1 Churchill's "The World Crisis 1911 - 1918" und Hitler's "Mein Kampf" - eine vergleichende Spurensuche1 Bild 1: Titel 1. Einleitung: Adolf Hitler und Winston Spencer Churchill haben im ersten Weltkrieg Erfahrungen gesammelt, die großen Einfluss auf ihr Verhalten als Staatenlenker und Kriegsherren im Zweiten Weltkrieg ausübten. Ian Kershaw, der Biograf Hitlers, stellt fest: „Der erste Weltkrieg hat Hitler erst möglich gemacht.“2 David Reynolds, der englische Historiker, schreibt über Churchills „Jahre in der politischen Wildernis“: „Aber Hitler machte seine politische Karriere wieder möglich.“3 Bei Kriegsausbruch ist Hitler 25 Jahre alt. Als Bild 2: Hitler auf dem Münchener Odeonsplatz verkrachter Künstler erholt er sich in München von dem sozialen Bankrott, der ihn ins Wiener Obdachlosen Asyl geführt hatte. Der Krieg kam ihm wie gerufen. Am 3. August 1914 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst in der bayerischen Armee, nachdem er seit Jahren die österreichische Musterungsbehörde in Linz mit Ausflüchten hingehalten hatte. In "Mein Kampf" schreibt er darüber: „Ich schäme mich auch heute nicht, es zu sagen, dass ich, überwältigt von stürmischer Begeisterung, in die Knie gesunken war und dem Himmel aus übervollen Herzen dankte, dass er mir das Glück geschenkt, in dieser Zeit leben zu dürfen ... So quoll mir, wie Millionen anderen, denn auch das Herz aber vor stolzem Glück.“4 Bild 3: Churchill und der Kaiser im Manöver Der vierzigjährige Churchill ist als „First Lord of the Admiralty“, also als Marineminister seit dem 31. Juli 1914 mit der Mobilmachung der Royal Navy befasst. Seit 1901 war er Abgeordneter im britischen Unterhaus, seit 1905 war er in verschiedenen Regierungsämtern tätig. Er war ein brillanter Redner, später ein beachteter Maler, und sein Einkommen verdiente er sich als einer der bestbezahltesten Journalisten und Schriftsteller seiner Zeit. Die Quellen für Hitlers Erfahrungen im ersten Weltkrieg sind wesentlich begrenzter als diejenigen für Churchill, der sehr viel mehr archivalisch hinterlassen hat. Den Schwerpunkt meiner vergleichenden Spurensuche sehe ich im maritimen Bereich. Das ergibt sich eigentlich von selbst, denn der erste Weltkrieg war nach Politik und Strategie im wesentlichen eine weltweite Auseinandersetzung der anglo-amerikanischen Seemacht mit den Landmächten Deutschland, Österreich-Ungarn und der Türkei. 2. Die Entstehung der fünf Bände "The World Crisis 1911 - 1918" Meine Spurensuche orientiert sich einerseits an Churchills in fünf Bänden herausgegebener Geschichte des ersten Weltkriegs mit dem Titel „The World Crisis 1911 - 1918“. Zum anderen orientiere ich mich an Hitlers zwei Bänden mit dem Titel „Mein Kampf“. Ursprünglich wollte Churchill sein Buch auf die Zeit als Marineminister beschränken und sich auf den Krieg zur See konzentrieren. 1916 musste er vor dem Untersuchungsausschuss des britischen Unterhauses über seine Rolle bei den desaströsen Operationen bei den Dardanellen und auf der türkischen Halbinsel Gallipoli Rede und Antwort stehen. Am 18. März 1915 beschossen die britischen und französischen Schlachtschiffe die türkischen Küstenbefestigungen. Die Flotte lief auf mehrere Minensperren, vier Schlachtschiffe sanken, eines wurde schwer beschädigt. Am 25. und 27. Mai 1915 wurden zwei weitere englische Schlachtkreuzer durch SM U-21 versenkt. Die auf Gallipoli gelandeten englischen, französischen, australischen und neuseeländischen Truppen erlitten hohe Verluste. Die Bände von "World Crisis" entstanden schließlich aus der umfangreichen Stoffsammlung, die Churchill zu seiner Verteidigung zusammengestellt hatte. Am Ende wurden sie als eines seiner bedeutendsten Werke bezeichnet. Von John Maynard Keynes stammt die Bewertung, es sei „ein Traktat gegen den Krieg.“5 2 In Band 1 wird geschildert, wie es zum Krieg kam, den Churchill trotz des deutsch-britischen maritimen Antagonismus gerne verhindert hätte. Band 2 wird von der Seekriegsführung bei den Dardanellen und den Landungen und Schlachten auf Gallipoli dominiert. Churchill war fest davon überzeugt, dass der festgefahrene und blutige Grabenkrieg in Belgien und Frankreich durch eine Zangenbewegung über die Dardanellen, das Schwarze Meer und die Donau nach Mitteleuropa hätte aufgebrochen werden können. Sein Konzept war überzeugend, die militärische Ausführung wurde sowohl von ihm, wie auch von seinen politischen Gegnern heftig kritisiert. Dieser Band beschreibt Churchills erfolgreiche Selbstverteidigung. Band 3 erschien in zwei Teilen und handelt vom langen und blutigen Stellungskrieg an der westlichen Front und Churchills heftiger Kritik an dieser Kriegführung, nicht zuletzt auf der Grundlage seiner fünfmonatigen Erfahrung als Bataillonskommandeur. Band 4 handelt von der Ostfront, ein riesiges Schlachtfeld über das damals und bis heute im angelsächsischen Bereich wenig geschrieben worden ist. Band 5 „The Aftermath“ ist in der gekürzten Fassung nicht enthalten; er handelt von der bolschewistischen Revolution, dem Vertrag von Versailles, dem Krieg zwischen der Sowjetunion und Polen und dem Entstehen der modernen Türkei. Churchills lebhafte und wortgewaltige Schilderung der Interaktion von Politikern, Admiralen und Generalen, des Schicksals der einfachen Soldaten, Seeleute und Flieger, dem Leiden der Nationen als der Krieg totaler und totaler wurde, einschließlich der Bombardierung von Paris und London ist von höchstem Interesse für die heutigen Jahre, wo wir feststellen können, wie die Hoffnung, dass der erste Weltkrieg „der Krieg sei, der den Krieg enden“ lassen könne, von jeder nachfolgenden Generation missachtet wurde.6 „Im wesentlichen hat sich mein (Churchills) kritisches Urteil nicht verändert, welches ich mir über die vielen Aspekte der maritimen, militärischen und politischen Kriegführung gebildet hatte.“ 1931 schrieb Churchill Bild 4: Text von Churchill an einen Freund: „Es ist seltsam, dass die Vergangenheit so wenig verstanden und so schnell vergessen wurde. Wir leben in der gedankenlosesten aller Welten. Jeden Tag nur Überschriften und kurze Ansichten. Ich habe versucht, unserer heutigen Zeit die Geschichte etwas näher zu bringen in der Hoffnung, dass es in den gegenwärtigen Schwierigkeiten eine Hilfe sein könnte.“7 Der erste Band wurde 1923 veröffentlicht, der fünfte Band erschien 1931, zusammen mit der gekürzten und überarbeiteten Version der Bände 1-4. Die deutsche Übersetzung von Band 1 über die Vorgeschichte des ersten Weltkriegs erschien 1924, das Gesamtwerk wurde unter dem Titel „Die Weltkrisis“ von dem deutschen Verlag Koehler und dem Schweizer Verlag Amalthea von 1925 bis 1930 herausgegeben. Ob Hitler Teile oder das gesamte Werk gelesen hat, ist äußerst fraglich und lässt sich nicht nachvollziehen. 3. Die Entstehung der zwei Bände "Mein Kampf" Bild 5: Hitler "Mein Kampf" Nach dem gescheiterten Putsch der Nationalsozialisten am 9. November 1923 an der Münchner Feldherrnhalle wurde Hitler verhaftet und vor Gericht gestellt. Am 1. April 1924 verurteilte das Gericht Hitler zu einer Haftstrafe von nur fünf Jahren, für einen mißlungenen Staatsstreich mit vielen Toten ein recht mildes Urteil. Die Gerichtsverhandlung und das Urteil waren juristisch skandalös, die Haftstrafe wurde verkürzt und am 20. Dezember 1924 wurde der spätere Führer vorzeitig aus der Haft entlassen. Der Richter hatte die Verhandlungsführung nicht unter Kontrolle und Hitler konnte sich im Gerichtssaal mit endlosen Propagandatiraden verteidigen. Die leichten Haftbedingungen in Landsberg, die eher einem Hotel als einem Gefängnis glichen, nützte Hitler zum Lesen von historischen, philosophischen und politischen Werken von Ranke, Treitschke, Nietzsche, Houston Stewart Chamberlain, Marx und Bismarck ebenso wie die Kriegsmemoiren deutscher und alliierter Generale, Admirale und Staatsmänner. Er schrieb: „Landsberg war meine Hochschule auf 3 Staatskosten.“8 Der erste Band erschien am 18. Juli 1925. Trotz vieler Ungenauigkeiten war er als Autobiografie gedacht. Der zweite Band wurde am 11. Dezember 1926 veröffentlicht und handelt ausführlich von Hitlers „Weltanschauung“, von seiner Vorstellung eines völkischen Staats, von Ideologie und Propaganda und endet mit seinen außenpolitischen Ansichten. "Außenpolitisch müßte sich Deutschland auf reine Kontinentalpolitik unter Vermeidung der Verletzung englischer Interessen einstellen".9 "In Europa wird es für Deutschland in absehbarer Zukunft nur zwei Verbündete geben können: England und Italien".10 Konsequenterweise führte das nach Hitlers Regierungsantritt zu einer Flottenpolitik bei der die deutsche Marine nur 35 % der britischen Tonnage anstrebte. Am 18. Juni 1935 wurde das deutsch-englische Flottenabkommen schließlich abgeschlossen, mit dem es Hitler gelang, die außenpolitische Isolation Deutschlands aufzubrechen und die Rüstungsbeschränkungen des Versailler Vertrags ad absurdum zu führen.11 Churchill war mit dieser Politik seiner Regierung überhaupt nicht einverstanden, aber in den 30-er Jahren hörte man nicht auf seine besorgten Warnungen. Der Historiker Thomas Weber, der über den Gefreiten Hitler im ersten Weltkrieg forschte, nennt „Mein Kampf“ einen Bildungsroman, in dem Hitler sich eine Lebensgeschichte erfand, die politisch hilfreich war.12 Der Historiker Christian Staars urteilte: „Hitler verbarg seine ungeheuerlichen Ziele, indem er sie offen legte.“13 1933 wurde „Mein Kampf“ ins englische übersetzt und in den USA unter dem Titel „My Battle“ und in Großbritannien unter dem Titel „My Struggle“ herausgegeben. Churchill hat „Mein Kampf“ gelesen und 1935 in einem Zeitungsartikel „Die Wahrheit über Hitler“ darüber berichtet.14 In seinem monumentalen Werk „Der Zweite Weltkrieg“ meinte Churchill, kein Buch hätte nach Hitlers Machtantritt ein sorgfältigeres Studium von seiten alliierter Politiker und Militärs verdient gehabt als „Mein Kampf“, und nannte das Buch „einen neuen Koran des Glaubens und des Krieges: schwülstig, langatmig, formlos, aber schwanger mit seiner Botschaft“.15 Die Rechte an "Mein Kampf", die der bayerische Staat hält, werden 2015 frei. Historiker des Münchner Instituts für Zeitgeschichte werden dann die Bände als kritische Edition herausgeben. 4. Spurensuche 1914 Bild 6: Hitlers "Feuertaufe" Nach der Freiwilligenmeldung absolvierte Hitler eine knapp dreimonatige Grundausbildung. Am 29. Oktober 1914 erlebte er seine „Feuertaufe“ bei Ypern in Belgien, über die er ausführlich schreibt: „...und da, als der Tod gerade geschäftig hineingriff in unsere Reihen, da erreichte das Lied auch uns, und wir gaben es nun wieder weiter: Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt! Nach vier Tagen kehrten wir zurück. Selbst der Tritt war jetzt anders geworden. Siebzehnjährige Knaben sahen nun Männern ähnlich. Die Freiwilligen des Regiments List hatten vielleicht nicht recht kämpfen gelernt, allein zu sterben wussten sie wie alte Soldaten.“16 Am 2. Dezember 1914 erhielt „der alte Soldat“, wie Hitler sich nun nannte, das Eiserne Kreuz zweiter Klasse als einer von vier Meldegängern unter den 60 ausgezeichneten Soldaten des Regiments List. Es war „der glücklichste Tag seines Lebens“. 17 Churchill war seit 1911 Marineminister. Von den sieben wesentlichen Schwerpunkten, die er bei Dienstantritt formuliert hatte, war der Wichtigste die neue Kriegsplanung für die Flotte, Bild 7: Fernblockade der Nordsee die bisher auf der „Nahblockade“ der Deutschen Bucht beruhte. Die „Grand Fleet“ wurde zur Fernblockade der Nordsee in Scapa Flow stationiert, und die Straße von Dover wurde durch einen Zerstörer-Kordon abgeriegelt mit Fernsicherung durch die alten Schlachtschiffe und 4 geschützt durch Minenfelder … Diese Schlussfolgerungen haben den Test des Krieges bestanden, sie wurden von keinem nachfolgenden Admiralstab in Frage gestellt“.18 Ohne jegliche Reaktion der kaiserlichen Marine wurde das britische Expeditionskorps vom 4. bis 22. August 1914 nach Belgien übergesetzt. Am 25. August 1914 kämpften die Briten in der Schlacht von Mons gegen die Deutschen und trotz des deutschen Sieges war damit schon vor der Marneschlacht der Schlieffen-Plan wirkungslos geworden. Die Angriffsplanung des deutschen Generalstabs sah den Einmarsch ins neutrale Belgien und eine weite Flankenbewegung zur Einkesselung von Paris vor. Die Existenz des britischen Expeditionskorps war in diesem Plan nicht berücksichtigt. Nach der Vernichtung der deutschen Auslandskreuzer und trotz des Durchbruchs des schweren Kreuzers „Goeben“ und des leichten Kreuzers „Breslau“ in das Schwarze Meer schreibt Churchill, dass im Dezember 1914 die erste Phase des Seekriegs endete: „Die übergeordnete Initiative wechselte von den teutonischen Mächten zu den Alliierten“.19 Churchill schreibt auch über die Erfolge des britischen Marinenachrichtendienstes, die im „Room 40“ der Admiralität ihre Zentrale hatte.20 27 Jahre später legte der Mathematiker Alan Turing dem Premierminister Churchill eine Denkschrift über die unzureichende Finanzierung und Personalbereitstellung für die britische Fernmeldeaufklärung und das Entziffern der deutschen Schlüsselmaschine „Enigma“ beim GCCS (Government Code and Cipher School) in Bletchley Park vor. Die Wissenschaftler bekamen mit seiner Direktive „Action this day“ beides reichlich, denn seit den positiven Erfahrungen als Marineminister war Churchill von der kriegsentscheidenden Bedeutung der Nachrichtendienste überzeugt.21 5. Spurensuche 1915 Zwischen März 1915 bis September 1916 kämpfte das Regiment List im Stellungskrieg in den Schützengräben von Fromelles. Hitler war als Regimentsordonnanz und Meldegänger dabei. In „Mein Kampf“ finden sich keine Details, so auch nicht die „schlimmsten 24 Stunden in der Geschichte der australischen Nation“, als am 19. Juli 1916 vor Fromelles die 5. australische Division im Kugelhagel der deutschen Maschinengewehre aufgerieben wurde. Bild 8: Seegefecht auf der Doggerbank, SMS Blücher sinkt Für Churchill war 1915 ein dramatisches Jahr. Das Seegefecht auf der Doggerbank am 24. Januar 1915 zeigte die britische Überlegenheit bei Geschwindigkeit und Geschützkaliber der Schlachtkreuzer und bei der Aufklärung. Die deutschen Schlachtkreuzer wurden durch die überlegene britische Fernmeldeaufklärung überrascht, der Schwere Kreuzer "Blücher" sinkt im Granathagel der britischen Schlachtkreuzer. Den Stillstand an der Westfront wollte Churchill durch amphibische Flankenoperationen und politisch-strategische Initiativen in Südost-Europa aufbrechen. Dies führte zu der in seinen Bild 9: HMS Irresistible sinkt nach Minentreffer, 18.3.1915 Worten „guten und bestens entwickelten amphibischen Operation“,22 beginnend mit den ersten Landungen bei den Dardanellen am 16. Februar 1915, die sich in den folgenden Monaten zu einer militärischen Katastrophe entwickelte und die alliierten Truppen bis zum Dezember 1915 zum Rückzug zwang. Churchill hatte andere Ansichten als die Admirale und Generale und schreibt: „Nicht durchgehalten zu haben - das war das Verbrechen“.23 Die Niederlage am Bosporus führte zum Rücktritt der britischen Regierung und des „First Sea Lord“, Admiral John Fisher am 15. Mai 1915. Churchill verliert am 26. Mai 1915 sein Amt als Marineminister, bleibt aber Mitglied des Kriegsrats der Regierung. 5 Parallel zu diesen Ereignissen hatte sich der deutsche U-Bootkrieg zu einer ernsthaften Bedrohung Großbritanniens entwickelt. Die Versenkung des Passagierdampfers „Lusitania“ am 7. Mai 1915 durch SM U-20 löste eine politische Empörung der neutralen Staaten, insbesondere der USA aus. Churchill erwähnt zwar, dass 137 t Munition an Bord waren, kommentiert jedoch nicht die damit verbundenen völkerrechtlichen Konsequenzen. Er stellt zusammengefasst fest, dass „die Invasion Belgiens und der uneingeschränkte U-Bootkrieg der direkte Anlass für den (deutschen) Ruin waren“.24 Da Churchill im Kriegsrat keine Resonanz mehr fand, „ersuchte ich daher Mitte November um die Erlaubnis, mich aus der Regierung zurückziehen zu dürfen“.25 Er meldete sich an die Bild 10: Churchill als Bataillonskommandeur an der Front Front und diente als Kommandeur des 2. Bataillons der Gardegrenadiere, nahe dem französischen Ort Laventie, geographisch etwa 9 km von Hitlers Regiment List in Fromelles entfernt. Churchills sehr kritische Gedanken über den blutigen Stellungskrieg im Westen und die alliierte Niederlage am Bosporus fasste er in dem Kapitel über die Konsequenzen aus dem Jahr 1915 zusammen: „In meinen Gedanken kam ich mit absoluter Sicherheit zu der Überzeugung, dass die einfachen Soldaten und die Regimentsoffiziere, gestärkt in ihrer Zielsetzung, durch ihre Tugenden am Ende die Fehler und die Ignoranz von Stäben und Kabinetten, von Admiralen, Generalen und Politikern … wiedergutmachen würden. Aber, leider, zu welchen unnützen Kosten! Zu wie vielen Schlächtereien, durch welch endlose Monate seelischer Kraft und Entbehrungen würden diese Männer, selbst schon die Überlebenden von vielen blutigen Tagen, veranlasst werden sich abzumühen bis der Sieg gewonnen war!“26 „Mit den Dardanellen endete jede Hoffnung direkten und durchgängigen Kontakt mit Russland herzustellen", das galt sowohl für den Nachschub nach Russland, wie auch für den Weizenhandel aus Südrussland.27 „Das Ende des Dardanellenfeldzugs schloss die zweite große Periode des Kampfes ab. Nun war an Land nichts als der Krieg der Erschöpfung verblieben – nicht nur der Armeen sondern auch der Nationen“.28 6. Spurensuche 1916 Ab 2. Oktober 1916 wurde das Regiment List an der Somme eingesetzt. Hitler wurde am linken Oberschenkel verwundet, landete im Sammellazarett für Verwundete in Hermies und verbrachte zwischen dem 9. Oktober und dem 1. Dezember fast zwei Monate im RotenKreuz-Lazarett in Beelitz bei Berlin. Danach wurde er nach München verlegt und kehrte am 5. März 1917 schließlich zum Regiment List an die Front zurück. Die bedrückenden Erfahrungen, die er an der Heimatfront machte, über Drückebergerei, schlechte Stimmung, negative Presseveröffentlichungen finden sich später in „Mein Kampf“ wieder. Das Regiment war seine Heimat, dorthin wollte er zurück. Seine Krankenakten von Beelitz, wo er als Kriegszitterer, einer traumatischen psychischen Störung behandelt wurde, wie auch von Pasewalk, wo er wegen der vorübergehenden Erblindung nach einem Senfgasangriff psychologisch behandelt und auskuriert wurde, hat Hitler nach seinem Machtantritt vernichten lassen. Das Krankheitsbild als Kriegszitterer paßte nicht zu seiner Heldenpose. Churchill beantragte seine Entlassung aus der Armee. Am 6. Mai 1916 kehrte er als Parlamentsabgeordneter in die Politik zurück, nicht zuletzt auch, um sich auf die Befragungen vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss über das Dardanellen-Desaster vorbereiten zu können. Am 31. Mai 1916 kämpften die „ Grand Fleet“ und die kaiserliche Bild 11: Skaggerak-Schlacht, HMS Queen Mary explodiert Hochseeflotte vor dem Skaggerak um die Seeherrschaft in der Nordsee. In zwei beeindruckenden Kapiteln beschreibt und analysiert Churchill die „Battle of Jutland“, wie die Engländer diese größte Seeschlacht von Großkampfschiffen nannten. Hervorzuheben sind seine beißende Kritik an der Flottenführung von Admiral Sir John Jellicoe, seine respektvolle 6 Beschreibung des deutschen Gegners und erneut die Rolle von Room 40 in der Admiralität und die überlegenen Erkenntnisse aus der englischen Funkaufklärung. Zusammenfassend schreibt er: „Die zwei Flotten, die am Abend des 30. Mai 1916 in See stachen, bildeten den Höhepunkt der Marinekräfte in der Weltgeschichte. Aber so gewaltig die Macht der deutschen Flotte war, sie konnte sich jedoch nicht mit der britischen nach Zahl, Geschwindigkeit oder artilleristischer Gefechtsstärke vergleichen“.29 Auch Hitler äußerte sich zu der falschen Flottenbaupolitik im allgemeinen und zum Ergebnis der Skaggerak – Schlacht im besonderen: „Würden aber in der Seeschlacht am Skaggerak die deutschen Schiffe gleichen Tonnengehalt, gleiche Armierung und gleiche Schnelligkeit wie die englischen besessen haben, dann wäre unter dem Orkan der treffsicheren und wirkungsvolleren deutschen 38-Zentimeter-Granaten die britische Flotte ins nasse Grab gesunken“.30 Zugleich verband er seine Kritik mit einer Schuldzuweisung an den Parlamentarismus: „So wurde vielleicht gerade die überlegene parlamentarische Geschicklichkeit des führenden Kopfes der Marine im Frieden zum Unheil derselben, indem leider auch in ihrem Aufbau statt rein militärischer, parlamentarische Gesichtspunkte die maßgebende Rolle zu spielen begannen. Die Halbheit und Schwäche sowie die geringe Logik im Denken, die der parlamentarischen Institution zu eigen ist, färbten auf die Leitung der Flotte ab“.31 7. Spurensuche 1917 Das Regiment List war im Sommer 1917 wieder bei Ypern eingesetzt. Anfang August wurde es aus der Front gelöst und ins Elsass verlegt. Die russische Revolution und der deutsche Sieg an der Ostfront werden von Hitler als „Niedergeschlagenheit der Alliierten“32 thematisiert. Mit dem deutsch-sowjetischen Friedensschluß von Brest-Litowsk war aus dem Zweifrontenkrieg ein für Deutschland vorteilhafterer Einfrontenkrieg entstanden. Churchill sah das anders, insbesondere weil durch die Regierungskrise am 5. Dezember 1916 ein neuer, entschlossener Premierminister Lloyd George die Führung in Großbritannien übernommen hatte. Churchill sah sich als sein politischer Gefolgsmann, obwohl er in den ersten Monaten von 1917 mit dem Dardanellen – Untersuchungsausschuss beschäftigt war. Hier konnte er sich von allen Vorwürfen entlasten, sodass er am 16. Juli 1917 als Bild 12: Churchill als Munitionsminister Munitionsminister in die Regierung eintreten konnte. Vier Probleme waren zu lösen, genügend Schiffstransport, Stahl und erfahrene Arbeiter bereitzustellen und die Finanzierung mit US – Dollars zu sichern. Das schaffte er dann auch rechtzeitig vor den großen Offensiven der Alliierten. Über den Beginn des Jahres schreibt er: Anfang 1917 geschehen drei erstaunliche Ereignisse, die deutsche Erklärung des uneingeschränkten U-Bootkriegs, der Kriegseintritt der USA am 6. April 1917 und die russische Revolution. „Die deutsche Niederlage ergab sich aus drei Kardinalfehlern: die Entscheidung durch Belgien zu marschieren, egal ob dadurch Britannien in den Krieg eintrat; die Entscheidung, den uneingeschränkten U-Bootkrieg zu beginnen, egal, ob die USA in den Krieg eintreten würden; und drittens, die Entscheidung, die in Russland freigewordenen Kräfte im Jahr 1918 zu einer letzten Schlacht in Frankreich einzusetzen.“33 „Von allen Fehlkalkulationen des deutschen Oberkommandos ist keine so auffällig, wie die Unfähigkeit, die Bedeutung des Kriegs mit den USA zu verstehen“.34 Beim dritten Punkt ist zu ergänzen, dass Churchill die quantitativ untermauerte These vertrat, dass an der Westfront die Offensive doppelt soviele Verluste verursachte, wie die Defensive und somit Ludendorff kein einziges seiner strategischen Ziele erreichen konnte. 7 Bild 13: SM U-29 torpediert den Frachter Maplewood Am 1. Februar 1917 begann Deutschland den uneingeschränkten U-Bootkrieg. Nach anfänglichen Erfolgen verkehrte sich die taktische Situation für die deutschen U-Boote, die ja Tauchboote waren und die Handelsschiffe über Wasser angreifen mussten. Mit der Einführung des Konvoisystems und dem erfolgreichen Einsatz von Minensperren, der effektivsten Vernichtungswaffe, sowie den Q-Schiffen und Drahtnetzsperren „wurden am Ende die U-Boote und nicht die Handelsschiffe gejagt“.35 8. Spurensuche 1918 Die militärische Gezeitenwende an der Westfront wird von Churchill nach der Schlacht von Noyon im Juni 1918 festgestellt. Trotz einiger Geländegewinne verblutete die letzte deutsche Offensive. Danach war „die höchste Politik paralysiert, und die überlastete Kampfes-Front begann zu zittern, zu wanken und aufzusplittern“.36 Über den Marineanteil am Sieg über das Deutsche Reich schreibt Churchill: „Die Seeherrschaft über den Feind war in jedem Teil des Globus absolut, und dieses Ergebnis wurde durch den Einsatz der kämpfenden Flotten und Geschwader, der Handelsmarine, den Marinearsenalen und Reparaturdocks, und in den Werften von über 1.200.000 Menschen erreicht.37 Am 20. Oktober 1918 beendete Deutschland die U-Boot-Operationen. „Die stolze und effektive Marine meuterte; der oberste Kriegsherr floh ... Solch ein Spektakel schockiert die Menschheit; und ein Grabgeläute dröhnte in den Ohren der Sieger, selbst in der Stunde ihres Triumphes“. In London hörte Churchill am 11. November 1918 den ersten Glockenschlag von Big Ben und der Große Krieg war zu Ende.38 Das Regiment List und Hitler nahmen im April 1918 an erbitterten Gefechten mit ungeheuren Verlusten teil. Ende Juli 1918 beklagt das Regiment in der zweiten Schlacht an der Marne erneute Verluste. Nach einem gefährlichen Meldegang empfing Hitler aus der Hand des Regimentskommandeurs das Eiserne Kreuz I. Klasse. Vorgeschlagen hatte ihn ein jüdischer Offizier des Regiments. In der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober 1918 wurde Hitler an einem Frontabschnitt in der Nähe von Ypern Opfer eines Senfgas-Angriffs. Nach einer Erstbehandlung im Feldlazarett in Flandern wurde der blinde Hitler am 21. Oktober 1918 ins preußische Reserve-Lazarett in Pasewalk in Vorpommern transportiert. Als er sich in Pasewalk von der zeitweiligen Erblindung erholte, erfuhr er die erschütternden Nachrichten Bild 14: Revolution: Die Volksmarinedivision auf dem Pariser Platz von der militärischen Niederlage und der Revolution. In „Mein Kampf“ schildert er die dramatischen Ereignisse, die er als „die größte Schandtat des Jahrhunderts“39 bezeichnete. Als eine wesentliche Ursache hatte er die feindliche Kriegspropaganda ausgemacht. „Es lag etwas unbestimmtes, aber widerliches schon lange in der Luft … ungünstige Gerüchte kamen dauernd aus der Marine, in der es gären sollte … und dann brach eines Tages plötzlich und unvermittelt das Unglück herein. Matrosen kamen auf Lastkraftwagen und riefen zur Revolution auf, ein paar Judenjungen waren die 'Führer' in diesem Kampf um die 'Freiheit, Schönheit und Würde' unseres Volksdaseins. Keiner von ihnen war an der Front gewesen … nun zogen sie die roten Fetzen auf“.40 Er schreibt über die vergeblichen Opfer der Soldaten, die „in der Hölle des Trommelfeuers und im Fieber des Gaskampfes gelegen hatten, ohne zu weichen, immer eingedenk der einzigen Pflicht, das Vaterland vor dem Einfall des Feindes zu bewahren“.41 Der Frontkämpfer Hitler zieht daraus die schicksalshafte Schlussfolgerung: „Mit den Juden gibt es kein Paktieren, sondern nur das harte Entweder – Oder. Ich aber beschloss, Politiker zu werden“.42 Am 21. November 1918 kam Hitler in München an. Er wurde der 7. Kompanie des 1. Ersatzbataillons des 2. bayerischen Infanterieregiments zugewiesen und blieb bis 1920 im Dienst der Reichswehr. Hier erhielt er seine verhängnisvolle politische Ausbildung. Die Reichswehr organisierte Lehrgänge, die in ihrer Ausrichtung dazu beitrugen, Hitlers extreme politische Ansichten zu festigen und 8 argumentativ zu untermauern. Erst von 1919 – 1920 bilden sich seine festen Überzeugungen zum Lebensraum im Osten, dem Antibolschewismus, dem auf seiner Rassentheorie beruhenden Antisemitismus und dem Führerprinzip. Wie er sagte, mit den Juden gibt es kein Paktieren, aber auch nicht mit den November-Verbrechern von der Sozialdemokratie und der Zentrumspartei. „Tatsächlich ist Hitler nicht in die Politik gegangen, sie kam zu ihm in die Münchner Kaserne“.43 9. Zusammenfassung Hitler wurde Anfang 1919 zu einem Lehrgang befohlen, der den Soldaten Grundlagen zum staatsbürgerlichen Denken vermitteln sollte. Er beteiligte sich an kontroversen Diskussionen. Bild 15: Hitler redet im Zirkus Krone „Das Ergebnis aber war, dass ich wenige Tage später dazu bestimmt wurde, zu einem damaligen Münchner Regiment als sogenannter 'Bildungsoffizier' einzurücken“. Es sollte wieder militärische Disziplin und Unterordnung eingeführt werden und die Truppe selber sollte national und vaterländisch fühlen und denken lernen. Ich (Hitler) begann meine neue Tätigkeit mit aller Lust und Liebe. „Bot sich mir doch jetzt mit einem Male die Gelegenheit, vor einer größeren Zuhörerschaft zu sprechen; und was ich früher immer, ohne es zu wissen, aus dem reinen Gefühl heraus einfach angenommen hatte, traf ein: ich konnte 'reden'“.44 Und so warf Hitler, der demobilisierte Frontkämpfer, am 18. September 1922 bei einer Kundgebung im Münchner Zirkus Krone dem besiegten Deutschland eine Herausforderung Bild 16: Zitate von Hitler und Churchill hin, die er 17 Jahre später verwirklichen würde: „Wir fordern Abrechnung mit den Novemberverbrechern von 1918. Es kann nicht sein, dass zwei Millionen Deutsche umsonst gefallen sind … Nein, wir verzeihen nicht, sondern fordern - Vergeltung!“45 Churchill beendete „The World Crisis“ mit einer Feststellung und einer Frage. „In der Sphäre der Machtausübung jedoch, verzeichnen die Menschheitsannalen kein Ereignis wie den Ausbruch des deutschen Vulkans". Es folgt eine bewegende Beschreibung des Frontgeländes in Frankreich und Flandern nach den Schlachten, in denen 25 Millionen Soldaten kämpften und 12 Millionen verbluteten oder starben. „Ganz sicher, ihr Deutschen, für die Geschichte ist das genug! … Ist das das Ende? Ist das nur ein Kapitel in einer grausamen und sinnlosen Sache? Wird eine neue Generation dabei geopfert werden, die schwarze Schuld der Teutonen und Gallier zu begleichen? Werden unsere Kinder erneut in verwüsteten Ländereien bluten und um Atem ringen? Oder werden aus diesen Feuern des Konflikts jene Versöhnung der drei gigantischen Kombattanten entspringen, welche ihre Schöpferkraft vereinen und jedem in Sicherheit und Freiheit einen Anteil am Wiederaufbau des Glanzes Europas sichern?“46 Hitlers radikale Forderung nach Vergeltung trat sehr schnell ein, denn "der 2. Weltkrieg, als er 1939 begann, war fraglos ein Ergebnis des 1. Weltkriegs und im großen und ganzen seine Fortsetzung."47 Churchills Frage, ob das das Ende des europäischen Blutvergießens sei, konnte erst mit dem Aufbau der europäischen Union beantwortet werden. Arbeiten wir daran, daß der Wiederaufbau des Glanzes Europas in Sicherheit und Freiheit auch Bestand hat. 1 Die Zitate aus Churchill, The World Crisis 1911 - 1918, Penguin Classics, London 2007, sind vom Autor übersetzt worden und stammen nicht aus der deutschen Ausgabe von "Weltkrisis" 2 Kershaw, Ian; Hitler 1889 - 1936, DVA, Stuttgart 1998, S. 109 3 Reynolds, David; In Command of History, Churchill Fighting and Writing the Second World War, Penguin Books Ltd., London 2005 4 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 177 - 178, aus dem Internet am 04.03.2014 heruntergeladen http://www.harrold.org/rfhextra/download/Adolf%20Hitler%20-%20Mein%20Kampf%20-%20German.pdf 9 5 zitiert nach Gilbert, Martin; Vorwort für die gekürzte und überarbeitete Fassung von Churchill, Winston; The World Crisis 1911 - 1918, Penguin Classics, London 2007 (Erstveröffentlichung 1931), S. XIV 6 zitiert nach Gilbert, Martin; S. XV 7 zitiert nach Gilbert, Martin; S. XV 8 Kershaw, Ian; Hitler 1889 - 1936, DVA, Stuttgart 1998, S. 298 9 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 768 10 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 705 11 Weber, Thomas; Die Quellen seines Hasses, FAZ vom 14.03.2014: Hier wird über den Forschungsansatz des britischen Historikers Brendan Simms berichtet, der die These aufstellt, daß Hitlers späterer antisemitischer und antislawischer Antibolschiwismus Mittel zum Zweck gewesen sei, um auf die angloamerikanische Herausforderung erfolgreich reagieren zu können. In "Mein Kampf" jedoch finden sich eher bewundernde Urteile über die britischen Soldaten und realistische Einschätzungen über die englische Seemacht. Es finden sich überhaupt keine Urteile über die Amerikaner und deren "scheinbar nicht enden wollenden Strom amerikanischer Soldaten über den Atlantik". Hitler hat in Flandern die britischen Truppen erlebt, zu keinem Zeitpunkt die amerikanischen Truppen. Hitlers Tiraden über die Juden in Amerika (s. Mein Kampf, S. 723) reichen für die Simms'sche These nicht aus 12 Weber, Thomas; FAZ vom 15.10.2013 13 Staars, Christian; "Wir drehen den Zünder raus", Die Zeit Nr. 40 vom 26.09.2013 14 Churchill, Winston; Strand Magazine, ... 15 Churchill, Winston; The Second World War, Vol. I, Houghton Mifflin Books 1986, S. 50 16 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 181 17 zitiert nach Kershaw, Ian; Hitler 1889 - 1936, DVA, Stuttgart 1998, S. ??? 18 Churchill, Winston; The World Crisis 1911 - 1918, Penguin Classics, London 2007, S. 80 19 Churchill, Winston; S. 288 20 Churchill, Winston; S. 251 - 272 21 Hodges, Andrew; Alan Turing: The Enigma, Burnett Books, London 1983, S. 218 - 221 22 Churchill, Winston; S. 347 23 Churchill, Winston; S. 359 24 Churchill, Winston; S. 448 25 Churchill, Winston; S. 532 26 Churchill, Winston; S. 535 27 Churchill, Winston; S. 542 28 Churchill, Winston; S. 536 29 Churchill, Winston; S. 608 30 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 300 31 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 301 32 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 214 - 215 33 Churchill, Winston; S. 684 34 Churchill, Winston; S. 691 35 Churchill, Winston; S. 747 36 Churchill, Winston; S. 817 37 Churchill, Winston; S. 823 38 Churchill, Winston; S. 836 - 839 39 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 213 40 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 221 41 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 224 42 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 225 43 Kershaw, Ian; Hitler 1889 - 1936, DVA, Stuttgart 1998, S. 172 44 Hitler, Adolf; Mein Kampf, S. 235 45 Boepple, Adolf; Hitlers Reden, Deutscher Volksverlag, München 1934, S. 36 46 Churchill, Winston; S. 841 47 Keegan, John; The First World War, Vintage Books, New York 2000