9. November 2010
Psychotherapie bei chronischen
Depressionen
Frank Padberg
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ludwig-Maximilians-Universität München
Die Kunst des Arztes ist es,
den Patienten solange zu
amüsieren, bis die Natur
ihn heilt.
Voltaire
1694 - 1778
Sokrates und die Psychotherapie
„Denn alles entspränge aus der Seele, das
Böse und das Gute dem Leibe und dem
ganzen Menschen…. Jenes also müsse
man zuerst und am sorgfältigsten
behandeln…
Die Seele aber… werde behandelt durch
gewisse Besprechungen…
Denn durch solche Reden entstehe in der
Seele Besonnenheit, und wenn diese
entstanden und da wäre, würde es leicht,
Gesundheit auch dem Kopf und dem
übrigen Körper zu verschaffen.“
Sokrates in Charmides (Platon 428-348 v. Chr.)
Differentialtherapie der wichtigsten
psychischen Erkrankungen
org. Psychosyndrome
Psychosen
Depressionen
Persönlichkeitsstörungen
ADHD bei Erw.
Angsterkrankungen
Zwangserkrankungen
PTBS
Suchterkrankungen
Pharmakotherapie
Sozialtherapie
+++
+++
++
(+)
+
+
+
+
+
++/+++
++/+++
+/++
+
+
+/++
++/+++
Psychotherapie
+
+
++
++
++
+++
+++
+++
+++
Therapie der chronischen Depression
Kombinationstherapie mit
individuellen Schwerpunkten
Pharmakotherapie
Psychotherapie
Soziotherapie
Psychotherapie
¾ Richtlinienpsychotherapie (von Krankenkasse erstattet):
Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie,
Psychoanalyse
¾ Systemische Therapie konnte ihre Effizienz wissenschaftlich
nachweisen und wird voraussichtlich zukünftig ebenfalls zu den
Richtlinienverfahren gehören
¾ Für alle anderen Psychotherapieverfahren liegt derzeit noch nicht
ausreichend „Evidenz“ der Wirksamkeit vor
¾ Viele Verfahren werden dennoch inoffiziell „über Kasse“ praktiziert,
z.B. weil Behandler formal zwar richtlinientherapie durchführt,
praktisch jedoch andere Verfahren integriert (z.B. Hypnotherapie)
Psychotherapiemythos I
Verhaltenstherapie = „Konditionierung“
ƒ Thorndike: Lernen ist die Bildung von Assoziationen zwischen
Situationen (S) und Reaktionen (R) durch einen Organismus
ƒWichtige Gesichtspunkte der Assoziationen sind:
ƒsie folgen dem Gesetz des Effekts
ƒzusammengehörige Verbindungen werden leichter erlernt
ƒdie Bildung von Assoziationen führt zu Erwartungen über
Effekte von Reaktionen
ƒ Pawlow: Klassisches Konditionieren
ƒCS
(Lichtblitz)
CR
(Speichelfluss)
ƒUCS
(Futter)
UCR
(Speichelfluss)
Psychotherapiemythos II
Psychoanalyse = „Auf der Couch liegen“
Psychotherapieformen und ihre Wurzeln
• Verhaltenstherapie, kognitive VT (Lerntheorie)
• Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte
Psychotherapie (Psychodynamik)
• Systemische Therapie (G. Bateson, Double Bind
Theorie u.a.)
• Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie
(humanistische Therapieformen)
• Suggestive und autosuggestive Verfahren: Hypnose,
autogenes Training u.a.
• Körperorientierte Verfahren: Konzentrative
Bewegungstherapie, Bioenergetik
Verhaltenstherapie (VT)
„Charakteristisch für die Verhaltenstherapie ist mehr ihr prinzipieller
methodischer Standpunkt als der Rückgriff auf spezielle theoretische
Konzepte oder Techniken. Ihre Basis ist heute die gesamte experimentelle/
empirische Psychologie mit ihren Nachbardisziplinen.“ (DGVT, 1986)
•
•
•
•
•
Transparent
Bewältigungsorientiert
Zielorientiert
Zeitlich begrenzt
Orientiert an empirischen Befunden
Definition Verstärker
„Unter einem Verstärker versteht man einen verhaltenskontingenten
Stimulus, der die zukünftige Auftrittswahrscheinlichkeit der ihm
vorausgehenden Reaktionsklasse erhöht.“
(Reinecker, 1986)
Was ist psychodynamische
Psychotherapie?
Psychotherapieverfahren, die sich an den
Erkenntnissen und Prinzipien der Psychoanalyse
orientieren:
– Psychoanalytisches Standardverfahren
– Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
• Einzeltherapie im Sitzen, 50 Minuten, 1-2x/Woche
• Gruppentherapie
• Stationäre Psychotherapie
• Verschiedene alters- und symptomspezifische
Verfahren
Grundelemente der
Psychoanalyse
•
•
•
•
Das Unbewusste
Theorien von der Struktur der Psyche
Übertragung und Gegenübertragung
Die psychotherapeutische Haltung
Haupt- und Nebenkriterien nach ICD-10
Suizidgedanken /
Suizidale
Handlungen
Negative und
pessimistische
Zukunftsperspektiven
Gefühl von
Schuld und
Wertlosigkeit
Verlust von
Interesse u.
Freude
Depressive
Stimmung
Verminderter
Antrieb
Schlafstörungen
Vermindertes
Selbstwertgefühl
und Selbstvertrauen
Appetitminderung
Verminderte
Konzentration und
Aufmerksamkeit
Die depressive Episode
Einsetzen der
Medikation
Remission
Rückfall
Wiedererkrankung
Krankheit
Gesundheit
Remission
Ansprechen
unbehandelt
4-8 Wochen
Akuttherapie
4-6 Monate
Erhaltungstherapie
Monate – Jahre
Langzeittherapie
Depression im Verlauf des Lebens: Die
“Life chart” (nach Post 1992)
Episodische und chronische Depressionen
Chronische Depression
early onset (vor dem 21. Lj) mit
early life stress (ca. 80%)
Episodische
Depression
20-30%
70-80%
Chronische Depression
Late onset
Besonderheiten bei chronischen
Depressionen
• Nur 10 % Spontanremission
• Hohe Komorbidität
• Psychosoziale und berufliche Beeinträchtigung ×
• Suizidversuche ×
• Stationäre Aufenthalte ×
• 70 % Beginn vor dem 21 LJ. („Early onset“)
• Ungünstiger als „late onset“
• 60 % frühes Trauma bzw. ausgeprägte Belastungen
„chronische“ Depression oder nicht
richtig behandelt?
Mögliche „Fehler“ bei der Behandlung:
Medikamente:
- zu kurz behandelt
- zu niedrig dosiert
- nicht gewechselt
Psychotherapie:
- aufrechterhaltende Bedingungen übersehen
- zu kurz behandelt
Vorurteile und Ängste bezüglich Antidepressiva
Bei einer repräsentativen Befragung von 1426 Personen glaubten
69%
80%
Zudem:
dass Antidepressiva die Persönlichkeit verändern
dass Antidepressiva abhängig machen
Obwohl Antidepressiva in den meisten Fällen gut
verträglich sind, glauben 71% der Befragten, sie hätten
starke Nebenwirkungen!!
Chronische Depression: Verlaufsformen
• Dauer länger als
2 Jahre
• 15-25% > 2 J.
• 10-15% > 5 J.
(Statistisches
Bundesamt, 1998;
Keller et al., 1984)
nach Keller et al. 1995
Begriffsklärung
Therapieresistenz
Chronisch
> 2 J. (ca. 30%)
Therapieresistent
auf 2 Antidepressiva
versch. Wirkklassen
(ca. 15-30%)
Non-Responder
< 25% Verbesserung
(ca. 28-46%)
• International nicht einheitlich
definiert (Berlim & Turecki,
2007), z.B. „Nichtansprechen
auf 2 Antidepressiva
verschiedener Wirkklassen in
adäquater Dosis und Dauer“
(Thase & Rush, 1990)
• Probleme: z.B. Was ist
„adäquat“?
Inadäquate Medikation in
Dosis und Dauer bei 66%
(Kocsis et al. 2008), trifft auch
für PT zu
• Patientenangaben nicht
zuverlässig und NonCompliance häufig (Van et al.
2008, Gopinath et al. 2008)
John Bowlby
• „Weil .... Emotionen gewöhnlich den Zustand der
gefühlsmäßigen Bindung einer Person widerspiegeln,
erweist sich die Psychologie und die Psychopathologie der
Emotionen großenteils als Psychologie und
Psychopathologie gefühlsmäßiger Bindungen“
Bowlby, J, Verlust, Frankfurt a. M. (1994), 59.
Entwicklung des Selbst
in Beziehungen und/oder individueller
Prozess?
Der Säugling, der sich selbst in der Mutter nicht
finden kann, findet statt dessen die Mutter
(Winnicott 1971 [1989])
Da das Selbst nur im Kontext des Anderen
existiert, geht man . . . davon aus, dass die
Selbstentwicklung gleichbedeutend ist mit
dem Sammeln von ‚Erfahrungen des Selbst-inBeziehungen’“ (Fonagy et al 2002)
Chronische Depression aus Sicht der
Bindungsforschung
Kind
Erwachsener
(Fremde Situation)
(z.B. Adult attachment Interview)
sicher gebundene:
sicher-autonom:
Trennung von der Mutter: Kinder zeigen ihren Stress
Wiedervereinigung mit der Mutter:
Aufsuchen von Nähe, sich beruhigen lassen
Erfahrung mit den Eltern: liebevoll
im Interview: offen, ausgewogen, kohärent,
wertschätzend, reflektierend
unsicher-vermeidend gebunden:
unsicher-distanziert:
Trennung von der Mutter: auf Verhaltensebene
zeigen die Kinder kaum Stress
Wiedervereinigung mit der Mutter: Vermeiden von
Nähe, ignorieren der Bindungsperson
Erfahrungen mit den Eltern: Zurückweisung,
wenig Liebe
im Interview: unvollständig, widersprüchlich,
Idealisierung bzw. Entwertung von Bindung
unsicher-ambivalent gebunden:
unsicher-verstrickt:
Trennung von der Mutter: Kinder zeigen starken
Stress (z.B. Weinen, Nachlaufen, Anklammern)
Wiedervereinigung mit der Mutter: Ambivalenz
zwischen Ärger und Anklammern
Erfahrungen mit den Eltern: Starke Konflikte mit
Bindungspersonen, emotionale Verwicklung
im Interview: inkonsistent, aktueller Ärger/Hass
desorganisiert/desorientiert:
unverarbeiteter Objektverlust:
Trennung von der Mutter: Kinder sind stark gestresst
Wiedervereinigung mit der Mutter: in Anwesenheit der
Mutter desorientiertes Verhalten:
„Einfrieren
1AinsworthAngst,
et al., 1978.
von Bewegungen“
2George et al., 1985; Main & Goldwyn, 1996.
Erfahrungen mit den Eltern: Misshandlung,
Missbrauch, Verlust durch Tod
im Interview: langes Schweigen, verwirrte Sprache,
z.T. Desorientierung
„Erstarren der Hände“
Early Life Stress und affektive Erkrankungen
Belastende Erfahrungen in der Kindheit gehen
einher mit…
… frühem Beginn und chronischem Verlauf von
Depressionen (Heim & Nemeroff, 2001; Klein, 2008,
Brown et al., 2008)
…dauerhaften Veränderungen des neurobiologischen
Stress-Response-Systems (Heim et al., 2004)
…multiplen anderen psycho- und physiopathologischen
Charakteristika (Agid et al., 2000; Heim & Nemeroff,
2001)
… höherer Komorbidität (Molnar et al., 2001)
Biologische Therapiemöglichkeiten
bei chronischer Depression
¾ Kombinationen/Hochdosisbehandlung
¾ Zugabe von Lithium
¾ Zugabe von Schilddrüsen-Hormonen
¾ Zugabe von atypischen Neuroleptika
¾ Elektrokrampftherapie (EKT)
noch in Entwicklung:
¾ Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
¾ Ketamin-Infusionen
Was sagt die S3-Versorgungsleitlinie
(November 2009) zu chronischen, unipolaren
Depressionen?
• Bei Dysthymie, Double Depression und chronischer Depression soll der
Patient darüber informiert werden, dass eine Kombinationstherapie mit
Psychotherapie und Antidepressiva gegenüber einer Monotherapie
wirksamer ist.
• Bei schweren und rezidivierenden sowie chronischen Depressionen,
Dysthymie und Double Depression sollte die Indikation zur
Kombinationsbehandlung aus Pharmakotherapie und geeigneter
Psychotherapie vorrangig vor einer alleinigen Psychotherapie oder
Pharmakotherapie geprüft werden. (B)
• Bei therapieresistenter Depression sollte den Patienten eine
angemessene Psychotherapie angeboten werden. (B)
*Empfehlungsgrad A, B, 0
Und dann habe ich es wieder nicht geschafft, meine
Und dann habe ich es wieder nicht geschafft, meine
Mutter anzurufen, um zu besprechen, dass ich
Mutter anzurufen, um zu besprechen, dass ich
Weihnachten gerne verreisen möchte. Wahrscheinlich
Weihnachten gerne verreisen möchte. Wahrscheinlich
wird es wieder so wie in den Jahren zuvor, dass ich nach
wird es wieder so wie in den Jahren zuvor, dass ich nach
Hause fahre, meiner Mutter bei der Vorbereitung helfe
Hause fahre, meiner Mutter bei der Vorbereitung helfe
und den Missmut meines Vaters aushalten muss.
und den Missmut meines Vaters aushalten muss.
Cognitive Behavioral Analysis
System of Psychotherapy (CBASP)
Methodischer Ansatz:
Verbindung von
kognitiven
(Seligman, Bandura,
Piaget),
behavioralen
(Skinner)
interpersonellen
(Kiesler) und
psychodynamischen
Theorien und
Techniken
James P. McCullough
Richmond, VA, USA
Vergleich eines Antidepressivums mit Psychotherapie
und einer Kombinationstherapie bei chronischer Depression
Response
nach 12 Wochen
30
N=681
CBASP
25
• 55% AD
• 52% CBASP
HAMD Score
p<.005
20
• 85% AD+CBASP
Nefazodon
15
Kombination
10
p< .001
5
0
0
1
2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Untersuchungszeitpunkt (Woche)
Keller et al. NEJM 2003
Therapiebeziehung bei CBASP:
Disciplined Personal Involvement
• hohe Distanz mit Unterwürfigkeit
des Pat.
• Erinnerungen an negative
emotionale Erfahrungen in der
frühen Entwicklungsgeschichte
• Dominanzfalle: komplementäre
Provokation nach Dominanz
Charakteristische Gefühle und Gedanken
•Pat.: Niemand wird mich je mögen.
•Pat.: Nichts, was ich anfange, wird je gelingen.
•Pat.: Mein Leben ist eine einzige Pleite.
•Pat.: Alle anderen sind besser als ich.
•Pat.: Die Welt ist so, wie ich sie sehe, und zwar,
weil ich weiß, dass das, was ich glaube, wahr ist.
Charakteristische Dialoge
•Therapeut: Es tut mir leid, dass ich zu spät komme.
Ich hatte heute früh eine Fahrradunfall.
•Pat.: Macht nichts ... (Stimme wird leiser)
•Therapeut: Ich war bis eben in der Klinik, da mein
kleiner Finger geröntgt werden musste. Er ist
gebrochen und muss operiert werden.
•Pat.: Kein Problem.
•Therapeut: Leider wird unsere nächste Stunde
deshalb ausfallen müssen.
•Pat.: Wissen Sie, ich hatte wirklich eine schlimme
Woche...
Wahrnehmungsdilema bei chronischer
Depression zu Behandlungsbeginn
(nach McCullough)
PATIENT
x UMWELT
Therapeut
Therapieziele bei CBASP
1) Denken in Konsequenzen des eigenen Verhaltens (konkretoperatives bzw. abstrakt formal-logisches Denken), d.h.
Veränderung der Denkprozesse, Unterschied zur KT
2) Vermittlung neuer interpersoneller Erfahrungen
3) Entwicklung authentischer Empathie
4) Anwendung interpersoneller Problemlöse- und
Bewältigungsstrategien im Alltag
5) Interpersoneller Heilungsprozess bzgl. früher Traumata
PATIENT
x UMWELT
THERAPEUT
Stationäres Therapiekonzept für Patienten mit
chronischer Depression
Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik (psychosomatik@med.uni-muenchen.de)
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU
Einzelpsychotherapie
Ärztliche Behandlung:
Pharmakotherapie u.a.
CBASPGruppe
Bezugspflege
Interaktionelle
Gestaltungstherapie
Stationsgruppe zu
Interaktion und
Achtsamkeit
Interaktionelle
Musiktherapie
Bewegungstherapie
Entspannungsverfahren
Skills-Gruppe
(nach DBT)
Sozialtherapie
Therapeutische Elemente bei CBASP
Arbeit an aktuellen interpersonellen
Problemen des Patienten
Prägungen
durch
“Significant
Others”
Traumatische
Erfahrungen
Situationsanalysen, Rollenspiele
Kiesler Kreis
Erhaltungstherapie
Interpersonelle Diskriminationsübung
Proaktive
Übertragungs
hypothese
Disciplined Personal
Involvement
Entwicklung von operationalem Denken und
Empathie in der therapeutischen Beziehung
Initialphase
20-30 Einzelsitzungen, ggf. länger
Liste prägender Beziehungen: Fallbeispiel Fr. M
•
Mutter war eine ängstliche, angepasste Frau, zu der ich keinen
Kontakt hatte. Sie hat stets aufgepasst, dass wir als Familie nicht
auffallen, so z.B. die Liebschaften meines Vaters verdeckt und meine
Augenkrankheit ignoriert. Als ich einmal weinend zu ihr kam mit der
Frage: „Mama, werde ich blind?“. hat sie nur geantwortet: „Das weiß
der Himmel, aber darüber reden bringt gar nichts.“ Wenn ich geweint
habe, ist sie aus dem Zimmer gegangen.“
• Stempel (causal conclusion): „Du mußt alles mit Dir alleine
ausmachen. Negative Emotionen dürfen nicht gezeigt werden.“
•
Vater hat mich zunächst vergöttert, dann völlig überraschend sich
komplett von mir abgewendet. Ich habe noch lange versucht, v.a.
durch Leistung seine Liebe und Aufmerksamkeit zurück zu
bekommen, was mir jedoch nie wirklich gelungen ist.
• Stempel: „Vertraue nicht der Liebe (von Männern).“
•
1. Freund Stempel: „Vertraue keinem Mann, auch wenn er Dir so nah
erscheint.“
•
2. Freund Stempel: „Ich kann meiner Wahrnehmung nicht trauen.“
Konstruktion einer interpersonellen
Übertragungshypothese
• Überlegung, welche(r) Bereich(e) relevant
für den Patienten sind
• Intimität/Nähe
• Umgang mit Misserfolgen
• Emotionale Bedürfnisse
• Ausdruck negativer Gefühle
• Konstruktion von 1-2
Übertragungshypothesen in Bezug auf
den Therapeuten
Interpersonelle Diskriminationsübung
ƒ
Proaktive Gegenüberstellung bei
problematischer Übertragungssituation (“hot
spot zone”)
•
“Wie war es für Sie, diese Rückmeldung zu
bekommen?”
•
“Wie hätte Ihre Mutter reagiert?”
•
„Wie habe ich reagiert?“
•
„Was für Unterschiede …. können Sie sehen?“
(Diskriminationstraining)
•
„Was bedeutet das für Sie, wenn ich anders
reagiere als…?“
DO! Kiesler Kreis Training
• Nicht zu verwechseln mit
Arbeit mit dem Kiesler Kreis
(nach D.J. Kiesler und J.P. McCullough)
Dominant
DistanziertDominant
FreundlichDominant
Freundlich
Distanziert
FreundlichUnterwürfig
DistanziertUnterwürfig
Unterwürfig
Erkennen des Beziehungsstil
(Wiederholung interpersoneller
Situationen) und Modifikation
DO! Kiesler Kreis Training
• Worum geht es im Kiesler Kreis Training?
– Ihren Beziehungsstil (und die daraus folgenden
Konsequenzen)
Beispiel: unterwürfiges-hilfloses Verhalten verleitet zu
dominanten Reaktionen (Beispiele aus der Gruppe)
– Ihren Stimuluscharakter = Wirkung auf andere
Menschen (Familie, Freunde, Kollegen, Therapeuten,
Pflegepersonal, Mitpatienten, etc.)
Î Was löse ich bei meinen
Mitmenschen aus?
Î Was lösen Mitmenschen in
mir aus?
DO! Kiesler Kreis Training
• Erkennen wollen wir dabei...
– die Reaktionen, die Sie bei anderen Menschen
„hervorrufen“
• emotional (Sympathie, Antipathie,
sich mögen, sich ablehnen)
• Kognitiv/gedanklich („Der ist aber ...“)
• verhaltensbezogen (Kontakt, Rückzug)
– Identifikation des Stimuluscharakters ermöglicht
Voraussage, wie andere Menschen auf Sie reagieren
Bsp. 1: freundlich beim Bäcker Brötchen kaufen –
freundliche Verkäuferin
Bsp. 2: genervt Brötchen verlangen – unfreundliche
Reaktion der Verkäuferin
DOMINANT
DISTANZIERTDOMINANT
DISTANZIERT
FREUNDLICHDOMINANT
Stimmt das ?
DISTANZIERTUNTERWÜRFIG
FREUNDLICH
FREUNDLICHUNTERWÜRFIG
UNTERWÜRFIG
DOMINANT
DISTANZIERTDOMINANT
FREUNDLICHDOMINANT
FREUNDLICH
DISTANZIERT
DISTANZIERTUNTERWÜRFIG
FREUNDLICHUNTERWÜRFIG
UNTERWÜRFIG
Interpersoneller Circumplex nach Kiesler II
Dominant
Dominantes, bestimmtes
Verhalten verleitet zur
Unterwürfigkeit
Unterwürfiges Verhalten
verleitet zur Dominanz
Unterwürfig
Der Kiesler Kreis
DOMINANT
FEINDSELIGDOMINANT
Offen
FREUNDLICH
FEINDSELIG
Distanz
FEINDSELIGUNTERWÜRFIG
FREUNDLICHDOMINANT
Nähe
Verschloss
en
UNTERWÜRFIG
FREUNDLICHUNTERWÜRFIG
IMI-Auswertung Pat x - Partner
DOM
FEI-DOM
FRE-DOM
FRE
FEI
FEI-UNT
FRE-UNT
UNT
Situationsanalyse als zentrales Element
zur Vermittlung von „Erfahrungen des
Selbst-in-Beziehungen“
Achtsamkeit/Selbstbeobachtung
Leitende Gedanken (Gefühle) wahrnehmen
„Ergebnisse“ (emotional/kognitiv) interpersoneller
Situationen wahrnehmen
Erwünschte „Ergebnisse“ entwickeln
Fokussieren auf „hilfreiche“ Gedanken
(Parole/Schlachtruf)
Kausaltheoretisches Denken üben
Übertragung auf neue Situationen und
Generalisierung
DO! Situationsanalyse
• Die zwei Phasen der Situationsanalyse
1. Explorationsphase
2. Lösungsphase
was
SituationsanalyseBeschreiben
I passiert Sie,
ist.
1) Explorationsphase
(aus Beobachterperspektive,
mit Anfangs- und Endpunkt)
Schritt 1: Situationsbeschreibung
Schritt 2: Interpretation der Situation
Schritt 3: Verhalten in der Situation
Schritt 4: Tatsächliches Ergebnis der Situation
Schritt 5: Erwünschtes Ergebnis der Situation
Schritt 6: Vergleich des tatsächlichen mit dem
gewünschten Ergebnis
Situationsanalyse: Pat. X
1) Explorationsphase
1. Situation (auf der Station, gestern Abend):
Ich ging in den Aufenthaltsraum, wo vier Mitpatienten saßen und Fernseh geschaut haben. Ich
habe mich schweigend dazu gesetzt, aber habe gleich bemerkt, dass ich den Krimi, der lief, nicht
ansehen wollte. Ich habe leise gesagt, dass ich eigentlich die Tagesschau sehen wollte, worauf
niemand reagiert hat. Nach wenigen Minuten bin ich aufgestanden und raus gegangen.
2. Interpretation:
- Mist, vier Mitpatienten sind schon da.
- Ich kann mich eh nicht gegen die durchsetzen.
- Tagesschau ist mir nicht so wichtig.
3. Verhalten:
Ich bin grußlos in den Raum geschlichen, hab Miptpatienten kaum angeschaut, sehr leise
gesprochen und dann geschwiegen. Stimuluscharakter: submissiv - feindselig.
4. Tatsächliches Ergebnis:
Ich bin raus gegangen, die anderen haben weiter den Krimi geschaut.
5. Erwünschtes Ergebnis:
Ich wollte Tagesschau gucken.
Situationsanalyse I
Was hat das für Sie
1) Explorationsphase
bedeutet?
Wie haben Sie die
Situation
gelesen?
Schritt
1: Situationsbeschreibung
Schritt 2: Interpretation der Situation
Schritt 3: Verhalten in der Situation
Schritt 4: Tatsächliches Ergebnis der Situation
Schritt 5: Erwünschtes Ergebnis der Situation
Schritt 6: Vergleich des tatsächlichen mit dem
gewünschten Ergebnis
Situationsanalyse: Pat. X
1) Explorationsphase
1. Situation (auf der Station, gestern Abend):
Ich ging in den Aufenthaltsraum, wo vier Mitpatienten saßen und Fernseh geschaut haben. Ich
habe mich schweigend dazu gesetzt, aber habe gleich bemerkt, dass ich den Krimi, der lief, nicht
gucken wollte. Ich habe leise gesagt, dass ich eigentlich die Tagesschau sehen wollte, worauf
niemand reagiert hat. Nach wenigen Minuten bin ich aufgestanden und raus gegangen.
2. Interpretation:
- Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
Situationsanalyse I
1) Explorationsphase
Schritt 1: Situationsbeschreibung
Schritt 2: Interpretation
Gestik, Mimik, Tonfall,
Blickkontakt, ....
der Situation
Schritt 3: Verhalten in der Situation
Schritt 4: Tatsächliches Ergebnis der Situation
Schritt 5: Erwünschtes Ergebnis der Situation
Schritt 6: Vergleich des tatsächlichen mit dem
gewünschten Ergebnis
Situationsanalyse: Pat. X
1) Explorationsphase
1. Situation (auf der Station, gestern Abend):
Ich ging in den Aufenthaltsraum, wo vier Mitpatienten saßen und Fernseh geschaut haben. Ich
habe mich schweigend dazu gesetzt, aber habe gleich bemerkt, dass ich den Krimi, der lief, nicht
gucken wollte. Ich habe leise gesagt, dass ich eigentlich die Tagesschau sehen wollte, worauf
niemand reagiert hat. Nach wenigen Minuten bin ich aufgestanden und raus gegangen.
2. Interpretation:
- Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
3. Verhalten:
Ich bin grußlos in den Raum geschlichen, hab Miptpatienten kaum angeschaut, sehr leise
gesprochen und dann geschwiegen.
Stimuluscharakter: submissiv - feindselig.
4. Tatsächliches Ergebnis:
Ich bin raus gegangen, die anderen haben weiter den Krimi geschaut.
5. Erwünschtes Ergebnis:
Ich wollte Tagesschau gucken.
Situationsanalyse I
1) Explorationsphase
Schritt 1: Situationsbeschreibung
in
Schritt 2:TE
Interpretation
der Situation
Verhaltensbegriffen
formulieren!
Schritt
3: Verhalten in der Situation
Schritt 4: Tatsächliches Ergebnis der Situation
Schritt 5: Erwünschtes Ergebnis der Situation
Schritt 6: Vergleich des tatsächlichen mit dem
gewünschten Ergebnis
Situationsanalyse: Pat. X
1) Explorationsphase
1. Situation (auf der Station, gestern Abend):
Ich ging in den Aufenthaltsraum, wo vier Mitpatienten saßen und Fernseh geschaut haben. Ich
habe mich schweigend dazu gesetzt, aber habe gleich bemerkt, dass ich den Krimi, der lief, nicht
gucken wollte. Ich habe leise gesagt, dass ich eigentlich die Tagesschau sehen wollte, worauf
niemand reagiert hat. Nach wenigen Minuten bin ich aufgestanden und raus gegangen.
2. Interpretation:
- Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
3. Verhalten:
Ich bin grußlos in den Raum geschlichen, hab Miptpatienten kaum angeschaut, sehr leise
gesprochen und dann geschwiegen.
Stimuluscharakter: submissiv - feindselig.
4. Tatsächliches Ergebnis:
Ich bin raus gegangen, die anderen haben weiter den Krimi geschaut.
Situationsanalyse I
1) Explorationsphase
Schritt 1: Situationsbeschreibung
Schritt 2: Interpretation der Situation
Schritt 3: Verhalten in der
Nur ein EE ebenfalls in
Verhaltensbegriffen
Situation
formuliert, muss realistisch
und erreichbar sein.
Schritt 4: Tatsächliches Ergebnis der Situation
Schritt 5: Erwünschtes Ergebnis der Situation
Schritt 6: Vergleich des tatsächlichen mit dem
gewünschten Ergebnis
Situationsanalyse: Pat. X
1) Explorationsphase
1. Situation (auf der Station, gestern Abend):
Ich ging in den Aufenthaltsraum, wo vier Mitpatienten saßen und Fernseh geschaut haben. Ich
habe mich schweigend dazu gesetzt, aber habe gleich bemerkt, dass ich den Krimi, der lief, nicht
gucken wollte. Ich habe leise gesagt, dass ich eigentlich die Tagesschau sehen wollte, worauf
niemand reagiert hat. Nach wenigen Minuten bin ich aufgestanden und raus gegangen.
2. Interpretation:
- Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
3. Verhalten:
Ich bin grußlos in den Raum geschlichen, hab Miptpatienten kaum angeschaut, sehr leise
gesprochen und dann geschwiegen. Stimuluscharakter: submissiv - feindselig.
4. Tatsächliches Ergebnis:
Ich bin raus gegangen, die anderen haben weiter den Krimi geschaut.
5. Erwünschtes Ergebnis:
Ich wollte Tagesschau gucken.
Situationsanalyse: Pat. X
1) Explorationsphase
1. Situation (auf der Station, gestern Abend):
Ich ging in den Aufenthaltsraum, wo vier Mitpatienten saßen und Fernseh geschaut haben. Ich
habe mich schweigend dazu gesetzt, aber habe gleich bemerkt, dass ich den Krimi, der lief, nicht
gucken wollte. Ich habe leise gesagt, dass ich eigentlich die Tagesschau sehen wollte, worauf
niemand reagiert hat. Nach wenigen Minuten bin ich aufgestanden und raus gegangen.
2. Interpretation:
- Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
3. Verhalten:
Ich bin grußlos in den Raum geschlichen, hab Miptpatienten kaum angeschaut, sehr leise
gesprochen und dann geschwiegen.
Stimuluscharakter: submissiv - feindselig.
4. Tatsächliches Ergebnis:
Ich bin raus gegangen, die anderen haben weiter den Krimi geschaut.
5. Erwünschtes Ergebnis:
Ich wollte die anderen fragen, ob wir um 20 Uhr umschalten können zur Tagesschau.
Situationsanalyse I
1) Explorationsphase
Schritt 1: Situationsbeschreibung
Schritt 2: Interpretation der Situation
Schritt 3: Verhalten in der Situation
Schritt 4: Tatsächliches Ergebnis der Situation
Schritt 5: Erwünschtes Ergebnis der Situation
Schritt 6: Vergleich des tatsächlichen mit dem
gewünschten Ergebnis
Situationsanalyse: Pat. X
1) Explorationsphase
1. Situation (auf der Station, gestern Abend):
Ich ging in den Aufenthaltsraum, wo vier Mitpatienten saßen und Fernseh geschaut haben. Ich
habe mich schweigend dazu gesetzt, aber habe gleich bemerkt, dass ich den Krimi, der lief, nicht
gucken wollte. Ich habe leise gesagt, dass ich eigentlich die Tagesschau sehen wollte, worauf
niemand reagiert hat. Nach wenigen Minuten bin ich aufgestanden und raus gegangen.
2. Interpretation:
- Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
3. Verhalten:
Ich bin grußlos in den Raum geschlichen, hab Miptpatienten
kaum
Haben Sie
Ihrangeschaut, sehr leise
gesprochen und dann geschwiegen.
erwünschtes
Stimuluscharakter: submissiv - feindselig. Ergebnis erreicht?
4. Tatsächliches Ergebnis:
Ich bin raus gegangen, die anderen haben weiter den Krimi geschaut.
Nein.
5. Erwünschtes Ergebnis:
Ich wollte die anderen fragen, ob wir um 20 Uhr umschalten können zur Tagesschau.
relevante (verankert
Situationsanalyse Ziel:
II
in Sit.) und zutreffend
2) Lösungsphase
(korrekt beschreibend,
was abläuft)
Schritt 1: Revision irrelevanter und unzutreffender
Interpretationen
Schritt 2: Veränderung unangemessenen Verhaltens
Schritt 3: Umsetzung und Zusammenfassung der
Lernprozesse in der Situationsanalyse
Schritt 4: Generalisierung und Übertragung des
Gelernten auf den Alltag
Situationsanalyse: Pat. X.
2) Lösungsphase
1. Wie haben die einzelnen Interpretation dazu
beigetragen, daß Sie ihr erwünschtes Ergebnis
erreichen?
- 1) Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- 2) Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- 3) Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
Situationsanalyse: Pat. X.
2) Lösungsphase
1. Wie haben die einzelnen Interpretationen dazu
beigetragen, daß Sie Ihr erwünschtes Ergebnis
erreichen?
- 1) Mist, den Krimi möchte ich nicht sehen.
- 2) Ich kann mich eh nicht gegen die Vier durchsetzen.
- 3) Tagesschau ist mir auch nicht so wichtig.
zu 1) Bis auf Mist, relevant und zutreffend!
zu 2) Nicht relevant und nicht zutreffend!
zu 3) Nicht zutreffend!
Verhaltens-Interpretation (Schlachtruf):
Frag Sie, ob wir umschalten können! ☻✔
Situationsanalyse: Pat. X.
2) Lösungsphase
1. Wie haben die einzelnen Interpretationen dazu
beigetragen, daß Sie Ihr erwünschtes Ergebnis
erreichen?
2. Wie hätten Sie sich anders verhalten können?
Weniger schüchtern, sondern entschiedener, lauter
sprechen, Blickkontakt halten; Versuchen, Kompromiss
auszuhandeln. (Rollenspiel)
3. Was haben Sie mit dieser SA gelernt?
(zusammenfassen)
4. Wie läßt sich das auf ähnliche Situationen
anwenden? (Lerntransfer und Generalisierung)
Situationsanalyse: Pat. X.
2) Lösungsphase
1. Wie haben die einzelnen Interpretationen dazu
beigetragen, daß Sie Ihr erwünschtes Ergebnis
erreichen?
2. Wie hätten Sie sich anders verhalten können?
Weniger schüchtern, sondern entschiedener, lauter
sprechen, Blickkontakt halten; Versuchen, Kompromiss
auszuhandeln. (Rollenspiel)
3. Was haben Sie mit dieser SA gelernt?
(zusammenfassen)
4. Wie läßt sich das auf ähnliche Situationen
anwenden? (Lerntransfer und Generalisierung)
Situationsanalyse: Pat. X.
2) Lösungsphase
1. Wie haben die einzelnen Interpretation dazu
beigetragen, daß Sie ihr erwünschtes Ergebnis
erreichen?
2. Wie hätten Sie sich anders verhalten können?
Weniger schüchtern, sondern entschiedener, lauter
sprechen, Blickkontakt halten; Versuchen, Kompromiss
auszuhandeln. (Rollenspiel)
3. Was haben Sie mit dieser SA gelernt?
(zusammenfassen)
4. Wie läßt sich das auf ähnliche Situationen
anwenden? (Lerntransfer und Generalisierung)
Situationsanalyse: Pat. X.
2) Lösungsphase
1. Wie haben die einzelnen Interpretation dazu
beigetragen, daß Sie ihr erwünschtes Ergebnis
erreichen?
2. Wie hätten Sie sich anders verhalten können?
Weniger schüchtern, sondern entschiedener, lauter
sprechen, Blickkontakt halten; Versuchen, Kompromiss
auszuhandeln. (Rollenspiel)
3. Was haben Sie mit dieser SA gelernt?
(zusammenfassen)
4. Wie läßt sich das auf ähnliche Situationen
anwenden?
Therapieziele bei CBASP
1) Denken in Konsequenzen des eigenen Verhaltens
2) Vermittlung neuer interpersoneller Erfahrungen
3) Entwicklung authentischer Empathie
4) Anwendung interpersoneller Problemlöse- und
Bewältigungsstrategien im Alltag
5) Interpersoneller Heilungsprozess bzgl. früher Traumata
PATIENT
x UMWELT
THERAPEUT
Zusammenfassung
Was haben wir als Psychiater und
Psychotherapeuten chronisch depressiven
Menschen heute zu bieten?
1. Eine kontinuierlich verbesserte Diagnostik.
2. Ein verbessertes pathogenetisches Verständnis,
insbesondere bzgl. frühkindlicher Belastungsfaktoren,
spezifischer Gedanken-Gefühls-Muster und
zwischenmenschlicher Verhaltensweisen.
3. Differenzierte Behandlungsmöglichkeiten mit
Medikamenten, anderen biologischen Verfahren und
spezifischen Psychotherapieformen.
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Psychotherapie bei chronischen Depressionen