Hepatitis C frühzeitig erkennen und effektiv behandeln

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CME AKTUELL
Hepatitis C frühzeitig erkennen
und effektiv behandeln
Prof. Dr. med. Michael Peter Manns
Vorstandsvorsitzender Deutsche Leberstiftung
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Eine Kooperation von:
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1. Einleitung
Infektionen mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) bleiben häufig unentdeckt. Un­behandelt
können sich jedoch lebensbedroh­liche Leberschäden und schwerwiegende Komplikationen ent­­wickeln. Mit der evidenzbasierten Triple-Therapie mit pegyliertem Interferon
alfa, Ribavirin und einem Pro­teaseinhibitor können die Heilungschancen für viele Patienten
mit Genotyp 1 erheblich verbessert werden. Doch viele HCV-Infektionen verlaufen über
lange Zeiträume symptomlos und gehen nicht zwingend mit auffälligen Laborparametern
einher, wodurch die Diagnose für den Hausarzt eine Herausforderung darstellen kann.
Ziel dieser Fortbildung ist es, dem Hausarzt einen Überblick über die wichtigsten Labor­
tests für die HCV-Diagnostik in der Praxis zu geben und darüber hinaus die aktuellen
Therapieempfehlungen vorzustellen.
2. Epidemiologie und Verbreitung
von Hepatitis C
Die HCV-Infektion ist mit weltweit ca.
170 Millionen Virusträgern eine der
meist verbreiteten Infektionskrankheiten [WHO 1999]. In Europa sind
etwa 8 bis 11 Millionen Menschen HCV
infiziert [Cornberg et al. 2011]. Das
Robert Koch-Institut (RKI) geht von
400.000 bis 500.000 chronisch HCVInfizierten in Deutschland aus [RKI
2009]. Aufgrund des häufig asymptomatischen Verlaufs weiß vermutlich nur
jeder vierte Infizierte von seiner Infektion [Potthoff et al. 2007]. Dementsprechend selten wird Hepatitis C diagnostiziert und es werden nur etwa 10%
der diagnostizier­ten Fälle leitliniengerecht therapiert [Rychlik 2007]. Dabei
ist Hepatitis C in vielen Fällen heilbar
– im Gegensatz zur chro­nischen Hepatitis B oder einer Infektion mit HIV.
Mindestens sechs verschiedene HCVGenotypen und mehr als 80 Subtypen
konnten bislang anhand unterschiedlicher Nukleotidsequenzen identifiziert werden [RKI 2012a]. Die Geno­
typen unterscheiden sich in ihrer geographischen Verteilung und ihrem
Ansprechen auf eine antivirale Thera-
2
pie. So ist in Deutschland der Genotyp 1 mit ca. 62% am häufigsten vertreten, gefolgt von den Genotypen 3
und 2 mit ca. 35% [Hüppe et al. 2008].
Patienten mit HCV-Genotyp-1-Infek­
tion waren bislang schwieriger erfolgreich zu behandeln als andere Genotypen [RKI 2012a].
Die HCV-Übertragung erfolgt nahezu
ausschließlich über den Blutweg. Von
den 5.027 im Jahr 2011 dem RKI gemeldeten HCV-Infektionen wurden in
32% der Fälle valide Angaben zum
Über­tragungsweg
gemacht
[RKI
2012b]: Demnach stehen aktuell ca.
69,6% der HCV-Infektionen in Zusammenhang mit intravenösem Drogenkonsum. Der Erhalt von Blutprodukten vor 1991, dem Jahr der Einführung
der Testung von Blutspendern auf
anti-HCV-Antikörper, wird in ca. 24,4%
der Fälle als wahrscheinlichster Übertragungsweg angesehen. An dritter
Stelle steht mit 4,3% die Ansteckung
durch verletzungsträchtige Sexualpraktiken bei homosexuellen Männern,
gefolgt von einer Übertragung durch
Dialyse (1,3%). Die perinatale Transmission war mit nur 6 Fällen (0,4%)
sehr selten und spielt epidemiologisch kaum eine Rolle.
Hepatitis C frühzeitig erkennen und effektiv behandeln
3. Krankheitsverlauf und Sympto­
matik der HCV-Infektion
Die akute HCV-Infektion verläuft
häufig asymptomatisch und bleibt
dadurch in der Regel unerkannt. Allenfalls werden grippeähnliche Symptome, Müdigkeit, Übelkeit oder Druck­
gefühl im Oberbauch berichtet. Die
Inkubations- bzw. Serokonversionszeit
beträgt zwischen 2 und 26 Wochen, im
Durchschnitt etwa 7 bis 8 Wochen. Nur
selten kommt es zu einer spontanen
Ausheilung. In bis zu 85% der Fälle geht
die akute Infektion nach 6 Monaten in
die chronische Form über [RKI 2012a].
Bei der chronischen HCV-Infektion
klagen die Patienten gelegentlich über
unspezifische Beschwerden, die nicht
gleich an eine Lebererkrankung denken
lassen, z. B. Müdigkeit, abdominelle
Beschwerden, Konzentrationsstörungen, Gelenkschmerzen oder Gewichtsverlust. Ein Großteil der chro­nisch Infizierten verspürt gar keine Krankheitszeichen [von Wagner et al. 2012]. Der
chronische Verlauf ist durch einen
progressiven Leberschaden gekennzeichnet, der bei bis zu jedem dritten
Virusträger nach 20 bis 25 Jahren zu
einer Leberzirrhose mit all ihren Kom-
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plikationen führen kann [Seeff 2002].
Die Progression ist allerdings von unterschiedlichen Faktoren abhängig.
Mit einer raschen Progression
scheinen u. a. folgende Faktoren
assoziiert zu sein [modifiziert
nach Fleig et al. 2004]:
• Höheres Alter bei Infektion
• männliches Geschlecht
• weibliches Geschlecht ab
der Menopause
• Übergewicht BMI (>25 kg/m2) mit Lebersteatose [Ortiz et al. 2002]
• Diabetes mellitus
[Veldt et al. 2008]
• Hypertonie [Stepanova et al. 2010]
• Hepatitis B-Koinfektion
• HIV-Koinfektion
• deutlich erhöhte Transaminasen (> 3- bis 5-fach über Norm [ULN])
• Tabakrauchen [Missiha et al. 2008]
• chronischer Alkoholkonsum
• Missbrauch psychotroper
Substanzen [Hézode et al. 2008, Ishida et al. 2008]
Darüber hinaus können auch extra­
hepatische Manifestationen auftreten,
wie z. B. Kryoglobulinämie (mit Ar­
thralgien/Arthritiden oder einer Vaskulitis in verschiedenen Organen wie
Haut, Niere etc.), Lymphoproliferative
Erkrankungen, Porphyria cutanea tarda, Lichen ruber planus oder Diabetes
mellitus Typ 2 [Sarrazin et al. 2010].
Zur Basisdiagnostik gehört
eine Blutbildanalyse und die
Bestimmung von: [modifiziert
nach Sarrazin et al. 2010]
• Transaminasen (AST, ALT)
• Gamma-Glutamyl-Transferase (γ-GT)
• Alkalische Phosphatase (AP)
• Bilirubin
• Kalium und Natrium
• Nierenfunktionsparameter
(Kreatinin, Gesamteiweiß,
Eiweißelektrophorese)
• Gerinnungsstatus
• TSH (zur Abklärung einer
Schilddrüsenfunktionsstörung)
Der ALT-Wert ist bei Infizierten typischerweise fluktuierend bis in den
Referenzbereich [RKI 2012a] (siehe
Abbildung 1). In 40% der Fälle geht
die HCV-Infektion mit normalen Trans­
aminasewerten einher [Sarrazin et al.
2010]. Die Gefahr besteht, bei diesen
Patienten den Verdacht auf eine Leber­
erkrankung nicht weiter zu verfolgen
[Niederau et al. 2006].
Fachgesellschaften empfehlen bei un­
spezifischen Symptomen, wie Müdigkeit, Leistungsminderung, Konzentrationsproblemen, Oberbauch- oder
Gelenkschmerzen, den ALT-Wert zu
überprüfen. Ist ALT auch nur leicht erhöht (1- bis 2-fach), sollte sich eine
gezielte HCV-Diagnostik anschließen,
in Risikopopulationen auch ohne ALTErhöhung [Sarrazin et al. 2010, Niederau et al. 2006] (Algorithmus siehe
Abbildung 2).
Die aktuellen Leitlinien [Sarrazin
et al. 2010] empfehlen eine HCVDiagnostik u. a. bei folgenden
Personengruppen:
• Patienten mit erhöhten
Transaminasen bzw. chronischer Lebererkrankung unklarer
Genese
• Patienten mit Bluttransfusionen (vor 1992)
• Transplantat-Empfänger
• Hämodialyse-Patienten
• i.v.-Drogenkonsumenten
(auch ehemalige)
• Partner/-innen von HCV-Infizierten
• Patienten mit Migrationshinter-
grund aus Gebieten mit erhöhter
HCV-Infektionsrate
• Insassen von Justizvollzugs­-
anstalten
• HIV- und/oder HBV-Infizierte
• Medizinisches Personal
• Kinder von HCV-positiven Müttern
Gelbsucht-Symptome
Anti-HCV
ALT
Bei bestehender Leberzirrhose wird
das kumulative 5-Jahresrisiko für die
Entwicklung eines Hepatozellulären
Karzinoms (HCC) mit 17% angegeben
[Fattovich et al. 2004]. Es ist davon
auszugehen, dass Spätfolgen wie
Leberzirrhose und HCC in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen wer­
den [Neumann-Haefelin et al. 2012].
4. HCV-Diagnostik in der Hausarztpraxis
HCV-RNA (PCR)
Normbereich für ALT
0
1
2
3
Monate
Die Diagnostik der Hepatitis C umfasst
die Anamnese und körperliche Untersuchung sowie biochemische und immunserologische Tests.
4
5
6
1
2
Zeit nach der Exposition
3
4
5
6
Jahre
Abbildung 1. Typischer Verlauf von ALT, anti-HCV und HCV-RNA bei akuter und
chronischer HCV-Infektion [modifiziert nach McPhee et al. 2007]
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3
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GPT/ALT?
niedrig-normal
( ´ <25 U/l; ` <30 U/l
normal
hoch-normal
( ´ >25 U/l; ` >30 U/l
keine weitere biochemische oder
bildgebende Diagnostik
Anti-HCV und HBsAg bei Risikofaktor für
Virushepatitis (z.B. Bluttranfusion vor 1991;
Z.n. IVDU; Dialyse; Nadelstich)
Kontrolle (1-3 Monate)
GPT/ALT
hoch-normal/erhöht
Sonographie Abdomen
erhöht
(1-10-fach)
Labor:
AST (GOT), GGT, AP, Bilirubin, Quick, Thrombozyten,
Kreatinin, Ferritin
Anti-HCV und HBsAg
Abnormale Befunde?
a
stark erhöht
(>10-fach)
Nein
Kontrolle (3-6 Monate)
Differentialdiagnose:
NASH? Virushepatitis? toxische Ursachen? autoimmune Lebererkrankungen? genetische Lebererkrankungen (z.B. Hämochromatose)? maligne
Ursache? Ggf. Überweisung zum Facharzt
Zügige Diagnostik:
Sonographie, Quick, PTT, Bilirubin, AST, GGT,
AP, Lipase, LDH, Kreatinin, Blutbild, Elektrolyte,
anti-HCV (HCV-RNA), HBsAg
Abbildung 2. Diagnose-Algorithmus zur Abklärung erhöhter ALT-Werte [modifiziert nach Deutsche Leberstiftung 2008]
AP: AST (GOT):
GGT: GPT/ALT: HBsAg: HCV: IVDU: LDH: NASH: PTT: 4
Alkalische Phosphatase
Aspartat-Aminotransferase (Glutamat-Oxalacetat-Transferase)
Gamma-Glutamyl-Transferase
Glutamat-Pyruvat-Transaminase/Alanin-Aminotransferase
Hepatitis B surface Antigen
Hepatitis C-Virus
Intravenöser Drogenkonsum
Laktatdehydrogenase
Nicht-alkoholische Steatohepatitis
Prothrombinzeit
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Die Erkennung von Patienten mit fort­
geschrittener Fibrose bzw. Leber­
zirrhose ist für die Steuerung der
HCV-Therapie wesentlich. Bei Verdacht auf eine fortgeschrittene Leber­
erkrankung sollten daher zusätzlich
zur Ultraschalldiagnostik die Lebersyntheseparameter, wie Albumin, Cho­
li­nesterase und Quick/INR sowie
Alpha-Fetoprotein (AFP) als Tumormarker des HCC, bestimmt werden
[Sarrazin et al. 2010]. Um den Grad
der Fibrosierung und entzündliche
Vorgänge festzustellen, sollten eine
Leberbiopsie bzw. entsprechende nicht
invasive Verfahren erwogen werden
[Sarrazin et al. 2010].
Im Falle mäßig erhöhter Lebertrans­
aminasen (1- bis 10-fach), mit oder
ohne Cholestase-anzeigende Enzyme,
sollten folgende Differentialdiagnosen
abgeklärt werden (siehe Abbildung 2):
• Hepatitis B
• Toxische Hepatitis (Alkohol,
Medikamente, Chemikalien)
• Nicht-alkoholische Fettleber
(NASH, insbesondere bei Adipositas und/oder Diabetes mellitus)
• Genetische und autoimmune
Leber­erkrankungen
• Maligne Ursachen
Bei auffälliger Anamnese sowie klinischen Zeichen einer Hepatitis oder
chro­nischen Lebererkrankung und
patho­logischen laborchemischen Para­
metern, v. a. Erhöhung der ALT-Werte,
sollte eine immunserologische HCVDiagnostik durchgeführt werden
[Sarrazin et al. 2010]. Hierzu werden
die Antikörper gegen HCV (Anti-HCV)
mit einem Enzymimmunoassay nachgewiesen, was allerdings erst nach
ca. 7 bis 8 Wochen nach einer HCVInfektion möglich ist [Sarrazin et al.
2010]. Die HCV-RNA hingegen kann
bereits 1 bis 2 Wochen nach der Infektion mittels PCR bestimmt werden
(siehe Abbildung 1). Daher sollte v. a.
bei Immunkompromittierten, HIV-Infi­
zierten und Dialyse-Patienten, welche
Antikörper gegen HCV verzögert bzw.
gar nicht bilden, die diagnostische
Lücke durch Bestimmung der HCVRNA geschlossen werden [Sarrazin et
al. 2010]. Aufgrund der Rate an falschpositiven Ergebnissen empfehlen die
Leitlinien, jeden positiven Anti-HCVTest durch einen HCV-RNA-Test zu
bestätigen [Sarrazin et al. 2010] (Algorithmus siehe Abbildung 3).
V. a. HCV-Infektion
V. a. akute Infektion/Immunkompromittierung
(HIV, Dialyse, postnatal)
positiv
Anti-HCV und HCV-RNA
positiv
negativ
Kontrolle*
keine akute Infektion/keine Immunkompromittierung
negativ
negativ
Anti-HCV
HCV-RNA
positiv
positiv
negativ
akute HCV-Infektion
Ausschluss Hepatitis C
ausgeheilte Hepatitis C
chronische HCV-Infektion
*bei Verdacht auf (V.a.) akute Infektion: Kontrolle nach 2-4 und 6-8 Wochen (Therapieindikation)
Abbildung 3. Algorithmus der virologisch-serologischen Diagnostik bei Verdacht auf eine HCV-Infektion
[modifiziert nach Sarazzin et al. 2010]
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Sind beide Tests positiv, liegt eine
HCV-Infektion vor und der Betroffene
sollte an einen Spezialisten überwiesen werden, der nach Bestimmung
des Genotyps, der Viruslast und des
Fibrosestatus die Therapie-Entscheidung trifft. Die Testergebnisse dienen
der Abwägung von Therapie-Optionen
sowie der Festlegung der Therapie­
dauer. Wie die Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Spezialist für eine
optimale Betreuung der HCV-Patienten
aussehen kann, wird in Tabelle 1 zusammengefasst.
Die Erstdiagnose einer akuten oder
chronischen Hepatitis C unterliegt in
Deutschland gemäß Infektionsschutz­
gesetz (IFSG) einer Melde- und Übermittlungspflicht. Die namentliche Mel­
dung muss gegenüber dem, für den
Aufenthaltsort des Virusträgers zuständigen Gesundheitsamt erfolgen
(§ 9 Abs. 3 IfSG). Zur Meldung verpflichtet sind nach § 8 über die behandelnden Ärzte hinaus auch die Labore,
die die Diagnostik durchführen. Der
einsendende Arzt hat zudem bei einer
Untersuchung auf HCV dem Labor mit­
zuteilen, ob ihm eine chronische Hepatitis C bei dem Patienten bekannt ist
(§ 9 Abs. 2 IfSG).
Die vom RKI für die Hepatitis C verfasste Falldefinition für Gesundheitsämter kann im Internet unter www.rki.de
eingesehen werden.
5. Behandlung der chronischen
Hepatitis C
Im Gegensatz zu Hepatitis B oder einer
Infektion mit HIV ist Hepatitis C heilbar, d. h. das Virus wird komplett aus
dem Körper eliminiert [Swain et al.
2010; Manns et al. 2013]. Primäres Ziel
der antiviralen Therapie ist somit die
dauerhafte Elimination des Hepatitis
C-Virus und damit die Verhinderung
des Progresses der Leberschädigung.
Weitere sekundäre Ziele können die
Beseitigung der Infektiosität und die
Verbesserung der Lebensqualität sein
[Sarrazin et al. 2010].
Von 2001 bis 2011 war die duale Therapie der chronischen Hepatitis C mit
6
Tabelle 1: Mögliche interdisziplinäre
Betreuung von HCV-Patienten
[abgeleitet aus Berg et al. 2012]
Hausarzt
HCV-Basisdiagnostik:
• ALT
• HCV-Antikörper
• (HCV-RNA)
Facharzt
HCV-Spezialdiagnostik:
• HCV-Genotyp
• Viruslast: HCV-RNA
(quantitativ)
e Therapie-Entscheidung
Tabelle 2: Gesamt-SVR-Raten bei
Patienten mit HCV-Genotyp 1 in den
Zulassungs­studien mit PEG-IFN/RBV
Naive Patienten
Relapser
Partielle Responder
Nullresponder
PEG-IFN/RBV
%
4027-4414
24 41-291
7 1-15 41
0* 1-5**41
Hausarzt u. Therapieverlaufskontrolle
Facharzt
Nachbeobachtung
Tabelle 3: Gesamt-SVR-Raten bei Patienten mit HCV-Genotyp 1 in den Zulassungsstudien mit PEG-IFN/RBV/Boceprevir
PEG-IFN/RBV
Boceprevir %
Tabelle 4: Gesamt-SVR-Raten bei Patienten mit HCV-Genotyp 1 in den Zulassungsstudien mit PEG-IFN/RBV/Telaprevir
PEG-IFN/RBV
Telaprevir %
Naive Patienten#
67-6827
Naive Patienten#
69-7514
Relapser
69-751
Relapser
83-88 41
Partielle Responder
40-521
Partielle Responder
54-59 41
Nullresponder
33-34* 1
Nullresponder
29-33**41
Boceprevir Studien: 14-15% Anteil Afroamerikaner, Telaprevir Studien: 7-11% Anteil
Afroamerikaner
* vorbehandelte Patienten, aber keine Nullresponse in der Erstbehandlung, sondern fehlendes Ansprechen auf PEG-IFN,RBV in der Re-Therapie (Abfall HCV-RNA <1log nach 4 Wochen PEG-IFN/RBV Lead-In-Therapie)
** Nullresponder in der Ersttherapie
#
pegylierten Interferonen (PEG-IFN α
2a/2b) und Ribarivin (RBV) als Standardtherapie etabliert [Manns et al.
2001; Fried et al. 2002; Manns et al.
2006]. Mit dieser Kombinationstherapie können etwa die Hälfte der HCVGenotyp-1-Patienten und bis zu 80%
der Patienten mit Infektionen der Genotypen 2 und 3 geheilt werden [Manns
et al. 2006]. Die Heilungs­raten bei Patienten mit HCV-Genotyp-4-Infektionen liegen ebenfalls um die 50%. Die
Therapiedauer richtet sich u. a. nach
dem Genotyp, dem Leberstatus, der
Ausgangsviruslast und dem Abfall
der HCV-RNA in den ersten Behandlungswochen [Sarrazin et al. 2010,
EASL 2011]. Als geheilt gelten Patien-
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ten, wenn mindestens 6 Monate nach
Therapieende keine HCV-RNA im Blut
nachweisbar ist. Dies wird auch als
SVR (Sustained Virological Response)
bezeichnet [Sarrazin et al. 2010]. Die
Aussichten einer SVR hängen von vielen
Faktoren ab. Der Abfall der HCV-RNA
in den ersten Therapiewochen ist ein
wichtiger Prognosefaktor.
Durch den zusätzlichen Einsatz eines
Proteaseinhibitors, wie Boceprevir
oder Telaprevir, in der Triple-Therapie
konnte bei therapienaiven Patienten
mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1 ein Anstieg der SVR-Raten um
23-35% gegenüber der dualen Therapie erreicht werden (Tabelle 2, 3, 4).
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Bei 40-60% der Patienten war darüber
hinaus eine Halbierung der Behandlungszeit unter dualer Therapie von 48
Wochen auf 24 Wochen unter TripleTherapie mit Telaprevir möglich. Die
Triple-Therapie gilt daher als der aktuelle Standard für erwachsene Patienten mit einer chronischen HCV-Genotyp-1-Infektion [Sarrazin et al. 2012].
Sowohl nicht vorbehandelte als auch
bereits erfolglos vorbehandelte Patienten erhalten mit der Triple-Therapie
eine neue und signifikant größere
Chance auf Heilung als mit der bisherigen Standardtherapie.
Aktuell zugelassene Medikationen
für die Therapie der Hepatitis C zeigt
Tabelle 3.
Kontraindikationen bzw. Einschränkungen der Therapiefähigkeit ergeben
sich vor allem durch die potentiel­len Medikamenten-Interaktionen bei
Patien­ten mit Begleiterkrankungen
bzw. Begleitmedikation [Sarrazin et
al. 2012]. Hier sind im Einzelnen die
Fachinformationen zu beachten. Eine
hilfreiche Webseite zur Prüfung der
individuellen Medikation auf Interaktionen findet sich unter www.hepdruginteractions.org.
Die duale Therapie mit PEG-IFN und
Ribavirin ist mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden [Manns et al.
2006] (siehe Tabelle 6), die bei den
aktuellen Triple-Therapien natürlich
bestehen bleiben.
Diese Nebenwirkungen werden zum
Teil unter der Triple-Therapie durch
die Proteaseinhibitoren verstärkt. Zusätzliche Begleiterscheinungen von
Telaprevir sind der Hautausschlag
(Rash), bei Boceprevir sind es Geschmacksstörungen. Die wichtigste
Nebenwirkung ist die Verstärkung
der Anämie. Hier kann eine frühzeitige
Dosisreduktion des Ribavirin sinnvoll
sein; in einigen Fällen wird sogar eine
Transfusion notwendig sein. Der Einsatz von Erythropoeitin (EPO) ist für
diese Indikation nicht zugelassen und
sollte sich auf Einzelfälle beschränken
[Sarrazin et al. 2012]. Eine Dosisreduktion ist bei den Proteaseinhibitoren auf­
Tabelle 5: Zur Therapie zugelassene Medikationen (Stand 2012)
Medikation
Dosierung* und Anwendung
Interferone**
subkutane Injektion
Peginterferon alfa-2a
180 μg einmal pro Woche [Stand FI Feb 2012]
Peginterferon alfa-2b 1,5 μg/kg Körpergewicht einmal pro Woche
[Stand FI Mai 2012]
Ribavirin Orale Einnahme
Ribavirin
800 – 1.200 mg täglich (200 mg oder
400 mg Filmtabletten) [Stand FI Juli 2012]
Ribavirin
600 – 1.400 mg täglich (200 mg Hartkapseln
oder 40mg/ml Lösung) [Stand FI Apr 2012]
HCV Proteaseinhibitoren
Orale Einnahme
Telaprevir
750 mg (2 x 375 mg Filmtabletten)
alle 8 Std. [aktuelle FI]
Boceprevir
800 mg (4 x 200 mg Hartkapseln)
3 x täglich [Stand FI Jan 2013]
* Angaben gemäß entsprechender Fachinformation
** Standardinterferone sind ebenfalls zugelassen, aber in den aktuellen Therapie-­
schemata durch pegylierte Interferone ersetzt und deshalb hier nicht aufgeführt.
Tabelle 6: Häufigkeit der Nebenwirkungen in den Zulassungsstudien der HCV-Protease­
inhibitoren#
Nebenwirkungen
PEG-IFN/RBV
%
PEG-IFN/RBV/
Boceprevir 18 %
PEG-IFN/RBV/
Telaprevir %
50 8-57 18
57
56 8
Schlafstörungen
3114,18
32
3214
Kopfschmerzen
393-43 18
44
41-43 14
Fieber
243-3118
31
26-3014
Übelkeit
313-4017
45
40-43 14
Diarrhoe
178 -1818
23
26 8
Haarausfall
25 26
n.a.
Depression
20 20
no difference14
178-29* 18
49*
36 8
1818,41
23
23 41
Geschmacksstörung
3 8 -1517
37
10 8
Rash
17 18-34 8
16
56 8
Juckreiz
23 18-28 8
21
478
Analer Juckreiz
1 8
n.a.
68
Hämorrhoiden
3 8,18
4
128
Müdigkeit
Anämie
Neutropenie
18
18
#
Die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist zwischen den Studien nicht vergleichbar.
Die Studien weisen methodische Unterschiede in der Erfassung und Quantifizierung von Nebenwirkungen auf. Außerdem haben die Patienten in den verschiedenen
Studien z. T. genetische und sozioökologische Unterschiede.
* Erythropoeitin war erlaubt
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grund von Resistenzbildungen nicht
zu­lässig (Prinzip „ganz oder gar nicht“).
Um Resistenzentwicklungen zu vermeiden, gelten sogenannte „StoppRegeln“, die zur Beendigung der
Therapie führen [Sarrazin et al. 2010
und 2012, Berg et al. 2012].
Grundlage für ein erfolgreiches Nebenwirkungsmanagement sind häufige
Arztkonsultationen, bei denen Nebenwirkungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können (siehe hierzu
die Empfehlungen des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V. „bng“) [Berg
et al. 2012]. Bereits vor Beginn der
HCV-Therapie sollte ein fachärzt­
liches Netzwerk aus Gastroentero­
logen, Dermatologen, Hämatologen
bzw. Trans­­fusionsmedizinern sowie
Psychiatern aufgebaut werden.
Einer der wichtigsten Faktoren für
den Behandlungserfolg ist die Compliance bzw. Therapieadhärenz. Für
die duale Therapie konnte gezeigt werden, dass eine Steigerung der Compliance und damit die Beibehaltung
der richtigen Dosis für die geplante
Therapiedauer mit einer Steigerung
der Heilungsrate (SVR) verbunden
war [McHutchison 2002, Lo Re et al.
2011, Marcellin et al. 2011]. Die TripleTherapie erfordert eine noch stärkere
Beteiligung des Patienten und Motivation durch Arzt, Familie und dem
sozialen Umfeld.
Die erforderlichen Intervalle für Kontrollen sind abhängig vom individuellen Therapieverlauf sowie den Vorund Begleiterkrankungen des Patienten: Bewährt hat sich in den ersten
12 Wochen ein 14-tägiger Rhythmus
für das Monitoring der Transaminasen
und des Blutbildes. Anschließend
sind 4- bis 6-wöchige Abstände ausreichend [Sarrazin et al. 2010 und 2012].
Während der Therapie muss die Konzentration der HCV-RNA (quantitativ)
bestimmt werden, und zwar zu Woche
4, 12, 24, zum Therapieende sowie 24
Wochen danach (siehe hierzu auch die
Empfehlungen des bng) [Berg et al.
2012]. Eine Kontrolle der Schilddrüsen-
8
funktion wird in 12-wöchigen Ab­stän­
den, die Bestimmung von AFP halbjähr­
lich empfohlen [Sarrazin et al. 2010].
6. Fazit für die Praxis
Es ist von einer hohen Dunkelziffer
chronisch HCV-Infizierter in Deutschland auszugehen. Der Hauptübertragungsweg erfolgt durch intravenösen
Drogenkonsum. Unbehandelt führt
die Erkrankung zu erhöhter Morbidität und Mortalität, sowohl bedingt
durch die Lebererkrankung als auch
die Gesamtmortalität. Da Hepatitis C
meist keine oder nur unspezifische
Beschwerden verursacht, sollte bei
auffälliger Anamnese die Bestimmung von Transaminasen GPT/ALT
ins Laborprofil integriert werden. Bei
Risikopatienten ist eine gezielte HCVDiagnostik durch Antikörper-Bestimmung auch ohne eine Erhöhung der
ALT-Werte sinnvoll. Bei positivem Befund von anti-HCV im Serum ist dieser durch Nachweis von HCV-RNA zu
verifizieren. Im weiteren Verlauf ist
die Zusammenarbeit von Hausarzt
und Spezialist von Bedeutung. Der
Hausarzt kennt die Biografie und die
allgemeine Situation des Patienten
und ist bei der weiteren Betreuung
des Patienten beteiligt, während der
Spezialist die Therapie-Entscheidung
trifft. Das Therapieziel ist die Eradikation des Virus und damit die Verringerung von Folgeerkrankungen, wie
Leberzirrhose und Leberkrebs. Durch
die Triple-Therapie mit pegyliertem
Interferon alfa (PEG-IFN), Ribavirin
(RBV) und einem Proteaseinhibitor
können ca. 70% der nicht behandelten
Patienten mit HCV-Genotyp-1-Infektion
geheilt werden. Bei Therapieversagern auf PEG-IFN/RBV liegen die
SVR-Raten bei 30-60%; bei Relapsern
sogar bei ca. 80%. Bei der Tripletherapie mit Telaprevir konnte bei etwa
zwei von drei therapienaiven Patienten
die Behandlungszeit auf 24 Wochen
halbiert werden [Jacobson et al. 2011].
Ein erfolgreiches Nebenwirkungs­
management und die Kooperation in
einem fachärztlichen Netzwerk können
die Therapiead­hä­renz fördern und so
den Behandlungserfolg sichern.
Hepatitis C frühzeitig erkennen und effektiv behandeln
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Literatur
1. Bacon BR, Gordon SC, Lawitz E, et al.
Boceprevir for previously treated chronic HCV genotype 1 infection. N Engl J
Med 2011; 364:1207-17.
2. Berg T, Mauss S, Hüppe D, Buggisch P.
Empfehlungen des bng zur Therapie
der chronischen Hepatitis C. Update
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Hepatitis C frühzeitig erkennen und effektiv behandeln
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Impressum
Autor:
Prof. Dr. med. Michael Peter Manns
Vorstandsvorsitzender Deutsche Leberstiftung
Essen/Hannover
Mit freundlicher Unterstützung der Janssen-Cilag GmbH.
Der Sponsor nimmt keinen Einfluss auf die zertifizierte Fortbildung.
© 2013
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