Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder des Paritätischen,
Demenz ist eine große Herausforderung für unsere älter werdende Gesellschaft. In Deutschland leben heute
rund 1,4 Millionen Frauen und Männer,
die von demenziellen Veränderungen betroffen sind. Mit der Diagnose
kommen nicht nur auf die Erkrankten,
sondern auch auf ihre Angehörigen
große Belastungen zu. Sie alle benötigen dann verlässliche Informationen
und unsere tatkräftige Unterstützung.
Die Veranstaltungsreihe „Zwei Zucker
- Leben mit Demenz“ wählt einen
etwas anderen Zugang zur Auseinandersetzung mit dem Thema: Der
preisgekrönte Kurzfilm „Zwei Zucker“
(2014) und ein Künstlergespräch mit
dem Hauptdarsteller Wichart von
Roëll („Klimbim“) führen zunächst ein.
Anschließend sorgt eine Gesprächsrunde mit Akteurinnen und Akteuren
aus regionalen Demenz-Projekten,
Pflegediensten, Politik und Verwaltung
für eine inhaltliche Vertiefung.
Hermann Zaum,
Geschäftsführer des
Paritätischen NRW
ZWEI ZUCKER
LEBEN MIT DEMENZ:
Filme, Begegnungen, Gespräche
15. September 2015
bis 1. Dezember 2015
Kontakt und Informationen
zur Veranstaltungsreihe:
ID55 – anders alt werden e.V.
Geschäftsstelle
Straßburger Straße 32
44623 Herne
Telefon 0 23 23 - 99 49 60
[email protected]
www.id55.de
Susanne Schübel,
Erste Vorsitzende des
Vereins ID55 – anders
alt werden
Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, einen neuen Blick auf ein
Leben mit Demenz zu werfen und noch mehr Interesse an
Aufklärung und Austausch zu wecken. Die Veranstaltungen
finden jeweils in Kooperation mit der örtlichen Kreisgruppe des
Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW und dem zuständigen
regionalen Demenz-Servicezentrum statt.
Der Paritätische Kreisgruppe Herne
Geschäftsstelle
Altenhöfener Straße 83
44623 Herne
Telefon 0 23 23 - 91 04 43
www.herne.paritaet-nrw.org
Wir freuen uns, dass insgesamt neun Kreisgruppen des Paritätischen diese Idee unterstützen. Der Eintritt zu der Veranstaltung
ist frei, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. Wir freuen uns schon sehr auf Ihren Besuch.
Hermann Zaum
Der Paritätische NRW
EINTRITT
FREI
LEBEN MIT DEMENZ:
FILME, BEGEGNUNGEN, GESPRÄCHE
Schirmherrschaft:
Barbara Steffens,
Ministerin für Gesundheit,
Emanzipation, Alter und
Pflege des Landes NRW
15.09.2015
22.09.2015
20.10.2015
27.10.2015
03.11.2015
10.11.2015
17.11.2015
24.11.2015
01.12.2015
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Gefördert durch
Im Namen aller Organisatorinnen und Organisatoren grüßen
herzlichst
Susanne Schübel
ID55 e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder des Paritätischen,
Bildnachweise:
authentic.media GbR
Bettina Engel-Albustin
Der Paritätische Herne
Stefan Kuhn
MGEPA / Franklin Berger
Herne
Recklinghausen
Witten
Lünen
Lüdenscheid
Dortmund
Gelsenkirchen
Bottrop
Bochum
Zu Gast:
er
ha
ensc uspiel
TV- und Bühn rt von Roëll
Wicha
(„Klimbim“)
anders alt werden e.V.
Eine Veranstaltungsreihe von ID55 – anders alt werden e.V. in Kooperation
mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW und Partnern in neun Städten
www.id55.de
Thema Demenz – es betrifft längst
nicht mehr einige wenige alte Menschen, sondern wird immer mehr zu
einer Herausforderung, die sich der
Gesellschaft insgesamt stellt. So wächst
die Zahl der von einer dementiellen
Erkrankung betroffenen Menschen –
derzeit rund 300.000 Personen allein in
NRW – bis 2030 um rund die Hälfte.
Barbara Steffens, Ministerin
für Gesundheit, Emanzipation,
Was bedeutet das für unsere pflegeriAlter und Pflege des Landes
sche Versorgung? Wie gehen wir damit NRW
um, wenn mehr oder minder stark
ausgeprägte kognitive Einschränkungen immer stärker zum Teil
unserer durchorganisierten Lebenswelt werden, zur gesellschaftlichen Normalität? Wie reagieren wir auf vermeintlich irrationales
Verhalten, das uns künftig immer häufiger begegnen wird?
Für mich steht fest: Menschen mit Demenz gehören in unsere
Mitte, in unsere Städte, Quartiere und Dörfer. Wir brauchen
Inklusion statt Exklusion in separaten Einrichtungen. Hinzu
kommt: Die allermeisten Betroffenen wollen zu Hause leben und
dort von ihren Angehörigen gepflegt werden. Auch die meisten
Angehörigen möchten das, selbst wenn die Erkrankung und
die damit verbundenen Aufgaben von ihnen häufig als große
Belastung empfunden wird.
Pflegende Angehörige und ehrenamtlich engagierte Menschen
stehen dabei oft vor Herausforderungen, die nur sehr schwer
zu bewältigen sind. Sie zu unterstützen, ist Aufgabe einer
verantwortlichen Gesellschaft. Wir müssen gemeinsam dafür
sorgen, dass es ausreichend bedarfsgerechte Wohn- und Unterstützungsangebote gibt und dass alle Bereiche der sozialen,
gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung aufeinander
abgestimmt sind. In diesem Sinne wünsche ich dem Paritätischen
in NRW und dem Verein „ID55 – anders alt werden“ viel Erfolg
bei ihrer Roadshow zum Thema „Leben mit Demenz“ und für
die Zukunft alles Gute.
Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes Nordrhein-Westfalen
ZWEI ZUCKER
Filme,
Begegnungen,
Gespräche
Alle Termine und Orte auf einen Blick
ZWEI ZUCKER
Ein Kurzfilm mit Hannelore
Droege und Wichart von Roëll
ZWEI ZUCKER
Lokal handeln,
gemeinsam informieren
Regie: Thore Schwemann (15 min., 2014)
EINTRITT
FREI
Dienstag, 15. September 2015, 19 Uhr, Herne
Stadtteilzentrum Pluto, Wilhelmstraße 89a, 44649 Herne
Dienstag, 22. September 2015, 19 Uhr, Recklinghausen
Gehörlosenzentrum, Oerweg 38, 45657 Recklinghausen
Dienstag, 20. Oktober 2015, 19 Uhr, Witten
Treff, Mannesmannstraße 6, 58455 Witten
Dienstag, 27. Oktober 2015, 19 Uhr, Lünen
LÜNTEC, Am Brambusch 24, 44536 Lünen
Dienstag, 3. November 2015, 17 Uhr, Lüdenscheid
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Straße 9,
58511 Lüdenscheid
Dienstag, 10. November 2015, 19 Uhr, Dortmund
Wichern Kultur- und Tagungszentrum, Stollenstraße 36,
44145 Dortmund
Dienstag, 17. November 2015, 19 Uhr, Gelsenkirchen
Kulturraum „Die Flora“, Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen
Dienstag, 24. November 2015, 19 Uhr, Bottrop
Filmforum, VHS im Kulturzentrum, Böckenhoffstraße 30,
46236 Bottrop
Dienstag, 1. Dezember 2015, 19 Uhr, Bochum
Endstation Kino (Bahnhof Langendreer), Wallbaumweg 108,
44894 Bochum
Inhalt des Films
Klara und Anton haben ihr gesamtes Leben miteinander verbracht. Über die Jahre ist Antons Demenz stärker geworden. Sein
Bewusstsein lässt nach. Er fängt an zu vergessen – manchmal sogar den Namen seiner geliebten Frau. Der preisgekrönte Kurzfilm
„Zwei Zucker“ erzählt davon, wie Klara mit den Veränderungen
umgeht. Sie erlebt, wie ihr Sohn Paul versucht, den Vater Anton
in ein Altenheim zu verlegen. Klara ist fest davon überzeugt, sich
um Anton kümmern zu können – ungeachtet des eigenen Alters.
Doch dann erlebt sie selbst einen Zusammenbruch.
Seit der Uraufführung im August 2014 war „Zwei Zucker“ auf
zahlreichen nationalen und internationalen Kurzfilmfestivals
zu sehen. Im April 2015 wurde er bei den Independent Days
in Karlsruhe mit dem „Newbie-Filmaward for best debut film“
ausgezeichnet.
Wichart von Roëll
Als militanter Opa in der WDR-Comedyserie „Klimbim“ (1973–1979) schrieb der 1937 in Kolberg
geborene TV- und Bühnenschauspieler Fernsehgeschichte. Bis heute ist „Opa Benedikt“ seine
bekannteste Fernsehrolle. Es folgten und folgen
zahlreiche Theater- und Filmproduktionen für die
ARD, RTL oder Sat.1. Zuletzt war von Roëll in dem
Sketch „Das digitale Quartett“ in „Neo Magazin Royale“ mit Jan
Böhmermann zu sehen. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde Wichart von Roëll vielfach ausgezeichnet. 1974
erhielt er als „Opa Benedikt“ den Adolf-Grimme-Preis und 2003
den Deutschen Comedypreis.
ZWEI ZUCKER
Volkskrankheit Demenz
und Alzheimer
Zahlen, Daten, Fakten
Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem
Verlust geistiger Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung, Verknüpfen von Denkinhalten und Motorik als Folge einer
Hirnschädigung einhergehen. Sie führen dazu, dass alltägliche
Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden
können. Rund 60 % aller Demenzen werden durch eine Alzheimer-Demenz („der Alzheimer“) hervorgerufen.
Die Kooperationspartner
Unser Dank geht an die Kreisgruppen des Paritätischen NRW, die
die Patenschaft über die lokale Veranstaltung übernehmen und
den Kontakt zu Experten vor Ort knüpfen. Wir bedanken uns
bei allen Kooperationspartnern, die sich aktiv und engagiert an
der Vorbereitung und Durchführung der städteübergreifenden
Veranstaltungsreihe beteiligen:
Wichart von Roëll, Schauspieler
Thore Schwemann, Regisseur
Johannes Ziegler, Produzent
ID55 – anders alt werden e.V., Herne
Alzheimer Gesellschaft Bochum/Herne
Demenzservicezentrum Ruhr
Demenzservicezentrum Dortmund
Demenzservicezentrum Westliches Ruhrgebiet
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Herne
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Recklinghausen
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Ennepe-Ruhr-Kreis
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Kreis Unna
Der Paritätische NRW Märkischer Kreis
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Dortmund
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Gelsenkirchen
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Bottrop
Der Paritätische NRW Kreisgruppe Bochum
An einer Demenz leiden in Deutschland etwa 1,4 Millionen
Menschen – mit steigender Tendenz. So leidet zwischen 65 und
69 Jahren jeder Zwanzigste an einer Demenz, zwischen 80 und
90 fast jeder Dritte. Experten rechnen mit einem Anstieg auf 2,5
Millionen Betroffenen bis 2030. Generell sind Frauen und Männer in gleichem Maße anfällig für die Alzheimerkrankheit. Da
aber Frauen durchschnittlich etwa sechs Jahre länger leben und
die Erkrankung mit fortschreitendem Alter zunimmt, sind circa
70 Prozent der Alzheimer-Erkrankten weiblich.
Bei Demenzkranken nimmt neben dem Erinnerungsvermögen
auch die Fähigkeit ab, klar zu denken und Zusammenhänge zu
erfassen. Nicht selten ändert sich das Verhalten grundlegend.
Treten einige der nachfolgenden zehn Warnsymptome häufiger
auf, sollte der Betroffene von einem Arzt untersucht werden.
Vergesslichkeit mit Auswirkung auf die Arbeit
und das tägliche Leben
Schwierigkeiten mit gewohnten Handlungen
Sprachprobleme
Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme
Eingeschränkte Urteilsfähigkeit
Probleme mit dem abstrakten Denken
Liegenlassen von Gegenständen
Stimmungs- und Verhaltensänderungen
Persönlichkeitsänderungen
Verlust der Eigeninitiative