Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld Wolf

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Das um 1140 gegründete Kloster Roßleben wird im Zuge der
Reformation um 1540 aufgegeben. Der Schirmvogt und Ritter
Heinrich von Witzleben gründet 1554 mit Hilfe von Georg Fabricius,
einem Schüler des Reformators Philipp Melanchthon, eine
Knabenschule für zunächst 60 Schüler.
1686 wird die gesamte Anlage bei einem Großbrand zerstört.
Zwischen 1727 und 1742 entsteht das heutige Schulgebäude.
Im 18. und 19. Jahrhundert stammen die Schüler in Roßleben vor
allem aus dem schlesischen und preußischen Landadel. Die Schule
hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehr als 100 Schüler.
Vor allem in den 1920er Jahren besucht eine Reihe von Schülern
Roßleben, die sich während der NS-Diktatur dem Widerstand gegen
den Nationalsozialismus anschließen und sich am Umsturzversuch
vom 20. Juli 1944 beteiligen. Hierbei ist in vielen Fällen die zwischen
ihnen in Roßleben begonnene Freundschaft von großer Bedeutung.
Sechs ehemalige Schüler und ein Mitglied der Stifterfamilie
werden nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944
vom nationalsozialistischen „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt
und ermordet:
Erwin von Witzleben
In der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee
am 8. August 1944 ermordet
Peter Graf Yorck von Wartenburg
In der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee
am 8. August 1944 ermordet
Wolf-Heinrich Graf von Helldorff
In der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee
am 15. August 1944 ermordet
Egbert Hayessen
In der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee
am 15. August 1944 ermordet
Heinrich Graf von Lehndorff
In der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee
am 4. September 1944 ermordet
Ulrich-Wilhelm
Graf von Schwerin
von Schwanenfeld
Erwin
von Witzleben
Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben gehört
zur Stifterfamilie der Klosterschule Roßleben.
Mehrfach unterstützt er während der nationalsozialistischen Diktatur den Erbadministrator
Wolf-Dietrich von Witzleben gegen die geplante
Verstaatlichung der Schule.
Erwin von Witzleben wird am 4. Dezember 1881
als Sohn eines Offiziers geboren. Er tritt 1896 in
das Preußische Kadettenkorps ein, 1898 in die
Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde. Da Erwin
von Witzleben Berufssoldat werden will, tritt er
1901 in das preußische Heer ein und wird 1910
zum Oberleutnant befördert. 1907 heiratet er Else
Kleeberg, mit der er einen Sohn und eine Tochter hat.
Nach verschiedenen Front- und Generalstabsverwendungen im Ersten Weltkrieg wird er in die
Reichswehr als Kompaniechef übernommen und
steigt zum Regimentskommandeur auf. 1935 ist
er Kommandierender General des III. Armeekorps
in Berlin, 1936 wird er zum General der Infanterie
befördert. Bereits 1937 äußert er, Hitler verfolge
eindeutige Kriegspläne. Die Blomberg-FritschAffäre, die es Hitler ermöglicht, den Oberbefehl
über die Wehrmacht zu übernehmen, trägt zur
Entschlossenheit Witzlebens bei, eine militärische
Aktion gegen das NS-Regime zu wagen. Er ist einer
der führenden Köpfe hinter den Umsturzplänen
vom Herbst 1938. Das Münchener Abkommen
lähmt diese Bestrebungen entscheidend.
Nach Kriegsbeginn erweisen sich auch andere
Umsturzpläne der militärischen Opposition als
undurchführbar. Im Mai 1941 wird Erwin von
Witzleben, mittlerweile zum Generalfeldmarschall
befördert, Oberbefehlshaber West. Aus gesundheitlichen Gründen scheidet er im März 1942 aus dem
Dienst aus, hält jedoch weiterhin engen Kontakt
zu den Verschwörern. Schließlich erklärt Erwin von
Witzleben sich nach der Niederlage von Stalingrad
1943 bereit, bei einem Umsturzversuch den
Oberbefehl über die Wehrmacht zu übernehmen.
Ein wichtiger Verbindungsmann dabei ist für
ihn der ehemalige Schüler der Klosterschule
Roßleben Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von
Schwanenfeld. Am Abend des 20. Juli 1944, als
das Scheitern des Attentats auf Hitler offenkundig
ist, kann Erwin von Witzleben zwar den Berliner
Bendlerblock verlassen, wird aber am nächsten
Tag festgenommen. Erwin von Witzleben wird am
8. August 1944 vom „Volksgerichtshof“ zum Tode
verurteilt und noch am selben Tag in der
Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee ermordet.
Der spätere Landwirt Ulrich-Wilhelm Graf von
Schwerin von Schwanenfeld wird am 21. Dezember
1902 in Kopenhagen geboren. Zuerst erhält
er Privatunterricht, seit 1914 besucht er das
Vitzthumsche Gymnasium in Dresden. Ostern 1919
wechselt er nach Roßleben. Im Februar 1921 legt er
die Reifeprüfung in Roßleben ab, wo er sich eng mit
seinem Vetter Albrecht von Kessel und mit Botho
von Wussow anfreundet.
Schwerin studiert Landwirtschaft in München,
Berlin und Breslau. 1923 wird er in München Zeuge
des „Hitlerputsches“. Dieses Erlebnis begründet
seine Ablehnung des Nationalsozialismus.
Wenige Monate nach Studienende erbt er 1926
die landwirtschaftlichen Betriebe Göhren in
Mecklenburg-Strelitz und Sartowitz im polnisch
gewordenen Westpreußen. 1928 heiratet er
Marianne Sahm, mit der er fünf Söhne hat.
Seine aktive Widerstandsarbeit beginnt er
1938 in enger Zusammenarbeit mit seinen
Freunden Peter Graf Yorck von Wartenburg und
Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg. Bereits
während der „Sudetenkrise“ 1938 wird er wegen
seiner Kontakte zum Auswärtigen Amt und zum
Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der
Wehrmacht Verbindungsglied zwischen zivilem
und militärischem Widerstand. Als Reserveoffizier
mit Kriegsbeginn eingezogen, arbeitet er seit
November 1939 im Stab und in der unmittelbaren
Wolf-Heinrich
Graf von Helldorff
persönlichen Nähe des späteren Feldmarschalls
und Oberbefehlshaber West Erwin von Witzleben.
Bereits 1939 erfährt er von Massenerschießungen
polnischer Christen und Juden in der Kiesgrube
seines polnischen Gutes Sartowitz. Nach der
Verabschiedung Witzlebens wird er als „politisch
unzuverlässig“ 1942 von Paris nach Utrecht versetzt.
Im März 1943 holt ihn Hans Oster, Kopf der
Widerstandsgruppe im Amt Ausland/Abwehr
der Oberkommandos der Wehrmacht, nach
Berlin, wo er sich in vielfältiger Weise an den
Umsturzvorbereitungen beteiligt. Über seinen
Freund Yorck ist er dem Umfeld des Kreisauer Kreises
zuzurechnen und tritt wie dieser für eine politische
Erneuerung Deutschlands auf christlicher und sozialer
Grundlage ein. In Berlin freundet er sich ab September
1943 mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg an.
Vorgesehen als Staatssekretär des designierten
Staatsoberhauptes Ludwig Beck, gehört er bis zuletzt
zum engsten Kreis der Verschwörer. Am 20. Juli 1944
wartet er zusammen mit Berthold Schenk Graf von
Stauffenberg, Yorck und Schulenburg in seinem Büro
auf die Nachricht von der Durchführung des Attentats
auf Hitler. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches
wird er in den späten Abendstunden im Berliner
Bendlerblock festgenommen, am 21. August vom
„Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und am 8.
September 1944 in der Hinrichtungsstätte BerlinPlötzensee ermordet.
Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld
und Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben, um 1940
Wolf-Heinrich Graf von Helldorff wird am 14.
Oktober 1896 in Merseburg als Sohn eines
Landadeligen geboren. Zunächst erhält er
Privatunterricht, später besucht er die örtliche
Lateinschule. 1909 kommt er nach Roßleben,
verlässt die Schule allerdings schon wieder im
Sommerhalbjahr 1910 aus der Untertertia.
Während des Ersten Weltkrieges dient er als Offizier,
schließt sich danach verschiedenen Freikorps an
und gehört zu den Anführern des Kapp-Putsches
1920. 1921 übernimmt er das Gut Wohlmirstedt,
das er einige Jahre später in den Bankrott führt.
Wolf-Heinrich Graf von Helldorff gehört zu den
zwiespältigsten Persönlichkeiten im Widerstand
gegen den Nationalsozialismus. Seit 1923 hat
er Kontakt zu Hitler und schließt sich 1930 der
NSDAP, kurz darauf der SA an. 1931 übernimmt
er die Führung der Berliner SA und initiiert
judenfeindliche Pogrome auf dem Kurfürstendamm.
1933 wird von Helldorf Polizeipräsident von
Potsdam, 1935 von Berlin. Er nutzt diese Stellung
hemmungslos zur persönlichen Bereicherung aus.
Auf der anderen Seite hat Helldorff seit 1938 über
seinen Polizeivizepräsidenten Fritz-Dietlof Graf
von der Schulenburg Kontakte zu militärischen
Oppositionskreisen. Er kritisiert die GestapoMethoden in der Blomberg-Fritsch-Krise 1938
und hat Kontakte zu Ludwig Beck sowie zu Erwin
von Witzleben. Helldorff ist offenbar bereit, die
Botho
von Wussow
Staatsstreichbestrebungen im Herbst 1938 zu
unterstützen. 1939 gibt er Informationen über
NS-Gewaltverbrechen an Hans von Dohnanyi, ein
führendes Mitglied der Widerstandsgruppe im
Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der
Wehrmacht, weiter. Immer skeptischer gegenüber
dem NS-Regime, ist Helldorff im Sommer 1944
aktiv an den Umsturzvorbereitungen beteiligt
und trifft sich mehrfach mit Claus Schenk Graf von
Stauffenberg. Seine angebliche Bereitschaft, die
Berliner Polizei den Verschwörern zur Verfügung
zu stellen, setzt er am 20. Juli 1944 jedoch
nicht in die Tat um. Helldorff hält sich kurz im
Bendlerblock auf, wird aber auch danach nicht
aktiv. Nach dem Scheitern des Umsturzversuches
am 24. Juli 1944 festgenommen, wird WolfHeinrich Graf von Helldorff am 15. August 1944
vom „Volksgerichtshof“ unter dem Vorsitz Roland
Freislers zum Tode verurteilt und noch am selben
Tag in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee
ermordet.
oben
Wolf-Heinrich Graf von Helldorff als SA-Gruppenführer, um 1935
unten
Wolf-Heinrich Graf von Helldorff während der Verhandlung vor
dem „Volksgerichtshof“, Berlin, 15. August 1944
Der am 28. September 1901 in Lüneburg geborene
Botho von Wussow besucht zuerst staatliche
Schulen, bevor er 1915 nach Roßleben kommt.
Hier verbringt er prägende Jahre, in denen er sich
mit Albrecht von Kessel und Ulrich-Wilhelm Graf
von Schwerin von Schwanenfeld eng befreundet.
Im Sommerhalbjahr 1921 verlässt er Roßleben als
Oberprimaner.
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre wandert
er 1924 nach Chile aus. Dort verwaltet er
landwirtschaftliche Betriebe. 1935 kehrt
Wussow nach Deutschland zurück und wird als
„Englandkenner“ in der außenpolitischen NSDAPDienststelle „Büro Ribbentrop“ eingestellt, obwohl
er kein Mitglied der NSDAP ist. Seine Freunde
bestärken ihn in der Annahme dieser Aufgabe. Als
Ribbentrop Botschafter in London wird, nimmt er
Wussow mit. 1937 heiratet Wussow Mary Pilcher,
mit der er einen Sohn hat. Anfang 1938 wird er
in das weiterbestehende „Büro Ribbentrop“ nach
Berlin zurückversetzt.
Botho von Wussow unterstützt das sich gegen den
drohenden Krieg im Rahmen der „Sudetenkrise“
bildende Netzwerk des Widerstandes mit
Informationen und kündigt im Oktober 1938
seine Stellung im „Büro Ribbentrop“. Nach
Kriegsbeginn wird er in der neugegründeten
Informationsabteilung des Auswärtigen Amtes
eingestellt. Wussow gehört zum weiteren Umfeld
Nikolaus
von Halem
der Widerstandskreise in Berlin. An der ersten
Sitzung des Kreisauer Kreises zu agrarischen Fragen
bei Ernst von Borsig in Groß-Behnitz nimmt er 1941
teil. Wussow stellt auch einen Kontakt zu Wilhelm
Leuschner her und ist einer der Informanten
zur außenpolitischen Lage für die Berliner
Widerstandskreise. Im Januar 1942 wird seine Frau
denunziert. Zu seinem und ihrem Schutz wird er
Ende 1942 im Rahmen der Informationsabteilung
nach Lissabon versetzt, wo er und seine Familie das
Kriegsende erleben. Nach Kriegsende bis zum Tod
seiner Frau 1957 lebt er wieder in Chile. Botho von
Wussow stirbt am 25. Mai 1971 in München. Blick auf die Klosterschule Roßleben, um 1922
Nikolaus Christoph von Halem wird am 15. März
1905 in Schwetz an der Weichsel als viertes Kind des
Landrats Gustav Adolf von Halem geboren. Zuerst
privat unterrichtet, besucht er für einige Zeit das
Gymnasium in Schwetz. Als die Familie während
des Ersten Weltkrieges nach Berlin umzieht, kommt
Nikolaus von Halem 1918 nach Roßleben. Hier legt
der als ungewöhnlich begabt geltende Schüler noch
vor seinem 17. Geburtstag Ende Februar 1922 die
Reifeprüfung ab.
Nach dem Jurastudium geht er in das
juristische Referendariat, das er aber nach der
Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933
abbricht, um nicht den Eid auf Hitler leisten
zu müssen. Nikolaus von Halem heiratet 1931
Victoria Marie Garbe, mit der er zwei Söhne hat.
Zunächst als freiberuflicher Wirtschaftsberater
tätig, ist Halem 1936/37 Pressereferent beim
Reichskommissar für die Preisbildung und leitet
1939 die Nachrichtenstelle der Reichsgruppe
Industrie. Ab 1940 ist er in der Berliner Zentrale
des Ballestrem-Konzerns tätig.
Seine vielfältigen Geschäftsreisen nutzt Nikolaus
von Halem zu Kontakten mit Regimegegnern
und zur Weitergabe von Informationen über
die politischen Verhältnisse in Deutschland an
ausländische Vertreter von Wirtschaft und Presse.
Albrecht
von Kessel
Halem steht in enger Verbindung mit Adam von
Trott zu Solz sowie zu Oppositionellen im Amt
Ausland/Abwehr und in der Heeresgruppe Mitte.
Da er der Generalität die Durchführung eines
Attentats auf Hitler nicht zutraut, wendet er sich
schließlich an den früheren Freikorpsführer und
Hitler-Gegner Beppo Römer. Er verschafft ihm eine
Scheinanstellung beim Ballestrem-Konzern, um
Vorbereitungen für ein Attentat zu treffen. Als die
erwartete Aktion jedoch ausbleibt, bricht er die
Beziehungen zu Römer ab. Am 23. Februar 1942
wird Nikolaus von Halem festgenommen, am
16. Juni 1944 gemeinsam mit Herbert Mumm von
Schwarzenstein vom „Volksgerichtshof“ zum Tode
verurteilt und am 9. Oktober 1944 im Zuchthaus
Brandenburg-Görden ermordet.
Innenhof der Klosterschule Roßleben, um 1925
Albrecht von Kessel wird am 6. November 1902
auf dem Familiengut Oberglauche als viertes Kind
des Gutsbesitzers Kurt von Kessel und seiner Frau
Theodora geboren. Kurt von Kessel ist langjähriges
Mitglied der deutsch-konservativen Fraktion im
preußischen Abgeordnetenhaus. Ein Bruder seiner
Mutter und Patenonkel von Albrecht von Kessel,
Theobald von Bethmann Hollweg, ist zwischen
1909 und 1917 Reichskanzler. Zuerst von einem
Hauslehrer unterrichtet, kommt Albrecht von Kessel
im Herbst 1919 nach Roßleben. Hier freundet er sich
eng mit Peter Graf Yorck von Wartenburg und mit
seinem Vetter Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin
von Schwanenfeld an. Ende Februar 1922 legt er
als Klassenkamerad von Nikolaus von Halem die
Reifeprüfung ab.
Von 1922 bis 1926 studiert Albrecht von Kessel
in München und Breslau Jura und tritt 1927 in
den Auswärtigen Dienst ein. Nach Stationen in
Rom, wo er zum ersten Mal Ernst von Weizsäcker
als Vorgesetztem begegnet, in Kattowitz und
Memel wird er 1935 wieder zu Weizsäcker an die
Gesandtschaft Bern versetzt. Bis 1945 wird Kessel
in Berlin und später erneut in Rom immer wieder
unter Ernst von Weizsäcker arbeiten. 1938/39
ist er für wenige Monate auch persönlicher
Referent von Konstantin von Neurath in Berlin
und Prag. Er gehört zu einer kleinen Gruppe
junger regimekritischer Diplomaten, die 1938/39
Ernst
von Borsig
die gegen einen Krieg gerichtete Politik des
Staatssekretärs Ernst von Weizsäcker unterstützen.
Nach Kriegsbeginn arbeitet er an der deutschen
Vertretung in Genf und ab 1943 an der Botschaft
beim Heiligen Stuhl in Rom. Er unterstützt die
Widerstandsaktivitäten seiner Freunde, zu
denen auch Adam von Trott zu Solz und Eduard
Brücklmeier zählen, mit kritischen Analysen und
Einschätzungen der politischen Lage. Ab Juli 1944
im Vatikan interniert, schreibt er seine Erinnerungen
„Verborgene Saat. Das andere Deutschland“. 1950
kehrt er in den Auswärtigen Dienst zurück und ist
von 1953 bis 1958 Gesandter an der deutschen
Botschaft in Washington. Früh setzt er sich für die
Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Polen
und der ČSSR ein. Albrecht von Kessel stirbt 1976
in Bad Godesberg.
Albrecht von Kessel schrieb später über Roßleben:
„Da wurde wie durch ein Wunder alles mit einem
Male besser und mein Bild, das mir aus dem Spiegel
der Welt entgegentrat, war nicht mehr blaß und von
Schwächen und Ängsten verzerrt, sondern fügte
sich harmlos heiter in den bunten Rahmen.“
Gottfried von Nostitz und Albrecht von Kessel
Gexer Zipfel, 21. September 1941
Ernst von Borsig wird am 16. Oktober 1906 als
jüngstes von vier Kindern des Großindustriellen
Ernst von Borsig geboren. 1920 kommt er
nach Roßleben, wo er im Februar 1925 als
Klassenkamerad von Johann Adolf Graf von
Kielmansegg seine Reifeprüfung ablegt. Seit der
gemeinsamen Schulzeit in Roßleben ist er eng mit
Peter Graf Yorck von Wartenburg befreundet.
Borsig studiert Landwirtschaft und Volkswirtschaft
in München und wird dort promoviert. 1933
übernimmt er die Güter Klein- und Groß-Behnitz
westlich von Nauen. Der engagierte Landwirt steht
dem Nationalsozialismus von Anfang an kritisch
gegenüber; sein älterer Bruder Arnold von Borsig
emigriert in die Vereinigten Staaten.
Im Oktober 1941 organisiert Peter Graf Yorck von
Wartenburg ein Treffen mit Helmuth James Graf
von Moltke, Adam von Trott zu Solz sowie Botho
von Wussow und Ernst von Borsig in Groß-Behnitz,
auf dem vor allem wirtschaftliche Fragen und die
Kriegsentwicklung diskutiert werden. Weitere
Treffen von Angehörigen des Kreisauer Kreises in
Groß-Behnitz finden im März und Juli 1942 und im
Februar 1943 statt. Während im März 1942 Fragen
der Neuordnung der Landwirtschaft nach dem Krieg
im Mittelpunkt stehen, werden auf dem Treffen im
Juli 1942, an dem Peter Graf Yorck von Wartenburg,
Horst von Einsiedel und Günter Schmölders
teilnehmen, insbesondere wirtschaftspolitische
Themen diskutiert.
Nach der Festnahme vieler Angehöriger des
Kreisauer Kreises im Zusammenhang mit dem
Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 wird Ernst von
Borsig von der Gestapo nicht entdeckt. Er kann
das Kriegsende überleben, wird aber im Mai 1945
von der sowjetischen Besatzungsmacht aus bis
heute ungeklärten Gründen festgenommen. Zuerst
in das Speziallager Nr. 7 in Weesow verschleppt,
kommt er im Juni 1945 in das Speziallager Nr. 4 in
Landsberg/Warthe, wo er im September 1945 unter
ungeklärten Umständen in der Haft stirbt.
Die Schüler der Klosterschule Roßleben
im Juni 1922 mit (von links)
Johann Adolf Graf von Kielmansegg,
Ernst von Borsig und
Peter Graf Yorck von Wartenburg
Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld
mit seinem Sohn Wilhelm , Zoppot, 1936
Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld
In der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee
am 8. September 1944 ermordet
Nikolaus von Halem
In der Hinrichtungsstätte Brandenburg-Görden
am 9. Oktober 1944 ermordet
roßlebenausstellungsflyer-2009.indd 1
24.09.09 11:44
Impressum
Schüler der Klosterschule Roßleben
im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus
Eine Ausstellung
der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
und der Stiftung 20. Juli 1944
in Kooperation mit der
Stiftung Klosterschule Roßleben
Konzeption, Redaktion, Texte
Peter Graf Yorck
von Wartenburg
Johann Adolf
Graf von Kielmansegg
Eberhard
von Breitenbuch
Heinrich Graf
von Lehndorff
Egbert
Hayessen
Schüler der
Klosterschule Roßleben
im Widerstand gegen den
Nationalsozialismus
Weiterführende
Literatur
Prof. Dr. Johannes Tuchel
Mitarbeit
Petra Behrens
Susanne Brömel
Thomas Lindenmeyer
Hans Speidel
Ute Stiepani
Ilona Treml
Ausstellungsgestaltung und Realisation
Karl-Heinz Lehmann
Druck Ausstellungstafeln, Faltblatt
GDF GmbH, Druckpunkt GmbH
Bildnachweis der Ausstellung
Archiv der Stiftung Klosterschule Roßleben (33)
Bundesarchiv (6)
Gedenkstätte Deutscher Widerstand (6)
Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes (1)
Privatbesitz (21)
© Gedenkstätte Deutscher Widerstand 2009
www.gdw-berlin.de
Der spätere Verwaltungsjurist Peter Graf Yorck von
Wartenburg wird am 13. November 1904 auf dem
väterlichen Gut Klein-Öls in Schlesien als fünftes Kind
von zehn Geschwistern geboren. Zuerst erhält er
bis zum 16. Lebensjahr Privatunterricht. Im Oktober
1920 tritt er in die Klosterschule Roßleben ein, wo er
sich eng mit Albrecht von Kessel befreundet. Seine
Reifeprüfung legt er im Februar 1923 ab.
Yorck studiert von 1923 bis 1926 in Bonn und Breslau
Rechts- und Staatswissenschaften, promoviert hier
1927 und besteht 1930 in Berlin sein juristisches
Assessorexamen. Im selben Jahr heiratet er die
promovierte Juristin Marion Winter. Nach einer
Tätigkeit als Anwalt und als Referent in der „Osthilfe“
und am Oberpräsidium in Breslau ist Yorck von 1936
bis 1942 als Referent für Grundsatzfragen beim
Reichskommissar für die Preisbildung in Berlin tätig.
Da er sich weigert, der NSDAP beizutreten, wird
Yorck seit 1938 nicht mehr befördert.
Zunächst arbeitet er im Widerstand mit seinen
Freunden Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg und
Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld
eng zusammen und begründet nach den Pogromen
vom 9. November 1938 einen Gesprächskreis über
die Grundsätze einer neuen Reichsverfassung. Als
Reserveoffizier wird er bei Kriegsbeginn eingezogen
und wechselt 1942 in den Wirtschaftsstab Ost beim
Oberkommando der Wehrmacht in Berlin.
Im Januar 1940 beginnt seine enge Zusammenarbeit
mit Helmuth James Graf von Moltke, mit dem er
gemeinsam die Gespräche des Kreisauer Kreises,
die sehr häufig in Yorcks Wohnung in BerlinLichterfelde stattfinden, initiiert und führt. Anders
als sein Freund Moltke unterstützt Yorck, der auch
an allen drei Tagungen des Kreises in Kreisau
teilnimmt, einen durch ein Attentat ausgelösten
Umsturzversuch.
Als Claus Schenk Graf von Stauffenberg seit
September 1943 in Berlin die Umsturzplanungen
vorantreibt, kommt es zu einem engen Kontakt
zwischen ihm und Yorck. Als Staatssekretär eines
zukünftigen Reichskanzlers vorgesehen, gehört
Yorck bis zuletzt zum engsten Kreis der Verschwörer.
Nach dem gescheiterten Umsturzversuch wird er
am späten Abend des 20. Juli 1944 im Berliner
Bendlerblock festgenommen, am 8. August 1944
vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und
noch am selben Tag in der Hinrichtungsstätte
Berlin-Plötzensee ermordet.
Peter Graf Yorck von Wartenburg
mit seinem jüngeren Bruder Hans, um 1925
Johann Adolf Graf von Kielmansegg wird am
30. Dezember 1906 im hessischen Hofgeismar als
jüngstes von drei Kindern des Rittmeisters Adolf
Johann Graf von Kielmansegg geboren. Der Vater
stirbt bereits 1907, die Mutter heiratet erneut und
die Familie zieht in das badische Gernsbach. 1922
kommt Kielmansegg als Obersekundaner nach
Roßleben, wo er im März 1925 gemeinsam mit
Ernst von Borsig seine Reifeprüfung ablegt.
Kielmansegg tritt 1926 in die Reichswehr ein
und beginnt eine Laufbahn als Kavallerieoffizier.
Zu seinen Lehrgangskameraden auf der
Kavallerieschule in Hannover gehört auch Claus
Schenk Graf von Stauffenberg. 1933 heiratet er
Mechthild Freiin von Dincklage, mit der er vier
Kinder hat. 1937 zum Hauptmann befördert, erhält
Kielmansegg seine Generalstabsausbildung an der
Kriegsakademie in Berlin. Zwischen 1939 und 1941
ist er in verschiedenen Funktionen bei deutschen
Fronttruppen in Polen, Frankreich und der
Sowjetunion eingesetzt. Von 1942 bis 1944 ist er in
der Operationsabteilung des Oberkommandos der
Wehrmacht tätig, seit Mai 1944 als Oberst i.G.
In die Vorbereitungen für den 20. Juli 1944
eingeweiht, wird Kielmansegg nach dem
Scheitern des Umsturzversuches von der Gestapo
festgenommen, am 23. Oktober 1944 aber wieder
freigelassen und anschließend an die Front versetzt,
wo er das Kriegsende überleben kann.
Nach Kriegsgefangenschaft und ziviler Tätigkeit
wirkt Kielmansegg führend an der Gründung der
Bundeswehr mit, in die er 1955 als Brigadegeneral
eintritt. Seit 1967 ist er NATO-Oberbefehlshaber
der Alliierten Streitkräfte Europa Mitte. Er beendet
seine militärische Karriere am 1. April 1968. Am
26. Mai 2006 stirbt Johann Adolf Graf Kielmansegg
in Bonn.
Kielmansegg schreibt über seine Haft im „Hausgefängnis“ des Reichssicherheitshauptamtes im Herbst
1944 in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße 8:
„Ein anderes Mal tauchte der Graf Schwerin
[im Waschraum des Gefängnisses] auf, der
sich oft für Berlin von mir ungeschminkte
Lageorientierung geholt hatte. Dies war zweifellos
eine neue Gefährdung für mich. Wir konnten uns
verständigen, dass wir alles ableugnen wollten und
gezwungenermaßen unsere Bekanntschaft nur für
die Schulzeit zugeben wollten, wo wir auf derselben
Klosterschule gewesen waren. Die Abmachung hat
funktioniert, ich bin nie nach Schwerin gefragt
worden und auch er muss bis zu seinem Tode am
Galgen über mich geschwiegen haben.“
oben
Johann Adolf Graf von Kielmansegg
als Oberprimaner, Roßleben, 1925
unten
Die Unterprima der Klosterschule Roßleben mit Johann Adolf
Graf von Kielmansegg auf dem Hof des Hauptgebäudes, 1924
Eberhard von Breitenbuch wird als Sohn eines
Oberförsters am 20. Juli 1910 in Dietzhausen bei
Suhl geboren. 1911 zieht die Familie nach BerlinCharlottenburg, wohin der Vater als Forstrat versetzt
worden ist. Im Herbst 1914 fällt der Vater im
Ersten Weltkrieg. Die Mutter zieht ihre drei Kinder
allein auf. Seit Ostern 1916 besucht Eberhard von
Breitenbuch das Kaiserin-Augusta-Gymnasium in
Charlottenburg; ein Jahr später zieht die Familie
aus wirtschaftlichen Gründen auf ein Familiengut
in Thüringen. Zuerst kommt der älteste Bruder,
später auch der zweite Bruder nach Roßleben. 1924
wird auch Eberhard von Breitenbuch, der bis dahin
von Hauslehrern unterrichtet wurde, in Roßleben
aufgenommen. Hier legt er im März 1929 die
Reifeprüfung ab.
Breitenbuch studiert Forstwirtschaft in Tharandt
und absolviert eine Ausbildung zum Reserveoffizier.
1939 wird er als aktiver Offizier in die Wehrmacht
übernommen und dient einige Zeit als Leutnant
und Ordonnanzoffizier bei Generaloberst Erwin von
Witzleben. Später zum Rittmeister (Hauptmann)
befördert, hat er enge Kontakte zu Henning
von Tresckow im Kreis der Verschwörer in der
Heeresgruppe Mitte. Breitenbuch ist bereit, am
11. März 1944 anlässlich einer Besprechung auf
dem Obersalzberg, an der er als Ordonnanzoffizier
teilnehmen soll, Hitler zu erschießen.
Doch der Versuch scheitert, da die Adjutanten nicht
zur Besprechung zugelassen werden. Breitenbuch
bleibt unentdeckt. Nach dem Umsturzversuch vom
20. Juli 1944 verraten die Mitverschworenen in
der Heeresgruppe Mitte Breitenbuch nicht. 1945
gerät er für einige Zeit in britische Gefangenschaft.
In den Jahrzehnten darauf arbeitet Eberhard
von Breitenbuch bis 1973 im niedersächsischen
Forstdienst und lebt danach auf dem Gut
Remeringhausen bei Stadthagen. Eberhard von
Breitenbuch stirbt am 22. September 1980 in
Göttingen.
Schüler der Klosterschule Roßleben, 1927
Heinrich Graf von Lehndorff wird am 22. Juni 1909
als Sohn des Rittmeisters Manfred Graf von
Lehndorff und dessen Frau Harriet in Hannover
geboren. Die Kindheit verbringt er auf dem
elterlichen Landsitz Preyl bei Königsberg. Zuerst
von Hauslehrern unterrichtet, kommt Heinrich
Graf von Lehndorff mit 13 Jahren auf das
Realgymnasium in Königsberg. Wegen schulischer
Probleme wird er ein halbes Jahr von einem Hauslehrer auf Roßleben vorbereitet, wo er Ostern 1925
aufgenommen wird. Im Februar 1930 besteht er
die Reifeprüfung am Realgymnasium in Roßleben.
Anschließend studiert Heinrich Graf von Lehndorff
in Frankfurt am Main Volks- und Betriebswirtschaft
und bereitet sich damit auf die Verwaltung der
Familiengüter vor, die er 1936 übernimmt. Er
heiratet Gottliebe Gräfin Kalnein, mit der er vier
Töchter hat. Nach Kriegsbeginn wird er zunächst
in Polen eingesetzt, und später als Leutnant der
Reserve in den Stab des späteren Oberbefehlshabers
der Heeresgruppe Mitte, General Fedor von Bock,
versetzt.
Während des Überfalls auf die Sowjetunion
ist Lehndorff bei Borissow Augenzeuge eines
Massakers der „Einsatzgruppen des Chefs der
Sicherheitspolizei und des SD“ an der jüdischen
Bevölkerung. Daraufhin kann Henning von Tresckow
ihn für die Unterstützung der Verschwörergruppe
um Stauffenberg gewinnen.
Der Oberleutnant der Reserve Lehndorff ist in den
„Walküre“-Planungen als Verbindungsoffizier für
den Wehrkreis I (Königsberg) eingesetzt. Einen Tag
nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom
20. Juli 1944 wird er festgenommen, kann aber
in Berlin noch einmal fliehen. Heinrich Graf
von Lehndorff wird erneut festgenommen,
am 3. September vom „Volksgerichtshof“ zum
Tode verurteilt und einen Tag später in der
Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee ermordet.
oben
Heinrich Graf von Lehndorff (zweiter von rechts)
mit seiner Mutter und zwei jüngeren Geschwistern
unten
Turnhalle der Klosterschule Roßleben, um 1930
Egbert Hayessen wird am 28. Dezember 1913 in
Eisleben als Sohn des Landwirts Ernst Hayessen
und seiner Frau Emma geboren. Der Vater
übernimmt ein Gut bei Posen und dient als Offizier
im Ersten Weltkrieg. Egbert Hayessen wird zuerst
von Hauslehrern unterrichtet. Da weite Teile der
preußischen Provinz Posen nach dem Versailler
Vertrag zu Polen kommen, wird die Familie im Juni
1921 ausgewiesen und lebt für zwei Jahre auf dem
Gut der Großeltern bei Oldenburg. 1923 pachtet
Ernst Hayessen ein Gut bei Kassel. Ostern 1927 wird
Egbert Hayessen in Roßleben aufgenommen, wo er
im Februar 1933 die Reifeprüfung ablegt.
Egbert Hayessen schlägt nach dem Abitur eine
Laufbahn als Berufsoffizier ein. Im Sommer 1944
gehört er zum Stab des Allgemeinen Heeresamtes
unter General Friedrich Olbricht, der auch zu den
Mitverschworenen des 20. Juli 1944 zählt. Er ist in
derselben Abteilung wie Robert Bernardis tätig, von
dem Hayessen am 15. Juli 1944 von dem geplanten
Attentat auf Hitler und von der Bedeutung der
„Walküre“-Befehle erfährt. Hayessen übernimmt
die vorgesehenen Verbindungen zum Berliner
Stadtkommandanten Paul von Hase und dem
Polizeipräsidenten Wolf-Heinrich Graf von
Helldorff. Am Tag des Anschlags auf Hitler am
20. Juli 1944 überbringt er von Hase die Nachricht
von der Verhaftung des Generaloberst Fromm in der
Bendlerstraße.
In der Stadtkommandantur ist Hayessen dann
an den Vorbereitungen zur Besetzung des
Rundfunkgebäudes und zur Verhaftung des
Reichspropagandaministers Goebbels beteiligt.
Egbert Hayessen wird noch am 20. Juli 1944
festgenommen, am 15. August 1944 vom
„Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und
am selben Tage in der Hinrichtungsstätte
Berlin-Plötzensee ermordet.
Günter Brakelmann
Die Kreisauer - folgenreiche Begegnungen.
Biographische Skizzen zu Helmuth James von
Moltke, Peter Yorck von Wartenburg, Carlo
Mierendorff und Theodor Haubach, 2.,
korrigierte Auflage Münster 2004
(= Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft
20. Juli 1944 e.V., Band 4).
Marion Gräfin Dönhoff
„Um der Ehre willen“. Erinnerungen an die
Freunde vom 20. Juli, Berlin 1994.
Marion Gräfin Dönhoff
Namen die keiner mehr nennt.Ostpreußen –
Menschen und Geschichte, 2. Auflage München 1980.
Karl Feldmeyer / Georg Meyer
Johann Adolf Graf von Kielmansegg 1906 - 2006.
Deutscher Patriot, Europäer, Atlantiker. Mit einer
Bild- und Dokumentenauswahl von Helmut R.
Hammerich. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen
Forschungsamt, Hamburg 2007.
Klaus von der Groeben
Nikolaus Christoph von Halem im Widerstand
gegen das Dritte Reich, Wien u.a. 1990.
Egbert Hayessen während der Verhandlung vor dem
„Volksgerichtshof“, Berlin, 15. August 1944
Ted Harrison
„Alter Kämpfer“ im Widerstand. Graf Helldorff,
die NS-Bewegung und die Opposition gegen Hitler,
in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 45 (1997),
H. 3, S. 385 - 423.
Peter Hoffmann
Widerstand, Staatsstreich, Attentat. Der Kampf
der Opposition gegen Hitler. München 1985.
Albrecht von Kessel
Verborgene Saat. Aufzeichnungen aus dem
Widerstand 1933 bis 1945. Hrsg. von Peter
Steinbach, Berlin u.a. 1992.
Gedenkstätte
Deutscher Widerstand
Beauftragter der Bundesregierung
für Kultur und Medien
roßlebenausstellungsflyer-2009.indd 2
Die Ausstellung wurde gefördert vom
Beauftragten der Bundesregierung
für Kultur und Medien aufgrund eines
Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Albrecht von Kessel
Gegen Hitler und für ein anderes Deutschland.
Als Diplomat in Krieg und Nachkrieg.
Lebenserinnerungen. Hrsg. von Ulrich Schlie unter
Mitarbeit von Stephanie Salzmann. Mit einem
Vorwort von Richard von Weizsäcker, Wien u.a.
2008.
Bernd-Tessen von Kleist
Klosterschule Roßleben. Schicksals- und Leidensjahre von Schule und Schülern 1941 - 1955, o.O.
2004.
Klosterschule Rossleben.
Zeitreise durch eine Traditionsschule. Hrsg. von der
Stiftung Klosterschule Rossleben und Staatliches
Gymnasium Klosterschule Rossleben, Jena und
Quedlinburg 2004.
Frank-Lothar Kroll
Ein nationalsozialistischer Aktivist im Widerstand.
Wolf-Heinrich Graf von Helldorff, in: Stephen
Schröder / Christoph Studt (Hrsg.): Der 20. Juli 1944
– Profile, Motive, Desiderate, Berlin 2008
( = Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft
20. Juli 1944 e.V., Band 10), S. 47 - 63.
Eine Ausstellung
der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
und der Stiftung 20. Juli 1944
in Kooperation mit
der Stiftung Klosterschule Roßleben
Helmuth James Graf von Moltke
Briefe an Freya 1939 - 1945. Hrsg. von Beate Ruhm
von Oppen, 2., durchgesehene und erweiterte
Auflage, München 1991.
Klaus-Jürgen Müller
Witzleben - Stülpnagel - Speidel - Offiziere im
Widerstand, Berlin 1988, (Download unter www.
gdw-berlin.de/pdf/B07.pdf).
Reiner Pommerin
Erwin von Witzleben, in: Rudolf Lill / Heinrich
Oberreuter (Hrsg.): 20. Juli. Portraits des
Widerstands, Düsseldorf und Wien 1984, S. 349 - 361.
Detlef Graf von Schwerin
„Dann sind‘s die besten Köpfe, die man henkt“.
Die junge Generation im deutschen Widerstand,
München 1991.
Detlef Graf von Schwerin
Die Jungen des 20. Juli 1944. Brücklmeier, Kessel,
Schulenburg, Schwerin, Wussow, Yorck, Berlin 1991.
Peter Steinbach
Der 20. Juli 1944. Gesichter des Widerstands.
München 2004.
Marion Gräfin Yorck von Wartenburg
Die Stärke der Stille. Erzählung eines Lebens
aus dem deutschen Widerstand. 5. Auflage,
München 1995.
24.09.09 11:44
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