Übungsaufgaben 05.01.2016 -Einfaktorielle Varianzanalyse

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Übungsaufgaben 05.01.2016
-Einfaktorielle Varianzanalyse-
1. Was macht eine einfaktorielle Varianzanalyse?
Sie untersucht den Einfluss einer unabhängigen Variable (Faktor) mit k
verschiedenen Stufen (Gruppen) auf die Ausprägung einer Zufallsvariablen. Dazu
werden die k Mittelwerte der Ausprägungen für die Gruppen miteinander verglichen.
Man vergleicht folglich die Varianz zwischen den Gruppen mit der Varianz innerhalb
der Gruppen. Weil sich die totale Varianz aus den zwei genannten Komponenten
zusammensetzt, spricht man von Varianzanalyse.
2. Welche Voraussetzungen müssen für eine einfaktorielle Varianzanalyse gegeben
sein?
Die Fehlerkomponenten müssen normalverteilt sein (Fehlerkomponenten bezeichnen
die jeweiligen Varianzen (Gesamtvarianz, Fehlervarianz, etc.). Die Gültigkeit dieser
Voraussetzung ist gegeben, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die
Ausprägung in der Grundgesamtheit normalverteilt ist.)
Homoskedastizität muss gegeben sein. (Die Fehlervarianzen müssen zwischen den
Gruppen (also den k Faktorstufen) gleich bzw. homogen sein)
Die Messwerte bzw. Faktorstufen müssen unabhängig voneinander sein.
3. Bitte beschriften Sie den Output einer einfaktoriellen Varianzanalyse und erklären Sie
kurz, was dargestellt wird, welche Bereiche besonders interessant für uns sind.
a) Obere Tabelle: Levenetest für Varianzhomogenität
Wichtige Spalte: „Sig.“ → denn hier lässt sich das Ergebnis des Levenetests
ablesen
Ergebnis = 0.913 also größer als 0,05 und folglich nicht signifikant
d.h. dass kein signifikanter Unterschied zwischen den Varianzen der Gruppen
besteht (sie sind homogen)
folglich darf die ANOVA durchgeführt werden
b) Untere Tabelle: Ergebnis der ANOVA
Wichtige Zeile: „Zwischen den Gruppen“, Wichtige Spalte „Sig.“ → denn hier lässt
sich das Ergebnis der Varianzanalyse ablesen
Ergebnis = 0,025 also kleiner als 0,05 und folglich signifikant
d.h. dass es einen signifikanten Unterschied zwischen den getesteten Gruppen
gibt
c) Gibt es einen signifikanten Unterschied bei der Platzierung des Saufranges des
Speichers zwischen den verschiedenen Altersgruppen?
Altersgruppe 1: 0-20
Altersgruppe 2:21-24
Altersgruppe 3: ≥25
Variable Alter neu berechnen (alle Fälle mit einschließen)
AnalysierenMittelwerte vergleicheneinfaktorielle Varianzanalyse
Option:
Häkchen bei deskriptive Statistik und Test auf Homogenität der
Varianzen
post-hoc
Scheffé
ONEWAY deskriptive Statistiken
Saufrang_Speicher
95%-Konfidenzintervall für den
Mittelwert
Standardabwe Standardfehle
N
Mittelwert
ichung
r
Untergrenze
Obergrenze
Minimum
Maximum
1,00
13
6,2308
1,09193
,30285
5,5709
6,8906
5,00
8,00
2,00
15
3,9333
2,93906
,75886
2,3057
5,5609
1,00
8,00
3,00
5
5,4000
1,14018
,50990
3,9843
6,8157
4,00
7,00
33
5,0606
2,35769
,41042
4,2246
5,8966
1,00
8,00
Gesamt
Test der Homogenität der Varianzen
Saufrang_Speicher
Levene-Statistik
df1
14,773
df2
2
Signifikanz
30
,000
Einfaktorielle ANOVA
Saufrang_Speicher
Mittel der
Quadratsumme
df
Quadrate
Zwischen den Gruppen
37,438
2
18,719
Innerhalb der Gruppen
140,441
30
4,681
Gesamt
177,879
32
F
3,999
Signifikanz
,029
Mehrfachvergleiche
Abhängige Variable: Saufrang_Speicher
Scheffé-Prozedur
95%-Konfidenzintervall
Mittlere
(I) Alter
(J) Alter
1,00
2,00
2,29744*
,81988
,031
,1861
4,4088
3,00
,83077
1,13859
,768
-2,1013
3,7629
1,00
-2,29744*
,81988
,031
-4,4088
-,1861
3,00
-1,46667
1,11730
,433
-4,3439
1,4106
1,00
-,83077
1,13859
,768
-3,7629
2,1013
2,00
1,46667
1,11730
,433
-1,4106
4,3439
2,00
3,00
Differenz (I-J)
Standardfehler
Signifikanz
Untergrenze
Obergrenze
*. Die Differenz der Mittelwerte ist auf dem Niveau 0.05 signifikant.
a) Gibt es ein signifikantes Ergebnis? Wenn ja zwischen welchen Gruppen gibt es
einen signifikanten Unterschied?
Nach der Scheffé Prozedur post hoc gibt es einen signifikanten Unterschied
zwischen der Altersgruppe 1 und der Altersgruppe 2
b) Ist die Varianzhomogenität gegeben? (abzulesen bei der Signifikanz/p-Wert im
Levene-Testbei einem nicht signifikanten Ergebnis ist die Varianzhomogenität
gegeben)
Die Varianzhomogenität ist hier nicht gegeben
c) Welchen Aussagen kannst du zu dieser ANOVA treffen?
Es gibt zwar signifikante Ergebnisse, aber die Vorrausetzung der
Varianzhomogenität ist in der Stichprobe nicht gegeben (die Stichprobe ist
wahrscheinlich zu klein), deshalb darf man das Ergebnis nicht direkt als
signifikant richtigen Unterschied interpretieren.
d) Gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen Männer und Frauen bei der
Platzierung des Saufranges von der Karibikbar?
a. Rechne es zuerst mit einem t-Test.
unabhängiger t-Test
Mittelwert Frauen: 2,5
Mittelwert Männer: 2,25
F=,093
Signifikanz=,763 Varianzen sind gleich, homogen
T-Wert:,388 Signifikanz=,701
kein signifikanter Unterschied
b. Rechne es mit einer einfaktoriellen Varianzanalyse.
Mittelwert Frauen: 2,5
Mittelwert Männer: 2,25
Test der Homogenität der Varianzen
Saufrang_Karibikbar
Levene-Statistik
,093
df1
df2
1
Signifikanz
30
,763
Varianzhomogenität ist gegeben.
Signifikianz=,701 nicht signifikant
Keine Post-hoc Tests möglich, da weniger als drei Gruppen vorhanden sind
c. Vergleiche die Werte. Was unterscheidet die Varianzanalyse von den tTests?
Die einfaktorielle ANOVA ist die Verallgemeinerung des t-Tests im Falle von mehr
als zwei Gruppen. Für k=2 ist sie äquivalent mit dem t-Test.
e) Was unterscheidet eine einfaktorielle von einer mehrfaktoriellen Varianzanalyse?
Die mehrfaktorielle Varianzanalyse berücksichtigt mehr als einen Faktor zur
Aufklärung der Zielvariablen, während die einfaktorielle nur einen berücksichtigt. Ein
Beispiel für eine mehrfaktorielle Varianzanalyse wäre eine Untersuchung bei der
festgestellt werden soll, welchen Einfluss Kaffee und Rauchen auf die Nervosität
darstellen. Kaffee ist hier Faktor 1 und Rauchen Faktor 2.
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