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Stiftung Oper in Berlin
Vincenzo Bellini
I CAPULETI E I MONTECCHI (konzertant)
Tragedia lirica in zwei Akten
Libretto von Felice Romani nach dem Drama „Giulietta e Romeo” (1818) von Luigi Scevola
Uraufführung am 11. März 1830 in Venedig
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 2 Std 15 Min. (incl. einer Pause)
Musikalische Leitung
Paolo Arrivabeni
Chöre
William Spaulding
Romeo
Joyce DiDonato
Giulietta
Venera Gimadieva
Tebaldo
Celso Albelo
Pater Lorenzo
Marko Mimica
Lord Capulet
Alexei Botnarciuc
Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin
Konzertante Premiere am 29. Februar 2016 um 19.30 Uhr,
weitere Vorstellung am 3. März 2016
Die unglückliche Geschichte von Romeo und Julia, die sich in Verona zugetragen haben soll, ist vor
allem durch die Tragödie von Shakespeare bekannt. Es gibt aber auch von Shakespeare unabhängige Dramatisierungen des Stoffes. Ein heute fast vergessener italienischer Tragödiendichter ist
Luigi Scevola, auf dessen „fünfte Tragödie“ „Giulietta e Romeo“ das gleichnamige Libretto von Felice
Romani zurückgeht, das dieser 1825 für Nicola Vaccai schrieb und 1830 für Vincenzo Bellini
umarbeitete. Für die Uraufführung in Venedig wählten die Autoren zur Unterscheidung von der älteren
Oper den Titel I CAPULETI E I MONTECCHI.
Anders als bei Shakespeare mit seinen zahlreichen, teilweise auch komödiantischen Nebenhandlungen und der umfangreichen Personage konzentriert sich Romanis Libretto auf gerade einmal
fünf Solisten und einen auch nur zurückhaltend eingesetzten Chor. Diese Variante des bekannten
Romeo-und-Julia-Stoffes blendet damit die gesellschaftliche und politische Dimension der durch den
Kampf zweier verfeindeter Familien erst zur Tragödie werdenden Liebesgeschichte in den
Hintergrund. Statt dessen fokussiert sich die Handlung auf die Innenwelten der Protagonisten, die in
Bellinis Musik ihren Ausdruck finden – insbesondere in den endlos langen, über einem harmonisch
changierenden Grundgerüst schwebenden Melodielinien, die dem Komponisten den Ruf des wohl
romantischsten aller italienischen Musiker der Romantik eingebracht hat.
Lange Jahre führte die Oper ein Schattendasein auf den Spielplänen, auch bedingt durch den Erfolg
von Charles Gounods ROMEO UND JULIETTE, gut 30 Jahre nach Bellinis I CAPULETI, aber auch
durch die bald anachronistisch erscheinende Besetzung des Romeo durch eine Mezzosopranistin.
Doch in den letzten 40 Jahren hat die Oper, primär aufgrund ihrer musikalischen Qualitäten, eine
Renaissance erlebt. Viele berühmte Mezzosopranistinnen haben die virtuose und zugleich
eindrückliche und vielschichtige Partie des Romeo für sich entdeckt: Janet Baker, Marilyn Horne,
Agnes Baltsa, Vesselina Kasarova, Elīna Garanča.
Joyce DiDonato gab ihr umjubeltes Debüt als Romeo 2008 in Paris und sang ihn später in einer
Neuproduktion der San Francisco Opera. Als Giulietta steht ihr Venera Gimadieva zur Seite, die
musikalische Leitung liegt in den Händen von Paolo Arrivabeni.
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