PRESSEMITTEILUNG - BIO Deutschland

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PRESSEMITTEILUNG
Biotechnologie-Branche optimistisch. Mehr Investitionen geplant. Geschäftsklima auf hohem
Niveau stabil.
(Berlin, 20. Januar 2015) – Die deutsche Biotechnologie-Branche blickt positiv gestimmt in das neue
Jahr. Erstmals seit Jahren ist die Börse wieder eine Finanzierungsalternative für deutsche
Biotechnologie-Firmen. Mit 403 Millionen Euro haben die Unternehmen im Jahr 2014 rund 14% mehr
Eigenkapital eingesammelt als im Jahr zuvor. Das kommt auch der Forschung und Entwicklung
zugute. Die Investitionen der Unternehmen in diesem Bereich dürften in diesem Jahr deutlich steigen.
Das hat eine Umfrage des Verbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland, in Kooperation
mit dem Branchenmagazin |transkript ergeben. Im Rahmen einer Pressekonferenz werden die
Ergebnisse der Befragung heute in Berlin vorgestellt.
Die Umfrage zeichnet ein optimistisches Gesamtbild: Insgesamt liegen alle Indikatoren auch in diesem
Jahr über dem jeweiligen Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die
Einschätzung der aktuellen geschäftlichen und politischen Lage allerdings nicht mehr ganz so positiv
aus. Damals wurden große Hoffnungen in die neue Bundesregierung gesetzt, die sich so offenbar
nicht erfüllt haben. Dennoch schätzen die Biotech-Unternehmer und Unternehmerinnen ihre aktuelle
Situation so positiv ein, dass sie wieder mehr in Forschung und Entwicklung investieren wollen. Auch
bei der Beschäftigungssituation bleibt die Entwicklung stabil.
Die Ergebnisse werden ergänzt durch Recherchen von BIO Deutschland und |transkript, das von der
BIOCOM AG herausgegeben wird. Demnach sind die Eigenkapitalinvestitionen 2014 mit rund 403
Millionen Euro gegenüber 2013 um rund 14% gestiegen – seit 2010 ein neuer Höchststand. Erstmals
seit Jahren haben deutsche Biotechnologie-Firmen auch wieder den Gang an die Börse gewagt,
allerdings fernab des Heimatmarktes. Zwei Firmen wählten die USA, eine die Börse in Amsterdam.
Frankfurt wartet seit 2007 auf einen Biotech-Börsengang. Gleichwohl haben hier viele bereits notierte
Biotech-Firmen stattliche Summen eingeworben, zahlreiche Aktionäre konnten sich an ihren BiotechInvestments erfreuen. Der Biotech-Subsektorindex der Deutschen Börse legte im Jahresverlauf um
rund 24% zu.
Die insgesamt positive Entwicklung in Deutschland spiegelt einen Aufschwung wieder, der sich auch
am europäischen Kapitalmarkt abzeichnet. Laut einer Studie der BIOCOM AG haben europäische
Biotech-Firmen im Jahr 2014 insgesamt 2,37 Mrd. Euro über die Börse eingesammelt (2013: 1,89
Mrd. Euro). Dies entspricht einem Wachstum von 25% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der BiotechBörsengänge verdreifachte sich auf 15.
Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der BIO Deutschland, bilanziert: „Die deutsche BiotechBranche profitiert vom internationalen Biotech-Boom. Hierzulande bleibt aber nicht nur die
ausreichende Finanzierung, sondern auch die
Förderung innovativer, kleiner und mittlerer
Unternehmen problematisch, das zeigt auch die nüchterne Einschätzung der politischen Lage durch
die Unternehmer.“
Holger Zimmermann, Geschäftsführer und CSO der AiCuris sagt: „Gerade in der
Gesundheitswirtschaft spielt die Biotechnologie als Innovationstreiber eine wesentliche Rolle, das
haben auch die vielen Übernahmen und Kooperationen im Jahr 2014 gezeigt. Wichtig ist, dass die
gesamte Wertschöpfungskette von der Erfindung zum Patienten verlässlich und gut funktioniert und
Innovationshürden abgebaut werden.“
Boris Mannhardt, Vorstand der BIOCOM AG ergänzt: „Die positive Entwicklung an Europas Börsen
zeigt: Biotechnologie ist offenbar wieder ein lohnendes Investment. Die Handelsplätze Paris und
London erscheinen vielen Biotech-Firmen allerdings deutlich attraktiver als Frankfurt.“
Die Indexwerte lauten im Einzelnen:





aktuelle Geschäftslage:
F&E-Investitionsindex:
Beschäftigungsindex:
aktuelle politische Rahmenbedingungen:
zukünftige politische Rahmenbedingungen:
-1,66 Punkte auf 97,47 Punkte (von 99,13 Punkte)
+1,97 Punkte auf 95,02 Punkte (von 93,05 Punkte)
-0,8 Punkte auf 94,52 Punkte (von 95,32 Punkte)
-1,65 Punkte auf 95,66 Punkte (von 97,31 Punkte)
-0,26 Punkte auf 88,39 Punkte (von 88,65 Punkte)
526 Wörter / 4004 Zeichen
Download: Der Text dieser Mitteilung ist honorarfrei. Wir freuen uns über ein Belegexemplar. Der
Text steht für Sie zur Verfügung unter: www.biodeutschland.org/pressemitteilungen.html
Die Ergebnisse der Firmenumfrage und Grafikmaterial finden Sie unter:
www.biodeutschland.org/firmenumfrage-2014-2015.html
Über diese Umfrage:
Zum mittlerweile neunten Mal in Folge haben BIO Deutschland und |transkript rund 1.100
Biotechnologie-Unternehmen und branchenspezifische Dienstleister befragt. 126 von ihnen haben den
Fragebogen in diesem Jahr zurückgesandt. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Stimmungsbarometers die
Entwicklung des laufenden Jahres vorherzusagen. Die Berechnung und Ermittlung der Indexwerte
erfolgt ähnlich der vom IFO-Institut angewandten Methodik. Im Wesentlichen repräsentieren die Werte
die Differenz zwischen positiven und negativen Antworten. Die Werte sind auf die Ergebnisse des
Jahres 2006 normiert (=100%).
Über BIO Deutschland:
Die Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland (BIO Deutschland), mit rund 300 Mitgliedern –
Unternehmen, Bioregionen und Branchen-Dienstleistern – und Sitz in Berlin, hat sich zum Ziel gesetzt,
in Deutschland die Entwicklung eines innovativen Wirtschaftszweiges auf Basis der modernen
Biowissenschaften zu unterstützen und zu fördern. Dr. Peter Heinrich ist Vorstandsvorsitzender der
BIO Deutschland.
Weitere Informationen unter: www.biodeutschland.org
Fördermitglieder der BIO Deutschland und Branchenpartner sind:
AbbVie, Avia, Bayer, Biotest, Boehringer Ingelheim, Celgene GmbH, Clariant, CMS Hasche
Sigle, Deutsche Bank AG, Deutsche Börse, EBD Group, Ernst & Young AG, Isenbruck, Bösl,
Hörschler LLP, KPMG AG, Merck KGaA, Miltenyi Biotec GmbH, MorphoSys AG,
PricewaterhouseCoopers AG, Qiagen GmbH, Sanofi Aventis Deutschland GmbH
Über |transkript:
Das Life Sciences-Magazin |transkript berichtet monatlich über die Biotechnologie im
deutschsprachigen Europa. Im nunmehr 21. Jahrgang erscheint |transkript im Verlag der BIOCOM AG
und hat sich anerkanntermaßen als die führende Fachzeitschrift etabliert, die Biotechnologie in
Wirtschaft, Gesellschaft und fachlicher Anwendung thematisiert.
Weitere Informationen unter: www.transkript.de
Kontakt:
BIO Deutschland e.V. | Dr. Claudia Englbrecht | Am Weidendamm 1A | 10117 Berlin
Tel.: +49 30 726 25 132 | Fax: +49 30 726 25 138
[email protected]nd.org | www.biodeutschland.org
BIOCOM AG | Dr. Boris Mannhardt | Lützowstr. 33-36 | 10785 Berlin, Germany
Tel.: +49-30-264921-55 | Fax: +49-30-264921-11
[email protected] | www.transkript.de
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