Gleichstrommaschine

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Fachgebiet Leistungselektronik und Elektrische Antriebstechnik
Prof. Dr.-Ing. Joachim Böcker
LABORPRAKTIKUM – Versuch Gleichstrommaschine (GM)
Laborpraktikum
Versuch Gleichstrommaschine (GM)
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis .................................................................................................................................... 3
Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................................. 4
Tabellenverzeichnis ................................................................................................................................. 4
1
Einleitung ......................................................................................................................................... 5
2
Aufbau und Baugruppen ................................................................................................................. 6
3
Ausführungsformen von Gleichstrommaschinen............................................................................ 8
4
3.1
Fremderregte Gleichstrommaschine ...................................................................................... 8
3.2
Gleichstromnebenschlussmaschine ...................................................................................... 10
3.3
Gleichstromreihenschlussmaschine ...................................................................................... 10
Betriebsverhalten der Gleichstrommaschine................................................................................ 12
4.1
Anlaufverhalten der fremderregten Gleichstrommaschine und der
Gleichstromnebenschlussmaschine .................................................................................................. 12
4.2
Belastungsmaschine .............................................................................................................. 12
5
Versuchsvorbereitung ................................................................................................................... 13
6
Versuchsdurchführung .................................................................................................................. 15
6.1
Motorbetrieb der Gleichstromnebenschlussmaschine ......................................................... 15
6.2
Drehzahlsteuerung der Gleichstromnebenschlußmaschine ................................................. 18
6.3
Die Belastungskennlinie der Gleichstromnebenschlussmaschine ........................................ 22
6.4
Betrieb der Gleichstromreihenschlussmaschine ................................................................... 25
6.5
Die Belastungskennlinie der Gleichstromreihenschlussmaschine ........................................ 29
7
Literatur ......................................................................................................................................... 31
8
Daten der Gleichstrom-Mehrfunktionsmaschine 0,3 kW ............................................................. 32
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2.1: Baugruppen einer Gleichstrommaschine ....................................................................... 6
Abbildung 3.1: Elektrisches Ersatzschaltbild der fremderregten Gleichstrommschine .......................... 8
Abbildung 3.2: Elektrisches Ersatzschaltbild der Gleichstromnebenschlussmaschine ......................... 10
Abbildung 3.3: Elektrisches Ersatzschaltbild der Gleichstromreihenschlussmaschine ......................... 11
Abbildung 6.1: Schaltplan Gleichstromnebenschlussmotor ................................................................. 15
Abbildung 6.2: Aufbauplan Gleichstromnebenschlussmotor ............................................................... 16
Abbildung 6.3: Schaltplan Gleichstromnebenschlussmotor „Drehzahlsteuerung“ .............................. 19
Abbildung 6.4: Aufbauplan Gleichstromnebenschlussmotor „Drehzahlsteuerung“ ............................ 20
Abbildung 6.5: Schaltplan Gleichstromnebenschlussmotor „Belastungskennlinie“ ............................. 23
Abbildung 6.6: Aufbauplan Gleichstromnebenschlussmotor „Belastungskennlinie“ ........................... 24
Abbildung 6.7: Schaltplan...................................................................................................................... 26
Abbildung 6.8: Schaltskizze ................................................................................................................... 27
Tabellenverzeichnis
Tabelle 6.1: Messwerte Belastungskennlinie Gleichstromnebenschlussmotor.................................... 18
Tabelle 6.2 : Messwerte Kennlinie „𝐼𝐴“ und „𝑛“ in Abhängigkeit von „π‘ˆπ΄ ......................................... 21
U
Tabelle 6.3: Messwerte Kennlinie „𝐼𝐹“ und „𝑛“ in Abhängigkeit von 𝑅𝐹 ............................................ 22
U
Tabelle 6.4: Tabelle ............................................................................................................................... 29
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1 Einleitung
Die Starkstromtechnik nahm mit der Energieerzeugung durch galvanische Elemente
ihren Anfang. Da durch die galvanischen Elemente Gleichspannung bereitgestellt
wird,
entstand
als
erster
elektromechanischer
Energiewandler
die
Gleichstrommaschine. Bereits 1834 wurde durch Jakobi der erste Gleichstrommotor
mit Kommutator (Stromwender) gebaut. Einen wesentlichen Beitrag für den Erfolg
der Gleichstrommaschine leistete die Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips 1
durch Werner von Siemens im Jahre 1866.
Mit der Einführung des Drehstroms ab 1889 verlor die Gleichstrommaschine an
Bedeutung, konnte aber, begünstigt durch die Entwicklung der Stromrichtertechnik
und die guten Regeleigenschaften, einen bedeutenden Marktanteil im Bereich der
drehzahlgeregelten Antriebe behaupten. In jüngster Zeit erreichen Umrichtergespeiste
Drehstromantriebe
ähnlich
gute
Regeleigenschaften,
so
dass
Gleichstrommotoren immer mehr an Bedeutung verlieren, wenngleich diese immer
noch wichtige Anwendungsfelder, insbesondere im Kleinleistungsbereich, besetzen.
An einer Gleichstrommaschine können wesentliche Wirkprinzipien und Eigenschaften
elektrischer Maschinen erklärt werden, so dass sie in diesem Praktikum näher
betrachtet
werden
sollen.
Bei
Gleichstrommaschinen
werden
verschiedene
Ausführungsformen unterschieden. Im Rahmen dieses Praktikums soll das
Betriebsverhalten
einer
Gleichstromnebenschluss-
und
einer
Gleichstromreihenschlussmaschine untersucht werden. Das Betriebsverhalten von
elektrischen Maschinen wird u.a. durch Belastungskennlinien charakterisiert. Solche
Belastungskennlinien bilden das Drehmoment über der Drehzahl ab. Die
Aufzeichnung von Belastungskennlinien ist ein Ziel dieses Praktikums.
1
1866 erkannte Werner von Siemens, dass im Eisen des Erregerkreises eines Generators ein geringer
Magnetismus zurückbleibt. Dieser reicht aus, um eine, zunächst schwache Spannung im rotierenden Anker zu
induzieren. Der dadurch hervorgerufene Strom lässt sich nutzen, um das Erregerfeld fortschreitend bis zur
Sättigung zu verstärken.
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2 Aufbau und Baugruppen
Abbildung 2.1: Baugruppen einer Gleichstrommaschine
Das Wirkprinzip der Gleichstrommaschine beruht auf der Lorenzkraft auf eine mit der
Geschwindigkeit v bewegte Ladung π‘ž. 𝐸 und 𝐡 sind die Elektrische Feldstärke und
die magnetische Flussdichte:
𝐹𝐿 = π‘ž(𝐸 + 𝑣 × π΅)
(Gl. 2.1)
Ist kein äußeres elektrisches Feld vorhanden und betrachtet man den Sonderfall
eines Leiters der Länge 𝑙, der senkrecht zum äußeren Magnetfeld verläuft und vom
Strom 𝐼 durchflossen wird und so ergibt sich für die Kraft
𝐹 =𝐡⋅𝑙⋅𝐼
Die
Erzeugung
des
Magnetfelds
erfolgt
(Gl. 2.2)
durch
die
Erregerwicklung
eines
Elektromagneten, die sich auf dem Hauptpol des feststehenden Ständers aus
geblechtem Eisen befindet. Der durch die Erregerwicklung hervorgerufene
magnetische Fluss durchsetzt den Luftspalt und den Anker. Auf dem Anker befinden
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sich Leiter, die von dem Ankerstrom 𝐼𝐴 durchflossen werden. Die Stromzufuhr muss
dabei so erfolgen, dass alle Ankerleiter, die sich im Bereich des gleichen
magnetischen Poles befinden, gleichsinnig vom Ankerstrom durchflossen werden.
Zur kontinuierlichen Drehmomenterzeugung ist es nötig, dass beim durch die
Drehung des Motors hervorgerufenen Übergang der Ankerleiter von einem
Polbereich auf den Nächsten die Stromrichtung in den jeweiligen Ankerleitern
umgekehrt werden muss. Die Stromumkehr erreicht man durch den Kommutator
(auch Stromwender oder Kollektor genannt). Für eine ausführliche Beschreibung sei
auf Absatz 7 verwiesen.
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3 Ausführungsformen von Gleichstrommaschinen
3.1 Fremderregte Gleichstrommaschine
Bei der fremderregten Gleichstrommaschine werden Erregerwicklung und
Ankerwicklung unabhängig voneinander mit elektrischer Energie versorgt. Die
Erregung kann auch durch Permanentmagnete erfolgen.
Abbildung 3.1: Elektrisches Ersatzschaltbild der fremderregten Gleichstrommschine
Für die Maschengleichung des Ankerkreises ergibt sich
𝑒𝐴 = 𝑅𝐴 𝑖𝐴 + 𝐿𝐴
𝑑𝑖𝐴
+ 𝑒𝑖𝐴
𝑑𝑑
(Gl. 3.1)
mit dem Ankerwiderstand 𝑅𝐴 , der Ankerinduktivität 𝐿𝐴 und der induzierten
Gegenspannung 𝑒𝑖𝐴 (auch Elektro-Motorische-Kraft, EMK genannt).
Analog ergibt sich für den Erregerkreis
𝑒𝐸 = 𝑅𝐸 𝑖𝐸 + 𝐿𝐸
𝑑𝑖𝐸
𝑑𝑑
(Gl. 3.2)
Der durch den Erregerkreis hervorgerufene verkettete Fluss πœ“πΈ ergibt sich zu
πœ“πΈ = 𝐿𝐸 𝑖𝐸
(Gl. 3.3)
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mit πœ“πΈ = 𝑁𝐸 πœ™πΈ und Gl. 3.4 folgt:
𝑒𝐸 = 𝑅𝐸 𝑖𝐸 + 𝑁𝐸
π‘‘πœ™πΈ
𝑑𝑑
(Gl. 3.4)
Mit der Windungszahl der Erregerwicklung 𝑁𝐸 .
Für das Drehmoment einer Gleichstrommaschine gilt:
π‘šπ‘€ = 𝑐𝑀 πœ™πΈ 𝑖𝐴
(Gl. 3.5)
mit der Maschinenkonstanten 𝑐𝑀 .
Für die induzierte Gegenspannung (die elektromotorische Kraft, EMK) gilt
𝑒𝑖𝐴 = π‘π‘š πœ™πΈ πœ”
(Gl. 3.6)
mit der Winkelgeschwindigkeit πœ” . Die Winkelgeschwindigkeit πœ” hängt mit der
Drehzahl in wie folgt zusammen:
𝑛=
πœ”
πœ” 60 s
=
2πœ‹ 2πœ‹ 1 min
(Gl. 3.7)
Für die belastete Gleichstrommaschine ergibt sich die folgende dynamische
Gleichung
π‘‘πœ” 1
= (π‘šπ‘€ − π‘šπΏ )
𝑑𝑑
𝐽
(Gl. 3.8)
mit dem Massenträgheitsmoment 𝐽 und dem Lastdrehmoment π‘šπΏ .
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3.2 Gleichstromnebenschlussmaschine
Bei der Gleichstromnebenschlussmaschine sind Erregerwicklung und Ankerwicklung
parallel geschaltet. Erregerspannung 𝑒𝐸 und Ankerspannung 𝑒𝐴 sind gleich.
Abbildung 3.2: Elektrisches Ersatzschaltbild der Gleichstromnebenschlussmaschine
Betrachtet man den stationären Betrieb, entfallen die Ableitungen nach der Zeit. Für
die
Gleichstromnebenschlussmaschine
ergeben
sich
damit
die
folgenden
Gleichungen:
π‘ˆπ΄ = 𝑅𝐴 𝐼𝐴 + π‘ˆπ‘–π΄
(Gl. 3.9)
π‘ˆπΈ = π‘ˆπ΄ = 𝑅𝐸 𝐼𝐸
(Gl. 3.10)
𝑀𝑀 = 𝑐𝑀 πœ™πΈ 𝐼𝐴
(Gl. 3.11)
3.3 Gleichstromreihenschlussmaschine
Gleichstromreihenschlussmaschinen sind durch eine Reihenschaltung von Ankerund Erregerwicklung gekennzeichnet:
π‘ˆ = π‘ˆπ΄ + π‘ˆπΈ
(Gl. 3.12)
Beide Wicklungen werden vom gleichen Strom durchflossen:
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𝑖 = 𝑖𝐴 = 𝑖𝐸
(Gl. 3.13)
Abbildung 3.3: Elektrisches Ersatzschaltbild der Gleichstromreihenschlussmaschine
Durch den Widerstand 𝑅𝑃 kann ein Teil des Ankerstroms an der Erregerwicklung
vorbei fließen. In diesem Fall gilt nicht 𝑖𝐴 = 𝑖𝐸 . Das Verhältnis von Erreger- zu
Ankerstrom wird als Erregergrad bezeichnet.
Für einen Erregergrad 1 ergibt sich für das Drehmoment
𝑀𝑀 = 𝑐𝑀
𝐿𝐸 2
𝐼
𝑁𝐸 𝐴
(Gl. 3.14)
mit
πœ™πΈ =
𝐿𝐸 𝐼𝐸
𝑁𝐸
(Gl. 3.15)
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4
Betriebsverhalten der Gleichstrommaschine
4.1 Anlaufverhalten der fremderregten Gleichstrommaschine und der
Gleichstromnebenschlussmaschine
Für den Ankerstrom einer fremderregten Gleichstrommaschine folgt aus Gl. 3.9
𝐼𝐴 =
(π‘ˆπ΄ − π‘ˆπ‘–π΄ )
𝑅𝐴
(Gl. 4.1)
Hierbei kann die Induktivität 𝐿𝐴 im Ankerkreis vernachlässigt werden. Aus Gl. 3.6
folgt, dass die induzierte Gegenspannung im Stillstand (πœ” = 0 ) 0 ist. Der
Ankerstrom wird nur durch den Ankerwiderstand begrenzt. Die Ankerwicklungen
werden niederohmig ausgeführt, um die Stromwärmeverluste im Betrieb möglichst
gering zu halten. Damit kann sich beim Einschalten ein sehr großer Ankerstrom
ergeben. Um das zu vermeiden gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Die Spannung π‘ˆπ΄ wird schrittweise von 0 bis zum gewünschten Endwert
erhöht.
2. Während des Anlaufs wird ein zusätzlicher Widerstand (Anlaufwidertand) in
den Ankerkreis geschaltet.
4.2 Belastungsmaschine
Zur Aufnahme von Belastungskennlinien ist es notwendig, den Motor mit
veränderlichen Lastdrehmomenten zu belasten. In diesem Praktikum erfolgt die
Belastung durch eine 0,3 kW Servobremse.
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5 Versuchsvorbereitung
1. Welche Möglichkeiten existieren, um eine fremderregte Gleichstrommaschine
vom Stillstand bis zu einer gewünschten Drehzahl zu beschleunigen, ohne
den Ankernennstrom zu überschreiten? Geben Sie die entsprechenden
Schaltungen an.
2. Lösen Sie folgende Aufgabe: Ein Gleichstrom-Nebenschlussmotor mit
220 V Nennspannung habe einen Ankerwiderstand von 0, 2 Ω. Im Nennpunkt
des Motors betrage der Ankerstrom 1 A . Nun werde bei still stehendem Rotor
über den Motorklemmen Nennspannung angelegt. Wie groß ist der sich
einstellende Ankerstrom des Motors (Anlaufstrom)? Drücken Sie den
Anlaufstrom in Prozent des Nennstromes aus. Berechnen Sie den (Vor-)
Widerstand, der in Reihe zum Ankerkreis geschaltet werden muss, um den
Anlaufstrom auf 150 % des Nennstroms zu begrenzen. Gehen Sie von Gl. 4.1
aus.
3. Leiten Sie die Gleichungen für die Belastungskennlinien 𝑛 = 𝑓 (𝑀𝑀 ), 𝐼𝐴 =
𝑓 (𝑀𝑀 ) für den fremderregten Gleichstrommotor her. Zeichnen Sie die
entsprechenden Kennlinien 𝑛 = 𝑓(𝑀𝑀 ), 𝐼𝐴 = 𝑓(𝑀𝑀 ) in qualitativer Form für
a. π‘ˆπ΄ = π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 𝑅𝐴 , πœ™πΈ = πœ™πΈπ‘
b. π‘ˆπ΄ = 0,5π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 𝑅𝐴 , πœ™πΈ = πœ™πΈπ‘
c. π‘ˆπ΄ = π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 2𝑅𝐴 , πœ™πΈ = πœ™πΈπ‘
d. π‘ˆπ΄ = π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 𝑅𝐴 , πœ™πΈ = 0,5πœ™πΈπ‘
4. Leiten Sie die Gleichungen für die Belastungskennlinien 𝑛 = 𝑓 (𝑀𝑀 ), 𝐼𝐴 =
𝑓 (𝑀𝑀 ) für den Gleichstromreihenschlussmotor her. Zeichnen Sie die
entsprechenden Kennlinien 𝑛 = 𝑓 (𝑀𝑀 ), 𝐼𝐴 = 𝑓 (𝑀𝑀 ) in qualitativer Form
für,
e.
π‘ˆπ΄ = π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 𝑅𝐴 , 𝐼𝐸 = 𝐼𝐸𝑁
f. π‘ˆπ΄ = 0,5π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 𝑅𝐴 , 𝐼𝐸 = πΌπœ™πΈπ‘
g. π‘ˆπ΄ = π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 2𝑅𝐴 , 𝐼𝐸 = 𝐼𝐸𝑁
h. π‘ˆπ΄ = π‘ˆπ΄π‘ , 𝑅 = 𝑅𝐴 , 𝐼𝐸 = 0,5𝐼𝐸𝑁
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5. Wie
kann
bei
der
Gleichstromnebenschluss-
und
der
Gleichstromreihenschlussmaschine das Erregerfeld geschwächt werden?
Geben Sie die entsprechenden Schaltungen an.
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6 Versuchsdurchführung
6.1 Motorbetrieb der Gleichstromnebenschlussmaschine
-
Bauen Sie die Schaltung nach folgendem Schalt und Aufbauplan auf
-
Integrieren Sie einen Strom- und Spannungsmesser in den Ankerkreis
-
Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet
(HINWEIS: Die Einstellung des Gleichstromversorgungsgerätes kann nur bei
angeschlossenem Motor Erfolgen!)
Abbildung 6.1: Schaltplan Gleichstromnebenschlussmotor
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Abbildung 6.2: Aufbauplan Gleichstromnebenschlussmotor
Inbetriebnahme des Nebenschlussmotors:
Erforderliche Einstellungen:
-
Anlasser: Minimalwert (0 Ω)
-
Multimeter-Messmethode: Arithmetischer Mittelwert („Mean“)
-
Gleichstromversorgungsgerät: 220 V
Versuchsdurchführung:
-
Nehmen Sie den Motor in Betrieb und beobachten ihn
o Dreht der Motor mit Nenndrehzahl
o Wie ist die Drehrichtung des Motors?
o Wie verhält sich der Einschaltstrom im Gegensatz zum Nennstrom?
o Wie Verhält sich der Strom mit Steigender Drehzahl?
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Messen des Ankerstromes:
Erforderliche Einstellungen:
-
Bremse: Mode „Torque Control“
Versuchsdurchführung:
-
Bremsen Sie den Motor bis zu seiner Nenndrehzahl ab
-
Messen Sie dabei den Ankerstrom
(HINWEIS:
Achten
Sie
darauf,
den
Motor
nicht
bis
zum
Stillstand
abzubremsen!)
-
Wie hoch ist der Ankerstrom bezogen auf den Nennstrom?
Aufnahme einer Belastungskennlinie:
Erforderliche Einstellungen:
-
Anlasser: Maximalwert (47 Ω)
Nach dem Starten des Motors ist der Anlasser wieder auf 0Ω einzustellen.
Versuchsdurchführung:
-
Erhöhen Sie schrittweise die Belastung des Motors bis zum 1,5-fachen
Nennstrom und vervollständigen Sie die Tabelle
-
Übertragen Sie die Tabell in Excell Und stellen die Verläufe von 𝑛, 𝐼 und π‘ˆ in
Abhängigkeit von 𝑀 graphisch dar
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Tabelle 6.1: Messwerte Belastungskennlinie Gleichstromnebenschlussmotor
𝑀/Nm
0
𝑛/(1/min)
𝐼/A
π‘ˆ/V
0,2
0,4
0,6
0,8
1
1,2
1,4
-
Wie verhält sich der Strom mit steigendem Drehmoment?
-
Wie verhält sich die Ankerspannung mit steigendem Drehmoment?
-
Wie verhält sich die Drehzahl mit Steigendem Drehmoment?
-
Wie verhält sich die Drehzahl im Bereich des Nenndrehmomentes?
6.2 Drehzahlsteuerung der Gleichstromnebenschlußmaschine
-
Bauen Sie die Schaltung nach folgendem Schalt- und Aufbauplan auf
-
Integrieren Sie einen Strom und Spannungsmesser in den Ankerkreis
-
Integrieren Sie einen Strommesser in den Erregerkreis
-
Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet
(HINWEIS: Die Einstellung des Gleichstromversorgungsgerätes kann nur
bei angeschlossenem Motor erfolgen!)
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Abbildung 6.3: Schaltplan Gleichstromnebenschlussmotor „Drehzahlsteuerung“
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Abbildung 6.4: Aufbauplan Gleichstromnebenschlussmotor „Drehzahlsteuerung“
Aufnahme der Kennlinie „𝑰𝑨 “ und „𝒏“ in Abhängigkeit von „𝑼𝑨 “:
Erforderliche Einstellungen:
-
Einstellbares Gleichstromversorgungsgerät (Ankerspannung): 220 V
-
Gleichstromversorgungsgerät (Erregerkreisspannung): 210 V
-
Bremse: Mode „Torque Control“
-
Felsteller: Minimalwert (0 Ω)
Versuchsdurchführung:
-
Verringern Sie mit der Einstellbaren Gleichstromversorgung die
-
Ankerspannung in 3 Stufen (220 V / 190 V / 160 V)
Messen Sie dabei jeweils 𝐼𝐴 und 𝑛 und übertragen die gemessenen Werte in
die Tabelle
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-
Übertragen Sie die Tabell in Excell und stellen die Verläufe von 𝑛 und 𝐼𝐴 in
Abhängigkeit von π‘ˆπ΄ graphisch dar
Tabelle 6.2 : Messwerte Kennlinie „𝐼𝐴 “ und „𝑛“ in Abhängigkeit von „π‘ˆπ΄
π‘ˆπ΄ /V
220
𝑛/(1/min)
𝐼𝐴 /A
190
160
Aufnahme der Kennlinie „𝒏“ in Abhängigkeit von „𝑴“ mit Hilfe der Software
„Active Servo“
Erforderliche Einstellungen:
-
Bremse: „PC Mode“
-
Feldsteller: Minimalwert (0 Ω)
-
-
Einstellbares Gleichstromversorgungsgerät (Ankerkreisspannung): 220V /
190 V / 160 V
Gleichstromversorgungsgerät (Erregerkreisspannung): 210 V
Versuchsdurchführung:
-
Starten Sie die Software „Active Servo“
-
Wählen Sie im Menü Einstellung -> Betriebsart -> Momentenregelung
-
Der Motor soll bis zu seinem Nenndrehmoment belastet werden
-
Beschriften Sie die Diagramme entsprechend
-
Es werden nacheinander insgesamt drei Belastungskennlinien für die drei
vorgegebenen Ankerkreisspannungen aufgenommen
-
Exportieren Sie nach erfolgter Messung das erstellte Diagramm mit den drei
Kennlinien
-
Berechnen Sie das Nennmoment der Motors nach folgender Formel:
𝑀𝑁 =
𝑃2
πœ”
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Aufnahme der Kennlinie „𝑰𝑭 “ und „𝒏“ in Abhängigkeit von 𝑹𝑭
Erforderliche Einstellungen:
-
Bremse: Mode „Torque Control“
-
Feldsteller: Minimalwert (0 Ω)
-
Schalten Sie die Gleichstromversorgung ein
-
Geleichstromversorgungsgerät: (Anker- & Erregerkreis) 220 V / 210 V
Variieren Sie der Wert 𝑅𝐹 des Feldstellers in 3 Stufen, um die in der
Tabelle vorgegebene Drehzahl zu erreichen
-
Messen Sie dabei jeweils 𝐼𝐹 und übertragen Sie die gemessenen Werte in
die Tabelle
-
Übertragen Sie die Tabell in Excell und stellen den Verlauf von 𝑛 in
Abhängigkeit von 𝐼𝑓 graphisch dar
Tabelle 6.3: Messwerte Kennlinie „𝐼𝐹 “ und „𝑛“ in Abhängigkeit von 𝑅𝐹
𝑛/(1/min)
2300
𝐼𝐹 /mA
2600
3000
-
Wie verhält sich die Drehzahl bei Verringerung der Ankerspannung?
-
Wie verhält sich die Drehzahl bei Verringerung des Erregerstromes?
6.3 Die Belastungskennlinie der Gleichstromnebenschlussmaschine
-
Bauen Sie die Schaltung nach folgendem Schalt- und Aufbauplan auf
-
Integrieren Sie einen Strom- und Spannungsmesser in den Anker/Erregerkreis
-
Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet
(HINWEIS: Die Einstellung des Gleichstromversorgungsgerätes kann nur bei
angeschlossenem Motor erfolgen!)
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Abbildung 6.5: Schaltplan Gleichstromnebenschlussmotor „Belastungskennlinie“
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Abbildung 6.6: Aufbauplan Gleichstromnebenschlussmotor „Belastungskennlinie“
Aufnahme der Belastungskennlinie des Motors mit Hilfe der Software „Active
Servo“
Erforderliche Einstellungen:
-
Bremses: „PC Mode“
-
Gleichstromversorgungsgerät: (Anker- & Erregerkreis) 220 V
Versuchsdurchführung:
-
Starten Sie die Software „ActiveServo“
-
Der Motor soll bis zu seinem Nenndrehmoment belastet werden
-
Beschriften Sie das Diagramm entsprechend
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Datum: 10-04-2012
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Prof. Dr.-Ing. Joachim Böcker
LABORPRAKTIKUM – Versuch Gleichstrommaschine (GM)
-
Folgende Parameter sollen aufgenommen werden: Der Wirkungsgrad πœ‚(𝑀)
(πœ‚=>“Eta“), der Ankerstrom 𝐼𝐴 , die abgegebene Leistung 𝑃2 und die Drehzahl
-
𝑛(𝑀)
Bevor Sie die Messung starten, müssen Sie noch die Frage nach dem
Nenndrehmoment
beantworten,
welches
Sie
in
dem
Versuch
„Drehzahlsteuerung“ ermittelt haben
-
Exportieren Sie das erstellte Diagramm nach erfolgter Messung
-
Ermitteln Sie aus dem Diagramm den höchsten Wirkungsgrad
Das Nenndrehmoment beträgt:
𝑀𝑁 = _______Nm
6.4 Betrieb der Gleichstromreihenschlussmaschine
-
Bauen Sie die Shaltung nach folgendem Schalt- und Aufbauplan auf
-
Integrieren Sie einen Strom- und Spannungsmesser in den Motorkreis
-
Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei nicht belastet
(HINWEIS: Die Einstellung des Gleichstromversorgungsgerätes kann nur bei
angeschlossenem Motor erfolgen!)
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Abbildung 6.7: Schaltplan
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Abbildung 6.8: Schaltskizze
Ermittlung des (Nenn-) Wirkungsgrades
Erforderliche Einstellungen:
-
Bremse: Mode „Torque Control“ (HINWEIS: Die Bremse sollte in jedem
Falle aktiv sein!)
-
Anlasser: Minimalwert (0 Ω)
-
MultimeterMessmethode: Arithmetischesr Mittelwert („Mean“)
-
Gleichstromversorgungsgerät: 220 V
Versuchsdruchführung:
-
Bremsen Sie den Motor bis zu seinem Nenndrehmoment ab
-
Messen Sie dabei den Motorstrom
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Berechnen Sie mit der vorgegebenen Formel aus den Nenndaten und den
gemessenen Größen den Wirkungsgrad des Motors
Achten Sie darauf den Motor nicht ohne Belastung zu betreiben, da dieser
sonst „durchgehen“ könnte!
Der Wirkungsgrad ist definiert als :
πœ‚=
𝑃2
𝑃1
(Gl. 6.1)
𝑃2 = 𝑀𝑛 πœ”
(Gl. 6.2)
𝑃1 = π‘ˆπ‘€ 𝐼𝑀
(Gl. 6.3)
πœ” = 2πœ‹π‘›
-
(Gl. 6.4)
Der Wirkungsgrad „πœ‚“ des Reihenschlussmotors beträgt ca.:
Aufnahme einer Belastungskennlinie (mit Anlasser)
Erforderliche Einstellungen:
-
Bremse: Mode „Torque Control“ (HINWEIS: Die Bremse sollte in jedem Fall
aktiv sein!)
-
Anlasser: Minimalwert (0 Ω)
Gleichstromversorgungsgerät: 220 V
Versuchsdurchführung:
-
Bremsen Sie den Motor bis zu seinem 0,5-fachen Nenndrehmoment ab
-
Verstellen Sie nun in 5 Stufen den Anlasser von 0 bis 100% seines
-
Maximalwertes (~47 Ω)
Messen Sie dabei den Motorstrom und –spannung
Übertragen Sie die Messwerte in die Tabelle
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Übertragen Sie die Tabell in Excell und stellen die Verläufe von 𝑛 und 𝐼 in
Abhängigkeit von π‘ˆ graphisch dar
Tabelle 6.4: Tabelle
π‘ˆ/V
𝑛/(1/min)
𝐼/A
6.5 Die Belastungskennlinie der Gleichstromreihenschlussmaschine
-
Bauen Sie die Schaltung nach folgendem Schalt- und Aufbauplan auf
-
Integrieren Sie einen Strom- und Spannungsmesser in den Motorkreis
-
Schalten Sie auch die Bremse ein, der Motor wird dabei vorerst nicht belastet
(HINWEIS: Die Einstellung des Gleichstromversorgungsgerätes kann nur bei
angeschlossenem Motor erfolgen!)
Aufnahme der Belastungskennlinie des Motors mit Hilfe der Software
„ActiveServo“
Erforderliche Einstellungen:
-
Bremse: „PC Mode“
o ActiveServo: Einstellung -> Betriebsart -> Drehzahlregelung
-
Gleichstromversorgungsgerät: (Motorkreis) 220 V
Versuchsdurchführung:
-
Starten Sie die Software „ActiveServo“
-
Starten Sie unbedingt die Bremse mit 3000 min−1 auf 1600 min−1 abgebremst
werden
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Beschriften Sie die Diagramme entsprechend
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Im ersten Diagramm sollen folgende Parameter dargestellt werden: Der
-
Motorstrom 𝐼(𝑀) , die Motorspannung π‘ˆ(𝑀) und das Drehmoment 𝑀(𝑀)
Im zweiten Diagramm sollen folgende Parameter dargestellt werden: Die
aufgenommene elektrische und abgegebene mechanische Leistung (𝑃1(𝑀) ,
-
𝑃2(𝑀) ), sowie der sich daraus ergebene Wirkungsgrad πœ‚(𝑀) (πœ‚ => „Eta“)
-
Ermitteln Sie aus dem zweiten Diagramm den höchsten Wirkungsgrad
Exportieren Sie das erstellte Diagramm nach erfolgter Messung
Der maximale Wirkungsgrad „πœ‚“ des Reihenschlussmotors beträgt:
πœ‚ = ca. _______%
-
Wie verhalten sich Erregerfeld und Ankerstrom bei kleinen Belastungen?
-
Wie verhält sich der Ankerstrom bei steigender Belastung
-
Ist der Wirkungsgrad konstant?
-
Wie verhält sich die Drehzahl zum Drehmoment?
-
Wie verhält sich die Drehzahl bei kleinen Belastungen?
-
Wesghalb sollte der Reihenschlussmotor niemals ohne Last betrieben
werden?
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7 Literatur
[1] Müller, G. - Elektrische Maschinen - Grundlagen, Aufbau und Wirkungsweise, 5.
Auflage,
Verlag Technik Berlin 1982
[2] Riefenstahl, U. – Elektrische Antriebstechnik, Verlag B.G. Teubner Stuttgart 2000
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8 Daten der Gleichstrom-Mehrfunktionsmaschine 0,3 kW
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Nennspannung: 220 V
Nennstrom: 1 A
Erregerspannung: 220 V
Erregerstrom: 100 mA
Nenndrehzahl: 2000 min-1
Nennleistung: 0,2 kW
Abmessungen: 340 x 210 x 210 mm (B x H x T)
Gewicht: 10 kg
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