Sibirisches Streifenhörnchen-Flyer-BNA-cmyk-3mm

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erstützt
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von:
Besonderheiten:
Sibirische Streifenhörnchen sind sehr agile Tiere, die
noch typisches Wildtierverhalten zeigen. Ein Streifenhörnchen benötigt zur Eingewöhnung in den ersten Tagen in seiner neuen Umgebung viel Ruhe, da es sonst
mit Stress und Hektik reagiert. Danach kann der Halter
versuchen, über Leckerbissen Kontakt zu dem Tier aufzunehmen und sein Vertrauen zu gewinnen. Ein Freilauf
in der Wohnung ist bei den flinken und scheuen Kletterern nicht empfehlenswert, da das notwendige Einfangen
das Vertrauen des Tiers zum Menschen wieder zerstört.
Wenn ein Sibirisches Streifenhörnchen eingefangen
werden muss, so geschieht dies am besten durch die
vorherige Gewöhnung an eine Transportbox mit Hilfe
von Leckerbissen. Alternativ kann das Hörnchen mit
einem feinmaschigen Fangkescher eingefangen und anschließend im Schulterbereich (Schultergürtelgriff) fixiert
werden. Vorsicht: Die Tiere können kräftig zubeißen! Am
empfindlichen
Schwanz dürfen die Tiere NIE gehalten
pf
werden. Für Kinder sind
Streis
fenhörnchen nur zur
zu Beobachtung geeignet.
Erstausstattung:
x Infoblatt – Sibirisches Streifenhörnchen
Die vorliegenden Informationsblätter ersetzen nicht
die Fachliteratur! Weitere Informationen und Fachbücher erhalten Sie bei Ihrem Zoofachhändler.
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Große (Außen-)Voliere
Rückzugsmöglichkeiten, wie Holzhäuschen
und Röhren
Futternapf u. Wassernapf/Trinkflasche
Sandbad mit Chinchillasand
Naturäste, Klettermöglichkeiten
Einstreu
Hörnchenfutter
Reinigungs-/ Desinfektionsmittel für den Käfig
Literatur über Sibirische Streifenhörnchen
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Eingewöhnung und Umgang:
Landesbeauftragte
für Tierschutz
Baden-Württemberg
Es existieren verschiedene Farbformen des Sibirischen
Streifenhörnchens. Albinos sind besonders lichtempfindlich.
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Titelbild umseitig: (Jürgen Hirt)
hörnchens muss normalerweise täglich, während der
Winterruhe wöchentlich, kontrolliert werden. Häufige
Krankheitsanzeichen sind Gewichtsverlust, verändertes
Fress- und Trinkverhalten, Haut- und Fellveränderungen,
Atembeschwerden, Apathie, Abmagerung sowie Durchfall. Bei Auffälligkeiten muss der Tierarzt hinzugezogen
werden.
Unterstützen Sie die wichtige Arbeit des BNA im Tier- und
Artenschutz mit einer Mitgliedschaft !
„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut
gemacht hast“ (A. de Saint-Exupéry)
(Jürgen Hirt)
Alle Rechte vorbehalten:
Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und
Artenschutz e.V. (BNA)
www.bna-ev.de
Die Verantwortung für das Leben und Wohlbefinden des Tieres ist auch der
Leitgedanke des Tierschutzgesetzes. Der Halter muss für eine angemessene Ernährung und Pflege, verhaltensgerechte Unterbringung sowie
artgemäße Bewegung sorgen. (§2 Tierschutzgesetz)
Ansprechpartner für alle Fragen des Gesundheitsschutzes
und der Heilbehandlung sind die Tierärztinnen und Tierärzte.
Ernährung:
Das Sibirische Streifenhörnchen oder Burunduk (Tamias
sibiricus) wird seit den 1960er Jahren in Deutschland
gezüchtet. Das Verhalten der flinken Nager entspricht
jedoch noch immer dem eines Wildtieres, auch wenn es
bereits erste Farbvarianten gibt. Es gibt in Deutschland
freilebende Populationen des Streifenhörnchens, daher
unterliegen sie als „heimische“ Art dem Artenschutzrecht.
Ihre Haltung ist meldepflichtig und es wird ein Herkunftsnachweis benötigt.
Größe:
Ca. 20 bis 25 cm Gesamtlänge (bei 80 bis 120 g)
Lebenserwartung:
7 bis 10 Jahre
Geschlechtsunterschiede:
Der Abstand zwischen Geschlechtsöffnung und After ist
beim männlichen Streifenhörnchen deutlich größer als
beim Weibchen. Bei geschlechtsreifen Männchen sind
meist auch die Hoden gut zu erkennen.
Aktivität:
Tagaktiv, besonders morgens und in den Abendstunden
höher) betragen sollte. Die Voliere muss zur Hälfte im
Schatten liegen und über eine frostfreie Überwinterungsmöglichkeit verfügen. Die Gitterweite sollte 1,5 cm (zur
Zucht 0,6 – 0,8 cm) nicht überschreiten.
Die Voliere muss nach unten über einen Grabschutz
verfügen. Naturboden kommt dem Buddeltrieb des
Hörnchens entgegen. Alternativ kann mit Kleintier- oder
Hanfstreu eingestreut werden. Die Einrichtung muss für
das kletterfreudige Streifenhörnchen die ganze Höhe der
Voliere einbeziehen. Ebenen, Rampen, Leitern, Seile,
Kletterstangen, Schaukeln und Naturäste in verschiedenen Dicken können eingesetzt werden. Abwechslung
ist für die bewegungsfreudigen Hörnchen extrem wichtig! Als weitere Beschäftigungs- und Nagematerialien
können belaubte Zweige, Heu, Stroh, Rinde und Karton
Verwendung finden. Auch ein tierschutzgerechtes Laufrad mit mind. 30 cm Durchmesser oder ein Laufteller
werden gerne genutzt. Rückzugsmöglichkeiten, wie z.B.
Holzhäuschen, sollten in Bodennähe angebracht werden. Zellstoff, Heu und Stroh wird gerne für den Nestbau
angenommen. Ein Sandbad mit Chinchillasand dient der
Fellpflege. Futter- und Wassergefäße sowie das Sandbad werden auf einer erhöhten Ebene standsicher angeboten. Laufräder mit offener Sprossenlauffläche, zu
kleine oder achsseitig nicht geschlossene Laufräder
sowie zu kleine Käfige gelten als tierschutzwidrig.
Sibirische Streifenhörnchen sind Gemischtköstler mit
einem hohen Energiebedarf. Ihre Ernährung setzt
sich zusammen aus kleinen und größeren Sämereien (z.B. Getreide, Sonnenblumenkerne, Mais, Hirse, Nüsse), von denen ein Tier pro Tag etwa 1 Esslöffel erhält, sowie Frischfutter (Obst, Gemüse) und
tierisches Eiweiß in Form von z.B. lebenden oder getrockneten Insekten oder Katzentrockenfutter. Sauberes Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Pflege:
Futter- und Trinkwassergefäße sowie Kot- bzw. Urinecken
müssen täglich, das Gehege und die Einrichtung mindestens einmal wöchentlich gründlich gereinigt und ggf. desinfiziert werden. Dabei wird auch die Einstreu erneuert.
Streifenhörnchen führen bei sinkenden Temperaturen
und abnehmender Tageslänge – auch bei Innenhaltung
– eine Winterruhe durch. Dies sollte den Tieren ermöglicht werden, kann aber lebensbedrohlich sein, wenn den
Tieren nicht durch die Gabe von mehr, energiereicherem
Futter im Herbst die Möglichkeit geboten wird, sich Winterfett anzufressen sowie Vorräte anzulegen. Nur gesunde Tiere dürfen überwintert werden.
Der allgemeine Gesundheitszustand des Streifen-
Klima:
10 bis 26 °C. Streifenhörnchen eignen sich für eine dauerhafte Außenhaltung, wenn ein frostfreier Schutzraum
zur Verfügung steht. Hohe Temperaturen und zu hohe
Luftfeuchtigkeit werden von den Tieren nicht vertragen.
Verhaltensgerechte Unterbringung:
Streifenhörnchen sind nach dem Erreichen der Geschlechtsreife strikte Einzelgänger und treffen sich
auch in der Natur nur zur Paarung. Um Revierkämpfe
zu vermeiden, sollte daher auch immer nur ein Tier pro
Voliere gehalten werden. Streifenhörnchen klettern und
springen gern und brauchen daher viel Platz, um sich
entsprechend bewegen zu können. Die Haltung in Innenvolieren ist zwar möglich, es sollte aber auch dann
ein angrenzendes Außengehege zur Verfügung stehen.
Besser ist die dauerhafte Außenhaltung in einer Voliere
mit einer Grundfläche von mind. 0,6 m2 für ein Streifenhörnchen, wobei die Länge und Höhe mind. 1 m (besser
(Jürgen Hirt)
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