TRUE RMS Digitalmultimeter DM-441B

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B E D I E N U N G S A N L E I T U N G
TRUE RMS
Digitalmultimeter
DM-441B
Best.-Nr.: 12 09 01
Impressum
Diese Bedienungsanleitung ist eine Publikation der Conrad Electronic GmbH,
Klaus-Conrad-Straße 1, D-92240 Hirschau.
Alle Rechte einschließlich Übersetzung vorbehalten. Reproduktionen jeder Art,
z. B. Fotokopie, Mikroverfilmung, oder die Erfassung in EDV-Anlagen, bedürfen
der schriftlichen Genehmigung des Herausgebers.
100 %
Recyclingpapier.
Chlorfrei
gebleicht.
Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.
Diese Bedienungsanleitung entspricht dem technischen Stand bei Drucklegung. Änderung in Technik und Ausstattung vorbehalten.
© Copyright 1996 by Conrad Electronic GmbH. Printed in Germany.
*09-96/C
Wichtig! Unbedingt lesen!
1. Einführung, Vorstellung
Lesen Sie diese Gebrauchsanweisung sorgfältig durch. Bei
Schäden, die durch Nichtbeachtung der Gebrauchswanweisung
entstehen, erlischt der Garantieanspruch. Für Folgeschäden, die
daraus resultieren, übernehmen wir keine Haftung.
In diesem Digitalmultimeter DM-441B ist neben den normalen
Multimeterfunktionen ein Komponententester für Transistoren
und Dioden eingebaut. Mit dem Transistortester können hfeWerte von PNP- und NPN-Transistoren gemessen werden. Der Widerstandsmeßbereich reicht von 200 Ohm bis 20 MOhm. Im
Wechselspannungsmeßbereich wird der “echte” Effektivwert
der gemessenen Wechselspannung auch bei verzerrter Kurvenform bzw. von Mischsignalen angezeigt.
Der bestimmungsgemäße Einsatz des Meßgerätes
umfaßt:
• Messung von Gleichspannungen bis maximal 1000 VDC
• Messung von Wechselspannungen (True Rms = Echteffektivwert) bis maximal 750 VAC
• Messung von Gleich- und Wechselströmen bis max. 10 A, max.
30 s lang (ungesichert)
• Messung von Widerständen bis max. 20 MOhm
2. Sicherheitshinweise
• Messung von Frequenzen bis max. 200 KHz
• Das Gerät ist EMV-geprüft und erfüllt somit die Richtlinie 89/
336/EWG.
• Dioden- und Transistortest und Durchgangsprüfung
• ein anderer Einsatz als vorgegeben ist unzulässig
• Schützen Sie das Meßgerät und die Meßleitungen unbedingt
vor Feuchtigkeit und Nässe!
Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2. Sicherheitshinweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3. Beschreibung der Bedienungselemente . . . . . . . . . . . . . . . 8
4. Gebrauch des Multimeters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
5. Durchführung von Messungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
6. Wartung und Kalibrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
7. Technische Daten und Meßtoleranzen . . . . . . . . . . . . . . . 30
2
Die 4-1/2-stellige grünleuchtende Leuchtdiodenanzeige (LED) ermöglicht Auflösungen bis 4 Stellen nach dem Komma. Das
DM-441B ist sowohl im Hobby-Bereich als auch im industriellen
(bedingt) oder schulischen Bereich usw. universell einsetzbar.
• Das Meßgerät DM-441B ist gemäß EN 61010-1 von 1993,
Schutzmaßnahmen für elektronische Meßgeräte gebaut und
hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand
verlassen. Es erfüllt die Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG
(Europäische Gemeinschaft). Um diesen Zustand zu erhalten
und einen gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muß der Anwender die Sicherheitshinweise und Warnvermerke beachten
(Achtung!), die in dieser Gebrauchsanweisung enthalten sind.
• Das Meßgerät ist ein sogenanntes Tischmultimeter und ist in
Schutzklasse 1 aufgebaut. Es ist mit einer VDE-geprüften
Netzleitung mit Schutzleiter ausgestattet und darf daher nur
an 230-V-Wechselspannungsnetzen mit Schutzerdung betrieben bzw. angeschlossen werden. Es ist darauf zu achten, daß
der Schutzleiter (gelb/grün) weder in der Netzleitung, noch im
3
Gerät bzw. im Netz unterbrochen wird, da bei unterbrochenem Schutzleiter Lebensgefahr besteht. Es ist weiterhin darauf zu achten, daß die Isolierung weder beschädigt noch zerstört wird.
• Vor jedem Einschalten des Meßgerätes bzw. vor jeder Verbindung mit der Netzsteckdose, überpüfen Sie unbedingt die
Stellung des Spannungswahlschalters an der Gehäuserückseite. Achten Sie auf die richtige Wahl der Netzzspannung (in
Deutschland: 230 V) und die dazu passende richtige Netzsicherung (0,25A flink, 250 V).
• Dieses Meßgerät darf nur in Stromkreisen eingesetzt werden,
die selbst mit 10 A abgesichert sind bzw. in welchen keine
Spannungen größer als 250 VDC/VACrms bzw. Leistungen
größer 2000 VA auftreten können. Das Meßgerät darf nicht in
Installationen der Überspannungskategorie III nach IEC 664
verwendet werden. Das Meßgerät und die Meßleitungen sind
nicht gegen Lichtbogenexplosionen geschützt (IEC 1010-2031, Abschnitt 13.101).
• Meßgeräte und Zubehör gehören nicht in Kinderhände !
• In gewerblichen Einrichtungen sind die Unfallverhütungsvorschriften des Verbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften für elektrische Anlagen und Betriebsmittel zu beachten.
• In Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Hobby- und Selbsthilfewerkstätten ist der Umgang mit Meßgeräten durch geschultes Personal verantwortlich zu überwachen.
• Beim Öffnen von Abdeckungen oder Entfernen von Teilen,
außer wenn dies von Hand möglich ist, können spannungsführende Teile freigelegt werden. Es können auch Anschlußstellen spannungsführend sein. Vor einem Abgleich, einer
Wartung, einer Instandsetzung oder einem Austausch von
Teilen oder Baugruppen, muß das Gerät von allen Spannungs-
4
quellen und Meßkreisen getrennt sein, wenn ein Öffnen des
Gerätes erforderlich ist. Wenn danach ein Abgleich, eine Wartung oder eine Reparatur am geöffneten Gerät unter Spannung unvermeidlich ist, darf das nur durch eine Fachkraft
geschehen, die mit den damit verbundenen Gefahren bzw.
den einschlägigen Vorschriften dafür (VDE-0100, VDE-0701,
VDE-0683) vertraut ist.
• Kondensatoren im Gerät können noch geladen sein, selbst
wenn das Gerät von allen Spannungsquellen und Meßkreisen
getrennt wurde.
• Es ist sicherzustellen, daß nur Sicherungen vom angegebenen
Typ und der angegebenen Nennstromstärke als Ersatz verwendet werden. Die Verwendung geflickter Sicherungen oder
ein Überbrücken des Sicherungshalters ist unzulässig. Zum
Wechsel der Sicherungen trennen Sie das Meßgerät vom Netz
und vom Meßkreis und schalten es aus. Entfernen Sie alle
angeschlossenen Leitungen und die Netzleitung und Prüfspitzen. Nehmen Sie einen passenden Kreuzschlitzschraubendreher zur Hand und öffnen Sie das Gehäuse vorsichtig, indem
Sie die vier Gehäusebefestigungsschrauben in den Gummifüßen in der Bodenplatte entfernen. Heben Sie die obere Gehäusehalbschale ab. Entnehmen Sie die defekte(n) Sicherung(en) und ersetzen Sie diese mit solchen gleichen Typs und
Nennstromstärke 2 A flink, 250 V; übliche Bezeichnung: F 2A /
250 V bzw. 10 A superflink; übliche Bezeichnung FF 10A/250 V.
Schließen und verschrauben Sie nach erfolgtem Sicherungswechsel das Gehäuse in umgekehrter Reihenfolge sorgfältig.
Zum Wechsel der Netzsicherung an der Gehäuserückseite
trennen Sie ebenfalls das Meßgerät vom Netz bzw. vom Meßkreis, entfernen alle Leitungen und drehen erst danach mit
einem geeigneten Schlitzschraubendreher die Sicherungskappe mit der eingelegten Sicherung heraus. Entfernen Sie die
defekte Sicherung und ersetzen Sie sie mit einer gleichen Typs
und Nennstromstärke bzw. Auslösecharakteristik: 0,25A, flink,
250 V; übliche Bezeichnung: F 0,25A/250V. Nach erfolgtem
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Wechsel der Sicherung drehen Sie die Sicherungskappe mit
der neuen (richtigen) unversehrten Sicherung in den Sicherungshalter vorsichtig ein.
Nehmen Sie das Meßgerät erst wieder in Betrieb, wenn das
Gehäuse sicher geschlossen und verschraubt ist.
a) starken magnetischen Feldern (Lautsprecher, Magnete)
b) elektromagnetischen Feldern (Transformatoren, Motore,
Spulen, Relais, Schütze, Elektromagneten usw.)
c) elektrostatischen Feldern (Auf-/Entladungen)
d) Sendeantennen
• Seien Sie besonders vorsichtig beim Umgang mit Spannungen
größer 25 V Wechsel- (AC) bzw. größer 35 V Gleichspannung
(DC). Bereits bei diesen Spannungen können Sie bei Berührung elektrischer Leiter einen lebensgefährlichen elektrischen
Schlag erhalten.
Schalten Sie somit zunächst die Spannungsquelle stromlos,
verbinden Sie das Meßgerät mit den Anschlüssen der zu messenden Spannungsquelle, stellen Sie am Meßgerät den erforderlichen Spannungsmeßbereich ein und schalten Sie danach
die Spannungsquelle ein.
Nach Beendigung der Messung schalten Sie die Spannungsquelle stromlos und entfernen die Meßleitungen von den Anschlüssen der Spannungsquelle.
• Stellen Sie vor jeder Spannungsmessung sicher, daß sich das
Meßgerät nicht im Strommeßbereich befindet.
• Verwenden Sie zum Messen nur die Meßleitungen, welche
dem Meßgerät beiliegen. Nur diese sind zulässig.
• Um einen elektrischen Schlag zu vermeiden, achten Sie darauf, daß Sie die Meßspitzen und die zu messenden Anschlüsse
(Meßpunkte) während der Messung nicht, auch nicht indirekt,
berühren.
• Die Spannung zwischen der V/Ohm-Buchse des Meßgerätes
und Erde darf 1000 VDC bzw. 750 VACrms nicht überschreiten.
• Wenn anzunehmen ist, daß ein gefahrloser Betrieb nicht mehr
möglich ist, so ist das Gerät außer Betrieb zu setzen und gegen unbeabsichtigten Betrieb zu sichern. Es ist anzunehmen,
daß ein gefahrloser Betrieb nicht mehr möglich ist, wenn
• Vor jedem Wechsel des Meßbereiches sind die Meßspitzen
vom Meßobjekt zu entfernen.
- das Gerät sichtbare Beschädigungen aufweist,
• Überprüfen Sie vor jeder Messung Ihr Meßgerät bzw. Ihre
Meßleitungen auf Beschädigung(en).
- nach längerer Lagerung unter ungünstigen Verhältnissen
• Arbeiten Sie mit dem Meßgerät nicht in Räumen oder bei widrigen Umgebungsbedingungen, in/bei welchen brennbare
Gase Dämpfe oder Stäube vorhanden sind oder vorhanden
sein können. Vermeiden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit unbedingt ein Feucht- oder Naßwerden des Meßgerätes bzw. der
Meßleitungen. Vermeiden Sie den Betrieb in unmittelbarer
Nähe von:
- nach schweren Transportbeanspruchungen.
6
- das Gerät nicht mehr arbeitet und
oder
• Schalten Sie das Meßgerät niemals gleich dann ein, wenn es
von einem kalten in einen warmen Raum gebracht wird. Das
dabei entstandene Kondenswasser kann unter Umständen Ihr
Gerät zerstören. Lassen Sie das Gerät uneingeschaltet auf Zimmertemperatur kommen.
7
3. Beschreibung der Bedienungselemente
1. Gerät Ein / Aus
Mit diesem Druckschalter wird das Meßgerät ein- und ausgeschaltet.
2. Funktionstastenfeld mit
2a Druckschalter für Gleichspannungsmessung “=V” bis
max. 1000 V (DC)
2b Druckschalter für Wechselspannungsmessung “~V” bis
max. 750 VACrms
2c
Druckschalter für Gleichstrommessung “=A” bis max. 10 A
2d Druckschalter für Wechselstrommessung “~A” bis max.
10 A
2e Druckschalter für Widerstandsmessung “½“ bis max.
20 MOhm
2f
Vorderseite
Druckschalter für Diodentest und akustische Durchgangsprüfung
2g Druckschalter für Frequenzmessung “FREQ” bis max.
200 KHz
3. Bereichstastenfeld mit
3a Druckschalter für den 200 mV- (AC und DC) oder -OhmBereich
3b Druckschalter für den 2 V- oder 2 mA- oder 2 KOhmBereich
3c
Druckschalter für den 20 V- oder 20 mA- oder 20 KOhmoder 20 KHz-Bereich
3d Druckschalter für den 200 V- oder 200 mA- oder
200 KOhm- oder 200 KHz-Bereich
3e Druckschalter für den 1000 VDC- oder 750 VAC- oder
2000 mA- oder 2000 KOhm-Bereich
Abb. Rückseite
8
3f
Druckschalter für den 10 A- bzw. den 20 MOhm-Bereich
9
4. Druckschalter für die Messung des hfe-Parameters von NPNoder PNP-Kleinleistungs-Transistoren
5. Druckschalter für die Hold-Funktion zum “Einfrieren” = Festhalten des Meßwertes
6. Transistormeßsockel für die Messung des hfe-Parameters von
NPN- oder PNP-Kleinleitungstransistoren
7. Trimmer für den Nullabgleich (Offset) der Digitalanzeige
8. 10-A-Eingang
Dieser Meßeingang ist mit einer superflinken 10 A/250 VSicherung intern abgesichert und für Gleich- und Wechselströme bis max. 10 A zugelassen.
9. mA-Eingang
An diesem Eingang können Gleich- und Wechselströme bis
max. 2000 mA gemessen werden (abgesichert mit einer flinken 2 A/250 V-Sicherung.
10. COM (-)-Eingangsbuchse (COM- bzw. Minusanschluß)
11. V/Ohm/Hz/
/
-(+)-Eingangsbuchse (= Plusanschluß)
12. LED-Anzeige (4-1/2-stellig, größter Anzeigewert: 19999)
18.
/
= Diodentest bzw. Durchgangsprüfung (akustisch)
19. FREQ
= Symbol für die Frequenzmessung
20. HOLD
= Symbol für die Sonderfunktion “Data Hold” (Festhalten eines Meßwertes)
21. Verschiedene Maßeinheiten wie mV, V, mA, A, kHz, ½, ½k,
½M, abhängig von der jeweiligen Meßfunktion und vom jeweiligen Bereichsschalter
22. Gehäuserückseite mit
22a Netzeingang (Kaltgeräteeinbaustecker) mit Schutzkontakt
22b Spannungswahlschalter, umschaltbar zwischen 115 VAC
und 230 VAC. Achtung! Sicherheitsbestimmungen beachten!
22c Netzsicherung. Der Wert der Netzsicherung ist abhängig
von der Schalterstellung des Spannungswahlschalters
22b. Achtung! Sicherheits-bestimmungen beachten!
Hinweis!
Beachten Sie auch die Tabelle rechts neben der Netzsicherung!
13. “-”
= Minuszeichen = negative Polarität
14. AC
= Alternating Current; erscheint bei der Messung
einer Wechselgröße (Spannung oder Strom)
4. Gebrauch des Multimeters
15. “½“
= Ohm = Symbol für die Widerstandsmessung
4.1 Anschluß der Netzleitung
16. DC
= Direct Current; erscheint bei der Messung einer
Gleichgröße (Spannung oder Strom)
17. hFE
= Transistortest (normalerweise “hfe” geschreiben,
jedoch aus technischenGründen als “hFE” angezeigt.
Damit Ihr Meßgerät einwandfrei funktioniert, muß es über die
beiliegende Kaltgeräteleitung mit dem 230-V-Netz mit Schutzerdung verbunden werden. Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit die
Netzleitung auf Beschädigung(en). Achten Sie auf den festen
sicheren Sitz der Steckverbindungen, sowohl am Meßgerät, als
auch in der Netzsteckdose.
10
11
Achtung!
Betreiben Sie das Meßgerät auf keinen Fall im geöffneten Zustand bzw. mit beschädigter Netzleitung, beschädigtem (eingerissenem/gebrochenem) Gehäuse, verschlissenen Meßleitungen.
Lebensgefahr!
4.2 Anschluß der Meßleitungen
Verwenden Sie für Ihre Messungen stets nur die beiliegenden
Meßleitungen. Achten Sie vor jedem Anschluß auf den Zustand
der Anschlußstecker bzw. Meßspitzen sowie auf die unbeschädigte Isolation.
Diese Meßleitungen sind zugelassen für Spannungen bis max.
1000 V. Ihr Meßgerät, das DM-441B, ist für Spannungen bis max.
1000 VDC bzw. 750 VACrms ausgelegt. Seien Sie besonders vorsichtig mit Spannungen größer 25 V Wechsel- bzw. 35 V Gleichspannung.
4.3.2 Sockel- bzw. Buchsenbelegung
a) Transistorsockel hfe
Der zweimal vierpolige Transistorsockel ist mit E(= Emitter),
B(=Basis) und C(=Kollektor) und nochmal E (unter dem Sockel)
und außerdem mit NPN (obere Reihe) und PNP (untere Reihe)
beschriftet. Stecken Sie die spannungslosen Transistoranschlüsse Basis, Emitter und C(K)ollektor, wie gezeichnet, in die Sockelbuchsen. Die Anschlußbelegung der Transistoren sind aus
einem Transistorvergleichshandbuch ersichtlich.
b) Tastenfeld “FUNCTION” (2)
Achtung!
Die Funktionstasten dürfen während der Messung auf keinen
Fall verstellt werden, da dadurch das Meßgerät zerstört werden
kann bzw. für Sie als Folge davon Lebensgefahr bestehen kann.
Achtung!
Überschreiten Sie niemals die max. Eingangsgrößen, da sonst
durch Beschädigung des Meßgerätes für Sie Lebensgefahr besteht.
4.3 Inbetriebnahme
4.3.1 Grundeinstellungen
Betätigen Sie den Druckschalter “POWER” auf “ON” = Ein. Um
eine Funktion auszuwählen, betätigen Sie einen der Druckschalter im Bedienerfeld “FUNCTION”.
12
Von links nach rechts gelesen sind hier die verschiedenen Meßbereiche, durch Druckschalterbetätigung, auswählbar:
=V
~V
=A
~A
½
/
FREQ
=
=
=
=
=
DCV = Gleichspannung (5 Bereiche)
ACV = Wechselspannung (5 Bereiche)
DCA = Gleichstrom (5 Bereiche “2 bis 10”)
ACA = Wechselstrom (5 Bereiche “2 bis 10”)
Omega = Widerstandsmessung (6 Bereiche; Schalter
10 für 20 MOhm)
= Diodentest und Durchgangsprüfung (1 Bereich)
= Frequenzmessung (2 Bereiche)
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c) Bereichstastenfeld "RANGE"
Achtung!
Der Meßbereich darf während der Messung nicht geändert werden. Trennen Sie zuerst die Meßleitungen allpolig vom Meßobjekt.
Von links nach rechts gelesen, lassen sich folgende Meßbereiche
bzw. Sonderfunktionen einstellen:
• 200 mV bei der Gleich- oder Wechselspannungsmessung bzw.
200 Ohm bei der Widerstandsmessung
• 2 V bei der Gleich- oder Wechselspannungsmessung, 2 mA bei
der Gleich- oder Wechselstrommessung, 2 KOhm bei der Widerstandsmessung
• 20 V bei der Gleich- oder Wechselspannungsmessung, 20 mA
bei der Gleich- oder Wechselstrommessung, 20 KOhm bei der
Widerstandsmessung, 20 KHz bei der Frequenzmessung
• 200 V bei der Gleich- oder Wechselspannungsmessung, 200 mA
bei der Gleich- oder Wechselstrommessung, 200 KOhm bei der
Widerstandsmessung, 200 KHz bei der Frequenzmessung
• Stellung “2000”: 1000 V bei der Gleichspannungsmessung, 750 V
bei der Wechselspannungsmessung, 2000 mA bei der Gleichoder Wechselstrommessung, 2000 KOhm (= 2 MOhm) bei der
Widerstandsmessung
• Stellung “10”: 10 A bei der Gleich- oder Wechselstrommessung, 20 MOhm bei der Widerstandsmessung
• Stellung “hFE”: Messung des hfe-Parameters von Kleinleistungstransistoren. Dazu müssen die Schalter des Tastenfeldes
“FUNCTION” und die grauen Tasten des Tastenfeldes “RANGE”
ungedrückt sein. Tippen Sie vor der hfe-Messung einen Druck-
14
schalter links oder rechts neben demjeweils gedrückten Taster
(Function und Range) leicht an, damit dieser “herausspringt”.
Bleiben die jeweiligen Taster gedrückt, können sich wirre Displayinhalte (z. B. mehrere Dezimalpunkte) ergeben.
• Stellung “HOLD”: Dieser Druckschalter schaltet die sogenannte Data-Hold-Funktion ein oder aus. Dabei wird der augenblickliche Meßwert bei sich schnell ändernden Meßsignalen
festgehalten (Hold = halten)/”eingefroren”.
d) 10-A-Buchse
Für Gleich- oder Wechselstrommessungen bis max.! 10 A muß
hier die rote Meßleitung eingesteckt werden.
Achtung!
Bei der Strommessung dürfen im Tastenfeld “FUNCTION” keine
anderen Druckschalter als “=A” oder “~A” gedrückt sein.
e) mA-Buchse
Für Gleich- oder Wechselstrommessungen bis max. 2000 mA (=
2 A) muß hier die rote Meßleitung eingesteckt werden, wenn
im Tastenfeld “RANGE” einer der Druckschalter 2, 20, 200 oder
2000 gedrückt wurde.
f) COM = Common-Buchse
Hier muß für sämtliche Messungen, außer bei Tansistorparametermessungen (hfe), die schwarze Meßleitung eingesteckt
werden (Common-Buchse bedeutet Minus- oder “-” oder
Masse-Buchse)
g) V/Ohm/Hz/
/ - Buchse
In diese Buchse muß die rote Meßleitung gesteckt werden,
wenn Sie Spannungs- und Widerstandsmessungen bzw. Diodentests, Durchgangsprüfungen oder Frequenzmessungen
durchführen wollen.
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5. Durchführung von Messungen
5.1 Spannungsmessung
5.1.1 Gleich- und Wechselspannungsmessung
Achtung!
Überschreiten Sie auf keinen Fall die max. zulässigen Eingangsgrößen. Max. 1000 VDC bzw. max. 750 VAC rms.
Berühren Sie keine Schaltungen oder Schaltungsteile, wenn Sie
höhere Spannungen als 25 VACrms oder 35 VDC darin messen.
Zur Messung von Gleich- oder Wechselspannungen gehen Sie
wie folgt vor (beachten Sie unbedingt die nachfolgenden beiden
Abbildungen):
1. Verbinden Sie die rote Meßleitung mit der V/Ohm-Buchse (11)
und die schwarze Meßleitung mit der COM-Buchse (10).
2. Betätigen Sie im Tastenfeld “FUNCTION” den Schalter “=V”
oder den Schalter “~V”, je nach dem ob Sie eine Gleichspannungsmessung (=) oder eine Wechselspannungsmessung (~)
durchführen wollen. Anschlie-ßend wählen Sie im Tastenfeld
“RANGE” den gewünschten Spannungsmeßbereich aus.
3. Verbinden Sie die Meßspitzen mit dem Meßobjekt (Last Schaltung usw.).
4. Die jeweilige Polarität des Meßwertes wird zusammen mit
dem augenblicklichen Meßwert angezeigt.
Jeder der fünf Spannungsbereiche weist einen Eingangswiderstand von 10 MOhm auf. Sobald bei der Gleichspannungsmessung ein “-” vor dem Meßwert erscheint, ist die gemessene
Spannung negativ (oder die Meßleitungen sind vertauscht).
5.1.2 Messung von Mischspannungen
Um den effektiven Gesamtspannungswert einer Mischspannung
(überlagerte Gleich- oder Wechselspannung) zu ermitteln, gehen
Sie wie folgt vor:
Achtung!
Messen Sie zuerst die True-Rms-Wechselspannung (“~V”) des
Meßsignals und anschließend den Gleichspannungsanteil (“=V”)
des Meßsignals (z. B. bei unstabilisierten Netzgeräten). Die “Gesamtspannung” errechnet sich daraus wie folgt:
Vergewissern Sie sich, daß bei der Spannungsmessung keine der
Tasten “=A” oder “ A” im Tastenfeld “FUNCTION” oder “10” im
Tastenfeld “RANGE” gedrückt ist.
RMS Total (Gesamtspannung) =
= Wurzel aus [(True Rms-Wechselspannungsanteil) im Quadrat +
(Gleichspannungsanteil) im Quadrat)]
16
17
5.2 Strommessung und zusätzlicher
“Bürdenspannungsfehler”
5.2.1 Strommessung
Zur Messung von Gleich- oder Wechselströmen gehen Sie wie
folgt vor (beachten Sie unbedingt die beiden nachfolgenden
Abbildungen):
1. Verbinden Sie die schwarze Meßleitung mit der COM-Buchse
und die rote Meßleitung mit der mA-Buchse (9), wenn Sie
Ströme bis max. 2000 mA messen wollen bzw. mit der 10-ABuchse (8), wenn Sie Ströme von größer als 2000 mA bis max.
10 A messen wollen.
2. Betätigen Sie im Tastenfeld “FUNCTION” den Schalter “=A”
oder den Schalter “~A”, je nach dem ob Sie eine Gleichstrommessung (=) oder eine Wechselstrommessung (~) durchführen
wollen. Anschließend wählen Sie im Tastenfeld “RANGE” den
gewünschten Strommeßbereich (außer der Taste “200” ganz
links) aus.
3. Verbinden Sie die Meßleitungen in Serie mit dem Meßobjekt
(siehe nachfolgende Abbildungen).
Achtung!
Messen Sie keine Ströme in Stromkreisen, in welchen Spannungen größer 250 VDC bzw. VACrms auftreten können, da sonst
18
19
für Sie Lebensgefahr besteht. Messen Sie auf keinen Fall Ströme
über 10 A. Messen Sie nur in Stromkreisen, die selbst mit 10 A
abgesichert sind bzw. in welchen keine Leistungen größer 2000 VA
auftreten können.
Messungen von Strömen gleich 10 A dürfen max. 30 s lang und
nur in Intervallen von 15 Minuten durchgeführt werden (Abkühlphase für den Shunt).
Vergewissern Sie sich, daß bei der Strommessung keine der
Tasten “=V” oder “~V” im Tastenfeld “FUNCTION” gedrückt ist.
Dabei beddeuten Es = Quellenspannung, Rl = Lastwiderstand +
Quellenwiderstand, Im = gemessener Strom und Eb =
Bürdenspannung
b) Fehlerberechnung
5.2.2 Zusätzlicher “Bürdenspannungsfehler”
a) Wie entsteht der zusätzliche Fehler?
Bei der Strommessung liegt der Meßeingang des Multimeters
in Serie mit dem Meßobjekt. Dadurch ergibt sich zwangsläufig
ein Spannungsabfall am Shunt (= Nebenwiderstand = Bürde)
im Meßeingang, abhängig von der Höhe des gemessenen Stromes, der Größe (R) der Sicherung(en) und dem Widerstand
der/des Shunt’s. Der Spannungsabfall wird Bürdenspannung
genannt. Die Höhe der Bürdenspannung beträgt beim DM441B max. 0,3 V bei den niedrigen Strommeßbereichen (2mA,
20 mA und 200 mA) und max. 0,9 V im 2000-mA- und im 10-AMeßbereich. Durch diese Spannung kann das Meßergebnis
verfälscht werden.
Der Bürdenspannungsfehler läßt sich mittels einer Formel
(unter 5.2.2 b) errechnen. Der Fehler kann dadurch reduziert
werden, indem man den jeweiligen Strommeßbereich an die
Höhe des zu messenden Stromes anpaßt. Beachten Sie auch
die folgende Abbildung
20
Die (tatsächliche) Bürdenspannung errechnet sich aus 100% x
gemessener Strom in mA oder A geteilt durch den Strommeßbereich in mA oder A. Der tatsächliche Spannungsabfall Eb beträgt dann: ermittelter Prozentwert mal max. Bürdenspannung für den jeweiligen Bereich.
Beispiel:
der gemessene Strom beträgt 1497 mA, der Strommeßbereich
lautet 2000 mA, die max. Bürdenspannung für diesen Bereich
lautet 0,9 V, die Quellenspannung Es beträgt 14 V.
- Die Bürdenspannung Eb = 100 x 1497/2000 in % = 74,9% von
0,9V = 0,674 V
- Der max. Meßfehler in % für dieses Beispiel lautet:
100 x [Eb : (Es - Eb)]; daraus ergibt sich:
100 x [0,674V : (14V - 0,674V)] = 100 x [0,674 : 13,326] = 5,06 %
- Der max. Meßfehler in mA bezogen auf die Bürdenspannung
für dieses
Beispiel lautet:
(Eb x Im) : (Es - Eb); daraus ergibt sich:
(0,674 x 1497) : (14 - 0,674) = 75,7 mA
Der Meßfehler von 75,7 mA muß bei diesem Beispiel vom
gemessenen Strom von 1497 mA abgezogen werden.
21
Achtung!
Hinweis!
Der ermittelte Meßfehler bezieht sich auf die Bürdenspannung.
Die Meßtoleranz ist nicht in die Berechnung mit einbezogen.
Wenn Sie eine Widerstandsmessung durchführen, achten Sie darauf, daß die Meßpunkte, welche Sie mit den Meßspitzen zum
Messen berühren, frei von Schmutz, Öl, Lötlack oder ähnlichem
sind. Solche Umstände können den Meßwert verfälschen.
5.3 Widerstandsmessung
Achtung!
Vergewissern Sie sich, daß alle zu messenden Schaltungsteile,
Schaltungen und Bauelemente sowie andere Meßobjekte unbedingt spannungslos sind. Bei Messungen von Widerständen,
welche in eine Schaltung eingebaut sind, muß die jeweilige
Schaltung spannungslos und sämtliche Kapazitäten entladen
sein. Bei vorhandenen Restspannungen kann das Meßergebnis
verfälscht werden.
Zur Widerstandmessung gehen Sie wie folgt vor (beachten Sie
unbedingt die nachfolgende Abbildung):
1. Verbinden Sie die schwarze Meßleitung mit der COM-Buchse
(10) und die rote Meßleitung mit der V/Ohm-Buchse (11).
2. Drücken Sie die Taste “½“ im Tastenfeld “FUNCTION” und die
entsprechende Bereichstaste im Tastenfeld “RANGE”. Überprüfen Sie die Meßleitungen auf Durchgang, indem Sie beide
Meßspitzen miteinander verbinden. Stellen Sie gegebenenfalls
die Anzeige mit dem Trimmer “ZERO ADJ” mittels eines geeigneten Schlitzschraubendrehers (Uhrmacherschraubendreher)
auf “0000”.
3. Nun verbinden Sie die Meßspitzen mit dem Meßobjekt.
22
Hinweis!
Bei Widerständen größer ca. 1 MOhm kann es sein, daß die
Anzeige etwas Zeit benötigt, um sich zu stabilisieren (“einzustellen”). Sobald alle vier Nullen im Display blinkend erscheinen,
haben Sie den Meßbereich überschritten, bzw. die Meßstrecke ist
unterbrochen.
23
5.4 Diodentest und Durchgangsprüfung
Zur Messung von Dioden oder Halbleiterstrecken bzw. zur Durchgangsprüfung von spannungslosen Leitungen und Kabeln gehen
Sie wie folgt vor (beachten Sie unbedingt die nachfolgenden
Abbildungen):
1. Verbinden Sie die schwarze Meßleitung mit der COM-Buchse
(10) und die rote Meßleitung mit der V/Ohm-Buchse (11).
2. Drücken Sie den Taster “
/ “ auf dem Tastenfeld “FUNCTION” und verbinden Sie die Meßspitzen mit dem unbedingt
spannungslosen Meßobjekt.
3. Beim Diodentest bezieht sich der angezeigte Wert auf die
Durchlaßspannung (Vorwärtsspannung) einer Halbleiterstrecke (PN-Übergang). Bei der Durchgangsprüfung ertönt bei Widerständen kleiner als ca. 200 Ohm ein akustisches Signal.
Dieses akustische Signal ist auch bei kurzgeschlossenen (defekten) Dioden zu hören.
Nun verbinden Sie die Prüfspitzen mit dem Meßobjekt, einer
spannungslosen Halbleiterstrecke, die rote Prüfspitze an die
Anode, die schwarze Prüfspitze an die Kathode (diese ist in der
Regel gekennzeichnet durch einen Farbring,-Punkt oder Ähnliches).
Wenn Sie eine Diodenstrecke in Durchlaßrichtung prüfen, werden Sie eine Spannung ab ca. 0,25 V (Germanium) oder 0,7 V
(Silicium) bis zu 3,2 V (bzw. 250 mV, 700 mV bis zu 3200 mV)
messen, sofern die Diodenstrecke nicht defekt ist.
Wenn Sie nun die Prüfspitzen vertauschen, also rot an die Kathode und schwarz an die Anode, so überprüfen Sie die sog.
Sperrichtung der Diodenstrecke.
Wird Ihnen blinkend “0000” für Overload = Überlauf angezeigt ist die Diode in Ordnung. Wird Ihnen dagegen ein
“Spannungswert” angezeigt, so haben Sie entweder das Meßobjekt falsch angeschlossen oder es ist defekt.
Achtung!
Achten Sie beim Diodentest darauf, daß die Diode bzw. die
Schaltung, in der sie eventuell eingebaut ist, unbedingt spannungslos sein muß. Alle vorhandenen Kapazitäten müssen entladen sein.
5.5 Transistortest
Achtung!
Der Transistorsockel ist nicht gegen Überlast geschützt !!
24
25
Zur Messung der Verstärkung eines Transistors gehen Sie wie
folgt vor (beachten Sie unbedingt die nachfolgende Abbildung):
1. Stellen Sie den Meßfunktionsschalter auf hFE.
2. Stecken Sie den zu prüfenden Transistor in den Meßsockel.
Achten Sie dabei auf folgende Punkte:
ab. Dieses Multimeter kann einen Basisstrom bis zu 3,5 µA,
bei einer Uce von 4,5 V liefern. Der bei der Messung fließende Kollektorstrom wird erfaßt und daraus der hFE-Wert
errechnet.
- Es können keine Transistoren gemessen werden, welche in
eine Schaltung eingebaut sind.
- Sie können mit diesem Multimeter keinen hfe-Wert von FET’s
oder anderen unipolaren Transistoren messen.
- Wenn die Anschluß-”Beinchen” der Meßobjekte nicht in den
Sockel passen (zu “dick”), versuchen Sie es nicht mit Gewalt,
denn dadurch kann der Sockel beschädigt werden.
- Die hfe-Messung reagiert auf Temperaturschwankungen. Sobald Sie den Transistor anfassen und in den Sockel stecken
und ihn mit Ihren Fingern wärmen, kann sich der Meßwert
ändern. Sollte sich ein instabile Anzeige ergeben, so entnehmen Sie den Transistor und lassen ihn auf Zimmertemperatur
abkühlen.
5.7 Frequenzmessung
- beachten Sie die Anschlußfolge (z. B. C-B-E) des Meßobjekts
(stehen in der Transistor-Vergleichstabelle/-Liste).
- Einige Transistortypen beinhalten Basis-Emitterwiderstände,
wodurch die Messung verfälscht werden kann.
- Der hfe-Meßwert ist nicht absolut genau. Er sagt lediglich
aus, ob der Transistor arbeitet oder nicht. Die tatsächliche
Verstärkung eines Transistors hängt von seinem Arbeitsstrom
26
Zur Messung einer Frequenz gehen Sie wie folgt vor (beachten
Sie unbedingt die nachfolgende Abbildung):
1. Verbinden Sie die schwarze Meßleitung mit der COM-Buchse
(10) und die rote Meßleitung mit der V/Ohm-Buchse (11).
2. Drücken Sie den Taster “FREQ” auf dem Tastenfeld “FUNCTION” und die entpsrechende Bereichstatse auf dem Tastenfeld “RANGE” und verbinden Sie die Prüfspitzen mit dem
Meßobjekt (Generator o. ä.).
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5.8 Hold-Funktion
Wird dieser Taster im Tastenfeld “RANGE” (graue Taste) einmal
betätigt, so wird die Funktion Data-Hold ausgeführt. Damit halten Sie den augenblicklichen Meßwert fest. Durch diese Funktion
ist es möglich, sich schnell ändernde Meßwerte festzuhalten.
Wenn Sie diese Funktion verlassen wollen, drücken Sie diese
Taste erneut.
6. Wartung und Kalibrierung
• Um die Genauigkeit des Tisch-Multimeters über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten, sollte es jährlich einmal kalibriert werden.
• Der Sicherungswechsel ist unter 2. (Sicherheitsbestimmungen)
beschrieben.
Achtung!
• Zur Reinigung des Gerätes bzw. des Display-Fensters nehmen
ein fusselfreies antistatisches trockenes Reinigungstuch.
Beachten Sie unbedingt die max. Eingangsgrößen! Schließen Sie
keine Spannungen größer als max. 250 VDC bzw. VACrms (rms=
eff) an. Bei Spannungen größer 25 VAC bzw. 35 VDC besteht bei
Berührung Lebensgefahr!
Schalten Sie während der Messung nicht auf eine andere
Meßfunktion bzw auf einen anderen Bereich um. Die empfindliche Elektronik im Inneren des Meßgerätes kann dadurch zerstört
werden, wodurch wiederum Sie gefährdet werden können.
Bei Spannungen kleiner ca. 100 mVrms (gemessen bei 1 KHz) ist
keine Frequenzmessung möglich.
28
Achtung!
Verwenden Sie zur Reinigung keine carbonhaltigen Reinigungsmittel oder Benzine, Alkohole oder Ähnliches. Dadurch wird die
Oberfläche des Meßgerätes angegriffen. Außerdem sind die
Dämpfe gesundheitsschädlich und explosiv.
29
7. Technische Daten und Meßtoleranzen
7.2 Meßtoleranzen
7.1 Technische Daten
Angabe der Genauigkeit in +/-(% der Ablesung + Anzahl der
Stellen = digits = dgt(s) )
Display (Anzeige) . . . . . . . . : 4 1/2-stellige grünleuchtende
LED-Anzeige bis 19999, mit automatischer Polaritätsanzeige
Ziffernhöhe . . . . . . . . . . . . . : 14 mm
Max. Meßrate . . . . . . . . . . . : 2,5 Messungen pro Sekunde
Meßverfahren . . . . . . . . . . . : Dual Slope Integration
Überlaufanzeige (Overload) : “0000”, blinkend
Warm-up-Zeit
(Warmlaufphase) . . . . . . . . : ca. 15 Min. nach dem Einschalten
Max. Eingangsstrom AC/DC : 10 A
Arbeitstemperatur . . . . . . . : 0° C bis + 50° C bei einer relativen
Luftfeuchtigkeit von max. 80%,
nicht kondensierend
Lagertemperatur . . . . . . . . . : -20° C bis +60° C bei einer relativen
Luftfeuchtigkeit von max. 70%,
nicht kondensierend
Temperatur für garantierte
Genauigkeit . . . . . . . . . . . . : +23° C +/-5 K (= Kelvin)
Temperaturkoeffizient . . . . : 0,15 x (Meßtoleranz kpl.)/ K bei
einer Temperatur kleiner als +18°C
bzw. größer als +28°C
Leistungsaufnahme . . . . . . : ca. 8 W max.
Masse . . . . . . . . . . . . . . . . . : ca. 1,5 kg (ohne Leitungen)
Abmessungen (B x H x T) . . : 250 (= Breite über alles) x 92,5
(ohne Aufstellbügel) x 251 mm
(ohne Leitungen/Bügel)
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Genauigkeit 1 Jahr lang bei einer Temperatur von + 23° C +/-5 K,
bei einer rel. Luftfeuchtigkeit von kleiner als 80 %, nicht kondensierend.
Die Warm-up-Zeit beträgt ca.15 Minuten.
Betriebsart Meßbereich
Genauigkeit/Frequenz
Gleichspannung
200 mV
2 V
20 V
200 V
1000 V
+/-(0,05%+4dgts)
———”———
———”———
———”———
+/-(0,15%+4dgts)
Wechselspannung
200 mV
2 V
20 V
200 V
750 V
+/-(0,5%+20dgts)
+/-(0,8%+10dgts)
+/-(1,0%+10dgts)
+/-(3,0%+30dgts)
+/-(0,5%+20dgts)
+/-(0,8%+10dgts)
+/-(1,0%+20dgts)
+/-(3,0%+30dgts)
+/-(0,5%+20dgts)
+/-(1,5%+20dgts)
+/-(2,5%+20dgts)
+/-(5,0%+20dgts)
+/-(0,5%+10dgts)
+/-(2,0%+10dgts)
+/-(1,0%+20dgts)
+/-(3,5%+20dgts)
45 Hz bis 1kHz
1kHz bis 10kHz
10kHz bis 20kHz
20kHz bis 50kHz
45Hz bis 1kHz
1kHz bis 10kHz
10kHz bis 20kHz
20kHz bis 50kHz
45Hz bis 1kHz
1kHz bis 10kHz
10kHz bis 20kHz
20kHz bis 50kHz
45Hz bis ca. 1kHz
bei 1kHz
45Hz bis ca. 1kHz
bei 1kHz
Auflösung
0,01
0,1
1
10
0,1
mV
mV
mV
mV
V
0,01 mV
0,1 mV
1 mV
10 mV
0,1 V
31
Betriebsart Meßbereich
Gleichstrom
Wechselstrom
2
20
200
2000
10
mA
mA
mA
mA
A
2 mA
20 mA
200 mA
2000 mA
10 A
Widerstand
200 Ohm
2 KOhm
20 KOhm
200 KOhm
2000 KOhm
20 MOhm
Genauigkeit/Frequenz
+/-(0,5%+1dgt)
———”———
———”———
———”———
+/-(0,75%+3dgts)
Auflösung
0,0001mA
0,001 mA
0,01 mA
0,1
mA
1
mA
+/-(1,0%+10dgts) 45Hz bis 10kHz 0,0001mA
+/-(2,0%+20dgts) 10kHz bis 20kHz
+/-(1,0%+10dgts) 45Hz bis 10kHz 0,001 mA
+/-(2,0%+20dgts) 10kHz bis 20kHz
+/-(1,0%+10dgts) 45Hz bis 10kHz 0,01 mA
+/-(2,0%+20dgts) 10kHz bis 20kHz
+/-(1,0%+10dgts) 45Hz bis 2kHz
0,1 mA
———”———
———”———
1 mA
+/-(2,0%+5dgts)
+/-(0,2%+2dgts)
———”———
———”———
+/-(0,5%+2dgts)
———”———
0,01 Ohm
0,1 Ohm
1 Ohm
10 Ohm
0,1 KOhm
1 KOhm
Frequenz
20 kHz
+/-(1,0%+3dgts)
200 kHz
+/-(2,0%+3dgts)
Empfindlichkeit: größer oder gleich 100 mVrms (rms = effektiv)
Diodentest Teststrom 1,0 mA max.; Meßspannung <4,5 VDC max.
Durchgangsprüfer: akustisches Signal bei R < ca. 200 Ohm
Transistortest-Bereich: hFE 0 - 1000
Basisstrom
: ca. 3,5 uA
VCE (UCE)
: max. 4,5 V
1 Hz
10 Hz
7.3 Maximale Eingangsgrößen,
Überlastschutz/Absicherung
Meßfunktion Eingang
Min. Ablesung Max. Ablesung Max. Eingangsgröße
ACV/DCV
V-½-Hz/COM
0,01 mV
10 A DC/AC
10A
0,001 A
1000 VDC,
750 VACrms
10 A
mA DC/AC
mA COM
0,001 mA
2000 mA
“½“
V-½-Hz/COM
0,01
20 M
Hz
V-½-Hz/COM
1 Hz
200 KHz
Durchgang
V-½-Hz/COM
——
----—
Diode
V-½-Hz/COM
——
——
hFE
Sockel
-—--
COM
——
1000 VDC
750 VACrms
10 A /250 VDC/
VACrms
2000 mA/ 250
VDC/VACrms
600 VDC/ VAC
rms (< 1 min.)
250 VDC/
VACrms
600VDC/
VACrms
600VDC/VAC
rms (< 1 min.)
nicht abgesichert
Achtung!
• Der mA-Strombereich ist durch eine flinke 2-A/250V-Sicherung
abgesichert.
• Der 10-A-Strombereich ist durch eine superflinke 10A/250VSicherung abgesichert.
• Der Transistormeßsockel ist nicht abgesichert!
• Eine Überschreitung der max. zulässigen Eingangsgrößen führt
zur Beschädigung des Meßgerätes bzw. zu einer Gefährdung
des Lebens des Benutzers.
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