Jüngere Kinder stellen die Weidmatt vor neue Herausforderungen

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Medienmitteilung
Wolhusen, 10. März 2016
Heilpädagogisches Kinderheim Weidmatt Wolhusen
Jüngere Kinder stellen die Weidmatt vor neue
Herausforderungen
Das Heilpädagogische Kinderheim Weidmatt in Wolhusen ermöglicht Kindern mit
einer Behinderung seit 1952 ein würdevolles und buntes Leben. Die betreuten Kinder
kommen in immer jüngeren Jahren in die Weidmatt, mittlerweile schon kurz nach der
Geburt. Die Weidmatt meistert daraus entstehende neue Herausforderungen und
gestiegenen Pflegeaufwand mit zusätzlichen Fachpersonen und angepassten
Betriebsstrukturen. Eine entsprechende Leistungsvereinbarung mit dem Kanton ist
seit Anfang Jahr in Kraft.
Als fast einzige Institution in der Deutschschweiz nimmt das Heilpädagogische Kinderheim
Weidmatt Kinder mit einer Behinderung schon kurz nach der Geburt auf. «Das Angebot ist
sehr gefragt», erklärt Paul Hummel, Institutionsleiter Weidmatt. «Die Zahl der betreuten
Babys ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Es handelt sich oft um Kinder, die ihre
ersten Lebenswochen oder gar Monate im Spital verbracht haben und gesundheitlich noch
nicht stabil genug sind, um nach Hause gehen zu können.» Die Weidmatt unterstützt aber
auch Eltern, die sich noch nicht zutrauen, ihr Kind mit einer schweren Behinderung rund um
die Uhr selber zu betreuen. Das Angebot ermöglicht es, dass Kinder mit einer Behinderung
das Spital möglichst rasch verlassen können. Allerdings ist der Pflegeaufwand in der
Weidmatt viel grösser geworden.
Mehr Personal nötig
Viele Babys und Kleinkinder in der Weidmatt müssen ständig mit Sauerstoff versorgt werden.
Weiter ist eine deutliche Zunahme von Kindern zu verzeichnen, die ein Tracheostoma
(Luftröhrenschnitt) brauchen. Das bedingt, dass die Kinder ständig überwacht werden. Um
diese Aufgabe bewältigen zu können, sind einerseits zusätzliche Fachpersonen für den Tag-
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wie auch Nachtbetrieb eingestellt worden. Andererseits arbeitet die Weidmatt noch enger mit
dem Kinderspital Luzern und der Kinderspitex Zentralschweiz zusammen.
Begleitung von sterbenden Kindern
Immer häufiger betreut das Heilpädagogische Kinderheim Weidmatt Kinder mit einer kurzen
Lebenserwartung. Sterbende Kinder und ihre Familien zu begleiten ist für die Mitarbeitenden
belastend und erfordert von viel Feingefühl. Die palliative Betreuung von Kindern bildet
deshalb aktuell einen Schwerpunkt in der Weiterbildung der Mitarbeitenden.
Angebot ist gefragt
Die Kinder in der Weidmatt werden rund um die Uhr betreut. Nachts arbeiten ausschliesslich
medizinische Fachpersonen. Tagsüber werden die Kinder nach ihren Möglichkeiten
gefördert. Sie erhalten verschiedene Therapien wie Physiotherapie, Heilpädagogik, Seh-und
Sprachförderung oder Esstherapie. Wenn die Kinder gesundheitlich stabil sind, sind
erstaunliche Entwicklungsschritte möglich. Familien mit einem Kind mit einer Behinderung
werden so entlastet. Wie oft und lange sich ein Kind in der Weidmatt aufhält, wird an die
Bedürfnisse der betroffenen Familie angepasst. Diese Flexibilität macht das Angebot der
Weidmatt auch für viele Familien mit ausserkantonalem Wohnsitz interessant.
Das Heilpädagogische Kinderheim Weidmatt in Wolhusen betreut Kinder mit mehrfachen,
geistigen und/oder körperlichen Behinderungen oder mit chronischen Krankheiten an 365
Tagen im Jahr. Kinder ab Geburt bis zur Einschulung werden aufgenommen. In den drei
Wohngruppen hat es Platz für insgesamt 18 Kinder. Diese Plätze teilen sich über das Jahr
hinweg zirka 40 Kinder.
Das Kinderheim besteht seit dem Jahr 1952. Gegründet wurde es durch die Hebamme
Maria Leberer. Seit 1985 gehört die Weidmatt zur Stiftung für Schwerbehinderte Luzern
SSBL und erfüllt mit der Betreuung von Kindern mit schweren Behinderungen eine wichtige
Funktion innerhalb der Stiftung.
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Bildlegende: Immer mehr Weidmattkinder benötigen eine 24h-Betreuung.
Kontakt
Paul Hummel
Nadja Stadelmann Limacher, Sozialpädagogin
Institutionsleiter
Telefon 041 492 64 64
Telefon 041 492 64 64
[email protected]
[email protected]
Erreichbar am Mittwoch und Freitag (8.00 – 17.00
Erreichbar von Montag bis Freitag (8.00 – 17.00
Uhr)
Uhr)
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Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL begleitet und betreut Menschen mit einer geistigen und mehrfachen
Behinderung. Im Kanton Luzern bestehen 41 Wohngruppen und diverse Tagesgruppen für 419 Frauen, Männer und
Kinder. Die Dienstleistungen umfassen die Bereiche Wohnen, Arbeit und Beschäftigung sowie Freizeit. Die SSBL
beschäftigt 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (www.ssbl.ch).
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