Blumenkästen nach den "Eisheiligen" bepflanzen

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Blumenkästen nach den "Eisheiligen"
bepflanzen
Überraschende Spätfröste haben schon so manche Balkonbepflanzung erfrieren lassen.
Profis warten mit dem Bepflanzen der Kästen und Kübel die Eisheiligen ab, weil es bis
dahin immer noch zu Kälteeinbrüchen kommen kann.
Die Bezeichnung „Eisheilige“ geht auf alte Bauernregeln, bzw. auf jahrhunderte lange
Erfahrung und Wetterbeobachtung zurück. Eigentlich finden die Eisheiligen vom 11. Mai
bis zum 15. Mai statt und sind unter den Namen Bonifatius, Mamertus, Pankratius,
Servatius und Sophia von Rom bekannt. Allerdings beziehen sich die alten Bauernregeln
auf den Julianischen Kalender. Seit der Gregorianischen Kalenderreform 1582 haben
sich die Daten verschoben und so finden heutzutage die Kälteeinbrüche um mehr als
eine Woche nach hinten verschoben statt, also erst ab ungefähr dem 20. Mai. Die
Namenstage der Heiligen sind aber dennoch auf ihren alten Platz im Kalender
geblieben.
Für extrem frostempfindliche Südländerinnen ist also jetzt der richtige Pflanzmoment.
Es fällt schwer zu glauben, dass sich innerhalb weniger Wochen aus kurios anmutenden
Naturgebilden, aus Knollen und Zwiebeln, wunderschöne Blüten entwickeln. Viele
werden im Frühjahr ausgebracht und „florieren“ dann je nach Art und Sorte von Juni bis
Ende Oktober.
So manch einer träumt von einem blühenden Sommergarten. Mit Orientalischen Lilien
oder den schier unermüdlich blühenden Dahlien geht dieser Traum in Erfüllung.
Es ist ratsam, nur Gefäße mit Löchern am Boden zu verwenden. Diese werden mit einer
Dränageschicht überdeckt, so dass möglicherweise überschüssiges Regen- oder
Gießwasser ablaufen kann. Diese Schicht kann aus einer 5 -10 cm hohen Schicht (je
nach Gefäßhöhe) Kieselsteinen, Tonscherben oder Blähton bestehen.
Als wunderschöner Blickfang für große Kübel ist das indische Blumenrohr (Canna),
dessen fackelartige Blüten im August zum Vorschein kommen, sehr beliebt. Sie
leuchten je nach Sorte in den Farben Rot, Gelb oder Orange und werden immerhin 70
bis 80 Zentimeter groß. Der Wurzelstock dieser Wärme liebenden Exoten füllt in der
Regel einen Topf mit ca. 25-30 cm Durchmesser. Wenn der Wurzelballen nicht trocken
wird, zeigen sich nach etwa sechs Wochen die ersten Blätter.
Für Balkonkästen sind die nur etwa 25
Zentimeter hohen Knollenbegonien geradezu
ideal. Sie blühen den ganzen Sommer
hindurch und werden in einer großen
Farbauswahl angeboten. Die gefüllten Blüten
sind nicht zu übersehen; sie erreichen leicht
die Größe eines Tennisballs und gedeihen am
besten im Halbschatten.
Wo die Sonne dauerhaft scheint, ist man mit
kurzstängeligen Dahlien (ca. 30-40 cm) gut
beraten, denn sie können, wie die Mehrzahl
der Sommerblüher, gar nicht genug Sonne
bekommen. Der Sommer bietet auch die
einmalige Gelegenheit, viele exotische
Pflanzenschönheiten aus nächster Nähe
kennen zu lernen. Zwei besonders schöne, die
sich ausgezeichnet für große Kübel- und
Topfbepflanzungen eignen, sind Kalla und
Schmucklilie. Die sehr exklusiv wirkende Calla (Zantedeschia aethiopica) ist als eine
wunderschöne Kübelpflanze für Balkon und Terrasse kaum bekannt.
Die Schmucklilie (Agapanthus africanus) ist
der Hingucker schlechthin. Die blau
leuchtenden Blüten, die auf biegsamen Stielen
in alle Richtungen tanzen, verführen jeden
Betrachtenden. Während der Blüte im
Juli/August sollte mit Wasser ausnahmsweise
nicht gespart werden, reichlich gießen aber
unbedingt Staunässe vermeiden.
Unser Blumenerden-Tipp:
Wenn die Blumen in neue Gärtnererde eingepflanzt sind, besitzt diese für die ersten
vier Wochen ausreichende Düngerreserven in Form von Langzeitdüngern. Danach
macht es Sinn, beim Gießen wöchentlich flüssigen Volldünger dazu zugeben. Volldünger
speziell für Beet- und Balkonpflanzen enthält im wesentlichen Stickstoff, der für ein
gesundes Wachstum wichtig ist, sowie Phosphor, der eine reiche und farbintensive
Blüte fördert und Kalium, welches zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit bedeutsam ist.
Grundsätzlich gilt: Die Erde / das Substrat darf nicht austrocknen. Sie muß sich immer
gut feucht anfühlen. Allerdings sollte auch kein Wasser im Kasten stehen! Hier helfen
bereits einige kleinere Löcher etwa ein Zentimeter über dem Boden in den
Seitenwänden. Jetzt kann das überschüssige Gieß- oder Regenwasser abfließen.
Ein weiterer Tipp für diejenigen, die sich nicht immer um ihre Bepflanzung kümmern
können: Spezielle Kästen mit einem eingebauten Wasserreservoir gewährleisten
ausreichend Feuchtigkeit über mehrere Tage. Automatische Bewässerungsanlagen
nehmen sogar ganz und gar die manuelle Gießtätigkeit ab.
Link zum Beitrag:
https://www.knauberwelt.de/blumenkaesten-nach-den-eisheiligen-bepflanzen/
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