Iodernährung in der Schweiz

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Iodernährung in der Schweiz
Erhöhung der Iodkonzentration
im Schweizer Speisesalz seit Januar 2014
Iodmangel hat eine Vielzahl negativer Auswirkungen auf Wachs­
tum und Entwicklung. Die daraus entstehenden gesundheit­
lichen Schäden werden als Iodmangel-Erkrankungen bezeichnet
und gehören zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen
des Menschen (1) (Tab. 1).
U
rsache der Iodmangel-Erkrankungen ist eine unzureichende
Produktion der Schilddrüsenhormone (T4, Thyroxin; T3, TriIodothyronin). Iod ist essenzieller Bestandteil dieser Hormone.
Wenn nicht genug Iod im Körper vorhanden ist, können daher nicht
genug Thyroidhormone produziert werden. Klassisches Anzeichen
des Iodmangels ist eine Vergrösserung der Schilddrüse (Struma).
Es handelt sich dabei um eine physiologische Anpassung an chronischen Iodmangel. Wenn die Iodaufnahme zurückgeht, erhöht sich
die Sekretion des Schilddrüsen stimulierenden Hormons (TSH),
um die Aufnahme des verfügbaren Iods durch die Schilddrüse zu
maximieren. TSH löst dabei eine Hypertrophie und Hyperplasie
der Schilddrüse aus (Abb. 1) (1, 2).
Tab. 1
Iodmangel-Erkrankungen nach Altersgruppen
aufgeschlüsselt (1)
Altersgruppen
Gesundheitliche Folgen des Iodmangels
Alle
Altersgruppen
Struma, einschliesslich toxischer Knotenstruma
Häufigeres Auftreten von Hypothyreose bei
moderatem bis schwerem Iodmangel;
selteneres Auftreten von Hypothyreose bei mildem bis
moderatem Iodmangel;
erhöhte Empfindlichkeit der Schilddrüse gegenüber
Schädigung und Schilddrüsenkrebs durch radioaktive
Iod-Isotope (z.B. infolge radio­aktivem Fallouts)
Fötus
Fehlgeburten
Totgeburten
Konnatale Anomalien
Erhöhte perinatale Sterblichkeit
Neugeborene
Erhöhte Kindersterblichkeit
Endemischer Kretinismus
Kinder und
Jugendliche
Beeinträchtigung der mentalen Funktionen;
verzögerte körperliche Entwicklung
Erwachsene
Beeinträchtigung der mentalen Funktionen;
iodinduzierte Hyperthyreose
insgesamt gesehen verursacht moderater bis schwerer
Iodmangel in einer Population subtile, aber weit
verbreitete gesundheitliche Störungen infolge von
Hypothyreose, einschliesslich geringerer Lernfähigkeit,
Apathie und reduzierter Arbeitsproduktivität, wodurch
die soziale und ökonomische Entwicklung beeinträchtigt
werden
Susanne C. Dold
Doktorandin
Zürich
Prof. Dr. med.
Michael B. Zimmermann
Zürich
Die Vergrösserung der Schilddrüse zu einem Struma ist die
augenfälligste Folge des Iodmangels. Weitaus gravierender sind
jedoch die Auswirkungen des Iodmangels auf das ungeborene
Leben (1). Für die neuronale Migration und die Myelinisierung
im fetalen Gehirn sind normale Schilddrüsenhormonspiegel erforderlich. Während der Schwangerschaft ergibt sich ein gesteigerter
Iodbedarf. Iodmangel kann die Entwicklung des Fötus irreversibel schädigen (3). Schwerer Iodmangel in utero erhöht das Risiko
für Fehlgeburten, Totgeburten und konnatale Anomalien und kann
zum Kretinismus führen (1). Die Auswirkungen eines milden bis
moderaten Iodmangels während der Schwangerschaft sind weniger
sicher (2): Einige Fall-Kontroll-Studien mit schwangeren Frauen
mit einer leichten Hypothyreose bei sonst ausreichender Iodversorgung berichten von kognitiven Beeinträchtigungen der Nachkommen, andere Studien konnten diese Beeinträchtigungen bei einer
subklinischen Hypothyreose der Mutter nicht beobachten. Auch
die Datenlage über die Auswirkungen eines postnatalen Iodmangels auf Wachstum und Kognition ist nicht eindeutig, sicher ist
allerdings, dass gestillte Säuglinge während ihrer ersten Lebensmonate komplett auf die Iodzufuhr über die Muttermilch (bzw. über
Säuglingsmilch) angewiesen sind. Daraus ergibt sich ein gesteigerter Iodbedarf für stillende Frauen. Schwangere und stillende
Frauen und ihre Säuglinge werden daher als die Bevölkerungsgruppen gesehen, die durch Iodmangel am meisten gefährdet sind (4, 5).
Aufgrund der möglichen Beeinträchtigung von Wachstum und
Kognition ist es sehr wichtig, Iodmangel in den ersten Lebensstadien zu vermeiden. Doch auch im Erwachsenenalter ist Iodmangel ein entscheidender Faktor für das Auftreten von Störungen der
Schilddrüsenfunktion. Bei mildem bis moderatem Iodmangel tre-
_ 2014 _ der informierte arzt
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ten vor allem bei älteren Personen vermehrt multi-noduläre toxische Struma und Hyperthyreose auf. Variationen in der Iodzufuhr
scheinen das Risiko für Schilddrüsenkrebs in einer Population
nicht zu beeinflussen, jedoch gibt es Hinweise darauf, dass durch
eine Korrektur des Iodmangels das Vorkommen von Schilddrüsenkrebs Untertypen hin zu weniger malignen Formen verschoben
werden könnte. Die Überwachung und Optimierung der Iodzufuhr
in Populationen ist daher eine wichtige Komponente der Gesundheitsvorsorge mit dem Ziel, Störungen der Schilddrüsenfunktion
im Erwachsenenalter zu reduzieren (1) (Tab. 2).
ABB. 1
Kontrollmechanismus der Hypophyse und Schilddrüse
mit negativem Feedbacksystem (2)
Iodernährung in der Schweiz
Die Iodierung von Salz gilt als der effektivste Weg, um Iodmangel
zu bekämpfen. Idealerweise sollte dabei sowohl das Salz für den
menschlichen Verzehr als auch das Salz für den tierischen Verzehr
iodiert werden. In diesem Fall spricht man von universeller Salz­
iodierung (USI) (2). Die Schweiz gilt hinsichtlich der Iodierung von
Salz als Pionierland. Seit der Einführung des Salziodierungsprogramms im Jahr 1922 läuft das Programm ohne Unterbrechungen.
Vor der Einführung des Programms war Iodmangel in der Schweiz
ein ernstes Problem. In manchen Regionen der Schweiz waren
vor der Prophylaxe 0,5 % der Einwohner Kretine, fast 100 % der
Schulkinder hatten einen Kropf und bis zu 30 % der jungen Männer waren aufgrund eines grossen Strumas für den Militärdienst
ungeeignet (6, 7). Die Konzentration des Iods im Salz wurde seit
1922 immer wieder schrittweise angehoben: Zu Beginn wurde das
Schweizer Salz mit 3,75 mg/kg iodiert. Die Konzentration wurde
1962 auf 7,5 mg/kg und 1980 nochmals auf 15 mg/kg angehoben
(7). In den 1980er Jahren galt der Iodstatus in der Schweiz als ausreichend (6). In den 1990er Jahren wiesen Studien unter Schulkindern und schwangeren Frauen jedoch auf einen marginalen
Iodmangel in diesen Bevölkerungsgruppen hin. Darauf reagierte
die Schweiz 1998 wiederum mit der Erhöhung der Iodkonzentration im Salz auf 20 mg/kg (7).
Die Iodaufnahme über iodiertes Salz hängt von verschiedenen
Faktoren ab. In industrialisierten Ländern wie der Schweiz wird
das meiste Salz durch verarbeitete Lebensmittel aufgenommen. Die
Aufnahme von Iodsalz über selbstzubereitete Nahrung zu Hause
Tab. 2
macht nur einen kleinen Teil der täglichen Zufuhr aus. Da Salz in
verarbeiteten Lebensmitteln oft nur wenig oder gar nicht iodiert
ist, trägt ein Grossteil des konsumierten Salzes nicht zur Iodzufuhr bei (7). Empfehlungen im Sinne der öffentlichen Gesundheit
und Ernährungsrichtlinien zielen zudem darauf ab, den Salzkonsum im Sinne der kardiovaskulären Gesundheit zu reduzieren, was
wieder­um einen nachteiligen Effekt auf die Iodaufnahme haben
könnte. Ein aktuelles Programm des Bundesamts für Gesundheit
(BAG) hat zum Ziel, den Salzkonsum der Schweizer Bevölkerung
von aktuell circa 9 g/Tag langfristig auf 5 g/Tag zu senken. Diese
zwei im Sinne der öffentlichen Gesundheit wichtigen Programme,
die Reduzierung des Salzkonsums auf der einen und die Salziodierung auf der anderen Seite, sollten daher miteinander vernetzt und
im Idealfall aufeinander abgestimmt werden (7).
Zufuhrempfehlungen (µg Iod/Tag) der WHO sowie D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (µg Iod/Tag)
nach Alter bzw. Bevölkerungsgruppe aufgeschlüsselt
Alter oder Bevölkerungsgruppe
Kinder 0 bis 5 Jahre
WHO
Alter oder Bevölkerungsgruppe
DACH
90
Säuglinge 0 bis 12 Monate
40 bis 80
Kinder 1 bis 9 Jahre
100 bis 140
180 bis 200
Kinder 6 bis 12 Jahre
120
Kinder 10 bis 14 Jahre
Erwachsene > 12 Jahre
150
Jugendliche und Erwachsene
15 bis 50 Jahre
200
Erwachsene > 51 Jahre
180
Schwangere
250
Schwangere
230
Stillende
250
Stillende
260
der informierte arzt _ 10 _ 2014
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Tab. 3
Epidemiologische Kriterien zur Beurteilung der Iodversorgung in einer Population anhand der medianen Iodkonzentration
im Urin; basierend auf Empfehlungen der WHO (1, 9).
Mediane Iodkonzentration im Urin (µg/L)
Iodaufnahme
Iodstatus
Schulkinder
< 20
Ungenügend
Schwerer Iodmangel
20 bis 49
Ungenügend
Moderater Iodmangel
50 bis 99
Ungenügend
Milder Iodmangel
100 bis 199
Ausreichend
Optimal
200 bis 299
Mehr als ausreichend
Risiko für iodinduzierte Hyperthyreose bei
empfindlichen Gruppen
Risiko für Gesundheitsschäden (iodinduzierte
Hyperthyreose, Autoimmunthyreoiditis)
Schwangere Frauen
Stillende Frauen
Kinder < 2 Jahre alt
> 300
Exzessiv
< 150
Ungenügend
150 bis 249
Ausreichend
250 bis 499
Mehr als ausreichend
≥ 500
Exzessiv
< 100
Ungenügend
≥ 100
Ausreichend
< 100
Ungenügend
≥ 100
Ausreichend
Die wichtigsten Iodquellen in der typischen Schweizer Ernährung sind Milchprodukte (8). Diese machen zirka 40 % der täglichen Zufuhr aus. Milch hat von Natur aus zwar einen geringen
Iodgehalt, dieser wird jedoch über supplementiertes Viehfutter
das vor allem im Winter an die Kühe verfüttert wird, sowie durch
Rückstände von in der Milchindustrie verwendeten desinfizierenden Iodophoren gesteigert. Die Iodaufnahme der Bevölkerung über
Milchprodukte könnte aber aufgrund verschiedener Gründe sinken, beispielsweise durch gesetzliche Limitierungen des Iodgehalts
in Milch oder durch einen Rückgang des Milchkonsums in manchen Bevölkerungsgruppen.
Erhöhung der Iodkonzentration im Schweizer
Salz seit 1. Januar 2014
Aufgrund des Einflusses verschiedener Faktoren auf die Iodaufnahme über iodiertes Salz empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das regelmässige Monitoring des Iodstatus der
Bevölkerung und gegebenenfalls eine entsprechende Anpassung
der Iodkonzentration im Salz (7, 9). In der Schweiz wird dieses
Monitoring seit 1999 regelmässig in 5-Jahres Abständen vom Labor
für Humanernährung der ETH Zürich durchgeführt. Als Hauptindikator wird in diesen Untersuchungen die Iodkonzentration im
Urin (UIC) verwendet. Der UIC ist ein sehr guter Biomarker für
die Iodzufuhr der Bevölkerung, da das meiste über die Ernährung
aufgenommene Iod innerhalb von 24 Stunden wieder im Urin ausgeschieden wird (2). Die Untersuchungen von 2004 und 2009 weisen auf einen abnehmenden Trend der Iodaufnahme der Schweizer
Bevölkerung hin. Im Jahr 2009 konnte der Iodstatus als knapp ausreichend bewertet werden. Schulkinder (mediane UIC von 120
µg/L) und schwangere Frauen (mediane UIC von 162 µg/L) wiesen
einen ausreichenden Iodstatus auf (10). Der Iodstatus von Babys
die keine Säuglingsnahrung erhielten sondern voll gestillt wurden (mediane UIC von 82 µg/L) sowie der Iodstatus von stillenden
Frauen (mediane UIC von 67 µg/L) lag allerdings knapp unter-
halb der von der WHO als ausreichend empfohlenen Versorgung
(10). Aus dieser Untersuchung kann gefolgert werden, dass die Aufnahme von Iod in der Schweizer Bevölkerung nicht hoch genug
war, um einen ausreichenden Iodstatus in allen Bevölkerungsgruppen sicherzustellen. Beim gegenwärtigen Fortifizierungslevel von
20 mg Iod/kg Salz bewegt sich die Iodaufnahme wichtiger Bevölkerungsgruppen am unteren Ende der empfohlenen Bandbreite. Die
Iodaufnahme scheint zudem tendenziell zurückzugehen. Alle diese
Erkenntnisse wurden von der Eidgenössischen Ernährungskommission (EEK) in einem Bericht zusammengefasst (8). Basierend
darauf und den damit einhergehenden Empfehlungen der EEK
wurde seitens des Eidgenössischen Departements des Innern / Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen beschlossen, dass die Iodzugabe zu Speisesalz in der Schweiz ab 1. Januar
2014 von 20 mg/kg auf fortan 25 mg/kg erhöht wird (Tab. 3).
Diese Erhöhung der Iodkonzentration im Salz soll eine ausreichende Iodversorgung aller Bevölkerungsgruppen sicherstellen.
Gemäss Expertenbericht der EEK (8) birgt die 20%-ige Erhöhung
der Iodkonzentration im Salz nicht das Risiko einer Iodüberversorgung der Schweizer Bevölkerung. Der im letzten Monitoring 2009
ermittelte mediane Iodgehalt im Urin (UIC) von Schulkindern und
Schwangeren in der Schweiz betrug 120 μg/L bzw. 162 μg/L. Diese
Mediane liegen weit unter den von der WHO empfohlenen Obergrenzen zu einer Iodüberversorgung: erst ab einem Median der
Iodausscheidung im Urin von 300 μg/L für Schulkinder bzw. von
500 μg/L für Schwangere kann danach von einem Iodexzess gesprochen werden. Von diesen Werten sind die UICs der Schweizer
Bevölkerung weit entfernt. Durch das heutige Salziodierungsprogramm besteht für die allgemeine Schweizer Bevölkerung daher
selbst nach der Erhöhung des Iodfortifizierungslevels nur ein sehr
kleines Risiko einer Iodüberversorgung. Für nationale Programme
wird generell eine Salziodierung in Höhe von 20 mg/kg bis 40 mg/kg
empfohlen. Das Fortifizierungslevel in der Schweiz liegt selbst nach
der Erhöhung auf 25 mg/kg im unteren Bereich dieser empfohle-
_ 2014 _ der informierte arzt
3410 fortbildung · MEDIZIN FORUM
nen Bandbreite (9). Die Auswirkung der Erhöhung des Iodgehalts
im Salz auf den Iodstatus der Schweizer Bevölkerung wird zudem
2015 im nächsten nationalen Monitoring untersucht. Patienten mit
Erkrankungen der Schilddrüse wird trotzdem empfohlen mit ihrem
Hausarzt abzuklären, ob sie iodiertes Salz verwenden sollten oder
nicht.
7. Zimmermann MB et al. Increasing the Iodine concentration in the Swiss Iodized salt program markedly improved Iodine status in pregnant women and
children: a 5-y prospective national study. American Journal of Clinical Nutrition
2005;82(2):388-92
Susanne C. Dold, Doktorandin
Prof. Dr. med. Michael B. Zimmermann
ETH Zürich
Institut für Lebensmittelwissenschaften, Ernährung und Gesundheit
Labor für Humanernährung
Schmelzbergstrasse 7, 8092 Zuerich
[email protected]
10.Andersson M et al. The Swiss Iodized salt program provides adequate Iodine for
school children and pregnant women, but weaning infants not receiving Iodinecontaining complementary foods as well as their mothers are Iodine deficient. The
Journal of clinical endocrinology and metabolism 2010;95(12):5217-2
B Interessenkonflikt: Die Autoren haben keine Interessenkonflikte im
Zusammenhang mit diesem Beitrag deklariert.
8. Federal Commission for Nutrition. Iodine supply in Switzerland: Current Status
and Recommendations. Expert report of the FCN. Federal Office of Public Health,
2013
9. World Health Organization, United Nations Children’s Fund, International Council for the Control of Iodine Deficiency Disorders. Assessment of Iodine deficiency
disorders and monitoring their elimination. 3rd ed. Geneva: WHO, 2007
Take-Home Message
◆Schwangere und stillende Frauen und ihre Säuglinge sind aufgrund
der möglichen Auswirkungen auf Wachstum und Kognition die durch
Iodmangel am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Bei älteren Personen erhöht milder Iodmangel das Hyperthyreose-Risiko
◆Die Iodierung von Salz gilt nach wie vor als der effektivste Weg, um
Iodmangel zu bekämpfen
Literatur:
1. Zimmermann MB. Iodine requirements and the risks and benefits of correcting
Iodine deficiency in populations. J Trace Elem Med Biol 2008;22(2):81-92
3. Morreale de Escobar G et al. Role of thyroid hormone during early brain development. European journal of endocrinology / European Federation of Endocrine Societies 2004;151 Suppl 3:U25-37
◆Der Iodstatus der Schweizer Bevölkerung wird alle 5 Jahre in einem
nationalen Monitoring überprüft. Die letzten Untersuchungen zeigen
einen abnehmenden Trend: Die Iodaufnahme war demnach nicht
hoch genug, um einen ausreichenden Iodstatus in allen gefährdeten
Bevölkerungsgruppen sicherzustellen
4. Zimmermann MB et al. Iodine-deficiency disorders. Lancet
2008;372(9645):1251-62
◆Die Iodzugabe zu Speisesalz in der Schweiz wurde daher ab 1. Januar
2014 von 20 mg/kg auf fortan 25 mg/kg erhöht
5. Zimmermann MB. The impact of Iodised salt or Iodine supplements on Iodine status during pregnancy, lactation and infancy. Public health nutrition
2007;10(12A):1584-95
◆Selbst nach der Erhöhung des Iodzusatzes im Speisesalz ist keine
Überversorgung der Schweizer Bevölkerung zu erwarten. Die Auswirkung der Erhöhung der Iodkonzentration im Schweizer Salz auf den
Iodstatus der Bevölkerung wird 2015 in einem nationalen Monitoring
überprüft
2. Zimmermann MB. Iodine deficiency. Endocrine reviews 2009;30(4):376-408
6. Burgi H et al. Iodine deficiency diseases in Switzerland one hundred years after Theodor Kocher's survey: a historical review with some new goitre prevalence
data. Acta endocrinologica 1990;123(6):577-90
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