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Presse
Wien, 8. März 2016
Siemens hat PCR-Test für die Erkennung von ZikaViren entwickelt
Siemens plant einen Zika-Viren-Test auf den Markt zu bringen, der Infektionen mit dem
Krankheitserreger auf Basis einer PCR-Analyse (PCR, Polymerase Chain Reaction) erkennen
soll. Mit einem solchen Test (Assay) lässt sich die RNA (Ribonucleic Acid) von Zika-Viren in
menschlichen Proben identifizieren noch bevor im Körper des Patienten Antikörper gebildet
wurden. Damit kann ein PCR-Test früher Hinweise auf eine Zika-Viren-Infektion geben, als Tests,
die auf einer Antikörper-Erkennung basieren. Es ist derzeit keine Therapie für die Zika-Erkankung
bekannt. Der PCR-Test kann der Forschung jedoch helfen, Ärzte in die Lage zu versetzen, die
Symptome besser zu managen und zu behandeln. Eine schnelle Diagnose kann außerdem das
öffentliche Gesundheitswesen unterstützen, die Ausbreitung der Krankheit unter Kontrolle zu
bringen.
Derzeit ist der Assay von Siemens nur für Forschungszwecke (RUO, Research Use Only)
erhältlich. Er ist dafür ausgelegt, auf dem Molekulardiagnostik-System VERSANT kPCR von
Siemens zu laufen. Zusätzlich soll der Test mit anderen auf dem Markt erhältlichen PCRSystemen durchführbar sein. Mit der schnellen RUO-Verfügbarkeit möchte Siemens die laufende
Zika-Forschung unterstützen. Einen IVD (In-Vitro-Diagnostik)-Assay beabsichtigt Siemens
ebenfalls so schnell als möglich zu entwickeln.
“Wir hoffen, der Assay von Siemens Healthcare wird den Forschern helfen, das Zika-Virus zu
identifizieren und einen Impfstoff sowie ein Heilmittel für die Erkrankung zu finden. Wir möchten
die Forschung in jeder Hinsicht dabei unterstützen, den Zika-Ausbruch zu bekämpfen”, sagte
Fernando Beils, Leiter von Molecular Diagnostics bei Siemens Healthcare.
„Wir haben den VERSANT kPCR Zika 1.0 Assay in Rekordzeit entwickelt”, sagte David Stein,
Leiter von Strategy & Innovation bei Siemens Healthcare. “Das ist ein gutes Beispiel für unsere
Strategie, Gesundheitsversorger weltweit zu befähigen, die Herausforderungen in ihrem
jeweiligen öffentlichen Gesundheitswesen anzugehen. Ich hoffe, wir können dazu beitragen, das
Zika-Virus unter Kontrolle zu bringen.”
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Siemens AG
Presseinformation
Wegen Zika erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 1. Februar 2016 den globalen
Gesundheitsnotstand. Aktuell breitet sich die Krankheit besonders schnell in Süd- und
Zentralamerika, in der Karibik und den Vereinigten Staaten aus. Zika-Viren werden meistens
durch den Stich infizierter Mücken übertragen, in Einzelfällen auch durch sexuelle Kontakte. In
den ersten Erkrankungstagen lässt sich eine Zika-Virus-Infektion zum Beispiel in Blut und Urin
direkt nachweisen, später über eine Antikörper-Diagnostik. In der Regel verläuft die Infektion eher
mild und heilt folgenlos ab. Zu den Symptomen zählen erhöhte Körpertemperatur,
Hautausschlag, Kopfschmerzen und Bindehautentzündung. Als mögliche Komplikation gilt das
Guillain-Barré-Syndrom, eine Nervenkrankheit. Allerdings gibt es Hinweise, dass Infektionen mit
dem Zika-Virus Fehlbildungen des Gehirns bei Neugeborenen (pränatale Mikrozephalie)
auslösen können1.
1
Die Informationen zur Zika-Viren-Infektion basieren auf Angaben von:
Robert Koch Institut: Zikavirus-Infektionen
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/Zikaviren/Zikaviren_node.html
Diese Presseinformation finden Sie unter www.siemens.com/press/PR2016030202HCDE
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Über Siemens Österreich
Siemens Österreich zählt zu den führenden Technologieunternehmen des Landes. Insgesamt arbeiten für Siemens in Österreich rund
10.200 Menschen. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2015 bei rund 3 Milliarden Euro. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf die
Gebiete Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Dazu gehören im Wesentlichen Systeme und Dienstleistungen für die
Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung ebenso wie energieeffiziente Produkte und Lösungen für die Produktions-, Transportund Gebäudetechnik bis hin zu Technologien für hochqualitative und integrierte Gesundheitsversorgung.
Automatisierungstechnologien, Software und Datenanalytik spielen in diesen Bereichen eine große Rolle. Mit seinen sechs Werken,
weltweit tätigen Kompetenzzentren und regionaler Expertise in jedem Bundesland trägt Siemens Österreich nennenswert zur
heimischen Wertschöpfung bei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das Fremdeinkaufsvolumen bei rund 10.200 Lieferanten –
etwa 6.500 davon aus Österreich – über 1 Milliarde Euro. Siemens Österreich hat nicht nur die Geschäftsverantwortung für den
heimischen Markt, sondern auch für 18 weitere Länder in der Region Zentral- und Südosteuropa sowie Israel.
Weitere Informationen: www.siemens.at
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