Haltung und Fütterung von Ratten

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Haltung und Fütterung von Ratten
Ratte ( Rattus norwegicus)
Herkunft u. natürliche Lebensweise
Die Vorfahren aller Ratten, die heute als Heimtiere gehalten werden, sind die
Wanderratten. Sie kamen vor etwa 200 Jahren auf Handels- und Militärrouten aus
Zentralasien über Nordchina in andere Regionen. Dank ihrer Fähigkeiten mit und von den
Menschen zu leben, verbreiteten sie sich weltweit.
Ratten sind anpassungsfähig und intelligente Tiere, die ursprünglich eher dämmerungsund nachtaktiv sind. Sie sind gesellig und leben in der Natur in großen Gruppen
zusammen. Dort bewohnen sie unterirdische Bauten mit verschiedenen Gängen und
Räumen in unterschiedlichen Höhenlagen. Die Tiere sind von Natur aus sehr neugierig
und agil und verbringen die meiste Zeit damit, ihre Umgebung zu erkunden.
Haltung
Ratten sind ausgesprochen gesellige Tiere. Daher sollten immer mindestens zwei Tiere
zusammen gehalten werden. Dabei ist es meist unerheblich, welches Geschlecht die
Tiere haben. Beim Zusammensetzen älterer Ratten kann es zu Revierstreitigkeiten mit
heftigen Beißerein kommen.
. Käfig : mind. 80 (L) x 40 (B) x 70 (H) cm für ein Paar. Erhöhung der Grundfläche durch
Einbau mehrerer Etagen, Unterschale aus Kunststoff, Gitteraufsatz mit unbeschichteten
Stäben
. Einstreu : Holzspäne, Holzgranulat
. Nistmaterial : Heu, Stroh, Zellstoff
. Inventar : standfeste Futternäpfe, Trinkflasche, Schlafhäuschen, Versteckmöglichkeiten
(Röhren, Häuschen), Klettermöglichkeiten (Seile, Leitern, Äste)
. beaufsichtigter Freilauf
Fütterung
Ratten sind Allesfresser, ernähren sich aber überwiegend granivor und herbivor.
Als Heimtiere werden Ratten in der Regel sehr vielseitig ernährt. Außer gewürzten
Speisen, Alkohol, Tee oder Kaffee darf ihnen fast alles (in Maßen ) angeboten werden.
. Handelsübliches Mischfutter für Ratten
. Obst und Gemüse
. Nudeln, Reis, gekochte Kartoffeln in kleinen Mengen
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. Tierisches Protein ( 1-2 mal wöchentlich): gekochtes Fleisch, Fisch, Quark, Joghurt,
milder Käse, hartgekochtes Ei
. Zur Befriedigung des Nagebedürfnisses : Zweige (Obstbäume, Weide, Haselnuß), Nüsse
in Schale (nur in geringen Mengen, da fettreich), hartes Brot
. Wasser muß stets frei verfügbar sein
Physiologische Daten der Ratte
Alter
Körpertemperatur
Körpergewicht M(erwachsen)
Körpergewicht W(erwachsen)
Geschlechtsreife M
Geschlechtsreife W
Zuchtreife M
Zuchtreife W
Trächtigkeitsdauer
Wurfgröße
Öffnen der Augen
Geburtsgewicht
Säugeperiode
Futterverbrauch
Wasserverbrauch
Einstreu
Ernährung
: 2,5 bis 3,5 Jahre (max. 4 Jahre und 8Monate)
: 37 – 39,5 °C
: 350 – 500 g
: 250 – 300 g
: 6 Wochen nach der Geburt
: 6 Wochen nach der Geburt
: 55 – 110 Tage
: 65 – 110 Tage
: 21 bis 23 Tage
: 4 – 14
: 10 – 12 Tage
:5–6g
: 3 Wochen
: 5 – 10 g pro 100 g Körpergewicht
: 8 – 11 ml pro 100 g Körpergewicht
: Holzspäne(nicht imprägniertes Holz!!Sonst besteht
Vergiftungsgefahr!!), Torfmull, Heu und Papier
: Fertigfutter aus dem
Handel(Rattenpellets/Rattenbrot) Obst, Gemüse, Käse und
gekochten Reis oder Kartoffeln,
Zum Nagen kann man ungeschälte Haselnüsse
verabreichen. Jeden Tag ein wenig Heu oder Hafer verhütet
viele Verdauungsstörungen.
Milchaustauscher:
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9,7 % Protein 13 % Fett und 3,2 % Laktose.
Durch Mischung von 100 ml Kaffeerahm mit dem Eiklar von einem Hühnerei erhält man
eine geeignete Ersatzmilch für Säuglinge.Sobald die Jungratten selbständig fressen, wird
die Milch mit gekochten Kartoffeln und Gemüse gemischt und solange gereicht, bis sie die
bereitgestellten Pellets fressen.
Die Weibchen sind 24 Stunden nach der Geburt wieder paarungsbereit
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