Präambel - Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg

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Richtlinien für den Umgang mit sozialen Netzwerken
in der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Präambel
Facebook, Xing oder Twitter. Soziale Netzwerke sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Immer
mehr Menschen nutzen diese Form der Kommunikation, und Pressestellen sind gut beraten, diese
Kommunikationskanäle neben den klassischen Formen der Pressearbeit einzusetzen. Allerdings ist es
in der virtuellen Welt wie im realen Leben: Es gibt Regeln, an die es sich zu halten gilt.
Die nachfolgenden Social Media Richtlinien regeln den korrekten Umgang mit diesen
Kommunikationsmedien. Für Äußerungen im Web 2.0, in denen es um die Arbeit bei der
Handwerkskammer oder die Handwerkskammer selbst geht, sind diese Richtlinien für alle Mitarbeiter
der Handwerkskammer bindend.
Die Richtlinien für den Umgang mit sozialen Netzwerken wurden vom Arbeitskreis „Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit“ der norddeutschen Handwerkskammern erstellt. Die Aufstellung erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wird – falls nötig – ergänzt und soll den Dialog unter den
Pressestellen zum Thema Umgang mit sozialen Netzwerken anregen.
Richtlinien
1. Social Media ist Teil des Kommunikationskonzeptes
Social Media steht nicht für sich allein. Soziale Netzwerke sind lediglich eine neue Form der
Kommunikation über das Internet. Der Umgang mit ihnen sollte daher Teil des in der
Handwerkskammer vorhandenen Kommunikationskonzeptes sein. Entsprechend wichtig ist es,
auch für den Umgang mit Social Media eine Strategie zu definieren und sie in das
Kommunikationskonzept zu integrieren.
2. Festlegung klarer Verantwortlichkeiten
Bei der Kommunikation über soziale Netzwerke muss klar definiert werden, wer für die
Handwerkskammer nach außen kommuniziert. In der Handwerkskammer BraunschweigLüneburg-Stade sind dies Präsident, Hauptgeschäftsführer und die Pressestelle. Da dieser
Personenkreis nicht immer die Pflege der sozialen Netzwerke übernehmen kann, muss nach
außen klar erkennbar sein, wer hinter der jeweiligen sozialen Plattform steht. Darüber hinaus
muss den Mitarbeitern, die die Inhalte kommunizieren, bewusst sein, dass die Handwerkskammer
für die veröffentlichten Äußerungen verantwortlich ist. Anders als bei anderen
Kommunikationskanälen ist die Meinungsäußerung via Social Media in der Regel weltweit und für
immer präsent.
Für die Steuerung und Koordinierung aller Internet-Aktivitäten der Handwerkskammer ist die
Pressestelle (S1, Internetbeauftragte) verantwortlich. Offizielle Web-2.0-Angebote der
Handwerkskammer (z.B. abteilungsbezogene Twitter-Accounts, Blogs, Facebook-Fan-Seiten etc.)
müssen mit dieser abgestimmt werden. In Abstimmung mit der Pressestelle werden die
Mitarbeiter für die Inhaltsverwaltung festgelegt. Beim Impressum gelten dieselben Regeln wie für
alle anderen Medien.
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3. Der Einsatz von Social Media erfolgt im Rahmen der geltenden Rechtsordnung
Auch in der virtuellen Welt sind Recht und Gesetz einzuhalten. Das gilt für den gesamten
zivilrechtlichen aber auch für den strafrechtlichen Bereich. Rechte Dritter, insbesondere Urheberund Persönlichkeitsrechte sowie die Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen sind auch
beim Einsatz sozialer Netzwerke oberstes Gebot.
Weder Dienstgeheimnisse noch urheberrechtlich geschütztes Material dürfen nach außen
kommuniziert werden. Alle arbeitsrechtlichen Bestimmungen der Handwerkskammer gelten auch
beim Umgang mit Social Media.
4. Leitbild beachten
Die Handwerkskammer hat ihr eigenes Leitbild. Dieses Leitbild gilt auch beim Einsatz von Social
Media. Alle Äußerungen über soziale Netzwerke müssen mit der handwerkspolitischen
Ausrichtung übereinstimmen. Dienstvereinbarungen, Dienstanweisungen oder
Verhaltensrichtlinien der Handwerkskammer sind einzuhalten.
5. Wiedererkennung durch Corporate Design
Die Handwerkskammer verfügt über ein eigenständiges Corporate Design (CI/CD). Diese
Gestaltungsrichtlinien sind – soweit möglich – auch auf den Einsatz der sozialen Netzwerke zu
übertragen, um eine Wiedererkennung der Handwerkskammer sicherzustellen.
6. Social Media erfordert kontinuierliches Engagement
Die Nutzung sozialer Netzwerke ist keine einmalige Angelegenheit. Noch mehr als bei den
klassischen Kommunikationsformen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist hier ein
kontinuierliches Engagement unerlässlich.
7. Umgangsformen
Soziale Netzwerke sind anders als die klassischen Kommunikationsmittel stärker auf den Dialog
zwischen den Nutzern ausgerichtet. Blogeinträge, Kommentare oder Tweets werden vielfach
kommentiert, positiv und negativ. Reaktionen sollten in angemessener Art sowie in einem
angemessenen Zeitraum und Ton erfolgen. Nicht jede Kritik ist eine sachliche Antwort wert.
8. Trennung zwischen privat und dienstlich
Soziale Netzwerke sind ursprünglich auf reinen privaten Austausch angelegt. Gerade diese
„veröffentlichte Privatsphäre“ macht für viele auch den großen Reiz dieser Netzwerke aus.
Bei der Kommunikation der Handwerkskammer im Bereich Social Media gilt eine strikte Trennung
zwischen Privatem und Dienstlichem. Mitarbeiter, die Inhalte in die Social Media-Angebote der
Handwerkskammer einstellen, geben dort nicht ihre Privatmeinung wieder.
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9. Private Nutzung von Social Media eindeutig regeln
Zahlreiche Mitarbeiter der Handwerkskammer kommunizieren in ihrem Privatleben über soziale
Netzwerke. Wenn man sich auf der eigenen oder auch auf fremden Seiten als Privatperson ohne
einen dienstlichen Auftrag der Handwerkskammer in sozialen Medien äußert, dann sollte stets
deutlich werden, dass es sich dabei um eine private Äußerung handelt und diese nicht die
Position der Handwerkskammer wiedergibt. Für die veröffentlichte und private Meinungsäußerung
ist jeder Nutzer selbst verantwortlich.
10. Seien Sie offen für Neues
Der Einsatz sozialer Netzwerke in der Kommunikation von Pressestellen der
Handwerksorganisationen stellt einen Meilenstein im bisherigen Medienmix der
Presseabteilungen dar. Noch vor ein paar Jahren hätte niemand die neuen
Kommunikationsmöglichkeiten über das Web 2.0 für möglich gehalten, selbst die Kommunikation
via Internet und E-Mail wurde noch vor wenigen Jahren als „nicht zukunftsfähig“ und „für das
Handwerk“ nicht sinnvoll erachtet. Die Realität hat uns eines Besseren belehrt. Halten Sie also die
Augen offen nach neuen Kommunikationsformen, seien Sie offen und interessiert, aber auch stets
kritisch und wachsam.
Ansprechpartner
Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Stabsstelle Kommunikation Braunschweig (S1)
Sandra Jutsch
Telefon 0531 1201-120
[email protected]
Stand: 06. September 2011
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