Das Photon-Baryon Verhältnis

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Das Photon-Baryon Verhältnis
Max Camenzind
13. März 2015
Photonen sind Bosonen, ihre Phasenraumverteilung ist deshalb nach der Quantenstatistik durch die Bose-Verteilung gegeben
n(p) =
2
1
.
3
h exp(E/kB T ) − 1
(1)
Die Energie E des Photons beträgt nach Einstein E = hν und der Impuls p = hν/c für
masselose Teilchen. h3 ist das Phasenraumvolumen und der Faktor 2 gibt die Anzahl
Freiheitsgrade an (2 Polarisationszustände für Photonen). Damit folgt die Raumdichte
der Photonen durch Integration über alle Impulse
1
2 Z 3
nγ (~x) = 3 d p
h
exp(hν/kB T ) − 1
(2)
mit dem Impulsvolumen d3 p = p2 dp dΩ = h3 ν 2 /c3 dν dΩ. Wir führen nun die dimensionslose Variable x = hν/kB T ein und erhalten den Ausdruck
8π
nγ (~x) = 3
h
kB T
c
!3 Z
∞
0
x2
dx .
exp(x) − 1
(3)
Dieses Integral ist eine sog. Riemann zeta-Funktion, die wie folgt definiert ist,
1 Z ∞ xs−1
ζ(s) =
dx .
Γ(s) 0 ex − 1
(4)
Dabei gilt Γ(3) = 2! = 2 und ζ(3) = 1, 202. Damit erhalten wir folgenden Ausdruck
für die Photonendichte mit h̄ = h/2π
2ζ(3)
nγ (~x) =
π2
kB T
h̄c
!3
.
(5)
Die Naturkonstante h̄c beträgt h̄c = 197, 327 MeV fm mit kB = 8, 617 × 10−5 eV/K.
Für die Hintergrundstrahlung mit T = 2, 725 K erhalten wir kB T /h̄c = 11, 90/cm und
damit eine heutige Photonendichte von 410 Photonen pro cm3 .
Im Vergleich dazu ist die heutige mittlere Baryonendichte nB mickrig
ρB
ρc
nB =
= ΩB
= 5, 09 × 10−9 ΩB cm−3 ≃ 0, 24 m−3
(6)
mB
mB
Dies definiert dann das sog. Photon-Baryon-Verhältnis η in unserem Universum,
das im Laufe der Expansion konstant bleibt
η=
nγ
8, 95 × 107
=
= 1, 90 × 109 .
nB
ΩB
1
(7)
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