investitionsmanagement

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Sonntag, 6. März 2011
BW III
INVESTITIONSMANAGEMENT
Gregor Moritz | Wedenig
Investitionsmanagement
Investieren bedeutet, das Unternehmen mit Vermögenswerte auszustatten. Unter
Investition im engeren Sinn versteht man dabei die Mittelverwendung für
Anlagenvermögen. Investition im weiteren Sinn umfaßt jede Art der Mittelverwendung
für Vermögenswerte, zB auch für Umlaufvermögen.
Phasen des Investitionsprozesses
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

Anregung
Zielfestlegung
Suche
Bewertung
Entscheidung
Durchführung
Kontrolle
Welche Arten von Investitionen gibt es?
Jede Investition hat einen bestimmten Zweck. Nach dem der Investitionsvorhaben
werden unterschieden:
Investitionsarten
Neuinvestition
Ersatz- oder Reinvestition
Erstinvestition
ErweiterRationaungsinves
lisierungs-tition
investition
-er
ungsinvestition
 Neuinvestition: Anschaffung neuer Investitionsobjekte
 Erstinvestition: Bereitstellung der Erstausstattung bei
Unternehmensgründung
 Erweiterungsinvestition: Investitionen zur Produktionsausweitung
 Rationalisierungsinvestition: Investition insbesondere zur Senkung der
Produktionskosten, wobei häufig technisch noch weiter nutzbare
Investitionsobjekte vorzeitig aus wirtschaftlichen Gründen ersetzt werden
 Ersatzinvestition: Ersatz der verbrauchten Investitionsobjekte, die technisch
und damit auch wirtschaftlich nicht mehr nutzbar sind.
Die Abgrenzung zwischen den einzelnen Investitionsobjekten ist oft schwierig da
Investitionen häufig aus mehreren Gründen gleichzeitig durchgeführt werden.
Moritz I Wedenig P.
Das Investitionsmanagement als Teilbereich der Unternehmensführung
Das Investitionsmanagement umfasst alle Arbeiten, die im Zusammenhang mit
Investitionen anfallen für:
 die Anschaffung
 den laufenden Betrieb während der Nutzungsdauer
 das Ausscheiden und den Ersatz am Ende der Nutzungsdauer
Das Investitionsmanagement begleitet den gesamten Investitionsprozess. Dieser
gliedert sich in folgende Phasen:
 Investitionsplanung: Diese umfasst die Anregung des Investitionsbedarfs
und die Informationsbeschaffung über mögliche Investitionsalternativen.
 Investitionsentscheidung: Diese umfasst die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit
der einzelnen Investitionsalternativen mit Hilfe von
Investitionsrechenverfahren.
 Durchführung der Investition: Diese umfasst die Bestellung des
Investitionsobjektes.
 Kontrolle der Investition: es wird kontrolliert, ob die Investition die geforderte
Leistung zu den geplanten Kosten erbringt. Die Kontrolle soll dafür sorgen,
dass Fehlinvestitionen in Zukunft vermieden werden.
Dem Investitionsmanagement kommt aus mehreren Gründen große Bedeutung zu:
 Investitionen liefern die Grundlage für die betriebliche Leistungserstellung
 Investitionen bewirken vielfach große und längere Kapitalbindungen.
 Durch Investitionen legt sich das Unternehmen für längere Zeit fest (Gebäude,
Maschinen, etc.)
 Investitionen verändern vielfach die Kostenstruktur im Unternehmen (Anteil
Fixkosten erhöht sich)
Die Investitionsentscheidung
Bei der Investitionsentscheidung liegt immer eine der drei folgenden Situationen vor:
(1) Einzelentscheidung (Ja-Nein-Entscheidung)
Es ist zu entscheiden, ob eine bestimmte Investition durchgeführt werden soll oder
nicht.
(2) Auswahlentscheidung (Entweder-oder-Entscheidung)
Häufiger als Ja-nein-Entscheidung ist die Entscheidung zwischen zwei oder
mehreren Investitionsalternativen.
(3) Ersatzentscheidung
Es wird entschieden, ob ein Technisch noch nutzbares Investitionsobjekt aus
wirtschaftlichen Gründen bereits jetzt oder zu Ende der technischen Nutzungsdauer
ersetzt werden soll.
Gründe für einen vorzeitigen Ersatz können z.B. steigende Reparaturkosten, eine
Ausschussquote, fallende quantitative Kapazität oder fallende Qualität der erzeugten
Produkte sein.
Moritz I Wedenig P.
Die Verfahren der Investitionsrechnung
Es werden verschiedene Rechenverfahren verwendet
Verfahren der Investitionsrechnung
(1) Statische Verfahren
(einfache, einperiodische
Verfahren)
Kostenv
ergleichs
rechnun
g
Rentabilität
svergleichs
rechnung
Amortisationsrechnug
(2) Dynamische Verfahren
(komplexe, mehrperiodische
Verfahren)
Kapitalwertmethode
Dynamische
Amortisatio
nsrechnung
Methode
des internen
Zinsfußes
(1) Statische (einfache, einperiodische) Verfahren
Bei den statischen Verfahren werden die durchschnittlichen Kosten und die
Rückflüsse pro Periode für den Vergleich herangezogen. Es wird daher nicht
berücksichtig, ob sie gleichmäßig, eher zu Beginn oder erst am Ende der
Nutzungsdauer auftrete. Betrachtet wird nur eine Periode (Jahr)

*Kostenvergleichsrechnung*: Betriebskosten und Kapitalkosten der
Investition werden miteinander verglichen. Bei den Betriebskosten
unterscheidet man zwischen fixen (dh. beschäftigungsunabhängigen) und
variablen (dh. beschäftigungsabhängigen) Kosten. Zu den Kapitalkosten
zählen die kalkulatorischen Zinsen und die kalkulatorische Abschreibung
kalkulatorische Zinsen = (Anschaffungswert + Restwert) x Zinssatz
2
kalkulatorische Abschreibung = (Anschaffungswert – Restwert)
Nutzungsdauer
Beim Vergleich zweier oder mehrerer Investitionen mit gleichen
Ausbringungsmengen (zB Anzahl der Kopien eines Kopiergerätes) ist jene
Investition, die die geringsten Gesamtkosten verursacht, am vorteilhaftesten.

Rentabilitätsvergleichsrechnung: Verglichen wird die Verzinsung des
eingesetzten Kapitals.
Rentabilität = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen)
durchschnittlich gebundenes Kapital

Amortisationsrechnung: Verglichen wird der Zeitraum, in dem das investiert
Kapital wieder in das Unternehmen zurückfließt.
Amortisationsdauer = (Anschaffungswert – Restwert)
(Gewinn + kalk. Abschreibung)
Moritz I Wedenig P.
Kritik an der statischen Investitionsrechung
 Durchschnittskosten sind sehr ungenau
 Zeitliche Aspekt bleibt weitgehend unberücksichtigt
 Zinseszinsrechung kommt nicht zur Anwendung
(2) Dynamische Verfahren
Werden alle Einzahlungen und Auszahlungen berücksichtigt, welche von
Investitionen verursacht werden.



Kapitalwertmethode: Vergleich von Ein- und Auszahlungen über alle
Perioden. Werden finanzmathematisch abgegrenzt.
Dynamische Amortisationsrechnung: Vergleich des Zeitraumes, in dem
das investierte Kapital unter Berücksichtigung von Zinseszinsen wieder in das
Unternehmen zurückfließt.
Methode des internen Zinsfußes: Es wird finanzmathematisch ermittelt, mit
welchem Zinsfuß sich Investitionsalternativen verzinsen.
Kritik an der dynamischen Investitionsrechnung:
 Ergebnis der Berechnungen hängt stark vom gewählten Zinsfuß ab.
 Genaues Datenmaterial ist nicht leicht verfügbar. Vor allem bezüglich der
Kosten sind genau Vorhersagen oft nicht möglich.
Statische Verfahren der Investitionsrechnung
*Kostenvergleichsrechnung*
Damit werden die Kosten von zwei oder mehreren Investitionsmöglichkeiten
verglichen. Damit werden kostengünstige Investitionsmöglichkeiten herausgefunden.
Formen des Kostenvergleichs
bei bekannter
Auslastung
pro Periode
bei unbekannter
Auslastung
pro Leistungseinheit
Moritz I Wedenig P.
für den Ersatz einer
funktionsfähigen
Altanlage
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

Restwert: Investitionsobjekt zu Ende der Nutzungsdauer einen Restwert, so
ist dieser bei der Abschreibung und Kapitalverzinsung zu berücksichtigen
Abschreibung: Abgeschrieben wird Differenz zwischen Anschaffungs- und
Restwert
Kapitalverzinsung: Verzinsung des eingesetzten Kapitals wir vom
durchschnittlichen gebundenen Kapital berechnet
durchschnitt. gebundene Kapital = (Anschaffungswert + Restwert):2
Moritz I Wedenig P.
Zugehörige Unterlagen
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