Institute of Physics IA
Dynamik amorpher Halbleiter
Dr. Martin Salinga
Bachelor Thesis in Physics
Wechselwirkung zwischen Licht und den elektrischen Eigenschaften
amorpher Phasenwechselmaterialien auf ns-Zeitskalen
Phasenwechselmaterialien (PCM) bilden den Kern einer vielversprechenden Technologie im Bereich
universeller Datenspeicher. Die Beiträge unserer Arbeitsgruppe zu dem Forschungsgebiet konzentrieren sich
schon seit mehreren Jahren darauf, das grundlegende Verständnis der besonderen physikalischen
Eigenschaften dieser einzigartigen Materialklasse zu vertiefen. Ein Ansatz, den unsere internationalen
Kooperationspartner in Wissenschaft und Industrie sehr schätzen.
Während kürzlich die erste Markteinführung eines Phase-ChangeMemory erfolgte, richten sich bereits einige Wissenschaftler auf eine
ganz neue Art der Anwendung von PCM aus: „neuromorphe Hardware“.
Hierbei ist es das Ziel, die Arbeitsweise des Gehirns, die sich grundlegend
von der Arbeitsweise der heute üblichen digitalen Prozessoren
unterscheidet, in einer künstlichen elektrischen Schaltung auf
Halbleiterbasis zu realisieren. Im Rahmen des seit 2015 vom ERC
geförderten Projektes „Neuramorph“ möchten wir Beiträge zur
Realisierung dieses Zieles leisten. Wir untersuchen dabei die Prozesse,
die im Zusammenhang mit dem elektrisch induzierten Schalten auftreten. Hierbei ist der Einfluss von Licht auf
die elektrischen Eigenschaften des Materials von Interesse. Zum Beispiel kann ein Lichtpuls bei ausreichender
optischer Leistung das PCM kristallisieren oder sogar aufschmelzen.
Im Rahmen der Bachelorarbeit soll das optische System eines Tieftemperaturmessplatzes charakterisiert und
erste Messungen durchgeführt werden. Das optische System besteht aus einer Laserdiode, einem Treiber
sowie einem Lichtleiter. Die in den geplanten Experimenten von der Laserdiode emittierten Lichtpulse sollen
bezüglich ihres transienten Verhaltens auf der ns-Zeitskala sowie ihrer optischen Leistung charakterisiert
werden. Dazu wird moderne schnelle elektrische Messtechnik (u.a. Pulsgeneratoren und Oszilloskope)
eingesetzt. Nach erfolgter Charakterisierung können z.B. Experimente zum Aufschmelzen des Materials oder
Messungen der elektrischen Eigenschaften bei dicht aufeinander folgenden Licht- und Spannungspulsen
durchgeführt werden.
Kontakt:
Dr. Martin Salinga
[email protected]
Raum 28C410, Tel. 0241/80 27178
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M.sc. Matthias Kaes
[email protected]
Raum 28B502, Tel. 0241/80 27177
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Wechselwirkung zwischen Licht und den elektrischen Eigenschaften