Sulfamethoxy 25P-K031

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Sulfamethoxy 25 P
250 mg/ml Injektionslösung
für Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Hunde, Katzen
Wirkstoff: Sulfamethoxypyridazin
Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
bela-pharm GmbH & Co. KG
Lohner Straße 19, D-49377 Vechta
Verschreibungspflichtig!
Zul.-Nr.: 6932264.00.00
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Sulfamethoxy 25 P,
250 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Hunde, Katzen
Wirkstoff: Sulfamethoxypyridazin
Wirkstoff(e) und sonstige Bestandteile
1 ml Injektionslösung enthält:
Wirkstoffe:
Sulfamethoxypyridazin
250,0 mg
Sonstige Bestandteile, deren Kenntnis für eine zweckmäßige Verabreichung des Mittels
erforderlich ist:
Natriumthiosulfat 5 H2O
3,20 mg
Anwendungsgebiete
Bei Rindern, Kälbern, Schafen, Schweinen (inkl. Ferkel und Läufer), Pferden, Hunde und Katzen
zur Behandlung von Infektionskrankheiten im frühen Stadium der Infektion, die durch
Sulfonamid-empfindliche Erreger hervorgerufen sind:
- Blutvergiftung (Septikämie, Bakteriämie)
- Bakterielle Sekundärinfektionen bei Virusinfektionen
- Infektionen des Atmungstraktes
- Infektionen des Magen-Darm-Traktes
- Infektionen der Harnwege und Geschlechtsorgane
- Infektionen der Gallenwege
- Bakterielle Puerperalerkrankungen
- Fieberhafte Euter- und Gebärmutterentzündungen
-Bauchfellentzündung
-Nabelinfektion
-Gelenkentzündungen
- Kälberdiphteroid (Nekrobazillose)
-Klauenentzündungen
-Wundinfektionen
-Aktinomykose
-Kokzidiosen
31.0
Sulfamethoxy 25 P
Gegenanzeigen
- Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Krankheiten, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme bzw. Flüssigkeitsverlusten
einhergehen
-Acidurie
- Schädigungen des hämatopoetischen Systems
- Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide
- Intraperitoneale Applikation
Nicht anwenden bei Stuten, deren Milch zum menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Die intravenöse Applikation bei vorausgegangener oder gleichzeitiger Applikation von
zentralnervös wirkenden Substanzen (z.B. Anästhetika, Neuroleptika).
Nicht gleichzeitig mit bakterizid wirkenden Antibiotika verabreichen.
Resistenz gegen Sulfonamide.
Nebenwirkungen
Bei Hunden kommt es nach längerer Verabreichung schon bei Tagesdosen von 40 mg/kg
zu Schilddrüsenhyperplasien durch Hemmung der Synthese von Schilddrüsenhormonen.
Insbesondere bei jungen Tieren ist daher an die möglichen Folgen einer Hypothyerose zu
denken.
Die Schilddrüsenhyperplasie geht nach Absetzen der Behandlung zurück.
Nach intramuskulärer und subkutaner Applikation ist mit Reizerscheinungen im
Injektionsbereich zu rechnen.
Allergische Reaktionen (Hautausschlag, allergisches Fieber)
Leberschädigungen
Nierenschädigungen, einhergehend mit Hämaturie, Kristallurie, Nierenkolik, Inappetenz,
zwanghaftem Harnabsatz.
Blutbildveränderungen
Beim Auftreten o. g. Nebenwirkungen ist ein sofortiges Absetzen von Sulfamethoxy 25 P
erforderlich.
Gegenmaßnahmen:
Bei Hinweisen auf Nierenschädigung: Flüssigkeitszufuhr und Harnalkalisierung.
Bei anaphylaktischem Schock: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v.
Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.
Zieltierarten: Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Hund, Katze
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intramuskulären, subkutanen oder intravenösen Anwendung.
Bei allen Tierarten müssen Blutspiegel um 20-50 µg Sulfamethoxypyridazin/ml über einen
ausreichend langen Zeitraum (i.a. mindestens 3, besser 5-7 Tage) aufrechterhalten werden.
Rind, Kalb, Schaf, Pferd, Schwein, Hund, Katze:
50-75 mg/kg KGW einmal täglich.
Das entspricht: 2,0 - 3 ml Sulfamethoxy 25 P/10 kg KGW
Die Behandlung sollte mit einer parenteralen (bevorzugt intravenösen) Verabreichung
einer hohen Initialdosis (75 mg/kg) begonnen werden und an den folgenden 2 bis 6 Tagen
mit niedrigeren Erhaltungsdosen (50 mg/kg einmal täglich) eines oral zu verabreichenden
Präparates fortgesetzt werden. Sollte die orale Applikation nicht möglich sein, können die
Erhaltungsdosen auch intramuskulär oder subkutan verabreicht werden.
31.1
Sulfamethoxy 25 P
Die intramuskuläre Injektion sollte tief in das Muskelgewebe erfolgen.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes
eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung
durchzuführen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Siehe oben (Art der Anwendung)
Wartezeit(en)
Rind, Kalb, Pferd, Schwein, Schaf:
Essbare Gewebe: 10 Tage
Rind, Schaf:
Milch:
5 Tage
Nicht anwenden bei Stuten, deren Milch zum menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15 – 25 °C) lagern.
Nach Anbruch im Behältnis verbleibende Reste sind innerhalb von 10 Tagen aufzubrauchen.
Im Behältnis verbleibende Restmengen des Arzneimittels sind nach Ablauf des
Haltbarkeitsdatums nach Anbruch zu verwerfen.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen
Verfalldatums nicht mehr verwenden. Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:
Bei intravenöser Applikation langsam injizieren; bei Pferden ist besondere Vorsicht geboten.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Vor Anwendung von Sulfamethoxypyridazin sollte ein Antibiogramm erstellt werden.
Zur Vermeidung von Nierenschädigungen durch Kristallurie ist während der Behandlung für
eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen; eventuell kann der Harn alkalisiert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten des Anwenders ist wegen der
Gefahr einer Sensibilisierung zu vermeiden.
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:
Die Anwendung bei trächtigen Tieren und Neugeborenen erfordert strengste
Indikationsstellung.
Nicht anwenden bei Stuten, deren Milch zum menschlichen Verzehr bestimmt ist.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:
Die Vermischung mit anderen Arzneimitteln in einer Spritze sollte aufgrund möglicher
Inkompatibilitäten vermieden werden.
Lokalanästhetica aus der Gruppe der Paraaminobenzoesäureester (Procain, Tetracain)
können die Wirkung von Sulfamethoxypyridazin lokal aufheben. Hexamethylentetramin
(Methenamin) sollte nicht gleichzeitig mit Sulfadimidin verabreicht werden, da
Wirkungseinbuße und Kristallurie auftreten können.
Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel) falls erforderlich:
Nach Überdosierung können ataktische Bewegungen, Muskelzuckungen und –krämpfe sowie
komatöse Zustände und Leberschädigungen auftreten. Sulfamethoxy 25 P ist sofort
abzusetzen.
31.2
Sulfamethoxy 25 P
Die neurotropen Effekte sind symptomatisch durch Gabe von zentral sedierenden Substanzen
(z. B. Barbiturate) zu behandeln.
Zusätzlich zur Vitamin K- oder Folsäure-Gabe ist eine Erhöhung der renalen
Sulfonamid-Ausscheidung durch alkalisierende Mittel (z. B. Natriumbikarbonat) angezeigt.
Notfallmaßnahmen:
Sofortiger Abbruch der Therapie und symptomatische Behandlung.
Kein spezifisches Antidot bekannt.
Inkompatibilitäten:
Die Vermischung mit anderen Arzneimitteln in einer Spritze sollte aufgrund möglicher
Inkompatibilitäten vermieden werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem
Tierarzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen
abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein
missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit
dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Genehmigungsdatum der Packungsbeilage: 15.04.2009
Weitere Angaben
OP (1 x 250 ml), OP (6 x 250 ml), OP (12 x 250 ml),
BP 6 x (1 x 250 ml), BP 12 x (1 x 250 ml),
BP 8 x (6 x 250 ml), BP 4 x (12 x 250 ml),
OP (1 x 500 ml), OP (6 x 500 ml), OP (12 x 500 ml),
BP 6 x (1 x 500 ml), BP 12 x (1 x 500 ml),
BP 8 x (6 x 500 ml), BP 4 x (12 x 500 ml),
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
K/04/09
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