Physikum Frühjahr 2001 1.Tag

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Physikum Frühjahr 2001
A
-11
Die Schallgeschwindigkeit in Wasser betrage 1500 m·s −1 .
Schallwellen mit einer Frequenz von 1500 kHz haben in Wasser
eine Wellenlänge von etwa
(A) 10 −3 m
(B) 2·10 −3 m
(C) 5·10 −3 m
(D) 10 −2 m
(E) 2·10 −2 m
2
Ein Körper bewegt sich in geradliniger Verbindung zwischen
zwei 1,8 m voneinander entfernten Orten gemäß nachstehendem
Weg-Zeit-Diagramm:
Wie groß ist die mittlere Geschwindigkeit des Körpers zwischen
A und B?
4
(A) 30 m/s
(B) 0,3 m/s
(C) 0,6 m/s
(D)
10
3 m/s
(E) 10,8 m/s
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Physikum Frühjahr 2001
A
-23
An den Enden einer Stange, die in der Mitte unterstützt wird,
hängen zwei Kugeln 1 und 2 mit einem Radienverhältnis von
r 1 :r 2 = 1:2.
Wie muss ihr Dichteverhältnis ! 1 :! 2 sein, damit die Stange im
Gleichgewicht ist?
(A) ! 1 :! 2 = 1:4
(B) ! 1 :! 2 = 1:2
(C) ! 1 :! 2 = 2:1
(D) ! 1 :! 2 = 4:1
(E) ! 1 :! 2 = 8:1
4
In einer Hochdruck-Sauerstoff-Flasche steigt die Temperatur
des Gases von 27 °C auf 57 °C an, weil die Flasche versehentlich in der Sonne steht. (Die Änderung des Innenvolumens der
Flasche sei vernachlässigbar klein und der Sauerstoff verhalte
sich wie ein ideales Gas.)
Der Druck des Gases betrug 200 bar bei 27 °C.
Unter welchem Druck steht dann das Gas bei 57 °C?
(A) 200 bar
(B) 220 bar
(C) 300 bar
(D) 400 bar
(E) 600 bar
5
Der Sättigungsdampfdruck von H 2 O bei 100 °C beträgt etwa
(A) 10
Pa
(B) 10 2 Pa
(C) 10 3 Pa
(D) 10 4 Pa
(E) 10 5 Pa
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Physikum Frühjahr 2001
A
-36
Ein Mikroskop hat eine Vergrößerung v 1 = 180.
Etwa welche Vergrößerung v 2 erhält man, wenn sowohl das Objektiv gegen ein anderes mit doppelter Brennweite als auch das
Okular gegen ein anderes mit doppelter Brennweite ausgetauscht
wird (bei gleicher "optischer Tubuslänge" und gleicher "deutlicher Sehweite")?
(A) v 2 = 45
(B) v 2 = 90
(C) v 2 = 120
(D) v 2 = 240
(E) v 2 = 360
7
Die Lichtabsorption des Purinringes im Bereich von 260 nm kann
nicht verwendet werden zur quantitativen Bestimmung von
(A) NAD +
(B) FMN
(C) RNA
(D) GTP
(E) Hypoxanthin
8
Etwa wie groß ist die maximale relative Unsicherheit für den
Wert der in einem (als rein ohmscher Widerstand wirkenden)
Heizgerät umgesetzten elektrischen Leistung, wenn die maximale
relative Messunsicherheit der elektrischen Spannung ± 4 % und
die der elektrischen Stromstärke ± 3 % beträgt?
(A) ±
1 %
(B) ±
5 %
(C) ±
7 %
(D) ± 12 %
(E) ± 24 %
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Physikum Frühjahr 2001
A
-49
Die Pole einer (galvanischen) Spannungsquelle mit der Leerlaufspannung U 0 = 110 mV und dem Innenwiderstand R i,Q = 0,1 MΩ
sind (ausschließlich) mit den Anschlüssen eines Voltmeters mit
dem Innenwiderstand R i,V = 1 MΩ verbunden.
Welche Spannung liegt am Messgerät an (und ist somit als
Anzeige zu erwarten)?
(A)
10 mV
(B)
50 mV
(C)
90 mV
(D) 100 mV
(E) 110 mV
10
Eine Gleichspannung U = und eine Sinusspannung U L werden überlagert. Die Abbildung zeigt die Spannungen vor der Überlagerung
auf einem Oszillografenschirm. Beachten Sie:
Die Empfindlichkeit der Y-Ablenkung beträgt 2 V/cm.
Nach der Überlagerung ergibt sich als maximaler und minimaler
Spannungswert
(A) 3 V und -1 V
(B) 4 V und -4 V
(C) 4 V und -2 V
(D) 6 V und -2 V
(E) 6 V und -1 V
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Physikum Frühjahr 2001
A
-511
Ein Kondensator nimmt bei einer angelegten Spannung von 200 V
eine Ladung von 0,4 mC auf.
Die Kapazität des Kondensators ist dann:
(A)
2 µF
(B)
2 mF
(C)
80 mF
(D) 500 mF
(E)
12
80 F
Der Betrag der Impedanz Z aus einer Reihenanordnung von
ohmschem Widerstand (R), Kondensator (mit der Kapazität C)
und Spule (mit der Induktivität L) ist:
Z =
R 2 + *L − 1
*C
2
Für welche Kreisfrequenz * wird Z minimal?
1
(A) LC
1
(B) 2LC
(C)
1
LC
(D)
1
2LC
(E) LC
13
Wie hängt die Maximalenergie von Röntgenquanten E max von der
Anodenspannung U der Röntgenröhre ab?
(Das Zeichen ~ bedeutet "proportional zu".)
(A) E max ~ U −1
(B) E max ~ U 0
(C) E max ~ U 1/2
(D) E max ~ U
(E) E max ~ U 2
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A
-614
An einer Röntgenanlage (Strahlengang in Luft, Schwächung vernachlässigbar) wird in 50 cm Fokusabstand eine Energiedosisleistung von 4 Gy/min gemessen.
In welchem Fokusabstand ergibt sich unter Annahme eines punktförmigen Röntgenfokus eine Energiedosisleistung von 1 Gy/min?
15
(A)
12,5 cm
(B)
25 cm
(C)
100 cm
(D)
200 cm
(E)
2 500 cm
Eine (parallel eintreffende) monoenergetische -Strahlung werde in einer Bleischicht von 8 mm Dicke zur Hälfte absorbiert,
zur Hälfte durchgelassen.
Welcher Anteil der Strahlung wird dann von einer Bleischicht
von 24 mm Dicke durchgelassen?
(A) 1/3
(B) 1/6
(C) 1/8
(D) 1/16
(E) 1/27
16
Durch die Verschmelzung eines Deuteriumkerns ( 21 H) mit einem
Tritiumkern ( 31 H) entsteht außer einem 42 He-Kern als weiteres
Teilchen ein
(A) Elektron
(B)
3
2 He-Kern
(C) Neutron
(D) Positron
(E) Proton
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A
-717
Ein ungepaartes Elektron ist enthalten in
(A) Wasserstoffatomen
(B) Ozon
(C) Chlormolekülen
(D) Wassermolekülen
(E) Methan
18
50 mL einer wässrigen Lösung der Konzentration 2,0 mol/L
werden mit 150 mL Wasser verdünnt.
Danach ist die Konzentration
(A) (1/3) mol/L
(B) 0,5 mol/L
(C) (2/3) mol/L
(D) 1,0 mol/L
(E) 1,5 mol/L
19
Welche Aussage zur abgebildeten Titrationskurve der Aminosäure Glycin trifft nicht zu?
(A) Bei Punkt "I" liegt die höchste Kapazität des Puffers, der
aus der kationischen und der zwitterionischen Form des
Glycins gebildet wird.
(B) Der Punkt "II" ist der isoelektrische Punkt des Glycins.
(C) Der Punkt "III" ist der Neutralpunkt.
(D) Bei Punkt "IV" liegt die höchste Kapazität des Puffers,
der aus der zwitterionischen und der anionischen Form des
Glycins gebildet wird.
(E) Der dem Punkt "II" zugehörige pH-Wert entspricht dem
pK s -Wert der titrierten Aminosäure.
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A
-820
Was versteht man in der Chemie unter "Spannungsreihe"?
(A) Es ist ein anderer Ausdruck für die nernstsche Gleichung.
(B) Eine Folge von Redoxreaktionen im Fließgleichgewicht.
(C) Die Aufreihung von Redoxteilsystemen nach ihrem Normalpotential (Standardpotential).
(D) Eine Messreihe an der Wasserstoffelektrode in Abhängigkeit
vom pH-Wert.
(E) Die Differenz zwischen E und E0 eines Redoxteilsystems.
21
Welche Aussage zu den abgebildeten Reaktionen und den daran
beteiligten Verbindungen trifft nicht zu?
CH2OH
CHOH
CH2OH
+ ATP
- ADP
CHOH
- 2H
CH2OH
CHO
C
CHOH
O
CH2OH
CH2OPO32-
CH2OPO32-
CH2OPO32-
(1)
(2)
(3)
(4)
(A) Die Reaktion (1) → (2) verbraucht ATP.
(B) (1) heißt Glycerin.
(C) Die Reaktion (2) → (3) ist eine Dehydrierung.
(D) (3) heißt Phosphoenolpyruvat.
(E) Die Reaktion (3) ¾ (4) wird von einer Isomerase katalysiert.
22
Welche Aussage zur abgebildeten Oxalessigsäure trifft nicht
zu?
O
HOOC
CH2 C
COOH
(A) Oxalessigsäure ist eine Dicarbonsäure.
(B) Oxalessigsäure ist eine achirale Verbindung.
(C) Die Bildung von Oxalessigsäure aus D-Äpfelsäure ist eine
Oxidation.
(D) Oxalessigsäure entsteht bei der Addition von Wasser an
Fumarsäure.
(E) Im Citratzyklus wird Oxalacetat zu Citrat umgesetzt.
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A
-923
Welche Aussage zum abgebildeten Sorbitol trifft nicht zu?
CH2OH
H
C
OH
HO
C
H
H
C
OH
H
C
OH
CH2OH
(A) Er ist eine Aldose.
(B) Er hat 2 primäre OH-Gruppen.
(C) Er hat 4 sekundäre OH-Gruppen.
(D) Er hat 4 asymmetrisch substituierte C-Atome.
(E) Er entsteht durch Reduktion von Fructose.
24
Welche Angabe zur abgebildeten Verbindung trifft zu?
CH2OH
O
HO
O
OH
NH
O
CH3
(A) Ketose
(B) α-Anomer
(C) Furanose-Ring
(D) Säureamidbindung
(E) sekundäres Amin
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A
-1025
Welche Aussage zur N-Acetylneuraminsäure (NANA) trifft nicht
zu?
(A) NANA ist die endständige Kohlenhydratkomponente der Oligosaccharid-Kette vieler Glykoproteine.
(B) NANA schützt im Blutplasma Glykoproteine vor Endozytose
und Abbau.
(C) NANA wird durch Neuraminidasen von Glykoproteinen abgespalten.
(D) NANA vermittelt im Erythrozyten die Verankerung des Zytoskeletts mit der Plasmamembran.
(E) NANA wird aus Phosphoenolpyruvat und N-Acetyl-Mannosamin(6-phosphat) synthetisiert.
26
Welche Aussage zu nachstehendem Metallkomplex trifft nicht zu?
O
H2
N
O
Cu2+
N
H2
O
O
(A) Die Gesamtladung des Metallkomplexes beträgt 0.
(B) Cu 2+ hat die Koordinationszahl 2.
(C) Es handelt sich um einen Chelatkomplex.
(D) Anionen der Aminosäure Glycin bilden die Liganden.
(E) Der Metallkomplex unterscheidet sich in Farbe und Löslichkeit vom freien Cu 2+ .
27
Die Michaelis-Konstante
(A) von Isoenzymen ist für ein gegebenes Substrat identisch
(B) wird bei Zugabe eines nichtkompetitiven Hemmstoffs erniedrigt
(C) ist in der Enzymkinetik ein Maß für die Affinität eines
Enzyms zu seinem Substrat
(D) hat die Dimension einer Geschwindigkeit (Stoffumsatz pro
Zeiteinheit)
(E) beschreibt die molekulare Aktivität (Wechselzahl) eines
Enzyms
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A
-1128
Welche Aussage zur Geschwindigkeitskonstante k einer chemischen Reaktion trifft nicht zu?
(A) Die Geschwindigkeitskonstante k ist von der Temperatur
abhängig.
(B) Die Geschwindigkeitskonstante k ist von der Eduktkonzentration unabhängig.
(C) Bei einer Reaktion erster Ordnung gibt das Produkt aus
Geschwindigkeitskonstante und Eduktkonzentration die Geschwindigkeit der Produktbildung an.
(D) Die Geschwindigkeitskonstante k kann mit Hilfe der freien
Aktivierungsenthalpie berechnet werden.
(E) In Reaktionszyklen (z.B. dem Citratzyklus) haben die
Teilschritte gleiche Geschwindigkeitskonstanten.
29
Welche Aussage zu Stereoisomeren trifft nicht zu?
(A) Stereoisomere haben die gleiche Summenformel.
(B) Stereoisomere können unterschiedliche biologische Wirkung
aufweisen.
(C) Stereoisomere können Enantiomere oder Diastereomere sein.
(D) Maleinsäure und Fumarsäure sind Stereoisomere.
(E) Glucose und Fructose sind Stereoisomere.
30
Welches der genannten Proteine enthält kein Zink?
(A) Carboanhydrase
(B) Carboxypeptidase
(C) Xanthin-Oxidase
(D) Steroidrezeptoren
(E) alkalische Phosphatase
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A
-1231
Welche Aussage zum Glutamin (Gln) trifft nicht zu?
(A) Im ZNS gebildeter Ammoniak kann als Gln zur Leber transportiert werden.
(B) Glutamin-Synthetase katalysiert die ATP-abhängige Bildung
von Gln aus Glutamat.
(C) Gln ist häufig Bindungspartner in N-glykosidischen Bindungen von Glykoproteinen.
(D) Gln wird in der Niere durch eine mitochondriale Glutaminase zu Glutamat und Ammoniumionen gespalten.
(E) Gln ist das bevorzugte Substrat für die renale Gluconeogenese.
32
An welcher der folgenden Reaktionen sind Proteasen (Peptidasen) nicht beteiligt?
(A) Proinsulin → Insulin
(B) Koproporphyrinogen → Protoporphyrin
(C) Fibrinogen → Fibrin
(D) Prokollagen → Kollagen
(E) Trypsinogen → Trypsin
33
Welche Aussage zu Proteoglykanen trifft nicht zu?
(A) Sie sind integrale Bestandteile der inneren Mitochondrienmembran.
(B) Sie sind Bestandteil der extrazellulären Matrix.
(C) Sie bestehen aus Proteinketten und Glykosaminoglykanen.
(D) Sie können mit Hyaluronat über nicht-kovalente Bindungen
Assoziate bilden.
(E) Sie besitzen O-glykosidische Bindungen.
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Physikum Frühjahr 2001
A
-1334
Welche Aussage zum Glycin trifft nicht zu?
(A) Glycin kann aus Serin gebildet werden.
(B) Glycin ist ein Neurotransmitter.
(C) Glycin ist Voraussetzung für die Ausbildung der KollagenTripelhelix.
(D) Glycin ist der wichtigste Kohlenstoffdonator der renalen
Gluconeogenese.
(E) Glycin ist ein Substrat der Purinbiosynthese.
35
Welche Aussage zur Hydrolyse von Peptiden in wässriger Lösung
trifft nicht zu?
(A) Die Hydrolyse eines Peptids kann durch Säure katalysiert
werden.
(B) Für die Hydrolyse einer Peptidbindung wird ein Molekül
Wasser benötigt.
(C) Bei der Hydrolyse einer Peptidbindung entsteht eine Aminogruppe und eine Carboxylgruppe.
(D) Die Hydrolyse von Peptiden kann durch Peptidasen katalysiert werden.
(E) Die Hydrolyse von Peptiden ist eine endergone Reaktion.
36
Welche Aussage zu D-Alanin und E-Alanin trifft zu?
(A) E-Alanin ist eine proteinogene Aminosäure.
(B) E-Alanin kommt nur als Razemat vor.
(C) D-Alanin bildet ein D- und ein L-Enantiomeres.
(D) Die Basizität der Aminogruppe des E-Alanins ist größer
als die der Aminogruppe des D-Alanins.
(E) Sie besitzen beide den gleichen isoelektrischen Punkt.
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A
-1437
Viele organische Substanzen werden von extrazellulär ins
Zellinnere mittels Carrierproteinen transportiert, die der
Michaelis-Menten-Gleichung gehorchen. Es bedeuten:
J A = Transportrate von A ins Zellinnere;
J max = maximale Transportrate von A;
[A] e = extrazelluläre Konzentration von A;
K m = Michaeliskonstante.
Bei der Michaelis-Menten-Gleichung J A = (J max ·[A] e )/(K m + X)
handelt es sich bei X um
(A) [A] e
(B) (J max ) 2
(C) Dicke der Plasmamembran
(D) Fläche der Plasmamembran
(E) Anzahl der Carriermoleküle pro Membranfläche
38
Welche Aussage zum Glucosetransport durch Zellmembranen trifft
nicht zu?
(A) Er erfolgt auf der luminalen Seite der intestinalen Mukosazellen als Na + -abhängiger sekundär-aktiver Transport.
(B) Er erfolgt auf der basolateralen Seite der intestinalen
Mukosazellen als Carrier-vermittelte erleichterte Diffusion.
(C) Er erfolgt in der Skelettmuskulatur u.a. durch das
Carrierprotein GLUT4.
(D) Er erfolgt in der Leber durch freie Diffusion ohne Beteiligung eines Glucosetransporters.
(E) Er wird im Fettgewebe durch Insulin stimuliert, das die
Translokation des Trägerproteins GLUT4 in die Plasmamembran katalysiert.
39
Bei welchem der folgenden Vorgänge wird Ca 2+ passiv transportiert?
(A) Ca 2+ -Transport aus dem Zytosol des Myokards ins Interstitium über den Na + /Ca 2+ -Austauschcarrier
(B) parazelluläre Ca 2+ -Resorption im dicken aufsteigenden Teil
der Henle-Schleife
(C) Senkung der zytosolischen Konzentration freier Ca 2+ -Ionen
(D) Anreicherung von Ca 2+ im sarkoplasmatischen Retikulum
(E) Ca 2+ -Transport durch eine Ca 2+ -ATPase
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A
-1540
Beim Ca 2+ -Gleichgewichtspotential (E Ca ) betrage die intrazelluläre Ca 2+ -Konzentration 2·10 −7 mmol/L und die extrazelluläre 2·10 −3 mmol/L.
Wie groß ist dann E Ca bei 37 °C?
(A) -244 mV
(B)
-91 mV
(C)
+91 mV
(D) +122 mV
(E) +244 mV
41
Welche Aussage zu Proteasomen trifft nicht zu?
(A) Sie sind vor allem im Zytosol vorkommende Proteinasekomplexe.
(B) Sie enthalten saure Hydrolasen (Enzyme mit pH-Optimum bei
pH 5).
(C) Sie spalten in der Zelle synthetisierte Proteine.
(D) Sie spalten ubiquitinierte Proteine.
(E) Sie liefern die Peptidfragmente, die zusammen mit MHC-I
als Antigen auf der Zelloberfläche präsentiert werden.
42
An der Biosynthese von cis-∆ 9 -Octadecensäure (Ölsäure,
18 C-Atome) ist nicht beteiligt:
(A) Propionyl-CoA
(B) Malonyl-CoA
(C) Fettsäuresynthase
(D) Desaturase
(E) Cytochrom b 5
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A
-1643
Aus Phospholipiden kann/können nicht gebildet werden:
(A) Interleukin-1
(B) Prostaglandin E 1
(C) Inositoltrisphosphat
(D) Diacylglycerin
(E) Phosphatidsäuren
44
Welche der folgenden Methylierungen wird durch ein MethylCobalamin-abhängiges Enzym katalysiert?
(A) Guanidinoacetat zu Kreatin
(B) Noradrenalin zu Adrenalin
(C) Phosphatidyl-Ethanolamin zu Lecithin
(D) Homocystein zu Methionin
(E) Desoxyuridinmonophosphat zu Thymidinmonophosphat
45
Welche Aussage zu Derivaten der Pantothensäure trifft nicht
zu?
Sie sind an Reaktionen folgender Enzyme beteiligt:
(A) Fettsäuresynthase-Komplex
(B) Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex
(C) Pyruvat-Carboxylase
(D) Carnitin-Acyltransferase
(E) β-Ketothiolase
46
Welche Synthese benötigt Biotin als Coenzym?
(A) Acetyl-CoA → Fettsäuren
(B) Ammoniak + CO 2 → Carbamoylphosphat
(C) Glycin + Succinyl-CoA → Porphobilinogen
(D) Glycin → Serin
(E) Acetyl-CoA→ Cholesterol
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A
-1747
Welche Aussage über NAD+ bzw. NADH trifft zu?
(A) NAD+ ist Coenzym der Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase.
(B) NADH kann photometrisch von NADPH unterschieden werden.
(C) NAD+ kann durch Glycerinkinase in NADP+ umgewandelt werden.
(D) NAD+ wird vom Organismus aus Nicotinsäure synthetisiert.
(E) NAD+/NADH ist im Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex kovalent
gebunden.
48
Welche Aussage zur abgebildeten Verbindung trifft nicht zu?
NH2
N
N
O
O
P
O
N
N
CH2
O
O
OH
OH
(A) Es handelt sich um AMP.
(B) Sie ist ein "energieärmeres" Phosphat als Kreatinphosphat.
(C) Sie enthält das Strukturelement eines Säureanhydrids.
(D) Sie enthält ein Purinringsystem.
(E) Sie enthält eine N-ribosidische Bindung.
49
Welche Aussage zu Histonproteinen trifft nicht zu?
(A) Sie sind reich an basischen Aminosäuren.
(B) Sie können an Lysin-Resten acetyliert sein.
(C) Sie können phosphoryliert oder ADP-ribosyliert sein.
(D) Sie werden in der S-Phase des Zellzyklus synthetisiert.
(E) Sie werden im Golgi-Apparat glykosyliert.
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A
-1850
Welche Aussage zur Basenpaarung von Nukleinsäuren trifft zu?
(A) Basenpaarung ist nur zwischen Desoxyribonucleotid-Strängen
möglich.
(B) Die 2'-OH-Gruppen der Ribonucleotide verhindern eine
Basenpaarung zwischen zwei Ribonucleinsäure-Strängen.
(C) Für die Basenpaarung müssen Thymin, Cytosin und Guanin in
der Lactam-(Keto-)-Form vorliegen.
(D) Bei der Basenpaarung werden Wasserstoffbindungen (H-Brücken) zwischen zwei gegenüberliegenden Purinbasen ausgebildet.
(E) Das Ausbilden intramolekularer Wasserstoffbindungen innerhalb einer Nucleinsäure ist aus sterischen Gründen unmöglich.
51
Welche Aussage zum 5-Phosphoribosyl-1-diphosphat (PRPP) trifft
nicht zu?
(A) PRPP entsteht aus Ribose-5-phosphat und ATP.
(B) Mit PRPP beginnt die De-novo-Synthese von Purinnukleotiden.
(C) PRPP ist an der Wiederverwertung von Purinen beteiligt
("salvage pathway").
(D) PRPP reagiert mit Orotat zur Orotodin-5'-phosphat (OMP).
(E) PRPP wird in den Mitochondrien zur Citrullinsynthese
benötigt.
52
Welche Aussage zur Replikation der DNA trifft nicht zu?
(A) Sie beginnt mit der Bildung eines RNA-DNA-Hybrids.
(B) Bei Eukaryonten beginnt die DNA-Replikation innerhalb der
Doppelhelix separat an mehreren verschiedenen Stellen.
(C) Einer der beiden DNA-Stränge wird diskontinuierlich repliziert unter intermediärer Bildung sog. Okazaki-Fragmente.
(D) Rifampicin ist ein Inhibitor der DNA-Replikation bei Prokaryonten.
(E) Sie verläuft unter ständiger Fehlerkorrektur durch DNAPolymerase.
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A
-1953
Welche Aussage zur Transkription trifft nicht zu?
(A) α-Amanitin ist ein Hemmstoff der RNA-Polymerase II.
(B) Die posttranskriptionale Entfernung der Introns wird durch
die RNA-Polymerase I katalysiert.
(C) Transkriptionsfaktoren bilden einen oligomeren Komplex mit
der RNA-Polymerase II.
(D) Enhancer steigern die Transkription spezifischer Gene.
(E) Vor dem Transkriptionsstartpunkt befindet sich häufig
eine AT-reiche Sequenz.
54
Welche Aussage zur Beladung von tRNA mit Aminosäuren trifft
nicht zu?
(A) Es werden spezifische Aminoacyl-tRNA-Synthetasen benötigt.
(B) Die Aminosäure wird intermediär am Anticodon gebunden.
(C) Intermediär wird ein Aminoacyladenylat (Aminoacyl-AMP)
gebildet.
(D) Die Aminosäure wird esterartig am 3'-Ende der tRNA gebunden.
(E) Die Aminosäure-tRNA-Bindung wird unter ATP-Verbrauch
geknüpft.
55
Die Translation der mRNA für sekretorische Proteine
(A) beginnt mit der C-terminalen Aminosäure des Sekretproteins
(B) findet vor der Prozessierung der entsprechenden mRNA statt
(C) wird durch Chloramphenicol spezifisch gehemmt
(D) ist eine Funktion der Sekretgranula eukaryonter Zellen
(E) findet am rauen endoplasmatischen Retikulum statt
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A
-2056
Welche der folgenden posttranslationalen Modifikationen des
primären Translationsproduktes bei der Kollagen-Synthese findet extrazellulär statt?
(A) Abspaltung des Signalpeptids
(B) Glykosylierung
(C) Hydroxylierung von Prolinresten
(D) Bildung von Disulfidbrücken
(E) Abspaltung der Registerpeptide
57
Zu den posttranslationalen Modifikationen gehört nicht
(A) die Anheftung von Farnesylgruppen an Cystein
(B) die Anheftung von Oligosacchariden an Serin
(C) die Anheftung von Oligosacchariden an Threonin
(D) der Einbau von Selenocystein in Glutathion-Peroxidase
(E) die Iodierung von Tyrosin im Thyreoglobulin
58
Welche Aussage zu Protoonkogenen trifft nicht zu?
(A) Sie sind Gene, deren Genprodukte an der Steuerung der
Zellproliferation beteiligt sind.
(B) Sie bestehen aus Exons und Introns.
(C) Sie können für G-Proteine codieren.
(D) Sie sind krebserzeugende Gene.
(E) Sie codieren u.a. für Kernproteine.
59
Reverse Transkriptase
(A) ist die RNA-Polymerase der Retroviren
(B) ist im Genom von replikationskompetenten Retroviren
codiert
(C) synthetisiert den RNA-Primer für die DNA-Replikation
(D) stellt eine Untereinheit der DNA-Polymerase I dar
(E) transkribiert die ins Wirtsgenom integrierte retrovirale
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Physikum Frühjahr 2001
A
-2160
Restriktionsendonukleasen
(A) sind am Spleißen von mRNA-Vorläufermolekülen beteiligt
(B) integrieren reverse Transkripte der Retrovirus-RNA ins
Genom der Wirtszelle
(C) spalten die 5'-Cap-Struktur vom Ende der mRNA
(D) entfernen die Poly(A)-Sequenz von 3'-Ende der mRNA
(E) sind Enzyme, die in Bakterien Phagen-DNA spalten
61
Welche Aussage zum Stoffwechsel des Häms trifft nicht zu?
(A) Mangel an Vitamin B 6 kann die Ursache für eine Hemmung der
Hämsynthese sein.
(B) Häm kann die Porphyrinsynthese durch Repression der Synthese von δ-Aminolävulinat hemmen.
(C) Beim Abbau von Häm entsteht Kohlenmonoxid.
(D) Das beim Abbau von Häm freigesetzte Eisen wird an Hämopexin gebunden.
(E) Die Abbauprodukte des Häms werden vorwiegend in die Galle
ausgeschieden.
62
Die mittlere Hämoglobin-Masse in einem Erythrozyten (MCH)
(A) ist bei langjährigem Mangel an Cobalaminen erhöht
(B) ist gleich dem Quotienten Hämatokrit/Erythrozytenzahl
(C) ist bei einer megaloblastischen (= hyperchromen) Anämie
erniedrigt
(D) ist bei einer Eisenmangelanämie erhöht
(E) beträgt normalerweise 28-36 µg
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A
-2263
Welche Aussage zum Hämoglobin trifft nicht zu?
(A) Fetales Hb (HbF) besitzt eine höhere Sauerstoffaffinität
als adultes Hb (HbA).
(B) Die Affinität von HbF zu 2,3-Bisphosphoglycerat ist geringer als die von HbA.
(C) HbF unterscheidet sich von HbA in der Primärstruktur.
(D) CO bindet an endständige Aminogruppen des Hb.
(E) Am Abbau von Häm zu Biliverdin ist NADPH beteiligt.
64
Welche Aussage kennzeichnet nicht eine typische Funktion bzw.
Eigenschaft des Hämoglobins (Tetramer)?
Hämoglobin
(A) katalysiert in den Erythrozyten die Reaktion
CO 2 + H 2 O L HCO −3 + H +
(B) puffert H + -Ionen
(C) bindet CO 2 über Carbaminobindungen
(D) ist in desoxygenierter Form eine schwächere Säure als in
oxygenierter Form
(E) bindet pro Mol Tetramer maximal etwa 90 L O 2
65
Ferritin
(A) ist bei Eisenmangel im Plasma erhöht
(B) besteht aus Untereinheiten, welche je ein Eisenatom aufnehmen können
(C) bindet über Plasmamembranrezeptoren an Hämoglobin-synthetisierende Zellen
(D) kommt in Zellen des Leberparenchyms und des Knochenmarks
vor
(E) ist ungeeignet als Indikator für den Körpereisenbestand
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A
-2366
Ein typischer Befund bei einer ausgeprägten hämolytischen
Anämie (chronische Hämolyse) ist eine
(A) mittlere Erythrozytenlebensdauer von 5 Monaten
(B) verminderte Retikulozytenzahl (in % der Erythrozyten)
(C) erhöhte Plasmakonzentration von unkonjugiertem Bilirubin
(D) erhöhte renaltubuläre Eisensekretion
(E) verminderte Erythropoetinsekretion
67
Welche Aussage über die Blutgerinnung trifft zu?
(A) Die Blutgerinnung kann durch Abgabe von Prostazyklin
aus Thrombozyten eingeleitet werden.
(B) Bei einer Verletzung von Gewebe wird die Blutgerinnung
durch Ca2+-Freisetzung in Gang gesetzt.
(C) Prothrombin katalysiert die Carboxylierung von Glutaminsäureresten in Fibrinogen.
(D) Zur Thrombinbildung wird aktivierter Faktor X (StuartPrower-Faktor) benötigt.
(E) Fibrin polymerisiert durch Ausbildung von Disulfidbrücken.
68
Welche Aussage über Vitamin-K-Antagonisten trifft nicht zu?
(A) Sie vermindern die γ-Carboxylierung von Faktor VII
(Prokonvertin).
(B) Sie vermindern die γ-Carboxylierung von Faktor II
(Prothrombin).
(C) Sie vermindern die γ-Carboxylierung von Faktor IX
(Christmas-Faktor).
(D) Das gewünschte Ausmaß an Gerinnungshemmung ist üblicherweise nach 30 bis 60 Minuten erreicht.
(E) Sie setzen den Quick-Wert (%) herab.
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A
-2469
Thrombin
(A) wird gebildet, wenn der Gerinnungsfaktor VIII auf
Prothrombin einwirkt
(B) wird durch Heparin proteolytisch inaktiviert
(C) hemmt die Thrombozytenaggregation
(D) aktiviert den Gerinnungsfaktor XIII
(E) benötigt Ca 2+ zur Spaltung von Fibrinogen
70
Chylomikronen
(A) transportieren freie Fettsäuren im Blut
(B) werden durch eine Lipoproteinlipase abgebaut
(C) können mit Hilfe der Lecithin-Cholesterol-Acyltransferase (LCAT) Cholesterol aus extrahepatischen Geweben
in die Leber transportieren
(D) sind die wichtigste Transportform von in der Leber
gebildeten Triacylglycerinen
(E) werden im Blut aus VLDL gebildet
71
Welche Aussage zum F c -Teil von Antikörpern trifft nicht zu?
(A) Er variiert je nach Antikörperklasse.
(B) Er enthält Oligosaccharide.
(C) Er ist an der Antikörper-abhängigen Komplementaktivierung
wesentlich beteiligt.
(D) Er kann Interleukin-2 binden.
(E) Er kann an Rezeptoren von Phagozyten binden.
72
Das Joining-Peptid bei Immunglobulinen
(A) kommt im IgE vor
(B) ist für die Struktur des sekretorischen IgA (sIgA)
essentiell
(C) wird von Epithelzellen gebildet
(D) ist an der Antigen-Erkennung beteiligt
(E) verbindet das Immunglobulin mit der Plasmamembran
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A
-2573
Welche Aussage zu MHC-Molekülen der Klasse II trifft nicht zu?
(A) Sie sind durch Glykosyl-Phosphatidyl-Inositol-Anker (GPIAnker) mit der Plasmamembran verbunden.
(B) Sie sind für die Präsentation von Antigenen verantwortlich, welche durch Endozytose aufgenommen wurden.
(C) Sie werden auf B-Lymphozyten exprimiert.
(D) Sie besitzen eine Erkennungsregion für CD4.
(E) Sie sind an der Aktivierung von T-Helferzellen beteiligt.
74
Welche Aussage zu Interferonen und ihren Wirkungen trifft
nicht zu?
(A) Interferon-α entsteht durch limitierte Proteolyse aus
Interferon-β.
(B) T H 1-Zellen synthetisieren Interferon-γ.
(C) Die Interferonrezeptoren sind integrale Membranproteine.
(D) Die zytoplasmatische Domäne von Interferon-Rezeptoren
bindet zytosolische Tyrosinkinasen (JAK).
(E) An der Signalweitergabe sind STAT-Proteine (Signal Transducers and Activators of Transcription) beteiligt.
75
Welche Aussage zur klassischen Komplementaktivierung trifft
nicht zu?
(A) Sie wird durch Bindung von C1q an Antigen-Antikörper-Komplexe eingeleitet.
(B) Es sind Serin-Proteasen beteiligt.
(C) Sie wird durch IgE ausgelöst.
(D) Sie führt zur Bildung eines porenbildenden Komplexes.
(E) Sie führt zur Bildung chemotaktischer Faktoren.
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A
-2676
Welche Aussage zu reaktiven Sauerstoffmetaboliten trifft nicht
zu?
(A) Sie entstehen in Granulozyten unter Mitwirkung der Membran-ständigen NADPH-Oxidase.
(B) Sie sind Oxidationsprodukte des Sauerstoffs.
(C) Sie können die DNA schädigen und dadurch mutagene Effekte
auslösen.
(D) Sie bewirken die Oxidation von Membranlipiden.
(E) Sie können durch eine Glutathion-abhängige Reaktion inaktiviert werden.
77
Welche Aussage über das Membranpotential eines Axons trifft
nicht zu?
(A) Der Aufstrich des Aktionspotentials ist mit einer Zunahme
der spannungsgesteuerten Na+-Permeabilität verbunden.
(B) An der Spitze des Aktionspotentials (Spitzenpotential) ist
der Na+-Einstrom maximal.
(C) Das Ruhepotential liegt näher am K+- als am Na+-Gleichgewichtspotential.
(D) Beim Ruhepotential ist die Na+-Permeabilität wesentlich
kleiner als die K+-Permeabilität.
(E) Beim Schwellenpotential übertrifft der Kationen-Einwärtsstrom den Kationen-Auswärtsstrom.
78
Die hemmende Wirkung des Glycins auf die Erregung des postsynaptischen Neurons beruht darauf, dass subsynaptisch die
Leitfähigkeit
(A) für Kationen erhöht wird
(B) isoliert für K + -Ionen gesenkt wird
(C) für Cl − erhöht wird
(D) isoliert für Na + -Ionen gesenkt wird
(E) für Anionen gesenkt wird
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A
-2779
Welche Aussage über die Renshaw-Zelle trifft nicht zu?
(A) Sie ist an der rekurrenten Hemmung der α-Motoneurone
beteiligt.
(B) Das Aα-Motoneuron bildet mit ihr eine erregende Synapse.
(C) Sie wird über den Transmitter Acetylcholin erregt.
(D) Die Erregung der Renshaw-Zelle verursacht in dem zugehörigen Aα-Motoneuron ein inhibitorisches postsynaptisches
Potential (IPSP).
(E) Sie wird über rekurrente Kollateralen von γ-Motoneuronen
gehemmt.
80
Welche Aussage zu dem Vestibulozerebellum trifft nicht zu?
(A) Zu ihm gehört der Flocculus.
(B) Es ist über eine zerebrozerebelläre Schleife in die Planung die Zielmotorik eingeschaltet.
(C) Es beeinflusst über den Tractus vestibulospinalis die
Stammmuskulatur.
(D) Es bekommt wesentliche afferente Eingänge aus den Bogengangs- und Makulaorganen.
(E) Ein Spontannystagmus ist ein typisches Ausfallsymptom.
81
Gammaaminobuttersäure (GABA) ist der dominierende Neurotransmitter welcher neuronalen Verschaltung?
(A) pontine Neurone
/ Körnerzellen des
Kleinhirns
(B) Körnerzellen des Kleinhirns
/ Purkinjezellen
(C) kortikale Pyramidenzellen
/ Zellen des Corpus
striatum
(D) Zellen der Substantia
nigra, Pars compacta
/ Zellen des
Corpus striatum
(E) Zellen des Globus pallidus,
Pars interna
/ Zellen des Thalamus
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A
-2882
Welche der folgenden Aussagen zur supplementär-motorischen
Area trifft nicht zu?
(A) Sie liegt (ganz oder teilweise) in der Area 6 nach
Brodman.
(B) Sie projiziert in einem somatotopischen Muster auf den
primär-motorischen Kortex.
(C) Sie erhält über den Thalamus Informationen aus den Basalganglien.
(D) Der Ruhetremor ist ein typisches Ausfallsymptom.
(E) Sie ist bedeutsam für die zeitliche Struktur bei komplexen
Willkürbewegungen.
83
Nozizeptoren
(A) sind häufig polymodale Rezeptoren
(B) umfassen alle freien, nicht-korpuskulären Nervenendigungen
des Körpers
(C) projizieren über Axone der Gruppe II (Aβ) nach zentral
(D) werden durch Prostaglandin E desensibilisiert
(E) sind Pacini-Körperchen
84
Welche der folgenden Eigenschaften ist nicht charakteristisch
für die spezifischen somatosensorischen thalamischen Projektionsneurone im ventrobasalen Komplex des Thalamus?
(A) rezeptive Felder in der kontralateralen Körperhälfte
(B) multimodale Erregbarkeit durch verschiedene Sinnessysteme
(C) somatotope Organisation
(D) Input von Mechanosensoren der Haut
(E) rezeptive Felder in der oberen Extremität, die umso
kleiner sind, je weiter distal sie lokalisiert sind
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A
-2985
Die Abbildungen (A)-(E) zeigen in den Gesichtsfeldern von
Patienten mit Läsionen der Sehbahn die gemessenen Gesichtsfeldausfälle (grau).
Welcher der Befunde (A) bis (E) spricht für eine Durchtrennung
der Projektion vom Corpus geniculatum laterale nach V1 (Area
17) auf der rechten Seite?
86
Bei welcher der nachfolgenden Augenbewegungen ist die Bewegungsrichtung beider Augäpfel gegensinnig?
(A) Sakkaden
(B) Vergenzbewegungen
(C) optokinetische Bewegungen
(D) Nystagmus
(E) Vestibulookulärer Reflex
87
Welche Brennweite hat ein Brillenglas mit dem Brechwert
(Brechkraft) -5 Dioptrien (in Luft)?
(A)
-5 cm
(B) -20 cm
(C) -30 cm
(D) -40 cm
(E) -50 cm
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A
-3088
Welche Aussage trifft nicht zu?
Das Elektrookulogramm
(A) ermöglicht die Bestimmung von Sakkadendauern
(B) wird zur Doppelbildanalyse (Querdisparation) eingesetzt
(C) kann zur Registrierung eines optokinetischen Nystagmus
eingesetzt werden
(D) wird zu Funktionsprüfungen des Vestibularapparates verwendet
(E) beruht auf elektrischen Potentialunterschieden in der
Augenlängsachse
89
Welche Aussage zur einseitigen Schallleitungsstörung trifft
zu?
(A) Im Schwellenaudiogramm ist am betroffenen Ohr der Hörverlust bei Luft- und Knochenleitung etwa gleich groß.
(B) Im Schwellenaudiogramm ist am betroffenen Ohr der Hörverlust bei Knochenleitung größer als bei Luftleitung.
(C) Der Rinne-Versuch ist am betroffenen Ohr negativ (pathologisch).
(D) Beim Weber-Versuch lateralisiert der Patient den Ton auf
das gesunde Ohr.
(E) Sie kann durch chronische Beschallung mit Lautstärken von
90-125 Phon entstehen.
90
Bei der Einton-Schwellenaudiometrie wird bei einem Patienten
auf dem linken Ohr ein Hörverlust von 10 dB und auf dem rechten Ohr normales Hören festgestellt.
Für die Schwellenschallintensitäten am linken und rechten Ohr
(I l und I r ) gilt:
Il
(A) I = 10
r
Il
(B) I = 0,1
r
Il
(C) lg I = 10
r
Il
(D) lg I = 0,1
r
Il
(E) lg I = -10
r
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A
-3191
Die Geschmackssinneszellen
(A) besitzen auf ihrer Oberfläche als rezeptive Struktur einen
Geschmacksporus mit hoher Rezeptordichte
(B) haben eine mittlere Lebensdauer von weniger als drei
Wochen
(C) liegen u.a. in den Fadenpapillen (Papillae filiformes) der
Zunge
(D) werden von Gliazellen eingescheidet
(E) sind primäre Sinneszellen
92
Welche der folgenden Funktionsstörungen weist auf eine Schädigung des rechten posterioren parietalen Kortex hin?
(A) Unfähigkeit, akustische Informationen in inhaltliche
Gruppen zu kategorisieren
(B) reduzierter Bewegungsantrieb
(C) linksseitiger visueller Neglekt
(D) Alexie
(E) verschlechterte Diskrimination für olfaktorische Reize
93
Bei welcher der folgenden Funktionen spielt die hippokampale
Hirnrindenregion eine zentrale Rolle?
(A) prozedurales Gedächtnis
(B) deklaratives Gedächtnis
(C) räumliche Orientierung
(D) Diskrimination qualitativ verschiedener somatosensorischer
Reize
(E) Unterscheidung verschiedener Tonhöhen
94
Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird mit dem Nacht-Tag-Rhythmus
synchronisiert über den
(A) präfrontalen Kortex
(B) Mandelkern
(C) Nucleus suprachiasmaticus
(D) Okzipitallappen des Kortex
(E) Nucleus caudatus
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A
-3295
Ein Sportler mit einem Körpergewicht (Körpermasse) von 60 kg
steigt in 5 s eine Treppe mit der Gesamthöhe von 10 m empor.
Die von ihm dabei im Mittel erbrachte Leistung beträgt etwa
(A)
120 W
(B)
240 W
(C)
300 W
(D)
600 W
(E) 1 200 W
96
Beim Aufstieg in welche Höhe halbiert sich der äußere Luftdruck?
(A)
3-4 km
(B)
5-6 km
(C)
7-8 km
(D)
9-10 km
(E) 11-12 km
97
Der Respiratorische Quotient der Lunge RQ kann aus folgender
Gleichung berechnet werden:
RQ =
X
,
Ca O 2 − Cv O 2
worin Ca O 2 und Cv O 2 die Konzentration von O 2 im arteriellen und
gemischtvenösen Blut sind.
Um welche Größe handelt es sich bei X?
(A) venoarterielle Konzentrationsdifferenz von CO 2 (Cv CO 2 -Ca CO 2 )
(B) arteriovenöse Partialdruckdifferenz von O 2 (Pa O 2 -Pv O 2 )
(C) Herzfrequenz
(D) O 2 -Aufnahme in der Lunge
(E) Herzzeitvolumen
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A
-3398
Ein Erwachsener hat ein Atemzugvolumen von 0,3 L und eine
Atemfrequenz von 30 min −1 .
Wie hoch ist etwa seine Totraumventilation (unter der Annahme
eines normalen Totraumvolumens)?
(A) 0,9 L·min −1
(B) 1,5 L·min −1
(C) 2,1 L·min −1
(D) 2,7 L·min −1
(E) 4,5 L·min −1
99
Welche Aussage zur regionalen Verteilung der alveolären O 2 und CO 2 -Partialdrücke P A O und P A CO trifft zu?
2
2
In Bereichen
. . der Lunge mit hohem Ventilations-Perfusions-Verhältnis V A /Q sind im Vergleich zu Bereichen mit niedrigem
Ventilations-Perfusions-Verhältnis:
P AO
2
P A CO
2
__________________________________________________________________________
100
(A)
höher
niedriger
(B)
höher
höher
(C)
niedriger
niedriger
(D)
niedriger
höher
(E)
gleich
gleich
.
Die maximale O 2 -Aufnahme (V O 2 max ) wird hauptsächlich begrenzt
durch die/das
(A) Lungenventilation (Atemgrenzwert)
(B) O 2 -Diffusion von der Alveole ins Blut
(C) Bindungsgeschwindigkeit von O 2 an Hämoglobin
(D) Herzzeitvolumen
(E) O 2 -Diffusion vom Blut in die Muskelzelle
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A
-34101
Ein Proband leistet am Fahrradergometer 100 W. Es betrage die
Sauerstoffaufnahme 1,5 L/min und das kalorische Äquivalent
20 kJ/L O 2 .
Wie groß ist der Bruttowirkungsgrad?
(A)
5 %
(B) 10 %
(C) 15 %
(D) 20 %
(E) 30 %
102
Die indirekte Kalorimetrie im geschlossenen System hat gegenüber der im offenen System den Vorteil, dass sie
(A) die Atemarbeit weniger erhöht
(B) eine gleichzeitige Messung des Atemwegswiderstands ermöglicht
(C) ohne Messung von Gaspartialdrucken bzw. Gaskonzentrationen
auskommt
(D) unter konstanten STPD-Bedingungen durchgeführt werden kann
(E) eine genauere Bestimmung des kalorischen Äquivalents für
O 2 ermöglicht
103
Mit ∆Q sei die in der Zeit ∆t durch Verdunsten des Schweißes
beim Schwitzen abgeführte Wärmemenge bezeichnet.
Außerdem bedeutet:
r v die spezifische Verdunstungswärme (spezifische
Verdampfungsenthalpie bei der Temperatur des
verdunstenden Schweißes)
c die spezifische Wärmekapazität
∆T die Temperaturdifferenz zur Umgebungsluft
∆m die verdunstete Masse
Dann gilt:
(A) ∆Q/∆t = ∆m·c·∆T
(B) ∆Q/∆t = r v ·c
(C) ∆Q/∆t = r v ·∆m/∆t
(D) ∆Q/∆t = r v ·∆T·∆m
(E) ∆Q/∆t = r v ·c/∆t
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A
-35104
Welche Aussage zur Reaktion ADP + PO 3−
→ ATP + H 2 O
4
mit ∆Go'= +30,7 kJ/mol trifft nicht zu?
(A) ∆Go' ist die Änderung von Gibbs' freier Energie unter Standardbedingungen bei pH = 7.
(B) Die Reaktion ist endergon.
(C) Die Bildung von ATP erfordert die Bereitstellung von mehr
als 30,7 kJ/mol aus einer anderen Reaktion.
(D) ATP ist energiereicher als ADP.
(E) Das Gleichgewicht dieser Reaktion liegt weit rechts.
105
Welche Aussage zur β-Oxidation der Fettsäuren trifft nicht zu?
(A) Die langkettigen Fettsäuren werden als Acyl-Carnitin in
die Mitochondrien transportiert.
(B) Auch Fettsäuren mit ungeradzahliger Kette von C-Atomen
können durch β-Oxidation abgebaut werden.
(C) Bei der β-Oxidation gesättigter Fettsäuren wird intermediär eine ungesättigte Fettsäure (als CoA-Thioester)
gebildet.
(D) Bei der β-Oxidation gebildetes NADH und FADH 2 wird in der
Atmungskette reoxidiert.
(E) Die β-Oxidation wird auf der Stufe der Thiokinase durch
Interkonversion reguliert.
106
Welche Aussage zur chemiosmotischen Theorie der AtmungskettenPhosphorylierung trifft nicht zu?
(A) Die Oxidation des Wasserstoffs und die Synthese von ATP
sind über einen Protonengradienten gekoppelt.
(B) Wenn Elektronen durch die Atmungskette fließen, werden
Protonen aus der mitochondrialen Matrix in den Intermembranraum gepumpt.
(C) Der Protonengradient erzeugt ein Membranpotential.
(D) Die "protonenmotorische Kraft" hält die Protonen im
Intermembranraum zurück.
(E) Der Protonenrückfluss erfolgt über den membranständigen
ATP-Synthase-Komplex, der aus einem Protonenkanal und
einer ATP-synthetisierenden Einheit besteht.
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A
-36107
Welche Aussage zur Glykogenolyse trifft nicht zu?
Sie kann gesteigert werden durch Aktivierung der
(A) Phosphorylasekinase durch Phosphorylierung
(B) Phosphorylasekinase durch Calcium
(C) Phosphorylase durch AMP
(D) Phosphorylase durch Phosphorylierung
(E) Phosphorylase durch ADP-Ribosylierung
108
Welche Aussage über die Fettsäuresynthese trifft nicht zu?
(A) Der Fettsäure-Synthase-Komplex ist im Zytosol lokalisiert.
(B) Bei Synthesebeginn wird nach der Übertragung eines Acetylrestes von der zentralen auf die periphere SH-Gruppe ein
Malonylrest an die zentrale SH-Gruppe der Fettsäure-Synthase gebunden.
(C) Der am Enzym als Thioester gebundene β-Ketoacylrest wird
durch NADPH zum β-Hydroxyacylrest hydriert.
(D) Durch Wasserabspaltung aus dem E-Hydroxyacylrest entsteht
ein α,β-Dehydroacylrest.
(E) Der am Fettsäure-Synthase-Komplex gebildete Acylrest wird
auf Carnitin übertragen.
109
Welche Aussage zum Fettgewebe trifft nicht zu?
(A) Eine Neusynthese von Fettsäuren aus Kohlenhydraten ist
möglich.
(B) Das für die Triacylglycerin-Synthese benötigte Glycerin-3phosphat wird überwiegend durch Reduktion eines Zwischenprodukts der Glykolyse gebildet.
(C) Die Synthese von Triacylglycerinen wird durch Insulin
gefördert.
(D) Triacylglycerine können durch Rezeptor-abhängige Pinozytose aufgenommen und gespeichert werden.
(E) Die Lipolyse kann durch Glukagon und Adrenalin stimuliert
werden.
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A
-37110
Von welcher der folgenden Verbindungen kann in der Zelle
Phosphat auf ADP übertragen werden?
(A) 2,3-Bisphosphoglycerat
(B) 1,3-Bisphosphoglycerat
(C) Fructose-1,6-bisphosphat
(D) Glucose-6-phosphat
(E) Glucose-1-phosphat
111
Welche Aussage über den Ketonkörperstoffwechsel trifft nicht
zu?
(A) Ketonkörper werden in der Leber gebildet.
(B) Acetacetat wird durch thioklastische Spaltung aus Acetacetyl-CoA gebildet.
(C) Acetacetat kann durch β-Hydroxybutyrat-Dehydrogenase reduziert werden.
(D) ZNS, Herz und Muskulatur können Ketonkörper unter Energiegewinn abbauen.
(E) Acetacetat kann mit Succinyl-CoA zu Acetacetyl-CoA und
Succinat reagieren.
112
Bei der Aktivierung des glatten Muskels werden Ca 2+ -Ionen im
Zytosol gebunden an
(A) Aktin
(B) Myosin
(C) Calmodulin
(D) Troponin
(E) Tropomyosin
113
Das Ausmaß der Phosphorylierung der leichten Myosinketten des
glatten Muskels steigt nach
(A) Aktivierung von Ca 2+ -ATPasen des Sarkolemms
(B) Anstieg der cAMP-Konzentration im Zytosol
(C) Hemmung der Leichtketten-Phosphatase
(D) Aktivierung von β 2 -Adrenozeptoren
(E) Aktivierung von K + -Kanälen des Sarkolemms
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A
-38114
Welche Aussage über das nerveninduzierte Endplattenpotential
an der motorischen Endplatte trifft nicht zu?
(A) Es ist normalerweise überschwellig.
(B) Es verschwindet unter d-Tubocurarin.
(C) Es wird als Oberflächen-EMG registriert.
(D) Es entsteht durch Aktivierung nikotinerger Cholinozeptoren.
(E) Es entsteht durch eine Erhöhung der Membranleitfähigkeit
für kleine Kationen.
115
Wenn in den Extremitätenableitungen des EKG der größte
negative Ausschlag in der Ableitung aVR gemessen wird, so
ergibt sich ein Lagetyp des Herzens von etwa
(A) +
0°
(B) +
30°
(C) +
60°
(D) +
90°
(E) + 120°
116
Im Rahmen der elektromechanischen Kopplung öffnen sich in der
Membran des sarkoplasmatischen Retikulums der Myokardzelle
Ca 2+ -Kanäle (Ryanodin-Rezeptoren).
Sie werden unter physiologischen Bedingungen in vivo direkt
aktiviert durch:
(A) Ryanodin
(B) Calcium
(C) cAMP
(D) cGMP
(E) Depolarisation
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A
-39117
Welches Volumen entspricht am ehesten dem enddiastolischen
Volumen des linken Ventrikels beim untrainierten Erwachsenen
unter Ruhebedingungen?
(A)
70 mL
(B) 120 mL
(C) 180 mL
(D) 230 mL
(E) 260 mL
118
Der enddiastolische Druck im linken Herzventrikel unter
Ruhebedingungen liegt am nächsten bei
(A)
-2 kPa (-15 mmHg)
(B)
-1 kPa ( -8 mmHg)
(C)
+1 kPa ( +8 mmHg)
(D)
+3 kPa (+23 mmHg)
(E) +10 kPa (+75 mmHg)
119
Die Koronardurchblutung des gesunden Herzens kann gegenüber
Ruhe maximal gesteigert werden um den Faktor
(A)
4-5
(B)
8-10
(C) 12-14
(D) 16-18
(E) 20-22
120
Eine Aktivierung der β 1 -Adrenozeptoren der Myokardfaser
bewirkt
(A) eine verminderte Offenwahrscheinlichkeit der Ca 2+ -Kanäle
vom L-Typ des Sarkolemms
(B) eine Hyperpolarisation der Membran
(C) eine beschleunigte (Wieder-)Aufnahme von Ca 2+ in das
sarkoplasmatische Retikulum
(D) einen negativ inotropen Effekt
(E) eine Zunahme der Systolendauer
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Physikum Frühjahr 2001
A
-40121
Die tangentiale Wandspannung einer Kapillare ist:
Transmuraldruck X
Wanddicke
Dabei ist X die/der
(A) Länge des Gefäßes
(B) Querschnittsfläche des Gefäßes
(C) Innenradius des Gefäßes
(D) Strömungswiderstand des Gefäßes
(E) Viskosität der in dem Gefäß strömenden Flüssigkeit
122
Sinkt die Impulsfrequenz in den Afferenzen der arteriellen
Barorezeptoren, kommt es zur
(A) Erniedrigung des totalen peripheren Widerstandes
(B) Erhöhung des Atemwegswiderstandes
(C) Zunahme der Herzfrequenz
(D) Erhöhung der Venenkapazität
(E) Verlängerung der PQ-Strecke im EKG
123
Etwa wie hoch ist der mittlere Druck im Sinus sagittalis
superior beim aufrecht stehenden Menschen?
(A) unter -1 kPa (-8 mmHg)
(B)
0 kPa (0 mmHg)
(C) +1 kPa (+8 mmHg)
(D) +2 kPa (+15 mmHg)
(E) +3 kPa (+23 mmHg)
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Physikum Frühjahr 2001
A
-41124
Welche der Aussagen zur Durchblutung des Gehirns trifft nicht
zu?
(A) Bei einem ruhenden Menschen entfallen etwa 13-15 % des
Herzzeitvolumens auf die Durchblutung des Gehirns.
(B) Die Durchblutung der weißen Substanz ist geringer als die
Durchblutung der Hirnrinde.
(C) Erhöhung des CO 2 -Partialdrucks im Gewebe führt zu einer
Zunahme der Durchblutung.
(D) Bei aktivem Öffnen und Schließen der Hand ist die Parietalregion der ipsilateralen Hirnhälfte deutlich stärker
durchblutet als die anderen kortikalen Areale.
(E) Die regionalen Durchblutungsänderungen des Gehirns sind
überwiegend metabolisch gesteuert.
125
Welche Aussage zum Lungenkreislauf trifft nicht zu?
(A) Er zeichnet sich durch hohe passive Dehnbarkeit aus.
(B) Hypoxie führt zur Vasokonstriktion (hypoxische Vasokonstriktion).
(C) Sein Widerstand beträgt weniger als 1/5 des Systemkreislaufs.
(D) Die O 2 -Sättigung des Blutes in den Vv. pulmonales beträgt
etwa 60 %.
(E) Sein Widerstand steigt bei tiefer Ausatmung.
126
Welche Aussage zum Flüssigkeitsaustausch durch die Wand der
Blutkapillaren (beim normalen Erwachsenen) trifft nicht zu?
(A) An den Glomerulus-Kapillaren der Nieren werden mehr als
100 L pro Tag filtriert.
(B) Der kolloidosmotische (onkotische) Druck des Plasmas wirkt
der Filtration entgegen.
(C) Pro Tag wird mehr als 1 L Lymphe gebildet.
(D) Der effektive Filtrationsdruck sinkt entlang der Kapillaren.
(E) Am Ende der renalen Glomeruluskapillaren beträgt der
effektive Filtrationsdruck etwa 2 kPa (15 mmHg).
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Physikum Frühjahr 2001
A
-42127
Was ist keine Folge von chronischem Erbrechen?
(A) Hypokaliämie
(B) Hypovolämie
(C) Hemmung der Renin-Ausschüttung
(D) nicht-respiratorische Alkalose
(E) Anstieg der HCO −3 -Konzentration im Harn
128
Welcher der folgenden Vorgänge ist nicht notwendig für die
HCl-Sekretion durch die Belegzellen der Magenschleimhaut?
(A) aktiver Transport von H + im Austausch gegen K + durch eine
luminale H + /K + -ATPase
(B) intrazelluläre Erzeugung von Protonen unter Beteiligung
von Carboanhydrase
(C) aktiver Chlorid-Transport durch eine K + /Cl − -ATPase in der
luminalen Membran
(D) Antiport für Cl − /HCO −3 in der basolateralen Membran zur Aufnahme der benötigten Cl − -Ionen
(E) Export von K + -Ionen über einen Kaliumkanal in der luminalen Membran
129
Vom Pankreas wird/werden nicht sezerniert:
(A) Lipase
(B) Pepsinogen
(C) Chymotrypsinogen
(D) Ribonuklease
(E) α-Amylase
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A
-43130
131
Welche Aussage zur dargestellten Pankreasgangzelle trifft zu?
X=
Y=
(A)
K+
H+
(B)
Cl −
HCO −3
(C)
K+
Na +
(D)
H+
Na +
(E)
Na +
H+
Welche Aussage zum cAMP trifft nicht zu?
Eine Erhöhung der zellulären Konzentration führt in der Leber
zur
(A) allosterischen Aktivierung der Fructose-1,6-bisphosphatase
(B) Aktivierung der Glykogenphosphorylase durch kovalente
Modifikation
(C) Aktivierung der Fettsäure-Synthase durch kovalente Modifikation
(D) Hemmung der Glykogen-Synthase durch kovalente Modifikation
(E) Aktivierung der PEP-Carboxykinase durch Steigerung ihrer
Genexpression (Induktion)
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A
-44132
Welche Aussage zum Harnstoff-Stoffwechsel trifft nicht zu?
(A) Die Bildung von Carbamoylphosphat findet im Mitochondrium
statt.
(B) Ornithin und Citrullin müssen durch die Mitochondrienmembranen transportiert werden.
(C) Der Harnstoff wird in der Arginase-Reaktion gebildet.
(D) Die Reaktionen des Harnstoffzyklus sind unter physiologischen Bedingungen voll reversibel.
(E) Defekte von Enzymen des Harnstoffzyklus führen in der
Regel zu einem Anstieg der freien Ammoniakkonzentration im
Blut.
133
Welche Aussage zur Glucuronidierung trifft zu?
(A) Glucuronidierungen können an OH- bzw. NH 2 -Gruppen erfolgen.
(B) Carboxylgruppen können nicht glucuronidiert werden.
(C) Glucuronide können nur durch die Galle, nicht aber durch
die Nieren ausgeschieden werden.
(D) Die für die Glucuronidierung benötigten Glucuronatreste
entstehen durch Reduktion von Glucose-6-phosphat.
(E) Glucuronyltransferasen kommen u.a. in den Nieren, nicht
jedoch in der Leber vor.
134
Welche Aussage zu den Gallensäuren trifft nicht zu?
(A) Sie werden zum größten Teil als Glucuronide in die Galle
ausgeschieden.
(B) Sie werden im Darm aktiv rückresorbiert.
(C) Sie regulieren in der Leber die Geschwindigkeit der Cholesterol-Biosynthese.
(D) Sie verhindern zusammen mit Phospholipiden das Ausfallen
von Cholesterol in der Gallenblase.
(E) Cholesterol wird vorwiegend in Form von Gallensäuren ausgeschieden.
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A
-45135
Um welchen Betrag ändert sich der pH-Wert eines 0,5 mol/L
Phosphatpuffers ([H 2 PO −4 ] = [HPO 2−
4 ], pK s = 7,2) beim Verdünnen
mit Wasser um den Faktor 5?
(A) 5
(B) 2
(C) 0,5
(D) 0,1
(E) gar nicht
136
Welche Aussage zum Säure-Basen-Haushalt trifft zu?
(A) Durch Hypoventilation kann eine nicht-respiratorische
Azidose kompensiert werden.
(B) Die Ursache für die häufig zu beobachtende respiratorische
Alkalose beim Aufenthalt in großen Höhen ist die dort verminderte CO 2 -Konzentration der eingeatmeten Luft.
(C) Eine rein nicht-respiratorische Azidose verändert die
Pufferbasenabweichung (BE) nicht.
(D) Bei einer nicht-kompensierten respiratorischen Azidose ist
die aktuelle HCO −3 -Konzentration im Blut erhöht.
(E) Eine respiratorische Azidose kann durch eine erhöhte HCO −3 Ausscheidung renal kompensiert werden.
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A
-46137
Welcher der Punkte A-E im folgenden HCO −3 -pH-Diagramm ist im
arteriellen Blut bei schwerer körperlicher Arbeit zu erwarten?
138
Welche Aussage zur Hypokalzämie trifft zu?
(A) Sie hemmt die Ausschüttung von Parathyrin (=PTH).
(B) Sie fördert die Ausschüttung von Calcitonin.
(C) Sie löst eine hormonell gesteuerte Entmineralisierung des
Knochens aus.
(D) Sie hemmt die Bildung von Calcitriol (=1,25-[OH] 2 -Cholecalciferol=D-Hormon).
(E) Sie führt über längere Zeit zu einem Hypoparathyreoidismus.
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Physikum Frühjahr 2001
A
-47139
Welche der folgenden Aussagen zum Verhalten von Harnsäure
(pK s -Wert=5,5) in der Niere trifft nicht zu?
(A) Die Ausscheidung von Harnsäure (einschließlich Urat)
beträgt etwa 90 % der filtrierten Menge.
(B) Bei einem Harn-pH-Wert von 4,5 wird Harnsäure überwiegend
undissoziiert im Urin ausgeschieden.
(C) Harnsäure (einschließlich Urat) wird tubulär sowohl resorbiert als auch sezerniert.
(D) Die filtrierte Menge an Harnsäure (einschließlich Urat)
steigt, wenn im Körper vermehrt Purine abgebaut werden.
(E) Bei 1,8 L Endharn pro Tag ist die Konzentration der
Harnsäure (einschließlich Urat) im Endharn höher als im
Plasma.
140
Welche Aussage zur dargestellten Nierentubuluszelle trifft zu?
(A) X = H + ; Y = K +
(B) X = 2Cl − ; Y = K +
(C) Es handelt sich um eine proximale Tubuluszelle.
(D) X = K + ; Y = p-Aminohippurat
(E) X = H + ; Y = NH 3
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A
-48141
Welche Aussage zu Stoffkonzentrationen im Harn trifft zu?
(A) Bei fleischreicher Ernährung ist die HCO −3 -Konzentration im
Harn größer als im Plasma.
(B) Bei Antidiurese ist die K + -Konzentration im Harn größer
als im Plasma.
(C) Die NaCl-Konzentration im Harn kann 600 mmol/L betragen.
(D) Die H + -Ionenkonzentration im Harn kann 10 −3 mol/L erreichen.
(E) Die Kreatininkonzentration im Harn ist 2-8mal so hoch wie
im Plasma.
Ordnen Sie die im Harn auftretenden Abbauprodukte aus Liste 1
jeweils derjenigen Substanz aus Liste 2 zu, aus der sie im
Stoffwechsel entsteht.
Liste 1
Liste 2
142
5-Hydroxyindolessigsäure
(A) Noradrenalin
143
Vanillinmandelsäure
(B) Acetylcholin
(C) γ-Aminobuttersäure
(D) Serotonin
(E) Glutaminsäure
Ordnen Sie den in Liste 1 genannten Phospholipasen das in
Liste 2 genannte Reaktionsprodukt zu!
Liste 1
Liste 2
144
Phospholipase A 2
(A) Inositoltrisphosphat
145
Phospholipase C
(B) Arachidonsäure
(C) Phosphatidsäure
(D) α−Glycerophosphat
(E) Ceramid
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A
-49146
Welche Aussage zum cAMP trifft zu?
(A) cAMP wird nach Bindung von Katecholaminen an α 1 -adrenerge
Rezeptoren vermehrt gebildet.
(B) cAMP ist ein Aktivator der Glykogen-Synthase.
(C) cAMP aktiviert die Proteinkinase C (PKC).
(D) cAMP wird durch Phosphodiesterase zu Adenosin abgebaut.
(E) cAMP kann die Transkription des Gens für Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase stimulieren.
147
An welchen der folgenden Rezeptoren ist die Neurotransmitterwirkung nicht durch G-Proteine vermittelt?
(A) Cholinozeptoren der Skelettmuskelzellen
(B) Cholinozeptoren der glatten Muskelzellen
(C) Cholinozeptoren der Myokardzellen des Sinusknotens
(D) Adrenozeptoren der Myokardzellen des Sinusknotens
(E) Adrenozeptoren der glatten Muskelzellen
148
Welche Aussage zu Guanin-Nucleotid-bindenden Proteinen trifft
nicht zu?
(A) Heterotrimere G-Proteine sind an der Signaltransduktion
des Adenylatcyclase-Systems beteiligt.
(B) Transducin der Photorezeption ist ein heterotrimeres GProtein.
(C) Einige Initiations- und Elongationsfaktoren der Proteinbiosynthese sind G-Proteine.
(D) RNA-Polymerase II enthält eine G-Protein-Untereinheit.
(E) Ras ist ein G-Protein, das im Zellzyklus an der Signaltransduktion von Wachstumsfaktoren beteiligt ist.
149
Welche Aussage zum Stickstoffmonoxid (NO) trifft nicht zu?
(A) NO entsteht aus Arginin.
(B) NO benötigt NADPH/H + für seine Synthese.
(C) NO stimuliert eine Guanylatcyclase.
(D) NO wirkt vasokonstriktorisch.
(E) NO wirkt als neuronaler Botenstoff.
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Physikum Frühjahr 2001
A
-50150
Über ,-Adrenozeptoren können Katecholamine
(A) den Atemwegswiderstand erniedrigen
(B) die Lipolyse im Fettgewebe steigern
(C) die Koronararterien verengen
(D) die Erregungsüberleitung zwischen Vorhöfen und Kammern des
Herzens verzögern
(E) den Magenausgang (Pylorus) erweitern
151
Eine Aktivierung von α 1 -Adrenozeptoren führt nicht zu:
(A) Freisetzung von Diacylglycerin (DAG)
(B) Freisetzung von Inositoltrisphosphat (IP 3 )
(C) Aktivierung von Proteinkinase C
(D) Aktivierung von Proteinkinase A
(E) Bindung von GTP durch G-Proteine
152
In der Schwangerschaft gebildetes Choriongonadotropin (HCG)
ist funktionell am ähnlichsten dem
(A) LH (luteinisierenden Hormon)
(B) FSH (follikelstimulierenden Hormon)
(C) ACTH (adrenocorticotropen Hormon)
(D) Progesteron
(E) Östradiol
153
Welche Aussage zum Prolactin trifft zu?
(A) Es wird hauptsächlich in hypothalamischen Zellen synthetisiert.
(B) Es wird unter Dopamineinfluss vermehrt ausgeschüttet.
(C) Es führt in der Pubertät beim Mädchen zur Ausbildung von
Achsel- und Schambehaarung.
(D) Seine Sekretion wird beim Stillen durch Reizung der
Mamille stimuliert.
(E) Es wird unter dem Einfluss von Thyroliberin (TRH) vermindert ausgeschüttet.
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Physikum Frühjahr 2001
A
-51154
Proopiomelanocortin (POMC) ist nicht Vorläufermolekül von
(A) β-Lipotropin (β-LPH)
(B) β-Endorphin
(C) α-Melanozyten-stimulierendem Hormon (α-MSH)
(D) Corticotropin (ACTH)
(E) Corticoliberin (CRH)
155
Welches der genannten Enzyme wird im Fettgewebe bzw. in der
Leber nicht von Insulin induziert?
(A) Lipoproteinlipase
(B) Glucokinase
(C) Fructose-1,6-bisphosphatase
(D) Phosphofructokinase
(E) Pyruvatkinase
156
Welche Aussage zum Corticotropin und zum Cortisol trifft nicht
zu?
(A) Corticotropin (ACTH) stimuliert die Adenylatcyclase der
Nebennierenrinde und steigert damit die Cortisol-Biosynthese.
(B) Cortisol hemmt die Sekretion von Corticotropin im Hypophysenvorderlappen.
(C) Cortisol stimuliert in den Plasmamembranen Cortisolempfindlicher Zellen die Freisetzung von Inositoltrisphosphat aus Phosphatidylinositol.
(D) Cortisol bindet an ein zytoplasmatisches Rezeptorprotein,
das anschließend im Zellkern die Transkription spezifischer Gene beeinflusst.
(E) Die entzündungshemmende Wirkung von Cortisol beruht auf
der Induktion der Synthese von Lipocortin, einem Inhibitor
der Phospholipase A 2 .
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Physikum Frühjahr 2001
A
-52157
Welche Aussage zum Rezeptor für das Schilddrüsenhormon trifft
nicht zu?
(A) Der Rezeptor gehört zur Familie von Hormonrezeptoren mit
DNA-bindender Domäne.
(B) Der Rezeptor enthält sog. Zinkfinger, die sich an spezifischer Stelle in die große Furche der DNA-Doppelhelix
einlagern.
(C) Nach Bindung von Triiodthyronin (T 3 ) wirkt der Rezeptor
als Transkriptionsfaktor.
(D) Der T 3 -Rezeptor kann sich als Dimer an spezifische DNASequenzen anlagern.
(E) Der Rezeptor für Thyroxin (T 4 ) unterscheidet sich von dem
für T 3 in der Anzahl der Zinkfinger.
158
Calcitonin
(A) hemmt die Osteoklastentätigkeit
(B) stimuliert die renale Phosphat-Rückresorption
(C) wirkt in seinen Zielzellen über intrazelluläre Rezeptoren
(D) stimuliert die Hydroxylierung von 25-Hydroxycholecalciferol zu Calcitriol (1,25-Dihydroxycholecalciferol)
(E) wird in der Hypophyse gebildet
159
Welche Aussage zu allosterisch regulierten Enzymen trifft
nicht zu?
(A) Als allosterische Aktivatoren bezeichnet man substratanaloge Verbindungen, die sich nur in ihrer sterischen Konformation vom eigentlichen Substrat unterscheiden.
(B) Allosterisch regulierte Enzyme können allosterische Liganden an spezifischen Stellen binden, die nicht dem aktiven
Zentrum entsprechen.
(C) Allosterische Liganden des V-Typs ändern die Maximalgeschwindigkeit v max .
(D) Allosterische Liganden des K-Typs ändern die für das Erreichen von 1/2 v max nötige Substratkonzentration.
(E) Bei oligomeren allosterisch regulierten Enzymen beeinflusst die Bindung eines allosterischen Liganden an eine
Untereinheit die Bindung von Liganden an die anderen
Untereinheiten.
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Physikum Frühjahr 2001
A
-53160
Welche Aussage zum Fructose-2,6-bisphosphat trifft nicht zu?
(A) Es wird durch die Leber-Aldolase zu Dihydroxyacetonphosphat und 3-Phosphoglycerinaldehyd gespalten.
(B) Es entsteht aus Fructose-6-phosphat durch die Fructose-6phosphat-2-Kinase (PFK-2).
(C) Es ist ein allosterischer Aktivator der Phosphofructokinase (PFK-1).
(D) Es ist ein allosterischer Inhibitor der Fructose-1,6bisphosphatase.
(E) Es wird durch eine Phosphatase abgebaut, die durch Phosphorylierung aus der PFK-2 entsteht.
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