Konfuzianische und legalistische Grundlagen des

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Seminar: Recht und Rechtsdarstellungen im vormodernen China
Dozent: Prof. Dr. Carsten Storm
Datum: 16. 04. 2012
Referent: Yusuf Karatas
Konfuzianische und legalistische Grundlagen des vormodernen Rechts
1. Recht im kaiserlichen China
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Das auffälligste Merkmal geschriebenen Gesetzes im vormodernen China ist die
Strafbetontheit (刑 xíng ).
Das Gesetz klärte zivile Angelegenheiten, wie Besitz/Eigentum, Erbe, Heirat, Schutz der
wirtschaftlichen Rechte nicht und Interessen einer Person oder einer Gruppe eher
zweitrangig. Gegen den Staat Rechte zu verteidigen war gar nicht denkbar
Wenn Zwei in einem Rechtsstreit verwickelt waren, klagte nicht der Eine den Anderen
direkt vor Gericht an, sondern legte die Beschwerde dem Gericht vor, dass dann beschloss
ob der Andere Strafrechtlich zu verfolgen war.
Es gab keinen außerdienstlichen Beruf, das den Individuen half sich zu verteidigen.
Die unterste Ebene war das der xiàn / 县 (Bezirk), welches die Ebene ist, wo die Untertanen
am direktesten das Gesetz zu spüren bekamen. Den Bezirksrichtern mangelte für
gewöhnlich jegliches formelle Training. Sie waren Detektiv, Ankläger, Richter,
Geschworener in einem.
Glücklicherweise assistierte dem Bezirksrichter für gewöhnlich ein gesetzlich genehmigter
Sekretär, der wiederum fachkundiges Wissen über die Gesetze hatte und im Auftrag des
Bezirksrichters, Fälle für Gerichtsprozesse vorbereitete, angemessene Strafen vorschlug
oder gesetzliche Berichte schrieb, die dann an höhere Regierungsebenen gingen.
Dieser Sekretär war lediglich ein Angestellter des Bezirksrichters, den er aus der privaten
Tasche des Bezirksrichters bezahlte und dem auch nicht gestattet war selber Fälle anzugehen
oder eine aktive Rolle am Verfahren zu haben.
Um ein Fehlurteil zu vermeiden, gab es ein sehr sorgfältig definiertes System der Berufung,
das alle, außer kleineren Fällen, zu höheren Ebenen der finalen Entscheidung brachte - bei
Kapitalverbrechen sogar bis zum Kaiser selbst.
im alten China waren Prozessführer verhasst, weil Sie das harmonische Leben miteinander
störten. Die Richter bestraften auch sehr hart. Da die kaiserliche Regierung auch von Natur
aus böse war, machten die Bürger einen großen Bogen um das Gerichtshof. Probleme
untereinander wurden stattdessen durch Familien-Oberhäupter oder Dorf-Älteste gelöst.
China war und bleibt eine anti-Prozess Gesellschaft
Chinesisches Sprichwort besagt: „Gewinn dein Gerichtsverfahren und verliere dein Geld“
oder „Von Zehn Gründen aufgrund der Richter ein Fall entscheidet, sind neun der
Öffentlichkeit unbekannt.“
2. Gesetzesformung:
Das früheste vollständige chinesische Gesetzes Code, dass in Artefakten erwähnt wurde, nimmt
man an, entstammt aus der Zhou-Dynastie (1,027-221 v. Chr.), in der ein großer Teil Chinas durch
einem Feudalsystem beherrscht wurde, mit regionalen Königen, Fürsten und Fürstentümer, von
denen jeder einzelne ihren Armeen von Bauern hatten, das Land zu bearbeiten ( Europäer kamen
mit ihrer Version des feudalen Systems tausende Jahre später).
Ab 600 v. Chr. haben die Regionen Chinas, die eine zentralisierte Herrschaft hatten, ihre Gesetze
auf Bronzekessel kodifiziert, ähnlich den römischen Inschriften der zwölf Tafeln auf Stein. Vor
allem um diese Zeit herum ist der Staat von Zheng bekannt dafür, dass das Strafrecht kodifiziert
wurde und auf Kesseln und Bambus-Streifen niedergeschrieben wurde, von denen Beweise entdeckt
worden sind.
(die Bambus-Streifen: einige 20 "lang und 1/4" breit wurden im Jahr 1994 entdeckt und durch das
Kohlenstoff- Verfahren auf etwa 400 v. Chr. datiert )
Chinesische Gesetze verflochten spirituelle Elemente mit Elementen des traditionellen Rechts in
einer frühen Form der Theokratie. Hinrichtungen konnten nur in Jahreszeiten des Verfalls und Todes
der Natur stattfinden: Herbst und Winter. Das vorgeschriebene Verfahren um Diebe zu fangen
brachte ein gewisses Maß an Hexerei mit sich. Bestimmte Stunden des Tages wurden nur für den
Hörerkreis eingesetzt. Zur Zeit von Naturkatastrophen gewährten chinesische Herrscher eine
allgemeine Amnestie und befreiten alle Gefangene auf einem Schlag.
Andere Elemente der alten chinesischen Gesetze erinnern an Hammurabis Konzept des Auge um
Auge, Zahn um Zahn. Die Chinesen dachten, dass die Strafe mit dem Verbrechen im Verhältnis
stehen müsse, um das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen, dass sonst gestört werden
würde.
Im Staat von Zheng, wurde das Buch der Strafen / Xíngshū / 刑书(536 v. Chr.) in auf Bronze
Stücken veröffentlicht. Es gibt Belege, dass einige der Strafen Zwangsarbeit enthalten,Tätowieren,
das Abschneiden der Nase, Kastration, Füße Amputation und Tod.
Um etwa 450 v. Chr., als Sokrates und Buddha ihre Philosophie in Griechenland und Indien
darlegten, führte Lao-Zi in China auch eine Lösung für die ständige Gewalt aus. LaoZi's
Philosophie war das Nicht-Eingreifen, um mit dem Fluss der Dinge zu gehen. Sein Vorschlag: Je
weniger Regierung, desto besser und dass jegliche Form von Gewalt falsch ist.
Shuxiang's Brief, war auch im Sinne von Lao-Zi. Diese Debatte war ein Vorläufer auch der
aktuellen Diskussionen in China zwischen den Juristen bzw. Legalisten und den sogenannten
Moralisten oder auch Konfuzianer genannt, die ein strenge staatlicher Kontrolle - je mehr Gesetze,
desto besser- ablehnten.
400 v. Chr. wurden die Fa Jing (Kanon der Gesetze) veröffentlicht. Keine Kopie ist jemals gefunden
worden, obwohl das Dokument in anderen Schriften erwähnt wird, die überlebt haben.
350 v. Chr. wurde der Code von Li k'vei veröffentlicht. Der Code von Gesetzen beinhaltete die
Rechtsvorschriften bei Diebstahl, Raub, Gefängnis, Festnahme und allgemeinen Regeln behandelt.
Es diente als Vorbild für die spätere Tang-Codes
3. Überblick der Lehren des Konfuzianismus / 儒家 (rújiā ):
Die 5 Tugenden ( 五常 wǔcháng )
1.
2.
3.
4.
5.
Gegenseitige Liebe oder auch Menschlichkeit
Rechtschaffenheit
Gewissenhaftigkeit
Ehrlichkeit
Gegenseitigkeit (Goldene Regel: "Was du nicht willst was man dir tut, das füge auch keinem
anderen zu!")
Daraus werden auch die 3 sozialen Pflichten abgeleitet
1. Loyalität (忠 zhōng )
2. Kindliche Pietät (孝 xiào ; "Verehrung der Eltern und Ahnen")
3. Anstand und Sitte ( 禮 lǐ ; umfasst alle Umgangsformen, sowohl unter den Menschen
(Höflichkeit und Etikette) als auch zwischen Menschen und der übersinnlichen Welt
(Zeremonien, Opferriten))
Wer Anstand und Sitte entsprechend lebt – also der Etikette, den Riten und der Sitte nach – und sich
für die Ahnen aufopfert, verändert sich allein dadurch zum Guten. Das löst einen Dominoeffekt aus,
der auf seine Mitmenschen und schließlich den gesamten Kosmos wirkt, was die eigentliche
Urordnung wiederherstellt.
Das heißt: Wenn Familien in Harmonie sind, ist es auch das Dorf. Sind Dörfer in Harmonie, ist es
auch die Provinz. Sind Provinzen in Harmonie, dann ist es auch das ganze Reich. Deswegen soll der
Mensch auch stets das Gemeinwesen und das Staatsinteresse im Auge haben.
5 menschliche Elementarbeziehungen (五伦 wǔlún )
Kaiser/Volk; Vater/Sohn; Ehemann/Ehefrau; Älterer Bruder/Jüngerer Bruder; Freund/Freund
Wichtigkeit des Studiums
Das Studium ist Voraussetzung für das Verständnis der Ordnung des Himmels und der Menschen.
Allerdings soll man nur ergänzend zum Denken lernen. Konfuzius sagt also: „Lernen ohne zu
denken ist sinnlos; aber denken ohne zu lernen ist gefährlich.“
Der Kern von Konfuzius Lehre sind die Fünf Klassiker, die er seinen Schülern zur Lektüre empfahl.
Wie Sokrates hat Konfuzius selbst keine Schriften hinterlassen. Seine "Lunyu" (Gesammelten
Worte) wurden erst von seinen Schülern kompiliert:
5 klassische Bücher /五经 wǔjīng
Yì Jīng 易经 das Buch der Wandlungen; Shī Jīng 诗经 das Buch der Lieder; Shū Jīng 书经 das
Buch der Urkunden; Chūn Qiū 春秋 die Frühlings- und Herbstannalen;Lǐjì 礼记 das Buch der Riten
3.1 Die ursprünglichen Ideale des Konfuzianismus
während der Zhou Dynastie (1025 – 221 v. Chr.) war Feudalismus die herrschende Staatsform. Die
Prinzipien, um die Wechselbeziehung zwischen dem König und den Feudalherren zu regeln,
bezeichnet man als Etikette
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zur Zeit weitverbreiteten Aufständen und großem Leid des Volkes, versucht Konfuzius
Ordnung durch sein Verhaltensregelwerks zu schaffen
Schlüssel für eine Neuordnung war das Konzept von Zheng Ming (正名), das soviel
bedeutet wie das Erkennen seines eigenen sozialen Status und die angemessene Ausführung
bzw. Übertragung seiner Pflicht, das zu dem jeweiligen Status bereits vorgegeben ist
von Bedeutung für Konfuzius für das Neuabschätzen alter Traditionen war, dass die exakte
Form der Natur des Einen nicht vor-diktiert werden soll, sondern alte Bräuche hinterfragt
und kritisch untersucht werden sollen. Die Legitimation der Etikette ist abhängig davon, ob
diese Human sind oder nicht. Menschlichkeit ist das ultimative Standard und Kern für das
Verhalten des Konfuzianismus
Parallelen zu den Lehren von Jesus: „Liebe deine Mitmenschen“ (Lunyu 12.22); „tue
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anderen nichts an, was du willst das man dir antut“ (Lunyu 12.2). Darüber hinaus dachte
Konfuzius, dass Menschlichkeit nur aus einem selbstlosen Gedanken heraus kommen kann
und das Ziel Junzi (君子), der edle Mann, zu sein sollte
Beidseitiges Erfüllen der Pflichten als unbedingte Voraussetzung von Ordnung (Kaiser/Volk;
Vater/Sohn; Ehemann/Ehefrau; Älterer Bruder/Jüngerer Bruder; Freund/Freund). Konfuzius
bestand darauf, dass wenn jemand es versäumt seine Pflicht aufgrund seines Status zu
erfüllen, er das Gehorsam des anderen nicht verdient
3.2 Die Veränderungen der Lehren des Konfuzius
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Han-Code: Mit Beginn der Han-Dynastie (206 v. Chr.) wurde Konfuzius Rechtspolitik mit
aller Macht wieder neu erfunden und blieb danach als die "dominierende Kraft" hinter dem
chinesischen Recht bis 1949.
Die Gesetzesreform wurde von Gaozu 高祖, Kaiser von China ( 206 bis 195 v. Chr.)
eingeführt. Er erklärte öffentlich, dass es viel zu viele Gesetze gibt. So reduzierte er es auf
drei Bereiche: Verbote gegen Mord, Körperverletzung und Diebstahl.
Aber das hielt nicht lange an, denn auch der Han-Code wuchs und wuchs, da die Juristen
versuchten, alle Fälle abzudecken.
Eine Sache,die sich änderte war eine Veränderung in Hinsicht auf körperlicher Züchtigung.
Um 167 v. Chr. wurden Tätowierungen und das Abschneiden der Nase und Füße durch die
harte Arbeit und Züchtigung ersetzt. Was das chinesische Recht mit einer Hand gab, nahm
sie mit der anderen wieder weg: zur Zeit als die Han-Dynastie zusammenbrach, war die Zahl
der Straftaten, für die es die Todesstrafe gab, bei über Eintausend.
weitere Nährböden für die Infiltrierung der Lehren des Konfuzius lieferte die
Ahnenverehrung: der Glaube war verbreitet, dass die toten Vorfahren das Leben
beeinflussen konnten. Anbetung der Toten und Nachkommen zu machen war Pflicht
Konfuzius war für Respekt gegenüber älteren oder Personen dessen Fürsorge man genoss,
denn Dankbarkeit sei nobel, aber dem Thema Einfluss der Ahnen auf die Lebenden war er
abgeneigt.
Konfuzianismus konnte den Glauben an Volkstümlichen Denken nicht ändern, eher hatte der
Volkstümliche Glauben den Konfuzianismus verändert
Missverständnisse sind entstanden durch die Unfähigkeit der Menschen logisch zu denken
und durchdachten Bemühungen der Legalisten
Aggressiver Kaiser der Han-Dynastie ließ alle Schulen schließen und die degenerierte Form
des Konfuzianismus als einzig wahre und verbindliche Schule der Philosophie in China
verbreiten. Später wurde Konfuzianismus mit chinesischem Recht gekoppelt, mit dem Ziel
soziale Hierarchie, sowohl in der Familie als auch im Staat zu sichern. Daraus resultierend
wurde der Konfuzianismus bis in die Moderne für das Leid des chinesischen Volkes
verantwortlich gemacht
Die Legalisten wollten einen Kollaps der sozialen Ordnung vermeiden und verfassten
Gesetze die, die Autorität des Kaisers manifestierten. Gleichzeitig nutzte die Monarchie den
Konfuzianismus um das Volk für Hierarchien empfänglich zu machen
Folge der Ungerechtigkeiten im alten China durch degenerierten Konfuzianismus
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das Verhältnis von Familien-älteren zu ihren Nachkommen und die Unverhältnismäßige
Bestrafung.
Geschlechtsspezifische Diskriminierung der Frauen
Als Sündenbock gerade zu stehen für das Verbrechen der Eltern
4.Legalisten/ Leagalismus /法家 ( fǎjiā )
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der Konfuzianismus wurde stark von Legalisten angegriffen. Hán Fēi 韓非 einer der
bekanntesten Vertreter der Legalisten, vertrat die Meinung dass die Bürger nicht erwarten
dürften, dass jeder Herrscher gut sein müsse und eine Politik, die abhängig von
individuellen Personen und nicht von Gesetzen geführt würde, zu gefährlich sein würde
Ein Sprichwort besagt: „Nur (kollektive) Pflicht, keine (individuellen) Rechte.
Ihre Ziele waren direkt und einfach:
eine politisches und militärisches Apparat leistungsfähig genug zu machen, um feudale
Privilegien im Inland zu unterdrücken. Das Staatsgebiet zu erweitern und schließlich alle
rivalisierenden Königreiche zu einem einzigen Reich zusammenzuschweißen. Zu diesem
Ziel waren sie bereit jede politische, militärische, wirtschaftliche und diplomatische Mittel
zu verwenden, die zur Verfügung standen.
Das Gesetz in China sollte ursprünglich niemandem seine Rechte schützen, weil es im
Grunde dazu diente, die Leute abzuschrecken
Ihr Beharren auf Gesetze wurde von nicht wegen Sorge um die Menschenrechte getragen,
sondern davon dass das verwirklichen von Gesetzen ein wesentlicher Bestandteil für die
effektive Steuerung einer wachsenden Bevölkerung unter ihrer Herrschaft war. Ihre Ansicht
und die Mittel waren totalitär, bezüglich den Menschen in der Masse, durch Riten erfährt die
Gesellschaft die Bildung eines Individuums sozial begehrten Menschen.
Für Legalisten war wer Recht hat oder nicht bedeutungslos. Alleine der Status war
ausschlaggebend.
Beispiel: In der Song- Dynastie (960-1279 n. Chr.) konnten Eltern nie falsch liegen.
Hán Fēi 韓非
Hán Fēi ( 280-233 v. Chr. ) war ein chinesischer Jurist der lang anhaltende Wertschätzung und ihre
Zuwendung der Legalisten erhielt.
Gründer eine juristischen Philosophie die 法家 ( fǎjiā ) genannt wurde, das den Staat zum
Mittelpunkt von Recht und Ordnung machte.
Er meinte, dass Konfuzius' sehr Familien betonte Politik den König an 2.Stelle drängte. Was er
Konfuzius am liebsten anprangerte war die Legende von einem konfuzianischen Soldat, der von
einer Schlacht nach Hause floh um sich um einen ältere Person zu kümmern.
Er kritisierte Konfuzius' Philosophie als naiv und verglich die Abhängigkeit vom menschlichen
Gewissens damit von einem Kind zu erwarten, das Richtige zu tun.
"Ordnung und Stärke (eines Staates) entspringt von der Einhaltung der Gesetze. Chaos und
Schwäche (eines Staates) entspringt aus der Missachtung davon."
Er schrieb ein Buch über das Regieren dessen Einfluss auf die Könige der chinesischen Staaten
riesig war. Er erschreckte viele Konfuzianer, deren Stimmen immer leiser wurden. Er förderte
erfolgreich strenge Gesetze und harte Strafen als die beste und effizienteste Weise ein Staat zu
regieren.
Lǐ Sī 李斯
Der Qin Oberrichter war Lǐ Sī (, 280-208 v. Chr.). Er setzte dort wieder auf wo Han Fei aufgehört
hat (ehemaliger Schulkamerad von Han Fei). Er sorgte dafür, dass der Qin-Code in ganz China
angewandt wurde.
Lǐ Sī schrieb folgendes:
"Nur ein intelligenter Herrscher ist in der Lage, schweren Strafen für leichte Straftaten anzuwenden.
Wenn leichte Straftaten schwer bestraft werden, kann man sich vorstellen was bei schweren
Straftaten erfolgen. So werden die Menschen es nicht wagen, die Gesetze zu brechen."
Unter dem Qin-Code, war die Strafe für öffentliche Kritik gegen das Gesetz der Tod und die Bürger
waren gesetzlich verpflichtet, einander zu verpetzen. Geschichte zu lehren wurde verboten und die
meisten Bücher verbrannt, was zu einem erheblichen Verlust von historischen Dokumenten führte,
für die er verpönt war. Als er in Ungunst fiel, ist Lǐ Sī ironischerweise Opfer seiner beteuerten
schweren Strafen geworden und wurde im Jahre 208 v. Chr. von den seltenen, aber barbarische
Methode in zwei Hälften geschnitten zu werden in der Öffentlichkeit hingerichtet.
Die Qin-Code erodierte die Basis der konfuzianischen Lehren bis zu dem damaligen Zeitpunkt.
Dies war der größte Einfluss Han Fei s auf die Änderung der Politik in China. Dadurch gestalten
und lenken die Herrscher die gesellschaftlichen Verhältnisse durch harte Strafen, wie Züchtigungen,
Kastration oder Amputation der Nase oder den Beinen.
Argumente der jeweiligen Oppositionen:
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Argument der Konfuzianer:
eine Regierung, die auf Basis von Riten funktioniert ist harmonisch, weil Sie ungeschrieben
sind und flexibel interpretiert werden können, um die Erfordernisse der jeweiligen Situation
zu erfüllen. Eine Regierung, die ausschließlich auf Gesetzen beruht, schafft automatisch
Konflikte, weil die Leute im voraus wissen, was das geschriebene Gesetz ist und Wege
suchen sie zu umgehen. Sie berufen sich auf spitzfindigen Argumenten wegen dem Wortlaut
und nicht auf den Geist des Gesetzes.
Gesetz ist die Grundlage einer guten Regierung, aber der Edle (junzi) ist der Ursprung des
Gesetzes.
Argument der Legalisten:
obwohl sehr wenige Personen gibt, die von Natur aus selbstlos sind, handelt die große
Mehrheit der Menschen nur aus Eigeninteresse. Daher sind strenge Strafen notwendig. Das
Gesetz verfolgt nur die, die selbstsüchtig sind, nicht die wenigen die gut sind.
Quellen:
Lin, Li: Difficulties of importing the Western Idea of Human Rights into China - a Jurisprudential Approach, in:
Chinese Ethics in: Chinese Ethics in a Global Context. Moral Bases of Contemporary Societies, ed. by Karl-Heinz Phol
und Anselm W. Müller, Leiden: Brill 2002, S.318-348.
Bodde, Derk:Law in Imperial China : Exemplified by 190 Ch'ing Dynasty Cases. Translated from the Hsing-an hui-lan.
With Historical, Social and Juridical Commentaries / Morris, Clarence - Cambridge: Harvard Univ. Pr., 1967 .- XIII,
615 p.. - (Harvard Studies in East Asian Law ; 1)
http://www.duhaime.org/LawMuseum/LawArticle-363/China--A-Legal-History.aspx
http://de.wikipedia.org/wiki/Konfuzianismus
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