs nicht davon gefreit mal die Toilette aufsuchen zu müssen. Sie saß immer noch an
einem Tisch mit Dean und Seamus und die drei hatten bislang sehr viel gelacht und mit
Ron herumgealbert. Die meiste Zeit haben die drei Jungs jedoch über Mädchen geredet
und um Hermine zu ärgern taten sie die besonders laut wenn es um lange Beine ging, Sie
sah auf ihre Uhr und bemerkte, dass Ron jetzt schon fast eine Viertelstunde weg war als
ein höllischer Lärm in die Große Halle drang. Alle erschraken und als ihnen bewusst
wurde, das die lauten Geräusche von draußen kamen, liefen alle wie vom Teufel besessen
heraus und versammelten sich draußen im Schulvorgarten, dem Platz vor dem
Quidditch -Feld.
Alle Köpfe wandten sich gen Himmel und ihre Augen erblickten ein überdimensionales
Feuerwerk in allen möglichen und unmöglichen Farben, mit allen erdenklichen Formen,
Figuren und Sprüchen. Die Schüler waren sprachlos und starrten nur mit völliger
Überraschung dem Himmel empor als Professor Dumbledor mit versammelter
Lehrerschaft ebenfalls ins Freie trat. „Was ist denn hier los? Wer hat das angeordnet?
Albus, wussten Sie davon?“ Professor McGonagall schien völlig außer sich zu sein, doch
Hermine, die einen Seitenblick auf sie erhaschen konnte, sah ein Leuchten in ihren
Augen, das nur absolute Verzückung wieder spiegeln konnte. „Aber nein Minerva, ich
bin genauso überrascht wie Sie. Ich kann mir allerdings schon denken wer das war!“ Die
Köpfe der Lehrerschaft wandten sich mit interessierten Gesichtern zu ihm um und alle
warteten auf eine Erklärung. „Na das liegt doch auf der Hand. Nur einer kommt an so
eine Anzahl von Feuerwerkskörpern heran ohne ein Vermögen dafür zahlen zu müssen.
Meine lieben Kollegen, wissen Sie es denn immer noch nicht?“
Doch Hermine brauchte keine weiteren klärenden Worte von Professor Dumbledor.
Wer außer einer gewissen Person würde es schaffen tausende von Feuerwerkskörpern zu
bekommen und darauf ein so gigantisches Feuerwerk zu machen. Nur einer. Und zwar
Ronald Weasley. Aber Hermine staunte wirklich nicht schlecht über die großartige
Leistung von Ron. Die Lehrer waren begeistert genau wie die Schüler und alle
bewunderten sie die Farbpracht die sich ihnen am Himmel erschloss. „Na, was sagst du
dazu?“
Hermine erschrak aus ihren Gedanken als eine Stimme neben ihr auftauchte. Ron stand
mit grinsendem Gesicht neben ihr und wartete auf ein Urteil ihrerseits. „Ron, das ist
einfach fantastisch. Warum hast du denn nichts gesagt? Wie hast du das geschafft? Ich
bin wirklich, wirklich überwältigt!“ Rons Ohren liefen leicht rosa an und er senkte den
Blick zu Boden. „Danke, ich find es auch echt gut gelungen. Ich konnte aber nichts
sagen, denn es sollte eine Überraschung sein. Und da du als Mädchen nun mal das
Tratsch-Gen in dir trägst, hättest du das niemals für dich behalten können.“
Hermine sah Ron mit irritiertem Blick an, schwieg aber um sich nicht aus der
Stimmung bringen zu lassen. Ihre Augen funkelten und sie fühlte eine Wärme in sich
aufsteigen, die ihr das Gefühl der Geborgenheit gab. Sie war hier. Vereint mit ihrem
besten Freund. Und sie sah sich ein Feuerwerk an, das an Perfektion nicht mehr zu
übertreffen war. Doch als sie eine bekannte Stimme an ihrem Ohr vorbei rauschen hörte,
wandte sie ihren Kopf und starrte in die Augen von Harry, der Parvati und Lavender zu
seiner Rechten und seiner Linken eingehackt hatte. Harrys Augen waren ausdruckslos.
Dann wandte er sich wieder ab und starrte wieder dem Himmel entgegen.
In Hermine stieg plötzlich ein betrübtes Gefühl auf. Nichts war mehr mit Geborgenheit
oder Glück. Jetzt fühlte sie sich einsam, alleine und verlassen. Sie ließ ihren Blick
schweifen und der blieb stehen bei einen Paar starrt vor sich hin guckender Augen. Sie
fixierten Hermine. Und sie gehörten zu Draco Malfoy. Hermine raunte Ron etwas zu von
wegen Toilette und schlug sich durch die Menge durch zu Draco.
„Oh Harry, ist das nicht wunderbar?“ Lavender starrte mit ehrfürchtigem Blick auf zu
dem Bild was sich ihr bot und krallte sich fest in den Arm von Harry. Parvati auf der
anderen Seite sah jedoch nicht dem Schauspiel das sich ihr bot zu, sondern blickte in das
Gesicht von Harry.
„Was hast du denn? In so einer Gesellschaft müsstest du dich doch eigentlich glücklich
fühlen, oder?“ Harry blickte zu ihr und rang sich ein Lächeln ab. „Na ja, um ehrlich zu
sein bin ich schon ganz schön müde. Der Abend war ganz schön anstrenget wenn man
mit zwei solch tollen Frauen wie euch ausgeht.“ Lavender, die ihren Blick nun
uhrplötzlich vom Feuerwerk wegbewegte, sah Harry verschmitzt an und flüsterte ihm
leise, sodass nicht einmal Parvati mithören konnte, ins Ohr „Also ich wüsste da etwas,
bei dem du nicht so schnell müde wird.“ Dann blickte sie ihn mit funkelnden Augen an
und wandte sich an Parvati mit der Bitte, sie würde ihr einen Gefallen tun, wenn sie ihr
eine Kopfschmerztablette holen würde.
Parvati schien den Wink zu verstehen und verschwand von der Bildfläche und gesellte
sich zu einigen Jungen vom Ravenclaw Haus. Lavender nahm Harry an die Hand und
zog ihn hinter ihr her zurück ins Schloss. Geradewegs zum Gemeinschaftsraum der
Gryffindors.
Hermine und Draco standen beide etwas abseits von der großen Gruppe der Schüler und
blickten auf die bunten Farben am Firmament. Keiner sprach ein Wort aber sie
wechselten immer wieder kurze Blicke. Als die Farben langsam verblassten und die
Gruppe der Schüler sich auflöste um wieder zum Tanzen in die Große Halle zu gehen,
ergriff Draco Hermines Hand und zog sie einige Meter entfernt hinter einige Bäume. Sie
sahen sich an und noch bevor Hermine etwas zu Draco sagen könnte, legte dieser seine
Lippen auf ihren Mund. Sie küssten sich und obwohl Hermine das Gefühl hatte, ihn von
sich wegstoßen zu müssen, ließ sie es zu. Sie erwiderte den Kuss und ihr Körper fing in
ihrem Inneren Feuer. Sie war wie elektrisiert und spürte, wie sich die Haare an ihrem
Nacken aufstellten und sich eine Gänsehaut auf ihrem Rücken bildete.
Sie genoss es und sie spürte, wie auch Darco seine eiskalte, raue Schale zu verlassen
schien um sich seiner Leidenschaft hinzugeben. Hermine öffnete ihre Augen und ließ
ihren Blick an ihrem Körper herunter schweifen. Sie hatte gar nicht bemerkt in welch
kurzer Zeit sie sich fast sämtlicher Kleidungsstücke entledigt hatte. Sie stand nun Draco
gegenüber, der ebenfalls nur noch spärlich bekleidet war und sah ihm in die Augen. Sie
spürte, dass auch er zu zittert schien. Also hat er wohl auch ein bisschen Angst, ging ihr
durch den Kopf. Sie beugte sich nach vorne und küsste ihn zärtlich.
Jetzt war also der Zeitpunkt bekommen.
Fortsetzung folgt……….
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