Chronische Niereninsuffizienz

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Chronische Niereninsuffizienz
Geschrieben von: Isabelle Heiss
Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) ist eine relativ häufig vorkommende Erkrankung vor
allem bei Katzen ab einem Alter von 9 Jahren, gelegentlich auch Hunden.
Die klinische Symptomatik richtet sich hauptsächlich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Gerade am Anfang einer chronischen Niereninsuffizienz ( Infos zur Niere ) zeigen die Tiere
meist nur milde oder sogar gar keine Symptome. In einem frühen Stadium der CNI werden die
Tiere oft vorgestellt wegen vermehrter Wasseraufnahme (Polydipsie, PD) und/oder vermehrtem
Urinabsatz (Polyurie, PU). Schreitet die Krankheit weiter fort, zeigen die Tiere meist
unspezifische Symptome wie Inappetenz, reduziertes Allgemeinbefinden, Gewichtsverlust
und/oder Erbrechen.
Die CNI tritt am häufigsten idiopathisch auf, d.h. die Ursache bleibt unbekannt. Mögliche
Ursachen, die zu einer CNI führen, sind bestimme Infektionskrankheiten, die Aufnahme
nierentoxischer Substanzen, bestimmte Stoffwechselerkrankungen, Nierensteine oder
Nierenzysten. Daneben kommen auch verschiedene Tumorarten als mögliche Ursache in
Frage. Bei bestimmten Hunde- und Katzenrassen tritt die CNI genetisch auf und wird vererbt.
Mehrere Parameter werden herangezogen, um die Diagnose „Chronische Niereninsuffizienz“ zu
stellen. Nierenwerte am oberen Referenzbereich oder schon erhöhte Nierenwerte können
bereits einen Hinweis auf das Vorliegen einer CNI liefern. Durch die ungenügende
Konzentrationsfähigkeit der Nieren fällt bei der Urinuntersuchung meist eine niedrige Dichte des
Urins auf; der Verlust von Eiweiß über den Urin (Proteinurie) kann ebenfalls einen Hinweis auf
eine Nierenerkrankung geben. Bei einer Ultraschalluntersuchung fällt eine veränderte
Nierenstruktur auf; zudem sind die Nieren bei der CNI auch oft verkleinert.
Die Therapie beinhaltet zunächst die strikte Fütterung einer eiweiss- und phosphatarmen
Nierendiät. Je nach Schweregrad der CNI können zusätzlich zu der Nierendiät regelmäßige
Infusionen und die orale Gabe von Magenschutzpräparaten und Phosphatbindern eine
Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Lebensqualität bewirken. Kommt es im Verlauf
einer CNI zum Eiweißverlust über den Urin und/oder zum Bluthochdruck, sollte zusätzlich mit
der Gabe eines ACE-Hemmers begonnen werden.
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Geschrieben von: Isabelle Heiss
Durch regelmäßige Routineuntersuchungen und Blutchecks können Erkrankungen wie die CNI
rechtzeitig festgestellt werden und es kann mit einer frühzeitigen Behandlung begonnen
werden.
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