FOX SEARCHLIGHT PICTURES und DNA FILMS
präsentieren in Zusammenarbeit mit dem UK FILM COUNCIL
(SUNSHINE)
ROSE BYRNE, CLIFF CURTIS, CHRIS EVANS, TROY GARITY
CILLIAN MURPHY, HIROYUKI SANADA, BENEDICT WONG, MICHELLE YEOH
Casting
DONNA ISAACSON und GAIL STEVENS cdg
Kostüme
STUTTIRAT ANNE LARLARB
Musik
JOHN MURPHY und UNDERWORLD
Koproduktion
BERNARD BELLEW
Visual Effects Supervisor
TOM WOOD
Schnitt
CHRIS GILL
Produktionsdesign
MARK TILDESLEY
Kamera
ALWIN KÜCHLER b.s.c.
Produktion
ANDREW MACDONALD
Drehbuch
ALEX GARLAND
Regie
DANNY BOYLE
KINOSTART
19. APRIL 2007
FILMLÄNGE
CA. 108 MINUTEN
KURZINHALT
In fünfzig Jahren stirbt die Sonne – und mit ihr stirbt auch die Menschheit. Unsere letzte
Hoffnung: ein Raumschiff, die Icarus II, mit einer internationalen Crew von acht Frauen und
Männern. Unter Führung von Kapitän Kaneda soll das Team eine Sprengladung zur Sonne
bringen, mit der sie den lebenswichtigen Stern wieder entzünden. Es ist die letzte Chance der
Menschheit zu überleben.
Im Verlauf der Mission, der Funkkontakt zur Erde ist bereits abgebrochen, wird die
Mannschaft auf eine harte Probe gestellt: das Team empfängt ein Notsignal der Icarus I, des
Raumschiffs, das vor sieben Jahren spurlos verschwand, und alle geraten durch einen
folgenschweren Fehler in tödliche Gefahr. Über Nacht kämpft die Mannschaft plötzlich um
Leben und Verstand, wohl wissend, dass die Zukunft des blauen Planeten in ihren Händen
liegt …
PRESSENOTIZ
SUNSHINE, ein klaustrophobischer, visuell überwältigender Suspense-Thriller, wurde von
Danny Boyle nach einem Drehbuch von Alex Garland in Szene gesetzt. Die Hauptrollen in
dem von Andrew Macdonald produzierten Film spielen Rose Byrne („Troja“), Cliff Curtis
(„Whale Rider“), Chris Evans („Fantastic Four“), Troy Garity („After the
Sunset“), Cillian Murphy („28 Days Later“, „Batman Begins“, „Red Eye“), Hiroyuki Sanada
(„Last Samurai“), Mark Strong („Syriana“), Benedict Wong („Kleine schmutzige Tricks“)
und Michelle Yeoh („Die Geisha“, „Tiger & Dragon“).
Wissenschaftliche Fakten statt Science Fiction
Sterne leben nicht ewig.
Jede Sekunde stirbt im Universum ein Stern.
Der uns nächste Stern, die Sonne, ist ein gigantischer Kernfusions-Reaktor, eine Million Mal
so gross wie die Erde.
Die Sonne verbrennt pro Sekunde 600 Millionen Tonnen Wasserstoff.
Wissenschaftler schätzen, dass die Sonne noch genug Brennstoff hat, um weitere fünf
Milliarden Jahre zu existieren.
Doch falls nicht – was passiert dann mit der Erde?
Was passiert mit den Menschen?
ÜBER DIE PRODUKTION
„Die Prämisse von SUNSHINE war“, so Produzent Andrew Macdonald, „dass 50 Jahre in der
Zukunft die Sonne stirbt. Sie hat einfach nicht mehr genug Energie, um das Licht zu liefern,
das die Erde zum Überleben benötigt. So tun sich alle Länder der Welt zusammen und
schicken ein mit einer riesigen Bombe beladenes Raumschiff zur Sonne, um diese dort zu
zünden. Die Detonation soll den sterbenden Stern wieder zum Glühen bringen. Unsere Story
dreht sich um die acht Astronauten und Wissenschaftler, die mit dieser Aufgabe betraut sind.
Auf ihrer Reise zur Sonne treffen sie auf die Icarus I, die sieben Jahre zuvor mit derselben
Mission ins All aufbrach. Von dem Moment an, in dem sich die beiden Schiffe treffen, läuft
die ganze Rettungsaktion aus dem Ruder. Von nun an geht es darum, wie die Crew mit dem
Druck, die Erde zu retten, fertig wird.“
Drehbuchautor Alex Garland ließ sich 2004 nach der Lektüre eines Artikels in einem USWissenschaftsmagazin zu SUNSHINE inspirieren: „Ich hatte mir immer schon gewünscht,
eine Art Science-Fiction-Story zu schreiben. Ich wollte erforschen, was passiert, wenn ein
Mensch ins All reist, was körperlich und geistig mit ihm geschieht. Ich hatte lange nach der
richtigen Storyline gesucht und fand sie nun in diesem auf purer Physik basierenden Artikel,
der darüber spekulierte, was für Folgen das Sterben der Sonne für die Erde hätte. Ohne Sonne
gibt es auf der Erde nämlich kein Leben. Was ich dabei besonders spannend fand, war nicht
die allge-meine Spekulation über das Aussterben der Menschheit, sondern der konkrete Fall:
Wie würde der Mensch
sich verhalten, wenn er wüsste, dass er bald sterben muss. Wie würde derjenige, der die
Menschheit retten soll, mit dem Druck umgehen, den diese Herausforderung an ihn stellt?
Von dieser Überlegung aus brachte ich meinen Plot zu Papier.“
Acht Monate später verabredeten sich Alex Garland und Regisseur Danny Boyle in einem
Pub in Londons West End. Garland gab Boyle das Skript und der rief schon am nächsten Tag
begeistert zurück. Keine Frage, der Film musste gemacht werden.
„Was ich an Alex liebe, ist der Umstand, dass er stets groß denkt“, erzählt Boyle. „Die
britische Filmindustrie hat sich eher auf kleinere Produktionen spezialisiert, wovon sich Alex
nicht im Geringsten stören lässt. Er hat immer aufwändige Projekte im Sinn, Filme, die
schwierig und teuer zu realisieren sind.“
Produzent Macdonald war von Garlands Skript augenblicklich begeistert. „Ich konnte es nicht
aus der Hand legen. Alex versteht es, überaus visuell zu schreiben. Der Plot von SUNSHINE
war packend, die Charaktere interessant und das Erzähltempo hoch. Andere Drehbücher sind
eher akademisch und umständlich verfasst. Bei Alex hingegen läuft einem beim Lesen schon
ein Film vor dem geistigen Auge ab.“
Das Trio Boyle, Macdonald und Garland zeichnete 2003 schon gemeinsam für den Fox
Searchlight Hit 28 DAYS LATER („28 Days Later“, 2002) verantwortlich. „Wir haben alle
ungefähr den selben Filmgeschmack, legen aber unsere Schwerpunkte vollkommen anders“,
erläutert Macdonald. „Das ist für unsere Beziehung, für unsere Arbeit jedoch nur gut. Alex
denkt als Autor, Danny als Regisseur. Mein Job besteht darin, ihre Vorstellungen zu
synchronisieren, das Machbare und das Notwendige sinnvoll miteinander in Einklang zu
bringen. Nur so kann man erfolgreich Filme machen.“
Dazu Boyle: „Wir sind alle drei sehr ehrgeizig, aber aus irgendeinem Grund können wir
unsere Egos unterdrücken, wenn wir kooperieren. Ich rede Alex in sein Skript rein, er mir in
die Regie. Wir sagen einander offen und ehrlich die Meinung und letztendlich erweist sich das
beim Drehen als ungeheuer hilfreich.“
Boyle mochte die Story von der Reise der Icarus zur Sonne gleich aus zweierlei Gründen:
„Der Flug zum Stern stellt visuell eine große Herausforderung dar, aber auch die
psychologische Komponente ist nicht zu unterschätzen. Wir wollten so viel Psychologie wie
nur möglich einbauen. Was passiert im Gehirn eines Menschen, wenn man im Universum auf
den Schöpfer aller Dinge trifft? Für manche Leute ist dies eine rein spirituelle, religiöse
Frage, andere sehen das als ausschließlich wissenschaftliches Phänomen. Im Prinzip bestehen
wir alle aus Partikeln eines explodierten Sterns. Wie würde es sich also anfühlen, der Sonne
nahe zu sein, jenem Stern, der für alles Leben auf der Erde verantwortlich ist? Mir gefiel es,
diese intellektuelle Herausforderung in Bilder umzusetzen.“
Um auf der Leinwand glaubwürdig zu erscheinen, kontaktierten die Filmemacher zunächst
die NASA. Ihr Film sollte nicht nach Fantasy aussehen, sondern in der Realität verankert sein.
Also sichteten sie neben Spielfilm-Klassikern des Genres zunächst jede Menge WeltraumDokumentationen und trafen sich mit einer Vielzahl von Astronauten und Wissenschaftlern.
Macdonald schloss sich mit dem jungen britischen Physiker Dr. Brian Cox kurz, den er in
einer BBC-Sendung gesehen hatte, und diskutierte mit ihm das Projekt. Anschließend wurde
Cox, der in Genf bei CERN (Centre for European Nuclear Research), dem weltweit größten
Institut für Teilchenphysik arbeitet, als wissenschaftlicher Berater verpflichtet. Ein kluger
Schachzug, wie sich schnell heraus-stellte. Einerseits half er Technikern wie Darstellern
dabei, unser Sonnensystem besser zu verstehen, andererseits war er der perfekte Berater für
Cillian Murphy, der Capa, den Physiker der Icarus, spielt.
„Die wissenschaftlichen Eckpfeiler des Films stimmen alle“, lobt Cox. „Man erkennt gleich,
dass Alex sowohl ein Wissenschafts-, als auch Science-Fiction-Freak ist. Es gab nur
Kleinigkeiten, Spitzfindigkeiten, die es auszubessern galt. Und die lagen eher im Hintergrund
der Geschichte. Beim Plot, bei der Exposition des Stoffes stimmte alles.“ Boyle fügt hinzu:
„Je mehr man sich in so einen Stoff hineinarbeitet, desto mehr legt man Wert auf Details und
Genauigkeit. Man will einfach die Gesetze der Physik befolgen und alles richtig machen.
Aber letztendlich muss man sich gewissen dramaturgischen Gegebenheiten beugen.“
Im Zuge ihrer Recherchen besuchten die Filmemacher in Schottland ein Atom-U-Boot. „Ich
wollte auf zeitgenössische Art und Weise klaustrophobische Bedingungen erproben,“ führt
Boyle weiter aus, „und das war – über einen längeren Zeitraum – am besten an Bord eines
modernen Unterseebootes möglich.“
Macdonald wiederum flog nach Moskau, um im nahe gelegenen Swjosdny Gorodok die so
genannte Star City zu besuchen, wo weltweit die meisten Kosmonauten und Astronauten
ausgebildet werden. „Es war hochinteressant, diesen Ort aufzu-suchen“, erinnert sich
Macdonald. „Im frühen Stadium unseres Projekts überlegten wir sogar, dort zu drehen.
Letztendlich nahmen wir davon aber Abstand.“
AUF DER SUCHE NACH DER PERFEKTEN BESATZUNG
Eingedenk der Tatsache, dass China immer mehr zur Supermacht heranwächst, als
gesellschaftspolitischer und wirtschaftlicher Faktor rapide an Bedeutung gewinnt, war es für
die Filmemacher klar, dass an Bord ihres Raumschiffs auch asiatische Crewmitglieder
vertreten sein mussten. „Die Icarus beherbergt eine US-asiatische Mannschaft, weil wir
glauben, dass in 50 Jahren die Amerikaner und Chinesen im Weltraum das Sagen haben
werden. Diese Nationen werden sich wohl technisch am weitesten fortentwickelt und auch die
notwendigen Mittel haben, eine solche Mission durchzuführen“, sagt Boyle. „Aber natürlich
haben wir über den Tellerrand hinausgeschaut, weltweit zu Vorsprechterminen und
Probeaufnahmen eingeladen.“ In Los Angeles, New York und London wurde gecastet, und so
konnte Danny Boyle schließlich ein Ensemble mit Darstellern aus den USA, Japan, Malaysia,
Australien, Neuseeland, Irland und Großbritannien zusammenstellen.
Der irische Schauspieler Cillian Murphy wurde als Capa besetzt, seines Zeichens Physiker
und der einzige, der wirklich weiß, wie die von der Icarus transportierte, hochkomplizierte
Nuklearbombe zu bedienen ist.
„Anders als die anderen Crewmitglieder des Schiffs besitzt Capa keinen militärischen
Background, ist weder Ingenieur, noch Berufsastronaut“, erklärt Murphy. „Aber er hat als
Wissenschaftler enorme Kenntnisse in Bezug auf physikalische Zusammenhänge. Sie reichen
weit über jedes allgemeine Verständnis hinaus und irgendwie verändert dieses Wissen auch
seine Seele. Seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten sind meines Erachtens nicht sehr
ausgeprägt, weshalb er als Außenseiter etwas am Rande der Crew steht.“
Für Murphy war Garlands Skript sehr reizvoll. „Das Drehbuch fesselte mich von Anfang bis
Ende“, erinnert er sich. „Ich fand es intelligent und gut geschrieben. Alex verpasst seinem
Plot eine Menge unterschwelliger Aussagen über aktuelle Probleme, verpackt diese aber in
ein sehr schlaues, sehr intelligentes Genrewerk.“ Murphy freute sich zudem auf eine neue
Zusammenarbeit mit Boyle und dessen Team, mit dem ihm damals der Durchbruch bei 28
DAYS LATER gelang. „Danny gehört derzeit einfach zu den besten Regisseuren“, schwärmt
er. „Bei der Arbeit mit Danny wird man von seiner Energie gepackt. Er sprüht geradezu vor
Tatendrang und Engagement für den Film. Ich fand es toll, nach der Arbeit an anderen
Produktionen wieder so etwas zu erleben und mit größerer Reife und Erfahrung an dem
Projekt teilzuhaben.“
„Wir suchten nach einem Schauspieler, auf den das Publikum während des Films seine
Hoffnungen und Ängste projizieren konnte. Cillian besitzt genau diese seltene Gabe“,
bemerkt Boyle. „Das ist zum Teil Erfahrung und zum Teil Selbstvertrauen, aber Cillian hat
zudem etwas ganz Besonderes, ohne das ein Film wie SUNSHINE kaum funktioniert. Er hat
es wirklich drauf – das kommt von seiner Arbeit mit guten Regisseuren und fähigen Leuten.
Alle, die finden, er sei etwas zu gut aussehend für einen Physiker, sollten wissen, dass er
unserem wissenschaftlichen Berater Brian Cox erstaunlich ähnlich sieht. Das war aber keine
Absicht.“
Für die Rolle des Schiffsingenieurs Mace besetzte man den Amerikaner Chris Evans, der
bereits 2005 in der Comicverfilmung FANTASTIC FOUR („Fantastic Four“) einen großen
Eindruck hinterlassen hatte. „Mace kommt aus einer Familie mit militärischem Background
und ist ein recht korrekter, trockener Kerl, der einfache Werte schätzt“, erläutert Evans. „Er
ist der Typ an Bord, der genau versteht, wie das Schiff funktioniert. Sein kühler Kopf erlaubt
es ihm, auch unter Stress einigermaßen überlegt zu handeln.“
„Ich finde Chris einfach fabelhaft“, lobt Boyle. „Als wir ihn trafen, sahen wir sofort, dass er
der richtige Mann war. Ein ernstzunehmender Vollblutschauspieler, der für seine Rolle alles
geben würde. Ich mochte ihn auf Anhieb und besetzte ihn dann auch sehr schnell. Er hat
Selbstvertrauen und ist für mich jemand, der eine große Karriere vor sich hat.“
„Danny ist ein geborener Märchenerzähler“, bemerkt Evans. „Wenn man sich für einen Film
entscheidet, muss man immer bedenken, wer die Geschichte erzählt. Ist es jemand wie Danny,
dann stürzt du dich natürlich auf die Chance. Ich finde es schön, mit einem Regisseur zu
arbeiten, dem du alle deine Gefühlsregungen anvertrauen kannst, dessen innerer Kompass
dich nicht irre leitet, weshalb man sich auch traut, größere Risiken und Wagnisse einzugehen.
Es gibt kein besseres Gefühl für einen Schauspieler, als ans Set zu kommen und zu wissen,
dass man etwas wagen kann und trotzdem sicher aufgehoben ist.“
Für die Besetzung des Captain Kaneda, dem Crewmitglied, das auf der Icarus II die meiste
Erfahrung hat, schauten sich die Filmemacher nach einem asiatischen Schauspieler um. Der
Japaner Hiroyuki Sanada hatte Boyle bereits mit seiner Darstellung in Yoji Yamadas
gefeiertem TASOGARE SEIBEI („Samurai in der Dämmerung“, 2002) begeistert. „Er spielt
mit einer außergewöhnlichen Würde“, erinnert sich Boyle. „Bei unserem Treffen strahlte er
eine natürliche Autorität aus, dank der ihn die Menschen automatisch respektieren. Und genau
das suchte ich für seine Figur.“ Sanada erkannte in der Rolle des Kaneda in SUNSHINE,
seinem zweiten englischsprachigen Film, eine Riesenchance. „Ich liebe Dannys Filme und die
Welten, die er erschafft, denn sie sind voller Spannung und Rhythmus“, sagt Sanada. „Das
Drehbuch steckt voll menschlicher Dramatik. Sobald eine Gruppe Leute für eine längere Zeit
in einem Raumschiff eingesperrt verbringt, geht es nicht nur um echtes Entertainment,
sondern auch um Gefühle und bedeutsame Themen.“
Die international viel bewunderte Schauspielerin Michelle Yeoh übernimmt die Rolle der
Biologin Corazon, die sich um den Sauerstoffgarten der Icarus II kümmert. „Ich bin fast
versucht, Corazon als die Glücklichste auf dem Schiff zu bezeichnen, denn sie ist im Vorteil
mit ihrem Sauerstoffgarten“, erläutert Yeoh. „Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit ihren
Experimenten und der Pflanzenzucht. Aber im Endeffekt ist natürlich niemand auf die
tragischen Ereignisse vorbereitet, mit denen die Crew konfrontiert wird. Dieser Film hat mich
durch seine psychologische Tiefe und Spiritualität überrascht. Die Crew begibt sich auf eine
sehr tief greifende Reise. Was sucht man, wenn man ins All blickt? Sobald man zu lange in
den Abgrund schaut, begibt man sich in Gefahr, seine Seele zu verlieren.“
„Schon beim Lesen des Drehbuchs wollte ich Michelle unbedingt dabei haben“, erinnert sich
Boyle. „Noch bevor ich CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON („Tiger &
Dragon“, 2000) gesehen hatte, fesselte sie mich mit ihrer Performance in TOMORROW
NEVER DIES („James Bond 007: Der Morgen stirbt nie“, 1997). Sie füllt die Rolle des
Bond-Girls mit ihrer ganz besonderen Individualität und Persönlichkeit und dafür liebte ich
sie.“
„Ich halte immer den Regisseur für die Seele eines Films“, erklärt Yeoh. „Man kann ein noch
so tolles Skript haben, aber sobald der Regisseur keine Vision verfolgt, wird es nur ein ganz
gewöhnlicher Film. Danny hat diese Vision und er setzt sie mit Leidenschaft und Dynamik
um.
Das Arbeiten mit ihm ist wundervoll und er überraschte uns immer wieder. Bei der
Zusammenarbeit fordert er dich heraus und gibt dir immer das Gefühl, etwas Neuartiges zu
tun, so dass man automatisch nach etwas nie zuvor da gewesenem strebt.“
In der Rolle der Icarus II-Pilotin Cassie überzeugt die australische Schauspielerin Rose Byrne.
„Cassie ist wahrscheinlich die Gefühlvollste in der Mannschaft, sie trägt ihr Herz quasi auf
der Zunge“, verdeutlicht Byrne.
„Ich denke, der Grund für ihre Anwesenheit auf dem Schiff liegt in ihrem ausgeglichenen
Gemüt. Sie kennt keine Belastbarkeitsgrenze und das hilft ihr durch die Reise. Meine größten
Anpassungsprobleme hatte ich damit, all diese Knöpfe zu bedienen, in Mikrophone zu
sprechen und auf leere Bildschirme zu starren, ohne mit einer Person zu interagieren. Man
kann nicht aufeinander reagieren und das Problem ist wirklich, sich in technische und
dramatische Szenen einzufühlen, in denen alles auf dem Spiel steht. Es geht dauernd um
Leben oder Tod.“
Auch Byrne ist ein großer Fan von Boyle und Garland. „Ich halte sie beide für fantastische
Künstler, smart und subversiv, voll interessanter und düsterer Seiten. Die Aussicht, mit beiden
zu arbeiten, fand ich ziemlich aufregend.“ Boyle wurde durch Byrnes Darstellung in TROY
(„Troja“, 2004) auf sie aufmerksam. Ich finde, Rose ist eine außergewöhnliche Darstellerin“,
bemerkt er. „Sobald die Kamera läuft, vollzieht sie eine totale Verwandlung und zeigt ihre
große Präsenz. Von einem Augenblick auf den nächsten kann sie sich in ihre Rolle
hineinversetzen, was einen großen Vorteil bei der Arbeit in einem Ensemble darstellt.“
Macdonald fügt hinzu: „Wir fanden ihre Intelligenz und Intensität genau richtig für den Part
von Cassie.“
Troy Garity übernahm die Rolle des Kommunikationsoffiziers Harvey und ist so etwas wie
Boyles große Ent-deckung. „Ich kannte zuvor keine seiner Arbeiten“, gesteht der Regisseur.
„Aber beim Treffen mit ihm erschien er mir als wunderbarer Zugang für meinen Film. Er
bereitet sich äußert sorgfältig auf die Arbeit vor und nimmt sein Handwerk total ernst.“
„Harvey untersteht nur dem Kapitän. Als Einziger auf dem Schiff vermisst er seine Familie
immens, verbirgt das aber vor dem Rest der Mannschaft“, erzählt Garity. „Die
Wahrscheinlichkeit, diesen Trip zu überleben, ist sehr gering, und jeder auf dem Schiff geht
damit unterschiedlich um. Manche mit Ehrgefühl, manche eher spirituell und manche haben
sich ihrem Schicksal ergeben. Meine Figur hält sich meines Erachtens für ziemlich mutig,
stellt sich aber schließlich als ebenso normal und menschlich wie der Rest heraus. Ich lese
viele Drehbücher und SUNSHINE stach einfach aus der Menge heraus. Obwohl es um
philosophische Themen geht, ist es dennoch markttauglich und für jeden unterhaltsam. Alex
ist sehr gut darin, authentisches Material zu einem Kunstwerk mit kommerziellem Potenzial
zu verarbeiten.“
Für den Part des medizinischen Offiziers auf der Icarus II, Searle, suchte Boyle jemanden, der
die Erwartungen konterkarieren würde. „Eigentlich war die Rolle für einen etwas steifen
Briten angelegt“, erinnert er sich.
„Wir aber haben dann den Neuseeländer Cliff Curtis engagiert, der uns mit seiner frischen
und originellen Herangehensweise überzeugte.“
Curtis schätzte an diesem Engagement insbesondere die Möglichkeit, mit Boyle zu arbeiten.
„Danny ist jemand ganz Besonderes, sehr bodenständig und bar jeder Illusion über die Arbeit
im Filmbusiness. Meine Figur, der Schiffsarzt und Psychiater Searle, wird im Lauf des Films
wahrhaft besessen von der Sonne. Er erkennt, dass bei der vorangegangenen Mission etwas
schief gelaufen ist, was genauso bei ihrer Mission passieren kann, und benutzt sich selbst als
Versuchskaninchen. Searle spielt mit dem Gedanken, dass die Sonne für manche Menschen
das Antlitz Gottes sein könnte. Er beginnt, die Sonne zu studieren und ist schon nach kurzer
Zeit total auf sie fixiert, es hat fast den Anschein als würde er mit der Sonne kommunizieren.
Haben wir Menschen das Recht, den Lauf der Natur zu ändern, sich gegen sie zu wenden?
Die Sonne stirbt, also welches Recht bleibt uns da, die Weisheit der Natur in Frage zu
stellen?“
Benedict Wong wurde als Navigationsoffizier Trey besetzt. „Ich sah Benedict in DIRTY
PRETTY THINGS („Kleine schmutzige Tricks“, 2002) und fand den jungen Schauspieler
wirklich herausragend“, erzählt Boyle. „Das Skript fesselte mich mit seiner glaubwürdigen
Story und deshalb wollte ich sofort mitmachen“, erinnert sich Wong. „Trey war ein
Wunderkind, der sich zu einem quengeligen Teenager entwickelte und einen Computervirus
programmierte, der ein Sechstel der Rechner weltweit lahm legte. Damit machte er die
Behörden auf sich aufmerksam, die wiederum sein Talent erkannten und es für sich nutzten,
indem sie ihn für das Raumfahrtprogramm trainierten. Eigentlich besteht sein Job darin, die
Icarus II sicher zur Sonne zu navigieren. Doch er begeht einen Riesenfehler, der ihn
schließlich das Leben kostet.“
Als letztes stieß Mark Strong in der Rolle von Pinbacker, dem Kapitän der Erstlingsmission
Icarus I, zum Team. Schon früher hatte Boyle mit Strong am Theater zusammengearbeitet.
„Pinbacker sollte so eine Art Michael Schumacher sein, ein Alpha-Tier, das man auf dem
Höhepunkt seiner Karriere für das Kommando der ersten Mission rekrutierte – ein brillanter
Techniker und gut aussehender Kerl. Diese Beschreibung passt perfekt zu Mark, er ist wie ein
1 Meter 88 großer Anthony Hopkins.“
Als die Crew der Ikarus II erstmals auf Pinbacker stößt, ist sein Körper bereits seit sieben
Jahren den Sonnenstrahlen ausgesetzt. Für den schrecklich vernarbten Look Pinbackers
musste Strong jedes Mal fünf lange Stunden in der Maske verbringen, bevor er überhaupt am
Set auftauchte. Make-up-Künstler Mark Coulier und sein Team
verpassten Strong eine 37 Einzelteile umfassende Kombination aus Ganzkörperanzug und
Prothesen aus Silikon.
Eingebettet waren UV-Pigmente, die beim Bestrahlen mit UV-Licht das Make-up zum
Leuchten brachten. „Mark musste sich jeden Morgen vor dem Aufsetzen des Kopfteils den
Schädel rasieren; anschließend überzogen wir seinen Körper mit Silikon, dann gab’s die
Hose, die Hände und zuletzt die Füße,“ erklärt Coulier. „Angesichts der Menge an Make-up
und der unangenehmen Prozedur, die Mark jedes Mal über sich ergehen lassen musste,
verhielt er sich wie ein echter Gentleman. Er bemühte sich immer, uns zu helfen, beklagte
sich nie und es war mir eine echte Freude, mit ihm zu arbeiten.“
„Ich stellte mir Pinbacker als eine spektrale Erscheinung vor“, erläutert Boyle. „Nicht greifbar
… so als ob sich die Partikel, aus denen er besteht, durch die schiere Kraft der
Lichteinwirkung neu strukturiert hätten. Ihn zu sehen und sprechen zu hören, sollte so wirken,
als verlöre man den Verstand, als könne man sich nicht mehr auf seine Sinne verlassen
aufgrund der Begegnung mit diesem veränderten Leben.“
NASA STATT KRIEG DER STERNE
Zu Boyles Strategie gehörte auch ein striktes Trainingsprogramm für die Schauspieler. Drei
Wochen lang probten die Darsteller für SUNSHINE, die sich während dieser Zeit auch die
spezifischen Fähigkeiten ihrer Tätigkeitsfelder und Funktionen aneignen mussten. Murphy
etwa begleitete Brian Cox an seinen Arbeitsplatz am CERN (Centre for European Nuclear
Research) in Genf („der liebenswürdige Mann hat alle meine idiotischen Fragen ertragen,“
lacht Murphy); Michelle Yeoh verbrachte einige Zeit im Eden Projekt in Cornwall;
wohingegen Evans den NASA-Astronauten Daniel W. Bursch in den USA traf, bevor er in
England zu den Dreharbeiten stieß. „Ich fuhr nach Monterey in Kalifornien und setzte mich
mit Daniel Bursch zusammen. Er gehört zu den Leuten, die am längsten im Weltall waren –
etwa acht Monate, was einfach erstaunlich ist – und er konnte mir wahnsinnig viel erzählen“,
erinnert sich Evans. „Ich fand es einfach toll, meine ‚Hausaufgaben‘ über ein Thema zu
erledigen, das mich leidenschaftlich fasziniert. So eine Chance bekommt man nicht oft.“
Boyle zeigte seinen Darstellern außerdem eine Reihe für ihre Recherchen relevanter Filme
wie etwa THE RIGHT STUFF („Der Stoff, aus dem die Helden sind“, 1983), die
Dokumentation FOR ALL MANKIND (1988), DAS BOOT (1979) und LE SALAIRE DE
LA PEUR („Lohn der Angst“, 1953), aber natürlich auch Science-Fiction-Klassiker wie
ALIEN („Alien – das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“, 1979) und 2001 – A
SPACE ODYSSEY („2001 – Odyssee im Weltraum“, 1968). Zum Trainingsprogramm
gehörten aber auch Tauchen, Expertenvorlesungen in Astronomie und Physik, Stuntübungen,
Flugsimulationen und ein Schwerelosigkeits-Trip in einem Armeeflugzeug. Murphy
beschreibt diese Erfahrung als „gleichzeitig ziemlich interessant, Übelkeit erregend,
entsetzlich und lustig.“ „Dieser Moment der Schwerelosigkeit ist ziemlich phänomenal“, fügt
Yeoh hinzu, „das raubt dir den Atem. Aber sobald man mehrere G ertragen muss … das ist
kein Spaß. Der Kopf tut weh, der Oberkörper schmerzt und man fühlt sich, als sitze einem die
ganze Welt auf dem Brustkorb. Es klingt grauenvoll, aber es ist trotzdem witzig und man
gewöhnt sich nach einigen Augenblicken des puren Horrors tatsächlich daran.“
Zuletzt bestand Boyle noch darauf, das Ensemble für zwei Wochen zusammen leben zu
lassen, um vor dem Dreh zumindest ein gewisses Gefühl der Vertrautheit zu schaffen. „Im
Film lernen wir die Crew kennen, nachdem sie bereits 16 Monate auf dem Raumschiff
zugebracht haben, also musste so schnell wie möglich ein Teamgefühl aufkommen und die
Schranken mussten fallen“, verdeutlicht er.
„Manche Emotionen kann man einfach nicht wirklich spielen“, erklärt Murphy. „Es liegt
einfach in der Luft oder existiert zwischen den Personen, sei es nun Vertrauen oder
Genervtheit. Genau das wollte Danny meiner Meinung nach erreichen, in dem er uns
zusammen wohnen ließ und mir hat es viel Spaß gemacht.“
Also zogen alle acht Besatzungsmitglieder der Icarus II in eine Studentenunterkunft im
Londoner East End. „Man schickte uns in ganz normale, karge und nicht sehr opulente
Studenten-WGs“, lacht Curtis. „Ich dachte ja, wir werden in einem großen Haus zusammen
leben, miteinander das Essen kochen und uns amüsieren. Aber nein, wir landeten in einer
Studentenbude mit Zellen-artigen Zimmern, Einzelbetten, eigenen Duschen und Toiletten und
einer sehr einfach ausgestatteten Küche.“
„Ich fand all diese Vorbereitungen toll“, gesteht Evans. „Es war wie zu meinen TheaterZeiten. Wir hängten uns richtig rein, um zu verstehen, worum es bei diesem Film geht und
was diese Charaktere durchmachen. Es war eine wundervolle, unschätzbare Erfahrung.“
DIE ZUKUNFT GESTALTEN
Mit der Aufgabe, Boyles und Garlands Vision der nahen Zukunft der Raumfahrt filmisches
Leben einzuhauchen, betraute man Chefkameramann Alwin Küchler (PROOF, („Der Beweis
– Liebe zwischen Genie und Wahnsinn“, 2005), CODE 46, („Code 46“, 2003)),
Produktionsdesigner Mark Tildesley (28 DAYS LATER, MILLIONS, „Millions“, 2004),
Cutter Chris Gill (28 DAYS LATER („28 Days Later“, 2002), MILLIONS)), die Oscar®gekrönte Make-up- und Haar-Künstlerin Christine Blundell (TOPSY-TURVY („Topsy-Turvy
– Auf den Kopf gestellt“, 1999), THE CONSTANT GARDENER, („Der ewige Gärtner“,
2005)) und Kostümdesignerin Suttirat Anne Larlarb (A FOREIGN AFFAIR, 2003). Die in
London ansässige Firma Moving Picture Company unter der Leitung von Visual Effects
Supervisor Tom Wood verantwortete die Special Effects.
Boyle arbeitete eng mit Chefkameramann Küchler am unverwechselbaren Look des Films.
„Visuell ist mir wichtig, dass unsere Arbeit cinematografisch hervorsticht“, erzählt Boyle.
„Bei der Annäherung an die Sonne war die Frage der Lichtregelung ausschlaggebend, und
Alwin ist der beste Kameramann für diese Herausforderung.“
Küchler bemerkte erst bei der Vorbereitung zu SUNSHINE, wie kompliziert die Arbeit mit
einem so dominanten, schönen und kraftvollen Element wie der Sonne, tatsächlich werden
würde. „Ich konnte niemals wirklich mit der Schönheit der echten Sonne konkurrieren“,
erklärt Küchler, der den Film in anamorphem Format drehte. „Ich wollte unter anderem die
physikalischen Aspekte des Lichts vermitteln“, erzählt Küchler. „Das ganze Raumschiff ist
schließlich unter dem Aspekt des Schutzes vor dem Sonnenlicht gestaltet worden. Auf der
einen Seite besteht also dieser goldene Schild, der die Sonne reflektiert und auf der anderen
Seite herrscht absolute Dunkelheit. Wir filmten bestimmte Sequenzen in großer Dunkelheit,
an die man sich gewöhnt, so dass das Publikum stärker körperlich reagiert, sobald die Sonne
ins Spiel kommt. Nähme man nur einen Teelöffel des Sonnenmaterials und legte es auf die
Spitze der St. Paul’s Cathedral, würde ganz England verdampfen. Stellen sie sich das mal vor
und dann die Aufgabe, diese Kraft auf Zelluloid zu übertragen. Bei der Arbeit mit dieser
Naturgewalt wurden mir die Beschränkungen in meiner Arbeit sehr bewußt.“
Bei der Gestaltung der Außenhaut und der Innenbereiche der Icarus II schloss sich Boyle
einmal mehr mit dem preisgekrönten Produktionsdesigner Mark Tildesley zusammen, mit
dem er bereits an 28 DAYS LATER („28 Days later“, 2002) und MILLIONS („Millions“,
2004) kooperiert hatte. „Mark ist eine durch und durch kreative Person und liebt Photobände
genauso wie ich. Das bot uns eine großartige Gesprächsbasis, die wir durcharbeiten konnten“,
verdeutlicht Boyle. „Wir kannten die Parameter und strebten in Sachen Licht-Balance eher
NASA als KRIEG DER STERNE an. Die NASA nahm definitiv großen Einfluss.“
„Sobald das Setting in der nahen Zukunft feststand“, bemerkt Macdonald, „ergab sich das
Designkonzept quasi aus der Realität. Um diese Realität in die Arbeit zu übertragen, ließen
wir uns während der Nachforschungen über Atom-U-Boote, Ölplattformen und natürlich die
NASA inspirieren. Wir erfuhren zum Beispiel, dass auf einem Space Shuttle jede einzelne
Schraube nummeriert ist und auch nur in genau ein Loch mit derselben Nummer passt. Wir
wollten solche Details zumindest im Ansatz auch auf SUNSHINE übertragen.“
Wie auch bei seinen früheren Arbeiten sammelte Boyle vorab ein Portfolio an Fotos und
anderen visuellen Referenzen, das er der Crew und den Schauspielern zugänglich machte. Er
instruierte Tildesley, dass er sich das Design der Icarus II als organisches, lebendiges Wesen
vorstellte, das auch zusammenbrechen konnte und repariert werden müsse. „Wir wollten das
Schiff für das Publikum so real und glaubwürdig wie möglich erscheinen lassen, damit sie uns
die Mission auch abkauften“, verdeutlicht Tildesley. „Außerdem versuchten wir den
Schauspielern das Gefühl zu geben, bereits seit Monaten in diesen beengten Räumen
eingesperrt zu sein. Wir einigten uns darauf, keinen „Space Funk“ einzusetzen, also Dinge nur
um ihrer Schönheit Willen zu verwenden. Stattdessen strebten wir eine Art Ästhetik des
Wissens an, also mussten wir das Schöne in diesem Umfeld finden. Außerdem hielten wir uns
an die Prämisse, nicht alles neu zu erfinden. Es gibt also – zumindest stellen wir uns das in
diesem Sinne vor – immer noch Dinge, die die Leute wieder erkennen.“
Die Icarus II besteht aus einem massiven, eine Meile im Durchmesser großen Schild aus
Goldpaneelen, die das Schiff schützen, indem sie die Hitze der Sonne ablenken. Hinter dem
Schild sitzt die Bombe von der Größe Manhattans, genauso schwer wie der Mond. Im
Vergleich zu dem Schild und der Bombe sind die Wohnräume sehr beengt und rund um einen
Hauptkorridor von der Länge des Schiffs angeordnet. Von diesem Gang zweigen der
Gemeinschaftsraum, die Schlaf-quartiere, das Flugdeck, der Beobachtungsraum, die
medizinische Abteilung und der Sauerstoffgarten ab.
In den im Londoner Osten gelegenen Three Mills Studios okkupierte die Produktion mehr als
acht Studiobühnen, auf denen Tildesley alle Innenräume der Icarus II als 360°-Kulissen
aufbaute. „Es gibt eine Mischung kontrastierender Größenverhältnisse“, erklärt er. „In unserer
Wahrnehmung wirkt das Schiff natürlich gigantisch, während die Wohnräume nur einen
winzigen Teil davon beanspruchen, ähnlich denen eines U-Boots. Da gibt es Räume mit
echten Maschinen, die brauchbar funktionieren. In den Wohnräumen ließen wir die Kabel und
Leitungen quer durch die Schlafzimmer und Gänge laufen, damit man das Gefühl bekommt,
man sehe die Venen des Schiffs, das lebt und ständig arbeitet.“
„Ich finde die Sets fantastisch“, schwärmt Evans. „Ich meine damit, dass es schön ist,
tatsächlich greifbare Dinge um sich zu haben, durch ein Raumschiff zu laufen, das tatsächlich
existiert und nicht nur zur Hälfte oder drei Viertel. Man fühlt sich wie in einem Raumschiff
im Weltall. Man geht durch Gänge in verschiedene Lebensbereiche, Schlafzimmer und
Behandlungsräume. Das half enorm dabei, dem Film Leben einzuhauchen.“
Suttirat Larlarb hatte man nach ihrer Arbeit im Art Department von THE BEACH („The
Beach“, 2000) wegen ihrer Erfahrung sowohl in Kostüm- als auch Produktionsdesign ins
Team geholt. Nun sollte sie einen völlig neuen Raumanzug sowie die Outfits der Mannschaft
entwerfen. „Wir stellten uns den Raumanzug völlig neuartig und anders vor, um von den
traditionellen, konventionellen Anzügen wegzukommen, die man sonst immer in
Raumfahrtfilmen sieht“, erinnert sich Boyle. „Suttirats unfehlbarer Geschmack und die
Extravaganz ihrer visuellen Einfälle prädestinierten sie geradezu für diese Aufgabe.“
„Der Raumanzug musste eine Art Kostüm mit völlig spezifischen technischen
Voraussetzungen sein, mehr wie ein Fahrzeug oder eine Maschine“, erklärt Larlarb. „Danny
sagte mir, dass ich einen auf der Logik basierenden Anzug entwerfen sollte, der nicht allzu
fantastisch wirkte. Das Ding musste Bewegungsfreiheit bieten, strapazierfähig sein und so
aussehen, als böte es Schutz vor Verstrahlung und der Sonne.“ Boyle und Larlarb holten sich
Inspiration bei zahlreichen und breit gefächerten Quellen, von Issey Miyakes Entwürfen bis
zu Samurai-Kleidung, von mittelalterlichen Rüstungen zu Tiefsee-Tauchanzügen und zogen
selbst die Kapuze von Kenny aus der Zeichentrick-Serie „South Park“ in Betracht, bevor sie
sich auf einen Look einigten.
Die endgültigen Entwürfe und Stoffmuster des Raumanzugs gab Larlarb schließlich weiter an
James Enright und sein Kostümbildner-Team für die Fertigung. „In der Realität bieten
Raumanzüge nur wenig Bewegungsfreiheit, aber wir achteten darauf, in dem Outfit so viel
Platz wie möglich zu schaffen“, erinnert sich Enright. „Wir entwickelten ineinander greifende
Ringe rund um die Beine, Arme und Handgelenke, so dass man – anders als in einem echten
Raumanzug – darin theoretisch auch rennen könnte.“
Bei der Suche nach dem geeigneten Material verliebte sich Boyle in eine goldfarbene
Substanz namens Mylar, die der Isolierfolie ähnelt, mit der sich Läufer warm halten. „Schon
bei den Licht- und Kabelproben wickelten wir das Stunt-Team darin ein“, erklärt Enright.
„Danny fand die Art, wie das Material das Licht reflektierte und abstrahlte, großartig. Damit
wirkten die winzigen Bewegungen beim Gehen im All viel energetischer.“
Der größte Unterschied zwischen dem SUNSHINE-Raumanzug und konventionellen
Modellen besteht – neben seiner goldenen Farbe – in einer großen Schutzhaube, die das
Gesicht des Trägers bis auf einen schmalen rechteckigen Sehschlitz vorne am Helm völlig
bedeckt. „Wir kamen auf die Idee mit der großen Schutz-Kapuze, denn man musste sich ja
vor Licht, Hitze und Strahlung schützen. Man konnte nur noch die Augen des Astronauten
sehen, und die mussten vor den Sonnenstrahlen bedeckt werden“, erzählt Larlarb. „Die Figur
soll noch aus dem Helm herausschauen können, aber von Außen ist kein Blick in den Anzug
möglich. Also platzierten wir eine Kamera in den Helm, um zu dem Schauspieler eine
emotionale Bindung zu schaffen“, verdeutlicht Boyle.
„Die Helmkamera gehörte zu den vielen wunderbaren Einfällen von Danny“, schwärmt
Murphy. „Natürlich war es körperlich anstrengend, weil Helm und Kamera eine Tonne
wogen. Aber dafür wirken diese Szenen glaubwürdig, denn die meiste Zeit schwitzten und
schnappten wir tatsächlich nach Luft.“
Während die Innenräume der Icarus II in den Studios entstanden, generierten die
Effektespezialisten der Moving Picture Company ihre Außenhaut komplett am Computer.
„Normalerweise verbringt man beim Filme-machen zuerst eine Ewigkeit mit dem Dreh,
danach folgt der Schnitt und erst dann hat man den fertigen Film vor Augen. Diesmal
funktionierte das nicht. Im Endeffekt hatten wir so etwas wie einen dreibeinigen Hund, denn
die visuellen Effekte fehlten“, sagt Boyle. „Derzeit geht der Trend dahin, sich nicht auf CGI
zu verlassen, sondern es mit der Realität zu probieren. Das stand bei uns natürlich gar nicht
zur Debatte. Man muss sich einfach den Computerbildern vertrauen und sich an den
Freiheiten erfreuen, die diese Technik bietet.“
„Wir generierten etwa 500 Einstellungen“, verrät Visual Effects Supervisor Tom Wood. „Die
Schlüsselszenen dabei sind natürlich das Äußere des Raumschiffs und die Sonne. Beide
entstehen fast ausschließlich am Computer, was sehr ungewöhnlich ist. In der Regel bestehen
Raumschiffe aus einer Kombination von Computerbildern und Modell-Aufnahmen. Wir
verlassen uns aber, abgesehen von einer Luftschleusen-Szene, in der wir etwas Action
brauchten, auf ein völlig Computer generiertes Äußeres.“
Die größte Herausforderung für das Effekteteam bestand in der Programmierung der Sonne,
die noch nie zuvor aus einer geringeren Entfernung als einigen Millionen Kilometern
fotografiert oder gefilmt worden war. „Zu den schwierigsten Dingen gehörte es, die schiere
Größe der Sonne zu vermitteln, zu zeigen, wie unglaublich mächtig und unbegreiflich riesig
sie ist“, verdeutlicht Wood. „Die Sonne verliert in jeder Sekunde vier Millionen Tonnen an
Material. Ständig schleudern immense Eruptionen Material mit etwa 1,6 Millionen
Stundenkilo-metern von ihrer Oberfläche ins All. Das sind einfach absurde
Größenverhältnisse, bei denen wir uns ständig behaupten mussten. Ich denke aber, dass uns
die Sonne zumindest Ehrfurcht erregend und wunderschön geglückt ist. Und haarsträubend
grauenerregend ist sie hoffentlich auch.“
„Ich versuche immer, optimistische Filme zu drehen“, erklärt Boyle. „Und obwohl manche
von ihnen vielleicht etwas härter erscheinen, hoffe ich doch, dass sie immer von einem
Lebenswillen durchdrungen sind, so dass man sich nach dem Verlassen des Kinos lebendiger
fühlt als vorher.“
Die 15-wöchigen Dreharbeiten zu SUNSHINE begannen im August 2005 und die PostProduktion fand in London statt.
DNA Films ist ein Joint Venture mit dem amerikanischen Verleiher Fox Searchlight.
Das Unternehmen finanziert und produziert britische Filme und ermöglicht den Zugang zu
einer internationalen Verleih-Infrastruktur.
Q&A MIT DANNY BOYLE
Was gefiel Ihnen an Alex Garlands Drehbuch SUNSHINE?
Ich glaube an die Kontinuität und hatte den Wunsch, 28 DAYS LATER eine weitere
Zusammenarbeit folgen zu lassen. Außerdem fesselte mich die Prämisse des Skripts. Meines
Erachtens hat tatsächlich noch niemand einen Film über die Sonne gedreht, dabei ist sie
wichtiger als alles andere. Sobald sie einmal aussetzt, sind wir alle innerhalb von acht
Minuten tot und doch ist noch kein Film darüber gemacht worden. Das fand ich fantastisch.
Natürlich geht es auch um die psychologischen Befindlichkeiten dieser Leute und ihre
Erlebnisse bei der Annäherung an die Quelle des Lebens im Universum. Das hat mich schon
immer gepackt.
Interessieren Sie sich generell für „Space-Filme“?
Ich liebe sie. Ich bin zwar kein Typ, der auf Sachen wie „Star Trek“ steht, aber die etwas
eleganteren Weltraum-Filme berühren mich durchaus. Ich habe mir sowohl CONTACT
(„Contact“, 1997) als auch ALIEN RESURRECTION („Alien – Die Wiedergeburt“, 1997)
jeweils am Tag ihres Kinostarts angeschaut.
Ihnen ist es zusammen mit Alex Garland gelungen, dem Horrorgenre einen
ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Wenn man nun also Science Fiction
macht, das ja immerhin Klassiker wie ALIEN und 2001 hervorgebracht hat, wie
geht man da vor?
Ich versuche, beim Dreh nicht darüber nachzudenken, obwohl wir die Filme natürlich gezeigt
haben, wir haben ALIEN vorgeführt und eine Menge verschiedenartiger Werke.
Aber ich versuche, so unschuldig wie möglich an die Sache heranzugehen. Manchmal
kollidiert man dann mit einem bestehenden Film und denkt ‚das lass’ mal lieber‘ oder ‚oh ja,
so eine Reminiszenz wäre doch eine nette Sache‘. Man versenkt sich in die Filme, versucht
dann aber, sie hinter sich zu lassen. Das strengere Kriterium, die Referenz ist aber der
Ausspruch des Produktionsdesigners Mark Tildesley ‚Das ist so 50er Jahre-mäßig‘. Vor 50
Jahren gab es in London rote Busse und natürlich sieht man sie noch heute und dennoch hat
sich die Stadt komplett verändert. Also gibt es auch in unserem Film vieles, was man wieder
erkennt. Wir sind nicht die „Star Trek“-Nummer gefahren, sondern haben unsere
Nachforschungen auf dem NASA-Kontaktplan aufgebaut. Also gibt es auf der Icarus II
Pflanzen zur Sauerstoffversorgung, denn das gehört zu den größten Problemen der Raumfahrt.
Wie kommen wir an Sauerstoff, um das Leben im All oder auf anderen Planeten zu
ermöglichen? Die Antwort heißt Pflanzen.
Wie hat sich die „NASA statt KRIEG DER STERNE“-Prämisse entwickelt?
Wir haben alle Wege beschritten, haben uns mit Spezialisten wie unserem wissenschaftlichen
Berater Brian Cox getroffen, aber auch mit dem Futuristik-Designer Richard Seymour
geredet. Er denkt für Konzerne wie Ford und Philips in die Zukunft. Vor 20 Jahren entwarf er
den kabellosen Wasserkocher und hat viele Dinge ersonnen, die uns in 20 Jahren ebenso
vertraut sein werden wie jetzt eben der Wasserkocher. Er versorgte uns mit einem Bild der
Zukunft, einem Bild der Welt in ca. 50 Jahren. Andrew, Alex und ich trafen uns mit ihm,
unterhielten uns, er zeigte seine Entwürfe und sprach dann auch mit den Schauspielern. Mark
ist zwar der Haupt-Designer, aber dennoch beschäftigt man sich mit einer Menge
verschiedener Quellen und daraus ergibt sich dann alles Weitere.
Die Idee mit dem Sonnenschild entstand aus der puren Notwendigkeit einer
Schutzvorrichtung. Dann flossen die NASA-Materialforschungen ein und deren Ergebnisse,
wie man sich vor Hitze und Strahlung sichert. Das war dann Blattgold. Eine
Bleiummantelung wäre eine schlechte Idee, sie würde auf der Stelle schmelzen, wohingegen
Blattgold die Hitze einfach vom Schiff dahinter ablenkt. Ich empfand dies als eine RiesenEntdeckung, die aber schrecklich nahe liegend erscheint. Sie führte schließlich zu unserem
Raumanzug, der natürlich auch aus Gold sein musste, und nicht weiß wie die von der NASA.
Dann kommt man ins Nachdenken, fasst Mut und beschließt ‚lasst uns den Helm ändern!‘
Welche Schlüsse haben Sie aus dem Besuch auf einem Atom-U-Boot gezogen?
Natürlich nahm DAS BOOT einen großen Einfluss und wir hatten ursprünglich auch geplant,
die Icarus II sehr klaustrophobisch zu gestalten. Aber im Endeffekt kamen wir von der Enge
von DAS BOOT ab, denn der Instinkt sagt ‚Nein, diese Leute müssen drei Jahre da drin
verbringen. Niemand würde ihnen antun, unter Bedingungen wie in DAS BOOT zu leben, wo
man aufstehen muss, um jemanden vorbei zu lassen‘. Das würde man nicht tun, aber ein
Gefühl dafür wollten wir schon vermitteln.
Selbst der Besuch in dem Atom-U-Boot war nicht so schlimm wie bei DAS BOOT –
schließlich ist das 50, 60 Jahre her. Wir haben Raum zum Atmen gelassen, aber dennoch ein
Gefühl der Beengtheit erzeugt, ihre Gesichtshaut wächsern erscheinen lassen und all das.
Aber ich fand das toll. Etwas hat mich absolut umgehauen, als wir auf dem U-Boot waren –
und das kann man natürlich im Film nicht rüberbringen, aber ich habe es den Schauspielern
erzählt, um sie mental zu berühren – wenn eine Mannschaft mit einem Atom-U-Boot ausläuft,
muss sie vor dem Ablegen eine Entscheidung treffen. Sie lautet: ‚Wollt ihr schlechte
Nachrichten erfahren oder nicht?‘ Ich fand diese Information psychologisch absolut
erstaunlich. Denn Kommunikation unter solchen Bedingungen ist ja eine Art Einbahnstraße.
Man kann ja nicht antworten. Nichts ändert etwas an der Mission, kein Einzelner, egal ob
jemand durchdreht und weggesperrt wird oder stirbt und in der Kühlung landet – die Mission
steht. Sie fahren raus und wissen nicht, wo sie sind. Nur drei Leute an Bord erfahren ihren
Standort. Also müssen sie sich entscheiden, ob sie es erfahren möchten, wenn etwa ihre Frau
oder ihr Kind stirbt oder schwer erkrankt. Das ist die Frage und ich fand das unglaublich.
Wie wissenschaftlich fundiert ist SUNSHINE?
Ziemlich fundiert. Natürlich werden wir mit dem Film keinen Nobelpreis gewinnen, man
muss sich schon zeitweilig von der Realität verabschieden. Aber im Prinzip ist das schon
fundiert. Alex beschäftigt sich natürlich viel mit Forschung, also hält seine Geschichte auch
einer gewissen Prüfung stand. Alles Unwahrscheinliche haben wir mit Brian Cox besprochen
und danach entschieden ‚das ändern wir dementsprechend oder folgen seinen Ratschlägen
oder lassen es wie es ist.‘
Zu den Hauptthemen des Films gehört für mich vor allem die Hybris der Wissenschaft.
Natürlich gehört eine gewisse Arroganz dazu, zu glauben, dieses Ding verändern zu können.
Das ist natürlich Wahnsinn und unmöglich, aber die Wissenschaft glaubt tatsächlich,
irgendwann dazu in der Lage zu sein. Im Gespräch mit Brian Cox bekommt man irgendwann
das Gefühl, dass sie es wirklich schaffen könnten. Mit dieser Röhre, in der sie beim CERN die
Partikel kollidieren lassen, glauben sie tatsächlich, das Ur-Teilchen zu finden, das nach dem
Urknall existiert hat. Er erzählte von einer knapp zehnprozentigen Möglichkeit, damit ein
schwarzes Loch zu generieren und man fragt sich ‚würden wir dann nicht alle sterben?‘ Und
er antwortete nur trocken, dass das eh keiner merken würde, niemand, denn die gesamt
Galaxie würde im Ernstfall in das schwarze Loch eingesaugt.
Außerdem würde es möglicherweise sowieso nicht funktionieren und überhaupt: als man die
erste Atombombe zündete, informierte man den Kongress darüber, dass eventuell der Himmel
zu brennen anfangen könnte und der gesamte Planet sich entzünden und sie haben es trotzdem
durchgezogen. Man muss sich also einfach ein bisschen wichtig machen.
Erzählen Sie uns etwas über das Licht in SUNSHINE
Wir haben versucht, die Sonne adäquat darzustellen und dem Publikum ein Gefühl für ihre
Kraft zu geben. Ein Teil dieser Kraft liegt in dem absoluten Weiß. Das versuchen wir schon
früh im Film zu vermitteln, um die Stärke zu zeigen. Hauptsächlich die Figur Searle bringt
dann unangenehme Wahrheiten ins Spiel und wir verlegten uns für den Rest der Zeit auf eine
gelbere Palette. Diese Entscheidung für den gelben Farbton spielte in der Folge eine große
Rolle, denn wir ließen Design-mäßig ansonsten alles Gelbe weg. Wir ließen keine gelben
Notizbücher herumliegen und versicherten uns, dass keine sonstigen gelben Lichtquellen
leuchten. Man dürstet nach einiger Zeit förmlich nach diesem gelb-rötlichen Licht, so dass es
dich überwältigt, sobald es wieder zu sehen ist. Das gehört zu den Tricks, die wir
gebrauchten, um die schiere Monstrosität der Sonne zu vermitteln.
Wir wollten das Publikum überwältigen und es in dem Licht baden. Das passiert auch unseren
Filmfiguren und es verändert ihre Psyche.
Anders als in sonstigen Space-Filmen verzichten Sie auf endlose Sequenzen
des vorbei fliegenden Raumschiffs …
Wir versuchten, uns auf die acht Personen zu konzentrieren. Und auch wenn wir nicht die
Klaustrophobie von DAS BOOT verwendeten, wollten wir schon ein Gefühl der
Gefangenheit, der hermetischen Abriegelung in diesem Bau, diesem Schiff vermitteln. Sie
sitzen darin quasi fest und jedes Verlassen des Raumschiffs ist eine Besonderheit.
Normalerweise sieht man alle paar Minuten das Schiff von außen, aber das wollte ich
vermeiden. Sobald einer der Insassen nach draußen darf, ist das ein absolutes Highlight. Auch
hier lasse ich die Leute sich also danach sehnen, in der Hoffnung, diese Bilder dann zu etwas
Besonderem werden zu lassen.
Ihr Film wirft einige große spirituelle und philosophische Fragen über das
Universum und unsere Rolle darin auf. Es geht darum, den Körper ins All zu
katapultieren, um zu sich selbst zu finden.
Essenziell geht es um den alten Streit ‚Wissenschaft versus Glauben‘. Denn ein Typ steht
während der Zündung mitten in seiner Bombe und behauptet trotzig, das Universum
verändern zu können. Gleichzeitig aber bringt Gott das Argument ein, es sei bitteschön sein
Werk.
FAKTEN ÜBER DIE SONNE VON DR. BRIAN COX
Unsere Sonne ist ein nuklearer Kernreaktor, eine Million mal so groß wie die Erde. Das
Kraftwerk liegt im Kern der Sonne, einem unglaublich gewaltigen Ort, in dem die Temperatur
auf 15 Millionen Grad steigt. Ein Würfel Sonnenmaterie mit einem Meter Kantenlänge wöge
150 Tonnen. Innerhalb dieses gigantischen Reaktors kollidieren Wasserstoffkerne miteinander
und verschmelzen zu Helium. Könnte man auf der Erde ein Kilogramm Helium auf diese Art
erzeugen, entstünde genug Energie, um 600 Amerikaner ein Jahr lang zu versorgen.
Jede Sekunde verbrennt die Sonne 600 Millionen Tonnen Wasserstoff. In anderen Worten
werden in jeder Sekunde vierhundert Millionen Millionen Millionen Millionen Millionen
Millionen Wasserstoffkerne zu Helium verschmolzen (das sind 38 Nullen). Während dieses
Prozesses verschwinden über vier Millionen Tonnen Sonnenmaterie in jeder Sekunde und
werden, Einsteins berühmter Formel E=mc2 folgend, in Energie umgewandelt. Bei dieser
Geschwindigkeit bleibt ihr noch genug Brennstoff für etwa fünf Milliarden Jahre, bevor sie
erlischt.
Heutzutage besteht die Sonne zu etwa 74 Prozent aus Wasserstoff und zu 25 Prozent aus
Helium, den Rest bilden andere, schwerere Elemente. Diese schweren Elemente mögen
vernachlässigbar scheinen, und doch sind die Kerne der Sterne die einzigen Orte im
Universum, an denen diese Stoffe entstehen können. Gleich nach dem Urknall gab es im
Universum einzig die Elemente Wasserstoff, Helium und eine Handvoll leichterer Elemente.
Was fehlte, waren die äußerst wichtigen Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff oder Eisen. Alle
Bausteine in unseren Körpern, den Wasserstoff ausgenommen, wurden in Generationen von
uralten Sternen zusammengebraut und ins All zurückgeschleudert, als den Sternen der
Hydrogen-Treibstoff ausging und sie als so genannte Supernovae einen spektakulären
explosiven Tod starben.
Die Sonne gehört zu den Sternen dritter Generation und entstand etwa vor viereinhalb
Milliarden Jahren. Damals feierte das Universum bereits seinen neun-milliardsten Geburtstag
und hatte schon zwei Generationen von Sternen entstehen und sterben sehen. Die Sonne, die
Planeten und alles andere, was wir um uns herum im All sehen, entstanden aus gigantischen
Staub- und Gaswolken, die während des Verglühens dieser frühen Sterne in den Weltraum
geschleudert wurden.
Die Sonne erscheint uns einzigartig und besitzt für uns enorme Bedeutung. In Wahrheit aber
ist die Sonne nur einer von etwa 100.000 Millionen Sternen in unserer Galaxie und es
existieren allein im beobachtbaren Universum mindestens 100.000 Millionen weitere
Galaxien. Also ist die Sonne nichts Besonderes. Im Vergleich zu anderen Sternen erscheint
sie sogar ziemlich klein und unscheinbar. Zu den bekanntesten Himmelskörpern, die man von
der Erde aus sieht, gehört Betelgeuse im Sternbild Orion (der hellrote, neunt-hellste Stern am
Himmel). Ersetzte man die Sonne durch Betelgeuse, würden alle Planeten inklusive des
Jupiters in ihr verschwinden! Ihr Radius beträgt das 6.500-fache von dem unserer kleinen
Sonne.
In SUNSHINE vollzieht sich der unvermeidliche Tod der Sonne nicht in fünf Milliarden
Jahren, sondern noch während des 21. Jahrhunderts. Wie konnte das passieren? Auch wenn
wir ein relativ fundiertes und oft geprüftes Wissen über das Funktionieren der Sterne besitzen,
gibt es doch einige Dinge im Universum, die wir nicht verstehen. An meiner Arbeitsstätte,
dem CERN in Genf, wird noch in diesem Jahr eine 27 Kilometer lange Maschine namens
LHC in Betrieb genommen. Sie soll die Bedingungen wiederherstellen, die weniger als eine
Billionstel Sekunde nach dem Urknall im Universum geherrscht haben. Zu diesem frühen
Zeitpunkt könnte eine Menge seltsamer Dinge entstanden sein, die als gänzlich unbekannte
Objekte eventuell noch immer im Universum herumfliegen. Und genau diese Objekte
könnten, falls sie ins Herz eines Sterns prallen, absolutes Chaos anrichten.
Viele Physiker rechnen damit, dank des LHC eine neue Partikelgruppe namens
supersymmetrische Teilchen zu finden. Sie scheinen ein heißer Kandidat für die so genannte
dunkle Materie zu sein. Aus dieser von Physikern entdeckten mysteriösen Materie besteht ein
weit größerer Teil der Masse des Universums als aus jenen bekannten Partikelfamilien, die
die Erde, die Sonne und alles weitere Sichtbare inklusive unserer Körper bilden. Viele
Supersymmetrie-Theorien ziehen auch die Existenz von Objekten, die man als Q-Ball kennt,
in Betracht. Diese kann man sich als gigantische Ansammlungen supersymmetrischer
Teilchen vorstellen, die sich beim Eindriften ins Herz eines Sterns wie ein wuchernder Krebs
verhalten und ihn schließlich von innen zerstören. Das klingt weit hergeholt, entspricht aber
gewissen sub-atomaren Theorien.
Wahr ist auf jeden Fall, dass unser Status auf der fragilen Erde alles andere als gesichert ist.
Wir leben in einem gewaltigen Universum, ohne es vollständig zu verstehen. Vielleicht sind
wir eines Tages gezwungen, eine Icarus Mission zu starten, um das Leben auf unserem
Planeten vor der Zerstörung durch eine Naturgewalt zu retten, die wir weder kontrollieren
noch verstehen können.
DIE SONNE – EIN STECKBRIEF
Umfang: 4,4 Millionen Kilometer
Oberfläche: 11.900 mal so groß wie die der Erde
Anziehungskraft: 28 g – das heißt, man wöge auf der Sonne 28 mal so viel wie auf der Erde
• Die Sonne rotiert einmal in 25,38 Erdentagen um ihre eigene Achse
• In der Sonne sind 99,8 Prozent der gesamten Materie unseres Sonnensystems gebunden.
Der Planet Jupiter enthält fast den gesamten Rest.
Sonnenflecken sind kühlere Regionen auf der Oberfläche der Sonne. Sie sind kälter, weil
starke Magnetfelder das Aufsteigen der Hitze an die Oberfläche verhindern. Sonnenflecken
können mehrere Tausend Kilometer Durchmesser erreichen und werden oft in
Zusammenhang gebracht mit Sonnen-Explosionen („Flares“) und CME-Erscheinungen
(„Corollar Mass Ejection“), die riesige Mengen an Materie in den Weltraum schleudern. Die
Aktivität dieser Sonnenflecken folgt einem Elf-Jahres-Zyklus. Gibt es weniger
Sonnenflecken, kühlt das Klima auf der Erde tendenziell etwas ab. Während des 17.
Jahrhunderts schien der Zyklus der Sonnenflecken einige Jahrzehnte lang gänzlich gestoppt.
Dieses Fehlen der Sonnenaktivität, genannt das Maunder Minimum, überschnitt sich mit der
„kleinen Eiszeit“, während der die Temperaturen in Europa so weit sanken, dass die Londoner
Themse im Winter regelmäßig zufror. Mittlerweile existieren Beweise auch für die Existenz
längerfristiger Zyklen von bis zu 100.000 Jahren. Diese großen Zyklen könnten mit den
Eiszeiten der Erde zusammenhängen. Die Sonne scheint also weit weniger stabil zu sein als
sie aussieht.
Der Sonnenwind besteht aus einem von ihr ausgestoßenen Partikelstrom (hauptsächlich
Protonen und Elektronen). Diese Partikel strömen an der Erde mit einer Geschwindigkeit von
200 bis 800 km in der Sekunde vorbei. Jede Sekunde verliert die Sonne dabei eine Million
Tonnen Materie mit ihrem Wind.
DIE FILMEMACHER
DANNY BOYLE, Regisseur
Danny Boyles erster Spielfilm, SHALLOW GRAVE („Kleine Morde unter Freunden“, 1994),
brachte ihm sowohl einen BAFTA Alexander Korda Award als Außergewöhnlicher Britischer
Film, als auch eine ganze Reihe anderer Ehrungen ein, darunter die des Besten Regisseurs
beim San Sebastian Film Festival, den Empire Award als Bester Regisseur und für den Besten
Britischen Film und den London Critics’ Circle Film Award als Bester Britischer Newcomer.
Boyles zweiter Spielfilm, TRAINSPOTTING („Trainspotting – Neue Helden“, 1995), ist
einer der erfolgreichsten britischen Filme aller Zeiten. Der von der Kritik bejubelte Film
gewann vier Empire Awards, darunter den für die Beste Regie und als Bester Film und wurde
für einen BAFTA Alexander Korda Award nominiert.
Im Jahr 2002 führte Boyle bei dem höchst erfolgreichen Horrorfilm 28 DAYS LATER Regie,
der weltweit mehr als 80 Millionen US-Dollar einspielte. Für den Film erhielt Boyle von der
Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror Films einen Saturn Award als Bester
Horrorfilm.
Zu Boyles weiteren Spielfilmen gehören MILLIONS („Millions“, 2004) mit James Nesbit,
Alex Etel und Lewis McGibbon, THE BEACH („The Beach“, 1999) mit Leonardo Di Caprio,
A LIFE LESS ORDINARY („Lebe lieber ungewöhnlich“, 1997) mit Ewan McGregor und
Cameron Diaz und ALIEN LOVE TRIANGLE. Zu seinen Arbeiten für das Fernsehen gehört
die Produktion von Alan Clarks kontroversem „Elephant“ sowie die Regie zu „Strumpet“,
„Vacuuming Completely Nude in Paradise“ („Splitternackt staubsaugen im Paradis“, 2001)
und die Serie „Mr. Wroe’s Virgins“, für die er eine BAFTA-Nominierung erhielt. Boyles
Karriere begann am Theater mit Howard Barkers „Victory“, Howard Brentons „The Genius“
und Edward Bonds „Saved“, der ihm einen Time Out Award einbrachte. Boyle führte auch
bei fünf Produktionen für die Royal Shakespeare Company Regie.
ANDREW MACDONALD, Produzent
Andrew Macdonald steht an der Spitze von DNA-Films, die ein Joint Venture mit dem
amerikanischen Filmverleih Fox Searchlight ist. Die Firma finanziert und produziert britische
Filme und vermittelt ihnen den Zugang zu einem internationalen Vertriebsnetzwerk. Zu den
letzten Produktionen gehören 28 DAYS LATER („28 Days later“, 2002), THE LAST KING
OF SCOTLAND („Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht“, 2006), THE
HISTORY BOYS (2006), NOTES ON A SCANDAL („Tagebuch eines Skandals“, 2006),
SUNSHINE und als nächstes 28 WEEKS LATER unter der Regie von Carlos Fresnadillo.
SUNSHINE ist die achte Zusammenarbeit zwischen dem Produzenten Macdonald und dem
Regisseur Danny Boyle. Zusammen machten sie SHALLOW GRAVE („Kleine Morde unter
Freunden“, 1994), TRAINSPOTTING („Trainspotting – Neue Helden“, 1995), A LIFE LESS
ORDINARY („Lebe lieber ungewöhnlich“, 1997), ALIEN LOVE TRIANGLE, THE BEACH
(„The Beach“, 1999) und 28 DAYS LATER und sie waren gemeinsam Ko-Ausführende
Produzenten von Kevin Allens TWIN TOWN („Twin Town – Das Chaotenkaff“, 1997).
Macdonald ist auch der Poduzent von 28 WEEKS LATER, bei dem Danny Boyle
Ausführender Produzent war.
SUNSHINE ist der zweite Film, bei dem Macdonald mit Alex Garland zusammen gearbeitet
hat, nach dem erfolgreichen Horrorfilm 28 DAYS LATER aus dem Jahr 2002, der gemeinsam
von DNA und Fox Searchlight mit 9 Millionen Britischen Pfund finanziert wurde. Der Film
spielte weltweit über 80 Millionen US-Dollar ein, darunter 10 Millionen Dollar an den
britischen Kinokassen und 44 Millionen Dollar an den amerikanischen.
ALEX GARLAND, Drehbuch
Alex Garland wurde in London geboren. Sein erster Roman, „The Beach“, wurde von Danny
Boyle und Andrew Macdonald verfilmt. Garland arbeitete ein weiteres Mal mit Boyle und
Macdonald zusammen, als er das Drehbuch für den Horrorfilm 28 DAYS LATER („28 Days
later“, 2002) schrieb. Er ist auch ein Ausführender Produzent des Sequels von 28 DAYS
LATER, 28 WEEKS LATER.
ALWIN KÜCHLER, BSC, Kamera
Der Kameramann Alwin Küchler ist bekannt für seine Arbeit mit Lynne Ramsay, mit der er
an der National Film and Television School studierte und für die er die Kamera bei
MORVERN CALLAR (2002), RATCATCHER (1999) und bei ihren preisgekrönten
Kurzfilmen SMALL DEATHS und GASMAN führte. Für MORVERN CALLAR gewann
Küchler 2002 den BIFA Award für die Beste Technische Leistung, den Kodak Preis für
Kamera beim Dinard Film Festival und wurde für den Europäischen Filmpreis und bei den
International Film Awards in Stockholm für die Beste Kamera nominiert.
Küchlers erster Spielfilm als Kameramann war WELCOME II THE TERRORDOME (1994).
Seither arbeitete er an John Maddens PROOF („Der Beweis – Liebe zwischen Genie und
Wahnsinn“, 2005), Stephen Frears Fernsehdrama „The Deal“, Roger Michells THE
MOTHER („Die Mutter“, 2003), Damien O’Donnells HEARTLANDS (2002), Michael
Winterbottoms THE CLAIM („Das Reich und die Herrlichkeit“, 2000) und CODE 46, Peter
Cattaneos LUCKY BREAK („Lucky Break – Rein oder Raus“, 2001) und Kevin Macdonalds
mit dem Oscar® ausgezeichneten Dokumentarfilm ONE DAY IN SEPTEMBER („ Ein Tag
im September“, 2000). Für seine Arbeit an Michael Winterbottoms CODE 46 („Code 46“,
2003) wurde er für den Europäischen Filmpreis für die Beste Kamera nominiert.
Küchler hat auch eine Reihe von Fernsehwerbespots gefilmt, darunter für Reebok, BMW,
Sony Playstation und Stella Artois, und Musikvideos, unter anderem für Oasis, Faithless und
Simple Minds.
MARK TILDESLEY, Produktionsdesigner
Mark Tildesley war Mitbegründer der Catch 22 Theatre Company und führte bei einigen
Produktionen Regie, entwarf das Bühnenbild und trat als Schauspieler auf. Er setzte seine
Arbeit als Bühnenbildner mit einer Vielzahl von Produktionen für das New Vic (unter der
Regie von Michael Bogdanov) und für das Royal Opera House, fort.
Als Produktionsdesigner für Spielfilme arbeitete er mit ganz unterschiedlichen Regisseuren.
SUNSHINE ist Tildesleys dritte Zusammenarbeit mit Danny Boyle nach 28 DAYS LATER
(„28 Days later“, 2002), und MILLIONS („Millions“, 2004). Zu seinen Filmen für Michael
Winterbottom gehören I WANT YOU („I want You“, 1998), WITH OR WITHOUT YOU
(„Die Babykrise“, 1999), WONDERLAND („Wonderland – Alle suchen Liebe“, 1999), THE
CLAIM („Das Reich und die Herrlichkeit“, 2000), 24 HOUR PARTY PEOPLE und CODE
46 („Code 46“, 2003). Die beiden letztgenannten brachten Tildesley British Independent Film
Award-Nominierungen ein.
Zu seinen weiteren Filmen als Produktionsdesigner gehören Fernando Meirelles’ THE
CONSTANT GARDENER („Der ewige Gärtner“, 2005), Roger Michells THE MOTHER
(„Die Mutter“, 2003) und zwei Filme für Marc Evans, RESURRECTION MAN (1998) und
HOUSE OF AMERICA (1997), der letztere brachte Tildesley einen BAFTA (Wales) Award
ein. Zuletzt war Tildesley Poduktionsdesigner bei Juan Carlos Fresnadillos 28 WEEKS
LATER.
SUTTIRAT ANNE LARLARB, Kostümdesign
Suttirat Anne Larlarb arbeitete sowohl bei Spielfilmen als auch bei Theaterproduktionen als
Designerin, SUNSHINE ist aber ihr erster Film als Kostümdesignerin bei einem Spielfilm.
Zu ihrer Arbeit als Art Director zählen Tamara Jenkins THE SAVAGES (2007), ebenso wie
Mira Nairs THE NAMESAKE (2006) und Iain Softleys THE SKELETON KEY (2005). Zu
ihren weiteren Filmen gehören ALFIE (2004), GARFIELD (2004), K-PAX (K-Pax – Alles ist
möglich“, 2001), MEN IN BLACK II („Men in Black II“, 2002), ENIGMAN und THE
BEACH („The Beach“, 1999).
Zu ihren Arbeiten als Produktionsdesignerin gehören ASH TUESDAY (2003), A FOREIGN
AFFAIR (2003) und GUNPLAY.
Als Kostümdesignerin für das Theater arbeitete sie bei den Produktionen „Tape“, „The Lively
Lad“ und „Orange, Lemon, Egg, Canary and No. 11 (Blue and White)“ für das Humana
Festival of New American Plays. Sie wirkte mit bei „Eyes of the Heart“ für das National
Asian American Theatre, „The Adventures of Amy Bock“ für das Yale Rep und bei
„Learning Curve“ am Beckett Theatre in New York.
Zu ihren weiteren Theaterarbeiten zählen „The Last Days of Don Juan“, „Richard III“,
„Angels in America“, und „Stealing Sweets and Punching People“ (NY Summer Play
Festival).
Larlab war als Richard Hudsons assistant scenic designer bei verschiedenen Opern engagiert,
so u.a. für „Kovanschina“ (Opera Bastille, Paris), „Tamerlano“ (Maggio Musicale, Florence)
und „Ernani“ (Wiener Staatsoper).
Sie schloss die Yale School of Drama mit einem MFA in Scenic and Costume Design ab und
machte danach ihren BA in Malerei an der Stanford University. Suttirat Anne Larlarb wuchs
in Los Angeles auf und lebte in San Francisco und London bevor sie nach New York zog.
CHRISTINE BLUNDELL (Makeup & Hair Designer)
Christine Blundell erhielt für ihr Makeup & Hair Design in Mike Leighs TOPSY-TURVY
(„Auf den Kopf gestellt“, 1999) den Academy Award und den BAFTA.
Sie arbeitete mit Leigh auch bei VERA DRAKE („Vera Crake“, 2004) zusammen, (für den
sie ebenfalls für einen BAFTA nominiert war) an ALL OR NOTHING („All or nothing“,
2002), CAREER GIRLS („Karriere Girls“, 1997), SECRETS & LIES, NAKED („Lügen und
Geheimnisse“, 1996) und an LIFE IS SWEET („Das süße Leben“, 1990).
Zu Blundells Filmografie gehören auch Marc Forsters preisgekrönter FINDING
NEVERLAND („Wenn Träume fliegen lernen“, 2004), der ihr eine dritte BAFTANominierung einbrachte, Peter Cattaneos THE FULL MONTY („Ganz oder gar nicht“,
1997), Mike Nichols CLOSER („Hautnah“, 2004) (hier arbeitete sie exklusiv nur an Natalie
Portmans Hair & Makeup), Andrzej Bartkowiaks DOOM („Doom“, 2005) and Fernando
Meirelles THE CONSTANT GARDENER („Der ewige Gärtner“, 2005).
Christine Blundell hat auch das Makeup & Hair Design für den neuen James-Bond-Film,
CASINO ROYALE („James Bond 007 – Casino Royale“, 2006) entwickelt, der unter der
Regie von Martin Campbell entstand.
CHRIS GILL (Schnitt)
SUNSHINE ist bereits die fünfte Zusammenarbeit zwischen Chris Gill und Danny Boyle. Ihre
gemeinsamen Filme sind MILLIONS („Millions“, 2004), 28 DAYS LATER („28 Days later“,
2002) und die TV-Dramen „Strumpet“ und „Vacuuming Completely Nude in Paradise“.
Zu Gills letzten Arbeiten zählen 28 WEEKS LATER, John Fawcetts THE DARK, und THE
LIVES OF THE SAINTS.
Unter den vielen Fernsehcredits finden sich die Mini-Serie „Canterbury Tales“, Tim Fywells
„Cambridge Spies“, Tristram Powell und Patrick Garlands „Telling Tales“ und Tom Hoopers
„Love in a Cold Climate“. Gill arbeitete mit dem Regisseur Julian Jarrold an „Crime and
Punishment“, für den er den RTS Tele-vision Award for Best Film Editor erhielt. Für „Never
Never“ war er für den RTS Television Award for Editing nominiert. Darüber hinaus war Gill
für einen BAFTA Television Award for Best Film Editor nominiert, zum einen für die erste
Staffel von „Cracker“ zum anderen für „Game, Set & Match“. Chris Gill erhielt den RTS
Television Award for Best Film Editing für das Drama „Touching Evil“.
DIE BESETZUNG
ROSE BYRNE (Cassie)
Rose Byrnes große Wandlungsfähigkeit hat dazu geführt, dass sie von Film zu Film extrem
unterschiedliche Rollen verkörpert hat. Mit dieser großen schauspielerischen Bandbreite, ihrer
Leinwandpräsenz, dem natürlichen Talent und ihrer Schönheit wird ihr eine lange,
erfolgreiche Karriere prophezeit.
Byrne begann ihre Laufbahn mit Auftritten in verschiedenen Australischen TV-Produktionen,
während sie ihre schauspielerischen Fähigkeiten am Australian Theatre for Young People
verfeinerte. Mit der berühmten Sydney Theatre Company stand sie in „La Dispute“ und „The
Three Sisters“ auf der Bühne.
Mit der Rolle der Alex in Gregor Jordans Krimikomödie TWO HANDS wurde sie 1999 über
Nacht in ganz Australien bekannt. In diesem Film spielte sie an der Seite des damals relativ
unbekannten Heath Ledger. Der Film erhielt großen Beifall, sowohl von Kritikern wie auch
vom Publikum.
Byrnes nächster Film war 1999 Clara Laws THE GODDESS OF 1967 (2000), in dem sie ihre
erste Hauptrolle spielte und für den sie mit einem Copa Volpi als Beste Schauspielerin beim
Filmfestival in Venedig ausgezeichnet wurde.
Byrne wurde international bekannt mit ihrer Rolle als Dorme, der Zofe von Amidala in
George Lucas STAR WARS EPISODE II: ATTACK OF THE CLONES (2002). Danach
folgte der Film I CAPTURE THE CASTLE (2003), eine englische Romanze aus den
Dreißiger Jahren, die auf dem Buch von Dodie Smith basiert.
2004 stand Rose Byrne gemeinsam mit Brad Pitt, Eric Bana, Peter O’Toole und Orlando
Blum für Wolfgang Petersens TROY („Troja“, 2004) vor der Kamera. Mit Peter O’Toole
spielte sie erneut in dem hochgelobten BBC Drama „Casanova“. Sie trat in Danny Greens
THE TENANTS (2006), der auf Bernard Malamus gleichnamigen Roman beruht auf und war
mit Josh Hartnett und Diane Kruger in dem psychologischen Drama WICKER PARK (2004)
zu sehen.
Bei MARIE ANTOINETTE (2006), der unter der Regie von Sofia Coppola entstand, war
Byrne an der Seite von Kirsten Dunst zu sehen und trat dann in Karen Moncriefs THE DEAD
GIRL (2006) auf. Als nächstes wird man Rose Byrne in Juan Carlos Fresnadillos 28 WEEKS
LATER sehen und in der Independent-Produktion PUSHING UP DAISIES, bei der Chaz
Thorne nicht nur für die Regie sondern auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Zur
Zeit arbeitet Byrne mit Glenn Close und Tate Donovan an einem einstündigen Pilotfilm für
FX und wird bald mit den Dreharbeiten des Australischen Films THE TENDER HOOK
beginnen.
Rose Byrne wurde in Sydney geboren und lebt zur Zeit in London.
CLIFF CURTIS (Searle)
Cliff Curtis ist einer der erfolgreichsten Neuseeländischen Schauspieler und hat mit so
bekannten Regisseuren wie Martin Scorseese, Michael Mann, David O. Russel, Frank
Darabont, Jane Campion, Antoine Fuqua, Darren Aronofsky und Niki Caro gearbeitet.
Für seine Rolle in Niki Caros WHALE RIDER (2002) wurde Curtis an der Seite von Keisha
Castle Hughes, die für diesen Film eine Oscar®-Nominierung erhielt, bekannt. Zu seinen
weiteren Filmen zählen TRAINING DAY (2001) mit Denzel Washington und Ethan Hawke,
THE INSIDER (1999) mit Al Pacino und Russell Crowe sowie THE FOUNTAIN mit Hugh
Jackman und Rachel Weisz, bei dem Darren Aronofsky Regie führte. Der Oscar® prämierte
Film THE PIANO („Das Piano“, 1993) mit Holly Hunter, Anna Paquin und Harvey Keitel
war Cliff Curtis Debüt.
Zu seinen weiteren Filmen gehören Ted Demmes BLOW (2001) mit Johnny Depp, David O.
Russels THREE KINGS (1999) mit George Clooney, Mark Wahlberg und Ice Cube,
RUNAWAY JURY (2003) mit John Cusack, Dustin Hoffman und Gene Hackman, Martin
Scorseeses BRINGING OUT THE DEAD („Bringing out the dead – Nächte der Erinnerung“,
1999) mit Nicolas Cage und VIRUS (1999) mit Jamie Lee Curtis und Donald Sutherland.
Cliff Curtis spielte in Ivan Reitmans SIX DAYS AND SEVEN NIGHTS (1998) mit Harrison
Ford und unter der Regie von Frank Darabont in THE MAJESTIC (2001).
In Kürze wird er in neben Samantha Morton und Kiefer Sutherland in RIVER QUEEN, in
Gregory Hoblits FRACTURE und in Roland Emmerichs 10,000 B.C. an der Seite von Steven
Strait, Camilla Belle und Omar Sharif zu sehen sein. Gerade hat Curtis die Dreharbeiten zu
Len Wisemans LIVE FREE OR DIE HARD mit Bruce Willis beendet.
Für DESPERATE REMEDIES (1993) erhielt Curtis den New Zealand Film Award als Bester
Nebendarsteller. Im gleichen Jahr bekam er eine weitere New Zealand Film Award
Nominierung ebenfalls in der Kategorie Best Supporting Actor für Lee Tamahoris ONCE
WERE WARRIORS („Die letzte Kriegerin“, 1994).
Für seine schauspielerischen Leistungen in JUBILEE (2000) erhielt er dann den New Zealand
Best Actor Award. Den New Zealand Television Award als Bester Darsteller konnte er für
sein Arbeit in „Overnight“ einheimsen. Mit dem Regisseur Stephen Hopkins arbeitete Curtis
an der Emmy-nominierten USA Networks Mini-Serie „Traffic“.
Neben seinen vielfältigen und umfangreichen Filmauftritten findet Curtis aber auch immer
wieder Zeit, an den neuseeländischen Theatern zu arbeiten.
Er lernte an der New Zealand Drama School bevor er an die prestigeträchtige Teatro Dimitri
Scoula in der Schweiz ging. Zu seinen Bühnenstücken gehören „Macbeth“, „The Cherry
Orchard“, „The Merry Wives of Windsor“, „Happy End“, „Fiddler on the Roof“, „ Man of La
Mancha“ und „Porgy and Bess“.
CHRIS EVANS (Mace)
Chris Evans ist erst seit kurzer Zeit in Hollywood, hat sich aber in dieser Zeit eine große
Reputation mit eindrucksvollen komödian-tischen und dramatischen Rollen erarbeitet. Evans
Durchbruch kam 2005 mit seiner Rolle des Johnny Storm in FANASTIC FOUR, einer
Adaption des gleichnamigen Comics. In diesem Sommer wird er zu seiner Rolle
zurückkehren in dem Sequel FANTASTIC FOUR: RISE OF THE SILVER SURFER.
Er stand mit Kim Basinger und William H. Macy in CELLULAR (2004) vor der Kamera,
spielte mit Jessica Biel in LONDON (2005), mit Diane Lane und Donald Sutherland in
FIERCE PEOPLE (2005), in ORPHAN KING (2005) mit Alexis Bledel und war in NOT
ANOTHER TEEN MOVIE („Nicht noch ein Teenie-Film“, 2001) und THE PERFECT
SCORE („Voll gepunktet“, 2004) zu sehen.
In THE NANNY DIARIES wird Evans an der Seite von Scarlett Johansson, Paul Giamatti
und Laura Linney in Kürze im Kino zu sehen sein. Darüber hinaus hatte er einen Sprechrolle
in für den neuen TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES Film.
Bereits mit 17 kam Evans mit seinem Agenten nach New York und wurde kurz darauf für ein
Vorsprechen nach Los Angeles geflogen, wo eine Besetzung für den halbstündigen Pilotfilm
der Fox-Serie „Opposite Sex“ gesucht wurde. In dieser Serie spielte Evans einen von drei
Jungen, die eine ehemalige Mädchenschule besuchen.
Er trat auch in zwei weiteren von der Kritik gefeierten Filmen auf: David Kellys „Boston
Public“ erzählt die Geschichte eines Highschool-Studenten der einen Mord begeht und die
Schüler einer Klasse als Geiseln nimmt. Diese Folge wurde vom Publikum mit Begeisterung
aufgenommen. In „The Fugitive“ spielte Evans den rebel-lischen Sohn eines Sheriffs, der mit
Dr. Kimble, Tim Dalys Charakter, in eine Auseinandersetzung gerät.
TROY GARITY (Harvey)
Als Troy Garity die Chance erhielt, an der Seite von Vincent D’Onofrio und Janeane
Garofalo seinen Vater Tom Hayden in Abbie Hoffmans Biopic STEAL THIS MOMENT zu
spielen, legte er damit den Grundstein für eine eindrucksvolle Karriere. Er beendete erst
kürzlich die Dreharbeiten zu LAKE CITY mit Sissy Spacek und EICHMANN mit Franka
Potente.
Für sein Schauspiel in SOLDIER GIRL (2003) erhielt Garity eine Golden Globe
Nominierung als Bester Darsteller und eine Erwähnung bei den Independent Spirit Awards.
Der Film, der die wahre Geschichte eines Soldaten (Barry Winchell) erzählt, der von seinen
eigenen Kameraden ermordet wird, weil er sich in einen Transsexuellen verliebt hat, erhielt
bei seiner Premiere in Sundance standing ovations.
In BANDITS („Banditen!“, 2001) von Regisseur Barry Levinson, spielte Garity an der Seite
von Bruce Willis, Cate Blanchett und Billy Bob Thornton. Mit diesem Film gelang es Garity,
dessen Mutter die legendäre Schauspielerin Jane Fonda ist, sich eine eigene Nische innerhalb
seiner so berühmten Schauspielerfamilie zu schaffen. Er spielte mit Ice Cube in der Komödie
BARBERSHOP („Barbershop“, 2002) und dem darauf folgenden Sequel BARBERSHOP 2:
BACK IN BUSINESS („Barbershop 2“, 2004).
Zu seinen weiteren Filmen gehören Brett Ratners AFTER THE SUNSET („After the sunset“,
2004), Michael Rymers PERFUME (2001), der einen Einblick in die Modeindustrie bietet
und der Indie-Film MILWAUKEE, MINNESOTA (2005), in dem er neben Bruce Dern und
Randy Quaid spielte. Letzterer war der Abschlussfilm des Slamdance Film Festivals, und
wurde sowohl in der Critics Review section in Cannes wie auch in Deauville vorgeführt.
Über die Jahre hat Garitiy sein schauspielerisches Können verfeinert. Bereits als Kind lernte
er Schauspiel am The Laurel Springs Camp of the Arts in Santa Monica. Nach seinem Umzug
nach New York wurde er an der American Academy of Dramatic Arts unterrichtet.
Schließlich wurde er Mitglied der Academy Repertory Company und stand in fast einem
Dutzend Theaterstücken auf der Bühne.
Zu seinen Filmcredits gehören auch Richard Donners CONSPIRACY THEORY („Fletchers
Visionen“, 1997) mit Julia Roberts und Mel Gibson sowie BOHEMIA von Regisseur Rafal
Zelinski, in dem Garitiy die Hauptrolle spielte.
Erst kürzlich hat Garity die Seite gewechselt und bei seinem ersten Musik-Video Regie
geführt, das beim Los Angeles Independent Film Festival Premiere feierte.
Zur Zeit lebt Troy Garity in Los Angeles. Wie seine Eltern ist er politisch engagiert und
arbeitet mit bei Homies Unidos mit, einer Non-Profit Organisation, die sich der
Präventionsarbeit mit Jugendbanden widmet und die er selbst mit gegründet hat.
CILLIAN MURPHY (Capa)
Cillian Murphy wurde international mit seiner Rolle des Überlebenden in Danny Boyles 28
DAYS LATER („28 Days later“, 2002) bekannt.
Murphy spielte auch in THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY („The Wind that shakes
the Barley“), der 2006 die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes gewann. Murphy
spielt hier mit Padraic Delaney ein Brüderpaar, das im irischen Bürgerkrieg kämpft. Als
nächstes wird Cillian Murphy als Videothekenbesitzer und Film-Noir-Fan in Paul Soters
Indie-Komödie WATCHING THE DETECTIVES zu sehen sein.
2005 spielte Murphy in Neil Jordans BREAKFAST ON PLUTO („Breakfast on Pluto“, 2005)
den Patrick „Kitten“ Brady, einen liebenswerten, aber betrügerischen jungen Mann im
London der sechziger und siebziger Jahre. Patrick, der als Baby in seiner irischen Heimatstadt
ausgesetzt wurde, spürt von Kindesbeinen an, dass er anders ist als die anderen. Den harten
Lebensbedingungen setzt er Witz, Charme und Esprit entgegen und wehrt sich beständig, sich
von irgendetwas oder irgendwem ändern zu lassen. Murphys brillantes Porträt brachte ihm
eine Golden Globe Nominierung ein.
Neben Christian Bale, Michael Caine, Morgan Freeman, Liam Neeson und Katie Holmes
spielte Murphy den Dr. Jonathan Crane/The Scarecrow in Christopher Nolans BATMAN
BEGINS („Batman begins“, 2005). Danach folgte Wes Cravens RED EYE („Red Eye“,
2005), für den er mit Rachel McAdams vor der Kamera stand.
Zu Murphys Filmografie gehören auch John Crowleys dunkle Komödie INTERMISSION
(„Intermission“, 2003) und Peter Webbers GIRL WITH A PEARL EARRING („Mädchen mit
dem Perlenohrring“, 2003), in dem er den Pieter spielt, der sich um die Aufmerksamkeit von
Scarlett Johanssons Titelcharakter bemüht.
Darüber hinaus war er in Anthony Minghellas COLD MOUNTAIN („Unterwegs nach Cold
Mountain“, 2003), Goran Paskaljevics HOW HARRY BECAME A TREE (2001), John
Carneys ON THE EDGE („On the Edge“, 2000),
William Boyds THE TRENCH (1999) und Nelson Humes SUNBURN („Sunburn“, 1999) zu
sehen.
Erste Aufmerksamkeit erreichte Cillian Murphy mit seinem beeindruckenden Schauspiel in
der preisge-krönten Bühnenversion von DISCO PIGS. Nach ersten Empfehlungen als Best
Fringe Show beim Dublin Theatre Festival 1996 und dem Fringe First Award im Jahre 1997
beim Edinburgh Festival wurde „Disco Pigs“ in Irland, Großbrittannien, Toronto und
Australien aufgeführt. Muphy spielte unter der Regie von Kirsten Sheridan ebenfalls in der
Filmversion des Stückes.
Murphy hat unter der Regie des Tony® Award-Gewinners Garry Hynes in „The Country
Boy“, „Juno and the Paycock“ und „Playboy of the Western World“ am Gaity Theatre in
Dublin auf der Bühne gestanden. Er spielte den Konstantin in „Die Möwe“ in der Edinburgh
Fest Production, bei der Peter Stein Regie führte und war als Adam in Neil LaButes „The
Shape of Things“ am Gate Theatre in Dublin und als Claudio in „Viel Lärm um Nichts“ zu
sehen. Zuletzt stand er für den Regisseur John Crowley mit Neve Campbell, Michael
McKean und Kristen Johnston im Londoner West End in John Kolvenbachs „Love Song“ auf
der Bühne.
HIROYUKI SANADA (Kaneda)
Hiroyuki Sanada ist ein international bekannter Bühnen- und Filmschauspieler. Er hat die
Zuschauer weltweit mit seinem Talent und seiner Vielseitigkeit verblüfft und trat in Filmen
wie THE LAST SAMURAI („Last Samurai“, 2003) mit Tom Cruise, Yoji Yamadas
preisgekröntem THE TWILIGHT SAMURAI („Samurai der Dämmerung“, 2002) und
SHARAKU auf, der 1995 im offiziellen Wettbewerb des Filmfestival in Cannes aufgeführt
wurde. Sanada spielte auch in der originalen japanischen Version des modernen HorrorKlassikers THE RING (Ringu).
Sowohl in seinem Heimatland Japan wie auch international ist Hiroyki Sanada ein
anerkannter Theaterschauspieler. 1986 spielte er unter der Regie des legendären Kabuki
Schauspielers Tamasaburo Bando in „Romeo und Julia“. In London spielte er mit der Royal
Shakespeare Company in „King Lear“ und wurde für seine Rolle des ,Fool‘ von Königin
Elisabeth zum Member of the British Empire (MBE) ernannt.
Zu seinen vielen Filmauftritten gehören Chen Kaiges THE PROMISE („Wu Ji – Die Reiter
der Winde“, 2005), die Merchant-Ivory Produktion THE WHITE COUNTNESS („The white
Countess“, 2005) mit Ralph Fiennes, Natasha Richardson und Vanessa Redgrave, und die
japanische Adaption des Horrorfilms THE RING 2 (RINGU 2). In Kürze wird Sanada in
CITY OF YOUR FINAL DESITINATION und in Brett Ratners RUSH HOUR 3 zu sehen
sein.
MARK STRONG (Pinbacker)
Der BAFTA-nominierte Mark Strong wird schon bald neben Robert De Niro, Michelle
Pfeiffer, Claire Danes und Charlie Cox in STARDUST zu sehen sein. Der Film entstand nach
dem Roman von Neil Gaiman unter der Regie von Matthew Vaughn. Darüber hinaus spielte
er neben Vin Diesel und Michelle Yeoh, mit der er schon in SUNSHINE zusammen arbeitete,
in Mathieu Kassovitzs BABYLON A.D.
Zu seinen letzten Filmen gehörten der Kevin Reynolds Film TRISTAN + ISOLDE („Tristan
+ Isolde“, 2006), bei dem Ridley Scott als Produzent fungierte und das Channel 4 Drama
LOW WINTER SUN, bei dem Adrian Shergold Regie führte. Strong war auch in Ed Blums
SCENES OF A SEXUAL NATURE (2006), einer dramatischen Komödie die in London in
Hampstead Heath spielt, an der Seite von Sophie Okonedo, Ewan McGregor und Catherine
Tate zu sehen.
Im letzten Jahr war Mark Strong neben George Clooney in einer der führenden Nebenrollen
in dem Film SYRIANA („Syriana“, 2005) zu sehen, bei dem Stephen Gaghan für das
Drehbuch und die Regie verantwortlich zeichnet. Davor spielte er den Toby Crackit in Roman
Polanskis OLIVER TWIST und trat neben Ray Liotta und Jason Statham in Guy Ritchies
REVOLVER (2005) auf.
Im Jahr 2004 erhielt Strong den Beifall der Kritik und eine BAFTA-Nominierung als Bester
Schauspieler für seine Hauptrolle des Harry Starks in „The Long Firm“, einem vierteiligen
Drama auf BBC2, das Joe Penhall nach dem gleichnamigen Roman von Jake Arnotts
adaptierte. Hier spielte Strong neben Derek Jacobi und Lena Headey.
Zu seinen Film- und Fernsehrollen wird Strong auch immer wieder als Sprecher beim
Fernsehen gebucht und stand in vielen Stücken am Royal National Theatre und The
Shakespeare Company auf der Bühne. Er trat in London und New York in den von Sam
Mendes inszenierten preisgekrönten Produktionen „Twelfth Night“ und „Unkle Vanya“ auf
und erhielt dafür eine Olivier-Nominierung.
Zu seinen weiteren Filmcredits gehören IT’S ALL ABOUT LOVE („It’s all about Love“,
2001) mit Joaquin Phoenix, Claire Danes und Sean Penn, HEARTLANDS mit Michael Sheen
und SUPERSTITION („Superstition – Spiel mit dem Feuer“, 2000) mit Charlotte Rampling.
Darüber hinaus sah man ihn neben John Malkovich, Saffron Burrows und Salma Hayek in
Mike Figgis HOTEL, in TO END ALL WARS („To end all Wars – Die wahre Hölle“, 2001)
mit Robert Carlyle und Kiefer Sutherland sowie mit Colin Firth in dem Film FEVER PITCH
(„Fever Pitch – Ballfieber“, 1996), der auf Nick Hornbys bekannten Roman basiert.
Mark Strong trat im Fernsehen in Granadas romantischem Drama „Walk Away and I
Stumble“ auf, bei dem Nick Hurran Regie führte. Er war in dem modernen Kriminaldrama
„Prime Suspect 6“ von ITV zu sehen, und spielte den Duke of Norfolk in der Adaption von
„Henry VIII“ ebenfalls für ITV. Für seine Rolle des Tosker in der preisgekrönten BBC-Serie
„Our Friends in the North“ erhielt es das Lob der Kritiker. Zu seinen weiteren Fernsehcredits
gehören das Channel 4 Drama „Falling Apart“, wo er an der Seite von Hermoine Norris
spielte und das einen BAFTA gewann, „Anne Karenina“ und seine Rolle des Mr. Knightly
neben Kate Beckinsale in „Emma“.
„DER TOD DER SONNE“ UND „GLOBALE VERDUNKLUNG“
von Dr. Brian Cox, Experimentalphysiker und wissenschaftlicher Berater des
Films
DER TOD DER SONNE
Unsere Sonne wird nicht ewig scheinen. Wenn unsere aktuellen Berechnungen stimmen,
reicht ihre Energie noch weitere 5 Milliarden Jahre – dann ist es aus. Wäre es aber möglich,
dass die Sonne schon viel früher stirbt – vielleicht sogar in den nächsten 100 Jahren? Vom
wissenschaftlichen Standpunkt aus eine sehr unwahrscheinliche Annahme. Aber es lässt sich
auch nicht bestreiten, dass wir von vielen Vorgängen im Universum kaum etwas wissen. Die
Astronomie hat in den vergangenen Jahren beobachtet, dass im Kosmos noch ein unsichtbares
Etwas vorhanden sein muss, das nur an seiner Gravitationswirkung auf Sterne und Galaxien
erkennbar ist. Wir nennen es dunkle Materie. Es gibt fünf Mal mehr davon im Universum als
„normale“ Materie – also der Stoff, aus dem du und ich und alle Sterne und Planeten gemacht
sind, die wir mit unseren Teleskopen betrachten können. Was genau ist nun dieses mysteriöse
Etwas? Es ist möglich – manche Forscher meinen sogar wahrscheinlich –, dass dunkle
Materie aus einer exotischen neuen Materieart besteht, den so genannten supersymmetrischen
Teilchen. Man hofft, die Existenz von supersymmetrischen Teilchen schon bald mit dem
LHC, dem Großen Hadronenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung
CERN, zu beweisen. Dieser mit 27 km Umfang wahrhaft gigantische Beschleunigungsapparat
geht nach zehn Jahren Bauzeit dieses Jahr in Betrieb. Die theoretische Physik ist bereits seit
vielen Jahren damit beschäftigt, die Eigenschaften supersymmetrischer Teilchen zu
berechnen, sodass wir zumindest eine grobe Vorstellung davon haben, wie diese Teilchen sich
verhalten. Eine Möglichkeit ist, dass sie die Tendenz haben, zu riesigen Kugeln, den so
genannten „Q-Balls“, zusammenzuklumpen. Gesetzt den Fall, das stimmt, sind die
gewichtigen Exoten vielleicht schon eine billionstel Sekunde nach der Entstehung unseres
Universums entstanden und geistern bis heute durchs All. Es gibt Spekulationen, dass ein Q-
Ball, der ins Zentrum eines superschweren Objekts, etwa eines Neutronensterns, vordringt,
dessen Kern wie ein Krebsgeschwür aushöhlen kann – bis der Stern nicht mehr genügend
Masse besitzt, um stabil zu bleiben, und in einer gewaltigen Explosion auseinanderbricht.
Solche Explosionen, auch Gammastrahlenblitze genannt, sind schon beobachtet worden, doch
über ihre Ursache ist bisher nichts bekannt. Könnte ein gefährlicher Exot in den Kern der
Sonne vordringen und sie zum Erlöschen bringen? Nun, wahrscheinlich ist die Sonne um ein
Vielfaches zu diffus, um einen Q-Ball aufzuhalten – er würde einfach durch sie
hindurchdriften. Aber vielleicht – und nur vielleicht – wäre doch eine geheimnisvolle,
exotische Materieform aus den frühesten Anfängen unseres Universums in der Lage, sich im
innersten Kern der Sonne einzunisten und ihre Funktion zu stören. Das ergäbe dann genau das
Katastrophenszenario von SUNSHINE. Der Gedanke mag weit hergeholt erscheinen. Doch in
der Physik gilt der Grundsatz, dass alles, was nicht ganz klar widerlegt werden kann, auch
möglich ist. Fazit: Wir wissen es nicht so genau.
GLOBALE VERDUNKLUNG
Heutzutage wird vermutet, dass die Verschmutzung der Erdatmosphäre durch die
Industrialisierung und Naturphänomene wie Vulkanausbrüche dazu führt, dass viel weniger
Sonnenlicht als bisher die Erdoberfläche erreicht. Man nimmt an, dass die globale
Verdunklung in den letzten 40 Jahren zu einem Abkühleffekt von mehr als 1 Grad gekommen
ist – was demnach den Effekt der globalen Erwärmung ein wenig abschwächen würde.
Globale Erwärmung entsteht hauptsächlich durch den Anstieg des Kohlendioxids in der
Erdatmosphäre, der verhindert, dass die Wärme von der Erdoberfläche zurück ins Weltall
abgestrahlt wird. Vielleicht hat uns also die globale Verdunklung bisher vor den schlimmsten
Folgen des Klimawandels bewahrt! Allerdings wurde auch festgestellt, dass dort, wo die
Umweltverschmutzung verringert wurde, insbesondere in Westeuropa, der Effekt der globalen
Verdunklung ebenfalls zurückgeht, sodass die Erwärmung wieder beschleunigt wird.
Demnach wären wir in der paradoxen Situation, dass weniger Umweltverschmutzung zu einer
VERSTÄRKUNG der globalen Erwärmung beiträgt und wir mit Klimaschutz noch schneller
in die Klimakatastrophe schlittern. Aber die Erkenntnis hat auch ihr Gutes, denn sie zeigt eine
kurzfristige Lösung für den Klimawandel auf: Wie wäre es, wenn man „gutartige“
Schadstoffe in die Atmosphäre einleiten würde, um die globale Verdunklung absichtlich zu
beschleunigen und den durch CO2-Emission verursachten Klimawandel zu verlangsamen? Es
gab bereits Vorschläge in diese Richtung, zum Beispiel die Idee, dem Treibstoff von
Flugzeugen kleine Partikel beizumengen – und so zu bewirken, dass einer der
Hauptverursacher des Klimawandels, der Luftverkehr, seine schädlichen Auswirkungen selbst
verlangsamt. Eine faszinierende Möglichkeit, die bereits eingehend erforscht wird. Allerdings
sind die Folgen einer solchen „Temperaturregelung“ zum jetzigen Zeitpunkt nicht
abzuschätzen. Globale Verdunklung sollte also nicht ein Vorwand dafür sein, den CO2Ausstoß noch weiter zu erhöhen.
ASTROPHYSIKALISCHES INSTITUT POTSDAM ZU „SUNSHINE“
Dr. Christian Vocks:
„Einige Informationen über die Sonne, die sich die meisten Menschen nicht klarmachen,
werden verdeutlicht: Die Sonne ist unglaublich groß (mit einem Durchmesser von 1,4
Millionen Kilometer ist sie 109 Mal so groß wie die Erde), sie ist unglaublich heiß (5700°C
Oberflächentemperatur) und sie ist unerträglich hell (die Sonne strahlt in einer Sekunde soviel
Energie ab, wie die gesamte Menschheit in einer Million Jahren verbraucht).“
Dr. Alexander Warmuth:
„Diese Informationen werden in Sunshine beeindruckend visualisiert und zumindest dieses
Wissen nehmen die Zuschauer mit nach Hause. Darüber hinaus regt der Film sie vielleicht
zum Nachdenken darüber an, wie wichtig die Sonne für uns und unser Klima ist, und wie
wichtig damit auch ihre Erforschung ist. Damit wirbt der Film in gewisser Weise für
Verständnis für unser Forschungsgebiet. Und vielleicht wird bei einigen die Neugier geweckt
und sie beschäftigen sich intensiver mit unserem Stern, der Sonne.“
Hakan Önel:
„Das könnte ein positiver Effekt des Films sein. Die meisten Menschen wissen nicht viel über
die Sonne. Sie wissen nicht, dass die Sonneneruptionen auf der Sonne auch jetzt schon einen
enormen Einfluss auf die Erde haben. Die Sonneneruptionen können magnetische Stürme
auslösen, die auf der Erde zum Ausfall von Navigationssystemen oder sogar zum Ausfall von
ganzen Stromnetzen führen können. Vielleicht regt Sunshine die Zuschauer an, ihr
Wissensdefizit bezüglich der Sonne abzubauen.“
AIP, Februar 2007
DIE SONNE „STIRBT“ – WAS BEDEUTET DAS FÜR DIE ERDE?
Was ist die Sonne überhaupt?
Die Sonne ist ein etwa fünf Milliarden Jahre alter, großer massereicher leuchtender Gasball,
der durch seine eigene Schwerkraft zusammengehalten wird. Aufgrund ihrer hohen Masse
herrschen im inneren Kern sehr hohe Temperaturen und Drücke. Im Zentrum der Sonne wird
in einem thermonuklearen Feuer Wasserstoff zu Helium „verbrannt“. Dabei wird Energie frei,
welche erst mittels Strahlung und dann mittels Konvektion innerhalb von einer Million Jahren
nach außen abgeführt wird, von wo aus sie unter anderem das Leben auf der Erde speist. In
dieser Konvektionszone werden außerdem durch einen Dynamoeffekt starke Magnetfelder
erzeugt.
Was passiert mit der Erde, wenn die Sonne in fünf Milliarden Jahren „stirbt“?
Die Sonne besitzt noch ausreichend Wasserstoff, um für weitere fünf Milliarden Jahre ein
thermonukleares Feuer aufrecht zu erhalten, bevor sie sich zu ihrem Ende hin gewaltig
aufbläht. Doch bereits nach einer Milliarde Jahre wird die Sonnenstrahlung merklich
zunehmen und das Leben auf der Erde immer schwieriger werden. Wenn der
Wasserstoffvorrat schließlich erschöpft ist, wird eine heiße, rote Sonnenscheibe einen großen
Teil des Firmaments bedecken, und das Leben auf der Erde wird aufgrund der hohen
Temperaturen nicht mehr möglich sein.
Wie beeinflusst heute die Sonne die Erde?
Die Sonnenflecken, das sind Gebiete auf der Sonnenoberfläche, an denen starke Magnetfelder
durchbrechen, sind ein Indiz für erhöhte Sonnenaktivität. Beispielsweise lassen sich im
Maximum der Sonnenaktivität häufiger Polarlichter in mitteleuropäischen Breiten
beobachten. Trifft bei Sonneneruptionen ausgeworfene Materie die Erde, so können
Transformatoren und damit ganze Stromnetze auf der Erde infolge der auftretenden
magnetischen Stürme ausfallen. Navigationssysteme versagen, und Astronauten werden einer
unter Umständen lebensbedrohlichen Strahlenbelastung ausgesetzt. Da unsere Zivilisation in
immer höherem Maß von weltraumgestützten Technologien abhängig ist, gewinnt die
Erforschung dieses „Weltraumwetters“ immer mehr an Bedeutung.
Auch das Erdklima kann durch die Sonnenaktivität maßgeblich beeinflusst werden. So
herrschte zwischen 1645 bis 1715 eine kleine Eiszeit, was mit einer ungewöhnlich langen
reduzierten Sonnenaktivität (Maunderminimum) in Verbindung gebracht wird. Diese
Mechanismen sind noch nicht vollständig erforscht und sorgen im Lichte der gegenwärtigen
Debatte um eine Klimaerwärmung immer wieder für Diskussionen.
© Astrophysikalisches Institut Potsdam (AIP), An der Sternwarte 16, 14482 Potsdam,
Deutschland
Besetzung
(IN ORDER OF APPEARANCE)
SEARLE
VOICE OF ICARUS
CAPA
CORAZON
KANEDA
CASSIE
TREY
MACE
HARVEY
PINBACKER
CAPA’S SISTER
CHILDREN
Cliff Curtis
Chipo Chung
Cillian Murphy
Michelle Yeoh
Hiroyuki Sanada
Rose Byrne
Benedict Wong
Chris Evans
Troy Garity
Mark Strong
Paloma Baeza
Archie Macdonald, Sylvie Macdonald
STAB
FOX SEARCHLIGHT PICTURES und DNA FILMS präsentieren
in Zusammenarbeit mit dem UK FILM COUNCIL
und INGENIOUS FILM PARTNERS
eine DNA FILMS Produktion
in Zusammenarbeit mit
Dune Entertainment LLC und Major Studio Partners
Regie
DREHBUCH
PRODUKTION
KAMERA
PRODUCTIONSDESIGN
SCHNITT
VISUAL EFFECTS SUPERVISOR
KO-PRODUKTION
MUSIK
KOSTÜME
CASTING
Danny Boyle
Alex Garland
Andrew Macdonald
Alwin Küchler b.s.c.
Mark Tildesley
Chris Gill
Tom Wood
Bernard Bellew
John Murphy und Underworld
Suttirat Anne Larlarb
Donna Isaacson und Gail Stevens cdg
SOUND DESIGN / SUPERVISING SOUND EDITOR Glenn Freemantle
UNIT PRODUCTION MANAGER
Bernard Bellew
FIRST ASSISTANT DIRECTOR
Richard Styles
SECOND ASSISTANT DIRECTOR
Carlos Fidel
SUPERVISING ART DIRECTOR
David Warren
SET DECORATOR
Michelle Day
PROPERTY MASTER
Nick Thomas
CONSTRUCTION MANAGER
Thomas Martin
SPECIAL EFFECTS SUPERVISOR
Richard Conway
STUNT COORDINATOR
Julian Spencer
PRODUCTION SOUND MIXER
Tim Fraser
VIDEO & COMPUTER SUPERVISOR
Bob Bridges
GAFFER
Reuben Garrett
CHIEF MAKE UP AND HAIR DESIGNER
Christine Blundell
PINBACKER MAKE UP DESIGNER
Mark Coulier
COSTUME SUPERVISOR
Michael Mooney
PRODUCTION ACCOUNTANT
Wendy Ellerker
PRODUCTION COORDINATOR
Kate Penlington
SCRIPT SUPERVISOR
Anna Worley
DIALOGUE / ADR EDITOR
Gillian Dodders
SOUND DESIGN / SOUND EFFECTS EDITOR
Tom Sayers
RE-RECORDING MIXER
John Hayward
VISUAL EFFECTS EDITOR
Mark Eckersley
COLOURIST
Jean-Clement Soret
POST PRODUCTION SUPERVISOR
Clare St. John
UNIT PUBLICIST
Sarah Clark
SCIENTIFIC CONSULTANT
Brian Cox
STUNT PLAYERS
Nicholas Daines, Tim Halloran
Glenn Foster, Kim McGarrity
Arran Topher, Maxine Whittaker
ART DIRECTORS
Gary Freeman
Stephen Morahan, Denis Schnegg
STAND-BY ART DIRECTOR
Gavin Fitch
ASSISTANT ART DIRECTORS
Susan Whitaker
Guy Bradley
PRODUCTION BUYER
Dominic Capon
ASSISTANT SET DECORATOR
Kathryn Pyle
DRAUGHTSMEN
Peter Dorme, Matt Robinson
Emma Vane, Catherine Haugh
JUNIOR DRAUGHTSMAN
Oliver Goodier
GRAPHIC DESIGNER
Anita Dhillon
GRAPHIC ANIMATION
Ant McGrath (Mere Mortals Ltd.)
STORYBOARD ARTIST
Brendan Houghton
ART DEPARTMENT ASSISTANT
Amanda Leggatt
MODEL MAKER
Hester Clark
ART DEPARTMENT RUNNER
FT2 TRAINEE
STEADICAM OPERATOR
STEADICAM / CAMERA OPERATOR
FOCUS PULLER
CLAPPER LOADERS
KEY GRIP
GRIPS
GRIP ASSISTANT
VIDEO PLAYBACK OPERATOR
VIDEO / COMPUTER ASSISTANTS
FIRST ASSISTANT EDITOR
SECOND ASSISTANT EDITOR
BOOM OPERATOR
SOUND ASSISTANT
PROP STOREMAN
STANDBY PROPMAN
ASSISTANT STANDBY PROPMAN
CHARGEHAND DRESSING PROP Quentin
DRESSING PROPS
FT2 TRAINEE
HOD MODELLER
SUPERVISING MODELLER
PROP MANUFACTURING COORDINATOR
SENIOR MODELLERS
PROP MODELLERS
ASSISTANT MODELLERS
JUNIOR MODELLERS
BUYER
BEST BOY
DESK OPERATOR
ELECTRICIANS
RIGGING GAFFER
RIGGING DESK OPERATORS
ELECTRICAL STOREMAN
RIGGING ELECTRICIANS
HOD PRACTICAL ELECTRICIAN
PRACTICAL ELECTRICIANS
ASSISTANT COSTUMER DESIGNER
PATTERN CUTTER
COSTUME ASSISTANTS
COSTUME PAINTER
COSTUME MAKER
FT2 TRAINEE
MAKE UP ARTISTS
KEY PROSTHETIC MAKE UP ARTISTS
PROSTHETIC MAKE UP ARTIST
ASSISTANT PROSTHETIC MAKE UP ARTIST
PROSTHETICS PAINTERS
KEY FABRICATOR
ASSISTANT FABRICATORS
MOULD DESIGNER
ASSISTANT MOULD MAKER
SILICONE TECHNICIAN
Jess Alexander
Helen Morgan
Paul Edwards
Alistair Rae
Olly Tellett
Peter Byrne, Jason Dully
Adrian McCarthy
Paul Hatchman, Nick Cupac
Ryan Goodman
Stuart Bridges
Richard Shean
Steve Petrie
Emanuele Giraldo
Tina Richardson
Will Towers
Calum Thomson
Charlie Malik
Arwel Evans
Alex King
Davies
Gary Martin, Adrian Platt
Ben Johnson, Alex Boswell, Colin Bayliss
Rachel Aulton
Pierre Bohanna
Toby Hawkes
John Weller
Adrian Getley, Tracey Curtis
Jim Barr, Katie Lodge, Steve Deahl
Ben Phillips, Gary Faulkner, Richard Skelly
Chris Hepple, Richard Thomas, Chris Howes
Paul Waller, Jonathan Jackson. Terry Whitehouse
Barry Jones, Mark Woollard
Steve Wotherspoon
Hannah Biggs
Victoria Hayes, Catriona MacCann
Gary Hayes, Edmund Dimbleby, Charley Kingan
Stuart Meridew
Matt Butler
Stephen Mathie
Terry Roberts, Adrian MacKay, Thomas Lea
Ian Franklin
John Snelling
Chris Gilbertson
Danny Baker
Edmund Alexander
Matthew Moffatt, Chris Bailey, Andy Munda
Eugene Grobler, James Summers, Sam Kite
David Wall, Alex Mahon
Joe McGee
Raymond McGee, Dean Jackson
James McGee, Darren Howton, Rob Monger
Nicole Young
Sarah Humphrey
Calandra Meredith, Joanna Wright
Zoe Skinner
Jo Carter
Catherine Jordan
Lesa Warrener, Nuria Mbomio
Duncan Jarman
Shaune Harrison
Matthew Smith
Kristyan Mallett
Simon Webber, Martha Fein
Elizabeth Murray
Louise Day
Stephen Murphy
Barry Fowler
Claire Green
Sophie Leduc
3RD ASSISTANT DIRECTOR
FLOOR RUNNER
STAND IN / RUNNERS
PINBACKER DOUBLE
ASSISTANT TO THE PRODUCER
ASSISTANT PRODUCTION COORDINATORS
PRODUCTION RUNNER
FT2 TRAINEE
DIALECT COACH
CASTING ASSISTANTS
FIRST ASSISTANT ACCOUNTANT
ASSISTANT ACCOUNTANTS
PRODUCTION GUILD TRAINEES
ACCOUNTS TRAINEE
POST PRODUCTION ACCOUNTANT
POST PRODUCTION ASSISTANT ACCOUNTANT
SENIOR SPECIAL EFFECTS TECHNICIAN
SENIOR STANDBY SPECIAL EFFECTS TECHNICIAN
SENIOR SPECIAL EFFECTS TECHNICIANS
STANDBY SPECIAL EFFECTS TECHNICIAN
SPECIAL EFFECTS TECHNICIANS
WIRE EFFECTS COORDINATOR
SENIOR WIRE OPERATORS
SPECIAL EFFECTS TRAINEES
SPECIAL EFFECTS RUNNER
SPACESUIT MANUFACTURER
BUYER
SENIOR MODELLER
STANDBY SENIOR MODELLER
STANDBY MODELLERS
STANDBY MOULDER / MODELLER
STANDBY MODELLER
MODELLERS
MODELLER / ENGINEER
MOULDER / MODELLER
MOULDERS
JUNIOR MOULDER
STANDBY CARPENTER
STANDBY PAINTER
STANDBY RIGGER
STANDBY STAGEHAND
CRANE OPERATORS
CONSTRUCTION BUYER
HOD CARPENTER
SUPERVISING CARPENTERS
CHARGEHAND CARPENTERS
CARPENTERS
TRAINEE CARPENTER
WOOD MACHINISTS
HOD PAINTER
CHARGEHAND PAINTERS
PAINTERS
Susan Drennan
Dan Gill
Dan Arnold, Anna Sheldrake
Alan Milne
Carey Berlin
Verity Wislocki
Alex Warder
Penny Frost
Alice Syed
Andrew Jack
Will Davies, David Wheal
Clare Cunningham
Susan Chika Anisiobi
Dougal Cadiou
Marie Sayej
Nwachukwu Aghanya
Jason Adams
Tarn Harper
Linda Bowen
Sam Conway
Mark White
Terry Bridle
Andrew Kelly, Jason Leinster
Nigel Stanley Nixon, Paul Stephenson, Dave Watson
Ceri Nicholls
John Cramman
Neil Davies, Mark Holdcroft, Steve Paton
Kevin Welch
Alan Perez, Neal Murray
Jon Bates, Catherine Mumford
Jonas Cullum
James Enright
Laura Davison
Glenn Haddock
Carl Wilson
Amanda Amphlett, Gemma Fletcher
Stuart Heath
James McKeown
Jim Buchan, Ben Fletcher, Lindsay Harris
Peter Lee, Mark Niedenthal, Warren Sandy
Martin Crowther
Giacomo Iovino
Ty Sammy Senior, Kevin Walker
Adam Harris
John McGee
Steven Clark
Steve Pollecutt
Mark Goodman
Dan Hegarty, Aaron Douglas
George Powell
Zoë Robertson
John O’Brien
Danny O’Regan, Dave Lowery
Eamon McLoughlin
Dave Abbott, Dave Ball
Bernie Mayer, Dave Pearce
James Buxton, Roy O’Brien, Graham Cole
Danny O’Regan Snr., David Dickinson, William West
Paul Duff, Mark Weston, Nick Goodall, Matt Whelan
John Heayn, Dennis Wilson, Barry O’Brien
Steve Pearce
Jonathan Ash, Steve Weston Snr.
Steve Weston Jnr.
Dave Haberfield
Dean Dunham, Stan Lattimore
Paul Wiltshire
Kevin Biggs, Luke Goodman, John Butler
Joe Monks, John Daynes, Greg O’Donnell,
Glyn Evans
SCENIC PAINTER
APPRENTICE PAINTER
PAINTERS LABOURER
HOD RIGGER
CHARGEHAND RIGGERS
RIGGERS
APPRENTICE RIGGER
HOD PLASTERER
PLASTERERS
PLASTERER LABOURER
HOD STAGEHAND
STAGEHAND CHARGEHAND
STAGEHANDS
STAGEHAND TRAINEES
CONSTRUCTION DRIVER
GLAZERS
UNIT STILLS PHOTOGRAPHERS
TRANSPORT CAPTAIN
UNIT DRIVERS
HEALTH & SAFETY ADVISOR
CONSTRUCTION NURSES
UNIT NURSES
SOUND EFFECTS EDITOR
FOLEY EDITOR
MUSIC EDITOR
FOLEY ARTIST
FOLEY RECORDIST
FOLEY ASSISTANT
ADR MIXERS
RE-RECORDING MIXER
ASSISTANT RE-RECORDING MIXER
ADDITIONAL RE-RECORDING
MIX TECHNICIAN
VISUAL EFFECTS BY
VISUAL EFFECTS PRODUCER
VISUAL EFFECTS PRODUCTION MANAGER
VISUAL EFFECTS CO-ORDINATORS
VISUAL EFFECTS PRODUCTION ASSISTANTS
VISUAL EFFECTS EXECUTIVE PRODUCERS
VISUAL EFFECTS EDITOR
COMPOSITING SUPERVISOR
CG SUPERVISOR
LEAD COMPOSITORS
LEAD CG LIGHTING ARTISTS
LEAD EFFECTS ARTIST
LEAD PREVIS ARTIST
COMPOSITORS
CG LIGHTING ARTISTS
Steve Sibley, Trevor Eve , Clive Whitbread
Steve Mitchell
David Haynes, Julie Whorlow
Andrew Brogan
Peter Hawkins
Robert Hooker, Dave Weller
Fred Crawford, Martin Goddard, Danny Madden
Ian Norgate Jnr.
Keith Perry
Ken Barley
Stephen Court, Michael Gardiner
Chris Greenwood, Paul King
Barry White
Derek Whorlow
Glen Lewis
Robert Flint, Dave Smith, Kevin Lloyd
Stuart Willis, Brad Malin
Paul Wolstencroft, John Martin
Jack O’Brien, Matthew Turner
Bob McGovern
Terry Jones, Murray Jones
Alex Bailey, Jay Maidment
Roy Clarke
Simon Hudnott, Mike Beaven, Allan Bradshaw
Mick Hurrell
Gavin Hewson, Dave Morley
Lucy Anthony, Tammy Lowman
Niv Adiri
Hugo Adams
Andrew Wilkinson
Nicolas Becker
Phillippe Amouroux
Assia Zipper
Paul Carr, Andy Thompson
Richard Pryke
Andy Caller
Ian Tapp
James Doyle
The Moving Picture Company
Joanna Nodwell
Sally Spencer
Paul Driver, Helen Judd
Gemma Thompson
Adrian Hedgecock, Jennifer Loughnan, Robert Willis
Michael Elson , Martin Hobbs, Annette Wullems
Tim Pounds-Cornish
Marian Mavrovic
Kieron Helsdon
Gavin Digby, Sean Heuston, Stuart Lashley
Scott Marriott, Dave Phillips, Martin Riedel
Rafael Morant
Richard Nosworthy, Geoff Pedder, Julien Stuart-Smith
Greg King
Sean Mathiesen
Terence Alvares, Richard Baker
Henry Badgett, Mark Barber, Delphine Buratti
Mark Curtis, Martin Davison, Yasmine El-Ghamrawy
James Etherington, Ron Ganbar, Julian Gnass,
Qian Han, John Hardwick, Michael Harrison
Jennifer Herbert, Jeremy Hey, Robin Hollander,
Christian Irles, Tom Kimberley, Arek Komorowski,
Paul Kulikowski, Doug Larmour, Jesus Lavin, Richard
Little, Hugh MacDonald, Steve McGee , Tony Man,
Vaibhav Marathe, Matthew Packham, Ben Perrott
Mark Richardson, Steve Sanchez, Carlo Scaduto,
David Scott , John Slattery, Kim Stevenson, Giuseppe
Tagliavini, Steve Tizzard, Miquel Ubeda, Christine
Wong
Rob Andrews, David Basalla
CG EFFECTS ARTISTS
DIGITAL MATTE PAINTERS
CG MODELLERS
TEXTURE ARTISTS
PREVIS ARTISTS
ROTO / PREP SUPERVISOR
ROTO / PREP AND MATCHMOVE CO-ORDINATOR
MATCHMOVE TECHNICIANS
ROTO / PREP ARTISTS
TECHNICAL SUPPORT
DIGITAL FILM MASTERING BY
PRODUCERS
ONLINE FILM EDITORS
FILM RECORDING
SECOND UNIT
DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY
FIRST ASSISTANT DIRECTOR
THIRD ASSISTANT DIRECTOR
STAND-BY ART DIRECTOR
SCRIPT SUPERVISOR
FOCUS PULLERS
CLAPPER LOADERS
GRIPS
CAMERA FT2 TRAINEE
GAFFER
ELECTRICIANS
DESK OPERATOR
VIDEO PLAYBACK OPERATOR
STANDBY PROPMAN
STANDBY CARPENTER
STANDBY RIGGER
MODEL UNIT
Jessica Braun, Nic Birmingham, Dave Child
Christophe Damiano, Haslina Dasley, Joe Eveleigh
Miles Glyn, Jessica Groom, Vlad Holst, Uzma Khalid
Alec Knox, Bjorn Liljequist, Kevin McGowan
Nakia McGlyn, Richard Morris, David Antonin Mucci
Mike O’Neill, Clare Pakeman, George Plakides
Liz Scully, Daniel Smollan, Candace Di Talamo
Christopher Anthony
Evangelos Christopolous, Emanuele D’Arrigo
Niall Flinn , Richard Gomes, Alexis Hall
Simon Lewis, Howard ‘Sparky’ Margolius
Mark Newport, Tom Phillips, Teresa Alvarez Pino,
Tim Riley, Guillaume Rocheron, Claude Schitter
Henrik Holmberg, Nelson Lowry
David Swift, Chris Thunig, Patrick Zentis
Isabel Cody, Alfonso Cottier, Phillip Koch
David Mayhew, Max Wood
Philipe Gaulier, Andy Middleton
Arnaud Pecqueur, Phil Young
Andrew Baggarley, Jessica Braun
Jarrod Linton, Shaun Scott, Jensen Toms
Alasdair McNeill
Becky Roberts
Jon Capleton, Christoph Gaudl
Lisa Gonzalez, Owen Jones, Peng Ke,
Paul McWilliams, Martin Newcombe, Simon Payne
David Sudd, Andrew Thompson
Richard Baillie, Reuben Barkataki
Stuart Bullen, Luan Davis, Matt Foster
Greg Howe-Davies, Marc Hutchings, Ryan Hutchings
Keith Jones, Naveen Medaram, Ellen Miki, Paul
Stirling R&D
Damien Fagnou, Roberto Hradec, Mohamed Sobhy
James Turner, Sander Van Der Steen
Paul Alexiou, Kieran Belshaw
Andrew Bunday, Nick Cannon, Helen Clare
Tom Cowland
Amit Desai, Gurinder Dhudwar, Richard Gausis
Christina Graham, Lewis Guarniere, Toby Langley
Alan McCabe, Marlin McGlone, Caroline Rowlands
Malcolm Souter, Mark Streatfield, Daniel Warder
Martin Weaver, Oliver Winwood
The Moving Picture Company
Matthew Bristowe, Begoña Lopez
Richard Etchells, Patrick Wintersgill
Thomas Urbye
Paul Stocker, Helen Clare, Kieran Belshaw
Caroline Rowlands, Toby Langley
Marlin McGlone, Dan Warder
Peter Talbot
Toby Ford
Henry Forsyth
Remo Tozzi
Sharon Mansfield
Alex Howe, Simon Heck
Barney Crocker, Richard Copeman
David Maund, Stuart Bell
Abi Oseni
Harry Wiggins
Steve O’Donoghue, Luis Santos, Chris Mortley
Andy Mountain
Lizzie Kelly
Brian P. Henry
Paul Webb
Chris Hawkins
DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY
FIRST ASSISTANT DIRECTOR
MODEL UNIT ART DIRECTOR
SCRIPT SUPERVISOR
FOCUS PULLER
CLAPPER LOADER
GRIP
MOTION CONTROL OPERATOR
MOTION CONTROL ASSISTANT
GAFFER
DESK OPERATOR
ELECTRICIAN
MODEL SPECIAL EFFECTS CO-ORDINATOR
SENIOR MODEL SPECIAL EFFECTS TECHNICIANS
CRAFT SERVICE
MANAGER
CHEF
CRAFT SERVICE ASSISTANT
CATERING
Stuart Galloway
Bryn Lawrence
Kate Grimble
Tess Malone
Faye
Jon Howard
Jim Crowther
Ian Menzies
Tommy Kneeling
Steve O’Donoghue
Niall Hannell
Roy Branch
Robbie Scott
Steve Onions
Mark Bullimore
Nigel Blake
Peter Sellars
Steven Scott, Karl Wardle, Peter Seymour-Howell
René Zuber,
Poppis Production Service AB
Natural Addiction
Mike Johnstone
Andy Robb
Paul Beesley
Woodhall Catering
FOR DNA FILMS
EXECUTIVE
BUSINESS AFFAIRS
PRODUCER’S ASSISTANT
DEVELOPMENT ASSISTANT
RUNNERS
Allon Reich
Joanne Smith
Leah Clarke
Tanya Phegan
Jacob Melton, Neil Andrews
POST PRODUCTION CONSULTANCY
Colour Timer
Laboratory Contact
EPK
WEB DESIGN
WEB VIDEO DIRECTOR
WEB VIDEO EDITOR
CAMERA EQUIPMENT
LIGHTING EQUIPMENT
LIGHTING CONTROL SYSTEMS
EDITING EQUIPMENT
POST PRODUCTION SCRIPT
PRODUCTION LEGAL SERVICES
COMPLETION GUARANTOR
INSURANCE SERVICES
POST PRODUCTION SOUND
FOLEY RECORDED AT
ADR RECORDED AT
RE-RECORDED AT
END TITLES DESIGNED BY
RECORDED & MIXED BY
ADDITIONAL ENGINEERING & PROGRAMMING
ADDITIONAL ENGINEERING
CONDUCTED BY
MUSIC PREPARATION
MUSIC CONTRACTORS
MUSIC EXECUTIVE
RECORDED AT
MIXED AT
SPECIAL THANKS TO
UNDERWORLD RECORDED AT
ASSISTED BY
Steeple Post Production Services
Alec Gibson
Clive Noakes
Colin Burrows, Robb Done, Sean Hill
Gia Milinovich
Phil Stoole
Damien Wasylkiw
Arri Media
AFM Lighting
Light By Numbers
London Editing Machines
Sapex Scripts
Wiggin & Co
Film Finances
Aon / Albert G. Ruben
Reelsound
Cinephase Paris
Goldcrest Post Production Facilities
Pinewood Studios, London, England
Matt Curtis
Gustavo Borner
Tyler Barton
Brent Arrowood
Matt Dunkley
Robert Puff
David Sabee & Simon James
Mike Knobloch
Bastyr University, Seattle
Igloo Studios, Burbank
The Seattle Musicians
Lemonworld, UK
Darren Price & Malcolm Corbett
SENIOR MODELLER
MODEL SPECIAL EFFECTS TECHNICIANS
STOCKHOLM SHOOT
Peggy Sussed Avenue of Hope
PERFORMED BY UNDERWORLD
PERFORMED BY I AM KLOOT
WRITTEN BY KARL HYDE & RICK SMITH
WRITTEN BY J. BRAMWELL /
PUBLISHED BY SHERLOCK HOLMES MUSIC A. HARGREAVES /
P. JOBSON
PUBLISHING LTD. / CHYSALIS MUSIC GROUP USA
PUBLISHED BY CHRYSALIS MUSIC © 2005.
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sunshine - Deutschland