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Protokolle
Protokolle
Protokolle sind
definierte Regeln (Software)
zum geordneten Ablauf
einer Verbindung zweier oder mehrerer Knoten (Serverund Client-Rechner) in einem Netzwerk.
Das OSI-Modell ist eine theoretische Darstellung der
prinzipiell benötigten Protokollgruppen zum
Datenaustausch in einem EDV-Netzwerk.
wichtige Protokollfamilien:
TCP/IP als Protokollstack zur Einbindung eines
Computers in das Internet
IPX/SPX als das in LAN’s neben TCP/IP am
meisten verbreitete Protokoll
NetBEUI bis heute in zahlreichen, meist kleinen
LAN’s im Einsatz
1
Protokolle
2
Protokolle
Pakete:
Ein Paket (Packet) beinhaltet Daten und stellt eine
zusammengehörige Einheit dar, die im Netzwerk als
Ganzes übertragen wird.
Sendungsarten:
Broadcast Ein Broadcast meint eine
Rundsendung an alle Knoten in
einem Netzwerksegment.
Unicast
Eine gezielte Sendung an einen
einzigen, konkreten Host
Multicast Gezieltes Ansprechen einer Gruppe
von Knoten auf einmal - auch dann,
wenn sich diese nicht im selben
Netzwerksegment befinden.
3
Protokolle
Transport Communication Protocol / Internet
Protocol
=
TCP/IP – die “Sprache des Internets“
d.h. eine gemeinsame Protokollbasis über die
verschiedenste Rechner bzw. ganze Netzwerke
Daten austauschen können.
Im Gegensatz zu vielen anderen Protokollen existieren
Implementationen von TCP/IP für fast alle
Plattformen, was den Aufbau heterogener
Umgebungen stark begünstigt und eine hervorragende
Interoperabilität zwischen unterschiedlichsten Server-,
Client- und Router-Lösungen schafft.
4
Protokolle
Dokumentation der Protokollregeln
(Spezifikation)
Die im Internet und Intranet eingesetzten Protokolle und
Verfahren werden laufend weiterentwickelt und die
betreffende Spezifikation in der Regel öffentlich
verfügbar gemacht (Offenes System).
Dies geschieht über ASCII-Dateien als sogenannte
Request For Comment
(RFC)
Die Funktion des RFC-Editors wird vom
Information Sciences Institute (ISI)
der University of Southern California (USC)
wahrgenommen.
Web-Site des RFC-Editors: www.rfc-editor.org
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Protokolle
6
Architektur von TCP/IP
7
A pplic a t io n La ye r
6
P re s e nt a t io n La ye r
5
S e s s io n La ye r
4
T ra ns po rt La ye r
3
N e t wo rk La ye r
2
D a t a Link La ye r
1
4
A pplic a t io n
3
H o st-to -H o st
T ra ns po rt
2
Int e rne t
1
N e t wo rk Int e rf a c e
HTTP
FTP
TelNet TLDAP
TCP
UDP
T ransmissio nC o ntro llP ro to co l
U serD atagrammP ro to co l
ARP
ICMP
IP
InternetProtocol
TCP/IPArchitektur
IGMP
RIP
OSPF
Ethernet, Fast Ethernet, Token Ring, FDDI, ...
P hys ic a l La ye r
OSIModell
SMTP/
...
POP
SNMP
TCP/IPProtokoll-Suite
Protokolle
Datenkapselung (Encapsulation)
Anwendungschicht
(=Application–Layer)
Transportschicht
(=Präsentation-, Session-,
Transport-Layer)
Internetschicht
(= Network-Layer)
Netzzugangsschicht
(= Data Link-,
Header
Physical-Layer)
Header
Header
Daten
Header
Daten
Header
Daten
Header
Daten
7
Protokolle
Die TCP/IP Protokolle im Einzelnen
• Network Layer: = Protokolle zur Wegesuche zum Ziel
ARP: Adress Resolution Protocol
=> nimmt eine IP-zu-MAC-Adressauflösung vor.
IP : Internet Protocol
=> ist für die Zustellung von Paketen an alle
anderen Protokolle in der TCP/IP-Protokoll
Suite sowie für das Weiterleiten von Paketen
mit fremden Adressen verantwortlich (Routing).
ICMP: Internet Control Message Protocol
=> meldet im Auftrag von IP lediglich Fehler und
gibt Rückmeldung über bestimmte Konditionen
IGMP: Internet Group Management Protocol
=> IGMP informiert Router darüber, dass Hosts
einer Multicast-Gruppe in einem bestimmten
Netzwerk zur Verfügung stehen (als Erweiterung
von ICMP).
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Protokolle
Die TCP/IP Protokolle im Einzelnen
Präsentation-, Session-, Transport-Layer:
= Protokolle zur Datendarstellung-, Kommunikationssteuerung- und Daten-Transport
TCP: Transmission Control Protocol
=> verbindungs-orientiertes Protokoll, das
einen Zustellungsdienst realisiert,d.h.:
# TCP garantiert die Zustellung von Informationen,
# sorgt für eine geeignete Reihenfolge der Daten und
# nimmt eine Checksummen-Prüfung sowohl des
Headers als auch der eigentlichen Daten vor.
UDP : User Datagram Protocol
=> ein verbindungslosen Dienst, der jedoch
# weder die Zustellbarkeit noch
# die richtige Reihenfolge der übertragenen Paketen
garantiert.
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Protokolle
Die TCP/IP Protokolle im Einzelnen
=Protokolle für Routing in IP-Umgebungen:
RIP: Routing Information Protocol
=> basiert auf dem Entfernungsvektor-Verfahren und
erlaubt es einem Router, ein dynamisches Routing
durchzuführen, d.h.:
# durch RIP lernt der IP-Router automatisch, in welche
Netzwerksegmente er eingebunden ist.
# Auf diese Weise ist keine weitere Konfiguration des IPRouters erforderlich (von der eventuellen Definition
einer statischen Route einmal abgesehen)
OSPF: Open Shortest Path First
=> ist eigens auf die Bedürfnisse verzweigter
Netzwerke zugeschnitten.
# Aufgrund des erhöhten Konfigurationsaufwands
eignet sich OSPF demnach nicht für kleinere
Netzwerke.
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Protokolle
Protokolle, Ports und ihre Nummern
Protokoll-Nummern:
Identifizieren eindeutig, für welches
nächsthöhere Protokoll eine Nachricht bestimmt
ist.
=> 8-Bit-Feld im Header eines IP-Datagrammes
=> Allgemein bekannte Protokoll-Nummern, werden
auch als Well-Known Services bezeichnet.
Bsp.: TCP wird über die Nummer »6« und
UDP über die Nummer »17« angesprochen.
IANA: Internet Assigned Numbers Authority
=> ist für die weltweit eindeutige Vergabe der
Nummern verantwortlich und listet diese direkt auf der
Web-Site der IANA auf.
Früher wurden die entsprechenden Nummern in einem
RFC z.B.: RFC 1060 und zuletzt RFC 1700 – aufgeführt.
11
Protokolle
Protokolle, Ports und ihre Nummern
Bsp.: RFC 1700 defined protocol-numbers
Protocol assigned
name
number
ip
0
icmp
1
ggp
3
tcp
6
egp
8
pup
12
udp
17
hnp
20
xns-idp
22
rdp
27
rvd
66
[aliases...]
IP
ICMP
GGP
TCP
EGP
PUP
UDP
HMP
XNS-IDP
RDP
RVD
Kommentar
#Internet protocol
#Internet control message protocol
#Gateway-gateway protocol
#Transmission control protocol
#Exterior gateway protocol
#PARC universal packet protocol
#user datagram protocol
#Host monitoring protocol
#xerox NS IDP
#"reliable datagram" protocol
#MIT remote virtual disk
12
Protokolle
Protokolle, Ports und ihre Nummern (1)
Port-Nummern:
Bei der Kommunikation zweier TCP /IP-Hosts gibt der Port
(16-Bit lange Nummer) an, an welchen Prozess (Dienst)
Informationen weiterzuleiten sind,
Z.B.: http://193.170.239.33: 80/Index.html
Well-Known Ports:
Bsp.
HTTP verwendet den Port 80,
SMTP arbeitet mit Port 25.
Die Nummern für Well-Known Ports werden von der IANA
zugewiesen und kontrolliert.
13
Protokolle
Protokolle, Ports und ihre Nummern (2)
Port-Nummernbereichsgliederung:
0-
1023: sind in der Regel für Systemprozesse
vorgesehen.
1024 - 49151: für herkömmliche Prozesse.
49152 - 65535: werden nicht von der IANA kontrolliert und
können damit zum Beispiel :
=> für selbstgeschriebene Applikationen genutzt
werden, um nach Bedarf bei TCP /IP einen freien
Port anzufordern.
Da eine solche Port-Nummer dann dynamisch
zugewiesen wird, kann diese von Aufruf zu Aufruf
variieren.
14
Protokolle
Bedeutung von Protokoll- und Port-Nummern
=> Zur Absicherung eines mit TCP /IP arbeitenden
Hosts
=> Minimale Firewall Funktionalität (Paket-Filter)
z.B.: Sperre PING: Das für den Befehl PING relevante
ICMP verwendet die Protokoll-Nummer 1.
bei Sperre:
=>Host antwortet auf Ping nicht mehr, d.h ein
potentieller Angreifer aus dem Internet kann nicht mehr
über Ping herausfinden ob der Host existiert.
=> Kein Ping of Death« (»POD«) mehr möglich
= Anpingen mit extrem großen Diagrammen
kann zum Absturz führen)
15
Protokolle
IP-Adressierung
Dotted Decimal Notation
 4 mal 8 Bits = 4 Bytes
 Byte nimmt Werte zwischen »0« und »255« an.
 In Dezimalform - durch Punkte getrennt. (z.B.
192.168.134.68)
2 Bestandteile der IP-Adressierung
 Netzwerknummer
 Hostnummer
Bsp: Die Netzwerknummer: 192.168.153.xxx
Die Hostnummer:
xxx.xxx.xxx.10
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Protokolle
IP-Adress-Klassen
• Spezifiziert Kategorie von Netzwerknummern
• Aufteilung in Netzwerk- und Host-Nummer
Class A
0
24 Host Bits
8 Netzwerk Bits .
0 - 127.nn.nn.nn
19
0
104
26
.
Class B
10
. 16 Netzwerk Bits
16 Host Bits
.
128 - 191.xx .nn.nn
1
12
66
128
.
Class C
110
239
170
193
.
24 Netzwerk Bits
.
192 - 223.xx.xx.nn
33
8 Host Bits
.
> 223.xx.xx.xx
reserviert
17
Protokolle
Reservierte IP-Adressen
• Loopback oder Localhost: = das Gerät selbst
=> 127.0.0.1
• Netzwerknummer des Segments:
=> alle Bits der HOST-Nummer sind 0
• Alle Hosts – dieses Netzwerksegmentes:
=> alle Bits der HOST-Nummer sind 1
= Broadcast
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Protokolle
IP-Adressen für Intranets
Inoffizielle IP-Adressen:
„Internet Assigned Numbers Authority“ (IANA)
WEB-Site der IANA:
www.iana.org/assignments/Port-Numbers
reserviert drei Adressräume für Intranets:
•10.0.0.0.-10.255.255.255.: ein Class-A Netz
•172.16.0.0.-172.31.255.255.: 16 Class-B Netze
•192.168.0.0.-192.168.255.255.: 256 Class-C Netze
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Protokolle
NAT (Network Adress Translation)
IP-Masquerading: um ein Intranet mit Internet zu
verbinden
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Protokolle
NAT (Network Adress Translation)
=> Internet-Zugang mehrerer PC‘s in einem Intranet
über einen Rechner (z.B. Router)
mit einer einzigen, für alle Computer identischen
IP-Adresse
Für jeden mit dem Internet kommunizierenden Intranet-PC
zieht NAT dabei von sich aus eindeutige Ports heran,
sodass sich eingehende Antworten aus dem Internet über
diese Port wieder den entsprechenden PC‘s im Intranet
zuordnen und an diese weiterleiten lassen.
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Protokolle
Subnet Mask
• Teilt die Netzwerkadresse in HOST-und Sub-Netzanteile
einem Netzwerk
• Logische Unterteilung der Host-Nummer in Subnet-Nummer
und Host-Nummer
22
Protokolle
Subnets Maskierung
Z.B: 8(6) Segmente
Das Netzwerksegment wird um 3-Bit auf 27-Bit
erweitert und das Rechnersegment daher auf 5-Bit
reduziert
193
170
239
168
Adresse
11000001 10101010 11101111 10101000
11111111 11111111 11111111 11100000
255
193
255
255
224
170
27 Netzwerk Bits
239
.
Subnetz
xxx
nnnnn
5Host Bits
23
Protokolle
Standard Gateway
• Sender und Empfänger sind in verschiedenen Subnetzen
Standard Gateway
•
„Router“,
der die Informationen aus dem Subnetz des
Senders hinaus transportiert
Transportiert Informationen zu anderen
Routern
oder direkt ins Empfänger-Subnetz
• Über die IP-Adresse identifizierbar
24
Protokolle
Beispiel Basis-Routing
• IP-Adresse mit Subnet-Maske verknüpfen
» 193.170.239.150 und 255.255.255.224
Subnetz 11100000
• daraus kann das Netzwerk bestimmt werden
» 193.170.239.128 (10000000 = 150 AND 224)
• wenn Ziel = lokales Netz,
=> dann an den Rechner weiterleiten
• sonst zum angegebenen Gateway
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Protokolle
Weitere Protokolle
IPX/SPX
(Internetwork Packet Exchange / Sequenced Packed Exchange)
=> Von Novell entwickeltes Protokoll, seit Mitte der achtziger
Jahre im Einsatz.
=> IPX/SPX stellt neben TCP/IP das in LAN’s am meisten
verbreitete Protokoll dar und zeichnet sich durch seine
gute Performance aus.
=> IPX/SPX gelangt vor allem in Netzwerken zur
Anwendung, die mit NetWare 2.x, 3.x oder 4.x bzw.
NetWare 5.0 arbeiten.
26
Protokolle
Architektur von IPX/SPX
7
A pplic a t io n La ye r
6
P re s e nt a t io n La ye r
SAP
NCP
5
S e s s io n La ye r
4
T ra ns po rt La ye r
3
N e t wo rk La ye r
2
D a t a Link La ye r
1
P hys ic a l La ye r
N etware
C o re
P ro to co l
SPX
S ervice
A dvertising
P ro to ko l
NetBIOS
Application
NetWareApplication
NetBIOS
S equencedP acked
IPX
InternetworkPackgeExchange
RIP
NLSP
MAC-EBENE
Ethernet, Fast Ethernet, Token Ring, FDDI, ...
OSIModell
IPX/SPX-Architektur
und Protokoll-Suite
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