Ausgabe APRIL 2010
BORD
JOURNAL
INFORMATIONSZEITSCHRIFT FÜR FREUNDE DES VEREINS RHYBOOT
Lebenslang lernen
Inhalt:
Fachunterricht
Seite 2
Schulunterricht
Seite 2
Gute Ausbildung
Guter Job
Seite 3
Do you speak
English?
Seite 3
Lernerfahrungen
Seite 4/5
Fähigkeiten
kennenlernen
Seite 6
Lernen durch
Abwechslung
Seite 6/7
Abschied
Seite 8
Als ich angefragt wurde, den Leitartikel für diese Ausgabe zu schreiben, kam mir zunächst die Idee, Lernen aus
Sicht meiner Erfahrungen als Elternteil, meiner eigenen
im Jahr 2008 abgeschlossenen Zweitausbildung und
aus unserer täglichen Arbeit in der Beschäftigung der
UNION mit unseren KlientInnen zu beschreiben. Nach
einigen Tagen Bedenkzeit versuchte ich meine Gedanken zum Thema «lebenslang lernen» zu ordnen. Je
länger ich darüber nachdachte, desto bewusster wurde mir, was nicht nur unsere KlientInnen, sondern
auch meine TeamkollegInnen und ich in unserer alltäglichen Arbeit bereits gelernt haben! Teilweise geschieht
dies durch intensive Überlegungen und Planungen wie
z.B. die Arbeit mit Feinzielen. Aber sehr vieles lernen
wir durch nicht geplante, sich plötzlich ergebende Situationen, Ereignisse und Fragen.
Lassen Sie mich dazu Beispiele erwähnen. Ein Ziel mit
einem Klienten war, dass er den Raum, in welchem er
sich befand, alleine verlassen kann. Nach einigen Wochen Übung, verbunden mit verschiedenen Aufgaben,
schaffte er dies, und damit öffnete sich ihm eine neue
Welt. Heute geht der Klient, wenn er das möchte, von sich
aus in die restlichen Räumlichkeiten unseres Arbeitsbereiches und erledigt dort die von ihm gewünschten
Tätigkeiten, führt Gespräche oder erledigt die ihm aufgetragenen Beschäftigungen. Seine Selbstbestimmung
und Entscheidungsfähigkeit sind sehr gewachsen. Ein
anderes Beispiel ist unsere bereichsinterne Schulgruppe. Hier versuchen wir unsere Schulfähigkeiten auszubauen oder das vorhandene Wissen möglichst lange
zu erhalten. Eine sehr schöne Erfahrung konnten wir
im letzten Jahr gemeinsam erleben. Die KlientInnen der
Schulgruppe liessen sich darauf ein, ein ganzes Jahr an
ihrer eigenen Biografie zu schreiben und zu zeichnen. Sie
hätten erleben sollen, mit welchem Elan und Eifer diese
Gruppe bei der Arbeit war, und wie sehr sich die individuellen Gedankenwelten und die gestalterischen Schreibstile verändert haben!
Oft geschieht aber «lebenslanges Lernen» unbewusst und
ungeplant – einfach im Alltag. Wir wissen teils nicht,
welches Wissen und welche Fähigkeiten sich unsere
KlientInnen vor ihrem Eintritt in die UNION angeeignet
haben. Wir können auch nicht immer abschätzen, welche Reifeprozesse bei uns allen durch reines Beobachten
und Ausprobieren ausgelöst werden. Manchmal äussern
sich die uns anvertrauten Persönlichkeiten, dass sie
Vieles vergessen haben oder nicht mehr wissen, ob
sie diese oder jene Tätigkeiten noch können. Wir bieten
dann verschiedene Techniken und/oder Theorien an und
versuchen durch Beobachten und Gespräche gemeinsam
Situationen und Begebenheiten zu erörtern und lassen es
oft auf uns zukommen, was sich ergibt und entwickelt.
Meist folgt daraus, dass wir kleine Wege gemeinsam
gehen. Manchmal jedoch führen ganz kleine Schritte zu
grossen Entwicklungsschüben. Diese Ergebnisse motivieren uns immer wieder, hellhörig und aufmerksam
den gemeinsamen Arbeitsalltag zu gestalten. Und das
Erreichen von Zielen oder die sich ergebenden spontanen Lernschritte bestätigen unseren gemeinsamen Erfolg.
Barbara Keel, Betreuerin Beschäftigung UNION
Jubiläen
Seite 8
Hol- und
Bringtag
Seite 8
Spenden
Seite 8
U N I O N
Ausgabe APRIL 2010, SEITe 2
Wir feiern unser
15-jähriges Jubiläum.
Die UNION dankt
euch ❤-lich für
euer Engagement!
Dragana Saldum, externe Lernende
Hauswirtschaftspraktikerin.
Carlos Marques, Lernender
Metallbearbeiter.
Viljdana Veli, Lernende
Hauswirtschaftspraktikerin.
Fachunterricht in der UNION bei Diana Häsler
Andrea Zünd
Mitarbeiterin
Fertigung 1
Eintritt 02.01.1995
und
Vreni Bucher
Teamleiterin
Nachtwache
Eintritt 01.01.1995
Wir feiern unser
10-jähriges Jubiläum.
Die UNION dankt
euch ❤-lich für
euer Engagement!
Zu jeder Ausbildung gehört nicht
nur ein praktischer, sondern auch
ein theoretischer Ausbildungsteil.
Einige unserer Lernenden besuchen
den internen Fachunterricht hier in
der UNION.
Im oberen Stock des Gebäudes
der Elektromontage steht nicht nur
ein Schulzimmer, sondern auch ein
Computerraum zur Verfügung. Dieser wird gerne und oft genutzt, um
Lernspiele zu machen, Geschichten
oder Briefe zu schreiben, um ganze
Präsentationen zu verfassen und um
im Internet zu recherchieren.
Am Fachunterricht nehmen im ersten
Lehrjahr fünf interne SchülerInnen
Lehrerin Diana Häsler und Bujamin
Bajrami, Lernender Industriemitarbeiter.
teil und erstmals eine externe Schülerin. Im zweiten Lehrjahr sind es vier
SchülerInnen. Zusätzlich besuchen
zwei dieser Schüler und ein Mitarbeiter noch Deutsch als Fremdsprache bei mir.
Hier arbeiten die Lernenden oft für
sich. Ganz den Bedürfnissen eines
jeden Einzelnen wird auch der restliche Schulstoff individuell angepasst:
Die SchülerInnen lernen und arbeiten in ihrem eigenen Tempo in den
Fächern Deutsch, Korrespondenz,
Ausbildung und Arbeit, Mathematik
und Allgemeinbildung.
Natürlich darf auch der Spass nicht
zu kurz kommen! So werden viele
Themen spielerisch erlernt bzw. erarbeitet und vertieft.
Schulunterricht der Beschäftigungsgruppe
bei Barbara Keel
Die BG-Schulgruppe existiert schon
seit vielen Jahren.
Jeden Freitagvormittag haben einige Mitarbeiterinnen der Beschäftigung Unterricht bei Barbara Keel.
Hier geht es vor allem darum, die vorhandenen Fähigkeiten in Schreiben,
Lesen und Rechnen aufrechtzuerhalten. Neben Fächern wie Flora und
Fauna, Funktionen des menschlichen Körpers, Geografie etc. werden
auch lebenspraktische Themen wie
Ernährung behandelt.
Letztes Jahr ist während über 12
Monaten mit vielen Erinnerungen,
Freude und Stolz die Autobiografie
der Mitarbeiterinnen entstanden.
Klaus Dünser
Teamleiter
Wohnhaus
Eintritt 01.01.2000
Heidi Mathys
Betreuerin
Wohnhaus
Eintritt 01.03.2000
Hinten von links nach rechts:
Evelyn Niederer, Rosmarie Hohl,
Barbara Keel
vorne von links nach rechts:
Lotti Sonder, Emerita Zäch, Rita
Kühnis
U N I O N
Ausgabe APRIL 2010, SEITe 3
Definition von Bildung
aus dem Lexikon
Carlos Marques und sein Lehrmeister
Marcel Gächter.
Melanie Wüst beim Gemüseschneiden.
Vorgang und Ergebnis der geistigen
Entwicklung der natürlichen Anlagen
des Menschen; der Wert der Bildung
ist durch die Erziehung und den eigenen Willen und die kritische Vernunft bedingt; das Bildungsideal ist
abhängig von gesellschaftlichen und
kulturellen Vorstellungen.
Wir feiern unser
5-jähriges Jubiläum.
Die UNION dankt
euch ❤-lich für
euer Engagement!
Carlos Marques und Melanie Wüst berichten
Bordjournal: Was absolvierst du für
eine Ausbildung?
Carlos: Ich mache eine interne
Lehre zum Metallarbeiter mit Fachrichtung Bauschlosser. Ich habe bereits ein Vorlehrjahr mit verschiedenen Praktika in den Bereichen Gartenbau, Schreinerei und Metallbau
gemacht. Die Praktika dienten zum
Kennenlernen von Berufen. Schlussendlich habe ich in der UNION eine
Lehrstelle gefunden.
Melanie: Ich mache eine Lehre
zur Hauswirtschaftspraktikerin am
Custerhof in Rheineck. Anfangs
hatte ich immer die tiermedizinische
Praxisassistentin im Kopf. Im BIZ
und beim Berufsberater bin ich
dann auf die Hauswirtschaftslehre
gestossen.
Bordjournal: Wie lange dauert die
Ausbildung und wie oft hast du Unterricht?
Carlos: Die Ausbildung dauert aufgrund des Vorlehrjahrs ein Jahr.
Wenn ich motiviert bin, kann ich
noch ein weiteres Lehrjahr zusätzlich
machen. Ich habe jeweils dienstags
theoretischen Unterricht bei Frau
Häsler und jeden Donnerstag mit
meinem Lehrmeister praktischen
Fachunterricht. Ausserdem schreibe
ich jeden Tag vor Feierabend in mein
Arbeitstagebuch, was für Arbeiten
und Aufträge ich erledigt habe. Ich
muss auch meine Leistungen selber
beurteilen.
Melanie: Die Lehre dauert zwei Jahre. Ich habe jeden Dienstag Fachunter-richt. Ich würde jedoch gerne im
Anschluss noch eine Zusatzausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft
machen.
Bordjournal: Welche Fächer hast
du am liebsten und welche nicht so
gerne?
Carlos: Ich finde Deutsch am besten, Mathematik weniger.
Melanie: Ich finde die Fächer Gesundheit, Sozialwesen, Ernährung
und Verpflegung am interessantesten. Es gibt eigentlich keine Fächer,
die ich nicht mag.
räten und wie man mit dem Massstab und verschiedenen Metermassen Teile ausmisst. Auch Schweissen, Bohren, Gewindes schneiden
u.s.w. gehören dazu.
Melanie: Meine Praxis ist sehr abwechslungsreich: ich bin in der
Lingerie, in der Reinigung, in der Cafeteria und in der Küche eingeteilt.
Am liebsten koche ich.
Franz Paraskevas
Teamleiter
Beschäftigung
Eintritt: 15.03.2005
und
Sophie Sauter
Mitarbeiterin
Administration
und Elmo
Eintritt: 01.03.2005
Bordjournal: Was ist dein Traumberuf?
Carlos: Ich könnte mir vorstellen,
noch eine Zweitausbildung als Landschaftsgärtner zu machen.
Melanie: Mein Traumberuf ist immer
noch die tiermedizinische Praxisassistentin. Wobei ich mir auch gut
vorstellen kann, auf meinem zukünftigen Beruf aufzubauen: Köchin oder
Bäckerin-Konditorin und wie gesagt
die Zusatzausbildung zur Fachfrau
Hauswirtschaft. Es ist mir wichtig,
eine gute Ausbildung und einen guten Job zu haben.
Bordjournal: Wie sieht die Praxis
aus?
Carlos: In der Praxis erlerne ich die
Bedienung von Maschinen und Ge-
Thomas Loher besucht den Englischkurs
von Pro Infirmis
Bordjournal: Thomas, since when
do you visit the English course in
St.Gallen?
Thomas: Since April 2008 on every
Thursday from 6 p.m. till 8 p.m.
Thomas: At the beginning it was difficult, but now it’s much more better.
That’s fun!
Bordjournal: Why do you learn
English?
Thomas: Just for me!
Bordjournal: Did you benefit from
your English knowledge?
Thomas: Yes, a little bit in holidays.
We went to Italy, Turkey and the
Netherlands. Soon I’ll go to London!
Bordjournal: Is it difficult to learn
English?
For more informations visit
www.proinfirmis.ch
Definition von
Lernen aus
dem Lexikon
Das Aufnehmen und
Speichern von Erfahrungen; der Erfolg
dieses Vorgangs ist
abhängig von Lernbereitschaft und Begabung des Lernenden.
W Y D E N
Frieda Kuratli
40 Jahre
«Was Hänschen nicht lernt, lernt
Hans nimmermehr!»
Unsere BewohnerInnen und MitarbeiterInnen haben im letzten Jahr unterschiedlichste Lernerfahrungen gemacht. Obiges Sprichwort scheint für sie keine Gültigkeit zu haben. Und für Sie?
Im Ausgleich versuche ich, meine
Rechtschreibung zu verbessern. Wir
lesen auch viel über verschiedene
Tiere, Länder und anderes. Letztes
Jahr habe ich gelernt, wie man Filzfinken macht.
Christof Frei
Christian Vetsch
40 Jahre
Werner Weder
40 Jahre
Christine Müller
35 Jahre
Einmal in der Woche habe ich 45 Minuten Weiterbildung. Lesen, Schreiben und Rechnen werden immer wieder geübt. So verlerne ich es nicht.
Besonders Geografie interessiert
mich. Ich lerne über verschiedene
Länder, über die Menschen und die
Tiere, die dort leben, viel Neues. Ich
kann auch im Atlas verschiedene
Städte finden.
Lars Spirig
Camillus Büchel
35 Jahre
Ich mache hier eine Anlehre als Gärtner, sie dauert 2 Jahre. Ich interessiere mich dafür, da mein Vater beruflich mit Gartengestaltung zu tun
hat. Ich habe schon viel gelernt.
Pflanzen setzen, Gemüse waschen
und putzen, Gebüsch schneiden, Erde auflockern usw. Im Moment lerne
ich gerade mit Karin alle Gartenwerkzeuge kennen.
Kevin Schweizer
Ich habe letztes Jahr den Fahrausweis für das Auto gemacht. Auf dem
Computer habe ich viel über die Theorie gelernt. Es war sehr schwierig
für mich, da ich nicht so gut Deutsch
spreche. Für mich war der Führerschein sehr wichtig, da ich das Auto
brauche, um an verschiedene Baustellen zu kommen. Einmal in der
Woche besuche ich den Ausgleich,
um meine Deutschkenntnisse zu
verbessern.
Mehmet Tekin
Seit Kurzem kann ich selbständig
das Zimmer und den Waschraum im
Personalhaus reinigen. Im Projekt
habe ich Filzblumen für ein Polster
gefilzt.
Sibylle Kressig
In der WYDEN-Küche lernte ich
das Randenrisotto kochen. Zu Hause koche ich es seit Kurzem auch
selbständig.
Jasmin Altherr
Ich han mit da Sabina glernt gletta
und wäba mit da Stäbli.
Bruno Brogle
Camillus Büchel
35 Jahre
Ausgabe APRIL 2010, SEITe 4
Im letzten Herbst habe ich bei meinem Velo, zum ersten Mal selbständig, einen «Platten» geflickt.
Sandro Gaggioni
Im Ausgleich machen wir zu Beginn
der Stunde eine Konzentrationsübung. Dann üben wir Rechnen,
Sprache oder lesen etwas über Tiere. Manchmal schauen wir uns auch
noch einen Film darüber an. So
lerne ich viel. Auch zu Hause schaue
ich mir Tierdokumentationen im TV
an. Alle 14 Tage gehe ich in den
Schwimmkurs nach St.Gallen Blumenwies. Dort lernen wir verschiedene Schwimmstile. Pascal Keller
W Y D E N
Ausgabe APRIL 2010, SEITe 5
Ich male seit letztem Jahr Blumenkränze mit Ölfarben.
Heiri Annen
Ich absolvierte in den letzten 2 Jahren
meine Lehre als Landwirt. Ich hatte
gute Erfahrungen gemacht, z.B. mit
der Melkmaschine besser umzugehen, das heisst, ich konnte den
Melkvorgang kennenlernen. Mit dem
Traktor kann ich jetzt auch besser umgehen, das heisst, mit mehr
Gefühl. Das konnte ich am Anfang
noch nicht so gut. Ich lernte auch,
wie man mit verschiedenen Leuten
umgeht, bei manchen muss man mit
mehr Gefühl sprechen und bei manchen kann man auch ein wenig rauer
sprechen. Heute ist mein Umgang
mit den Tieren feiner.
Ich möchte noch lernen, mit dem Einachser zu fahren und auf einer Alp
zu arbeiten. Irgendwann, das heisst,
einfach das ganze Alpleben kennenzulernen, das ist ein Riesenwunsch
von mir. Ich hoffe, das kommt irgendwann zustande. Mein Chef hat schon
gesagt, dass er schaut. Das Alpleben heisst für mich vom Auffahren
mit den Kühen bis zum Abfahren
mit den Kühen. Aber ich wäre auch
schon zufrieden mit 7–8 Wochen
auf der Alp. Auto fahren will ich auch
noch lernen.
Christian Wüest
Ich wollte schon lange die Traktorenprüfung machen. Ich bin froh,
dass mich mein Chef zur Prüfung
angemeldet hat. Vom Fahrlehrer habe ich eine CD bekommen, und ich
war zweimal bei ihm zum Lernen.
Ich habe zu Hause in meiner Freizeit
viel mit der CD geübt. In der Weiterbildung in der WYDEN konnte ich
noch weiterlernen. Es hat mir sehr
geholfen. Ich bin sehr froh, konnte
ich dort auch noch lernen. Die meisten Prüflinge waren Bauern. Ich habe die Prüfung bestanden und bin
sehr froh darüber! Ich denke, dass
der Chef auch sehr froh ist, dass ich
die Prüfung gemacht habe.
Remo Mittelholzer
Ich habe seit 26 Jahren in der Gärtnerei gelernt und seit 4 Jahren bin ich
zusätzlich in der Schreinerei und habe
dort angefangen, Dog zu drehen und
habe auch anderes gelernt.
Reto Bischofberger
Ich habe im Sommer 2009 mit der Anlehre als Landwirt angefangen. Die
Anlehre dauert zwei Jahre. Die Schule
in Flawil hat im Sommer begonnen.
Ich muss einmal in der Woche am
Montag in die Schule. In der Schule
haben wir theoretische Fächer wie
Tierhaltung, Pflanzekunde, Rechnen,
Informatik, Maschinenkunde, Allgemeinbildung. Im Herbst haben wir
von der Schule aus die Zuckerfabrik
in Frauenfeld angeschaut und die
Mosterei Möhl besichtigt. Als Kind
habe ich schon bei Vaters Firmgötti
in der Landwirtschaft geholfen.
Im Frühling 08 war ich im Werkheim
WYDEN als Landwirt schnuppern. Es
hat mir gefallen. Sie hatten noch eine
Lehrstelle frei. Ich habe die Lehrstelle
angenommen, weil es mir gefallen
hat.
Neben der Schule ist auch das praktische Lernen in der WYDEN sehr
wichtig: z.B. mit dem Motormäher
mähen, Futter richten, Holz häxeln,
heuen, rechen, Maschinen putzen,
Obst und Gemüse ernten, Holz
fräsen, «hagen», Boden bearbeiten
usw. Ich arbeite ein- bis zweimal pro
Monat von 5:30 bis 18:30 Uhr. Es
stört mich nicht, so lange zu arbeiten. Ich habe kein Problem, so früh
aufzustehen.
Nach der Lehre möchte ich noch eine
weitere Anlehre als Landmaschinenmechaniker oder im Holzbau machen. Ich kann mir auch noch andere
Berufe vorstellen.
Martin Schuler
Gundula Müller
30 Jahre
Thomas Manser
20 Jahre
Janet Escamez
10 Jahre
Karin Altenburger
10 Jahre
Rähmli putza, scho lang glernt. Väh
putza, usamischta, au scho lang
glernt. Hansruedi Good
Irene Gächter
10 Jahre
Helen Roduner
5 Jahre
J U N G
R H Y
Ausgabe APRIL 2010, SEITe 6
Wir leben
und/oder arbeiten
im JUNG RHY
Fähigkeiten kennen lernen Lernen durch
Rebecca Hermann
Eintritt 01.08.09
J
Fussball, arbeiten
L
putzen
Ruth Spitz
Eintritt 01.08.09
J
Harmonie
L
Arroganz
Naomi Schapira
Eintritt 01.08.09
J
Musik, Natur
L
Gestank
Irena Saldum
Eintritt 01.08.09
J
lachen, kochen
L
streiten, lügen
Michaela Haltner
Eintritt 01.08.09
J
Musik hören, tanzen
L
Ski, schwimmen
Michaela Baumer
Eintritt 01.08.09
J
ins Pub gehen
L
turnen
In der Bewegungsgruppe der Animation und Förderung lernen die
Teilnehmerinnen:
– einander helfen
– sich gegenseitig anfeuern
– körperliche Grenzen erfahren
– Mutproben bestehen
–sich einlassen können auf
unbekannte Situationen
–eigenes, unsicheres Laufen für
den Moment vergessen
Isabella Büchel,
Melanie Leutenegger,
Nadja Moser und Susanne Lanter
lernen auch durch Bewegung.
Der 3. August 2009 war für Michaela
Haltner der erste Arbeitstag in der
Lingerie JUNG RHY. Sie wurde in
Empfang genommen, allen vorgestellt und besichtigte alle Bereiche.
Dies war der Einstieg in die zweijährige Anlehre zur «Lingerie-Mitarbeiterin».
Im wöchentlichen Fachunterricht
lernt sie Wichtiges zum Thema Lingerie, also Textilkunde, Maschinen
bedienen (Nähmaschine, Bügelstation, Mangel …) und das Beachten
von Anleitungen zum Waschen und
Bügeln. In der Schule, die ebenfalls
im JUNG RHY wöchentlich eine
Stunde stattfindet, geht es um Allgemeinbildung, Mathematik und
Deutsch.
«Das Lernen im JUNG RHY fällt mir
einfacher, als dies in der CP-Schule
der Fall war. Ich habe mehr Abwechslung zwischen verschiedenen Arbeiten und der Schule. Die
Herausforderungen im Arbeitsalltag
meistere ich ohne Weiteres. Ich lerne
durch Ausprobieren von Handgriffen
einzelne Arbeitsschritte, die mir gezeigt werden und bin mir für keine
Arbeit zu schade. Bergen von
Schmutzwäsche stelle ich mich täg-
«langsam»
«Fasnacht»
Mein Name ist Hildegard
Köppel und ich lerne Gebärden. So wie alle im
JUNG RHY. Aber ich kann gut
reden und hören. Das Üben
macht mir Spass. In meiner
Wohngruppe kann ich die Gebärden am besten. Ich kann die
meisten Gebärden vorzeigen,
wenn wir Gruppensitzung haben. Das gefällt mir.
«skizzierte Gebärden
zum Nachmachen»
«Pause»
J U N G
Ausgabe APRIL 2010, SEITe 7
R H Y
Abwechslung
Nadine Claus
Eintritt 10.08.09
J
spazieren gehen
L
Regenwetter
Einstieg in die zweijährige Anlehre
zur «Lingerie Mitarbeiterin».
lich. Durch das Zuordnen mithilfe
der Namensschilder zu den Fotos
lerne ich die BewohnerInnen kennen
und schule nebenbei mein Lesen.
Kontakte habe ich zu allen Bereichen
im ganzen JUNG RHY und konnte
schnell Freunde finden. Um mich mitteilen zu können, habe ich den elektronischen «Small-Talker», lerne Gebärden und diese richtig einsetzen.
Ganz gut in Kontakt trete ich durch
Anlachen, Antippen oder indem ich
Blickkontakt aufnehme.»
Jeden Abend füllt Michaela den Arbeitsbericht handschriftlich aus. Sie
ist stolz darauf, den Arbeitsweg selbständig mit dem Bus zurückzulegen.
Sie muss sogar einmal umsteigen!
Diese Texte sind in der wöchentlichen, internen Schule im JUNG RHY entstanden. Gedanken zum Thema haben sich gemacht: Jessica Hermann,
Sandra Reither, Pio Bernasconi, Michaela Baumer, Rasim Alija, Benjamin
Simader, Rebecca Hermann, Michaela Haltner.
Pascal Isenring
Eintritt 10.08.09
J
Musik
L
Lärm
Stefanie Lutz
Eintritt 15.06.09
J
herzhaftes Lachen
L
Härdöpfelstock
Isabella Schwarz
Eintritt 15.08.09
J
Musik
L
Streit, Regen
5 Jahre Jubiläum
Wir gratulieren: Melanie Jojade (Animation und Förderung),
Barbara Bischof (Administration) und Sara Blocher.
Barbara Bischof
Melanie Jojade
T R Ä G E R V E R E I N
Impressum
Abschied von Annalise Rohrer
Herausgeber:
Trägerverein RHYBOOT
Sekretariat:
Bahnhofstrasse 51
9450 Altstätten
Tel. 071 757 80 58
Fax 071 757 86 35
sekretariat.verein
@rhyboot.ch
Redaktion:
Meinrad Gschwend
gschwend.meinrad@bluewin.ch
WYDEN
Lydia Blarer
Sabine Brunner
Norbert Rohner
UNION
Thomas Loher
Sandra Bossard
Judith Büchel
Brigitte Frei
Thomas Wetzel
Annabel Dretzki
JUNG RHY
Christian Weber
Heiko Röderer
Druck:
RDV AG
9442 Berneck
Auflage 2400 Ex.
Im Internet:
www.rhyboot.ch
Ende März galt es, von Annalise
Rohrer, der Institutionsleiterin JUNG
RHY, Abschied zu nehmen. Sie hat
den Aufbau und die Entwicklung
des JUNG RHY wesentlich geprägt.
Dank ihrer Arbeit präsentiert sich
der JUNG RHY als erfolgreiche Institution, in der sich BewohnerInnen
und Mitarbeitende rundum wohlfühlen. Dem Personal wurde die
Institution ein geschätzter Arbeitgeber.
Im März 1997, ein halbes Jahr bevor der erste Bewohner eingezogen
ist, hat Annalise Rohrer die Arbeit
10 Jahre RHYBOOT
Hol- und Bringtag
der UNION 2010
Gratis-Flohmarkt mit
Festwirtschaft, musikalischer Unterhaltung,
Rahmenprogramm.
und betreutem Spielplatz für Kinder.
Sie können noch
brauchbare, aber von
Ihnen nicht mehr benötigte Sachen gratis
abgeben und alles,
was Ihr Herz begehrt,
vom Flohmarkt gratis
mitnehmen.
Datum: 26. Juni 2010
09:00–14:00 Uhr
Ort: Parkplatz-Areal
der UNION
Bahnhofstrasse 51
9450 Altstätten
Organisator: UNION
Wir würden uns
sehr freuen über eine
rege Teilnahme und
insbesondere auf
Ihren Besuch!
P.S. Abfälle,
Unbrauchbares,
Wohnwände, Skier
und Blumentöpfe
werden nicht entgegengenommen.
im JUNG RHY als Bereichsleiterin
Wohnen aufgenommen und hat bereits im Aufbau stark mitgewirkt.
2001 wurde Annalise Rohrer als
Institutionsleiterin und Geschäftsleitungsmitglied gewählt.
Lebensqualität der BewohnerInnen
und der Mitarbeitenden stand immer
im Zentrum ihrer Arbeit. Viele wertvolle Akzente wurden durch sie gesetzt.
Ein zentrales Anliegen war Annalise
Rohrer stets auch die Ausbildung
und Weiterbildung des Personals
wie auch die Weiterentwicklung des
JUNG RHY und des Vereins RHYBOOT. Am Herzen lag ihr zudem
das Bordjournal, hat sie doch mehrere Jahre in der Redaktionsgruppe
mitgearbeitet.
Für das unermüdliche Engagement
und den wertvollen Einsatz sprechen
wir Annalise Rohrer ein herzliches
Dankeschön aus. Damit verbunden
sind die allerbesten Wünsche für die
berufliche und private Zukunft.
Zwei Jubiläen im Dienstleistungszentrum: Silvia Zoll und Urs Scheiwiler blicken auf zehn Jahre RHYBOOT zurück.
Urs Scheiwiler, Leiter Finanz- und
Rechnungswesen RHYBOOT und
Geschäftsleitungsmitglied, sorgt seit
zehn Jahren für eine einwandfreie
und tadellose Führung und Weiterentwicklung des Finanz- und Rechnungswesens. Er sorgt für eine umfassende Unterstützung der Führungspersonen in den Institutionen;
steht mit Rat und Tat zur Verfügung
und löst so manches «Zahlenproblem». Nebst fachlicher Ernsthaftig-
keit, zeigt sich unser Finanzer auch
oft von der humorvollen Seite. Es darf
gelacht werden!
Silvia Zoll war während neun Jahren
Leiterin Administration UNION und übte
damit eine wichtige
Drehscheibenfunktion aus. «Wenn es
jemand weiss, dann
Silvia!» Offenheit und
Bereitschaft prägen ihre Arbeitsweise. Es gelingt ihr, Lösungen für die
vielen Anliegen zu finden, welche an
sie herangetragen werden. 2009 erfolgte die frühzeitige Pensionierung.
Wir sind froh, dass wir sie weiterhin
als Teilzeitangestellte fürs DLZ gewinnen konnten, wo sie ihr langjähriges Wissen einbringt.
Beiden ein grosses Dankeschön
für ihr 10-jähriges RHYBOOTEngagement. Wir freuen uns auf
die weitere Zusammenarbeit!
Ausgabe APRIL 2010, SEITe 8
Spenden über Fr. 200.–
Oktober 2009 bis März 2009
Werkheim WYDEN, Balgach
Büchel E. Erbengemeinschaft, Rüthi
Evangelische Kirchenpflegschaft, Rebstein
Evangelische Kirchgemeinde, Balgach
(Kollekte Abdankung)
Evangelische Kirchgemeinde, Heerbrugg (Spende)
Frei Verena, Zürich
Gschwend Walter, Rebstein
Helvetia Versicherungen, St.Gallen
Katholische Pfarrei, Au (Kollekte)
Katholisches Pfarramt, Widnau (Kollekte)
Projectina AG, Heerbrugg
Raas-Clesle F. und Ch., Oberägeri
Ritz M., Organisatorinnen Adventsweg, Balgach
Schmidheiny Eveline, Balgach
SFS Unimarket, Heerbrugg
Sieber Transport AG, Berneck
SP Balgach/Diepoldsau
Spörry Christoph, Horgen
St.Galler Kantonalbank, Heerbrugg
Ulmann Franz AG, Altstätten
Weihnachtsmarkt Balgach; Besucherspenden
UNION Zentrum für Werken und Wohnen,
Altstätten
Affuso-Ammann Battista, Rüthi
FIFT GmbH, Altstätten
Graf Otto, Rebstein
Heule Walter, Widnau
Pyropac AG, Sennwald
UNION – Elektromontage
(Erlös aus Altmetallentsorgung)
Weninger Ingrid, Altstätten
Wohn- und Beschäftigungsheim
JUNG RHY, Altstätten
Baumgartner Regula, Kriessern
Donnschtig-Jass: Handsäger – Turnverein
Lüchingen – Stadt Altstätten
Evangelische Kirchgemeinde, Heerbrugg
(Kollekte)
FIFT GmbH, Altstätten
Gerster Gebäudetechnik AG, Altstätten
Heidelberger Gabriela, Gebensdorf
Katholisches Pfarramt, Berneck
Katholisches Pfarramt, Kobelwald (Kollekte)
Katholisches Pfarramt, Rebstein (Kollekte)
Keller, Familie
Köppel, Familie, Widnau
Kuster Jürg und Lara, Coppet
Leon’s Männermode, Altstätten
Lüchinger, Bäckerei, Kriessern
Segmüller Erika, Altstätten
Sennhauser, Familie, Au
Tanner Leonie, Heerbrugg
Texco Swiss, Langenegger Roman, Lüchingen
Thür Transport AG, Altstätten
Tschirky Annemarie, Weisstannen
Vogt, Altstätten
Weihnachtsspiel JUNG RHY (Besucherspenden)
Zoller Elektro AG, Au
Verein RHYBOOT
Brugger Baubohrungen AG, Frauenfeld
BWB Altenrhein AG, Altenrhein
Evangelisch-reformierte Kirche, Eichberg
(Kollekte Hochzeitsfeier)
Feierabend Victor, Rebstein
Frauengemeinschaft, Kriessern
GK Grünenfelder AG, Kriessern
Graf Michael und Agathe, Rebstein
Katholisches Pfarramt, Kriessern (Kollekte)
Katholisches Pfarramt, Widnau (Kollekten)
Kobler Holzbau, Oberriet
Landi Oberrheintal, Altstätten
Mattle H. und M., Restaurant Lindenhof, Altstätten
Obermaier Susanne, Altstätten
PSA Paul Schilling AG, Au