2014 / 2015
Ins Offene
Lucky Happiness Golden
­Express  100
Mein Freund Harvey  88
Baierische Weltgeschichte  114 Mirandolina  186
Benefiz – Jeder
Mr. Pilks Irrenhaus  112
rettet einen Afrikaner  102
Rio Reiser – König von
Das große Lalula  158
Deutschland  120
Das Käthchen von Heilbronn
rundgeradekrumm  152
oder Die Feuerprobe  91
Sommersalon  110
Der Bajazzo/
Spiral Pass (UA) / Violin­­
Gianni Schicchi  192
konzert (UA) / Unitxt  194
Der Fleißer-Spaziergang  129 Sunset Boulevard  184
Die 39 Stufen  98
Tschick  159
Die Bremer
Wie im Himmel  90
­Stadtmusikanten  78
Die Geschichte vom Fuchs, der
den Verstand verlor (UA)  161 Übersicht mit allen Zugaben
und ­Spielstätten auf S. 68 / 69
Die Opferung von Gorge
Mastromas  104
Draußen vor der Tür  84
Ein Känguru wie Du
­(Arbeits­titel) (UA)  148
Ein Mann, zwei Chefs  74
Endless  190
Ente, Tod und Tulpe  160
Flashdance  188
Foxfinder (DE)  76
Gatte gegrillt  115
Gedächtnis des Wassers  105
Grillenparz (DE)  96
Hamlet  80
Hasse Karlsson  154
Hauptsache Arbeit!  82
Heute bin ich  156
Im weißen Rössl  86
Komm! ins Offene, Freund!  128
Leise Unglaublich Laut  150
Stücke der Spielzeit
2014/2015
Komm
ins
Offene
Komm!
ins
Offene,
Freund !
Komm!
ins
Offene,
Freund !
Komm! ins Offene, Freund! zwar glänzt
ein Weniges heute
Nur herunter und eng schließet der
­Himmel uns ein.
Weder die Berge sind noch aufgegangen
des Waldes
Gipfel nach Wunsch und leer ruht von
Gesange die Luft.
Trüb ists heut, es schlummern die Gäng’
und die Gassen und fast will
Mir es scheinen, es sei, als in der
­bleiernen Zeit.
Friedrich Hölderlin
Der Gang aufs Land.
6
Michael Amelung
Ingrid Cannonier
7
8
Patricia Coridun
Anjo Czernich
9
10
Benjamin Dami
Olaf Danner
11
12
Mira Fajfer
Jan Gebauer
13
14
Peter Greif
Ulrich Kielhorn
15
16
Benjamin Kneser
Renate Knollmann
17
18
Ralf Lichtenberg
Denise Matthey
19
20
Richard Putzinger
Peter Reisser
21
22
Sascha Römisch
Carolin Schär
23
24
Barbara Schmick
Thomas Schrimm
25
26
Enrico Spohn
Teresa Trauth
27
28
Béla Milan Uhrlau
Victoria Voss
29
30
Olivia Wendt
Matthias Zajgier
31
Michael Amelung
Studium am Mozarteum in Salzburg, gastiert 2004 bei den
Salzburger Festspielen, dann am Theater Basel, in Singen
und Graz. 2007 bis 2010 an der Landesbühne Esslingen,
­danach Gastengagements in Karlsruhe und Ingolstadt. Seit
2012 /13 Ensemblemitglied im Jungen Theater.
Produktionen in der Spielzeit 2013 / 14 u. a.: »Die Reise zum
Mittelpunkt der Erde«, »An der Arche um acht«, »Tschick«,
»Ente, Tod und Tulpe« und »Das große Lalula«.
Ingrid Cannonier
Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg. Nach
­ersten Engagements in Münster, Bonn und Wiesbaden wechselt sie an das Theater an der Ruhr in Mülheim. Spielt von
1989 bis 2004 am Stadttheater Ingolstadt und gründet 2005
das Altstadttheater in Ingolstadt. Ab der Spielzeit 2013 /14
ist Ingrid Cannonier wieder fest im Ensemble engagiert.
Rollen in der letzten Spielzeit: »In der Republik des Glücks«
(Oma), »Gedächtnis des Wassers« (Mutter), »Das Käthchen
von Heilbronn« (Kunigunde von Thurneck) sowie diverse
Rollen in »Lebenmüssen ist eine einzige Blamage« (UA).
Patricia Coridun
Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und
­Darstellende Kunst Stuttgart, Ensemblemitglied in
­Göttingen, danach freiberuflich u. a. in Oldenburg, Berlin,
am ­Od-theater in Basel und Karlsruhe. Seit 2011/ 12
in ­Ingolstadt. Rollen in der Spielzeit 2013 / 14 u. a. in:
»Das Ding« (Katrin), »Wie es euch gefällt« (Celia),
»Die ­Opferung von Gorge Mastromas« (Louisa) und
»In den ­Alpen« (junge Frau).
32
Ensemble
Anjo Czernich
Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst
Busch«, Erstengagement in Ingolstadt seit der Spielzeit
2011/12. Rollen am Stadttheater u. a.: »Kasimir und Karoline«
(Kasimir), »Das Ende des Regens« (Gabriel Law), »Das
Ding« (Li/Siwa), »Wie es euch gefällt« (Probstein, Narr),
»In den Alpen« (Helfer) und »Das Käthchen von Heilbronn«
(Graf Wetter vom Strahl).
Benjamin Dami
Absolviert 2012 sein Schauspielstudium in der Theater­
akademie Mannheim, wo er national wie international in
­verschiedenen Produktionen Spielerfahrung sammelt.
Er arbeitet u.a. am Heusteigttheater in Stuttgart, Theater
am Puls in Schwetzingen, Mannheimer Maimarkt und
­Studio Theater Stuttgart. Zuletzt in der spartenübergreifenden Produktion »Luftbeben« am Stadttheater Pforzheim
zu ­sehen. Ab der Spielzeit 2014/15 gehört Benjamin Dami
zum Ensemble des Jungen Theaters.
Olaf Danner
Besuch der Otto-Falckenberg-Schule, Erstengagement
an den Münchner Kammerspielen, danach Wechsel ans
­Landestheater Linz. Seit 2004 festes Ensemblemitglied in
Ingolstadt. In der Spielzeit 2013 / 14 u. a. zu sehen in:
»Ein Klotz am Bein« (Bouzin), »Lebenmüssen ist eine einzige
Blamage« (UA) als Bert Brecht, »Der Heiratsantrag / Der
Bär / Über die Schädlichkeit des Tabaks« (Ivan, Nachbar)
und »In der Republik des Glücks« (Onkel Bob).
Ensemble
33
Mira Fajfer
Assistenzen in den Bereichen Regie, Dramaturgie,
­Theaterpädagogik und Kostüm am Theater Plauen/Zwickau.
Schauspielausbildung an der Folkwang Universität der
Künste in Essen / Bochum. Während ihrer Ausbildung ist sie
als Gast u.a. am Schauspielhaus Bochum, Theater die Baustelle in Köln und am Al-Kasaba Theatre in Ramallah tätig.
Mira Fajfer ist ab der Spielzeit 2014 / 15 neu im Ensemble des
Stadttheaters Ingolstadt.
Ulrich Kielhorn
Studium an der Otto-Falckenberg-Schule. Festengagements
in Augsburg, Kassel und am Münchner Volkstheater, als freier
Schauspieler in Osnabrück, Wuppertal, Bochum sowie bei
Funk und Fernsehen. Seit der Spielzeit 2006 / 07 in Ingolstadt.
Rollen in der Spielzeit 2013/14 u.a.: »Wie es euch gefällt«
(Herzog), »Die Opferung von Gorge Mastromas« (M, Firmenchef), »Gedächtnis des Wassers« (Frank) sowie diverse
Rollen in »Lebenmüssen ist eine einzige Blamage« (UA).
Jan Gebauer
Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August
Everding, Engagements am Bayerischen Staatsschauspiel
München und am Theater Ulm, danach freischaffend u. a.
in Saarbrücken, Halle, München, Leipzig, Luxemburg, Graz
und Kopenhagen. Er arbeitet auch als Sprecher und Autor
für Funk und Fernsehen. Seit 2009 / 10 im Ensemble am
Stadttheater Ingolstadt. Rollen in der Spielzeit 2013 / 14 u. a.:
»Alice« (Raupe / Vikar / Ritter), »Wie es euch gefällt«
­(Herzog Frederik) und »Wie im Himmel« (Arne).
Benjamin Kneser
2003 bis 2007 Schauspielstudium an der Anton-BrucknerPrivatuniversität in Linz und Gastengagements während der
Ausbildung am Linzer Landestheater. Anschließend festes
Engagement am deutsch-sorbischen Volkstheater in Bautzen. Ab 2010 freischaffend – Stationen sind u. a. das Societaetstheater Dresden, die Festspiele Bad Hersfeld und ab
2012 ist er für zwei Jahre auf der Kulturinsel Einsiedel bei
Görlitz in der Impro-Artistik-Show »Krönum« engagiert. Ab
der Spielzeit 2014/15 gehört Benjamin Kneser zum Ensemble
des Jungen Theaters in Ingolstadt.
Peter Greif
Ausbildung in München an der Schauspielschule Gmelin, Engagements in Memmingen, Augsburg und am Stadttheater Bern.
Seit 1995 festes Ensemblemitglied am Stadttheater Ingolstadt.
Rollen in der Spielzeit 2013 / 14 u. a.: »Ellis Biest« (Biest) und
»Wie es euch gefällt« (Corin, Schäfer). Szenische Lesungen:
»Heilige Nacht« und »Baierische Weltgeschichte«.
34
Ensemble
Renate Knollmann
Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater »
­ Felix
Mendelssohn-Bartholdy« in Leipzig und Studium des klassischen Gesangs in Detmold. Erste Bühnenerfahrungen in
Berlin, Dresden, Essen und Leipzig, ab 2005 in Memmingen
engagiert. Seit der Spielzeit 2008/09 Engagement in
­Ingolstadt. Rollen in der Spielzeit 2013/14 u. a.: »Dylan. The
Times They Are A-Changin’«, »Glück gehabt« (Felicitas)
und »Gedächtnis des Wassers« (Mary) sowie diverse Rollen
in »Alice«.
Ensemble
35
Ralf Lichtenberg
Schauspielstudium in Hannover, Engagements am Theater
der Jugend in München, in Esslingen, Heidelberg, Freiburg,
Hannover, als Gast u. a. in Mannheim und Hannover. Seit
2006 fest im Ensemble. Rollen in der Spielzeit 2013 / 14 u. a.:
»Das Ding« (Magellan/Beat/Wang), »Wie es euch gefällt«
(1. Lord), »In der Republik des Glücks« (Papa) und »In den
Alpen« (Mann).
Denise Matthey
Zunächst Studium der Medien- und Kulturwissenschaften
in Düsseldorf, danach Schauspielstudium in Frankfurt
am Main. Seit der Spielzeit 2011/ 12 Erstengagement am
Stadttheater Ingolstadt. Rollen in der Spielzeit 2013 / 14
u. a.: »Ein Klotz am Bein« (Vivian), »Alice« (Alice), »Wie es
euch gefällt« (Rosalind), »In der Republik des Glücks«
­(Hazel) und »Das Käthchen von Heilbronn« (Käthchen).
Richard Putzinger
Ausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien, Festenga­
gements in Karlsruhe und Rostock. Seit 2006 im Ingolstädter
Ensemble. Rollen in der Spielzeit 2013/14 u.a.: »Alice«
(Cheshire Cat), »Wie es euch gefällt« (Oliver), »Die Opferung
von Gorge Mastromas« (Sol) und »Gedächtnis des
­Wassers« (Mike).
Peter Reisser
Schauspielausbildung und Studium der Theaterwissenschaft in Wien. Engagements in Bregenz, Memmingen und
Konstanz. Seit 2001 in Ingolstadt engagiert. Rollen in der
Spielzeit 2013 / 14 u.a.: »Die Grönholm-Methode« (Enrique
Font), »Dylan. The Times They Are A-Changin’«, »Ein Klotz
am Bein« (Fernand), »Wie im Himmel« (Daniel Daréus)
­sowie diverse Rollen in »Alice«.
36
Ensemble
Sascha Römisch
Ausbildung in München an der Schauspielschule Ali
Wunsch-König, Erstengagement am Ulmer Theater. Seit
1987 Ensemblemitglied in Ingolstadt. Träger des staat­
lichen Förderpreises für Darstellende Kunst und des
­Darstellerpreises der Bayerischen Theatertage 2003.
­Rollen in der Spielzeit 2013 / 14 u. a.: »Ein Klotz am Bein«
(Cheneviette), »Gatte gegrillt« (Kenneth), »Aladin
und die Wunderlampe« (Hassan) und »Wie es euch gefällt« (Jakob).
Carolin Schär
Schauspielstudium in Zürich und am cnsad, Paris. Enga­
gement am Theater Basel, seit 2012 / 13 fest im Ensemble
in Ingolstadt. Rollen am Stadttheater u. a.: »Das Fest
des Lamms« (Theodora), »Kasimir und Karoline« (Karoline),
»Der Heiratsantrag/Der Bär/Über die Schädlichkeit des
­Tabaks« (Elena, junge Witwe) und »In der Republik des
Glücks« (Madeleine).
Barbara Schmick
Schauspielstudium an der Athanor Akademie, Psycho­
logiestudium in Bern. Gastengagements u.a. in Wunsiedel,
­Stuttgart, Mayen. Seit 2011 Ensemblemitglied am
­Jungen Theater.
Rollen am Stadttheater Ingolstadt u.a.: »Die Reise zum Mittelpunkt der Erde« (Axel), »Krabat« und »Das große Heft«.
­In der Spielzeit 2014/15 ist Barbara Schmick in Elternzeit.
Thomas Schrimm
Schauspielausbildung in Karlsruhe und Düsseldorf. Engagements in Kassel, Karlsruhe, Wuppertal, als Gast u. a. in
­Düsseldorf, Basel und Bonn. Seit 2012 festes Ensemblemitglied in Ingolstadt. Rollen in der Spielzeit 2013/ 14 u.a.:
»Dylan. The Times They Are A-Changin’«, »Alice« (Charles
Dodgson), »Glück gehabt« (Mutter), »Wie im Himmel«
(Holmfrid) und »Das Käthchen von Heilbronn«.
Ensemble
37
Enrico Spohn
Studium am Mozarteum Salzburg, Erstengagement in
­Ingolstadt, danach Engagement in Trier, Gastengagements
u. a. in der New Yorker SITI Company. Seit 2010 wieder
­festes Ensemblemitglied in Ingolstadt. Rollen in der Spielzeit
2013/14 u.a.: »Lebenmüssen ist eine einzige Blamage« (UA)
als Helmut Draws-Tychsen, »Glück gehabt« (Vater),
»Wie im Himmel« (Tore) und »Das Käthchen von Heilbronn«.
Teresa Trauth
Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst
»Ernst Busch«, während des Studiums internationale Tournee mit Robert Wilson. Engagements in Tübingen, Kassel und
Karlsruhe. Seit 2012 Mitglied des Stadttheater-Ensembles.
Rollen in der Spielzeit 2013 / 14 u. a.: »Ein Klotz am Bein«
(Marceline), »Wie es euch gefällt« (Käte), »In der Republik
des Glücks« (Madeleine) und »Gedächtnis des Wassers«
(Catherine) sowie diverse Rollen in »Alice«.
Béla Milan Uhrlau
Schauspielstudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München, Abschluss 2014. Bereits
­während des Studiums Rollen u.a. am Metropoltheater
­München und in Hamburg und wirkte bei Kurzfilmen und
TV- Produktionen mit. Seit der Spielzeit 2013/14 neu im
­Ensemble des Stadttheaters und u.a. in folgenden Rollen zu
sehen: »Das Ding« (König/Patrick/Fela), »In den Alpen«
(Kind) und »Das Käthchen von Heilbronn« (Cherubim).
38
Ensemble
Victoria Voss
Zunächst Regieassistentin und Beleuchterin in Münster.
Schauspielausbildung in Hannover, Engagements in Zürich,
Bonn und Erfurt, Gastengagements u. a. in Mannheim,
­Essen und am Deutschen Theater in Berlin. Seit 2007 festes
Ensemblemitglied in I­ngolstadt. Rollen in der Spielzeit
2013/14 u.a.: »Die ­Grönholm-Methode« (Mercedes Degás),
»Wie es euch gefällt« (Phoebe), »Die Opferung von Gorge
Mastromas« (A) und »In den Alpen« (Ältere Frau).
Olivia Wendt
Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater »Felix
Mendelssohn-Bartholdy« in Leipzig. Gastengagements u.a.
in Zwickau, Leipzig, Siegen, seit 2005 regelmäßig als Gast in
Ingolstadt. Seit 2012 Festengagement im Ensemble des Jungen
Theaters. Rollen in der Spielzeit 2013/14 u.a. »Dylan. The
Times They Are A-Changin’« (Shakespeare), »An der Arche
um acht« (Taube), »Ellis Biest« (Elli), »Wie im Himmel« (Siv,
Agentin) sowie diverse Rollen in »Tschick« und »Don Quijote«.
Matthias Zajgier
Schauspielausbildung in Rostock. Gastengagements u. a. in
Rostock, Regensburg und Cottbus, danach Festengagement
in Esslingen. Mit der Spielzeit 2013/14 wechselt er als
­Ensemblemitglied nach Ingolstadt. Rollen in dieser Spielzeit
u.a.: »Wie es euch gefällt« (Orlando), »Die Opferung von
Gorge Mastromas« (Mastromas) und »In den Alpen« (Bergrettungsmann) sowie diverse Rollen in »Lebenmüssen ist
eine einzige Blamage« (UA).
Ensemble
39
Leitungsteam
Donald Berkenhoff
Regisseur, Dramaturg, war Oberspielleiter am Landes­
theater Tübingen, den Städtischen Bühnen Münster und am
Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit 2011 Dramaturg
und Stellvertretender Intendant am Stadttheater Ingolstadt.
Inszenierungen in Ingolstadt u. a.: »Onkel Wanja«, »Meine
gottverlassene Aufdringlichkeit«, »Eine Zierde für den Verein«, »Eisenstein«, »Tschick« und »Wie es euch gefällt«.
Tobias Hofmann
Studium der Komposition am Konservatorium von Rotterdam/
NL und Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst
»Ernst Busch« Berlin. Erstengagement in Karlsruhe, danach
freischaffend als Bühnenmusiker und Schauspieler u.a. in
Dresden, Basel, Hamburg, Lübeck. In Ingolstadt seit 2011/ 2012
als Musikalischer Leiter für zahlreiche Produktionen verantwortlich, u.a. »Schlaflos in Ingolstadt«, »Cyrano de Ber­
gerac«, »Alice«, »Wie es euch gefällt«; Künstlerischer Leiter
der Konzertreihe »Kleine Hausmusik« und verantwortlich
für Idee & Musik der Produktion »Ah heut is zünftig!«, in der
er auch mitwirkt. In der Spielzeit 2013/14 Regie und Musikalische Leitung bei »Wie im Himmel«.
Julia Mayr
Studium der Germanistik und Politikwissenschaften in
Stuttgart. Regisseurin in Stuttgart und Ingolstadt, wo sie
die Reihe »Kleines Haus Extra« erfolgreich leitete. Seit 2011
Leiterin des Jungen Theaters. Sie inszenierte u.a. »An der
Arche um acht« (ausgezeichnet mit dem »Sonderpreis
­Kinder- und Jugendtheater« der 31. Bayerischen Theatertage), »Ente, Tod und Tulpe« und »Das große Lalula«.
40
Leitungsteam
Jochen Reichler
Nach einer Schlosserlehre Beschäftigung bei der Eisenbahn
und bei Audi. Seit 1988 am Theater Ingolstadt, seit 1996
Technischer Leiter.
Michael Schmidt
Verwaltungsfachausbildung in München, Studium der
­Betriebswirtschaft. Seit 1997 am Theater, zunächst als Stellvertretender Verwaltungsleiter, seit 2000 Verwaltungs­
leiter, inzwischen Verwaltungsdirektor. Darüber hinaus ist
er Mitglied im Tarifausschuss und im Verwaltungsrat des
Deutschen Bühnenvereins sowie seit 2011 Geschäftsführer
des Landesverbands Bayern des Deutschen Bühnenvereins.
Rainer Steinhilper
Studium der Theaterwissenschaft und Kulturellen Mana­
gements in Wien, anschließend Regieassistent bei den
­Bregenzer Festspielen und in Augsburg. Regiearbeiten
in Augsburg, H
­ eilbronn, Rothenburg ob der Tauber und
­Stettin. Seit 1987 Chefdisponent und Leiter des Künstlerischen ­Betriebsbüros am Stadttheater Ingolstadt.
Knut Weber
Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der FU Berlin. Dramaturg am Landestheater
­Tübingen, Wilhelmshaven, Theaterhaus Stuttgart. Regisseur.
Intendant in Reutlingen und am Landestheater Tübingen
­sowie Schauspieldirektor am Badischen Staatstheater
Karlsruhe. Seit 2011 Intendant des Stadttheaters Ingolstadt.
Inszenierungen u. a.: »Ursprung der Welt«, »Aladin und die
Wunderlampe«, »Gatte gegrillt« und »Die Geschichte vom
Fuchs, der den Verstand verlor« (UA); Künstlerischer Leiter
»Die Geheimen Gärten von Ingolstadt« und »Schlaflos in
­Ingolstadt«.
Leitungsteam
41
auf papier
Theaterleitung
Intendant Knut Weber
Assistentin des Intendanten Marion Busch-Kuhn
Verwaltungsdirektor Michael Schmidt
Stellvertreter des Intendanten Donald Berkenhoff
Chefdisponent Rainer Steinhilper
Technischer Leiter Jochen Reichler
Dramaturgie
Donald Berkenhoff, Teresa Gburek*, Gabriele Rebholz,
­Rebecca Reuter
Dramaturgieassistenz Paul Voigt
* Junges Theater
Junges Theater
Leiterin Junges Theater Julia Mayr
Regieassistentin, Organisation, Mitarbeit Dramaturgie
Linda Göllner, Anna Stegherr
Theaterpädagogik
Teresa Gburek, Kathrin Lehmann, Nicole Titus
Spielclubleiter Pauline Füg, Tobias Heyel, Falco Blome,
­Maria Nieves-Tietze, Sascha Römisch, N.N.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring
Ines Gänsslen, Julia Hanslmeier (Leitung)
Fotografie
Ritchie Herbert, Jochen Klenk, Ludwig Olah
Künstlerisches Betriebsbüro
Chefdisponent Rainer Steinhilper
Künstlerisches Betriebsbüro Beate Langner, Franziska Biederer
Mitabeiter
43
Ensemble
Michael Amelung*, Ingrid Cannonier, Patricia Coridun,
Anjo Czernich, Benjamin Dami* , Olaf Danner, Mira Fajfer,
Jan Gebauer, Peter Greif, Ulrich Kielhorn, Benjamin Kneser*,
Renate Knollmann, Ralf Lichtenberg, Denise Matthey,
R­ichard Putzinger, Peter Reisser, Sascha Römisch, Carolin
Schär, Barbara Schmick*, Thomas Schrimm, Enrico Spohn,
Teresa Trauth, Béla Milan Uhrlau, Victoria Voss, Olivia Wendt*,
Matthias Zajgier
* Ensemble Junges Theater
GastschauspielerInnen
Manuela Brugger, Paul Brusa, Pavel Fieber, Karlheinz Habelt,
Shadi ­Hedayati, Jörn Kolpe, Stefan Leonhardsberger,
Chris Nonnast, ­Péter Polgár, Joana Tscheinig
Regie
Donald Berkenhoff, Brit Bartkowiak, Folke Braband,
­Markus Heinzelmann, Franziska Henschel, Tobias Hofmann,
Heiner Kondschak, Jule Kracht, Kathrin Lehmann,
­Kathrin Mädler, Julia Mayr, Alexander Nehrlich, Elias Perrig,
Jens Poth, Anatol Preissler, Jochen Schölch, Patrick
­Schimanski, Marco Štorman, Knut Weber, Nina Wurman
Regieassistenz
Linda Göllner, Anna-Lena Henkel, Hannah Lau, Nele Matthies,
Mona-Julia Sabaschus, Anna Stegherr*
* Junges Theater
Ausstattung
Siegfried Bühr, Herbert Buckmiller, Julia Buckmiller,
Leni Brem, Beate Diao, Stephan Dietrich, Andrea Fisser,
Nora Johanna Gromer, Susanne Hiller, Barbara Kloos,
­Dietlind Konold, Steven Koop, Kathrin Lehmann, Charlotte
­Labenz, Ilona Lenk, Fabian Lüdicke, Christian Müller,
­Luisa ­Rienmüller, Knut Weber
44
Mitabeiter
Video
Stefano Di Buduo, Steven Koop, Alexander Miehle
Ausstattungsassistenz
Bühnenbildassistenz Luisa Rienmüller
Kostümassistenz Elena Friesen
Schauspielmusik
Musikalischer Leiter Tobias Hofmann
Musikalische Leitung/Bühnenmusik Annegret Enderle, Tobias
Hofmann, Heiner Kondschak, Matthias Neuburger, Nina Wurman
Choreografie
David Williams a.G.
Inspizienz
Rowena Butschke, Heidi Groß, Annette Reisser,
­Eleonore Schilha
Soufflage
Constance Chabot-Jahn, Ulrike Deschler, Susanne Wimmer
Technische Leitung
Technischer Leiter Jochen Reichler
Technisches Büro Simone Heinrich, Andrea Schulz
Bühnentechnik
Bühnenmeister Mario Butschke, Werner Wecker
Vorarbeiter Eduard Fuss, Jamil El-Jolani, Rolf Miess
Bühnentechniker Christian Augenthaller, Alfred Aull, Helmut
Breyer, Walter Draser, Eduard Drexl, Helmut-Paul Drothler,
­Josef Fährmann, Robert Haag, Markus Jordan, Peter Leidl,
­Roland Leitmeyr, Andreas Loew, Bernd Schaller, Roland
Schimek, Mario Schneider, Thomas Seitz, Matthias Wolf, N.N.
Auszubildende Lukas Dietz, Marc Jablonowski, Marco Ottilinger
Mitabeiter
45
Beleuchtung
Leiter der Beleuchtungsabteilung Siegfried Probst
Stellv. Leiter der Abteilung Egon Reinwald
Beleuchtungsmeister Karsten Rischer
Beleuchter Roman Beyer, Daniel Englisch, Andreas Groth,
­Konrad Kessler, Bernhard Kühn, Josef Lipperer,
­Wolfgang Meyer
Videotechniker Alexander Miehle
Beleuchtung Festsaal Willibald Greiner, Richard Stark
Hauselektriker Erich Heimisch, Andreas Königer,
­Alexander Schneider
Ton
Leiter der Tonabteilung Martin Funk
Ton Manuel Frey, Dennis Kizilirmak, Dieter Worinert
Malersaal
Christina Ender, Johanna Manz, Denise Mörsberger
Werkstätten
Vorarbeiter Alois Ströb
Willi Knodt, Walter Nachbar, Armin Paul, Michael Pfaffel,
­Alfred Schrott
Requisite
Vorarbeiterin Heidi Pfeiffer
Requisiteure Stefanie Aigner, Hans Einemann, Christine Geist,
Victor Popa
Maske
Leiterin Sarah Weidt
Maskenbildnerinnen Martha Fink, Svenja Hartnack,
­Eileen Richter
Schneiderei
Gewandmeisterin Martina Janzen Schneiderinnen Elvira Ekkart, Jessica Maus, Gertrude
­Nachbar, Sabine Plöckl, Maren Rozina, Hannelore Schütz,
­Petra Zieglmeier 46
Mitabeiter
Ankleiderinnen
Hannelore Beck, Gisela Behringer, Brunhild Böker, Andrea
Dittmann, Inka Koffke, Gabriele Ming-Albert, Michaela Ostler,
Kathrin Schneider, Martina Steinhilper, Natalie Wildgrube,
Claudia Zimmermann
Haustechnik
Vorarbeiter Robert Limmer
Haustechniker Stephan Glotz
Verwaltung
Verwaltungsdirektor Michael Schmidt
Sekretärin des Verwaltungsdirektors Rita Zierer
Stellvertretender Verwaltungsdirektor Hans Meyer
Verwaltung Katharina Kapfer, Sabine Stefan
Festsaalverwaltung Martin Vollnhals (Sachgebietsleiter),
Gerti Glass, Julian Faller (Veranstaltungstechniker)
Theaterkasse und Aboberatung
Kassenleiterin Brigitte Sigmund
Kasse und Aboberatung Günter Burger, Carmen Buxbaum,
­Renate Kittner, Anja Siebendritt, Gabriele Vanetta
Pforte
Irene Hofmann, Helga Vavra, René Wiesner
Leitung Einlass und Garderobe
Leiterin Michaela Heinle
Stellvertreterinnen Hildegard Henger, Hildegard Regensburger
Einlass und Garderobe
Maria Bäummel, Barbara Buck, Sylvia Costakis,
Anna ­Fellner, Petra Feth, Manuela Fischer, Erika Kellner,
­Barbara Kempf, Anna Kersch, Jutta Kraus, Sofija Leitner,
­Adrian Limmer, J­ ohanna Mauermaier, Jutta Mosandl,
­Edeltraud Neuss, M
­ iriam Portik, Anneliese Rottenkolber,
­Beate Sand, Nicole Sangl, Brigitte Sattler, Karin Schmid,
­Heidemarie Sehler, Margarethe Szekeres, Nyamsuren
­Uranchimeg, Herta ­Zimmermann
Mitabeiter
47
2014/ 2015
Ins Offene
Sehr geehrte Damen und Herren,
der neue Spielplan überzeugt: von Shakespeares immer
wieder neu zu entdeckendem Meisterwerk »Hamlet« über
Wolfgang Borcherts Heimkehrerdrama »Draußen vor
der Tür« bis hin zu Benatzkys »unsterblicher« Operette
»Im weißen Rössl« oder Sibylle Bergs scharfsichtiger
­Gesellschaftsanalyse »Hauptsache Arbeit!« präsentiert
das Stadttheater die ganze Bandbreite und ästhetische
­Vielfalt des Theaters. Die Spielzeiteröffnungen im öffent­
lichen Raum erfreuen sich seit der Intendanz von Knut
­Weber größter Beliebtheit: Das Theater knüpft an »Die
­Geheimen Gärten von Ingolstadt« aus dem Jahr 2013 an
und lädt ein zu einer Reise »Ins Offene« - und entdeckt
die Donau und das Flussufer als zentrumsnahen Spielort.
Gestatten Sie mir noch eine ganz persönliche Anmerkung:
Ich freue mich sehr darauf, zukünftig noch öfter ins Theater
gehen zu können, weil es anregende und interessante
­Abende sind.
Ich hoffe, wir sehen uns.
Dr. Alfred Lehmann
Oberbürgermeister
Besonders erfreulich ist die Entwicklung des Jungen
­Theaters. Circa 40.000 Kinder und Jugendliche besuchen
pro Spielzeit die über 200 Vorstellungen für alle Alters­
gruppen; Angebot und Nachfrage sind enorm. Für einige
Produktionen gibt es monatelange Wartelisten. Aus diesem
Grund ist die Einführung von Abonnements für Kinder und
für Jugendliche nur zu begrüßen.
Das künstlerische Spektrum des Jungen Theaters reicht
von Bildertheater für die Allerkleinsten bis zu Tanz und
­Kinderoper. Schulpatenschaften aller Schultypen knüpfen
die Verbindung zum Theater immer enger. Das ehrgeizige
Ziel, dass jedes Kind in Ingolstadt wenigstens einmal pro
Jahr ins Theater geht, wird hoffentlich bald erreicht.
In ­diesem Zusammenhang wünsche ich besonders der für
Sommer 2015 geplanten Kinderstadt gutes Gelingen!
50
Dr. Alfred Lehmann
Vorwort
51
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch der vierte Spielplan der Intendanz von Knut Weber
ist klar der Zeitgenossenschaft verpflichtet. Das ist gut,
denn ein Theater, das neugierig ist auf die Gegenwart,
nimmt sein Publikum ernst. Diese Fokussierung auf das
Heutige ist nicht nur in der Spielplangestaltung spürbar,
sondern die zahl­reichen Aktivitäten des Stadttheaters
im öffentlichen Raum unterstreichen die lebendige Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks. In diesem Sinne
ist auch das Spielzeitmotto »Ins Offene« zu verstehen:
als ­Ausblick und Aufbruch in die Z
­ ukunft, die von uns
­heutigen ­Menschen gestaltet wird.
Beeindruckend auch das Angebot im Tanz- und Musik­
theater! Die Bayerische Staatsoper und das Staatsballett
sind ebenso willkommene Gäste wie das Südthüringische
Staatstheater aus Meiningen und – erstmalig in Ingolstadt! – die »Dance Company Nanine Linning« vom Theater
Heidelberg. Diese innovative Company gilt als »shooting star«
des modernen Tanztheaters und insofern ist die Einladung
nach Ingolstadt ebenso folgerichtig wie erfreulich.
Die vielfältigen Angebote des Theaters rund um den
­Spielplan – von Matineen, Perfomances, Diskussionsforen,
­Poetry-Slams oder Spielclubs bis zu Lesungen oder der
­Bespielung des Stadtraums – laden ein und machen neugierig.
Die Stadt steht zu ihrem Theater und deshalb werden die
Themen »Ausweichspielstätten« und »Generalsanierung«
zeitnah tatkräftig angepackt.
Ich freue mich auf die Spielzeit 2014 /15!
Gabriel Engert
Kulturreferent
Als Ingolstädter »shooting star« kann man das »Junge
­Theater« bezeichnen. Die Nachfrage ist derart gewaltig,
dass mittlerweile manche Produktionen bereits vor der
Premiere komplett ausverkauft sind. Dieses nachhaltige
­Interesse spricht für die Qualität dieser noch jungen
­Theatersparte. Aus dem Ingolstädter Kulturleben ist das
»Junge Theater« nicht mehr wegzudenken. In diesem
­Zusammenhang sind auch die vielen Aktivitäten der Theaterpädagogik zu erwähnen. Hier erfüllt das Theater einen
wichtigen kultur- und bildungspolitischen Auftrag.
52
Gabriel Engert
Vorwort
53
»Komm! ins Offene, Freund!«
Hölderlin
Joseph Joubert (1754–1824),
französischer Moralist
Dieses Band besteht aus Visionen, Träumen und vor allem: aus Ideen. Deshalb
unterstützt Audi seit über 50 Jahren zuverlässig Veranstaltungen von Weltrang –
aber auch Projekte für den Künstlernachwuchs. Kultur und Audi: ein entschlossenes
Engagement für unsere Zukunft.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.audi.de/kultur
Ein wundersamer Ruf, entnommen aus Hölderlins »vaterländischem Gesang« von 1801, »Gang aufs Land«, das
­Fragment geblieben ist. »Komm« – das signalisiert, dass
der Angesprochene nicht alleine ist, dass das sprechende
Subjekt bei ihm ist, ihn oder sie an die Hand nimmt und
­begleitet. Es ist eine Aufforderung, die Mut macht: Schau –
auch ich gehe diesen Weg, Du brauchst keine Angst zu
­haben. Vertraue mir. Das scheint deshalb angebracht, weil
es sich um keinen vertrauten Weg handelt. Es gibt keine
­Sicherheit, keine »Leitplanke« und keine Wegweiser, nicht
einmal einen Weg, eine Beschreibung oder eine Straße.
­Keine google-map weit und breit. Es geht »ins Offene«, und
auf diesem Weg sollst Du alle Gewissheiten, auch die ideo­
logischen, fröhlich über Bord werfen. Das »Geschlossene«,
die Enge, das System oder einfach das Gewohnte soll
­verlassen werden. Es ist ein Lockruf, ein Versprechen. Alles
wird gut. Weil alles besser ist als das, was Du verlässt.
Das erinnert deutlich an den Mutmacher von Esel, Katze,
Hund und Hahn in den »Bremer Stadtmusikanten« der
­Gebrüder Grimm: »Etwas Besseres als den Tod findest Du
überall!«
»Ins Offene!« – im Schwäbischen steht das für »Natur«,
aber es weist darüber hinaus: Es signalisiert Freiheit, frohen
Mut, Unvoreingenommenheit, Freundlichkeit, Zukunfts­
bejahung, freien Atem und Entdeckerfreude. Und dann das
schöne Wort: »Freund«. Ein Freund ist das Gegenteil von
­einem Feind. Du kannst Dich auf mich verlassen. Freundschaft
Knut Weber
Vorwort
55
beruht auf Erfahrung. Deshalb kannst Du mir folgen, Du
musst nichts fürchten. Und all das wird noch sozusagen
»unterstrichen« durch ein Ausrufezeichen, das signalisiert,
dass diese Aufforderung sehr ernst gemeint ist und dass
es an der Zeit ist, endlich aufzubrechen.
Das Theater ist schon mal eine ganz gute Übung für diese
Reise ins Offene, die wir vielleicht alle antreten müssen.
Im Theater erfahren wir leibhaftig, dass die gemeinsame
Reise ungemein bereichernd sein kann; dass wir Gedanken
denken, die neu, fröhlich und überraschend sind. Dass
­Alles auch ganz anders sein könnte. Dass wir, wenn wir aufs
Netz und den doppelten Boden verzichten, freier atmen
­können. Dass wir vielleicht unser Leben überdenken sollten
und Mut haben zur Richtungsänderung. Gemeinsam etwas
gegen die Angst tun. Dass wir lächeln können und freundlich
sind. Und dass wir Lust auf Zukunft haben. Eine Zukunft,
die eben nicht auf dem »weiter so wie bisher – immer weiter
immer höher« beruht, sondern die tatsächlich neu und
­aufregend gedacht werden kann.
Theater kann die Welt nicht verändern, aber die Sinne
schärfen und barrierefreies Denken fördern. Das ist doch
eigentlich eine ganze Menge.
der Sibylle Berg bildet dazu fast das Satyrspiel. Borcherts
Heimkehrer-Drama »Draußen vor der Tür« beschreibt die
schreckliche Kehrseite des so unbekümmert-kriegerischen
Aufbruchs einer ganzen Generation. Und in der Komödie
»Mein Freund Harvey« von Mary Coyle Chase sehen wir mit
dem Protagonisten Elwood Dowd jemanden, der sich sehr
weit ins Offene vorgewagt hat.
»Wer… Möchte es hindern und wer möchte uns die Freude
verbieten? Göttliches Feuer auch treibet, bei Tag und bei
Nacht, Aufzubrechen. So komm! Daß wir das Offene schauen,
daß wir ein Eigenes suchen, so weit es auch ist.«
Hölderlin
Knut Weber
Den anarchisch-gewitzten Mut zum beherzten Zugriff
auf die eigene Zukunft sehen wir in »Ein Mann, zwei Chefs«,
»Foxfinder« zeigt uns eine vielleicht nicht allzu ferne
­Zukunft und »Hamlet« ist das Stück der Stunde: Das gesellschaftliche Fundament wird morastig und will man nicht
­untergehen, muss man sich bewegen. Hamlet zeigt uns die
Gefährdungen der Reise ins Offene. Das grimmige Lachen
56
Knut Weber
Vorwort
57
Premiere am
3. Oktober 2014
Seite 76
Premiere am
18. Oktober 2014
Seite 74
Ein
Mann,
zwei
Chefs
Foxfinder
Premiere am
15. November 2014
Seite 80
Seite 78
Die
Bremer
Stadt­­
musi­
kanten
Premiere am
5. Dezember 2014
Hamlet
Seite 84
Seite 82
Hauptsache
Arbeit!
Premiere am
24. Januar 2015
Draußen
vor der
Tür
Premiere am
6. Februar 2015
Mein
Freund
Harvey
Im
weißen
Rössl
Seite 88
Seite 86
Premiere am
21. März 2015
Premiere am
9. Mai 2015
Rio Reiser
König von
Deutschland
Premiere am
25. Juni 2015
Seite 120
Spiel
plan
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs  74
Foxfinder (DE)  76
Die Bremer
Stadtmusikanten  78
Hamlet  80
Hauptsache Arbeit!  82
Draußen vor der Tür  84
Im weißen Rössl  86
Mein Freund Harvey  88
Wiederaufnahmen
Wie im Himmel  90
Das Käthchen von H
­ eilbronn
oder Die Feuerprobe  91
Kleines Haus
Grillenparz (DE)  96
Die 39 Stufen  98
Lucky Happiness Golden
Express  100
Benefiz – Jeder rettet einen
Afrikaner  102
Wiederaufnahmen
Die Opferung von Gorge
Mastromas  104
Gedächtnis des Wassers  105
Studio im Herzogskasten
Sommersalon  110
Mr. Pilks Irrenhaus  112
Wiederaufnahmen
Baierische Weltgeschichte  114
Gatte gegrillt  115
68
Freilichttheater
Rio Reiser – König von
Deutschland  120
Junges Theater
Ein Känguru wie Du
­(Arbeitstitel) (UA)  148
Leise Unglaublich Laut  150
rundgeradekrumm  152
Down-Town
Komm! ins Offene, Freund!  128 Hasse Karlsson  154
Der Fleißer-Spaziergang  129 Heute bin ich  156
Wiederaufnahmen
Das große Lalula  158
Zugabe!
Tschick  159
Spielzeitcocktail  134
Ente, Tod und Tulpe  160
Bürgerkapelle &
Wiederaufnahme Junge Oper
Zugflötenorchester  134
Die Geschichte vom Fuchs, der
danubia connection  135
den Verstand verlor (UA)  161
Jazz und Literatur  135
Kleine Hausmusik  136
Zugabe! Junges Theater
Late Night im Blauen
Kinderfest  166
Salon  136
Adventskalender  166
literalounge  136
mini Hausmusik  167
Mai-Sause  137
Open House  167
Offene Gespräche  137
Soundcheck/Musik­
Poetry-Slam –
werkstatt  167
Dead vs. Alive  138
Publikumsgespräche  138
Theaterpädagogik
Theaterakademie  138
Angebote für Pädagoginnen
Theaterfrühschoppen  139
und Pädagogen  174
Visionenwerkstatt  139
Angebote zum Mitmachen  176
20min|max  141
Gastspiele
Sunset Boulevard  184
Mirandolina  186
Flashdance  188
Endless  190
Der Bajazzo / Gianni
­Schicchi  192
Spiral Pass (UA)/ Violin­
konzert (UA)/Unitxt  194
69
Gro
Hau
Groß es
Haus
Groß es
Haus
Offen gesagt: Der Wahnsinn hat Methode! Der
Gangsterboss Charlie Cench hat für seine Tochter
ein besonderes Arrangement geplant. Sie soll mit
dem Kriminellen Roscoe eine Zweckheirat eingehen. Doch der großangelegte »Deal« platzt. Denn
der Bräutigam, kaum aus dem Knast entlassen,
ist mausetot. Ermordet! Um die kostspielige Feier
nicht absagen zu müssen, wird kurzfristig umdisponiert. Tochter Pauline darf nun doch ihren
geliebten Alan heiraten. Mitten in die Verlobungsparty platzt plötzlich der Leibwächter Francis
samt seinem totgeglaubten Boss, Roscoe. Jetzt
wird es für den Brautvater brisant, denn alle
­geschäftlichen Vereinbarungen sind plötzlich
wieder aktuell.
Während die einen dem Geld, der Liebe und
dem Mörder nachrennen, verfolgt Leibwächter
Francis seine eigenen Pläne. Denn Francis, der
Mann mit dem unstillbaren Appetit, kann den Hals
im wahrsten Sinne des Wortes nicht voll bekommen und lässt sich deshalb von gleich zwei Herren
als Diener einstellen. Naturgemäß wissen beide
davon nichts und so soll es auch bleiben. Es
kommt wie es kommen muss: Ein Missverständnis folgt dem anderen, eine V­ er­wirrung jagt die
nächste und der Tumult ­erreicht seinen Höhepunkt als Francis beide Arbeitgeber in getrennten
Räumen einer Kneipe gleichzeitig b­ edient und
dazu noch obendrein seinen e­ igenen Heißhunger
stillt. Als ihm ein 87-jähriger Kellner mit völlig
überdrehtem Herzschritt­macher zu Hilfe eilt,
74
Premiere am 3. Oktober 2014
g­ erät die Szene endgültig zum aberwitzigen
­Slapstick. Das Chaos nimmt seinen Lauf und die
Live-Band spielt dazu …
Richard Bean gelingt eine raffinierte Adaption.
Er aktualisiert Goldonis Komödie »Diener zweier
Herren« aus dem 18. Jahrhundert und verlegt
die Handlung nach Brighton ins Gano­venmilieu der
wilden 60er Jahre. »Ein Mann, zwei Chefs«
ist ein komödiantisches Feuerwerk, g­ espickt mit
trockenem zynischen Humor, rasant, politisch
völlig inkorrekt, absurd, unverschämt, kurz:
»very british« eben.
»Das Ergebnis ist eine der witzigsten Produk­
tionen in der Geschichte des National Theatre.«
The Guardian
Charlie: »Er ist von den Toten
­auferstanden?« Francis: »Jawohl!
––– Er hat nur zwei Tage g­ ebraucht.
Einen Tag weniger ˘˘als ˘ der
­frühere Weltrekordhalter.«
Großes Haus
Foxfinder
Ein
Mann,
zwei
Chefs
Richard Bean
Ein Mann, zwei Chefs
Komödie nach Goldonis »Diener zweier Herren«
Deutsch von Peter und John von Düffel
Regie: Knut Weber
Richard Bean, geboren 1956 in
East Hull, studiert Psychologie an der
Loughborough University. Erst vierzigjährig entdeckt er für sich das
Schreiben. Seine Theaterstücke werden an den besten Adressen Londons
inszeniert. So wird »Honeymoon
­Suite« 2004 am Royal Court Theatre
aufgeführt und »WunderBares Europa« 2007 am Hampstead Theatre.
Sein letzter großer Erfolg ist »Ein
Mann, zwei Chefs«. Nach einer
­furiosen Uraufführung am National
Theatre gelangt es, nach einer Tournee durch Großbritannien, Ende 2011
an das Adelphi Theatre im Londoner
West End. Die Produktion wird für
11 Tony Awards des Jahres 2011/12
nominiert. Im April 2012 feiert das
Stück schließlich seine Premiere am
New Yorker Broadway.
Knut Weber ist seit 2011 Intendant
am Stadttheater Ingolstadt. Er ins­
zeniert hier »Ursprung der Welt«,
»Der Theatermacher«, »Gatte
­gegrillt«, die Opern »Die Geschichte
vom Fuchs, der den Verstand v­ erlor
(UA)«, »Pimpinone oder Die ungleiche
Heirat« sowie die Weihnachtsmärchen »Peterchens Mondfahrt«, »Die
Schneekönigin« und »Aladin und
die Wunderlampe«. Außerdem hat
er die künstlerische Leitung von
»Die ­Geheimen Gärten von Ingolstadt«
und »Schlaflos in Ingolstadt« inne.
75
Komm ins Offene – wir trotzen der Gefahr! – Ein
kleines Haus auf dem Lande, ein Paar erwartet
einen Mann, der dann aus dem strömenden Regen
in die karge Stube tritt. Dieser junge Mann, er
ist erst 19 Jahre alt, beginnt ein peinigendes Verhör. Er will wissen, warum die Bauern nicht im
vorgegebenen Plan geblieben sind, die Erträge
der Felder sind deutlich rückläufig. Warum gibt
es kein Wachstum? Der Ehemann muss eine
­Depression gestehen, die ihn, nach dem Tod des
einzigen Sohnes, arbeitsunfähig gemacht hat.
Ist das Paar noch in der Lage den Hof zu bewirtschaften? Und sind tatsächlich Füchse am verrotteten Zustand der bäuerlichen Gesellschaft
Schuld? Sie werden gejagt und vernichtet. Jeder
Hof, der von einem Fuchs heimgesucht wurde,
muss umständlich gereinigt werden. Jede moralische Verfehlung, jeder Zweifel, jeder Protest,
alles hat mit den Füchsen zu tun. Es gibt politische Gruppen, die behaupten, dass es gar keine
Füchse mehr gibt. Aber davon wollen die F­ oxfinder
nichts wissen. Sie streifen durch die Wildnis
auf der Suche nach den Tieren, die sie zu einem
Feindbild aufgebaut haben. Die Foxfinder bilden
ihren Nachwuchs in strengen Schulen aus, im
strikten Zölibat. Die Nation soll gereinigt werden.
Die Bremer
Stadt­musi­
kanten
Fox
finder
Deutsche Erstaufführung
Dawn King
Foxfinder
Deutsch von Anne Rabe
Regie: Donald Berkenhoff
Jeder wird sein Bestes tun und wer es nicht
kann, wird eliminiert. Man droht den Bauern mit
Arbeit in einer Fabrik, in der die Arbeiter im
Durchschnitt nur drei Jahre überleben. Was hilft
gegen diese allmächtigen Foxfinder? Der Bauer
beschließt, den Jäger mit seinen eigenen Waffen
zu schlagen. Er geht mit ihm des Nachts ins
­Offene, und er beweist allen, dass dieser ­Jäger
in Wahrheit der Fuchs ist, der dann auch
­erschossen wird.
Das Stück der jungen Autorin Dawn King liest
sich wie eine politische Parabel. Es liest sich auch
wie ein historisches Drama aus einer bäuerlichen
Epoche. Und es liest sich wie die Beschreibung
­einer fernen/nahen Zukunft: der Überwachungsstaat mit einer hemmungslosen Ideologie des
Wachstums.
»Das Stück beinhaltet sowohl Einflüsse von
­Arthur Miller als auch von Kafka, bleibt aber den­
noch eine eindrucksvolle individuelle Arbeit, die
noch lange Zeit nachdem man sie gesehen hat im
Gedächtnis bleibt.« The Guardian
»… ein mutiger, oftmals brillanter Stoß in eine
neue Richtung.« The Times
Dawn King, mehrfach ausgezeich­
nete Bühnenautorin; außerdem
schreibt sie Drehbücher und Hör­
spiele. Ehemali­ges Mitglied des Royal
Court Theatres, das ein Programm
für junge Autoren unterhält. Mit ihrem
Stück »Foxfinder« gewinnt sie den
ersten Preis beim »Papatango New
Writing«-Wettbewerb. »Time out«,
das große Londoner Freizeitmagazin
bezeichnet sie »als die vielversprechendste Autorin des Jahres 2012«.
Nach der Uraufführung von »Fox­
finder« in London wird das Stück
in Griechenland, Amerika, Schweden,
Australien und Island inszeniert.
Donald Berkenhoff, Dramaturg,
­Regisseur und Stellvertretender
­Intendant. Er inszeniert an den
Staats­theatern in Kassel, Hannover,
Karlsruhe und Stuttgart. In Karls­
ruhe, Tübingen und Münster ist er
als Oberspielleiter des Schauspiels
­engagiert. In der letzten Spielzeit 2013/14 inszenierte er u.a.
­Shakespeares »Wie es euch gefällt«
im Großen Haus.
»Das ganze ·· ·Land ist das
Schlachtfeld zwischen –’
den Naturgewalten und den
Kräften der Zivilisation.«
76
Premiere am 18. Oktober 2014
Großes Haus
77
Die Bre
mer
Stadtm u
sikante n
Hamlet
Peter Ensikat
Die Bremer Stadtmusikanten
Märchen nach den Brüdern Grimm
für alle ab 6 Jahren
Regie: Knut Weber
Bremen ist es weit und im nächtlichen Wald
kommt ihnen eine Räuberbande in die Quere.
­Fantasie und Courage sind jetzt gefragt, denn
das ­tierische Gesangsquartett muss s­ eine
­ganze Kunst unter Beweis stellen, um die
­Räuber zu vertreiben.
Das Märchen »Die Bremer Stadtmusikanten«
­erzählt von vier grundverschiedenen Tieren, die
schließlich Freunde werden und gemeinsam
ihr Glück versuchen. Mit Fantasie, Mut und Solidarität wagen sie einen Neuanfang mit tierisch
guter Aussicht auf Erfolg.
Tierisch gutes Open Air Konzert. Der Esel hat ein
­Leben lang Lasten geschleppt, der Hund das Haus
bewacht, die Katze Mäuse gejagt und der Hahn
war Herr im Hühnerstall. Aber jetzt sind die Tiere
alt und der Mensch kann sie nicht mehr gebrauchen. Der Esel wird mit Stockhieben vertrieben
und ein anderer soll gar in den Suppentopf. Auf
der Flucht lernen sich die Tiere kennen und sie
beschließen, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Der Esel hat gehört, dass in der Stadt
­Bremen Musikanten gesucht werden. Dort wollen
sie sich bewerben. Dies ist die Geburtsstunde
der coolsten Seniorenband aller Zeiten. Doch nach
78
Premiere am 15. November 2014
»Etwas "·
Besseres ·· als
den Tod findest
du überall.«
Großes Haus
Peter Ensikat (1941–2013),
­deutscher Schrift­steller, Drehbuchautor, Schauspieler und Kabarettist.
Bereits ­während ­seines Schauspielstudiums an der Theaterhochschule
Leipzig schreibt er kabarettistische
Texte. In der Zeit seines ersten
Schauspiel-­Engagements in Dresden
beginnt er Stücke fürs Kindertheater
zu schreiben – später folgen Bearbeitungen der Grimm-Märchen sowie
Drehbücher für das Fernsehen. Als
Schauspieler ist er an Theatern und im
Fernsehen tätig. Mitte der 70er Jahre
entsteht sein erstes Kabarettstück
»Wenn die Mütze passt«. Seit den
60er Jahren gehört er zum
­Autorenkreis des Berliner Kabaretts
»Die Distel«, das er von 1999 bis 2006
künstlerisch leitet. Als Redakteur
ist er beim Tagesspiegel tätig. Er
ist der meistgespielte ­Kabarettautor
der DDR. 1985 erhält er den
­»Lessing-Preis« der DDR, 1988 den
»DDR-Nationalpreis«.
Die Brüder Jacob (1785–1863) und
Wilhelm Grimm (1786–1859) haben
mit ihrer berühmten Märchensammlung Weltruhm erlangt. Die Kasseler
Handexemplare der »Kinder- und
Hausmärchen« zählen zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.
Knut Weber ist seit 2011 Intendant
am Stadttheater Ingolstadt.
79
An der offenen Küste Dänemarks. – Ein junger Mann
in Not: Er hat seine Universität verlassen und ist
nach Hause zurückgekehrt, um der Beerdigung
seines Vaters beizuwohnen. Schon bald nach dieser Beerdigung vermählt sich seine Mutter neu,
mit seinem Onkel. Und nun begegnet der junge
Mann dem Geist seines Vaters, der ihm offenbart,
dass er ermordet wurde und eben der neue
­König, der Onkel, der Mörder ist. Der Prinz, sein
Name ist Hamlet, soll diesen Mord rächen. Er
­zögert, er denkt. Um Zeit zu gewinnen, täuscht
er ein sonderliches Verhalten vor. Aber der Verdacht ist erregt, man lässt ihn von seinen besten
Freunden bespitzeln. Hamlet braucht Beweise,
um tätig zu werden. Ihm kommt eine Theatergruppe zu Hilfe, die am Hof gastieren will. Er übt
mit ihnen ein schnell geschriebenes Stück ein,
das auffällige Parallelen zu dem Mord aufweist.
Während der Vorstellung lässt er seinen Onkel
und seine Mutter nicht aus den Augen. Und tatsächlich, es kommt zum Eklat. Der Denker wird
zum Täter. Am Ende ist die Bühne mit Leichen
übersät. Was bleibt? »Der Rest ist Schweigen.«
Hamlet ist eines der erfolgreichsten und meist­
gespieltesten Stücke Shakespeares. Vieldeutig
und verwinkelt, fordert es immer wieder zu n­ euen
­Interpretationen heraus. Der zögerliche Dänenprinz, der über »Sein oder Nichtsein« nachdenkt,
ist eine der bekanntesten Figuren der Dramen­
literatur. Ist er wahnsinnig, ist er raffiniert? Auf
80
Premiere am 5. Dezember 2014
Hauptsache
Arbeit!
Hamlet
William Shakespeare
Hamlet
Prinz von Dänemark
Regie: Marco Štorman
jeden Fall ist er über lange Zeit gefangen in
­seinem Denken. Aber die Realpolitik macht ihn
zum Täter, zu dem, was er nie sein wollte.
Erste Assoziationen des Regisseurs Marco
Štorman zu »Hamlet«: »Alles wissen und nichts
tun ­können. Alle Freiheiten haben und sich
­gefangen fühlen. Macht, die in Ohnmacht kippt,
­Hilflosigkeit. Im Erkennen einsam werden. Entrückt. Weil man sich nicht mehr mit der Welt
dreht, sondern diese sich um sich selbst. Immer
schneller. Kontrollverlust. Hamlet als Explosion,
ein um Hilfe Schreiender, der sich der Lethargie
unserer Möglichkeitswelt entziehen will. Auf­
wachen aus dem Dämmerschlaf unserer scheinbaren Freiheit.«
»Hamlet ist nicht nur der Thronfolger, der seinen
Vater zu rächen versucht. Hamlet wird nicht
nur durch seine Situation bestimmt, jedenfalls
nicht eindeutig. Die Situation wird ihm aufge­
zwungen, Hamlet akzeptiert sie, bäumt sich aber
gleichzeitig dagegen auf. Er nimmt die Rolle
an, befindet sich jedoch selbst außerhalb der
­Rolle. ­Er ist jemand anderer als seine Rolle. Er
überragt sie.«
Jan Kott – Autor zahlreicher Bücher über das
Theater und über Shakespeare. Seine Untersuchung »Der leere Raum« wurde zum Klassiker
der Theaterliteratur.
William Shakespeare, getauft am
26. April 1564 in Stratford-uponAvon, gestorben am 23. April 1616,
ebenda. Der »Hamlet«-Text wird
­zwischen Februar 1601 und Sommer
1602 fertiggestellt. 1602 wird eine
gekürzte Fassung des Stückes auf­
geführt und sofort ein großer Erfolg.
Das zeigen die zahlreichen Druck­
ausgaben, die verbürgten Aufführungen, die sehr baldigen Über­setzungen
ins Deutsche, zahlreiche Verfilmungen. Viele Zitate sind in die Alltagssprache übergegangen.
Marco Štorman studiert Regie an der
Otto-Falckenberg-Schule in München.
Seine Inszenierung von Neil LaButes
»Das Maß der Dinge« wird 2004 zur
Nachwuchsinszenierung des Jahres
nominiert. Seine Performance »Da ist
nichts leer, alles voll Gewimmel«
­bekommt 2010 den Preis ProVisio der
Stiftung Kulturregion Hannover.
2013 wird seine Inszenierung von
­Jelineks »Winterreise« zum Festival
»Radikal Jung« eingeladen. Im Sommer 2011 dreht er seinen ersten Film
»JuliAugust«, der den Publikumspreis
bei den »9. berlin film awards« bekam.
Weitere Performances realisiert er
in Melbourne, Australien und in Tokyo.
Er arbeitet als freier Regisseur
u.a. am Thalia Theater in Hamburg,
dem Schauspiel Hannover, dem
­Düsseldorfer Schauspielhaus und der
Staatsoper Stuttgart.
»Die: Zeit `´ ist
aus den Fugen.«
Großes Haus
81
Ein Schiff treibt auf offenem Meer. – Die letzten
­Lebewesen sind drei sprechende Ratten, und sie
erzählen, wie es zu der Katastrophe kam. Der
prachtvolle Vergnügungsdampfer wurde von einer
großen Firma gechartert, Anlass war die alljährliche Betriebsfeier. Diese Feier ist für einen Teil
der Belegschaft der Höhepunkt des Jahres, für
den anderen Teil ist es die Pest. Das Schiff legt
ab, es wird getanzt. Und als die Stimmung ihren
Höhepunkt erreicht, wird verkündet, dass zum
Wohle der Firma Entlassungen anstehen. Jetzt
kommt ein Motivationstrainer und erklärt die
Spielregeln. Jeder muss begründen, warum er/
sie auf keinen Fall entlassen werden kann. Jeder
muss mitspielen, Weigerung ist zwecklos. Und
während auf Deck jeder seine intime Beichte ablegen muss, laufen im Bauch des Schiffes ganz
andere Spiele ab, die selbst den Einsatz von
Stromschlägen nicht scheuen. Hier und da gibt
es auch subversive Ecken, wo die Machtkämpfe
und Intrigen, die den normalen Alltag und die
­Produktivität belasten, kurz ruhen. Doch bis in
die kleinste Einheit, quer durch alle Führungs­
ebenen und Lohngruppen, dringt die Debatte,
82
Premiere am 24. Januar 2015
Draußen
vor der Tür
Haupt
sache
Arbeit!
Sibylle Berg
Hauptsache Arbeit!
Regie: Markus Heinzelmann
wie sehr das Leben an der Arbeit hängt und ob
­Arbeit – jedenfalls in ihrer jetzigen Gestalt –
nicht Mittel zum Zweck ist, eine großflächige
­Revolte zu ­verhindern.
Mit rabenschwarzem Humor, Sarkasmus und
­unendlicher Traurigkeit entwirft Sibylle Berg ein
Betriebsfest als Ausnahmesituation. Frohsinn,
Motivation und dann die große Show der Selbstkritik.
»… Kritik der Konsum- und Arbeitsgesellschaft
und finsterer absurder Humor, AngestelltenTristesse und quietschbuntes Firmenkabarett.«
FAZ
»Es muss ein
interessantes
Gefühl˘˘ sein,
sich ohne
: Widerstände :
zu bewegen.«
Großes Haus
Sibylle Berg, geboren in Weimar,
­zunächst Puppenspielerin, bevor sie
1984 in den Westen ausreist. 1997
­erscheint ihr erster Roman. Mit den
Stücken »Ein paar Leute suchen das
Glück und lachen sich tot«, ­»Helges
Leben« und »Hund, Frau, Mann«
­erhält sie Nominierungen für den
Mühlheimer Dramatikerpreis.
­Sibylle Berg, bekannt auch durch ihre
Spiegel-Online-Kolumne, wird 2008
mit dem Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis der Universitäts- und Hansestadt Greifswald ausgezeichnet. Sie
lebt in Zürich.
Markus Heinzelmannn arbeitet von
1999 an als freier Regisseur in Mainz,
Bielefeld, Kassel, Lübeck, Berlin, Linz
und Konstanz. Von 2004 bis 2011 ist er
künstlerischer Geschäftsführer und
künstlerischer Leiter am Theaterhaus
Jena. In den letzten Jahren inszeniert
er vor allem am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und am
Theater Bremen.
83
Drauße n
vor
der
Tür
Zurück, ins Offene. – Ein Mann, Beckmann, kommt
nach Deutschland. Er ist körperlich und psychisch
­verletzt. Er hat die Schlacht um Stalingrad überlebt, war drei Jahre in Gefangenschaft und er
humpelt mit kaputter Kniescheibe zurück nach
Hause, nach Hamburg. Doch dort hat niemand auf
ihn gewartet. Die Tür schlägt ihm vor der Nase
zu, er bleibt im Offenen. Er schleppt sich zur Elbe
und versucht sich zu töten. Aber der Fluss will
ihn auch nicht. Am Ende der Nacht schleppt er
sich zur Wohnung seiner Eltern. Doch an der Türe
findet er ein fremdes Namensschild. Vater und
Mutter haben sich getötet, weil sie als überzeugte Nazis mit der neuen Zeit nicht zurecht kamen.
Beckmann ist alleine, und Beckmann fragt Gott,
wer denn auf die Idee gekommen sei, ihn einen
»lieben Gott« zu nennen.
Wolfgang Borchert schrieb dieses Stück innerhalb von acht Tagen. Am 21. November 1947 fand
die Uraufführung an den Hamburger Kammerspielen statt. Der Autor war einen Tag vorher
­gestorben, erst 26-jährig. Er selbst hatte dem
Drama den Untertitel gegeben »Ein Stück, das
kein Theater spielen und kein Publikum sehen
will«. Doch da hat er sich getäuscht. Viele junge
Menschen seiner Generation haben sich in Beckmann selbst gefunden. Borcherts Stück wurde
als Aufschrei einer zuvor schweigenden jungen
Generation gewertet. Als Text, als Drama, als
84
Premiere am 6. Februar 2015
Im
weißen
Rössl
Wolfgang Borchert
Draußen vor der Tür
Ein Stück, das kein Theater spielen
und kein ­Publikum sehen will
Regie: Jochen Schölch
Hörspiel trat dieses Stück einen Siegeszug an und
machte den bis dahin unbekannten Borchert
­berühmt. »Draußen vor der Tür« gilt noch immer
als das bedeutendste deutsche Nachkriegs­drama. Der Regisseur Jochen Schölch sagt zur Auswahl
dieses Stückes:
»In einer Zeit, in der Deutschland sich entschließt
wieder in Kriege zu ziehen, ­sollte man auch diese
Stücke spielen, die zeigen, was der Krieg mit
Menschen macht.«
»Ein Mann kommt nach
Deutschland. –·–· Er war
lange weg `´ der Mann.
– –– Sehr lange, vielleicht
zu lange. Und er kommt
ganz · anders · wieder als
er wegging.«
Großes Haus
Wolfgang Borchert (1921 – 1947),
ist zunächst Schauspieler und Buchhändler. Als Soldat an der Ostfront
­erlebt er den zweiten Weltkrieg. 1945,
bei seiner Heimkehr nach Hamburg,
ist er schon sehr krank. Er veröffentlicht Gedichte und Erzählungen, in
­welchen die ­Bitterkeit und Enttäuschung seiner »verratenen Generation« zu spüren sind. Seinen größten
Erfolg erzielt er mit »Draußen vor
der Tür«, das zunächst als Hörspiel
gesendet und nach der Uraufführung
­unzählige Male nachinszeniert wird.
Wolfgang Borchert gilt als Repräsentant der sog. »Trümmerliteratur«
und Wegbereiter der »Nachkriegs­
literatur«.
Jochen Schölch ist seit 1998 Intendant des Metropoltheaters München,
das mehrfach als bestes off-Theater
Deutschlands ausgezeichnet wurde.
Er leitet den Studiengang Schauspiel
an der Theaterakademie »August
Everding« und inszeniert u.a. am
Staatsschauspiel München. Am Stadttheater Ingolstadt inszeniert er
­»Pinocchio«, »Das Fest des Lamms«
und in der 2013/14 Spielzeit
­­»Die ­Opferung von Gorge Mastromas«.
85
Geöffnet täglich von 10 – 23 Uhr. – Hochsaison im
Hotel »Zum weißen Rössl« am Wolfgangsee. Die
offene Sommerterrasse ist überfüllt, die Gäste
sind unruhig, der Kellner versucht sie zu beruhigen.
Inmitten dieses Chaos entsteht eine unglückliche
Liebesgeschichte, der Kellner verliebt sich in die
Chefin und singt »Es muss was wunderbares
sein, von Dir geliebt zu werden«. Doch die Chefin
verfolgt andere Ziele, das Objekt ihrer Begierde
ist ein Rechtsanwalt aus Berlin, dessen Ankunft
erwartet wird. Und noch mehr Sommergäste aus
Berlin stehen auf der Liste. Irren und Wirren
nehmen ihren Lauf, der Kellner kündigt, und singt
»Zuschaun kann I net«, und dann kündigt auch
noch der Kaiser sein Kommen an. Und wie es sich
für ein richtiges Singspiel gehört, findet jeder
Topf den richtigen Deckel, den diversen HappyEnds steht nichts mehr im Weg. Am Ende sagt der
Kaiser »Es hat mich sehr gefreut.«
Als Vorlage für diese wohl populärste deutschsprachige Operette diente ein gleichnamiges
­Alt-Berliner Lustspiel. Versehen mit den unsterb­
lichen Melodien, u.a. »Im weißen Rössl am
­Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür«,
»Im Salz­kammergut, da kann man gut lustig
sein«, »Die ganze Welt ist himmelblau«, »Was
kann der ­Sigismund dafür, dass er so schön ist«
und »Mein Liebeslied muss ein Walzer sein«,
wurde das Rössl zum Welterfolg.
86
Premiere am 21. März 2015
In den Wirtschaftswunderjahren der Bundes­
republik wurde das »Rössl« oft in verkitschten
Arrangements aufgeführt. Inzwischen wird
es vermehrt in der wiedergefundenen Originalkomposition aufgeführt. »Diese ist greller
und jazziger als die Bearbeitung. Das Original ist
­gekennzeichnet durch eine Dramaturgie der
­Abwechslung, überraschenden Modulationen und
abrupten Stilwechseln. In dieser Urform besitzt
das weiße Rössl eine hörbare Nachbarschaft zur
zwei Jahre zuvor uraufgeführten ›Dreigroschen­
oper‹-Musik Kurt Weills, ebenso wie eine Nähe
zum gerade entstehenden Tonfilmschlager und
den großen Berlin-Revuen der 1920er Jahre.«
»Wach auf,
˙˙˙und
vergiss Deine
˘Sorgen.«
Großes Haus
Mein
Freund
Harvey
Im
weißen
Rößl
Ralph Benatzky / Hans Müller-Einigen /
Erik Charell / Robert Gilbert
Im weißen Rössl
Singspiel nach der literarischen Vorlage von
Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg
Regie: Folke Braband
Ralph Benatzky (1884 – 1957), Pianist
und Kom­ponist, 1910 schreibt er seine
erste ­Operette »Liebe im Schnee«.
Nach seiner Übersiedelung von Wien
nach Berlin komponiert er mehrere
­große Revuen, in denen er alte,
­bereits ­bekannte Musik mit neuen
­Jazz-Klängen kombiniert. Für Zarah
Leander schreibt er u.a. »Yes, Sir!«
und »Ich steh im Regen«. Sein größter
­Erfolg ist jedoch »Im weißen Rössl«.
Folke Braband, in Berlin geboren,
­studiert dort Theater- und Literaturwissenschaften. Von 1991 bis 1995
­gehört er zum Leitungsteam der Studiobühne »magazin« im Theater
am Kurfürstendamm, Berlin, und ist
anschließend als künstlerischer
­Leiter an der Komödie am Kurfürstendamm tätig. Regelmäßig inszeniert
er in Berlin, Wien und München, sowie
u.a. in Hamburg, Düsseldorf, Dresden,
Köln, Frankfurt und Stuttgart. In
­Ingolstadt zeichnet er für die Inszenierungen »Die Großherzogin von
­Gerolstein«, »Ein Klotz am Bein« und
­»Gedächtnis des Wassers« verantwortlich.
87
Mein
Freund
Harvey
88
Mary Coyle Chase
Mein Freund Harvey
Komödie in drei Akten
Deutsch von Alfred Polgar
Regie: Elias Perrig
Open your mind. Für Elwood ist die ständige
­Begleitung eines ein Meter achtzig großen Hasens
völlig normal. Aber für seine Schwester Veta
und deren Tochter Myrtle Mae bedeutet der
­unsichtbare Freund, genannt Harvey, das gesellschaftliche Aus. Um ihren guten Ruf wieder­
herzustellen, will die Schwester Elwood in die
örtliche Psychiatrie einweisen lassen und
ihm alle Vollmachten über den Familienbesitz
­entziehen.
Doch das schlechte Gewissen plagt sie und sie
gesteht dem Psychiater, den Riesenhasen
­gelegentlich auch zu sehen. Statt ihres Bruders
landet nun sie auf der geschlossenen Station
des Sanatoriums. Elwood ist längst schon wieder
mit seinem unsichtbaren Freund auf Kneipentour, als in der Klinik die peinliche Fehldiagnose
fest­gestellt wird. Sofort beginnt die chaotische
­Suche nach dem echten Patienten samt Freund.
Wobei die Fahndung nach Letzterem zu erheb­
lichen Komplikationen führt, denn dieser ist ja
unsichtbar – angeblich!
verrückt ist oder über außerordentliche
­Fähigkeiten verfügt. Definitiv geklärt ist aber:
­Elwood ist ein Lebenskünstler und seine Auf­
geschlos­senheit macht ihn in einer Welt voller
Regeln ­erfrischend radikal.
Die mit dem Pulitzer-Preis gekrönte Komödie
ist eine herrlich vergnügliche Analyse einer Gesellschaft, die in ihren Konventionen zu erstarren
droht. Dabei könnte Elwood, der Mann mit den
­tadellosen Manieren, glatt als völlig »angepasst«
durchgehen, wenn da nicht der Hase wäre, mit
dem er öffentlich und aller Orten vorstellig wird.
Die Frage bleibt ungeklärt, ob der Mann schlicht
»Wir haben Grund
­anzunehmen, dass
noch niemand ˘˘einen
weißen Hasen von
ein Meter ––– achtzig ­
Größe gesehen hat.«
Premiere am 9. Mai 2015
»Die Kelten hatten Totemtiere, die sie ihr ganzes
Leben als eine Art Schutzengel begleiteten.
Aber diese Tiere waren nicht so heilig und unnah­
bar wie die Engel. Sie hatten Unsinn im Kopf
und waren auch stets zu Schabernack aufgelegt.
Einige dieser Tiere konnten sich hin und wieder
materialisieren. Zu dieser Kategorie gehören die
Pookas. Obwohl sie Tiere sind, haben sie mensch­
liche Größe, und sie können, natürlich, auch
sprechen. Einige der Pookas leben im Offenen,
andere ziehen die Behausung der Menschen vor.
Elwood hat einen Pooka, er hört auf den Namen
Harvey, Alice sah vor ihrem Eintritt ins Wunder­
land auch ein weißes Kaninchen. Und nicht zu
vergessen, Shakespeares wunderbarer Natur­
geist Puck stammt auch aus dieser Familie.«
Donald Berkenhoff
Großes Haus
Mary Coyle Chase (1907–1981),
­ame­rikanische Schriftstellerin. Ihre
­Komödie »Mein Freund Harvey«
wird 1944 mit einem Riesenerfolg in
New York uraufgeführt. Die deutsche
Erstaufführung findet im April 1950
im Berliner Renaissance Theater
statt. Im selben Jahr entsteht ein
Film nach dem Theaterstück, Regie
führte Henry Koster.
Elias Perrig studiert zunächst
­Molekularbiologie in Basel, bevor er
1989 als Regieassistent am Theater
am Neumarkt, Zürich, seine Theaterlaufbahn beginnt. Von 1999 bis 2005
ist er Hausregisseur am Schauspiel
Stuttgart. Von der Spielzeit 2006/07
bis Sommer 2012 ist er Schau­
spieldirektor am Theater Basel,
wo er ­u.a. »Eine Familie« von Tracy
Letts, »Waisen« von Dennis Kelly,
»Frühlingserwachen« nach Frank
Wedekind sowie Arthur Schnitzlers
Stück »Das weite Land« inszeniert.
89
Wiederaufnahme
am 27. Februar 2015
Kay Pollak
Wie im Himmel
Deutsch von Jana Hallberg
Regie: Tobias Hofmann
Heinrich von Kleist
Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe
Ein großes historisches Ritterschauspiel
Regie: Marco Štorman
»Die Reaktion des Premierenpublikums ist der Beweis
für die im Film ›Wie im Himmel‹ und nun auf der Ingolstädter
Theaterbühne behauptete überwältigenden Macht der
­Chor-Musik. Am Ende von Gabriellas Song, gesungen von
­einem 80-köpfigen Chor aus Ensemble, Projektchor und
­Großem Chor Ingolstädter Sänger, mit der wunderbaren
­Renate Knollmann als Solistin, springen die Zuschauer
von den Sitzen und applaudieren minutenlang im Stehen.«
Kulturkanal
Wie so oft in Kleists Werk steht auch im »Käthchen von
­Heilbronn« eine unmögliche Liebe im Zentrum. Das Käthchen
sei, so der Dichter, ein Wesen, das ebenso mächtig ist
durch gänzliche Hingabe wie jene durch Handeln.
Alles beginnt mit einem Traum. Darin prophezeit ein Engel
dem 15-jährigen Käthchen den G
­ rafen Wetter vom Strahl
als Geliebten. Von nun an weicht sie nicht von seiner Seite,
­verfolgt ihn und beharrt auf ihrer Liebe, auch dann noch,
als sie mit Kränkungen und Drohungen erniedrigt wird und
der Graf vom Strahl die Peitsche gegen sie e­ rhebt.
Auch der Graf hat einen Traum. Ihm verkündet ein Engel,
dass er die Kaisertochter heiraten w
­ erde. In Kunigunde
von Thurneck sieht er diese Prophezeiung erfüllt. Im Gegensatz zu Käthchen ist sie emanzipiert, karrierebewusst
und intrigant zugleich. Sie scheut sich nicht, ihre weiblichen
­Reize einzusetzen, wenn’s dem Zwecke dient. Kunigunde
­erkennt in Käthchen eine ernstzunehmende Rivalin und
schreckt auch vor einem Mord nicht zurück, um diese aus
dem Weg zu schaffen. Doch durch den Zugriff des Himm­
lischen wird Käthchen gerettet und e­ rweist sich schließlich
als leibliche Tochter des K
­ aisers. Der Hochzeit mit dem
­Grafen steht nun nichts mehr im Wege.
Das glückliche Ende kann jedoch nicht über die G
­ ewalt
­hinwegtäuschen, die die Figuren einander antun. Wie kein
anderer seiner Zeit erfindet Kleist Szenarien der Grausamkeit, die die scheinbare Idylle seines »Ritterspiels« unterwandern. Hinter der Liebe entdeckt Kleist die Grausamkeit
und hinter der Grausamkeit die Liebe.
»Dieser riesige Chor – und Renate Knollmanns herrliches
Solo dazu. Sie singen mit solch einer Innigkeit, dass es wirk­
lich – auch wenn’s ein bisschen kitschig klingt – ins Herz
trifft. Dabei hat Tobias Hofmann es doch erfolgreich
­geschafft, der cineastischen Vorlage von ›Wie im Himmel‹
auf der Theaterbühne die allzu schwülstige Kinoromantik
auszutreiben. (…) Präzise, klangschön, volltönend, aus­
drucksstark. Was für eine Arbeit – und was für ein E­ rlebnis,
wenn zum Finale sich der Gesang bis in den Zuschauerraum
fortsetzt. Ein vollkommener Moment – einfach h­ immlisch!«
Donaukurier
90
Wiederaufnahmen
Großes Haus
Wiederaufnahme
am 10. April 2015
91
Klei
Hau
Klein es
Haus
Klein es
Haus
Eine ganze Nacht lang, offen für alles. – Was ist
ein Grillenparz? Was sich anhört wie die Verballhornung des Namens eines berühmten öster­
reichischen Dichters, entpuppt sich als ein Hügel,
mitten in der Landschaft. Und da auf diesem
­Hügel die Grillen zirpen, hat er schnell seinen
­Namen weg. Normalerweise geht hier der Jäger
auf die Pirsch, und die Grillen singen. In diesem
Stück singen sie im Chor. Und sie singen von den
ewigen Dingen des Lebens, von viel Gewalt und
tröstlicherweise auch von Vergebung. Und einmal
im Jahr wird der Grillenparz zur »location« ­eines
»events«. Eine ortsansässige Firma braucht
­dringend Geld und auf dem Hügel werden die neuen,
von allen misstrauisch beäugten, Hauptinves­
toren gefeiert. Die Erinnerungen steigen hoch.
Im letzten Jahr wurde schon einmal hier gefeiert
und die Feier geriet außer Kontrolle, am frühen
Morgen lag eine Leiche auf dem Grillenparz. Und
nun treibt die Sommerfestgesellschaft auf eine
Wiederholung des Verbrechens zu. Im Rausch
verschwimmen die Grenzen von gestern und heute,
die Meute enthemmt sich. Es ist Realität, aber
keiner will sich dieser Realität stellen.
Thomas Arzt spielt auf vergnügliche Weise mit
Klischeebildern von Heimatverbundenheit.
­»Grillenparz« ist ein vielschichtiges Stück über
romantische Natursehnsucht und dunkle Triebhaftigkeit, über die Magie des Ursprungs und den
Pragmatismus der Globalisierung.
96
Premiere am 4. Oktober 2014
Die 39 Stufen
Grillen
parz
Deutsche Erstaufführung
Thomas Arzt
Grillenparz
Regie: Alexander Nehrlich
Auf die Frage, was er mit dem Tatort Grillenparz
sagen wolle, antwortet der Autor:
»Alle wollen ihm entfliehen. Und jeder würde es
wieder tun. Tatort ist eine voralpine Binnenwelt.
Zwischen Zivilstadt und Wildland. Zwischen
­Geldmensch und Geiltier. Zwischen Schweißbade­
tag und Spätsommernacht. Bestimmt in einer
Binnensprache. Nicht mehr Volksmaul, noch nicht
Staatsnorm. Nicht mehr Rohschnitt, noch
nicht Figurenfleisch. Nicht mehr Naturgesetz,
noch nicht Moral.«
Das vielbeachtete Internetportal »nachtkritik«
schrieb über die Wiener Uraufführung:
»Gespenst­ischerweise funktioniert das auf
der Bühne wunderbar. (…) Kaum zuvor hat sich
­angewandte Brutalität so zwingend auf die
­Bühne verirrt. Großes Kompliment …«
»Ich :bezweifle,
dass der Mensch
ein ˘˘Rudeltier
ist. Der ––– ganze
soziale Kontakt
lenkt nur ab.«
Kleines Haus
Thomas Arzt ist Österreicher,
­studiert in München und Wien. Sein
erstes Theaterstück »Grillenparz«
wird mit dem Hans-Gratzer-Stipen­
dium ausgezeichnet und 2011 am
Schauspielhaus in Wien uraufgeführt.
Er ­erhält u.a. das Dramatikerstipen­
dium der Stadt Wien und das ThomasBernhard-Stipendium am Landes­
theater Linz. Sein zweites Stück
»Alpenvorland« wird 2012 mit dem
Autorenpreis des Heidelberger
Stücke­marktes ausgezeichnet.
Alexander Nehrlich Regiestudium
an der Bayerischen Theaterakademie
»August Everding« und am GITIS,
Moskau. Er arbeitet als Regieassistent
am Theater Basel. Seit 2007 ist er
freiberuflich tätig. In den Jahren 2007
bis 2009 ist er Hausregisseur am
Bayerischen Staatsschauspiel in München. Außerdem inszeniert er u.a.
in St. Gallen, am Volkstheater Wien, an
den Städtischen Bühnen Münster
und am Hans Otto Theater in Potsdam.
2003 erhält er beim Theaterfestival
»NEUE AKZENTE« den Regiepreis, und
2007 bei den Bayerischen Theater­
tagen den Preis für die beste Regie.
97
Anatol Preissler Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik in
Wien. Seit 1995 als Regieassistent
und Regiemitarbeiter in Wien, Salzburg, München, Berlin und Zürich
­tätig. Sein Regiedebüt gibt er 2001.
Viele weitere Inszenierungen folgen,
darunter die deutschsprachige
­Erstaufführung von Ray und Michael
Cooenys »Tom, Dick und Harry«
am Südostbayerischen Städtetheater
Landshut. Außerdem ist er Über­
setzer von Theaterstücken (u.a. »Acht
Tage (rückwärts)«, »Job-Suey«).
Er ist Mitbegründer und künstlerischer
Leiter der Festspiele Wangen im
­Allgäu. Mittlerweile kann der Österreicher auf über 80 Produktionen
­zurückblicken.
98
Großes Kino auf offener Theaterbühne – Richard
Hannay lernt im Londoner West End die schöne
und geheimnisvolle Annabella Schmidt kennen –
eine Spionin, die sich hilfesuchend an ihn wendet.
Sie erzählt ihm, sie sei einer Verschwörung
auf der Spur. Hannay glaubt ihr kein Wort, aber
er nimmt sie mit nach Hause. Noch in derselben
Nacht fällt ihm Annabella in die Arme – sterbend,
mit einem Messer im Rücken und ihrem Geheimnis auf den Lippen. Damit endet Hannays langweiliges Leben. Ehe er sich versieht, steht er selbst
unter Mordverdacht und hat nicht nur die feind­
lichen Agenten, sondern auch noch Scotland Yard
auf den Fersen. Da hilft nur eins: Flucht! Die
­Reise führt von London über Edinburgh bis in die
schottischen Highlands und zurück. Mit dem
Zug, im Auto und zu Fuß, durch Sumpf und Nebel,
reißende Flüsse, Berge, Weidezäune und Felsspalten. Eine rasante Verfolgungsjagd auf offener
Bühne beginnt. Hannay gerät von einer absurden
Situation in die nächste. Es ist ein Rennen gegen
die Zeit, eine Sache von Tagen, vielleicht nur von
Stunden. Kann er das mysteriöse Geheimnis um
die »39 Stufen« noch rechtzeitig lösen? Hannay
­begreift, dass er als einziger die feindlichen
Agenten stoppen und damit sein Land vor dem
­Untergang retten kann. Und dabei ist er kein
­Superheld, kein professioneller Gangsterjäger –
­Hannay ist einer von uns.
Premiere am 27. November 2014
Mit feiner Ironie und unglaublicher Theateraktion
entsteht eine rasante Komödie. Die Geschichte
bietet ein Abenteuer voller Spannung, Liebesromanzen, britischem Humor und Situationskomik.
Patrick Barlow nahm den Hitchcock-Klassiker
»Die 39 Stufen« als Grundlage für sein turbulentes Bühnenwerk, das mit dem Thrillergenre spielt
und Komik und Spannung miteinander verbindet.
Das Stück wurde u.a. mit dem Olivier Award für
»die Beste New Comedy« ausgezeichnet.
»Eine Geschichte darf unwahrscheinlich, aber
sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch
und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben,
aus dem man die langweiligen Momente
­herausgeschnitten hat.«
Alfred Hitchcock
» Zwanzig Millionen Frauen
leben auf ::: dieser
Insel! Und ausgerechnet
–:––– an Sie muss
ich gekettet ––– sein!«
Kleines Haus
Lucky
Happiness
Golden
Express
Die 39
Stufen
John Buchan & Alfred Hitchcock
Die 39 Stufen
by arrangement with Edward Snape for Fiery A
­ ngel Limited
Bühnenbearbeitung von Patrick Barlow
Originalkonzept: Simon Corble und Nobby Dimon
Deutsch von Bernd Weitmar
Regie: Anatol Preissler
John Buchan (1875 –1940), presby­
terianischer Pfarrerssohn aus
Schottland, ist Parlamentsmitglied,
Freund T. E. Lawrences, Kriegsberichterstatter der »Times«, Chef des
britischen geheimen Nachrichtendienstes im Ersten Weltkrieg, Generalgouverneur von Kanada und erhält
das Adelsprädikat eines »ersten
Lord Tweedsmuir«. Er schreibt zahlreiche historische Werke, darunter
eine Biographie über Oliver Cromwell.
Von den mehr als vierzig Romanen
und Sachbüchern, die John Buchan
verfasst, erweist sich »The Thirty-­
Nine Steps« (Die 39 Stufen) als ewiger
­Bestseller. Als früher Vertreter des
Spionagethrillers hat er viele Elemente
­dieses Genres quasi »erfunden« bzw.
fabelhaft zur Anwendung gebracht.
Alfred Hitchcock (1899-1980), britischer Filmregisseur. Hitchcock feiert
seinen Durchbruch in den 1930er
­Jahren mit Thrillern, in denen er das
Genre zur Perfektion treibt. Kurz vor
dem Zweiten Weltkrieg kehrt er seiner Heimat den Rücken und geht nach
Hollywood, wo er zahlreiche filmische
Meisterwerke verwirklicht. Unvergessen ist der Thriller »Psycho«
(1960), der zum Klassiker der Filmgeschichte wurde. Außerdem ist A
­ lfred
Hitchcock auf »The Thirty-Nine Steps«
aufmerksam geworden. Der Meisterregisseur entwickelt 1935 den gleichnamigen Film, der ebenfalls zu den
ganz großen Klassikern der Filmgeschichte gehört.
99
Benefiz –
Jeder rettet
einen Afrikaner
Lucky
Happine ss
Golden
Expres s
Noah Haidle
Lucky Happiness Golden Express
Deutsch von Brigitte Landes
Regie: Kathrin Mädler
Und plötzlich lag seine ganze Geschichte offen vor
ihm. – Klar, das »Lucky Happiness Golden Express«
ist ein billiges, chinesisches Schnellrestaurant.
Jeden Freitag kommt ein alter Mann und fragt,
was das Tagesgericht sei. Freitags ist das Tagesgericht immer »Huhn Gung Bo«, so auch an diesem Freitag. Zwei Kellner ertragen den alten
Mann seit Jahren, vordergründig höflich, zeigen
sie ihm doch ihre Verachtung. Und an diesem
Tag erscheint noch eine einsame Lady, die sich
sofort zwei Gläser Wein bestellt. Und plötzlich
verschwimmen die Konturen, die fremde Frau
wird zur Ehefrau des Mannes, die beiden Kellner
zu seinen Töchtern. Ein Gewitter naht, und als
der Blitz einschlägt, fällt der alte Mann mit einem
Schlaganfall vom Stuhl. Im Krankenhaus erscheint
seine ganze Familie, Töchter, Schwiegersohn
und schließlich auch noch die Frau, die vor Jahren
ihn und die gemeinsame Familie verließ. Auch
hier verschlingen sich die zeitlichen Ebenen. Die
Töchter planen, den Vater »zu erlösen«, sie wollen
an die Lebensversicherung.
Am Tag nach der Beerdigung des Mannes halten
sich die Ex-Ehefrau und die Tochter in einem
­Hotelzimmer auf. Zufälligerweise ist es das Hotelzimmer, in dem die Hochzeitsnacht des Elternpaares stattfand. Die Tür fliegt auf, und das
Brautpaar tritt auf. Die Ebenen durchdringen und
kommentieren sich. Die Braut in doppelter Ausführung (jung und alt) handelt und beurteilt sich.
Vergangenheit und Gegenwart werden egal.
100
Premiere am 29. Januar 2015
Was heißt Vergangenheit, wenn der Schmerz
der Vergangenheit noch akut ist, und das Heute
beeinflusst?
Haidles Stück ist ein Märchen, das die Grenzen
von Fantasie und Realität auflöst und ständig
fragt, was Erinnerung ist, und ob man sich auf
sie verlassen kann. »Lucky Happiness Golden
­Express« erzählt in Rückblenden mit umwerfendem Witz, großartigen Figuren und mit Leichtigkeit von der Illusion des Glücks.
»Hitchcock-like. Nein, das ist kein Krimi,
eher eine ziemlich traurige Geschichte über die
Einsamkeit in den großen Städten und die
Jagd nach der Glücksverheißung. Dabei arbeitet
der ­Dramatiker virtuos und filmisch mit Zeit­
sprüngen, Rollenwechseln, Überblendungen und
Zwischen-Welten.«
Die Deutsche Bühne
Noah Haidle, geboren 1978 in Michigan,
Dramatiker und Drehbuchautor. Er
studiert an der Princeton University,
an der er heute unterrichtet. Sein
Drehbuch »Stand up, guys« wird 2012
mit Christopher Walken, Al Pacino
und Alan Arkin verfilmt.
Kathrin Mädler, 1976 in Osnabrück
geboren, Studium der Dramaturgie,
Theater- und Literaturwissenschaft
an der Ludwig-Maximilians-Univer­
sität München und der Bayerischen
Theaterakademie »August Everding«,
sowie in Cincinnati, Ohio und an der
University of California, Irvine. Diplom
und Promotion in München. Während
des Studiums Regieassistenzen am
Staatstheater Karlsruhe und am
Burgtheater Wien. Von 2005 bis 2012
Schauspieldramaturgin am Staatstheater Nürnberg, seit 2012 leitende
Schauspieldramaturgin am Theater
Münster. Inszenierungen am Staatstheater Nürnberg (darunter Peter
Weiss’ »Die Ermittlung« auf dem ehemaligen »Reichsparteitagsgelände«),
am Theater Münster und am Stadttheater Ingolstadt »Das Monster
weint«.
»Das bedeutet, dass
die ˙˙˙Zukunft vorbei ist,
nie gekommen ist
und die : Vergangenheit
ist zu nah, vorbei,
vergangene ˘˘Zeit ist
alles, was mir bleibt.«
Kleines Haus
101
Benefiz
Jeder
rettet e inen
Afrikan er
Ingrid Lausund Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner
Regie: Brit Bartkowiak
Öffnen Sie ihr Herz und Ihr Portemonnaie. – Eva,
Christine, Leo, Rainer und Eckhard waren noch nie
in Guinea-Bissau, aber sie haben ein Foto und
­wollen etwas gegen die Armut tun. Also planen
sie eine Benefiz-Gala, um Spenden für den Bau
­einer Schule zu sammeln. Jeder sprudelt nur so
vor Ideen und schon stecken sie mitten im Sumpf
aus Vorurteilen, Klischees und Halbwissen.
»Sterben jährlich 8 Millionen oder 80 Millionen
Menschen an Unterernährung?«, wie ist die richtige Betonung von »Hungerkatastrophe«? Und
soll die Musterschülerin Valeri (Abi: 1,8), die bei
der Show auftreten soll, schlicht als Berlinerin
oder besser als »Afro-Berlinerin« vorgestellt
werden? Darf man einen Abend über die Dritte
Welt unterhaltsam gestalten? Kurz: Es ist nicht
leicht, gut sein zu wollen und gleichzeitig politisch
korrekt. Der Versuch, die Spenden-Gala zu
­organisieren, gerät zu einer Eitelkeitsshow der
Gutmenschen.
Ingrid Lausunds Stück ist eine bissige Farce
auf die Betroffenheitsgesten der westlichen Welt,
über den täglichen Irrsinn mit der politischen
Korrektheit und über das Unbehagen der übersättigten Wohlstandsgesellschaft.
»Ingrid Lausund ist keine Zynikerin. Ihre Figuren
sind es auch nicht. Die Autorin schildert aber
mit lebensnaher Unerbittlichkeit, wie das banale
Miteinander noch die nobelsten Menschen
­perveriert.«
Der Tagesspiegel
»Eine ·· ·
Schale Reis
für alle.«
˘
102
Premiere am 20. März 2015
Kleines Haus
Ingrid Lausund, 1965 in Ingolstadt
­geboren, gründet nach ihrem Regiestudium an der Theaterakademie Ulm
mit Studienkollegen ein freies Theater
in Ravensburg. Die Gruppe produziert
die ersten Texte und Stücke von I­ ngrid
Lausund. Sie arbeitet als Regisseurin
und Autorin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und ab 2003 auch
am Schauspiel Köln. Gastprofessuren
am Mozarteum in ­Salzburg, der Folkwang-Schule in ­Essen und der HdK
Berlin. 2008 ­gründet sie mit Beatrix
von ­Pilgrim »lausundproductions«.
Brit Bartkowiak, geboren 1980,
­absolviert ihr Studium der Schauspieltheaterregie an der Hochschule für
Musik und Theater in Hamburg. Am
Schauspielhaus Düsseldorf inszeniert
sie 2012 die deutschsprachige Erstaufführung von »Swchwrm« nach
Toon Tellegen und Guy. Am DT Berlin
inszeniert sie u.a. »Arm durch Arbeit«
von Markus Breitscheidel, »Der
­Goldene Drache« von Roland Schimmelpfennig sowie die Uraufführung
von »Muttersprache Mameloschn«
von Marianna Salzmann. Die Produk­
tion ist für den Preis der Mühlheimer
Theatertage 2013 nominiert. In
der Spielzeit 2013/14 arbeitet sie als
­Regisseurin u.a. am DT Berlin, am
Staatstheater Oldenburg und an der
Landesbühne Niedersachsen Nord
in Wilhelmshaven.
103
Wiederaufnahme
am 10. Dezember 2014
Shelagh Stephenson
Gedächtnis des Wassers
Deutsch von Patricia Reimann
Gorge Mastromas ist ein durchschnittliches und unauffälliges Kind. In Konfliktsituationen versucht er wider einen
»besseren Instinkt« immer nach ­ethischen Paradigmen zu
handeln. Er bleibt anständig und zieht am Ende immer den
Kürzeren. Auch als junger Mann ist er nur ­einer unter den
vielen Unsichtbaren in der grauen Masse der Mittelmäßigkeit. Doch eines Tages kommt alles anders. Gorge lässt sich
auf einen »teuflischen« Deal ein und lernt schnell: Nur Egoismus und gewissenloses Handeln bringen Erfolg. Gorge
wird zu einem Global-Player im Geheimclub der Mächtigen
und Reichen, zu einem, der ganz oben seine Fäden zieht, mit
einem völligen Mangel an Verantwortung für alle, die seinen
Weg kreuzen.
Dennis Kelly beschreibt spannend wie in einem Krimi den
Werdegang eines Menschen, der durch die »Opferung« aller
moralischen Grundsätze mitten in die Zentren der Macht
gespült wird. Hier gelten andere Regeln: Macht, Reichtum,
Glück gehören nur dem, der bereit ist, über Leichen zu gehen!
Regie: Jochen Schölch
Nach dem Tod der Mutter treffen, drei entfremdete
Schwestern, deren Leben kaum unterschiedlicher hätte
verlaufen können, aufeinander. Teresa, praktisch ver­
anlagt und verlässlich, hat sich bis zu deren Tod um die
an Alz­heimer erkrankte Mutter gekümmert. Mary ist die
­Karrierefrau der drei und führt eine Liaison mit einem
­verheirateten Kollegen. Catherine, die Jüngste und Aus­
geflippteste der Schwestern ist kauf- und drogensüchtig,
wechselt regelmäßig ihre Liebhaber und geht mit ihrer
­egozentrischen Art allen auf die Nerven.
Eingeschneit im Haus der Mutter brechen schon bald alte
Konflikte zwischen den Schwestern aus. Ein Streit um
Wahrheit und Erinnerung beginnt, bei dem jede Schwester
nach und nach ihre Fassade aus Lügen und Geheimnissen
preisgeben muss. Mit viel schwarzem Humor lässt die britische Autorin drei starke Frauen aufeinander los. Es wird
gekifft, gesoffen und die Kleidung der verstorbenen Mutter
aufgetragen. Shelagh Stephensons Stück um Familienkonflikte und verdrängte Wahrheiten wurde im Jahr 2000 mit
dem Olivier Award for Best Comedy ausgezeichnet.
Regie: Folke Braband
» (…) am Ende dieser zweidreiviertelstündigen Inszenierung
gab es lang anhaltenden, begeisterten Applaus. Zum einen
natürlich für dieses kluge, analytische, sprachgewaltige Stück
über unsere Gegenwart, über Macht und Moral und alle Stadien
dazwischen. Zum anderen für die präzise Inszenierung Jochen
Schölchs, Intendant des Münchner Metropoltheaters, der
Kellys raffinierten Text geradezu zelebriert, ihn mit hohem
Tempo in Szene setzt, die wenigen Spielszenen scharf mit den
Erzählszenen kontrastiert und aus dem Abend einen span­
nungsgeladenen Krimi macht. Und zum Dritten für die sechs
Schauspieler, die – obwohl sie das Stück über weite Strecken
zum reinen Sprechtheater verpflichtet – mit solcher Präzi­
sion und Intensität spielen, auf einem solch hohen Energielevel,
dass das Publikum ihnen mit atemloser Angespanntheit folgt.«
Donaukurier
104
Wiederaufnahme
am 11. Februar 2015
Dennis Kelly
Die Opferung von Gorge Mastromas
Deutsch von John Birke
Wiederaufnahmen
»Regisseur Folke Braband, der sich in Ingolstadt (…)
­bereits als Komödienspezialist erwiesen hat, führt das
­Ensemble großartig in den reinsten Wahnsinn eines
­hysterischen Gelächters beim Anprobieren von Mutters
­antiquierten Kleidern, in rasanten verbalen Schlagab­
tausch oder furiose Gerangel im Ehebett oder am Sarg
der toten Mutter, um immer wieder das komödiantische
Rad ­an­zuhalten und Raum zu lassen für das Aufbrechen
von ­Trauer, Verzweiflung und Schmerz über das Zer­
brechen der Beziehungen und Lebensentwürfe.«
Kulturkanal
Kleines Haus
105
Stud
Studi o
Studi o
Zeitfenster öffnen sich. – Ein Sommersalon ist der
Ort, an dem sich im Laufe eines Jahrhunderts immer wieder drei verschiedene Gesangsquartette
zum Proben versammeln. An der Schwelle zum
21. Jahrhundert stehen Atia und Margot sowie
Sacha und Daniel vor der Qual der Wahl, ob
sie miteinander oder ohne einander leben wollen.
Einhundert Jahre früher prägt nicht die freie
Entscheidung, sondern das Korsett der Konven­
tionen die Harmonie der Sänger. Louise liebt
­Henri, der in Mathilde vernarrt ist, die wiederum
unterdrückt ihre Gefühle für Gustave. In jeder
Epoche kommt es zwischen den zwei Frauen und
den zwei Männern zu Liebe und Eifersucht, Zank
und Friedensküssen, zu Abschied und Wieder­
sehen. Und wenn Differenzen, komische Missverständnisse und Marotten die vier Sänger auch
mal auf getrennte Wege führen, so bringt sie der
gemeinsame Gesang doch immer wieder zusammen. Nur einmal scheint das Quartett für immer
zerstört: David, der Bass, ist Jude und wird an
die Gestapo verraten und deportiert. Er überlebt
den Holocaust und wagt mit seiner Rückkehr in
das Quartett den ersten Schritt zur Versöhnung.
110
Premiere am 10. Oktober 2014
Coline Serreau entführt auf eine theatralisch
­musikalische Zeitreise und verbindet mit Witz
und Poesie drei tragikomische Geschichten aus
drei Generationen, die obwohl sie unterschied­
licher nicht sein könnten, doch eines miteinander
verbindet: die Leidenschaft zur Musik. In »Les
Echos« hieß es anlässlich der Uraufführung:
»man lacht, man weint ein wenig, man hat Lust
zu singen. Ein ungewöhnlicher Abend und ein
wunderschöner.«
»Musik begleitet dieses Stück, alte und zeitge­
nössische Werke werden frei gemischt, – um die
Worte abzulösen, wenn sie das Unsagbare nicht
mehr auszudrücken vermögen, und um uns den
wahren Gemütsbewegungen anzunähern, die uns
im Innersten treffen.«
Coline Serreau
»Ich verlasse
dieses˘˘ Haus, ich
verlasse dieses
Quartett, ich
verlasse Margot,
´ ´ ich verlasse
dieses Land, ich ¦
verlasse …«
Studio im Herzogskasten
Mr. Pilks
Irrenhaus
Somme r
salon
Coline Serreau
Sommersalon
Deutsch von Marie Besson
Regie: Patrick Schimanski
Coline Serreau, französische
­Schauspielerin, Dramatikerin und
Regis­seurin, ist vor allem durch ihre
Filme ­bekannt. Mit der Filmkomödie
»Drei Männer und ein Baby«, die mit
drei Césars ausgezeichnet wurde
und »Milch und Schokolade« begeistert sie auch in Deutschland ein
­großes Publikum. In vielen Theatern
wird ihr Erfolgsstück »Hase Hase«
gespielt. »Sommersalon« wird am
Centre National de Creation Orleans–
Loiret uraufgeführt. Das Stück ist
für den wichtigsten französischen
Theaterpreis, den »Prix ­Molière«
­nominiert.
Patrick Schimanski, 1964 geboren,
Regisseur und Komponist, lebt
­heute in München. Er arbeitet als
­freischaffender Regisseur und
­musikalischer Leiter an Theatern in
Heidelberg, Mannheim, Wiesbaden,
Frankfurt, Berlin, Hamburg, Bochum,
Essen, ­Zürich, Bremen, Münster
und München. Wichtige Arbeiten sind
u.a. die Uraufführungen von Werner
Fritschs Steinbruch »Monolog 47 –
Percussion Discussion« am Schauspielhaus Zürich und »Howl« von
A. Ginsberg am Theater am Neumarkt
Zürich. Er inszeniert außerdem die
Uraufführung der Oper »Erwin, das
Naturtalent« von Mike Svoboda
an der Staatsoper Stuttgart (2005),
»True Dylan« von Sam Shepard bei
den Freilichtspielen in SchwäbischHall (2006) und »Nachtasyl« von
­Maxim Gorki am Bremer Theater.
111
Mr.
Pilks
Irren
haus
Offene Fragen – Ab wann ist ein Tisch kein Tisch
mehr, wenn man seine Beine kürzt? Was machen
Sie, wenn Ihnen im Restaurant die Suppe samt
Socke des Kellners serviert wird? Ist eine Unterhose mit zugenähten Beinen überhaupt noch
eine Unterhose? Und was, wenn ein wildfremder
Cowboy plötzlich Ihr Haus und Ihre Frau beschlagnahmt? Diese und ähnliche Fragen wirft
Ken Campbell in »Mr. Pilks Irrenhaus« auf und
entwirft darin ein Reich voller Absurditäten. Der
britische Nonsens-Autor treibt die alltäglichen
Dinge auf die Spitze. Bis dorthin, wo die Grenzen
zwischen Normalität und Wahnsinn verschwimmen. Das ist die Welt des Mr. Pilk. Und wer ist
Mr. Pilk? Manche nennen ihn ein Genie. Andere
bezeichnen ihn als Philosophen, Dichter, Säufer
oder als Verrückten. Er schreibt Dramen von
shakespearscher Größe auf die Rückseite einer
Zigarettenschachtel. Er beantwortet die elementaren Fragen unserer Zeit auf einem alten Bierdeckel. Er erzählt Geschichten, die niemals so
­geschehen sein dürften, es aber wahrscheinlich
sind. Er ist ständiger Gast in Irrenhäusern
und stellt immer wieder dieselbe Frage: »Was ist
Wirklichkeit in diesem Spiegelkabinett?«
»Mr. Pilks Irrenhaus« ist eine Serie von Minidramen, in denen die Leute ihr Leben zu leben versuchen, wie es geplant war. Aber auf einmal rutscht
ihnen das Leben unter den Füßen weg. Man kann
sich auf geballten Irrsinn in vielfältigster Form
freuen, von anarchischen Grobheiten bis zu hoch-
112
Premiere am 6. Dezember 2014
Ken Campbell
Mr. Pilks Irrenhaus
sowie nachgelassene Texte von Henry Pilk
Deutsch von Brigitte Landes
Regie: Jens Poth
intelligenten, absurden Gedankenkonstrukten.
»Wahnsinnig oder genial?« – das muss ­jeder
selbst entscheiden. Liefern Sie sich völlig dem
Absurden aus und blicken Sie mit Mr. Pilks Erinnerung in die Abgründe des schwarzen, britischen Humors. Amüsante Verwirrung garantiert!
»Man liest es, auf der Suche nach Erhellendem.
Eine Erklärung! Für das zu Sehende, oder das
­Gesehene. Eine intellektuelle Conclusio, die mich
als Zuschauer beruhigt nach Hause gehen lässt.
Versehen mit einem Sinn! Mit Antworten auf die
Fragen! Aber diese Antworten kommen nicht und
im Hintergrund höre ich ein Lachen und ich frage
mich: Wer lacht da? Der Regisseur, der Autor?
Ich stelle fest: Es ist mein eigenes Lachen, meine
eigene Freude! Und da, gleich hinter der Freude,
hinter dem Lachen, noch ganz verschwommen
und doch sichtbar … ist das nicht … ein Sinn???«
Jens Poth
––»Durchdrehen,
überschnappen,
das ist wohl das
einzige, was ˘˘
du kannst.«
Studio im Herzogskasten
Ken Campbell (1941 – 2008), britischer
Schauspieler und Regisseur. In den
frühen 1970er Jahren gründet er eine
Theatergruppe, die an ungewöhn­
lichen Orten wie Pubs auftritt. Außerdem ist er Mitgründer des Science
Fiction Theatre of Liverpool. Als
Schauspieler spielt er u.a. in Kinoproduktionen wie »Pauline und Joshua«,
»Frankensteins Braut« und »Ein Fisch
namens Wanda«. Zudem hat Campbell
als Schriftsteller zahlreiche Bücher
und Theaterstücke veröffentlicht.
Jens Poth, geboren 1972 in Werther/
Westfalen, arbeitet nach seinem
­Studium der Philosophie, Soziologie
und Sozial-Psychologie als freier
Journalist bei der Westdeutschen
­Allgemeinen Zeitung in der Lokal­
redaktion Essen, wo er sich bereits
zunehmend dem Theater zuwendet.
Nach diversen Arbeiten als Schauspieler und Regisseur in der freien
Szene des Ruhrgebiets folgen weitere
Inszenierungen u.a. am Schauspiel
Köln, am Staatstheater Darmstadt,
am Theater Bonn, Stadttheater
­Bremerhaven, Theater Heidelberg,
Landestheater Tübingen sowie am
Theater ­Osnabrück. In Ingolstadt
­inszeniert er in der Spielzeit 2012/13
»Das war ich nicht«.
113
Wiederaufnahme
am 22. November 2014
Michl Ehbauer
Baierische Weltgeschichte
Szenische Lesung mit himmlischer Musik
Vorgetragen von Peter Greif
Musik: Stefan Straubinger
Szenische Einrichtung: Knut Weber
»Im Anfang – sagt die Schrift – war nix!
Und über a Weil – war wieder nix.
Und erst a paar Tag später dann,
Da war erst recht nix, wo mir san.«
Dies sah der Herr und sprach:
»Da muaß was her – dees sihch i scho’.«
Nach dieser spektakulären Erkenntnis macht sich der
­Allesbewegende sogleich ans Werk und leitet die Geburtsstunde allen Lebens auf der Welt ein. Im Folgenden schweift
der Blick zum Interieur des Himmels. Außerdem wird erklärt, wie Adam und Eva zusammen gekommen sind, und die
­Ermittlungen im ersten Mordfall des Abel wieder neu auf­
genommen. Im Verlauf der Historie wird neben der ersten
Wetterkatastrophe und Noahs gelungenen Rettungsaktion,
ebenso von bahnbrechenden bayerischen Erfindungen
wie des Biers berichtet. Nach und nach werden alle Geheimnisse der Weltgeschichte offenbart. Und es ist n­ atürlich
selbstverständlich, dass sich dies alles nirgendwo anders
als in Bayern zugetragen hat, sonst wäre es ja keine
­»Baierische Weltgeschichte«.
114
Wiederaufnahmen
Wiederaufnahme
am 20. Februar 2015
Debbie Isitt
Gatte gegrillt
Deutsch von Evelyn Iwersen
Regie: Knut Weber
»Römisch gibt die Paraderolle des zwischen Erotik und
Fresssucht zerrissenen Kenneth furios, zappelt, windet sich,
zieht Grimassen, haut auf den Putz – gibt dem besagten
­Affen Zucker bis an die Grenze des Erträglichen. Auch das
will gekonnt sein – und dieser Schauspieler kann es. (…)
­Regisseur Weber hebt den gut gebauten, pointenreichen
Boulevard-Text ins Surreale, lässt exzentrisch spielen vor
schwarz-grün schimmernder Kulisse. Besonders ein­
drucksvoll die pantomimischen Tischszenen, vor allem
wenn sich der Übeltäter zu Tode frisst. (…) Gut 90 Minuten
höchst kunstvolle Klamotte, sehr unterhaltsam, stellen­
weise gewöhnungsbedürftig, aber empfehlenswert.«
Neuburger Rundschau
»(…) mit Chris Nonnast, Joana Tscheinig und Sascha R
­ ömisch
hat der Regisseur ein exzellentes Schauspieltrio zur Ver­
fügung, das diese Mischung aus Groteske, Komödie und Drama
mit Lust, Fantasie und eindrucksvollem Körpereinsatz
­bedient. Wieder einmal darf Sascha Römisch sein hoch ko­
misches Talent ausspielen. Wenn er den nicht vorhandenen
Fisch entgrätet, Joana Tscheinig selbstvergessen mit den
eleganten Handschuhen in der Nase bohrt oder Chris Nonnast
von der Küche als ›Paradies für Mörder‹ deliriert, dann
gibt’s im Publikum kein Halten mehr. Großer Applaus!«
Donaukurier
Studio im Herzogskasten
115
Freil
Freili cht
116
Glück
Kolumnentitel 1
Kolumnentitel 2
Glück
117
Freili cht
Freilicht
Rio Rei ser
König
von
Deutsc hland
Heiner Kondschak
Rio Reiser – König von Deutschland
Eine musikalische Biografie
Regie: Heiner Kondschak
Offener Widerstand – Berlin 1970: Voll Begeisterung beschließen vier junge Männer, gemeinsam
Musik zu machen und ihr Leben dem Widerstand
gegen das bestehende Gesellschaftssystem
zu verschreiben. Die Musik dient ihnen dabei als
Sprachrohr. Es ist der Beginn der Band »Ton
­Steine Scherben«.
Heiner Kondschaks musikalischer Abend be­
gleitet die Band vom überraschenden Durchbruch
1970 nach ihrem Festival-Auftritt neben Jimmy
Hendrix, über den finanziellen Ruin und den Wegzug aus Berlin bis hin zur Auflösung der Band
1985. Rio Reiser, der Frontmann der Band, verabschiedet sich von seinen Idealen und startet mit
einer Solokarriere nochmals richtig durch – wird
zum gefeierten »König von Deutschland«.
Das Stück erzählt die Geschichte der »Scherben«,
von ihren Konzerten, dem Leben in der Kommune,
den Konflikten innerhalb der Band und der Ver­
mischung von Leben und Kunst, von Musik und dem
unerbittlichen Kampf für Utopien. Es entwirft
­zudem ein Stimmungsbild der damaligen Bundesrepublik und wird damit zu einem Stück westdeutscher Geschichte. Lieder wie »Keine Macht
für Niemand« und »Macht kaputt, was euch kaputt
macht« stehen für die Ideale und den Kampfgeist
einer Band, die über Jahrzehnte Einfluss auf
zahllose Musiker genommen hat.
In »Rio Reiser – König von Deutschland« werden
der Sänger und seine Band wieder lebendig – im
Zentrum steht dabei die Musik, die live von
120
Premiere am 25. Juni 2015
Schauspielern gespielt und gesungen wird. Nach
»Dylan – The Times They Are A-Changin’« kommt
damit eine neue musikalische Biografie auf den
Spielplan des Stadttheaters.
Was würdest du als erstes machen, wenn du
­König von Deutschland wärst?
Rio Reiser: »Ich würde zuerst alle Arten von
­Tötungsmaschinen verbieten.«
Kannst du dir vorstellen, mit einem Menschen
ein ganzes Leben lang zusammen zu sein?
Rio Reiser: »Ja, wenn’s nicht 24 Stunden am Tag
und 365 Tage im Jahr ist.«
Was ist dein größter Wunsch?
Rio Reiser: »Dass ich einfacher werde.«
Wovor hast du am meisten Angst?
Rio Reiser: »Es gibt nur eine Angst, die Angst
vorm Tod.«
Heiner Kondschak, Musiker, Schauspieler, Autor, Regisseur. Von 1995
bis 2002 künstlerischer Leiter
des Kinder- und Jugendtheaters am
Landestheater Tübingen Reutlingen.
Seit 2002 unterwegs als Musiker
(Randgruppen­combo, Kondschak &
Kapelle), Komponist (z.B. »Dogs«,
Landestheater Tübingen), Regisseur
(»König von Deutschland«, LTT),
Schauspieler (»Der Schöne & Das
Biest«) und Autor (»Kaspar Hauser«,
Badisches Staatstheater Karlsruhe).
Das Ingolstädter Publikum kennt ­seine
Inszenierung seines Stücks »Dylan.
The Times They Are A-Changin’«.
»· · Musik ist
eine´`Waffe«
Freilichtbühne im Turm Baur
121
Down
Town
DownTown
DownTown
LICHT AUS. SPOT AN. PROST.
Ingolstadt Down-Town ist eine lose Reihe von
kleinen und größeren Projekten, die über die
Spielzeit verteilt vom Ensemble des Stadt­theaters
an ungewöhnlichen Orten gezeigt werden.
Die Projekte sind
eher instant gesetzt als totgeprobt,
eher angerissen als lange angekündigt,
eher eher als ehern.
Gespielt, im Gegensatz zu aufgeführt, wird
an Orten in der Stadt, die keiner mehr haben will
oder
noch nicht brauchen kann.
In den vergangenen Spielzeiten hat das Stadt­
theater u.a. gespielt:
»Der Theatermacher« in der MTV-Gaststätte
»Avantgarde« im Schlosskeller und im Museum
für konkrete Kunst
»Glück gehabt« im Neuen Schloss zu Ingolstadt
»Ich Taugenichts« im ehemaligen Möbel Scheitza
»Missionen der Schönheit« im Deutschen Medizinhistorischen Museum
»Zuhause« im Einrichtungshaus Ridder2
Foto Hintergrund: © fotolia – ike
Zur Eröffnung der Spielzeit 2014/15 präsentiert
das Stadttheater bereits zum vierten Mal eine
großflächige Stadtrauminszenierung.
www.nordbraeu.de
Down-Town
127
Komm! ins Offene, Freund!
Von der Wirklichkeit des Imaginären
Der Fleißer-Spaziergang
Dreimal bereits hat das Stadttheater Sie, das
werte Publikum, zu Beginn einer neuen Spielzeit,
ins Freie gebeten: auf einen Spaziergang durch
die Altstadt und das Neue Schloss bei »Die
­unsichtbaren Städte«, auf die Dachterrassen
bei »Schlaflos in Ingolstadt« und in den Künette­
graben, den Schutter-Hof und ins Freibad bei
»Die Geheimen Gärten von Ingolstadt«. Das vierte
­Eröffnungs-Down-Town führt das Offene schon
im Titel. Sich auf ein Hölderlin-Gedicht beziehend,
ruft es Ihnen zu: »Komm! ins Offene, Freund!«.
Kreuz und quer durch den mythischen Leib
­dieser Stadt, auf den Spuren der Autorin, die
­Ingolstadt literarisch ins Gespräch brachte.
Wir suchen Plätze, Räume und Landschaften aus,
die in ihrem Werk, in ihrem Leben, eine Rolle
spielten und werden diese Räume bespielen.
­Briefe, ­Roman, Kurzgeschichten und Szenen sind
die Grundlage dieser Collage, die erlaufen sein
will. Ein Down-Town Projekt, welches sich tief
in die Stadt hineingraben will.
Realisation: Donald Berkenhoff
Sie sollen ein neues Land zu sehen bekommen,
Musik aus der neuen Welt hören, mit neuem
­Denken konfrontiert werden, Abenteuerberichte
von Weltreisenden lauschen und natürlich: Ihre
eigene Stadt mit neuen Augen sehen. Wie kann
man das Bekannte fremd machen, das Vertraute
neu aussehen lassen? Kann man die Donau
­näher in die Stadt bringen? Kann man auf dem
Theatervorplatz unter einem Wasserfall stehen?
Kann man …?
Wer weiß? Seien Sie offen!
128
20. September 2014
Down-Town
Down-Town
129
Zug
Zuga be
Zuga be
be!!
Spielzeitcocktail
Wie in den vergangenen Jahren wird auch die Spielzeit
2014/15 mit einem theatralen Ausblick auf die neue Saison
eröffnet. Freuen Sie sich auf den kompletten »Hamlet« in
drei Minuten, auf verschrobene Märchen und viel Musik.
Wir machen es wie immer: Sie bestücken das Buffet und wir
machen das Programm! Im Rahmen der Veranstaltung wird
wieder der Rotary-Theater-Publikumspreis verliehen,
nach dem Programm wird im Foyer musikalisch aufgespielt.
Der Eintritt ist frei – Um kulinarische Beiträge zum Buffet,
das wieder in Süßes und Herzhaftes aufgeteilt wird, werden
alle Besucherinnen und Besucher herzlich gebeten.
Samstag, 27. September 2014, 19:30 Uhr,
Großes Haus und Foyer
Bürgerkapelle & Zugflötenorchester
Tobislav Hoffopopov wird in Prmpf bei
München (Böhmen) geboren und
wächst in ärmlichen Verhältnissen bei
reichen Eltern auf. Nach einer 14-jährigen Tischlerausbildung, die er ohne
Abschluss beenden muss, absolvierte
er in nur einem Jahr ein Meisterklassestudium auf der klassischen Ukulele
und wird durch ein Versehen Generalmusikdirektor der Staatsoper von
Nirwana (Afrika). Seit Jahren ist der
vielgefragte Dirigent auch als Musikpädagoge weltweit im Einsatz, u.a. als
Leiter der Bürgerkapelle I­ ngolstadt.
Die Bürgerkapelle probt sich – wie immer lässig und unerschrocken – an großen Werken der Musikliteratur aus allen
Genres ab. Generalmusikdirektor Tobislav Hoffopopov führt
alle interessierten und nicht-interessierten Laien ein gutes
Stück weiter zum Profimusikerdasein – eine zusätzliche
Einnahmequelle die einfach wirklich JEDER vorweisen sollte.
Wenn Sie ein Instrument besitzen: Bringen Sie es mit!
Wenn nicht: Kommen Sie trotzdem und klopfen Sie auf Stühlen, Topfdeckeln und Eierwärmern. Jeder kann Musik!
Eintritt frei!
134
Zugabe!
»Da geht der Punk ab!«
stattzeitung-plus.in
Seit der Gründung von Ingolstadts erstem Zugflötenorchester im November 2013 bringt der weltweit unbekannte,
amerikanisch-fränkische Leiter Totsy »Pull« Hoffman allen
Teilnehmern/Virtuosen in unregelmäßig stattfindenden
­Proben das »anrührendste Instrument nach dem pfeifenden
Teekessel« näher.
Eintritt frei! Für das Zugflötenorchester wird eine Zugflöte
­benötigt. Diese kann abends für 10,- Euro erworben werden.
danubia connection
Der »schwarze« Fluss Donau verbindet den Schwarzwald
mit dem Schwarzen Meer. Die Donau ist ein Sehnsuchtsfluss,
sie trennt und verbindet gleichermaßen Menschen und
­Kulturen. Sie ist geschichtssatt und öffnet die Fantasie für
die Zukunft. Das Stadttheater Ingolstadt widmet sich in
­loser Reihe der Kultur und der Theaterszene aus jeweils
­einem Donau-Anrainerland; nach Ungarn und Budapest nun
also 2014/15 Moldawien und Rumänien: Ins Offene!
Totsy »Pull« Hoffman kommt aus
Plymth (Kreis New York) oder aus
Küps (Kreis Forchheim). Als Second
Assistent Manager (Mc Drive) sammelt er wenig Erfahrung, entdeckt
aber in einem zurückgelassenen
­Bobbycar-Anhänger das Instrument,
das ihn und seine Umgebung verändern sollte: die Zugflöte. Seitdem gibt
er schlecht besuchte Workshops
und tritt unangekündigt bei Wohltätigkeitsgalas auf. Seit Kurzem leitet er
das erste Zugflötenorchester Ingolstadts. Er lebt in neunter Ehe mit der
tauben Sängerin Uschi Unmuth.
Jazz und Literatur
In Zusammenarbeit mit den Jazzfreunden Ingolstadt e.V.
Das passt gut zusammen: Fantastische Geschichten, schräg,
skurril, poetisch – und Musik. Genauer: Jazzmusik, die den
erzählerischen Faden aufgreift, weiterspinnt und impro­
visiert. Genießen Sie die oftmals wirklich überraschenden
Begegnungen zwischen Jazz und Literatur, zwischen großartigen Schauspielern und brillanten Musikern.
Vier Mal in der Spielzeit, immer sonntags um 11:00 Uhr im
­Mittleren Foyer
Zugabe!
135
Kleine Hausmusik
Die Konzertreihe im Kleinen Haus
Nicht wegzudenken aus dem Angebot des Stadttheaters und
der Musikszene Ingolstadts! Sie sind auf dem Weg nach
oben: Liedermacher, Musikkabarettisten und Instrumentalisten. Verschiedenste Einflüsse, unterschiedlichste Musikstile sowie ungewöhnlichste Zusammenstellungen und Interpretationen: Die Reihe hat inzwischen Kult-Status.
Gestern München, heute Ingolstadt und morgen New York.
Late Night im Blauen Salon
Seit der Spielzeit 2013/14 finden die Late Nights im Blauen
Salon des Theaterrestaurants statt. Wehe, wenn sie
­losgelassen, die Schauspieler!!! Keine Angst – sie wollen
nur spielen! Lassen Sie sich überraschen!
Das aktuelle Programm entnehmen Sie bitte der Flugschrift,
dem Netz oder der Tagespresse.
literalounge
Nehmen Sie Platz, lehnen Sie sich zurück, hören Sie zu.
Schauspieler lesen für Sie Literatur, zumeist ganz neue.
Diese Reihe ist in erster Linie den Erzählungen und Romanen
verpflichtet. Die Anlässe sind unterschiedlich, mal eine
­Neuerscheinung, mal ein literarisches Jubiläum. Mal ein
­Bezug zum Spielplan, zur Region oder zur Jahreszeit.
Die spannendsten Reiseerzählungen im Sommer, im Winter
die witzigsten Weihnachtsgeschichten. Lustig oder tragisch – in jedem Fall: literarisch.
Von November bis April, jeden 1. Mittwoch im Monat
136
Zugabe!
Mai-Sause
Wir begrüßen den Wonnemonat, den Frühling, die Vögel, die
Knospen und alles, was grünt und blüht! Unter freiem Himmel, mit Musik, Poesie und Tanz laden wir zum wohl größten
Picknick der Stadt auf den Theatervorplatz. Wir spielen –
Sie brutzeln.
Samstag, 2. Mai 2015, 18:00 Uhr, Theatervorplatz
Offene Gespräche
Nach den »hurtigen« und den »glücklichen« nun also die
»offenen« Gespräche! Analog zum Spielzeitmotto »Ins Offene« wollen wir über Zukunft sprechen. Unsere SpielzeitAutoren geben den Stoff vor: Was ist faul im Staate Dänemark? Und wie entkommt man diesem Sog nach unten:
Durch Flucht in den Wahnsinn? Politisches Handeln? Aufruf
zur Gewalt? Mit Sibylle Berg fragen wir: Arbeit? Ist das
wirklich die Hauptsache? Und wie soll sie in Zukunft aussehen? Und dann das Alter: Werden wir alle ins süße Vergessen sinken? Haben wir wirklich eine Identität oder sind wir
doch Viele (Noah Haidle)?
Die offenen Gespräche sind neugierig auf die Zukunft.
­Gespräche gegen Verzagtheit und Depression!
Und wir diskutieren die alles entscheidende Frage: Gibt es
ein Meter achtzig große weiße Hasen?
Die »Offenen Gespräche« finden in unregelmäßigen Abständen
im Büro des Intendanten statt. Begrenzte Teilnehmerzahl!
Zugabe!
137
Poetry-Slam – Dead vs. Alive
Theaterfrühschoppen
Das Publikum bestimmt, wer gewinnt! Tote Dichter oder
­lebende Slammer? Ensemblemitglieder des Stadttheaters
schlüpfen in die Rollen bereits verstorbener Dichter wie
Hesse, Kästner oder Schiller, um gegen die lebenden Meister
der Slam-Poeten zu einer Dichterschlacht anzutreten!
­Unerbittlich! Inzwischen aus Ingolstadt nicht mehr wegzudenken, geht der ultimative Kampf in der Spielzeit 2014/15
in die dritte Runde!
Regisseure, Musiker, Dramaturgen und Schauspieler
­geben Einblick in die jeweiligen neuen Produktionen des
­Großen Hauses.
Mittleres Foyer, immer um 11:00 Uhr am Sonntag vor den
­Premieren.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt!
Publikumsgespräche
Das Stadttheater hat sich in den letzten Jahren immer
mehr zu einem Resonanzraum der Stadt entwickelt, in dem
fantasiert, gedacht, gestritten und gelacht wird, wo Ideen
zur Debatte gestellt werden, Ausstellungen organisiert,
Diskussionen moderiert und über Gegenwart und Zukunft
der Stadt nachgedacht und spekuliert wird. Wir alle spüren
die gewaltigen gesellschaftlichen Bewegungen und Verwerfungen, die Wucht der ökonomischen – und der Vertrauenskrise. Totale Ökonomisierung aller Lebensbereiche und
Überwachungswahnsinn greifen krakenartig um sich und
nehmen uns in die Zange. Freiheit sieht anders aus! –
Nach dem Projekt »Zuhause« gehen die Gedanken und
­Visionen unerschrocken ins Offene: Mit der Inszenierung
»Foxfinder« fragen wir uns: Wie entkommen wir der Überwachungsökonomie und dem Kontrollzwang? Und woher
nehmen wir den Mut zum Widerstand? Wie denken wir die
Stadt der Zukunft? Wie weit treiben wir die Symbiose
Mensch-Maschine? Und am Horizont leuchtet die Kinderstadt! (vgl. S. 174)
Der Vorhang zu und alle Fragen offen? Kommen Sie mit den
Theatermachern ins Gespräch! Zu allen Inszenierungen im
Großen Haus ­bieten wir Publikumsgespräche an. Sie werden
moderiert von Dr. Isabella Kreim, Kulturjournalistin für den
Kultur­kanal I­ngolstadt, und/oder den Dramaturgen des
Hauses. Die Gespräche finden im Anschluss an die jeweiligen
Vorstel­lungen statt.
Eintritt frei!
P.S.: Zu zahlreichen Produktionen im Großen Haus werden zudem
kostenlose Einführungen jeweils 30 Min. vor Vorstellungsbeginn
durch das Dramaturgie-Team angeboten.
Theaterakademie
Studierende der Regie an der Bayerischen Theaterakademie
August Everding in München haben die Möglichkeit, am
Stadttheater Ingolstadt unter professionellen Bedingungen
ihre Diplominszenierung zu erarbeiten. Diese Inszenierung
mit Schauspielern des Ensembles wird in das Repertoire im
Kleinen Haus übernommen.
138
Zugabe!
Visionenwerkstatt
Zugabe!
139
ingolstadt an
der donau
Wir haben
sicher geöffnet
an 365 Tagen rund um die Uhr! Wir bieten für Sie
über 1200 Parkplätze direkt am Stadttheater
Tiefgaragen Theater West und Ost
Abendpauschale nur 3,00 €*
* Die Abendpauschale gilt von Montag bis Samstag von 18:00 – 7:00 Uhr, sowie ganztägig an Sonn- und Feiertagen.
IFG Ingolstadt
Ein Unternehmen der Stadt Ingolstadt
Tel. +49 841 305-3145, Fax: +49 841 305-3149
[email protected], www.ingolstadt.de/parken
20 MIN | MAX ...
... ist ein internationales Kurzfilmfestival, auf dem filmische
Werke unterschiedlichster Genres präsentiert werden –
von Spielfilm über Kinder- und Jugendfilm, von Animations-,
­Experimental- und Dokumentarfilm bis hin zum Musikclip.
­Dabei ist der Name Programm, denn eine Filmlänge von
20 ­Minuten darf nicht überschritten werden. Die Kurzfilme
­erzählen ­Geschichten in Sprachen der Welt, mit ungewohnter
Spannung und seltsamem Humor, sie zeigen ungewöhnliche
­Perspektiven und Formsprachen mit fremder Ästhetik und
neuen Rhythmen.
In der achten Ausgabe kann sich das Publikum mit ca. 80 Kurzfilmen im Audi Programmkino, im Jungen Theater und als
­finalen Höhepunkt im Stadttheater Ingolstadt einen Überblick
über die aktuelle internationale Kurzfilmszene verschaffen.
Alle gezeigten Filme laufen automatisch im Wettbewerb, dessen Preiskategorien Jahr für Jahr neu festgelegt werden.
Neben den abendlichen Filmvorstellungen zeigt 20min|max am
Mittwochvormittag Kurzfilme für Kinder.
Ein zweiter Wettbewerb spricht Musiker aller Genres an,
die aufgerufen sind, einen eigens von 20min|max produzierten
Stummfilm mit Musik, Geräuschen und Stimmen zu unter­
legen. Die besten Tonspuren werden live auf einem Filmkonzert
im Stadttheater präsentiert.
Am Abschlussabend bietet 20min|max den Besuchern zwei
­Alternativen des Filmgenusses: Während man in fest­licher
Atmosphäre das von zwei Schauspielern moderierte Programm im Großen Haus des Stadttheaters genießen kann,
wird im Foyer bewusst der nonchalante Aspekt der Ver­
anstaltung gepflegt, indem »Durchgangsverkehr« möglich
und eine ungezwungene Stimmung gewünscht ist. Höhepunkt des Abends stellt die Preisverleihung durch die Jury dar.
20min|max wird vom 6. bis 12. Juni 2015 vom Verein
zur ­Förderung der Filmkultur – Von der Rolle e.V. und dem
­Stadttheater Ingolstadt in Kooperation mit dem
Audi ­Programmkino veranstaltet.
Für Informationen zum Festival: www.20minmax.de
20 MIN | MAX
Zugabe!
141
Jung
Thea
Junge s
Theat er
Junge s
Theat er
Ein
Känguru
wie Du
Liebe Leute,
immer wieder sagt Ihr
uns mit Eurem Applaus
sowie vielen wunder­
baren Kommentaren und
Briefen, was Ihr am
­Jungen Theater mögt.
Nun sind wir dran:
»Kinder- und
Jugendtheater
ist für mich…
Hingabe!«
»Jedes Kind sollte das
Glück haben, mit Theater
aufwachsen zu können.
­Mit einem Theater, das sie
im Leben begleitet, Emo­
tionen hervorruft und sie
auf fantastische R
­ eisen
schickt, um eine Welt
­jenseits der Realität zu
­erfahren. Auf poetische,
lustige, aber auch
­ernste Weise.«
Anna Stegherr, Assistenz und Mitarbeit
Junges Theater
»Junges Theater überwindet Grenzen. Wenn
Kinder, Eltern und Groß­
»Theater für Kinder
eltern zusammen ein
ist am schwersten, da
­Theaterstück anschauen
man ihnen nichts vor­
und dabei Spaß haben,
machen kann.«
ist das großartig. Im ZuDorina Csiszár, Ausstattung
schauerraum meines
­idealen Theaters sind alle
gleich, niemand fühlt sich
»Das Theater schafft
zu jung, zu alt oder zu
­einen Raum, wo jungen
Menschen keine Grenzen ­ungebildet, um am Erlebnis
teilhaben zu können!«
gesetzt sind.«
Lukas Umlauft, Schauspieler
Kim Hörmeyer , BufDi Theater­
pädagogik
Michael Amelung, Schauspieler
»Kleiner Raum – große
Fantasie. Wenig ­Leute –
viel Aufmerksamkeit.«
»Kinder haben
noch Fantasie
und ich liebe es,
sie mitzunehmen auf die
Reise.«
»Und außerdem fühle ich
mich hier sauwohl, weil
ich alle sehr mag und mit
­meinen Kollegen das beste
Theater meines Lebens
­machen kann. Das muss ja
auch mal erwähnt werden.«
Michael Amelung, Schauspieler
Jennifer Kornprobst, Schauspielerin
»Kinder- und Jugendtheater bedeutet für mich Theater, das Fantasie entfacht,
»Kinder- und Jugendtheater weckt Neugierde Gefühle weckt, anders
denkt, zum Denken bringt,
und entführt in andere
brisant ist, sich mit dem
Welten. Dort habe ich
Fremden auseinandersetzt,
schon früh meine Liebe
aneckt, provoziert, Horizum Theater entdeckt
und versuche diese auch zonte verschiebt, ehrlich
ist, Augen, Ohren und Herdurch meine theater­
zen öffnet! Also, auf in die
pädagogische Arbeit
neue Spielzeit!«
weiterzugeben.«
Nicole Titus, Theaterpädagogin
»Schön ist es, über die
Jahre unser Publikum
­heranwachsen zu sehen
und sie mit unseren
­Stücken vom Kind bis
zum Teenager zu
­begleiten.«
Linda Göllner, Assistenz und Mitarbeit
Junges Theater
Teresa Gburek, Dramaturgie/Theaterpädagogik
Wir machen junges ­Theater,
weil wir daran glauben
und Lust drauf haben! Wir
freuen uns auf Euch!
Julia Mayr und alle
vom Jungen Theater
Péter Valcz, Schauspieler
146
Vorwort
Werkstatt/Junges Theater
147
Outing - »Bist du eigentlich verheiratet?« –
»Nein.« – »Bist du verlobt?« – »Nein.« – »Dann
bist du also Single!« Der Trainer verneint wieder.
»Hä?«, sagen die Raubkatzen und der Trainer
ant­wortet: »Denkt mal ein bisschen nach. Benutzt
einfach euren Kopf.« Damit lässt er die verwirrten Tiere zurück. Für diese Worte gibt es nur
eine einzige Erklärung: Ihr Dompteur ist schwul!
Warum sind sie nicht schon eher darauf gekommen? Plötzlich ergibt alles einen Sinn: sein buntes
glitzerndes Kostüm, seine ondulierten Haare ...
Der Tiger weiß zwar nicht so genau, was »schwul«
überhaupt ist, deshalb erklärt es ihm der Panther
umständlich und vermischt dabei alle gängigen
Vorurteile und den typischen Fernsehtratsch miteinander, aber eins ist klar: schwul geht gar
nicht! Entsetzt verweigern die Tiere die Zusam­
men­arbeit mit ihrem Trainer, boykottieren sogar
die wichtige Generalprobe für ihren großen
­Auftritt und hauen ab. »Soll die blöde Schwuchtel
doch selbst durch den brennenden Reifen hüpfen!«
Auf ihrer Flucht begegnen sie Django – einem
­boxenden Känguru. Die beiden Raubtiere sind
enorm beeindruckt, weil es aus seinen Kämpfen
stets als Sieger hervorgeht und das ganz ohne
Trainer! Das Känguru beneidet jedoch die beiden
Freunde, weil sie gemeinsam in der Manege auf­
treten können, es selbst hat überhaupt keine
Freunde, denn »wer will schon ein schwules Känguru in der Truppe haben?« Die Raubtiere glauben
sich verhört zu haben: Dieses sportliche, coole
Tier ist schwul?
148
Premiere am 11. Oktober 2014
Langsam dämmert es den beiden, dass es so
­etwas wie »typisch schwul« vielleicht gar nicht
gibt, und dass sie ihre Vorurteile über den Haufen
werfen müssen, um dem Känguru zu helfen
und ihren Trainer zurückzugewinnen. Am Ende
erwarten die Raubkatzen gleich drei Überraschungen und alles ist anders, als sie es vorher
gedacht hatten.
Hubs neues Stück ist kein Aufklärungstheater,
es zeigt nur eine andere Form »menschlicher«
Beziehungen und Verhaltensweisen. Unverkrampft, ohne zu moralisieren und zu werten
wird das Thema »Schwulsein« verhandelt.
Die Raubkatzen kämpfen dabei mit Vorurteilen,
­Gerüchten, absurden Spekulationen und den
schlimmsten Ängsten. Erst als sie sich diesen
stellen, merken sie, dass die ganze Aufregung
­eigentlich unnötig ist.
»Soll ––doch
jeder sein,
wie "er will!«
Werkstatt/Junges Theater
Leise
Unglaublich
Laut
Ein
Kän
guru
wie Du
Uraufführung
Ulrich Hub
Ein Känguru wie Du (Arbeitstitel)
für alle ab 8 Jahren
Regie: Jule Kracht
Ulrich Hub ist in Tübingen geboren
und absolviert in Hamburg eine
Schauspiel­ausbildung. Er arbeitet als
Regisseur an verschiedenen Theatern,
schreibt Stücke und Drehbücher und
zählt zu den wenigen Autoren, die sich
sowohl im Erwachsenen- als auch im
Kindertheater einen Namen gemacht
haben. Der vielfach ausgezeichnete
Autor lebt in Berlin. Sein vielgelobtes
Kinderstück »An der Arche um acht«
hat am Jungen Theater in der Spielzeit 2012/13 P­ remiere und ist mit
über 35 Vorstellungen und dem Preis
der bayerischen Theatertage überaus
erfolgreich. ­Erwachsene wie Kinder
schwärmen bis heute von dieser
­Aufführung.
Jule Kracht absolviert ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und
­Theater Hannover. Nach dem Studium
findet sie ihre künstlerische Heimat am
»Schnawwl« in Mannheim. Dort arbeitet sie neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin auch als Hausregisseurin.
Sie arbeitet oft spartenübergreifend,
im Musik und Objekttheater hat sie
genauso Erfahrungen gesammelt wie
im Sprechtheater. Theater für junges
Publikum ist ihre Leidenschaft. Seit
der Spielzeit 2013/14 a­ rbeitet sie frei,
unter anderem am »tjg« Dresden und
am ­Jungen Theater Münster.
149
und gefeilt. Die letzten Riffs und Akkorde werden
noch geübt und diskutiert. Wird heute Abend
­alles glatt laufen? Werden der Welt da draußen
die neuen Songs gefallen? In den letzten Vor­
bereitungen auf den großen Moment kann noch
so einiges passieren …
Im Vorfeld werden Workshops an Schulen gegeben
und gemeinsam Liedtexte geschrieben zu Themen,
die Euch unter die Haut gehen, auf der Zunge liegen
oder unter den Nägeln brennen. Neben bekannten
Songs aus der Musikgeschichte werden die selbstgeschriebenen Lieder in die Musikperformance
eingebettet.
Ohren auf! – Wir machen Musik! Es wird gerappt,
gesungen, gejodelt, gegrölt und geschrammelt.
Wir machen Musik über Lustiges und Trauriges,
über Leises und Lautes. Wir singen von der Enge
der eigenen vier Wände und der Offenheit der
Straße. Von Freizeit und Freiheit. Oder von Fußball und Supermodels. Über rote Grütze, blaue
Augen oder schwarze Magie.
Heute Abend ist der große Auftritt der jungen
fünfköpfigen Band »Leise Unglaublich Laut«. Als
Zuschauer und »Testpublikum« findet Ihr Euch
im Proberaum bei der Generalprobe der Band vor
ihrem ersten gemeinsamen Gig wieder. Hier ist
die Stimmung angespannt. Lange wurde geprobt
150
Premiere am 17. Januar 2015
»Everybody
wants :to be a
˘˘rockstar.«
Werkstatt/Junges Theater
rund­gerade­krumm
Leise
Unglau b
lich
Laut
Leise Unglaublich Laut
Eine Band geht ab
Musikalische Reise ins Offene
für alle ab 10 Jahren
Musikalische und künstlerische Leitung: Nina Wurman
Nina Wurman ist in Chicago, Illinois,
USA geboren. Sie hat Kontrabass an
der Universität Bloomington, I­ ndiana
studiert und bei Prof. Ludwig Streicher
in Wien. Nach ihrem Hochschul­
abschluss arbeitet sie als Orchesterund Kammermusikerin, bevor sie sich
dem Theater zuwendet. Als Kom­
ponistin und musikalische Leiterin
­arbeitet sie an zahlreichen Theatern,
u. a. dem Landestheater Tübingen,
Theater Freiburg, Schauspielhaus
­Bochum, Theater Essen, Hessisches
Staatstheater Wiesbaden und dem
Nationaltheater Mannheim. Von 2002
bis 2010 ist sie als musikalische
­Leiterin und Komponistin ständiger
Gast am Badischen Staatstheater
in Karlsruhe. Eigene Regiearbeiten am
Theater Freiburg, Landestheater
­Tübingen und Staatstheater Karlsruhe.
Neben ihrer Tätigkeit als Theater­
musikerin tritt sie regelmäßig in RadioSendungen des SWR, WDR und NDR
als Sängerin, Geräuschemacherin und
Schauspielerin auf. Nina Wurman
hat einen Lehrauftrag für Schauspiel-/
Lieder-Werkstätten an der Musikhochschule Stuttgart.
In der Spielzeit 2013/14 hat sie die
musikalische und künstlerische
­Leitung von »Glück gehabt« am Stadttheater inne.
151
Offen von Anfang an – Nachdem sich die erste
­Produktion des Jungen Theaters für Menschen
ab zwei Jahren »Frau Weiß sieht rot« größter
­Beliebtheit erfreut und bereits über 50 Vorstellungen für Familien und Kinderkrippengruppen
stattgefunden haben, möchten wir mit »rundgeradekrumm« an das Projekt anknüpfen. Eine
­Forschungsreise zu den Kinderkrippen ist Ausgangspunkt für die neue Projektentwicklung
von Theaterpädagogin Kathrin Lehmann. Theatermacher und Schauspieler begegnen den Allerkleinsten auf Augenhöhe und gehen dabei auf die
Suche nach der universellen Theatersprache.
152
Premiere im Frühjahr 2015
Als Vorreiter in Bayern legt das Junge Theater
ein besonderes Augenmerk auf diese Zielgruppe
in der Spielplangestaltung. Theater für Zweijäh­
rige, das bedeutet behutsames, sensibles Materialtheater. Bei den Vorstellungen zum Zuschauen
und Mitmachen können die Allerkleinsten die
traumhafte Welt der Bühne für sich entdecken.
Theater von Anfang an. Das Kleinstkindertheater
ist in Deutschland angekommen, immer mehr
Theatermacher widmen sich dieser besonderen
Theaterform. Die Allerkleinsten werden dabei
als vollwertiges Gegenüber mit eigener Persönlichkeit ernst genommen. Spielerisch werden
die Kinder ab zwei Jahren an das Medium Theater herangeführt und lernen dabei ganz natürlich
kulturelle Prozesse kennen.
Hasse
Karlsson
rund
gerade
krumm
Projektentwicklung von Kathrin Lehmann
rundgeradekrumm
Theaterzauber für Menschen ab 2 Jahren
Regie: Kathrin Lehmann
Kathrin Lehmann, geboren 1982 in
Radebeul, Dipl. Kulturpädagogin (FH),
Praxis an den Landesbühnen Sachsen
in Radebeul und am Thalia Kinder- und
Jugend­theater in Halle/Saale, Engage­
ments als Theaterpädagogin am
Westfälischen Landestheater CastropRauxel und bei den XX. Baden-Württembergischen Theatertagen 2011 am
Badischen Staatstheater Karlsruhe.
Im Rahmen ihrer Spielclubarbeit
­entwickelt sie mehrere Stücke und
Performances. Seit der Spielzeit
2011/2012 ist sie T­ heaterpädagogin
am Stadttheater ­Ingolstadt und ent­
wickelt 2012/2013 »Frau Weiß sieht
rot« für das ­Junge Theater.
»(...) Warum also
nicht Kinder ab 2 Jahren
mit schönen, wohligen,
sinnlichen Bildern
und kleinen Geschichten
bezaubern …«
Kulturkanal zu »Frau Weiß sieht rot«
Werkstatt/Junges Theater
153
Was wir tun, steht uns offen. – Hasse Karlsson
ist auf dem Weg zu seiner schwerkranken Mutter,
als er sich daran erinnert, wie es zu dem Zerwürfnis zwischen ihnen kam. Nun kommen die
Erinnerungen zurück. Erinnerungen, die bis zu
diesem Moment tief in ihm verschollen waren, und
an deren Ausgrabung er die Zuschauer teilhaben
lässt. Die Reise führt nach Schweden ins Jahr
1948, in einen bitterkalten Winter, in ein kleines
Dorf in den Wäldern, in dem die Zeit stehen
­geblieben scheint. Dort beginnt die Geschichte:
Hasse Karlsson ist dreizehn Jahre alt, als er den
gleichaltrigen Schwalbe trifft und fasziniert
ist von dessen Grausamkeit. Erwachsenwerden,
so der Junge, heißt Rache üben. Bald liegen die
beiden an der Brücke am Fluss und treiben sadistische Spiele mit den Passanten. Zwar fragt
­Hasse sich, warum er Dinge tut, die er nicht tun
will, ist aber unfähig, sich aus seiner Abhängigkeit zu befreien. Als Schwalbe im Frühjahr die
Stadt verlässt, haben die beiden eine Frau in den
Tod getrieben.
Wie weit geht man für eine Freundschaft? Was
ist Freundschaft eigentlich? Welchen Werten soll
man folgen, wenn doch alle bisherigen in der
­Pubertät zu wackeln beginnen? Und was will man
in seinem Leben überhaupt, wenn man 13 ist?
154
Premiere am 21. Februar 2015
Heute
bin ich
Hasse
Karls
son
Henning Mankell
Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson enthüllt
die entsetzliche Wahrheit darüber, wie die Frau
über der Eisenbahnbrücke zu Tode gekommen ist
Deutsch von Hansjörg Betschart
für alle ab 12 Jahren
Regie: Donald Berkenhoff
Henning Mankells »Gewissenloser Mörder«
­erzählt vom schwierigen Weg des Erwachsenwerdens auf dem schmalen Grat zwischen
­gesellschaftlichen Grenzen und dem Wunsch nach
der Freiheit, eigene Entscheidungen treffen zu
können. Es ist ein moralisches Stück ohne Moral.
Eine Parabel über die Freundschaft. Ein Krimi.
Henning Mankell, 1948 in Stockholm
geboren, ist seit 1968 als Autor und
Regisseur tätig. Seine Wallander-­
Kriminalromane entstehen in den 90er
Jahren. Er veröffentlicht auch Bücher
für Kinder. Seit 1996 ist er Leiter eines
Theaters in Maputo, Mosambik. Das
Theater ist, wie er sagt, das Abenteuer
seines Lebens. Mankell hat zahl­
reiche Auszeichnungen für sein Werk
erhalten.
Der Autor fordert die jungen Zuschauer auf,
ihre Individualität zu bewahren, sich nicht künstlich und gegen ihren eigenen Willen anzupassen.
Somit kann man diese Geschichte auch als ein
­ergreifendes Plädoyer für den Mut zum Anderssein verstehen.
Donald Berkenhoff, Dramaturg, Regisseur und stellvertretender Intendant.
Er inszeniert an den Staatstheatern in
Kassel, Hannover, Karlsruhe und
Stuttgart. In Karlsruhe, Tübingen und
Münster ist er als Oberspielleiter des
Schauspiels engagiert gewesen. In
der Spielzeit 2013/2014 i­ nszeniert er
»Tschick« von Wolfgang Herrndorf.
»Warum macht
man Dinge, ˘˘ die
man nicht tun will?
––Darauf fand ich
keine Antwort.«
Werkstatt/Junges Theater
155
Heute
bin ich
Offenen Herzens – Heute bin ich ... mutig, neidisch,
erstaunt, nervös, verlegen, erschrocken oder
etwa vergnügt? Fische, sonst nicht gerade als
gefühlsbetonte Wesen bekannt, werden in dem
preisgekrönten Bilderbuch »Heute bin ich« von
Mies van Hout in verschiedensten Gefühlszu­
ständen porträtiert. Einige wenige Linien und die
passende Farbe reichen, um einen kleinen frechguckenden Fisch in Gelb neugierig oder e­ inen
­rot-lila Fisch mit weit aufgerissenem Maul sehr
zornig sein zu lassen.
Die spielerisch-leichten Zeichnungen laden
ein, eine Übersetzung in choreografisches
­Theater vorzunehmen. Dazu treffen wir
in ­einer ­Recherchephase Ingolstädter Kinder,
­denen wir die Bilder der »fühlenden Fische«
­zeigen, und sie direkt zu ihren Körperreaktionen und Empfindungen befragen. »Wenn Du
156
Premiere am 2. April 2015
Nach dem Bilderbuch von Mies van Hout
Heute bin ich
Tanzendes Theater für alle ab 4 Jahren
Regie: Franziska Henschel
Dich so fühlst wie der Fisch auf dem Bild – wie
fühlt sich dann Dein Körper an?«
Die Antworten der Kinder sind Startpunkt für
die Umsetzung auf der Bühne. Wie beim
Spiel »Stille Post« überträgt das Ensemble die
­Worte in Bewegung. Aus der Übersetzung vom
Bild zur Sprache zur Choreografie entsteht
­tanzendes Theater.
»Heute bin ich« will für Kinder ab vier Jahren
das Kennenlernen verschiedener Gefühle, die
­Fähigkeit, eigene Gefühle und die Möglichkeit die
Gefühle anderer wahrzunehmen, fördern und
­damit einen künstlerisch-spielerischen Beitrag
zur emotionalen Bildung liefern.
»Schön ist,
˘was die Seele
tanzenˇˆlässt.«
Werkstatt/Junges Theater
Mies van Hout, 1962 geboren, studiert
an der Kunstakademie in Groningen
Grafikdesign. Seit 1989 arbeitet sie
als freischaffende Illustratorin und
­Grafikdesignerin und illustriert zahlreiche Bilderbücher. Ihr Buch »Brave
Ben« ist mit dem niederländischen
Kinderbuchpreis ausgezeichnet.
Franziska Henschel, 1976 in Berlin
geboren, studiert an der Hochschule
für Musik und Theater Leipzig Schauspiel und Regie an der Theateraka­
demie Hamburg. 2000-2005 ist sie im
Ensemble des Staatstheaters Hannover, wo sie u.a. mit René Pollesch,
Luk Perceval und Johann Kresnik zusammenarbeitet und 2003 als »beste
Nachwuchsschauspielerin« ausgezeichnet wird. Sie entwickelt und
­inszeniert als freie Regisseurin Stücke
für Kinder und Erwachsene im Grenzbereich von Schauspiel, Performance
und Tanz, arbeitet an Staatstheatern
und in der freien Szene, lehrt als Dozentin u.a. an der Theaterakademie in
Hamburg und lebt mit ihrer Familie
auf St.Pauli.
157
Wiederaufnahme
am 2. Oktober 2014
Nach Christian Morgenstern
Das große Lalula
Projektentwicklung
Junges Theater mobil
für alle ab 3 Jahren
Die Projektentwicklung auf Basis des Unsinns-Gedichts
»Das große Lalula« entführt kleine Zuschauer mit bizarren
und fremden Worten in eine Nonsens-Welt, in der alles
möglich ist. Liebenswerte und clowneske Figuren begeben
sich mithilfe der Wortneuschöpfungen auf einen kuriosen
Ausflug in das Reich der Fantasie, wo alles anders ist: bizarr
und wunderlich.
Da ist ein ganz normaler Mann mit Hut. Er sitzt da, wo er
immer sitzt; tut das, was er immer tut und beschreibt
­seinen wohlgeordneten Alltag: »Entepente, leiolente«. Doch
plötzlich beginnen die Worte sich zu verselbständigen und
­bringen die Welt des Mannes durcheinander: Warum hat er
plötzlich vier Arme und drei Beine? Wieso entwickelt
sein Hut ein Eigenleben und warum bewegen sich seine Füße
wie von selbst?
Regie: Julia Mayr
»(Julia Mayr) hat zum Nonsens-Gedicht ›Das große Lalula‹
von Christian Morgenstern kuriose, absurde, witzige Szenen
erfunden. Michael Amelung spielt sie höchst artifiziell,
kämpft gekonnt nach Chaplin-Art mit Alltagstücken und
rätsel­haften Vorgängen. Sehr amüsant, wie da mit ein­
fachen Mitteln gezaubert wird …«
Neuburger Rundschau
»… 35 Minuten zum Staunen und Schmunzeln voller
­Überraschungen und Poesie für Kinder ab 3 Jahren und
alle, die zum Staunen jung genug geblieben sind.«
Kulturkanal
158
Wiederaufnahmen
Wolfgang Herrndorf
Tschick
Bühnenfassung von Robert Koall
für alle ab 14 Jahren
Wiederaufnahme
am 31. Oktober 2014
Das theatrale Roadmovie »Tschick« erzählt die Geschichte
zweier Achtklässler: Maik, der sich selbst für den größten
Langweiler aller Zeiten hält, und Tschick – der Neue in
Maiks Klasse – ein Proll aus der Hochhaussiedlung. Gemeinsam machen sie sich in einem gestohlenen Lada auf eine
ungeheuer­liche Reise durch die ostdeutsche Provinz. In unverkrampft frecher Sprache hat Wolfgang Herrndorf die
­Gefühlswelt zweier Heranwachsender zu P
­ apier gebracht.
Regie: Donald Berkenhoff
»Das wird ein Renner im Programm des Stadttheaters.«
Neuburger Rundschau
»Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass aus einem
genial guten Buch ein ebenso gutes Theaterstück wird. Und
erst recht nicht, dass dieses Theaterstück dann derart
­kongenial auf die Bühne geworfen wird, wie das in Ingolstadt
der Fall ist.«
Ingolstadt-today
»Jugendliche werden sich wünschen, solche Freunde
zu ­finden, und Erwachsene werden sich erstaunt bei dem
Wunsch ertappen, ihre Kinder sollten dereinst einen
­asozialen Russlanddeutschen kennenlernen und mit einem
geklauten Auto davonfahren.«
Donaukurier
Werkstatt/Junges Theater
159
Wiederaufnahme
im Herbst 2014
Nach Wolf Erlbruch
Ente, Tod und Tulpe
Bühnenfassung von Nora Dirisamer
für alle ab 5 Jahren
Irgendwann stellt jedes Kind die Frage nach dem Tod.
Ganz unbefangen. Erwachsene haben selten eine
­unbe­fangene Antwort parat. So selbstverständlich der
Tod im Leben ist, so selbstverständlich gehört er ins
­Kinderbuch und -theater. In »Ente, Tod und Tulpe« ist
der Tod ein leichtfüßiger B
­ egleiter, schon immer da,
man merkt es nur nicht.
Regie: Julia Mayr
»Der Tod gehört zum Leben. Und er ist eine Art Freund.
Das ist vielleicht zunächst schwer zu begreifen. Aber es sind
die wesentlichen Erkenntnisse aus dem Stück ›Ente, Tod
und Tulpe‹.«
Donaukurier
»Klar, wer will schon den Tod als Freund haben. Eigentlich
niemand! Aber wenn er doch so nett und lustig ist, wenn das
Steinerücken mit ihm noch mal so viel Spaß macht, wenn die
gemeinsamen Fantasien über das Leben nach dem Tod ganze
Lachsalven auslösen. Dann ist man doch gern sein Freund.«
Neuburger Rundschau
»So tröstlich, wie in »Ente, Tod und Tulpe« kann man
­Kindern den Tod nahebringen. Und Eltern und Lehrer sollten
nicht mehr Angst als die Kinder davor haben. Es macht ja
auch nichts, wenn sie die Frage, warum wir sterben müssen,
­genauso wenig beantworten können wie der Tod selbst.«
Kulturkanal
160
Wiederaufnahmen
Uraufführung
Martin Baltscheit (Libretto)/Sandra Weckert (Komposition)
Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor
Kinderoper
für alle ab 6 Jahren
Wiederaufnahme
im Herbst 2014
Junge Oper
Die erste Kinderoper am Stadttheater ist eine Uraufführung
nach dem Kinderbuch »Die Geschichte vom Fuchs, der den
Verstand verlor« von Martin Baltscheit. Der mehrfach ausgezeichnete Kinderbuchautor und -illustrator schrieb für
Ingolstadts erste Kinderoper selbst das Libretto. Die Musik
komponierte Sandra Weckert.
Baltscheits Buch bringt Kindern das Thema des Alt- und
die Problematik des Vergesslichwerdens näher – ernsthaft
und dadurch auch berührend, aber dennoch humorvoll.
Letztendlich ist es eine Geschichte über das Aufgehobensein
in einer Gemeinschaft.
»Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor«
­wurde 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis aus­
gezeichnet.
Regie: Knut Weber
»Diese Kinderoper ist ein wahrhaft großer Wurf des
Stadtheaters Ingolstadt. Fortsetzung unbedingt erwünscht!«
Donaukurier
»… eine wunderbare Alternative zu ›Zauberflöte‹ und
­›Hänsel und Gretel‹, um Kinder an die Qualitäten der Kunst­
form Oper heranzuführen – mit einem Thema, das aktueller
nicht sein könnte und es für die nächsten Generationen
­bleiben wird.«
Kulturkanal
»Bemerkenswert an dieser außerordentlich phantasie­
vollen Inszenierung ist, wie der Regisseur versteht, dezent
und kinderfreundlich umzugehen mit dem heiklen Thema
des Fressens und Gefressenwerdens. Berührend, wie am
Ende die Fuchsfamilie ihren Vater begleitet und behütet …«
Neuburger Rundschau
Kleines Haus
161
Zugabe!
Junges
Theater
Zugabe!
Junges
Theater
Zugabe!
Junges
Theater
Kinderfest
mini Hausmusik
Ein Fest ist ein besonderer Tag, an dem sich Menschen
an ­einem Ort zu einem besonderen Zeitpunkt treffen
und ­gesellig sind. Unser Kinderfest möchten wir zu solch
­einem ­außergewöhnlichen Ereignis für Klein und Groß
­gestalten. Gemeinsam mit unserem Publikum feiern wir
die vierte Spielzeit des Jungen Theaters und laden dazu
die ­ganze Familie ins Foyer des Großen Hauses ein, um
­gemeinsam das kunterbunte Programm zu genießen.
Den krönenden Abschluss findet das Fest mit der Premiere
des diesjährigen Weihnachtsmärchens. Wir erwarten Euch
mit Musik, Spiel und allerhand Überraschungen!
Samstag, 15. November 2014, Foyer/Großes Haus
Ob mongolisch, französisch, afrikanisch oder bayerisch.
Die unterschiedlichsten Instrumente, die kuriosesten
­Klänge und die schönsten Gesänge konnte man in den letzten
drei Jahren bei unserer »mini Hausmusik« auf der Werkstattbühne hören und sehen. Auch in diesem Jahr bieten
wir mit unserer einstündigen Konzertreihe für Kinder
ab vier ­Jahren ein abwechslungsreiches Programm zum
­Mit­singen und -tanzen, aber auch um sich von neuen
­Klängen ver­zaubern zu lassen.
Adventskalender
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Foyer die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.
nach »Advent« von Loriot
Spiel, Spaß, Spannung und manchmal auch Schokolade.
Vom 1. bis 23. Dezember gibt es im Foyer der Werkstatt
des Jungen Theaters wieder täglich eine halbstündige
­Adventskalenderüberraschung, die wir gemeinsam mit
­Mitarbeitern des Theaters, aber auch mit tatkräftiger
­Unterstützung der Ingolstädter Bevölkerung gestalten.
Wer also Ideen und Anregungen für ein Türchen hat
und ­diese auch realisieren möchte, kann sich bis zum
4.11.2014 bei [email protected] melden.
Wir freuen uns auf Eure Einfälle und eine kreative, besinn­
liche und lustige Vorweihnachtszeit.
1. bis 23. Dezember 2014, täglich um 17:30 Uhr,
Werkstatt/Junges Theater
166
Zugabe! Junges Theater
Open House
Das Junge Theater geht wieder auf die Suche nach spannenden Themen, denen wir gemeinsam mit Lichtkünstlern,
­Studenten, Poeten, Musikern und Performern auf den Grund
gehen. Wir zerpflücken, beleuchten, durchforsten und
­verwursteln. Beim »Open House« heißt es: »Junges Theater
meets …«
Was dabei herauskommt, bleibt abzuwarten. Immer anders,
mal fantasievoll, mal lustig, mal tiefgründig oder alles
­zusammen, aber immer OFFEN.
Soundcheck/Musikwerkstatt
Schüler organisieren Konzerte für Schüler, denn nur die
­Ingolstädter Jugend weiß, was Ingolstadts Musikszene
fehlt. Ihr habt eine Schulband, oder kennt Bands, die eine
Plattform brauchen, um aufzutreten? Ihr wollt selbst ein
Konzert organisieren und durchführen und dabei Unter­
stützung vom Jungen Theater erhalten? Dann meldet Euch
unter: [email protected] und gestaltet das
­nächste Soundcheck Konzert.
Werkstatt/Junges Theater
167
Theater
pädago
Theaterpädagogi k
Theaterpädagogi k
Herzlich Willkommen!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an der
­Theaterpädagogik!
Die Theaterpädagogik am Stadttheater Ingolstadt
versteht sich als Bindeglied zwischen Theater,
AmateurschauspielerInnen, Bildungseinrichtungen und Vereinen der Zivilgesellschaft in Ingolstadt und Umgebung. Gemeinsam entwickeln wir
Projekte, wie z. B. die Kinderstadt Ingolstadt
2015, und bieten durch unsere zahlreichen Spielclubs theaterbegeisterten Laien jeglichen Alters
die Möglichkeit, am Stadttheater künstlerisch
aktiv zu sein.
Wir stehen als Partner bereit, um dem immer
größer werdenden Bedarf kultureller Bildung von
Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden.
Kulturelle Bildung heißt: Kunst sehen, verstehen
und selbst künstlerisch-kreativ tätig werden,
als Grundlage, später am kulturellen Leben teilzunehmen. Die Förderung von Kreativität, Kommunikationsvermögen und Teamfähigkeit ist dabei
Gegenstand der theaterpädagogischen Praxis.
Wir freuen uns auf eine erfolgreiche
­Zusammenarbeit!
Nicole Titus, Kathrin Lehmann & Teresa Gburek
Theaterpädagogik
Bei weiteren Fragen und Anmeldung
wenden Sie sich an:
Nicole Titus, Theaterpädagogin
Tel.: (0841) 305 47 241
[email protected]
und
Kathrin Lehmann, Theaterpädagogin
Tel.: (0841) 305 47 241
E-Mail: [email protected]
und
Teresa Gburek, Theaterpädagogin
Tel.: (0841) 305 47 240
E-Mail: [email protected]
Postadresse:
Schlosslände 1
85049 Ingolstadt
Auch in dieser Spielzeit haben wir wieder einiges
vor! Neues, wie z. B. die Workshops im Rahmen
des Kinderstadt-Projektes, können Sie genauso in
unserem Angebot vorfinden, wie Altbewährtes,
z. B. Vor- und Nachbereitungsworkshops zu allen
Inszenierungen.
Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen unserer Zielgruppe und wird kontinuierlich
weiterentwickelt.
172
Alle weiteren Infos und Termine sind
auch online zu finden:
www.theater.ingolstadt.de/
theaterpaedagogik.cfm
und
www.facebook.com/TheaPaedIN
Büro:
Tränktorstraße 4
85049 Ingolstadt
Theaterpädagogik
173
Angebote für Pädagoginnen und Pädagogen
Kinderstadt Ingolstadt 2015
Wie sähe eine von Kindern entwickelte Stadt aus? Für
­welche Regierungsform würden sie sich entscheiden? Gäbe
es eine Polizei? Gefängnisse? Schulen?
Im Theater soll aus Utopie Realität werden. Das Stadt­
theater Ingolstadt plant im Mai 2015 eine Kinderstadt.
­Damit diese aus den Wünschen, Visionen und Vorstellungen
der Kinder entstehen kann, bieten wir verschiedene
­Workshops an Schulen an, um herauszufinden, wie sich
­Kinder ihre ideale Stadt vorstellen. Mehr dazu unter:
http://www.theater.ingolstadt.de/theaterpaedagogik_
aktuelles.cfm
Workshops zur Vor- und Nachbereitung eines Theaterbesuchs
Bei einem Vorbereitungsworkshop setzen sich SchülerInnen
mit Hintergründen des Stückes auseinander, erfahren mehr
zu Geschichte, Autor oder Regiekonzept. Außerdem werden
die Teilnehmer sensibilisiert für das Medium Theater und
die besondere Situation einer Theateraufführung.
Die Nachbereitung dient der Reflexion und Vertiefung des
Theaterbesuchs. Das Rezeptionsverhalten soll gefördert
und die Inhalte des Stückes durch das eigene Spiel nachhaltig erfahrbar werden.
Theaterführung
Eine Aufführung ist das Produkt vieler Abteilungen und
­Gewerke. Diese kennenzulernen ist das Ziel einer Theaterführung. Beim berüchtigten »Blick hinter die Kulissen«
werden die Arbeitsprozesse am Theater transparent. Außerdem können die verschiedenen Theaterberufe kennen­
gelernt werden.
174
Theaterpädagogik
Patenklasse
Die Patenklassen begleiten einen Produktionsprozess am
Theater vom Konzeptionsgespräch bis zur Premiere. An
fünf Terminen lernen die SchülerInnen Regieteam, Schauspieler und Dramaturgen kennen, besuchen die Proben,
­setzen sich spielerisch in theaterpädagogischen Workshops
mit den Inhalten des Stückes auseinander und besuchen
nach der Premiere eine Aufführung.
Materialmappen
Auf Anfrage stellen wir Ihnen Kritiken und Hintergrund­
informationen zu Stück, Autor und Regie zur Verfügung.
Ratschlag
»Ratschlag« richtet sich an Spielleiter von Laienspiel-,
Schülertheatergruppen oder Theater-AGs. Nach dem
­Besuch einer Probe werden hilfreiche Tipps und Übungen
zur Weiterarbeit gegeben. Durch den professionellen
Blick von außen können neue Impulse gesetzt werden.
KoopKuBi – Kooperation Kulturelle Bildung
Schulpartnerschaften
Durch die kooperative Zusammenarbeit zwischen Theater
und Schule sollen alle Kinder und Jugendlichen langfristig
­Zugang zum Theater erhalten. In einer verbindlichen Partnerschaft entwickeln Ingolstädter Schulen und das Stadttheater gemeinsam ein nachhaltiges Modell zur kulturellen
Bildung.
Elektronische Infopost
Abonnieren Sie den elektronischen Infobrief der Theater­
pädagogik und erhalten Sie direkt alle aktuellen Infos zu
Terminen, Spielplan, Angeboten und Projekten.
Theaterpädagogik
175
Angebote zum Mitmachen
Neuntes Treffen Bayerischer Jugendclubs an Theatern 2015
In dieser Spielzeit heißen wir alle bayerischen Jugend­
spielclubs an Theatern am Stadttheater Ingolstadt herzlich
willkommen. Wir freuen uns auf zahlreiche spannende Inszenierungen, kreative Begegnungen sowie auf einen regen
Austausch der teilnehmenden Spielclubs untereinander.
Theaterscouts
Du bist gern up to date? Dann werde Theaterscout! Du erhältst alle Informationen zu Aufführungen und Projekten
vorab. Einmal im Monat kannst du ein Paket mit Flyern,
­Plakaten und Programmheften bei uns abholen und diese
dann in deiner Schule verteilen. Dafür wirst Du von uns zu
Probenbesuchen eingeladen und kannst schon vor allen
­anderen unsere neuen Inszenierungen sehen.
U 20-Poetry Slam Club und U 20-Poetry Slam
Du hast Lust, Deine eigenen Texte zu verfassen und stehst
gerne auf der Bühne? Hier hast Du die Gelegenheit! Die
Workshop-Leiter und erfahrenen Slammer Pauline Füg und
Tobias Heyel zeigen Dir wie es geht. Es finden jeweils
zwei Workshop-Nachmittage statt und am Schluss hast Du
die Chance, bei einem Slam in der Werkstattbühne/Junges
Theater zu zeigen, was Du gelernt hast.
Kinderrat (7–13)
Alle zwei Wochen trifft sich der Kinderrat als eigener
­Spielclub am Theater, um zu entscheiden, wie die Kinderstadt Ingolstadt 2015 letztendlich aussehen und was darin
vorkommen soll. Die Kinder treffen hier nicht nur wichtige
Entschei­dungen, sondern setzen sich auch spielerisch mit
den Themen Geld, Konfliktmanagement, Regierungsformen
und Kinderrechten auseinander. Die Freude am Spiel und
der Spaß werden dabei nicht zu kurz kommen.
176
Theaterpädagogik
Kinderwerkstatt (8–12)
In den Osterferien heißt es wieder »Bühne frei!« für theaterbegeisterte Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. In
der ­Kinderwerkstatt entwickeln die Kinder innerhalb von
vier Tagen ihr eigenes Theaterstück, welches am Ende
vor ­großem Publikum auf der Bühne des Jungen Theaters
aufgeführt wird.
Jugendspielclub I (15+)
Unser Jugendclub trifft sich einmal pro Woche und ent­
wickelt im Laufe der Spielzeit ein eigenes Theaterstück,
welches aus den Gedanken und Ideen der Jugendlichen
­entsteht. Das Thema bestimmen die Spieler selbst. Die
­Uraufführung des Stückes wird am Ende der Spielzeit im
Stadttheater stattfinden.
Jeder, der Lust auf Theater hat, Zeit und Ausdauer
­mitbringt, ist herzlich willkommen mitzumachen. Vor­
kenntnisse werden keine vorausgesetzt.
Alle Spielclubs werden im Herbst
beim jährlichen Kick-Off Treffen
­vorgestellt.
Alle weiteren Infos und Termine sind
auch auf der Website zu finden:
http://www.theater.ingolstadt.de/
theaterpaedagogik.cfm
Bei weiteren Fragen und Anmeldung
wenden Sie sich an die Theaterpädagogik.
Spielclub LeiterInnen: Pauline Füg,
­Tobias Heyel, Falco Blome,
­Maria ­Nieves-Tietze, Sascha Römisch,
N.N.
Jugendspielclub II (15+)
Auch in dieser Spielzeit wird Sascha Römisch wieder
­einen Spielclub leiten. Gemeinsam wird über die Spielzeit
»Die Perlmutterfarbe« von Christoph Nußbaumeder
­erarbeitet und zur Aufführung gebracht. Genaueres erfahren die InteressentInnen dann im Herbst beim alljährlichen
Kick-Off Treffen der Spielclubs.
Generationenspielclub Unter der Leitung von Falco Blome entwickeln die Teil­
nehmerInnen verschiedener Altersgruppen ein eigenes
­Theaterstück. Auch Unerfahrene können sich hier mit
­einbringen. Wer gerne mal auf der großen Bühne stehen
­möchte und Spaß daran hat, mit vielen unterschiedlichen
Menschen aus verschiedenen Generationen zu arbeiten,
der ist hier genau richtig.
Theaterpädagogik
177
U NSE R E H AU PT DA R ST E LLE R
... und laufend neue Special Guests. Ihre Ohren werden Augen machen.
Alle Infos unter www.georgisches-kammerorchester.de.
Integratives Theaterprojekt (15+)
Jugendliche mit und ohne Behinderung entwickeln ge­
meinsam ein Theaterstück, das am Stadttheater gegen Ende
der Spielzeit zur Aufführung kommen wird. Das Projekt
wird von der erfahrenen Tanzpädagogin und Schauspielerin
­Maria Nieves Tietze geleitet und findet in Zusammenarbeit
mit dem Verein »Besondere M
­ enschen« statt.
Praktikum
Das Theater bietet zahlreiche praktische Handlungsfelder
für junge Menschen. Wir bieten Praktika und Hospitanzen
(min. sechs Wochen) an. Schulpraktikanten (zwei Wochen)
melden sich gesondert in den jeweiligen Abteilungen.
Donaukurier-Ticketservice: Tel. 0841/9666800, eventim: Tel. 01806/570070,
Touristinformation am Hauptbahnhof: Tel. 0841/305-3005,
Westpark-Ticketservice: Tel. 0841/4932130
Audi
ArtExperience
Theaterpädagogik
179
MusikTanzth
Musik- und
Tanzthe ater
Musik- und
Tanzthe ater
Stadttheater Fürth
Konzertdirektion
Landgraf
184
Offensichtlich wahnsinnig: Bei dem Versuch, den
Gläubigern zu entfliehen, die sein geliebtes Auto
pfänden wollen, gerät Joe Gillis am Sunset Boulevard auf das Anwesen der alternden und in Vergessenheit geratenen Filmdiva Norma Desmond.
Ihr kommt der erfolglose Drehbuchautor gerade
recht, erhofft sie sich doch durch den berühmten
Stummfilm »Salome« ein Comeback in Hollywood.
Joe soll ihr helfen, das Manuskript zu überarbeiten. Mit dem Moment, in dem er den Job annimmt,
gerät Joe in ein dichtes Netz aus Abhängigkeit
und Wahnsinn. So schneidet sich die exzentrische
ältere Dame die Pulsadern auf, als Joe sich nach
einer Party mit seiner Geliebten trifft. Nachdem
er Norma dann auch noch eines Tages darüber
aufklärt, dass der Stummfilmregisseur nicht an
ihr, sondern lediglich an ihrem Oldtimer für Filmaufnahmen interessiert ist, kommt es zu einer
Katastrophe …
Ab 20. Oktober 2014
»Für die Scheinwelt der Norma glückten Andrew
Loyd Webber einige superbe, von schwülstigem
Filmmusik-Pathos der 1940er Jahre geprägte
Charaktersongs (…) die reale Sphäre Joes und
seiner Freunde aus der Filmbranche kleidete
er in jazzige Bigband-Klänge und lateinamerika­
nische Rhythmen (…) Betty und Joes gegenseitige
Liebeserklärung (…) ist ein melodisch weit­
gespanntes, charmantes Duett.«
Hubert Wildbihler: »Das internationale Kursbuch Musicals. Ein kritischer Begleiter durch
500 Werke.«
»Wir hatten˘
˘
Gesichter,
wir
–· brauchten
keine Worte.«
Großes Haus
Mirandolina
Sunset
Boulev ard
Andrew Lloyd Webber
Sunset Boulevard
Musical nach dem Film von Billy Wilder, Buch und
Liedtexte von Don Black und Christopher Hampton
Deutsch von Michael Kunze
Regie: Gil Mehmert
Andrew Lloyd Webber, geboren 1948
in London, beginnt bereits im Alter von
sechs Jahren mit dem Komponieren
und veröffentlicht schon mit neun
Jahren seine erste Suite. Studium am
Royal College of Music in London. In
enger Zusammenarbeit mit dem Texter
Tim Rice entstehen zahlreiche Musicals, Popsongs sowie die Filmmusik
zu zwei Spielfilmen. Webber ist der
erfolgreichste Musical-Komponist der
Gegenwart, mehrere seiner Musicals
sind auch verfilmt, viele seiner Songs
wurden auch außerhalb des Musicals
Welthits, wie etwa »Don’t Cry for Me
Argentina« aus dem Stück »Evita«
oder »Memory« aus dem Musical
»Cats«. Sein erster No. 1 Hit in Großbritannien ist »Any dream will do«
aus »Joseph«. Er komponiert u.a. die
offizielle Hymne der Olympischen
Spiele 1992 in Barcelona. Unter den
vielen Auszeichnungen für sein Werk,
befinden sich ein Oscar und drei
Grammy Awards. Webber wird 1992
von Königin Elizabeth II. als »Knight
Bachelor« zum Ritter geschlagen und
1995 in die Songwriters Hall of Fame
aufgenommen.
Gil Mehmert absolviert nach dem
­Musikstudium in Köln den Regie Studiengang bei August Everding an der
­Musikhochschule in München. Seine
Inszenierungen, von zeitgenössischer
Oper bis Musical, von Drama bis
­Komödie, entstehen an zahlreichen
renommierten Bühnen u. a. in Berlin,
Bochum, Hamburg, München, Zürich
und Wien. Seine Arbeit ist u.a. mit
dem Regiepreis des Impulse-Festivals
2001 ausgezeichnet. Aufsehen erregte
seine EUROSTUDIO Landgraf-Insze­
nierung von Hermann Hesses »Der
Steppenwolf«. Sein Kino-Debut »Aus
der Tiefe des Raumes« nach eigenem
Drehbuch erhält 2005 den STARTERPreis der Stadt München und den Bayerischen Filmpreis für die beste Nachwuchs-Produktion.
185
Bayerische Staatsoper
– Opernstudio
Die Liebe ist ein verspieltes und launisches Wesen
und ihr Ausgang ist mehr als offen … Alles dreht sich
hier um die ebenso lebenslustige wie emanzi­
pierte junge Wirtin Mirandolina, die sich in ihrem
­Florentiner Gasthaus gleich mehreren Verehrern
gegenüber sieht. Während der reiche Graf
­Alba­fiorita sie mit teuren Geschenken zu kaufen
sucht, wirft der arme Marquis Forlipopoli seine
edle Herkunft in die Waagschale. Doch die emanzipierte Mirandolina nimmt sich die Freiheit,
selbst zu entscheiden und konzentriert ihre ganze
Verführungsstrategie auf eine wahre Heraus­
forderung: den unbeugsamen Frauenfeind Cavaliere di Ripafratta. Am Ende jedoch kommt alles
ganz anders.
Goldoni zählt zweifelsfrei zu den einflussreichsten
italienischen Komödiendichtern und »Mirando­
lina«, sein bis heute meistgespieltes Werk, zu
den spritzigsten Vertretern seiner Gattung. Kein
Wunder also, dass der Stoff auch Eingang in die
opera buffa fand. Martinu˚ nimmt sich des Stoffes
in den 1950erJahren an. 1959 erlebt seine
Oper am Nationaltheater Prag ihre Uraufführung,
186
Ab 8. November 2014
g­ erät dann aber bald – völlig zu Unrecht – in Vergessenheit. 2002 wird sie beim Wexford-Festival
in Irland wiederentdeckt. Ein Glücksfall, denn
die eloquente, dem Neoklassizismus verpflichtete
Tonsprache Martinu˚s scheint wie geschaffen
für die Komödie. In höchst charmanter Weise
haucht sie den Figuren rund um die quirlige Wirtin musikalisches Leben ein.
»Eine komödiantische Wohlgebautheit wie
­Bohuslav Martinu˚s Mirandolina verdiente
­all­mählich eine belebtere Bühnenkarriere – das
­Repertoire der Opere buffe ist nicht so riesig,
als dass man auf diese Italien-Huldigung eines
weltgewandten Tschechen verzichten könnte.«
Hans-Klaus Jungheinrich – [t]akte
Das 2006 neu gegründete Opernstudio fördert
hochtalentierte junge Sänger und bereitet sie
­praxisbezogen auf eine Karriere als Opernsänger
vor. Im Rahmen der Ausbildung übernehmen die
­jungen Sänger kleinere Partien in den Produktionen
der Bayerischen Staatsoper und wirken bei einer
Vielzahl von Konzerten und Liederabenden mit.
Das Studio erarbeitet darüber hinaus jede Saison
eine eigene Opern-Produktion.
Großes Haus
Flashdance
Miran
dolina
Bohuslav Martinu˚
Mirandolina
Oper in drei Akten
Libretto vom Komponisten nach Carlo Goldoni
Bearbeitung für Kammerorchester von
Anthony Fiumura und Bart Visman
Regie: Christian Stückl
Bohuslav Martinu˚ (1890–1959),
­studiert zunächst Violine, Orgel und
Komposition am Prager Konserva­
torium. Er arbeitet als Geiger und
­Violinlehrer und wendet sich Anfang
der 1920er Jahre der Komposition
zu. Nach Studien in Paris flieht er
in die USA, wo er als Kompositionsprofessor tätig ist. 1952 kehrt er nach
Europa zurück. Sein kompositorischer
Stil vereint Elemente der tschechischen Folklore mit impressionistischen
und neoklassischen Einflüssen.
Carlo Goldoni (1707–1793), studiert
zunächst Jura und Philosophie und
ist nach seiner Promotion als Rechtsanwalt tätig. ­Daneben wirkt er bereits als Autor. Er schließt sich einer
­Commedia dell’arte-Truppe an und
gibt mit dem Eintritt in ein festes
­Theaterengagement in Venedig sein
Juristenamt auf. Bald erringt er mit
seiner Arbeit als Autor und Librettist
internationalen Erfolg. 1761 siedelt
er nach Paris über. Goldoni gilt als Reformator des italienischen Lustspiels.
Christian Stückl, geboren 1961 in
Oberammergau, gründet 1981 in seiner
Heimatstadt eine eigene Theater­
gruppe und wird 1987 Spielleiter der
dortigen Passionsspiele. Zwischen
1987 und 1996 ist er zunächst als Regieassistent, dann als Regisseur an den
Münchner Kammerspielen tätig. Im
Anschluss arbeitet er als freier Regisseur u. a. in Hannover, Frankfurt, Wien
und Bonn. Seit 2002 ist er Intendant
des Münchner Volkstheaters.
187
Stadttheater Brno
(Brünn)
188
Mit dem Moment standen ihr alle Türen offen. – USA
in den 1980er Jahren: Um sich über Wasser zu
halten, arbeitet die junge Alex Owens tagsüber in
einem Stahlwerk als Schweißerin, abends in einer
Bar als Tänzerin. Doch Alex hat einen Traum:
Als professionelle Tänzerin möchte sie die Theaterbühnen dieser Welt erobern. Für diesen Traum
trainiert sie wie verbissen, doch aufgrund fehlender schulischer Grundlagen scheint sie chancenlos. Viele ihrer Freunde teilen Alex’ Schicksal –
die Notwendigkeiten und Anforderungen des
Lebens lassen keinen Raum, künstlerische Ambitionen zu verwirklichen. Immer wieder locken
­Versprechungen, immer wieder wird ein Ausbruch
gewagt, nie gelingt er.
Nick Hurley, der Leiter des Stahlwerks, verliebt
sich in Alex. Durch ihn lernt sie die Bedeutung
echter Liebe kennen. Nick lässt seine Beziehungen
spielen und organisiert für Alex einen CastingTermin an der renommierten Ballett Akademie – die
einmalige Gelegenheit, ihren Traum zu ver­wirk­
lichen. Aber hat sie ohne eine klassische Tanzaus­
bildung überhaupt eine Chance? Mit ihrer selbst
Ab 28. Dezember 2014
erarbeiteten futuristischen Choreografie setzt
sich Alex letztendlich gegenüber der K
­ onkurrenz
und bei der Aufnahme-Jury durch.
»Flashdance« ist eine Geschichte über Liebe
und Freundschaft mit der Botschaft, für seinen
Traum einzustehen und niemals aufzugeben.
Der 1983 veröffentlichte Film »Flashdance«
­verdankt einen großen Teil seines Erfolgs der
Filmmusik von Giorgio Moroder. Welthits wie
»Maniac«, »Manhunt«, »Gloria« und allen voran
der Kulttitel »What a Feeling«, der mit dem
­Oscar, dem Golden Globe Award und dem Emmy
Award prämiert wurde, sind Teil der packenden
Handlung. Für die Bühnenadaption, die 2008
­Premiere feierte, hat Robbie Roth großartige
Neukompositionen geschaffen, die herrlich ins
Ohr gehen.
»Wenn :– du
­deine Träume
"––aufgibst,
stirbst du.«
Großes Haus
Endless
Flash
dance
Flashdance
Musical nach dem gleichnamigen Film von
­Adrian Lyne
Musik von Giorgio Moroder und Robbie Roth
Regie: Stanislav Moša
Adrian Lyne, geboren 1941 in
­Peterborough, Cambridgeshire ist
ein ­britischer Regisseur. Er beginnt
seine Karriere als Werbefilmer und
drehte 1980 mit »Jeanies Clique«
­seinen ­ersten Film, es folgen der
Hit »Flashdance« (1983). Zu Lynes
­bekanntesten Filmen gehören
»9½ ­Wochen« (1986), »Eine ver­
hängnisvolle Affäre« (1987), »Ein
­unmoralisches Angebot« (1993),
­»Lolita« (1997) und ­»Untreu«(2002.)
Stanislav Moša, geboren 1956 in Nový
Jicˇín; Direktor des Stadttheaters Brno,
­Texter und Librettist. Ausbildung am
Staatskonservatorium Ostrava und
Studium der Schauspieldramaturgie
an der Janácˇek Akademie in Brno. Er
arbeitet mehrere Jahre als Regisseur
und Pädagoge, bevor er die künst­
lerische Leitung des Theaters der Gebrüder Mrštík übernimmt. Seit 1995
steht das Stadttheater Brno unter
seiner äußerst erfolgreichen Direktion.
In der Spielzeit 2011/2012 zeigt das
Stadttheater Ingolstadt Stanislav
Mošas Inszenierung von Andrew Lloyd
Webbers Musical »Joseph and the
Amazing Technicolor Dreamcoat« und
in der Spielzeit 2013/14 das Musical
»Die Päpstin« als Gastspiele des
Stadttheaters Brno.
189
Dance Company
Nanine Linning
Theater und Orchester
Heidelberg
190
Zoom in! Zoom out! – Zoom in! Menschen unter
sich, einander nah und doch so fern, sie umkreisen sich im Spiel von Nähe und Distanz. Zoom in!
Körper verschmelzen und lösen sich im sehnenden Verlangen nach Einheit und Harmonie. Zoom
in! Anfang vom Ende: Als kleiner Riss beginnt,
was auseinander reißt – und wieder kommt die
Angst zurück, gänzlich allein zu bleiben. Nach
»ZERO« und »Voice Over« rundet Nanine Linning
mit »ENDLESS« ihre expressive wie engagierte
Trilogie um heutige menschliche Seinswelten ab:
Auf die Endlichkeit des Menschen inmitten eines
unfassbaren, elementaren Kräftespiels, auf die
Auseinandersetzung mit dem sich selbst ver­
giftenden System »Gesellschaft« folgt die tänzerische Spurensuche an den Ursprung allen
­Erlebens, in das psychische Zentrum des Mikrokosmos »Mensch«. Unter anderem zur ergreifenden »Sinfonie der Klagelieder« des polnischen
Komponisten Henryk Mikołay Górecki und in
den visionären Kostümen der international renommierten Haute-Couture-Designerin Iris van
­Herpen entführen die Tänzerinnen und Tänzer in
eine Welt, die so vertraut scheint und doch so
fremd bleibt: Geliebter Feind, gehasster Freund
und die unergründliche Tiefe des eigenen Selbst …
Ab 19. Februar 2015
»Beziehungen, Trennungen, Liebe, instinktive
­Bedürfnisse und die Bestimmung der eigenen
Person in den Koordinaten der Gesellschaft sind
Parameter, denen die Choreographie auf inten­sive
Art nachzugehen sucht. Und weil Emotionen
eben so schwer zeitlich zu bestimmen sind, liegen
dem Stück »endlose« Weiten zugrunde und
­sprechen die ganze Gesellschaft an. Fast wie eine
Aufforderung wirken die Bilder, die sie zeigt:
Seht her, erkennt ihr euch darin?«
Die Deutsche Bühne
» ›Endless‹ ist eine mutige und sehr persönliche
Choreografie von Nanine Linning. Der langsame
Verfall einer Liebe prägt sich als wunderschönes,
aber auch schmerzhaftes Bild ein. Das bleibt,
auch über die 90 Minuten hinaus.«
SWR, Kulturthema
Zum ersten Mal gastiert das Theater der Stadt
­Heidelberg in Ingolstadt. Das Stadttheater freut sich
außerordentlich auf dieses außergewöhn­liche
­Gast­spiel der »Dance Company Nanine L­ inning/
­Theater Heidelberg«. Die beiden ersten Produktionen
der ­Trilogie »ZERO« und »Voice over« wurden
2012 und 2013 für den größten deutschen Theaterpreis »Der FAUST« nominiert.
Großes Haus
Der Bajazzo/
Gianni Schicchi
Endless
Endless (UA)
Choreografie von Nanine Linning
Musik von Henryk Mikołay Górecki, Arvo Pärt u. a.
Choreografie: Nanine Linning
Nanine Linning, 1977 in Amsterdam
geboren, gilt gegenwärtig als eine
der erfolgreichsten und vielversprechendsten Choreografen der Niederlande. Gerne verlässt sie in ihren
­multidisziplinären Arbeiten ausgetretene theatrale Pfade und lässt Tanz
nahtlos in Design, Video, Musik und
Bildende Kunst übergehen. Ihre extrem
physischen Choreografien rekurrieren auf grundsätzliche menschliche
Instinkte, Begierden und Emotionen.
Mit ihren Tänzern und kollaborierenden Künstlern lenkt sie den Fokus auf
die »condition humaine«, lässt die
menschlichen Überlebensstrategien
und Interaktionen auf dynamische
Weise durch ungewöhnliche Präsentationsformen Gestalt werden.
Henryk Mikołaj Górecki (1933 – 2010),
absolviert ein Kompo­sitionsstudium
in ­Katowice und ­Paris, wo er Messiaen,
Boulez und Stockhausen kennenlernt.
Er gilt als einer der wichtigsten polnischen Komponisten der zweiten
­Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seinen
­eigenen Werken sind serielle Ein­
flüsse ebenso zu finden wie Elemente
­polnischer Volks- und Kirchenmusik.
Arvo Pärt, geboren 1935 in Paide/­
Estland, gilt als einer der wichtigsten
zeitgenössischen Komponisten.
­Während sein Frühwerk Einflüsse des
Neoklassizismus und Serialismus
zeigt, besinnt sich Pärt in seinen späteren Werken auf eine Neue Einfachheit. Durch ­Reduktion des Klangmaterials auf das Elementare erschafft
er Werke ­meditativen Charakters von
höchster ­Intensität.
191
Das Meininger Theater
Südthüringisches
Staatstheater
Jahrmarktstheater: Auf offener Bühne wird aus
(Schau)Spiel blutige Realität. – Canio, der Chef einer fahrenden Theatertruppe ist von Eifersucht
zerrissen, hat er doch gerade vom Komödianten
Tonio erfahren, dass seine Frau Nedda ein Verhältnis haben soll. Nedda, deren Gewissen tatsächlich nicht rein ist, fühlt das Unglück nahen. Als
sie abends in die Rolle der untreuen Colombine
schlüpft, kann Canio zwischen Spiel und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden: Er ersticht sie
vor den Augen des Publikums.
»Seine [Leoncavallos] Opern können gesehen
werden als kompliziertes Mosaik, das die
menschliche Seele ebenso wiedergibt, wie dies ein
meisterhafter Portraitist vermöchte.« ­
Konrad Dryden – US-amerikanischer Musik­
experte der italienischen Oper, insb. des Verismo
Völlig unblutig hingegen geht es in Puccinis einziger komischer Oper »Gianni Schicchi« zu: Der
reiche Buoso Donati ist verstorben, was die weit
verzweigte Verwandtschaft auf ein üppiges Erbe
hoffen lässt. Bald muss sie jedoch feststellen,
dass nicht die Familie, sondern das naheliegende
Kloster vom Ahnen bedacht wurde. Eine Lösung
ist schnell gefunden: Da der Tod Donatis noch
nicht öffentlich bekannt ist, plant man mit Hilfe
des Neuankömmlings Gianni Schicchi, das Testament zu fälschen. Dass dieser in der Maske des
sterbenden Buoso Donati jedoch vor allem seine
192
Ab 5. März 2015
Giacomo Puccini
Gianni Schicchi
Oper in einem Akt
Libretto von Giovacchino Forzano
nach Dante Alighieri
eigenen Wünsche befriedigen würde, hat keiner
bedacht. Die gierigen Familienangehörigen bleiben
als betrogene Betrüger zurück. Allein beim
­jungen Liebespaar bleiben keine Wünsche offen …
»Ein uraltes Spiel, das Ritual des aufgesetzten
Schmerzes und der Camouflierung der parasitären
Ansprüche beginnt. Die Angst vor dem Verlust
des Reichtums durch Buosos Schenkung an ein
Kloster – wird aber nicht lange vorhalten. Die
Farce beginnt. Alle auftretenden Figuren scheinen
direkt aus der Commedia dell’arte des späten
13. Jahrhunderts entsprungen zu sein. Stegreif­
artig bannt Puccini seine Figuren in dieses
­gleichsam anthropologisch fundierte Muster der
menschlichen Besitzgier.«
Norbert Abels – ­Dramaturg, Publizist und
­Kulturwissenschaftler, Mitglied der Deutschen
Akademie der darstellenden Künste
In der Spielzeit 2014/15 wird die Kooperation mit
dem renommierten S­ üdthüringischen Staatstheater
aus Meiningen fortgesetzt. Nach »Der ­Bettelstudent«,
»Der Zarewitsch« und »I Puritani« gastiert
das ­Meininger Theater bereits zum vierten Mal
in ­Ingolstadt.
Großes Haus
Bayerisches
Staatsballett
Der
Bajazzo
Gianni
Schicch i
Ruggero Leoncavallo
Der Bajazzo
Oper in zwei Akten
Libretto vom Komponisten
Regie: Ernö Weil
Giacomo Puccini (1858 – 1924), zählt
zu den herausragendsten Opernkomponisten des späten 19. und frühen
20. Jahrhunderts. Er studiert am Konservatorium der Stadt Mailand bei
Amilcare ­Ponchielli und hat bereits mit
seiner ersten Oper »Le Vili« bei Publikum und Presse großen Erfolg. Werke
wie »La Bohème«, »Tosca« oder
»Madama Butterfly« begründen seinen Weltruhm.
Ruggero Leoncavallo (1857–1919),
erhält seine musikalische Ausbildung am Conservatorio San Pietro
Majella Neapel und lebt ­anschließend
mehrere Jahre in Paris. Ein Besuch
von ­Mascagnis Oper ­»Cavalleria rusticana« gibt für ihn den Anstoß für eine
eigene veristische Oper »I Pagliacci /
Der Bajazzo«, die zu seinem größten
Erfolg werden sollte.
Ernö Weil wächst in München auf
und studiert an der dortigen Ludwig-­
Maximilians-Universität sowie der
Musikhochschule Musikwissenschaft
und Opernregie. Nach Arbeiten
als ­Regieassistent und seinem Regie-­
Debüt im Jahre 1973 wird er 1986
Oberspielleiter am Theater Pforzheim.
1988 wechselt er als Intendant ans
Landestheater Coburg, kehrt dann als
Intendant nach Pforzheim zurück
und ist anschließend von 2002 bis 2012
in gleicher Position am Theater
­Regensburg tätig.
193
Bayeris ches
Staatsb allett
Bayerisches
Staatsballett
Mukul Patel, geboren 1971, experimentiert vor allem mit Sound,
­Sprache und Prozessen und hat
dazu zahlreiche Installationen
­präsentiert. Er wirkt zudem als
­Autor von Filmskripts, Sach- und
­Kinderbüchern.
Grenzenlose Offenheit – das prägt den Blick der
Choreografen und Komponisten dieses Ballettabends des Bayerischen Staatsballetts. Hier
spielen sich Tanz und Musik nicht im Elfenbeinturm
ab, sondern stellen sich der Welt. Hier herrscht
Neugier auf benachbarte Künste, im e­ ngeren Sinne
auf Tanzstile jenseits des klassischen Repertoires,
auf neue Klänge und Kompositionsweisen, im
Weiteren aber auch auf E­ rkenntnisse aus Naturwissenschaft, Techno­logie und Gesellschaft. Es
kommt zu spannenden Begegnungen, kulturellem
Austausch und gegenseitiger geistiger Befruchtung. Kunst verschmilzt hier mit der sie umgebenden Welt und zeigt sich im besten Sinne als
zeitgenössisch. Beispielhaft seien hier nur drei
Künstler genannt. Choreograf Richard Siegal
schuf mit »The Bakery« eine Plattform für Tänzer,
Musiker, bildende Künstler, Archi­tekten und Software-Entwickler, deren Ziel der kreative Austausch aller Beteiligten ist. Mukul Patel, einer der
vielseitigsten Künstler der Londoner Szene, ist
Mitbegründer der »ambientspace Arts Production
Company«, die seit 2001 kritische Arbeiten an der
Schnittstelle von Gesellschaft und Technologie
verfasst. Der Komponist Carsten Nicolai versucht,
die Grenzen zwischen den Künsten und Genres zu
sprengen. Er versteht Kunst integrativ und öffnet
sich dezidiert Einflüssen von Seiten der modernen Wissenschaft.
Alle Choreografien des Abends wurden für das
Bayerische Staatsballett kreiert: »Unitxt« erlebte
2013 in München seine umjubelte Uraufführung,
»Spiral Pass« und die tänzerische Umsetzung von
Bates’ Violinkonzert werden bei der Ballettwoche
2014 erstmals gezeigt.
194
Ab 12. Mai 2015
Russell Maliphant tanzt nach
­seiner Ausbildung an der »Royal
­Ballet School« London zunächst in
der »Sadler’s Wells Royal Ballet
­Company«, macht sich dann selbstständig und gründet 1996 die
­»Russell Maliphant Company«, die
sich durch die Einbeziehung unterschiedlichster Bewegungssprachen
wie klassisches Ballett, Contact
­Improvisation, Yoga oder Tai Chi
­auszeichnet.
Spiral Pass (UA)
Choreografie von Russell Maliphant
Musik von Mukul Patel
Lichtdesign von Michael Hulls
Kostüme von Stevie Stewart
Violinkonzert (UA)
Choreografie von Aszure Barton
Musik von Mason Bates
Bühne von Burke Brown, Aszure Barton
Lichtdesign von Burke Brown
Kostüme von Linda Chow
Unitxt
Choreografie, Licht und Bühne von Richard Siegal
Musik von Carsten Nicolai
Kostüm-Objekte von Konstantin Grcic
»Gelungene Stücke von Richard Siegal haben
­etwas unwiderstehlich Unmittelbares. Der
­Zuschauer glaubt, wie 2010 in ›CoPirates‹, Teil
­eines unaufhaltsamen Geschehens zu sein, das
gerade jetzt die Welt durchdringt. Exakt dieses
Gefühl erweckt ›Unitxt‹.«
Access to dance, Tanzportal Bayern
Aszure Barton, geboren in Kanada,
studiert an der »National Ballet
School« in Kanada und der »John
Cranko Schule« in Stuttgart. Sie
­gestaltet zahlreiche Filmprojekte
und ­Installationen, unterrichtet
als ­Choreografin und leitet ihr eigenes ­internationales Tanzprojekt
­»Aszure Barton & Artists«.
Mason Bates komponiert Stücke,
die innovative klassisch-orchestrale
Elemente mit bildhaft-literarischen
verbinden sowie Jazzharmonien mit
Technorhythmen verschmelzen lassen.
Richard Siegal sucht als Tänzer
und Choreograf in Zusammenarbeit
mit Künstlern unterschiedlichster
Dis­ziplinen, dem zeitgenössischen
Tanz ein neues Gesicht zu geben. 1997
bis 2004 gehört er dem Ensemble
­Forsythes in Frankfurt an. 2005
­gründet er »The Bakery« als Plattform künstlerischen Austauschs.
Carsten Nicolai, geboren 1965 in
­Karl-Marx-Stadt, zählt zu den wichtigsten Vertretern der elektronischen
Musik und experimentiert intensiv
mit Klängen. Er wirkt zunächst als
­bildender Künstler und ist als solcher
u. a. bei der »documentaX« sowie
der Biennale in Venedig vertreten.
»Selten wurde eine Uraufführung mit solcher
­Begeisterung aufgenommen wie Siegals ›Unitxt‹.«
Beate Kayser/Münchner Merkur
Großes Haus
195
Rück
blick
Rückblick
Rückblick
»Berauschend.«
Donaukurier
»…eine Welt
der Mystik,
(…) Spätsommernachtstraum
im besten
shakespearschen Sinn.«
»…Fülle von Ideen,
Bildern, Stimmungen, Kunstfertigkeiten, Poesie,
dass man aus dem
Staunen nicht
­herauskam.«
Augsburger Allgemeine
200
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Ingolstadt-today
Die Geheimen Gärten von Ingolstadt
Ein Spaziergang
201
»Mit Tempo, Witz und Leichtigkeit
setzt Katrin Lindner Löhles Farce um
weltumspannende Interdependenzen intelligent und beziehungsreich
(…) in Szene.«
Donaukurier
»Sehr munter, mit Witz
und Spielfreude…«
Neuburger Rundschau
»…eine ­bittere
­Komödie, die
leichtfüßig durch
den Globalisierungs-Wahnsinn
zappt.«
202
Rückblick
Fotos: Ritchie Herbert
Kulturkanal
Philipp Löhle
Das Ding
203
»…fulminante
und temporeiche
Regie…«
Ingolstadt-today
»…ein kühner,
wilder, groß­
spuriger, bildge­
waltiger Abend.«
»…voller starker,
eindringlicher
­Bilder…«
Mittelbayerische Zeitung
204
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Donaukurier
Christoph Klimke
Regie und Choreografie: Johann Kresnik
Lebenmüssen ist eine einzige Blamage (UA)
205
»…witzig,
klug und
kurzweilig
(…) besser
als das
­Original…«
Donaukurier
»…ein Renner im
Programm.«
Neuburger Rundschau
»…furiose und
höchst spaßige
Unterhaltung (…)
sollte man sich
nicht entgehen
lassen.«
206
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Ingolstadt-today
nach Wolfgang Herrndorf
Tschick
207
»…herrliche
­Bühnensprache:
grotesk, temporeich, bizarr,
­tragisch, bitterböse.«
Donaukurier
»In furios grotesker Überzeichnung
rocken Regisseur Knut Weber und
seine drei grandiosen Darsteller (…)
die britische Komödie…«
Kulturkanal
»…ein kunstvoller,
unterhaltsamer
Theaterabend, der
mit lang anhaltendem Applaus
­belohnt wird.«
Ingolstadt-today
»Gut 90 Minuten
höchst kunstvolle
Klamotte, sehr
unterhaltsam…«
208
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Neuburger Rundschau
Debbie Isitt
Gatte gegrillt
209
»…surrealistisches Spiegel­
kabinett.«
Süddeutsche Zeitung
»…ein theatralischer
Traum…«
Stattzeitung.in
»…ein wildes,
­komisches,
­farbenprächtiges,
energiegeladenes,
bildgewaltiges
Spektakel.«
Donaukurier
210
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
»Bewusst offen spielt die Ins­
zenierung mit mehreren Deutungsebenen – und findet statt einfacher
Erklärungen zuhauf wundervolle
Szenen und Bilder.«
Landshuter Zeitung
Robert Wilson/Tom Waits/Kathleen Brennan
nach Lewis Carroll
Alice
211
»…besticht durch
fantastische
­Bilder, Witz und
Spielfreude.«
Augsburger Allgemeine
»…wahrhaft
­zauberisches
­Gesamtkunstwerk,
das alle Sinne
­anspricht, komisch
und poetisch
­zugleich…«
»…farbenfrohe
Kulissen wie aus
einem AufklappMärchenbuch…«
Kulturkanal
212
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Donaukurier
Felix Sommer
Aladin und die Wunderlampe
Zaubermärchen nach 1001 Nacht
213
»Das Premierenpublikum konnte
sich vor Begeisterung kaum
­einkriegen.«
Neuburger Rundschau
»…atemberaubende Sangeskunst…«
Donaukurier
»…allerbeste
­musikalische
­Unterhaltung.«
»…ein Abend
mit viel
Charme
und einer
wunder­
baren Atmosphäre.«
Kulturkanal
214
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Ingolstadt-today
Nina Wurman
Glück gehabt
215
»Ein TschechowAbend, der unter
der vordergründig
komischen Anekdote die gar nicht
mehr lustige
­Absurdität von
Beziehungen
­aufdeckt…«
»…drei Stücke
zu einem witzigen
Gender-Diskurs
(verbunden)…«
Donaukurier
»Die Regisseurin (…) trifft durch
die ins Skurrile überdrehte Spielweise präzise den Stil der Farce.«
Neuburger Rundschau
216
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Kulturkanal
Anton Tschechow
Der Heiratsantrag/Der Bär/
Über die Schädlichkeit des Tabaks
217
»Hier wird man
tolldreist unterhalten.«
Augsburger Allgemeine
»Großer und
­langanhaltender
Applaus für
­diese ernsthafte
­Komödie.«
nachtkritik.de
»…charmant
leichtfüßig durch
den Wald…«
Süddeutsche Zeitung
»…Berkenhoffs
fast 20-köpfiges
Ensemble (besticht) durch
Spiellaune, Witz,
Kraft und
­Energie.«
218
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Donaukurier
William Shakespeare
Wie es euch gefällt
219
»…eine
Hymne an die
Fantasie.«
Donaukurier
»…viel Witz, lädt
aber auch zur
Nachdenklichkeit
ein.«
Neuburger Rundschau
»…vielschichtig,
poetisch und
­komisch…«
220
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Kulturkanal
nach Miguel de Cervantes
Bühnenfassung von Anja Panse
Don Quijote
221
»…dem Tod den
Schrecken des
Unfassbaren
­genommen.«
Kulturkanal
»Fragen, die für
Erwachsene
schwierig zu beantworten sind …
kindgerecht angesprochen und von
dem ›Tod‹ mit
sanfter Stimme
beantwortet.«
»…völlig unsentimental,
sehr ehrlich
und doch
mit einer
wohltuenden
­Dosis Humor
gewürzt.«
Stattzeitung.in
222
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Kulturkanal
nach Wolf Erlbruch
Ente, Tod und Tulpe
223
»…schwung­
voll und ­witzig…«
Süddeutsche Zeitung
»Die sechs Darsteller reizen ihre
Möglichkeiten
vollends aus …«
»…überzeugt durch
ein unglaublich starkes
Ensemble.«
Kulturkanal
Landshuter Zeitung
224
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
»…die sechs Schauspieler, die (…)
mit solcher Präzision und Intensität
spielen, auf einem solch hohen
­Energielevel, dass das Publikum
­ihnen mit atemloser Angespanntheit folgt.«
Donaukurier
Dennis Kelly
Die Opferung von Gorge Mastromas
225
»…Chorleistung
ist Mannschaftsleistung – und
die ist in Ingolstadt
großartig.«
»…Theater
fürs Herz.«
Kulturkanal
Nürnberger Nachrichten
»Präzise, klangschön, volltönend,
ausdrucksstark…«
Donaukurier
»Minutenlangen
stehenden Applaus
und Begeisterungsstürme…«
226
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Landshuter Zeitung
Kay Pollak
Wie im Himmel
227
»…hoch­
komisch,
­bitterböse,
spannend,
bisweilen
verstörend.«
Donaukurier
»…richtige
­Disko-Nummern
mit Rums.«
Süddeutsche Zeitung
»…famose
DarstellerLeistungen…«
Augsburger Allgemeine
»…viele schauspielerische
­Nuancen.«
228
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Kulturkanal
Martin Crimp
In der Republik des Glücks
229
»…außerordentlich phantasie­
vollen Inszenierung (…) dezent
und kinderfeundlich. Berührend,
wie am Ende die
Fuchsfamilie ihren
Vater begleitet
und behütet… «
»…eine wunderbare Alternative
zu ›Zauberflöte‹ und ›Hänsel und
Gretel‹, um Kinder an die Qualitäten
der Kunstform Oper heranzu­
führen – mit einem Thema, das
­aktueller nicht sein könnte und es
für die nächsten Generationen
­bleiben wird.«
Kulturkanal
»…ein wahrhaft
großer Wurf…«
Donaukurier
230
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Neuburger Rundschau
Martin Baltscheit / Komposition: Sandra Weckert
Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor (UA)
231
»…wunderschön
surreale, pantomimisch-clowneske
Reise…«
Kulturkanal
»Julia Mayrs
skurrile wie
­poetische Inszenierung ist eine
35-minütige
­Aufforderung
zum Spiel.«
»…kuriose,
­absurde, witzige
Szenen…«
Neuburger Rundschau
232
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Donaukurier
nach Christian Morgenstern
Das große Lalula
233
»…wilde,
­melancholische,
­zirzenische
­Musik zwischen
Rap, Volk­slied
und Chanson,
­surrealen Bildern
und herrlichen
Spielszenen…«
»…höchst
­kreativer Stilmix,
sehr amüsant,
sprühend vor
Spielfreude, auch
ein bisschen
­nachdenklich
stimmend.«
Neuburger Rundschau
234
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Donaukurier
nach Joseph von Eichendorff
Ich Taugenichts
235
Ȇberdrehte
­Komik und ruhiger
Ernst sind perfekt
dosiert und
­ausgewogen ...«
Kulturkanal
»… ein Tag des
emotionalen Ausnahmezustands:
eine brisante
­Mischung mit
reichlich
­Komödienzunder.«
236
Rückblick
Fotos: Ludwig Olah
Donaukurier
Shelagh Stephenson
Gedächtnis des Wassers
237
»Grell-bunt, …«
Augsburger Allgemeine
»Gekonnte Übertreibung ja, billige
Karikatur, nein.«
Süddeutsche Zeitung
»Unberührt lässt
dieser Parforceritt ›in den Alpen‹
niemanden.«
238
Rückblick
Fotos: Jochen Klenk
Donaukurier
Elfriede Jelinek
In den Alpen2
Kolumnentitel
239
Ser
Serv ice
Serv ice
Unsere Informations-Angebote  247
Rotary-Theater-Publikumspreis  250
Freunde des Stadttheaters Ingolstadt e.V.  251
Rund um die Eintrittskarte  253
Ermäßigungen  254
Eintrittspreise  256
Unsere Abos  258
Premieren-Abo  258
Kombi-Abo  259
Schauspiel-Abo  260
Samstags-Abo  261
Wochenend-Abo  262
007-Abo  263
Junges Abo  264
»6 am Sonntag«-Abo  266
»Theater im Dutzend« und
»Theater im halben Dutzend«  267
Theater-Abo für Senioren  268
Besucherring  269
Mein erstes Abo: Das Panther-Abo
und das Kleiner Panther-Abo  270
Angebote für SchülerInnen, StudentInnen
und Auszubildende  272
Theatergemeinde  275
Anreise aus der Region: Unsere Vertrauensleute  277
Service
245
Unsere Informationsangebote
Einführungen
Zu unseren Inszenierungen werden regelmäßig kurze und
kurzweilige Einführungen von den produktionsbegleitenden
Dramaturginnen und Dramaturgen angeboten. Sie erhalten
Einblicke und Informationen zu Autor, Stück und Inszenierung. Die Einführungen sind kostenlos und finden in der Regel
30 Minuten vor dem jeweiligen Vorstellungsbeginn im
­Foyer des Großen Hauses statt. Bitte beachten Sie die entsprechenden Ankündigungen in unserer Theaterzeitung
»Flugschrift« und dem Monatsspielplan – in gedruckter wie
in digitaler Form.
Flugschrift – Die Theaterzeitung
Gutenberg verdanken wir den Buchdruck. Und in die Entstehungszeit dieser Art der Kommunikation fällt auch die e­ rste
Flugschrift. Ihre Aufgabe: schnelle Informationsverbreitung.
Bis ins heutige Zeitalter der Digitalisierung hat sich dieses
Format bewährt. In unserer monatlich erscheinenden »Flugschrift« (in der Regel am zweiten Freitag des Monats) finden
Sie Vorberichte zu kommenden Premieren und Gastspielen,
Beiträge zu unseren zahlreichen »Zugaben«, einen Presserückblick auf vergangene Premieren und alle wichtigen Informationen zu aktuellen Themen des Stadttheaters. Unsere
Theaterzeitung erscheint als Beilage zum »Donaukurier«.
Auf Wunsch senden wir Ihnen die »Flugschrift« auch gerne
kostenlos per Post zu.
Extras
Service
247
Newsletter
Unser Newsletter informiert Sie in der Regel ein Mal
­wöchentlich über aktuelle Events am Theater. Sie erhalten
Informationen zum aktuellen Spielplan, werden über kurzfristige Änderungen in Kenntnis gesetzt und können an
­Kartenverlosungen teilnehmen. Eine ideale Möglichkeit, um
immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Newsletter abon­
nieren: [email protected]
facebook
Auf unseren facebook-Seiten können Sie uns bei der Arbeit
direkt über die Schulter schauen. Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit, Regieassistenz und Theaterpädagogik bringen
Ihnen den Theater­alltag ein bisschen näher. Neben Berichten von Proben und anderen Katastrophen dokumentieren
wir hier voller Begeisterung »Zugabe«-Veranstaltungen
in Bild und Ton, erinnern an wichtige Termine und verlinken
weitere interessante Beiträge im Internet. Besonders
­freuen wir uns aber über den direkten Austausch mit Ihnen!
Wichtiger Hinweis: Auch Nicht-facebook-Nutzer können
­unsere Seiten lesen.
www.facebook.com/StadttheaterIN
www.facebook.com/JungesTheaterIN
www.facebook.com/TheaPaedIN
Friedrichshofener Str. 1 e
Ingolstadt
www.willner-fahrrad.de
EIW XIN TZT EJ
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e 1 .rtS renefohshcirdeirF
tdatslognI
ed.darrhaf-renlliw.www
Extras
Service
ed.zlohcsati r.w w w :ngise D
Design: www.ritascholz.de
JETZT NIX WIE
RAUF AUF´S RAD
INS OFFENE!
249
Rotary-Theater-Publikumspreis
Freunde des Stadttheaters Ingolstadt e. V.
Auch in der Spielzeit 2014/2015 stiftet der Rotary Club Ingolstadt Kreuztor dankenswerterweise den mit 2.500,- Euro
dotierten Publikumspreis für herausragende künstlerische
Leistungen innerhalb einer Spielzeit. Keine Fachjury entscheidet, wer den Preis erhält, sondern Sie, unser Publikum.
Der Preis kann vergeben werden an eine/n KünstlerIn
des Stadttheaters aus den Bereichen: Schauspiel, Regie,
Bühnenbild, Kostümbild, Choreografie oder Musik.
 
Wenn Sie sich an der Abstimmung beteiligen möchten,
­schreiben Sie bitte den Namen des Künstlers/der Künstlerin
Ihrer Wahl auf eine Stimmkarte, die Sie ab Beginn der
­Spielzeit 2014/2015 an der Theaterkasse erhalten. Damit Sie
automatisch an der Verlosung von Karten für Premieren
der Spielzeit 2015/2016 teilnehmen können, benötigen wir
Ihren Namen und Ihre Anschrift. Anonyme Stimmen können
leider nicht berücksichtigt werden.
 
Die Preisverleihung wird zur Spielzeiteröffnung 2015/2016
im Rahmen des Spielzeitcocktails stattfinden.
Was uns verbindet, ist die Liebe zum Theater…
Wir nehmen an, dass auch Sie als engagierter Theater­
besucher oder Interessent dieses kulturelle Angebot zu
schätzen wissen – ebenso wie ein Kreis von Theater­
freunden in Ingolstadt und Umgebung. Im Dezember 2002
wurde der Verein »Freunde des Stadttheaters Ingolstadt
e. V.« ins Leben gerufen. Mit Knut Weber, dem Intendanten
unseres Theaters, freuen wir uns auf die Zusammen­
arbeit mit vielen neuen Theaterfreunden. Zweck des Vereins
ist laut Satzung die Förderung von Kunst und Kultur,
­ins­besondere die wirtschaftliche und ideelle Unterstützung
und Förderung des Stadttheaters Ingolstadt.
Unser Verein ist
• p olitisch und konfessionell ungebunden
• verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige
­Zwecke (ist steuerbegünstigt)
• ausschließlich ehrenamtlich tätig
Der Vorstand:
Peter Schnell (1. Vorsitzender)
Gudrun Sticht-Schretzenmayr
(1. stellv. Vorsitzende)
Markus Reichhart (2. stellv. Vor­
sitzender)
Gerhard Frey (Schriftführer)
Horst Langer (Schatzmeister)
Mitgliedsbeiträge:
Einzelperson 50,- Euro/Jahr
Familienbeitrag 80,- Euro/Jahr
Schüler, Studenten und Auszubildende
10,- Euro/Jahr
Juristische Person 250,- Euro/Jahr
Anschrift:
Stadttheater Ingolstadt,
Schlosslände 1, 85049 Ingolstadt
Unser Freundeskreis bietet
• Einführungsabende
• einen Blick hinter die Kulissen
• Probenbesuche
• und vieles mehr
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann sprechen Sie uns bitte an.
Herr Michael Schmidt, Verwaltungsdirektor des Theaters,
ist unter der Rufnummer (08 41) 305 47 110 für Sie da.
Beitrittsformulare gibt es auch direkt an der Theaterkasse.
Wir freuen uns auf Gleichgesinnte, auf Sie!
Unser Theater braucht Freunde!
250
Rotary-Theater-Publikumspreis
Freunde des Stadttheaters Ingolstadt e.V. Service
251
BEWEGUNG IST DIE SEELE
ALLER DINGE. (PAUL KLEE)
Rund um die Eintrittskarte
Theaterkasse
Stadttheater Ingolstadt
Theaterkasse
Schlosslände 1
85049 Ingolstadt
Tel (08 41) 305 47 200
Fax (08 41) 305 47 209
E-Mail: [email protected]
ingolstadt.de
Kassenöffnungszeiten
Montag bis Freitag von
10:00 bis 13:00 Uhr und von
16:30 bis 19:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 12:30 Uhr
Abendkasse jeweils 45 Minuten
vor Vorstellungsbeginn an
der jeweiligen Spielstätte
Zahlung in bar und mit EC-Karte
­möglich, an der Abendkasse nur in bar
Telefonischer Kartenvorverkauf
Montag bis Freitag von 09:00 bis 12:00 Uhr
Montag bis Donnerstag von 15:00 bis 16:30 Uhr
Samstag von 09:00 bis 11:00 Uhr
Schriftliche Kartenbestellung
Sie können Karten per Brief, Fax oder Email bei uns bestellen. Schriftlich oder telefonisch vorbestellte Karten müssen
spätestens 14 Tage nach der Reservierungsbestätigung
an der Theaterkasse abgeholt werden oder werden bei Erteilung einer Abbuchungsermächtigung per Post zugesandt
(Gebühr 1,00 Euro). Nicht abgeholte oder nicht bezahlte
Karten gelangen wieder in den freien Verkauf.
Kartenvorverkauf im Internet
Über die Homepage www.theater.ingolstadt.de ist das Kauf­
angebot rund um die Uhr abrufbar. Bitte beachten Sie:
­Online können Karten nur zum Normalpreis gekauft werden.
Eine spätere Ermäßigung ist nicht möglich.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir als Beitrag zur Schaffung des
einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (Single Euro Payment Area, SEPA)
ab dem 01.02.2014 auf das europaweit einheitliche SEPA-Basislastschriftverfahren umgestellt haben.
Karten
Service
An der Abendkasse können nur
­Karten für Vorstellungen des
­jeweiligen Abends abgeholt werden.
Ein Abo-Umtausch für andere
­Termine ist nicht möglich.
Abonnenten halten zur Karten­
abholung bitte die Kunden-Nummer
ihres Abo-Ausweises bereit.
Gekaufte Karten und Geschenk­
gutscheine sind vom Umtausch
­ausgeschlossen.
253
Geschenkgutscheine
Zu jeder Gelegenheit und zu jeder Jahreszeit das passende
Geschenk: Mit den Geschenkgutscheinen des Stadttheaters
Ingolstadt können sich die Beschenkten selbst aussuchen,
wann und in welches Stück sie gehen möchten. Die Geschenkgutscheine sind an der Theaterkasse erhältlich. Die Gültigkeitsdauer beträgt drei Jahre ab Ausstellungsdatum.
Allgemeine Ermäßigungen
SchülerInnen, Studierende und Auszubildende sowie
Schwerbeschädigte erhalten bei Vorlage einer entsprechenden, gültigen Bescheinigung bereits im Vorverkauf Karten
zu ermäßigten Preisen an der Theaterkasse. (Ausgenommen
Silvestervorstellungen.)
Kontakt:
Ingolstädter Tafel e.V.
Proviantstr. 1
85049 Ingolstadt
(0841) 33491
Kulturtafel
Das Stadttheater unterstützt die Kulturtafel der Stadt
­Ingolstadt. Hartz IV-/Sozialhilfeempfänger erhalten über
die Kulturtafel Freikarten für zahlreiche Vorstellungen
am Stadttheater.
SchülerInnen und StudentInnen finden bei uns ein breites
­Angebot, besonders günstig und unkompliziert ins Theater
zu gehen. (siehe S. 272)
Unsere Abos speziell für Schülerinnen und Schüler stellen
wir auf S. 270 vor.
Gruppenbuchungen
Für Besuchergruppen ab 12 Personen bieten wir Ihnen ab
der III. Preisgruppe verschiedene Ermäßigungen an.
­Unsere Mitarbeiter der Theaterkasse informieren Sie gerne
über die entsprechenden Angebote in unseren einzelnen
Spielstätten.
Kindergarten- und Schülervorstellungen
Für Informationen und Buchungen von Kindergarten- und
Schülervorstellungen sowie den mobilen Produktionen
des Jungen Theaters wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter
des Künstlerischen Betriebsbüros: (08 41) 305 47 227.
Last-Minute-Tickets
Für alle SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden,
die sich eher spontan für einen Theaterbesuch ­entscheiden,
bieten unsere »Last-Minute-Tickets« ein u­ nschlagbar
günstiges Angebot. An der Abendkasse können sie ab
10 ­Minuten vor Vorstellungsbeginn (gegen Vorlage eines
entspre­chenden, gültigen Ausweises) Tickets in allen
­Preiskategorien zum Einheitspreis von 5 € erwerben.
Es lohnt sich auf alle Fälle, an der Abendkasse vorbeizuschauen, da nicht abgeholte Vorbestellungen 15 Minuten vor
Vorstellungsbeginn wieder in den freien Verkauf gelangen.
254
Karten
Service
255
Großes Haus
Freilichtbühne im Turm Baur
Preisgruppe
Schauspiel
ermäßigt
I II IIIIVPreise
23,-19,-15,-10,- A
16,-12,- 9,- 7,-
Premiere Schauspiel
31,-26,-22,- 19,- A
Preisgruppe
Freilichtaufführung ­ermäßigt
I II III IVPreise
26,-23,- 21,- 16,- F
19,- 16,- 14,- 11,-
keine Ermäßigung möglich
Werkstatt / Junges Theater
Gastspiel, Ballett
und Musical
ermäßigt
31,-25,- 21,- 13,- B
19,-15,-12,- 9,-
Premiere Musical,
Silvestervorstellung
41,-35,-30,-24,- B
keine Ermäßigung möglich
Oper, Operette
ermäßigt
41,-34,-28,- 19,- C
23,-18,-15,-12,-
Preise J, freie Platzwahl
7,- / 5,- (ermäßigt)
Kinder- und Jugendtheater Großes Haus
Preisgruppe
keine Ermäßigung möglich
I II III IVPreise
12,-10,- 9,- 7,- K
Kleines Haus, Studio im Herzogskasten
Schauspiel
Preise S, freie Platzwahl
11,50 / 7,50 (ermäßigt)
Musiktheater
Preise M, freie Platzwahl
13,50 / 9,- (ermäßigt)
Bei Vorstellungen am Fr / Sa / So und Feiertagen erhöht sich der Eintrittspreis
um 1,- Euro (außer Kinder- und Jugendtheater).
256
Karten
Service
257
Sie sind neugierig …
Sie wollen nichts verpassen …
Das Premieren-Abo
Sie möchten die Spannung des ersten Mals live miterleben –
und dabei keinen Höhepunkt der Theatersaison verpassen?
Dann ist unser Premieren-Abo genau das Richtige für Sie,
denn Sie sind immer mit dabei, wenn sich zum ersten Mal im
Großen Haus für eine Produktion der Vorhang hebt.
Das Kombi-Abo
Sie wollen sich nicht einschränken und am liebsten das
­gesamte Angebot des Stadttheaters erleben? Neben Schauspiel genießen Sie auch gerne Musik- und Tanztheater?
­Unser Kombi-Abo bietet Ihnen eine bunte Mischung aus beidem. Sie erleben neun Produktionen in verschiedenen
­Spielstätten – dem Großen Haus, dem Kleinen Haus und der
Freilichtbühne – sowie drei Gastspiele des Musik- und
T­anztheaters.
Die Premieren finden in der Regel an Freitagen und Samstagen statt.
­Bitte ­beachten Sie, dass Sie bei den einzelnen Premierenvorstellungen auf
­verschiedenen Plätzen in wechselnden Platzkategorien sitzen.
Gesamtpreis für das Premieren-Abo: 130,keine Ermäßigung möglich
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Mein Freund Harvey
Freilichtbühne im Turm Baur
Rio Reiser – König von Deutschland
Die Vorstellungen finden an wechselnden Wochentagen statt.
Preisgruppe
Normalpreis ermäßigt
I II IIIIV
175,- 155,- 135,- 100,133,- 117,-106,- 84,-
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Mein Freund Harvey
Kleines Haus
Die 39 Stufen
Freilichtbühne im Turm Baur
Rio Reiser – König von Deutschland
Gastspiel
Mirandolina
Flashdance
Bayerisches Staatsballett
258
Abonnements
Service
259
Sie spezialisieren sich …
Sie bleiben konstant …
Das Schauspiel-Abo
Sie sind ein richtiger Sprechtheaterfan oder wollen einer
werden und interessieren sich in erster Linie für Schauspiel? Unser Schauspiel-Abo ist ideal für alle Spezialisten,
die sich ganz diesem Genre hingeben wollen. Sie erleben unser Ensemble in insgesamt neun Produktionen im Großen
Haus, im Freilichttheater und im Kleinen Haus.
Das Samstags-Abo
Sie haben gerne eine feste Verabredung am Samstagabend
oder haben unter der Woche einfach keine Zeit? Samstag ist
für Sie Theatertag? Dann bietet Ihnen unser SamstagsAbo gute Unterhaltung verlässlich an ihrem Wunschtag der
Woche. Unser Ensemble erwartet Sie immer samstags in
drei verschiedenen Spielstätten und in neun verschiedenen
Produktionen.
Die Vorstellungen finden an wechselnden Wochentagen statt.
Preisgruppe
Normalpreis
I II IIIIV
115,- 104,- 92,- 75,-
Keine Ermäßigung möglich
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Mein Freund Harvey
Kleines Haus
Gedächtnis des Wassers
Freilichtbühne im Turm Baur
Rio Reiser – König von Deutschland
260
Abonnements
Bitte beachten Sie, dass im Kleinen Haus die Festlegung auf bestimmte
­Veranstaltungstage nicht immer gewährleistet werden kann.
Preisgruppe
Normalpreis
I II IIIIV
135,- 120,- 108,- 85,-
Keine Ermäßigung möglich
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Mein Freund Harvey
Kleines Haus
Lucky Happiness Golden Express
Freilichtbühne im Turm Baur
Rio Reiser – König von Deutschland
Service
261
Sie genießen …
Sie genießen, aber bleiben vorsichtig …
Das Wochenend-Abo
Ihre Woche ist voller Termine, und Sie möchten daher am
Wochenende in Ruhe Theater in seiner ganzen Vielfalt genießen? Schauspiel, Musiktheater und Tanz gibt es in einer
ausgesuchten Mischung in unserem Wochenend-Abo – immer
am Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag) und alle zehn
Vorstellungen im Großen Haus.
Das 007-Abo
Sie sind sich noch nicht ganz sicher und möchten mit Ihrer
Liebe zum Theater langsam anfangen? Dann nutzen Sie unser
007-Abo, um sich einen ersten Eindruck über unseren
­Spielplan zu verschaffen. Sie erleben vier Schauspiel-Produktionen sowie drei musikalische Gastspiele (Musical/­
Operette, Oper und Tanz) – immer im Großen Haus und immer
am Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag). Also zögern
Sie nicht länger!
Bei Musik- und Tanztheater-Gastspielen kann die Festlegung auf bestimmte
Vorstellungstage nicht immer gewährleistet werden.
Preisgruppe
Normalpreis
ermäßigt
I II IIIIV
145,- 132,- 114,- 83,104,- 94,- 84,- 68,-
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Das Käthchen von Heilbronn
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Gastspiel
Sunset Boulevard
Endless
Der Bajazzo / Gianni Schicchi
Bei Musik- und Tanztheater-Gastspielen kann die Festlegung auf bestimmte
Vorstellungstage nicht immer gewährleistet werden. Bitte beachten Sie, dass
Sie bei den einzelnen Vorstellungen auf verschiedenen Plätzen Ihrer Platz­
kategorie sitzen.
Preisgruppe
Normalpreis
I II IIIIV
105,-95,-85,-70,-
Keine Ermäßigung möglich
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Hamlet
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Gastspiel
Sunset Boulevard
Endless
Der Bajazzo / Gianni Schicchi
Sie sind nicht aus Ingolstadt?
Kein Problem! Erfahrene Vertrauensleute betreuen Wochenend-AbonnentInnen aus der Region seit vielen Jahren und
organisieren für Sie Hin- und Rückfahrt – wenn Sie nicht
mit dem eigenen Wagen ins Theater kommen wollen oder
­können. Genauere Informationen finden Sie auf S. 277)
262
Abonnements
Service
263
Sie sind gerne überall dabei …
Junges Abo
Sie brennen für Schauspiel/ Sie interessieren sich in erster
Linie für Schauspiel und neben Vorstellungen im Großen
Haus wollen Sie auch in unseren anderen Spielstätten nichts
verpassen?
Dann ist das Junge Abo Ihr Abo, denn neben acht Vorstellungen im Großen Haus sind hier auch Produktionen im Freilicht sowie an unseren kleineren Spielstätten enthalten. Je
nach Terminkalender können Sie sich dabei für eines unserer drei Jungen Abos entscheiden
Die einzelnen Serien »Junges Abo« umfassen ein unterschiedliches Stückangebot. Bitte beachten Sie, dass in den kleinen Spielstätten die Festlegung auf
bestimmte V­ eranstaltungstage nicht immer gewährleistet werden kann.
Junges Abo 1 (Werktag)
Junges Abo 2 (Wochenende –
Freitag, Samstag, Sonntag)
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Das Käthchen von Heilbronn
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Das Käthchen von Heilbronn
Kleines Haus
Lucky Happiness Golden Express
Kleines Haus
Benefiz – Jeder rettet einen
Afrikaner
Junges Abo 1 (Werktag) /Junges Abo 3 (Montag)
Studio im Herzogskasten
Sommersalon
Preisgruppe
Normalpreis
ermäßigt
Freilichtbühne im Turm Baur
Rio Reiser – König von
­Deutschland
I II IIIIV
115,- 106,- 95,- 77,84,- 76,- 71,- 60,-
Junges Abo 2 (Wochenende – Freitag, Samstag, Sonntag)
Preisgruppe
Normalpreis
ermäßigt
I II IIIIV
128,- 117,-106,- 87,95,-87,-82,- 71,-
Junges Abo 3 (Montag)
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Das Käthchen von Heilbronn
264
Abonnements
Studio im Herzogskasten
Mr. Pilks Irrenhaus
Freilichtbühne im Turm
Baur
Rio Reiser – König von
Deutschland
Kleines Haus
Grillenparz (DE)
Studio im Herzogskasten
Mr. Pilks Irrenhaus
Freilichtbühne im Turm Baur
Rio Reiser – König von
­Deutschland
Service
265
Sie träumen gerne …
Sie wollen flexibel sein …
Das »6 am Sonntag«-Abo
Sie möchten im Hellen nach Hause kommen oder gar mit der
ganzen Familie ins Theater? Für Theater fehlt Ihnen im
­Alltag die Zeit? Dann nutzen Sie unser »6 am Sonntag«-Abo.
Denn damit können Sie an sechs Sonntagen ganz gemütlich
ausschlafen und dann entspannt eine Nachmittags-Vor­
stellung im Großen Haus besuchen.
»Theater im Dutzend« und »Theater im halben Dutzend«
Sie gehen gerne ins Theater, aber welches Stück und wann
und mit wem Sie es sehen, das wollen Sie ganz spontan
entscheiden? Mit »Theater im Dutzend« erhalten Sie zwölf
Gutscheine, die Sie im Laufe der Spielzeit einlösen können.
Sie haben die freie Wahl zwischen allen Eigenproduktionen
in allen Spielstätten. Den Termin bestimmen Sie, und durch
die Übertragbarkeit der Gutscheine können Sie frei entscheiden, ob Sie die Gutscheine alleine nutzen, mal gute
Freunde einladen oder auch mal als Gruppe eine Aufführung
besuchen. Zusätzlich bieten wir Ihnen ab dieser Spielzeit
auch eine reduzierte Variante mit sechs Gutscheinen an:
»Theater im halben Dutzend«.
Im Großen Haus sitzen Sie auf verschiedenen Plätzen der
gewählten Kategorie. Gegen Aufpreis können die Gutscheine
auch für Gastspiele im Musik- und Tanztheater und für die
Freilichtbühne eingelöst werden (je nach Verfügbarkeit).
Bitte beachten Sie, dass für die Silvester-Vorstellungen sowie Premieren keine Gutscheine eingelöst werden. Verkauf
bis 31.03.2015.
Bitte beachten Sie, dass Sie bei den einzelnen Vorstellungen auf verschiedenen
Plätzen Ihrer Platzkategorie sitzen.
Preisgruppe
Normalpreis
Keine Ermäßigung möglich
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Mein Freund Harvey
I II IIIIV
80,-70,-60,-50,-
Theater im Dutzend
Preisgruppe
Normalpreis
ermäßigt
I II IIIIV
162,- 143,- 127,- 98,90,- 82,- 80,- 75,-
Theater im halben Dutzend
Preisgruppe
I II IIIIV
Normalpreis
87,-75,-65,-55,Keine Ermäßigung. Für SchülerInnen, StudentInnen und Auszubildende
gibt es das Angebot von sechs Theatergutscheinen zum ermäßigten Preis:
»Sechs sells«; siehe S. 272.
266
Abonnements
Service
267
Kontakt:
Stadt Ingolstadt
»Bürgerhaus«
Kreuzstraße 12 und Fechtgasse 6
85049 Ingolstadt
Tel (0841) 305 2800 und -2830
Fax (0841) 305 2809 und -2839
E-Mail: [email protected]
Sie wissen, was Sie sich gönnen …
Sie sind Kultur-Fan …
Das Theater-Abo für Senioren
Sie sind bei Ihrer Zeitplanung nicht an Arbeitszeiten
­gebunden? Sie wollen entspannte Theaterbesuche und nicht
erst nach Einbruch der Dunkelheit nach Hause kommen?
Über das Seniorenbüro der Stadt bieten wir genau das richtige Abo für Sie an. Es erwarten Sie insgesamt sieben Vorstellungen im Großen Haus, darunter natürlich auch unser
jährliches Märchen zur Weihnachtszeit. Zu fast allen Produktionen wird auch eine Einführung vorab angeboten.
Der Verkauf der Abos für die Spielzeit 2014/15 beginnt im
Juli 2014. Die Karten können ausschließlich im Bürgerhaus
Neuburger Kasten/Seniorenbüro erworben werden.
Besucherring
Ganz ohne Frage: Sie sind kulturbegeistert, denn Sie sind
Abonnent des Besucherrings. Wir freuen uns, Ihnen auch
in dieser Saison wieder eine besondere und vielfältige Auswahl an Produktionen in unseren Spielstätten anzubieten.
Im Großen Haus sitzen Sie auf verschiedenen Plätzen
der gewählten Kategorie. Die Vorstellungen finden an wech­
selnden Wochentagen statt. Ihre Eintrittskarten werden
­Ihnen rechtzeitig vor dem jeweiligen Vorstellungstermin
per Post zugesandt.
Im ­Großen Haus sitzen Sie auf verschiedenen Plätzen der g­ ewählten Kategorie.
Preisgruppe
I IIIII
63,-49,-36,-
Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Die Bremer Stadtmusikanten
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Mein Freund Harvey
Gesamtpreis für das Besucherring-Paket: 130,Großes Haus
Ein Mann, zwei Chefs
Foxfinder (DE)
Hamlet
Hauptsache Arbeit!
Draußen vor der Tür
Im weißen Rössl
Kleines Haus
Die Opferung von Gorge Mastromas
Freilichtbühne im Turm Baur
Rio Reiser – König von Deutschland
Gastspiel
Mirandolina
268
Abonnements
Service
269
Ihr seid die ersten … 270
Das Kleiner Panther-Abo
(Empfohlenes Alter: 8 bis 12 Jahre)
Theaterbesuche allein mit der Schulklasse, das reicht Euch
nicht? Theater findet Ihr spannend und würdet gerne
mehr darüber erfahren? Mit dem Kleine Panther-Abo habt
Ihr volles Programm zum kleinen Preis, lernt verschiedene
Spielstätten und Theaterformen kennen und erfahrt bei
­einer Theaterführung, was es hinter der Bühne so alles zu
entdecken gibt. Und weil ein gemeinsamer Theaterbesuch
viel mehr Spaß macht, bieten wir hierzu ein übertragbares
Angebot für Begleitpersonen an.
Das Panther-Abo
(Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren)
Ihr seid neugierig auf Theater und würdet gerne mehr
­davon kennenlernen, aber die ganze Planung und Organisation
ist Euch zu anstrengend/nervig/lästig? Oder ist Theater
eh schon ein Hobby von Euch und Ihr könnt gar nicht genug
davon bekommen? Mit dem Panther-Abo geht’s ganz
­unkompliziert und günstig ins Theater – alleine oder mit
Freunden. Zusätzlich erhaltet Ihr einen exklusiven Blick
­hinter die Kulissen. Das Panther-Abo wird auch für Begleitpersonen angeboten und ist für diese auch übertragbar.
Die Vorstellungen finden an wechselnden Tagen statt.
Pro Kleine Panther-Abo kann maximal 1 Abo für eine Begleitperson zum
­Normalpreis erworben werden.
Die Vorstellungen finden an wechselnden Tagen statt.
Pro Panther-Abo kann maximal 1 Abo für eine Begleitpersonen zum Normalpreis erworben werden.
Normalpreis Ermäßigt
Normalpreis40,Ermäßigt
30,-
35,25,-
Großes Haus
Die Bremer Stadtmusikanten
Großes Haus
Flashdance
Kleines Haus
Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor (UA)
Kleines Haus
Die 39 Stufen
Werkstatt /Junges Theater
Ein Känguru wie Du (UA)
Leise Unglaublich Laut
Werkstatt /Junges Theater
Tschick
Hasse Karlsson
Theaterführung am 19. November 2014
Theaterführung am 19. November 2014
Theater-Angebote für junge Zuschauer
Service
271
Ihr seid Schüler und Studenten…
Angebote für junge Zuschauer
Neben den beiden Abos gibt es für SchülerInnen, Studierende
und Auszubildende bei Vorlage einer entsprechenden
­Bescheinigung bereits im Vorverkauf Karten zu ermäßigten
Preisen an der Theaterkasse.
»Sechs sells«
Mit »Sechs sells« erwerben SchülerInnen, Studierende
und Auszubildende sechs Gutscheine, die für alle Eigenproduktionen in allen Spielstätten des Stadttheaters und zu
(fast) allen Terminen eingelöst werden können. So kann jeder
zu einem extrem günstigen Preis seinen eigenen Spielplan
­gestalten. Die Gutscheine sind für eine Spielzeit gültig und
auf andere Personen übertragbar.
Gutscheine können nur gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises erworben werden. Bitte beachten Sie, dass
für die Silvester-Vorstellungen sowie Premieren und Vorstellungen im Freilicht keine Gutscheine eingelöst werden.
Preisgruppe
Normalpreis
272
Last-Minute-Tickets
Für alle SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden,
die sich eher spontan für einen Theaterbesuch e­ ntscheiden,
bieten unsere »Last-Minute-Tickets« ein u­ nschlagbar
günstiges Angebot. An der Abendkasse können sie ab
10 ­Minuten vor Vorstellungsbeginn (gegen Vorlage eines
entspre­chenden, gültigen Ausweises) Tickets in allen
­Preiskategorien zum Einheitspreis von 5 € erwerben.
Es lohnt sich auf alle Fälle, an der Abendkasse vorbeizuschauen, da nicht abgeholte Vorbestellungen 15 Minuten vor
Vorstellungsbeginn wieder in den freien Verkauf gelangen.
I II IIIIV
45,-42,-40,-38,-
Theater-Angebote für junge Zuschauer
Service
273
Theatergemeinde Ingolstadt e.V.
Die Theatergemeinde Ingolstadt e.V. besteht seit 1965
und besorgt seit dieser Zeit regelmäßig Sprech- und Musiktheaterkarten für ihre Abonnenten. Im Rahmen ihres
­Kulturengagements ist die Theatergemeinde auch selbst
Veranstalter von Theater- und Opernfahrten sowie
­Kulturreisen.
Als gemeinnütziger Verein erstrebt die Theatergemeinde
keinen Gewinn. Sie versteht sich als »Kulturdrehscheibe«,
setzt sich für die Vermittlung kultureller Veranstaltungen
ein und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder. Für die
­Betreuung der Abonnenten unterhält sie eine Geschäfts­
stelle. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.
Unser Angebot
• Einstieg jederzeit – auch während der Spielzeit
• vielseitige Abonnements
• Schnupper-Abonnement
• schriftliche Information zu jedem Stück und Autor
• Theater- und Kulturreisen
• Theater- und Opernfahrten in andere Städte
• Treueprämie nach 5 Jahren
• v ergünstigte Karten bei fast 30 Theatergemeinden
­bundesweit
Theatergemeinde Ingolstadt e.V.
Geschäftsstelle
Leibnizstraße 8
85049 Ingolstadt
Tel (0841) 88 55 40 55
Fax (0841) 88 55 40 54
www.theatergemeinde-ingolstadt.de
[email protected]
Unser Service
• individuelle Beratung und Betreuung
• Theaterkarten per Post
• k undenfreundliche, im Vorfeld kostenfreie
­Umtauschmöglichkeiten
BAUEN FÜRS LEBEN
Bei der Hollerstaude 19
85049 Ingolstadt
Tel. (0841) 974780
www.grund-idee.de
Theatergemeinde
Service
275
Vertrauensleute
Unsere erfahrenen Vertrauensleute vor Ort betreuen während der Spielzeit die
Abonnenten des Wochenend-Abos, die nicht in Ingolstadt wohnen. Sie erhalten hier
Auskunft zu Abonnements und Stückinformationen sowie Vorstellungstermine.
Für Wochenend-Abonnenten aus der Region – die nicht mit Ihrem eigenen Wagen
­anreisen wollen oder können – organisieren die örtlichen Vertrauensleute Bus­
transfers für Hin- und Rückfahrten. Sie können auch direkt über die Vertrauensleute
Ihr Wochenend-Abo buchen.
Vertrauensleute für Besucher aus der Region
84…
84048 Mainburg 84072 Au/Hallertau n
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der richtigen Temperatur zum
Denn nur wenn der Teig bei
l Hackner Brez’n.
einem Brezenteig eine origina
verarbeitet wird, entsteht aus
Frau A. Obermayer, Abensberger Str. 17 (0 87 51) 96 32
Frau M. Klose, Sindorferstr. 2 (0 87 52) 73 23
85…
85095
85107
85123
85126
85276
85290
Denkendorf Frau A. Schweiger, Sandäcker 4 Baar-Ebenhausen Frau M. Wanninger, Lärchenstr. 19 Karlskron Herr W. Brucklacher, Schillerstr. 15 Münchsmünster Frau H. Frank, Benediktinerweg 4 Pfaffenhofen Frau A. Promberger, Marienstr. 30
Geisenfeld Herr M. Heichler, Högener Str. 25 (0 84 66) 54 5
(0 84 53) 95 50
(0 84 50) 14 93
(0 84 02) 5 92
(0 84 41) 49 41 14
(0 84 52) 20 35
86…
86529
86558
86633
86641
Schrobenhausen Hohenwart Neuburg Rain/Lech
(0 82 52) 89 40 0
(0 84 43) 80 10
(0 84 31) 4 06 51
(0 90 90) 22 73
Volkshochschule – Frau Kneißl Frau M. Schmidbauer, Ringstr. 31 Frau L. Ilchmann, Am Bullbug 3 Herr H. Hönig, Klausenbrunnenweg 5 91…
91757 Treuchtlingen 91781 Weißenburg 91804 Mörnsheim Frau R. Schindel, Öttingerstr. 8 (0 91 42) 24 71
Herr H. Sommerer, Otto-Rieder-Str. 36 (0 91 41) 58 00
Frau J. Riedelsheimer, Haunsfelder Str. 32 (0 91 45) 72 81
93…
93309
93326
93333
93339
Herr A. Fellner, Elsterstr. 22
Frau E.-M. Stark, Kreittmayrstr. 21 siehe Kontakt Kelheim: Herr A. Fellner
Frau M. Bode, Riedenburger Str. 2 Kelheim
Abensberg Neustadt Riedenburg (0 94 41) 44 81
(0 94 43) 52 61
(0 94 42) 6 75
www.backhaus-hackner.de
Abonnements
277
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) des Stadttheaters Ingolstadt
1. Geltungsbereich
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die rechtliche Beziehung zwischen den Theater­
besuchern und dem Stadttheater Ingolstadt. Sie gelten für alle Veranstaltungen des Stadttheaters
Ingolstadt. Für die Abonnenten des Stadttheaters Ingolstadt gelten darüber hinaus gesonderte
­Regelungen. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten nicht für Veranstaltungen des Festsaals Ingolstadt.
2. Öffnungszeiten des Besucherservices
Die Öffnungszeiten der Theaterkasse werden durch Aushang bekannt gegeben. Die Abendkasse
ist in der Regel 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn geöffnet. An der Abendkasse ist der Vorverkauf
für andere Veranstaltungen grundsätzlich nicht möglich.
3. Spielstätten
Die Theaterkasse informiert grundsätzlich über den Ort der Spielstätten. Auf der Internetseite
www. theater.ingolstadt.de sowie im Spielzeitheft und im Schaukasten vor der Theaterkasse
ist eine Wegbeschreibung für alle Spielstätten veröffentlicht, so dass sich jeder Besucher vor der
­Vorstellung über die Lage der Spielstätten informieren kann. Eine Kartenrücknahme wegen
­Unkenntnis kann nicht gewährt werden.
4. Besucher, Einlass
Besucher ist, wer für den Tag seines Theaterbesuchs eine gültige Karte besitzt. Besucher ist auch,
wer die Tageskasse oder Abendkasse betritt, um Karten zu erwerben.
Nach Beginn der Veranstaltung ist grundsätzlich kein Einlass möglich. Bis zur Pause besteht kein
­Anspruch auf Plätze in der erworbenen Preiskategorie. Nacheinlass kann bei Stücken ohne Pause
ganz ausgeschlossen werden.
Es ist nicht zulässig, einen anderen als den auf der Karte bezeichneten Platz einzunehmen. Bei
­unberechtigtem Platzwechsel kann der Unterschiedsbetrag erhoben oder der Besucher von diesem
Platz oder aus der Vorstellung verwiesen werden. In den kleinen Spielstätten des Stadttheaters
­Ingolstadt gilt freie Platzwahl.
5. Spielplan, Spielplanänderung
In den vom Stadttheater Ingolstadt herausgegebenen offiziellen Monatsspielplänen sind die verbind­
lichen Anfangszeiten der Vorstellungen enthalten. Kurzfristige Änderungen bleiben vorbehalten.
­Für Veröffentlichungen in der Presse und anderen Medien übernimmt das Stadttheater Ingolstadt
keine Gewähr.
Änderungen bei den Besetzungen gegenüber den Vorankündigungen berechtigen nicht zur Rück­
gabe oder zum Tausch von Eintrittskarten. Sollten aus künstlerischen, technischen oder aus
­dispositionellen Gründen Aufführungen, Vorstellungstermine oder Plätze geändert werden müssen,
wird das Theater nach Möglichkeit die Besucher rechtzeitig benachrichtigen.
6. Eintrittspreise
Die Eintrittspreise werden von der Stadt Ingolstadt festgelegt. Im Kartenpreis ist die Garderoben­
gebühr enthalten. Ob der Besucher die entsprechende Leistung in Anspruch nimmt, ist unerheblich.
Im Kartenpreis sind grundsätzlich nicht enthalten Programmhefte, Textbücher und die Vergütung
für ­ähnliche Leistungen.
7. Reservierungen
Reservierungen werden schriftlich, telefonisch oder persönlich von der Theaterkasse entgegengenommen. Reservierte Karten müssen bis spätestens 14 Tage nach Reservierung abgeholt
­werden. Nicht fristgemäß abgeholte Karten gelangen wieder in den freien Verkauf. Bei kurzfristigen
Buchungen sind die Karten bis zum mitgeteilten Termin abzuholen.
Bei Erteilung einer Lastschrifteinzugsermächtigung werden Karten auf Risiko des Bestellers gegen
eine Gebühr von 1 Euro zugesandt oder bei kurzfristiger Reservierung an die Abendkasse hinterlegt.
Die Theaterkasse ist berechtigt, Name, Telefonnummer, Anschrift und bei Abbuchung die Bankdaten
für interne Zwecke zu verarbeiten. Der Datenschutz wird gewährleistet.
8. Kartenkauf über das Internet
Über die Homepage www.theater.ingolstadt.de ist das Kaufangebot rund um die Uhr abrufbar.
­Online können Karten nur zum Normalpreis gekauft werden.
278
AGB
9. Kartenvorbestellungen
Kartenvorbestellungen werden, bei eindeutigen Absenderangaben, schriftlich entgegengenommen.
Eingehende Bestellungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges bearbeitet. Die Vorbestellung
ist keine Garantie auf eine Kartenreservierung. Nach Bearbeitung des Bestellungswunsches wird
eine Reservierungsbestätigung zugesandt.
10. Ermäßigungen
Ermäßigungsberechtigt sind SchülerInnen und Studierende, Azubis sowie Schwerbehinderte
(ab ­einem Grad der Behinderung von mindestens 50 GdB) gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Ermäßigungsberechtigte Personen erhalten die Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse zum ­ermäßigten Preis. Eine nachträgliche Ermäßigung ist nicht möglich. Ermäßigte Karten
sind nur in Verbindung mit dem die Ermäßigung begründenden Ausweis gültig. Kann der Ausweis
beim Einlass am Abend der Vorstellung nicht vorgezeigt werden, ist der Unterschiedsbetrag zum
vollen Eintrittspreis nachzuentrichten.
11. Externe Vorverkaufsstellen
Eintrittskarten können auch bei externen Vorverkaufsstellen erworben werden. Diese sind berechtigt, Vorverkaufsgebühren zu erheben. Bei ausgefallenen Vorstellungen ist die Rückgabe der Karte
nur an der jeweiligen Vorverkaufsstelle möglich.
12. Umtausch/Rücknahme von Karten
Gekaufte Karten und Geschenkgutscheine sind vom Umtausch ausgeschlossen. Bei Ausfall einer
Vorstellung werden die Karten in einer Frist von 10 Tagen zurückgenommen.
Stand: März 2014
Abonnement Mietbedingungen
1. Das Abonnement ist gültig für die Spielzeit 2014/2015.
2. Der Mieter verpflichtet sich, das Abonnement für die Dauer der Spielzeit beizubehalten. Bei Auftrag zum Bankeinzug erhält der Mieter einen Gutschein für eine Vorstellung des eigenen Ensembles
in ­einer der vier Spielstätten (nicht Freilichtbühne, nicht Premieren, nicht Gastspiele und nicht
­Silvestervorstellungen).
Abbuchungsgutscheine sind an die Spielzeit 2014/2015 gebunden, in der sie ausgestellt wurden.
Eine Übernahme in die nächste Spielzeit ist nicht möglich.
3. Jeder Mieter hat die Möglichkeit, seine Karte gegen eine Gebühr von 2,00 Euro pro Platz bis
12:00 Uhr des Vorstellungstages auf einen beliebigen Tag umzutauschen (nicht Silvestervorstel­
lungen und ­Premieren). Fällt der Vorstellungstag auf einen Sonn- oder Feiertag, so endet die
­Umtauschfrist am Werktag davor.
4. Ein telefonischer Umtausch ist nur für Vorstellungen im Großen Haus möglich. Bei Vorstellungen
in den kleinen Spielstätten ist es erforderlich, dass die von der Theaterkasse zugesandten Karten
bis spätestens 12:00 Uhr des Vorstellungstages zurückgegeben oder zurückgeschickt werden. Umtauschscheine gelten nur in der Spielzeit 2014/2015 und werden bis zur Einlösung an der Kasse
hinterlegt.
Eine Übernahme in die nächste Spielzeit ist nicht möglich.
5. Für nicht eingelöste Gut- bzw. Umtauschscheine können wir keinen Ersatz leisten. Eine Garantie,
dass der Gut- bzw. Umtauschschein für ein bestimmtes Stück eingelöst wird, kann nicht gegeben
werden. Für Sondergastspiele und Gastspiele im freien Verkauf werden Gut- bzw. Umtauschscheine
nicht entgegengenommen.
6. Festlegungen auf bestimmte Vorstellungstage für Musik- und Tanztheater-Gastspiele und Pro­
duktionen in Studio und Kleinem Haus können nicht garantiert werden.
7. Die monatliche Theaterzeitung mit dem Spielplan (unter Vorbehalt) wird dem Mieter auf Wunsch
kostenlos zugesandt. Eventuelle Vorstellungsänderungen werden in der Tagespresse bekanntgegeben.
8. Das Abonnement ist übertragbar. Das ermäßigte Abonnement kann aber nur auf eine Person
übertragen werden, die ebenfalls Anspruch auf diese Ermäßigung hat. Der Nachweis für die Preisermäßigung ist jährlich bis 30.09. an der Theaterkasse vorzulegen.
9. Das Abonnement verlängert sich um eine weitere Spielzeit, sofern es nicht bis zum 31. Mai 2015
schriftlich gekündigt wird.
Stand: März 2014
Service
279
gras
gra
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me a.co
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„ ein drama,
„ein
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ssich
sic
ich
ch nicht
nicht für
für
eine
eein
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ne farbe entscheiden
entscheideen
zu
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u können…“
können
Stadttheater Ingolstadt,
Spielzeitheft 2014/2015
Herausgeber
Intendant Knut Weber
Redaktion
Julia Hanslmeier
Mitarbeit
Donald Berkenhoff
Franziska Biederer
Bettina Gabler
Ines Gänsslen
Teresa Gburek
Linda Göllner
Annabelle Köhler
Beate Langner
Julia Mayr
Hans Meyer
Gabriele Rebholz
Michael Schmidt
Anna Stegherr
Rainer Steinhilper
Nicole Titus
Knut Weber
Druck
druck pruskil gmbh
Gaimersheim
Anzeigen
Ines Gänsslen
(08 41) 305 47 234
Das Stadttheater Ingolstadt
wird gefördert durch
den Freistaat Bayern und
den ­Bezirk Oberbayern.
Porträts S. 6-31:
Ludwig Olah
Anfahrtsplan:
Satellitenaufnahme:
© Stadt ­Ingolstadt, Amt für
Verkehrs­management und
Geoinformation
Konzeption und Gestaltung
L2M3 Kommunikationsdesign
Sascha Lobe
Ina Bauer
Papier
Munken Print White 18, 90g/m2
…wünscht Ihnen gute und spannende Unterhaltung!
Für die Inszenierung Ihres heimischen Bühnenbildes finden Sie bei uns passende Farben
und exklusive Tapeten – in Eichstätt, Ingolstadt, Neuburg, Pfaffenhofen und Weißenburg.
Schrift
Brauer Neue
Redaktionsschluss
07.04.2014
(Änderungen vorbehalten)
W W W. FA R B E N K E M E T E R . D E
Impressum
281
Postanschrift
Stadttheater Ingolstadt
Schlosslände 1
85049 Ingolstadt
Internet
www.theater.ingolstadt.de
Telefon
Theaterkasse
(08 41) 305 47 200
Zentrale
(08 41) 305 47 0
Öffentlichkeitsarbeit
(08 41) 305 47 232
Fax
Theaterkasse
(08 41) 305 47 209
Stadttheater Ingolstadt
(08 41) 305 47 229
Unsere Spielstätten
Anfahrt Großes Haus
Großes Haus,
Werkstatt /Junges Theater
Schlosslände 1
85049 Ingolstadt
von Norden (Nürnberg)
A 9, Ausfahrt 61/­
­Ingolstadt-Nord
Richtung Zentrum/Stadtmitte
Kleines Haus,
Freilichtbühne im Turm Baur
Parkstraße, beim Schul­
zentrum am Brückenkopf,
85051 Ingolstadt
von Süden (München)
A 9, Ausfahrt 62/
Ingolstadt-Süd
Richtung Zentrum
Studio im Herzogskasten
Kellergewölbe im
Herzogskasten,
gegenüber dem Haupteingang
zum Stadttheater Ingolstadt,
Schlosslände 1
85049 Ingolstadt
E-Mail
Theaterkasse:
­[email protected]
Für Fragen, Anregungen
und Kritik:
[email protected]
von Süden (Schrobenhausen,
Pfaffenhofen, Augsburg)
B 13, über Münchner Straße,
Richtung Zentrum/Stadtmitte,
Schlosslände
von Westen (Eichstätt,
­Neuburg)
B 13, über Westliche
­Ringstraße, Schlosslände
Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt
UMWELTSCHONUNG unser Selbstverständnis
ENTSORGUNGSQUALITÄT unsere tägliche Aufgabe
ENERGIE FÜR DEN BÜRGER mit Sicherheit
Am Mailinger Bach, 85055 Ingolstadt, Tel 08 41 / 3 78 -0, Fax 3 78 -48 49, [email protected], www.mva-ingolstadt.de
Kontakte
283
1 Großes Haus
Schlosslände 1
2 Werkstatt /Junges Theater
Schlosslände 1
3 Studio im Herzogskasten
Schlosslände 1
4 Kleines Haus
Am Brückenkopf
5 Freilichtbühne im Turm Baur
Am Brückenkopf
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Als Geldinstitut, das fest in unserer Heimatregion verwurzelt ist, haben wir auch eine ganz besondere
Verpflichtung für kulturelles Engagement. Wir geben der Kunst eine Bühne und fördern sie. Weiterhin
sorgen wir mit unserem Erfolg dafür, dass in unserer Region vieles möglich ist und manches besser läuft.
Sparkasse Ingolstadt. Gut für das Stadttheater Ingolstadt.
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Sparkasse Ingolstadt.
Gut für die Kultur.
Gut für Ingolstadt und die Region.
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Kolumnentitel 2
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285
Bühne
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Saalplan Großes Haus
3 2 1
286
Reihe 1 – 5
Reihe 6 – 11
Reihe 12 – 17
Reihe 18 – 20
2    29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 9 8 7          
6 5 4          
Kategorie I
Kategorie II
Kategorie III
Kategorie IV 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
12 11 10          
11 12
1    26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15
Bühne
Service
287
Großes Haus
Preisgruppe
Schauspiel
ermäßigt
I II III IVPreise
23,-19,-15,-10,- A
16,-12,- 9,- 7,-
Premiere Schauspiel
31,-26,-22,- 19,- A
keine Ermäßigung möglich
Gastspiel, Ballett
und Musical
ermäßigt
31,-25,- 21,- 13,- B
19,-15,-12,- 9,-
Premiere Musical,
Silvestervorstellung
41,-35,-30,-24,- B
keine Ermäßigung möglich
Oper, Operette
ermäßigt
Kleines Haus,
Studio im Herzogskasten
41,-34,-28,- 19,- C
23,-18,-15,-12,-
Schauspiel
Preise S, freie Platzwahl
11,50 / 7,50 (ermäßigt)
Musiktheater
Preise M, freie Platzwahl
13,50 / 9,- (ermäßigt)
Freilichtbühne
im Turm Baur
Preisgruppe
Freilichtaufführung ­ermäßigt
Werkstatt / Junges Theater
Preise J, freie Platzwahl
7,- / 5,- (ermäßigt)
Kinder- und Jugendtheater
Großes Haus
Preisgruppe
keine Ermäßigung möglich
I II III IVPreise
26,-23,- 21,- 16,- F
19,- 16,- 14,- 11,-
I II III IVPreise
12,-10,- 9,- 7,- K
Bei Vorstellungen am Fr / Sa / So und ­Feiertagen erhöht sich der ­Eintritts­preis um
1,- Euro (außer K­ inder- und Jugendtheater).