Die wichtigsten Abstracts vom ASCO 2015

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Datum: 30.07.2015
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Sechs Experten empfehlen
Die wichtigsten Abstracts vom ASCO 2015
Castiglione-Gertsch
2. Adjuvante Bestrahlung
verbessert Prognose bei BC
Fachärztin FMH für innere
präsentiert von David Krug
Prof. Dr. med. Monica
Medizin, spez. Onkologie,
Brustzentrum Zürich
1. Bevacizumab beim HR+-fortgeschrittenen Brustkrebs
präsentiert von Maura N. Dickler
ASCO-Abstr. #501
Eine Anti-VEGF-Therapie könnte die Progression unter endokriner Behandlung verzögern, so die Hypothese der Phase-III-Studie CALGB 40503. 343 Patientinnen mit hormonrezeptorpositiven Tumoren erhielten randomisiert Letrozol ±
Bevacizumab in der Erstlinientherapie. Nach median 39 Monaten Nachbeobachtungszeit wurde mit median 20 Monaten
versus 16 Monate ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS) unter der Kombination gesehen (HR:
0,75; p = 0,016). Bezüglich des Gesamtüberlebens erreichte
der Unterschied von 47 Monaten versus 44 Monate nicht die
statistische Signifikanz (HR: 0,87; p = 0,188). Der Wert der
höheren Wirksamkeit durch die zusätzliche Gabe von Bevacizumab muss nun gegen eine höhere Toxizität und erhöhte
Kosten abgewogen werden.
ASCO-Abstr. #1008
Die Frage, ob bei Patientinnen mit Brustkrebs die Qualität
des Ansprechens auf die neoadjuvante Chemotherapie die
Entscheidung für eine adjuvante Strahlentherapie beeinflussen sollte, wurde mit einer Metaanalyse der GEPARStudien beantwortet. 3481 Patientinnen mit operablem und
nicht operablem Brustkrebs waren eingeschlossen. 94% der
Patientinnen erhielten eine Strahlentherapie. Es zeigte sich
in dieser retrospektiven Analyse, dass alle Patientinnen, die
nach neoadjuvanter Chemotherapie keine Bestrahlung erhielten, eine schlechtere Prognose hatten, auch wenn sie mit
pathologisch kompletter Remission auf die Chemotherapie
angesprochen hatten.
3. Palbociclib hoch wirksam beim
HUHER2--Mammakarzinom
präsentiert von Nicholas C. Turner
ASCO-Abstr. #LBA502
Das Wachstum von HR-positivem Brustkrebs ist abhängig
von CDK4/6, welches im Zellzyklus den Progress aus der G1 -
in die S-Phase vorantreibt. In der doppelblinden Phase -IllStudie PALOMA 3 wurde der CDK4/6-Inhibitor Palbociclib in
Kombination mit Fulvestrant versus alleiniges Fulvestrant 2:1
randomisiert bei 521 Patientinnen mit hormonresistentem,
fortgeschrittenem Brustkrebs verglichen. Zur Zeit der Präsentation der Zwischenanalyse betrug das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) im experimentellen Arm 9,2 Monate
und im Kontrollarm 3,8 Monate (HR: 0,422; p < 0,0001).
Der Therapievorteil wurde konsistent bei prä- und postmenopausalen Frauen beobachtet. 2% der Patientinnen im Palbociclib-Arm und 1,7% der Patientinnen im Fulvestrant-Arm
brachen die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen ab. Die
Kombination von Palbociclib mit Fulvestrant kann somit bei
der untersuchten Klientel als neue Behandlungsoption erachtet werden.
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Prof. Dr. med.
Beat Thürlimann
Klinik für Onkologie und
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2. Adjuvante Denosumab-Gabe
beim Mammakarzinom
präsentiert von Michael Gnant
Hämatologie, Kantonsspita
ASCO-Abstr. #507
St. Gallen
Die adjuvante endokrine Therapie hat einen negativen Einfluss auf die Knochengesundheit, was im ungünstigen Fall
zu Frakturen und damit zu ernsten Einschränkungen der
Lebensqualität führen kann. Die Phase-III-Studie ABCSG-18
1. Erhaltungstherapie mit
Cyclophosphamid und Methotrexat
präsentiert von Marco Colleoni
ASCO-Abstr. #1002
zeigte prospektiv, randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert, dass eine signifikante Verzögerung der ersten
klinischen Fraktur durch die zusätzliche Gabe von Denosumab zu einem Aromatasehemmer erreicht werden kann
(HR: 0,50; p < 0,0001). 3425 postmenopausale Frauen
mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs wurden eingeschlossen. Neben der signifikanten Reduktion von Frakturen wurde auch eine Verbesserung der Knochendichte
Die IBCSG-22-00-Studie untersuchte die Wirksamkeit einer beobachtet.
Erhaltungstherapie mit Cyclophosphamid und Methotrexat
(CMM) bei 1086 hormonrezeptornegativen Brustkrebspatientinnen. Nach median 82,6 Monaten Nachbeobachtungs- 3. Primäre Ergebnisse der
zeit wurde das krankheitsfreie Überleben ausgewertet. Die MARIANNE-Studie
zusätzliche Erhaltungstherapie zur adjuvanten Chemotherapräsentiert von Paul Anthony Ellis
pie führte laut multivariater Analyse insgesamt zu einer Abnahme des Risikos um 18%. Patientinnen mit tripelnegativen ASCO-Abstr. #504
Tumoren profitierten mehr von der zusätzlichen Erhaltungs- Die randomisierte Phase-III-Studie MARIANNE untersuchte
therapie mit einer Risikoreduktion von 21% und Patien- Patientinnen mit progredientem, lokal fortgeschrittenem
oder nicht behandeltem, metastasiertem HER2-positivem
Brustkrebs. In drei gleichwertigen Studienarmen erhielten
die 1095 eingeschlossenen Patientinnen entweder Trastu-
tinnen mit tripelnegativer Erkrankung und positiven Lymphknoten zeigten eine Reduktion des DFS-Risikos um 32%. Von
allen Patientinnen, die wenigstens eine Dosis CMM erhalten
hatten, zeigten 13,5% Nebenwirkungen vom Grad 3/4.
zumab plus Taxan (HT) oder T-DM1 plus Placebo (T-DM1)
oder T-DM1 plus Pertuzumab (T-DM1 + P). Etwa ein Drittel
der Studienteilnehmerinnen hatte bereits in der (neo)adjuvanten Situation eine HER2-gerichtete Therapie erhalten
und ein Drittel präsentierte sich mit neu diagnostizierter Erkrankung. Die Studie erreichte den Endpunkt der Nichtunterlegenheit bezüglich des PFS, nicht aber die Überlegenheit
der T-DM1-haltigen Studienarme. Das Gesamtüberleben (OS)
war über alle Studienarme vergleichbar.
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2. Nivolumab versus Docetaxel
PD Dr. med.
Ulf Petrausch,
beim NSCLC
Klinik für Onkologie,
präsentiert von Luis Paz-Ares
UniversitätsSpital Zürich
ASCO-Abstr. #LBA1 09
1. MMR-Status ist prädiktiv
für Immuntherapie
präsentiert von Dung T. Le
ASCO-Abstr. #LBA100
Somatische Mutationen können als nicht eigene immunogene Antigene erkannt werden. Tumoren mit genetischen
Defekten im Reparaturmechanismus für DNA-Basenfehlpaarungen (Mismatch Repair, MMR) weisen erheblich mehr Mutationen auf als Tumoren desselben Typs ohne diesen Reparaturdefekt. In einer Phase -Il- Studie wurde daher untersucht,
ob Tumoren mit MMR-Defizit besonders anfällig gegenüber
Die Therapiemöglichkeiten für Patienten mit fortgeschrittenem nicht squamösem NSCLC nach Platin-basierter Chemotherapie sind begrenzt und induzieren nur ein minimal
verlängertes Gesamtüberleben (OS). In der Phase-III-Studie CheckMate-057 mit dem primären Studienendpunkt
Überlebensverlängerung wurde Nivolumab versus Docetaxel untersucht. Das OS war im Nivolumab-Arm mit median
12,2 versus 9,4 Monate signifikant verlängert (HR: 0,73;
p = 0,00155). Ein Ansprechen wurde bei 19,2% versus 12,4%
der Patienten beobachtet (p = 0,0235), mit einer medianen
Dauer von 17,1 versus 5,6 Monate. Nach einem Jahr waren
18,5% versus 8,1% der Patienten ohne Progress und 50,5%
versus 39,0% der Patienten am Leben. Das Sicherheitsprofil
unter Nivolumab war im Gegensatz zu Docetaxel verbessert.
Nebenwirkungen von Grad 3 bis 5 traten bei 10,5% der Patienten unter Nivolumab und 53,7% der Patienten im Docetaxel-Arm auf.
,
dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab sind. Patienten
mit aktivem MMR zeigten kein Ansprechen auf die Immuntherapie, wohingegen 40% der CRC-Patienten mit MMR-de-
fizienten Tumoren und 71% der Patienten mit anderen
MMR-defizienten Tumoren ein Ansprechen zeigten. Es bestätigte sich somit die Hypothese, dass der MMR-Status prädiktiv für den klinischen Therapieerfolg mit Pembrolizumab ist.
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Onkozentrum der Klinik
2. Elotuzumab beim
rezidivierten/refraktären
multiplen Myelom
Hirslanden, Zürich
präsentiert von Sagar Lonial
Prof. Dr. med.
Christoph Renner
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ASCO-Abstr. #8508
Die Phase-III-Studie ELOQUENT-2 verglich die Regime Lena-
1. Internationaler PrognostikIndex bei CLL
präsentiert von Nadine Kutsch
lidomid/Dexamethason ± Elotuzumab (ELd vs. Ld) bei 646
Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom. Es wurde eine klinisch relevante Risikoreduktion für
einen Progress von 30% durch die zusätzliche Gabe von Elotuzumab gezeigt. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 24 Monaten betrug das PFS im Median 19,4 Monate
(ELd) versus 14,9 Monate (HR: 0,70; p = 0,0004). Es wurden
nur wenige zusätzliche Toxizitäten beobachtet.
ASCO-Abstr. #7002
Die etablierten klinischen Staging-Systeme Rai und Binet
sind ungenügend für die Diskriminierung prognostischer
Gruppen in Zeiten der effektiveren Therapien für die chronische lymphatische Leukämie (CLL). Um die wichtigen klinischen, biologischen und genetischen Variablen in die Risikoscores aufzunehmen, wurden 26 prognostische Faktoren
untersucht. Aus den Ergebnissen der Analyse wurde ein international anwendbarer prognostischer Index für CLL-Patienten entwickelt: der CLL-IPI. Es wurden 5 unabhängige
Prädiktoren für das Gesamtüberleben (OS) identifiziert: Alter, klinisches Stadium, del(17p) und/oder TP53-Mutation,
IGHV-Mutationsstatus sowie B2M-Spiegel. Der neue Index
unterscheidet 4 Risikogruppen: jene mit geringem, mit mittlerem, mit hohem und mit sehr hohem Risiko. Der CLL-IPI ist
ein leicht anwendbarer Risikoscore für CLL-Patienten, der sowohl zwischen prognostischen Gruppen differenziert als auch
informativ bezüglich geltender Therapieempfehlungen ist.
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3. Brentuximab Vedotin beim
Hodgkin-Lymphom
präsentiert von Jeremy S. Abramson
ASCO-Abstr. #8505
Das Regime ABVD plus Bestrahlung ist Therapiestandard für
geht aber
das Hodgkin-Lymphom in den frühen Stadien
einher mit dem Risiko, die Lunge mit Bleomycin zu schädigen, und der Toxizität der Bestrahlung. In einer Phase-II-Studie wurde daher Brentuximab plus AVD (A-AVD) als weniger toxisches Regime untersucht. 34 Hodgkin-Patienten mit
einem medianen Alter von 36 Jahren wurden eingeschlossen. Nach Beendigung der Therapie zeigten 88% der Patienten eine komplette Remission, zwei Patienten brachen die
Therapie wegen Toxizität ab und zwei Patienten wegen progredienter Erkrankung. Die Toxizität war höher als vermutet, mit peripherer Neuropathie (74%), Fatigue (71%), Neutropenie (68%), Anämie (56%) und Konstipation (56%) als
häufigsten Nebenwirkungen.
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2. Everolimus versus Sunitinib
Prof. Dr. med.
Silke Gillessen
Klinik für Onkologie
beim RCC
präsentiert von Andrew J. Armstrong
und Hämatologie,
ASCO-Abstr. #4507
Kantonsspital St. Gallen
In der randomisierten Phase-II-Studie ASPEN erhielten Patienten mit metastasiertem, nicht klarzelligem Nierenzell-
karzinom Everolimus oder Sunitinib in der Erstlinie. Das
radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) betrug unter Everolimus 5,6 Monate und unter Sunitinib 8,3 Monate
(HR: 1,41; p = 0,16). Patienten mit schlechter Prognose
1. Gesamtüberleben in STAMPEDE
präsentiert von Nicholas David James
ASCO-Abstr. #5001
Die Ergebnisse der STAMPEDE-Studie werden mit Spannung erwartet, da mit den Studien CHAARTED und GETUG
15 teils kontroverse Ergebnisse zum Einsatz einer Chemotherapie beim hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinom gesehen wurden. Es wurde mit der Hinzunahme
von Docetaxel zur ADT eine Verlängerung des Überlebens
ohne Therapieversagen (failure-free survival", FFS) von 21
auf 37 Monate (HR: 0,62; p < 0,0001) und eine Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) von 67 auf 77 Monate (HR:
0,76; p = 0,003) erreicht. Sowohl Patienten mit MO- als auch
mit M1-Erkrankung profitieren von Docetaxel bezüglich des
FFS, aber nur Ml-Patienten auch in Bezug auf das OS. Für
die Hinzunahme von Zoledronsäure zur ADT, eine weitere
Fragestellung der mehrarmigen STAMPEDE-Studie, wurde
weder ein Unterschied im FFS noch im OS beobachtet. Die
Berücksichtigung von Docetaxel bei selektierten Patienten
wird somit in dieser Studie bestätigt.
könnten laut Hypothesen-generierender Subgruppenanalyse
mehr von einer Everolimus-Therapie profitieren (HR: 0,21),
Patienten mit intermediärer oder guter Prognose hingegen
mehr von einer Sunitinib-Therapie (HR: 1,38 bzw. 3,07).
Die beiden Substanzen induzierten, wie erwartet, ein unterschiedliches Nebenwirkungsprofil. Unter Sunitinib wurden
häufiger schwere Toxizitäten beobachtet, aber unter Everolimus kam es häufiger zum Therapieabbruch aufgrund von
Nebenwirkungen.
3. Adjuvantes Sorafenib oder
Sunitinib beim RCC
präsentiert von Naomi B. Haas
ASCO-Abstr. #4508
Die dreiarmige ASSURE-Studie untersuchte die adjuvante
Therapie mit Sunitinib, Sorafenib oder Placebo bei Patienten
mit Nierenzellkarzinom und hohem Risiko für einen Krankheitsprogress. Weder das krankheitsfreie Überleben (DFS)
noch das Gesamtüberleben (OS) konnten mit der adjuvanten
TKI-Gabe verlängert werden. Die Autoren halten daher eine
adjuvante TKI-Therapie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom für nicht angebracht.
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Alexander Reinthaller
2. Bevacizumab verlängert PFS
beim Zervixkarzinom
Klinische Abteilung für All-
präsentiert von Domenica Lorusso
gemeine Gynäkologie und
ASCO-Abstr. #5502
gynäkologische Onkologie,
heilkunde, Medizinische
Die Phase -Il- Studie MITO END-2 verglich Carboplatin/
Paclitaxel (CP) mit CP plus Bevacizumab (CP + B) bei 108
Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidiviertem Endo-
Universität Wien
metriumkarzinom. Es wurde im CP + B-Arm häufiger ein An-
Univ.-Prof. Dr. med.
Univ.-Klinik für Frauen-
1. Wächterlymphknotenbiopsie
beim Zervixkarzinom
präsentiert von Patrice Mathevet
ASCO-Abstr. #5521
Die Wächterlymphknotenbiopsie ist Teil des Therapiemanagements beim frühen Zervixkarzinom, obwohl der Nutzen
der alleinigen Wächterlymphknotenbiopsie in Bezug auf die
Morbidität nicht nachgewiesen worden ist. In der multizentrischen, prospektiven, randomisierten Studie Senticol2 wurden daher 206 Patienten mit einer alleinigen Test"-Wächterlymphknotenbiopsie (Arm A) oder einer Kontroll"-Wächterlymphknotenbiopsie plus kompletter Beckenlymphadenektomie (Arm B) behandelt. Es wurde im Arm B kein falsch
negativer Fall identifiziert. Die Rate an Morbidität durch
die Lymphknotenentfernung war im Arm A signifikant und
klinisch relevant reduziert (p = 0,0046). Laut diesen Ergebnissen sollte der morbiditätssparende Ansatz mit einer alleinigen Wächterlymphknotenbiopsie beim Zervixkarzinom zur
Anwendung kommen.
sprechen beobachtet als im Kontrollarm (71,7% vs. 54,3%;
p= 0,065). Nach sechs Monaten waren 83% der Patientinnen
im Bevacizumab-Arm und 69% derjenigen unter Chemotherapie progressionsfrei (p = 0,09). Das progressionsfreie
Überleben (PFS) wurde bei zusätzlicher Bevacizumab-Gabe
von 8,7 auf 13 Monate signifikant verlängert (HR: 0,59;
p = 0,036). Es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet.
3. PD-L1-Hemmung beim
Ovarialkarzinom
präsentiert von Mary L. Disis
ASCO-Abstr.
#5509
Die Immuntherapie mit dem PD-Ll -Hemmer Avelumab wird
in verschiedenen klinischen Studien untersucht. In eine noch
laufende Phase-Ib-Studie wurden 75 Patientinnen mit rezidiviertem oder refraktärem Ovarialkarzinom eingeschlossen. Sie
waren im Median 62 Jahre alt, hatten einen ECOG PS von 0
(41%) oder 1 (59%) und wurden median bereits mit 4 Therapielinien behandelt. Bei 8 Patienten (10,7%) wurde als bestes Ansprechen eine partielle Remission und bei 33 Patienten
(44%) eine Stabilisierung der Erkrankung gesehen. Die mediane Zeit bis zum Ansprechen betrug 9 Wochen und die mediane Dauer des Ansprechens 21 Wochen. Das Sicherheitsprofil
war akzeptabel mit Grad-3/4-Nebenwirkungen bei 8% der
Patienten und keinem therapieassoziierten Todesfall. Eine
Phase-III-Studie ist in Planung.
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