Der chinesische Präsident in Griechenland Der chinesische

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Der chinesische Präsident in Griechenland
Der chinesische Staatspräsident, Hu Zintao, besuchte Anfang dieser Woche
Griechenland, in seinem einzigen Zwischenstopp auf seiner Rückreise aus
Lateinamerika. Während seines zweitägigen offiziellen Aufenthaltes traf sich
Herr Zintao mit dem Staatspräsidenten und dem Premier Griechenlands, mit
denen er die Förderung der bilateralen Beziehungen der beiden Staaten
besprach. Fünf Verträge bzw. Protokolle wurden unterschrieben, welche die
Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Griechenland und China,
insbesondere im Bereich der Telekommunikation, der Handelsschifffahrt und des Schutzes der
Lebensmittel, weiter vorantreiben. Der von strategischer Bedeutung Vertrag über die Betreibungsrechte
des Hafens von Piräus durch den chinesischen Hafenbetreiber Cosco Pacific wurde am Dienstag
unterzeichnet. Premierminister Kostas Karamanlis legte besonderen Nachdruck auf die Rolle Chinas in
der Weltwirtschaft, während der griechische Minister für Handelsschifffahrt, Anastassios Papaligouras,
den wichtigen wirtschaftlichen Nutzen, den Griechenland aus dem Vertrag mit dem chinesischen
Hafenbetreiber ziehen kann, betonte.
Der Staatspräsident, Karolos Papoulias, erklärte seinerseits, dass die Beziehungen der beiden Staaten
auf Freundschaft und Zusammenarbeit beruhen und dass sie von strategischer Bedeutung seien. Am
Mittwoch besuchte das chinesische Staatsoberhaupt die archäologische Stätte von Knossos auf Kreta,
wo ihn die griechische Außenministerin, Dora Bakoyanni, empfing.
Weitere Modernisierung der öffentlichen Verkehrsmittel ins Auge gefasst
Die Privatisierung der staatlichen Fluggesellschaft Olympic Airlines und die
Reform der griechischen Eisenbahngesellschaft OSE dienen in erster Linie der
Entlastung der Steuerzahler. Dies erklärte Premier Kostas Karamanlis bei einem
Besuch im Verkehrsministerium am Montag. Er verwies darauf, dass beide
Staatsbetriebe den Steuerzahler täglich mit 2,7 Millionen Euro belasten. Neben
der Privatisierung der Olympic habe man sich zudem das Ziel gesetzt, die OSE zu
verschlanken. Ziel sei es, das derzeitige Betriebsdefizit des Unternehmens bis
zum Jahre 2010 auf 80 Millionen Euro zu reduzieren.
Transportminister Kostis Chatzidakis betonte, dass die Regierungspolitik auch auf
den Umweltschutz abziele. Die Verbesserung und Modernisierung der
öffentlichen Verkehrsmittel sollten die Menschen dazu ermuntern, das Auto so selten wie möglich zu
benutzen. Die Regierung plane deshalb, das Schienennetz auszubauen. Außerdem sollen in Zukunft
Busse eingesetzt werden, die weniger Schadstoffe ausstoßen und mit Erdgas fahren. Von 1990 bis
2005 hat die Emission von Treibhausgasen durch dem Verkehr in Griechenland um 46 Prozent
zugenommen. Die Deutschen haben im Vergleich dazu nur 1 Prozent mehr klimaschädliche Gase
produziert. (Griechenland Zeitung)
Tourismus: Verhaltener Optimismus
Verhaltenen Optimismus zeigte Tourismusminister Aris
Spiliotopoulos für die Perspektiven der griechischen
Tourismusindustrie im Jahr 2009. „Das nächste Jahr wird hart
werden, und das Ministerium will sicherstellen, dass es im
Vergleich zu anderen Ländern der Euro-Zone mit möglichst
geringen Verlusten endet“, sagte Spiliotopoulos am Dienstag im
Rahmen einer Veranstaltung der Griechisch- Amerikanischen
Handelskammer. Gerade in Zeiten der globalen Krise könne der
Tourismussektor – so Spiliotopoulos – einen wichtigen Beitrag
zur nationalen Wirtschaft leisten. „Griechenland muss zu einem
Vorbild bei Qualitäts-Standards werden, um wettbewerbsfähig zu sein“, sagte der Minister. Die Bilanz
des Jahres 2008 für die Tourismusbranche sei hinsichtlich der Deviseneinnahmen ein Rekordjahr
gewesen. Nach Angaben von Spiliotopoulos sei hier ein Plus von sechs Prozent zu verzeichnen.
(Griechenland Zeitung)
Atomenergie kommt nicht in Frage
Entwicklungsminister Christos Folias stellte am Montag klar, dass die Nutzung von Atomenergie für
Griechenland nicht in Frage kommt. Anlass dafür war eine offene Diskussion zum Thema
„Konventionelle, Erneuerbare und Nukleare Energie: Möglichkeiten und die Herausforderungen des
Klimawandels – Energiesicherheit in der EU". Folias stellte dabei klar, dass sich Griechenland im
Rahmen seiner Bemühungen für den Umweltschutz vor allem auf eine effektive Nutzung von Solar-,
Wind- und Wasserkraft sowie auf Energie durch Erdwärme konzentrieren werde. 329 neue
Investitionsprojekte im Wert von insgesamt 1,2 Milliarden Euro seien schon bald Übergabefertig. Diese
würden voraussichtlich weitere 919 Megawatt zusätzlich zu den bisher produzierten 1.100 Megawatt
liefern.
Teilnahme griechischer Schiffe am Rettungssystem AMVER
Den ersten Platz im AMVER-System nahmen die griechischen Schiffe im
zweiten Jahr in Folge ein. AMVER (Atlantic Merchant Vessel Emergency
Reporting System), ist ein einzigartiges System zur Hilfeleistung für in
Seenot geratene Menschen. Gefördert durch die US-Küstenwache, stützt
sich AMVER auf die freiwillige Teilnahme der Schifffahrtsgesellschaften.
Mit Hilfe dieses gänzlich computergestützen Systems werden die in
Gefahr geratenen Schiffe geortet und sofort durch die am nächsten
gelegenen Schiffe gerettet. Während einer Zeremonie in Piräus im
Oktober, haben 120 griechische Reedereien insgesamt 836 Preise im internen AMVERBewertungsverfahren gewonnen. Besonders gewürdigt wurden die griechischen Schiffe, die in diesem
Jahr 58 Menschen das Leben gerettet haben.
Griechenland nimmt bei EU-Mission gegen Somalia-Piraten teil
Griechenland wird bei der erwarteten Mission der Europäischen Union zur Patrouille am Golf von Aden
mit einer Fregatte teilnehmen. Das Kommando der Mission wird auch, wenigstens vorerst, von einen
griechischen Marineoffizier (Commodore Antonios Papaioannou) übernommen. Das ist das erste Mal,
dass eine solche militärische Mission im Rahmen der Sicherheitspolitik der EU stattfindet. Die Operation
wird gegen Ende Dezember beginnen, so die Europäische Union. Der Golf von Aden ist einer der
verkehrsreichsten, aber auch gefährlichsten Gewässer, da es dort von hunderten von Piraten wimmelt,
die in der Vergangenheit auch mehrere griechische Schiffe geentert haben.
Zahl der illegalen Immigranten erreicht neuen Rekord
Der Rekord der Festnahmen von illegalen Einwanderern in Griechenland vom Vorjahr ist jetzt bereits
eingestellt. Laut offiziellen Statistiken haben von Januar bis Oktober 2008 12.847 Menschen versucht,
ohne gültige Papiere durchs Meer ins Land zu gelangen. Dazu kommen noch die Verhaftungen von 201
Schiebern, die den Einwanderern illegalen Eintritt ins Land gewähren sollten. In der Regel können
solche Immigranten nicht abgeschoben werden und müssen nach wenigen Wochen freigelassen
werden.
Kretische Wissenschaftler entwickeln neues Kunstherz
Die Technologie der künstlichen Herzen soll eine Neuentwicklung von
Wissenschaftlern der Universität Kreta und des Instituts für Technologie und
Forschung (FORTH) revolutionieren. Nach einem Bericht der Sonntagszeitung
„Kyriakatiki Eleftherotypia" hat ein Team unter dem Herzchirurgen Prof. Jannis
Chassoulas, einem früheren Mitarbeiter des südafrikanischen HerzchirurgiePioniers Christiaan Barnard, ein künstliches Herz entwickelt, das gegenüber
den bisherigen Modellen erhebliche Vorzüge aufweisen soll. So soll das neue Kunstherz bis zu 25 Jahre
Lebensdauer haben sowie relativ klein und unabhängig von Energiequellen sein. Der größte Vorteil sei
aber, dass das eigentliche Herz des Patienten nicht mehr entfernt werden müsse, da das neue
Kunstherz dieses sozusagen „ummanteln" und den alten Herzmuskel kontrahieren wird. Dadurch werde
es keine Probleme mit der Annahme durch den Organismus geben, zumal die neuesten Biomaterialien
zum Einsatz kommen werden. Außerdem sei die Gefahr von Thrombosen gering, da das Kunstherz
keinen Kontakt mit dem Blutkreislauf haben wird. Das Kunstherz der kretischen Wissenschaftler geht
dieser Tage in die Testphase und soll in weniger als zwei Jahren einsatzfähig sein. (Griechenland
Zeitung)
Thessaloniki Filmfestival: Goldener Alexander an Iran
Letzten Sonntag (23.11.) ging das 49. Internationale Filmfestival von Thessaloniki
zu Ende. Eine feierliche Preisverleihung fand am Sonntagabend statt, wobei der
Goldene Alexander, nämlich der beste Preis des Festivals, der mit 37.000 Euro
dotiert ist, an dem Iranischen Regisseur, Abdolreza Kahani, für den Film „ Dort
drüben“ („Over there“) ging. Der silberne Alexander, als auch 22.000 Euro, wurden
an Adrian Sitaru für „Pescuit Sportiv“ (Frankreich, Rumänien) vergeben. Der Preis
des Fernsehsenders des griechischen Parlaments (15.000 Euro) erhielt Haile
Gerima (Deutschland, Äthiopien) für seine „Teza“. Weitere Preise gewannen „Kala
Krymmena Mystika“ („Gut gehütete Geheimnisse“) von Panos Karkanevatos als bester griechischer
Film, „Makronissos“ („Exile Island“) von Ilias Jannakakis und Evi Karabatsou, sowie der griechische
Digitalfilm „To Syndromo tis Chionatis“ („The Snowwhite Syndrome“) von Angelos Spartalis.
Veranstalter, Publikum und Künstler erneuerten ihre Begegnung für nächstes Jahr, am 50.
Internationalen Filmfestival von Thessaloniki.
Ehrendoktorhut für Jannis Kounellis
Jannis Kounellis, der international bedeutendste und wohl auch bekannteste
griechische Künstler, wurde von der Athener Kunsthochschule zum Ehrendoktor
ernannt. Kounellis wurde 1936 in Piräus geboren. 1956 ging er nach Rom, wo er als
Begründer der Arte-Povera-Bewegung einer der bedeutendsten Künstler der
Nachkriegszeit wurde. 1972 und 1982 nahm er an der Kasseler Documenta teil und
war von 1993 bis 2001 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Ehrung wird
am 15. Dezember im Giorgio-de-Chirico-Auditorium der Kunsthochschule (Piräos
256, Rentis) stattfinden. Im Anschluss spricht der geehrte Künstler über sein Werk.
Anna Koktsidou erhält APA-Journalistinnenpreis
Anna Koktsidou erhält APA-Journalistinnenpreis für ihre Griechenland-Reportagen. Die
SWR-Produktion "Die neuen Fremden - Griechenland und seine Einwanderer" wurde von
der Austria Presse Agentur mit dem "Writing for CEE" ausgezeichnet. Preisträgerin ist
Anna Koktsidou von der Fachredaktion
"SWR International".
Klassische Moderne in der Theocharakis-Stiftung
Morgen, Freitag, 28. November ´08 wird in der Theocharakis-Stiftung
(Vassilissis-Sofias-Ave. 9, Syntagma) die Ausstellung „Die Epochen der
Modernen – von Monet bis Yves Klein“ eröffnet. Gezeigt werden die Werke von
51 herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sie werden in drei
thematische Einheiten unterteilt: Die Avantgarden der 20er und 30er Jahre
(Dadaismus, Surrealismus, Kubismus), Art Informel und Lyrische Abstraktion der
40er und 50er Jahre sowie die Realismen der 60er Jahre. Unter den Künstlern
ragen Claude Monet, Pablo Picasso, Max Ernst, Julio Gonzalez, Josef Albers,
Hans Arp, Alexander Calder, Fernard Leger, Francis Picabia, Jean Dubuffet,
André Masson, Juan Miro und Yves Klein heraus. Die Ausstellung ist montags,
mittwochs, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie donnerstags und
freitags von 10 bis 22 Uhr geöffnet und dauert bis zum 22. Februar.
Kontakt: [email protected]
Website: www.minpress.gr/minpress/griechenlandaktuell.htm
"Griechenland Aktuell" ist Teil des Projektes: Greek News Agenda:
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