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Gute Reise, ihr Zugvögel!
Klick auf das Bild! Dann
erkennst du die Vögel.
Es ist ein schöner Abend im Herbst. Langsam geht die Sonne unter. Wir sehen das nicht,
denn: Wir sitzen am Computer und arbeiten für das Bunte Blatt. Aber dann sind wir fertig
mit unserer Arbeit, und plötzlich hören wir draußen komische Geräusche. Erst leise. Dann
immer lauter: Es fiept und piepst und zwitschert.
Was ist das? Wer macht die Geräusche? Wir schauen aus dem Fenster und entdecken auf
einem Kran sehr, sehr viele Vögel. Der Kran ist groß und rot, aber jetzt sieht er seltsam
schwarz aus: Dicht nebeneinander hocken die lärmenden Vögel. Und immer mehr Vögel
fliegen herbei und setzen sich dazu.
Und sie fiepen und piepsen und zwitschern. Wir staunen. Dann machen wir ein Foto und
wollen wissen: Welche Vögel sind das? Warum treffen sie sich?
Welche Vögel sind das?
Wir schauen genau hin: Es sind Stare. Du erkennst sie an ihrem schwarzen Gefieder. In der
Sonne schimmert das Gefieder dunkelgrün.
Im Herbst wachsen den Staren neue Federn. Die Federn sind an der Spitze weiß. Das
Gefieder sieht dann aus wie ein
Sternen-Himmel: schwarz mit
vielen weißen Punkten. Daher hat der Star seinen Namen (englisch „star“ = Stern). Stare
haben einen Schnabel, der schön gelb leuchtet.
Im Herbst wird der gelbe Schnabel dunkel, fast schwarz. Stare mit dunklem Schnabel siehst
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Gute Reise, ihr Zugvögel!
du unten auf den Fotos.
Warum treffen sich die Stare?
Stare fressen Insekten, Würmer und Raupen, aber auch Früchte und Beeren. Im Frühling
und im Sommer finden die Stare bei uns genug Nahrung. Es gibt viele Insekten und Würmer
und an den Bäumen und Sträuchern wachsen Früchte und Beeren. Aber im Herbst und
Winter wird es in Deutschland und in Nordeuropa kalt. Es gibt hier nichts mehr zu fressen.
Stare finden keine Nahrung und fliegen in großen Schwärmen nach Süden. Warum? Dort ist
es wärmer und es gibt dort viele Insekten und Würmer. Die Stare können sich satt fressen.
An der Mittelmeerküste, im Süden, verbringen viele
Vögel den Winter. Manche Vogelarten fliegen sogar noch weiter – bis nach Südafrika. Sie
heißen „Zugvögel“.
Im Frühling fliegen Zugvögel wieder zurück nach Norden. Hier bauen sie Nester, legen
Eier und ziehen ihre Küken und Jungvögel auf.
Im Herbst fliegen sie dann wieder nach Süden.
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Gute Reise, ihr Zugvögel!
Wie schaffen die Zugvögel den weiten Weg?
Im Frühling und im Herbst werden die Zugvögel unruhig. Sie bewegen sich viel. Bald
ziehen sie los. Diese Unruhe ist angeboren. Dagegen können die Zugvögel nichts machen.
Sie versammeln sich und starten gemeinsam. Wohin? Auch die Flugrichtung und die Route
sind angeboren! Das ist beeindruckend, oder? Ich habe mich schon oft mit dem Auto
verfahren oder in einer großen Stadt verlaufen. Zugvögeln passiert das nicht! Sie kennen
den Weg genau.
Stare sind „Mittelstrecken -Flieger“. Ihr Weg in den Süden ist 1.000 bis 2.000 Kilometer
lang! Mit dem Auto fährst du so eine Strecke in ein bis zwei Tagen. Zu Fuß brauchst du
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Gute Reise, ihr Zugvögel!
einige Wochen – mit vielen Pausen und Proviant. Und was machen die Stare? Stare und
andere Zugvögel bereiten sich auf ihre Reise vor: Sie fressen sehr viel. Dabei entsteht
unter der Haut eine Fett-Schicht als Zugvogel-Proviant. Stare fliegen ein bis zwei Wochen
bis zum Ziel – mit Pausen. Andere Zugvogel-Arten fliegen ohne Pause.
Eine Idee: Willkommen, ihr Stare!
Wenn die Stare im Frühling zurück nach Europa fliegen, dann
freuen sie sich über einen sicheren Platz für den Nestbau und das Brüten. Ein „Starkasten“
(= Nistkasten) hilft den Staren. Wichtig: Das Loch muss nach Osten oder Südosten zeigen.
Der Nistkasten muss sehr hoch hängen. Katzen und andere Tiere oder neugierige Menschen
dürfen die Stare nicht stören.
Kennst du noch mehr Zugvögel? Was weißt du noch über Zugvögel?
Schreib uns einen Kommentar zum Text! Wir freuen uns.
Text: Anke und Konni, Fotos: privat, Zeichnungen: Dieter Haas
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