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Einführung in die
Medieninformatik 1
Wintersemester 2007/08
Prof. Dr. Rainer Malaka,
Digitale Medien
Medieninformatik 1
1
Plan (vorläufig)
31.10.
7.11.
14.11.
21.11.
28.11.
5.12.
12.12.
19.12.
9.01.
16.01.
23.01.
30.01.
6.02.
7.02.
Einführung
Menschen: Wahrnehmung
Menschen: Wahrnehmung
Medien: Digitalisierung
Medien: Bilder
Medien: Kompression
Verlustbehaftete Kompression (Bilder)
Medien: Audio: Grundlagen und Bearbeitung
Verlustbehaftete Kompression (Audio)
Medien: Texte und Typographie
Web: Grundlagen + Techniken
Menschen und Medien: Interaktion
Zukunft Digitaler Medien, Zusammenfassung und Ausblick
Abschluss-Event (ganztägig!)
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Medieninformatik 1
2
Einführung in die Medieninformatik 1
Teil 9: Web
Viele Folien Heinrich Hußmann (München)
Rainer Malaka
Vorlesung
Wintersemester 2007/08
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Hypertext
• Hypertext: Die Präsentation von Information als ein Netz von
verbundenen Knoten, in dem der Leser frei, d.h. in nichtlinearer Reihenfolge navigieren kann.
• Der Begriff hypertext wurde von Ted Nelson geprägt, der es in
seinem selbstverlegten Buch „Literary Machines“ als „nichtsequentielles Schreiben (non-sequential writing)“ bezeichnet.
Sequentiell (linear):
Absatz 1
Absatz 2
Absatz 3
Absatz 4
Nicht- sequentiell (nicht-linear):
Absatz 1
Absatz 2
Absatz 3
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Absatz 4
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4
Information in Hypertext-Knoten
• In strengem Wortsinn: Textstück, evtl. mit Abbildungen
– Klein genug, um eigenständige Informationseinheit zu bieten
– Meist auf eine Seite des Anzeigegeräts passend
• In erweiterten Definitionen („Hypermedia“):
– Klänge - Beispiel.mp3
– Filmstücke
– Animationen
– ...
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Hypertext-Knoten
• Knoten: Datenstruktur
– erlaubt es, einen in sich geschlossenen Informations-Inhalt abzulegen
– ermöglicht Verbindungen zu weiteren Knoten
• Andere Bezeichnungen für das Konzept des
Hypertext-Knotens:
–
–
–
–
–
frame
work space
card
lexia
web page
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Verbindung in Hypertext
• Verbindung (link): Durchlaufbare Assoziation zwischen zwei
Knoten
• Anker: Sichtbare Region, die mit einem Eingabegerät
ausgewählt werden muss, um die Verbindung zu aktivieren
– In den meisten Systemen dürfen sich Anker nicht überlappen.
• Detaillierungsgrad des Verbindungsziels:
– Einfache Verbindungen: Von Knoten zu Knoten
– Zielgenaue Verbindungen: Auswahl eines bestimmten Teils der Information im
Ziel-Knoten
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Ted Nelson und Xanadu
• Ted Nelson, geboren 1937, Soziologie-Student
mit Nebenfach Informatik
• Ca. 1960, Studienarbeit: Idee für ein
fortgeschrittenes interaktives Textverarbeitungssystem
• 1965: ACM-Jahrestagung, Papier mit dem
Begriff „Hypertext“
Bild: Wikipedia
• 1974: Buch „Dream Machines“ verweist klar auf frühere Visionen von
Vannevar Bush
• Xanadu:
– Benannt nach dem Gedicht „Kublai Khan“ von Coleridge, Palast in der Mongolei
• Coleridge sagt, Gedicht sei unvollständig wegen einer Unterbrechung
• http://literalsystems.org/litsys/audio/Audio-Book/KublaKhan.mp3
– Idee: Magischer Ort von Freiheit und Gedächtnis, nichts wird vergessen
– Xanadu-Software:
• Freigabe-Ankündigungen: 1974 -> 1976, 1987 -> 1988, 1988 -> 1991
• Ab 1992: Firmen XOC und Udanax
• Seit 1999 OpenSource (www.xanadu.com)
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Vannevar Bush und Memex
• Vannevar Bush (1890 – 1974)
– Direktor des „Office of Scientific Research and Development“
während des II. Weltkriegs
– Visionär, viele Erfindungen, z.B. analoge Computer
• Memex
– Memex: „a device in which an individual stores all his books,
records, and communications, and which is mechanized so that it
may be consulted with exceeding speed and flexibility"
– Enthält das Konzept einer Verbindung (join) von
Informationseinheiten
”As We May Think” The Atlantic Monthly, July 1945
http://www.theatlantic.com/unbound/flashbks/computer/bushf.htm
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Geschichte von Hypertext
• ca. 1500, Erasmus von Rotterdam: Seitenzahlen für Querverweise in
Büchern
• 1945, Vannevar Bush: Memex
• 1963, Doug Engelbart: NLS / Augment, Baumstruktur von Texten
• 1965, Ted Nelson: Xanadu
• 1975, Akscyn / McCracken (CMU): ZOG, später KMS (Knowledge
Management System)
• 1976-1980, Allan Kay, Adele Goldberg, H.H. Ingalls (Xerox PARC):
Objektorientierte Programmierung mit „Smalltalk“
• 1987, Bill Atkinson (Apple): HyperCard
• 1989, Tim Berners-Lee / Robert Cailleau (CERN): HTML / WWW
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Hypertext-Autorensysteme
• Klassisches Vorbild: HyperCard (1987)
– Viele Nachbildungen, z.B. SuperCard, MetaCard
– Ideen eingegangen in kommerzielle Produkte:
Asymetrix ToolBook, Microsoft PowerPoint
• Grundkonzepte:
– Karteikarten-Metapher
– Autorenmodus und
Anzeigemodus
– Grafischer Editor
– Objektorientierte
Sprache zur
Ereignisbehandlung
(bei HyperCard:
HyperTalk)
– Medienintegration
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Probleme beim Hypertext-Design
• Navigationspfad vs. Ordnung der Knoten
– Was heißt „Zur nächsten Karte“?
– Lösung z.B. in WWW-Browsern: Navigation im dynamischen Zugangspfad
• Orientierung im „Labyrinth“
– Grundlegende Vision von Hypertext nicht für alle Informationsbedürfnisse
angemessen
– Lösungen z.B.
• Suchmaschinen (analog im Buch: Register)
• strenge Baumstruktur (analog im Buch: Inhaltsverzeichnis)
• Navigationsanzeigen (analog im Buch: relative Position)
• Lesezeichen (bookmarks) (analog im Buch: Lesezeichen)
• Informationsbereitstellung für verschiedene Lesergruppen:
– Findet jede(r) alles, was er/sie braucht?
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Interaktivität
• Grundelement aller historischen Hypertext-Visionen
(Memex, Xanadu, HyperCard, WWW):
– Lesemodus und Autorenmodus
• Verändern von Hypertext-Dokumenten sollte ähnlich intuitiv
sein wie das Lesen
• Hypertext-Systeme sollten Rechteverwaltung und
Versionsverwaltung integrieren
• Derzeit im WWW höchstens ansatzweise realisiert:
– Online-Foren, interaktive Linksammlungen
– Beurteilungssysteme im E-Business (z.B. bei Amazon)
– „Wiki“ („Wiki-wiki“, „Wiki-Web“, wiki – Hawaianisch: schnell)
• Aktueller Trend: „Web 2.0“
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Unidirektionale und bidirektionale Verbindungen
• Xanadu-Vision:
– Verbindungen sind bidirektional
– Quell- und Zielobjekt können beliebig bewegt werden, ohne die Verbindung zu verletzen
• Praxis in HyperCard, PowerPoint, WWW etc.:
– Unidirektionale Links
– Viele Links zeigen „ins Leere“
Unidirektional:
Bidirektional:
refs
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Hypertext im World Wide Web
• Verteilter Hypertext
– Knoten können auf verschiedensten Rechnern weltweit liegen
• Gute Integration von Grafik, mäßige Integration anderer Medientypen
• Seitenbeschreibung (HTML) orientiert an linearem Text statt
Objektorientierung
– Technologisch seit ca. 1985 überholt!
• Stark eingeschränkte Interaktivität
– Umständliche Zusätze, z.B. Skriptsprachen
– Kein Autorenmodus für verteilten Zugriff
• Extremer Verbreitungsgrad, extreme Informationsdichte:
– Datenvolumen Anfang 2001 ca. 20 TeraByte (TByte = 1012 Byte)
– 1999 zwei durchschnittliche WWW-Seiten nur 19 Hyperlinks voneinander „entfernt“!
• Kein Gedächtnis (aber Projekte zur Archivierung: wayback.org)
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WWW, HTML und HTTP
• Standardisierungsgremien:
– IETF (Internet Engineering Task Force), z.B. HTTP
– W3C (WWW Consortium), z.B. HTML
• Grundprinzip von HTTP:
– Client (Browser) schickt Anfrage (request) über IP-Verbindung an Server
• GET: Liefere Inhalt zu URL
• HEAD: Wie GET, aber ohne echte Lieferung der Daten (nur „Header“)
• POST: Akzeptiere im Rumpf mitgelieferte Daten
• Diverse „Header Codes“ in der Anfrage,
z.B. Browsertyp, Host, Zeichensatz-Encoding, Sprachen, ...
– Server schickt Antwort (response)
• Hauptinhalt: HTML-Code
• Header-Codes auch in der Antwort
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HTML-Request: Beispiel
• The following HTTP request was received from IP address 141.84.8.6 (port
50048) by IP address 195.60.17.253 (port 80):
GET /dumprequest.html HTTP/1.1
Host: djce.org.uk
User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; enUS; rv:1.8.0.8) Gecko/20061025 Firefox/1.5.0.8
Accept: text/xml, application/xml,
application/xhtml+xml, text/html;q=0.9,
text/plain;q=0.8, image/png, */*;q=0.5 Accept-Charset:
ISO-8859-1,utf-8;q=0.7,*;q=0.7
Accept-Encoding: gzip,deflate
Accept-Language: en-us,en;q=0.5
Connection: keep-alive
Keep-Alive: 300
http://djce.org.uk/dumprequest.html
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Auszeichnungssprache (Markup Language)
• Auszeichnungssprache (markup language) für Text
– Text ergänzt um Angaben für die Darstellung
– Verbreitetes Konzept; Beispiele für andere Auszeichnungssprachen:
LaTeX, RTF (Rich Text Format)
• Vergleich LaTeX/HTML
– LaTeX-Beispiel:
\paragraph{\"Uberschrift}
Text text {\it kursiver Text}
\begin{itemize}
\item Punkt in Aufz\"ahlung
\end{itemize}
– HTML-Beispiel:
<P>Überschrift<BR>
Text text <I>kursiver Text</I>
<UL>
<LI>Punkt in Aufzählung
</UL>
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Trennung Inhalt – Darstellung
• Abstraktionsebene der Auszeichnung:
– Entweder: „Fett 14pt“ (Mischung Inhalt-Darstellung)
– Oder: „Überschrift Ebene 1“ (Trennung Inhalt-Darstellung)
(mit separater Festlegung der Darstellung, z.B. Fett 14 pt)
• Vorteile einer starken Trennung Inhalt-Darstellung:
– Leichtere Wartbarkeit (Regeln für die Darstellung einer Auszeichnungsklasse nur einmal
definiert)
– Bessere Plattformunabhängigkeit
• Konkrete optische Umsetzung („Rendering“) weitgehend der darstellenden
Hardware/Software überlassen
– Impliziter Zwang zur stilistischen Einheitlichkeit in der Darstellung
• Nachteile:
– Verlust der Detailkontrolle über die Darstellung
– Verlust von Flexibilität für Sonderfälle
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Hypertext Markup Language HTML
•
Geschichte:
–
–
–
–
–
–
•
1969, Goldfarb, Mosher, Lorie (IBM): „Generic Markup Language“ (GML)
1978, Standardisierung von GML durch ISO als „SGML“
(Standard Generic Markup Language“)
1989, Tim Berners-Lee / Robert Cailleau: HTML
• Starke Einschränkung von SGML (spezieller Dokumententyp)
1993, NCSA Mosaic Browser
1999, Version 4 von HTML
2000, XHTML (HTML 4.01 in XML, siehe später)
Leistungsumfang von HTML:
–
–
–
–
Textattribute für die Darstellung festlegen
Spezielle Textformatierungen (z.B. Tabellen) definieren
Teile der Darstellungsoberfläche für interaktive Benutzereingaben vorsehen
Weitere Dokumente verschiedenster Art an beliebigen Stellen des Web einbinden
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HTML-Syntax
<TAG [ ATTRIBUT = "wert" ]* >
Inhalt [</TAG>]
• Tags:
– Paarweise als Beginn-/Ende-Paar <TAGX> ... </TAGX>
– Einzeln
z.B. <BR>
• Attribute:
– Zulässige Attribute abhängig vom konkreten Tag
• Fast immer zulässig: CLASS, ID, LANG, STYLE
– Attributwerte:
• In vielen Fällen ohne Anführungszeichen angebbar (z.B. Zahlen)
• Stilistisch guter HTML-Code benutzt immer Anführungszeichen
• Zeilenumbrüche, mehrfache Leerzeichen, Tabulatoren i.A. ignoriert
• Kommentare: <!-- ... -->
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Einfaches HTML-Beispiel
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-/W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN"
"http://www.w3.org/TR/REC-html41/loose.dtd">
<HTML>
<HEAD>
<TITLE>Einfaches Beispieldokument HTML</TITLE>
</HEAD>
<BODY>
Ein ganz einfacher Beispieltext. <BR>
<FONT FACE="Helvetica">Fontumschaltung Helvetica</FONT> <BR>
<FONT FACE="Times">Fontumschaltung Times</FONT> <BR>
<B>Fett</B> <I>Kursiv</I>
</BODY>
</HTML>
Datei: HTML1.HTML
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Trennung Inhalt-Darstellung in HTML
• Starke Trennung:
– bei Verwendung vordefinierter Textklassen
• z.B. <H1> für Überschriften, <ADDRESS> für Adressen
– bei Verwendung von Cascading Style Sheets (s. später)
• Schwache Trennung:
– Bei expliziter Auszeichnung z.B. mit <FONT>
• Prinzipiell ist in HTML keine
vollständige Kontrolle über
die Darstellung möglich.
– Allerdings eine weitgehende
Kontrolle für StandardPlattformen und –Einstellungen
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Dokumenttyp
• Verschiedene Versionen von HTML
– Angabe benutzter Version mit DOCTYPE
– In heutigen Browsern meist nicht überprüft!
– Derzeit aktuelle Version: HTML 4.01 mit drei Varianten
• Strikt:
– Modernes HTML, nicht mit alten Browsern kompatibel (vor Version 4.x)
– Verwendung von Stylesheets und Style-Attributen
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/strict.dtd">
• Transitional:
– Auch ältere Konstrukte zulässig (z.B. zur Textausrichtung)
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd">
• Frameset:
– Spezielle Angabe für Frameset-Dateien (s. später)
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">
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Kopfeinträge
• Titel
<title>
... </title>
– Fenstertitel im Browser, Bezeichnung in Bookmarks, Anzeige bei Suchmaschinen
• Meta-Angaben für den Browser und Suchmaschinen:
<meta
<meta
<meta
<meta
<meta
name="author" content="Heinrich Hussmann">
name="description" content="Beispieldatei ...">
name="keywords" content="HTML, HEAD">
name="date" content="2003-04-30">
name="robots" content="noindex"> (Auslesen verbieten)
– oder auch Angaben nach dem sog. "Dublin Core"-Schema (http://dublincore.org):
<meta name="DC.creator" content="Heinrich Hussmann">
• Meta-Angaben für den Web-Server und den Browser:
– Basis-Zeichensatz:
<meta http-equiv="content-type" content="text/html" charset="ISO-8859-1">
– Zeitpunkt für das Löschen aus "Proxy-Servern":
<meta http-equiv="expires"
content="Sat, 15 Dec 2001 12:00:00 GMT">
<meta http-equiv="expires" content="43200"> (Zeit in Sekunden)
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Sonderzeichen
• Zeichen können auf drei Weisen angegeben werden:
– Direkter Zeichencode (Zeichensatz des Editors)
– Unicode-Angabe, z.B. &#174 (®), &#8364 (€)
– Explizite Namen, z.B. ®, €
• Wichtige Namen für deutsche Sonderzeichen:
ä ö ü
Ä Ö Ü
ß
ä ö ü
Ä Ö Ü
ß
• Sonderzeichen der HTML-Syntax "maskieren":
< > & "
< > & "
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HTML-Editoren
• Software-Produkte zum bequemen Erstellen von HTML-Seiten ohne direkte
Nutzung von HTML:
– z.B. Adobe GoLive, Macromedia DreamWeaver, Microsoft FrontPage
• Vorteile:
– Erlauben direktere Beurteilung des grafischen Effekts
– Ersparen viele Unannehmlichkeiten von HTML
• Nachteile:
– Gefahr der Vernachlässigung des entstehenden HTML-Codes
– "Verunreinigen" manchmal den Code durch Editor-Artefakte
• Empfehlung:
– Nur verwenden, wenn HTML und entstehender Code voll verstanden
– HTML-Code-Ansicht der Werkzeuge benutzen
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Elemente zur Strukturierung des Texts
•
•
•
•
•
Überschriften
<h1>...</h1>
... <h6>...</h6>
Absätze
<p>...</p>
Unnummerierte Listen <ul> <li> list item 1 </li> </ul>
Nummerierte Listen <ol> <li> list item 1 </li> </ol>
Definitionslisten
<dl> <dt>term</dt> <dd>defn</dd>
</dl>
• Zitate
<blockquote> Zitattext </blockquote>
• Adressen
<address> Adreßtext </address>
• Vorformatierter Text <pre> z.B. Programmtext </pre>
– Dicktengleiche (Nicht-Proportional-)Schrift
Umbruch und Leerzeichen wie in der HTML-Datei
• Trennlinie
<hr>
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28
Zeilenumbruch
• Zeilenumbruch erzwingen <br>
• Zeilenumbruch verhindern <nobr>
• "Geschütztes" Leerzeichen
 
(non-breaking space)
• Zeilenumbruch im Wort erlauben <wbr>
(work break)
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Logische Auszeichnungen im Text
• Inhaltliche Beschreibung der Art des Textstücks
– Konkrete Formatierung separat festgelegt
• Auszeichnungen:
–
–
–
–
–
–
–
Betont
Stark betont
Quelltext
Beispiel
Tastatureingabe
Variable
Zitat
– Definition
– Akronym
– Abkürzung
<em> ...
</em>
<strong> ... </strong>
<code> ...
</code>
<samp> ...
</samp>
<kbd> ...
</kbd>
<var> ...
</var>
<cite> ...
</cite>
<q cite="quelle"> ... </q>
<defn> ...
</defn>
<acronym> ...
</acronym>
<abbr> ...
</abbr>
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30
Physische Auszeichnungen im Text
• Beschreibung der konkreten Formatierung des Textstücks
• Auszeichnungen:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Fett
Kursiv
Schreibmaschine
Unterstrichen
Durchgestrichen
Größer
Kleiner
Hochgestellt
Tiefgestellt
<b> ...
<i> ...
<tt> ...
<u> ...
<s> ...
<big> ...
<small> ...
<sup> ...
<sub> ...
</b>
</i>
</tt>
</u>
</s>
</big>
</small>
</sup>
</sub>
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31
Verweise (Links)
• Klassischer Hypertext-Verweis
– Markierter Anker im Text
– Referenz auf andere HTML-Datei
• Syntax:
<a href=" ...Ziel..."> Text </a>
• Beschreibung des Ziels
– Vollständige URI (s. nächste Folie)
– Absolute Adressierung auf gleichem Rechner
<a href="/users/hussmann/xyz.html">
– Relative Adressierung auf gleichem Rechner
<a href="../xyz.html">
– Adressierung spezieller Stellen in der Zielseite (s. übernächste Folie)
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Uniform Resource Identifier (URI)
• Offiziell: Oberbegriff von Uniform Resource Locator (URL) und
Uniform Resource Name (URN)
• In der Praxis:
– URN kaum benutzt
(obwohl hilfreiche Trennung zwischen logischer und physischer Adresse)
– URI = URL
• Syntax:
Protokoll : / lokalerNetzwerkname / Hostname : Port / Pfad
http://www.mimuc.de/
http:/Arbeitsgruppe/www.mimuc.de:8080
/usr/local/data/index.html
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Zielgenaue Verweise: Dokumentinterne Anker
• Hinter jeder Verweisadresse kann (mit # abgetrennt)
eine Stelle in dem adressierten Dokument spezifiziert
werden.
• Deklaration des Zielankers (z.B. in xyz.html):
<a name="hierher">Text</a>
• Ansprechen des Zielankers:
<a href="xyz.html#hierher">Text</a>
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Stilistische Anmerkungen zu Verweisen
• Guter Stil:
– Ankertext hat inhaltliche Bedeutung
• Beispiele:
– Gut:
"Es steht auch vertiefende Information für Sie bereit."
– Schlecht:
"Für vertiefende Information klicken Sie hier."
– Gut:
"Zurück zur Institutsseite"
– Schlecht:
"back"
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Tabellen (1)
• Aufteilen der Fläche in Zeilen und Spalten in flexibler Weise
– Klassische Tabellen, Matrizen
– Allgemeines Hilfsmittel zum Layout (bei unsichtbar gemachten Trennlinien)
– Achtung: Tabellen werden meist erst nach vollständigem Laden angezeigt
• Allgemeine Tabellenform:
<table>
<tr>
<th>
</th>
<th>
</th>
<th>
</th>
</tr>
<tr>
<td>
</td>
<td>
</td>
<td>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
</td>
<td>
</td>
<td>
</td>
</tr>
</table>
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36
Tabellen (2)
• Vordefinition der Spaltenbreite (schnellere Anzeige!)
– <colgroup> <col width=...> ... </colgroup>
• Unregelmässige Zellen einer Tabelle
– Zelle über mehrere Spalten: Attribut colspan="n" in <th> und <td>
– Zelle über mehrere Zeilen: Attribut rowspan="n" in <th> und <td>
• Rahmen
– Attribut border="n" in <table>
• Abstände
– Abstand Rahmen-Zellen: Attribut cellspacing="n" in <table>
– Abstand zwischen Zellen: Attribut cellpadding="n" in <table>
• Textformatierung, Ausrichtung etc.
– Spezielle Attribute (z.B. align)
– Cascading Style Sheets (sh. unten)
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Cascading Style Sheets (CSS)
• Von HTML prinzipiell unabhängige Sprache zur Beschreibung von
Formatierungsinformation
– Standardisierung durch W3C
– Besonders für HTML geeignet
• Entstehungsgeschichte:
– Vielzahl von "Standard-Attributen" in vielen HTML-Elementen
(align, pos, color, font, ...)
– Vereinheitlichung in CSS (aktuelle Version 2.0)
• In HTML 4.0 wird die Ablösung "alter" Konstrukte zugunsten einheitlicher
CSS-beschriebener Styles forciert.
– Universalattribut style
– Alte Schreibweise (nicht mehr empfehlenswert):
<p><font size="7">Text</font></p>
– Neue Schreibweise mit CSS-Syntax:
<p style="font-size:250%">Text</p>
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38
CSS-Eigenschaften, Beispiel Schriftformatierung
• CSS-Syntax: Eigenschaft-Wert-Paare
– Beispiel: font-size:250%
• Umfangreiche Liste an Eigenschaften und Maßeinheiten
• Eigenschaften zur Schriftformatierung:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
font
Zusammenfassung anderer Eigenschaften
font-family
Gewünschte Schrift(en) mit Priorisierung
font-style
Kursiv / normal
font-variant Kapitälchen (small caps) / normal
font-size
Größe (numerisch oder ungenau)
font-weight
Strichstärke (fett / mager)
font-stretch Laufweite
word-spacing Wortabstand
letter-spacing Zeichenabstand
color
Farbe
...
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39
CSS-Syntax
• Eigenschaft-Wert-Paar
Eigenschaft : Wert
z.B. font-style:italic
– Wenn als Wert eines HTML-Attributs: Anführungszeichen "" empfehlenswert
• Mehrere Eigenschaft-Wert-Paare
– Abtrennen mit Strichpunkt
z.B. font-style:italic; font-size:large;
• Anführungszeichen für Werte (z.B. bei Leerzeichen im Wert)
– Einfache Anführungszeichen ' '
z.B. font-family:'Times New Roman'
• Mehrere Werte (Sequenz) für eine Eigenschaft
– Abtrennen mit Komma
z.B. font-family:'Times New Roman', 'Times', serif
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Weitere CSS-Eigenschaften
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Schriftformatierung (auch mit Schriftartendatei)
Ausrichtung und Absatzkontrolle
Außenrand und Abstand
Innenabstand
Rahmen
Hintergrundfarben und -bilder
Listenformatierung
Tabellenformatierung
Pseudoformate
– z.B. link, visited, focus
•
•
•
•
Positionierung und Anzeige von Elementen
Layouts für Printmedien
Sound-Kontrolle für Sprachausgabe
Anzeigefenster
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41
Einbindung von CSS in HTML (1)
• Individuell formatieren:
– Universelles style-Attribut für alle HTML-Tags
– z.B.
<p style="font-weight:bold; font-size:200%"> Beispieltext</p>
• Zentrale Stildefinitionen:
– Festlegung der Style-Attribute für Standard-HTML-Elemente
– z.B.
body {margin-left:100px; }
h1 { font-size:48pt;
font-style:italic;
border-bottom:solid thin black; }
p,li { font-size:12pt;
line-height:14pt;
font-family:Helvetica,Arial,sans-serif;
letter-spacing:0.2mm;
word-spacing:0.8mm;
color:blue; }
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Einbindung von CSS in HTML (2)
• Ablage von zentralen Stildefinitionen im Kopfbereich der HTML-Datei
<style type="text/css">
... Stildefinitionen ...
</style>
– Wegen Problemen älterer Browser oft Stildefinitionen als Kommentar
• Ablage von zentralen Stildefinitionen in separater CSS-Datei (.css)
– Enthält nur Stildefinitionen, kein HTML
– Einbindung in HTML-Dateien:
<link rel="stylesheet" type="text/css" href=Dateireferenz>
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Beispiel zu CSS (Variante 1)
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">
<html>
<head>
<title>Beispiel zu CSS</title>
<style>
p {font-family:Verdana; font-size:16pt}
h1 {font-family:Verdana; color:green}
</style>
</head>
<body>
<h1>Überschrift 1</h1>
<p>Absatz 1</p>
<h1>Überschrift 2</h1>
<p>Absatz 2</p>
<h1>Überschrift 3</h1>
<p>Absatz 3</p>
</body>
</html>
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Beispiel zu CSS (Variante 2)
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">
<html>
<head>
<title>Beispiel zu CSS</title>
<link rel="stylesheet" type="text/css"
href="styles.css">
</head>
<body>
<h1>Überschrift 1</h1>
<p>Absatz 1</p>
<h1>Überschrift 2</h1>
<p>Absatz 2</p>
<h1>Überschrift 3</h1>
<p>Absatz 3</p>
</body>
</html>
Datei styles.css (im gleichen Verzeichnis):
p
h1
{font-family:Verdana; font-size:16pt}
{font-family:Verdana; color:green}
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Selbstdefinierte Stilklassen
• Eigene Stilklassen (außer den HTML-Elementen)
– können frei definiert und verwandt werden
• Variante 1: allgemeine Klassen
– bei der Stildefinition (mit dem Namen vorangestelltem Punkt)
– z.B. .navigation {font-size:16pt; color:blue; }
– Anwendung
• mit dem universellen class-Attribut aller HTML-Tags
• z.B. <li class="navigation">Home</li>
• Variante 2: Spezialisierungen
– Z.B. p.right {text-align: right} p.center {text-align: center}
– Verwendung:
<p class="right"> This paragraph will be right-aligned.
</p>
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Blockweise Formatierung mit CSS
• Ganze Textbereiche einheitlich formatieren
• Verwendung des Inline-Elements <span> ... </span>
– Keinerlei Effekt auf die Dokumentstruktur
– Kann Text oder andere Inline-Elemente enthalten
– Z.B. <p>Im Englischen nennt man sowas <span lang="en">clean and
clear</span>.</p>
• Verwendung des allgemeinen Blockelements <div> ... </div>
– Kann Text oder andere Blockelemente enthalten, z.B. auch Grafiken
– Weitergabe der angegebenen Stilangaben zu allen enthaltenen HTML-Elementen
– Kann mit der CSS-Eigenschaft position absolut positioniert werden
– Kann mit Skripten ein- und ausgeblendet werden
• Jeweils kombinierbar mit eigenen Klassen!
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Beispiel zu selbstdefinierten Stilklassen
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">
<html>
<head>
<title>Beispiel zu CSS: Selbstdefinierte Klassen</title>
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="styles1.css">
</head>
<body>
<p>Dies ist ein ganz normaler Absatz ohne spezielle
Formatierung. </p>
<p class="merksatz">Dies ist ein Merksatz,
speziell formatiert mit Hilfe von CSS.</p>
<p>Dies ist wieder ein ganz normaler Absatz.</p>
<span class="programm">
<p>Dies sind zwei aufeinander folgende Absätze,
die speziell formatiert werden.</p>
<p>Dies ist der zweite solche Absatz.</p>
</span>
</body>
</html>
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Framesets
• Einteilung einer Seite in separate
Segmente (frames)
– Die Gesamtseite definiert ein so genanntes frameset.
– Jedes Einzelframe liegt in einer Einzeldatei.
– Anzeige der Frames ist unabhängig voneinander
(werden separat geladen).
• Grundgerüst eines Framesets:
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">
<html>
<head>
<title>Text des Titels</title>
</head>
<frameset ...> <!-- Frameset-Definition -->
<frame ...>
<!-- Framefenster-Definition -->
<noframes>
Wird angezeigt, wenn der Browser keine Frames anzeigen
kann
</noframes>
</frameset>
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</html>
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Beispiel: Basisdatei eines Framesets
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">
<html>
<head>
<title>Beispiel zu Frames</title>
</head>
<frameset cols="250,*">
<frame src="verweise.html" name="Navigation">
<frame src="startseite.html" name="Daten">
<noframes>
Ihr Browser kann diese Seite leider nicht anzeigen!
</noframes>
</frameset>
Aufteilung der Seite:
</html>
• Horizontal (rows) oder vertikal (cols)
• In absoluten (Pixel-)Zahlen oder prozentual
• "*" = Rest der Fläche
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50
• Komma-getrennte
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Anzeige von Inhalten in Framesets
• Bei Verweisen kann mit dem target-Attribut festgelegt
werden, in welchem Frame die Anzeige erfolgt.
Beispiel: Datei "verweise.html"
<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd">
<html>
<head>
<title>Text des Titels</title>
</head>
<body>
<h1>Navigation</h1>
<p>
<a href="allgem.html" target="Daten"><b>Allgemeines</b></a><br>
<a href="styles.html" target="Daten"><b>Styles</b></a><br>
<a href="table.html" target="Daten"><b>Tabellen</b></a>
</p>
</body>
</html>
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Vor- und Nachteile von Framesets
• Vorteile:
–
–
–
–
Elegante Gestaltungsmöglichkeiten
Navigationshilfen bleiben auch beim Blättern in angezeigter Information am gleichen Platz
Nachladen von Einzelinformation u.U. schneller als ohne Frames
Parallele Anzeige von Information z.B. zu Vergleichszwecken
• Nachteile:
– Inkompatibilität mit älteren Browsern
– Gesamtladezeit schlechter als ohne Frames
– Einzelansichten nicht mehr als Ganzes adressierbar
• Bruch mit den Grundparadigmen von HTML?
– Unter Umständen: Unübersichtliche Verschachtelung von Frames
– Suchmaschinen indizieren oft Teile von Framesets
• Empfehlungen:
– Frames nur da einsetzen, wo wirklich sinnvoll!
– Idealerweise Frame-freie Alternative (nicht nur Fehlertext) anbieten
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Verwendung des "target"-Attributs
• Werte für "target"-Attribut in Links (Anchor-Tag <a>):
–
–
–
–
_blank = Verweis in neuem Fenster öffnen
_self = Verweis im gleichen Fenster öffnen
_parent = aktuelles Frameset beim Ausführen des Verweises sprengen
_top = alle Framesets beim Ausführen des Verweises sprengen
• "target" auch außerhalb von Framesets anwendbar
– _blank
• Beispiel:
Hier ist ein
<a target="_blank" href="allgem.html">Link</a>,
der ein neues Fenster öffnet.
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Integration von Bildern
• Bilder einbinden mit <img>
• Attribut src gibt Quelle an (auch von anderen Servern möglich)
– Achtung Copyright-Fragen!
• Größenangaben mit width und height
– Bei Angabe beider Werte Verzerrung möglich
• Bilder können auch als Inhalt eines Verweises vorkommen
– z.B. grafische Navigationsleisten
<html> ...
<body>
<h1>Ein JPEG-Bild des Eiffelturms</h1>
<p><img src="../demoimages/eiffelturm.jpg" width="350"
alt="Eiffelturm">
</p>
</body>
</html>
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Integration anderer Dateien
• Prinzipiell alle Dateien einbettbar
– mit dem <object>-Tag
– als Hyperlinks
• Beispiel zu Sound:
– Achtung: nur in neuesten Browsern unterstützt
– Ältere Variante: <embed>-Tag
<p>Sound-Objekt
<object data="../sounds/bgndmusic.mid" type="audio/midi">
Ihr Browser kann das Objekt leider nicht anzeigen!
</object>
</p>
<p>Sound als Link<br>
<a href="../sounds/technobop.mid"
type="audio/midi">Bitte klicken!</a>
</p>
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MIME
• MIME = Multipurpose Internet Mail Extensions
– In HTML mit dem type-Attribut an vielen Stellen angebbar
(z.B. <link>, <object>)
– Erleichtert dem Browser (bzw. seinem Benutzer) die Entscheidung, wie Dateien zu
behandeln sind
– Jeder Browser führt eine Liste der akzeptierten MIME-Extensions und Regeln für die
Behandlung (z.B. speichern, Programm aufrufen)
– Liste siehe http://www.iana.org/assignments/media-types
• Syntax:
Medientyp / Untertyp
– Medientypen: text, image, video, audio, application, ...
– Untertypen, die auf dem Server auszuführen sind, beginnen meist mit x– Hersteller- (vendor-)spezifische Untertypen im speziellen Unterbaum "vnd."
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Design vs. Flexibilität
• Aus gestalterischer Motivation werden oft folgende Konzepte verwendet:
–
–
–
–
–
Feste Formatvorgaben für die Seite
Spezial-Schriften
Feste Schriftgrößen
Frames
Aufwändige grafische Elemente
• Die maximale Flexibilität in der Verwendung spricht für:
–
–
–
–
–
Flexible Fenstergröße („liquid design“)
Unabhängigkeit von Schriftwahl
Vom Benutzer bestimmbare Schriftgrößen
Keine oder sehr eingeschränkte Benutzung von Frames
Kleine, sparsame grafische Elemente
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Barrierefreiheit von Webseiten
• Gesellschaftliche Funktionen des WWW:
– Wesentliches Medium für staatliche Informationsdienste und Bürgerservice
– Tendenziell besonders leicht zugänglich für Personen, die andere Zugänge nur schwer
nutzen können (z.B. Behinderte)
– Generell ein demokratisches Medium, das für alle offen sein soll
• Nutzung des WWW bei eingeschränkten Wahrnehmungs- und
Aktionsmöglichkeiten
– Seh- oder Hörbehinderung
– Leseschwäche, Aufnahme-, Lernschwäche
– Einschränkungen bei der Benutzung von „zeigenden“ Eingabegeräten
• Richtlinien: Web Accessibility Initiative (http://www.w3.org/WAI/), Beispiele:
– Ergänzung grafischer Information durch textuelle Beschreibung
• Auch bei zeitabhängigen Medien (Untertitel zu Video)
– Benutzbarkeit mit Tastatur (d.h. auch mit Spracheingabe)
– Orientierung durch klare Struktur und kleine Textblöcke erleichtern
– Hoher Kontrast zwischen Vordergrund und Hintergrund
– Auslösung epileptischer Anfälle durch blinkende Inhalte verhindern
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Tutorials
•
•
•
•
http://www.w3schools.com/css/default.asp
www.csszengarden.com/
http://saftsack.fs.uni-bayreuth.de/html/selfhtml/
http://de.selfhtml.org/
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