Pressemitteilung
Spielzeit 2015/2016 der Staatsoper Hamburg, des Hamburg
Ballett John Neumeier und des Philharmonischen Staatsorchesters
Hamburg
Hamburg, 30. April 2015 – Georges Delnon, design. Intendant der Staatsoper
Hamburg, John Neumeier, Ballettintendant und Chefchoreograf des Hamburg
Ballett, Kent Nagano, design. Hamburgischer Generalmusikdirektor und
Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters sowie Detlef Meierjohann,
Geschäftsführender Direktor, stellten in heutiger Pressekonferenz die Spielzeit
und Konzertsaison 2015/2016 vor. Die neue Leitungsformation hat sich im
Bewusstsein der bedeutenden Tradition der drei Institutionen das Ziel gesetzt,
im Spannungsfeld zwischen sorgsamer Pflege eines breiten Repertoires und
markanter Leidenschaft für das Neue ein eigenes und erkennbares Profil zu
entwickeln.
Die Staatsoper Hamburg eröffnet die Saison mit Berlioz‘ Oper „Les Troyens“. Michael
Thalheimer wird zum ersten Mal an der Staatsoper inszenieren. Am Pult gibt Kent Nagano
seinen Einstand. Parallel sind in der neu akzentuierten opera stabile Christoph Marthalers
„Isoldes Abendbrot“ mit der Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter und die Uraufführung
„Weine nicht, singe“ von Michael Wertmüller in der Regie von Jette Steckel zu sehen.
Liebe und die Erfahrung menschlicher Agonie bestimmen die beiden Premieren des
Hamburg Ballett in der Saison 2015/2016. John Neumeier choreografiert die Geschichte
der italienischen Schauspielerin Eleonora Duse und bringt, unter der musikalischen
Leitung von Kent Nagano, Messiaens Symphonie „Turangalîla“ auf die Bühne. Unter den
zahlreichen Repertoirewerken sind unter anderem „A Cinderella Story“ und die
„Matthäus-Passion“ in Bachs ergreifender Musik zu sehen.
Mit einer Hommage an große Hamburger Komponisten starten der neue Hamburgische
Generalmusikdirektor Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester in ihre
erste gemeinsame Spielzeit. Die 188. Philharmonische Konzertsaison prägen Klassiker
wie Bach, Beethoven, Brahms, Berlioz oder Mahler sowie Kompositionen zeitgenössischer
Künstler wie Unsuk Chin, Toshio Hosokawa oder Peter Ruzicka. Kent Nagano dirigiert
sieben Konzertprogramme, zu den Gastdirigenten zählen u.a. Philippe Herreweghe und
Lothar Zagrosek.
Der Aboverkauf beginnt ab sofort. Karten für Veranstaltungen von September bis
Oktober 2015 können ab dem 18. Mai und für alle übrigen Veranstaltungen ab dem 31.
August (für Abonnenten ab dem 27. August) erworben werden. Ausgenommen ist der
Vorverkauf für die Ballett-Werkstätten und die Nijinsky-Gala. Details hierzu entnehmen
Sie bitte den Saisonbroschüren.
Einen Einblick in die Saisonbroschüren der drei Institutionen erhalten Sie ab sofort im
Web: www.staatsoper-hamburg.de, www.hamburgballett.de, www.philharmonikerhamburg.de
Die Spielzeit der Staatsoper Hamburg 2015/2016 im Überblick:
Den Auftakt der Opern-Saison 2015/2016 markiert ein Eröffnungsreigen mit zahlreichen
Veranstaltungen. Um die Eröffnungspremiere „Les Troyens“ von Hector Berlioz im
Großen Haus am 19. September 2015 möglichst für alle Hamburger zugänglich zu
machen, wird „Les Troyens“, in Zusammenarbeit mit Filmfest Hamburg, dem City
Management Hamburg und dem „Verein lebendiger Jungfernstieg“, zeitversetzt auf einer
Kino-Leinwand am Jungfernstieg übertragen.
Die zweite Opern-Neuproduktion wird Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Le Nozze di
Figaro“ sein, die am 15. November 2015 in der Regie des norwegischen Opernregisseurs
Stefan Herheim und unter der musikalischen Leitung des italienischen Dirigenten Ottavio
Dantone Premiere hat.
Im neuen Jahr zeigt die Staatsoper Hamburg am 24. Januar 2016 die Uraufführung der
Oper „Stilles Meer“ von Toshio Hosokawa, die sich mit der privaten Katastrophe einer
Familie in Fukushima in der Folge des Reaktorunfalls beschäftigt. Für Libretto und Regie
verantwortlich ist der japanische Regisseur Oriza Hirata. Kent Nagano steht am Pult des
Philharmonischen Staatsorchesters.
In der opera stabile wird am 19. Februar 2016 die Produktion „Minibar“ der
Stipendiaten der Akademie Musiktheater heute mit Sängern des Ensembles und des
Internationalen Opernstudios zur Premiere gebracht.
Als weitere Premiere im Großen Haus folgt am 6. März 2016 Gioachino Rossinis
Freiheitsoper „Guillaume Tell“ in der Regie des jungen Schweizer Regisseurs Roger
Vontobel und unter der musikalischen Leitung des Altmeisters Gabriele Ferro.
Zum Saisonabschluss bringt die Staatsoper Hamburg am 5. Juni 2016 Richard Strauss‘
„Daphne“ auf die Bühne. Die Produktion, die bereits am Theater Basel erfolgreich
gezeigt wurde, inszeniert Christof Loy, die musikalische Leitung wird Michael Boder
übernehmen.
Ein großes Sonderprojekt im Jahr 2016 ist „La Passione“ nach Johann Sebastian Bachs
Matthäus-Passion mit dem italienischen Regisseur Romeo Castellucci und unter der
musikalischen Leitung von Kent Nagano in den Deichtorhallen. Diese Produktion, die am
21. April 2016 Premiere hat, entsteht in Zusammenarbeit mit den Elbphilharmonie
Konzerten und wird gleichzeitig die Eröffnung des Musikfests 2016 sein.
Neben der Pflege des reichen Repertoireschatzes der Staatsoper Hamburg werden zwei
großartige Werke zur Wiederaufnahme kommen: zum einen Peter Konwitschnys
Inszenierung des Verdi-Klassikers „Don Carlos“ und zum anderen Richard Wagners
„Tristan und Isolde“ in der legendären Inszenierung von Ruth Berghaus und unter der
Leitung von Kent Nagano.
Zum Abschluss der Opern-Saison 2015/2016 präsentieren sich die Sängerinnen und
Sänger des Internationalen Opernstudios mit ihrer Abschlussproduktion „Orpheus“ von
Georg Philipp Telemann in der opera stabile.
Die Spielzeit des Hamburg Ballett John Neumeier 2015/2016 im Überblick:
Die Saison 2015/2016 ist beim Hamburg Ballett geprägt durch zwei neue Kreationen
des Ballettintendanten und Chefchoreografen John Neumeier: Zur Uraufführung kommt
am 6. Dezember 2015 mit „Duse“ seine Hommage an die legendäre italienische
Schauspielerin Eleonora Duse. Zur Musik von Benjamin Britten und Arvo Pärt zeichnet
Neumeier neben der Choreografie auch für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich. Es
gastiert Alessandra Ferri in der Titelrolle. Am 3. Juli 2016 präsentiert John Neumeier mit
„Turangalîla“ seine getanzte Version von Olivier Messiaens wegweisender Symphonie.
Am Dirigenten-Pult steht Kent Nagano. Der Designer Albert Kriemler von Akris entwirft
die Kostüme, das Bühnenbild gestaltet Heinrich Tröger.
Die Uraufführung von „Turangalîla“ eröffnet gleichzeitig die 42. Ausgabe der Hamburger
Ballett-Tage. Das zweiwöchige Festival, das am 17. Juli 2016 mit der international
besetzten „Nijinsky-Gala XLII“ seinen Abschluss findet, präsentiert einen Querschnitt
durch das reichhaltige Œuvre von John Neumeier. Darunter sind in diesem Jahr beliebte
Literaturballette wie „Peer Gynt“ und „Othello“, seine Fassung des romantischen
Klassikers „Giselle“ und mit der „Winterreise“ auch eines seiner vornehmlich musikalisch
inspirierten Werke. Natürlich wird John Neumeier auch in diesem Jahr eine renommierte
Gastcompagnie (12./13. Juli 2016) begrüßen.
Am 20. September 2015 steht für das gemeinsame Eröffnungs-Wochenende mit der
Staatsoper Hamburg die Wiederaufnahme von John Neumeiers 1992 uraufgeführtem
Ballett „A Cinderella Story“ auf dem Programm. Zur Musik von Sergej Prokofjew und in
der Ausstattung von Jürgen Rose erzählt das Ballett eine Geschichte über Selbstfindung
und Erwachsenwerden in Anlehnung an das Grimmsche Märchen, die zuletzt 2008 in
Hamburg zu erleben war. Als zweite Wiederaufnahme der Spielzeit kehrt am 24. April
2016 die „Matthäus-Passion“ zurück auf die Bühne der Staatsoper. John Neumeiers
1981 uraufgeführtes Ballett zu Johann Sebastian Bachs Musik wurde zuletzt 2013 in der
Hauptkirche St. Michaelis aufgeführt. Zurückgeholt in den theatralen Raum, wird der
Tanz auch ohne die Bindung an den sakralen Ort zum Mittler geistig-geistlichen
Geschehens.
Vier Mal in der Spielzeit finden die beliebten Ballett-Werkstätten statt. In den MatineeVorstellungen erläutert John Neumeier die tanzhistorischen Hintergründe zu seinen
Balletten und gibt Einblicke in deren Entstehungsprozesse.
Die Ballettschule des Hamburg Ballett präsentiert am 14. Juni und am 4. Juli 2016 mit
„Erste Schritte“ wie jedes zweite Jahr eine Aufführung, bei der alle Klassenstufen in
abwechslungsreichen Choreografien auf der Bühne der Staatsoper zu erleben sind. Vom
29. Februar bis zum 6. März 2016 zeigen die Absolventen der Abschlussklassen erneut
ihre eigenen Choreografien bei der „Werkstatt der Kreativität VII“ im Ernst Deutsch
Theater.
Im Frühjahr werden auch die „Jungen Choreografen“ des Hamburg Ballett mit eigenen
choreografischen Arbeiten in der opera stabile zu erleben sein und an den Erfolg der
letzten Serie der 1974 gegründeten Reihe anknüpfen.
Die Spielzeit 2015/2016 führt das Hamburg Ballett darüber hinaus auch auf Tourneen
ins In- und Ausland. Mit insgesamt 9 verschiedenen Balletten, einer Ballett-Werkstatt
und einem Gala-Programm steht die Compagnie auf den Bühnen des Festspielhauses
Baden-Baden, des Moskauer Bolschoi-Theaters, des Harris Theater for Music and Dance
in Chicago, des Bunka Kaikan in Tokio und des Theaters an der Wien.
Die Konzertsaison des Philharmonischen Staatsorchesters 2015/2016 im
Überblick:
Mit einer Hommage an große Hamburger Komponisten starten der neue Hamburgische
Generalmusikdirektor Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester am
27./28. September 2015 in ihre erste gemeinsame Spielzeit. Programmatische
Schwerpunkte im weiteren Verlauf der Saison bilden Werke etwa von Bach, Beethoven,
Mahler oder Berlioz. Klassisches Repertoire dieser und anderer Meister wird dabei
kontrastiert mit Musik zeitgenössischer Künstler wie Unsuk Chin, Toshio Hosokawa oder
Peter Ruzicka.
Bereits vor Eröffnung der Saison präsentieren sich Kent Nagano und ein Kammerorchester der Philharmoniker am 13./14. September 2015 mit zwei Akademiekonzerten in
der Hauptkirche St. Michaelis. Neben den Brandenburgischen Konzerten von J.S. Bach
stehen Kammerorchester-Werke von Schönberg und Brahms auf dem Programm sowie
Mozarts G-Dur-Klavierkonzert mit Menahem Pressler als Solisten.
Einen Höhepunkt im Mai 2016 bilden zwei Aufführungen des Brahms-Requiems in der
Hauptkirche St. Michaelis im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg. Kent
Nagano stellt dem Oratorium barocke Canzones von Giovanni Gabrieli und mit „Répons“
ein zentrales Werk des diesjährigen Hamburger Bach-Preisträgers Pierre Boulez
gegenüber.
Die philharmonische Tradition der Silvesterkonzertmatinee führt Kent Nagano mit
einem festlichen Programm fort, das mit Musik von Mozart bis B.A. Zimmermann zum
Nachdenken anregen und an die Kraft der Musik im Dienste für Frieden und Freiheit
appellieren möchte.
Die Kammermusikreihe des Philharmonischen Staatsorchesters bietet abwechslungsreiche Konzerte etwa mit Bernsteins „West Side Story“ im Arrangement für 2 Klaviere
und Schlagzeug, einem Programm rund um das Thema Kreutzer-Sonate oder
Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ in der Fassung für Holzbläser-Quintett. Auch ein
Familien-Kammerkonzert mit einer Geschichte von Kinderbuchautor Janosch ist im Herbst
2015 zu erleben.
Ein neues Projekt, das sowohl Kammermusik als auch ein Symphoniekonzert mit Kent
Nagano beinhaltet, ist die interdisziplinäre Reihe „Musik und Wissenschaft“, die im
Februar 2016 startet. In Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft werden an vier
Terminen Vorträge und Konzerte kombiniert und dabei wissenschaftliche Fragestellungen
behandelt.
Zu den Gästen zählen 2015/2016 u.a. Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Lothar
Zagrosek, Markus Stenz, Paolo Carignani oder Michael Sanderling und Solisten wie
Nikolai Lugansky, Piotr Anderszewski, Rudolf Buchbinder, Andreas Staier, Carolin
Widmann, Baiba Skride, Vilde Frang, Nils Mönkemeyer, Alban Gerhardt, Marie-Elisabeth
Hecker, Dorothea Röschmann, Genia Kühmeier, Dietrich Henschel u.a.
Neben dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg sind 2015/2016 Ensembles
beteiligt wie das Experimentalstudio des SWR Freiburg, der Chor der Hamburgischen
Staatsoper, der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor und der Chor St. Michaelis.
Pressekontakt und weitere Informationen:
Dr. Michael Bellgardt, design. Pressesprecher Staatsoper Hamburg, michael.bellgardt@staatsoper-hamburg.de
Daniela Rothensee, Presse und Kommunikation Hamburg Ballett, daniela.rothensee@hamburgballett.de
Hannes Rathjen, Presse und Marketing Philharmoniker Hamburg, hannes.rathjen@philharmoniker-hamburg.de
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Spielzeit 2015/2016 der Staatsoper Hamburg, des Hamburg Ballett