jessica, 30 - Next Liberty

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Uraufführung
MARLENE STREERUWITZ
JESSICA, 30
Premiere am 20. Oktober um 20.30 Uhr, Ebene 3
Inszenierung
Dieter Boyer
Bühne
Christian Pölzler
Kostüme
Tanja Kramberger
Musik
Martin Arnold
Video
David Kleinl
Mit
Friederike Bellstedt (Veronika Halden)
Natascha Shah (Jessica Somner)
Alles dreht sich um Körper, Karriere und Koitus.
Alles wird gut. Jessica Somner, 30 Jahre alt, ist intelligent und attraktiv. Um ihre nächtlichen
Fressorgien einer ganzen Packung Mövenpick Maple Walnut zu kompensieren, geht sie
regelmäßig joggen. Jessicas Liebhaber Gerhard ist Staatssekretär, sie jobbt für ein
Frauenmagazin,
Schminktipps
statt
investigativer
Journalismus.
Mia,
ihre
ehemalige
Mitbewohnerin, erzählt Jessica, dass Gerhard sie angeblich misshandelt hat. Nicht nur das.
Gerhard soll in einen weiteren Sexskandal verwickelt sein.
Veronika Halden, Jessicas Mutter, 55, ist eine selbstbewusste, emanzipierte Frau und
Lateinlehrerin. Was ihre Tochter auch treibt, sie wird immer zu ihr stehen, denn „das mit den
Kindern, das ist die Liebe, bei der man nur Gutes für jemanden will und sich selbst nichts davon
verspricht außer Achtung“. Aber noch einmal einen ordentlichen Mann und etwas exquisiter
Sex, das wäre schon schön.
Zwei Frauen, zwei Generationen.
Jessica ist eine typische Vertreterin der Generation Praktikum, die sich als arbeitslose
Jungakademikerin jeden Auftrag erkämpfen muss. Keiner wartet auf sie.
Ihre Mutter Veronika Halden, zu der sie eine enge Beziehung hat, weiß um ihre gesellschaftliche
Verantwortung: „Das wird die Leistung meiner Generation in der Geschichte, eine schöne Welt
der reizenden Familien und außen eine Eiseskälte des genauen Rechnens“.
Doch das Hauptthema von Mutter und Tochter sind Männer. Sie verkörpern Sex, Macht,
Korruption und Politik.
Der Regisseur Dieter Boyer hat die beiden Frauenmonologe während der Probenarbeit
zueinander in einen dramatischen Kontext gestellt. In Wechselwirkung mit dem Komponisten
Martin Arnold und dem Videokünstler David Kleinl wurde der Theaterabend entwickelt.
Marlene Streeruwitz, geboren 1950 in Baden bei Wien, studierte Slawistik und
Kunstgeschichte. Seit 1992 werden ihre Theaterstücke an zahlreichen Bühnen aufgeführt. 1996
erschien ihr erster Roman „Verführungen“, für den sie unter anderem mit dem Mara-CassensPreis ausgezeichnet wurde. Seither sind von ihr zahlreiche Romane - „Nachwelt“ (1999),
„Partygirl“ (2002), „Jessica, 30“ (2004), Novellen, „Morire in Levitate“ (2004) - und theoretische
Schriften erschienen. Marlene Streeruwitz zählt zu den politisch engagiertesten österreichischen
Autorinnen der Gegenwartsliteratur. Sie lebt und arbeitet in Wien.
Tickets
T 0316 8000, F 0316 8008-1565
E [email protected] I www.theater-graz.com
Informationen, Pressekarten und Fotos
Schauspielhaus Graz
Barbara Sammt
T 0316 8008 3212, F 0316 8008 3488, M 0664 243 76 10
E [email protected]
Dieter Boyer
geboren 13.09.1969 in Graz
Auswahl künstlerischer Arbeiten
2005
Inszenierung zur Eröffnung der Salzburger Festspiele
Freedom Party, dramatische Installationen, Forum Festival, Graz
My name is Peggy von Marc Becker, Schauspielhaus Graz
Psychopax, von Lilly Jäckl, Retzhofer Literaturpreis 2005
2004
Dein Projekt liebt Dich (wait until silent) Johannes Schrettle, szenische Lesung –
steirischer herbst (Einladung zum Stückemarkt des Theatertreffens Berlin, Mai 2005)
2003
Das Verbrechen des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Edward Bond,
TheatermbH, Kabelwerk, Wien
Blut im Schuh. von Steffi Hensel, Retzhofer Literaturpreis 2003
Universum, Stationentheater, Europäische Kulturhauptstadt Graz 2003
2002
Durstige Vögel von Kristo Sagor, Altonaer Theater, Hamburg.
Buchstabensuppe, 17 dramatische Installationen im Schloss Retzhof.
2001
Parasiten von Marius von Mayenburg, Burgtheater/Vestibül, Wien.
Take Away Regisseur des Stückewettbewerbs am Burgtheater im Kasino
2000
Groebner Unfug von Severin Groebner, Kabarett Niedermeier, Wien
„Deutscher Kabarettpreis“.
Schlachtplatte Grillparzer Textcollage, Co-Regisseur, Burgtheater/Kasino
1998/2001 Regieassistent am Burgtheater Wien
Claus Peymann, Martin Kušej u.a.
seit 2002
Mitarbeit bei den Dramatikerwerkstätten, uniT, an der Karl-Franzens-Universität
Graz
1993/94
Assistent an der "Escuela de arte dramatico" Valladolid, Spanien.
1989/93
Student Germanistik, Bühne, Film und andere Medien an der Karl-FranzensUniversität Graz.
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