Grippaler Infekt (Erkältung)

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Fachärzte für
Allgemeinmedizin
Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
Grippaler Infekt (Erkältung)
Dr. med. Volker Kielstein
MR Dr. med. Helga Kielstein
Krankheitsbild
Der grippale Infekt ist die häufigste Infektionskrankheit und bis heute nicht ursächlich zu behandeln. Zahlreiche Virustypen können
Erkältungskrankheiten auslösen, wie z.B. Rhino-, RS-, Parainfluenza- oder Adenoviren. Diese Erreger können nicht mit Antibiotika
behandelt werden. Häufig kommt es begleitend zu einer Bronchitis (Entzündung der unteren Luftwege), seltener zu einer Sinusitis
(Entzündung der Nasennebenhöhlen). Die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen oder
engen Kontakt mit Erkrankten. Nicht zu verwechseln ist der grippale Infekt, auch unechte Grippe genannt, mit der "echten", durch
Influenza ausgelösten Virusgrippe.
Die Symptome des grippalen Infektes sind Niesen, Husten, allgemeines Schwächegefühl, Frösteln, Abgeschlagenheit. Später
beginnt die Nase zu laufen, die Patienten klagen über Halsschmerzen und sind heiser. Kopf und Glieder schmerzen, die
Körpertemperatur ist leicht bis mäßig stark (bis etwa 38,5 Grad) erhöht. Hinzu kommt etwas später oft noch Husten mit
schleimigem Auswurf, die Bronchitis. Nach acht bis zehn Tagen klingt die Erkältung in der Regel auch ohne therapeutische
Maßnahmen vollständig ab. Kommt es zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien, so wird die Erkrankung verschlimmert. Nach
einigen Tagen kann die einfache Viruserkrankung durch zusätzliche Infektion mit Bakterien in eine kompliziertere Erkrankung
übergehen. Die Folge der Ausbreitung der bakteriellen Infektion können gefährliche Komplikationen wie Mittelohr-,
Nasennebenhöhlen und Lungenentzündung sein, die dann in der Regel mit Antibiotika behandelt werden müssen. Vorsicht sollte
man daher walten lassen, wenn das Schwächegefühl sehr stark ausgeprägt ist oder hohes Fieber (über 39 Grad) auftritt.
Ungewöhnlich sind auch Beschwerden, die länger als eine Woche andauern, Atemnot, eitriger oder blutiger Schleim oder ein
vermindertes Hörvermögen. In allen dieser Fälle sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Therapie
Da die übliche Erkältung durch verschiedene Virustypen ausgelöst werden kann, gibt es bis heute kein Mittel, das eine Erkältung
der Ursache nach direkt angreift. Allerdings gibt es einige Mittel, die die Symptome lindern und damit den Verlauf der Erkrankung
wesentlich erträglicher und abgeschwächter machen können. Allgemeinen Maßnahmen sind körperlicher Schonung, Ruhe und
ausreichender Schlaf, ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, vor allem bei Fieber oder verschleimten Atemwegen viel trinken (3i
Liter). Dadurch wird zum einen der Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen ausgeglichen, zum anderen verflüssigt das den Schleim.
Bettruhe sollen alle Patienten halten, die eine erhöhte Temperatur oder Fieber haben. Rauchen ist unbedingt einzustellen, da
bereits eine Zigarette den natürlichen Reinigungsmechanismus der Atemwege für 6 Stunden vollständig lähmt und so die
Beseitigung der Erreger behindert.
Traditionelle Hausmittel:
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Dampfinhalation mit Kamillenblüten 3 x täglich je 10 min
Gurgeln mit Salbeitee oder 1 Eßlöffel Öl
Emsersalz zum Inhalieren, Gurgel oder als Nasenspray
heiße Getränke mit Honig, 1 Teelöffel Honig lutschen
warme Halswickel
Einreiben mit Pulmotin® oder Tussidermil® (enth. Eucalyptusöl)
Wadenwickel gegen Fieber
Sinnvolle zu empfehlende Medikamente gegen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Krankheitsgefühl:
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Paracetamol
Metamizol (z.B.Analgin®, Berlosin®, Novalgin®)
(rezeptfrei)
500mg alle 6 Stunden 1-2 Tabletten
(rezeptpflichtig) 500mg alle 6 Stunden 1-2 Tabletten
Nur die kontinuierliche Einnahme dieser Medikamente in angegebener Dosierung bewirkt eine ausreichende Wirkung.
Wichtig ist allerdings, dass Kinder keine Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen dürfen, die z. B. in
Aspirin® enthalten ist. Hier besteht die Gefahr eines Reye-Syndroms.
Der Hustenreiz ist, solange Schleim produziert wird, notwendig um diesen abzuhusten und dient der Heilung. Bei Husten empfiehlt
sich daher neben o.g. Feuchtinhalationen eher ein schleimverflüssigendes Mittel wie
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ACC® akut , BROMHEXIN®, Mucosolvan® (rezeptfrei)
als Naturheilmittel Gelomyrtol®
(rezeptfrei)
Bei trockenem Reizhusten oder zur Nacht für einen erholsamen Schlaf empfiehlt sich zur Hustenstillung
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Tryasol® Codein
(rezeptpflichtig)
Abschwellende Nasentropfen erleichtern die Atmung und helfen Komplikationen wie Sinusitis und Mittelohrentzündung zu
verhindern. Zu empfehlen sind die 3 mal tägliche Anwendung für die Dauer von maximal einer Woche von
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Otriven® , Nasivin® als Tropfen oder besser Spray (rezeptfrei)
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Nesselweg 3, 07745 Jena
℡ Fon: 03641 61 70 77
Fax: 03641 63 49 780
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Hauptstr. 42, 07751 Rothenstein
℡ Fon: 03641 821122
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℡ Fon: 036424 76 60 68
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Halsschmerzen
Dr. med. Volker Kielstein
MR Dr. med. Helga Kielstein
Halsschmerzen und Schluckbeschwerden gehören zu den typischen Begleitsymptomen von Erkältungskrankheiten. Die
Rachenschleimhaut ist dabei entzündet und gerötet, schwillt an und brennt beim Schlucken. Wenn auf den geröteten und
geschwollenen Mandeln jedoch punktförmige gelbliche Beläge zu sehen sind, kann es sich um eine eitrige Angina handeln,
die dann einer speziellen ärztlichen Therapie bedarf.
Ansonsten ist eine Selbstmedikation mit folgenden Maßnahmen möglich:
Kalte Halswickel (Leinentuch
Anwendungsdauer 45 Minuten)
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tränken,
auswringen,
dann
umschlagen;
darüber
Baumwoll-
oder
Wolltuch,
Quarkwickel
Gurgeln mit Kamille- oder Salbeitee
Gurgeln mit 1 Eßlöffel Öl
heiße Getränke mit Honig, 1 Teelöffel Honig lutschen
einfache Lutschtabletten
Zu empfehlende rezeptfrei erhältliche antiseptische Gurgellösungen:
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Hexoral® Lösung
Betaisodona® Mund-Antiseptikum Lösung
Bei starken Halsschmerzen können anästhesierende Lutschtabletten angewendet werden:
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Dorithricin® original Halstabletten
Bei stärkeren Halsschmerzen Tabletten:
Ibuprofen 400mg 3 x 1-2 Tbl.
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