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Geschichte Wiederholung
Wiener Kongress 1814/1815
- Nach dem Sturz Napoleons erster Pariser Frieden
- Teil dieses Friedensvertrages sollte ein in Wien stattfindender Kongress sein,
um eine dauerhafte europäische Nachkriegsordnung zu beschließen
- Ziel war auf europäischer Ebene die Sicherung der „balance of power“
- Stattliche Neuordnung „Deutschlands“:
 kein Nationalstaat, um das Gleichgewicht der Mächte
nicht zu stören
 eine „Verfassung“ zwischen souveränen Staaten und
Städten  Deutscher Bund 1815-1866 (lockerer
Staatenbund souveräner Staaten ohne gemeinsame
Staatsspitze und Regierung) Ziel: Innere und Äußere
Sicherheit der Mitglieder
 Gesandtenkongress in Frankfurt a. M. der
Einzelregierungen
Restauration:
- zwar Rückkehr der Monarchie
aber als konstitutionelle
Monarchie
- Rückkehr des Adels, aber ohne
Rückerstattung seiner Güter
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Legitimität:
- das ‚Acien régime’ ist allgemein
die Zeit in ganz Europa vor der
Revolution bzw. vor den
Napoleonischen Kriegen
- Herrschaft angestammter
Dynastien
- ‚Gottesgnadentum’
Solidarität:
- „europäisches Konzert“ der Mächte (Russland, Preußen, Österreich,
Frankreich und England) mit Recht der Intervention gegen nationale und
liberale Bewegungen zur Einhaltung der in Wien beschlossenen Grundsätze
1
Wartburgfest
- Oktober 1817
- Burschenfest (meist ehemalige Soldaten, Studentenvereinigungen, Ziel:
Einheitliches Deutschland
- erstes deutsches Nationalfest
- Verbrennung der Bundesakte des Deutschen Bundes und reaktionärer
Schriften und Symbole
- hier bildeten sich nationale Kräfte, die im Hinblick auf die spätere
Märzrevolution eine Rolle spielten
Burschenschaft
- 1818
- erste übergreifende Burschenschaft
- Mitglieder waren Studenten die während den Befreiungskriegen gegen
Napoleon gekämpft hatten
- 1819 Ermordung des Dichters Kotzebue, der sich gegen die Burschenschaft
geäußert hatte, durch einen Burschenschaftler
als Konsequenz:
Karlsbader Beschlüsse
- 1819
- Verbot der Burschenschaften
- Zensur
- Kontrolle der Universitäten
- Verfolgung von Demagogen (Volksverführer)
- Errichtung einer Zentralen Untersuchungskommission
-  Bildung neuer, nicht verbotener und länderübergreifender Gruppen
Monroe Doktrin
- 1823
- Amerika den Amerikanern
Londoner Verträge
- 1830/31
- Unabhängigkeit Belgiens (Neutralität) und Griechenlands
- Russland wird zur Hegemonialmacht auf dem Balkan
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VORMÄRZ
Julirevolution in Frankreich
- 1830
- Karl X will mit der Verfassung die konstitutionelle Freiheit beseitigen (seit
1824)
- Julirevolution beendet die Bourbonenherrschaft
- 1830-1848 Bürgerkönigtum Louis Philippes
- löst europaweit revolutionäre Bewegungen aus (Polen, Belgien, Mittelitalien,
Mitteldeutschland)  Belgien wird Königreich, Revolution in Polen scheitert,
Preußen und Österreich beharrten auf Monarchischem Prinzip, andere
Dynastien innerhalb Deutschlands ließen sich auf liberalere Verfassungen ein
- Steigerung der intellektuellen Produktivität
Hambacher Fest
- 1832
- Höhepunkt der politischen Auseinandersetzung
- Fest der deutschen Nation
- 30.000 Teilnehmer kamen um Frieden und Freiheit zu bekräftigen
- liberale Redner und Republikaner forderten deutschen Einheitsstaat
- trotzdem keine einheitliche Grundstimmung
- Regierungstruppen lösen das Fest gewaltsam auf
-  verschärfte Zensur
Gründung des Deutschen Zollvereins
- 1834
- Zusammenführung des Süddeutschen Zollverseins und dem mitteldeutschen
Handelsverein
- umfasste 18 deutsche Bundesstaaten
- nationaler Markt, dennoch unterschiedliche Gewerbegesetzgebung
- Landesgrenzenüberschreitender Bau von Straßen und Eisenbahn
- Preußen als bestimmende Vormacht
- Österreich wendet sich eher dem Balkan und Oberitalien zu, Ö will sich der
Preußischen Vorherrschaft nicht unterordnen
Göttinger Sieben
- 1937 hob König Ernst August von Hannover die Verfassung von 1833 auf
 Protest der Göttinger Sieben (Professoren, u.a. Gebr. Grimm)
- König entnahm ihnen die Lehrämter und schickte Drei von ihnen wegen
Veröffentlichungen ins Exil  Sympathie und finanzielle Unterstützung in
ganz Deutschland
- die Gebr. Grimm begannen mit der Arbeit an ihrem ersten deutschen
Wörterbuch
Erste Volksvertretung
- 1840 Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV von Preußen
- Versöhnungspolitik weckt Hoffnungen der Reformkräfte
- 1847 Forderung nach Verfassung und Volksvertretung in Preußen
-  König beruft den vereinigten Landtag als ständische Vertretung ein
- Preußischer König versucht am Staatsschulden Gesetz vorbei zu kommen, 
scheitert
3
-
künftige Staatskredite waren an Zustimmung einer Preußischen
Nationalrepräsentation gebunden  BUDGETRECHT
MÄRZREVOLUTION
Ursachen der Revolution
-
1848 Februarrevolution in Paris  Republik, allgemeines Wahlrecht, Recht
auf Arbeit
Nationalgefühl gegen Kleinstaaterei
Unterschiedliche Maße, Münzen etc.
Behinderung der Bürgerlichen kapitalistischen Entwicklung
1846 Missernte, 1847 Hungersnöte und Hungerunruhen (Weberaufstand)
Finanzkrise in Preußen, Einberufung des Vereinigten Landtags
1847 Wirtschaftskrise
Unterdrückung nationaler Minderheiten in Ö und Pr
Keine Parlamente und Verfassungen in den wichtigsten Staaten (z.B. Ö, Pr)
gegen Adelsprivilege und politische Unterdrückung
Forderungen
- Rechtsgleichheit
- Pressefreiheit
- Volksvertretung
- Schwurgerichte
- Nationalbewaffnung
Aufstände
- Märzrevolution in Berlin und Wien:
 Bewaffnete Aufstände
 Barrikadenkämpfe
 Regierungen müssen nachgeben
 Verfassungsversprechen werden gegeben und liberale
März-Minister ernannt
 in Ö wird Fürst von Metternich gestürzt  geht ins Exil
nach England
 am 22.März dankt der preußische König ab
Nationalversammlung
- 31. März bis 3. April Vorparlament in der Paulskirche in der freien Stadt
Frankfurt am Main
- erste Nationalversammlung am 18. Mai eröffnet
- in Berlin wird am 22. Mai die preußische Verfassungsgebende Versammlung
eröffnet
- ohne Zustimmung der NV wird der Frieden von Malmö geschlossen,
Empörung in Frankfurt
- erste von Deutschen gewählte parlamentarische Versammlung
- zu Beginn keine deutlichen Parteien, im Laufe des Jahres entwickeln sich
politische Richtungen
- bürgerliche Aristokratie herrschte
- Ziel: Verfassung für ein Einheitliches Deutschland (Dualismus – Klein-oder
Großdeutsche Lösung)
4
Geplante Verfassung der Nationalversammlung von 1849
-
Ablehnung eines Deutschen Bundesstaates durch Österreich 1849,  kleindeutsche Lösung bleibt übrig
preußischer König soll deutscher Kaiser werden, Friedrich Wilhelm IV lehnt
die Krone jedoch ab (Gottesgnadentum)
Fazit: Frankfurter Nationalversammlung scheitert an folgenden Gründen:
 zu langsam fortschreitender Ausarbeitung der
Grundrechte
 der Kaiserdeputation (fehlende Exekutive)
 keine Abschaffung des Adels
 Ablehnung durch Ö und Pr
 keine Republik, aber entschiedene Reform
 Marsch durch die Institutionen, anstatt einem Umsturz
-
-
die NV löste sich auf und zog auf Grund der Maiaufstände als sog.
„Rumpfparlament“ ohne preußische und österreichische Abgeordnete am 30.
Mai 1849 nach Stuttgart um
18. Juni 1849 Rumpfparlament wird durch Württembergische Truppen
gewaltsam aufgelöst
Sieg der Reaktionären über Revolutionäre
„Nachmärz“
- Preußische Unionspläne („Fürstenbund“) durch Friedrich Wilhelm IV.
- Ablehnung durch Ö, da sie nicht mit inbegriffen sind
- Protest der Europäischen Großmächte
-  scheitert
-  Wiederherstellung des Deutschen Bundes 1850 („Olmützer Punktation“)
5
DEUTSCHES REICH UNTER BISMARCK
Verfassungskonflikt in Preußen
- der preußische Landtag genehmigte1862 dem preußischen König die
Heeresreform nicht, da diese auf Kosten der bürgerlichen Landwehr
geschehen wäre; es verweigert den Etat zur Verstärkung und Reorganisation
des Heeres  BUDGETRECHT
- in der zugespitzten Situation in der Wilhelm I, seit 1861 König von Preußen,
schon zur Abdankung bereit war, riet der Kriegsminister Bismarck zum
Ministerpräsident Preußens zu Berufen, auf Grund seines königlichen
Standpunktes
- Da nach Bismarcks Ansicht die Verfassung keine Regelungen für den Fall
vorschrieb, dass sich der König und die beiden Kammern nicht auf einen
Haushalt einigen konnten, müsse er als Regierungschef und Vertreter der
Krone dennoch handeln (Lückentheorie)
- Die Heeresreform wurde mit von Bismarck besorgtem Kapital und damit
eigenmächtig – weil ohne einen vom Parlament gebilligten Haushalt –
durchgeführt
- Nachdem Preußen 1866 den Krieg gegen Österreich gewonnen hatte, konnte
Bismarck die Nationalliberalen auf seine Seite ziehen und ließ sich durch die
so genannte Indemnitätsvorlage im Nachhinein den Haushalt bestätigen
- „Preußens Grenzen nach den Wiener Verträgen sind zu einem gesunden
Staatsleben nicht günstig; nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse
werden die großen Fragen der Zeit entschieden – das ist der große Fehler von
1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut.“ Bismarck im
preußischen Abgeordnetenhaus 1862
Deutsch-Dänischer Krieg
- 1864
- nach der Annexion Schleswigs durch Dänemark kommt es unter Führung Pr
und Ö zum Deutsch-Dänischen Krieg
- Dänemark muss Schleswig und Holstein abtreten
- Pr und Ö verwalten die Herzogtümer gemeinsam
Erneuerung des Zollvereins
- 1865/67
- Pr gelingt es gegen den Widerstand Ö den Zollverein nach seinen
Vorstellungen zu erneuern
- 1867 treten die Süddeutschen Staaten hinzu
- gesamtdeutsches „Zollparlament“ mit preußisch-norddeutscher Majorität
Preußisch-Österreichischer Krieg (der Deutsche Krieg)
- 1866
- Unstimmigkeiten über Verwaltung von Schleswig und Holstein
- Preußen besetzt den Österreichischen Teil Holsteins
- Ö mobilisiert  Preußen verlässt den Deutschen Bund
- es kommt zum Krieg
- Pr siegt
Norddeutscher Bund
- 1867
6
-
Pr annektiert Hannover, Kurhessen, Nassau und Frankfurt und bildet den
Norddeutschen Bund
Gründung der Nationalliberalen und Freikonservativen Parteien
Süddeutschland hat keine vergleichbare Macht
Deutsch-Französischer Krieg
- in Bad Ems verlangte der franz. Botschafter vom preußischen König die
Garantie, „niemals wieder seine Zustimmung zugeben, wenn die Hohenzollern
auf ihre Kandidatur…zurückkommen sollten“ in der Emser Depesche
- Wilhelm der erste lehnt ab
- Bismarck kürzt die Depesche vor der Veröffentlichung und einen D-F Krieg zu
provozieren
- 19.7.1870 franz. Kriegserklärung an Preußen
- ganz Deutschland kämpfte, auf Grund der geheimen Schutz-und
Trutzbündnisse untereinander, gegen Frankreich
- Ö blieb neutral
- Frankreich wird nach Gefangennahme Napoleon III zur Republik, kämpft
jedoch weiter  Preußen siegt
- Frieden von Frankfurt:
 Abtreten von Elsass und Lothringen an Preußen
 Reparationen über 5 Mrd. Francs („Goldregen“)
Reichsgründung
- 1870/71
- Krieg führt Deutschland zusammen
- das Reich wurde durch einen Vertrag der souveränen Fürsten und freien
Städte geschaffen
- Kaiserproklamation Wilhelm I im Spiegelsaal von Versailles
Die Verfassung des Deutschen Reiches
- 1871
- Berücksichtigung auch der anderen Staaten
- föderalistisches System
- Übernahme der Verfassung des Norddeutschen Bundes mit geringfügigen
Änderungen
- Entwurf Bismarcks
7
-
der Reichskanzler ist nur dem deutschen Kaiser verantwortlich
Bundesrat als Gremium der Bundesstaaten wahrte die Reichssouveränität
Reichstag hat Budgetrecht und das recht der Gesetzgebung in
Zusammenwirkung mit dem Bundesrat
Preußen in Hegemonialer Stellung u.a. durch Veto-Recht gegen Änderung der
Reichsverfassung
Menschen und Bürgerrechte sind nicht Teil der Verfassung, die jedoch in
einzelstaatlichen Verfassungen garantiert waren
Verbindung des monarchischen Prinzips mit demokratisch-parlamentarischen
Grundsätzen (Deutscher Konstitutionalismus)
kein echtes parlamentarisches System
gängige Staatsform
Parteien
- die beiden Flügel des Liberalismus
 1861 Gründung der (liberalen) Fortschrittspartei (Virchow)
in Preußen  Partei bricht kurz nach der
Indemnitätsvorlage auseinander
 1866 Gründung der Nationalliberalen Partei
 Links-Liberale Partei
- Konservatismus
 Freikonservative
 Altkonservative
- Zentrumspartei (politischer Katholizismus); Gründung 1870
- 1875 Vereinigung der Arbeiterparteien, SDAP und Lassalleaner, zur
„Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands“ SPD (Name erst 1890)
K
Innenpolitik unter Bismarck
U
- 1872 Verbot des Jesuiten Ordens und Einführung der staatlichen
L
Schulaufsicht
T
- 1873 Staatsaufsicht über die Priesterausbildung und Vetorecht gegen
U
R
kirchliche Ämterbesetzung (Vorläufer der Säkularisierung)
K
- 1875 Einführung der Zivilehe
A
 hartes und schikanöses Vorgehen der Regierung gegen alle Arten
M
von Oppositionen
P
- Schule, Militär und andere Institutionen spiegeln die strenge hierarchische F
Ordnung der Zeit wieder („Kadavergehorsam“)
- 1870-73: „Gründerboom“  850 neue Aktiengesellschaften
- 1873 Beginn einer Wirtschaftskrise die unter konjunkturellen Schwankungen
bis Mitte der 90er anhält  „Gründerkrach“ (Konkurse etc.)
- 1878 „Sozialistengesetz“
Ursache:
 Bildung der Arbeiterklasse als Bedrohung für die
konservative Regierung
 Attentat auf den Kaiser
  der konservative Bismarck beschuldigt
Sozialdemokraten
Folgen:
 Verbot der Parteiorganisation und der Presse der SPD
 Hausdurchsuchungen, Ausweisungen und
8
Gefängnisstrafen der SPD-Mitglieder
 Partei wurde an ihrer Weiterentwicklung gehindert
-
-
-
1879 Schutzzolle für Industrie und Landwirtschaft zum Schutz der deutschen
Wirtschaft; Bismarck trennt sich von den nationalliberalen und verbündet sich
mit dem Zentrum
1883/84 Sozialgesetzgebung: Kranken-, Unfall- und 1889 Alters- Und
Invalidenversicherung zur Beruhigung des Arbeiterschaft und zur Schwächung
der Sozialdemokratie („Staatssozialismus“)
1888 Dreikaiserjahr („Wilhelm I. war der greise Kaiser, Friedrich III. der weise
Kaiser und Wilhelm II. der Reisekaiser.“)
1890 Rücktritt Bismarcks auf Drängen Wilhelm II („Der Lotse geht von Bord“)
Merkmale der industriellen Welt
- Mechanisierung der Arbeitswelt („Spinning Jenny“, Dampfmaschine)
 Menschen mussten nur die Arbeit verrichten, die nicht maschinell betrieben
wurde
- 3 wesentliche Veränderungen:
 Produktion
 Transport
 Menschliches Bewusstsein
(durch Mobilität Wissensdurst)
- neue Arbeitshaltung:
 Disziplin
 Pünktlichkeit
 Tugend
- Anstieg der Bevölkerung  Änderung der Lebensweise  „Pauperismus“
Außenpolitik Bismarcks
- 1875 „Krieg in Sicht“ Krise: Frankreich erholt sich als Militär Macht
 Besorgnis im Deutschen Reich
- 1878 Balkankrise Versuch Russlands Balkanländer zu Vasallenstaaten zu
machen als Folge des Serbisch-Türkischen bzw. Russisch-Türkischen Kriegs
-  England und Ö-U protestieren gegen die weitere Ausdehnung Russlands,
Bismarck vermittelt um das Deutsche Reich als Friedensstifter darzustellen
(„honest broker“)
-  Berliner Kongress Bismarck profiliert sich international als Politiker;
Stabilisierung europäischer Ordnung; Russland wird davon abgehalten, zum
Schwarzen Meer vor zu dringen; dennoch keine langfristige Lösung der
Balkankrise
- Verstimmung Russlands wg. anti-russischen deutschen Vermittlungen
Bündnissystem
- 1879 Zweibund D-Ö: geheimes Verteidigungsbündnis im Falle eines
russischen Angriffs; gegenseitiger Beistand bei russischem und
französischem Angriff
- 1881 Dreikaiserabkommen D-Ö-R: geheimes Neutralitätsabkommen für den
Fall, dass einer von einer Vierten Macht Angegriffen wird
- 1882 Zweibund wird mit Italien zum Dreibund: Verteidigungsbündnis im Falle
eines französischen Angriffs auf I oder D
9
-
1887 geheimer Rückversicherungsvertrag: verpflichtet jeden zur
wohlwollenden Neutralität bei Angriff einer dritten Macht;
Neutralitätsverpflichtung soll nicht gelten, wenn einer der beiden Krieg
provoziert
Problematik:
 ein streng geheimes Zusatzprotokoll zur Unterstützung
durch D bei einer russischen Besetzung der Meerengen
am schwarzen Meer
 Widerspruch zum Orientdreibund um England näher an
Dreibund heranzuführen
-
1887 Orientdreibund zwischen Ö-I-E: Verteidigung der Türkei bei russischem
Angriff; durch Bismarck gefördert
IMPERIALISMUS
Politik unter Wilhelm II (der „Neue Kurs“)
-
Gründe für den Imperialismus:
 Erschließung und Sicherung neuer Rohstoffvorkommen
 Öffnung neuer Märkte zum profitablen Absatz des
eigenen Produktionsüberschusses und
Überproduktionskrisen
 Soziale und ökonomische Konflikte im eigenen Land
durch die Schaffung neuer Produktionskapazitäten und
Absatzchancen zu entschärfen
10

-
-
-
-
-
-
Die Sicherung von Faustpfändern, Tauschobjekten und
Machtbasen um Kampf um die weltpolitische
Führungsstellung
 Nationalismus, dessen Ehrgeiz und Energien nach
emotionaler Befriedigung und kollektiver
Selbstbestätigung im Überlegenheitsgefühl großer über
kleiner, „zivilisierter“ über „primitiver“ Völker verlangten
Sozialdarwinismus: Rechtfertigung für Kolonialpolitik, europaweit
Sendungsbewusstsein der Imperialmächte: Lebensstil als vorbildlich

Übertragung auf die neuen Kulturen/Stämme („Am deutschen Wesen soll die
Welt genesen“ Wilhelm II.)
1890 nach Bismarcks Entlassung unterblieb die fällige Erneuerung des
Rückversicherungsvertrages obwohl Russland dafür bereit war
1892 franz.-russ. Militärkonvention: vorgesehen bei Angriff einer Dreibund
macht auf Russland oder Frankreich
Krüger-Depesche führt zum Austritt Englands aus dem Orientdreibund
(Mittelmehrabkommen)
1898 nach der Eroberung des Sudan durch England droht bei Faschoda am
oberen Nil eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Engländern und
Franzosen  Rückzug der Franzosen, die Briten behaupten das obere
Nilgebiet
1898 Erstes Flottengesetz auf Drängen von Wilhelm II: drei Schiffe pro Jahr
neu erstellen
1900 zweites Flottengesetz Beunruhigung in England,
Bündnisverhandlungen mit Deutschland enden ergebnislos
1904 Entente Cordiale zwischen E und F über Interessenabgrenzung in
Ägypten (E) und Marokko (F)
1904/5 russisch-japanischer Krieg  Blamage für Russland
1905 erste Marokkokrise: D schreitet demonstrativ gegen französische
Expansionsabsichten in Marokko ein
1906 Konferenz von Algeciras setzt D seinen Willen durch, gerät aber in
internationale Isolierung
1907 Triple Entente zwischen F-R-E wegen der Verständigung zwischen R
und E in Asien
1908 Bosnienkrise: nach der jungtürkischen Revolution im osmanischen Reich
annektiert Ö die osmanischen Provinzen Bosnien und Herzegowina  nach
internationale Proteste solidarisieren sich D und Ö
1911 zweite Marokkokrise: Konfrontation zwischen D, F und E verschärft sich
nach der Entsendung des deutschen Kanonbootes „Panther“ nach Agadir
(„Panthersprung“) Bestätigung der franz. Vorherrschaft in Marokko, dafür
Abtretung eines Teils des franz. Kongo an Deutschland
1912 Erneuerung des Dreibund; Scheitern der D-E Verhandlungen wegen der
Flottenpläne des Kaisers; erster Balkankrieg: Bulgarien, Serbien, Montenegro
und Griechenland gegen die Türkei, Russland unterstützt die Balkanstaaten
(„Panslawismus“) Niederlage der Türkei
1913 zweiter Balkankrieg: Streit der Sieger um die Beute, Griechenland,
Rumänien und Serbien gegen Bulgarien (Balkan als „Pulverfass“)
1914 deutsch-türkisches Geheimbündnis
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ERSTER WELTKRIEG
Julikrise
- 1914
- 28.06 Ermordung des Österreichischen Thronfolgers in Sarajewo durch
serbischen Geheimbund
- Österreichischer Kaiser wendet sich an Wilhelm II der mit einem
Blankoscheck für Österreich reagiert („Nibelungentreue“)
- Ö richtet scharfes Ultimatum von 48 Stunden an Serbien: Es forderte, die
Attentäter und ihre (vermuteten) Hintermänner strengstens zu verfolgen und
zu bestrafen, die gegen Österreich aktiven Separatisten wirksam zu
bekämpfen und dabei polizeiliche und militärische Dienststellen aus Wien in
die Ermittlungen einzubeziehen. Der Text wurde so formuliert, dass er als
Eingriff in die Belange der serbischen Regierung und Ehrverletzung aufgefasst
werden konnte
- Vermittlungsversuche der Engländer scheitern
- Serbische Antwort ausweichend, Serbien wird von Russland unterstützt
Österreichische Mobilmachung
Kriegsbeginn
- nach gescheiterten deutsch-englischen Vermittlungen erfolgt die
Kriegserklärung Ö’s an Serbien
- Russische Gesamtmobilmachung Zustand drohender Kriegsgefahr für
Deutschland, 12 Stunden Ultimatum an Russland  ohne Antwort
 am 1. August macht das deutsche Heer mobil und erklärte Russland am
Abend den Krieg
- Ein weiteres Ultimatum von 18 Stunden an Frankreich verlangte dessen
Neutralitätserklärung im Fall eines deutsch-russischen Konflikts
- Frankreich antwortet ausweichend und am 3. August folgt die deutsche
Kriegserklärung an Frankreich („Schlieffenplan“)
- deutsches Ultimatum an Belgien wegen Durchmarschrecht trotz
Neutralitätsvertrages Mobilmachung der Englischen Flotte da Schutzmacht
 Italien bleibt trotz Dreierbündnis neutral
- Zweifrontenkrieg
- Englische Kriegserklärung an Deutschland am 4. August,
- 6. August: Ö erklärt R den Krieg
- 23. August japanische Kriegserklärung an das Deutsche Reich
Kriegsverlauf
- 26.-30. August Schlacht von Tannenberg: Paul von Hindenburg lockt die
Russen in die Sümpfe und vernichtet sie trotz dreifacher Überlegenheit in
einer Kesselschlacht durch Ortskenntnis
- 5.-12. September Marne Schlacht: Sie markiert einen ersten Wendepunkt des
Ersten Weltkrieges und das Scheitern des Schlieffen-Plans
- 9. September: Bethman Hollweg (Reichskanzler) legt die Kriegsziele des 1.
Weltkrieges fest  Septemberprogramm
- 1915
- 23. Mai Italien schließt sich den Alliierten an und erklärt Ö den Krieg
- 1916
- Februar bis Dezember Schlacht um Verdun endete ohne wesentliche
Verschiebung des Frontverlaufs
12
-
Juni bis November Sommer Schlacht: Verlustreichste Schlacht des ersten
Weltkriegs
britische Seeblockade seit November 1914 uneingeschränkter U-Bootkrieg
durch Deutschland begonnen
britische Lusitania mit amer. Soldaten an Board wird durch deutsche U-Boote
versenkt aus Angst vor amer. Kriegseintritt stellen die Deutschen den
uneingeschränkten U-Bootkrieg ein
Epochenjahr 1917
- auf Druck aus der Politik und der Führung der Flotte wie auch des Heeres gab
der Kronrat am 9. Januar 1917 den "Uneingeschränkten U-Boot-Krieg" wieder
frei, was am 6. April zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten führte 
Wende in der Amerikanischen Isolationspolitik (Monroe-Doktrin)
europäischer Krieg wird zum Weltkrieg
- März: bürgerliche Revolution in Russland, der Zar dankt ab
- „Osterbotschaft“ von Wilhelm II.  demokratische Formen werden in Aussicht
gestellt
- Oktober: bolschewistische Revolution unter Lenin
Das Ende des Ersten Weltkriegs
- 1918
- 8. Januar: 14-Punkte Programm von Wilson:
1. Öffentliche Friedensverträge und Abschaffung der
Geheimdiplomatie
2. Vollkommene Freiheit der Seeschifffahrt
3. Aufhebung sämtlicher Wirtschaftsschranken
4. Rüstungsabbau (soweit verantwortlich)
5. Schlichtung aller kolonialen Ansprüche
6. Souveränität Russlands, sowie seine Anerkennung als
vollwertiger Staat
7. Belgien muss geräumt & wieder hergestellt werden
8. alles französische Gebiet soll geräumt & wieder
hergestellt werden, Rückgabe von Elsass-Lothringen
9. Italienische Grenzziehung nach dem Nationalitätenprinzip
10. Autonomie der Völker der Doppelmonarchie ÖsterreichUngarn, keine Unterdrückung mehr
11. Wiederherstellung Rumäniens, Montenegros und
Serbiens, das einen Zugang zum Meer erhalten solle
(politische / wirtschaftliche Unabhängigkeit)
12. Autonomie der osmanischen Völker (jedoch ohne
Unterdrückung der Minderheiten), Durchfahrt durch die
Dardanellen und den Bosporus
13. Errichtung eines polnischen Staats, unabhängig von
Deutschland oder Russland mit Zugang zum Meer
14. Gründung einer "allgemeinen Gesellschaft der Nationen"
zur friedlichen Regelung von Streitigkeiten (Grundlage für
den Völkerbund)
- 3. März: Diktatfriede von Brest-Litowsk: Deutscher Erfolg im Osten, im Westen
aber erfolglos
- 8. August Durchbruch der alliierten Mächte, schwarzer Tag für Deutschland
13
-
29. September Waffenstillstandsgesuch des Deutschen Reiches (indirekt
durch OHL)
11. November Waffenstillstand in Compiegne bei Paris
Innenpolitik während des ersten Weltkrieges
- 1914: alle Parteinen stimmen den Kriegskrediten zu
(Budgetrecht  Burgfrieden  „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur
Deutsche“ Wilhelm II.) nur Liebknecht und Luxemburg stimmen dagegen
- komplette Umstellung auf Kriegswirtschaft: „Ich gab Gold für Eisen“
- Militärdiktatur durch die OHL
- 1915: Steckrübenwinter
- 1917: radikal-sozialistische Gruppen (Spartakusbund) aus der SPD schließen
sich zur USPD zusammen, Ziel war zunächst eine Rätedemokratie wie in
Russland, später jedoch eine parlamentarische Demokratie (Russisches
Beispiel scheiterte)
- 1918
- 28. Oktober: die konstitutionelle Monarchie wird zur parlamentarischen
Monarchie („Oktoberreform“)
- 3. November: Beginn der Novemberrevolution, die Kieler Matrosen meutern
gegen die Marineleitung, bilden Soldaten- und Arbeiterräte, die Räte
Bewegung breitet sich bis zum 9ten November über das ganze Reich aus
- 9.November: Reichskanzler Prinz Max von Baden gibt die Abdankung Kaiser
Wilhelms II bekannt und übergibt Friedrich Ebert die Amtsbefugnis eines
Kanzlers für einen Tag; in Berlin ruft Philipp Scheidemann die
parlamentarische, Karl Liebknecht die sozialistische deutsche Republik aus
(„Machtvakuum“)
- 10. November: MSPD und USPD bilden den „Rat der Volksbeauftragten“
WEIMARER REPUBLIK
Nachkriegszeit
-
-
-
-
1918
15. November: Stinnes-Legien-Abkommen  Vertrag zwischen
Gewerkschaften und deutscher Industrie, das die Grundlagen der
Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Stinnes war
Vertreter der Industriellen und Legien Vertreter der Gewerkschaften)
16.-20. Dezember: Reichsrätekongress beschließt Wahlen für eine
Nationalversammlung zum 19. Januar 1919
29. Dezember: aus Protest gegen den Militäreinsatz gegen die
„Volksmarinedivision“, die zum Schutz des Berliner Regierungsviertels im
Schloss einquartiert wurde und später den Stadtkommandanten Otto Wels
entführten, da sie umziehen sollten, beendete die USPD die Zusammenarbeit
mit der MSPD  Austritt aus dem „Rat der Volksbeauftragten“
1919
1. Januar: Gründung der KPD aus dem Spartakusbund
5.-11. Januar: Spartakusaufstand/Januaraufstand in Berlin (zur Verhinderung
der Wahl zur Nationalversammlung), Ebert lässt den Aufstand mit Freikorps
gewaltsam niederschlagen
15. Januar: Ermordung Liebknechts und Luxemburgs durch Freikorps
14
-
19.
Januar: Wahlen zur Nationalversammlung : SPD stärkste Partei aber ohne
absolute Mehrheit
Versailler Vertrag („Diktat von Versailles“, „Schandfrieden“)
- 18. Januar: Beginn der Friedenskonferenz von Versailles
- unter Führung der Großen Vier: Wilson (USA), George (UK), Clemenceau (F)
und Orlando (I)
- besiegte Nationen durften nicht teilnehmen sondern nur schriftlich Stellung
nehmen  "Diktat von Versailles"
- Grundlage ist das 14-Punkte-Programm
- Beschlüsse:
 territoriale Abtretungen D’s
 militärische Beschränkung
 Reparationen in unbestimmter Höhe
 wirtschaftliche Sanktionen
 völkerrechtliche Anerkennung von Ungarn, Polen, und
Tschechoslowakei
 Abtretung Südtirol etc. an Italien
 § 228:Kaiser ist Kriegsverbrecher
 § 231: D ist der alleinige Kriegsschuldige
 Entmilitarisierung des Rheinlands
-
28. Juni: D muss Versailler Vertrag unterzeichnen
1920
10.Januar 1920: Versailler Vertrag tritt in Kraft
Dolchstoßlegende
- Die Dolchstoßlegende war eine von führenden Vertretern der deutschen
Obersten Heeresleitung (OHL) mit erfundene Verschwörungstheorie, die die
Schuld an der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten
Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokratie abwälzen sollte
- das deutsche Heer sei im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben und habe
erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen
„Dolchstoß von hinten“ erhalten
15
-
Eine Kampagne der Rechtsparteien und ihnen nahe stehenden Medien
denunzierte nun auch die Vertreter der Weimarer Regierungskoalition - SPD,
Zentrumspartei, DDP - selbst als „Novemberverbrecher“
 Dolchstoßlegende führt zu einer Unterstützung der Konservativen
Weimarer Republik
- 1919
- 6. Februar: Eröffnung der Nationalversammlung mit Koalition aus SPD,
Zentrum und DDP in Weimar, weit genug entfernt von den Unruhen in Berlin
- 11. Februar: Friedrich Ebert wird zum Reichspräsidenten gewählt
- 13. Februar: Ebert ernennt Philipp Scheidemann zum
Reichsministerpräsidenten und Leiter der Koalitionsregierung
- Februar-Mai „Frühjahrunruhen“: im gesamten Reichsgebiet kommt es zu
Unruhen, Streiks und Aufständen sie wollten den Erhalt und Ausbau der
Rätesystems, die Demokratisierung des Militärs (enttäuschende Wahlen für
die radikale Linke zur Nationalversammlung); in München herrscht eine
Räterepublik
- 20. Juni: Reichsministerpräsident Scheidemann tritt mit seinem Kabinett
zurück weil die Nationalversammlung die Friedensbedingungen der Alliierten
akzeptiert; sein Nachfolger Gustav Bauer regiert mit einer Koalition aus SPD
und Zentrum
- 11. August: Inkraftsetzung der Weimarer Verfassung
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1920
März: Kapp-Lüttwitz-Putsch  Lüttwitz forderte die Beibehaltung der
Freikorps, seine Ernennung zum Oberbefehlshaber, sowie Neuwahlen; Noske
riet zum Rücktritt, daraufhin marschierte die Marinebrigade nach Berlin, um zu
putschen, meist waren es aktive oder ehemalige Angehörige der Reichswehr
 Reichswehrführung lehnt Noske die Unterstützung ab  Ungehorsam
 Regierung flieht nach Stuttgart; in Berlin ried Kapp sich selbst zum
Reichskanzler und Lüttwitz zum Oberbefehlshaber  Aufruf der Reichskanzlei
zum Generalstreik gegen eine Militärdikatur  da schwacher Putschversuch
wird dieser abgebrochen
1921
10. Mai: Reparationsverpflichtungen werden auf 132 Mrd. Goldmark festgelegt
1922
16. April Vertrag von Rapallo: deutsch-sowjetischer Vertrag beendet die
außenpolitische Isolierung des Deutsche Reiches, belastet aber das
Verhältnis zu Frankreich
 Gegenseitige diplomatische Anerkennung
 Verzicht auf Kriegsentschädigung af beiden Seiten
 wirtschaftliche Zusammenarbeit
 geheim: militärische Kooperation (Panzerübungen auf
russischem Gebiet)
1923
Ruhrkampf: D ist mit den Reparationszahlungen im Rückstand  F besetzt
das Ruhrgebiet  Einstellung der Reparationslieferungen; Anweisungen an
die Beamte, Kontakt mit den Besatzern zu vermeiden  der parteilose
Kanzler Wilhelm Cuno rief die Bevölkerung zum "passiven Widerstand"
 Besatzer fanden kein Personal und beschlagnahmen Firmenkassen etc;
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Während des passiven Widerstandes wurden die Löhne von etwa 2 Millionen
Arbeitern des Ruhrgebiets vom Staat übernommen, zu diesem Zweck wurde
mehr Geld gedruckt. Dieses Vorgehen war auf lange Zeit nicht tragbar, da
sich die Wirtschaftskrise verstärkte und Inflation und Produktions- und
Steuerausfälle den reichsdeutschen Haushalt belasteten
 Inflation
9.November: Hitler-Ludendorff-Putsch in München SA umstellte ein Lokal,
in dem die Kahr-Gruppe (Separatisten der BVP unter Kahr) sich beriet, und
Hitler proklamierte die „nationale Revolution“, die Regierung für abgesetzt
 Kahr-Gruppe stimmte zum Schein für den Putsch, plante aber im
Hintergrund den Widerstand  Hitler-Putsch scheitert blutig durch die
bayerische Landespolizei
Stresemann beendet als neuer Reichskanzler den Ruhrkampf und bot
schließlich der Geldentwertung durch eine neue Währung Einhalt
(Rentenmark)
September: Separatistenbewegung im Rheinland durch F unterstützt
 scheitert an krimineller Vorgehensweise und an der Ablehnung E und der
USA der Kredite für F
23. November: Stresemann („Vernunftrepublikaner“) tritt als Kanzler zurück,
da er nichts gegen die Rechtdiktatur in Bayern unternahm; er stellte die
Vertrauensfrage, die abgelehnt wurde  Stresemann wird Außenminister
unter dem Regierungschef Wilhelm Max
1924
4. Mai: Reichstagswahlen: Reichskanzler Marx (Zentrum)  im Oktober von
Ebert wegen Kritik an Steuererhöhung aufgelöst
Dawes-Plan der USA wird angenommen und die Reparationszahlungen auf 12,5 Mrd. Mark jährlich verringert
7. Dezember: Wahlsieger SPD
1925
Ebert stirbt  Hindenburg wird zum Reichspräsident gewählt
16.10.: Vertrag von Locarno mit F, Sicherung der Westgrenze und Aufnahme
in den Völkerbund (Eintritt 1926), (D: Stresemann – F: Briand)
 Verbesserung der deutschen Position in der internationalen Politik
1926
24. Berliner Vertrag: Vertrag mit der SU als Gegengewicht zum LocarnoVertrag  Freundschaftsvertrag, in dem das Deutsche Reich Russland für
den Fall eines Krieges mit dritten Staaten seine Neutralität zusicherte
1929
Young-Plan ersetzt den Dawes-Plan unter neuen Bedingungen
24.Oktober: Schwarzer Freitag: Zusammenbruch der New Yorker Börse
schwappt auf Europa über (Kreditzahlungen)
1930
Abzug der alliierten Truppen aus dem Rheinland
Präsidialkabinette
-
1930
Juni: große Koalition zerbricht an Finanzierungsbeiträgen zur
Arbeitslosenversicherung: Brüning (Zentrum) beginnt mit der Politik der
Notverordnung (§ 48 Minderheitsregierung): Brüning will seinen
Finanzierungsplan durchsetzen, bekommt keine Zustimmung des Parlaments
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Notverordnung durch Brüning Parlament will Notverordnung rückgängig
machen Brüning löst das Parlament auf und beruft es neu ein; keine
demokratisch legitimierte Regierung, nur Parlament  Staatshaushalt wird in
Kraft gesetzt
es folgten die sog. Erbitterungswahlen NSDAP konnte ihre Sitzzahl von 12 auf
107 Sitze erhöhen. Hindenburg ließ durchblicken, dass er den Reichstag
sofort wieder auflösen würde, wenn dieser die Notverordnungen wieder
annullieren sollte
Abzug der alliierten Truppen aus dem Rheinland (Erfolg Brünings)
1931
Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit Vertrauen in die Regierung
sank
Juli: Bankenkrach
11. Oktober: Gründung der Harzburger Front (DNVP, NSDAP, Stahlhelm):
Tagung in Bad Harzburg aller konservativen Nationalen Verbände,
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Ankündigung eines Misstrauensantrages gegen das zweite Kabinett Brünings,
fordern Reichstagsneuwahlen und die Aufhebung aller Reformen
 Misstrauensvotum scheitern an Gegenstimmen der SPD
 allgemeine Akzeptanz Hitlers bei den Konservativen
18. Dezember: Gründung der Eisernen Front durch SPD etc. als Reaktion auf
die HF
1932
hohe Arbeitslosigkeit
10. April: Wiederwahl Hindenburgs zum Reichspräsident
 Beschwichtigungspolitik der SPD und somit ihre Zustimmung, da diese
nicht Hitler als Präsident wollten
Verbot der SA (Sturmabteilung) und der SS (Schutzstaffel)
Mai: Entlassung Brünings bzw. Entzug der Anwendung des § 48 durch
Hindenburg auf Grund unpopulärer Politik
Hindenburg wurde von seiner Kamarilla gelenkt, der u.a. sein Sohn Oskar,
von Papen, Meißner und Schleicher angehörten
1. Juni: Franz von Papen wird neuer Reichskanzler („Kabinette der Barone“
aus sieben adligen und nur drei bürgerlichen Ministern bestehend)
 Einseitige Regierung, die die Öffentlichkeit nicht für sich gewinnen kann;
SA-Verbot wird aufgehoben
Juni/Juli Konferenz von Lausanne senkt die Reparationszahlungen erheblich
17. Juli: Beim Altonaer Blutsonntag, einer Schießerei zwischen Kommunisten,
Nationalsozialisten und der Polizei, kommen 18 Menschen ums Leben, 285
werden verletzt
20. Juli: Beim sog. „Preußenschlag“ wird auf Initiative von Reichskanzler
Franz von Papen durch eine Notverordnung und unter Ausrufung des
militärischen Ausnahmezustands die geschäftsführende preußische
Regierung, unter Leitung von Otto Braun, für abgesetzt erklärt
 SPD kapituliert bei ihrer letzten Machtbastion
31. Juli: Reichstagswahlen: Die Neuwahl vom 31. Juli 1932 brachte 230
(37.3%) Nationalsozialisten und 89 Kommunisten ins Parlament. Das war eine
negative Mehrheit der Extremisten, die jede Notverordnung aufheben konnte
August: Hitler bei Hindenburg: dieser lehnt Hitler als Kanzler ab und weigert
sich diesen zum Reichskanzler zu ernennen
12. September: Reichskanzler von Papen wird durch einen Misstrauensantrag
gestürzt und der Reichstag durch den Reichspräsidenten Hindenburg u.a.
wegen Plänen der Regierung von Papen zu einem Putsch und Bekämpfung
von NSDAP und KPD mittels der Reichswehr aufgelöst (60 Tage
Regierungszeit ohne wirkliche Kontrolle)
6. November: Neuwahlen NSDAP erhält nur 33,1 % der Stimmen
17.November: Rücktritt des Kabinetts von v. Papen
24. November Hindenburg weigert sich erneut, Hitler zum Kanzler zu
ernennen
2. Dezember: Minderheitskabinett: General von Schleicher, der auf die
Spaltung der NSDAP setzt will Strasser (NSDAP) und Gewerkschaften für
sich gewinnen („Strasser Flügel“), wird durch Hindenburg zum Reichskanzler
ernannt
Schleichers Politik scheitert auf mehreren Ebenen
1933
20
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Januar 1933: Fürsprache zahlreicher Hindenburg nahe stehender Personen
beim Reichspräsidenten zugunsten einer Regierungsbildung durch Hitler (u.a.
von Papen) der Nationalsozialismus soll kanalisiert werden
18. Januar: Hindenburg entzieht Schleicher das Vertrauen, verweigert weitere
Notverordnungen
28. Januar Rücktritt Schleichers, da alle Verhandlungen zur Unterstützung
seiner Regierung gescheitert sind und Hindenburg seinen
Staatsnotstandsplan ablehnt
NS-ZEIT
Machtergreifung
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30. Januar : Adolf Hitler wird zum Reichskanzler ernannt. Im Kabinett Hitler
sitzen nur zwei weitere Nationalsozialisten, der Innenminister Frick und Göring
als Minister ohne Geschäftsbereich
1. Februar: Auflösung des Reichstages durch Reichspräsident Paul von
Hindenburg
4. Februar: Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen
Volkes (so genannte Schubladenverordnung) mit Eingriffen in die
Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit.
27. Februar: Brand des Reichstagsgebäudes, der Niederländer und ehemalige
Kommunist Marinus van der Lubbe wird der Brandstiftung beschuldigt. Die
Frage der Täterschaft ist jedoch bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Tat wird
von SA und SS als Vorwand genommen, um Deutschland mit einer
Terrorwelle zu überziehen; politische Gegner werden inhaftiert, gefoltert oder
liquidiert
8. Februar 1933: In Folge des Reichstagsbrands wird die Verordnung des
Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat, die so genannte
Reichstagsbrandverordnung, erlassen, die die wesentlichen Grundrechte
außer Kraft setzt und eine scheinlegale Basis für die Verfolgung von
politischen Gegnern schafft
28. Februar 1933: Verordnung des Reichspräsidenten gegen Verrat am
Deutschen Volke und hochverräterische Umtriebe
5. März 1933: Neuwahlen; trotz massiver Behinderung anderer Parteien
verfehlt die NSDAP die erwünschte absolute Mehrheit um 6,1%
8. März 1933: Die von der KPD gewonnenen Reichstagsmandate werden
dieser aberkannt; diese Parlamentssitze gelten als erloschen
13. März 1933: Einrichtung eines „Reichsministerium für Volksaufklärung und
Propaganda“; Minister wird Joseph Goebbels
20. März 1933: Errichtung des KZ Dachau in der Nähe von München
21. März 1933: Der „Tag von Potsdam“. Die konstituierende Sitzung des
Reichstags (ohne Sozialdemokraten und Kommunisten) in der Potsdamer
Garnisonskirche wird von Goebbels inszeniert, um die Harmonie zwischen
dem alten Deutschland (repräsentiert von Paul von Hindenburg) und der
„jungen Kraft“ (Hitlers NS-Bewegung) darzustellen
23. März 1933: Der Reichstag, nunmehr in der Krolloper, stimmt im Beisein
von bewaffneten SA- und SS-Einheiten über das Ermächtigungsgesetz ab,
das die legislative Gewalt in die Hände der Reichsregierung legen soll. Die
Reichstagsabgeordneten der KPD können an der Abstimmung nicht mehr
teilnehmen, da sie zuvor verfassungswidrig festgenommen bzw. ermordet
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wurden. Trotz dieser Umstände stimmen die anwesenden Abgeordneten der
SPD, auch hier fehlen einige wegen Festnahme oder Flucht, gegen das
Gesetz, während die Abgeordneten aller anderen Parteien dafür stimmen
24. März 1933: Veröffentlichung des auf vier Jahre befristeten
Ermächtigungsgesetzes im Reichsgesetzblatt mit den Unterschriften des
Reichskanzlers Hitler und des Reichspräsidenten von Hindenburg
31. März 1933: Das erste „Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem
Reich“ löst die Landesparlamente auf und bestimmt deren Neubesetzung
nach den Ergebnissen der Reichstagswahl vom 5. März. Die
Länderregierungen werden zur Gesetzgebung ohne Zustimmung der
Parlamente ermächtigt
März/April 1933: In zahlreichen unkontrollierten Verhaftungsaktionen durch SA
und SS werden die Festgenommenen in SA-Keller oder „wilde“ Lager
verschleppt
1. April 1933: Angeblich „spontane“ Boykottmaßnahmen gegen jüdische
Geschäfte in ganz Deutschland, die aber nicht den von den
Nationalsozialisten erwünschten Anklang bei der Bevölkerung finden
7. April 1933: Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“
ermöglicht dem Regime die Entlassung politisch missliebiger und „nichtarischer“ Beamter
26. April: Geheime Staatspolizei (Gestapo) nimmt ihre Arbeit auf
1. Mai: Hitler erklärt den „Tag der nationalen Arbeit“
2. Mai 1933: Schlag gegen die Gewerkschaften Auflösung der
Gewerkschaften
10. Mai 1933: Bücherverbrennungen
21. Mai: Die Deutsche Arbeitsfront DAF für Arbeitgeber und -nehmer wird
gegründet
2. Juni 1933: Verbot der SPD, wegen angeblichen Landes- und Hochverrats
14. Juli 1933: Alle Parteien außer der NSDAP sind verboten oder haben sich
selbst aufgelöst. Das „Gesetz gegen die Neubildung von Parteien“ begründet
den Einparteienstaat: Neugründung und Fortbestand (anderer) politischer
Parteien wird unter Strafe gestellt
20. Juli 1933: Abschluss des Reichskonkordats zwischen dem Deutschen
Reich und dem Heiligen Stuhl
12. November 1933: Erneute Reichstagswahl, eine Scheinwahl mit NSDAPEinheitsliste, die mit einer „Volksabstimmung“ über den Austritt aus dem
Völkerbund gekoppelt ist
1934
30. Januar 1934: Mit dem „Gesetz über den Neuaufbau des Reiches“ wird die
föderale Struktur der Weimarer Republik aufgehoben. Die Hoheitsrechte der
Länder gehen auf das Reich über. Die Regierung erhält das Recht, neues
Verfassungsrecht zu setzen
30. Juni 1934: Der angebliche „Röhm-Putsch“ dient als Vorwand für
parteiinterne Säuberungen und eine weitere Machtkonzentration in der Partei.
In der so genannten Nacht der langen Messer wird die Führung der SA
zerschlagen. Auch ehemalige politische Gegner wie Kurt von Schleicher, der
versucht hatte, die NSDAP zu spalten, werden ermordet
2. August 1934: Reichspräsident Paul von Hindenburg stirbt auf Gut Neudeck,
Hitler gibt sich den Titel „Führer und Reichskanzler“
bis zu Hindenburgs Tod galt formal das Rechts- und
Präsidialregierungssystem der WR
22
-
19. August 1934: Volksabstimmung zur Zusammenlegung der Ämter des
Reichspräsidenten und Reichskanzlers in der Person Adolf Hitlers. Am
gleichen Tag wird die Reichswehr auf ihn vereidigt. Damit sind alle wichtigen
Ämter auf ihn vereinigt: es gibt keinerlei Kontrollinstanzen mehr
Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges
- 1934
- 26. Januar Nicht-Angriffs-Pakt mit
Polen für 10 Jahre
- 12. November: Reichstagswahl
NSDAP 96%
- 1935
- 13. Januar: Volksabstimmung im
Saargebiet Wechsel von F nach
D
- 26. März: Einführung der
allgemeinen Wehrpflicht
- Mai: Bestandspakte zwischen F-SU
und SU-ČSR
- 18. Juni: Flottenabkommen
zwischen D und E
- 15. September: Nürnberger Gesetze
(anti-semitische Rassengesetze)
- 1936
- 7. März: Wehrmacht besetzt das entmilitarisierte Rheinland mit ital.
Rückendeckung; Hitler kündigt den Locarnovertrag mit F
- 11. Juli: D-Ö Abkommen
23
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September: deutsche Regierung erarbeitet einen Vierjahresplan der die
Kriegsbereitschaft bis 1940 vorsieht
25. Oktober: Achse Berlin-Rom: D gewinnt I als Bündnispartner
25. November: Anti-Komintern-Pakt mit Japan
1937
Juli: Angriff Japans auf China
5. November: Hitler enthüllt seine Kriegspläne den wichtigsten Vertretern der
Wehrmacht und dem Außenminister (Hoßbach-Niederschrift)
27. Dezember: Anweisung Hitlers an die Oberkommandos bezüglich eines
Angriffs auf die ČSR
1938
12. Februar: Berchtesgadener Abkommen: Hitler drohte dem österreichischen
Bundeskanzler Schuschnigg mit dem Einmarsch der Wehrmacht, sollte das
Verbot der nationalsozialistische Partei in Ö nicht aufgehoben werden. Er
forderte eine verstärkte Beteiligung der Partei in der Regierung und die
Ernennung des österreichischen Nationalsozialisten Seyß-Inquart zum
Innenminister in Ö, Verlust der österreichischen Souveränität und des
Austrofaschismus drohte
16. Februar: Ernennung Seyß-Inquarts zum Ö Innenminister
9. März: Schuschnigg gibt eine Volkabstimmung in Ö, die am 13. März sein
sollte, bekannt. Die Frage hierin sollte lauten, ob das Volk ein „freies,
unabhängiges, deutsches und christliches Österreich“ wolle oder nicht.
 Hitler droht mit einer Mobilmachung  Schuschnigg sagt Abstimmung ab
und tritt am 11.3. ab
11.März: Einmarsch der deutschen Truppen, Seyß-Inquart wird
Bundeskanzler in Ö
15. März: Anschluss Ö’s
September: Münchener Konferenz erzielt den Anschluss des Sudetenlandes
an das Deutsche Reich ( England und Frankreich vermitteln: Chamberlains
Appeasement Politik)
9. November: Reichskristallnacht
 Zerstörung von Leben, Eigentum und Einrichtungen der Juden im
gesamten Deutschen Reich
6. Dezember D-F Nichtangriffserklärung
1939
14. März Slowakei proklamiert ihre Unabhängigkeit unter dem Schutz des
deutschen Reiches
15. März: deutsche Truppen besetzen Prag
16. März: das „Protektorat Böhmen und Mähren“ wird Bestandteil D’s
31. März: E und F erklären Garantie an Polen
22. Mai: Stahlpakt zwischen I und D
23. August: Nichtangriffspakt zwischen D-SU; geheimes Zusatzprotokoll teilt
Polen auf (Hitler-Stalin-Pakt)
Der Zweite Weltkrieg
- 1939
- 1. September: Deutscher Überfall auf Polen (Blitzkrieg)
- 3. September: F und E erklären D den Krieg (Polens Garantiemächte)
- 17. September: SU besetzt Ostpolen, Aufteilung Polens nach
Zusammenbruch der Streitmächte nach H-S-P
- 1940
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April: Dänemark und Norwegen werden durch deutsche Truppen erobert
8. Mai: Einmarsch in Belgien und Angriff auf F (Blitzkrieg)
Juni: Besetzung von Paris Waffenstillstand mit Frankreich bei Compiegne
 Sieg Deutschlands in Frankreich
August-November: Luftschlacht um England  erfolglos
1941
Februar: Deutsche Truppen zur Unterstützung I’s in Afrika
22. Juni: D greift SU trotz H-S-P an!
14. August: Die Atlantik-Charta ist ein von den damaligen Regierungschefs
der USA, Franklin D. Roosevelt, und Großbritanniens, Winston Churchill,
verabschiedetes Dokument, das beider Vorstellungen von einer neuen
Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg präzisiert
Dezember: nach Wintereinbruch sowjetische Gegenoffensive
8. Dezember: nach dem Überfall auf Pearl Harbor erklärt die USA Japan den
Krieg
11. Dezember: D erklärt USA den Krieg wg. Antikominternpakt mit Japan
1942
Britische und Amerikanische Luftangriffe auf deutsche Städte beginnen
1943
31. Januar: Sechste Deutsche Armee in Stalingrad kapituliert
10. Februar: alliierte Truppen landen in Italien
18. Februar: Goebbels ruft zum „totalen Krieg“ auf
15. Juli: Sturz Mussolinis
Oktober/November: Konferenz von Moskau
 dort nahmen die Außenminister der drei führenden alliierten Mächte USA,
Großbritannien und UdSSR teil. Sie koordinierten die weitere
Zusammenarbeit, vereinbarten den Eintritt der UdSSR in den Krieg gegen
Japan und die Grundlagen ihrer europäischen und weltpolitischen Kooperation
nach Kriegsende.
November/Dezember: Konferenz der „Großen Drei“ in Teheran
 Teilnehmer: Churchill, Roosevelt, Stalin
 weitere Vorgehensweise auf dem europäischen
Kriegsschauplatz im Jahr 1944
 die Zeit nach einem Sieg der Alliierten über NaziDeutschland
1944
6. Juni: D-Day, in der Normandie landen die alliierten Truppen
September: Angloamerikanische Truppen erreichen die Deutsche Westgrenze
1945
Januar: Sowjetische Offensive auf das Deutsche Reichsgebiet beginnt in
Schlesien und Ostpreußen
Februar: Konferenz von Jalta
 Teilnehmer: Churchill, Roosevelt, Stalin
 regelte die Teilung Europas nach dem bevorstehenden
Ende des Zweiten Weltkrieges
 Deutschland wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt
 Sektorengrenzen werden in der Hauptstadt Berlin
gezogen
30. April: Hitler begeht Selbstmord
8. Mai: bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht (unconditional
surrender)
25
-
8. August: SU erklärt Japan den Krieg
2. September: Japan kapituliert bedingungslos nach dem Abwurf zweier
Atombomben durch die USA (6.+9.August)
NACHKRIEGSZEIT
-
1945
5. Juni Vier-Mächte-Erklärung: Feststellung der Zerteilung („dismemberment“)
Deutschlands in zunächst 3 Besatzungszonen wie in Jalta besprochen
6. Juni: Charta der UNO
1. Juli: Sowjets besetzen Sachsen, Thüringen, westl. Mecklenburg und die
Westmächte erhalten dafür ihre Berliner Sektoren
26
-
10. Juli: Bildung der franz. Zone
Potsdamer Konferenz (Dreimächtekonferenz von Berlin)
- 1945
- 17.Juni – 2. August
- Teilnehmer: die „Großen Drei“ (Churchill ab 28. Juli durch Churchills
Nachfolger Clement Attlee abgelöst, Truman, Stalin)
- 2. August: Potsdamer Abkommen:
 Demokratisierung
 Dezentralisierung
 Demontage
 Demilitarisierung
 Denazifizierung
 Aufteilung Deutschlands
 Einrichtung des Alliierten Kontrollrates: höchste
Regierungsgewalt in D (ab 30.August)
 Internationales Militärtribunal
 Ostgrenze an der Oder-Neiße-Linie
 D verlor ¼ seines Territoriums von 1937
 Flüchtlingswanderung von 10 Mio. Deutschen
 Erster Eklat zwischen USA und SU über die sowjetischen
Reparationsforderungen
- das Potsdamer Abkommen war kein Friedensvertrag  1953 wurde
festgelegt, dass Deutschland bis zu einem Friedensvertrag keine
Reparationen zahlen muss
ENTWICKLUNG
1945
DEUTSCHLANDS SEIT
27
28
Westen
Osten
-
1945
20.November – Oktober 1946: Nürnberger
Kriegsverbrecherprozess
-
-
1946
2. Dezember: Errichtung der Bizone
 Die Vereinigten Staaten und das
Vereinigte Königreich betonten zwar immer
den rein administrativen und ökonomischen
Charakter der Bizone, allerdings gilt die
Bizone als Grundlage für die BRD.
1947
12. März: Truman-Doktrin
 USA sichert allen "freien Völkern", die
vom Kommunismus bedroht seien,
amerikanische Unterstützung
 Beginn der Containment-Politik
(Eindämmung)
5. Juni: Entwurf des Marshall-Plans
 finanzielles Hilfsprogramm für Europa
neues Welthandelssystem GATT (General
Agreement on Tariffs and Trade) des
Westblocks
-
-
1947
Herbst: Gründung des kommunistischen
Informationsbüros (Kominform)
 überstaatliches Bündnis verschiedener
kommunistischer Parteien  Verstärkung
des Ostblocks (Panslawismus)
1948
Februar-Juni: Londoner Sechs-MächteKonferenz (E, F, USA, Benelux, OHNE SU)
 Ziel: Grundlage für die Beteiligung eines
demokratischen Deutschlands an der
Völkergemeinschaft
 Schaffung eines föderalistischen,
demokratischen deutschen Staates aus dem
Gebiet der drei westlichen Besatzungszonen
 Einberufung eines verfassungsgebenden
Rates (Parlamentarischer Rat)
 Frankreich stimmte dem
Zusammenschluss der drei westlichen
Besatzungszonen zur Trizone zu
 Zustimmung zum Marshall-Plans
(Gründung der Kreditanstalt für
Wiederaufbau KFW)
20.Juni: Währungsreform in der Westzone
-
1948
20. März: SU verlässt den Alliierten
Kontrollrat u.a. wegen der Sechs-MächteKonferenz  Ende der Vier-MächteVerwaltung
24.Juni: Währungsreform in der SBZ
Deutscher Volkskongress soll eine
Verfassung ausarbeiten
-
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-
-
1945
15. September: Bodenreform in der SBZ,
Enteignung der Großbetriebe und ihre
Verstaatlichung
1946
19./20. April SBZ: Zwangsvereinigung der
KPD und SPD zur SED (sozialistische
Einheitspartei Deutschlands)
 Juni 1948 – Mai 1949 Berlin Blockade:
Versorgung West-Berlins durch die Berliner Luftbrücke (Rosinenbomber), die
Sowjetunion wollte mit dieser Blockade einen Rückzug der Westalliierten aus GroßBerlin erzwingen und ihren Anspruch auf das gesamte Berlin demonstrieren
 Reaktion auf die Währungsreform im Westen
-
Dezember 1948 – August 1949:
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-
Verhandlungen zwischen den Westmächten
zur Gründung der NATO (North Atlantic
Treaty Organisation)
 4. April 1949: Unterzeichnung des
Nordatlantikvertrags
1949
23. Mai: Gründung der Bundesrepublik
Deutschland; Einführung des
Grundgesetzes
 ausgearbeitet durch den
Parlamentarischen Rat
nicht als dauerhafte Verfassung gedacht
 nicht von Bayern ratifiziert
 Kontrolle durch die Ruhrbehörde und
Besatzungsstatut (begrenzte Souveränität
für D)
 Präsident des PR war Konrad Adenauer
 PR löste sich nach den ersten Wahlen
zum Bundestag auf
 Außenpolitik aber bis 1955 in den
Händen der Alliierten
18. August: Wahlen zum 1. Bundestag
(CDU=139, SPD=131, FDP=52, BP=17,
DP=17, KPD=15
Theodor Heuss FDP wird zum ersten
Bundespräsidenten gewählt (1954
wiedergewählt)
15. September: Konrad Adenauer wird
erster Bundeskanzler einer
Koalitionsregierung (CDU/CSU, FDP, DP)
 „Kanzler der Alliierten“
 Schumacher SPD ist Oppositionsführer
1950
Juni 1950 – Juli 1951: Korea-Krieg
(Stellvertreterkrieg)
 zeigte die endgültige Spaltung der
ehemaligen Alliierten des Zweiten
Weltkriegs in die kommunistischen Staaten
China und Sowjetunion auf der einen Seite
sowie die kapitalistischen Staaten unter
Führung der USA
September: Schuman-Plan (französischen
Außenministers Robert Schuman) für
wirtschaftliche Zusammenarbeit
 Gedanken für eine Zusammenlegung der
deutschen und französischen Kohle- und
Stahlproduktion
1951
18. April: Aufnahme in die Montanunion
bzw. in die Europäische Gemeinschaft für
Kohle und Stahl (EGKS)
-
-
-
1949
Aufbau kasernierter Polizeieinheiten
April: Gründung des Rates für gegenseitige
Wirtschaftshilfe (RGW, COMECON)
 wirtschaftliche Zusammenarbeit der
osteuropäischen Staaten
30. Mai: Verabschiedung der Verfassung
der „DDR“
7. Oktober: Proklamation der „DDR“ mit
Piek als Präsident, Grotewohl als
Ministerpräsident
Gleichschaltung der Parteien und Verbände
 Einheitslisten
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zwei Staaten in Deutschland
-
1950
Aufnahme der „DDR“ in den RGW
30
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-
7. Mai: Aufnahme der Bundesrepublik im
Europarat (älteste originär politische
Organisation Europas)
9. Juli: Westmächte erklären den
Kriegszustand mit D für beendet
1952
Oktober: Pleven–Plan zur Errichtung einer
Europäischen Verteidigungsgemeinschaft
EVG
Ende 1952: Beginn der Diskussion über die
EVG und die Stalin-Noten
1953
Januar: Eisenhower wird US Präsident
 Containment-Politik wird zur „rollback“Politik
6. September: Wahlen zum 2. Bundestag
 CDU erhält mit 45% die relative Mehrheit
Demokratie unter Adenauer
 „Kanzlerdemokratie“
-
1952
März Stalin-Noten: Angebot der
Wiedervereinigung gegen die
Neutralisierung Deutschlands
-
1953
5. März: Stalin stirbt, Nachfolger werden
Malenkow, Molotow und Berija
17. Juni: Volksaufstand in der „DDR“
(Normerhöhung um 10%)
 gewaltsam niedergeschlagen durch
Volkspolizei und sowjetische Truppen
 keine Reaktions des Westens aus Angst
vor einer Eskalation dr Krise
September: Chruschtschow wird zum 1.
Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU
gewählt
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-
1954
EVG scheitert im franz. Parlament
Pariser Verträge: Beschluss, die
westdeutsche Bundeswehr im Rahmen der
NATO aufzubauen, WEU (Westeuropäische
Union, Beistandspakt zwischen F, E,
Benelux, I und D)
1955
5. Mai: Souveränität der Bundesrepublik
Deutschland  Beitritt zur NATO
September: Moskau Reise Adenauers,
diplomatische Beziehungen zu der SU
 Gegenleistung: Freilassung aller
Kriegsgefangenen in Russland
 Veröffentlichung der Hallstein-Doktrin auf
einer Botschafterkonferenz in Bonn:
Aufnahme oder Unterhaltung diplomatischer
Beziehungen durch dritte Staaten mit der
DDR wird von der Bundesrepublik
Deutschland auf Grund ihres
Alleinvertretungsanspruchs für das gesamte
deutsche Volk als unfreundlicher Akt (acte
peu amical) betrachtet und in der Regel mit
dem Abbruch beziehungsweise der
Nichtaufnahme diplomatischer Beziehungen
beantwortet; keine diplomatische Vertretung
in der DDR, nur eine ständige Vertretung
1956
Einführung der allg. Wehrpflicht; Aufbau der
Bundeswehr
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1955
Mai: Gründung des Warschauer Paktes
(militärischer Beistandspakt des Ostblocks)
4. Juni: Beitritt „DDR“ zum Warschauer Pakt
6. Oktober: Souveränität der „DDR“
1956
Februar: Entstalinisierung
 Dezentralisierung auf Stalins
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Saargebiet wird Bundesland der „BRD“
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1957
März: Römische Vertrage (EWG,
EURATOM) ab Januar 1958 in Kraft
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September: Bundestagswahlen, absolute
Mehrheit der CDU unter dem Slogan: „Keine
Experimente“ (erstmals 5% Klausel)
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Person/Personenkult
 begrenzte Liberalisierung der
Gesellschaft
1. März: Gründung der NVA (Nationale
Volksarmee)
Juni: Posener Arbeiteraufstand
November: Ungarnaufstand
1957
Sputnik-Schock
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1958
Chrustschow wird SU Regierungschef
27. November: Berlin-Ultimatum der SU:
West-Berlin soll frei Stadt werden (3Staaten-Theorie: Aufteilung Deutschlands in
West- und Ostdeutschland sowie die
entmilitarisierte Freie Stadt Berlin)
 scheitert
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1960
Ulbricht wird Staatsratsvorsitzender
1959
De Gaulle wird franz. Staatschef
Godesberger Programm:
 Parteiprogramm der SPD 1959-1989
 Wandel von einer sozialistischen
Arbeiterpartei zu einer Volkspartei
1961
13. August: Bau der Berliner Mauer
 Ende der Massenflucht
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1961
Kennedy wird US Präsident
November: 4. Kabinett Adenauer CDU/FDP
1962
Oktober: Kuba-Krise
 Auslöser war die Stationierung USamerikanischer, nuklearer
Mittelstreckenraketen in Italien und der
Türkei im Jahre 1959, gefolgt von der
Stationierung sowjetischer Raketen auf
Kuba im Jahre 1962. Die Kubakrise wird als
Höhepunkt und gleichzeitig als Wendepunkt
in der Geschichte des Kalten Krieges
angesehen. Niemals zuvor war ein
Atomkrieg so wahrscheinlich wie zu diesem
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Zeitpunkt.  Chrustschow gibt nach
SPIEGEL-Affäre
1963
Beginn der Entspannungs-Politik:
amerikanisch-sowjetisches Atom-TestStopp-Abkommen
Erhard wird Bundeskanzler
Deutsch-Französischer
Freundschaftsvertrag
1964
Beginn des Vietnamkrieges
(Stellvertreterkrieg)
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1965
Bundestagswahlen: CDU Mehrheit
1966
alle FDP-Minister treten zurück wg.
Finanzkrise
 Rücktritt Erhards
 große Koalition CDU/SPD mit Kiesinger
als Bundeskanzler und Brandt als
Außenminister („Neue Ostpolitik“)
1967
2. Juni: Benno Ohnesorg wird bei einer
Demonstration der SDS (Sozialistischer
Deutscher Studentenbund seit 1946) gegen
den Schah von Persien von einem Polizisten
erschossen
1968
11. April: Attentat auf Rudi Dutschke
(bekannter Vertreter der
Studentenbewegung, Marxist)
APO Außerparlamentarische Opposition,
daraus entstand die radikalisierte
Splittergruppe RAF
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1964
21. August: „Prager Frühling“ vom
Warschauer Pakt niedergeschlagen
(Bemühungen der tschechoslowakischen
Kommunistischen Partei unter Alexander
Dubček im Frühjahr 1968, ein
Liberalisierungs- und
Demokratisierungsprogramm
durchzusetzen, sowie vor allem die
Beeinflussung und Verstärkung dieser
Reformbemühungen durch eine sich rasch
entwickelnde kritische Öffentlichkeit)
Absetzung Chrustschows  Breschnew
wird Nachfolger
1968
Breschnew-Doktrin: „beschränkte
Souveränität“ der sozialistischen Staaten
das Recht, einzugreifen, wenn in einem
dieser Staaten der Sozialismus bedroht
wird. Dabei lautete die Hauptthese "Die
Souveränität der einzelnen Staaten findet
ihre Grenze an den Interessen der
sozialistischen Gemeinschaft."
1969
Bundestagswahlen  sozialliberale
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Regierung SPD/FDP Brandt-Scheel
1970
Moskauer Vertrag BRD-SU:
Aufrechterhaltung des internationalen
Friedens; Achtung der Grenzen,
insbesondere der Oder-Neiße-Grenze
Warschauer Vertrag: Unverletzlichkeit der
Oder-Neiße-Grenze zu Polen
1971
3.Oktober: Vier-Mächte-Abkommen über Berlin: Garantie der Zufahrtswege
„Three Essentials“:
1. Recht der Westmächte auf Anwesenheit in Berlin
2. Recht der Westmächte auf Zugang zu Berlin
3. Gewährleistung der Rechte und der Lebensform der Westberliner durch
Westmächte
1972
21. Dezember: Grundlagen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der „DDR“, der so
genannte Gundlagenvertrag (Gewaltverzichtsabkommen)
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1973
September: Beitritt der Bundesrepublik zur
UNO
1974
Rücktritt Brandts durch Guillaume-Affäre
 Günter Guillaume, einer der engsten
Mitarbeiter des Bundeskanzlers Willy
Brandt, wird als DDR-Spion enttarnt
 Schmidt wird Kanzler
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1973
September: Beitritt der „DDR“ zur UNO
1975
Rückzug der USA aus dem Südvietnam
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1975
7. Oktober: Freundschaftsvertrag „DDR“-SU
für 25 Jahre
1975
Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE)
Vereinbarungen über die Menschenrechte, die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft,
Technik und Umwelt, Sicherheitsfragen sowie Fragen der Zusammenarbeit in humanitären
Angelegenheiten
Ziel war es Ost- und Westblock in Europa zu einem geregelten Miteinander zu verhelfen
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1976
Honecker wird Generalsekretär
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1979
NATO-Doppelbeschluss: beidseitige
Begrenzung sowjetischer und USamerikanischer atomarer
Mittelstreckenraketen; Abrüstung der SU,
sonst Raketennachrüstung des Westens
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1979
Dezember: Einmarsch sowjetischer
Truppen in Afghanistan
1981
Kriegsrecht in Polen, Beendigung der
Tätigkeit der freien Gewerkschaften
„Solidarnosc“  Alternative/Opposition
1982
Sturz der Regierung Schmidts
(Konstruktives Misstrauensvotum)
Helmut Kohl wird Kanzler der CDU/FDP
Regierung (wiedergewählt 1987 und 1991)
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1985
Gorbatschow: Beginn von Glasnost und
Perestroika (Transparenz und Umbau)
1987
Dezember: Vertrag über den Abbau von Mittelstreckenraketen zwischen der SU und der USA
1988
Juli: Gorbatschows Konzept eines europäischen Hauses
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1989
28. November: 10-Punkt-Programm
 Kohl will deutsch-deutsche Konföderation
 keine Wiedervereinigung
Genscher ist Außenminister
Momper OB von Berlin
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Streikwelle in Polen: Einrichtung eines
„Runden Tisches“
1989
Mai: Öffnung der ungarisch-österreischen
Grenze
Sommer: Massenflucht aus der „DDR“ über
Ungarn
7. Oktober: 40.Jahrestag der
„DDR“(„business as usual“,
Massendemonstrationen in Berlin, Leipzig
etc (Montagsdemonstrationen)
 keine Unterstützung durch die SU
 „Wende“ in der „DDR“
18. Oktober: Egon Krenz wird
Generalsekretär
Gorbatschow: „Wer zu spät kommt, dem
bestraft das Leben“  andere SU Staate
schon unabhängig
1989
9.November: Öffnung der Mauer
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Demokratisierung der „DDR“
13. November: Regierung Modrow in der
DDR
1990
erste freie Wahlen in der „DDR“ zur
Volkskammer
1990
1. Juli: Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion
12. September: „Zwei-Plus-Vier-Vetrag“ („DDR“ und „BRD“ – Plus - Siegermächte)
Volle Souveränität für das vereinigte Deutschland (Übertragung der BRD auf
ganz Deutschland)  anstatt Friedensvertrag
Errichtung von 5 Bundesländern in Ostdeutschland
3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit: Beitritt der „DDR“ zur Bundesrepublik
„JETZT WÄCHST ZUSAMMEN, WAS ZUSAMMEN GEHÖRT“
Willy Brandt
Zusammenbruch der SU
-
-
1990/91: die baltischen Staaten erklären sich für unabhängig
 andere SU Staaten folgen diesem Beispiel
Augustputsch in Moskau 1991: eine Gruppe sowjetischer Funktionäre der
Kommunistischen Partei der Sowjetunion setzte ihren Präsidenten Michail
Gorbatschow vorübergehend ab und versuchte die Kontrolle über das Land zu
erlangen. Die Führer des Putschversuchs waren konservative Kommunisten,
in deren Augen die wirtschaftliche Umgestaltung zu weit ging. Weiterhin
fürchteten sie, dass der von Gorbatschow neu ausgehandelte Unionsvertrag
den Republiken zuviel Macht gebe. Obgleich der Putschversuch in nur drei
Tagen scheiterte und Gorbatschow wieder eingesetzt wurde, machte das
Ereignis Gorbatschows Hoffnungen hinsichtlich des Fortbestehens einer,
wenn auch dezentralisierten, Staatenunion zunichte und beschleunigte den
Zerfall der UdSSR.
8. Dezember: die Staatsoberhäupter der drei in der Union verbliebenen
Republiken – der russischen, ukrainischen und weißrussischen – beschlossen
die offizielle Auflösung der Sowjetunion und gründeten gleichzeitig die
Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS
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DIE VERFASSUNGEN DEUTSCHLANDS
Die Verfassung des ersten Deutschen Reiches
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beruhte auf dem monarchischen Prinzip
Nicht das Volk war Träger der Staatsgewalt, sondern die Gesamtheit der Fürsten und
Stände.
Souveränität bei der Vertretung der Mitgliedstaaten lag beim Bundesrat
Vorsitzender des Bundesrates war der Reichskanzler, der vom Reichspräsident
ernannt wurde. Er ist dem Reichstag nicht verantwortlich, nur dem Kaiser.
Der deutsche Kaiser, zugleich preußischer König, war als Staatsoberhaupt Präsident
des Bundes
Zwar wurde der Reichstag nach allgemeinem und gleichem Wahlrecht gewählt,
konnte aber gemäß Verfassung keinen Einfluss auf die Regierungsbildung nehmen
Budgetrecht (power of the purse) hatte der Reichstag
Reichstag hatte kein Veto-Recht
keine Grundrechte
Parteien spielten eine relativ geringe Rolle
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Die Verfassung der Weimarer Republik 1919
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parlamentarische Demokratie auf konstitutioneller Grundlage
übermächtiger Reichspräsident als Ersatzkaiser, direkt vom Volke gewählt
plebiszitäre Elemente  Volk konnte sich in Volksbegehren und
Volksentscheiden zu Gehör bringen
Verhältniswahlrecht, Stimmrecht für Frauen, Versammlungsfreiheit
liberale und soziale Grundrechte
ab 1930 Präsidialdiktaturen durch Art. 48 und 25 WV
 Möglichkeit des unkontrollierten Regierens
Militär, Richterschaft und Beamte waren durch die monarchischobrigkeitsstaatliche Tradition geprägt
„Republik, ohne Republikaner“
Instabile parlamentarische Mehrheiten und häufig wechselnde Regierungen
stärkten die Position des Reichspräsidenten
Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, die Anfälligkeit einer ungeliebten
Demokratie, ein obrigkeitsstaatliches Beamtentum sowie das Anwachsen
extremistisch-totalitärer politischer Kräfte führten letztendlich zur
nationalsozialistischen Diktatur
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Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland 1949
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Das Grundgesetz ist die konstitutionelle Grundlage der bundesdeutschen
Demokratie
Nachkriegsdemokratie zeichnet sich durch eine Stärkung von Verfassungsund Rechtsstaat aus
Parteienstaat  Parteien erhielten eine besondere Funktion als Mittler im
Prozess der politischen Willens- und Entscheidungsbildung
5% Klausel
Schutz der individuellen Grund- und Menschenrechte
Judikative bekam ein starkes Gewicht
Das GG kann nur mit einer Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat
geändert werden (Art. 79 Abs. 2)
die Grundrechte und der Grundsatz, dass die Länder bei der Gesetzgebung
mitwirken, dürfen nicht geändert werden (Art. 79 Abs.1 und 3)
Der Bundeskanzler kann nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum
gestürzt werden
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