1 Teil 2 - Fragenkatalog: Marketing Grundlagen, VO im WS

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Teil 2 - Fragenkatalog: Marketing Grundlagen, VO im WS 2012/12
Kapitel 9 - 12
Hinweis: Selbst formulierte Übungsfragen zum Lernen; die Fragen kommen nicht in dieser Form zur
Prüfung und orientieren sich auch an keinen alten Prüfungsfragen!
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Kapitel 9: Distributionspolitik
1. Warum Distribution?
Distribution erhöht die Effizienz des Vertriebs.
2. Was sind Aufgaben der Distributionspolitik?
Notwendigkeit durch räumlich-zeitliche Trennung von Produktion und Konsum, v.a. im
Produktionsbereich; auch im Dienstleistungsbereich?
Generell: Überbrückung von Zeit und Raum
Unternehmen legt fest:
- Standort
- Absatzwege
- physische Distribution
3. Was sind Ziele der Distributionspolitik?
-
Auswahl leistungsfähiger Absatzwege
Senkung Logistikkosten
Verbesserung Informationsfluss
Stärkung Marktposition/-macht
Erhöhung numerischer/gewichteter Distributionsgrad
Herstellung Präsenz und Erreichbarkeit
Sicherstellung des Kundenzugangs
Sicherstellung Lieferbereitschaft/Lieferzuverlässigkeit
…
4. Was sind Entscheidungsfelder der Distributionspolitik?
-
Absatzkanal-/weg
Absatzmittler
Distributionsgrad
Aufgabenverteilung
Transport
Lager
2
-
Logistik
Kooperationsintensität
Vertragssysteme
Organisation
...
5. Standortentscheidung bei der Distributionspolitik?
Standort: Ort, an dem die Leistungen des Unternehmens (Dienstleistung oder Produktion der
Güter) erbracht werden.
Bestimmungsgrößen:
- technische Erfordernisse (Rohstoffe, Infrastruktur...)
- Arbeitskräfte (Ausbildung, Qualifikation, Verfügbarkeit...)
- Subventionen (Investitionshilfen, Steuervorteile...)
- Tradition(Made in Germany?, Schweizer Uhren...)
6. Standortentscheidung bei der Distributionspolitik?
Die Distributionspolitik umfasst alle Entscheidungen bezüglich des Weges (Absatzkanal)
eines Produkts vom Hersteller zum Endverbraucher. Der Absatzkanal ist eine Folge von
absatzmittelnden Institutionen, die eine Ware vom Hersteller zum Konsumenten durchläuft.
Akquisitorische Distribution:
Gestaltung der Vertriebswege bzw. der Absatzkanalstruktur sowie der Einsatz von
Verkaufsorganen
Physische Distribution:
Gestaltung der Logistiksysteme zur Überbrückung von Zeit und Raum durch Transport,
Lagerhaltung und Auftragsabwicklung.
7. Was sind Ziele der Absatzpolitik?
1. Ökonomische Ziele
- Absatz, Umsatz, Marktanteil
- Sicherstellung des Preisniveaus
- geringe Vertriebskosten
- (Handelsspanne)
- Kooperationsbereitschaft des Handels
2. Versorgungsziele
- Distributionsgrad, Kapazität
- Lieferzeit, -bereitschaft, -qualität
3. Psychologische Ziele
- Image des Vertriebskanals
- Qualifikation der Beratung
3
8. Wie werden Vertriebssysteme gestaltet?
1. Selektion der Vertriebssysteme
- vertikale Selektion
- horizontale Selektion
2. Akquisition der Vertriebssysteme
- Push-Strategie (vertikales Marketing)
- Pull-Strategie
3. Abnehmerintegration
- Kooperation
- Konzentration
9. Welche Absatzwege gibt es?
10. Welche versteht man unter direktem Vertrieb und für welche Produkte wird er
angewandt?
-
Anbieter nutzt eigene Verkaufsorgane (Verkaufsabteilungen, Reisende, Filialen...)
oft Absatzhelfer (sind nicht Eigentümer!)
sinnvoll bei hohem Erklärungsbedarf, zu hohen Zwischenlagerkosten...
Unabhängigkeit von Absatzmittler
Für welche Produkte?
-
Produkte mit hohem Erklärungsbedarf
hochpreisige Produkte, die eine (wirtschaftliche) Zwischenlagerung bei Absatzmittlern
ausschließen
transportempfindliche Produkte
regional konzentriert auftretende Nachfrager
wenige Nachfrager, die eine große Menge nachfragen
Käufe in großen zeitlichen Abständen
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11. Welche versteht man unter indirektem Vertrieb und für welche Produkte wird er
angewandt?
-
v.a. bei Produkte für Endverbraucher
Absatzmittler (eig. Namen und Rechnung)
einstufig: ein Händler
zweistufig: Großhänder + Einzelhändler
Formen von Vertriebsbindung
- Vertragshändler (Autohändler...)
- Franchising (Abnahme best. Mengen, Hilfe bei Verkaufsförderung, Werbung,
Personal-schulung ...)
- Mischformen z.B. B&O
Weitere Probleme:
- Konzentrationsprozess
- Wahl der Betriebsform (Fachgeschäft, Warenhaus...)
12. Vorteile und Nachteile von direktem und Indirektem Vertrieb?
5
13. Wann sollte man welchen Vertriebskanal wählen?
14. Was sind Aufgaben des Großhandels?
-
Verkauf und Absatzförderung
Einkauf und Sortimentzusammenstellung
Mengenauflösung in einzelhandelsgerechte Quantitäten
Lagerhaltung (geringere Lagerkosten und Risken für Kunden)
Transport (=> durch Kundennähe kurze Lieferzeiten)
Finanzierung (durch Zahlungsziele)
Risikoübernahme (durch Eigentumsübernahme, gegen Defekt, Verderben, ...)
Marktinformation (über Wettbewerber, neue Produkte, Preisentwicklung)
Management-Dienstleistungen und -Beratung (Ausbildung der Verkäufer, Gestaltung
Warenauslagen, Buchhaltung- u. Lagerbestandskontroll-Systeme)
15. Was versteht man unter Fanchising?
Der Begriff Franchising oder Konzessionsverkauf stammt aus der Distributionspolitik und
bezeichnet eine Mischung aus indirektem Verkauf und direktem Verkauf. Beim Franchising
stellt ein Franchisegeber einem Franchisenehmer die (regionale) Nutzung eines
Geschäftskonzeptes gegen Entgelt zur Verfügung. Aus Sicht des Franchise gebenden
Unternehmens stellt das Franchising somit eine Form der Internationalisierung dar, wodurch
Franchising dem Bereich des Internationalen Managements zuzuordnen ist. Oftmals sind die
Nutzungsrechte an Warenzeichen, Warenmustern oder Geschmacksmustern neben der
Vermittlung von Know-how ein wichtiger Bestandteil der Franchisegeberleistungen.
-
Franchisegeber (meist Hersteller) und Franchisenehmer (meist Händler)
Franchisenehmer ist wirtschaftlich selbstständig
hat gegen Entgelt das Recht, eingeführte Ware unter einheitlichem Zeichen exklusiv
anzubieten
6
-
Verpflichtung zur Abnahme bestimmter Mengen, zu bestimmten Verkaufspreisen etc.
Franchisegeber bietet Werbung, Verkaufsförderung, Personalschulung etc.
engere Bindung als Vertragshändler
keine Darstellungsmöglichkeit der eigenen Firma
Bsp.: McDonalds, The Body Shop
16. Was versteht man unter einem mehrgleistigen Vertrieb?
Bei einem mehrgleisigen Vertrieb gelangen identische Produkte oder Produktvarianten
gleichzeitig über verschiedene Absatzkanäle zu den Verbrauchern (Mehrkanalsystem, MultiChannel-Vertrieb).
Beispiele
Brauereien: Gaststätten, Lebensmitteleinzelhandel, Kantinen, Kioske, Tankstellen
E-Commerce: Karstatt, Quelle, OBI, Otto
Vorteile:
- bessere Marktabdeckung
- Einsatz kundengerechter Absatzkanäle
- Reduktion der Abhängigkeit von einzelnen mächtigen Absatzmittlern
Risiken:
- Konflikte zwischen den beteiligten Absatzmittlern
- Unübersichtlichkeit des Vertriebs
17. Betriebsformen des Einzelhandels?
7
18. Wie lassen sich Vertriebsformen bewerten?
Produktbezogene Einflussfaktoren
- Erklärungsbedürftigkeit
- Sicherstellung von Kundendienstleistungen
- Lagerfähigkeit und Transportempfindlichkeit
Unternehmensbezogene Einflussfaktoren
- Marketingkonzeption
- Produktstrategie
Marktbezogene Einflussfaktoren
- Marktposition des Absatzkanals
- Aufnahmefähigkeit
Kundenbezogene Einflussfaktoren
- Image der Betriebsformen
- Einkaufsgewohnheiten
Handelsbezogene Einflussfaktoren
- Vertragliche Bindungen
- Qualifikation des Verkaufspersonals
Konkurrenzbezogene Einflussfaktoren
- Absatzwege und Betriebsformen der
- Konkurrenz Möglichkeiten der Wettbewerbsprofilierung
Umfeldbezogene Einflussfaktoren
- Einfluss neuer Technologien
- Gesetzgebung
19. Welche Kriterien werden bei der Auswahl von Vertriebspartnern beachtet?
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20. Push and Pull im Marketing?
Die beiden betriebswirtschaftlichen Begriffe push und pull stammen aus dem Bereich der
Logistik (vgl. auch Pull-Prinzip im Lean Management) sowie des Supply-ChainManagements, lassen sich aber auch weitläufig in verschiedenen Teilbereichen des
Marketings finden. Im Bereich des Marketings werden darunter zwei gegensätzliche
Strategien verstanden, Güter an einem Markt abzusetzen. Unter bestimmten Voraussetzungen
können beide Strategien miteinander kombiniert werden. Ein optimaler Push-Pull-Mix hängt
vom Produkttyp, der Kundenerfahrung, der Länge des Distributionskanals und der
Verfügbarkeit von Medien ab.
Push-Strategie
Eine Push-Strategie wird eingesetzt, wenn ein Gut dem Konsumenten unbekannt ist und der
Nutzen, den dieses Gut stiftet, signalisiert werden muss. Ein Beispiel hierfür wäre ein neues
Parfum. Der Konsument weiß nicht im Voraus, welches Parfum er bevorzugt, sondern kann
erst eine Entscheidung treffen, wenn er vorab über Informationen wie beispielsweise
Geruchsproben verfügt. Unternehmen versuchen, Informationsasymmetrien durch Signaling,
also Werbung und weitere Maßnahmen in der Verkaufsförderung (z.B. Einsatz von
Verkaufsdisplays), zu reduzieren. Bei Push-Strategien besteht beim Konsumenten ein latentes
Bedürfnis, welches durch Marketingmaßnahmen – beispielsweise aggressive Preispolitik oder
Personal Selling – in ein bewusstes Bedürfnis beziehungsweise in Bedarf (kaufkräftige
Nachfrage) umgewandelt werden kann. Ein weiteres Beispiel für eine Push-Strategie aus dem
Bereich der Werbung sind Postwurfsendungen. Der Konsument erhält vom Unternehmen
Informationen oder Leistungen (Kauf auf Probe), ohne dass vorher ein offenes Bedürfnis
besteht. Neue Produkte in einem bestehenden Markt sowie besonders erklärungsbedürftige
Güter (z.B. Investitionsgüter) werden ebenfalls mit Push-Strategien eingeführt.[1] Auch bei
langen Vertriebskanälen werden bei fehlender Markenbekanntheit Push-Strategien genutzt,
indem man sich in Form von Verkaufsförderung über den Handel an die Konsumenten
wendet.
Pull-Strategie
Bei der Pull-Strategie versucht das Unternehmen durch das Screening, sein Angebot nach der
Nachfrage des Konsumenten strategisch auszurichten. Die Pull-Strategie zielt dabei auf den
Verbraucher ab, der ein Produkt kaufen soll. Der Hersteller baut ein Image und
Bekanntheitsgrad auf und übt durch den Verbraucher Druck auf den Handel aus, indem der
Kunde nach dem Produkt fragt. Der Handel ist dann gezwungen, dieses Produkt bei
entsprechender Nachfrage in seinem Sortiment zu führen. Marketingmaßnahmen, die den
Handel zum Verkauf der Ware bringen sollen, werden nur nachrangig oder gar nicht
eingesetzt. Von Pull-Strategie wird in diesem Zusammenhang auch gesprochen, wenn die
Produkte über Massenmedien beworben (sogenannter medialer Vorverkauf) und dadurch
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aktiv vom Kunden im Handel nachgefragt werden. Meist können nur größere Unternehmen es
sich leisten, nach der Pull-Strategie zu agieren, indem sie erhebliche Beträge in Branding
investieren und so beim Verbraucher eine Nachfrage nach ihren Produkten schaffen; diese
wirkt dann wie ein Sog auf das Produkt im Vertriebssystem.
21. Was sind Push Instrumente?
Käufer-Typen des Wiederverkäufers
- Der loyale Käufer
- Der opportunistische Käufer (wählt Lieferant aus Vorauswahlliste aus)
- Der Gelegenheitskäufer (sucht das aktuell beste Angebot)
- Der kreative Wiederverkäufer (versucht eigene Vorschläge durchzusetzen =>
manchmal sogar Produktveränderung)
- Der werbungsorientierte Käufer (versucht, Geld für Werbezwecke zu erhalten)
- Der Feilscher (nimmt Angebot, das ihm höchsten Rabatt verschafft)
- Der qualitätsorientierte Käufer (sucht Qualität, unter Bedingung, dass Verkaufspolitik
des Lieferanten nicht aus Rahmen fällt)
Marketing-Instrumente für Wiederverkäufer
- Gemeinschafts-Werbung
- Voraus-Etiketierung
- Kauf ohne Lagerhaltung
- Automatische Wiederbestellsysteme
- Werbehilfen
- Besondere Preise für Lagerreduktionen
- Rückgabe- u. Umtauschrechte
- Zuschüsse für Sonderpreis-Aktionen
22. Was lässt sich zu E-Commerce (electronic commerce) sagen?
Electronic commerce = elektronischere Geschäftsverkehr
Moderne E-Commerce-Systeme beinhalten alles. Von der Bestellung digitalem Inhalts für den
sofortigen Konsum, bishin zur Bestellung von konventionellen Waren und Dienstleistungen
und andere Arten, die den elektronischen Geschäftsverkehr erleichtern. In der Regel wird für
den E-Commerce ein Onlineshop eingesetzt. Hier können die Kunden selbständig Ware
aussuchen und bestellen. Der Bereich E-Commerce ermöglicht so Einkaufen rund um die
Uhr. Der Online-Shop ist in der Regel an ein Warenwirtschaftssystem angeschlossen, das
Einkauf, Lagerhaltung, Kundenmanagement, Finanzbuchhaltung und vieles mehr beinhalten
kann.
Auf der institutionellen Ebene nutzen Konzerne und Finanzinstitute das Internet, um
finanzielle Daten auszutauschen. Dies erleichtert ihnen sowohl das nationale als auch das
internationale Geschäft. Das Problem was sich oft stellt sind Datenintegrität und
Datensicherheit im elektronischen Geschäftsverkehr.
-
Voraussetzung für weitere Verbreitung: hohe Zahl von Internetnutzern innerhalb der
Zielgruppe
10
-
Umsatzstärkste Sortimente:
o Bücher
o Musik
o Reisen
o Elektronische Erzeugnisse
o Spielwaren
o Textilien
23. Realisierungsmöglichkeiten für E-Commerce?
24. Was ist bei E-Commerce zu beachten?
-
Einkauf so leicht wie möglich für den Kunden
Wie findet der Kunde den Anbieter?
Aktualität und Benutzerfreundlichkeit
Angabe von Kontaktdaten
Voraussetzungen für Angebote im globalen Netz müssen klar sein
25. Was versteht man unter Marktveranstaltungen?
Marktveranstaltungen stellen institutionalisierte Gelegenheiten für die Gewinnung von
Informationen über die Marktlage, für die Herstellung und Pflege von Kontakten und für die
Anbahnung und den Abschluss von Geschäften dar.
Kennzeichen von Marktveranstaltungen:
- Zeitliche und örtliche Konzentration von Angebot und Nachfrage
Formen:
- Messen und Ausstellungen
- Auktionen
- Börsen
- Wochen- und Tagesmärkte
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26. Was sind Absatzhelfer?
Absatzhelfer sind wirtschaftlich und rechtlich selbstständige Unternehmen, ohne Eigentümer
der Produkte zu sein.
- in der Logistik: Transportunternehmen wie Bahn, LKW...
- in der Akquisition: Handelsvertreter, Kommissionäre und Makler
(Akquisition = Kauf, Erwerb)
27. Was lässt sich zu Marketinglogistik sagen?
Marketinglogistik umfasst die physische Distribution von Gütern.
Frage:
Wie gelangt das richtige Produkt zur gewünschten Zeit (Lieferzeiten...) in der richtigen
Menge an den gewünschten Ort? (Transportmittel)
28. Vergleich alternativer Verkehrsträger?
29. Was ist Ziel der ABC-Analyse und wie wird sie angewendet?
Ziel
-
das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen,
Transparenz und Vergleichsmaßstäbe zu schaffen,
die Ansatzpunkte für Verbesserungen (z. B. Rationalisierungsmaßnahmen) zu
identifizieren,
Anstrengungen zu identifizieren, die wirtschaftlich wenig Wirkung zeigen (Steigerung
der Wirtschaftlichkeit!),
materialwirtschaftliche Entscheidungen zu fundamentieren.
Anwendung
- Lagerplanung: Bildung von Zonen nach der Zugriffshäufigkeit.
- Projektmanagement: Einteilung in Groß-, Mittel- und Kleinprojekte.
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-
Marketing: Segmentierung von Kundengruppen oder Absatzgebieten.
Betriebsanalyse: Ermittlung der repräsentativen Produkte.
Standortbestimmung: Berücksichtigung der dominierenden Transportrelation.
Materialflussplanung: Berücksichtigung der dominierenden Transportbeziehungen.
Produktgestaltung: Konzentration auf die gängigen Produkte -Entfernung der
nichtgängigen Produkte aus dem Lieferprogramm.
Qualitätssicherung: Ermittlung der häufigsten Ausschussursachen und deren
Beseitigung
30. Was ist PSI Forecast?
PSI planning (production, sales, and inventory) ist das informationsbasierte Planen von
Produktfluss im ganzen System. Es beginnt mit einer Vorhersage von zukünftiger Nachfrage
(uneingeschränkt von betrieblichen Faktoren so wie Kapazitätslimits), gemischt mit dem
aktuellen und geplanten Bestandlevel (inventory level). So soll ein erwünschtes Level neuer
Produktion bestimmt werden.
31. Was ist Rolling Forecast?
Unter Rollierender Planung oder Rolling Forecast kann man die in zeitlichen Intervallen
erfolgende Überarbeitung und Ergänzung von Plänen verstehen. Es wird immer über eine
bestimmte Zeitperiode vorausgesagt. Ist diese z.B. 12 Monate, wird nach Ende des 1. Monats
dieses aus dem Forecast genommen und hinten ein neues angefügt.
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32. Was sind die vier Grundfreiheiten der EU?
Freier Warenverkehr (Zollunion):
- der Warenverkehr ist keinen Beschränkungen unterworfen
- d.h. ein Verbot von Ein- und Ausfuhrzöllen
Personenfreizügigkeit:
- heißt, dass jeder Unionsbürger in jeden EU Mitgliedsstaat ohne großen Aufwand
umziehen darf und sich niederlassen kann
Dienstleistungsfreiheit:
- jeder Unternehmer darf in jedem Mitgliedstaat der EU seine Dienstleistungen anbieten
und ausführen
Freier Kapital- und Zahlungsverkehr:
- erlaubt den Transfer von Geldern und Wertpapieren zwischen Mitgliedstaaten und
Drittstaaten
33. The Golden Rule of Competition Law?
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Kapitel 10: Kommunikationspolitik
34. Was ist das Kommunikationsmodell von Lasswell?
Wer
sagt Was
zu Wem
auf welchem Kanal
mit welcher Wirkung
Sender, Quelle, Kommunikatior
Botschaft
Empfänger, Recipient, Kommunikant
Medium
Effekt
35. Die Grundlagen der Kommunikation?
Wer
sagt Was
zu Wem
Wie?
Werbeobjekt
Werbebotschaft
Werbezielgruppe
Werbemittel
Werbeträger
36. Wie sieht der Kommunikationsprozess aus?
Störquellen:
- Encodierungs-/Decodierungsfehler
- Wahl des Kanals / Kommunikationsmittels
- Technische Störungen
- Feed-Back-Schleife
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37. Massenkommunikationsmodelle?
38. Beispiel für den Informationsverarbeitungsprozess?
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39. Kommunikationspolitische Instrumente? (above the line und below the line)
above the line
- klassische Werbung
-
Verkaufsförderung
o alle zeitlich befristeten Aktivitäten mit Aktionscharakter (z.B.
Konsumentengerichtete Verkaufsförderung durch Ausverkauf und Angebote)
-
Öffentlichkeitsarbeit (PR = Public Relations)
o All jene Bemühungen und Handlungen eines Unternehmens (Vereine,
Verbände, Parteien etc.) um öffentliche Bekanntheit und Vertrauen.
-
Persönlicher Verkauf
below the line
- Direktwerbung
o Direktwerbung (engl.: direct advertising) bezeichnet eine individuelle, meist
schriftliche Form werblicher Kommunikation zwischen Anbietern und
(potentiellen) Nachfragern. Sie ist untergeordneter Bestandteil des
Direktmarketing innerhalb der Marktkommunikation des Marketing.
-
Product Placement
o Product Placement (Produktplatzierung), auch Werbeintegration genannt, ist
die gezielte Darstellung von Markenprodukten in verschiedenen Medien. Sie
ist ein Instrument der Kommunikationspolitik im Marketing und wird vor
allem in Film- und Fernsehproduktionen und Videospielen eingesetzt.
-
Sponsoring
o Ziel ist, auf das eigene Unternehmen, vornehmlich im Zusammenhang mit
einem medienwirksamen Ereignis, aufmerksam zu machen.
-
Eventmarketing
o Eventmarketing (auch Event-Marketing, Live-Kommunikation, LiveMarketing) bezeichnet die zielgerichtete und systematische Planung von
Veranstaltungen (Messen, Konferenzen, Verkaufspräsentationen, InvestorenVersammlungen, Pressekonferenzen, Sport- und Kulturveranstaltungen) als
absatzpolitisches Instrument oder image- und meinungsbildungsfördernde
Maßnahmen zur Durchsetzung der Unternehmensziele und zum Aufbau der
Reputation,
-
Merchandising
o Unter Merchandising (engl. merchandise, von engl. merchant – Verkäufer)
bzw. Verkaufsförderung, auch Absatzförderung, wird innerhalb der
Kommunikationspolitik des Marketing von Konsumgütern die Produktion, der
Vertrieb und die Werbung für Markenartikel verstanden, die das gleiche Logo
oder die gleiche Botschaft transportieren wie ein bekanntes Markenprodukt,
ohne dabei jedoch den gleichen Nutzen zu bieten. Insbesondere wird auf diese
Weise ein positives ideelles Markenimage planmäßig auf eine Vielzahl von
Gebrauchsgütern transferiert.
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40. Kommunikationspolitische Instrumente
above the line und below the line?
Above the line:
- Ursprünglich für Aktivitäten mit fester Preisliste
Below the line:
- Zunehmend beliebter
- Vergleichsweise günstig
- In sich abgeschlossen
- Oft direkt zurechenbarer Erfolg
- Hauptgrund: Konsumenten werden sensibler gegenüber werblicher Beeinflussung,
Werbewirkung klassischer Maßnahmen geht zurück
- Neue Wege der Kommunikation sind notwendig
41. Was lässt sich zu above the line: der klassischen Werbung sagen?
-
-
-
hat Vorbereitungsfunktion für den späteren Kauf
o Information (potentieller) Nachfrager über Existenz und Merkmale eines
Produktes
o Erhöhung des Bekanntheitsgrades
Anregung zum Kauf des Produktes
o Beeinflussung der Einstellung zum Kauf einer Ware oder Inanspruchnahme
einer Dienstleistung
hat Nachbereitungsfunktion
o Bestätigung des Kaufs
bedient sich der Massenkommunikation, d. h. viele nicht bekannte Empfänger ohne
Feedback-Funktion
42. Was lässt sich über die Werbebotschaft sagen?
-
-
Orientiert sich an den Kaufmotiven der potentiellen Nachfrager
Kaufmotive im Konsumgüterbereich:
o finanzielle Vorteile
o persönliches Wohlbefinden
o Bequemlichkeit
o Anerkennung durch andere
Faustregel: nicht mehr als eine Nachricht pro Spot oder Anzeige
Innerhalb einer Kampagne können Nachrichten variiert werden
Klare und deutliche Formulierung
Orientierung an der Zielgruppe
43. Wofür steht AIDA?
AIDA ist die Gestaltungsformel der Werbung.
Attention
Interest
Desire
Action
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44. Die zehn kreativsten Werbe-Stile?
45. Was gibt es für Werbemittel?
Wichtige Werbemittel:
- Fernseh-, Kino- und Hörfunkspots
- Anzeigen
- Bilder, Töne
- Kataloge
- Plakate
- Werbebanner und –buttons
Maßgeblich für die Auswahl des geeigneten Werbemittels sind die
Wahrnehmungsmöglichkeiten: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten
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46. Unterschied zwischen Werbemittel und Werbeträger?
Werbebotschaften werden auf Werbemitteln (Anzeigen, Werbespots, Plakate) platziert.
Mithilfe von Werbeträgern (z.B. Zeitungen, Fernsehen, Plakatsäulen) werden sie dem
Umworbenen zugänglich gemacht.
47. Was ist ein Werbeträger?
Werbeträger dienen dazu, die in den Werbemitteln dargestellten Werbebotschaften an die
Zielpersonen heranzutragen.
Wichtige Werbeträger:
Print, TV, Hörfunk, Kino
Anschlagstellen in der Außenwerbung (z.B. Plakatwände, Litfasssäulen)
Internet
weitere Form: Verbundwerbung = andere Unternehmen als Werbeträge
48. Wie wird ein Werbeträger ausgewählt + Tausenderpreis?
Mediaselektion:
Datenquellen helfen, Kennzahlen zu gewinnen (Allensbacher Werbeträger Analyse...)
-
Reichweite
o Personenzahl mit 1maligen Kontakt (Auflage wird gleich Leserschaft gesetzt)
Kontaktintensität
o Summe der Kontakte (wie oft wird Zeitschrift gelesen)
Zielgruppenaffinität (Affinität = Verhältnis, Ähnlichkeit, Gemeinsamkeit)
o %-Anteil der Zielgruppe an der gesamt Reichweite
Beispiel: Ich will Angler erreichen: von 100 000 Lesern (= Reichweite = Auflage) sind z.B.
5% Angler = 5% meiner Zielgruppen = 5000 Angler-Leser
Quantitativer Tausenderpreis
Der quantitative Tausenderpreis gibt an, wie teuer es ist, 1.000 Personen mit einer
Werbebotschaft zu erreichen
Qualitativer Tausenderpreis
Der qualitative Tausenderpreis gibt an, wie teuer es ist, 1.000 Personen der Zielgruppe mit
einer Werbebotschaft zu erreichen.
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49. Welche Reichweitenbegriffe gibt es?
Nettoreichweite:
Anzahl der Personen, die mit einer Mediakombi mindestens einmal erreicht werden.
Bruttoreichweite:
Anzahl der Kontakte, die mit einer Mediakombi erzielt werden.
Quantitative Reichweite:
Anzahl der Personen die in innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit mit dem jeweiligen
Medium in Kontakt kamen.
Qualitative Reichweite:
bezieht sich auf die Zielpersonen/Gruppen, die durch eine Mediakombination angesprochen
werden.
Wirksame Reichweite:
gibt an, wie viele der Personen der Zielgruppe mit der erforderlichen Kontaktintensität
angesprochen werden.
50. Wie wird das Werbebudget bestimmt?
51. Was versteht man unter Verkaufsförderung?
Unter VKF versteht man absatzfördernde Maßnahmen, die
- zeitlich begrenzt
- auf kurzfristig erzielbare Kommunikations-(und Kauf-)wirkungen ausgerichtet sind
und
- neben kommunikationspolitischen Aktionen auch preispolitische, produktpolitische
und distributionspolitische Maßnahmen umfassen.
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52. Was lässt sich zu above the line: dem persönlichen Verkauf sagen?
Vorteile
- direkter Kontakt zum Kunden
- Infogewinnung
- positive Imagegewinnung
- ...
Nachteile
- hohe Kosten
- hoher Zeitbedarf
- hohe Fachlich- und Persönlichkeit des Personals nötig
alle Mitarbeiter sind am „persönlichen Verkauf“ beteiligt!
53. Wie läuft das Verkaufsgespräch?
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54. Was lässt sich zu above the line: Öffentlichkeitsarbeit sagen?
-
-
auch Public Relations, PR
systematische Gestaltung einer Beziehung zwischen Unternehmen und einer nach
Gruppen gegliederten Öffentlichkeit
o Kunden
o Aktionäre
o Lieferanten
o Arbeitnehmer
o Institutionen
o Staat
langfristiges Ziel: Vertrauen und Verständnis gewinnen
Mittlerfunktion für die Produktwerbung
besondere Bedeutung hat PR in Krisensituationen
55. Werbung vs. Public Relations!
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56. Kommunikationsinstrumente von Above the Line im Vergleich.
57. Was lässt sich zu below the line: Direktwerbung sagen?
Direktwerbung: alle
Werbemaßnahmen, die den
Empfänger gezielt ansprechen
mit Hilfe selbstständiger
direkter Werbemittel.
-
spricht den Empfänger gezielt an
Werbebotschaft mit selbstständigen Werbeträgers direkt übermittelt
kein anderes Medium notwendig
wendet sich an per Namen und Adresse bekannte Empfänger
zielt darauf ab, individuelle Beziehung herzustellen
Dialog zwischen Sender und Empfänger der Werbebotschaft
zunehmende Bedeutung wegen:
- Wertewandel, keine Akzeptanz von Massenkommunikation
- Forderung nach mehr Kundenorientierung
- hohe Kosten im persönlichen Verkauf
- Databasemarketing als wichtige Grundlage
- technischer Fortschritt
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Ziele:
-
generell: Verkauf von Waren oder Dienstleistungen
Vertrauensbildung
Marktforschung
Kundenbindung
Cross-Selling
o Verkauf von sich ergänzenden Produkten oder Dienstleistungen.
Erfolgsfaktoren:
- Auswahl der geeigneten Zielgruppe
- Gestaltung der Kommunikationsaussage
- taugliches Produkt
- Situation und Umfeld
Vorteile
- geringere Streuverluste
- Special-Interest-Printmedien meist günstiger
- Flexibler zeitlicher Einsatz
- Tests und Ergebnismessungen
- individuellere Kundenansprache
- Ungeteilte Aufmerksamkeit
- Zeitnahes Feedback
- preiswerter als persönlicher Verkauf (B2B!)
- meist höherer Wirkungsgrad
- besonders geeignet bei kleinen Werbeetats / sehr speziellen Zielgruppen
- Internationalisierung möglich
- bessere Geheimhaltung
Nachteile
- Konflikte mit anderen Absatzkanälen
- Ungeeignet für Low-Interest-Produkte
- Bei großer/breiter Zielgruppe zu hohe Portokosten
- Begrenzungen Postvorschriften und technische Möglichkeiten
- Mehr Wettbewerb unter direktwerbetreibenden Unternehmen um Kunden
- Qualifikation Mitarbeiter erforderlich (Kosten)
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58. Was lässt sich zu below the line: Direktwerbung: mailing sagen?
klassische Form, bestehend aus
- Umschlag
-
personalisiertem Werbebrief
o Formulierung: KISS (Keep it short and simple)
o Layout
-
ggf. Prospekt oder Katalog
o Angebotsdarstellung
o Einflussgröße für Herstellungs- und Portokosten
o Stuffer: Prospektblatt mit besonderen Angeboten
-
Responsemedium
o Aufwand für Kunden so gering wie möglich
-
Verteilung des Packages:
o Versandmöglichkeiten prüfen
o bei unbekannter Adresse: zu mieten bei Adressbroker
o ansonsten: Analyse des eigenen Datenbestandes
59. Was lässt sich zu below the line: Direktwerbung: Telefonmarketing sagen?
aktives Telefonmarketing
- Outbound
- Unternehmen ruft den potenziellen Kunden an
passives Telefonmarketing
- Inbound
- Unternehmen nimmt die Anrufe des Kunden entgegen
-
hohe Steigerungsraten durch technische Entwicklung
Einsatz von Wählcomputern
als nicht ständige Einrichtung: externe Callcenter
Schulung der Mitarbeiter notwendig
60. Was lässt sich zu below the line: Direktwerbung: Teleshopping sagen?
-
-
über das Medium Fernsehen:
o Direktreaktionswerbespots (DRTV)
o Infomercials
auch: Electronic Shopping, Televertrieb, Interactive Shopping oder Home-Shopping
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61. Was lässt sich zu below the line: Productplacement sagen?
Unter Product Placement wird die geplante Platzierung von Marketingobjekten in einem zum
Objekt passenden Umfeld verstanden, sofern diese im nichtwerblichen Teil der Medien
erscheinen und die Platzierung gegen eine geldwerte Leistung erfolgt.
Abgrenzung zur Schleichwerbung = Platzierung ohne dramaturgische Notwendigkeit
Differenzierung nach Art der Informationsübermittlung
- verbale Platzierung
- visuelle Platzierung
Intensität des Placements
- Zurverfügungstellung von Produkten
- On-Set Placement
- Creative Placement
- Programming
Replacement
- von Herstellerseite wird versucht, Produkte von bestimmten Filmen fernzuhalten, um
schlechtes Image zu vermeiden
Art des Entgelts
- monetäre Zuwendungen
- kostenloses Überlassen der Produkte
62. Was lässt sich zu below the line: Sponsoring sagen?
Beim Sponsoring stellt der Sponsor dem Gesponserten Geld oder Sachmittel zur Verfügung.
Gegenleistung:
- Verbesserung Bekanntheitsgrad
- Image
- Kundenbindung
- Demonstration für gesellschaftliche Verantwortung
Arten
- Sport-, Kultur-, Sozial-, Wissenschafts-, Umwelt-und Ökosponsoring
- ca. 4 Mrd €
Events
- erlebnisorientierte Veranstaltungen (Open-Air...)
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63. Wie kann man Kommunikationseffizienz messen?
Werbewirkungskontrolle
- Recalltests
o Erinnerung an beworbene Produkte und Kommunikationsinhalte
- Recognitiontests
o Wiedererkennung von Werbemitteln
Werbeerfolgskontrolle
- Akquisitionserfolg
o Neukundengewinnung
- Umwandlungserfolg
o der Interessent wird zum Käufer
- Aufbauerfolg
o Folgekäufer, Haltbarkeit, Investitionskennziffer, Kundenwert
64. Wofür steht USP?
Als Alleinstellungsmerkmal (engl. unique selling proposition, USP) wird im Marketing und
in der Verkaufspsychologie das herausragende Leistungsmerkmal bezeichnet, mit dem sich
ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt. Synonym ist veritabler Kundenvorteil. Das
Alleinstellungsmerkmal sollte „verteidigungsfähig“, zielgruppenorientiert und wirtschaftlich
sein sowie in Preis, Zeit und Qualität erreicht werden. Der Begriff gehört zum
Grundvokabular des Marketings. Ein Alleinstellungsmerkmal, d.h. ein einzigartiges
Nutzenversprechen, soll mit dem Produkt verbunden werden.
65. In welchen Schritten entsteht eine neue Kampagne?
1) Fixierung der Werbeziele
Werbeziele = angestrebte Zustände, die mit kommunikativen Mitteln erreicht werden sollen,
beantworten die Frage nach dem WARUM der Werbung
Beispiele:
Bekanntmachung/Bekanntheitsgrad
Nutzenpenetration
Aktualisierung
Emotionalisierung/emotionale Produktdifferenzierung
Imageaufbau/-pflege
Interessensweckung
Kaufabsicht
2) Definition der Werbezielgruppe
Je besser man Denken, Fühlen, Handeln sowie Einstellungen und Bedürfnisse der
Zielgruppe kennt, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Form der werblichen
Ansprache gefunden wird, die die Zielgruppe erreicht.
3) Copy Strategie
Die Copy-Strategie ist eine grundlegende Kommunikations-Leitstrategie für Werbetexte oder
einer Werbekampagne, eben der Copy. Hier wird die Richtung des Werbetextes festgelegt.
Die Copy Strategie manifestiert die Kernaussagen. Die Copy Strategie ist sozusagen der
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"Rote Faden" des Werbetextes. Neben den wichtigsten Elementen einer Werbebotschaft, wie
dem Produktversprechen (Kundennutzen), der Begründung (Reason-Why) und dem
Gestaltungsstil (Tonality) enthält sie als erstes Element das Kommunikationsziel, welches für
alle Maßnahmen verbindlich formuliert wird und die Effizienz von Werbung und Marketing
steigern soll.
Die Copy Strategie setzt sich auch 4 Ebenen zusammen:
-
Kommunikationsziel
Produktversprechen (U.S.P. - Unique Selling Proposition, Benefit), bildet somit den
Kern der Copy Strategie und stellt damit den Hauptnutzen dar
Begründung (Reason Why)
Tonality
4) Auswahl der Werbemittel
Werbemittel: Kombination werbewirksamer Elemente (Bild, Text, Ton, Bewegung etc.), die
in ihrem Zusammenspiel die Werbewirkung hervorrufen.
Beispiele:
Anzeigen
Inserate
Fernseh-, Funk-, und Kinospots
Plakate
Prospekte
Kataloge
Werbebriefe
Schaufensterdekoration
Leuchtschilder
5) Auswahl der Medien/Werbeträger (continued)
Werbeträger: Medien der Streuung, durch die die Werbemittel an die Werbezielgruppe heran
geführt werden.
“Klassische” Medien:
FFF-Medien
Druck- bzw. Printmedien
Sonstige Medien
66. Was ist Briefing?
Das Briefing enthält die Aufgabenstellung des Kunden an seine Agentur
- Damit Bindeglied vom Konzept zur Umsetzung
- Das Briefing sollte
o schriftlich und präzise,
o knapp
o und in sich schlüssig sein
Bei einem Briefing handelt es sich um eine Kurzeinweisung (Kurzbesprechung) vor einem
wichtigen Ereignis (z. B. Teamarbeit, Werbung, Tauchen, Fallschirmspringen u. v. a. m.).
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Briefing-Inhalte:
- Produkt
- Marketing-Ziele
- Kommunikationsziele
- Markt (Status, Entwicklung, etc.)
- Verbraucher/Zielgruppe (Profile,
Gewohnheiten, Einstellungen)
- Mitbewerber (Produkt, Marktstellung,
kommunikative Aktivitäten)
- Handel
- Timing
- Etat (Budget, Kostenplan, Haushalt)
- Informationen zum Unternehmen
Denkbare Ursachen für unklare Briefings:
- Unverbindlichkeit
- Unvollständigkeit
- Fehlerhafte Übermittlung/falsche Interpretation
- Diffuse und unklare Strategien
67. Briefing/Kooperation/Selektion: Selektionskriterien?
-
Leistungsangebot (Full Service, Kreativagent., Komplettagentur)
Agenturphilosophie/methodik (z.B. Markenführungsmodelle, integrierte
Kommunikation)
Größe der Agentur
Kundenbetreuung
Agenturstandort
Art der Leistungsabrechnung (Pauschalabrechnung, Honorarabrechnung., etc.)
Internationalität
Kundenliste
Alter der Agentur
Bekanntheitsgrad
Personal (Erfolge, Preise, etc.)
Personalfluktuation
68. Briefing/Kooperation/Selektion: Verschiedene Begriffe.
Honorarsystem:
Abrechnung nach geleisteter Arbeit (Stundensätze für einzelne Funktionen)
Pauschalabrechnung:
Für die zu leistende Arbeit wird eine Pauschale definiert
- Vorteile kontinuierlicher Mittelzufluß (z.B. 120.000 € Pauschale – jeden Monat
10.000€ Zufluss
- Wichtig exakte Definition dessen, was mit Pauschale abgedeckt ist
30
Provisionsbasis
- (bestimmter Prozentsatz des Schaltvolumens – ca. 15% wird für Agenturentlohnung
herangezogen: Schaltvolumen 1Mio €, AE 15% = 150.000 Euro Agenturentlohnung,
Kunde wird Bruttoinsertionspreis berechnet)
ServiceFee-Abrechnung (amerikanisches System)
- Ähnlich wie Provisionsbasis, Kunde wird mit Schaltkosten minus Provisionen +
15%+x belastet
- Beispiel: 1 Mio Schaltvolumen
- 150.000 (15% AE)
= 850.000
+ 16% (von 850.000)
Anreizgesteuerte Systeme
- Motivation als Zielsetzung
- US-Firma Campell – Bezugsgröße Umsatz
Kapitel 11: Marketing-Konzeption
69. Was versteht man unter Marketing-Konzeption?
Schlüssiger, ganzheitlicher Handlungsplan (»Fahrplan«), der sich an angestrebten Zielen
(»Wunschorten«) orientiert, für ihre Realisierung geeignete Strategien (»Route«) wählt und
auf ihrer Grundlage die adäquaten Marketinginstrumente (»Beförderungsmittel«) festlegt.
Daraus leiten sich drei Konzeptionsebenen für Marketingentscheidungen ab:
1. Konzeptionsebene: Marketingziele – Zielsetzungsentscheidungen (Marketingziele),
2. Konzeptionsebene: Marketingstrategie – Zielerreichungsentscheidungen
(Marketingstrategien),
3. Konzeptionsebene: Marketing-Mix – Zielerreichungsentscheidungen
(Marketinginstrumente).
das in sich möglichst geschlossene und im Rahmen der Marketingplanung entwickelte
Programm der für eine Planperiode gültigen Marketingziele und des Marketingmix.
Marketingkonzeption = schlüssiger und ganzheitlicher Handlungsplan
- der sich an den Unternehmenszielen orientiert
- durch Wahl der geeigneten Strategien
- mit Hilfe adäquater Marketinginstrumente
1. Konzeptionsebene: Marketingziele
2. Konzeptionsebene: Marketingstrategien
3. Konzeptionsebene: Marketinginstrumente
31
70. Was sind die Schritte strategischen Verhaltens?
-
Das Problem definieren
Den Standort bestimmen
Das Ziel festlegen
Den Verhaltensrahmen erstellen
Den Prozess beginnen
Das Erreichte überprüfen
Den Weg korrigieren
Überraschungen erwarten
71. Inside-Out vs. Outside-In?
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72. Ebenen der Marketing-Konzeption
73. Zielpyramide bei Marketingzielen?
33
74. Was ist die SWOT-Analyse?
Die SWOT-Analyse stellt ein Instrument zur Situationsanalyse und zur Strategiefindung dar.
In ihr werden die Stärken-Schwächen-Analyse und die Chancen-Risiken-Analyse vereint.
Strenghts, Weaknesses, Opportunities und Threats bilden in Paaren vier Stretegien, auf die im
Folgenden noch eingegangen werden soll.
Strategiefindung
Zunächst werden alle Informationen für die beiden zugrunde liegenden Analysen benötigt. Da
die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eingeschätzt werden sollen, ist es sinnvoll
diese Arbeit in einem Team zu lösen. Dadurch können subjektive Einschätzungen weitgehend
unterbunden werden. Bei der Gegenüberstellung der beiden Analysen in einer Matrix sollte
beachtet werden, dass sich Schwächen und Stärken gegenseitig bedingen können.
„Beispielsweise verfügen kleine und mittelständische Unternehmen in der Regel über eine
höhere Flexibilität als Großunternehmen. Dieser Vorteil geht aber oft mit schlechteren
Möglichkeiten der Fremdkapitalbeschaffung einher. [...] Dadurch lassen sich Schwächen
häufig nicht abbauen, ohne gleichzeitig die vorhandenen Stärken zu gefährden."1 Die
Chancen-Risiken-Analyse sollte regelmäßig durchgeführt werden, damit Veränderungen
frühzeitig erkannt werden können.
Strategien
- SO-Strategien: Durch die Stärken des Unternehmens sollen die Chancen genutzt
werden z.B. durch Expansion und Neuentwicklung von Produkten.
- ST-Strategien: Durch die Stärken des Unternehmens sollen Risiken, die das
Unternehmen bedrohen, entschärft werden.
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-
WO-Strategien: In dem die Schwächen abgebaut werden, sollen Chancen genutzt
werden.
WT -Strategien: Durch den Abbau von Schwächen sollen Risiken reduziert werden.
Um tatsächlich eine sichere Strategie zu finden, sollten die möglichen Entwicklungen der
Stärken und Schwächen bedacht werden. Um ihnen gerecht zu werden, kann die SzenarioTechnik angewandt werden. „Durch die ausführliche Beschäftigung mit Stärken, Schwächen,
Chancen und Risiken des Unternehmens wird die Basis für eine an die Unternehmenssituation
angepasste Ableitung von Strategien geschaffen.
75. Die Markt-Analyse?
35
76. Was ist die Gap-Analyse?
-
Messung der Lücke zwischen prognostizierter Ziele und tatsächlicher Zielerreichung
Suche nach Gründen bei Abweichung
Ableitung von geeigneten Maßnahmen, um Lücke zu schließen
77. Was ist die Branchenstruktur-Analyse (nach Porter)?
78. Was ist die Unernehmens-Analyse (nach Porter)?
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79. Was ist die Konkurrenz-Analyse (nach Porter)?
80. Was ist die Produktlebenszyklus-Analyse?
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38
39
81. Was sind die Marktfeldstrategien nach Ansoff?
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82. Was sind die Marktstimulierungstrategien?
83. Was sind die Marktperzellierungstrategien?
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84. Was sind die Marktarealstrategien?
85. Was sind die Wettbewerbsstrategien?
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Nach Porter
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86. Was ist Marketingcontrolling?
-
Überprüfung des Zielerreichungsgrad
suche nach Gründen bei Abweichungen
Schlussfolgerungen: sind Ziele, Strategien oder Aktionen sinnvoll oder zu verändern?
Marketing-Controlling umfasst die informationelle Sicherung ergebnisorientierter Planung,
Steuerung und Überwachung des gesamten Marketinggeschehens - vielfach verbunden mit
einer Integrations- und Systemgestaltungsfunktion, grundsätzlich verbunden mit einer
Koordinationsfunktion.
-
Ermittlungs- und Dokumentationsfunktion
Planungs-, Prognose- und Beratungsfunktion
Vorgabe und Steuerungsfunktion
Kontrollfunktion
Grundsätzliches Ziel des Strategischen Marketing-Controlling ist es, gegenwärtige/zukünftige
Erfolgspotenziale von Unternehmen aufzuspüren und zu erhalten sowie gegenwärtige/
zukünftige Risikopotenziale aufzuspüren und zu vermindern.
87. Was sind Marketingaudits?
Marketingaudits sind fallweise durchgeführte, systematische Überprüfungen der
Marketingleistung eines Unternehmens, wobei entweder die Wirksamkeit einzelner Elemente
oder das Marketingsystem in seiner Gesamtheit einer Überprüfung unterzogen werden.
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Kapitel 12: Rechtliche Aspekte im Marketing
88. Wie lautet das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung?
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
- keine Absprachen oder Ausnutzung von Marktmacht
- Ziel: Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs
-
Verbot horizontaler wettbewerbsbeschränkender Verständigung (z.B. Vitaminkartell)
Verbot vertikaler wettbewerbsbeschränkender Verständigung (Händler und Hersteller)
Verbot ... einseitiger Maßnahmen (Marktmachtausnutzung)
Kontrolle z.B. durch Monopolkommission, EU-Kommission
Details: horizontal/vertikal
Beeinträchtigung des bestehenden Wettbewerbs durch Vereinbarungen, die zwischen
miteinander im Wettbewerb stehende Unternehmen getroffen wurden, die entweder
tatsächlich oder potentiell auf demselben Markt tätig sind.
Horizontale Wettbewerbsbeschränkungen werden auch als Kartelle bezeichnet.
Sie werden von vertikalen Wettbewerbsbeschränkungen, welche zwischen Unternehmen
unterschiedlicher Wirtschaftsstufen (z. B. Hersteller und Verkäufer) bestehen, unterschieden.
45
89. Wie lautet das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb?
Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG)
Ziel: Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs
Verbot von
- unlauterer Beeinflussung des Kunden (Irreführung, Zwang, Ausnutzung menschlicher
Schwächen)
- Behinderung bestimmter Mitbewerber (unlauterer Vernichtungswettbewerb,
bezugnehmende Werbung, Ausnutzung fremder Leistung)
- Rechtsbruch (Absichtliche Gesetzesverstöße).
90. Wo gibt es Werbeeinschränkungen?
für bestimmte Produkte:
- Tabakwerbung
- Heilmittelwerbung (Arzneimittelgesetz & Heilmittelgesetz)
- alkoholische Getränke
- Automobilwerbung (Verkehrssicherheit)
für bestimmte freie Berufe:
- Rechtsanwalt
- Notare
- Steuerberater
- Wirtschaftsprüfer
- Teilweise umfassendes Werbeverbot:
o Ärzte
o Apotheker
o Architekten
Apothekenwerbung (zulässig und unzulässig)
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91. Regelungen in der Werbung?
Direktwerbung
- Telefon- und Faxwerbung
o bei gewerbliche Kunden: nur bei Einverständnis ist oder wenn Anruf dem
Gewerbezweck dient
o bei privaten Kunden: nur wenn Geschäftsbeziehung vorhanden oder
ausdrückliche Genehmigung vorliegt
-
Briefwerbung grundsätzlich erlaubt
Internet grundsätzlich erlaubt (Bannerwerbung)
o unverlangte E-Mails nicht!!
-
Rundfunkwerbung (TV, Radio)
Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten
o Trennungsgebot
o Kennzeichnungspflicht
o Beeinflussungsverbot
o Blockwerbung
o Zeitliche Wettbewerbsbeschränkung
-
Private Anbieter
o max. 20% Werbung
o Trennungsgrundsatz
Vergleichende Werbung
- seit 1997 grundsätzlich erlaubt
- darf nicht irreführend sein
- muss nachprüfbar sein
- nur typische Eigenschaften dürfen verglichen werden
- keine Herabsetzung des Mitbewerbers
-
selbstdisziplinäres Kontrollorgan:
Werberat des Zentralausschusses der deutschen Werbewirtschaft
Michaela, [email protected]
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