Ältere Mitarbeiter und ihre Kompetenzen

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E-learning-Programm für zukünftige Mentoren jetzt online!
Das Warten hat ein Ende: „Mentor werden“, das Selbstlern-Programm, ist online!
Ab sofort steht es unter www.edu.sisc-project.eu kostenlos für Sie bereit!
8 Schwerpunktthemen bieten wertvolles Wissen, nicht nur für die neue Rolle im Mentoring:
 „Grundlagen und Praxistips“ zum Mentoring und zur Rolle des Mentors
 Impulse zur „Analyse“ und „Entscheidungsfindung“ im betrieblichen Alltag,
 „Kommunikation“,
 „Motivation“ und
 „Führung“ in der Rolle des Mentors.
Viele nützliche Arbeitspapiere und Tips für das Mentoring runden das Programm ab.
Die Anwendung ist einfach: Sobald Sie oder Ihre Mitarbeiter sich auf der Website angemeldet haben,
erhalten Sie Ihren persönlichen Zugang und können sofort „loslegen“.
Viele weitere Informationen und Unternehmensbeispiele rund um „Mentoring und Co“ erfahren Sie
übrigens an unserem Praxisnachmittag am 25. Januar 2011 (siehe unten).
Wie gehen erfahrene, ältere Mitarbeiter generell mit elektronischen Weiterbildungsangeboten um? Dieser
Frage spürt der heutige Newsletter nach.
Der Inhalt dieses Newsletters
1. Wollen die „alte Hasen“ noch dazu lernen?
2. Eignet sich e-Learning für Mitarbeiter 50+?
3. Welche Lernbarrieren gibt es? Wie können diese überwunden werden?
4. Vorankündigung: Praxisnachmittag zu „Mentoring und Co“ am 25. Januar 2011
5. Mentoring im Unternehmen einführen – ein Reader
1. Wollen die „alte Hasen“ noch dazu lernen?
Lebenslang Lernen macht auch vor älteren, erfahrenen Mitarbeitern keinen Halt. Die Frage ist nur: Können
und wollen Ältere noch lernen? Lernen sie anders? Spielen Technik und Methoden eine Rolle? Ist eine
differenzierte Lerndidaktik gefragt?
Etliche Bildungsanbieter beklagen, die Generation 50+ sei „weiterbildungsresistent“. Ob es an der
zunehmenden Sättigung liegt oder die Weiterbildung als Karriere-Instrument keinen Einfluss mehr hat, ist
umstritten. Eine Umfrage in Hessen zeigte zuletzt in 2009 ganz klar das Interesse der Älteren, sich weiter
zu bilden, wenn es ihrer fachlichen und sozialen Rolle im Unternehmen konkret nützt. Oft wird darauf
gewartet, dass „der Chef“ auf einen zukommt – als Zeichen der Anerkennung für die langjährigen Dienste
– der Chef aber wartet bei Weiterbildungen eher auf das Signal der Mitarbeitenden!
Generell gilt: Lernender ist nicht gleich Lernender. Ob jemand lernen will hängt von seiner Persönlichkeit
und Qualifizierung ab, aber auch, wie attraktiv Sie das Angebot gestalten. Berufsbiographie und
Motivationslage beeinflussen das Lerninteresse nachweislich stärker als das biologische Alter. Auch weiß
man inzwischen, dass Ältere unter Zeitdruck oder mit unstrukturierten, abstrakten Lernmaterialien
schlechter lernen (aber da sind sie nicht die Einzigen...).
Unser Tipp: Analysieren Sie Ihre Weiterbildungsaktivitäten einmal konkret im Hinblick auf das Alter der
Teilnehmenden: Wie gut berücksichtigen Sie Ihre älteren Mitarbeitenden?
Prüfen Sie bei Weiterbildungsangeboten: Welchen konkreten Nutzen bietet die Weiterbildung dem/der
Mitarbeitenden? Wie passgenau werden die Inhalte auf den Alltag bezogen? Wie sehr ist dieser Mensch
an Lernen und neue Impulse gewohnt?
2. Eignet sich e-learning für Mitarbeiter 50+?
e-Learning (electronic learning) steht für Lernen mit Hilfe elektronischer und digitaler Medien. e-Learning
funktioniert formell oder informell und je nach Anzahl der vernetzten Teilnehmer individuell oder in
Gruppen. Die Methode hat den großen Vorteil, dass die Lerninhalte zu den Lernenden kommen und nicht
umgekehrt. Dadurch lassen sich Abwesenheitszeiten am Arbeitsplatz vermeiden und die damit
verbundenen Weiterbildungskosten reduzieren. Die steigende Teilnehmerzahl gerade Älterer an EDVKursen in Weiterbildungseinrichtungen beweist, dass es keine grundsätzliche Aversion gegen technische
Neuerungen & Entwicklungen gibt. Schließlich ist die heutige Generation der über 50-Jährigen in vielen
Fällen mit dem PC sehr viel vertrauter als die Generation davor. Berücksichtigen e-Learning-Programme
bestimmte Komponenten (siehe Punkt 3), sehen Ältere sogar einen größeren Nutzen in der Anwendung,
als Jüngere. Sie können und wollen in erster Linie selbstbestimmt entscheiden, ob, wann, wie, wo, was,
und wofür sie lernen. Die Themen und der zielgruppengerechte Inhalt sind entscheidend, der Sinn der
Weiterbildungsmaßnahme muss erkennbar sein. Darüber hinaus müssen die Rahmenbedingungen
passen: Beispielsweise durch die Bildung von Lerngruppen, die leichte Verfügbarkeit des Themas
(Zugang, Einteilung der Lerneinheiten) oder begleitende Maßnahmen im Unternehmen.
3. Welche Lernbarrieren gibt es? Wie können diese überwunden werden?
Es liegt auf der Hand: Wer nur selten mit dem PC arbeitet, der hat mit e-Learning ein Problem. Viele,
gerade ältere Mitarbeitende tauschen auch gerne Erfahrungen mit Kollegen aus und nutzen den Kontakt
mit anderen Teilnehmern und Trainern für vertiefende Gespräche. Das spricht eher gegen e-Learning.
Einige Tipps, wie diese Vorbehalte überwunden werden können:
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Das Angebot sollte individuell an die jeweiligen Lernbedürfnisse und -kompetenzen angepasst werden.
Der Anwender sollte als Experte angesprochen werden.
Der Zusatznutzen muß direkt ersichtlich sein.
Die Bedienung des Lernprogramms muss einfach in der Handhabung und ansprechend sein.
Die Struktur und Vermittlung der Informationen muss ansprechend und praxisnah sein.
Die Bildung von Lerngruppen sollte möglich sein (Lerner-Communities & Wikis)
Gerade für Ältere wichtig sind kleine Lernhäppchen mit Pausen.
Wichtig ist zu guter Letzt: Ältere dürfen nicht explizit als „Ältere“ beworben werden!
4. Vorankündigung: Praxisnachmittag zu „Mentoring und Co.“ am 25. Januar 2011
„Grau ist alle Theorie“. Daher laden wir Sie heute schon ein zu unserem Praxisnachmittag zu „Mentoring
und Co“ am 25. Januar 2011 in Langen. Dort werden wir konkrete Möglichkeiten zum Austausch zwischen
jüngeren und älteren Kollegen im Unternehmen vorstellen und die positiven Effekte auf die
Unternehmenskultur beleuchten.
Nähere Informationen dazu finden Sie in Kürze unter rkw-hessen.de oder unter sisc-project.eu.
5. Mentoring im Unternehmen einführen – ein Reader
Gerne unterstützen wir Sie bei der Einführung eines Mentorenprogramms in Ihrem Unternehmen oder über
Unternehmensgrenzen hinweg. Neben unserem kostenlosen e-Learning-Programm bieten wir Ihnen einen
Mentoring-Reader an, der Sie bei der Einführung in Ihrem Unternehmen begleitet und unterstützt. Als
Leser dieses Newsletters können Sie ihn kostenlos anfordern ([email protected]).
Weitere Informationen zu allen Themen erhalten Sie von Simone Back (0 61 96 / 97 02 22, [email protected]) und Ulrike Herud (0 61 96 / 97 02 28, [email protected]).
Herzliche Grüße
Simone Back und Ulrike Herud
Quellen:
Beckmann, N.; Schmidt, A.: Betriebliche und berufliche Weiterbildung für Bildungsferne in Hessen. IWAK (Institut für
Wirtschaft, Arbeit und Kultur, Frankfurt, 2009.
MMB – Institut für Medien- & Kompetenzforschung: „E-Learning für ältere Beschäftigte – der aktuelle Forschungsstand“.
Dr. Lutz P. Michel, MMB: Aging Workforce – was es bei der Entwicklung von Lernmedien für Ältere zu beachten gilt“.
www.checkpoint-elearning.de
M. Th. Eickhoff, Chr. Ewald „Gestaltungsempfehlungen für zielgruppengerechte Weiterbildungsmaßnahmen“,
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