Kann mein Kind Neurodermitis bekommen?

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Ratgeber
Kann mein Kind Neurodermitis
bekommen?
Risiko erkennen und vorbeugen
Für zukünftige Eltern wichtig zu wissen:
Kann jedes Kind Neurodermitis bekommen?
Wie kann ich meinem Kind helfen?
Welche vorbeugenden Maßnahmen gibt es?
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Wertvolle Tipps für Schwangere
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Inhalt
Neurodermitis-Risiko
Wie hoch ist das Risiko, dass mein Kind
an einer Neurodermitis erkrankt?. . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Warum sollte man dieses Risiko für das Kind
so früh wie möglich reduzieren?. . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Darmflora und Probiotika
Probiotika wirken über den Darm auf
das Immunsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Wie lernt das Immunsystem ?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Wissenschaftlich gesicherte Aussagen. . . . . . . . . . . . . . 7
Probiotika zur Vorbeugung
Was ist in Studien gesichert?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Was ist Lactobacillus rhamnosus GG?. . . . . . . . . . . . . . . 8
Neueste Erkenntnisse zu LGG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Aktuelle Empfehlungen
Empfehlungen von Fachgesellschaften. . . . . . . . . . . . 10
Unsere Empfehlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Aktueller Wissensstand zur Immunstimulation . . . . . . 11
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Liebe zukünftige Eltern!
Ihre Hebamme oder Ihr Arzt/Apotheker hat Ihnen diesen Ratgeber mitgegeben, weil Sie das Risiko für Ihr ungeborenes Kind, an einer Neurodermitis zu erkranken,
möglichst gering halten möchten.
Wahrscheinlich wurden Ihnen Probiotika (wie z. B. Lactobacillen oder Bifidobakterien) empfohlen. Gute Probiotika zeichnen sich durch ihre Lebensfähigkeit und eine
hohe Keimzahl aus. Zum Einsatz während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten aber nur in Studien untersuchte Bakterienstämme kommen.
Die gezielte Versorgung mit Probiotika kann einen täglichen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten, diese
jedoch niemals ersetzen.
Wir möchten Ihnen mit diesem Ratgeber einige Tipps
geben, wie Sie zur Vermeidung einer Neurodermitis bei
Ihrem Kind beitragen können.
Ihre InfectoPharm Arzneimittel GmbH
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Neurodermitis-Risiko
Wie hoch ist das Risiko, dass mein Kind an einer
Neurodermitis erkrankt?
Das Risiko für eine Erkrankung an einer Neurodermitis
wird hauptsächlich vererbt. Sind Eltern oder Geschwister Allergiker bzw. Asthmatiker oder an Neurodermitis
erkrankt, steigt das Erkrankungsrisiko eines Neugeborenen stark an.
Aber auch ohne ein familiäres Risiko können Kinder mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 15 % an
Neurodermitis erkranken.
Wie hoch ist das Risiko, dass mein Kind
an einer Neurodermitis erkrankt?
5–15 %
Eltern ohne Allergien
20–40 %
Ein Elternteil mit Allergie
25–55 %
Ein Geschwisterkind
mit Allergie
40– 80 %
Beide Eltern mit Allergie
Allgemeines Risiko an einer Neurodermitis zu erkranken
beurteilt nach familiärem Risiko.
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Prävention für Ihr Kind
beginnt bereits vor der Geburt
Warum sollte man dieses Risiko für das Kind so
früh wie möglich reduzieren?
Da eine Neurodermitis nicht heilbar, sondern nur therapierbar ist, kommt der Vorbeugung eine besonders
wichtige Rolle zu.
Es ist wissenschaftlich anerkannt, dass bereits einfache
Maßnahmen zur Vermeidung einer Neurodermitis bei
Neugeborenen beitragen können.
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Darmflora und Probiotika
Probiotika wirken über den Darm auf das Immunsystem
Die Bakterien der Darmflora stimulieren wissenschaftlich gesichert das Immunsystem und bewirken:
• eine Reifung des Immunsystems
• eine Erhöhung der Anzahl von Immunzellen im
Darm
• eine Verbesserung der Blutversorgung im Darm
• eine Hemmung und Verdrängung von „schlechten“ Bakterien
• eine Duldung von „guten“ Bakterien
So lernt das Immunsystem:
Die frühe Stimulation durch Probiotika kann dazu führen, dass eine Fehlsteuerung des Immunsystems vermieden wird und somit auch weniger Allergien ausgebildet werden.
Direkt nach der Geburt kommt der kindliche Darmtrakt erstmals mit Bakterien in Berührung. „Gute“ Bakterien sind jetzt wichtig, um krankmachende Bakterien von Anfang an abzuwehren.
Probiotika sind „gute“ Bakterien, die sich im Darm ansiedeln und krankmachende Bakterien verdrängen.
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Die Darmflora stellt von
Geburt an einen wichtigen Trainings- und
Stimulationspartner für unser Immunsystem dar.
Wissenschaftlich gesicherte Aussagen:
Vorbeugende Effekte mancher Probiotika sind seit langem bekannt. Experten sind sich jedoch einig:
• Die vorbeugenden Effekte sind stammspezifisch
• Effekte sind dosisabhängig
• Effekte müssen für jedes Produkt nachgewiesen
sein
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Probiotika zur Vorbeugung
Probiotika mit in Studien gesicherten Effekten
Die Immunstimulation mittels Probiotika in Schwangerschaft und Stillzeit kann das Neurodermitis-Risiko
reduzieren, wie eine wissenschaftliche unabhängige
Einrichtung als Fazit einer Zusammenfassung mehrer
Studien beschreibt.
In allen Studien wurden Milchsäurebakterien eingesetzt, doch der meist untersuchte Stamm ist Lactobacillus rhamnosus GG (LGG).
Da Effekte von Probiotika stammspezifisch sind, gilt dieser LGG als interessantester Stamm in der Vorbeugung.
Lactobacillus rhamnosus GG (LGG)
LGG ist ein natürlich vorkommender Stamm und wurde
nicht gentechnisch verändert. LGG gilt als einer der am
besten untersuchten probiotischen Bakterienstämme.
Bis jetzt wurde ein Verzehr von LGG 2 x täglich (mind.
5 Milliarden Keime) 2 – 4 Wochen vor Geburt und bis
zum Abstillen empfohlen.
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Mikroskopische Aufnahme
von Lactobacillus rhamnosus GG
Neue Erkenntnisse zu LGG
Neuere Studien zeigen, dass höhere Konzentrationen
von LGG in der Kombination mit Lactobacillus acidophilus (LA-5) und Bifidobakterium animalis subsp. lactis
(BB-12) noch bessere Effekte zeigen. Erstmals konnte
damit auch eine Reduktion des Neurodermitis-Risikos
bei Kindern ohne familiärem Risiko gezeigt werden.
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Aktuelle Empfehlungen
Medizinische Fachgesellschaften sind sich einig:
• Vermeiden Sie unbedingt das
Rauchen im Umfeld Ihres Kindes
– vor allem schon während der
Schwangerschaft.
• Stillen Sie Ihr Kind in den ersten 4
Monaten. So fördern Sie die Ansiedlung und Verbreitung gesundheitsfördernder Bakterien.
Zusätzlich empfehlen wir:
• Gezielte Immunstimulation über die Darmflora
mittels Lactobacillus rhamnosus GG (LGG) in der
Kombination mit Bifidobakterium animalis subsp.
lactis (BB-12) und Lactobacillus acidophilus (LA-5)
Verzehrempfehlung:
Während des letzten Schwangerschaftsmonats und der
ersten 3 Monate der Stillzeit
• LGG (≥ 50 Milliarden Keime)
• BB-12 (≥ 50 Milliarden Keime)
• LA-5 (≥ 5 Milliarden Keime)
Einmal täglich in 250 ml Milch
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Das Immunsystem kann
über den Darm stimuliert werden
Aktueller Wissensstand zur Immunstimulation
• Bestimmte Probiotika wirken ausreichend dosiert
auf das Immunsystem und können allergische Sensibilisierungen vermeiden.
• Für Lactobacillus rhamnosus GG (LGG) wurde in
mehreren Studien eine vorbeugende Wirkung mittels Immunstimulation gezeigt.
• Neueste Studien zeigen bessere Effekte für LGG bei
höherer Konzentration und in Kombination mit
weiteren Probiotika (LA-5 und BB-12).
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Hand in Hand mit Ihren Fragen
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Broschüre hilfreiche Tipps geben konnten, wie Sie einen Beitrag zur Vorbeugung einer Neurodermitis bei Ihrem Kind leisten
können. Falls Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich
vertrauensvoll an Ihre Hebamme oder Ihren Arzt/Apotheker oder an InfectoPharm.
Diese Broschüre wurde überreicht durch:
Praxisstempel
Arzneimittel und Consilium GmbH
INFECTOPHARM · Arzneimittel und Consilium GmbH
Von-Humboldt-Str. 1 · D-64646 Heppenheim
Tel. +49 6252 95-7000 · Fax +49 6252 95-8844
www.infectopharm.com · [email protected]
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Hinweis: Der Inhalt dieser Broschüre dient ausschließlich der Information und kann keines­falls
die ärztliche Beratung ersetzen. Bei speziellen Fragen suchen Sie bitte den Arzt auf.
Weil Wissen unser wertvollster Wirkstoff ist!
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