lötkolbentemperatur

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Bau- und Bedienungsanleitung
Best.-Nr.: 83106
Version 1.01
Stand: August 2008
Lötkolbentemperatur-Messgerät
Technischer Kundendienst
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Reparaturservice
Für Geräte, die aus ELV-Bausätzen hergestellt wurden, bieten wir unseren Kunden einen Reparaturservice
an. Selbstverständlich wird Ihr Gerät so kostengünstig wie möglich instand gesetzt. Im Sinne einer schnellen
Abwicklung führen wir die Reparatur sofort durch, wenn die Reparaturkosten den halben Komplettbausatzpreis
nicht überschreiten. Sollte der Defekt größer sein, erhalten Sie zunächst einen unverbindlichen Kostenvoranschlag.
Bitte senden Sie Ihr Gerät an:
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WERKSTATT
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Bau- und Bedienungsanleitung
Lötkolbentemperatur-Messgerät
Die Einhaltung einer exakten Lötspitzen-Temperatur ist beim Verarbeiten empfindlicher Bauteile ein
Muss, will man keine Verluste und Misserfolge riskieren. Aber nicht immer steht eine Lötstation mit
exakter Lötspitzen-Temperaturanzeige zur Verfügung.
Dieses kleine, batteriebetriebene Messgerät basiert auf einem interessanten Sensorkonzept und
zeigt die reale Lötspitzen-Temperatur exakt an.
Genau gemessen
Das heutige bleifreie Löten basiert u. a. auf einer systembedingt erhöhten Löttemperatur, um die beteiligten Materialien
elektrisch und mechanisch mit einer exakten Lötstelle zu verbinden. Gerade hier zeigt sich bei empfindlicheren Bauteilen
eine Tücke – sie sind bei Einsatz der vollen Löttemperatur
thermisch überfordert. Eine auf einen bestimmten Lötkolben
abgestimmte Lötstation mit exakter Messung der LötspitzenTemperatur steht aber nicht jedem zur Verfügung und wird
auch nicht immer gebraucht – denn meist genügt das „grobe”
Voreinstellen der Temperatur an der Lötstation. Das grenzt
aber bei einfachen Lötstationen unter Einsatz von Lötkolben
Technische Daten: LTT 1
Versorgungsspannung:
9-V-Batterie (6LR61)
Stromaufnahme:
60 µA
Anzeigebereich:
Umgebungstemperatur –10 °C bis 40 °C,
Lötkolbentemperatur 100 °C bis 550 °C
Abmessungen:
84 x 68 x 46 mm
ohne interne Temperaturerfassung an Kaffeesatz-Leserei, so
entstand die Idee, einen Temperatur-Anzeiger zu entwickeln,
der auch nicht wesentlich beim Löten aufhält, einfach handhabbar und zudem preiswert sein sollte.
Heraus kam dieses Gerät mit zwei Anzeigefunktionen: Im
Normalbetrieb wird, über einen normalen Sensor auf der
Platine erfasst, die Umgebungstemperatur angezeigt. Sobald
man mit dem Lötkolben den dafür vorgesehenen Sensor berührt, wird dies vom Mikrocontroller erkannt (ab 80 °C), und
die Temperaturanzeige schaltet automatisch auf Lötkolbentemperatur-Anzeige um. Der Lötkolbentemperaturmodus wird
durch die zusätzliche Bargraph-Anzeige angezeigt.
Als Temperatursensor kommt ein in dieser Anwendung recht
origineller Hochtemperatursensor, ein NiCr-Ni-Thermoelement, zum Einsatz. Mit ihm lassen sich theoretisch Temperaturen im Bereich von –40 °C bis +1000 °C messen.
Der mechanische Aufbau ist speziell für eine 3-Punkt-Befestigung ausgelegt. Somit ist eine einfache Montage, z. B. auf
einer Platine, möglich.
Der Sensor ist für die Lötspitze einfach zugänglich, erfordert kein zeitraubendes (und verletzungsgefährdetes) Anlegen eines Sensors o. Ä. und stellt in seinem konstruktiven
Aufbau eine originelle Praxislösung dar.
Bau- und Bedienungsanleitung
Bild 1: Die diskutierten Einsatzvarianten eines Thermoelements
Grundlagen der Thermoelemente
Mit einem Thermoelement lassen sich relativ hohe Temperaturen (bis 1500 °C) messen, je nach Bauart und Mater­ial.
Bei diesen Sensoren wird der sogenannte Seebeck-Effekt genutzt (benannt nach dem Entdecker: Thomas Johann Seebeck, 1770–1831, Entdeckung des thermoelektrischen Effekts: 1821).
Das Prinzip des thermoelektrischen Effekts: Weist ein elekt­
rischer Leiter an unterschiedlichen Stellen Temperaturdifferenzen auf, entsteht an den Enden bzw. an zwei verschiedenen Messstellen auf dieser Leitung eine Spannung (Thermospannung). Diese Spannung entsteht durch Thermodiffu­
sion. Jedes leitfähige Material besitzt einen unterschied-
lichen Seebeck-Koeffizienten (V/K). Um die Spannung in der
Praxis messen zu können, verwendet man zwei verschiedene Leiter mit unterschiedlichen Koeffizienten. In unserem
Beispiel besteht der eine Leiter aus einer Nickel-Chrom-Legierung (NiCr) und der andere Leiter aus Nickel (Ni). Abbildung 1a zeigt solch eine Grundschaltung. Die Spannung wird
an den kalten Enden des Leiters (Vergleichsstelle) gemessen.
Die gemessene Spannung ist die Differenz zwischen der
Messstelle (Fühler) und der Vergleichsstelle. In der Regel wird
+UB +UBat +4.4V +4.4V
10K
10K
R4
R3
R2
220K
R1
10K
LCD1
IC1
20
1
Messverstärker
C2
A
58
+1
57
56
R6
ST2
R9
LMV2011MF
3K9
100p 4
SMD
NiCr-Ni
Sensor
59
100K
+
60
R8
3
Ferrit
61
IC2
L1
ST1
120K
100p
SMD
C4
54
470n
SMD
10
+2,5V
12
D1
14
C5
TS1
1K
55
11
C3
R7
C1
100n
SMD
13
15
16
LM385/2.5
1n
SMD
17
2
3
Temperatursensor
(Raumtemperatur)
4
6
10K
R10
5
7
8
+UBat
Spannungsregler
+9V
IN
IC3
T1
+4.4V
BC858C
OUT
HT-7144
BAT1
GND
C6
1u
SMD
+UB
C7
C8
1u
SMD
C9
100n
SMD
IC1 21
52
Vcc
100n
SMD
62
64
Vcc AREF AVcc
GND GND GND
22
53
63
C10
IC2 5
C11
100n
SMD
100n
SMD
LMV
2011MF
2
9
/RESET PG5
LCDCAP
ADC0 PF0
ADC1 PF1
ADC2 PF2
ADC3 PF3
ADC4 PF4 TCK
ADC5 PF5 TMS
ADC6 PF6 TDO
ADC7 PF7 TDI
/SS PB0 PCINT8
SCK PB1 PCINT9
MOSI PB2 PCINT10
MISO PB3 PCINT11
OC0A PB4 PCINT12
OC1A PB5 PCINT13
OC1B PB6 PCINT14
OC2A PB7 PCINT15
RXD PE0 PCINT0
TXD PE1 PCINT1
XCK AIN0 PE2 PCINT2
AIN1 PE3 PCINT3
SCL USCK PE4 PCINT4
SDA DI PE5 PCINT5
DO PE6 PCINT6
CLKO PE7 PCINT7
PA0 COM0
PA1 COM1
PA2 COM2
PA3 COM3
51
PA4 SEG0
PA5 SEG1
PA6 SEG2
PA7 SEG3
PG2 SEG4
PC7 SEG5
PC6 SEG6
PC5 SEG7
PC4 SEG8
PC3 SEG9
PC2 SEG10
PC1 SEG11
PC0 SEG12
PG1 SEG13
PG0 SEG14
PD7 SEG15
PD6 SEG16
PD5 SEG17
PD4 SEG18
PD3 SEG19
PD2 SEG20
INT0 PD1 SEG21
ICP1 PD0 SEG22
T0 PG4 SEG23
T1 PG3 SEG24
47
TOSC1 XTAL1
24
TOSC2 XTAL2
23
ATmega169/V
C12
100n
SMD
1
COM0
2
COM1
3
COM2
4
COM3
5
SEG0
6
SEG1
7
SEG2
8
SEG3
9
SEG4
10
SEG5
11
SEG6
12
SEG7
13
SEG8
14
SEG9
15
SEG10
16
SEG11
17
SEG12
18
SEG13
19
SEG14
20
SEG15
21
SEG16
22
SEG17
23
SEG18
24
SEG19
25
SEG20
26
SEG21
27
SEG22
28
SEG23
29
SEG24
30
SEG25
31
SEG26
32
SEG27
33
SEG28
34
SEG29
35
SEG30
36
SEG31
50
49
48
46
45
44
43
42
41
40
39
38
37
36
35
34
33
32
31
30
29
28
27
26
25
19
18
C13
Q1
32.768 kHz
18p
SMD
LC-Display
C14
18p
SMD
Bild 2: Schaltbild des Lötkolbentemperatur-Messgerätes
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Bau- und Bedienungsanleitung
ELV
ELV
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07744
Ansicht der fertig bestückten Platine des LTT 1 mit zugehörigem Bestückungsplan
davon ausgegangen, dass die Vergleichsstelle eine Tem­pera­
tur von 20 °C (Zimmertemperatur) aufweist. Ist die Temperatur höher als an der Vergleichsstelle, ist die Spannung positiv.
Im umgekehrten Fall – die Messstelle ist kälter als die Vergleichsstelle – ist die Spannung negativ. Bei einem NiCr-NiSensor liegt die Spannung (V/K-Konstante) bei 40,6 µV/K.
Ist die Temperatur (Raumtemperatur) an der Vergleichsstelle
unterschiedlich, muss eine Vergleichsstellenkorrektur vorgenommen werden. Dies kann z. B. durch einen zweiten Sensor
erfolgen, der an der Messstelle (Übergang Fühlerkabel – Gerät)
eingefügt wird. Dieser Sensor muss aus dem gleichen Material bestehen wie der Messfühler. Dieses Schaltungsprinzip ist in Abbildung 1b dargestellt. Die gemessene Spannung
entspricht der Temperaturdifferenz der beiden Messstellen.
Eine weitere Möglichkeit ist die elektronische Vergleichsstellenkorrektur (siehe Abbildung 1c). Hier wird mit einem
beliebigen Temperatursensor, der sich an der Vergleichsstelle oder in deren Nähe befindet, die Raumtemperatur an der
Vergleichsstelle gemessen. In Abbildung 1c ist dies durch
einen NTC-Sensor angedeutet. Mit einem nachgeschalteten
Mikrocontroller (mit A/D-Wandler) kann nun die Thermospannung und die Raumtemperatur (Vergleichsstelle) gemessen
werden. Anhand dieser beiden Daten kann der Controller die
Fühlertemperatur relativ genau errechnen und auf eine entsprechende Anzeige (z. B. LC-Display) ausgeben. Genau auf
diesem Prinzip basiert die Schaltung des Lötkolbentemperatur-Messgerätes.
Schaltung
In Abbildung 2 ist das Schaltbild des LötkolbentemperaturMessgerätes dargestellt. Die Ansteuerung des LC-Displays
und die Messwerterfassung übernimmt der hochintegrierte
Mikrocontroller IC 1 vom Typ ATmega169V. Durch die sehr
niedrige Stromaufnahme kann der Controller und somit auch
die Schaltung immer eingeschaltet bleiben, weshalb auch
ein Ein/Aus-Schalter fehlt. Im Normalbetrieb wird, wie schon
erwähnt, die Raum- bzw. Umgebungstemperatur angezeigt.
Der Temperaturaufnehmer hierfür ist TS 1, vom Typ AT103.
Dieser Sensor, auch Thermistor (NTC) genannt, weist einen
negativen Temperatur-Koeffizienten auf, d. h. bei steigender
Temperatur sinkt der Widerstandswert. Bei einer Temperatur
von z. B. 25 °C nimmt der NTC einen Widerstandswert von
genau 10 kΩ an. Ein wesentlicher Vorteil dieses Sensors ist
der, dass für alle Temperaturen die Widerstandswerte des
Sensors genau bekannt sind (hierfür existiert für diesen Sensortyp ein genaues Datenblatt). Hierdurch ist, bei entsprechender Beschaltung, eine Temperaturmessung ohne aufwändigen Abgleich möglich.
Damit der Mikrocontroller den Widerstandswert des Sensors
ermitteln kann, ist ein zweiter Widerstand in Reihe geschaltet
(R 8), wodurch sich ein Spannungsteiler ergibt. Dieser Spannungsteiler wird von Pin 61 des Controllers mit UB (4,4 V)
versorgt. Über den A/D-Wandler-Eingang ADC 1 (Pin 60) wird
nun die Spannung über TS 1 gemessen. Anhand dieser Spannung und der bekannten Größen kann der Controller nun den
Widerstandswert und somit die Temperatur errechnen.
Um Batterie-Kapazität zu sparen, findet diese Messung nur
einmal in der Sekunde statt, weshalb dieser Spannungsteiler nicht direkt an UB liegt, sondern vom Controller geschaltet wird.
Aus dem gleichen Grund wird der Messverstärker (IC 2) für
das Thermoelement ebenfalls nur für die Dauer der Messung
aktiviert. Dies erfolgt mit dem durch den Controller angesteuerten Schalttransistor T 1. Die Spannung +UB ist somit nur
für den Zeitraum der Messung präsent.
Das Thermoelement wird über die beiden Lötstifte ST 1 und
Bau- und Bedienungsanleitung
ST 2 mit der Schaltung kontaktiert. Der Chip-Ferrit L 1 und
der Kondensator C 2 unterdrücken hochfrequente Störsignale.
Der nachfolgende nichtinvertierende Operationsverstärker
IC 2 hat einen Spannungsverstärkungsfaktor von 121, der von
den beiden Widerständen R 6 und R 7 bestimmt wird. Durch
die sehr guten technischen Daten dieses Präzisions-Operationsverstärkers vom Typ LMV2011 (niedriger Offset usw.) ist
ein Abgleich dieser Stufe nicht notwendig. Die verstärkte
Analogspannung gelangt zur Messung auf den A/D-Wandler-Eingang ADC 4 (Pin 57) von IC 1.
Damit IC 1 seinen internen A/D-Wandler abgleichen bzw. den
Skalenfaktor ermitteln kann, wird an Pin 59 eine externe, von
der „Z-Diode” D 1 stabilisierte Referenzspannung von 2,5 V
zugeführt. D 1 ist in Wirklichkeit ein elektronischer Schaltkreis, dessen Funktion einer Z-Diode ähnelt, nur eben mit
besseren technischen Eigenschaften.
Da die Schaltung eine Spannung von 4,4 V benötigt, erfolgt
die Spannungsversorgung mittels einer 9-V-Batterie mit nachgeschaltetem Spannungsregler (IC 3). Dieser Spannungsregler IC 3 (HT7144) ist durch seinen geringen Eigenstrombedarf
speziell für batteriebetriebene Schaltungen ausgelegt.
Zur „LOW-Bat.“-Erkennung wird die Batteriespannung (9 V)
mit dem Spannungsteiler R 2 und R 9 heruntergeteilt und
auf den A/D-Wandler-Eingang ADC 3 (Pin 58) gegeben. Der
„Fußpunkt“ dieses Spannungsteilers liegt nicht, wie erwartet, an Masse, sondern wird vom Controller intern nur während der Messphase an Masse geschaltet. Hierdurch spart
man wiederum wertvolle Batterie-Kapazität. Unterhalb einer
Batteriespannung von 6 V erscheint das „BAT“-Symbol im
Display. Unterhalb dieser Spannung ist eine einwandfreie
Funktion der Schaltung nicht mehr gewährleistet, und die
Batterie sollte gewechselt werden.
Nachbau
Der Nachbau gestaltet sich recht einfach, da die Platine bereits mit SMD-Bauteilen bestückt geliefert wird, so dass
nur die mechanischen bzw. bedrahteten Bauteile zu bestücken sind. Somit umgeht man eventuelle Handling- und Bestückungsprobleme auf der Platine. Hier ist lediglich eine
abschließende Kontrolle der bestückten Platine auf Bestückungsfehler, eventuelle Lötzinnbrücken, vergessene Lötstellen usw. notwendig.
Zuerst sollten der Quarz Q 1 und der Temperatursensor TS 1
bestückt und verlötet werden. Überstehende Anschlussenden
von TS 1 sind mit einem Seitenschneider abzuschneiden.
Kommen wir nun zur Montage des Displays, welches fast alle
SMD-Bauteile überdeckt. Es ist so in den Klarsicht-Halterahmen zu legen, dass die kleine Glasverschweißung an der linken Displayseite in die zugehörige Aussparung des Rahmens
ragt (siehe Abbildung 3).
Dann ist der Befestigungsrahmen von der rechten Seite aufzuschieben und mit zwei Leitgummistreifen zu bestücken.
Die Montage der zusammengebauten Displayeinheit auf der
Platine erfolgt durch vorsichtiges und gleichmäßiges Verschrauben (über Kreuz verschrauben) mit sechs Schrauben
2,0 x 5 mm.
Für die Befestigung des Sensors sind 3 Lötstifte mit Lötöse zu
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Stückliste: Lötkolbentemperatur-Messgerät LTT 1
Widerstände:
1 kΩ/SMD/0805
R7
3,9 kΩ/SMD/0805
R8
10 kΩ/SMD/0805
R1, R3, R4, R10
100 kΩ/SMD/0805
R9
120 kΩ/SMD/0805
R6
220 kΩ/SMD/0805
R2
Kondensatoren:
18 pF/SMD/0805
100 pF/SMD/0805
1 nF/SMD/0805
C13, C14
C2, C3
C5
100 nF/SMD/0805
C4, C8–C12
470 nF/SMD/0805
C1
1 µF/SMD/0805
C6, C7
Halbleiter:
ELV07744/SMD
IC1
LMV2011/SMD
IC2
HT-7144
IC3
BC858C
T1
LM385-2,5V/SMD
D1
LC-Display
LCD1
Sonstiges:
Quarz, 32,768 kHz
Q1
Chip-Ferrit, 0805
L1
Temperatursensor
TS1
Temperatursensor 103AT-2
TS2
Lötstift mit Lötöse
ST1–ST3
1 9-V-Block-Batteriehalter, print
1 Zugfeder, 2,5 x 0,36 x 6,8 mm
2 Leitgummis
1 Display-Scheibe
1 Displayrahmen
6 Kunststoffschrauben, 2,2 x 5 mm
4 Knippingschrauben, 2,2 x 6,5 mm
2 Kunststoffschrauben, 2,5 x 6 mm
1 Distanzplatte für Batteriehalter, bearbeitet
bestücken. Diese Lötstifte erhalten, wie in Abbildung 4 dargestellt, eine seitliche Einkerbung zur Aufnahme der Sensor­
drähte bzw. der Zugfeder. Diese Einkerbungen lassen sich
einfach mit einem Seitenschneider vornehmen. Nachdem die
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Bau- und Bedienungsanleitung
Bild 3: Montage des Displays
Bild 6: Die Kunststoffplatte für den Batteriehalter (oben)
Lötstifte auf der Platinenunterseite verlötet sind, wird der
Sensor mit der Zugfeder in Lötstifte eingehängt (siehe Abbildung 5). Hierbei ist auf die richtige Zuordnung der Farben
(Rot und Blau) an den Anschlussdrähten zu achten.
Der Batteriehalter befindet sich auf der Rückseite der Platine und wird mit einem Kunststoffhalter befestigt (siehe Abbildung 6). Zuerst verschraubt man den Batteriehalter mit
vier Schrauben 2,2 x 6,5 mm auf dieser Kunststoffplatte. Anschließend biegt man die beiden Anschlüsse der Batterie­kon­
takte rechtwinklig um, bis diese bündig mit der Kunststoffplatte abschließen. Es verbleibt eine Fläche von ca. 2 mm
Breite, die zum Anlöten auf der Platine dient. Nun wird diese
Einheit auf die Rückseite der Platine gelegt und von vorn mit
zwei Schrauben 2,5 x 6 mm befestigt. Nun können auch die
beiden Batteriekontakte verlötet werden.
Zum Schluss sind die beiden seitlichen Platinen, die zur
Standfestigkeit der Einheit notwendig sind, mit der Hauptplatine zu verlöten. Nach dem Einsetzen der 9-V-Batterie ist
die Schaltung einsatzbereit, Abbildung 7 zeigt das fertig montierte Gerät mit eingesetzter Batterie.
Tipps zum praktischen Einsatz
Vor der Messung sollte die Lötspitze gereinigt, also von überflüssigem Lötzinn und Fluxmittel befreit werden, um einen guten Wärmeübergang zu gewährleisten. Der mit der Lötspitze
zu berührende Messpunkt ist der Knotenpunkt der Sensordrähte, der unterhalb des Sensors auf der Platine mit einem
weißen Kreis gekennzeichnet ist.
Bild 4: Die mit dem Seitenschneider eingeschnittenen Lötstifte halten den Sensor sicher fest.
Bild 5: So wird der Sensor zusammen mit der Zugfeder in die Lötstifte
eingehängt.
Bild 7: Das fertig montierte Gerät von der Rückseite gesehen
Bau- und Bedienungsanleitung
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Bau- und Bedienungsanleitung
Entsorgungshinweis
Gerät nicht im Hausmüll entsorgen!
Elektronische Geräte sind entsprechend der Richtlinie über Elektro- und ElektronikAltgeräte über die örtlichen Sammelstellen für Elektronik-Altgeräte zu entsorgen!
Verbrauchte Batterien gehören nicht
in den Hausmüll! Entsorgen Sie diese in Ihrer
örtlichen Batteriesammelstelle!
ELV Elektronik AG • Postfach 1000 • D-26787 Leer 
Telefon 0491/600888 • Telefax 0491/6008-244
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