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PRESSE MITTEILUNG
AOK – Die Gesundheitskasse
Schwarzwald-Baar-Heuberg
Bezirksdirektion der AOK Baden-Württemberg
AOK: Fast ein Drittel pro Jahr nimmt Antibiotika –
Resistenzen können vermieden werden
Schwarzwald-Baar-Heuberg, 19. August 2016 – Die weltweite Zunahme von
Antibiotika-Resistenzen gehört nach Einschätzung der WHO zu den größten
Gefahren für die menschliche Gesundheit. Es gibt immer mehr Bakterien,
gegen die Antibiotika nicht mehr wirksam sind – sogenannte multiresistente
Keime.
Schwarzwald-Baar-Heuberg, den 19.08.2016. . Mit verantwortlich dafür kann ein
ungezielter Einsatz von Antibiotika sein. Laut AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg wurden
in der Region 2015 rund jedem Dritten ein Antibiotikum verschrieben: im Landkreis
Rottweil 33 Prozent, im Schwarzwald-Baar-Kreis 32 Prozent und im Landkreis Tuttlingen
31 Prozent der Versicherten. In der gesamten Region ist die Verschreibungsquote bis
2013 gestiegen und seit diesem Höchststand von über 34 Prozent immerhin wieder
leicht gesunken.
„Viele Menschen meinen, dass Antibiotika gegen Erkältungskrankheiten wirken“,
erklärt Markus Common, Hausarzt in Hüfingen und Bezirksvorsitzender Südbaden des
Hausärzteverbands. „Dabei sind die Ursache meistens Viren und gegen die sind
Antibiotika völlig wirkungslos.“ Die Ärzte müssen hier bei den Patienten
Aufklärungsarbeit leisten. Dies treffe auch bei Erkrankungen zu, die von Bakterien
verursacht werden, wie Mittelohrentzündungen oder Blasenentzündungen. „Nicht
immer muss hier ein Antibiotikum eingesetzt werden, da die Immunabwehr die
Entzündung erfolgreich bekämpft. In diesen Fällen reicht es aus, die Symptome wie
zum Beispiel Schmerzen zu lindern.“
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Die AOK Baden-Württemberg versichert über
4,2 Millionen Menschen im Land und verfügt über
ein Haushaltsvolumen von insgesamt 16,6 Milliarden Euro.
Informationen zur AOK Baden-Württemberg unter:
www.aok-bw.de
AOK Baden-Württemberg
Bezirksdirektion
Schwarzwald-Baar-Heuberg
Pressestelle
Schwenninger Straße 1/2
78048 Villingen-Schwenningen
Telefon 07721 805-205
Telefax 07721 805-91-205
E-Mail [email protected]
www.aok-bw-presse.de/schwarzwald-baar-heuberg
PRESSE MITTEILUNG
AOK – Die Gesundheitskasse
Schwarzwald-Baar-Heuberg
Bezirksdirektion der AOK Baden-Württemberg
Auch die Patienten können mithelfen, die Ausbildung von Antibiotikaresistenzen zu
verringern, so der Hausarzt: „Ganz wichtig ist es, die Medikamente wirklich so lange
einzunehmen, wie der Arzt es empfohlen hat. Die Literatur sagt aber auch, dass ein
Antibiotikum spätestens drei Tage nach Fieberfreiheit abgesetzt werden muss, denn
auch dies ist ein erheblicher Faktor zur Förderung von Resistenzen. Diese erhöhte
Resistenz wird an die nachfolgenden Bakteriengenerationen vererbt. Schließlich bleibt
das Medikament gegen den so entstandenen Bakterientyp wirkungslos. Ein weiteres
gravierendes Problem zur Förderung der Antibiotikaresistenzen beim Menschen ist
jedoch die Antibiotikagabe in der Massentierzucht. Hier kann jeder Einzelne, als
Verbraucher, einen Beitrag dazu leisten die Resistenzen zu minimieren“, so Common.
Auch sogenannte Breitbandantibiotika, die gleichzeitig viele verschiedene Keime
bekämpfen, können laut AOK die Entstehung resistenter Keime fördern. Der Arzt ist
daher gefordert, aus der Vielfalt der Antibiotika ganz bewusst und kritisch das auf die
jeweilige Infektion abgestimmte auszuwählen. Ärzte, die an der Hausarztzentrierten
Versorgung von Hausärzteverband und der AOK Baden-Württemberg teilnehmen,
bilden sich im Rahmen der Qualitätssicherung zu diesem Thema gezielt fort.
Zur Einordnung: Die AOK Baden-Württemberg hat 2015 21,2 Millionen Tagesdosen bei
ihren 4 Millionen Versicherten gezählt. Frauen erhalten etwas häufiger (35 Prozent) als
Männer (28 Prozent) Antibiotika.
Die AOK Baden-Württemberg versichert mehr als 4
Millionen Menschen im Land und zahlt mehr als 14
Milliarden Euro pro Jahr an Leistungen in der Krankenund Pflegeversicherung.
Informationen zur AOK Baden-Württemberg unter:
www.aok-bw.de
www.aok-bw.de/sbh
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Die AOK Baden-Württemberg versichert über
4,2 Millionen Menschen im Land und verfügt über
ein Haushaltsvolumen von insgesamt 16,6 Milliarden Euro.
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Schwarzwald-Baar-Heuberg
Pressestelle
Schwenninger Straße 1/2
78048 Villingen-Schwenningen
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Telefax 07721 805-91-205
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