Stillen – ein guter Beginn

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Stillen – ein guter Beginn
Information für Mütter und Väter
Impressum
Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller:
Bundesministerium für Gesundheit, Sektion III, Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Für den Inhalt verantwortlich:
Doz.Dr. Pamela Rendi-Wagner, Leiterin der Sektion III
12w. überarbeitete Auflage 2012
Redaktionsteam:
Brigitte Haferl, Bundesministerium für Gesundheit
Anne-Marie Kern, Still- und Laktationsberaterin, IBCLC, Biedermannsdorf
Dr. Beate Pietschnig, MA 15, IBCLC, Mitglied der Ernährungskommission der
Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
Für wertvolle Anregungen danken wir Frau Dr. Birgit Streiter, IBCLC
Bilder zur Verfügung gestellt von: Österr. Hebammengremium;
Frau Sabine Teufel, La Leche Liga, VSLÖ, © www.karlgrabherr.at
Außerdem: ©Ana Blazic Pavlovic, ©Vinicius Tupinamba, ©Tatyana Gladskih - alle
Fotolia.com
Druck: Kopierstelle des BMG, Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Bestellmöglichkeiten:
Telefon: +43-0810/81 81 64
Internet:http://www.bmg.gv.at
ISBN 3-900019-08-8
Diese Broschüre ist kostenlos beim Bundesministerium für Gesundheit,
Radetzkystraße 2, 1030 Wien, erhältlich.
Alle Rechte vorbehalten, jede Verwertung (auch auszugsweise) ist ohne schriftliche
Zustimmung des Medieninhabers unzulässig.
Sehr geschätzte Leserinnen
und Leser!
Schwangerschaft und Geburt eines
Kindes bringen viele Veränderungen und
neue Erfahrungen mit sich. Wenn Sie
sich während der Schwangerschaft auf
die neue Lebenssituation vorbereiten,
werden Sie sich vielleicht auch darüber
Gedanken machen, wie Sie Ihr Baby
ernähren wollen.
Die einfachste und natürlichste Art,
Ihr Baby zu ernähren, ist das Stillen.
Darauf hat sich Ihr Körper während der
Schwangerschaft bereits vorbereitet.
Die Ernährung mit Muttermilch hat
viele positive Auswirkungen auf Ihre
Gesundheit und auf die Gesundheit
Ihres Kindes. Durch die Nähe und
den Körperkontakt beim Stillen wird
außerdem die Mutter-Kind-Beziehung
sehr gefördert.
Diese Broschüre soll Frauen, die stillen
wollen oder in ihrer Entscheidung
noch unsicher sind, in ihrem Entschluss
bestärken, dass Stillen der richtige Weg
ist. Stillen ist für junge Mütter etwas
Neues; es kann daher vorkommen,
dass sich anfängliche Schwierigkeiten
einstellen. Wir wollen Ihnen mit
diesem Ratgeber erste Hilfestellung
bei auftretenden Unklarheiten sowie
wichtige Informationen über das Stillen
bieten. Bei weiteren Fragen wenden Sie
sich an Ihre Hebamme, Ihre Ärztin/Ihren
Arzt, eine Mutterberatung oder an eine
der hier angeführten Kontaktadressen.
Viel Freude mit Ihrem Baby
wünscht Ihnen
Ihr
Alois Stöger
Bundesminister für Gesundheit
Inhalt
Was für das Stillen spricht.................................................................................... 5
Vorteile für das Kind............................................................................................. 5
Vorteile für die Mutter.......................................................................................... 5
Stillen – ein guter Beginn...................................................................................... 5
Glauben Sie nicht alles ......................................................................................... 6
Vorbereitung auf das Stillen in der Schwangerschaft............................................ 7
Die Brust in der Schwangerschaft......................................................................... 7
Das Baby ist da – die Stillzeit beginnt.................................................................... 8
Der Beginn ........................................................................................................ 8
Auch Stillen will gelernt sein............................................................................... 10
Wie stillt man richtig?......................................................................................... 10
Stilltechnik ...................................................................................................... 10
Ende der Stillmahlzeit......................................................................................... 12
Aufstoßen ...................................................................................................... 13
Nach dem Stillen................................................................................................. 13
Noch drei Hinweise............................................................................................. 13
Die Pflege der Brust während der Stillzeit.......................................................... 14
Wenn die Milch einschießt................................................................................. 14
Stillen zu Hause.................................................................................................. 15
Die Stillzeiten...................................................................................................... 15
Bekommt mein Kind genug?............................................................................... 16
Der Stuhlgang des gestillten Kindes.................................................................... 16
Sind Nachtmahlzeiten notwendig?..................................................................... 17
Schlafen
...................................................................................................... 17
Richtig essen in der Stillzeit................................................................................ 17
Braucht ein gestilltes Baby Tee?......................................................................... 17
Wenn Sie zu einer Stillmahlzeit nicht bei Ihrem Baby sein können.................... 18
Schadstoffe in der Muttermilch?........................................................................ 18
Stilldauer ...................................................................................................... 19
Berufstätigkeit und Stillen................................................................................... 19
Muttermilch und Beikost.................................................................................... 19
Abstillen............................................................................................................. 20
Wann ist es Zeit, abzustillen?.............................................................................. 20
Von der Brust zur festen Nahrung...................................................................... 21
Probleme beim Stillen – was tun?....................................................................... 22
Stillen in schwierigen Situationen........................................................................ 26
Wenn Sie nicht stillen können............................................................................. 26
Informationsmöglichkeiten................................................................................. 27
Empfehlenswerte Bücher (Auswahl)................................................................... 34
Was für das Stillen
spricht
Mutter.
·· Durch das Saugen an der Brust wird
eine optimale Ausbildung des Kiefers
und der Mundmuskulatur erreicht.
Das fördert die Sprachentwicklung
und es kommt zu weniger
Zahnfehlstellungen.
Vorteile für das Kind
Vorteile für die Mutter
Warum raten Ärzte zum Stillen und
warum entscheiden sich Frauen dafür?
Ihr Körperhaushalt stellt sich schneller
wieder um, wenn Sie stillen: Die
Gebärmutter, die sich während der
Schwangerschaft vergrößert hat, nimmt
früher wieder ihre ursprüngliche Größe
an. Was Sie an Gewicht zugesetzt haben,
wird beim Stillen wieder abgebaut.
Außerdem ist Muttermilch eine
kostenlose Babynahrung.
Die Antwort lässt sich in einem Satz
zusammenfassen:
Muttermilch stellt die optimale
Ernährung für Ihr Baby dar.
Ihre Milch verändert sich während
der Stillperiode, je nachdem, welche
Nährstoffe Ihr Baby gerade braucht.
Die Stillhormone wirken entspannend
und helfen Ihnen somit, die oft
aufregende Zeit mit dem Baby besser zu
meistern.
Muttermilch
• enthält alle Nährstoffe, die Ihr Baby
für seine gesunde Entwicklung
braucht,
• ist gut verträglich und leicht
verdaulich,
• enthält Abwehrstoffe, die Ihr Baby vor
Infektionen schützen,
• hat immer die richtige Temperatur,
• ist immer sauber und keimarm,
• enthält kein fremdes Eiweiß und
schützt so Ihr Baby vor Allergien,
• ist jederzeit verfügbar.
• Stillen fördert die Entwicklung:
·· Beim Stillen werden alle fünf Sinne
des Babys angeregt. Es sieht, spürt,
hört, riecht und schmeckt die
Stillen – ein guter Beginn
Durch das Stillen bieten Sie Ihrem
Baby einen guten Start ins Leben. In
seinen ersten Lebensmonaten ist es
ganz besonders auf Ihre Nähe und
Zuwendung angewiesen. Beim Stillen
erlebt es Wärme und Geborgenheit,
Behaglichkeit und die beruhigende Nähe
der Mutter.
5
Glauben Sie nicht alles ...
nicht, die Flüssigkeitszufuhr bewusst
einzuschränken oder extreme Mengen
zu trinken. Wasser, Mineralwasser, Säfte
und Früchtetees sind geeignet. Ca. ½
Liter Milch (oder Milchprodukte) pro Tag
ist empfehlenswert - wenn Sie Appetit
darauf haben und Milch gut vertragen.
Bei Kaffee und Schwarztee können Sie
bis zu 2 Tassen pro Tag ohne Bedenken
trinken. Alkoholische Getränke sollten
Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit
soweit wie möglich meiden. Auf „harte
Getränke“ sollten Sie verzichten.
Auch heute noch werden allerlei
Ammenmärchen rund um das Stillen
erzählt. Zum Beispiel:
„Frauen mit kleiner Brust können
nicht stillen.“
Die Größe der Brust hängt von der
Menge des Fettgewebes ab und hat
daher nichts mit dem Stillen zu tun. Die
Milchdrüsen der Brust werden während
der Schwangerschaft größer und
bereiten sich auf das Stillen vor. Sobald
Sie abgestillt haben, verkleinert sich die
Brust wieder.
„Stillende Frauen müssen auf
viele Lieblingsspeisen
verzichten.“
Stillende Mütter brauchen eine
ausgewogene Mischkost, in der alle
Nahrungsmittelgruppen vertreten
sind. Sollten Sie den Eindruck haben,
dass Ihr Baby auf ein Nahrungsmittel
empfindsam reagiert, lassen Sie dieses
Nahrungsmittel einige Tage weg.
Versuchen Sie es dann langsam wieder
einzuführen und beobachten Sie, wie Ihr
Baby reagiert.
„Vom Stillen wird die Brust
schlaff und unansehnlich.“
Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich
die Brust durch das Stillen auf Dauer
verändert. Schlaff wird die Brust dann,
wenn das Bindegewebe überdehnt wird.
Das kann bei großen und schweren
Brüsten auch vorkommen, wenn Sie
nicht stillen. Sie sollten in diesem Fall –
besonders während der Schwangerschaft
und Stillzeit – einen gut sitzenden
Büstenhalter tragen.
„Die Mutter muss viel Milch oder
‚Nähr’-Bier trinken, damit sie
genug Milch hat.“
Trinken Sie, wenn Sie Durst haben (ca.
2–3 Liter pro Tag). Versuchen Sie aber
6
Vorbereitung auf das
Stillen in der
Schwangerschaft
Die Brust in der
Schwangerschaft
Das Stillen betrifft in erster Linie Sie
und Ihr Kind. Aber auch Ihr Partner
und die älteren Geschwister sollten
miteinbezogen werden. Sagen Sie Ihrer
Familie, dass Sie Ihr Kind stillen werden!
Es ist wichtig, dass Ihre Ärztin/Ihr Arzt
eine positive Einstellung zum Stillen hat
und bereit ist, Sie zu unterstützen, wenn
es einmal Probleme geben sollte.
Hormonelle Veränderungen führen
zu einem Wachstum der Drüsen.
Luft und Sonne, kühles oder
wechselwarmes Waschen machen
die Haut Ihrer Brustwarzen und Ihrer
Brust widerstandsfähiger. Seife und
alkoholhältige Reinigungsmittel sollten
Sie nicht verwenden, da sie die Haut
übermäßig austrocknen. Falls schon
vor der Geburt gelegentlich etwas
Vormilch ausfließt, ist das kein Grund
zur Beunruhigung. Eine spezielle
Vorbereitung der Brust auf das Stillen,
so wie früher oft empfohlen, ist nicht
erforderlich.
In der Schwangerschaft wird die Brust
zur Vorbereitung auf das Stillen größer.
Wenn es Ihnen möglich ist, wählen Sie
zur Entbindung eine Geburtenabteilung
in der das Stillen besonders unterstützt
wird. (Manche Geburtenabteilungen
haben auch die Auszeichnung „Babyfriendly Hospital, BFHI der WHO/UNICEF
für besonders gutes Stillmanagement
erhalten.) In der Schwangerschaft
werden viele Kurse für werdende Eltern
angeboten, in denen Informationen zum
Stillen und zur Betreuung des Babys
gegeben werden.
Wenn Sie Flach- oder Hohlwarzen haben,
müssen Sie deshalb keineswegs auf das
Stillen verzichten. In solchen Fällen ist
die Anwendung von einfachen Behelfen
(Brustwarzenformer) im letzten Drittel
der Schwangerschaft zweckmäßig.
Sollten Sie diese im Fachhandel nicht
bekommen, gibt Ihnen die La Leche Liga,
Vereinigung stillender Mütter, Rat und
Hilfe. Die Adressen finden Sie am Ende
dieser Broschüre. Sprechen Sie darüber
auch mit Ihrer betreuenden Ärztin/Ihrem
betreuenden Arzt.
Vielleicht kennen Sie in Ihrem
Bekannten- oder Verwandtenkreis eine
Mutter, die stillt oder ihr Baby erfolgreich
gestillt hat. Sie ist sicher besonders gut
in der Lage, alle Ihre Fragen mit Ihnen
zu diskutieren. Darüber hinaus laden
wir Sie dazu ein, sich an eine der am
Ende der Broschüre genannten Adressen
zu wenden. Rufen Sie einfach an oder
wenden Sie sich an eine Mutter- bzw.
Elternberatungsstelle.
7
Das Baby ist da –
die Stillzeit beginnt
den Vorteil, dass Sie mehr Zeit und
Ruhe füreinander haben und Ihr Baby
besser kennen lernen können. Auch
der Vater hat dadurch Gelegenheit,
die ersten Lebenstage seines Kindes
mitzuerleben und sich auf das künftige
Zusammenleben mit dem Baby
vorzubereiten.
Das Anlegen des Kindes sofort nach
der Geburt fördert das Stillen.
Das Baby soll gleich nach der Geburt
ausreichend lange Hautkontakt mit der
Mutter und Gelegenheit zum Saugen
haben. Idealerweise bleibt das Baby so
lange in Hautkontakt, bis es Interesse
an der Brust zeigt und gestillt werden
möchte. Der Saugreiz beim ersten
Anlegen fördert das Stillen. Für Mutter
und Kind ist es ein schönes Erlebnis,
sofort innigen Kontakt miteinander zu
finden. Durch den Saugreiz werden
Hormone ausgeschüttet, die für den
Milchfluss und die Milchbildung
zuständig sind. Außerdem bildet sich die
Gebärmutter rascher zurück.
Das Rooming-in System ist in Österreich
in allen Spitälern eingeführt, manche
Spitäler bieten sogar die Mitaufnahme
des Vaters an.
Viele Väter möchten gerne bei der
Geburt Ihres Kindes dabei sein.
Sie können der werdenden Mutter
wertvolle Hilfe und Unterstützung
bieten. Der sofortige Kontakt mit
dem Neugeborenen trägt zur
Familienbeziehung bei.
Der Beginn
Stillen ist für Sie und Ihr Baby etwas
Neues, das erst gelernt werden
muss. Bitte haben Sie Geduld, wenn
es nicht gleich beim ersten Mal
perfekt funktioniert.
Rooming-in fördert das Stillen.
Babys sind individuelle Lebewesen
– das eine saugt sofort, das andere
braucht einige Ermunterung, das eine
trinkt sehr viel auf einmal, das andere
will lieber weniger, aber dafür öfter
saugen. Es kommt auch vor, dass das
Stillen besonders anfangs als wenig
befriedigend empfunden wird oder sogar
„Rooming-in“ bedeutet, dass Sie und
Ihr Baby in den Tagen nach der Geburt
Tag und Nacht im selben Zimmer sind.
Sie können das Kind also anlegen, so oft
es danach verlangt und sind damit von
der Stationsroutine unabhängig. Für
Sie und Ihr Kind bringt dies außerdem
8
Schmerzen beim Anlegen bereitet. Oft
brauchen Mutter und Kind ein bisschen
Zeit, bis sie beim Stillen harmonieren.
Viele Probleme und Schmerzen lassen
sich durch eine gute Anlegetechnik
vermeiden. Bitten Sie daher die
Hebammen bzw. das Pflegepersonal um
Hilfe, wenn es mit dem Stillen nicht
gleich klappt.
Selbst bei größeren
Anfangsschwierigkeiten,
wie lange dauernde Geburt,
Kaiserschnittentbindung oder bei
gesundheitlichen Problemen: lassen
Sie sich bitte nicht entmutigen. Sogar
wenn Sie vorübergehend von Ihrem
Baby getrennt sein müssen, besteht
die Möglichkeit dem Baby Ihre Milch
– zum Beispiel durch Ausdrücken oder
Abpumpen – geben zu können. Mit viel
Geduld und guter Unterstützung wird
das Stillen später fast immer möglich
sein.
9
Auch Stillen will
gelernt sein
Wie stillt man richtig?
Mit dem Stillen sollte nach Möglichkeit in
der ersten Stunde nach der Entbindung
begonnen werden. Das Baby ist mit allen
dazu nötigen Fähigkeiten ausgestattet,
die Brust nach der Geburt zu finden und
zu erfassen. Sie und Ihr Baby benötigen
nur die nötige Zeit und Ruhe. Durch das
frühe Stillen setzt auch die Milchbildung
früher ein, und das Einschießen der
Milch ist weniger schmerzhaft. In den
ersten Tagen haben Sie zwar nur wenig
Milch, diese Menge ist aber für Ihr Baby
ausreichend. Gerade diese „Vormilch“
(Kolostrum) ist besonders reich an Nährund Abwehrstoffen.
Je öfter Sie das Kind anlegen,
desto mehr Milch wird gebildet.
Muttermilch ist als Nahrung für Ihr
Kind ausreichend.
Wenn Sie stillen, sollte keinerlei
Milchfertignahrung oder Tee zugefüttert
werden, auch nicht in der Nacht. Nur
in den seltensten Fällen, wenn die
Milchproduktion sehr zögernd in Gang
kommt, kann dies vorübergehend
notwendig sein.
Wenn Sie Ihr Baby bei sich haben können
(Rooming-in), dann legen Sie es an, so
oft es möchte. Es kann durchaus sein,
dass es in den ersten Tagen rund um die
Uhr sehr häufig gestillt werden möchte
und dann wieder längere Ruhephasen
hat. Ein schläfriges Baby sollte zum
Stillen auch geweckt werden, damit die
Milchproduktion gut in Gang kommt und
das Baby nicht zuviel an Gewicht verliert.
Ebenso sind längere Intervalle von vier
bis fünf Stunden möglich.
Die ersten Tage sind für Sie und Ihr
Baby eine Lernphase. Mit Geduld, guter
Anleitung und Unterstützung, lassen sich
anfängliche Schwierigkeiten überwinden.
Stilltechnik
Das Anlegen nach Bedarf sollte auch
in der Nacht möglich sein. Sogar wenn
Sie nicht im Rooming-in System betreut
werden, sollte Ihnen Ihr Baby zum Stillen
gebracht werden.
Machen Sie es sich beim Stillen so
bequem wie möglich. Sie können – je
nachdem, wie es Ihnen angenehm
10
ist – im Bett stillen oder sich dazu in
einen Sessel setzen. Sie können Ihre
Arme durch Unterlegen eines Kissens
stützen. Wenn Sie beim Stillen ungestört
sein wollen, sollte Ihre Umgebung dies
berücksichtigen. Auch eine hektische
Umgebung, z.B. durch viele Besucher,
kann das Stillen beeinträchtigen.
Stillens zu einem leichten Kribbeln oder
Stechen in der Brust kommen oder die
Milch beginnt von der Brust zu tropfen,
mit der gerade nicht gestillt wird. Das ist
normal. Das Tropfen der Milch können
Sie stoppen, indem Sie mit der flachen
Hand vorne kurz auf die Brust drücken.
Legen Sie das Baby so in Ihren Arm, dass
sein Körper Ihnen ganz zugewendet
ist. Das Baby liegt Bauch an Bauch
mit der Mutter. Das Baby sollte die
Brust erreichen können ohne den Kopf
zu drehen. Ohr, Schulter und Hüfte
befinden sich dann in einer nahezu
geraden Linie.
Weitere Möglichkeiten:
Es ist gut, mehrere Stillpositionen zu
kennen und abzuwechseln, vor allem,
wenn die Brustwarzen schmerzen oder
sich ein Milchstau entwickelt.
Stillen im Liegen:
Berühren Sie nun die Unterlippe des
Babys mit der Brustwarze, bis es den
Mund weit öffnet.
Legen Sie sich gemütlich auf die Seite
ins Bett oder auf ein Sofa, Ihr Rücken
sollte gut unterstützt sein. Sie können
ein Kissen unter die Achsel schieben.
Das Baby liegt auch auf der Seite und
ist Ihnen ganz zugewandt. Ebenso wie
im Sitzen stimulieren sie das Baby, den
Mund weit aufzumachen und ziehen Sie
das Baby rasch ganz nahe zu sich, sodass
es auch hier „einen Mund voll Brust“
bekommt.
Dann ziehen Sie das Baby rasch ganz
nahe heran. Es ist wichtig, dass das Baby
beim Stillen nicht nur die Brustwarze
selbst, sondern auch einen Teil des
Warzenhofes in den Mund nimmt. Dabei
berühren Nasenspitze, Wange und
Kinn des Babys die Brust. Nur so kann
es wirkungsvoll saugen und auch die
Brustwarzen können nicht so leicht wund
werden. Das Baby atmet während des
Stillens durch die Nase und bekommt
dabei ausreichend Luft.
In den ersten Tagen sind Ihre
Brustwarzen noch nicht an das Stillen
gewöhnt und daher etwas empfindlich.
Sollte jedoch das Stillen sehr
schmerzhaft sein, überprüfen Sie Ihre
Stilltechnik!
Manchmal kann es am Beginn des
11
Stillen im Rückengriff:
Lassen Sie sich die wichtigsten
Stillpositionen bereits an der
Entbindungsabteilung zeigen.
Setzen Sie sich auf einen Sessel oder
besser auf ein Sofa, halten Sie Ihr Baby
stabil im Nacken, sodass Daumen und
Zeigefinger etwa bei den Ohren zu
liegen kommen. Damit ist das Baby gut
unterstützt und der Kopf nicht gedreht,
Ohr, Schulter und Hüfte sind in einer
Linie. Die Beine des Babys sind unter
Ihrem Arm durchgestreckt, sodass das
Baby rechts angelegt wird, wenn Sie
es mit der rechten Hand halten und
umgekehrt. Die freie Hand unterstützt
die Brust. Wenn das Baby seinen Mund
ganz weit aufmacht, wird es auch hier
sehr rasch eng angelegt und bekommt
möglichst viel Warzenhof in den Mund.
Bei dieser Stillposition sind Kissen
(Stillkissen) besonders hilfreich! Bitte
achten Sie hier darauf, dass der Kopf
des Babys in einer gestreckten Position
bleibt, wenn Sie es rasch zur Brust
ziehen.
Achten Sie darauf, dass das Baby
beim Stillen ganz nahe an Ihren
Körper herangezogen wird. Bitten Sie
eine Schwester oder eine Hebamme,
Ihnen zu zeigen, wie man richtig
anlegt. Bieten Sie bei jeder Mahlzeit
beide Brüste an und beginnen Sie
einmal links und einmal rechts,
damit die Milchbildung gleichmäßig
angeregt wird.
Ende der Stillmahlzeit
Wenn das Baby genug gesaugt hat,
lässt es meist von selbst die Brust los.
Manchmal kann es auch nötig sein, das
Baby von der Brust zu lösen. Schieben
Sie dann Ihren Finger vorsichtig in den
Mundwinkel des Babys, um das Saugen
zu unterbrechen.
12
Aufstoßen
Manche Kinder möchten nach dem
Stillen aufstoßen, um Luft aus dem
Magen entweichen zu lassen.
Zum Aufstoßen legen Sie das Baby an
Ihre Schulter.
Sie können es zum ersten Mal schon
aufstoßen lassen, wenn es an der
ersten Brust getrunken hat. Gestillte
Kinder schlucken meist weniger Luft
beim Trinken als Babies, die mit der
Flasche gefüttert werden. Daher kann es
auch vorkommen, dass gestillte Kinder
nicht aufstoßen. Sie werden ihr Baby
kennenlernen und bald merken, was ihr
Baby nach dem Trinken braucht.
Noch drei Hinweise
• Gesunde Babys verlieren in den
ersten Tagen nach der Geburt bis zu
10 Prozent ihres Geburtgewichtes und
erreichen es erst wieder, wenn sie
älter als eine Woche sind.
• In den ersten Tagen genügt eine
tägliche Gewichtskontrolle des
nackten Babys; auf das Wiegen vor
und nach dem Stillen soll verzichtet
werden.
• Während der ersten Tage nach der
Entbindung können Sie ziehende
Schmerzen (Nachwehen) im Bauch
verspüren, wenn Sie zu stillen
beginnen. Das ist normal, denn durch
das Stillen kehrt die Gebärmutter
schneller zu ihrer ursprünglichen
Größe zurück.
Nach dem Stillen
Wenn es Ihnen möglich ist, lassen Sie
das Kind auch nach dem Stillen noch
eine Zeitlang bei sich. Es braucht
nicht nur Ihre Milch, sondern auch
Ihre Nähe.
Vielleicht hat man Ihnen einmal gesagt,
das Kind würde verwöhnt, wenn Sie es
zu häufig aufnehmen. Das stimmt nicht.
Nehmen Sie das Kind auf, so oft es will –
und so oft Sie wollen. Kinder haben nicht
nur Hunger, sondern auch das Bedürfnis
nach körperlicher Nähe, Wärme und
Zärtlichkeit.
Nützen Sie die Zeit im Spital für
einen guten Stillbeginn. In der
Entbindungsstation hilft man Ihnen
gerne.
13
Die Pflege der Brust
während der Stillzeit
Häufiges Stillen, auch nachts, lindert
die Spannung. Warme, feuchte
Umschläge oder eine Dusche vor dem
Stillen lassen die Milch leichter fließen,
kalte Umschläge (z.B mit Topfen) nach
dem Stillen mildern den Schmerz bei
gespannten Brüsten. Nach einigen Tagen
lässt dieses anfängliche Spannungsgefühl
nach und die Brust wird wieder weicher.
Keine Sorge, es ist auch dann genug
Milch für Ihr Baby da! Ein gut sitzender
Stillbüstenhalter gibt der schweren Brust
Halt und wird Ihnen angenehm sein.
Zur Brustpflege während des Stillens
genügt die normale Körperhygiene.
Die Brust sollten Sie nur mit Wasser,
nicht mit Seife oder alkoholhältigen
Mitteln waschen, damit die Haut nicht
austrocknet. Die Brustwarzen nicht
trocken frottieren, sondern nur abtupfen
und trocknen lassen. Frische Luft, Licht
und Sonne tun Ihrer Brust gut. Lassen Sie
nach dem Stillen Milch und Speichelreste
des Babys an der Brustwarze antrocknen.
In Ausnahmefällen kann es notwendig
sein, die Brustwarze dünn mit einer
geeigneten Salbe einzucremen.
Erkundigen Sie sich beim Pflegepersonal,
der Hebamme oder bei Ihrer Ärztin/
Ihrem Arzt nach entsprechenden
Produkten.
Eine besondere Reinigung der Brust
vor dem Stillen ist nicht notwendig –
Händewaschen genügt.
Wenn die Milch
einschießt
Etwa ab dem zweiten oder dritten
Tag nach der Geburt können Sie ein
Spannungsgefühl in der Brust bemerken.
Die Brüste fühlen sich härter und voller
an. Zu diesem Zeitpunkt hat Ihr Körper
die Milchbildung voll aufgenommen.
Bei manchen Frauen werden die
Brüste übervoll und druckschmerzhaft.
14
Stillen zu Hause
Babypflege mit ein, sie helfen meist
gerne.
Ein neues Baby in der Familie ist für
alle Familienmitglieder eine große
Umstellung. Babys sind eigene kleine
Persönlichkeiten mit unterschiedlichen
Bedürfnissen. Manche Babys scheinen
oft unzufrieden zu sein, schlafen wenig
und weinen viel. Diese Babys brauchen
besonders viel Aufmerksamkeit und
Zuwendung, und ihre Betreuung kann
ziemlich anstrengend sein.
Die Stillzeiten
Wenn Sie mit Ihrem Baby nach Hause
kommen, gönnen Sie sich soviel Ruhe
wie nur möglich. Auch wenn das Stillen
in den ersten Tagen noch nicht so gut
funktioniert hat, ist das kein Grund
aufzugeben. Häufig gelingt es in der
gewohnten Umgebung besser.
Wie oft Sie das Baby an die Brust
nehmen, richtet sich danach, wie oft
es trinken will. Jedes Baby hat seinen
individuellen Rhythmus.
Die ersten Wochen sind eine Zeit des
gegenseitigen Kennenlernens, allmählich
geht die anfängliche Unsicherheit vorbei.
Wichtig ist eine harmonische Umgebung
(Familie), um ein ruhiges Stillen zu
ermöglichen.
Die meisten Babys möchten anfangs sehr
oft gestillt werden, das sind etwa acht
bis zwölf Mahlzeiten pro Tag. Manche
Babys haben auch längere Abstände
zwischen den Stillmahlzeiten.
Versuchen Sie nach Möglichkeit, die
„Antrittsbesuche“ von Freunden
und Verwandten auf einen späteren
Zeitpunkt zu verlegen. Vielleicht können
Sie für die Hausarbeit Hilfe organisieren.
Es gibt große Unterschiede bei der
Anzahl und Dauer der Mahlzeiten und
den Mengen, die das Kind pro Mahlzeit
zu sich nimmt.
Gönnen Sie dem Kind Zeit und Ruhe,
in seinem individuellen Tempo zu
trinken.
Wenn Sie ältere Kinder haben, möchten
diese vielleicht am Stillen teilhaben.
Oft kuscheln sie sich auch gerne an die
Mutter, wenn das Baby gestillt wird.
Beziehen Sie den Partner und ältere
Geschwister von Anfang an in die
Legen Sie Ihr Baby anfangs immer
an beiden Brüsten an. Beginnen Sie
15
möglichst mit der Brust, an der das Baby
zuletzt getrunken hat.
Impfungen) beraten. Babys schreien
aber nicht nur aus Hunger, sondern auch
aus Unbehagen oder dem Wunsch nach
Zuwendung.
Lassen Sie es an der ersten Seite
mindestens fünfzehn Minuten trinken,
dann aufstoßen und anschließend geben
Sie ihm die andere Brust. Gegen Ende
der Stillmahlzeit ist die Milch besonders
nahrhaft, darum sollte das Baby
ausreichend lange an der Brust trinken.
Wenn sich das Stillen eingespielt hat,
kann es sein, dass Ihr Kind auch mit nur
einer Brust zufrieden ist.
Sie können sicher sein, dass Ihr Baby
genug Milch bekommt wenn es
• ein gesundes, waches Aussehen hat,
• regelmäßig an Gewicht zunimmt
(nach den ersten Tagen) und
• in den ersten 4-5 Wochen mind. 3
Stuhlentleerungen täglich und
• fünf- bis sechsmal am Tag nasse
Windeln hat.
Jedes Kind und jede Mutter
sind anders – achten Sie auf die
Bedürfnisse Ihres Babys und richten
Sie sich nicht nach der Uhr!
Mit vier bis sechs Wochen und dann
wieder mit drei Monaten machen
Babys einen Entwicklungs- und
Wachstumsschub durch. Sie sind
unruhiger als sonst und verlangen öfter
nach der Brust.
Bekommt mein Kind
genug?
Der Stuhlgang des gestillten Kindes
Stillen funktioniert nach dem Prinzip von
Angebot und Nachfrage – wenn das Kind
oft an der Brust saugt, wird ausreichend
Milch gebildet.
Brustkinder haben in den ersten
Lebenswochen meist mehrmals
täglich Stuhlgang, später dann
unter Umständen tagelang keinen.
Kleine Unregelmäßigkeiten sind kein
Grund zur Sorge, so lange das Baby
ansonsten munter und zufrieden ist.
Muttermilchstuhl ist weich und flockig,
manchmal auch salbenartig oder
bröckelig, er kann aber auch dünnflüssig
sein. Die Farbe ist gelblich bis grünlich,
der Geruch säuerlich und nicht
unangenehm.
Auch hier gilt: Je öfter Sie Ihr Baby
anlegen, umso mehr Milch werden
Sie haben!
Anfangs sollten Sie alle ein bis zwei
Wochen das Gewicht des Kindes bei der
betreuenden Ärztin/beim Arzt oder in
der Mutter- bzw. Elternberatungsstelle
kontrollieren lassen. Dort werden Sie
auch in allen Entwicklungsfragen und
über vorbeugende Maßnahmen (z.B.
16
Sind Nachtmahlzeiten
notwendig?
Richtig essen in der
Stillzeit
Meist wachen Babys in den ersten
Monaten nachts auf. Am einfachsten ist
es, Sie holen das Baby in Ihr Bett und
stillen es.
Eine ausgewogene Ernährung trägt
wesentlich zu Ihrem Wohlbefinden bei.
Sie dürfen grundsätzlich alles essen.
Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Kleine
Zwischenmahlzeiten sind günstig.
Trinken Sie, wenn Sie durstig sind. Sie
müssen keine Speisen ausdrücklich
meiden. Manchmal reagieren Babys aber
auf ein Nahrungsmittel empfindlich.
Es könnte beispielsweise vorkommen,
dass Ihr Baby auffallend unruhig ist,
nachdem Sie viel von einem bestimmten
Nahrungsmittel (z.B. Nüsse oder
Schokolade) gegessen oder sehr viel
Vollmilch getrunken haben. Dann lassen
Sie dieses Nahrungsmittel einige Tage
weg und beobachten Sie Ihr Kind.
Das Windelwechseln in der Nacht ist
meist nicht notwendig. Manche Kinder
schlafen bald durch, andere wachen
noch lange Zeit während der Nacht auf
und möchten gestillt werden. Wenn
Ihr Baby von Anfang an durchschlafen
sollte und Sie kein Spannungsgefühl in
der Brust haben, brauchen Sie es nicht
zu wecken und zu stillen. Falls Ihr Baby
aber einmal länger als gewöhnlich schläft
und Ihre Brust sehr voll ist und spannt,
wecken Sie Ihr Kind ausnahmsweise zum
Stillen auf. Stillen nach Bedarf heißt auch
nach Bedarf der Mutter!
Vermeiden Sie einseitige Ernährung. Eine
reichhaltige und ausgewogene Mischkost
ist für Mutter und Baby wichtig. Ihr
Nahrungsbedarf ist jetzt auch etwas
höher als sonst.
Schlafen
Der beste Ort zum Schlafen für Ihr Baby
ist das Schlafzimmer der Eltern. Es ist
ganz wichtig, dass im selben Zimmer mit
einem Baby NICHT GERAUCHT wird!
Braucht ein gestilltes
Baby Tee?
Im Allgemeinen wird empfohlen, Babys
in Rückenlage schlafen zu lassen.
Babys sollen nicht zu warm angezogen
oder zugedeckt werden, das Baby soll
sich die Decke nicht über das Gesicht
ziehen können (unten um die Matratze
einstecken). Der Raum sollte auch nicht
zu warm sein, etwa 21 °C genügen.
Gesunde, voll gestillte Kinder brauchen
keinen Tee zwischendurch. Auch bei
sehr heißem Wetter oder bei sehr
trockener Luft deckt häufiges Stillen
den zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf.
Zusätzlich zur Muttermilch wird die
Gabe von Vitamin-K-Tropfen für die
Blutgerinnung und Vitamin-D-Tropfen für
die Knochenbildung empfohlen.
17
Wenn Sie zu einer
Stillmahlzeit nicht bei
Ihrem Baby sein können
Muttermilch kann in einem sauberen
und trockenen, gut verschlossenen
Gefäß (vorher im Geschirrspüler
gereinigt oder ausgekocht, aus Glas oder
kochfestem Kunststoff) bis zu 2 Tage
im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Wenn die Muttermilch nicht binnen
48 Stunden verfüttert wird, sollten Sie
sie sofort nach dem Abdrücken und
Abkühlen einfrieren. Muttermilch kann
in einem Tiefkühlgerät (-18°C) bis zu
6 Monate lang aufbewahrt werden.
Vor der Verwendung wird Ihre Milch
im Wasserbad, nicht aber mit der
Mikrowelle, aufgewärmt. Ihre Milch kann
dem Baby dann mit einem Löffel oder
mit dem Fläschchen gegeben werden.
Sollten Sie einmal zu einer Stillmahlzeit
nicht bei Ihrem Baby sein können,
besteht die Möglichkeit, Ihre Milch
mit der Hand auszudrücken oder
abzupumpen, um einen Vorrat
anzulegen. Sie können eine gute
Handpumpe verwenden oder
eine elektrische Milchpumpe im
Sanitätsfachhandel oder in der Apotheke
mit Verordnungsschein ausleihen.
Beim Ausdrücken von Muttermilch mit
der Hand gehen Sie folgendermaßen vor:
Um den Milchfluss anzuregen, massieren
Sie vor jedem Ausdrücken Ihre Brust mit
kreisförmigen Bewegungen. Stimulieren
Sie auch Ihre Brustwarzen. Unterstützen
Sie dann eine Brust mit der Handfläche
von unten, legen Sie am Rande des
Warzenhofes den Daumen über und
den Zeigefinger unter die Brustwarze.
Drücken Sie zuerst nach hinten, in
Richtung Brustkorb und pressen Sie
dann den Warzenhof mit Daumen und
Zeigefinger zusammen. Das Ausdrücken
sollte keinesfalls schmerzhaft für Sie
sein. Wiederholen Sie das Abdrücken
mit rhythmischen Bewegungen.
Wechseln Sie die Position Ihrer Hand
mehrere Male und wechseln Sie öfter
die Seite. Zum Auffangen der Milch
eignet sich am besten eine saubere
Glasschüssel. Das Ausdrücken mit der
Hand ist eine einfache Methode, sich
einen Milchvorrat anzulegen. Wenden
Sie sich bei Unklarheiten an eine der
am Ende der Broschüre genannten
Kontaktadressen.
Wenn gar keine andere
Möglichkeit besteht, können Sie
in einer solchen Situation auch
eine Säuglingsanfangsnahrung
verwenden. Sprechen Sie über die
Art der Milchfertignahrung mit Ihrer
betreuenden Ärztin/Ihrem Arzt.
Muttermilch enthält ausreichend
Flüssigkeit und alle Nährstoffe,
die Ihr Kind im ersten Lebensjahr
braucht.
Schadstoffe in der
Muttermilch?
Wahrscheinlich werden Sie irgendwann
in der Stillzeit zu hören bekommen, dass
auch in der Muttermilch Schadstoffe
enthalten sind. Sie brauchen sich
jedoch keine Sorgen machen, dass
18
Ihrem Baby das Stillen schadet. Geringe
Schadstoffmengen in der Muttermilch
sind eine Folge der allgemeinen
Umweltbelastung. In den letzten Jahren
ist die Belastung mit den meisten
Schadstoffen in der Muttermilch
zurückgegangen. Muttermilch ist auf
jeden Fall die gesündeste und beste
Babynahrung!
erwerbstätige Mutter ihr Kind selbst
stillt, hat sie als Dienstnehmerin
Anspruch auf eine tägliche Stillzeit. Je
nach der täglichen Arbeitszeit beträgt die
Stillzeit 45 bis 90 Minuten. Die Stillzeit
darf nicht auf die Ruhepausen im Betrieb
angerechnet werden. Dienstgeber
können aber einen Nachweis
verlangen, dass das Kind tatsächlich
gestillt wird (Bestätigung der Ärztin/
des Arztes oder einer Mutter- bzw.
Elternberatungsstelle).
Stilldauer
Muttermilch und Beikost
Wie lange Sie stillen, hängt von Ihrer
persönlichen Situation ab. Auch
wenn Sie nur wenige Wochen stillen:
Es lohnt sich in jedem Fall!
Während der ersten Lebensmonate
ist Muttermilch die ideale Nahrung.
Die Einführung der Beikost soll je
nach Entwicklungsgrad des Kindes
um das 6. Lebensmonat erfolgen,
nicht jedoch vor Beginn des 5.
Monats (17. Lebenswoche) bzw.
nach Ende des 6. Monats (26.
Lebenswoche).
Viele Frauen würden ihr Kind gerne
während des ganzen ersten Lebensjahres
stillen, aber auch eine kurze Stillzeit ist
ein Gewinn für Ihr Baby!
Sollten Sie bald nach der Geburt Ihres
Kindes wieder zu arbeiten beginnen,
haben Sie trotzdem die Möglichkeit
weiterzustillen. Eine Stillberaterin kann
Ihnen dabei viele praktische Tipps geben.
Gaben von Vitamin K für die
Blutgerinnung (zwei Tropfen je einmal
nach der Geburt, mit vier bis sechs Tagen
und mit vier bis sechs Wochen) sowie
Vitamin D für den Knochenaufbau (ab
der zweiten Woche zwei Tropfen pro Tag)
werden empfohlen.
Berufstätigkeit und
Stillen
Der Übergang von Muttermilch zu
„normaler“ Kost soll behutsam und
Schritt für Schritt erfolgen. Beginnen
Sie mit einigen Löffelchen und stillen
Sie Ihr Kind weiter, so lange Sie und
Ihr Kind das wollen. Muttermilch oder
Bei guter Planung können Berufstätigkeit
und Stillen in Einklang gebracht werden.
Das Mutterschutzgesetz beinhaltet
entsprechende gesetzliche Regelungen
für stillende Mütter. Solange eine
19
Säuglingsanfangsnahrung bleiben auch
nach Einführung der Beikost eine wichtige
Nährstoffquelle im ersten Lebensjahr.
Abstillen
Wenn das Baby großes Interesse zeigt,
selber das Essen zu versuchen, bieten
Sie ihm weiche Nahrungsmittel an (z.B.
gekochte Karotten, Kartoffeln, Erbsen,
Bananen, Birnen, Getreidebreie). Haben
Sie Geduld, wenn anfangs viel daneben
geht. Ein kleines Brotstück (ca. 10
Gramm, salzarme Brotsorten), sobald
das Kind dieses halten und selbständig
essen kann, befriedigt das Saugbedürfnis
und macht den meisten Babys auch viel
Spaß. Aber behalten Sie es im Auge,
damit es sich nicht an einem Stückchen
verschluckt. Zum Trinken passt am
besten Wasser aus Schnabeltassen oder
einem unzerbrechlichen Becher. Zur
Abwechslung eignen sich auch Früchteoder Kräutertees (ohne Zucker oder
Honig).
Wann ist es Zeit,
abzustillen?
Darauf gibt es keine allgemein gültige
Antwort. Wann Sie abstillen, hängt von
Ihren persönlichen Lebensumständen
ab. Stillen ist ganz besonders im ersten
Lebenshalbjahr ein großer Gewinn für
die Beziehung und die Gesundheit von
Mutter und Kind. Nach dem Abstillen
können Sie nur sehr schwer wieder zum
Stillen zurückkehren. Der Entschluss zum
Abstillen sollte daher gut überlegt sein.
Idealerweise werden Babys während
der allmählichen Einführung von Beikost
weitergestillt. Manche Kinder möchten
auch bis zum ersten Geburtstag und
länger gestillt werden. Für Kinder mit
einem erhöhten Allergierisiko ist eine
lange Stillzeit von Vorteil.
Vegane Kost und andere Diätformen,
die nicht alle Nahrungsmittelgruppen
enthalten, sind für Babys und Kleinkinder
ungeeignet.
Wann Sie abstillen, hängt von Ihnen
und Ihrem Baby ab.
Detaillierte Informationen zur Beikost
und Tipps, wann und wie mit dem
Zufüttern begonnen werden soll, finden
Sie in der Broschüre „Richtig essen von
Anfang an! - Babys erstes Löffelchen”,
die kostenlos unter 0810 81 81 64 (max.
€ 0,1/Min) bestellt oder unter
www.bmg.gv.at heruntergeladen werden
kann.
Sollten Sie abstillen wollen, bevor das
Baby sechs Monate alt ist, ersetzen
Sie allmählich eine Brustmahlzeit
durch eine Flaschenmahlzeit.
Säuglingsanfangsnahrung kann nach
Bedarf des Kindes gegeben werden
und wird bis zum Ende des ersten
Lebensjahres empfohlen.
Lassen Sie sich bei der Wahl einer
geeigneten Nahrung durch Ihre Ärztin/
20
Ihren Arzt oder in einer Mutter- bzw.
Elternberatungsstelle beraten.
es sich nur mehr morgens und abends
zu stillen, besonders, wenn Sie Ihre
Berufstätigkeit wieder aufnehmen
wollen. Meistens bleibt das Stillen
vor dem Schlafengehen am längsten
erhalten.
Bei Kindern nach dem Ende des vierten
Lebensmonats können Sie auch mit
Beikost beginnen. Allmählich wird eine
gesamte Milchmahlzeit durch Beikost
ersetzt, eine Milchfertignahrung ist
jedoch zusätzlich nötig, wenn Sie
endgültig abstillen wollen.
Da die Muttermilchmenge dem Bedarf
des Kindes angepasst wird, führt jedes
Zufüttern, sei es mit Beikost oder
Säuglingsfertignahrung, zu einem
Zurückgehen der Milchproduktion.
Wenn das Baby weniger oft gestillt wird,
bildet sich die Milch von selbst zurück.
Salbei- oder Pfefferminztee können
milchreduzierend wirken.
Es gibt auch Medikamente, die die
Milchmenge reduzieren. Wenn Sie aus
irgendeinem Grund plötzlich abstillen
müssen, kann Ihnen Ihre Ärztin/Ihr Arzt
entsprechende Medikamente verordnen.
Von der Brust zur festen
Nahrung
Im zweiten Lebenshalbjahr kann das
Interesse an anderen Nahrungsmitteln
bei vielen Kindern dazu führen, dass
Sie seltener und unregelmäßiger an der
Brust zu trinken verlangen. Günstig ist
ein fließender, schrittweiser Übergang
von der Brust zum Familientisch. Neben
der Gabe von Beikost kann Ihr Baby
selbstverständlich weiterhin gestillt
werden. Für manche Mütter bewährt
21
Probleme beim
Stillen – was tun?
dann nach jeder Brustmahlzeit so viel an
Säuglingsanfangsnahrung, wie es trinken
will.
Junge Mütter, die zum ersten Mal stillen,
haben oft Fragen. Hier finden Sie einige
Antworten darauf. Brauchen Sie darüber
hinaus Information, so wenden Sie
sich bitte an Ihre betreuende Ärztin/
Ihren betreuenden Arzt oder eine der
Adressen am Ende dieser Broschüre.
Habe ich genug Milch?
Fast jede Mutter hat genug Milch für ihr
Baby. Beachten Sie dazu die Hinweise im
Kapitel „Stillen zu Hause“. Es kann zwar
vorkommen, dass das Baby während
einer kurzen Zeit öfter trinken will.
Solche Phasen treten häufig in der 2.
Woche, mit ca. 4 bis 6 Wochen und mit
ca. 3 Monaten auf. Es genügt dann, wenn
Sie das Baby öfter anlegen.
Soll ich Saughütchen verwenden?
Um anfängliche Stillprobleme
zu überbrücken, werden häufig
Saughütchen (auch Stillhütchen
genannt) angeboten. Leider führen
diese bei vielen Frauen zu weiteren
Stillproblemen:
Sie sollten das Baby nicht vor und
nach jeder Mahlzeit wiegen. Anfangs
sind wöchentliche, später monatliche
Gewichtskontrollen jedoch wichtig. In
seltenen Fällen kann es vorkommen,
dass ein Baby nicht gut gedeiht. Stillen
Sie auf jeden Fall weiter und lassen
Sie Ihr Baby von der Ärztin/vom Arzt
untersuchen.
• Die Brust wird nicht ausreichend
angeregt und die Milchbildung geht
zurück,
• die Stillmahlzeiten dauern daher
deutlich länger,
• Milchstaus kommen häufiger vor,
• das Baby lernt eine falsche
Saugtechnik und hat oft größte Mühe,
wieder an der bloßen Brust zu trinken.
Setzen Sie sich mit einer Stillberaterin
in Verbindung. Es kann auch notwendig
sein, dass Sie Ihr Baby zufüttern. Ihre
Ärztin/Ihr Arzt wird Sie bei der Auswahl
einer geeigneten Säuglingsnahrung
beraten. Stillen Sie das Baby immer
bevor Sie zufüttern. Geben Sie dem Kind
Wenn Sie anfangs Saughütchen
verwenden, lassen Sie sich beraten, wie
Sie wieder ohne das Saughütchen stillen
können.
22
Meine Milch schaut dünn und
wässrig aus – ist das normal?
übermäßig anzuregen. Regelmäßiges
Abpumpen mit einer Milchpumpe würde
zu einer Steigerung der Milchproduktion
führen. Zur Vermeidung eines Milchstaus
massieren Sie eventuell etwas Milch
aus. Salbei- oder Pfefferminztee können
milchreduzierend wirken.
Ja! In den ersten Tagen ist Ihre Milch (die
sogenannte Vormilch) dick und cremig,
später ändert sich das Aussehen, sie
wirkt wässriger. Dennoch beinhaltet sie
alle wichtigen Nährstoffe.
Krankenanstalten mit
Milchsammelstellen übernehmen
gerne Frauenmilch für kranke oder
frühgeborene Babys. Erkundigen Sie sich
danach bei Ihrer Entbindungsabteilung.
Ich habe etwa eine Woche
gestillt, und meine Brüste sind
jetzt viel kleiner geworden –
versiegt meine Milch?
Meine Brustwarzen schmerzen
– ich habe Angst, dass sie wund
werden. Was hilft dagegen?
Nein! Sie haben weiterhin genug
Milch. Ihre Brust hat sich auf das Stillen
eingestellt. Es ist ganz normal, dass sie
kleiner und weicher wird.
Eine gewisse Empfindlichkeit der
Brustwarzen in den ersten Tagen ist
normal. Sollte das Stillen schmerzhaft
sein, achten Sie auf eine gute
Anlegetechnik und Stillposition.
Von meiner Brust fließt
zwischendurch Milch aus.
Was soll ich machen?
Stillen Sie kürzer und öfter, und legen
Sie das Baby dabei möglichst so an, dass
es beim Saugen die empfindliche Stelle
nicht weiter reizt. Versuchen Sie es mit
einer anderen Stillposition. Sie können
auch vor Beginn des Stillens etwas
Milch mit der Hand ausdrücken, damit
die Brust nicht so gespannt ist und das
Baby sie leichter fassen kann. Wenn nur
eine Brust schmerzt, beginnen Sie das
Füttern immer mit der anderen Brust –
das Kind ist dann schon halbwegs satt
und saugt nicht mehr so heftig an der
empfindlichen Brust.
Sie können sich helfen, in dem Sie mit
der flachen Hand kurz auf die Brustwarze
drücken. Verwenden Sie Stilleinlagen
und achten Sie darauf, diese häufig zu
wechseln, damit die Brustwarzen trocken
sind.
Ich habe zuviel Milch. Kann man
dagegen etwas tun?
Die Milchproduktion passt sich in den
ersten Wochen den Bedürfnissen des
Babys an. Stillen Sie in einem solchen
Fall bei jeder Mahlzeit nur an einer
Brust, um die Milchproduktion nicht
Setzen Sie die bloße Brust möglichst
oft der frischen Luft aus, das macht
23
Ich habe eine rote,
schmerzende Stelle auf der Brust.
Ist das bedenklich?
die Brustwarzen weniger empfindlich.
Lassen Sie nach dem Stillen Muttermilch
an der Brustwarze eintrocknen. Eventuell
kann Ihnen eine geeignete Salbe, dünn
aufgetragen, helfen.
Jede gerötete, schmerzhafte Stelle auf
der Brust kann einen Milchstau, seltener
eine beginnende Brustentzündung
anzeigen. Begeben Sie sich daher sofort
in ärztliche Behandlung – vor allem
dann, wenn Sie auch unter anderen
Krankheitszeichen (Kopfweh, Fieber,
Mattigkeit, ...) leiden.
Sind die Brustwarzen bereits wund,
brauchen Sie deshalb nicht abzustillen.
Fragen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder
eine Stillberaterin um Rat! Bei einer
entsprechenden Behandlung heilen
wunde Brustwarzen bald wieder ab.
Auch wenn Ihr Baby eine Pilzinfektion im
Mund hat (Soor), bei der weiße Flecken
an Zunge und Schleimhaut zu finden
sind, kann das ein Grund für wunde
Brustwarzen sein. Mutter und Baby
sollten dann ärztlich behandelt werden.
Häufiges Anlegen und Bettruhe
unterstützen jede Behandlung. Auch hier
gilt: Wärme vor dem Anlegen fördert
den Milchfluss, Kälte nach dem Stillen
lindert den Schmerz.
Wenn eine Brustentzündung (Mastitis)
rechtzeitig behandelt wird, können Sie
meist weiterhin stillen. Besprechen Sie
mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, dass Sie
weiterstillen wollen.
Meine Brust spannt schmerzhaft
und ist sehr voll. Ich habe einen
Milchstau! Was soll ich tun?
Mein Baby ist krank – kann ich
weiterstillen?
Bevor Sie Ihr Kind anlegen, machen Sie
an der Brust feuchte, warme Umschläge,
um den Milchfluss anzuregen. Nach dem
Stillen lindern kalte Umschläge (z.B.
mit Topfen) die Schmerzen. Sie können
auch versuchen, überschüssige Milch
mit der Hand auszudrücken, während
Sie warm duschen. Legen Sie Ihr Baby
häufiger an der betroffenen Brust an und
wechseln Sie mehrmals die Stillposition.
Wenden Sie sich gegebenenfalls an eine
Stillberaterin oder Ihre Ärztin/Ihren Arzt.
Ein krankes Baby hat naturgemäß
weniger Appetit als ein gesundes, Sie
sollten aber unbedingt weiterstillen.
Gerade im Krankheitsfall braucht Ihr
Baby die Schutzstoffe in der Muttermilch
besonders.
24
Ich bin krank – kann ich
weiterstillen?
Muss ich Zigaretten, Alkohol und
Medikamente ganz vermeiden,
während ich stille?
Ja! Bei den meisten akuten
Erkrankungen, auch wenn sie mit Fieber
verbunden sind, können Sie unbesorgt
weiterstillen. Ihre Milch enthält dann
Schutzstoffe gegen die Krankheit und
schützt Ihr Baby.
Rauchen sollten Sie möglichst wenig und
nur nach dem Stillen. Niemand sollte im
selben Raum mit einem Baby rauchen.
Gegen ein Glas Wein oder Bier dann und
wann ist nichts einzuwenden. „Harte
Getränke“ sollten Sie meiden.
Wenn Sie Medikamente einnehmen
müssen, besprechen Sie das weitere
Stillen auf jeden Fall mit Ihrer Ärztin/
Ihrem Arzt, damit sie/er Ihnen möglichst
Medikamente verschreibt, mit denen Sie
weiterstillen können.
Nehmen Sie nur diejenigen
Medikamente, die Ihnen von Ihrer
Ärztin/Ihrem Arzt verordnet werden.
Stimmt es, dass ich nicht wieder
schwanger werden kann, so
lange ich stille?
Ich (mein Baby) muss ins Spital.
Muss ich jetzt das Stillen
beenden?
Nein, das stimmt nicht! Zwar bleibt
die Regelblutung bei manchen Frauen
während der Stillzeit für einige Monate
aus aber die Wahrscheinlichkeit,
dass Sie schwanger werden, ist nur
in den ersten drei Monaten sehr
gering. Absolute Sicherheit bietet das
Stillen aber keine. Hormonelle, orale
Kontrazeptiva („Kombinationspillen“)
können, wenn sie während der
Stillzeit eingenommen werden, einen
Rückgang der Milchbildung bewirken.
Die reine Gestagenpille („Minipille“)
kann hingegen unbedenklich
zur Schwangerschaftsverhütung
empfohlen werden. Besprechen Sie die
Möglichkeiten der Empfängnisverhütung
mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt.
Nein! In Österreich gibt es grundsätzlich
die Möglichkeit, dass Sie gemeinsam
mit dem Kind ins Spital aufgenommen
werden, zumindest so lange Sie
stillen. Erkundigen Sie sich bei der
Krankenanstalt!
Wenn eine gemeinsame Aufnahme nicht
möglich sein sollte, drücken Sie die Milch
mit der Hand aus oder pumpen Sie ab
und bringen Sie die Milch ins Spital. Es
kann sein, dass sich die Milchbildung
in dieser Zeit etwas verringert. Sie
müssen dann das Baby nachher etwas
öfter anlegen, um die Milchbildung
anzuregen.
25
Stillen in schwierigen
Situationen
Falls anfangs noch wenig Milch kommt,
seien Sie zuversichtlich und lassen Sie
sich nicht entmutigen. Nur Sie können
dem Baby Ihre Milch geben. Ihr Baby
ist ganz besonders auf Ihre Milch
angewiesen. Auch kleine Mengen
sind wichtig. Wenden Sie sich an das
Pflegepersonal oder nehmen Sie Kontakt
mit einer Stillberaterin auf.
Gerade für kranke oder frühgeborene
Kinder ist die Ernährung mit
Muttermilch sehr wichtig.
Oft benötigen solche Babys ärztliche
Überwachung und Betreuung und
können nicht von Anfang an bei
Ihnen sein. Geben Sie trotzdem den
Gedanken an das Stillen nicht gleich
auf. Beginnen Sie, so bald Sie nach der
Geburt dazu in der Lage sind, mit einer
Milchpumpe abzupumpen, damit die
Milchbildung angeregt wird. Pumpen
Sie regelmäßig, ca. alle 3–4 Stunden.
Je häufiger Sie pumpen, desto mehr
Milch wird gebildet. Massieren Sie
Ihre Brüste vor jedem Abpumpen, um
den Milchfluss anzuregen. Pumpen Sie
rechts für einige Minuten und dann links
ebenso lange. Massieren Sie Ihre Brust
und wiederholen Sie das Pumpen, bis
Sie jede Seite dreimal angeregt haben,
insgesamt etwa ½ Stunde.
An vielen Kinderabteilungen sind
eine Mitaufnahme der Mutter oder
unbegrenzte Besuchszeiten möglich.
Für Sie und Ihr Baby bedeutet das nach
allen Anfangsproblemen die Möglichkeit,
einander besser kennen zu lernen und
das Stillen im Spital zu erlernen.
Wenn Sie nicht
stillen können
Vielleicht ist es Ihnen wegen
einer schweren Erkrankung, einer
Brustoperation oder aus einem anderen
Grund nicht möglich zu stillen. Ihr Baby
muss dann zwar Ihre Milch, nicht aber
Ihre Liebe und zärtliche Zuwendung
entbehren.
Bitte waschen Sie sich vor dem
Abpumpen die Hände und verwenden
Sie nur ausgekochte oder sterilisierte
Milchsammelgefäße. Kühlen Sie die
abgepumpte Milch ab und bewahren
Sie sie im Kühlschrank auf. Nur bereits
gekühlte Milchportionen dürfen
zusammengeschüttet werden. Die
Milch sollte nur in einer Kühltasche
transportiert werden.
Füttern Sie Ihrem Baby
Säuglingsanfangsnahrung, es wird auch
damit gut gedeihen. Nehmen Sie sich
Zeit beim Füttern. Geben Sie Ihrem
Baby viel Hautkontakt und tragen Sie es
herum. Das Kind braucht Ihre Nähe und
den Kontakt zu Ihrem Körper, damit es
das Gefühl hat, sicher und geborgen zu
sein.
26
Informationsmöglichkeiten
Hier eine Auswahl an Adressen:
Kärnten
Gröchenig Cynthia, 9300 St. Veit an der
Glan, 0699-10942467
Leitgeb Kergi, 9020 Klagenfurt,
Tel. 0699-81436405
Wir hoffen, Ihnen mit dieser Broschüre
die wichtigsten Fragen zum Thema
„Stillen“ beantwortet zu haben.
Niederösterreich
Wenn Sie Beratung brauchen, Probleme
im persönlichen Gespräch klären
möchten oder Ihre Erfahrungen mit
anderen stillenden Müttern austauschen
wollen, so wenden Sie sich an eine der
folgenden Kontaktadressen.
Forstner Andrea, 3945 Hoheneich,
Tel. (02852) 35043
Harnisch Anja, 2700 Wr. Neustadt,
Tel. 0699-17887789
Ruttner Julia, 2500 Baden,
Tel. (02252) 44655
Zwick Roswitha, 2193 Wilfersdorf,
Tel. (2573) 2015
La Leche Liga (LLL) – Vereinigung stillender Mütter Österreich
Oberösterreich
Hörschläger Manuela, 4050 Traun,
Tel. 0650-3164560
Kasamas Elisabeth, 4910 Ried/Innkreis,
Tel. (07752) 80709
Köglberger Sesilia, 4501 Neuhofen/
Krems, Tel. (07227) 4180
Zwingler Ingrid, 4400 Steyr,
Tel. (07252) 45212
1050 Wien, Zentagasse 6/13,
Tel. 0650/8712196
www.lalecheliga.at
E-mail: [email protected]
Beratung, Unterstützung und Begleitung
in der Stillzeit, von Mutter zu Mutter.
LLL-Stillberaterinnen ermutigen und
bestärken Mütter in ihren eigenen
Kompetenzen und fördern den
Austausch untereinander in monatlichen
Stilltreffen.
Salzburg
Lugstein Herlinde, 5204 Straßwalchen,
Tel. (06215) 7357
Haslauer Sylvia, 5026 Salzburg,
Tel. (0662) 621098
Haslauer Rosemarie, 5323 Ebenau,
Tel. (06221) 20413
Seeberger Angelika, 5550 Radstadt,
Tel. 0650-7023121
Die Beraterinnen geben auch gerne
telefonische Auskünfte. In Österreich
gibt es über 60 La Leche Liga
Beraterinnen (Das Gesamtverzeichnis
finden Sie unter www.lalecheliga.at)
27
Steiermark
Burgenland
Brunner Michaela, 8252 Mönichwald,
Tel. (03336) 4812
Holler Christa Maria, 8230 Hartberg,
Tel. 0650-3311073
Read Marion, 8700 Leoben,
Tel. (03842) 29180
Leider steht derzeit keine Beraterin zur
Verfügung.
Verband der Still- und
Laktationsberaterinnen
Österreichs
Tirol
Brunner Waltraud, 6330 Kufstein,
Tel. (05372) 62041
Gotsch Manuela, 6464 Tarreinz,
Tel. (05474) 5067
Mayr Angelika, 6200 Rotholz,
Tel. (05244) 66056
Schoner Ursula, 6020 Innsbruck,
Tel. 0664-4014806
(VSLÖ) 2362 Biedermannsdorf,
Lindenstraße 20,
Tel. u. Fax: 02236/72336,
E-Mail: [email protected]
Eva Bogensperger, Präsidentin des VSLÖ,
[email protected]
Hilfreiche Tipps und praktische
Informationen auch unter
www.mamisbest.at,
E-Mail: [email protected]
Vorarlberg
Hahn Susanne, 6800 Feldkirch,
Tel. 0676-3116553
Kyllönen Michaela, 6800 Feldkirch,
Tel. 0699-10033858
In Österreich gibt es mehr als 300
Stillberaterinnen (IBCLCs – International
Board Certified Lactation Consultants).
Wien
Ein Gesamtverzeichnis finden Sie unter
www.stillen.at
Hofstadler Annemarie, 1190 Wien, Tel.
(01) 4402362
Laszlo Christine, 1220 Wien,
Tel. 0699-12207760
Schindler Katharina, 1130 Wien,
Tel. (01) 8870164
Wiener Maria, 1050 Wien,
Tel. 0650-8712196
Burgenland
Holzhacker Waltraud, 7512 Kohfidisch,
Tel. 0660-2177721
Schmid Sabine, Stillambulanz KHEisenstadt, Tel. (02682) 6013665 (Di+Fr)
28
Kärnten
Hörandner Gabriele, 4861 Schörfling,
Tel. 0699-15479130
Oberaigner Petra, 4611 Buchkirchen,
Tel. (07242) 28996
Flaschberger Gabi, 9020 Klagenfurt,
Tel. 0699-10149593
Koffler Gabriele, 9581 Ledenitzen,
Tel. 0650-5590056
Kruttner Ingrid, 9311 Kraig,
Tel. 0664-6423158
Salzburg
Baumgartner Gerda, 5110 Oberndorf,
Tel. 0699-81991417
Bogensperger Eva, 5020 Salzburg,
Tel. 0650-8603873
Brandstätter Gabriele, 5350 Strobl,
Tel. 0664-3921980
Gobl-Arh Maria, 5164 Seeham,
Tel. 0699-11293949
Lindinger Christine, 5020 Salzburg,
Tel. 0676-7221421
Schallhammer Carolin, 5020 Salzburg,
Tel. 0699-15090309
Voglreiter Frieda, 5672 Fusch a.d.
Glocknerstraße, Tel. 0664-6372960
Niederösterreich
Antlova Lucie, 3950 Gmünd,
Tel. 0664-5014220
Böhm Eva, 3443 Sieghartskirchen,
Tel. 0664-73917657
Edelhofer Gerlinde, 2832 Thernberg,
Tel. (02629) 3271
Riegler Regina, 2640 Gloggnitz,
Tel. (02662) 43531
Schmid-Hofstetter Regina, 2225
Großinzersdorf, Tel. (02532) 3285
Stoik Susanne, 2304 Orth/Donau,
Tel. (02212) 2867
Teufel Sabine, 3270 Scheibbs,
Tel. (07482) 42113
Weidlich Brigitta, 2724 Hohe Wand,
Tel. 0664-3771770
Winkler Dagmar, 3721 Limberg,
Tel. (02958) 8518
Steiermark
Adam Monika, 8543 St.Martin i.S.,
Tel. 0664-4465194
Forrer Ingrid, 8820 Neumarkt,
Tel. 0664-9982772
Moenie van der Kleyn, 8271 Bad
Waltersdorf, Tel. 0664-2302474
Obergruber Andrea, Stillambulanz LKH
Leoben, Tel. (03842) 4013456
Reiter Rosina, 8753 Fohnsdorf,
Tel. 0664-2810638
Dr. Unterberger Eva, Haidinger Ingrid,
Stillambulanz Sanatorium St.Leonhard,
Graz, Tel. 0664-4342868
Weber Maria, Stillambulanz LKH Bruck,
Tel. (03862) 895 2451 od. 2466
Oberösterreich
Cevallos Freire-Selgrad Angela, Linz,
Tel. (0732) 30105623 - Stillhotline
Großauer Maria, Stillambulanz LKHSteyr, Tel. (050) 5546623757
Gruber Luzia, 4912 Neuhofen,
Tel. (07752) 88705
Has Waltraud, 4020 Linz,
Tel. (0732) 792526
Hemmelmayr Andrea, 4175 Herzogsdorf,
Tel. 0699-11463100
29
Tirol
Tel. (01) 9672459
Maurer Margret, 6365 Kirchberg,
Tel. 0664-9490827
Moser Hildegard, 9900 Lienz,
Tel. 0664-2263175
Prantner Inge, 6372 Oberndorf,
Tel. (05356) 75129
Resch Tamara, 6065 Thaur,
Tel. 0699-12600226
Schroll Verena Christina, 6365 Kirchberg,
Tel. (05357) 20387
Seiringer Isolde, 6522 Faggen,
Tel. (05472) 6340
Welskop Petra, 6130 Schwaz,
Tel. (05242) 63480
Mutter- bzw.
Elternberatungsstellen
Nähere Informationen über die
Beratungsstellen in Ihrem Bundesland,
können Sie bei den jeweiligen
Bezirkshauptmannschaften bzw.
Magistraten sowie bei nachstehenden
Adressen erhalten:
Burgenland
Vorarlberg
Amt der Burgenländischen
Landesregierung
Abteilung 6, SO
Bettina Horwath
Europaplatz 1, 7001 Eisenstadt
Tel. (02682) 600/2325 DW
Hollenstein Renate, 6867
Schwarzenberg, Tel. (05512) 3677
Mohilla Sandra, 6700 Bludenz,
Tel. 0664-4847500
Schmid Herlinde, 6820 Frastanz,
Tel. 0664-5273545
Zimmermann Elke, 6706 Bürs,
Tel. 0664-1506553
Kärnten
Amt der Kärntner Landesregierung
Dr. Michaela Brammer – Abt. 5
Kompetenzzentrum Gesundheit
Hasnerstraße 8, 9020 Klagenfurt
Tel. (050)536/15091DW
Wien
Grabherr-Ebner Barbara, 1220 Wien,
Tel. (01) 7742063
Medlitsch Andrea, 1030 Wien,
Tel. 0699-18429162
Mitterhuber Renate, 1190 Wien,
Tel. 0650-3680093
Reisinger Martina, KH Rudolfstiftung,
Tel. (01) 7116594722
Schierer Christine, 1110 Wien,
Tel. 0676-9133973
Versluis Claudia, 1220 Wien,
Niederösterreich
Amt der Niederösterreichischen
Landesregierung
Dr. Helmreich
Landhausplatz 1, Haus 15B, 3109
St.Pölten
Tel. (02742) 9005/12948 DW,
30
Vorarlberg
E-Mail: [email protected]
Connexia – Gesellschaft für Gesundheit
und Pflege gem. GmbH
Frau Attenberger
Broßwaldengasse 8, 6900 Bregenz
Tel. 0664-88447878
Oberösterreich
Amt der Oberösterreichischen
Landesregierung
Abt. Jugendwohlfahrt
Bahnhofplatz 1, 4021 Linz
Tel. (0732) 7720/15200 DW,
www.jugendwohlfahrt-ooe.at
Wien
Magistratsabteilung 15 –
Gesundheitsdienst der Stadt Wien
Gesundheitsvorsorge für Kinder und
Jugendliche
Thomas-Klestil Platz 3, 1030 Wien
Tel. (01) 4000/87641
Salzburg
Stadt und Land Salzburg - Elternberatung
des Landes
Referat Soziale Kinder- und Jugendarbeit
Helene Riedel
Gestättengasse 10, 5020 Salzburg
Tel. (0662) 8042/2888 DW,
Sekretariat 2894 DW
Amt für Jugend und Familie, MA 11
Dezernat 2 - Soziale Arbeit mit Familien
Rüdengasse 11, 1030 Wien
Tel. (01) 4000/90722 DW
Österreichisches
Steiermark
Hebammengremium
(ÖHG)
Amt der Steiermärkischen
Landesregierung
FA11A – Soziales, Arbeit u. Beihilfen, Ref.
8-Sozialarbeit, Elternberatung
Hofgasse 12, 8010 Graz
Tel. (0316) 877/4891 oder 2747 DW
Hebammen in Ihrer Umgebung unter
www.hebammen.at
Landstrasser Hauptstraße 71/2, 1030
Wien Tel. und Fax: (01) 71728163,
E-Mail: [email protected]
Präsidentin Petra Welskop
Tirol
Landessanitätsdirektion, Abt. Vc
Mutter-Eltern-Beratung
Hebamme Fr. Petra Welskop
An-der-Lan-Straße 43, 6020 Innsbruck
Tel. (0512) 260135-11
Stillbeauftragte des ÖHG:
Moenie van der Kleyn
Wagerberg 152, 8271 Bad Waltersdorf
Tel. 0664-2302474
E-mail: [email protected]
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Sonstige Stillberatung
4600 Wels,
Dragoner Straße 44,
Tel./Fax (07242) 55091,
E-Mail: [email protected],
www.elternkindzentrum-wels.at
ProMami NÖ
www.promami.at
Eltern-Kind-Zentrum Innsbruck,
Amraserstraße 5,
Tel. (0512) 581997,
E-mail: [email protected],
www.ekiz-ibk.at
Frauenmilchsammelstelle
Semmelweis-Frauenklinik,
1180 Wien,
Tel. (01) 47615 5995
Überschüssige Muttermilch wird auch
in kleinen Mengen im Großraum Wien
abgeholt.
Eltern-Kind-Zentrum Linz,
Figulystraße 30,
Tel. (070) 669611,
E-mail: [email protected],
www.ekiz.at
Baby-friendly Hospitals
Eltern-Kind-Zentrum Mödling,
Hauptstraße 20,
Tel. (02236) 25235,
E-mail: [email protected],
www.ekiz-moedling.at
Alle österreichischen
Entbindungsabteilungen legen größten
Wert darauf, Müttern und Babys das
Stillen zu ermöglichen, und bieten Hilfe
und Unterstützung an. Es ist das Recht
jeder Mutter, ihr Kind zu stillen, sie ist
aber nicht dazu verpflichtet.
Jeder Mutter, die stillen will, soll die
bestmögliche Unterstützung und Hilfe,
besonders am Beginn des Stillens,
angeboten werden.
Eltern-Kind-Zentrum Graz,
Bergmanngasse 10,
Tel. (0316) 37814-0,
Fax (0316) 37814-22
E-Mail: [email protected],
www.ekiz-graz.at
Eltern-Kind-Zentrum Weiz, 8160 Weiz,
Resselgasse 6/I,
Tel. (03172) 44606,
E-Mail: [email protected],
www.ekiz-weiz.at
Telefonische Stillberatung:
Renate Schinnerl Tel. 0664-5948184
Stillberatung zu Hause, Fragen rund ums
Baby:
Astrid Ehall, Tel. 0664-8596821
Im Rahmen der weltweiten WHO/UNICEFInitiative „Baby-friendly Hospitals“
werden Empfehlungen festgehalten, die
eine möglichst stillfreundliche Umgebung
an Geburtsabteilungen ermöglichen sollen.
Entbindungsabteilungen, die sich in allen
Punkten an die WHO-Empfehlungen
und an den Codex zur Vermarktung von
Muttermilchersatzprodukten halten,
können mit der BFHI-Plakette (Babyfriendly Hospital) der WHO/UNICEF
Eltern-Kind-Zentrum Klein & GROSS,
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ausgezeichnet werden.
Diese Empfehlungen beinhalten:
• Gute Aus- und Fortbildung für das
Pflegepersonal und die Hebammen,
sowie Information für die Mütter ab
der Schwangerschaft.
• Das Stillen an der Wochenbettstation
soll gut in Gang kommen, indem die
Mutter nach Bedarf des Babys, mit
Hilfestellung durch das Pflegepersonal
bzw. die Hebammen und ohne störende
Einflüsse zu stillen beginnen kann.
• Bei der Entlassung werden den
Müttern Möglichkeiten angegeben,
wo sie bei Bedarf Unterstützung
erhalten können.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.ongkg.at/baby-friendly.html.
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Empfehlenswerte
Bücher (Auswahl)
Gabie Eugster
La Leche Liga Österreich
Für besondere Situationen
• Handbuch für die stillende Mutter
• Schlafen und Wachen
• Das 24 Stunden Baby
• Wir stillen noch
• In Liebe wachsen
• Stillen, Job und Family
• Mein Kind will nicht essen
Stillen von Zwillingen, La Leche Liga
www.lalecheliga.at - Online Shop
oder zu beziehen bei Fr. Marion Read
Tel. (0681) 83103699 (8.30 – 17.00 Uhr),
E-Mail: [email protected]
Stillen eines Adoptivkindes und
Relaktation, La Leche Liga
WirbelWind
www.stillbuch.at
Babyernährung gesund und richtig,
Urban und Fischer
Das Stillen eines Babys mit Down
Syndrom, La Leche Liga
Gespaltene Gefühle - Lippen-, Kiefer-,
Gaumenspalten, Oesch Verlag
Fachbuchversand Stillen:
Die andere Elternzeitschrift für
den Beziehungsalltag kostenlose
Probenummer anfordern unter
www.elternzeitschrift.org
Guoth-Gumberger/Hormann
„Stillen“, G+U Verlag
Hanny Lothrop:
Das Stillbuch, Köselverlag
Ingeborg Hanreich:
Essen und Trinken im Säuglingsalter,
Eigenverlag
34
35
www.bmg.gv.at
Stillen ist die einfachste und natürlichste Art, ein Baby zu
ernähren und bringt zusätzlich gesundheitliche Vorteile
für Mutter und Kind. Offene Fragen und anfängliche
Unsicherheiten werden mit dieser Broschüre
ausgeräumt, die bewusste Entscheidung für das Stillen
erleichtert.
Text
Diese Broschüre wurde unter Mitarbeit von erfahrenen
Ärztinnen/Ärzten und Stillberaterinnen hergestellt und
enthält erste Informationen und Hilfestellungen bei
Problemen sowie zahlreiche Kontaktadressen für die
persönliche Beratung.
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