Hilfen für die

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Der Anfang
Petrus fischt,
Andreas rudert,
Jakobus wirft die Netze aus.
Thaddäus ist sich nicht sicher,
Thomas weiß nicht so recht,
Matthäus hat auch schon etwas gehört.
Jakobus der Jüngere kennt Ihn noch nicht,
Simon der Eiferer denkt an die Römer,
Judas horcht auf.
Johannes flickt zerrissene Netze,
Philippus glaubt an den Messias,
Bartholomäus glaubt nicht an Gutes aus Nazaret.
Josef Dirnbeck
Ich weiß nicht, wer oder was die Frage stellte;
Ich weiß nicht, wann sie gestellt wurde.
Aber einmal antwortete ich mit Ja
Zu jemandem oder zu etwas.
Von dieser Stunde an rührt die Gewissheit,
dass mein Leben sinnvoll ist
und darum mein Leben – in Unterwerfung – ein Ziel hat.
Seit dieser Stunde habe ich gewusst, was es heißt:
Nicht hinter sich zu schauen …
Dag Hammerskjöld
Sie können die Gebetshinweise wöchentlich per Mail erhalten:
[email protected]
www.edith-stein-exerzitienhaus.de
Hilfen für die
Begegnung mit Jesus Christus
-Gebetshinweise-
Schrifttexte vom 3. Sonntag im Jahreskreis (B)
Jona 3,1-5.10
Die Leute von Ninive glaubten Gott. Und Gott sah, dass sie
umkehrten und er führte die Drohung nicht aus.
1 Kor 7,29-31
Die Zeit ist kurz, die Gestalt dieser Welt vergeht. Denkt daran in Eurem Verhalten.
Mk 1,14-20
Die Zeit ist erfüllt. – Jesus beruft die ersten Jünger.
Schrifttext
Mk 1,14-20
Zur Besinnung
Nachdem man Johannes den Täufer ins Gefängnis geworfen hatte,
ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und
glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas,
den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren
nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu
Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze
her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
Wege zur Eucharistiefeier:
Kommt her – Kommt zum Fest – dieses Wort sagt Jesus auch mir auf
meinem Weg zur sonntäglichen Eucharistiefeier. Er lädt mich ein, mit ihm
Mahl zu feiern.
Kommt her lautet die Einladung – das Kommen in die Kirche ist meine
Antwort.
Folgt mir nach lautet die Einladung – mit dem Kreuzzeichen bezeichne
ich meine Antwort. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes – damit drücke ich am Beginn der Gottesdienstfeier aus, dass
ich zu Gott gehören will, ich stelle mich unter das Zeichen der Liebe Christi. Dabei segne ich mich mit der Geste des Kreuzzeichens. Diese Geste bezeichnet den ganzen Menschen. Ich zeichne das Zeichen Christi über
meinen Leib, ja, ich spure, ich ritze [segnen kommt von secare: ritzen] es
gleichsam tief in meine Lebenswirklichkeit ein. Dieses Zeichen zeigt an
und erinnert mich, dass ich zu Jesus gehöre.
Im Namen des Vaters, der uns ausgedacht und geschaffen hat,
und des Sohnes, der in die Tiefe unseres Menschseins
hinabgestiegen ist,
und des Heiligen Geistes, der das Linke zum Rechten wendet,
der das Unbewusste und Unbekannte in uns verwandelt,
damit es ausgerichtet wird auf Gott.
Gebet syrischer Christen
Ich lasse mich von Jesus ansehen, Er will auf mich hin initiativ werden,
jetzt in dieser Gebetszeit – dafür bereite ich mich.
Ein Anfangsgebet kann mich auf die Begegnung mit Ihm einstellen.
Wenn ich das Evangelium gelesen habe, sage ich ihm, was ich mir in dieser Gebetszeit von ihm ersehne.

Als Jesus am See entlangging… Er sieht – sagt – ruft
Jesus hat Interesse an mir, ich bedeute ihm etwas. Jesus begegnet
mir da, wo ich lebe, in meinem Umfeld.
Jesus sieht mich, er spricht mit mir, er ruft mich.
Ich lasse mich von Jesus ansehen – eine längere Zeit verweile ich
unter seinem Blick. Ich kann in stiller Aufmerksamkeit abwarten,
ob er heute auch etwas zu mir sagen will.

Kommt her, folgt mir nach
Jesus ruft zu sich, Er will mich in seiner Nähe. Er ruft zu einem Sein
nicht zu einem Tun. Er ruft niemals nur, dass wir in Kirche oder Gesellschaft etwas tun. Jesus ist das Reich Gottes in Person, es geht
darum, mit ihm Gemeinschaft zu haben.
Fühle ich mich von Jesus gerufen, fühle ich mich zu ihm gehörend?
Wann, woran merke ich vor allem, dass ich in seiner Nähe lebe?

Sogleich ließen sie liegen – sofort folgten sie
Wenn ich auf die Spur Jesu komme und der Lebensmöglichkeit, die
sich in seiner Nähe eröffnet, dann wandeln sich meine Prioritäten,
bisherige Bindungen und Verpflichtungen treten in die zweite Reihe, ich werde frei für das Sofort.
Erinnere ich in meinem Leben solche Kulminationspunkte, wo sich
in einem Wort, in einer Begegnung, in einem Augenblick etwas
bündelte und ich Jesus von innen her [mehr] vertrauen konnte.
Damit ich auch über das Gebet hinaus in enger Gefolgschaft mit Jesus
bleiben kann beende ich die Gebetszeit behutsam. Ich spreche mit den
Jüngern über ihren Weg und mit Jesus darüber, was sein Ruf heute in
mir auslöst. Mit einem Vater unser schließe ich.
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