Sehfehler Kurzsichtigkeit (Myopie) Wenn Sie Objekte in nahen

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Sehfehler
Kurzsichtigkeit (Myopie)
Wenn Sie Objekte in nahen Entfernungen problemlos erkennen, aber Straßenschilder oder die Schrift an der
Schultafel kaum entziffern können, sind Sie wahrscheinlich kurzsichtig (myop).
Das Wort "Myopie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "geschlossene Augen". Tatsächlich ist eines
der häufigsten Zeichen für Myopie das Zusammenkneifen der Augen, um entfernte Objekte besser erkennen
zu können.
Myopie ist keine Krankheit, es heißt auch nicht, dass man "schlechte Augen" hat. Es besagt einzig und alleine,
dass die Brechkraft des Auges zu hoch ist. Deshalb ist das Auge im entspannten Zustand bereits auf eine
nähere Entfernung als normal eingestellt. Dieses Zuviel an Brechkraft wird, wenn möglich, durch Minuslinsen
kompensiert.
Wodurch wird Myopie verursacht?
Der häufigste Grund für Kurzsichtigkeit liegt in der Bauweise des Augapfels: Er ist zu lang. Ein weiterer,
weniger häufiger Grund ist, dass die Hornhaut, das "Fenster" des Auges, zu stark gekrümmt ist.
Wie wird die Kurzsichtigkeit mein Leben beeinflussen?
Wenn Sie zum ersten Mal eine Brille oder Kontaktlinsen mit Minuswirkung tragen, werden Sie erst mal
überrascht sein, wie klar Sie sehen. Nach ein paar Tagen werden Sie sich völlig an die neue Situation
gewöhnt haben, und die Tatsache, dass Sie kurzsichtig sind, wird Ihr Leben nicht weiter beeinträchtigen.
Trotzdem sind stark myope Personen teilweise in der Berufswahl eingeschränkt (z.B. Piloten).
Kurzsichtigkeit bei Kindern
Schulkinder können Sehprobleme verschiedenster Ausprägung haben. Wenn Sie eine Sehschwäche bei
Ihrem Kind vermuten, ist es zunächst unerlässlich, durch eine ausführliche Augenuntersuchung die Art des
Sehfehlers festzustellen und Augenkrankheiten auszuschließen. Mit der richtigen Korrektion wird Ihr Kind das
bestmögliche Sehen erreichen und genießen können.
Wie Sie Ihrem Kind helfen können, mit der Kurzsichtigkeit richtig umzugehen:
• Vermeiden Sie Sätze wie "Du hast nun mal schlechte Augen". Erklären Sie Ihrem Kind stattdessen, dass
seine Augen das Licht einfach anders bündeln und deshalb beispielsweise Linsen als Unterstützung
dienen.
• Benutzen Sie Zeichnungen und Bilder, um dem Kind leichter verständlich zu machen, wie ein anders
geformter Augapfel die Ursache für Kurzsichtigkeit sein kann.
• Machen Sie die Brillen- oder Kontaktlinsenauswahl zum spaßigen Erlebnis für Ihr Kind.
• Betrachten Sie die Kontaktlinse als eine echte Alternative zur Brille.
• Schränken Sie die Aktivitäten Ihres Kindes nicht aufgrund des Sehfehlers ein.
• Schließen Sie das Kind in Unterhaltungen über sein Augenlicht mit ein und weisen Sie es darauf hin, Acht
zu geben, ob sich an der Sehschärfe etwas ändert.
Wie wird die Myopie entdeckt?
• Kurzsichtigkeit wird oft vermutet, wenn der Lehrer feststellt, dass das Kind beim Blick an die Tafel die
Augen immer "so komisch zusammenkneift", oder wenn ein Kind bei dem Schulsehtest schlecht
abschneidet. Ein ausführlicher Sehtest und eine Untersuchung der Augen beim Augenarzt werden den
Grad der Kurzsichtigkeit und weitere Unstimmigkeiten enthüllen bzw. ausschließen.
• Regelmäßige Sehtests und Augenuntersuchungen sollten erfolgen, nachdem die Myopie entdeckt wurde,
um eine veränderte Situation stets schnell erfassen zu können und ggf. eine neue Brillen- oder
Kontaktlinsenstärke zu verordnen. Eine Verschlechterung des Sehens darf das tägliche Leben, vor allem
bei Kindern und Jugendlichen, nicht beeinflussen.
Wie kann man darauf reagieren?
• Konkave Korrektionsgläser oder Kontaktlinsen werden verordnet, damit das Licht weniger stark gebrochen
in das Auge eintritt und dann genau auf die Netzhaut gebündelt werden kann, wo als Folge ein scharfes
Bild entsteht.
Wie beeinflusst Myopie die Sicht?
Unsere Fähigkeit zu "sehen" beginnt, wenn Licht durch die Hornhaut ins Auge eintritt. Die Gestaltung der
Hornhaut, der Linse und des Augapfels tragen dazu bei, das Licht derart zu bündeln, dass es exakt auf der
Netzhaut auftrifft und dort ein scharfes Bild liefert.
Wenn Sie jedoch kurzsichtig sind, treffen sich die Lichtstrahlen eines weit entfernten Objektes schon vor der
Retina (Netzhaut) zu einem scharfen Bild. Nach diesem "Treffpunkt" gehen die Strahlen wieder auseinander,
und deshalb entsteht auf der Netzhaut ein "Unschärfescheibchen" von jedem Bildpunkt des angeblickten
Objekts - das Bild ist unscharf!
Wer ist von Kurzsichtigkeit betroffen?
• Da das Auge während der Kindheit und Jugend noch wächst, entsteht eine Myopie fast ausschließlich vor
dem Alter von 20 Jahren bzw. man geht davon aus, dass das Augenwachstum dann abgeschlossen ist und
eine bestehende Kurzsichtigkeit eigentlich nicht mehr wesentlich stärker werden dürfte.
•
Oft steigt die Myopie während extremer Wachstumsschübe ebenfalls stark, um sich dann im
Erwachsenenalter auf einen Wert einzupendeln. Während der Jahre des schnellen Wachstums kann ein
häufiger Wechsel der Brillengläser oder Kontaktlinsen notwendig sein, um immer bestmögliches Sehen zu
garantieren.
Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Wenn Sie Gegenstände in der Ferne klar erkennen, aber Probleme haben, Dinge in der Nähe gut zu sehen,
könnten Sie weitsichtig oder hyperop sein.
Meistens wird die Hyperopie jedoch erst in späteren Jahren entdeckt, da man, solange die Linse noch flexibel
genug ist, diesen Sehfehler bis zu einem gewissen Grad durch Akkomodation ausgleichen kann.
Das ständige Akkomodieren kann jedoch Kopfschmerzen, nach längeren Lesephasen auch verschwommenes
Sehen und ähnliche Beschwerden verursachen, da es sich um eine ständige Anstrengung handelt. Kinder
werden möglicherweise ungern lesen, da sie es als schwierig betrachten.
Hyperopie ist keine Krankheit und man hat auch nicht "schlechte Augen". Es bedeutet ganz einfach, dass die
Abbildung im Auge von der Norm abweicht.
Was verursacht Weitsichtigkeit?
Im Allgemeinen wird die Hyperopie durch ein zu kurzes Auge verursacht, manchmal auch durch eine zu wenig
gekrümmte Hornhaut. Warum das Auge von der "Normform" abweicht, ist noch nicht exakt bekannt, aber die
Neigung zur Weitsichtigkeit scheint vererbbar zu sein. Daneben können andere Faktoren eine Rolle spielen,
aber sicher eine weniger wichtige als die Vererbung.
Wie wirkt sich die Hyperopie auf das Sehen aus?
Unsere Fähigkeit zu "sehen" beginnt, wenn Licht durch die Hornhaut ins Auge eintritt. Die Gestaltung der
Hornhaut, der Linse und des Augapfels tragen dazu bei, das Licht derart zu bündeln, dass es exakt auf der
Netzhaut auftrifft und dort ein scharfes Bild liefert.
Wenn Sie jedoch weitsichtig sind, treffen sich die Lichtstrahlen eines weit entfernten Objektes erst hinter der
Retina (Netzhaut) zu einem scharfen Bild. Da die Strahlen vor ihrem "Treffpunkt", also auch auf der Netzhaut,
noch sozusagen einzeln verlaufen, entsteht auf der Netzhaut ein "Unschärfescheibchen" von jedem Bildpunkt
des angeblickten Objekts - das Bild ist unscharf!
Bei geringen Hyperopien wird die Linse automatisch veranlasst, sich zu krümmen, also zu akkomodieren,
damit wieder ein scharfes Bild auf der Netzhaut erscheint.
Das Gleiche, aber ohne das Auge zusätzlich anzustrengen, bewirken konvexe Korrektionsgläser oder
Kontaktlinsen, die das Licht stärker bündeln, sodass es letztendlich genau auf die Netzhaut fokussiert wird.
Wer ist von Weitsichtigkeit betroffen?
Sehr viele Menschen sind weitsichtig, ohne es zu bemerken, da sie es ja ausgleichen können. Trotzdem
leiden diese Menschen oft darunter, ohne es zu wissen. Durch die ständige Anstrengung, um immer scharf
sehen zu können, entstehen Kopfschmerzen, die selten den Augen zugeschrieben werden. Erst, wenn die
Weitsichtigkeit nicht mehr durch die Augenlinse ausgeglichen werden kann, oder wenn sehr viel in der Nähe
gearbeitet wird, macht sich die Hyperopie auch in unscharfem Sehen bemerkbar, und man lässt seine Augen
testen. Das ist natürlich eigentlich der falsche Weg.
Wie kann man feststellen, ob eine Weitsichtigkeit vorliegt?
Die Weitsichtigkeit wird selten in Schulsehtests festgestellt, da dort normalerweise nur das Sehen in die Ferne
geprüft wird. Ein ausführlicher Sehtest beim Augenoptiker oder Augenarzt wird Ihre Weitsichtigkeit ans
Tageslicht bringen.
Wie kann man darauf reagieren?
Konvexe Linsen - Brillengläser oder Kontaktlinsen - helfen dem Auge, die Lichtstrahlen exakt auf die Netzhaut
zu bündeln. Um die optimale Versorgung Ihrer Augen zu gewährleisten, wird Ihnen der gewissenhafte
Augenoptiker oder Augenarzt einige Fragen zu Ihrem Lebensstil, zur Berufstätigkeit, zu Ihren täglichen
Aktivitäten und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand stellen. Mit Ihren Angaben und Ihrer Zusammenarbeit
werden die Lösungen gefunden, die Ihnen bestmögliches und komfortables Sehen ermöglichen.
In den empfohlenen Abständen sollten Sie zu einer Routineüberprüfung erscheinen, damit Änderungen
rechtzeitig bemerkt werden.
Wie wird sich die Hyperopie auf Ihr Leben auswirken?
• Nachdem Sie sich an Ihre neuen Kontaktlinsen oder Brille gewöhnt haben, wird Ihr Leben eigentlich so
weitergehen wie bisher, mit dem Vorteil, dass Sie immer eine klare Sicht haben ohne
Anstrengungsbeschwerden.
Presbyopie (Alterssichtigkeit)
Wenn Sie beim Lesen das Gefühl haben, Ihre Arme werden zu kurz, dann ist es wahrscheinlich soweit. So
bemerken die meisten von uns einen Zustand, den die Fachleute Presbyopie nennen.
Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet "altes Auge". Im Deutschen gibt es leider auch nur
einen unschönen Begriff: Alterssichtigkeit. Um die Betroffenen anfangs nicht zu schockieren, sagen manche
auch "jungpresbyop" dazu. Schnelles Ermüden oder Kopfschmerzen bei diffizilen Arbeiten sprechen ab einem
gewissen Alter ebenso für eine beginnende Presbyopie wie die "zu kurzen Arme".
Wodurch wird Presbyopie verursacht?
Nun, mit der natürlichen Alterung verliert eigentlich jedes Körpergewebe an Elastizität. Die Haut z.B. wird
schlaffer, und wir bekommen Falten. Auch die Linsen unserer Augen verlieren ihre Elastizität und werden
immer härter. Die Flexibilität und somit Krümmungsfähigkeit der Linse ist jedoch unbedingt notwendig, um in
verschiedenen Entfernungen scharf zu sehen; den Vorgang nennt man Akkomodation.
Die Akkomodationsfähigkeit sinkt also mit zunehmendem Alter. Der Alterungsprozess verläuft natürlich
allmählich. Aber erst, wenn der Verlust an Akkomodationsfähigkeit so groß ist, dass bestimmte Entfernungen
aus eigener Kraft nicht mehr scharf gestellt werden können, wird die Veränderung bemerkt.
Wie beeinflusst der Verlust an Elastizität das Sehen?
Unsere Fähigkeit zu "sehen" beginnt, wenn Licht durch die Hornhaut ins Auge eintritt. Die Gestaltung der
Hornhaut, der Linse und des Augapfels trägt dazu bei, das Licht derart zu bündeln, dass es exakt auf der
Netzhaut auftrifft und dort ein scharfes Bild liefert.
Die Augenlinse spielt eine Schlüsselrolle bei der Scharfeinstellung.
In jungen Jahren ist die Linse flexibel. Mithilfe der feinen Ziliarfasern, an denen die Linse sozusagen im Auge
aufgehängt ist, kann sich die Form der Linse verändern. Man sagt auch, das Auge akkomodiert. Beim Blick in
die Ferne wird sie abgeflacht, und um in näheren Entfernungen scharf zu sehen, wird sie kontinuierlich
kugeliger. Das wird von den Ziliarfasern bewerkstelligt, die beim Blick in die Ferne angespannt sind, die Linse
also flachziehen. Beim Blick in die Nähe sind die Fasern entspannt, sie nimmt ihre kugelige Ausgangsstellung
ein, und die Linse hat ihren höchsten Brechwert.
Mit dem Alter wird diese Formänderung für die Linse schwieriger, da sie immer härter wird. Die Anpassung
kann auch etwas länger dauern als früher.
Wann beginnt die Presbyopie?
Bereits in der Jugend beginnt die Linse, weniger flexibel zu werden. Aber erst in den frühen Vierzigern werden
erste Effekte beim Lesen oder besonders feinen Arbeiten registriert. Presbyopie erwartet jeden von uns, und
es gibt keine bekannte Methode, das zu verhindern!
Wie wird die Presbyopie festgestellt?
Eine ausführliche Überprüfung Ihrer Augen sowohl in der Ferne, als auch in der Nähe durch Augenoptiker
oder Augenarzt wird Ihnen Klarheit verschaffen. Ein Besuch beim Augenarzt sollte auch etwaige andere
unerwünschte Veränderungen ausschließen.
Wie kann man auf die Presbyopie reagieren?
Normalerweise wird Ihnen Ihr Fachmann unterstützende Gläser zum Lesen bzw. für die Nähe verordnen.
Diese Gläser haben genau die Stärke, die Ihren Linsen zur richtigen Fokussierung fehlt. Dabei ist es wichtig,
dass Sie nach der Entfernung gefragt werden, in der Sie hauptsächlich die Unterstützung benötigen. Addition
wird der Betrag genannt, der Ihnen für Ihre Hauptarbeitsentfernung fehlt. Die Additionswerte werden so
ausgewählt, dass Sie bequem in der Hauptentfernung arbeiten können, aber noch ein Spielraum nach vorne
und hinten gegeben ist. Schließlich haben Sie in der Regel stets einen Restanteil an Akkomodationsfähigkeit,
der dazu ausgenutzt wird. Sollten Sie für die Ferne keine Brille benötigen, genügt wahrscheinlich eine reine
Lesebrille, und Sie können wieder entspannt lesen und arbeiten. Wenn andere Sehfehler wie Kurzsichtigkeit,
Weitsichtigkeit oder Astigmatismus hinzukommen, werden Gleitsicht- oder Bifokalgläser oder
Gleitsichtkontaktlinsen eine bequeme Lösung für Sie sein.
Kann ich meine Kontaktlinsen noch tragen?
Ja. Sie haben sogar drei Möglichkeiten, wie Sie als Kontaktlinsenträger mit der neuen Situation umgehen
können bzw. sogar jetzt erstmals mit dem Gedanken spielen, mal Kontaktlinsen auszuprobieren:
1.
Bifokal- oder Multifokal-Kontaktlinsen (z.B. die Focus® Dailies Progressives)
2.
Monovision
3.
Kontaktlinsen für die Ferne + Lesebrille zum Lesen und Arbeiten
Welche Kontaktlinsenwahl wird für mich die Beste sein?
Um das herauszufinden, wird Ihnen Ihr Kontaktlinsenspezialist zahlreiche Fragen stellen. Z.B. in welcher
Entfernung Sie hauptsächlich arbeiten, was Sie arbeiten, wie die Luftverhältnisse und die Sehanforderungen
an Ihrem Arbeitsplatz sind und vieles mehr. Als Bibliothekar werden Sie sicher ganz andere Kriterien haben
als ein Lastwagenfahrer. Anhand Ihrer Angaben wird er Ihnen die beste Lösung ausarbeiten können.
Eventuell wird er Ihnen auch eine weitere Kombination vorschlagen.
Wird sich die Presbyopie häufig verschlechtern, nachdem sie einmal korrigiert wurde?
Presbyopie ist ein Vorgang, der sich kontinuierlich verändert. Allerdings wird mit einem bestimmten Alter ein
Endstadium erreicht.
Mit ca. 65 Jahren werden Sie Ihre letzte Veränderung benötigen. Wenn Sie Ihre Augen aber regelmäßig
untersuchen lassen, werden Ihnen zu plötzliche Änderungen keine Schwierigkeiten bereiten. Wenn Sie mit der
ersten Korrektion der Presbyopie zu lange warten, werden Sie mit längeren Eingewöhnungszeiten rechnen
müssen.
Wenn Sie bereits bei den ersten Anzeichen ("Hilfe, meine Arme werden zu kurz...") einen genauen Sehtest
machen lassen, werden Sie kaum einen Unterschied zu vorher merken. Sie werden nur viel entspannter und
beispielsweise ohne Kopfschmerzen arbeiten. Den routinemäßigen Sehtest kann Ihr Augenoptiker
durchführen.
Trotzem sollten Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Augenarzt gehen.
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