08.10.2015 Der Blick hinter die Fassaden Denkmalgerechte

Werbung
Medieninformation
Zur Veröffentlichung freigegeben
Der Blick hinter die Fassaden
Denkmalgerechte Fassadensanierung der IHK Osnabrück-EmslandGrafschaft Bentheim
Insbesondere bei repräsentativen Bauten kam Naturstein in der Vergangenheit vermehrt zum Einsatz. Der Erhalt dieser Gebäude rückt
heute verstärkt in den Fokus und damit auch die Fragestellung nach
Erhalt oder Erneuerung der Fassade.
Auch bei der Sanierung der Natursteinfassade des unter Denkmalschutz stehenden Büro- und Verwaltungsgebäudes der Industrie- und
Handelskammer (IHK) mit Sitz in Osnabrück galt es, zwischen Erhalt
und Erneuerung abzuwägen und die Sanierungsmaßnahmen zur energetischen Ertüchtigung des Gebäudes mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Einklang zu bringen.
Der Blick hinter die Fassaden
Denkmalgerechte Fassadensanierung der IHK Osnabrück-EmslandGrafschaft Bentheim
Das viergeschossige Gebäude wurde 1954 am Rande der Altstadt zwischen dem Osnabrücker Schloss und der historischen Katharinenkirche nach dem Entwurf des Architekten Werner Zobel aus Bad
Bentheim erbaut. Die für das Gebäude charakteristische Natursteinfassade war bis zum Jahr 2012 erhalten geblieben, allerdings hatten
Umwelteinflüsse sie im Laufe der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass einzelne Bereiche abzustürzen drohten. Ein Großteil der
Fassadenplatten war außerdem stark beschädigt und nicht mehr erhaltenswert. Der Umstand, dass diese seinerzeit lediglich angemörtelt
wurden – eine Konstruktionsweise, die heute nicht mehr dem bautechnischen Standard entspricht – bekräftigte die Entscheidung, die
Natursteinfassade vollständig zurückzubauen und in Abstimmung mit
dem Landesamt für Denkmalpflege in Anlehnung an den Originalzustand von 1954 wiederherzustellen.
Um auch dem Wunsch des Bauherrn nach niedrigeren Energiekosten
nachzukommen, war es allerdings notwendig, das Gebäude in seiner
Dimension zu verändern, um hinter der neuen vorgehängten, hinterlüfteten Fassade Dämmung unterzubringen. Die Forderung des Landesamts für Denkmalpflege und das Ziel der Sanierung lautete jedoch, das
Gebäude in seiner Erscheinung nicht zu sehr zu verändern. Durch eine
bauphysikalische Untersuchung wurde eine optimale Dämmstoffdicke
von 10 cm ermittelt. Mit ihr konnten Veränderungen im Bereich der
Energiekosten erzielt werden und gleichzeitig musste das Gebäude
nicht zu stark nach außen „wachsen“, so dass u. a. der ursprüngliche
Dachüberstand erhalten blieb.
Eine Schwierigkeit stellten die charakteristischen Gebäudeeinschnitte
dar. Um diese nicht weiter zu verengen, musste hier mit geringen
Dämmstoffstärken gearbeitet werden. Ein weiterer Aspekt der energetischen Sanierung war der Austausch nachträglich eingebauter Fenster, die ebenfalls nicht mehr dem ursprünglichen Erscheinungsbild
entsprachen. Neue Fenster mit sehr dünnen, anthrazitfarbenen Profilen wurden in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege ausgewählt und eingebaut. Hierfür mussten im Innenraum die
Laibungen und die in den Fensterbereich laufenden Abhangdecken
angepasst werden. Der Austausch bodentiefer Fenster des Verwal-
tungsgebäudes erforderte außerdem eine Angleichung des Bodens.
Die Rippenkonstruktion zwischen den Fenstern wurde in Anlehnung an
das ursprüngliche Erscheinungsbild mit einer gedämmten Blechkantung verblendet. Der Luftraum zwischen Wärmedämmung und neuer
Natursteinfassade, die über ein dorngelagertes System an das Bestandsmauerwerk angebracht wurde, konnte genutzt werden, um einen neuen elektrischen Sonnenschutz zu montieren. In nicht heruntergefahrenem Zustand verschwindet dieser in der Fassade und stellt
keine Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes dar. Brandschutztechnische Untersuchungen im Innenraum ergaben, dass auch der Brandschutz anzupassen war. So wurde u. a. die Treppenhaus-Verglasung
durch ein an den Bestand angelehntes F90-Fenster ausgetauscht und
wurden die Brandmelde anlagen ergänzt.
Osnabrück, den 02. September 2015
Bildrechte
Im Zusammenhang mit der redaktionellen Veröffentlichung über den
Kunden pbr Planungsbüro Rohling AG ist der Abdruck bzw. die Veröffentlichung des Fotomaterials unter Nennung des Urhebers Christa
Henke aus Osnabrück honorarfrei sofern es zwischen Urheber und
Verlag keine andere Vereinbarung gibt.
Im Zusammenhang mit der redaktionellen Veröffentlichung über den
Kunden pbr Planungsbüro Rohling AG ist die Veröffentlichung des
Textmaterials kostenlos solange der Urheber, die pbr Planungsbüro
Rohling AG genannt wird.
Fakten
Planungsbeginn
08/2012
Baubeginn
03/2013
Fertigstellung
08/2014
Flächen und Rauminhalte
BGF
4740 m²
BRI
15.588 m³
Fassadenfläche 3.298 m²
Bauherr
Industrie- und Handelskammer Osnabrück/Emsland/Grafschaft
Bentheim
Leistungen pbr AG
Architektur
Informationen erteilen
pbr Planungsbüro Rohling AG
Architekten Ingenieure
Dipl.-Ing. Architektin Christine Westmeyer
Albert-Einstein-Straße 2
49076 Osnabrück
Telefon 0541 9412-167
E-Mail [email protected]
Internet www.pbr.de
Kuhl|Frenzel GmbH & Co. KG
Agentur für Kommunikation
Frauke Stroman
Martinistraße 50
49078 Osnabrück
Telefon 0541 40895-25
Telefax 0541 40895-29
E-Mail [email protected]
Internet www.kuhlfrenzel.de
Profil
pbr Planungsbüro Rohling AG
Die pbr Planungsbüro Rohling AG, die als Architektur- und Ingenieurbüro mit über 450 Mitarbeitern alle wesentlichen Bauplandienstleistungen erbringt, ist an zehn Standorten bundesweit niedergelassen.
Schwerpunkte hat das Büro u.a. in der Planung von Gebäuden für Lehre, Forschung, Industrie und Freizeit. Zu den von der pbr AG betreuten
Projekten in Bereich Büro und Verwaltung gehören u.a. der HolzNeubau der Stadtwerke Lübeck im Passivhausstandard, die Sanierung
und Erweiterung des Wasser- und Schifffahrtsamts in Kiel-Holtenau
sowie der Neubau des Staatsarchivs in Stade.
Herunterladen