Der Bergahorn

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Bäume
im
Zechliner Land
Bäume sind Gedichte welche die Erde
in den Himmel schreibt
Kahlil Gibran
XIII
Wegbegleiter
von E.Ullrich 2014
Inhalt
Der Bergahorn, Acer pseudoplatanus
Der Feldahorn Acer campestre
Bergahorn
Acer pseudoplatanus
Der Bergahorn ist in hiesiger Region häufiger als der Spitzahorn, eigentlich
auch bedeutender und evtl. sogar attraktiver. Sein Beiname wird durch die
Platanenähnlichen Blätter veranlasst. (und die schuppende Borke?) Beheimatet
in Bergregionen, wird er im Flachland vor allem als Straßen- und Parkbaum
gepflanzt.
Seine Besonderheiten unter den Ahörnern:
Raschwüchsig in der Jugend erreicht er eine Höhe von etwa fünfunddreißig
Metern und bis zu zwei Meter Stammstärke. Er hat alle Zeit dafür, wenn man
ihn lässt kann er bis fünfhundert Jahre alt werden, ein mächtiger Baum! Das tut
ihm keiner seiner Art nach.
Er ist glattschäftig mit tief angesetzter, geschlossen gewölbter Krone. Selten ist
die Stammform durch Maserknollen unregelmäßig.
Ein für Erkennungsdienstliche Zwecke wichtiges Merkmal ist die Borke (der
Baummantel). Anfangs ist die Rinde glatt und grau-grün, später wird die Borke
relativ dünn und blättert in flachen Schuppen ab, ähnlich wie bei der Platane
(pseudoplatanus). Dadurch wechselt sie in der Farbe zwischen sandfarben und
braun. Mit den Jahren trägt sie ein Zusatzkleid aus Flechten undMoosen.
Die Blätter sind groß, langgestielt und derb, fünfnervig, fünflappig, tiefe spitze
Einschnitte, gesägt, oberseits dunkelgrün, Unterseite hellgrau-grün,
gelegentlich auch purpurn gefärbt. Herbstfärbung leuchtend gelb.
Die Blüten erscheinen ziemlich spät im Mai, nach Laubausbruch. Nur die
Esche blüht noch später. Sie sind einhäusig, eingeschlechtig, gelbgrün und
haben fünf Kelch- und Kronblätter. Sie stehen endständig gestielt in hängenden
Trauben. Ihr Nektar ist für menschliche Nasen nicht wohlriechend, das hält
aber die hungrigen Insekten nicht vom Besuch ab, unter einem blühenden
Bergahorn ist das Summkonzert beachtlich!
Die Teil-Spaltfrüchte haben dicke, kuglige Nüsschen, die Flügelrückenlinie
bildet einen spitzen Winkel. Sie sind Herbst reif, fallen aber erst im Winter.
Nicht selten findet man beim Bergahorn eine „Fruchttriade“, drei Nüsschen,
drei Flügel. Dem Finder sollen sie Glück bringen!!
Das Bergahornholz ist wertvoll. Weiß, atlasglänzend, hart.
Bergahorn-Jahreszeiten
Im Alter wird die Borke platanenähnlich, löst sich in großen Schuppen ab und
wird gern von Flechten und Moosen besiedelt.
Das gewaltige Kronengeäst!
Die Heimat des Bergahorns
Alter maserknolliger Bergahorn in Zempow
müsste eigentlich unter Denkmalsschutz stehen
Bergahorn-Thing
Bergahornallee bei Lindow
Vielstämmiger Bergahorn, Feldrandgehölz Eichholzberge
graugrüne Rinde
Im Mai entfalten sich die rötlichen Knospenschuppen und geben Blatt und
Blüte frei
In der vollbelaubten Krone hängen die gelbgrün und unauffällig
gefärbten Blüten in zusammengesetzten Trauben. Sie sind winzig und
zeigen nur ihre fünf Kelch- und Kronblätter. Ihr Nektar, Lockstoff für
die bestäubenden Insekten, duftet absolut nicht aromatisch! Es gibt
auch in der Botanik Stinktiere!!
Die gelbgrünen gestielten Blüten stehen in hängenden Trauben.
Sie sind unscheinbar, fallen im belaubten Kronenbild kaum auf. Immerhin sind
Kelch- und Kronblätter vorhanden, fünf an der Zahl.
Einhäusig, eingeschlechtig ist der Bergahorn.
Die Blüte hat ihren Höhepunkt schon überschritten, Die Insektenbesucher
haben ihre Pflicht erfüllt und die jungen Teilfrüchte erscheinen. Sie zeigen ihre
artspezifische Körperhaltung, spitzwinklig stehen die Flügel zueinander.
Ausgereift. Kennzeichen: spitzer Winkel, symmetrische Flügel, große kuglige
Samen, alles in hängender Traube.
Und hier eine Triade. Wieder eine gefunden!!
Mittlere Reife!
September-Oktober, die Frucht ist reif.
In Trauben stehen die Früchte des Bergahorns im Geäst, lange, oft bis zum
Winter.
Oft fallen sie erst im Winter.
Bei Frühjahrssaat keimen sie in vier bis sechs Wochen.
Feldahorn
Maßholder, Acer campestre
Die Blüten stehen in aufrechten Doldentrauben, sind
ähnlich denen des Spitzahorns.
Schon die ganz junge Frucht zeigt die waagerechte
Feldahorn-Flügelstellung.
Das ziemlich derbe, drei-bis fünfgelappte Feldahornblatt ist klein, langgestielt,
fünf Blattnerven verzweigen sich am herzförmigen Blattgrund. Die Form ist
veränderlich.
Herbstfärbung
Der Feldahorn ist der anspruchsloseste, unauffälligste und
kleinste von allen Ahornarten. Als Baum wird er höchstens
mittelgroß mit kurzem Stamm und unregelmäßiger Krone,
meist aber bleibt er strauchartig und versteckt sich oft in
Feldrandgehölzen. Pflanzen wird ihn wohl niemand,
beispielsweise als Ziergehölz, er erscheint eigentlich
überwiegend nur durch Naturverjüngung an den Orten
seiner Wahl. Schattig darf es sein, möglichst warm und
nicht zu nass. Er blüht im Mai bei Laubausbruch,
ahorntypische Blüte, ebenso die Frucht. Die Flügelstellung
ist waagerecht. Fruchtreife im Spätsommer.
Eigentlich fragt niemand nach dem Holz des Feldahornes,
trotzdem soll es schön gemasert sein, rötlich weiß und
kernlos.
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