- Exportinitiative Erneuerbare Energien

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Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis ........................................................................... 5
Abbildungsverzeichnis ......................................................................... 5
Maßeinheiten ................................................................................... 6
I. Belgien ........................................................................................ 7
1.Einleitung ..................................................................................... 7
2. Politik und Wirtschaft im Überblick ...................................................... 9
2.1
2.2
2.3
2.4
Politischer Hintergrund
Wirtschaft, Struktur und Entwicklung
Wirtschaftsbeziehungen Deutschland – Belgien
Investitionsklima und –förderung in Belgien
9
13
16
16
3. Energiemarkt Belgien ..................................................................... 19
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
Energiepolitische Rahmenbedingungen
Energiepreise
Marktakteure
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Stromerzeugung und –verbrauch
Erneuerbare Energien
Investitionsklima im nationalen und europäischen Kontext des Energiebereichs
Neue Entwicklungen auf dem Energiemarkt
19
20
21
24
26
29
30
31
4. Photovoltaik ................................................................................ 33
4.1 Netzanschlussbedingungen / -genehmigungen
4.2 Branchenstruktur
4.3 Installationskosten in Belgien
4.4.1 Grünstromzertifikate
4.4.2 Steuervergünstigungen und Subventionen
4.4.3 Grüner Kredit
4.5 Brüssel
4.5.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
4.5.2 Nutzung Erneuerbarer Energien
4.5.3 Photovoltaik
35
36
36
38
39
40
42
42
42
42
2
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
4.5.4 Netzanschluss
4.5.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.5.6 Investitionsförderungen
4.6 Flandern
4.6.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
4.6.2 Nutzung Erneuerbarer Energien
4.6.3 Photovoltaik
4.6.4 Netzanschluss
4.6.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.6.6 Investitionsförderungen
4.7 Wallonien
4.7.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
4.7.2 Nutzung Erneuerbarer Energien
4.7.3 Photovoltaik
4.7.4 Netzanschluss
4.7.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.7.6 Investitionsförderungen
43
44
44
46
46
46
47
49
50
50
54
54
54
56
57
58
58
II. Luxemburg .................................................................................. 62
1. Einleitung ................................................................................... 62
2. Politik und Wirtschaft im Überblick ..................................................... 63
2.1. Politischer Hintergrund
2.2 Wirtschaft, Struktur und Entwicklung
2.3 Wirtschaftsbeziehungen Deutschland-Luxemburg
63
64
66
3. Energiemarkt Luxemburg ................................................................. 67
3.1 Stromerzeugung und Verbrauch
3.2 Erneuerbare Energien
67
68
4. Photovoltaik ................................................................................ 69
4.1 Politische Rahmenbedingungen
4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.3 Fördermaßnahmen
4.3.1 Privatpersonen
4.3.2 Unternehmen
4.3.3 Kommunen
71
73
74
74
75
75
Chancen für deutsche Unternehmen ....................................................... 77
ANHANG ........................................................................................ 78
Adressen
Adressen
Adressen
Adressen
1:
2:
3:
4:
Fachverbände
Verbände und Organisationen Energieeffizienz / Erneuerbare Energien
Belgische Föderale Einrichtungen
Flämische öffentliche Einrichtungen
78
79
84
85
3
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Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Adressen 5: Wallonische Öffentliche Einrichtungen
Adressen 6 : Brüssel-Hauptstadt: Öffentliche Einrichtungen
Adressen 7: Regulierungsbehörden / Beratungsstellen
Adressen 8: Beratungsstellen für Energiefragen
Adressen 9: Architekten für Projekte im Bereich Erneuerbare Energien
Adressen 10: Bauunternehmen
Adressen 11: Studien-, Planungs- und Ingenieurbüros
Adressen 12: Netzbetreiber
Adressen 13: Unternehmen und Installateure im Bereich photovoltaischer Energie,
Internetlinks
90
94
95
95
96
96
97
101
107
4
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tabellenverzeichnis
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
Tabelle
1: Exportgüter (von Deutschland nach Belgien) ......................................... 16
2: Primärenergieverbrauch (brutto)....................................................... 28
3: Marktanteile der Energiequellen ....................................................... 28
4: Produktionswachstumsraten der Erneuerbaren Energien 1997/2007 ............. 30
5: Installierte PV-Solaranlagen (Fläche in 1.000m²) .................................... 34
6: Stromproduktion 2007 mit PV-Anlagen ................................................ 35
7: Installationskosten für PV-Anlagen in Belgien ........................................ 37
8: Installierte Leistung von Erneuerbaren Energien in Brüssel (2006-2007) ......... 42
9: Vergütung der Grünstromzertifikate für PV-Anlagen bis zum Jahr 2035 ......... 51
10: Einspeisevergütung Solarstrom in Flandern ......................................... 52
11: Prämien der Netzbetreiber für Unternehmen (2006) .............................. 53
12: Daten zu Erneuerbaren Energien in Wallonien (2007) ............................. 55
13: Exporte von Luxemburg nach (in Mrd. €) ............................................ 66
14: Importe nach Luxemburg aus (in Mrd. €) ............................................ 66
15: Deutschen Exportgüter nach Luxemburg (Stand 2008): ........................... 67
16: Anteil der Photovoltaik an der Gesamtproduktion erneuerbarer Energien: .... 69
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Struktur der Produktion von Erneuerbaren Energien in Belgien (2007) ........ 29
Abbildung 2: Summe der jährlichen Sonnenbestrahlung bei optimaler Ausrichtung der PVModule in den belgischen Regionen ................................................................. 33
Abbildung 3: Sonneneinstrahlung auf eine Fläche von 1 m², mit 45°Neigung, für ein
Durchschnittsjahr in Belgien. ........................................................................ 34
Abbildung 4: Größe und Leistungsvolumen der in Brüssel installierten PV-Anlagen (2009:
geschätzt Mitte 2009) ................................................................................. 43
Abbildung 5: Zuteilung von Grünstromzertifikaten in Brüssel ................................... 45
Abbildung 6: Entwicklung der Grünstromproduktion in Flandern (1994 – 2008) .............. 46
Abbildung 7: Grünstromproduktion 2008 in Flandern: 1996 GWh............................... 47
Abbildung 8: Zunahme PV-Anlagen in Flandern (1998-2007) .................................... 48
Abbildung 9: Entwicklung der Stromproduktion durch PV-Anlagen (2002 – 2009) ............ 49
Abbildung 10: Struktur der Produktion von Erneuerbaren Energien in Wallonien (2007) ... 55
Abbildung 11: Installierte Leistung und Bruttoproduktion ....................................... 56
Abbildung 12: Entwicklung der geförderten und installierten Photovoltaikpaneele ......... 57
Abbildung 13: Bruttoinlandsverbrauch Luxemburg ............................................... 68
Abbildung 14: Gesamtproduktion von Photovoltaik in Luxemburg, 2003 - 2008 .............. 69
Abbildung 15: Installierte PV-Leistung pro Einwohner in Luxemburg .......................... 71
Abbildung 16: Anzahl der errichteten PV-Anlagen in Luxemburg von 2001-2008............. 72
5
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Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Maßeinheiten
Wp
Wattpeak
Wh
Wattstunde
W
Watt
m
Meter
m²
Quadratmeter
Vorsatzzeichen
t
Tonne
k
Kilo
M
Mega
= 1.000 kg
=10³
= 1.000
= Tausend
T
6
= 1.000.000
= Million
Mio.
9
= 1.000.000.000
= Milliarde
Mrd.
12
= 1.000.000.000.000
= Billion
Bill.
15
= 1.000.000.000.000.000
= Billiarde
18
= 1.000.000.000.000.000.000
= Trillion
=10
G
Giga
=10
T
Tera
=10
P
Peta
=10
E
Exa
=10
6
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Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
I. Belgien
1.Einleitung
Belgiens Wirtschaft verfügt über einen hoch entwickelten Industriesektor, der aufgrund
seiner fundamentalen Bedeutung sowohl für das Land als auch für den Im- und Export
einen überaus attraktiven Markt für deutsche Unternehmen darstellt. Der deutschbelgische Handel ist bedeutender denn je. Dies verdeutlicht die Höhe des Gesamtumsatzes
des deutsch-belgischen Außenhandels im Jahre 2008, der bei ca. 91,4 Mrd. € lag. Damit ist
Deutschland nach den Niederlanden der wichtigste Handelspartner Belgiens. Die
Attraktivität des belgischen Markts wird ebenso anhand der Leistungsstärke der belgischen
Wirtschaft deutlich. Aufgrund der idealen geographischen Lage im Herzen Westeuropas,
die wichtige logistische und infrastrukturelle Vorteile bietet, bleibt Belgien eines der
beliebtesten Exportländer für klein- und mittelständische deutsche Unternehmen. Es hat
sich außerdem gezeigt, dass Belgien mit seiner Zweisprachigkeit als idealer Testmarkt für
weitere Investitionen in den Niederlanden und Frankreich genutzt werden kann.
In den Jahren 2006 und 2007 durchlebte das Königreich zwischen Nordsee und Ardennen
einen
erfreulichen
Wachstumsraten
Wirtschaftsaufschwung
(2007:
2,7%,
2006:
mit
2,9%).
überdurchschnittlichen
Im
Jahr
2008
realen
BIP-
schrumpfte
das
Wirtschaftswachstum allerdings auf 1,1%; für 2009 sagen die Prognosen infolge der
internationalen Finanz-/Wirtschaftskrise wie in allen westeuropäischen Staaten eine
Abschwächung der Konjunktur vorher. Dies betrifft aber in erster Linie den Finanz- und
Bankensektor sowie die Automobilbranche.
Was den Energiesektor betrifft, hat Belgien noch Einiges geplant. Zwar konzentrierte sich
die belgische Energiepolitik seit den frühen 70er Jahren darauf, die Energieeffizienz zu
unterstützen, transparente und wettbewerbsfähige Preise einzuführen, den Umweltschutz
voranzutreiben sowie die Sicherheit der Energiezufuhr zu gewährleisten.1 Bis zum Jahr
2020 sollen allerdings 13% des Energieverbrauchs (Stromversorgung, Heizung, Kühlung und
Verkehrsmittel) durch Erneuerbare Energien abgedeckt werden.2 Die Ziele für das Jahr
2012 sind mit 6% etwas moderater. (Wallonien 7%, Flandern 6%, Brüssel-Hauptstadt 2,5%).3
Auch die Nutzung von Biokraftstoffen soll gestärkt werden. Der Anteil an Biodiesel am
1
DG Energy, 2006
European Commission 2008 (1)
3
Auswärtiges Amt (2)
2
7
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Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Verbrauch soll 2010 5,75% betragen. Allerdings waren für 2005 bereits 2% vorgesehen, die
laut Eurostat nicht erreicht wurden.4 Aufgrund dieser Zielangaben werden die Bereiche
Energieeffizienz und Erneuerbare Energien weiterhin finanziell gestärkt und subventioniert
werden.
4
Jossart, Jean.
8
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Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
2. Politik und Wirtschaft im Überblick
2.1 Politischer Hintergrund
Belgien zählt zu einem der jüngeren westeuropäischen Nationalstaaten. Der belgische
Staat ist erst 1830 entstanden, als er seine Unabhängigkeit von den Niederlanden errang.
Bis in die 1930er Jahre dominierte der frankophone Süden. Erst nach dem 2. Weltkrieg und
insbesondere im Zuge der wirtschaftlichen Umorientierung auf nicht-industrielle Sektoren
ist
das
niederländischsprachige
Flandern
zur
wirtschaftlich
dominanten
Region
aufgestiegen. Es entwickelte sich zu einem strategischen Logistikzentrum und zu einer der
wohlhabendsten europäischen Regionen, insbesondere in der Gegend um Antwerpen, wo
sich viele Industrien angesiedelt haben.
Belgien wurde erst in den letzten 30 Jahren durch mehrere Verfassungsreformen
(insbesondere zwischen 1988 und 1993, welche die Regionalisierung und Föderalisierung
forcierten) zu einem Bundesstaat mit drei Ebenen umgewandelt. Auf der höchsten Ebene
stehen der Föderalstaat, die drei Regionen (Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt)
und drei offizielle Sprachgemeinschaften. Diese Ebenen sind zwar juristisch gesehen
gleichgestellt, jedoch haben sie unterschiedliche und exklusive Zuständigkeiten. Eine
Ebene darunter stehen Belgiens zehn Provinzen. Auf der untersten Ebene befinden sich die
Gemeinden, die - wie auch die Provinzen - der Kontrolle der höheren Ebenen unterstehen.
Innerhalb des Föderalstaates wird die legislative Gewalt einerseits durch das aus zwei
Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat) gebildete föderale Parlament und andererseits
durch den König ausgeübt. König Albert II. ist seit 1993 Staatsoberhaupt und ernennt als
solches den Premierminister, die regionalen Ministerpräsidenten und die Minister der
föderalen Regierung. Dabei ist er an die Vorschläge der föderalen Regierung gebunden. Die
150 Mitglieder im Abgeordnetenhaus (Chambre des Représentants bzw. Kamer van
Volksvertegenwoordigers) werden durch Direktwahl ernannt. Der Senat hat vor allem
beratende Funktionen und besteht aus 71 Mitgliedern, von denen ein Teil direkt (40
Senatoren) gewählt und der restliche Teil indirekt durch die Regionalparlamente ernannt
wird. Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zum Senat finden alle 4 Jahre statt, wobei die
allgemeine Wahlpflicht ab 18 Jahren besteht.
Die Zuständigkeiten des Föderalstaats betreffen Aufgaben, die das Gemeinwohl angehen
(z.B. Außenpolitik und innere Angelegenheiten, Finanz- und Justizwesen, Verteidigung,
soziale Sicherheit, Aspekte des Gesundheitswesens, usw.).
Zudem ist er auch für die
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Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Ausnahmen und Beschränkungen der Befugnisse der Sprachgemeinschaften und der
Regionen zuständig.
In den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien erfüllt die föderale Regierung
insbesondere die Rolle eines Koordinators, der die verschiedenen regionalen Systeme und
Anforderungen miteinander vergleicht und sicherstellt, dass diese nicht zu stark
voneinander abweichen, bzw. dass sie das gleiche Niveau besitzen.
Neben
den
Föderalstaat
stellt
Artikel
2
der
belgischen
Verfassung
drei
Sprachgemeinschaften: die Deutschsprachige, die Niederländischsprachige und die
Französischsprachige. Sie existieren autonom und verfügen jeweils über ein Parlament,
eine Regierung und ein Ministerium für die Wahrnehmung ihrer Zuständigkeiten (darunter
fallen z.B. kulturelle Angelegenheiten, Familienpolitik, Sozialhilfe, Integration von
Migranten, Aspekte des Unterrichtswesens, usw.). Im offiziell zweisprachigen Brüssel
nehmen sowohl die Französische als auch die Niederländische Gemeinschaft kulturelle
Kompetenzen wahr.
Artikel 3 der Verfassung schreibt drei Regionen fest: Wallonien, Flandern und BrüsselHauptstadt. Die Flämische und die Wallonische Region besitzen ihre eigenen Parlamente
und Regierungen seit 1980, Brüssel-Hauptstadt hingegen erst seit der dritten Staatsreform
(1988-1989). Die Mitglieder der Regionalparlamente und -regierungen werden alle fünf
Jahre direkt gewählt. In Flandern allerdings sind die Einrichtungen der Sprachgemeinschaft
und der Regionalregierung verschmolzen; aus diesem Grund hat man dort nur ein
Parlament und eine Regierung. Die belgischen Regionen verfügen über sehr weitgreifende
politische Zuständigkeiten in Bereichen wie Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik,
Landwirtschaft und Hochseefischerei, Wohnungswesen, Infrastruktur / Tourismus, und
Außenhandel (innerhalb ihrer Kompetenzen dürfen Regionen mit anderen Ländern
Abkommen abschließen). Auch die Bereiche Energie- und Umweltpolitik werden von den
Regionen verwaltet, was bedeutet, dass oftmals drei verschiedene Ansätze existieren, so
z.B. auch im Bereich Erneuerbare Energien.
Seit der vierten Staatsreform gibt es zehn Provinzen, jeweils fünf in Flandern (Antwerpen,
Limburg, Oostvlanderen, Vlaams Brabant, Westvlaanderen) und fünf in Wallonien (Hainaut,
Liège, Luxembourg, Namur, Brabant Wallon). Sie können die Initiative ergreifen in
Bereichen, die das provinziale Interesse betreffen und von noch keiner anderen Ebene
abgedeckt werden.
10
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Außerdem gibt es 589 belgische Gemeinden (Kommunen), die seit jeher ihren hohen
Autonomiegrad verteidigen. Sie stellen die kleinste öffentliche Verwaltungseinheit des
Landes dar und sind zuständig für bürgernahe Dinge wie die Wahrung der öffentlichen
Ordnung,
Standes-
und
Bevölkerungsregister,
Baugenehmigungen,
das
kommunale
Wegenetz, Initiativen in den Bereichen Unterricht, Kultur, Sport usw.
Das Parteiensystem ist durch seine Vielfalt gekennzeichnet, auch wenn bei den föderalen
Parlamentswahlen nur einige wenige Parteien dominieren. Zu den "großen" Parteien kann
sich zählen, wer bereits zwischen 10 und 15 Prozent der Stimmenanteile bei Wahlen
erreicht. Die Parteienlandschaft spiegelt das breite Spektrum der belgischen Gesellschaft
wider: neben traditionell liberal, sozialistisch/sozialdemokratisch und christdemokratisch
ausgerichteten Parteien existieren viele Gruppierungen, die eine bestimmte kulturelle,
sprachliche oder regionale Identität vertreten. Die traditionell großen bzw. bekannten
Parteien sind in je einen unabhängigen flämischen und wallonischen Flügel aufgeteilt, die
jedoch nicht exakt die gleichen Ziele verfolgen. In der Region Brüssel treten sowohl
französisch- als auch niederländischsprachige Kandidaten an.
Wie die letzten Wahlen im Sommer 2007 gezeigt haben, ist es nicht immer leicht, im
belgischen Parteien- und Sprachgewirr einen gemeinsamen Nenner zu finden; es dauerte
viele Monate, bis Premierminister Yves Leterme mit Hilfe seiner Koalitionspartner eine
regierungsfähige Konstellation vorstellen konnte. Nachdem die Koalition Ende 2008
aufgelöst wurde, bildete Herman van Rompuy eine neue Regierung. Diese bestand bis zu
seiner Wahl zum ersten ständigen Präsidenten der Europäischen Kommission. Im Anschluss
daran bildete Leterme eine neue Koalition und ist seit dem 25. November 2009 wieder
Regierungschef und Premierminister. Insbesondere die zweisprachige Region BrüsselHauptstadt
ist
für
belgische
Politiker
schwierig
zu
verwalten,
da
sich
durch
demographische Veränderungen neue Bedürfnisse und linguistische Sachverhalte ergeben.
Allerdings sollte man Pressegerüchten, die eine „Krise“ Belgiens heraufbeschwören, nicht
allzu ernst nehmen, da die kompromissfreudigen, friedlichen Belgier bereits an solche
internen Querelen gewohnt sind und diese seit Jahrzehnten auf erstaunlich lockere Art und
Weise behandeln. Obwohl die Identität sehr stark mit der Region, in der man lebt, sowie
mit der Sprache, die man spricht, verbunden ist, fühlen sich letztendlich doch die
11
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
allermeisten Belgier ziemlich wohl als Bürger eines „vereinigten Königreichs“, welches im
übrigen auch Menschen aus vielen anderen Ländern und Kulturen willkommen heißt.5
5
Genauere Angaben siehe www.belgium.be/de/ueber_belgien/staat, www.premier.be
12
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
2.2 Wirtschaft, Struktur und Entwicklung
Belgien ist ein stark industrialisiertes, hoch entwickeltes, offenes Handelsland mit einem
hohen Lebensstandard und starker Kaufkraft. Die Halbfertig- und Fertigwaren beherrschen
den industriellen Sektor. Zu den insgesamt wichtigsten Branchen in Belgien zählen die
Metallverarbeitung, die Chemie, die Logistik, der Maschinen- und Fahrzeugbaubau, die
Elektrotechnik sowie die Bauwirtschaft. Der Rohstoffsektor ist stark von Importen
abhängig. International hat Belgien einen der höchsten Außenhandelsanteile am
Bruttoinlandsprodukt. Nicht nur belgische Schokolade, Pralinen und Bier sind in der ganzen
Welt beliebt und bekannt. Im Gegenzug ist Belgien aufgrund seiner Mannigfaltigkeit ein
idealer Testmarkt für ausländische Unternehmen.
Das belgische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2009 betrug 339,0 Mrd. €, gegenüber dem
Vorjahr (344,70 Mrd. €) ein Negativwachstum von real 2,9%. Der Hauptgrund für diese
Rezession ist in der internationalen Finanzkrise zu sehen. Laut EZB ist für die beiden
kommenden Jahre allerdings wieder mit einer positiven Entwicklung des BIP zu rechnen.
Die Wirtschaftspolitik ist reformorientiert und strebt nach anhaltender Stabilität. Trotz
großer regionaler Unterschiede genießen Belgier eine hohe Kaufkraft. Nach Angaben der
GTaI hat jeder Belgier im Jahr 2008 rechnerisch eine Kaufkraftleistung von 32.215 € zu
Stande gebracht. Das entspricht einem Plus von 621 € im Vergleich zu 2007.
Der Industriesektor, dessen Anteil am BIP ca. 25% beträgt, setzt sich hauptsächlich aus
folgenden
Zweigen
Automobilproduktion);
Diamanten.
Die
zusammen:
Chemie;
Gründung
Eisen
Textilien;
zahlreicher
und
Stahl;
Lebensmittel;
Metallverarbeitung
Glas;
Technologieparks
NE-Metalle
und
eine
(inkl.
sowie
gezielte
Forschungsförderung haben zur Gründung von immer mehr Unternehmen, vor allem kleinund mittelständischen, in den folgenden Bereichen geführt: Telekommunikation; Software;
Pharma; Mikroelektronik und Biotechnologie.
Der Dienstleistungssektor hat mit 59% den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Die
folgenden Sektoren sind dabei besonders hoch entwickelt: Transport; Finanzen;
Kommunikation; Messe- und Kongresswesen. Die Verarbeitende Industrie trägt insgesamt
17% zur BIP-Entstehung bei, die Bauindustrie dagegen ca. 5%. Der Anteil der Landwirtschaft
ist vergleichsweise sehr gering (ca. 1,5%).
13
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Trotz steigender Inflationsraten (2008: 4,5%, 2007: 1,8%) und hohen Rohstoffpreisen zog im
selben Zeitraum der Privatkonsum um 1,2% an. Im Jahr 2009 sank die Inflationsrate
allerdings auf 0%.
Die Arbeitslosenquote lag im November 2009 bei ungefähr 8,1% und damit etwas unter dem
europäischen Durchschnitt (10,0%). Allerdings gibt es in Belgien erhebliche regionale
Unterschiede: Flandern hat beispielsweise in manchen Gebieten so gut wie keine
Arbeitslosigkeit, während ehemals industrielle Teile Walloniens und Brüssels zum Teil noch
Raten über 18% verzeichnen. Derzeit steigt die Arbeitslosigkeit in Flandern aber schneller
als in Wallonien und Brüssel. Allerdings muss man einschränkend sagen, dass viele offene
Stellen auf dem belgischen Arbeitsmarkt nicht besetzt werden können, weil es sich um
Positionen handelt, die eine flüssige Zweisprachigkeit erfordern (Französisch und
Niederländisch), was sowohl für Belgier als auch für Migranten eine Hürde darstellt.
Die Staatsverschuldung ist in den letzten Jahren gestiegen. Im Jahr 2007 lag sie bei 84,2%
des BIP, im Jahr 2008 bei 89,8%, für 2009 wird sie auf 97,2% geschätzt und für 2010 wird
sogar ein Anstieg auf 101,2 prognostiziert.
Trotz der idealen geographischen Position im Herzen Westeuropas wird Belgien häufig von
seinen Nachbarn übersehen oder unterschätzt. Dennoch ist das Königreich mit 10,7
Millionen Einwohnern seit langem ein sehr attraktiver Standort für ausländische
Direktinvestoren. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Belgien
boomen: Belgien ist der weltweit sechstwichtigste Handelspartner Deutschlands mit einem
bilateralen Handelsvolumen von knapp 92 Mrd. € im Jahre 2008.
Dass Belgien dennoch relativ unbekannt ist, liegt wahrscheinlich daran, dass das Land
vermeintlich keine eindeutige Identität hat; vielmehr handelt es sich um einen Mix von
Kulturen und Sprachen.
Das nördlich gelegene, niederländischsprachige Flandern bleibt der wirtschaftliche Motor
des Landes: als Top-Wachstumsregion ist es international etabliert als Logistik- und
Distributionszentrum. Rund um den Antwerpener Hafen (der zweitgrößte in Europa) haben
sich neben der chemischen und der Mineralölindustrie auch zahlreiche andere
Unternehmen niedergelassen (z.B. in den Bereichen Pharma und Biochemie), die sich auf
die exzellente Infrastruktur verlassen, um ihre Produkte herzustellen und zu verteilen. Die
14
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
flämische Textilindustrie ist traditionell stark; andere wichtige Branchen sind die
Automobilindustrie, Metall und Diamanten.
Das frankophone, im Süden gelegene Wallonien ist seit 2004 stark bemüht, seine ehemals
industrielle Wirtschaft völlig neu auszurichten. Dabei hilft der so genannte wallonische
Marshall-Plan, der die Konkurrenzfähigkeit der Region beleben soll und bereits zu kräftigen
Wachstumsraten geführt hat. In den letzten Jahren haben sich viele Firmen in der Wallonie
niedergelassen, zum Beispiel um Industrie- und Gewerbeparks zu gründen oder um in die
Bereiche Wissenschaft/Forschung und Logistik/Distribution zu investieren. Das ist zum Teil
auf niedrige Immobilienkosten und die geographische Lage zurückzuführen. Natürlich
bieten auch die direkt an der Grenze gelegenen, deutschsprachigen Ostkantone (um die
Stadt Eupen) einen interessanten kleinen Nischenmarkt.
Brüssel-Hauptstadt ist die einzige offiziell zweisprachige Region. Die Hauptstadt Belgiens
ist gleichzeitig auch die von Flandern, und natürlich von Europa: durch die EU, NATO und
Niederlassungen zahlloser internationaler Firmen ist die Stadt zu einer lebhaften Metropole
geworden mit perfekter Verkehrsanbindung (Fernzüge, Autobahnen, zwei internationale
Flughäfen, Binnenschifffahrt) an Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien
und Luxemburg.
Allgemein ist Belgien ein sehr offener, unternehmerfreundlicher und international
orientierter Markt, der potentiellen Investoren attraktive Steuervorteile bietet bei
minimalem administrativen Aufwand. In den Jahren vor der internationalen Wirtschaftsund Finanzkrise erzielte Belgien ein hervorragendes reales BIP-Wachstum, und die
belgische Wirtschaft schnitt über dem EU-Durchschnitt ab, wobei insbesondere der
boomende
Bausektor
die
Wirtschaft
in
diesem
Zeitraum
stark
ankurbelte.
Der Dienstleistungssektor ist in Belgien der größte Arbeitgeber (über 75% aller
Beschäftigten); während in Flandern immer mehr Menschen in Bereichen wie im
Bankwesen, Handel und Tourismus arbeiten, schaffen in Wallonien auch Branchen wie
Immobilien, Gesundheits- und Sozialwesen oder Kfz-Reparatur Arbeitsplätze. In Brüssel
sind über die Hälfte der Arbeitnehmer Pendler aus den anderen beiden Regionen, die z.B.
in der Öffentlichen Verwaltung, bei Banken, Versicherungen, Beratungsfirmen, im Handel
sowie bei ausländischen Einrichtungen und der EU arbeiten.
15
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
2.3 Wirtschaftsbeziehungen Deutschland – Belgien
Deutschland ist traditionell einer der wichtigsten Handelspartner Belgiens, häufig Kopf an
Kopf mit den Niederlanden. Es folgen Frankreich und mit großem Abstand Großbritannien,
die USA und Italien.
Deutsche Ausfuhren nach Belgien wuchsen 2008 um stolze 10% auf 51,6 Mrd. €. Die
wichtigsten Exporte stellten chemische Erzeugnisse, Arzneimittel, Transportausrüstungen
und Maschinen/Ausrüstungen dar. Aus deutscher Importsicht nahm Belgien 2008 insgesamt
den 7. Platz ein, mit einem Volumen von 39,8 Mrd. € (2007: € 36,3 Mrd. €). Die folgende
Tabelle zeigt die deutschen Exportgüter nach Belgien (Stand 2008). Belgien exportiert
hauptsächlich chemische Erzeugnisse, Kraftwagen und –teile, Eisen und Stahlerzeugnisse
und Nahrungsmittel nach Deutschland.
Tabelle 1: Exportgüter (von Deutschland nach Belgien)
Deutsche
Branche
Ausführgüter
2008 (% der
Gesamtausfuhr)
Chemische Erzeugnisse
35
Arzneimittel
22
Kraftwagen und Kraftwagenteile
13
Maschinen / Ausrüstungen
8
Chemikalien
5
Erzeugnisse des Ernährungsgewerbes
4
Eisen und Stahl
4
Sonstige
9
Quelle: GTaI
2.4 Investitionsklima und –förderung in Belgien
Belgien wurde 2007 zum „globalisiertesten Land der Welt“ gekürt, trotz der auf den ersten
Blick komplizierten Verwaltungsstruktur. Das Land ist und bleibt ein sehr attraktiver
Investitionsstandort: das logistische Tor nach Deutschland, Frankreich, die Niederlande,
16
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Luxemburg und andere EU-Länder für den weiteren Vertrieb von Waren. Das hat zu einem
flexiblen Regelwerk geführt, was Einfuhr und Vertrieb betrifft. So lockte Belgien 2006 z.B.
mehr ausländische Investoren an als China. Durch die Anwendung von zusätzlichen
„fiktiven Steuererleichterungen“ (notional interest deduction) bietet Belgien deutschen
und anderen Investoren attraktive Steuervorteile, verbunden mit der Möglichkeit, in
kürzester Zeit ein Unternehmen anzumelden.
Nach der wirtschaftlichen Krise in den 70er Jahren ist es Belgien durch eine gezielte
Förderungspolitik gelungen, eine Diversifizierung zu erreichen und ausländische Investoren
zu gewinnen. Seit dieser Zeit haben sich rund 14.000 ausländische Betriebe niedergelassen,
darunter
viele
Weltkonzerne,
die
Belgiens
liberales
Wirtschaftsklima
und
hohe
Produktivität zu schätzen wissen. Heutzutage sind über 30% der belgischen Firmen in
ausländischem Besitz. Der Energiesektor beispielsweise ist französisch dominiert, während
der Bankensektor in niederländischer Hand liegt. Die Entscheidung für eine Investition in
Belgien wird auch durch die zentrale Lage, die erstklassige Infrastruktur, die gut
ausgebauten
Hafenanlagen
(z.B.
Antwerpen,
Zeebrugge,
Lüttich),
das
hohe
Ausbildungsniveau (Mehrsprachigkeit, gute Universitäten und Forschungsinstitute), die
politische Stabilität sowie die zahlreichen internationalen Institutionen positiv beeinflusst.
Die Erstanlaufstellen für ausländische Investoren in Belgien sind die regionalen
Regierungen und ihre Handelsagenturen: Flanders Investment and Trade, Agence wallonne
de l´exportation et aux investissements étrangers, und die Brussels Export Agency.6
Flandern bietet Subventionen an, um in- und ausländische Unternehmen zu Investitionen
anzuregen. Diese hängen von der Unternehmensgröße und vom Investitionsstandort ab.
Um sich für Bezuschussungen zu qualifizieren, müssen klein- und mittelständische Betriebe
eine
Anzahl
von
Kriterien
Investitionsmindestbeträge
erfüllen
abhängig
und
von
sich
an
Bestimmungen
Unternehmensgröße,
halten
keine
(z.B.
staatliche
Firmenbeteiligung über 25%, Umweltgesetze, Schutz des geistigen Eigentums, usw.).
Projekte von Groβunternehmen in flämischen EU-Entwicklungszonen müssen ökologische,
ökonomische und soziale Kriterien erfüllen.
In Wallonien sorgt der bereits erwähnte Marshall-Plan dafür, dass die Wirtschaft durch
staatliche Förderung von bestimmten Wirtschaftszweigen, Forschung und Entwicklung
sowie Ausbildung und Unternehmensgründungen neu belebt wird. Es gibt dort ebenfalls ein
6
Genauere Angaben siehe www.investinflanders.com, www.investinwallonia.com,
www.investinbrussels.com
17
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
attraktives Subventionssystem, abhängig vom strategischen (Standort)-Wert des Projektes.
In bestimmten Entwicklungszonen ist es möglich, sowohl von regionalen als auch von
europäischen Fördermitteln zu profitieren.
Außerdem können sich Unternehmen für
Gelder bei der Investitionsgesellschaft der Wallonischen Regierung bewerben, die
Investitionen zu Marktbedingungen finanziert und etwaige Anträge aller Aktivitätsbereiche
individuell prüft.7
Die Hauptstadtregion Brüssel, seit 1958 Sitz der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
(heute Europäische Union) und der NATO, zieht als de facto „Hauptstadt Europas“
natürlich besonders viele internationale Firmen an, deren Mitarbeiter zum Teil über eine
sehr hohe Kaufkraft verfügen. Englisch ist in diesem Milieu weit verbreitet als
Geschäftssprache.
Fördermittel
Investitionsfinanzierung:
es
gibt
hängen
ab
eine
Anzahl
von
der
Art
verschiedener
und
Weise
der
Subventionen
und
Investitionsprämien sowie Zusatzgelder zur Förderung bestimmter Sektoren.
7
Mehr auf der Webseite der Société d´Investissement de Wallonie, www.sriw.be
18
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
3. Energiemarkt Belgien
3.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
Der Markt für die Stromerzeugung wurde in den vergangenen Jahren durch eine Serie
wichtiger Initiativen zur Förderung des Wettbewerbs und der Sicherstellung der Versorgung
geprägt.
2005 hat die föderale Regulierungskommission für den Strom- und Gasmarkt (CREG) ein
vom Ministerium für Energie genehmigtes Programm zur Stromproduktion bis 2014
vorgelegt. Darin werden verstärkte Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien und
Energiegewinnung
durch
Kraft-Wärme-Kopplung
sowie
dem
Import
von
Energie
vorgeschlagen, um die zukünftige Nachfrage zu decken. Im gleichen Jahr wurde dieses
Programm unter dem Namen Etude sur les perspectives d’approvisionnement en électricité
angenommen und ab 2007 von der Direction générale de l’ENERGIE in Zusammenarbeit mit
dem Bureau fédéral du Plan ausgeführt.
Eine gute Übersicht der langfristigen Ziele der belgischen Energiepolitik bietet der Bericht
der föderalen Kommission für Energiepolitik (Commission ENERGY 2030), die unter
Federführung des föderalen Öffentlichen Dienstes für Wirtschaft, KMUs, Mittelstand und
Energie (Service public fédéral Economie, PME, Classes Moyennes et Energie / Federale
overheidsdienst Economie, KMO, Middenstand en Energie) zusammen kommt. Der
Bericht mit dem Titel Belgium's Energy Challenge Towards 2030 ist in englischer
Sprache auf der Website der Kommission für Energiepolitik zusammengefasst.8
Als wichtige mittelfristige Ziele wurden der Ausstieg aus der Atomenergie zwischen 2015
und 2025 sowie die Verpflichtung zur deutlichen Reduzierung des CO2 -Ausstoßes, die mit
der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls einhergeht, genannt. Allerdings wird der komplette
Atomenergieausstieg aufgrund der Konsequenzen, die dieser für Wirtschaft und Versorgung
mit sich bringen könnte, inzwischen wieder in Frage gestellt: der neue Minister für Energie
und Klima, Paul Magnette, jedenfalls spricht sich für einen Erhalt der Atomkraftwerke aus,
da diese insgesamt wesentlich sauberer seien als Gas- oder Kohlewerke und somit sogar
notwendig, um Belgiens Klimaziele zu erreichen. Es bleibt aktuell unklar, ob diese Option
tatsächlich verfolgt werden soll oder nicht.9
8
Für das Executive Summary des Berichts, siehe
http://www.ce2030.be/public/documents_publ/CE2030%20Exec%20Summ%20(incl%20C&R)_FINAL.p
df
9
“Waste not, want not?”, The Bulletin, April 17, 2008, p.41.
19
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Außerdem wird im oben genannten Bericht der Ausbau von Offshore-Anlagen zur
Windenergienutzung genannt. Hier will Belgien bis 2030 gar eine Vorreiterrolle in Europa
einnehmen, und mehrere größere Projekte sind bereits im Gange, an denen Electrabel und
andere Akteure beteiligt sind.
Natürlich ist in diesem Zusammenhang insbesondere der rationelle Gebrauch von Energien
ein heiß diskutiertes Thema, welches von Jahr zu Jahr mehr politische Beachtung findet.
3.2 Energiepreise
Die Energiepreise haben sich in Belgien in den letzten Jahren unterschiedlich stark
entwickelt. Im Allgemeinen lagen die Preise in den vergangenen fünf Jahren für
Elektrizität etwas über und für Gas leicht unter dem europäischen Durchschnittsniveau.
Die Preise für 1 Gigajoule auf dem Gasmarkt sowie 100kWh auf dem Elektrizitätsmarkt
setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: die Unternehmen Elia und Fluxys,
Betreiber der beiden Übertragungsnetze im Strom- und Gasmarkt, berechnen eine
Transmissionsgebühr, die Verteilungsnetzbetreiber eine Distributionsgebühr. Da jeder
Verteilungsnetzbetreiber seine Gebühr selbst festsetzt, kann sich also - nach einem
Zuschlag für sozial Schwache und der Mehrwertsteuer - örtlich ein unterschiedliches
Preisniveau ergeben.
Die aktuellen Gebühren der Verteilungsnetzbetreiber können bei der föderalen Regierung
nachgefragt werden. Hier findet man auch eine Übersicht des Energiepreisniveaus der
letzten Jahre und seine Entwicklung.10
Die föderale Regulierungsbehörde hat die Konsumenten in verschiedene Klassen
eingeordnet,
um
Privathaushalte
die
Preise
deren
Bedürfnissen
existieren fünf Untergruppen,
entsprechend
festzusetzen.
Für
die nach ihrem durchschnittlichen
Jahresverbrauch und der Größe der Wohnfläche geordnet sind. Für Unternehmen bestehen
ähnliche Eingruppierungen, die sich nach dem Jahresverbrauch bzw. der Maschinenlaufzeit
richten.
Der Elektrizitätspreis entwickelte sich für Haushalte relativ gleichmäßig. Anfang 2008
bewegte er sich zwischen 11,81€/100kWh (exkl. MWSt)
10
und 21,53€/100kWh. Für die
http://mineco.fgov.be/energy/home_en.htm
20
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Unternehmenskunden
entwickelte
sich
der
Preis
unterschiedlich.
Während
Kleinverbraucher 2008 einen stetigen Preisanstieg bis auf 15,50€/100kWh (exkl. MWSt)
erlebten, betrug der Preis für Großverbraucher Anfang 2008 6,66€/100kWh.
Die Preise für Erdgas lagen Anfang 2008 zwischen 4,40€/100GWh und 6,98€/100GWh (exkl.
MWSt) für Groß- bwz. Kleinverbraucher sowie zwischen 3,17€ und 4,55€ (exkl. MWSt) für
Unternehmenskunden.11
Langfristig gesehen ist kein Ende dieser Entwicklung in Sicht. Durch den weltweit
wachsenden Bedarf und die analoge Verknappung der Rohstoffvorkommen werden die
Energiepreise zwangsweise weiter steigen. Der teilweise Ausstieg aus der Kernenergie und
der dadurch notwendige Ausbau der Gewinnung regenerativer Energien verursachen zudem
Kosten, die sich durch Steuererhöhungen auf den Endverbraucher auswirken.
3.3 Marktakteure
Der seit 1. Januar 2007 vollständig liberalisierte Energiemarkt ist stark polarisiert. In der
Elektrizitätssparte stellen die drei größten Produzenten beinahe die gesamte Kapazität,
wobei Electrabel alleine etwa 70% gehören. Die Tatsache, dass das Unternehmen als
ehemaliger Monopolist eine marktbeherrschende Stellung ausübt, stellt ein Problem für die
fortschreitende Marktliberalisierung dar. Zudem hält Electrabel Anteile an verschiedenen
Verteilungsnetzbetreibern, die je nach Region entweder in verschiedenen Zweckverbänden
organisiert sind oder autonom handeln.
Diese Zweckverbände werden häufig auch als so genannte Interkommunale bezeichnet, ein
Zusammenschluss mehrerer Kommunen, die das regionale Verteilernetz gemeinsam
verwalten. Neuerdings wird in diesem Zusammenhang einfach von Netzbetreibern
gesprochen.
Bei den Interkommunalen oder
Organisationsformen
unterschieden:
Netzbetreibern wird zwischen zwei
Interkommunale
ohne
Beteiligung
von
Privatunternehmen sowie Interkommunale, die bei der Erfüllung ihrer Aufgaben mit
Privatunternehmen zusammenarbeiten. Diese Interkommunalen werden häufig auch als
gemischte Interkommunale bezeichnet. Besteht eine solche Vereinigung nur aus einer
einzigen Kommune, wie z.B. in Wavre, spricht man von einer Régie.
11
http://economie.fgov.be/fr/statistiques/chiffres/energie/statistiques/prixelectricite/index.jsp
21
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
In Wallonien sind die neun gemischten Betreiber Intermosane, Interest, Interlux, IDEG, IEH,
IGH, Gaselwest, Sédilec und Simogel im Verband Netmanagement zusammengeschlossen
und nutzen Electrabel als gemeinsamen Finanz- und Industriepartner. Die anderen
wallonischen Verteilernetzverwalter AIEG, AIESH, ALE, ALG, PBE und die Régie
d’électricité de Wavre befassen sich autonom mit der Ausführung betrieblicher Aktivitäten.
In Flandern sind ebenfalls neun gemischte Verteilernetzbetreiber Gaselwest, IGAO, IMEA,
Imewo, Intergem, Intermosane, Iveka, Iverlek und Sibelgas im Verband Eandis organisiert.
Außerdem sind die betrieblichen Aktivitäten der Netzbetreiber Interelectra, Iveg und
WVEM im Verband Infrax zusammengefasst. Die anderen flämischen Verteilernetzbetreiber
PBE, Havenbedrijf Antwerpen und AGEM befassen sich ausschließlich mit der betrieblichen
Ausführung.
In Brüssel-Hauptstadt ist Sibelga ebenfalls ein gemischter Betreiber und der einzige Akteur.
Allgemein betrachtet weisen die Gas- und Elektrizitätsmärkte einige Gemeinsamkeiten auf,
was angesichts der Tatsache, dass viele derselben wirtschaftlichen Akteure in beiden
Sektoren tätig sind, nicht überrascht. In Flandern stellen drei Lieferanten einen
Marktanteil von beinahe 95%, während es in Wallonien mehr Wettbewerb unter den vier
größten Lieferanten gibt, die einen Anteil von 63% an dem Teil des Lieferantenmarktes,
der dem Wettbewerb offen steht, besitzen.
Electrabel (Strommarkt Nr. 1, Gasmarkt Nr. 2) fusionierte 2005 mit der französischen SuezGruppe. Da Suez damit Eigentümer von Electrabel wurde, ist der belgische Strom- und
Gasmarkt stark betroffen von der Fusion zwischen Suez und dem ebenfalls französischen
Unternehmen Gaz de France (GDF). Zudem war Suez erheblich am wichtigsten belgischen
Gasversorger Distrigaz beteiligt und kontrolliert Elia und Fluxys, die das Hochspannungsund Erdgasnetz verwalten. GDF besitzt ein Viertel der Aktien von SPE Luminus, dem
zweitgrößten belgischen Energieversorger.12
12
Natürlich gab es weitere Bedingungen für die Fusion. Im Vorfeld der Fusion hatte Suez unter
anderem versprochen, seine mehrheitliche Beteiligung bei Distrigaz aufzugeben, damit auf dem
Gasmarkt mehr Wettbewerb möglich wird. Vor kurzem wurde Distrigaz an die italienische ENIGruppe verkauft. Außerdem erklärte sich Suez bereit, die Kontrolle über Netzbetreiber Fluxys
aufzugeben, den Atomstrommarkt für andere Mitbewerber zu öffnen und Atomstrom aus Doel und
Tihange zur Verfügung zu stellen. Gaz de France dagegen wolle sich ganz aus SPE Luminus
zurückziehen.
22
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Die belgische Regierung hat außerdem beschlossen, die bisher nicht oder kaum genutzten
Produktionsstandorte den neuen Teilnehmern auf dem Elektrizitätsmarkt zum Verkauf
anzubieten, um dadurch weitere Produktionskapazitäten zu schaffen. Somit wurde
vereinbart, dass der frühere staatliche Energieversorger und Marktführer für die Produktion
von Strom und Gas, Electrabel, diese Standorte mit einer Kapazität von 1500 MW
ausstattet und zur Verfügung stellt. Ein Kraftwerk in Beringen wurde bereits an EON
verkauft, für weitere Produktionsstätten (Sint-Pieters-Leeuw und Marchienne-au-Pont) sind
Kaufverhandlungen seit geraumer Zeit im Gange.13
Insgesamt (Stand Dezember 2007) sind 12 Firmen von der föderalen Regierung autorisiert,
in Belgien Strom an Endverbraucher zu liefern. Bei natürlichem Gas umfasst die Liste 24
Unternehmen, wobei sich diese Genehmigungen teilweise nur auf bestimmte Regionen
beziehen. Aus Deutschland sind die Ruhrgas AG und die Wingas GmbH auf dem Gasmarkt
sowie die E.ON Sales & Trading GmbH, die Unternehmen RWE Key Account GmbH und RWE
Solutions AG auf dem Strommarkt vertreten.14
Bei den beiden Netzen für die Versorgung mit Erdgas und Elektrizität wird jeweils zwischen
Verteiler- und Transformationsnetz unterschieden. Deren Leistungsvermögen und Aufgaben
weichen voneinander ab; außerdem fällt auch die Überwachung in unterschiedliche
Zuständigkeitsbereiche.
Auf dem Elektrizitätsmarkt wird der Transport vom Produzenten zu Großkunden und
Verteilungspunkten
durch
das
Übertragungsnetz
gewährleistet.
Dieses
mit
einer
Netzspannung von 70 bis 380 kV betriebene Netz unterliegt der Aufsicht des föderalen
Ministers für Wirtschaft, Paul Magnete, und wird von dem Privatunternehmen Elia
verwaltet. Von den Verteilungspunkten (Umspannwerke) gelangt der Strom anschließend
über die verschiedenen Verteilernetze zum Kunden.
Die Verantwortung für die Verteilungsstromnetze (mit einer Spannung unter 70kV) liegt bei
den Regionen und fällt daher in den Zuständigkeitsbereich der oben genannten regionalen
Regulierungsbehörden. Durch die Regionen ist Elia ebenfalls beauftragt, die Stromnetze
von 30 bis 70 kV zu verwalten. Für die Verwaltung der Verteilungsnetze mit niedriger
Spannung (bis 1kV) und der Verteilnetze mit mittlerer Spannung (zwischen 1 und 70 kV)
13
Siehe http://www.electrabel.be/code/asp/fr/pressreleases/overview.asp für die neuesten
Pressemitteilungen bezüglich Electrabel.
14
Siehe http://www.vreg.be/vreg/documenten/Franse%20website/472262007.pdf
23
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
bestehen
ca.
15
Unternehmen
in
den
Regionen
mit
der
bereits
erwähnten
unterschiedlichen Organisationsstruktur.
Das belgische Versorgungsnetz für Erdgas ist ähnlich wie das Elektrizitätsnetz strukturiert.
Von den Eintrittspunkten aus den Erzeugerländern wird das Gas meist in flüssiger Form
über das Transportnetz zu Zwischenlagerstätten und Entspannungsstationen, den
Bindegliedern zu den feinmaschigen Verteilernetzen, befördert.
Hierfür ist der Netzbetreiber Fluxys zuständig, der 2001 aus der Spaltung von Distrigaz in
zwei verschiedene Organisationen entstanden ist. Wie Elia auf dem Elektrizitätsmarkt wird
auch Fluxys von der föderalen Aufsichtsbehörde CREG überwacht. Die regionalen
Regulierungsbehörden wiederum wachen über die Verteilernetzbetreiber, die das Erdgas
zum Verbraucher befördern. Diese sind, wie auch die Transportnetzbetreiber, gesetzlich
von der Produktion und der Versorgung getrennt und für Verwaltung, Wartung und
Entwicklung ihres Netzes selbst verantwortlich.
3.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen
Der belgische Energiemarkt wurde in den letzten 15 Jahren wesentlichen Änderungen
unterworfen. Das Sondergesetz vom 8. August 1980 regelt die Zuständigkeiten der
föderalen und regionalen Regierungen auf dem Energiemarkt.
Wie oben erwähnt, sollen nach dem Beschluss der föderalen Regierung aus dem Jahre 2003
belgische Kernkraftwerke schrittweise vom Netz genommen werden (Gesetz zum
schrittweisen Atomausstieg vom 31. Januar 2003, erschienen im belgischen Staatsblatt am
28. Februar 2003). Außerdem wurde der Markt durch den Liberalisierungsprozess von 1999
bis 2007 neu organisiert (Gesetz vom 29. April 1999 bezüglich der Organisation des
Energiemarktes, erschienen im Belgischen Staatsblatt am 11. Mai 1999). Mit diesem
Einschnitt in der Energiepolitik Belgiens sind weitere Maßnahmen verbunden, die die
Marktsituation grundlegend verändern werden.
Durch Unterzeichnung des Kyoto-Klimaprotokolls hat sich die EU verpflichtet, bis Ende
2010 die Emission der Treibhausgase um 8% zu reduzieren im Bezug auf das Basisjahr 1990.
In Belgien beläuft sich das nationale Ziel auf eine Reduzierung von 7,5%.
24
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Der seit Anfang 2007 komplett liberalisierte Energiemarkt wird von verschiedenen
Aufsichtsbehörden überwacht, die auf die Anwendung der entsprechenden Gesetze und
Maßnahmen achten und die Tarifpolitik regulieren.
Der belgische Föderalstaat verfügt lediglich über eine allgemeine Zuständigkeit für die
Bereitstellung von Energie, d.h. für Bereiche wie
-
Nachhaltige Entwicklung und nationale Aktionspläne
-
Koordination und Vergleich regionaler Energieeffizienz-Aktivitäten
-
Energieproduktion (mit Ausnahme ‚Grüner Energie’)
-
Regulierung des Energiemarktes
-
Nationale Infrastruktur (Versorgungsnetze mit einer Spannung von mehr als
70kV)
-
Preise und Steuern (vor allem der Minimalpreis für grünen Strom)
-
Alle Aspekte von Normierung und Lizenzierung
-
Atompolitik
Die drei Regionalregierungen dagegen verfügen über eine eigene legislative und exekutive
Gewalt mit wichtigen Kompetenzen in der Energiepolitik. Darunter fallen z.B. auch die
folgenden Punkte:
-
Energieeffizienz
-
Erneuerbare Energien
-
Umweltschutz und Abfallpolitik
-
Verteilung und Transport von Elektrizität mittels Netzen mit bis zu 70kV
-
Öffentliche Verteilung von Gas
-
Fernwärmeverteilernetze
-
Quellen erneuerbarer Energien (außer Atomenergie)
-
Energienutzung
-
Nutzung von Gruben- und Hochofengasen, Aufwertung von Abraumhalden
-
Soziale Aspekte
-
Implementierung
nationaler
Grenzen
und
Gesetzgebung
bezüglich
der
Interkommunalen.
Auf föderalem Niveau wacht die Aufsichtsbehörde CREG (Commission de Regulation de
l’Electricité et du Gaz/Commissie voor de Regulering van de Electriciteit en het Gas)
darüber, dass alle Marktteilnehmer die Regeln des liberalisierten Energiemarktes
einhalten.
25
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
In den Regionen sind damit die regionalen Regulierungsbehörden CWaPE (Commission
Wallone pour l’Energie) in Wallonien, VREG (Vlaamse Reguleringsinstantie voor de
Elektriciteits- en Gasmarkt) in Flandern und BRUGEL (BRUxelles Gaz ELectricité/BRUssel
Gas ELektriciteit) in der Hauptstadt beauftragt.
3.5 Stromerzeugung und –verbrauch
Was den Energieverbrauch betrifft, so macht der Anteil der Elektrizität 17% und jener von
Erdgas 26% an der gesamten konsumierten Energie aus (Stand 2007). Während der
belgische Strommarkt verschiedenen Veränderungen unterliegt, werden im Bereich der
Gasproduktion nur sehr wenige Aktivitäten unternommen. Der gesamte Bedarf an Erdgas
wird aus dem Ausland importiert, insbesondere aus Norwegen, den Niederlanden und
Algerien. Angesichts der Rohstoffknappheit bedeutet das auch für Belgien eine große
Abhängigkeit von globalen Energiepreisfluktuationen.
Erdöl, welches hauptsächlich aus Russland und dem Nahen Osten stammt, hält eine
dominierende Stellung im Gesamtenergieverbrauch (49%) und sichert hauptsächlich die
Deckung des Bedarfs in den Sektoren Transport und Rohstoffwirtschaft. Elektrizität und
Erdgas dagegen spielen die Hauptrolle in Industrie und Haushalten.
Seit dem Jahr 2004 geht der Energieverbrauch in Belgien leicht zurück. Die Tendenzen
beim Energieverbrauch sind für die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich:
-
ein starker Rückgang bei der Nutzung von festen Brennstoffen (-10,7%)
-
ein Rückgang bei der Nutzung von Benzin (-3,0%)
-
ein sehr leichter Rückgang bei der Gasnachfrage (-0,5%)
-
eine verstärkte Nachfrage nach Nuklearenergie (+3,4%)
-
ein großer Zuwachs an Erneuerbaren Energien (+27,2%)
-
ein Rückgang von Elektrizitätsimporten von -16,1% wobei ein Zuwachs and
Brutto-Elektrizitätserzeugung zu verzeichnen war (+3,8%)
-
ein
Rückgang
der
Nutzung
fester
Brennstoffe,
die
weniger
für
die
Stromerzeugung (-16 %) und die Eisenverhüttung genutzt werden (-10,8%)
Insgesamt ist ein starker Anstieg bei der Nutzung von Erneuerbaren Energien sowie von
Nuklearenergie zu verzeichnen.
26
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Aufgrund eines milderen Klimas sind außerdem die Öl- sowie Gaslieferungen für private
Haushalte stark zurückgegangen (-16,9% und -5,1% respektive).
27
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tabelle 2: Primärenergieverbrauch (brutto)
2006
2007
Veränderung
in 1000 TÖGW
in 1000 TÖGW
in % 06/07
Festbrennstoffe
5.165
4.612
-10,7
Erdöl
23.782
23.073
-3,0
15.044
14.969
-0,5
12.154
12.566
+3,4
+ 960
+ 682
-29,0
2.293
2.917
+27,2
59.398
58.819
-1,0
Erdgas
1)
Kernenergie
1)
andere
(Primärenergie)
2)
Erneuerbare
Energien
3)
Gesamt
Quelle : SPF Economie, P.M.E., Classes moyennes et Energie (TÖGW = Tonnen-Öl-Gleichwert)
1) unterer Heizwert für Erdgas und 33% Primärertrag von Kernkraftwerken
2) (-) = Nettoexporte, (+) = Nettoimporte
3) Datengrundlage: Energieproduzenten und jährlicher AIE (Agence internationale de l'énergie)/EurostatFragebogen über Erneuerbare Energien; die Daten beinhalten industrielle Abfälle (mit Ausnahme der
Erdölmenge, die bereits in die Erdölbilanz aufgenommen wurde) sowie nicht erneuerbare Siedlungsabfälle.
Tabelle 3: Marktanteile der Energiequellen
in %
2006
2007
Festbrennstoffe
8,7
7,8
Erdöl
40,0
39,2
Erdgas
25,3
25,4
Kernenergie
20,5
21,4
andere (Primärenergie)
1,6
1,2
Erneuerbare Energien
3,9
5,0
Quelle : SPF Economie, P.M.E., Classes moyennes et Energie
28
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
3.6 Erneuerbare Energien
Im Jahr 2007 wurden in Belgien nur 4,6% der gesamten Energieproduktion aus Erneuerbaren
Energien gewonnen. Hiervon machte die Biomasse mit 2,1% an der gesamten
Energieproduktion den Großteil aus, dicht gefolgt mit 1,9% von den Wasserkraftwerken.
Dementsprechend sind die restlichen Erneuerbaren Energien mit damals 0,6% an der
Energieproduktion derzeit noch zu vernachlässigen und tauchen in vielen Statistiken nicht
auf. Dies hat sich in den letzten beiden Jahren nicht nennenswert verändert.
Die untenstehende Grafik, die die Struktur der Produktion von Erneuerbaren Energien
darstellt, verdeutlicht dies.
Abbildung 1: Struktur der Produktion von Erneuerbaren Energien in Belgien (2007)
Biomasse
Wasserkraft
Windkraft
Quelle: Observ’ER und EDF (2008)
Im weltweiten und auch im europaweiten Vergleich sind die belgischen Wachstumsraten,
was die Nutzung von Erneuerbaren Energien betrifft, sehr hoch, wie in der folgenden
Tabelle deutlich wird. Allerdings muss dabei natürlich mit in Betracht gezogen werden –
gerade im europaweiten Vergleich – dass die Ausgangsposition Belgiens als sehr niedrig
einzustufen war. Hohe Wachstumsraten sind also notwendig, um zur europäischen
Durchschnittsproduktion durch Erneuerbare Energien aufzuschließen.
29
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tabelle 4: Produktionswachstumsraten der Erneuerbaren Energien 1997/2007
Welt
97/07
EU
06/07
97/07
Belgien
06/07
97/07
06/07
Geothermie
4,0 %
5,0 %
4,0 %
2,8 %
-
-
Windenergie
29,6 %
29,4 %
30,2 %
25,9 %
49,7 %
42,1 %
Biomasse
6,7 %
8,4 %
13,2 %
18,7 %
21,0 %
3,1 %
Photovoltaik
36,0 %
40,4 %
49,7 %
64 %
59,6 %*
66 %
Solarthermie
2,7 %
20,9 %
-
-
-
Wasserkraft
1,9 %
2,1 %
- 0,4 %
- 0,8 %
2,8 %
3,7 %
Gesamt
2,6 %
3,6 %
3,4 %
6,7 %
10,0 %
7,2 %
-
Quelle: Observ’ER und EDF (2008), * Wachstumsrate von 2003/2007
3.7 Investitionsklima im nationalen und europäischen Kontext des Energiebereichs
Grundsätzlich gibt es durch den vielschichtigen belgischen Staatsaufbau mehrere
Institutionen, die Fördermaßnahmen für den Bereich Erneuerbare Energien (sowie
Energieeffizienz) verabschieden. Sowohl die föderale Regierung als auch die Regionen
verfügen über Kompetenzen. Aufgrund der föderalen Struktur Belgiens werden die meisten
Förderprogramme auf Ebene der drei Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel Hauptstadt
durchgeführt. Die am häufigsten verwendeten Förderinstrumente in Belgien sind
Investitionszuschüsse,
Steuererleichterungen,
Anreize
im
Bereich
Forschung
und
Entwicklung sowie Beschäftigungsanreize. Zum Teil sind die Maßnahmen aber auch national
vereinheitlicht: es gibt beispielsweise ein allgemeines Programm für rationellen
Energieverbrauch.15
Das Programm „Intelligente Energie - Europe“ fördert beispielsweise die verstärkte
Nutzung von neuen und erneuerbaren Energiequellen sowie die Steigerung der
Energieeffizienz. Außerdem möchte das Programm dazu beitragen, mehr Investitionen in
neue Technologie fließen zu lassen, um die Kluft zwischen innovativen Technologien und
ihrem tatsächlichen Eintritt in den breiten Massenmarkt zu schließen.16
Grundsätzlich steht der belgische Markt auch nicht-belgischen Unternehmen offen.
Ausländische
Unternehmen
mit
der
nötigen
finanziellen
und
wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit können sich direkt an Ausschreibungen in den Bereichen Energieeffizienz
15
Siehe www.nrwbank.de/eufoerderung
16
Siehe www.ib-sh.de/europa
30
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
oder Erneuerbare Energien beteiligen. In Abhängigkeit der Ausschreibungen müssen die
notwendigen Dokumente in der Regel jedoch entweder in Niederländisch oder Französisch
eingereicht werden, da Flandern und Wallonien einsprachig operieren (allerdings ist von
Fall zu Fall die Nutzung von Englisch möglich).
Den Unternehmen stehen auch die europäische elektronische Ausschreibungsdatenbank
TED (Tenders Electronic Daily, ein Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union) und
die belgische Ausschreibungsdatenbank zur Verfügung. Die Verdingungsunterlagen können
direkt bei der ausschreibenden Stelle angefordert werden. 17
Deutsche Firmen, die Geschäftsbeziehungen nach Belgien aufbauen wollen, sollten eine
mit ihren Produkten und Dienstleistungen kompatible Markteintrittsstrategie erarbeiten
und sich immer vor Auge behalten, dass trotz stetiger Harmonisierung wichtige regionale
Unterschiede verbleiben.
So verändern sich z.B. die Summen und Konditionen der angebotenen regionalen Prämien
jedes Jahr, was Haushalte und Firmen dazu bewegen kann, bestimmte Investitionen in
einem
gegebenen
Kalenderjahr
vorzuziehen.
Allerdings
ist
gerade
im
Bereich
Energieeffizienz das Thema Rentabilität sehr wichtig, weswegen die momentan
bestehenden Anreize in den kommenden Jahren noch verstärkt werden sollen, damit sich
mehr und mehr Belgier dazu entscheiden, energieeffiziente Technologien und Materialien
anzuwenden.
3.8 Neue Entwicklungen auf dem Energiemarkt
1999 wurde die AMPERE Kommission (la Commission pour l’Analyse des Modes de
Production de l’Electricité et le Redéploiement des Energies) gegründet. Die Kommission
hatte folgende Aufgaben :
•
Analysieren der Wirtschafts- und Energiepolitik im internationalen Kontext.
Bewertung der aktuellen Trends im Energiebereich und die zu erwartende
Entwicklung in Belgien.
•
Bewertung der aktuellen Nachfrage nach Strom in Belgien und Entwicklung
langfristiger Lösungsmöglichkeiten für die Deckung des belgischen Bedarfs.
•
Studien über bereits verwendete alternative Energiesysteme. Untersuchung ihrer
Elektrizitätsleistung im Hinblick auf den beschlossenen Ausstieg Belgiens aus der
17
Siehe http://ted.europa.eu, Bulletin der aanbestedingen / Bulletin des adjudications, siehe
unter http://www.ejustice.just.fgov.be/cgi_bul/bul.pl)
31
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Atomkraft und die dadurch entstehenden Lücken in der Energieproduktion
(Kernenergie deckt 60% des belgischen Energiebedarfs).
Aus den Analysen der Kommission ging hervor, dass bis Ende 2010 insgesamt gesehen 6%
des belgischen Bruttoelektrizitätsverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen sollen.
Regional wurden Ziele für erneuerbare Elektrizität von 7% in Wallonien (bis Ende 2007), 6%
in Flandern (bis 2010) und 2,5% in Brüssel (bis Ende 2006) festgesetzt. Im Rahmen
internationaler Richtlinien zur Treibhausgasbekämpfung verpflichtet sich die EU, ihre
Energiebilanz kontinuierlich zu verbessern. Durch das zumindest teilweise Abschalten der
Kernkraftwerke sind in Belgien in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen in neue
Technologien erforderlich.
Aufgrund des unsparsamen Energieeinsatzes wurde Belgien bereits zum wiederholten Male
von der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) kritisiert, was
ebenfalls
ein
Zeichen
ist,
dass
sich
die
Anstrengungen
der
Föderal-
und
Regionalregierungen erhöhen müssen, um den Markt weiter zu stimulieren. Dieser Druck
bedeutet, dass die Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien sich weiterhin positiv
entwickeln werden.
32
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
4. Photovoltaik
Wie aus der untenstehenden Abbildung ersichtlich, gibt es einige Regionen in Belgien, in
denen die Nutzung von Sonnenenergie aufgrund der Sonneneinstrahlung durchaus plausibel
ist; besonders die Provinz Luxemburg im südlichen Teil Belgiens eignet sich zur Nutzung
von photovoltaischer Energie, denn dort können bis zu 1175kWh/m² erzielt werden.
Abbildung 2: Summe der jährlichen Sonnenbestrahlung bei optimaler Ausrichtung der
PV-Module in den belgischen Regionen18
In Belgien wird davon ausgegangen, dass 10m² jährlich 850 kWh Elektrizität produzieren.
Diese Produktion variiert natürlich mit den Jahreszeiten; werden im Dezember nur ca.
0,6 kWh pro Tag produziert, werden im Juni bis zu 4,21 kWh erreicht. Das folgende
Diagramm zeigt die Durchschnittswerte der Sonneneinstrahlung in Belgien.
18
http://www.energyone-solutions.be/E1Solutions/Le_photovolta%C3%AFque.html
33
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Abbildung 3: Sonneneinstrahlung auf eine Fläche von 1 m², mit 45°Neigung, für ein
Durchschnittsjahr in Belgien.
160
140
120
kWh/m²
100
80
60
40
20
0
Jan.
Feb.
März
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
Quelle: Energie Wallonien19
Generell war die Nutzung von Solarenergie lange Zeit mit Vorurteilen behaftet. Das hat
sich in der jüngeren Vergangenheit gewandelt. Heute hat sich diese Technologie bewährt
und ist finanziell erschwinglich geworden. Die folgende Tabelle bezeugt diesen Trend.
Tabelle 5: Installierte PV-Solaranlagen (Fläche in 1.000m²)20
Jahr
1990
1995
2000
2005
2006
Fläche
34
36
41
77
110
Quelle: eigene Berechnungen, Statistiken von Eurostat
Im Jahr 2007 wurde – wie aus untenstehender Tabelle ersichtlich wird - der mit großem
Abstand größte Anteil an Strom aus PV-Anlagen in Flandern gewonnen. Dies hängt
sicherlich mit der starken Förderung mittels der hohen Preise der PV-Grünstromzertifikate
in Flandern zusammen, die 2006 eingeführt wurden.
19
http://energie.wallonie.be/fr/brochure-les-energies-renouvelables-en-regionwallonne.html?IDC=6083&IDD=11382
20
Eurostat: Infrastruktur - erneuerbare Energien - jährliche Daten, 2008
34
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tabelle 6: Stromproduktion 2007 mit PV-Anlagen
Region
Installierte Leistung
Bruttoproduktion
kWp
GWh
Prozentsatz
Wallonien
479
0,4
6,0 %
Brüssel-Hauptstadt
111
0,1
1,4 %
Flandern
19.200
5,6
92,6 %
Total
19.790
6,0
100 %
Quelle: Berechnungen ICEED, Statistiken von VITO
Nach wie vor kann Flandern die höchste Stromproduktion durch Photovoltaik aufweisen.
Nichtsdestotrotz ist die Ausbeute an Solarenergie so gering und auf so viele kleine
Produzenten (häufig Haushalte und kleine Unternehmen) verteilt, dass der Bereich in
vielen Statistiken nicht auftaucht.21
4.1 Netzanschlussbedingungen / -genehmigungen
Alle Lieferanten von Strom müssen im Besitz einer Zulassung sein. Diese erfolgt durch die
regionalen Regulierungsbehörden und muss für alle relevanten Gebiete Belgiens beantragt
werden. Darüber hinaus muss der Lieferant eine Vereinbarung mit dem zuständigen
Verteilernetzverwalter abschließen, wobei die wesentlichen Vertragspunkte gesetzlich
festgelegt sind. Im Voraus muss eine Vorstudie erstellt werden, für deren Kosten in
Abhängigkeit der Größe der Anlage entweder der Netz- oder aber der Anlagenbetreiber
aufkommt.
Die Kosten für den Anschluss trägt der Anlagenbetreiber. Außerdem muss dieser je nach
Größe einen Gleichgewichtsverantwortlichen benennen, der eine Prognose für den
kommenden Tag aufstellt bezüglich potentieller Kundennachfrage und Stromangebot, d.h.
die gekaufte Menge des Lieferanten. Diese Prognose wird an Elia weitergeleitet, damit die
zu erwartende Belastung des Netzes bekannt ist.22
21
Région Wallonne, 2008 (7)
Regionale Regulierungsbehörden : Wallonien: CWAPE, Flandern: VREG, Brüssel: IBGE. Die
Vertragsbedingungen sind bei den einzelnen Netzwerkbetreibern zu finden (Listen der Betreiber,
geordnet nach Regionen, sind zum Beispiel unter
http://www.elia.be/repository/pages/201c33af9e714bdeb85ffeb485a19054.aspx zu finden)
22
35
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Der Anschluss von Anlagen, die Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen, muss von den
Netzbetreibern vorrangig behandelt werden, wenn die Kapazität der Anlage weniger als 25
MW beträgt
Generell können PV-Anlagen mit einer Kapazität von ≤ 10 kW ohne Genehmigung an das
Stromnetz angeschlossen und mit einem Zähler versehen werden, der rückwärts zählt.23
PV-Stromerzeuger mit einer Erzeugungskapazität von mehr als 10 kW müssen den Anschluss
ans Stromnetz beantragen. 24
4.2 Branchenstruktur
Bei der Branchenvertretung BelPV25 sind ca. 50 Mitglieder gelistet, die hauptsächlich in
Flandern ansässig sind. Im Bereich Beratung und Planung sind unter anderem 3E, 7CConsult und das Encon Ingenieurbüro tätig.26 Inländische Anbieter von PV-Kollektoren sind
zum Beispiel Acubel und Pansolar Belgium, die auch die gesamte Installation übernehmen.
Als
ausländischer
Anbieter
arbeiten
Scheuten
Solar
Benelux
und
die
deutsche
Solarstromsysteme GmbH aus Deutschland, die ein großes Projekt in der Nähe Antwerpens
umgesetzt hat, in Belgien.
In Flandern informieren die Ateliers de la rue Voot zum Thema PV und veranstalten
Informationstage zum Thema PV. Als Hersteller und Importeure sind unter anderem die
Unternehmen Eco-Energy, Accubel und Belenergy tätig.27
4.3 Installationskosten in Belgien
Die Kosten für eine Photovoltaikanlage setzen sich aus mehren Teilen zusammen. Größter
Kostenpunkt sind natürlich die Module, aber auch andere Bedingungen, wie zum Beispiel
die Art der Installation sowie der Anschluss an das Netzwerk spielen eine Rolle bei der
Errechnung der Kosten. Generell kann man davon ausgehen, dass die Installation eines
Watts zwischen 5 und 8 EUR kostet. Die folgende Tabelle zeigt Durchschnittspreise für
verschiedene Größen.
23
ebd.
CWAPE, 2008 (3)
25
www.belpv.be
26
Eine ausführliche Liste ist unter http://zonneenergie.ode.be/index.php?page=ledenlijst-belpv
einzusehen.
27
Eine ausführliche Liste für Installateure sowie eine Liste mit Produzenten/Importeuren und
Beratern finden sich unter: http://energie.wallonie.be/fr/le-solaire-photovoltaique.html?IDC=6185
24
36
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tabelle 7: Installationskosten für PV-Anlagen in Belgien
Preis in EUR
Installierte kWh/Jahr
8.000,00
850
30.000,00
4.250
55.000,00
8.500
Quelle: www.ef4.be
Auf föderalem Niveau werden Investitionen in Erneuerbare Energien hauptsächlich über
steuerpolitische Maßnahmen gefördert. Konkrete Investitionsförderungen unterstehen im
Allgemeinen
den
Regionen,
die
diesen
Bereich
in
ihren
regionalen
Wirtschaftsförderungsprogrammen abdecken. Dies hat allerdings zur Folge, dass die
Anreize,
zumeist
Prämien
und
vereinzelt
zusätzliche
Förderprogramme,
selten
vereinheitlicht sind.
Die Prämien sind mit den föderalen Steuererleichterungen kombinierbar und zudem
kumulierbar mit den zusätzlichen Unterstützungen, die – jeweils abhängig vom Standort
und der Energieart - direkt von den Netzbetreibern, von den belgischen Provinzen und den
Kommunen vergeben werden.
Die Summen und Konditionen der angebotenen regionalen Prämien verändern sich
allerdings jährlich. Dies hemmt natürlich bestimmte Investitionen und fördert wiederum
andere. Allerdings werden die Themen Nachhaltigkeit und Rentabilität in Belgien
momentan groß geschrieben, und man geht davon aus, dass die bestehenden Anreize in
den kommenden Jahren verstärkt werden, damit sich mehr Unternehmen und Haushalte
dazu entscheiden, auf Erneuerbaren Energien basierenden Technologien und Produkte
einzusetzen und ihren Energieverbrauch zu vermindern.
Momentan werden die folgenden föderalen Anreizmodelle verwendet:28
•
Grünstromzertifikate
•
Steuervergünstigungen (auf föderaler Ebene)
•
Gründe Kredite
28
Die Brüsseler Unternehmensagentur bietet auf Ihrer Homepage http://www.ecosubsibru.be eine
breite Suchfunktion für Förderungsmöglichkeiten für Unternehmen an.
Eine generelle Übersicht über alle Subventionen und Fördermöglichkeiten für Privatpersonen sowohl
als Unternehmen in Flandern findet man unter http://www.energiesparen.be/subsidies/index.php
37
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
4.4.1 Grünstromzertifikate
Das System der Grünstromzertifikate stellt den wichtigsten Schritt zur Förderung
Erneuerbarer
Energien
dar.
Dabei
wurden
zwei
Maßnahmen
festgelegt:
die
Energielieferanten wurden verpflichtet, einen bestimmten Anteil an grünem Strom zu
liefern (2007: Wallonien 7%, Flandern 3,75%, Brüssel 2,5%), und es wurden Mindestpreise
festgesetzt, zu denen Grüne Zertifikate von den Netzverwaltern angekauft werden müssen.
In Wallonien soll der Anteil bis 2012 auf 12% (jährliche Steigerung um 1%) und in Flandern
bis Ende 2010 auf 6% steigen. In Brüssel wird eine Steigerung um jährlich jeweils 0,25
Prozentpunkte ab 2010 bis 2012 (3,25%) angestrebt.29
Die Zertifikate werden Privatpersonen, Unternehmen, Behörden und öffentlichen
Einrichtungen gewährt. Die Abgabe erfolgt über die regionalen Regulierungsbehörden. Elia
und die Verteilernetzverwalter sind verpflichtet, sie zu einem staatlich festgesetzten
Minimumpreis anzukaufen. Dieser liegt pro Zertifikat in Wallonien bei 65 EUR/MWh,30 in
Flandern - abhängig von der Technologie - bei 80 EUR für Energie aus Biomasse und
Onshore-Windenergieanlagen, bei 95 EUR für Wasserkraftanlagen und Gezeitenkraftwerke,
und bei 450 EUR für Energie aus photovoltaischen Anlagen. Da in Brüssel der Markt erst
später liberalisiert wurde, ist noch kein Minimumpreis festgesetzt. Der Preis, zu dem der
Netzverwalter die Zertifikate ankauft, orientiert sich am Marktpreis und liegt zwischen 90
und 99 EUR.31
Auf Anfrage der Produzenten ist Elia außerdem verpflichtet, Zertifikate, die durch CREG,
CWaPE, VREG bzw. das Brüsseler Institut für Umweltfragen ausgegeben wurden, zu einem
Mindestpreis aufzukaufen. Dabei sind die Preise wie folgt festgelegt:
•
Offshore-Windenergie 107 EUR für die ersten 216 MW, 90 EUR für den Rest
•
Onshore-Windenergie 50 EUR
•
Wasserkraftenergie 50 EUR
•
Solarenergie 150 EUR
•
andere Erneuerbare Energiequellen (u.a. Biomasse) 20 EUR32
29
VREG, 2008
Europäische Kommission, 2008
31
VREG, 2008 (2)
32
VREG: 2008 (3)
30
38
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Der Stromproduzent kann - die Netzverwalter sind verpflichtet - die erworbenen
Zertifikate Händlern oder Energielieferanten zum Kauf anzubieten. Die Netzbetreiber
versuchen damit, die Kosten für die Rückkaufverpflichtung zu decken. Falls der Marktpreis
niedriger als der festgelegte Minimumpreis liegt, kann der Netzverwalter den Unterschied
durch eine Abgabe auf die Verbrauchertarife ausgleichen.
Für die Stromlieferanten sind die Grünen Stromzertifikate aus zwei Gesichtspunkten
wichtig: einerseits dienen sie als Ursprungsgarantie, andererseits als Beweis dafür, dass die
festgelegte Quote an grüner Energie geliefert wurde. In Abhängigkeit der festgelegten
Ziele für grünen Strom und der totalen Liefermenge sind alle Lieferanten verpflichtet,
jährlich
eine
bestimmte
Anzahl
von
Zertifikaten
bei
den
Regulierungsbehörden
einzureichen. Für jedes fehlende Zertifikat wird eine Strafgebühr fällig. Diese Strafgebühr
liegt in Brüssel und Wallonien bei 100 EUR und in Flandern bei 125 EUR pro fehlendes
Zertifikat. Während Zertifikate, die als Ursprungsgarantie verwendet werden, weiter
gehandelt werden können, werden Zertifikate, die als Quotennachweis dienen, von den
Regulierungsbehörden aus dem Handel genommen und vernichtet.33
2008 wurden in Wallonien 1.746.237 Grünstromzertifikate vergeben. Der Durchschnittspreis
lag bei 88,20 EUR. In Flandern wurden insgesamt 1.996.548 Zertifikate vergeben.
Gehandelt wurden hiervon 611.894 Zertifikate ohne und 566.367 Zertifikate mit
Ursprungsgarantie mit einem Durchschnittspreis von 108,34 EUR.
4.4.2 Steuervergünstigungen und Subventionen
Steuerabzüge für Unternehmen
Unternehmen und Selbstständige können bei einer Investition in Erneuerbare Energien
15,5% des Investitionswerts von der Versteuerungsgrundlage abziehen (gilt für das Jahr
2009 und für das Steuerjahr 2010, der Betrag wird jährlich überprüft).35
Prämien für Privatpersonen36
Für jegliche Installation von Photovoltaikmodulen erhalten Privatpersonen eine Prämie von
40% des Installationswertes. Diese Steuersenkung bezieht sich auf die Ausgaben, die
während des zu versteuernden Zeitraumes getätigt worden sind, nicht auf die Arbeiten, die
33
Elia, 2008
CWAPE, 2008 (2); VREG, 2008 (4)
35
http://www.ef4.be/fr/photovoltaique/aspects-economiques/
36
Weitere Informationen sind unter www.ef4.be, www.fisconet.fgov.be, http://economie.fgov.be
sowie www.mifin.fgov.be zu finden.
34
39
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
in diesem Zeitraum ausgeführt worden sind. Für das Jahr 2010 (Steuererklärung 2011), ist
dies bis zu einem Wert von 2.770 EUR möglich, bei Solaranlagen (Photovoltaik und
Solarthermie) erhöht sich der Betrag auf 3.600 EUR.37 Da die föderale Steuer Grundlage der
kommunalen Steuer ist, hat dies auch Auswirkungen auf die kommunale Steuer, so dass
deren Abgaben sich entsprechend verringern.
Für Gebäude, die seit mehr als fünf Jahren bewohnt sind und für die der Wert der 40%Steuersenkung die 3.600 EUR überschreitet, ist es möglich den Überschuss in den drei
Folgejahren geltend zu machen. Voraussetzung ist allerdings, dass in jedem Jahr der Wert
von 3.600 EUR nicht überschritten werden darf.
Voraussetzungen für diese Steuersenkungen sind wie folgt:
-
für ‚Kristalline Module’ besteht die Norm IEC 61215 mit einer Mindestleistung
von 12%
-
für die ‚feinen Module’ ist die Norm IEC 61646 Grundlage sowie eine
Mindestleistung von 7%
-
es muss eine Mindestleistung des Transformators von mehr als 88% für
eigenständige Systeme und mehr als 91% für Systeme, die an das Stromnetz
angeschlossen werden, nachgewiesen werden können
-
die Module müssen auf dem Dach von Osten nach Westen über den Süden
hinweg ausgerichtet werden; mit einer Neigung von 0 bis 70° im Verhältnis zur
Horizontale
Geringere Mehrwertsteuer bei Renovierungen
Wird die Photovoltaikanlage als Teil einer Renovierung an einem mehr als 5 Jahre alten
Haus installiert, müssen für die Anlage und die Installation nur 6% anstelle von 21%
Mehrwertsteuer gezahlt werden. Diese Reduktion kann allerdings nur in Anspruch
genommen werden, wenn ein registrierter Installateur die Anlage anbringt.38
4.4.3 Grüner Kredit
Zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.12.2011 können Privatpersonen außerdem einen
‚Grünen Kredit’ aufnehmen. Dies bedeutet, dass die Zinsen eines Kredites für die
Investition in Erneuerbare Energien oder Energieeffizienz um 1,5% verringert werden.
37
38
http://www.energiesparen.be/subsidies/belastingvermindering
http://fiscus.fgov.be
40
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Privatpersonen können darüber hinaus von einer Steuersenkung profitieren, wenn Sie für
die Installation der Anlage einen Kredit aufgenommen haben. Die Zinsen, die sie während
des Jahres gezahlt haben, sind ebenfalls zu 40% absetzbar (sollte es sich um einen ‚grünen
Kredit’ handeln, ist natürlich von den Zinsen weniger 1,5% als Rechnungsbasis
auszugehen).39
39
http://minfin.fgov.be/portail2/fr/themes/dwelling/energysaving/green.htm#A
41
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
4.5 Brüssel
4.5.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
Aufgrund
der
belgischen
Zielsetzungen
im
Bereich
Erneuerbare
Energien
und
Energieeffizienz hat auch Brüssel für das Jahr 2010 und das Jahr 2020 Zielsetzungen in den
Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, die es zu erfüllen gilt.
4.5.2 Nutzung Erneuerbarer Energien
Aufgrund der geografischen Gegebenheiten (die Region Brüssel Hauptstadt besteht
hauptsächlich aus Stadtgebieten) ist die Nutzung von Erneuerbaren Energien wie zum
Beispiel Wind- und Wasserkraft schwieriger als in den beiden anderen Regionen.
Nichtsdestotrotz ist auch hier die Steigerung der Nutzung von Erneuerbaren Energien sowie
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz geplant. Bei den Erneuerbaren Energien
liegt hierbei der Schwerpunkt auf Solarthermie- und PV-Anlagen (sowohl Privatpersonen als
auch Unternehmen haben Möglichkeiten, hierfür Subventionen zu erhalten) sowie der
Nutzung von Kraftwärmekopplungsanlagen (Unternehmen). Dies wird auch noch einmal in
untenstehender Tabelle deutlich, wo die Kraftwärmekopplung mit großem Abstand am
intensivsten genutzt wird. Andere Erneuerbare Energien, wie zum Beispiel Windkraft und
Wasserkraft, sind nur so gering vertreten, dass diese nicht genannt werden.
Tabelle 8: Installierte Leistung von Erneuerbaren Energien in Brüssel (2006-2007)
Kraftwärmekopplung
(Gas)
Kraftwärmekopplung
(Öl)
PV-Anlagen
Insgesamt
Quelle: Brugel40
Installierte
2006 (MW)
16,210
Leistung Installierte
2007 (MW)
16,813
0
0,075
0,0376
16,248
0,051
16,939
Leistung
4.5.3 Photovoltaik
Im Jahr 2008 haben 275 PV-Anlagen von einer Prämie profitiert, wobei mit 270 Anlagen die
Mehrzahl dieser Anlagen von Privathaushalten installiert worden sind. Insgesamt wurden
damit im Jahr 2008 3.800m² an PV-Anlagen montiert. Die drei Marken Tenesol, Solar Fabrik
und Sanyo sind mit insgesamt mehr als 50% der Anlagen besonders stark auf dem Brüsseler
Markt vertreten. Die Anzahl der installierten Anlagen im Jahr 2009 explodierte förmlich, so
40
www.brugel.be
42
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
dass derzeit damit gerechnet wird, dass bis Ende 2009 ungefähr 20.000m² an PV-Anlagen in
der Brüsseler Region installiert worden sind.
Abbildung 4: Größe und Leistungsvolumen der in Brüssel installierten PV-Anlagen
(2009: geschätzt Mitte 2009)
25000
20400
20000
15000
m²
kWp
10000
4400
5000
3000
300
38
600
78
610
0
2006
2007
2008
2009
Quelle: Apere41
4.5.4 Netzanschluss
Jede Anlage, die an das Stromnetz angeschlossen werden soll, muss bestimmten Standards
entsprechen.
Voraussetzung
ist
ein
Wechselstromumrichter,
der
die
Anlage
bei
Problemfällen vom Stromnetz trennt. Die genauen Richtlinien sind beim belgischen
Verband der Netzbetreiber Synergrid bzw. beim Brüsseler Netzbetreiber Sibelga
nachzufragen.42 Normaler Weise sind die Installateure für die Konformität der Anlagen
verantwortlich, so dass der Endkunde sich nicht mit den Richtlinien beschäftigen muss.
41
http://www.apere.org/docnum/recherche/view_docnum.php?doc_filename=doc989_Ren%202009_P
rimes_PV_Bxl.pdf&num_doc=989
42
www.synergrid.be/index.cfm?PageIE=16832,
http://www.sibelga.be/index.asp?pgRef=fr0304000000
43
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Bevor die Anlage in Betrieb genommen werden kann, muss sie allerdings von einem
zertifizierten Kontrolleur begutachtet werden (siehe rechtliche Rahmenbedingungen).
4.5.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
In der Brüsseler Region ist für Privathaushalte keine Genehmigung für die Installation einer
Anlage nötig, wenn:43
-
die Anlage nicht vom öffentlichen Platz aus sichtbar ist oder
-
parallel zum Dach darf die Anlage nicht mehr als 30cm über dem Dach
angebracht werden und nicht über das Dach überstehen.
Sollte keine der beiden Regelungen zutreffen, muss eine Baugenehmigung beantragt
werden, die normaler Weise 75€ kostet. Der Bearbeitungszeitraum beträgt ca. 65 Tage.
Bevor die Anlage in Betrieb genommen und an das Netz angeschlossen werden kann, muss
überprüft werden, ob die Anlage alle Auflagen des ‚Règlement Général sur les Installations
Electriques (RGIE)’ (Generelles Regelwerk für Elektrische Anlagen) erfüllt.44 Für einen
Privathaushalt belaufen sich die Kosten dieser Kontrolle durchschnittlich auf 100€.
4.5.6 Investitionsförderungen
Neben den föderalen Fördermaßnahmen, die teilweise in den Regionen unterschiedlich
gehandhabt werden (Grünstromzertifikate) gibt es in Brüssel einige weitere Möglichkeiten,
für die Installation von PV-Anlagen Zuschüsse zu erhalten:
1. Grünstromzertifikate45 (siehe föderale Fördermaßnahmen),
In der Brüsseler Region wird pro 217kg an vermiedenem CO² ein Grünstromzertifikat
vergeben.
Hierfür
muss
die
Anlage
von
der
vergebenden
Berhörde
(Brugel,
www.brugel.irisnet.be) zertifiziert werden. Während der ersten zehn ‚Lebensjahre’ der
Anlage erhält der Betreiber der Anlage jedes Trimester Grünstromzertifikate, die 5 Jahre
gültig sind. Für PV-Anlagen bis zu 20m² werden pro MWh 7,25 Zertifikate vergeben, für
40m² 6,375 und für 60m² noch 6,25. Die Verteilungskurve flacht langsam ab, so dass man
bei 300m² immer noch ca. 4 Zertifikate erhält. Umgerechnet bedeutet dies für eine PVAnlage unter 20m², dass für die Einspeisung einer kW/h ein gesicherter Gewinn zwischen
65 und 72,5 Ct, je nach Handelswert des Zertifikats, zu erreichen ist.
43
Apère, 2008 (2)
http://www.creg.be/fr/producte1_fr.html
45
Der genaue Gesetzestext ist unter:
http://wallex.wallonie.be/index.php?mod=voirdoc&script=wallex2&PAGEDYN=SIGNTEXT&CODE=273
986&MODE=STATIC abzurufen
44
44
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Abbildung 5: Zuteilung von Grünstromzertifikaten in Brüssel
7,5
7
Zertifikate/MWh
6,5
6
5,5
5
4,5
4
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
220
240
260
280
300
Oberfläche (m²)
Quelle: Brugel46
2. Kommunen und Gemeinden
Einige Brüsseler Gemeinden unterstützen die Installation von PV-Anlagen finanziell; diese
Prämien ändern sich allerdings meistens jährlich.47
Privatpersonen und Unternehmen
Privatpersonen, die eine PV-Anlage auf ihrem Haus installieren, erhalten 1 €/ installiertem
Wp. Bedingung ist allerdings, dass es sich bei neuen Häusern/Gebäuden um Passivhäuser (<
15 kWh/m² im Jahr) handelt bzw. dass bei renovierten Häusern bestimmte Werte (< 60
kWh/m² im Jahr) eingehalten werden. Maximal können 30% der Installationskosten
übernommen werden. Die einzureichenden und auszufüllenden Dokumente sind bei der
Brüsseler Umweltagentur erhältlich.48
46
www.brugel.be
Informationen sind bei den einzelnen Kommunen erhältlich,
http://www.bruxellesenvironnement.be/Templates/Particuliers/niveau2.aspx?id=1886&langtype=2
060
48
www.bruxellesenvironnement.be
47
45
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
4.6 Flandern
4.6.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
Das Regierungsabkommen der flämischen Regierung von 2004 - 2009 hat als Zielstellung für
das Jahr 2010 vorgegeben, dass 25% des Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien bzw.
Kraftwärmekopplungsanlagen abgedeckt werden sollen. Dabei sollen 6% über Erneuerbare
Energien (ungefähr 3,8 TWh) und 19% über Kraftwärmekopplungsanlagen (ungefähr 12
TWh) abgedeckt werden. Diese Zielsetzungen stimmen mit den belgischen Zielsetzungen
überein, die von den europäischen Richtlinien ausgehen. Hierfür ist insbesondere die
Entwicklung der Nutzung von Biomasse und von Windenergie wichtig.
4.6.2 Nutzung Erneuerbarer Energien
Auch in Flandern hat in den letzten Jahren die Nutzung von Erneuerbaren Energien
deutlich zugenommen. Relativ konstant über die letzten 14 Jahre war die Nutzung von
Restmüll zur Grünstromproduktion. Derzeit wichtigste Grünstromlieferanten sind allerdings
mit Abstand die Biomasse gefolgt von Biogas und Windenergie, die alle, wie in
untenstehender Grafik verdeutlicht, während der letzten Jahre ein sehr großes Wachstum
aufweisen konnten.
Abbildung 6: Entwicklung der Grünstromproduktion in Flandern (1994 – 2008)
2000
1800
1600
1400
Sonnenenergie
1200
GWh
Wasserkraft
Windenergie
1000
Biomasse
Biogas
800
Restmüll
600
400
200
0
1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
46
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Quelle: Flämische Regierung49
Im Jahr 2008 wurden in Flandern insgesamt 1.996 GWh Energie durch Erneuerbare Energien
produziert. Die Nutzung von Biomasse leistet mit über 59% mit großem Abstand den
größten Beitrag. Es folgen Windenergie, Biogasanlagen und die Stromgewinnung aus
Restmüll. Weit abgeschlagen sind Sonnenenergie und Wasserkraft, mit jeweils weniger als
2%.
Abbildung 7: Grünstromproduktion 2008 in Flandern: 1996 GWh
Sonnenenergie;
1,70%
Restmüll; 9,90%
Wasserkraft;
0,20%
Biogas; 12,40%
Biomasse;
59,90%
Windkraft;
17,00%
Quelle: Flämische Regierung50
4.6.3 Photovoltaik
Seit 1998 unterstützt die flämische Regierung Investitionen in Netzangeschlossene
Photovoltaiksysteme auf Gebäuden. Seitdem ist die Anzahl an Photovoltaikanlagen in
Flandern stark angestiegen. Ende des Jahres 2007 gab es insgesamt ca. 2.958 Installationen
49
http://www2.vlaanderen.be/economie/energiesparen/milieuvriendelijke/Cijfers&statistieken/Evol
utie_groenestroomproductie_in_Vlaanderen_1994_2008.pdf
50
http://www2.vlaanderen.be/economie/energiesparen/milieuvriendelijke/Voortgangsverslag_Actiep
lan_MVRE_2009.pdf
47
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
in Flandern, hiervon sind ungefähr die Hälfte kleinere Anlagen von 2 bis 3 kWp auf Dächern
von Privathaushalten. Die andere Hälfte sind größere Anlagen auf den Dächern von
Betrieben. Ein Grund für den starken Anstieg der Anzahl der Photovoltaikanlagen zwischen
den Jahren 2006 und 2007, der in der folgenden Grafik ins Auge fällt, war die Einführung
des hohen Preises der Grünstromzertifikate für PV-Anlagen, die pro MWh abgegeben
werden. Diese können für 20 Jahre für 450 EUR gehandelt werden.
Abbildung 8: Zunahme PV-Anlagen in Flandern (1998-2007)
16000
14000
Leistung (kWp)
12000
10000
kWp kumulatif
8000
kWp jährlich
6000
4000
2000
0
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
Quelle: VREG
Das Wachstum in den letzten Jahren wird noch einmal in der folgenden Abbildung
ersichtlich, die die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen von 2002 bis 2009
dokumentiert. Auch hier wird der starke Anstieg während des Jahres 2007 sowie der
folgenden zwei Jahre noch einmal klar vor Augen geführt.
48
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Abbildung 9: Entwicklung der Stromproduktion durch PV-Anlagen (2002 – 2009)
100
90
80
Stromproduktion in GWh
70
60
50
40
30
20
10
0
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
Quelle: VREG
4.6.4 Netzanschluss
Bevor eine Anlage an das Netz angeschlossen werden kann, muss die Konformität der
Anlage mit den belgischen Richtlinien überprüft werden (AREI).51 Der folgende Anschluss an
das Netz muss dann ebenfalls kontrolliert werden. Voraussetzung ist, wie in Brüssel, ein
Wechselstromumrichter, der die Anlage bei Problemfällen vom Stromnetz trennt.
Kleine Anlagen, die weniger als 10 kW Wechselstrom produzieren, können einfach mit
einem rückwärtsdrehenden Stromzähler an das Netz angeschlossen werden. Für größere
Anlagen muss eine technische Studie durchgeführt werden, die bestimmt, ob das lokale
Netz die zusätzliche Belastung aushält. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Anlage erst
angeschlossen werden, sobald die nötigen Arbeiten (auf Kosten des Antragstellers)
durchgeführt worden sind. Die Anlage muss dann mit zwei Anschlüssen an das
Stromnetzwerk angeschlossen werden; einerseits für den Strom, der an das Netz
abgegeben und gegebenenfalls verkauft wird und auf der anderen Seite für den Strom, der
dem Netz entnommen wird.
51
http://www.vreg.be/nl/zonnepanelen/kleine%20installaties/AREIkeuring.asp
49
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Für den Ankauf des produzierten Stroms muss außerdem vom Antragsteller ein Käufer
gefunden werden. Genaue Informationen zum Netzanschluss in Flandern sind in der
Technischen Reglementierung zur Stromverteilung in Flandern zu finden.52
Bei großen Anlagen müssen die Messwerte regelmäßig der flämischen Strom- und
Gasbehörde mitgeteilt werden, die Ablesungen werden von offizieller Seite durchgeführt.
Für Anlagen, die weniger als 10.000 kWh produzieren, kann dies durch den
Anlagenbetreiber geschehen.53
4.6.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
In Flandern brauchen Hauseigentümer keine Baugenehmigung für PV-Anlagen, wenn sie sich
auf einem Flachdach befinden bzw. wenn sie höchstens 20% der Dachfläche einnehmen.54
Eine PV-Anlage muss in Flandern bei der Registrierungsbehörde der jeweiligen Provinz
angemeldet werden. Die Erteilung der Erlaubnis hängt davon ab, ob alle Vorgaben
eingehalten wurden.55
4.6.6 Investitionsförderungen
Um in den Genuss der Förderungen zu kommen, müssen registrierte Installateure genutzt
werden.56 Auch in Flandern gibt es verschiedene Fördersysteme, die mit der föderalen
Steuererleichterung kumulierbar sind:
1. Grünstromzertifikate57 (siehe föderale Fördermaßnahmen)
Nachdem die Anlage überprüft wurde (AREI, siehe Netzanschluss) wird pro 1000 kWh dem
Betreiber der PV-Anlage ein Grünstromzertifikat ausgestellt. Die Laufzeiten der
Grünstromzertifikate und die Vergütung werden sich in den nächsten Jahren ändern. Die
folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Vergütung bis zum Jahr 2035. Aufgrund der
Marktgegebenheiten gehen die flämischen Behörden davon aus, dass PV-Anlagen in Zukunft
52
http://www.vreg.be/vreg/documenten/technische%20reglementen/TRDE20070404.pdf
53
http://www.vreg.be/nl/zonnepanelen/kleine%20installaties/0_installateurs.asp
ODE, 2008 (15)
55
http://www.vreg.be/nl/zonnepanelen/kleine%20installaties/0_installateurs.asp
56
http://www.vreg.be/nl/zonnepanelen/kleine%20installaties/0_installateurs.asp
57
Der genaue Gesetzestext ist unter:
http://wallex.wallonie.be/index.php?mod=voirdoc&script=wallex2&PAGEDYN=SIGNTEXT&CODE=273
986&MODE=STATIC abzurufen
54
50
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
immer günstiger werden, weswegen die Förderung über die Grünstromzertifikate
zurückgefahren wird.
Tabelle 9: Vergütung der Grünstromzertifikate für PV-Anlagen bis zum Jahr 2035
Datum der ersten Mindestvergütung Laufzeit
Nutzung der Anlage
2006 – 2009
450 EUR/MWh
2010
350 EUR/MWh
2011
330 EUR/MWh
2012
310 EUR/MWh
2013
290 EUR/MWh
2014
250 EUR/MWh
2015
210 EUR/MWh
2016
170 EUR/MWh
2017
130 EUR/MWh
2018
90 EUR/MWh
2019
50 EUR/MWh
2020
10 EUR/MWh
Der Verkauf der Grünstromzertifikate an die
Stromnetzbetreiber gegen diesen Preis ist für
20 Jahre ab Inbetriebnahme möglich
Der Verkauf der Grünstromzertifikate an die
Stromnetzbetreiber gegen diesen Preis ist für
15 Jahre ab Inbetriebnahme möglich
Quelle: Vreg58
2. Einspeisevergütung und rückwärts drehender Stromzähler
Erzeuger von Solarstrom können in Flandern von einer Einspeisevergütungsregelung
profitieren. Für Leistungen bis 10 kW (Wechselstromseite des Stromrichters) sieht in
Flandern das Technisch Reglement Distributie der VREG (Art. 2.4.2) vor, dass der
Stromzähler sich auch rückwärts drehen lassen muss. Die hierzu notwendige Anpassung
erfolgt auf Kosten des Verteilnetzbetreibers. Auf diese Weise wird jede produzierte kWh
PV-Strom
zum
geltenden
Tagestarif
vergütet.
Die
Vergütung
fällt
je
nach
Stromliefervertrag unterschiedlich aus.
3. Kommunen und Gemeinden
Flandern bietet ebenfalls verschiedene Programme für die Unterstützung von PV. Im
Bereich PV zahlen verschiedene Gemeinden zwischen 250 EUR und 1.000 EUR
58
http://www.vreg.be/nl/zonnepanelen/kleine%20installaties/06_uitbetaling/03_350%20euro%20vana
f%202010.asp
51
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Unterstützung. Diese ist eigentlich prozentual gedacht, wird in den meisten Fällen aber als
Festprämie ausgezahlt.59
Der Gesamtertrag der Förderung der Einspeisung von Solarstrom hängt also ab von der
Leistung (unter oder über 10 kW) und der Art des Investors (Privatperson oder
Unternehmen) (vgl. Tab. 10).
Tabelle 10: Einspeisevergütung Solarstrom in Flandern
installierte Leistung*
Zertifikate
Privatpersonen
Unternehmen, Behörden
≤10 kW
>10 kW
≤10 kW
>10 kW
0,35 EUR/kWh
0,35
0,35 EUR/kWh
für 0,35
Grünen Strom
EUR/kWh
rückwärts drehender ja
EUR/kWh
Nein
ja
Nein
kWh-Zähler
Tarif kWh-Zähler
0,17
--- (Ein Verkauf je
EUR/kWh
an
einen Vertrag, z.B. an
Stromlieferanten
ist
ist
natürlich EUR/kWh
aber
0,52
insgesamt
EUR/kWh
einen
Stromlieferanten 0,10
möglich,
Einspeisevergütung
nach --- (Ein Verkauf
muss
natürlich
möglich,
selbst
aber
muss
selbst
ausgehandelt
ausgehandelt
werden)
werden)
0,35 EUR/kWh
0,55
EUR/kWh
0,45 EUR/kWh
*gemeint ist: die Wechselstromleistung an der WS-Seite des Stromrichters
Quelle: ODE60
4. die Steuervergünstigungen für Investitionen, die Energie sparen (siehe föderale
Fördermaßnahmen).
Unternehmen
Für Unternehmen gibt es eine Ökologieprämie, die einen Teil der Investitionskosten
abdeckt (KMUs, 40% von 10% der Mehrkosten, also 4% der Investitionskosten, große
Unternehmen, 20% von 10% der Mehrkosten, also 2% der Investitionskosten), bis zu maximal
59
60
ODE, 2008
ODE, 2008
52
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
1,5 Mio. EUR. Für die Ökologieprämie gibt es pro Jahr drei Ausschreibungen, auf die sich
Unternehmen um eine Prämie bewerben können.61 Damit vereinbar ist die föderale
Steuerentlastung von 15,5%. Insgesamt erhält ein Unternehmen so eine ungefähre
Subvention von 5% des Profits der Firma.62 Allerdings sind weitere Förderungen hiermit
nicht unbedingt vereinbar.
Darüber hinaus vergeben einige der Netzbetreiber Prämien an Unternehmen, die
Photovoltaik-Anlagen installieren.
Tabelle 11: Prämien der Netzbetreiber für Unternehmen (2006)63
Netzwerkbetreiber Prämie
AGEM
75 EUR/m2, min. 525 EUR, max. 3.750 EUR, max. 50%
Rechnungsbetrag.
EANDIS
75 EUR/m2, min. 525 EUR, max. 3750 EUR, max. 50%
Rechnungsbetrag
GHA
75 EUR/m2, min 525 EUR, max. 30.000 EUR
INFRAX
75 EUR/m2, min 525 EUR, max. 3.750 EUR
PBE
75 EUR/m2, min 525 EUR, max. 3.750 EUR
Landwirtschaft
Landwirtschaftliche Unternehmen können darüber hinaus in Flandern von einer Prämie des
Landwirtschaftsfonds profitieren (bis zu 30% der Investitionen).64
61
http://ewblpublicatie.vlaanderen.be/servlet/ContentServer?c=Page&pagename=Ondernemen%2FPage%2FMVG_
CMS4_VT_Special_Subnav&cid=1196737282623
62
ODE, 2008 (6)
63
ebd.
64
http://www.vlao.be/images_sub/pdf/energie/PV-systemen%20AO_12-11-2009.pdf
53
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
4.7 Wallonien
4.7.1 Energiepolitische Rahmenbedingungen
2002 wurde der wallonische Nachhaltigkeitsplan implementiert, in dem die globalen Ziele
für Erneuerbare Energien präzisiert wurden. Zentral ist vor allem die Unterstützung für
grünen Strom. Als grün wird Strom bezeichnet, der aus Erneuerbaren Quellen erzeugt wird
und durch dessen Verwendung, bei gleicher Erzeugung (in kWh), die CO2-Emissionen um
mindestens 10% gegenüber der Verwendung herkömmlicher Energie gesenkt werden.65
Ebenfalls festgehalten wird der Vorsatz bis 2010, 14% der Elektrizität mittels
Kraftwärmekopplung (KWK) herzustellen. Im Jahr 2002 wurden nur ca. 3,4% der Elektrizität
aus Erneuerbaren Energien und weitere 0,7% aus KWK gewonnen.66
Es ist das erklärte Ziel der wallonischen Regierung, den Erneuerbare Energien-Anteil am
Energiemix jährlich zu steigern. 2010 sollen bis zu 10% des Gesamtenergieverbrauches aus
Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die wichtigste Quelle ist Biomasse und in diesem
Bereich werden viele Projekte durchgeführt.67
4.7.2 Nutzung Erneuerbarer Energien
6,4% des in Wallonien produzierten Stroms wurden im Jahr 2008 aus Erneuerbaren Energien
gewonnen, insgesamt wurden 5,1% des Endverbrauchs durch Erneuerbare Energien
abgedeckt. Am höchsten zeigt sich der Anteil Erneuerbarer Energien mit 11,4% im
Wärmeendverbrauch. Der Energieendverbrauch der Region Wallonien wurde 2007 mit 144,2
TWh beziffert. 9,6 TWh lassen sich auf Erneuerbare Energien zurückführen, wobei etwas
mehr als die Hälfte der Erneuerbaren Energie importiert wurde. Nichtsdestotrotz bedeutet
dies eine Steigerung von 12% in einem Jahr. Insgesamt stieg die Nutzung von Erneuerbaren
Energien um 18% im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine starke Nachfrage der
Biotreibstoffe zurück zu führen ist.68
Bei der Stromproduktion ist allerdings auch in Wallonien die Biomasse die wichtigste Quelle
für Erneuerbare Energien, mit großem Abstand, wie aus dem folgenden Diagramm sichtbar
wird, vor Wasser- und Windkraft.
65
CWAPE (6)
ebd.
67
Energie Wallonie
68
Studie durchgeführt von EDORA
66
54
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Abbildung 10: Struktur der Produktion von Erneuerbaren Energien in Wallonien (2007)
Biomasse
Wasserkraft
Windkraft
Quelle: ICEED (2008)
Wie aus der folgenden Tabelle ersichtlich wird, ist insbesondere die Nutzung von
Photovoltaik, Windrädern und Wärmepumpen zwischen den Jahren 2006 und 2007 stark
angestiegen, ein Trend, der nach wie vor anhält. Allerdings ist nach wie vor Biomasse die
‚stärkste’ Erneuerbare Energie mit einem Anteil von mehr als ¾ der aus Erneuerbaren
Ressourcen gewonnen Energien.
Tabelle 12: Daten zu Erneuerbaren Energien in Wallonien (2007)
Erneuerbare
Installierte
Produktion
Anteil an der
von
gesamten Energie aus
Primärenergie
EE
Wachstumsrate
Energie
(MW)
Wasserkraft
116,2
385,4
3,800%
+8%
Windkraft
123,0
209,1
2,100%
+65%
0,5
0,4
0,004%
+106%
50,1
27,4
0,300%
+42%
17,9
0,200%
-18%
39,4
0,400%
+84%
9.412,1
93,300%
+8%
Photovoltaik
Solarthermie*
Geothermie*
Wärmepumpen
Biomasse
16,8
2006 / 2007
55
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Quelle: ICEED (2008), * die installierte Leistung wird in MWh gemessen
4.7.3 Photovoltaik
Im
Jahr
2007
wurden
in
Wallonien
insgesamt
359
MWh
Elektrizität
durch
Photovoltaikanlagen gewonnen (bei einer jährlichen Produktion von 750 kWh pro
installiertem kWp). Ende 2008 konnten bereits 6 GWh jährlich produziert werden.69 Dieser
immense Zuwachs wird auch bei der Verteilung der Grünstromzertifikate deutlich. Wurden
2007 nur 25 Zertifikate für PV-Anlagen ausgestellt, waren es 2008 10.138.70
Wallonien hat sich bisher noch keine Ziele für eine Fläche/Produktionsgröße im Bereich
Photovoltaik gesetzt.
Die verstärkte Installation von Photovoltaikpaneelen in den letzten 10 Jahren wird in den
beiden folgenden Grafiken verdeutlicht. Die Förderungen, die Privatpersonen und
Unternehmen hierfür erhalten, haben sicherlich zu dem starken Wachstum in diesem
Zeitraum beigetragen.
Abbildung 11: Installierte Leistung und Bruttoproduktion
Installierte Leistung (kWp)
500
400
350
300
400
250
300
200
150
200
100
100
50
Installierte
Leistung
0
Bruttoprodu
ktion
19
97
19
98
19
99
20
00
20
01
20
02
20
03
20
04
20
05
20
06
20
07
0
Bruttoproduktion (MWh)
600
Quelle: ICEED (2008)
69
70
http://energie.wallonie.be/fr/pour-les-menages.html?IDC=6350
http://www.cwape.be/servlet/Repository?IDR=12411
56
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Abbildung 12: Entwicklung der geförderten und installierten Photovoltaikpaneele
30000
25000
m²
20000
15000
installierte m²
geförderte m²
10000
5000
19
98
19
99
20
00
20
01
20
02
20
03
20
04
20
05
20
06
20
07
0
Quelle: ICEED (2008)
4.7.4 Netzanschluss
Für alle Photovoltaikanlagen, die an das Stromnetz angeschlossen werden sollen, muss ein
Antrag beim eigenen Netzwerkverantwortlichen gestellt werden.71 Dabei ist wichtig, wie in
Flandern und Brüssel, dass die Anlage einen Wechselstromumrichter hat, der die Anlage bei
Problemfällen vom Stromnetz trennt.
Für Photovoltaikanlagen, die weniger als 10 kWh produzieren, ist der Netzanschluss gratis.
Nichtsdestotrotz muss auch ein solcher Anschluss angemeldet werden. Die Formulare, die
eingereicht werden müssen, sind unter www.cwape.be zu finden.
Für Anlagen, die mehr als 10 kWh produzieren, ist der Anschluss ans Netz kostenpflichtig.
Außerdem muss ein bidirektionaler Zähler installiert werden. Der Netzwerkbetreiber kann
eine Studie bezüglich der technischen Bedingungen zum Stromanschluss durchführen
lassen.
71
Liste der Unternehmen unter: http://www.cwape.be/xml/themes.xml?IDC=2000
57
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Für den Anschluss großer Anlagen, die mehr als 56 kWh produzieren, ist eine solche Studie
Pflicht. Die Kosten trägt der Antragsteller. Die Studie beinhaltet dann auch alle Kosten, die
aufgrund des Anschlusses anfallen.72
4.7.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
Registrierung der Anlagen
Alle Stromproduzenten müssen sich bei der regionalen Energiebehörde registrieren lassen;
hierfür müssen ein Antragsformular73 sowie weitere Unterlagen bezüglich der Anlage
ausgefüllt werden. Bei Anlagen, die weniger als 10 kW Strom produzieren, läuft ein
verkürztes Verfahren, bei dem die Behörde bereits nach 15 Tagen den Empfang der
vollständigen Unterlagen bestätigt und eine Genehmigung ausstellt.
Baugenehmigungen
Privatpersonen und Unternehmen müssen überprüfen, ob eine Baugenehmigung für den
Bau der PV-Anlage beantragt werden muss. Dies hängt von verschiedenen Kriterien ab:
-
in welcher Zone liegt das Gebäude (Gewerbegebiet, etc.)
-
wird das gesamte Gebäude, auf dem die Anlage angebracht wird, mit diesem
Strom versorgt
-
wie weit stehen die Module über den Rand, wie weit weicht der Winkel der
Module vom Winkel des Daches bzw. der Wand oder Erhöhung ab und wie hoch
sind die Module (wenn sie zum Beispiel auf einem Flachdach installiert
werden).74
4.7.6 Investitionsförderungen75
Ab dem 28. Februar 2010 wird es keine Extraförderung mehr durch die wallonische Region
geben. Bestehen bleiben allerdings:
1. die Zuteilung der Grünstromzertifikate76 (siehe föderale Fördermaßnahmen)
72
Tarife sind auf der Seite von Creg www.creg.be einzusehen.
Alle Unterlagen sind auf der Website der wallonischen Energiebehörde, CWAPe www.cwape.be zu
finden
74
http://energie.wallonie.be/fr/le-solaire-photovoltaique.html?IDC=6185
75
Die neue Regelungen die Investitionsförderungen betreffend werden am 1. Mai 2010 in Kraft
treten. Veröffentlicht wird das Regelwerk voraussichtlich Ende Februar.
76
Der genaue Gesetzestext ist unter:
http://wallex.wallonie.be/index.php?mod=voirdoc&script=wallex2&PAGEDYN=SIGNTEXT&CODE=273
986&MODE=STATIC abzurufen
73
58
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Dies gilt sowohl für Privatpersonen, öffentliche Einrichtungen als auch Unternehmen. Die
Zertifikate werden an alle Stromerzeuger verteilt, die Energie aus Erneuerbaren Energien
erzeugen oder KWK-Anlagen nutzen. Die Anlage muss allerdings eine Herkunftsgarantie
einer von der Region bestimmten Kontrollorganisation erhalten haben, damit die
Eigentümer Grünstromzertifikate erhalten können.
Die Anzahl der Zertifikate richtet sich nach der Stromproduktion sowie nach der Menge des
eingesparten CO² Ausstoßes. Derzeit wird ein Grünstromzertifkat für die Vermeidung von
456kg nicht erneuerbaren CO²s (als Referenz wird eine klassische Installation genommen)
erteilt.
Stromlieferanten müssen einen bestimmten Anteil ihres Stromverkaufs mit dem Ankauf von
grünen Zertifikaten abdecken. Dieser Anteil wird jährlich erhöht. Der Wert eines
Zertifikats ist etwas geringer als die Strafzahlung, die ein Stromlieferant bei mangelnden
Grünstromzertifikaten, leisten muss. Der Wert der Strafzahlung liegt derzeit bei 100 EUR.
Für eine PV-Anlage erhält der Betreiber allerdings
-
für die ersten 5 kWp 7 Grünstromzertifikate/MWh produziertem Grünstrom, also
ungefähr 1 Zertifikat für 143 produzierte kWh.
-
für die nächsten 5 kWp (also von 5 bis 10 kWp) erhält der Betreiber noch 5
Grünstromzertifikate, also ein Zertifikat für 200 kWh.
-
für die folgenden 240 kWp (von 10 bis 250 kWp) unter bestimmten Bedingungen
4 Grünstromzertifikate/MWh, also 1 Zertifikat für alle 250 produzierten kWh77
sollten die Bedinungen nicht erfüllt werden, erhält der Betreiber nur 1
Grünstromzertifikat/MWh
-
für darüber hinaus produzierten Strom gibt es 1 Grünstromzertifikat/MWh
2. der rückwärts zählende Stromzähler
Bei Anlagen, die weniger als 10 kVA (in Spitzenzeiten) produzieren und die zertifiziert und
gemeldet sind als Grünstromproduzenten bei der CWaPE können rückwärts zählende
Stromzähler angebracht werden. Hierbei gibt es 3 unterschiedliche Möglichkeiten:
77
3 Bedingungen: 1. 50% des produzierten Stroms müssen selbst am Ort der Produktion verbraucht
werden (Berechnung auf einer trimestriellen Basis). 2. Eine Studie zur Energieeffizienz der
Gebäude, die den Grünstrom nutzen muss den Gesetzen entsprechend durchgeführt worden sein (es
muss festgestellt worden sein, dass eine KWK-Anlage nicht installierbar, bzw. dass der ROI einer
solchen Anlage nicht innerhalb von 5 Jahren realisierbar gewesen wäre. 3. Die Subventionen für die
Installation der Anlage dürfen nicht mehr als 50% der Investitionen betragen.
59
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
-
ein einfacher Stromzähler, der am Ende des Jahres nur anzeigt ob mehr Strom
aus dem Stromnetz genommen (der Photovoltaiknutzer zahlt für den
Extrastrom) oder in das Stromnetz abgegeben wurde (der Photovoltaiknutzer
bekommt kein Geld für den abgegeben Strom
-
ein zweifacher Stromzähler, der die Stromzufuhr/-abgabe für beide Richtungen
anzeigt. Auch hier bekommt der Photovoltaiknutzer kein Geld für den
abgegebenen Strom
-
ein zweifacher Stromzähler, bei dem genau angezeigt wird, ob mehr Strom
genutzt oder abgegeben wird. Sollte mehr Strom an das Netz abgegeben
werden, kann der Grünstromproduzent seinen Strom an einen Stromlieferanten
verkaufen. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Strom vom Netzbetreiber
zum Marktpreis gekauft werden. Allerdings muss beachtet werden, dass der
Stromzähler vom Grünstromproduzenten gezahlt werden muss (ca. 250 EUR).
3. die Steuervergünstigungen für Investitionen, die Energie sparen (siehe föderale
Fördermaßnahmen).
4. Provinzen und Kommunen
Einige Kommunen geben für die Installation von Photovoltaikanlagen einen Zuschuss, der
zwischen 250 EUR und 750 EUR liegt. Die Provinz Namur gibt darüber hinaus auch noch eine
Prämie. Genaue Daten lassen sich bei www.ef4.be erfragen.
Unternehmen
Jedes Unternehmen und jeder Selbstständige, der in Wallonien niedergelassen ist, kann
eine Unterstützung für die Installation und Nutzung von Erneuerbaren Energien,
Photovoltaik eingeschlossen, erhalten. Der Wert der Unterstützung wird errechnet auf der
Basis der Mehrkosten im Vergleich zu einer Referenzanlage. Hiervon werden die
finanziellen Vorteile, die das Unternehmen in den ersten fünf Jahren nach der Installation
erhält, abgezogen. Diese Unterstützung ist für kleine und mittelständische Unternehmen
auf max. 50% des Investitionswertes beschränkt und für große Unternehmen auf max. 20%
des Investitionswertes, wobei sich der Investitionswert auf mindestens 25.000 EUR
belaufen und das Unternehmen bestimmte Kriterien erfüllen muss.78
78
www.ef4.be, http://formulaires.wallonie.be
60
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Öffentlicher Sektor (UREBA)
Öffentliche Gebäude der Region und der Provinzen und nicht-kommerzielle Einrichtungen,
wie zum Beispiel Krankenhäuser, Schulen, Schwimmbäder sowie bestimmte Vereine, haben
die Möglichkeit, beim Neubau oder bei der Renovierung eines Gebäudes und der
Installation einer Anlage zur Stromgewinnung mittels Erneuerbaren Energien, Subventionen
zu erhalten. Der gewonnene Strom muss im Gebäude selbst genutzt werden und das
Projekt muss von einem Fachkomitee angenommen werden. Der Wert beläuft sich auf 30%
des Investitionswerts (MwSt inbegriffen).79
Sportliche Einrichtungen (öffentlich und ähnliche Einrichtungen im Sportbereich)
Während eines Baus, eines Ausbaus oder der Renovierung eines Sportgebäudes werden u.
a.
für
Investitionen
in
Photovoltaikanlagen
Subventionen
vergeben.
Für
kleine
Infrastrukturen (weniger als 685.000 EUR) liegt die Subventionsrate bei 75%, für größere
Infrastrukturen bei 60%.80
79
80
http://formulaires.wallonie.be
http://pouvoirslocaux.wallonie.be/jahia
61
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
II. Luxemburg
1. Einleitung
Die Wirtschaft Luxemburgs ist traditionell durch ihre Weltoffenheit geprägt, was sich in
den guten Außenhandelsbeziehungen zu allen westeuropäischen Nachbarländern sowie den
USA widerspiegelt. Dies wird besonders im Verhältnis der Ex- und Importe zum
Bruttoinlandsprodukt deutlich. Mit fast einem Drittel aller Im- und Exporte ist Deutschland
mit Abstand der wichtigste Handelspartner Luxemburgs. Im Jahr 2008 betrug die
Gesamthöhe des Außenhandels zwischen Deutschland und Luxemburg 8,4 Mrd. Euro. Aus
diesem Grund ist im Großherzogtum ein äußerst attraktiver Markt für deutsche
Unternehmen bzw. Investoren zu sehen. Dazu zählt auch die Tatsache, dass der
bürokratische
Aufwand
für
Firmengründungen
von
kleinen
und
mittelständischen
Unternehmen bedeutend geringer ist als in den meisten anderen Ländern Europas.
Die Wirtschaft Luxemburgs ist durch ihre Dynamik geprägt. Dazu zählt beispielsweise, dass
das Großherzogtum in den letzten 25 Jahren durchschnittlich eine der niedrigsten
Arbeitslosenquoten sowie die höchsten BIP-Wachstümer pro Kopf in Europa erzielen
konnte. Natürlich blieb auch Luxemburg 2008 nicht von der internationalen Finanzkrise
verschont, aber sowohl für das laufende Jahr 2010 als auch die kommenden Jahre ist mit
einer positiven Entwicklung der Wirtschaft Luxemburgs zu rechnen.
Den Energiesektor betreffend hat sich in Luxemburg seit Beginn der 1970er Jahre viel
getan. Während früher Festbrennstoffe zu den wichtigsten Rohstoffen zählten, sind heute
Erdöl, Erdgas und Kohle die wichtigsten Träger der Energiewirtschaft. Da Luxemburg
jedoch wenig bis keine fossilen Energiereserven besitzt, wird seit einigen Jahren mehr und
mehr Strom aus Erneuerbaren Energien produziert. Bis zum Jahr 2015 sollen ca. 6% des
Energieverbrauchs mit Hilfe von Erneuerbaren Energien abgedeckt werden.
62
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
2. Politik und Wirtschaft im Überblick
2.1. Politischer Hintergrund
Luxemburg ist eine konstitutionelle Monarchie in Form einer parlamentarischen
Demokratie. Laut der Verfassung von 1868 ist das Staatsoberhaupt der Großherzog, der
zusammen mit der Regierung die exekutive Gewalt ausübt.
Das beratende Organ, der Staatsrat, besteht aus 27 Mitgliedern und wird zu je einem
Drittel vom Parlament, vom Großherzog und vom Staatsrat selbst ernannt. Die Grundlage
für das luxemburgische Wählerverzeichnis bildet das Einwohnerregister. In Luxemburg
besteht eine gesetzliche Norm, die die Teilnahme an der Wahl vorschreibt. Die
Gesetzgebung ist Aufgabe des Einkammerparlaments, das alle fünf Jahre gewählt wird
(gleichzeitig mit den Europawahlen).
Staatsoberhaupt Luxemburgs ist der luxemburgische Großherzog aus der Familie Nassau.
Henri I. von Nassau folgte im Jahr 2000 seinem Vater in dieses Amt. Seine Aufgaben sind
laut Verfassung nicht nur zeremonieller und repräsentativer Art. Die Verfassung gibt dem
Großherzog das Recht, die Regierung frei zu bilden, d.h. Ministerien zu schaffen, die
Ressorts aufzuteilen und deren Mitglieder zu bestimmen.
Seit den Wahlen vom 13. Juni 2004 setzt sich die Regierung aus einer Koalition der
Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) und der Luxemburger Sozialistischen Arbeiterpartei
(LSAP) zusammen. Am 31. Juli 2004 wurde die neue, von Jean-Claude Juncker (CSV)
(Regierungschef seit 7. August 1999) vorgeschlagene Regierung von Großherzog Henri
vereidigt und bei den letzten Wahlen vom 07. Juni 2009 bestätigt. Stärkste
Oppositionspartei sind die Liberalen (Demokratische Partei), gefolgt von den Grünen und
der rechtskonservativen Alternativen Demokratischen Reformpartei.
Das luxemburgische Parlament besteht aus einer einzigen Kammer, in der - entsprechend
der Größe Luxemburgs - 60 Abgeordnete vertreten sind. Die Abgeordneten sind häufig
keine Berufspolitiker und gehen neben der parlamentarischen Arbeit auch einer
Erwerbstätigkeit nach. Diese Tatsache sowie die geringe Zahl der Abgeordneten nehmen
natürlich einen Einfluss auf die parlamentarische Arbeit: luxemburgische Abgeordnete
müssen Experten auf mehreren Politikfeldern sein. Dies zieht einen großen Arbeitsaufwand
für den einzelnen Abgeordneten nach sich.
63
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
2.2 Wirtschaft, Struktur und Entwicklung
Luxemburgs soziale Struktur ist ausgewogen. Es besitzt sowohl einen breit gefächerten
Mittelstand, eine traditionsbewusste Industriearbeiterschaft als auch eine ländliche
Bevölkerung mit traditionellem Charakter. Der Ausländeranteil Luxemburgs ist mit ca. 40%
der höchste in der Europäischen Union. Portugiesen machen traditionell (neben Franzosen,
Italienern, Belgiern und Deutschen) den größten Anteil aus. Da die ausländische
Wohnbevölkerung trotzdem kulturell relativ homogen ist (Arbeitsmigranten aus anderen
EU-Ländern und vereinzelt aus ehemaligen portugiesischen Kolonien), bleiben Spannungen
weitgehend aus. Der Lebensstandard in Luxemburg ist hoch und in internationalen Rankings
belegt Luxemburg regelmäßig einen der ersten Plätze.
Das Lohnniveau zählt ebenfalls zu dem höchsten in Europa. Löhne und Renten sind an den
Lebenshaltungskostenindex gekoppelt und werden in regelmäßigen Abständen angepasst.
Lohnauseinandersetzungen sind selten. Seit dem zweiten Weltkrieg wurde demnach in
Luxemburg kaum gestreikt. Trotz guter Löhne gilt Luxemburg-Stadt gleichzeitig auch als
eine der günstigsten Hauptstädte Europas, und die Inlandskaufkraft ist ebenfalls sehr hoch.
Die früher von Schwerindustrie und Landwirtschaft dominierte Wirtschaftsstruktur hat sich
seit Beginn der 70er Jahre erheblich gewandelt. Vor dem absehbaren Rückgang der
Bedeutung der Schwerindustrie hat die Luxemburger Regierung seit 1975 bewusst und
erfolgreich eine Diversifizierungspolitik betrieben, neue Industrien angesiedelt und den
Banken- und Versicherungssektor forciert.
Neben den Finanz- und Unternehmensdienstleistungen (z.B. Consulting, Forschung und
Entwicklung), die über 50% zum Bruttoinlandsprodukt Luxembrugs beitragen, stellen
Transport und Kommunikation den drittwichtigsten Wirtschaftssektor Luxemburgs dar, mit
einem Anteil am BIP von 12,8%. Mit ca. 4,4% Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist das
Baugewerbe nur der viertwichtigste Wirtschaftszweig Luxemburgs. In den letzten Jahren
profitierte
das
Baugewerbe
von
der
Ansiedlung
neuer
Industrien,
Banken
und
Versicherungen und der damit einhergehenden Nachfrage nach Büro- und Wohnraum.
Die durchgehend positive Einstellung der Regierung ist auch für Firmengründungen
interessant,
insbesondere
klein-
und
mittelständische
Unternehmer,
da
der
verwaltungstechnische Aufwand zum Teil erheblich weniger anstrengend ist als in anderen
EU-Ländern.
64
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Luxemburg ist sehr reich an Rohstoffen wie Erz, Schiefer, Kalk, Sand oder Kies. Der Bedarf
an Erdöl, Erdgas und Kohle sowie ein Teil der elektrischen Energie muss durch Importe
gedeckt werden. Von den 80% der Energie, die importiert wird, stammt der größte Teil von
der deutschen RWE AG.
Mit der fortschreitenden Globalisierung haben sich auch die Außenwirtschaftsbeziehungen
verändert. Obwohl der Außenhandel nach wie vor ein Schlüsselfaktor ist, hat sich der
internationale Handel besonders auf dem Gebiet der Dienstleistungen entwickelt. Diese
starke Wirtschaftsöffnung zeigt sich auch deutlich am luxemburgischen Arbeitsmarkt.
Immerhin 2/5 der Arbeiter in Luxemburg sind französische, deutsche oder belgische
Grenzbewohner. Die Dynamik der luxemburgischen Wirtschaft, besonders zwischen 1985
und 2008, führte dazu, dass die Arbeitslosigkeit in Luxemburg mit durchschnittlich 3% zu
den niedrigsten Europas zählte. Diese positive Entwicklung zeigte sich auch im
Wirtschaftswachstum, welches in diesen Jahren bei durchschnittlich 5,3% lag.
In den Jahren 2008 sowie 2009 blieb auch Luxemburg nicht von der internationalen
Finanzkrise und der allgemein schwierigen konjunkturellen Lage verschont, sodass 2008 ein
Wirtschaftswachstum von 0,0% und 2009 sogar ein Negativwachstum von -3,9% „erzielt“
wurde. Für das laufende Jahr 2010 wird allerdings wieder mit einem Aufschwung der
Wirtschaft gerechnet und man geht von einem Wachstum von 2,1% aus, für 2011 wird ein
Wachstum von 2,8% prognostiziert. Langfristig wird ebenfalls ein anhaltend stabiles
Wachstum prognostiziert.
Die
Wirtschaft
Luxemburgs
ist
traditionell
sehr
weltoffen.
Es
bestehen
gute
Handelsbeziehungen mit nahezu allen großen westeuropäischen Volkswirtschaften sowie
mit den USA. Daher ist sie ausländischen Produkten und Konkurrenz gegenüber in der Regel
unkompliziert zugänglich. Diese weite Öffnung spiegelt sich deutlich im Verhältnis der Exund
Importe
zum
Bruttoinlandsprodukt
wider.
Die
Ausfuhren
Luxemburgs
sind
gleichbedeutend mit ungefähr 153%, die Einfuhren mit circa 123% des luxemburgischen BIP
(im Vergleich dazu liegt der Wert der Exporte im EU-Durchschnitt bei 36%, der der Importe
bei 35%).
65
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tabelle 13: Exporte Luxemburgs (in Mrd. €)
2006
2007
2008
Deutschland
2,90
3,11
3,27
Frankreich
1,90
2,00
2,04
Belgien
1,40
1,47
1,52
Insgesamt
11,30
11,79
11,90
Tabelle 14: Importe Luxemburgs (in Mrd. €)
2006
2007
2008
Deutschland
4,42
4,77
5,13
Frankreich
1,80
1,90
2,19
Belgien
5,60
5,59
6,00
Insgesamt
15,60
16,27
17,25
2.3 Wirtschaftsbeziehungen Deutschland-Luxemburg
Was die Wirtschaftsbeziehungen Luxemburgs zum Nachbarn Deutschland betrifft, so ist
hervor zu heben, dass diese traditionell sehr eng sind. Deutschland ist für Luxemburg der
größte Abnehmer von Exportwaren und nach Belgien der zweitwichtigste Lieferant von
Importgütern.
Die deutschen Ausfuhren nach Luxemburg wuchsen 2008 um 6% auf 5,13 Mrd. €. Die
wichtigsten Exportprodukte, wie in Tabelle 15 veranschaulicht, waren dabei Kraftwagen
und
Kraftwagenteile,
Maschinen/Ausrüstungen
sowie
chemische
Erzeugnisse.
Hauptausfuhrgüter Luxemburgs nach Deutschland sind Eisen und Stahl, Textilien und
Bekleidung, chemische Erzeugnisse sowie Nahrungsmittel.
66
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tabelle 15: Deutschen Exportgüter nach Luxemburg (Stand 2008):
Deutsche
Ausführgüter
Branche
2008 (% der
Gesamtausfuhr)
Kraftwagen und Kraftwagenteile
11
Maschinen / Ausrüstungen
8
chemische Erzeugnisse
8
Elektronik und Elektrotechnik
6
Eisen und Stahl
5
Erzeugnisse des
5
Ernährungsgewerbes
Metallwaren
4
Kunststoffe
3
Sonstige
50
Quelle: GTaI
3. Energiemarkt Luxemburg
3.1 Stromerzeugung und Verbrauch
Seit den 1970er Jahren hat in Luxemburg ein Strukturwandel bezüglich der Energieträger
stattgefunden. Während in der Vergangenheit der Schwerpunkt auf Festbrennstoffen lag,
sind heute Öl und Gas die wichtigsten Rohstoffe der Energiewirtschaft. Die folgende
Abbildung zeigt die allgemeine Entwicklung des gesamten Energieverbrauchs in Luxemburg
zwischen
1970
und
2005,
wobei
hier
zu
erkennen
ist,
dass
sowohl
der
Gesamtenergieverbrauch als auch der Verbrauch von Öl und Gas seit den späten 1990er
Jahren stark zugenommen hat.
67
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Abbildung 13: Bruttoinlandsverbrauch Luxemburg
Quelle: Fh-ISI, EEG, BSR81
3.2 Erneuerbare Energien
In den letzten Jahren war darüber hinaus ein Anstieg der Stromproduktion aus
erneuerbaren Energien in Luxemburg festzustellen. Ein Grund dafür ist, dass Luxemburg
wenige bis keine fossilen Energiereserven hat und somit die benötigte Energie aus dem
Ausland importieren muss. Damit die Importabhängigkeit verringert werden kann,
investiert die luxemburgische Regierung mehr und mehr in den Ausbau erneuerbarer
Energien, welche - sowohl ökonomisch als auch ökologisch betrachtet - geeignete
Alternativen darstellen. Gemäß einer Studie des Frauenhofer Instituts für System- und
Innovationsforschung (Fh-ISI), der Energy Economics Group (EEG) sowie der BSRSustainability GmbH (BSR) aus dem Jahr 2007 lag der Beitrag erneuerbarer Energiequellen
zum Gesamtstromverbrauch in Luxemburg 1997 bei 2,0%, 2005 bei 3,45%. und 2007 bei
3,81%82. Bis 2015 soll der Anteil 5,7% betragen. Den höchsten Anteil an der
Gesamtproduktion hatte im Jahr 2005 die Kleinwasserkraft mit 48%, der Anteil der
Photovoltaik an der Gesamtproduktion ist seit Beginn der Nutzung dieser Energiequelle von
81
http://www.eco.public.lu/documentation/etudes/2007/03/Endbericht_RESLux_26_03_07_final.pdf, S. 5.
82
http://www.eco.public.lu/documentation/etudes/2007/03/Endbericht_RESLux_26_03_07_final.pdf, S. 6/7.
68
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Jahr zu Jahr gestiegen. Während er 2003 lediglich bei 1% der gesamten Produktion
erneuerbarer Energien lag, wurde 2006 mit 8,77% der bislang höchste Anteil erreicht.
4. Photovoltaik
2003 lag die Stromproduktion mit Hilfe der Photovoltaik bei 1,4 GWh (GWh =
Gigawattstunde), 2004 bereits bei 9,2 GWh. 2006 war das Jahr, in welchem mit 21,1 GWh
die bisher meiste Energie mit Hilfe von Photovoltaik in Luxemburg produziert wurde. Wie
untenstehende Grafik verdeutlicht, liegt der Anteil von PV-Strom am EE-Strom seit
mehreren Jahren bei 8%
Tabelle 16: Anteil der Photovoltaik an der Gesamtproduktion erneuerbarer Energien:
Jahr
2003
2004
2005
2006
2007
2008
Anteil
1,02%
4,83%
8,63%
8,77%
8,08%
7,24%
Quelle: nach Daten von www.ilr.public.lu selbst erstellt
Abbildung 14: Gesamtproduktion von Photovoltaik in Luxemburg, 2003 - 2008
24
20
GWh
16
12
8
4
0
2003
2004
2005
2006
2007
2008
Quelle: nach Daten von www.ilr.public.lu selbst erstellt
69
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Gründe für die schnelle Entwicklung der Photovoltaik in Luxemburg in diesem Zeitraum
waren laut der Studie des Frauenhofer Institus vor allem die Investitionszuschüsse sowie
die Vergütung aus dem Einspeisungstarif für Photovoltaik-Anlagen. In den Jahren 2007 und
2008 hat die Energieproduktion mit Photovoltaik allerdings nahezu stagniert, was
insbesondere auf die Modulknappheit sowohl in Luxemburg als auch im restlichen Europa
zurückzuführen ist. Die veränderten Förderbedingungen seit 2005 haben ebenfalls dazu
beigetragen, dass sich die Photovoltaik in den letzten Jahren nicht mehr so stark
entwickelt hat wie zu Beginn.
Hinsichtlich Bevölkerung und Landesfläche besitzt Luxemburg heute weltweit die höchste
spezifisch installierte Leistung an PV-Anlagen. Wie auf der folgenden Grafik (Stand: Ende
2004)83 deutlich wird, ist die PV-Leistung im Süden Luxemburgs mit 0-150 Wp (Wp = Wattpeak) pro Einwohner deutlich geringer als im Norden bzw. Nordwesten Luxemburgs, wo sie
in einigen Gemeinden über 300 Wp pro Einwohner beträgt. Dies ist insbesondere darauf
zurückzuführen, dass sich der Norden sowie der Nordwesten Luxemburgs aufgrund des
günstigen Einstrahlungswinkels der Sonne besonders gut zur Nutzung der Photovoltaik
eignen. Die höchste Pro-Kopf-Leistung gab es 2004 demnach mit 469.11 Watt in
Heinerscheid, gefolgt von Boulaide mit 459.74 Watt sowie Nommern mit 435.64 Watt.
Auffällig ist außerdem, dass Luxembourg-Stadt mit einer installierten pro-Kopf Leistung
von 3.07 Watt auf einem der letzten Plätze rangiert, bei der installierten Leistung pro
Gemeinde jedoch im oberen Mittelfeld liegt. Obwohl sich die Energieerzeugung durch
Photovoltaikanlagen seitdem etwas mehr als verdoppelt hat, ist davon auszugehen, dass
die Verteilung der Anlagen ungefähr gleich geblieben ist.
83
Neuere Daten liegen bisher nicht vor, es ist aber davon auszugehen, dass sich die installierte PVLeistung pro Einwohner in den folgenden Jahren ähnlich entwickelt hat, da sich Orte in Nord- und
Nordwestluxemburg aufgrund der Sonneneinstrahlung besonders gut zur PV-Nutzung eignen.
70
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Abbildung 15: Installierte PV-Leistung pro Einwohner in Luxemburg
Quelle: www.solarinfo.lu, Statec, Ministère de l'Economie et du Commerce extérieur
4.1 Politische Rahmenbedingungen
Aufgrund der intensiven Förderung in den ersten Jahren kam es zwischen 1990 und 2001 zu
einem regelrechten Boom der Photovoltaik und es wurden in diesem Zeitraum ca. 1800
Anlagen in Luxemburg errichtet. Außerdem haben sich die Investitionskosten innerhalb
dieser Periode mehr als halbiert. Während sie im Jahr 1990 noch ca. 15000 €/kWp
71
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
betrugen, sind sie bis 2001 auf ca. 6500 €/kWp gesunken.84 In den Jahren 2001 -2004
flossen beispielsweise über 60% der staatlichen Fördermittel für erneuerbare Energien in
den Bau von Photovoltaikanlagen, Biomasse wurde mit 20% gefördert, Windkraft mit 10%
und die Wasserkraft mit ca. 6%. Dabei ist hervorzuheben, dass die Photovoltaik zwar am
stärksten gefördert wurde, jedoch den geringsten Energieertrag geliefert hat.
Als die Förderungsbedingungen für Privatpersonen, Unternehmen sowie Kommunen im Jahr
2005 schließlich mehrmals verändert wurden, war der erste Aufschwung des Sektors
vorüber. Laut eines Berichts der Grünen Partei Luxemburgs (déi gréng) sowie des „Institut
Luxembourgeois de Réegulation (ilr)“ wurden im Jahr 2004 in ganz Luxemburg 2032
Photovoltaikanlagen gezählt, in den folgenden Jahren stagnierte die Zahl der Anlagen, und
in der Zeit zwischen 2004 und 2007 wurden lediglich 43 neue Anlagen errichtet. Durch die
Modifikation der Förderungsbedingungen im „Règlement grand-ducal du 14 octobre 2005“
erhielten die Kommunen von nun an beispielsweise einen niedrigeren Einspeisungstarif.
Abbildung 16: Anzahl der errichteten PV-Anlagen in Luxemburg von 2001-2008
2400
2100
1800
1500
1200
900
600
300
0
Anzahl
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
34
320
1247
2032
2032
2058
2075
2149
Quelle: www.ilr.public.lu
84
http://www.eco.public.lu/documentation/etudes/2007/03/Endbericht_RESLux_26_03_07_final.pdf, S. 143/144.
72
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Nachdem in den Jahren 2007 auf 2008 die Regelungen zur Unterstützung von
Privatpersonen erneut abgeändert wurden, werden die nächsten Jahre abzuwarten
bleiben, um die weitere Entwicklung der Photovoltaik in Luxemburg beurteilen zu können.
Allgemein ist jedoch bereits heute festzustellen, dass sie – genau wie die letzten Jahre –
enorm von den energiepolitischen Zielen der Regierung und den damit verbunden
Förderbedingungen abhängig sein wird.
4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
Allgemein ist bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen in Luxemburg zu beachten, dass
unterschiedliche gesetzliche Regelungen und Fördermaßnahmen existieren, je nachdem ob
die Anlage von Privatpersonen, Unternehmen oder Kommunen errichtet wird. Prinzipiell
kann eine PV-Anlage von jedermann errichtet werden, allerdings sollte man sich in der
jeweiligen Gemeinde darüber erkundigen, ob eine Baugenehmigung notwendig ist, da dies
von Kommune zu Kommune unterschiedlich geregelt sein kann. Bezüglich der Anbringung
einer PV-Anlage bestehen im Allgemeinen drei Varianten. PV-Anlagen können auf
Dachflächen von Gebäuden, an Gebäudefassaden oder auf Freiflächen errichtet werden.
Bei der Errichtung auf Dachflächen können die Anlagen beispielsweise als Auf- oder
Indachmontage auf einem Schrägdach bzw. als Auf- oder Indachmontage auf einem
Flachdach angebracht werden.85
Möchte man die PV-Anlage vor der Fassade errichten, geschieht dies, indem die Module auf
die vorhandene Fassade montiert werden. Darüber hinaus können die Module als äußere
Schale einer Kalt- oder Warmfassade eingesetzt werden. Schließlich bestehen noch
Möglichkeiten der Errichtung von Lichtdachkonstruktionen oder Sonnenschutzeinrichtungen
sowie die Errichtung von Großanlagen auf Freiflächen.86
Regelungen zur steuerlichen Behandlung von Betreibern einer PV-Anlage finden sich im
„Circulaire L.I.R. n° 14/2 du 23 mai 2003“. Die steuerliche Behandlung ist dabei vom
rechtlichen Status des Betreibers sowie der Größe der Anlage abhängig. Außerdem spielt
eine Rolle, ob die produzierte Energie ausschließlich privat genutzt wird oder aber eine
Gewinnerzielungsabsicht des Betreibers besteht. Einen Spezialfall stellen dabei Anlagen
mit einer Leistung zwischen 1 und 4 kW dar, welche von natürlichen Personen betrieben
werden, da die Betreibung einer solchen Anlage als Liebhaberei angesehen wird. Wird die
produzierte Energie im Rahmen von Gewerbebetrieben, land- und forstwirtschaftlichen
85
86
www.solarinfo.lu
www.solarinfo.lu
73
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tätigkeiten sowie Freiberuflern genutzt, gehört die Anlage zum Nettovermögen des
Betreibers. In diesem Fall sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Installation der
PV-Anlage steuerlich als Betriebsausgabe abzugsfähig.87
Generell
gibt
es
zwei
Möglichkeiten
der
Subventionierung,
einerseits
staatliche
Investitionszuschüsse und andererseits Einspeisevergütungen. Die Gesetzeslage bzgl. der
Förderungen hat sich in den letzten Jahren allerdings mehrfach geändert. Im folgenden
Abschnitt werden die derzeitigen Förderbedingungen für Privatpersonen, Unternehmen und
Kommunen näher beschrieben, sowohl im Hinblick auf Investitionszuschüsse als auch auf
Einspeisevergütungen. Dabei ist zu beachten, dass genau dieser rechtliche Status des
Investors über die Höhe der Förderungen entscheidet.
4.3 Fördermaßnahmen
4.3.1 Privatpersonen
Investitionszuschuss:
Gemäß dem „Règlement grand-ducal du 20 avril 2009“88 erhalten Privatpersonen seit dem
01.01.2008 beim Bau einer Photovoltaikanlage einen staatlichen Investitionszuschuss von
maximal 30% der Anschaffungskosten. Weiterhin ist zu beachten, dass der Zuschuss
höchstens 1650 € beträgt, die Anlage pro Standort 30 kWp nicht überschreiten darf und die
Förderung zeitlich bis 31.12.2012 begrenzt ist. Bezuschusst werden können Material- und
Montagekosten sowie die Energieberatung durch einen Energieberater. Bei der Erstellung
des Antrags auf Unterstützung muss schließlich noch darauf geachtet werden, dass das
Antragsformular bis spätestens 1. März des Folgejahres, in dem die Investition getätigt
wurde, bei der „Administration de l’Environnement“ eingereicht werden muss.
Einspeisevergütung:
Die Vergütung aus dem Einspeisungstarif für Privatpersonen ist im „Règlement grand-ducal
du 8 février 2008“89 festgeschrieben. Für Anlagen bis 30 kWp, die im Jahr 2008 in Betrieb
genommen wurden, erhält man als Privatperson demnach 0,42 €/kWh. Anlagen die
ebenfalls im Jahr 2008 in Betrieb genommen wurden, jedoch eine Leistung zwischen 30
und 1000 kWp erzielen, werden mit 0,37 €/kWp vergütet. Beide Tarife werden 15 Jahre
lang ab Inbetriebnahme gezahlt. Für Anlagen, die nach 2008 in Betrieb genommen wurden
gilt bei der Einspeisevergütung ein jährlicher Degressionstarif von 3%.
87
http://www.impotsdirects.public.lu/legislation/legi03/Circulaire_du_23_mai_2003.pdf, S. 4-7.
http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2009/0083/a083.pdf
89
http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2008/0016/a016.pdf#page=2
88
74
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Zudem existieren für Privatpersonen in Luxemburg teilweise gemeindespezifische
zusätzliche Förderprogramme.
4.3.2 Unternehmen
Investitionszuschuss:
Die Investitionszuschüsse für Unternehmen werden durch das „Loi du 22 février 2004“90
oder das „Loi du 30 juin 2004“91 geregelt. Die Beihilfen aus beiden Gesetzen können
allerdings nicht miteinander kombiniert werden. Hinsichtlich der erneuerbaren Energien
richtet sich das „Loi du 22 février 2004“ an Unternehmen, welche in allen
Wirtschaftssektoren tätig sind, das „Loi du 30 juin 2004“ enthält dagegen eher Regelungen
für kleine und mittelständische Unternehmen. Gemäß Artikel 5 des „Loi du 22 février
2004“ können Unternehmen Investitionszuschüsse in Höhe von 40% der bezuschussfähigen
Kosten erhalten. Unter bezuschussfähigen Kosten werden dabei alle zusätzlichen
Investitionskosten verstanden, die das Unternehmen zur Erreichung der neuesten
Umweltschutzstandards bzw. zur rationellen Energienutzung tätigen muss.
Einspeisevergütung:
Die Regelungen bzgl. der Einspeisevergütung für Unternehmen finden sich im „Règlement
grand-ducal du 14 octobre 2005“92. Für Anlagen mit einer Leistung zwischen 1 und 500
kWp, welche nach dem 01.01.2005 in Betrieb genommen wurden, erhalten Unternehmen
demnach einen Einspeisungstarif von 0,77 €/kWh. Der Einspeisungstarif für Anlagen mit
einer Leistung von 501-10000 kWp berechnet sich nach einer speziellen Formel.
4.3.3 Kommunen
Investitionszuschuss:
Die Investitionszuschüsse für Kommunen sind ähnlich wie die für Privatpersonen im
„Règlement grand-ducal du 20 avril 2009“ festgeschrieben. Dabei erhalten Kommunen bei
der Errichtung einer PV-Anlage eine Beihilfe von 15% der Investitionskosten mit einem
Höchstbetrag
von
900
€/kWp.
Es
muss
darauf
geachtet
werden,
dass
die
Photovoltaikmodule an einer Gebäudehülle installiert sind und die Anträge vor
Arbeitsbeginn beim Ministère de l’Environnement eingereicht wurden.
90
http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2004/0024/a024.pdf#page=2
http://www.myenergy.lu/files/Loi040630_CLA.pdf
92
http://www.legilux.public.lu/leg/a/archives/2005/0181/a181.pdf
91
75
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Einspeisevergütung:
Derzeit erhalten Kommunen keine erhöhte
Einspeisevergütung. Lediglich Anlagen, die
zwischen dem 1. Januar 2005 und dem 31. Dezember 2007 in Betrieb genommen wurden,
wurden über das „Règlement grand-ducal du 14 octobre 2005“ mit einem Tarif von 0,28
€/kWh vergütet.
76
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Chancen für deutsche Unternehmen
Für deutsche Firmen eröffnen sich ausgezeichnete Marktchancen in den verschiedenen
Untersektoren, insbesondere, da Deutschland als Marktführer und Trendsetter in
Erneuerbaren Energien gilt. Nahezu alle Bereiche (insbesondere PV, KWK, Windenergie)
haben kurz- bis mittelfristig gute Chancen, sich auf dem belgischen und luxemburgischen
Markt zu etablieren. Langfristig ist mit einem reiferen Markt zu rechnen, der weniger
Scheu vor Investitionen in Spezialtechnologien haben wird.
Im Allgemeinen legen belgische Verbraucher und Unternehmen Wert auf Qualität,
Innovation, Zuverlässigkeit, gute Preis- und Lieferkonditionen sowie einen guten After
Sales-Kundendienst. Aufgrund der sprachlichen/kulturellen Situation wird oft ein lokaler
Ansprechpartner bevorzugt, der sich mit den Besonderheiten des belgischen Marktes
auskennt. Persönliche Kontakte sind in Belgien außerordentlich wichtig und sollten
gepflegt werden.
77
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
ANHANG
Adressen 1: Fachverbände
Agoria
Verband der technologischen Industrie in Belgien (inkl. Erneuerbare Energien)
Ansprechperson: Herr Laurent Hellebaut
Straße, Nr.: A. Reyerslaan 80
PLZ, Stadt: 1030 Brüssel
Tel: +32 2 706 79 93
Fax: +32 2 706 80 09
Mail: [email protected]
Web: www.agoria.be
Bouwunie Nationaal
Verband der flämischen Bauwirtschaft (inklusive Brüssel, Antwerpen)
Straße, Nr.: Spastraat 8
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 706 79 93
Fax: +32 2 706 80 09
Mail: [email protected]
Web: www.bouwunie.be
Conféderation Construction – Entrepreneurs Vitrage
Verband der belgischen Fensterbauer
Ansprechperson : Herr Filip Covelier
Straße, Nr. : Rue du Lombard 34-42
PLZ, Stadt: 1000 Brussel
Tel: +32 2 545 57 57
Fax: +32 2 545 58 59
Mail: [email protected]
Web: www.confederationconstruction.be/vitrage
Edora
Föderation Erneuerbare Energien
Straße, Nr.: Omwentelingstraat 7
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 217 96 82
Fax: +32 2 219 21 51
Mail: [email protected]
Web: www.edora.be
FEBEC
Föderation belgischer Elektrizitäts- und Gasunternehmen
Straße, Nr.: Ravensteingalerij 3 bus 9
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 500 85 85
Fax: +32 2 500 85 86
Mail: [email protected]
Web: www.febeg.be
78
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Fédération des Entrepreneurs Généraux de la Construction
Zusammenschluß von belgischen Generalbauunternehmern
Ansprechperson: Herr André Pélégrin
Straße, Nr. : Rue du Lombard 34-42
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 511 65 95
Fax: +32 2 514 18 75
Mail: [email protected]
Web: www.confederationconstruction.be
Fedustria – Fédération belge de l´industrie textile, du bois et de l´ameublement
Verband der belgischen Textil-, Holz- und Möbelbranche
Straße, Nr.: Allée Hof ter Vlest 5, bte 1
PLZ, Stadt: 1070 Brüssel
Tel: +32 2 556 25 55
Fax: +32 2 556 25 74
Mail: [email protected]
Web: www.fedustria.be
FEE
Elektrizität und Elektronik
Ansprechpartner: Herr Yves de Coorebyter
Straße, Nr.: Excelsiorlaan 91
PLZ, Stadt: 1930 Zaventem
Tel: +32 2 720 40 80
Fax : +32 2 720 20 60
Mail : [email protected]
Web : www.feebel.be
Union Belge des Installateurs en Chauffage, Sanitaire, Climatisation et Professions
Connexes (I.C.S.)
Union der Heizungs-, Sanitär-, Klima- u.ä. Branchen
Ansprechpartner: Herr Jean-Jacques Kleinen
Straße, Nr.: Rue du Lombard 34-42
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 520 73 00
Fax: +32 2 520 97 49
Mail: [email protected]
Adressen 2: Verbände und Organisationen Energieeffizienz / Erneuerbare Energien
APERe – Verband zur Förderung Erneuerbarer Energien
Dachverband zur Förderung erneuerbarer Energien und ihres nachhaltigen Gebrauchs
Straße, Nr. : Rue de la Révolution, 7
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel : +32 2 218 78 99
Fax : +32 2 219 21 51
Mail : [email protected]
Web : www.apere.org
79
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
BELSOLAR
Berufsverband von Produzenten und Importeuren von PV-Anlagen in Belgien
Ansprechpartner : Herr Luc Gheselle
Straße, Nr. : Vaartstraat 61
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel : +32 2 219 79 89
Mail : [email protected]
Web : www.belsolar.be
Bond Beter Leefmilieu
Flämische Vereinigung von 140 Umweltorganisationen
Straße, Nr. : Tweekerkenstraat 47
PLZ, Stadt : 1000 Brüssel
Tel: +32 2 282 17 20
Fax: +32 2 230 53 89
Mail: [email protected]
Web : www.bondbeterleefmilieu.be
Brussels Enterprise Agency
Die Brüssler Unternehmensagentur eröffnet Unternehmen und öffentlichen Institutionen
den Zugang zu Umwelttechnologien
Ansprechperson : Frau Patricia Foscolo
Straße, Nr. : Avenue du Port, 86 C, bte 211
PLZ, Stadt : 1000 Brüssel
Tel: +32 2 422 51 28
Fax: +32 2 422 00 43
Mail: [email protected]
Web : www.abe-bao.be
Centrum Duurzaam Bouwen vzw
Flämisches Informations- und Koordinationszentrum für energieeffizientes Bauen
Ansprechpartner: Herr To Simons
Straße, Nr.: Marktplein 7, bus 1
PLZ, Stadt: 3550 Heusden-Zolder
Tel: +32 11 517 051
Fax: +32 11 571 287
Mail: [email protected]
Web: www.cedubo.be
Cluster éco-construction asbl (Wallonie)
Wallonischer Mitgliedsverband im Bereich ökologisches Bauen
Ansprechpartner: Herr Eddy Bauraing
Straße, Nr.: Rue Henri Lecocq 47, boîte 7
PLZ, Stadt: 5000 Namur
Tel: +32 81 71 41 00
Fax: +32 81 71 41 01
Mail: [email protected]
Web: http://clusters.wallonie.be
80
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Cluster Ecobuild Bruxelles
Brüsseler Mitgliedsverband von Partnern im Bereich ökologisches Bauen
Ansprechpartner: Frau Paola Duchaine
Straße, Nr.: Avenue du Port 86 C, bus 211, Tour et Taxis
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 422 00 28
Mail: [email protected]
Web: www.ClusterEcobuild.be
CZE – Centrum Zonne-energie
Institut für Informationen und Beratung zum Thema Solarenergie
Ansprechpartner: Herr Jan Vrancken
Straße, Nr.: Langstraat, 140
PLZ, Stadt: 2140 Antwerpen
Tel: +32 497 80 27 83
De Zonne-Arc
Ansprechpartner: Herr Willy Lievens
Straße, Nr.: Couthoflaan, 38
PLZ, Stadt: 8972 Proven
Tel: +32 5 733 84 19
Fax: +32 5 733 77 15
Mail: [email protected]
Web: www.zonnearc.be
Dialoog vzw
unabhängiges Beratungsgremium für Energie- und Wasser-Problematik in Bezug auf
nachhaltiges Bauen
Ansprechpartner: Heer Ivo Aerts
Straße, Nr.: Remylaan, 13
PLZ, Stadt: 3018 Wijgmaal
Tel: +32 1 623 26 49
Fax: +32 1 622 21 31
Mail: [email protected]
Web: www.dialoog.be
Elea
Promotion ökologischer Bauweisen in Wallonien
Straße, Nr.: Rue du Blanc Pignon, 33
PLZ, Stadt : 7700 Mouscron
Tel : +32 56 84 51 77
Fax : +32 56 84 51 90
Mail : [email protected]
Web : www.lanaturemamaison.be
Energie 2030
Länderübergreifender Verein von 18 Umweltverbänden aus Belgien, Deutschland und
Luxemburg, der umweltschonende Energiegewinnung propagiert
Straße, Nr. : Rue d'Aix-la-Chapelle, 37, PLZ, Stadt: 4700 Eupen
Tel: +32 87 59 35 40
Fax: +32 87 59 35 49
Mail: [email protected]
Web: www.energie2030.com
81
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
European Alliance of Companies for Energy Efficiency in Buildings
Private europäische Energieeffizienz-Lobby
Straße, Nr. : Avenue Louise, 375 - Bte 4
PLZ, Stadt : 1050 Brüssel
Tel : +32 2 639 10 10
Fax : +32 2 639 10 15
Web : www.euroace.org
European Isolation Manufacturers Association
Verband europäischer Isolationsmaterialienhersteller
Straße, Nr. : Avenue Louise, 375 - Bte 4
PLZ, Stadt : 1050 Brüssel
Tel: +32 2 626 20 90
Fax: +32 2 626 20 99
Web: www.eurima.org
EREC - European Renewable Energy Council
Europäischer Verband der Erneuerbaren Energien
Straße, Nr. : Rue du Trône, 26
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 546 1933
Fax: +32 2 546 1934
Mail: [email protected]
Web : www.erec-renewables.org
GENERATIES
Flämische Industrieplattform Erneuerbare Energien
Ansprechpartner: Herr Geert Palmers
Straße, Nr.: Vaartstraat 61
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 217 58 68
Fax: +32 2 219 79 89
Mail: [email protected]
Web : www.feebel.be
IEW - Fédération Wallonne des Associations d'Environnement
Gemeinnütziger wallonischer Verband für Umweltschutz
Straße, Nr.: Boulevard du Nord, 6
PLZ, Stadt: 5000 Namur
Tel: +32 81 25 52 80
Fax: +32 81 22 63 09
Mail: [email protected]
Web: www.iewonline.be
Ansprechpartner für den Bereich Energie:
Herr Stephan Vis: ([email protected])
Herr Thibaud de Menten: ([email protected])
Herr Mikaël Angé: ([email protected] )
MeMo (Dienstencentrum voor Mens- en Milieuvriendelijk ondernemen)
Herausgeber des “Grünen Ratgebers” mit Adressen von allen Läden mit ökologischen
Produkten, Architekten, etc. in Flandern
Straße, Nr.: St. Erasmusstraat 17
PLZ, Stadt: 2140 Borgerhout
82
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Tel: +32 3 271 04 00
Fax: + 32 3 271 07 48
Mondo
Vorträge, Informationsveranstaltungen und Konferenzen zum Thema Solarenergie
Ansprechpartner: Frau Clara Van den Eeden
Straße, Nr.: Bastijnstraat, 85
PLZ, Stadt: 2590 Berlaar
Tel: +32 3 482 24 68
Mail: [email protected]
Web : www.mondo.be
ODE-Vlaanderen vzw
flämische Organisation für nachhaltigen Energieverbrauch
Ansprechperson: Herr Frank Snijders (Leiter)
Straße, Nr.: Marktplein 7
PLZ, Stadt: 3550 Heusden-Zolder
Tel: +32 11 66 50 91
Fax: +32 11 55 45 91
Mail: [email protected]
Web: www.ode.be
Synergrid vzw
Vereinigung belgischer Stromproduzenten, Netzverwalter und Stromlieferanten
Ansprechperson: Herr Luc Van Nuffel
Straße, Nr.: Palmerstonlaan, 4
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 237 11 11
Fax: +32 2 230 44 80
Mail: [email protected]
Web: www.synergrid.be
Syntra Limburg
Ansprechpartner: Frau Ria Schrooten
Straße, Nr.: Kerkstraat, 1
PLZ, Stadt: 3600 Genk
Tel: +32 8 935 46 16
Fax: +32 8 935 30 42
Mail: [email protected]
Web: www.syntra-limburg.be
Syntra West
Ansprechpartner: Herr Jan Hostyn
Straße, Nr.: Zandvoordeschorredijkstraat, 73
PLZ, Stadt: 8400 Oostende
Tel: +32 5 951 60 00
Fax: +32 5 970 61 70
Mail: [email protected]
Web: www.syntrawest.be
83
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
VEI – Vlaams Elektro Innovatiecentrum
Flämisches Zentrum für Innovationen im Bereich Elektronik
Ansprechpartner: Herr Kris Van Dingenen
Straße, Nr.: Kleinhoefstraat, 6
PLZ, Stadt: 2440 Geel
Tel: +32 1 457 96 12
Fax: +32 1 457 96 11
Mail: [email protected]
Web: www.vei.be
Vlaams Instituut voor Bio-ecologisch Bouwen & Wonen (VIBE)
flämischer Mitgliedsverband für ökologisches Bauen und Wohnen
Straße, Nr.: Grotesteenweg, 91
PLZ, Stadt: 2600 Antwerpen-Berchem
Tel: +32 3 218 10 60
Fax: +32 3 218 10 69
Mail: [email protected]
Web: www.vibe.be
ZonnewinDT
Informationen über nachhaltiges Bauen mit Schwerpunkt Solarenergie
Straße, Nr.: Predikboomstraat, 91
PLZ, Stadt: 8650 Klerken
Tel: +32 47 755 13 22
Mail: [email protected]
Web: www.zonnewindt.be
Adressen 3: Belgische Föderale Einrichtungen
De Federale Overheidsdienst Economie, KMO, Middenstand en Energie
Le Service public fédéral Economie, PME, Classes moyennes et Energie
Föderaler öffentlicher Dienst Wirtschaft, KMU, Mittelstand und Energie
Ansprechpersonen:
Herr Paul Magnette, Minister für Klima und Energie
Frau Sabine Laruelle, Ministerin für KMUs, Selbständige, Agrikultur und Wissenschaftspolitik
Herr Vincent Van Quickenborne, Minister für Unternehmen und Vereinfachung
Straße, Nr.: Rue du Progrès, 50 - Vooruitgangstraat 50
PLZ, Stadt: 1210 Brüssel
Tel: +32 2 277 51 11
Fax: +32 2 277 51 07
Mail: [email protected]
Web: http://economie.fgov.be
Abteilung Energie
Ansprechperson: Herr M.P. Fauconnier
Straße, Nr.: North Gate III, Boulevard du Roi Albert II, 16
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 277 81 80
Fax: +32 2 277 52 01
Mail: [email protected]
Web: http://www.energie.mineco.fgov.be
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Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Programmatorische Federale Overheidsdienst Duurzame Ontwikkeling
Service public fédéral de programmation Développement durable
Programmatischer Öffentlicher Dienst Nachhaltige Entwicklung
Ansprechperson: Herr Hadelin de Beer de Laer , Präsident
Straße, Nr.: Simon Bolivarlaan 30, bus 12
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 277 50 06
Fax: +32 2 277 50 03
Mail : [email protected]
Web : www.poddo.be
Interdepartementale Commissie Duurzame Ontwikkeling
Commission Interdépartementale du Développement Durable
Interministerielle Kommission für Nachhaltige Entwicklung
Ansprechperson: Frau Els van Weert, Staatssekretärin für Nachhaltige Entwicklung
Straße, Nr.: Secretariaat van de ICDO/POD DO - WTC III, Simon Bolivarlaan 30
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 277 50 06
Fax: +32 2 277 50 03
Mail: [email protected]
Web: www.cidd.fgov.be
Federale Raad voor Duurzame Ontwikkeling
CFDD - Conseil Fédéral du Développement Durable
FRDO - Föderaler Rat für Nachhaltige Entwicklung
Ansprechperson: Herr Theo Rombouts
Straße, Nr.: Ernest Blerotstraat 17
PLZ, Stadt: 1070 Brüssel
Tel: +32 2 743 31 50
Fax: +32 2 743 31 59
Mail: [email protected]
Web: www.belspo.be/frdocfdd/
Portaalsite Duurzame Ontwikkeling
Webseite für Nachhaltige Entwicklung
http://www.duurzameontwikkeling.be
Adressen 4: Flämische öffentliche Einrichtungen
Zum 1. April 2007 wurde die Flämische Verwaltung reorganisiert. Seitdem werden die
Aufgaben in 13 Politikbereichen (beleidsdomein) wahrgenommen, die jeweils aus einem
Ministerium (Departement) und einer Anzahl selbständig arbeitender Agenturen bestehen.
Beleidsdomein Diensten voor het Algemeen Regeringsbeleid
Politikbereich Dienstleistungen zur Unterstützung der Allgemeinen Regierungspolitik
Mail: [email protected]
Web: www.vlaanderen.be/algemeenregeringsbeleid
85
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Departement Diensten voor het Algemeen Regeringsbeleid
Ministerium Dienstleistungen zur Unterstützung der Allgemeinen Regierungspolitik
Ansprechpersonen:
Herr Eric Stroobants, Generalsekretär
Herr Karl Musschoot, Kommunikationsbeauftragter
Frau Annemie Morren, Kommunikationsassistentin
Straße, Nr.: Boudewijngebouw - Boudewijnlaan 30, bus 20
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 553 59 68
Fax: +32 2 553 58 63
Mail: [email protected]
Web: www.vlaanderen.be/dar
Abteilung Nachhaltige Entwicklung
Ansprechperson: Herr Oda Walpot, Beauftragter
Tel: +32 2 553 59 53
Fax : +32 2 553 59 59
Mail : [email protected]
Web : http://www.vlaanderen.be/duurzameontwikkeling/
Departement Economie, Werkgelegenheid
Binnenlandse Aangelegenheden en Landbouw,
Administratie Economie
Dienst Natuurlijke Rijkdommen en Energie
North Plaza B, Koning Albert II –laan 7-9
1210 Bruxelles
tél : 02/ 553 46 00
fax : 02/553 46 01
e-mail : [email protected]
e-mail: [email protected]
website : http://www.energiesparen.be
en cours: http://www.ondernemen.vlaanderen.be
Departement Economie, Wetenschap en Innovatie
Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Innovation
Ansprechpersonen:
Herr Rudy Aernoudt, Generalsekretär
Frau Emmelie Tindemans, Kommunikationsbeauftragte
Straße, Nr.: Ellipsgebouw - Koning Albert II-laan 35, bus 10
PLZ, Stadt: 1030 Brüssel
Tel: +32 2 553 59 80
Fax: +32 2 553 60 07
Mail: [email protected]
Web: www.ewi-vlaanderen.be
86
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Vlaams Agentschap Ondernemen (VLAO)
Flämische Unternehmensagentur
Ansprechpersonen:
Herr Jan Callens, Verwaltungsbeauftragter
Herr Pascal Jacobs, Kommunikationsbeauftragter
Herr Yves Schouwaerts, Kommunikationsassistent
Straße, Nr.: Kolonienstraat 56, 6de verd.
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 227 60 20
Fax: +32 2 227 60 11
Mail: [email protected]
Web: www.vlao.be
Provinciale Ontwikkelingsmaatschappijen
Provinziale Entwicklungsgesellschaften
Web: www.gom.be
Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij Antwerpen
Ansprechpersonen:
Herr Luc Broos, Leiter
Herr Stijn Van Bosstraeten, Kommunikationsmanager
Straße, Nr.: Lange Lozanastraat 223
PLZ, Stadt: 2018 Antwerpen
Tel: +32 3 240 68 00
Fax: +32 3 240 68 68
Mail: [email protected]
Web: www.pomantwerpen.be
Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij Limburg
Ansprechperson: Herr Raymond Van Ballaer, Generalverwaltung & Kommunikation
Straße, Nr.: Kunstlaan 18
PLZ, Stadt: 3500 Hasselt
Tel: +32 11 30 01 00
Fax: +32 11 30 01 02
Mail: [email protected]
Web: www.pomlimburg.be
Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij Oost-Vlaanderen
Ansprechperson: Herr Piet Baeke, Kommunikationsbeauftragter
Straße, Nr.: Huis van de Economie - Seminariestraat 2
PLZ, Stadt: 9000 Gent
Tel: +32 9 267 86 00
Fax: +32 9 267 86 96
Mail: [email protected]
Web: www.pomov.be
Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij Vlaams-Brabant
Ansprechperson: Herr Alain Mosselmans, Generalverwalter
Straße, Nr.: Provinciehuis - Provincieplein 1
PLZ, Stadt: 3010 Leuven
Tel: +32 16 26 71 90
Mail: [email protected]
Web: www.pomvlaamsbrabant.be
87
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij West-Vlaanderen
Ansprechperson: Frau Nicole Danneels, Kommunikationsverantwortliche
Straße, Nr.: Koning Leopold III-laan 66
PLZ, Stadt: 8200 Brügge
Tel: +32 50 40 31 66
Fax: +32 50 71 94 06
Mail: via Webseite
Web: www.pomwvl.be
Vlaamse Instelling voor Technologisch Onderzoek (VITO)
Flämische Einrichtung für Forschung Im Technologiebereich
Ansprechpersonen:
Herr Dirk Fransaer, Geschäftsführer
Frau Kristine Verheyden, Kommunikationsmanagerin
Straße, Nr.: Boeretang 200
PLZ, Stadt: 2400 Mol
Tel: +32 14 33 55 11
Fax: +32 14 33 55 99
Mail: [email protected]
Web: www.vito.be
Instituut voor Innovatie door Wetenschap en Technologie (IWT)
Institut für Innovation durch Wissenschaft und Technologie
Ansprechpersonen:
Herr Paul Zeeuwts, Geschäftsführer
Frau Monique Baeteman, Kommunikation
Straße, Nr.: Bischoffheimlaan 25
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 209 09 00
Fax: +32 2 223 11 81
Mail: [email protected]
Web: www.iwt.be
Beleidsdomein Leefmilieu, Natuur en Energie (LNE)
Politikbereich Umwelt, Natur und Energie
Milieu- en Natuurraad van Vlaanderen (MiNa-raad)
Umwelt- und Naturrat von Flandern
Ansprechperson: Herr Dirk Uyttendaele, Leiter
Straße, Nr.: Kliniekstraat 25
PLZ, Stadt: 1070 Brüssel
Tel: +32 2 558 01 30
Fax: +32 2 558 01 31
Mail: [email protected]
Web: www.minaraad.be
88
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Departement Leefmilieu, Natuur en Energie
Ministerium für Umwelt Natur und Energie
Ansprechpersonen:
Herr Jean-Pierre Heirman, Generalsekretär
Frau Diana Leuci, Kommunikationsmanagerin
Straße, Nr.: Graaf de Ferrarisgebouw - Koning Albert II-laan 20, bus 8
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 553 80 11
Fax: +32 2 553 80 05
Mail: [email protected]
Web: www.lne.be
Milieu-, Natuur- en Energiebeleid
Abteilung Umwelt, Natur und Energiepolitik
Ansprechpersonen:
Herr Koen De Smet, Abteilungsleiter
Frau Els De Smedt, Kommunikationsbeauftragte
Tel: +32 2 553 83 04
Fax: +32 2 553 80 06
Mail: [email protected]
Milieu-integratie en -subsidiëringen
Abteilung Umweltintegration und Förderungen
Ansprechpersonen:
Herr Marc Cherretté, Abteilungsleiter
Frau Magda D'Hondt, Kommunikation
Tel: +32 2 553 80 56
Fax : +32 2 553 80 55
Mail: [email protected]
Milieuvergunningen / Umweltgenehmigungen
Ansprechpersonen:
Herr Paul Bernaert, Abteilungsleiter
Herr George Huau, Kommunikationsmanager
Tel: +32 2 553 79 97
Fax : +32 2 553 79 95
Mail : [email protected]
Vlaams Energieagentschap
Flämische Energieagentur, Infos zu regionalen Subventionen und Unterstützungsmaßregeln
Ansprechpersonen:
Herr Luc Peeters, Generalsekretär
Herr Geert Flipts, Kommunikationsbeauftragter
Straße, Nr.: Graaf de Ferrarisgebouw - Koning Albert II-laan 20, bus 17
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 553 46 00
Fax: +32 2 553 46 01
Mail: [email protected]
Web: www.energiesparen.be
89
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Vlaamse Milieumaatschappij (VMM)
Flämische Umweltagentur
Ansprechpersonen:
Herr Frank Van Sevencoten, Geschäftsführer
Herr Dirk Waegeman, Direktor
Frau Katrien Smet, Kommunikation
Straße, Nr.: Alfons Van de Maelestraat 96
PLZ, Stadt: 9320 Erembodegem
Tel: +32 53 72 62 11
Fax: +32 53 77 71 68
Mail: [email protected]
Web: www.vmm.be
Vlaams Overleg Duurzame Ontwikkeling - VODO
Flämische Beratungsorganisation für Nachhaltige Entwicklung
Straße, Nr.: Vlasfabriekstraat 11
PLZ, Stadt: 1060 Brüssel
Tel: +32 2 536 19 90
Fax: +32 2 536 19 43
Mail: [email protected]
Web: www.vodo.be
Energie en Milieu Informatiesysteem voor het Vlaamse Gewest (EMIS)
Energie- und Umweltinformationssystem für die Flämische Region
Straße, Nr.: Boeretang 200
PLZ, Stadt: 2400 Mol
Tel: +32 14 33 55 11
Fax: +32 14 33 55
Web: www.emis.vito.be/
Adressen 5: Wallonische Öffentliche Einrichtungen
Direction générale des Technologies de la Recherche et de l'Energie
Division de l'Energie
Avenue Prince de Liège, 7
5100 Jambes
tél. :
081/33 56 40
fax : 081/30 66 00
e-mail : [email protected]
website : http://energie.wallonie.be
Cabinet du Ministre wallon du Logement, des Transports et du Développement territorial
Wallonisches Ministerium für Wohnen, Transport und Territoriale Entwicklung
Ansprechperson: Herr André Antoine, Minister
Straße, Nr.: Rue d’Hascamp, 22
PLZ, Stadt : 5000 Namur
Tel : +32 8 125 38 11
Fax : +32 8 125 39 99
Mail : [email protected]
90
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Cabinet de la Ministre de la Recherche, des Technologies Nouvelles et des Relations
Extérieures
Ministerium für Forschung, neue Technologien und Außenbeziehungen
Ansprechperson: Frau Marie-Dominique Simonet, Ministerin
Straße, Nr.: Rue des Brigades d’Irlande, 2
PLZ, Stadt: 5100 Namur
Tel: +32 81 328 011
Fax: +32 81 304 320
Abteilungen, die sich mit dem Thema Energieeffizienz beschäftigen:
Direction générale des Technologies, de la Recherche et de l’Energie
Generaldirektion Technologie, Forschung und Energie
Ansprechperson : Herr Michel Carlier, Generaldirektor
Straße, Nr.: Avenue Prince de Liège, 7
PLZ, Stadt: 5100 Namur
Tel: +32 81 33.50.50
Fax : +32 81 30 66 00
Mail : michel.charlier @ mrw.wallonie.be
Abteilung Energie
Ansprechperson : Herr Michel Gregoire, Generalinspekteur
Straße, Nr.: Avenue Prince de Liège, 7
PLZ, Stadt: 5100 Namur
Tel: +32 81 33 55 01
Fax: +32 81 30 55 11
Mail: energie @ mrw.wallonie.be
Web: http://energie.wallonie.be/xml/
Ansprechperson:
Herr Frédéric Douillet, Entwicklung/Förderung Energieeffizienz
Frau Anne Vereecke, Marktliberalisierung, Koordination Forschung & Entwicklung
Herr Regis Vankerkove, Technischer Berater Erneuerbare Energien und KWK
Frau Nathalie Colson, Sekretariat
Tel : +32 8 125 38 65
Direction Générale des Ressources Naturelles et de l'Environnement (DGRNE)
Generaldirektion Natürliche Ressourcen und Umwelt
Ansprechperson: Herr Claude Delbeuck
Straße, Nr.: Avenue Prince de Liège, 15
PLZ, Stadt: 5100 Namur
Tel : +32 81 33 50 50
Fax : +32 81 51 22
Mail : [email protected]
Web : www.environnement.wallonie.be
Direction Générale de l'Aménagement du Territoire du Logement et du Patrimoine
(DGTALP)
Generaldirektion für Raumplanung, Wohnraum und Erbe
Ansprechperson: Frau Danielle Sarlet
Straße, Nr.: Rue des Brigades d’Irlande, 1
PLZ, Stadt: 5100 Namur
Tel: +32 81 33 21 11
Fax: +32 81 33 21 10
Mail : [email protected]
91
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Web : http://mrw.wallonie.be/dgatlp/dgatlp/default.asp
http://guide.wallonie.be/jsp/guide/pgShowGuide5.jsp?path=MRW
Conseil Wallon de l’Environnement pour le Développement durable - CWEDD
Wallonischer Umweltrat für nachhaltige Entwicklung
Straße, Nr. : Rue du Vertbois, 13c
PLZ, Stadt: 4000 Liège
Tel : +32 4 2329847
Fax : +32 4 2329810
Mail : [email protected]
Web : www.cwedd.be
Le Comité Énergie du Conseil économique et social de la Région wallonne
Komitee für Energie, Rat für wirtschaftliche und soziale Fragen der Region
Ansprechperson: Herr Jean-Pierre Dawance
Straße, Nr.: Rue du Vertbois, 13c
PLZ, Stadt: 4000 Liège
Tel: +32 4 232.98.69
Fax: +32 4 232.98.81
Web: www.cesrw.be/pages/59_1.html
Wallonische Energieschalter (Guichets de l’Énergie):
Öffentliche Informationszentren für alle energiebezogene Fragen
Region : Arlon
Straße, Nr. : Rue de la Porte Neuve, 19
PLZ, Stadt : 6700 Arlon
Tel : +32 63 24 51 00
Fax : +32 63 24 51 09
Mail : [email protected]
Region : Braine-Le-Comte
Straße, Nr. : Rue Mayeur Etienne, 4
PLZ, Stadt : 7090 Braine-Le-Comte
Tel : +32 67 56 12 21
Fax : +32 67 55 66 74
Mail : [email protected]
Region : Charleroi - Centre Héralès
Straße, Nr. : Avenue Général Michel, 1
PLZ, Stadt : 6000 Charleroi
Tel : +32 71 33 17 95
Fax: +32 71 30 93 10
Mail: [email protected]
Region: Eupen
Straße, Nr.: Rathausplatz 2
PLZ, Stadt: 4700 Eupen
Tel: +32 87 55 22 44
Fax: +32 87 55 22 44
Mail: [email protected]
92
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Region: Huy
Straße, Nr. : Place Saint-Severin, 6
PLZ, Stadt : 4500 Huy
Tel : +32 85 21 48 68
Fax : +32 85 21 48 68
Mail : [email protected]
Region : Liège
Straße, Nr. : Rue des Croisiers, 19
PLZ, Stadt : 4000 Liège
Tel : +32 4 223 45 58
Fax : +32 4 222 31 19
Mail : [email protected]
Region : Marche-En-Famenne
Straße, Nr. : Rue des Tanneurs, 11
PLZ, Stadt : 6900 Marche
Tel : +32 84 31 43 48
Fax : +32 84 31 43 48
Mail : [email protected]
Region : Mons
Straße, Nr. : Avenue Jean d’Avesnes, 10-2
PLZ, Stadt : 7000 Mons
Tel: +32 65 35 54 31
Fax: +32 65 34 01 05
Mail: [email protected]
Region: Mouscron
Straße, Nr.: Place Gérard Kasier, 13
PLZ, Stadt : 7700 Mouscron
Tel: +32 56 33 49 11
Fax: +32 56 84 37 41
Mail: [email protected]
Region : Namur
Straße, Nr.: Rue Rogier, 89
PLZ, Stadt: 5000 Namur
Tel: +32 81 26 04 74
Fax: +32 81 26 04 79
Mail: [email protected]
Region : Ottignies
Straße, Nr.: Avenue Reine Astrid, 15
PLZ, Stadt: 1340 Ottignies
Tel: +32 10 40 13 00
Fax : +32 10 41 17 47
Mail : [email protected]
Region : Tournai
Straße, Nr. : Rue de Wallonie, 19-21
PLZ, Stadt : 7500 Tournai
Tel : +32 69 85 85 36
93
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Fax : +32 69 84 61 14
Mail : [email protected]
Adressen 6 : Brüssel-Hauptstadt: Öffentliche Einrichtungen
Région de Bruxelles-Capitale :
Institut Bruxellois pour la Gestion de l'Environnement (IBGE)
Division Energie
Gulledelle 100
1200 Bruxelles
tél. : 02/775 75 11
fax : 02/775 76 79
e-mail : [email protected]
website : http://www.ibgebim.be
Cabinet de la Ministre de l´Environnement, de l´Energie et de la Politique de l´Eau
Ministerium für Umwelt, Energie und Wasserpolitik
Ansprechperson: Frau Evelyne Huytebroeck, Ministerin
Straße, Nr.: Rue du Marais, 49-53
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 517 12 00
Fax: +32 2 517 14 90
Mail: [email protected]
Cabinet de la Ministre du Logement et de l´Urbanisme
Ministerium für Wohnungswesen und Stadtplanung
Ansprechperson: Frau Françoise Dupuis, Ministerin
Straße, Nr. : Boulevard du Régent, 21-23
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 506 33 11
Fax: +32 2 513 50 80
Mail: [email protected]
folgende Abteilungen beschäftigen sich mit Energieeffizienz:
Bruxelles Environnement / Leefmilieu Brussel
Ausführende Brüssler Umweltbehörde
Ansprechperson: Herr Benoit Thielemans, Beauftragter Öko-Konstruktion
Straße, Nr.: Gulledelle 100
PLZ, Stadt: 1200 Brüssel
Tel: +32 2 775 75 75
Fax: +32 2 775 76 21
Mail: [email protected]
Web: www.ibgebim.be
Cabinet du Ministre-Président (e.a. Logement, rénovation urbaine, commerce extérieur)
Kabinett des Minister-Präsidenten (u.a. zuständig für Wohnungswesen, Außenhandel)
Ansprechperson: Herr Charles Picquet, Ministerpräsident Region Brüssel
Straße, Nr.: Rue Ducale, 9, PLZ, Stadt : 1000 Brüssel
Tel: +32 2 506 32 11
Fax: +32 2 514 40 22
Mail: [email protected]
94
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Adressen 7: Regulierungsbehörden / Beratungsstellen
CREG - Commissie voor de Regulering van de Elektriciteit en het Gas
CREG - Commission de Régulation de l'Electricité et du Gaz
Nationale Regulierungskommission für Elektrizität und Gas
Straße, Nr.: Rue de l'Industrie, 26-38
PLZ, Stadt: 1040 Brüssel
Tel: + 32 2 289 76 11
Fax: + 32 2 289 76 09
Mail: [email protected]
Web: www.creg.be
VREG – Vlaamse Reguleringsinstantie voor de Elektriciteits- en Gasmarkt
Flämische Regulierungsinstanz für den Elektrizitäts- und Gasmarkt
Straße, Nr.: North Plaza B, Koning Albert II-Iaan 7
PLZ, Stadt: 1210 Brüssel
Tel: +32 2 553.13.53
Fax: +32 2 553.13.50
Mail: [email protected]
Web: www.vreg.be
CWaPE - Commission Wallonne pour l’Énergie
Wallonische Kommission für Energie
Straße, Nr. : Avenue Gouverneur Bovesse, 103-106
PLZ, Stadt: 5100 Jambes
Tel : +32 81 33.08.10
Fax : +32 81 33.08.11
Mail: via Webseite
Web: www.cwape.be
BRUGEL - Bruxelles Gaz Electricité / BRUGEL - Brussel Gas Elektriziteit
Brüsseler Regulierungsbehörde für den Strom und Gasmarkt
Straße, Nr.: Guldedelle 92
PLZ, Stadt: 1200 Brüssel
Tel: +32 2 775 75 75
Fax: +32 2 775 76 21
Mail: [email protected]
Web : www.brugel.be
Adressen 8: Beratungsstellen für Energiefragen
De Stadswinkel / Brussels Energie Agentschap
pluralistische Brüssler Vereinigung u. Informationszentrum für nachhaltige Stadtplanung,
Fokus Energieeffizienz, Renovation von Gebäuden
Ansprechperson: Herr Eddy Deruwe, Koordinator
Straße, Nr.: Anspachlaan 59
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 227 42 53
Fax: +32 2 219 35 91
Mail: [email protected]
Web: www.curbain.be
95
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Vlaams Energieagentschap
Flämische Informationseinrichtung im Bereich für Energieeffizienz und Erneuerbare
Energien
Straße, Nr.: Graaf-de-Ferraris-gebouw, Koning Albert-II-laan 20, bus 17
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 1700
Web: http://www.energiesparen.be/
Guichet de l’Energie
Wallonische Einrichtung zur Beratung bei Energierelevanten Fragen, insgesamt 15
Einrichtungen in Wallonien
Web: http://energie.wallonie.be/fr/les-guichets-de-l-energie.html?IDC=6946
Adressen 9: Architekten für Projekte im Bereich Erneuerbare Energien
(siehe Adressen 11)
Adressen 10: Bauunternehmen
Arc & Style
Kooperative Gesellschaft für ökologisches Bauen und Renovieren
Ansprechperson: Herr Claude Renier, Geschäftsführer
Straße, Nr.: Verdunstraat 126
PLZ, Stadt: 1130 Brüssel
Tel: +32 2 242 18 88
Mail: [email protected]
Bio-Construction
Betrieb spezialisiert auf ökologisches Renovieren von alten Gebäuden
Ansprechperson: Herr Philippe Leblanc, Geschäftsführer
Straße, Nr.: Roodborstjestraat 32
PLZ, Stadt: 1170 Brüssel
Tel: +32 2 660 90 05
Mail: [email protected]
De Algemeene Bouwonderneming GOES
Rohbau und Vollendungsarbeiten mit ökologischen Materialien
Ansprechperson: Herr Franck Goes, Stellvertretender Geschäftsführer
Straße, Nr.: Honoré Longtinstraat 103
PLZ, Stadt: 1090 Brüssel
Tel: +32 2 427 43 38
Fax: +32 2 424 14 38
Mail: [email protected]
96
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Adressen 11: Studien-, Planungs- und Ingenieurbüros
3E NV
unabhängiges Ingenieurbüro für Energieeffizienz / Erneuerbare Energien
Ansprechperson: Frau Tania Van Loonen, Manager Energieeffizienz
Straße, Nr.: Vaartstraat 61
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 217.58.68
Fax: +32 2 219.79.89
Mail: [email protected]
Web: www.3E.eu
ABES Engineering SA
Energieaudits und Beratung zu Energiefragen, staatlichen Subventionen
Ansprechperson: Herr René Romant
Straße, Nr. : Boulevard du Roi Albert II 30, Bte 28
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 81 56 64 38
Fax: +32 81 56 79 80
Mail: [email protected]
Web: www.abes-eng.be
Beco België
Studien- und Beratungsbüro Energieeffizienz
Ansprechperson: Herr Toon Possemiers
Straße, Nr.: Sint-Elisabethstraat 38a
PLZ, Stadt: 2060 Antwerpen
Tel: +32 3 270 1660
Fax: +32 3 270 1616
Mail: [email protected]
Web: www.beco.be
Belgian Energy Systems
Studienbüro für Sonnenenergie
Ansprechperson: Herr Geert Boeraeve
Straße, Nr.: Plasstraat 5
PLZ, Stadt: 8800 Roeselare-Rumbeke
Tel: +32 51 22 82 03
Fax: +32 51 24 78 39
Mail: [email protected]
Web: www.bes.be
Bureau Gosset
Studienbüro für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Straße, Nr. : Rue de Robersart, 134
PLZ, Stadt : 5150 Floreffe
Tel : +32 81 45 13 94
Fax: +32 81 45 13 94
Mail: [email protected]
97
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Cenergie
Studienbüro für alle Aspekte des energieeffizienten Bauens
Ansprechperson: Herr Geert de Bruyn
Straße, Nr.: Gitschotellei 138
PLZ, Stadt: 2600 Berchem
Tel: +32 3 271 19 39
Fax: +32 3 271 03 59
Web: www.cenergie.be
CSTC / WTCB
Wissenschaftlich-technisches Zentrum für den Baubetrieb
Ansprechperson: Herr Laurent Thijs, Nachhaltige Entwicklung und Renovation
Straße, Nr.: Lobardstraat 42
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 502 66 90
Fax: +32 2 502 81 80
Mail: [email protected]
Web: www.wtcb.be
E-STER
„Faktor 4“ Energieeffizienzbüro
Ansprechperson: Herr Wim De Groote
Straße, Nr.: Koning Albertlaan 76
PLZ, Stadt: 9000 Gent
Tel: +32 9 245 25 08
Fax: +32 9 245 25 08
Web: www.e-ster.be
Denorme Energy System
Studienbüro für Energieaudits, KWK, etc.
Ansprechperson: Herr Stéphane Denorme
Straße, Nr.: Rue de la Motte, 6b
PLZ, Stadt: 4218 Couthuin
Tel: +32 85 71 40 41
Fax: +32 85 71 40 70
Mail: [email protected]
Web: www.denorme.be
HDCV
Studien- und Beratungsbüro für Passivhausbau
Ansprechperson: Herr Hans Delannoye
Straße, Nr.: Kerkelei 33
PLZ, Stadt: 2550 Waarloos
Tel: +32 15 320 720
Fax: +32 15 320 700
Mail: [email protected]
Web: www.hdcv.be
98
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
ICEDD - Institut de Conseil et d'Etudes en Développement Durable asbl
Studienbüro für nachhaltigen Energieverbrauch
Ansprechperson : Herr Yves Marenne, Statistiker
Straße, Nr.: Boulevard Frère Orban, 4
PLZ, Stadt: 5000 Namur
Tel: +32 81 25 04 80
Fax: +32 81 25 04 90
Mail: [email protected]
Web: www.icedd.be
Pirotech
Berater für Energieeffizienz aller Gebäudearten
Ansprechperson: Herr Jean-Benoit Verbeke, Geschäftsführer
Straße, Nr.: Fiersstraat 48
PLZ, Stadt: 1030 Brüssel
Tel: +32 2 241 32 53
Mail: [email protected]
Web: www.3J-consult.be
Seca Benelux
Studien über speziale Techniken, Instandhaltung und Sicherheit von Gebäuden
Ansprechperson: Herr Mehdi Jehaes, Wirtschaftsingenieur
Straße, Nr.: Woluwelaan 34
PLZ, Stadt: 1200 Brüssel
Tel: +32 2 646 86 20
Fax: +32 2 646 88 89
Mail: [email protected]
Web: www.groupe-seca.com
Sei CVBA
Studien- und Beratungsbüro für energieeffizientes Bauen
Ansprechperson: Herr Wannes Thienpont
Straße, Nr.: Oxdonkstraat 160
PLZ, Stadt: 1880 Kapelle of den Bos
Tel: +32 15 711 00 1
Fax: +32 15 711 00 0
Mail: [email protected]
Web: www.sei.be
T.P.F. Econoler S.A./N.V.
Studienbüro für Feasibility-Studien, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien
Ansprechperson: Herr Christophe Gilain
Straße, Nr.: Avenue de Haveskercke, 46
PLZ, Stadt: 1190 Brüssel
Tel: +32 2 370 19 20
Fax: +32 2 370 19 11
99
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Econotec Consultants
Energieeffizienz, Umwelttechnik
Ansprechperson: Herr Philippe Constant
Straße, Nr.: Square Ambiorix, 45
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 2 231 10 17
Fax: +32 2 230 26 10
Mail: [email protected]
Web: www.econotec.be
Proactive Energy Management
Beratungsbüro für Erneuerbare Energien
Ansprechperson: Herr Claude Beauport
Straße, Nr.: Clos Joseph Hanse, 10
PLZ, Stadt: 1170 Brüssel
Tel: +32 2 675 66 89
Fax: +32 2 675 91 36
Mail: [email protected]
Web : www.pr-en-ma.com
Vanparijs-Maes
Ingenieur- und Studienbüro für Energielösungen, KWK, etc.
Ansprechperson: Herr Marc Sonnet
Straße, Nr.: Bleyveldstraat, 9
PLZ, Stadt: 3320 Hoegaarden
Tel: +32 16 76 80 40
Fax: +32 16 73 80 41
Mail: [email protected]
Web: www.vanparijs-maes.be
K.U. Leuven Energie-Instituut
Energieinstitut der Universität Leuven
Ansprechperson: Herr Prof. Dr. Ing. Wiliam D’haeseleer
Straße, Nr.: Celestijnenlaan 300 A
PLZ, Stadt: 3000 Leuven
Tel: +32 16 32 27 79
Fax: +32 16 32 29 85
Mail: [email protected]
Web: www.kuleuven.ac.be/ei
AAS bvba
Studienbüro für Baufragen
Ansprechperson: Herr Willy Somers, Geschäftsführer
Straße, Nr.: Heidestraat 11a
PLZ, Stadt: 2520 Ranst
Tel: +32 3 485 78 93
Fax: +32 3 293 67 30
Mail: [email protected]
100
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Belconsulting N.V
Ingenieursbüro, spezialisiert auf Abfallverwertung und Energierückgewinnung
Ansprechperson: Herr Carlos Wittevrongel, Leiter Abfallverwertung
Straße, Nr.: Oude Stationsstraat 144
PLZ, Stadt: 8700 Tielt
Tel: +32 51 40 36 71
Fax: +32 51 40 43 35
Mail: [email protected],
web: www.belconsulting.be
Stabo cvba
Studienbüro für Bauen und Umwelttechnik
Ansprechperson: Herr Bernard Masselis, Leiter Umweltabteilung
Straße, Nr.: Tiensevest 132
PLZ, Stadt: 3000 Leuven
Tel: +32 16 24 29 10
Fax: +32 16 24 29 11
Mail: [email protected]
Web: www.stabo.be
Argus
Umweltinformationsdienst der KBC Bank
Straße, Nr.: Eiermarkt 8
PLZ, Stadt: 2000 Antwerpen
Tel: +32 3 202 90 70
Fax: +32 3 202 90 88
Mail: [email protected]
Web: www.argusmilieu.be
Vito
unabhängige flämische Untersuchungsorganisation für Energiefragen
Kontakt: Herr Dirk de Keukeleere
Straße, Nr.: Boeretang 200
PLZ, Stadt: 2400 Mol
Tel: +32 14 33 55 11
Fax: +32 14 33 55 99
Mail: [email protected]
Web : www.vito.be
Adressen 12: Netzbetreiber
Föderal:
Elia
Betreiber des belgischen Hochspannungsnetzes
Straße, Nr. : Boulevard de l’Empereur 20
PLZ, Stadt : 1000 Brüssel
Tel : +32 2 546 70 11
Fax : +32 2 546 70 10
Mail : [email protected]
Web : www.elia.be
101
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Fluxys
Straße, Nr. : Avenue des Arts 31
PLZ, Stadt : 1040 Brüssel
Tel: +32 2 282 72 11
Fax: +32 2 230 02 39
Mail: [email protected]
Web: www.fluxys.be
Flandern:
AGEM (Autonoom Gemeentebedrijf Elektriciteitsnet Merksplas)
Straße, Nr.: Markt 1
PLZ, Stadt: 2330 Merksplas
Tel: +32 14 63 94 00
Fax: +32 14 63 94 01
Mail: [email protected]
Distributienet-Beheer Brussels Airport
Straße, Nr.: Luchthaven Brussel-Nationaal
PLZ, Stadt: 1930 Zaventem
Tel: +32 2 753 75 04
Fax: +32 2 753 75 09
Mail: [email protected]
Web: www.dnbba.be
ETIZ (Gemeentelijke Elektriciteitsdienst Izegem)
Straße, Nr.: Prins Albertlaan 3
PLZ, Stadt: 8870 Izegem
Tel: +32 51 30 45 41
Fax: +32 51 30 73 64
Mail: [email protected]
Web: www.izegem.be
GASELWEST (Intercommunale Maatschappij voor Gas en Elektriciteit van het Westen)
Straße, Nr.: Industriepark De Bruwaan 12
PLZ, Stadt: 9700 Oudenaarde
Tel: +32 78 35 35 34
Fax: +32 55 33 83 90
Mail: [email protected]
Web: www.gaselwest.be
Gemeentelijk Havenbedrijf Antwerpen
Straße, Nr.: Haven 206, Wilmarsdonksteenweg 33
PLZ, Stadt: 2030 Antwerpen
Tel: +32 3 229 65 65
Fax: +32 3 229 65 60
Mail: [email protected]
Web: www.portofantwerp.be/ev
IMEA (Intercommunale Maatschappij voor Energievoorziening Antwerpen)
Straße, Nr.: Plaslaar 44
PLZ, Stadt: 2500 Lier
Tel: +32 78 35 35 34
Fax: +32 3 490 43 33
102
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Mail: [email protected]
Web: www.imea.be
IMEWO (Intercommunale Maatschappij voor Elektriciteitsvoorziening in West- en OostVlaanderen)
Straße, Nr.: Industriepark De Bruwaan 12
PLZ, Stadt: 9700 Oudenaarde
Tel: +32 78 35 35 34
Fax: +32 55 33.83.90
Mail: [email protected]
Web: www.imewo.be
Interelectra
Straße, Nr.: Trichterheideweg 8
PLZ, Stadt: 3500 Hasselt
Tel: +32 11 72 20 20
Fax: +32 11 26 69 10
Mail: [email protected]
Web: www.interelectra.be
Intergas-Netbeheer BV
Straße, Nr.: Warandelaan 2, Postbus 179
PLZ, Stadt: 4900 AD Oosterhout, Nederland
Tel: +31 162 4812 00
Fax: +31 162 42 38 00
Web: www.intergas.nl
INTERGEM (Intercommunale Vereniging voor Energieleveringen in Midden-Vlaanderen)
Straße, Nr.: Industriepark De Bruwaan 12
PLZ, Stadt: 9700 Oudenaarde
Tel: +32 78 35 35 34
Fax: +32 55 33 83 90
Mail: [email protected]
Web: www.intergem.be
Intermosane
Straße, Nr.: Quai Godefroid Kurth 100
PLZ, Stadt: 4020 Liège
Tel: +32 78 35 35 34
Fax : +32 4 340 27 55
Mail: [email protected]
Web: www.intermosane.be
IVEG (Intercommunale voor Energie)
Straße, Nr.: Antwerpsesteenweg 260
PLZ, Stadt: 2660 Hoboken
Tel: +32 3 820 05 11
Fax: +32 3 829 10 67
Mail: [email protected]
Web: www.iveg.be
103
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
IVEKA (Intercommunale Vereniging voor de Elektriciteitsdistributie in de Kempen en
het Antwerpse)
Straße, Nr.: Plaslaar 44
PLZ, Stadt: 2500 Lier
Tel: +32 78 35 35 34
Fax: +32 3 490 43 33
Mail: [email protected]
Web: www.iveka.be
Iverlek
Straße, Nr.: Plaslaar 44
PLZ, Stadt: 2500 Lier
Tel: +32 78 35 35 34
Fax: +32 3 490 43 33
Mail: [email protected]
Web: www.iverlek.be
PBE (Provinciale Brabantse Energiemaatschappij)
für Ost-Brabant und Pajottenland
Straße, Nr.: Diestsesteenweg 126
PLZ, Stadt: 3210 Linden-Lubbeek
Tel: +32 16 62 99 99
Fax: +32 16 62 98 98
Mail: [email protected]
Web: www.pbe.be
Pligas
für Limburg
Straße, Nr.: Trichterheideweg 8
PLZ, Stadt: 3500 Hasselt
Tel: +32 11 72 20 20
Fax: +32 11 26 69 10
Mail: [email protected]
Web: www.pligas.be
WVEM
für West-Flandern
Straße, Nr.: Hoogstraat 37-41
PLZ, Stadt: 8000 Brügge
Tel: +32 50 44 77 11
Fax: +32 50 33 07 05
Mail: [email protected]
Web: www.wvem.be
Eeandis
Unabhängiges Dienstleistungsunternehmen, das betriebliche Aufgaben für die gemischten
flämischen Verteilernetzbetreiber Gaselwest, IGAO , IMEA, Imewo, Intergem, Iveka, Iverlek
und Sibelgas erfüllt
Straße, Nr.: Brusselsesteenweg 199
PLZ, Stadt: 9090 Melle
Tel: +32 78 35 35 34
Web: www.eandis.be
104
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
InfraX
Zusammenarbeitsverbund von Interelectra, Iveg und WVEM
Straße, Nr. : Rue Royale 55, boîte 16
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 78 35 30 20
Mail: via infrax.be
Web : www.infrax.be
Wallonien:
AIEG (Association Intercommunale d’Etude et d’Exploitation d’Electricité et de Gaz)
Straße, Nr.: Rue Fernand Marchand 44
PLZ, Stadt : 5020 Flawinne
Tel: +32 81 73 29 11
Fax: +32 81 73 53 23
Mail: via aieg.be
Web: www.aieg.be
AIESH (Association Intercommunale d’Electricité du Sud du Hainaut)
Straße, Nr.: Rue du Commerce, 4
PLZ, Stadt : 6470 Rance
Tel : +32 60 41 22 08
Fax : +32 60 41 17 94
Mail : via aiesh.be
Web : www.aiesh.be
ALE (Association Liégeoise d’Electricité)
Straße, Nr. : Rue Louvrex, 95
PLZ, Stadt : 4000 Liège
Tel: +32 60 41 22 08
Fax: +32 60 41 17 94
Mail: via www.ale.be
Web: www.ale.be
ALG (Association Liégeoise du Gaz)
Straße, Nr.: Rue Sainte-Marie 11
PLZ, Stadt: 4000 Liège
Tel: +32 4 254 46 00
Fax: +32 4 252 80 55
Mail: [email protected]
Web: www.alg.be
IDEG (Intercommunale de Distribution d’Electricité et de Gaz)
Straße, Nr.: Avenue Albert 1er 19
PLZ, Stadt: 5000 Namur
Tel: +32 78 78 78 00
Mail: via www.ideg.be
Web: www.ideg.be
IEH (Intercommunale d’Electricité du Hainaut)
Straße, Nr. : Chaussée de Charleroi 395 (Area of Charleroi)
PLZ, Stadt : 6061 Montignies-sur-Sambre
Tel : +32 78 78 78 00
105
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Mail : via www.ieh.be
Web : www.ieh.be
Interest/Interost (Société Intercommunale Mixte d’Electricité et de Gaz des Régions de
l’Est )
für die ostbelgischen Kantone
Straße, Nr.: Vervierser Straße 64-68
PLZ, Stadt: 4700 Eupen
Tel: +32 87 59 37 11
Fax: +32 87 59 37 51
Mail: via www.interest.be
Web: www.interest.be
Interlux (Intercommunale pour la distribution d’énergie dans la Province de
Luxembourg)
Straße, Nr.: Avenue Patton, 237
PLZ, Stadt: 6700 Arlon
Tel: +32 63 21 55 04
Fax: +32 63 3 66 56
Mail: [email protected]
Web: www.interlux.be
Sédilec
Straße, Nr.: Avenue Jean Monnet, 2
PLZ, Stadt: 1348 Louvain-la-Neuve
Tel: +32 10 48 67 50
Fax: +32 10 48 67 52
Mail: via www.sedilec.be
Web: www.sedilec.be
Simogel (Société Intercommunale pour la distribution du Gaz et de l’Electricité dans la
Région de Mouscron)
Straße, Nr.: Rue du Gaz 16
PLZ, Stadt: 7700 Mouscron
Tel: +32 56 85 44 10
Fax: +32 56 85 44 19
Mail: [email protected]
Web: www.simogel.be
Brüssel
SIBELGAS
Straße, Nr.: Werkhuizenkaai 16
PLZ, Stadt: 1000 Brüssel
Tel: +32 78 35 35 34
Fax: +32 2 274.36.17
Mail: [email protected]
Web: www.sibelgas.be
106
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Adressen 13: Unternehmen und Installateure im Bereich photovoltaischer Energie,
Internetlinks
Für die Region Wallonien ist eine detaillierte Liste von Unternehmen (ohne Installateure),
die im Bereich photovoltaischer Energie tätig sind, auf folgender Internetseite abrufbar.
Auf dieser Seite ist zudem eine pdf-Datei mit Installateuren von PV-Analgen verfügbar:
http://energie.wallonie.be/fr/le-solaire-photovoltaique.html?IDC=6185.
Adressen von Installateuren für die Region Flandern sind auf dieser Website zu finden:
http://www.energiesparen.be/milieuvriendelijke/zoekrobot.
Des Weiteren ist auf der Seite des “Institut Bruxellois Pour La Gestion De
L’environnement”, eine Liste mit PV-Akteuren für ganz Belgien abrufbar, sortiert nach
Postleitzahlen.
http://www.ibgebim.be/uploadedFiles/News/Annuaire_photovolt_bilingue_2juin08.pdf
Auf der Seite von belpv ist ebenfalls eine Liste von Unternehmen in ganz Belgien zu finden.
http://zonneenergie.ode.be/index.php?page=ledenlijst-belpv
107
Zielmarktanalyse 2010
Photovoltaik in Belgien und
Luxemburg
Die vorliegende Marktstudie ist Teil des AHK-Geschäftsreiseprogramms
„Photovoltaik in Belgien und Luxemburg“ 2010, welches im Rahmen
der Exportinitiative Erneuerbare Energien durch das Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie gefördert wird.
Projektleitung:
Martin Müller
AHK debelux:
Bolwerklaan 21 avenue du Boulevard
Brussel 1210 Bruxelles
Tel.: 0032 (0) 2 206 67 51
Fax: 0032 (0) 2 202 22 71
E-mail: [email protected]
Web: http://debelux.ahk.de
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